Die Studienübersetzung Neues Testament - STU 2026

                                                    mit exegetischen Anmerkungen                             

 

© Die Studienübersetzung-NT   (Update: 1/2026)

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Damit sie diese Studienübersetzung gewinnbringend verwenden können, lesen sie bitte unbedingt vorher die Gebrauchsanleitung. Veränderte Versionen dieser Studienübersetzung dürfen weder auf elektronischem noch auf schriftlichem Weg verbreitet werden. Die Verwendung für persönliche Zwecke ist erlaubt. In unregelmäßigen Abständen werden in Zukunft, so Gott will, Updates gemacht, wo Korrekturen und Ergänzungen vorgenommen werden und das Update dann zur Verfügung gestellt wird. Danke für Korrekturvorschläge und Fehlermeldungen. Diese werden, wenn sie gerechtfertigt sind, in zukünftige Updates eingebaut. Bei Vorschlägen geben sie bitte die Fachliteratur an, auf die sie ihren Vorschlag gründen. Vorschläge können sie an die untenstehende Kontakt-Adresse richten, über die auch ein Update bestellt werden kann. Ein E-Mail-Schriftverkehr kann nicht geführt werden.

Kontakt:  die.studienuebersetzung.nt@gmail.com

 

 

Inhaltsverzeichnis

                                                                                                           

1.  Gebrauchsanleitung

2.  Der für die Übersetzung zugrundeliegende griechische Grundtext

3.  Die für die Übersetzung und die Fußnoten verwendete Literatur

4.  Die im Bibeltext und in den Fußnoten verwendeten Kennzeichnungen 

5.  Eine kurze Zusammenfassung der griechischen Grammatik von Artikel und Verb

6.  Abkürzungsverzeichnis samt grammatikalischen Erklärungen 

7.  Zeittafel zum Umfeld des Neuen Testaments

8.  Text der Studienübersetzung

 

 

1. Gebrauchsanleitung

 

Diese Studienübersetzung wird einstweilen nur digital angeboten. Sie will keine neue deutsche Bibelübersetzung sein, - von denen es schon genug Gute gibt, - sondern dient dem Bibelstudium mit Hilfe des Computers und in Verbindung mit Computer-Bibelprogrammen, die einen Strong verschlüsselten Bibeltext anbieten. Sie ist für solche konzipiert, die über keine, oder nur geringe, Griechisch Kenntnisse verfügen aber den griechischen Grundtext möglichst gut verstehen wollen. Schritt für Schritt soll der Leser an den griechischen Grundtext herangeführt werden, - im Gegensatz zu modernen Übersetzungen, welche, frei übersetzend, den Grundtext an den Leser heranführen wollen. Damit kann sie als Bindeglied zwischen einer modernen Übersetzung (z.B. Neue evangelistische Übersetzung, Neue Genfer Übersetzung, Hoffnung für alle, etc.) und dem griechischen Grundtext fungieren. Die beste moderne Übersetzung ist die Neue evangelistische Übersetzung mit ausgezeichnet recherchierten Fußnoten im Alten und Neuen Testament.

Mit Hilfe eines Standardwörterbuchs (wie z.B.: „Bauer-Aland: Wörterbuch zum Neuen Testament“) und einer Grammatik (z.B.: „Haubeck/Siebenthal: Neuer sprachlicher Schlüssel zum griechischen Neuen Testament“), soll sich der Leser im Laufe der Zeit den griechischen Grundwortschatz und die Grundbedeutung der griechischen Zeitformen einprägen.

Wer schon Griechisch-Kenntnisse besitzt, dem sei ein Computer-Bibelprogramm empfohlen, das einen Strong verschlüsselten, deutschen und griechischen Text hat. Manche Bibelprogramme haben die „Studienübersetzung“ schon in ihrem Programm integriert (z.B. SOB; mybible; logos, Quickbible). Wo das nicht der Fall ist (z.B. bei den Programmen ISA, CLeVer, odgl.), kann man in einem Fenster sein Bibelprogramm mit einem Strong-verschlüsselten griechischen oder deutschen Bibeltext öffnen, in einem zweiten Fenster daneben mit Word die „Studienübersetzung“, in einem dritten Fenster die exegetischen Fußnoten zur Studienübersetzung und in einem vierten Fester mit Word das „Griechisch-Deutsch Strong Lexikon“. Damit hat man eine ausgezeichnete Plattform für ein intensives Bibelstudium, das sich am griechischen Grundtext orientiert. Als fünftes Fenster könnte man dann noch die CD-Version des „Neuer sprachlicher Schlüssel zum griechischen Neuen Testament“ installieren, die jedoch kostenpflichtig ist. Damit hat man auch noch einen kurzgefassten Grammatik-Kommentar zu jedem Vers.

Ab dem Update 04/2024 sind die exegetischen Fußnoten in einer extra Datei gespeichert. Sie können in einem zweiten Fester neben der Studienübersetzung angezeigt werden. Damit erspart man sich das lästige Hinunterscrollen, um eine Fußnote anzuschauen.

