Autor: Arthur Ernest Wilder-Smith Veranstaltungsort: St. Matthäus-Gemeinde - Hermannsburg 32 E - 28259 Bremen Sprache: Deutsch Kategorie: Bibelstudie Datum: 11.11.1985 ID: 9784 Webseite: https://www.sermon-online.com/contents/9784 Mose - Ein Mann nach dem Herzen Gottes - Teil 1/5 Transkript Guten Abend, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde. Das Thema ist also die Entwicklung eines Charakters, wie Gott das tut an Mose. Denn wenn wir lernen können, wie Gott das getan hat an Mose, vielleicht können wir lernen, was er an uns tut. Man muss bedenken, dass die Geschichte eines Kindes lange vor der Geburt anfängt. Das neu empfangene Kind im Mutterleib hört ständig die Stimme der Mutter und kennt die Stimme der Mutter und reagiert auf die Stimme der Mutter. Nicht wahr, es ist ja ganz nah bei der Mutter, direkt unter dem Herzen der Mutter und kennt sie sehr genau. Es freut sich, wenn die Mutter singt, dann singt das Kind mit, kann nicht atmen, nicht wahr aber singt innerlich mit. Und wenn die Mutter zu schnell die Treppe hinuntergeht, dann rebelliert das Kind über das Zappeln, nicht wahr, wenn die Mutter die Treppe runtergeht, es ist alles lebendig da. Und so muss ich anfangen, mit Mose vor seine Geburt. Sehr, sehr wichtig. Ich habe das nicht gewusst, als ich noch unverheiratet war. Aber als ich verheiratet war, da habe ich sehr schnell gelernt, dass die Geschichte eines Kindes anfängt, längst vor der Geburt. Und es geschieht sehr viel vollkommen unbewusst in einem Kind, vollkommen unbewusst. Meine Kinder, wir haben ja drei Söhne, eine Tochter, für die, die das nicht wissen, die Kinder mussten ins Internat gehen, weil es nicht möglich war, in der Schweiz sich vorzubereiten für einen Ausländer, wir sind Ausländer dort, Medizin zu studieren. So haben wir sie ins Internat geschickt. Und als das dritte Kind, der zweite Sohn, dort ankam mit zwölf Jahren, war er sehr, sehr schüchtern. Er ist ein sehr helles Kind, darf ich das sagen - das darf man nicht sagen, nicht wahr, als Vater - aber sehr, sehr schüchtern. Und er wurde geprüft gleich am ersten Tag mit zwölf Jahren. Und natürlich, da der Direktor ein Christ war, wir haben ihn in die Hände eines Christen gegeben, da hat er ihn auf religiöses Wissen, wie sie das nennen, religious knowledge geprüft. Und das wurde mündlich gemacht und auch schriftlich. Und der Bub, der sehr zitternd war, denn er war bis jetzt auf einer deutschsprechenden Schule gewesen, und diese war englischsprechend. Nun muss man schnell umwechseln, nicht wahr? Und die haben ihn geprüft mit solchen Fragen: Wie hieß Nabals Frau? Wie hießen Davids Frauen? Denn er hat eine Witwe geheiratet. Nun, mein Kind, wir haben jeden Abend meines Lebens, wo ich zu Hause war, immer eine biblische Geschichte erzählt. Das war eine halbe Stunde. Die Kinder lagen im Bett und Vater und Mutter setzten sich zu ihnen und haben Geschichten erzählt. Also ganz spannende Geschichten. Wie David in der Höhle war, nicht wahr, mit 600 Mann versteckt und Saul reinkam. Und dann ging David hinten auf ihn zu mit einer Schere und schnippelte das ab. Das war spannend für die Kinder und sie lernen das Wort Gottes lieben. Nun, als sie ihn fragten, wer denn Nabals Frau war, hat er gleich gewusst, dann hat er gleich gewusst, dass David, als sie Witwe wurde, sie geheiratet hatte. Und da sagte der Lehrer zu ihm: "Clive, ich kenne deinen Vater schon viele Jahre, aber ich bin erstaunt, dass er dich zum Schummeln erzogen hat." Schummeln? Also, schwindeln, nicht wahr? Es war alles schriftlich gemacht und dann kam die mündliche Prüfung nachher, aber er sagt: "Sir, ich habe nicht geschummelt." Er sagt: "Ja, welcher Bub in deinem Alter kann das denn wissen, wer Nabals Frau war?" Wann hast du das gelernt? Hat der Vater das gewusst, dass wir diese Fragen stellen?" Er sagt: "No Sir, soviel ich weiß nicht." "Ja, also wann hast du das gelernt?" Und er hat gesagt: "Sir, ich hab's immer gewusst." Nun, täuschen Sie sich nicht, ein Kind merkt, ob die Eltern Gottes Wort lieben. Und das meine ich nicht, schmusig lieben, nicht wahr, und fromm und pharisäerhaft reden, das meine ich gar nicht. Aber wenn das Wort Gottes ihre Freude ist, merkt das ein Kind sehr, sehr schnell. Und das, was wir tun wollen heute Abend, wir wollen rangehen an Gottes Wort - ich halte keinen Vortrag, ich habe zu viele Vorträge gehalten. Ich lese mit Ihnen Gottes Wort. Und das ist, wie sie es getan haben in der Urgemeinde, wie der gute Herr Pfarrer gesagt hat. Lesen und kommentieren. Also ich mache einen Dialog mit Ihnen. Ich mache keinen Monolog, sonst kommen Sie zu schnell in den Komazustand, nicht wahr. Aber zusammen lesen, das ist das Interessante. Wenn Sie das Wort Gottes zusammen lesen mit Ihren Kindern, Sie werden sehen, was sie für Fragen stellen, die Sie vollkommen übersehen haben. Es ist oft eine Offenbarung, mit einem Kind das Wort Gottes zu lesen. Die Fragen, die sie stellen, sind eine Offenbarung. Also wir fangen dann gleich an mit dem 2. Buch Mose über die kleine Vorgeschichte Moses, damit wir ihn verstehen, denn wir müssen wissen, in welche Welt er hineingeboren wurde, unter welchen Umständen er empfangen wurde und geboren wurde. Dies sind die Namen aus 2. Mose 1 - das Buch heißt Exodus. Also das Wort Gottes ist sehr genau: Die 70 kamen rein, aber die wichtigste Person, die wir das letzte Mal, als ich hier war besprachen, Josef, der war schon da. Das Wort Gottes ist geordnet in der Gedankenweise. Nun muss man verstehen, dass die Ordnung der Hebräer, die Mentalität der Hebräer, oft verschiedenartig ist, verglichen mit unserer Mentalität. Aber hier sieht man, er sagt, aber Josef war schon da. Josef starb und alle seine Brüder und jenes ganze Geschlecht. Haben