 

Aufgrund der Überzeugung, dass der Heilige Geist den biblischen Autoren jedes einzelne Wort eingegeben hat („Verbal-Inspiration“), wurde der griechische Wortschatz konkordant übersetzt, d.h. jedes griechische Wort wurde an allen Stellen, wo es vorkommt, mit dem gleichen deutschen Wort wiedergegeben, soweit dies angebracht ist. Manche griechischen Wörter haben nämlich zwei oder mehr Hauptbedeutungen. Sie wurden dann, dem Kontext entsprechend, mit der jeweiligen Hauptbedeutung, die an der betreffenden Bibelstelle zutrifft, übersetzt. Da es aber ebenso offensichtlich ist, dass der Heilige Geist keine „Diktat-Inspiration“ geben wollte, sondern den persönlichen Wortschatz der biblischen Autoren und ihren speziellen Schreibstil in seine Inspiration mit einbezog, wurde überall dort wo der biblische Autor offensichtlich von der Hauptbedeutung(en) eines Wortes abwich, dieses Wort, oder auch nur ein Wortteil, in der Übersetzung in kursiver Schrift wiedergegeben. Das Gleiche gilt dann, wenn eine griechische Zeitform, aus Gründen der Lesbarkeit, in der Übersetzung mit einer anderen deutschen Zeitform wiedergegeben werden musste. Durch diese Kennzeichnung kann der Leser sich durch Nachschlagen in einem Wörterbuch, einer Grammatik oder einem Kommentar, ein eigenes Urteil darüber bilden, ob die abweichende Übersetzung gerechtfertigt ist. Die konkordante Übersetzungsmethode wurde allerdings noch nicht konsequent bei den vielen kleineren Partikeln und Präpositionen durchgeführt. Kleinere Partikeln und doppelte Verneinungen blieben manchmal unübersetzt.

Durch das konkordante Übersetzungsprinzip ist diese Übersetzung sogar noch wörtlicher als die wörtlichsten deutschen Bibelübersetzungen. Die Übersetzung behält, wenn möglich, die Wortstellung des griechischen Grundtextes bei, aber nicht um jeden Preis. Da z.B. im Griechischen das Personalpronomen bereits im Verb inkludiert ist, ergebe sich eine sehr holprige Übersetzung, wenn man dies in der deutschen Übersetzung auch so wiedergeben würde. Deshalb wurde in diesen Fällen das Personalpronomen vom Verbinhalt getrennt, z.B. wurde das wörtliche, „wenn nicht ich-evangelisiere“, dann mit „wenn ich nicht evangelisiere“ übersetzt. Der Konjunktiv wurde in der deutschen Übersetzung überall dort verwendet, wo er angebracht erschien. Bei Substantiven mit Artikel wurden, bis auf Ausnahmen, die nachgestellten Adjektive, ebenso wie das nachgestellte Personalpronomen, vorgezogen. Die Punktationen (z.B. Beistriche, Punkte, usw.) wurden dort weggelassen, wo nicht eindeutig war wo der Schreiber die Sinntrennung haben wollte. Im „The Greek New Testament“ findet man im Fußnotenapparat Vorschläge zu einer möglichen Punktation, die es in den Handschriften ja nicht gegeben hat.

Jeder Vers fängt in einer neuen Zeile an, damit wird die Übersichtlichkeit erhöht.

Da das Griechische keinen unbestimmten Artikel kennt, wird dieser nur dort wo es nötig erscheint in Klammern im Kleindruck (ein/einer/eine/eines) eingefügt, das Gleiche gilt für den bestimmten Artikel (der/die/das), dort wo das Griechische keinen setzt, der deutsche Sprachgebrauch dies aber fordert.

 

Es wurde darauf geachtet, Synonyme nicht gleich zu übersetzen, auch wenn dies zur Folge hatte, dass deutsche Wortschöpfungen kreiert werden mussten. Genauere Informationen über die Differenzierung der Synonyme kann man im „Griechisch-Deutsch Strong Lexikon“ nachschlagen. Ein hochgestelltes (= vergleiche) nach einem Wort gibt den Hinweis die Synonyme bzw. die Wortbedeutung des betreffenden Wortes, im „Griechisch-Deutsch Strong Lexikon“ oder einem anderen Lexikon nachzuschlagen und synonyme Wortbedeutungen miteinander zu vergleichen. Dieser Hinweis erfolgt aber nur bei solchen Bibelstellen, wo die Unterscheidung der Synonyme ausgesprochen wichtig für die Auslegung ist, oder, wo ein Wort eine sehr spezielle Bedeutung hat, die man in der Übersetzung nicht mit einem einzigen deutschen Wort wiedergeben kann.

 

Beispiele für Synonyme:

Mk 14,25   „...sondern sie füllen frischen Wein in neue Schläuche“.

Röm 7,15.16.19  „denn nicht, was ich will, das praktiziere ich, sondern das, was ich nicht will, das tue ich“.

2Kor 11,4  „Denn wenn nun der Kommende (einen) anderen Jesus predigt, den wir nicht predigten, oder ihr (einen) andersartigen Geist empfangt, den ihr nicht empfingt, oder (ein) andersartiges Evangelium, das ihr nicht annahmt, ertragt ihr (es) recht (d.h. bedenkenlos).

Gal 1,6.7  „...zu einem andersartigen Evangelium, welches kein anderes ist,“

Tit 1,2.3   „...vor ewigen Zeiträumen, offenbart aber zu (den bestimmten) Zeitpunkten…“

 

Die beiden folgenden griechischen Wörter werden üblicherweise beide mit „neu“ übersetzt. Der Unterschied ist jedoch, dass νεος neu der Zeit nach, und καινος neuartig der Qualität nach bezeichnet. Der Neue Bund ist nicht nur eine Neuauflage des Alten Bundes, sondern gänzlich neuartig (Lk 22,20). Der neuartige Himmel und die neuartige Erde (Offb 21,1; 2Pet 3,13) sind nicht einfach eine restaurierte Neuauflage der alten, sondern sie sind beide eine völlig neuartige Schöpfung.

 

Ebenso werden die beiden folgenden griechischen Wörter üblicherweise mit „alt“ übersetzt. Doch auch bei ihnen findet sich ein Unterschied. παλαιος bedeutet alt im Sinne von verbraucht und dem Verschwinden nahe. Der alte (παλαιος) Mensch ist überholt und seine Verhaltensmuster sollen deshalb wie ein verbrauchtes Gewand abgelegt werden (Eph 4,22). Das Wort αρχαιος hingegen bedeutet ursprünglich und trägt mehr den Gedanken der Ehrwürdigkeit in sich. Mnason (Apg 21,16) war ein alter (αρχαιος) Jünger in dem Sinn, dass er schon von Anfang an zum Kreis der Jünger gehörte, obwohl er wahrscheinlich auch schon alt an Tagen war.

Diese Unterscheidungen betreffen auch die Komposita der genannten Wörter.

 

Ebenso wurde bei den Adverbien mittels Kleindruck differenziert übersetzt.

z.B.:

1Kor 11,27  „...oder trinkt den Kelch des Herrn in-unwürdiglicher-Art-und-Weise“ (= ein Adverb, und nicht: ...unwürdig...“;  als wäre es ein Adjektiv, was sich als eine Eigenschaft auf die Person beziehen würde, während es bei einem Adverb um die Art und Weise geht, wie eine Handlung vollzogen wird). Die Kritik des Paulus war nicht, dass die Korinther unwürdig waren, weil vielleicht Sünde in ihrem Leben war, sondern, dass sie das Mahl des Herrn in einer unwürdigen und lieblosen Art und Weise wie eine Fete feierten, und so die Symbole für den Leib und das Blut des Herrn, und damit das Opfer Christi selbst, entehrten, was dann auch die strenge Züchtigung Gottes nach sich zog (1Kor 11,29-32).

 

Desgleichen bei Simplex und Komposita:

z.B.:

1Tim 2,14   „Und Adam wurde nicht getäuscht (= Simplex), aber die Frau wurde vollends-getäuscht (= Kompositum)...“

Das Simplex σωζω wird in Apg 27,31 mit: „errettet-werden“ übersetzt.

Das Kompositum δια-σωζω wurde in 1Pet 3,20 mit „hindurch-errettet“, in Mt 14,36 aber mit: „vollständig-errettet“, und in Apg 28,4 mit „unversehrt-errettet“ übersetzt.

 

Besonderer Wert wurde auf die adverbielle Wiedergabe der Partizipien gelegt, auch wenn dies öfter eine etwas holprige Übersetzung zur Folge hatte. Ein Partizip kann entweder ein Adjektiv und ein Verb in sich vereinen, oder, wenn substantivisch gebraucht (mit oder ohne Artikel), ein Substantiv und ein Verb in sich vereinen. Damit ist es möglich dem adjektivischen oder substantivischen Verbinhalt eine Aspekt-Bedeutung zu geben. So ist z.B. in Heb 13,7.17.24 das Ptz.Präs. ηγουμενοι nicht als Substantiv mit Leiter oder Führer zu übersetzen (das wäre nämlich ηγεμον, welches im NT nur für politische Führer verwendet wird), sondern als substantiviertes Partizip Präsens: der „Führende“. Der Unterschied ist wichtig, da beim Substantiv die Würde des Amtes herausgestrichen wird, beim Partizip aber die Tätigkeit. Bei den Leitenden in der Gemeinde, geht es nicht in erster Linie um ein offizielles Amt, sondern um die treue Ausübung einer Aufgabe, nämlich als Vorbilder richtig zu führen.

 

Das Partizip Präsens und das Partizip Perfekt werden gewöhnlich gleichzeitig zum übergeordneten Hauptzeitwort übersetzt. Nur selten wird das Partizip Präsens (wenn es statt einem Ptz.Fut. steht) nachzeitig zum übergeordneten Hauptzeitwort übersetzt. Das Partizip Aorist wird gewöhnlich vorzeitig übersetzt, manchmal aber gleichzeitig, und zwar dann, wenn das dazugehörige Hauptzeitwort auch im Aorist steht. Das Partizip Futur wird immer nachzeitig zum übergeordneten Hauptzeitwort übersetzt.

 

Der Leser wird merken, dass gewohnte Übersetzungen durch neue und ungewohnte wiedergegeben wurden.