sie das auch bedacht, dass es nur ein paar Jahre sind? Keiner von uns wird mehr hier sein. Nur ein paar Jahre. Und dann sind wir in der Ewigkeit und wir sind nur eine Erinnerung von denen, die uns gekannt haben. Wenn man das Leben so anguckt und anschaut, wird das Kleine klein und das Große groß. Wie sehen all die Probleme aus angesichts der Ewigkeit - sein ganzes Geschlecht. Gott hat uns so programmiert, dass obwohl wir physiologisch, körperlich ewig leben könnten, wir sind fähig unseren Körper zu ersetzen, hat er ein Programm eingestellt, dass wir schnell oder langsam altern. Und dann sterben wir. Wir sind gebaut, das weiß jeder Genetiker heute, wir sind gebaut zu sterben. Nun, wenn Gott andere Zwecke hat, die er erfüllen will, durch unser sterben, dann ist das eine fröhliche Sache, dass wir nicht immer bleiben müssen in dieser Welt, die zusehends feindlicher wird, dem Reiche Gottes gegenüber. Wenn man bedenkt, dass Gott unser Sterben, das er uns bereiten will für ein ewiges Amt, dass wir zu Fürsten Gottes werden, zu Prinzen Gottes, wie Mose ein Prinz Gottes wurde auf Erden, das werden wir gleich sehen. So ist jeder von ihnen in Gottes Plan zuzubereiten auf ein ewiges Prinztum, dass wir mit Ihm sein können, wo er ist und regieren in aller Ewigkeit mit Ihm. Vergessen wir das nicht, wie wir sehen, wie Mose gebaut wurde, um erzogen zu werden zum Prinztum, ein Fürst Gottes. Merken Sie die Steigerung da? Literarisch ist die Bibel ein Meisterstück. Denken Sie, wie dieses Wachstum des Volkes schön beschrieben wird. Merken Sie die Steigerung da, wie dieses Volk zunahm. Es tut einem gut. Ich habe ja studiert, teilweise mit C.S. Lewis in Oxford. Er war ein Meister der englischen Sprache. So habe ich von ihm ein bisschen das bekommen, dass ich mich so freue, wenn man literarisch nicht ein Stümper ist. Man sieht, dass Mose, der das geschrieben hat, kein Stümper war, er ging auf die Universitäten von Ägypten und lernte alle ihre Weisheit und ihre Sprache neben seiner eigenen Sprache. Der war multilingual und es ist nichts wie das, darf ich Ihnen das sagen, was den Geist erweitert, zu lernen, wie andere die gleichen Gedanken verschiedenartig ausdrücken können. Es macht den Horizont größer. Ich habe einen bösen Witz gehört in Dänemark jetzt über den Horizont. Es ist sehr wichtig, dass die Christen einen guten Horizont haben. Jemand sagte mir, die Christen laufen hier herum mit einem Heiligenschein um den Kopf. Ich wusste, was er meint, Sie wissen es auch nicht, wahr? Mit einem Heiligenschein. Aber er sagte dann zu mir, wenn man es genau anschaut, sieht man, dass es ihr eigener Horizont ist. Typisch dänisch, nicht wahr? Typisch ein Witz der Dänen. Aber bedenken Sie das, Mose als Fürst Gottes, das kommt in diesem Kapitel, der musste seinen Horizont ein bisschen erweitert haben. Die Tatsache, dass er der Hebräer, der Hebräisch sprach, Aramäisch und all diese anderen semitischen Sprachen, der konnte auch Ägyptisch und er hatte einen ganz, ganz weiten Horizont. Das heißt nicht, dass er liberal war, in keiner Weise, aber sein Horizont war weit. Ja, so dass das Land von ihnen voll ward. Und da entstand ein neuer König über Ägypten, der nichts von Josef wusste. Man hat da sehr viel in Frage gestellt: Wie ein Pharao aufkommen konnte, der nichts von Josef wusste, denn Josef machte die Geschichte des Landes. Wie kann man einen Pharao haben, der die Geschichte des Landes, die bestimmt wurde durch Josef, von dieser Geschichte nichts wusste? Es ist auch geschichtlich festgestellt worden, wie das kommt. Wir hatten einen Ägyptologen bei uns, Kitchen, von Professor Kitchen von Liverpool in Pro Universitate. für die Studenten dieses Jahres, oben in Escheriet in der Schweiz. Sie haben entdeckt, dass die alte Dynastie von Pharaonen zur Zeit Josefs tatsächlich kurz danach erobert wurde und vernichtet wurde von einer anderen Dynastie. Ich glaube, er hat gesagt, Hixos oder so etwas. die reingekommen sind später. Und weil diese Eroberer da reingekommen sind, haben die Eroberer nichts gewusst von Josef. Also ein Detail in der Heiligen Schrift, die geschichtlich sehr, sehr wichtig ist. Früher hat man das durch die liberale Theologie abgelehnt, aber jetzt ist das nicht mehr der Fall. Und er sprach zu seinem Volk: der neue Pharao, - passen Sie jetzt auf, kein Koma in diesem Augenblick bitte. alle Gedanken hier - Als noch keine Rede war von aus dem Lande wegziehen, hatten sie eine tödliche Angst, ihre Gastarbeiter zu verlieren. Eine tödliche Angst, denn die Juden, die waren ja Sklaven da, sie arbeiten ohne Lohn und sie mussten die Städte bauen, die waren die Sachverständigen, Ramses und Pitom zu bauen und Pharao, der sehr erpicht war auf Macht, weiß, dass Macht davon abhängig ist, dass man viele Leute (hat), die möglichst billig für einen arbeiten. Und er sagt, dass sie nur nicht wegziehen von uns. Sie sind uns zu mächtig geworden, aber sie arbeiten. Deshalb müssen wir sie behalten. Schon in seinem Unterbewusstsein hatte der Angst, der Pharao hatte Angst, dass die Juden irgendwie weggehen könnten. Vielleicht hat er durch die Geschichtsbücher und durch das Hörensagen von den Juden selber gewusst, dass sie die Verheißung von Kanaan hatten. Vielleicht hat er das gewusst. Und als Pharao wollte er nicht, dass dieses Volk ins Land Kanaan kommt. Ich weiß es nicht, vielleicht war es auch das. Aber klar ist es, dass er von Anfang an Angst hat, dass er sie verliert. Sie waren wertvolle Leute und sehr billig noch dazu. Und so setzte man dann Fronvögte über sie, um sie mit Fronarbeiten1 zu bedrücken. Und sie mussten dem Pharao die Vorratsstätte Pitom und Ramses bauen. Nun, das ist alles geschichtliche Tatsache heute. Wir wissen, wie das gewesen ist. Aber je