 

Hier nur einige ausgewählte Beispiele:

Die Wortgruppe πιστις, πιστευω wird fast durchweg in den deutschen Bibelübersetzungen mit „Glaube“ bzw. „glauben“ wiedergegeben. In der Studienübersetzung aber wurde mit Vertrauen bzw. vertrauen eine neue Übersetzung eingeführt. Das deutsche Wort „glauben“ hat eine Abwertung erfahren, und zwar in dem Sinn, dass man etwas für wahr hält, wobei man aber nicht sicher wissen kann, ob es wirklich stimmt. Das drückt sich in dem ironischen Sprichwort aus: „Glauben heißt, nicht wissen!“ Die griechischen Begriffe πιστις und πιστευω bedeuten aber in der griechischen Literatur, in der LXX und im NT: Glaubwürdigkeit, Garantie, Vertragstreue und Zuverlässigkeit. An Gott und Jesus Christus zu glauben heißt, sich ihm anvertrauen, weil man sich seiner Bundestreue sicher ist, da er treu und zuverlässig ist. Was er verspricht, nämlich die Erlösung, ewiges Leben und alle seine übrigen Versprechungen, wird er auch einhalten. Das beinhaltet viel mehr als ein bloßes Kopfwissen, oder etwas für richtig halten. Immer dann jedoch, wenn die Wortgruppe eher ein „für wahr halten“ ausdrückt, wurde das Wort in kursiver Schrift mit Glaube, glauben oder Glaubende wiedergegeben. Ebenso, wenn mit dem Artikel „der Glaube“, die christlichen Glaubenswahrheiten gemeint sind (so z.B. in 1Tim 1,4; 4,1.6; 5,8; 6,10.21; 2Tim 3,7; Jud 1,3).

 

Das griechische Wort σωτηρια und die damit verbundene Wortfamilie wurde nicht mit „Heil“, sondern mit Errettung übersetzt. Das alte Wort „Heil“ wird im modernen Sprachgebrauch nicht mehr verwendet und ist überdies historisch belastet.  

 

Das Wort ευ-αγγελιζω wurde mit dem inzwischen eingedeutschten Wort evangelisieren übersetzt. Dieses Wort betont mehr die Verkündigung des Evangeliums als eine gute Nachricht für die Menschen, verbunden mit der Hoffnung, dass sie diese auch annehmen. Es richtet sich mehr an den Einzelnen persönlich. Es war nötig, es von dem allgemeineren Ausdruck κατ-αγγελλω verkündigen und dem amtlicheren Ausdruck κηρυσσω predigen zu unterscheiden. Der allgemeinere Ausdruck κατ-αγγελλω wird für die Verkündigung verschiedener Inhalte verwendet, z.B. beim Abendmahl für die Verkündigung von Jesu Sieg an die unsichtbare Welt. Der oft geäußerte Gedanke, dass das Abendmahl eine evangelistische Verkündigung an eventuell anwesende Ungläubige ist, ist sicher nicht in den Gedanken des Paulus gewesen, sonst hätte er das Wort ευ-αγγελιζω gewählt. Der amtliche Ausdruck κηρυσσω bezeichnet die Predigt des Evangeliums als eine "amtliche" Proklamation und Bekanntmachung von Jesu Sieg über die Sünde. Diese Proklamation ergeht an die ganze Schöpfung (Mk 16,15) und auch an gefallene Engel (1Pet 3,19), wobei klar ist, dass weder die ganze Schöpfung noch die gefallenen Engel diese Botschaft annehmen werden. Es steht nicht die Annahme des Heils im Vordergrund, sondern die Bekanntmachung der Tatsache, dass der Herr Jesus am Kreuz gesiegt hat und auferstanden ist.

 

Das Wort εκκλεσια (w.: die Herausgerufene) wurde mit Versammlung wiedergegeben, da dies der griechischen Bedeutung des Wortes am ehesten entspricht. Ursprünglich ist damit in den griechischen Städten eine offiziell einberufene Versammlung aller Bürger mit Bürgerrecht gemeint (so in Apg 19,39). Die Gemeinde der Gläubigen ist eine verbindliche Gemeinschaft, aber nur von solchen die von Gott aus der Welt herausgerufen und wiedergeboren wurden und die damit als Kinder Gottes ein himmlisches Bürgerrecht besitzen. Die herkömmliche Übersetzung Gemeinde, würde diesen Aspekt zu wenig wiedergeben.

 

Das Wort κυριος ohne Artikel bezeichnet im NT und in der LXX den Gottesnahmen JHWH. Zur Unterscheidung von „der Herr“, wurde aber nicht mit Jahwe, sondern im Einklang mit der LXX mit (der) HERR übersetzt. Die genaue Aussprache des alttestamentlichen Gottesnamens JHWH ist nämlich ungewiss, und seine Wiedergabe mit Jahwe daher zweifelhaft. Jesus und seine Jünger dürften den Namen Jahwe nicht gebraucht haben.

 

Das Wort βασιλεια wurde mit Königsherrschaft wiedergegeben, weil die übliche Übersetzung „Reich Gottes“ bzw. „Reich der Himmel“ zu sehr einen Ort, für manche eben den Himmel, suggeriert. Das „Reich Gottes“ ist aber auch auf dieser Erde. Nur an den Stellen, wo eher der Bereich gemeint ist in dem Gott regiert, wurde kursiv mit Königreich übersetzt. Für eine nähere Erklärung dieses Begriffs siehe die Fachliteratur bzw. das „Griechisch-Deutsch Strong Lexikon“.

 

Die Wörter διακονος und διακονεω wurden mit Bediener bzw. bedienen wiedergegeben. Der διακονος war ursprünglich ein Tischdiener und die Übersetzung Bediener drückt den Gedanken des Bedienens besser aus. Die herkömmliche Übersetzung „Diener“ ist im christlichen Sprachgebrauch zu sehr eine abgehobene Amtsbezeichnung geworden (vgl. das englische: „minister“). Aber: „...der größte unter euch soll der Bediener aller sein!“

 

Das Wort δουλος wurde nicht mit „Knecht“, sondern mit Sklave übersetzt. Ein Knecht (Griechisch παις, z.B. in Lk 1,54 ua.) ist jemand der auf einem Bauernhof für Kost, Quartier und ein Taschengeld arbeitet, der aber frei ist, seinen Arbeitgeber zu wechseln. Ein Sklave aber gehört seinem Herrn. So wie wir Sklaven der Sünde waren, sind wir jetzt Sklaven Jesu Christi, wir gehören ihm, denn wir sind um einen hohen Preis erkauft. Konsequenterweise wurde auch das Verb δουλευω mit Sklave-sein bzw. mit sklaven übersetzt, um es von dem allgemeineren Ausdruck διακονεω bedienen zu unterscheiden.

 

Die Wortgruppe μαθητης und μαθητευω wurde nicht mit dem gängigen Begriff „Jünger“ und „Jünger machen“, sondern mit Schüler bzw. schulen übersetzt. Die Übersetzung „Jünger“ berücksichtigt zu wenig, dass das Wort von μανθανω (lernen bzw. unterrichtet werden) kommt. Dies kommt deutlich in den Worten Jesu zum Ausdruck: „Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Schüler (Joh 8,31), und weiters in dem Befehl: „…und schult alle Nationen“ (Mt 28,19).

 

Das griechische Wort περι-πατεω wurde nicht wie üblich mit dem veralteten Wort „wandeln“ übersetzt, sondern entweder in seiner eigentlichen Bedeutung umhergehen, oder in seiner übertragenen Bedeutung den-Lebenswandel-führen.

 

Das griechische Wort σωμα wurde nicht wie üblich mit „Leib“, sondern mit Körper übersetzt. Der Ausdruck „Leib“ ist veraltet und suggeriert im religiösen Sprachgebrauch zu sehr eine mystische Bedeutung. Nur an den Stellen, wo von der Gemeinde als dem geistlichen Leib Christi gesprochen wird, wurde mit Leib (kursiv) übersetzt, um die metaphysische Bedeutung herauszustreichen.

 

Mit dem deutschen Wort „arm“, werden in den meisten deutschen Übersetzungen drei verschiedene griechische Wörter gleich übersetzt:

πενης bedürftig, beschreibt jemanden der so arm ist, dass er sich durch seinen Tageslohn gerade noch ernähren kann.

πενι-χρος sehr bedürftig, offensichtlich noch ärmer als der Bedürftige, andererseits aber doch noch nicht so arm, dass er betteln muss. Er hat eigentlich gar nichts mehr für andere übrig, was die Tat der Witwe in Lk 21,2 noch beeindruckender macht.

πτωχος bettelarm, der Ausdruck beinhaltet äußerste Not, jemand der für seinen Lebensunterhalt auf die Almosen anderer angewiesen ist (vgl. Lk 19,8), weil er sonst betteln muss. Die Geldsammlungen für die Heiligen in Jerusalem waren für solch bettelarme Glaubensgeschwister (Gal 2,10)!

 

Die Wortgruppe α-σεβαια, usw., wurde nicht wie üblich mit Gottlosigkeit (das wäre nämlich α-θεοτης), sondern mit Ehrfurchtslosigkeit übersetzt. Mit diesem Begriff wird nicht jemand beschrieben, der Gott leugnet, ganz im Gegenteil, es ist jemand, der den Namen Gottes im Mund führt, doch mit seinem Verhalten verleugnet er ihn. In 2Pet 2,5-6; 3,7 und Jud 1,4-18 werden solche falschen Gläubigen beschrieben.

 

Besondere Beachtung verdient das Wort μονο-γενης, dass in manchen Übersetzungen mit „eingeborener“ wiedergegeben wird, was missverständlich ist. Ein Eingeborener ist nach heutigem Sprachverständnis ein Ureinwohner in abgelegenen Gebieten dieser Erde, was dem griechischen Ausdruck völlig fremd ist. Daher wurde dieses Wort mit einzigartig übersetzt. Die Übersetzung „einziggezeugt“ wäre nicht so exakt, denn dafür verwendet das Griechische eher das Wort μονο-γεννητος.