mehr die Ägypter das Volk der Hebräer bedrückten, umso mehr nahm es zu und breitete sich aus. Völker sterben meist aus durch zu viel unverdienten Wohlstand. Das ist, was tödlich ist. Wohlstand ist schon nett, wenn man ihn verdient, aber wenn er einem geschenkt wird, kann er verderblich wirken. Und das war der Fall in Ägypten, die Ägypter waren weichlich geworden und die Juden natürlich durch die harte Arbeit waren stark und die Ägypter hatten Angst vor den Juden, weil die Juden überlegen waren. Das ist das Problem. Sie breiteten sich aus, sodass ihnen vor den Israeliten graute. Da zwangen die Ägypter die Israeliten zum Sklavendienst und machten ihnen das Leben sauer mit harter Arbeit in Lehm und Ziegeln, mit allerlei Arbeit auf dem Felde, lauter Arbeiten, zu denen man sie mit Gewalt anhielt. Also Bosheit und Terror, wie sie ausgeübt wurden von den Ägyptern den Juden gegenüber, waren das Resultat von was? Was war wirklich da los, dass sie diesen Terror ausübten an den Juden, dass sie sie nur nicht gehen lassen wollten? Es war eigentlich ein Minderwertigkeitskomplex, nicht wahr? Sie hatten Angst, dass sie sie verlieren. Sie wussten, dass sie zuverlässig waren und arbeiteten und es graute vor ihnen, sie hassten sie, weil sie tief unten in der Psyche Minderwertigkeitskomplexe hatten. Und man findet das Gleiche heute. Sehr viele Menschen, die Terror ausüben, haben in Wirklichkeit Mühe mit der Legitimität. Also sie sind nicht legitim. Regierungen, die das tun, sind Regierungen, die auf Minderwertigkeitsgefühlen bauen und die hoffen, sie zuzudecken, indem sie gewalttätig werden. Ich brauche keinen Namen zu nennen. Sie wissen alle selber, was ich da meine. Wir haben Angst, dass die Leute weglaufen, denn sie halten sie dort mit Terror. Genau das Bild wie hier ist genauso wie heute. Mehr brauche ich einem Westdeutschen nicht zu sagen. Okay? Die Psychologie des Menschen ist gleich geblieben. Jetzt kommen wir näher an Moses ran. Der König von Ägypten befahl den Hebammen der Hebräerinnen, von denen die eine Siphra und die andere Pua hieß: Die Juden hatten einen guten sozialen Dienst, das war sehr schön organisiert, und sie hatten zwei Oberhebammen, die diesen Dienst verrichteten, und sie waren so wohlbekannt in dem Lande Ägypten, dass der König Pharao sagen konnte: "Schickt mir die beiden Hebammen." Nun erwähnen Sie dieses Thema an gewissen Universitäten und Sie werden sehen, dass Infantizid ein Problem war, auch in einem Land, wo Wohlstand war. Die Juden hatten den Wohlstand nicht, aber die anderen wollten die Kinder töten. Sie finden, dass der Wohlstand sehr oft zu Infantizid führt, denn Kinder nehmen einem Wohlstand weg, nicht wahr, obwohl sie eine große Investition sind und sich bezahlen lassen mit der Zeit. Aber so war es hier. Sie sagten zu ihnen, tötet ihn (die Jungen). Gucken Sie mal hier, hier ist ja was Schönes. Aber die Hebammen waren gottesfürchtig. Das ist das Erste. Und sie taten nicht, was der König ihnen sagte. Also Gottesfurcht hängt sehr oft damit zusammen, dass man ungehorsam ist, auch im öffentlichen Dienst, dass man sagt: Das mach ich nicht. Und sie waren damit gottesfürchtig, weil sie sagten, es ist besser, Gott zu gehorchen als Menschen. Sie waren gottesfürchtig. Sie taten nicht, wie der König von Ägypten ihnen geboten hatte, sondern ließen die Knaben am Leben. Nun, Sie müssen bedenken, liebe Freunde, diese beiden Hebammen, sehr rar in biblischer, alttestamentlicher Literatur, werden mit Namen genannt. Und sie werden ausgezeichnet für ihren Ungehorsam. Was wäre geschehen, wenn sie Gottes Wort und Gottes Befehl ungehorsam gewesen wären und die Buben getötet hätten. Wenn sie die Buben, es geschah gerade zur Zeit der Geburt Moses, wenn sie die Buben getötet hätten, hätten wir keinen Moses gehabt. Punkt eins. Punkt zwei, hätten wir keinen Moses gehabt, hätten wir die fünf Bücher Mose nicht gehabt. die Hälfte des Alten Testamentes. An einer Tat, dass sie es nicht taten, das Baby, wie es aus dem Mutterleib gezogen wurde, in einer Badewanne zu ertränken, indem sie das nicht taten, schenkten sie uns das Alte Testament. Sie schenkten uns Moses. Nun hätten sie Moses getötet, bedenken sie, wir hätten Christus nicht gehabt, denn er kommt von der gleichen Linie. Und wenn wir Christus nicht gehabt hätten, hätten wir kein Heil. Denn er starb für unsere Sünden. Aber wenn er nicht für unsere Sünden gestorben wäre, dann hätte er nicht sagen können: Siehe, ich komme wieder. Wir hätten dann keine Hoffnung über die Wiederkunft Jesu. Wir hätten noch dazu keine Hoffnung auf das Reich Gottes, wo Christus mit seinen Fürsten, mit seinen Kindern, mit seinen Töchtern und Söhnen ewig herrschen werden. Durch diese eine individuelle Tat, die beiden sagten: Du, wir halten zusammen. Es ist falsch, das Baby zu töten. Gott hat einen Plan, mit diesem Baby, das machen wir nicht.", schenkten sie uns alles, was wir heute Abend haben. Die kleinen Taten machen ein Schicksal. Die Engländer haben einen Spruch, der das sagt: Tue eine Tat, erntest du eine Gewohnheit. Hast du eine Gewohnheit, baust du ein Schicksal. So ist das. Die kleinen einzelnen Taten dieser Frauen, die sagen, also hör mal, er kann uns töten, der Pharao, am besten gehorchen wir, dann hätten wir all das nicht. Gottes Plan wäre durch diese Tat der Hebammen, indem sie das Kind erwürgten oder ertränkten, indem sie das getan hätten, hätte man Gottes Plan nicht in Erfüllung gehen lassen können. Und die Aufgabe Gottes mit uns ist, dass wir Seinen Plan, nach Seinem Wort, durch die kleinen Taten, die wir mit den Händen und mit dem Kopf, mit den Gedanken tun, dass wir so Gottes ewigen Plan erfüllen. Jeder hat diese Ewigkeit in jeder Tat, die er tut. Deshalb heißt es, wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu. Die waren treu in ihrem Beruf und sie ernteten ein Schicksal. Sie ernten das Heil. Gott belohnte sie dafür. Lesen wir das weiter: Er sah die hebräischen Buben überall herumlaufen. Und es sollten keine herumlaufen. Da antworteten die Hebammen dem Pharao: "Die hebräischen Frauen sind nicht wie die ägyptischen." Jetzt kommt ein bisschen Spott. Jetzt kommt es. Ich meine, wenn der Mann das nicht gewusst hätte, sie haben über ihn gelacht, in Wirklichkeit, die waren wackere Frauen. Hebammen sind das oft. Die hebräischen Frauen sind nicht wie die ägyptischen, sondern sie sind naturwüchsiger - sehr höflich gesagt, nicht wahr. Eure Frauen, sie sind nicht wie unsere Frauen. Ihm das zu sagen; er hätte wütend werden können, aber sie haben es ihm gesagt, denn es stimmt auch. Ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie schon geboren. Sie hätten es tun können nach der Geburt, nicht wahr? Gott aber ließ es den Hebammen gut ergehen und das Volk mehrte sich und wurde sehr zahlreich. Weil die Hebammen gottesfürchtig waren, schenkte er ihnen Kindersegen. Da gebot Pharao, jetzt merken sie, wie es wird. Jetzt merken sie, er gebot nicht mehr den Hebammen, etwas zu tun. Er gebot allen seinen eigenen Leuten mit diesem Gebot: Also wenn ihr einen Knaben seht, die Ägypter, die haben das Gebot von mir (vom Pharao) das Knäblein in den Nil zu werfen und da gibt es genug Krokodile dort, die schnell das, was noch fehlt, tun. Alle Knaben, die den Hebräern geboren werden, werft in den Nil und alle Mädchen aber lasst am Leben. So, das ist die Situation. Eine Situation des Elends im Lande, als Moses auf die Welt kommen sollte. In diese Welt kam Moses herein. Jetzt haben Sie ein Bild, jetzt werden wir verstehen, in was für eine Welt Moses kam und wie Gott in dieser Welt die Nische fand, um durch die Ägypter das zu tun, was Gott wollte. Jetzt sehen wir, wie er das tat. Es ist nötig, dass man das versteht. Und jetzt kommt es. Ein Mann vom Hause Levi ging hin und er heiratete eine Levitin. Und das Weib ward schwanger und gebar einen Sohn. Nun, man sieht dort, dass der Vater Moses, er war ein Levit, er diente Gott, hatte besondere Gottesdienstordnung zu verrichten und er heiratete nach Vorschrift eine Levitin. Es blieb in der Familie, Gott hat es so bestimmt. Ihr lieben Leute, es sind ganz bestimmt junge Männer hier und junge Mädchen, die an den gleichen Schritt denken. Bedenken Sie dieses eine Wort: Er heiratete in dem Herrn nach dem Gebot Gottes. Das Mädchen, das er sah, war eine Levitin. Wenn das Mädchen ein gläubiges Mädchen ist und der Bub, der Mann, gläubig ist, dann mag es sein, solange alles andere passt. Aber es soll nie in der Hoffnung sein, dass eines Tages der Bub oder eines Tages das Mädchen gläubig wird. Das ist nicht genug. Wenn es nicht vor der Heirat abgemacht ist, dann soll keine Verbindung nach Gottes Wort entstehen: Lasst es geschehen im Herrn. Also das ist das erste, der erste Schritt in dem Werdegang von Moses. Seine Eltern heirateten im Herrn. Und dann wurde sie schwanger und sie gebar ihren Sohn. Nun, Als sie sah, dass er schön war - bleiben wir ein bisschen da stehen. Sie sah, dass er schön war. Sind Sie jemals bei einer Entbindung dabei gewesen? Liebe Dame, Sie brauche ich nicht zu fragen. Aber, lieber Mann, das Erste, was die Mutter sehen will, nachdem es wenigstens vorbei ist bis zur Nachgeburt, will sie das Baby sehen. Und da kommt die Krankenschwester, die Hebamme, und sie wäscht das Kind und tut eben die Silbertropfen ins Auge, das das Kind nicht irgendwie eine Infektion hat. Und dann zeigt sie das Kind der Mutter. Haben Sie es jemals gesehen? Ich habe es viermal sehr gut gesehen bei uns. Und die Mutter sieht das Kind, sie dreht sich um und sie schläft. Und sie schläft den Schlaf der Gerechten, nicht wahr? Da schläft sie tief. Nun, da haben wir dieses Bild und sie sieht, dass Moses ein hübsches Kind ist. Sie dürfen nicht denken, dass alle Kinder, liebe Freunde, "Würmdl" sind, neugeborene Kinder. Es war bei der Geburt unserer Tochter in Chicago. Sie ist in Chicago auf die Welt gekommen. Meine liebe Frau, als sie aufstand, sie hat das Baby ausgefahren. Oliver, der Kleine, nicht wahr, zwei Käsehoch und das Baby im Kinderwagen. Und wir wohnten in einem polnischen Viertel und all die Polen wollten sehen, was für ein Kind wir bekommen hatten. Und da kamen diese erfahrenen älteren Matronen, nicht wahr und sie haben reingeguckt, was das für ein Kind ist. Und da hob eine ältere Polin die Hände hoch, sie sagt: "Ach, ein schönes Kind" - entschuldigen Sie, ich darf das nicht sagen, ich bin der Vater, nicht wahr?" "Ach", sagte sie, "meine Tochter hat ein Kind bekommen, es war ein hässliches "Würmdl", aber ihr Kind ist doch schön." Nun, das sollte man nicht sagen, nicht wahr? Aber wenn man bedenkt, dass ein neugeborenes Kind in Gottes Ebenbildlichkeit ist. Wie es einem entgegenleuchtet mit den blauen Äuglein, denn sie haben alle blaue Äuglein einige Wochen auf alle Fälle, nicht wahr, einem entgegenleuchtet, ist das ein Erlebnis. Was wird aus diesem Kind? Moses Mutter, sie liegt da und sagt, es ist ein schönes Kind. Es wird nicht ausgesetzt. Ich habe diese Geschichte unseren Kindern so oft gelesen, als sie ganz, ganz klein waren, und sie haben das sehr zu Herzen genommen. Sie hat das Kind dann versteckt, Moses Mutter. Nun, Sie wissen, wie schwer es ist, ein Kind zu verstecken. Das Kind will schreien, nicht wahr? Da haben wir eine wunderbare Methode gehabt, unsere Kinder dazu zu erziehen, nicht zu schreien, wo es nicht nötig war, denn hätte Moses zu laut geschrien, wären die Ägypter gekommen und sie hatten das Recht von Pharao, das Kind in die Nil zu werfen. Da hat sie das Kind versteckt. Stellen Sie sich die Mutter vor, hier ist das neugeborene Baby, sie geht ein und aus, man sieht, ehe das Kind geboren wird, dass sie ein Kind erwartet. Sie ist ja hochschwanger und die Ägypter sagen, also bald ist noch ein Kind in den Nil zu werfen. Dann sehen sie, dass die Mutter, entschuldigen Sie, dass ich diese Dinge sage, aber Sie müssen in diesen Dingen leben. Kinder leben in diesen Geschichten. Die Mutter kommt plötzlich mit einer anderen Figur raus, nicht wahr aus dem Haus und die Ägypter sagen, wo ist das Baby? Das Baby darf nicht gehört werden, das Baby muss still sein. Aha, aber wenn das Baby schreit, gerade wenn ein Ägypter an dem Fenster vorbeigeht, dann kostet es ihn das Leben, nicht wahr? Unsere Kinder haben das sehr gut verstanden. Die haben die Kinder, wenn sie anfingen zu schreien, das war nicht so sehr, sehr gut, dass er so laut schreit, und man sieht diese arme Mutter, wie sie versucht, das Kind stille zu halten. Wissen Sie, ich komme in sehr viele Häuser. Wenn wir versuchen, ein Gespräch zu führen, seelsorgerliche Sachen, mit das Schlimmste ist, dass die Kinder es der Mutter nicht erlauben können, die Aufmerksamkeit einem anderen zu geben. Da kommen sie immer mit ihren Wünschen. Stimmt's oder stimmt's nicht? Die müssen ständig dabei sein und wenn Mutter sich unterhält mit einem anderen oder mit Vater, kommen sie und sie brechen das ab. Sie wollen, dass die Mutter sich um sie kümmert, allein. Sie machen sich so bemerkbar, dass man keine vernünftige Unterhaltung führen kann. Haben Sie das erlebt? Wir haben all diese Dinge besprochen mit unseren Kindern. Man kann sie ein bisschen schmücken, nicht wahr? Es ist ganz richtig, dass man schmückt. Dann sagt, Mose hat gelernt, wenigstens ziemlich früh, mindestens drei Monate, nicht unnötig zu schreien, sonst kamen alle anderen Kinder und sagten: "Psst, sonst geht das los." Das ist nicht richtig, dass Kinder in einem Haushalt eine Plage sind. Die sollen ein Segen sein. Wir haben immer gelernt, jetzt können sie ein bisschen Englisch lernen, Little boys are there to be seen and not heard. Kleine Buben sind da, um gesehen zu werden, aber nicht um gehört zu werden. Und das wurde uns auch eingeimpft. Mein Sohn, der Arzt ist in Marburg an der Universitätsklinik, er hat gesagt: "Daddy, ich bin der Meinung, dass das ganze Know-How, das ganze gewusst wie, wie man Kinder erzieht, verloren gegangen ist. All diese Dinge, die wir gewusst haben aus Gottes Wort als Kinder, scheinen den heutigen unbekannt zu sein. Die meinen, dass es ganz natürlich ist, dass ein Kind alle plagt, schreit, zupft, verlangt. Die meinen, dass es normal ist. Es ist nicht normal. Es ist so, weil die Eltern so sind. Man kann Kinder erziehen. So hat Moses die drei Monate gehabt, versteckt im Haus, dann heißt es, die Mutter konnte ihn nicht mehr verstecken. ist ja klar, es gibt drei Monate vielleicht wo das Kind da liegt, in der Wiege, wo man es tun kann, aber es kommt die Zeit, wo man es nicht mehr tun kann. Und der Befehl war, dass das Kind dann ausgesetzt wird. Was hat die gute Mutter getan? Lesen wir das, wie sie das getan hat. Es ist entzückend. Also, wenn es so sein muss, hat die Mutter eine Wiege gemacht aus Schilf und dann das verklebt mit Pech und Asphalt. Sicher hat sie das gemacht, dass es eben wasserdicht war, nicht wahr? Denn im Schilf da ist es sehr nass und das ist nicht gut für das kleine Baby. Aber ich denke privat, das ist nur ein privater Gedanke für mich, dass Krokodile Pech und Asphalt nicht so gern reinbeißen, wie wenn es einfach Schilf wäre, nicht wahr? Also sie hat es schon geschützt vor Wasser. Aber wenn es Pech und Asphalt ist, ich glaube ein Krokodil würde zwei, dreimal schnüffeln, bevor es da reinbeißt, ich weiß es nicht, aber ich habe es meinen Kindern vorgeschlagen, die meinten, es sei eine sehr gute Idee, dass das Kind .... (sicher ist) . Sehen Sie, Kinder. Entschuldigen Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, sehen Sie, wie das geeignet ist für Kinder. Ach, wie lieben sie das, die Kinder solche Erzählungen. Die lesen jeden Tag, morgens und abends drin, heute noch, weil sie es lieb haben, nicht weil es eine Pflicht ist. Wunderbar ist das. Nun, also sie legt das in das Schilf und tut das Kind mit der Wiege ans Ufer des Nil, dann tut sie noch etwas. Sie hatte eine Tochter Miriam, die ein bisschen älter war, und sie sagte: "Miriam, du gehst hin und passt jetzt auf, und wenn ein Krokodil kommt oder so etwas, dann rennst du schnell!" Seine Schwester aber, Miriam, stellte sich in eine Entfernung auf, um zu erfahren, wie es ihm ergehen würde, also auf das Kind aufzupassen. Die Schwester merkt die Verantwortung, die sie hat, und sie will aufpassen. Als wir in Norwegen waren und unser drittes Kind auf die Welt kam, wurde auch zu Haus geboren und wir hatten Nachbarn, kleine norwegische Mädchen, und sie wollten das Baby, das Neugeborene sehen. Und dann war das erste, was sie tun wollten, die Erlaubnis haben von Mutter: "Pasa por Clive?", dürfen wir auf Clive aufpassen? Und sie fuhren mit dem Kind heraus mit dem Kinderwagen, nicht wahr kleine Mädchen tun das so gern. Und so sieht man Miriam, wie sie ab- und aufgeht in dem Schilf, mit Moses in dem Kästlein aus Pech und sie passt auf, ob ein Tier ein Krokodil oder so was kommt. Jetzt passen Sie aber auf, jetzt kommt der große, große Schreck, um zu erfahren, wie es ihm ergehen würde. Und da kam die Tochter des Pharao an den Nil, schlimmer als ein Krokodil. Ja, warum finden Sie das komisch? Ist doch so. Ich meine, der Mann, der dem Mose nach dem Leben trachtete, nach allen Kindern, war doch Pharao. Und hier kommt seine Tochter. Und Sie wissen, meine lieben Freunde, Sie wissen, dass Töchter ein