 

Das ursprünglich aus dem Aramäischen kommende Wort αββα wurde mit Papa wiedergeben. Dies ist zugegebenermaßen eine sehr gewagte Übersetzung, doch es ist im Aramäischen die vertrauliche Form, mit der man den Familienvater im Kreis der Familie anredete (vgl. Röm 8,15; Gal 4,6). Übrigens war diese Anrede bei den Juden für Gott nicht üblich (1,1; 65,I,281; 47,z.St.), sie wurde von Paulus eingeführt.

 

Die Studienübersetzung will durch neue Wortschöpfungen bewusst „anstößig“ sein, d.h. sie will zum vertieften Nachdenken und Nachprüfen anstoßen. Trotzdem will sie lesbar, ja sogar vorlesbar bleiben.

 

 

2. Der für die Übersetzung zugrundeliegende griechische Grundtext

 

Der für diese Übersetzung verwendete griechische Grundtext entspricht dem der Ausgabe von:

Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, 26.Auflage, die ident ist mit „The Greek New Testament, Third corrected Edition“.

Auch die alttestamentlichen Zitate samt Stellenangaben, und manche neutestamentlichen Parallelstellen wurden aus diesen Ausgaben übernommen.

Zur Beurteilung der verschiedenen Lesarten in den Handschriften siehe: Metzger B.M.: A Textual Commentary on the Greek NT. (corrected Edition); 1975

 

 

3. Die für die Übersetzung und die Fußnoten verwendete Literatur

 

Es wird vorwiegend auf Sekundärliteratur verwiesen, dort findet man Angaben zu Primär-Quellen.

In den Fußnoten der Studienübersetzung wird manchmal in runden Klammern auf die Literatur in der untenstehenden Liste hingewiesen. Dabei bezieht sich die erste Zahl auf das Werk, die zweite römische Zahl auf einen eventuellen Band und die dritte Zahl auf die Seite in diesem Werk.

     z.B. bedeutet:

     (10/IV/314): 10 = Kittel/Friedrich: Theologisches Wörterbuch zum NT; IV = Band IV;

314 = Seite 314

oder (1,1256): Bauer-Aland: Wörterbuch zum Neuen Testament, Spalte 1256

oder (47,z.St.): Die Bibel; Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift; die Anmerkung zur betreffenden Bibelstelle.

Man kann sich dieses Literaturverzeichnis auch ausdrucken, damit man beim Bibelstudium schneller nachschauen kann, auf welche Werke in den Fußnoten verwiesen wird, um dort Genaueres nachzulesen.

 

1)   Bauer-Aland: Wörterbuch zum Neuen Testament, 6.Auflage, 1988

2)   Haubeck W./Siebenthal H.v.: Neuer sprachlicher Schlüssel zum griechischen NT, 2007

3)   Griechisch-Deutsch Strong Lexikon; Strong Lexikon - griechisch/deutsch (sermon-online.de)

4)   Deißmann A.: Bibelstudien. 1895

5)   Wigram G.V.: The Englishman´s Greek Concordance of the New Testament, 1979

6)   Interlinear Scripture Analyzer 2.0.8; Computer-Bibelprogramm

7)   Dietzfelbinger E.: Das Neue Testament, Interlinearübersetzung Griechisch-Deutsch, 1986

8)   Hainz J. [Hrsg]: Münchener Neues Testament, 2.Auflage, 1988

9)   Die Heilige Schrift, Elberfelder Übersetzung, CSV, 6.Auflage, 2013

10) Kittel/Friedrich: Theologisches Wörterbuch zum NT. 11 Bände, 1933-79

11) Coenen L. [Hrsg.]: Theologisches Begriffslexikon zum NT. 6.Aufl.; 2Bände, 1983

12) Burton E.: Syntax of the Moods and Tenses in NT Greek. 1894

13) Zerwick M.: Biblical Greek. 1963

14) Jeremias J.: Die Gleichnisse Jesu. 10.Auflage, 1984

15) Dalman G.: Arbeit und Sitte in Palästina, 8 Bände, 1927-1939

16) Deißmann A.: Neue Bibelstudien, 1895

17) Trench R.: Synonyms of the NT. 9.Aufl.; 1880 (reprint)

18) Turner N.: Grammatical Insights into the NT. 1965

19) Holtzmann H.J.: Die Pastoralbriefe, 1880

20) Godet F.: Kommentar zu dem Evangelium des Lukas, 1890

21) Robertson Nicoll W.: The Expositor's Greek Testament, Vol. I-V, 1988 (reprint)

22) Robertson A.T.: Word Pictures in the NT. Vol. I-VI, 1930

23) Berry G.R.: Dictionary of NT Greek Synonyms.