besonderes Verhältnis zum Vater haben. Sie wickeln den Vater um den kleinen Finger, nicht wahr? Und jetzt kommt die Tochter des Bösewichts selber an den Nil. Also wie ich sagte, schlimmer als ein Krokodil. Sie selber kommt und das Mädchen hat sie erkannt, denn sie kam mit ihrem ganzen Gefolge. Also das Schlimmste. Aber merken Sie, was für eine Tochter diese Miriam, Moses Schwester, war. Sie hat nicht die Panik ergriffen, gar nicht, nie die Panik ergreifend. Das ist das Schlimmste. Lesen wir, was sie tat: wahrscheinlich haben sie auf Krokodile aufgepasst, nicht wahr. Sie gingen hin und her, zu sehen, dass kein Tier da war, während die Prinzessin gebadet hat. Sie gingen hin und her, Was ist denn das in dem Schilf? Und die Miriam sieht das. Hoffentlich wird sie baden und dann weggehen. Aber nein, sie sieht's, das kleine Mädchen sieht's. Sie sandte ihre Magd hin und die Magd holte es. Und als sie es auftat, Miriam steht im Hintergrund, was wird jetzt geschehen, denn sie war die Tochter des Pharao. Sie hatte das vollkommene Recht, das Kind ins Wasser zu schmeißen. Was wird sie jetzt tun? All diese Mädchen. Sie stand da, aber sie beobachtete und sie war ganz kühl. Die Panik kam nicht über sie. Und als sie es auftat und das Kind sah, es war ein weinendes Knäblein. Moses schrieb: Miriam hat's gehört, sie stand in der Nähe. Vielleicht hat Miriam gedacht, vielleicht wird sie nicht erkennen, dass das ein Kind des Todes ist. Aber sie hat gleich erkannt, das ist ein Kindlein der Hebräer. Oh, du Schreck, dass alles entdeckt ist. Das war ein weinendes Knäblein, da hatte sie Mitleid mit ihm, sie sprach, das ist eins von den Kindlein der Hebräer. Nun, passen Sie auf, was für eine gute Schwester, eine intelligente Schwester - ein kleines, nicht sehr groß - Moses hatte. Nun sprach seine Schwester zu der Tochter des Pharaos - sie war nicht einfach stumm vor lauter Angst vor der Prinzessin da - sie sprach zu ihr, sehr vernünftig in so einem Alter. Sie sprach zu der Tochter des Pharaos - jetzt passen Sie auf, es könnte nur ein Mädchen dies tun und nie ein Bub. Ein Bub würde nie auf die Idee kommen. Die Mädchen können dies tun, das ist eine Spezialität für die Damen hier. Passen Sie auf! Sie sagte zu der Prinzessin: "Soll ich hingehen und dir eine hebräische Amme rufen, dass sie dir das Kindlein stille?" Warum hat sie nicht gesagt: "Soll ich hingehen, die Mutter holen?" Sie war zu schlau. Sie war groß geworden im Dritten Reich. Sie war groß geworden in einer Diktatur. Sie dachte, wenn ich die Mutter hole und sage, dass es die Mutter ist, dann hat Pharaos Tochter nicht nur das Baby, sondern auch die Mutter, die das Baby nicht ausgesetzt hat. So war sie also, man sagt im Englischen circumspect2. Sie überlegte die ganze Situation und sie sagt also, das Baby schreit, das Baby hat Hunger, das Baby braucht mich. Aber ich darf nicht sagen, ich hole meine Mutter. Sie hat nicht einmal gesagt, dass sie die Schwester sei. So verschwiegen war sie, nicht wahr. Ich habe das auch lernen müssen. Ich bin in keiner Diktatur groß geworden, aber von meiner Frau habe ich gelernt, wo Schwierigkeiten sind, da gib eine Antwort, die keine ist, nicht wahr, falls eben Komplikationen entstehen. Und man sieht, dass das in der Seele von Miriam war, das zu tun, was nötig war, ohne zu viel Information preiszugeben. "Soll ich hingehen, eine Amme holen?" Ich weiß, eine Amme, ich sage nicht, dass ich die Schwester bin und dass die Mutter meine Mutter ist, das sage ich gar nicht. Ich hole nur eine Amme, eine Frau, die das tun kann. Und so oktroyiert sie der Tochter Pharaos die Antwort auf, die Miriam haben will. Wie kann ich mein Baby, meinen Bruder, wie kann ich das Baby zurückführen zu der Mutter? Denn was fehlt, ist die Mutter, aber ohne die Mutter preiszugeben und die ganze Familie preiszugeben, denn sie sind ungehorsam, die haben das Kind nicht ausgesetzt. Nun, "Soll ich hingehen und Dir eine hebräische Amme rufen, dass sie Dir das Kind stille?" Die Tochter des Pharaos antwortete ihr: "Ja, das ist eine Idee." Das Kind schreit, braucht eine Amme, also gut, ja, gehe! Nicht zu sagen, ich bin die Schwester, nicht zu sagen, ich gehe die Mutter holen, sondern nur das, was nötig ist, nämlich Milch besorgen. Ja, gehe! Und die Jungfrau, sie war ein junges Mädchen, ging hin, und rief die Mutter des Kindes. Und da sprach die Tochter des Pharaos zu ihr: Nicht "Bist du die Mutter?" das kam ihr nicht in den Sinn, sondern "Nimm diesen Knaben mit dir", nicht "Nimm dein Kind." Sie ist nicht dahintergekommen, dass es ihr Kind war. "Nimm diesen Knaben, du bist fähig eine Amme zu sein." Und bei den Prinzen und Prinzessinnen in dem Palast hat mein Frauen bezahlt, um Amme zu spielen, dass die richtige Mutter das nicht tun musste. Nun, das war ihre Sitte und das hat diese Tochter gewusst: Nun war das nicht wunderbar, dass durch die Weisheit von der Schwester von Moses - die waren gescheite Leute - sie gerade das bewerkstelligt hat, was sie wollte, dass die Mutter das Baby zurückbekam und dass die Mutter bezahlt wurde, um ihr eigenes Kind zu stillen. Also ich finde, dass das ein gutes Geschäft war. Meinen Sie nicht? Denken Sie, dass ein Kind in so einer Situation, tödliche Angst vor Pharao, mit Geistesgegenwart, so was getan hat. Also ich sage "Hut ab!" zu Miriam. Kein Wunder, dass sie Moses durch sein ganzes Leben hindurch begleitete. Sie war wirklich ein gescheiter Kopf. Ja, das Weib nahm den Knaben, ihren eigenen Sohn, sie nahm den Knaben und sie stillte ihn. Und als der Knabe groß geworden war, brachte sie ihn der Tochter des Pharaos. Sie hatte das Kind in den wichtigen entscheidenden Jahren. Das Kind, obwohl es erzogen werden sollte als Prinz und Fürst Ägyptens, denn Moses war