24) Slotty F.: Einführung ins Griechische. 5.Aufl., 1964

25) Godet F.: Kommentar zu dem Evangelium des Johannes, 1903 (Nachdruck 1987)

26) Godet F.: Kommentar zu dem Brief an die Römer, 1886

27) Metzger B.M.: A Textual Commentary on the Greek NT. (corrected Edition); 1975

28) Deißmann A.: Licht vom Osten, 4.Aufl., 1923

29) Frisk H.: Etymologisches Wörterbuch der griechischen Sprache. 1960-72

30) Krämer H.: Griechische Wortkunde. 2.Aufl.; 1975-78

31) Godet F.: Kommentar zu dem ersten Brief an die Korinther, 1886

32) Friberg B. & T.: Analytical Greek New Testament, 1981

33) Douglas J.D. [Hrsg.]: New Bible Dictionary. 2.Aufl.; 1982

34) Edersheim A.: The Life and Times of Jesus the Messiah. 3.Aufl.; 1886

35) Field F.: Notes on the Translation of the NT. 1899

36) Zahn Th.: Das Evangelium des Matthäus, 1905

37) Moulton/Milligan: The Vocabulary of the Greek Testament illustrated from the Papyri; 1930

38) Strack H.L./Billerbeck P.: Kommentar zum NT aus Talmud und Midrasch, 4 Bände; 1922-

39) Langenscheidts Taschenwörterbuch: Deutsch-Altgriechisch; 1984

40) Ouweneel W.J.: Der Brief an die Galater; 1998

41) Moulton/Howard/Turner: A Grammar of NT Greek. 4 Bände. 1963-76

42) Rienecker F.: Lexikon zur Bibel. 2.Aufl.; 1973

43) Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch; 1985

44) Zerwick M./Grosvenor M.: A Grammatical Analysis of the Greek New Testament; 1988

45) Vine’s Complete Expository Dictionary of Old and New Testament Words; 1985

46) Dalman G.: Orte und Wege Jesu; 1924

47) Die Bibel; Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift; 1986 (Fußnote zur Bibelstelle)

48) MacDonald W.; Kommentar zum Neuen Testament; 1994

49) Willis G.C.: Sacrifices of Joy, being Meditations on Philippians; 1976

50) Ouweneel W.J., Das Buch der Offenbarung, 1995

51) Rossier H.: Die symbolische Sprache der Offenbarung, Neudruck 1982

52) Der kleine Pauly, Lexikon der Antike, 5 Bände, 1979

53) Ouweneel W.J.: Der Brief an die Hebräer, 1994

54) Vanheiden K.H.: Neue evangelistische Übersetzung, 2018 (Fußnote zur Bibelstelle)

55) Reike B.: Rost L.: Biblisch-Historisches Handwörterbuch, 1962-1979

56) Prellwitz W.: Etymologisches Wörterbuch der griechischen Sprache. 1905

57) Passow F.: Handwörterbuch der Griechischen Sprache, 2 Bände, 1852

58) Schwaiger A.: Geschichte und Gott, 2015

59) Gute Nachricht für Teens, Sacherklärungen (Fußnote zur Bibelstelle)

60) Archer G. L.: Schwer zu verstehen? 1982 (Deutsch 2005)

61) Walvoord J.F.: Kommentar zur Bibel, 5 Bände

62) Zahn Th.: Das Evangelium des Johannes, 3+4. Aufl., 1912

63) Liddel-Scott: A Greek-Englisch Lexicon (New edition), 1925-1940

64) Geisler N.L./Howe Th.: Antworten auf schwierige Fragen, 1992 (Deutsch 2018)

65) Keener C.S.: Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments, 3 Bände, 1993

66) Zahn Th.: Die Offenbarung des Johannes, 1924

67) Ewald P.: Die Briefe des Paulus an die Epheser, Kolosser und Philemon; 1905

68) Ramsay W.M.: The Letters to the Seven Churches of Asia. 1904

69) Zahn Th.: Der Brief des Paulus an die Galater. 1922

70) Ewald P.: Der Brief des Paulus an die Philipper. 1917

71) Wohlenberg G.: Der erste und zweite Thessalonicherbrief, 1903

72) Wohlenberg G.: Die Pastoralbriefe, 1911

73) Bachmann Ph.: Der erste Brief des Paulus an die Korinther, 1910

74) Bachmann Ph.: Der zweite Brief des Paulus an die Korinther, 1918

75) Wohlenberg G.: Das Evangelium des Markus, 1910

76) Zahn Th.: Das Evangelium des Lukas, 1913

77) Zahn Th.: Die Apostelgeschichte des Lukas, 1919

78) Zahn Th.: Der Brief des Paulus an die Römer. 1910

79) Riggenbach E.: Der Brief an die Hebräer, 1913

80) Hauck Fr.: Der Brief des Jakobus, 1926

81) Wohlenberg G.: Der erste und zweite Petrusbrief und der Judasbrief, 1923

82) Woodrow R.: Die Römische Kirche, Mysterien-Religion aus Babylon, 1992

83) Liebi R.: Die Bibel - absolut glaubwürdig, 2017

84) Linnemann E.: Gleichnisse Jesu, 1975

85) Bruce F.F.: Zeitgeschichte des Neuen Testaments, (2 Bände), 1976

86) Schirrmacher T.: Gründe für die Frühdatierung der Offenbarung vor 70 n.Chr.