das, hat Moses den großen Vorteil gehabt, dass er erstens gestillt wurde von der Mutter. Diese Tatsache, dass ein Kind gestillt wird von der Mutter, macht sehr viel aus in der Psychologie von einem Kind. Sie wissen, in den japanischen Schulen haben Sie zweierlei Abteilungen: Eine Abteilung für Kinder, die Flaschenkinder sind, und eine Abteilung für Kinder, die Brustkinder sind. Denn der Akt des Stillens bei der Mutter gibt dem Kind eine Geborgenheit. die das Kind, das es nicht hat, nie erfahren wird. Sehr, sehr wichtig! Und so wurde Moses versorgt von seiner eigenen Mutter und zur gleichen Zeit galt er als Sohn Pharaos und verlor durch diese Einrichtung von Miriam, verlor den unaussprechlichen Wert des Stillens der eigenen Mutter nicht. Also ich finde, dass das so wunderbar ist, wie Gott das machen kann, dass das Kind ausgeglichen war in der Psyche, weil die Mutter dieses hohe Vorrecht hatte, das Kind zu stillen. Und als der Knabe groß geworden war, brachte sie ihn der Tochter des Pharaos nach Vertrag und sie nahm ihn als Sohn an. Er wurde amtlich adoptiert und nannte ihn Moses, indem sie sprach: "Ich habe ihn ja aus dem Wasser gezogen." Also es heißt im Englischen Moses draw out, also dass er herausgezogen wurde aus dem Wasser. Und der Name hat diese Bedeutung. Und das ist, wie Moses Kindheit entstand und Sie sehen, dass Moses die maximalen Möglichkeiten hatte, ein starkes, normales Kind zu werden, trotz des Terrors und der Tyrannei im Lande. Jetzt müssen wir dieses Kapitel fertig machen, wenn ich darf. Ich weiß, dass die Zeit eilt, denn sonst kommen wir nicht durch. Und zu jener Zeit, als Mose groß geworden war, ging er einst hinaus zu seinen Brüdern, und sah ihren Fronarbeiten zu. Moses wusste sehr wohl, weil er, bis er groß war, bei den Hebräern war, wer seine Brüder waren. Obwohl er ein Fürst Ägyptens war, kannte er genauso gut seine Brüder, weil er mit ihnen erzogen war. Das ist ein sehr wichtiger Punkt mit ihm. Und da sah Moses, wie ein Ägypter einen Hebräer einen seiner Brüder schlug. Es wird betont, er wusste, dass diese Sklaven seine Brüder waren, obwohl er selber Fürst war. Sehr wichtig, dass man lernt, sich des eigenen Volkes nicht zu schämen. Ist ein sehr schwacher Punkt. Sehr viele von Deutschland, die in andere Länder kommen, die wollen ihre Rasse und ihr Volk verleugnen. Ich halte das für sehr schlecht. Moses, obwohl er ein Sklave war, hat es nie verleugnet. Er stand zu ihnen, er sagt, meine Genetik - Genetik hat er nicht gesagt - aber ich komme von ihnen und er stand dazu. Lasst uns bei der Realität bleiben und bei dem bleiben, was wir wirklich sind. Und er sah, wie ein Ägypter einen seiner Brüder schlug. Und er schaute nach allen Seiten um und als er sah, dass kein Mensch zugegen war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand. Also Moses war ein gewalttätiger Mensch. Er war bereit, mit eigenen Händen zu erschlagen. Das müssen Sie wissen, denn wir reden von seinem Charakter. Er war stark und wir wissen von anderen Stellen, dass er sehr jähzornig war. Er ging hinaus von Pharao in einem grimmigen Zorn, heißt es, in einem grimmigen Zorn. Und am Ende seines Lebens lesen wir noch etwas anders: Es war kein Mensch auf Erden, der so sanftmütig war wie Moses. Denken Sie, was Gott mit ihm getan hat. Jetzt wollen wir erleben, wie Gott aus dem jähzornigen, starken Mann, der nach rechts und links guckte, überlegt, er tat nichts in seinem Zorn, was unüberlegt war, aber zornig war er. Und als er sah, dass niemand da war, da erwürgte er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand. Er war schon groß, beinahe vierzig Jahre alt, als er das tat. Ja, und als er am nächsten Tag wieder hinausging, zankten gerade zwei Hebräer miteinander und er sprach zu dem, der im Unrecht war, "Warum schlägst du deinen Nächsten?" Der aber erwiderte: "Wer hat dich zum obersten Richter über uns gesetzt?" fast ein prophetisches Wort, denn er war zum obersten Richter, der Hebräer gesetzt, aber noch nicht, weil er noch nicht charakterlich erzogen worden war. "Wer hat dich zum obersten Richter über uns gesetzt? Gedenkst du mich auch zu töten, wie du den Ägypter gestern getötet hast?" Da fürchtete sich Moses, denn er dachte wahrhaftig, die Sache ist ruchbar3 geworden. Der Pharao hörte von der Sache, tatsächlich. Und er trachtete, der Pharao, trachtete danach, Moses zu töten, den adoptierten Sohn seiner Tochter, der Hebräer war. Er trachtete danach, ihn zu töten. Aber Moses floh vor dem Pharao und nahm Aufenthalt im Lande Midian und er setzte sich an einen Brunnen. Jetzt sehen Sie, wie der Mann, der die Universitätsbildung hatte, von dem ganzen Land Ägypten, der verwechselt wurde später in seinem Leben mit einem Ägypter, seine Frau hat ihn mit einem Ägypter verwechselt, als er die Bildung hatte von den Ägyptern, dass dieser Mann 40 Jahre als Fürst ungebändigt groß geworden ist, der muss jetzt fliehen. Seine ganze Welt, seine Karriere in Pharaos Palast war kaputt, weil er ein Mörder war. Er war ein Mörder. Er hat es versteckt, indem er den Ermordeten verscharrte im Sand. Da muss er, der den ganzen Palast unter sich hatte, er musste im Lande Midian sein, ganz allein, und er setzte sich in der tiefsten Depression an einen Brunnen. Der große Moses, der Fürst, ist depressiv. Denken Sie, dass Depression oft berechtigt ist und oft ein Zeichen von Intelligenz. Moses war intelligent, aber hier saß er am Ende seiner Karriere, 40 Jahre alt. Wenn Sie depressiv sind, dann müssen Sie sich freuen, denn da sind Sie wahrscheinlich intelligent. Sehr, sehr wichtig, dass man das erkennt. Ich mache hier fertig, denn wir wollen heute Abend nicht zu spät werden. Er setzte sich an einen Brunnen. Nun hatte der Priester der Midianiter sieben Töchter und die kamen, sie schöpften Wasser und füllten die Tränkrinnen, um die Schafe ihres Vaters zu tränken. Und da kamen die Hirten und jagten sie, die Töchter, die sieben, weg. Aber Moses erhob sich tief in seiner Depression dort in der Einöde, und er half ihnen und tränkte ihre Schafe. Hier ist der Mann mitten in seiner Depression und Einsamkeit. Seine Eltern sind weg, das Land, wo er großgezogen worden war, ist weg, der Palast ist weg, und er sitzt da tief in Depression und sieht, dass jemandem Unrecht geschieht. Die sieben Töchter werden weggetrieben. Obwohl es ihm so schlecht ging, stand er auf und half den Mädchen. Wenn es Ihnen schlecht geht, kann ich Ihnen nur einen guten Rat geben: Gucken Sie sich mal um, und sehen Sie, wo jemand Unrecht leidet. Und da helfen Sie. Er war ritterlich. Ein Fürst mit allen Manieren. Aber vor lauter Depression ließ er diese Ritterlichkeit nicht fahren, sondern er stand auf und vertrieb, er war stark, er wurde mit all diesen Hirten fertig, allein, ein ganz, ganz starker Mann. Und er war jähzornig genug, er hatte sie alle ermorden können, wahrscheinlich. Aber das hat er nicht getan, er trieb sie weg. Und dann, aber hören Sie mal zu, hier ist ein schönes Wort: Er tat das, was kein Fürst tut. Er holte Wasser, die dienstbarste Arbeit, die es gab, die niedrigste Arbeit. Das haben nur die Diener gemacht. Und der Fürst Gottes ist bereit, die dienstbarste Arbeit zu tun, die niedrigste Arbeit. Und er rettet die Mädchen und dann kommt er - weil die Mädchen wahrscheinlich "verdattert" waren, über all das, was geschehen war, und da füllt er die Tränkerinnen wieder auf und hilft denen, ihre Schafe zu tränken. Die Mädchen dann, als sie nun zu ihrem Vater Reguel heimkamen, sprach er: "Warum kommt Ihr heute so bald heim?" Sie antworteten, "Ein Ägypter hat uns gegen die Hirten geholfen." Ja, sie verwechseln Moses mit Ägyptern, nicht wahr? So ist seine Kultur gewesen. "Er hat uns gegen die Hirten geholfen." Ja, sagten sie, das Merkwürdige ist, dass dieser stolze Ägypter, er hat uns sogar Wasser geschöpft und die Schafe getränkt. Die Mädchen waren auch erstaunt, dass so ein hochgewachsener Fürst das tun würde. Hat er getan. Sie sehen, wie Gott anfängt, den Fürsten zu demütigen und ihn dadurch zu erziehen, das ist seine Methode. Da sprach Reguel zu seinen sieben Töchtern: "Wo ist er denn?" "Hast du so einen Mann gesehen, einen Ägypter, der das tut? Wo ist er denn?" "Wo habt ihr den Mann dort gelassen? Warum habt ihr den Mann dort gelassen?" "Ruft ihn her, dass er mit uns esse wenigstens! Seid ihr so dumm, dass er dort am Brunnen allein sitzt und wir essen und er nicht? Ruft ihn." Mose willigte ein, bei dem Mann zu bleiben, und dieser gab dem Mose seine Tochter Zippora. Nun, bedenken Sie, was das bedeute: Er wurde Hirte in der Wüste. Stellen Sie sich vor, die hohe Karriere in der Wüste wird ausgetauscht mit dem Dienst eines Hirten in der Wüste. So macht das Gott, um einen Mann vorzubereiten, für den er besondere Pläne hat. So tut er das. Können Sie mir sagen, und dies ist fast das letzte Wort, können Sie mir sagen, wo das geschehen ist mit unserem Heiland? Der Heiland, obwohl er der Sohn Gottes war, lernte an den Dingen, die er litt, Gehorsam. Moses leidet hier und lernt Gehorsam. Niemand ist fähig, ein Fürst Gottes zu werden, als Sohn Gottes, erstens ohne die Erlösung durch das Blut Jesu, dass wir Kinder Gottes werden. Aber zweitens, dass wir durch das, was wir leiden, Gehorsam gegen Gottes Wort lernen. Das ist der Zweck von sehr vielen Leiden, die über uns kommen. Dass Gott uns durch Gehorsam seinem Wort gegenüber dazu erziehen will, das auf das Wort hin zu tun, was er sagt, so lernen wir Gehorsam. Das musste Moses lernen. Und da gebar Zippora einen Sohn, er nannte ihn Gerschom, denn er sprach: "Ich bin ein Gast geworden in fremdem Lande." Das heißt von uns, die wir Kinder Gottes sind, dass wir Pilger und Fremdlinge sind. Wir lernen in dieser Zeit unserer Pilgerschaft und Fremdlingschaft, wir persönlich lernen das, was Mose hier lernte, nämlich Gehorsam in dem, was er litt. Aber dazu muss man wissen, dass man ein Pilger ist. Hier haben wir keine bleibende Stätte, wir müssen hinweg eilen. Aber in der Zeit, wo wir hinweg eilen, bekommen wir die Ausrüstung für das Reich und deshalb sind wir Kinder, des Reiches. Er nannte ihn Gerschom, denn er sprach: Ich bin ein Gast geworden im fremden Lande. Moses, der Pilger, Moses, der potenzielle Fürst, Moses, jetzt der Mann, der Gehorsam lernt. Wir beten zusammen. Ich danke dir, Herr Jesus, dass all diese Dinge jenen widerfahren sind. Auf dass wir dadurch, auf welche das Ende des Zeitalters gekommen ist, dadurch lernen. Wir bitten Dich, gib uns die Freude des Lernens, des Lernens Deiner Wege, sie kennenzulernen. Wir danken Dir, dass Du das tust. Gib uns nun in diesen Tagen die Liebe zu Deinem guten Wort, dass wir uns freuen auf dem Wege unserer Pilgerschaft. Wir befehlen uns in deine Hände diese Nacht. Amen. 1 Fronarbeit (auch Frondienst) bezeichnet unbezahlte, verpflichtende Arbeitsleistungen, die unfreie Bauern oder Untertanen im Mittelalter für ihren Grundherren erbringen mussten. Der Begriff leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort vrôn (dem Herrn gehörig) ab 2 umsichtig 3 Das Adjektiv "ruchbar" bedeutet, dass etwas - meist durch umlaufende Gerüchte - bekannt, offenkundig oder publik wird. Es wird fast ausschließlich in der festen Wendung "ruchbar werden" verwendet, um den Moment zu beschreiben, in dem eine Information oder ein Geheimnis an die Öffentlichkeit dringt. --------------- ------------------------------------------------------------ --------------- ------------------------------------------------------------