87) Liebi R.: Weltgeschichte im Visier des Propheten Daniel, 1986

88) Ryrie C.C.: Die Bibel verstehen, 1999

89) Fruchtenbaum A.G.: Der Hebräerbrief, 3.Auflage 2012

90) Streitenberger P.: Das Buch der Offenbarung, 2022

91) Keil C.F.: Kommentar über das Evangelium des Matthäus, 1877

92) Keil C.F.: Kommentar über das Evangelium des Johannes, 1881

93) Keil C.F.: Kommentar über die Evangelien des Markus und Lukas, 1879

94) Keil C.F.: Kommentar über den Brief an die Hebräer, 1885

95) Keil C.F.: Kommentar über die Briefe des Petrus und Judas, 1883

96) Keil C.F., Delitzsch F.: Biblischer Kommentar über das AT, Genesis und Exodus, Band 1; 1878

97) Keil C.F., Delitzsch F.: Biblischer Kommentar über das AT, Daniel, Band 5; 1869

98) Lange J.P.: Kommentar zum Matthäusevangelium – Lukasevangelium, 1861

99) Lange J.P.: Kommentar zum Johannesevangelium – Apostelgeschichte, 1880

100) Lange J.P.: Kommentar zum Römerbrief – 2.Thessalonicherbrief, 1880

101) Lange J.P.: Kommentar zum 1.Timotiusbrief – Offenbarung, 1864

 

 

4. Die im Bibeltext und in den Fußnoten verwendeten Kennzeichnungen 

 

ñ Kursivdruck  weist darauf hin, dass ein Wort oder ein Wortteil nicht konkordant übersetzt wurde, sondern abweichend von seiner gewöhnlichen Hauptbedeutung(en), oder, dass eine griechische Zeitform in der deutschen Übersetzung anders wiedergegeben wurde. Es soll dazu ermutigen, sich durch Nachlagen in einem Wörterbuch oder einer Grammatik, sein eigenes Urteil zu bilden. In den Fußnoten weist der Kursivdruck auf die Betonung des betreffenden Wortes hin.

 

ñ Fettdruck   weist auf eine mehr oder weniger starke Betonung des Wortes im Griechischen hin, z.B. bei Pronomen, wenn sie noch extra stehen, obwohl sie bereits im Verb inkludiert wären. Weiters bei Wörtern, die entgegen der üblichen Wortstellung betont vorgezogen, oder an den Anfang oder ans Ende des Satzes gestellt werden. In den Fußnoten weist der Fettdruck auf eine stärkere Betonung des betreffenden Wortes hin.

 

ñ Kleindruck   weist auf Hinzufügungen bei einem Wort hin, die aus sprachlichen oder sachlichen Gründen notwendig erschienen, die aber keine Entsprechung im griechischen Grundtext haben. Zum Beispiel ist die Grundbedeutung des Wortes κρατεω halten, der Kontext fordert aber an manchen Stellen (z.B. in Mt 26,48) die Übersetzung festhalten. Weitere Beispiele: Apg 28,7: eigentlich steht im Griechischen der Artikel der..., aber der Zusammenhang fordert dieser...; oder Apg 28,8: der Singular bedeutet Fieber, der Plural aber meint Fieberschübe; oder Apg 28,8: die Grundbedeutung ist daliegen, der Zusammenhang fordert aber daniederliegen. Der Benützer muss sich sein eigenes Urteil bilden, ob die Hinzufügungen berechtigt sind.

 

ñ (Kleindruck in Klammern)  weist auf Hinzufügungen einzelner Wörter hin die aus grammatischen Gründen notwendig sind (vgl. 2,1407f). Oder es handelt sich um Hinzufügungen, die aus sprachlichen oder sachlichen Gründen notwendig erschienen, die aber keine Entsprechung im griechischen Grundtext haben und daher in Klammern im Kleindruck gesetzt werden. Sie helfen die Lesbarkeit des Textes zu erhöhen. Manchmal sind sie zusätzlich noch mit einem Fragezeichen versehen, was auf größere Unsicherheit hinweist, ob die Hinzufügung angebracht ist. Bei den Partizipien geben diese Hinzufügungen die adverbielle Sinnrichtung an, beim Präsens oder Imperfekt den durativen, iterativen oder konativen Aspekt und beim Perfekt den resultativen Aspekt. Der Benützer muss sich sein eigenes Urteil bilden, ob die Hinzufügungen berechtigt sind.

 

ñ Wort-Wort   Ein Bindestrich ohne Leerzeichen zwischen Wörtern bedeutet, dass im griechischen Grundtext hier nur ein Wort steht. Diese Kennzeichnung konnte aber leider nicht immer eingehalten werden, ohne den deutschen Wortlaut zu sehr zu entstellen. Das Personalpronomen und der dazugehörige Verbinhalt mussten aus Gründen der Lesbarkeit in der Übersetzung öfters voneinander getrennt werden.

 

ñ 1  2  3  usw.   Hochzahlen hinter einem Wort im Bibeltext verweisen auf die Fußnoten, die in einer extra Datei gespeichert sind und in einem zweiten Fenster geöffnet werden können. Sie geben Zitate aus dem AT an, Querverweise auf ähnliche Stellen im NT, sie enthalten abweichende Lesarten, andere Übersetzungsmöglichkeiten, sowie grammatische, sachliche (z.B. Maßeinheiten, Gewichte, udgl.), exegetische, kulturelle, historische, erbauliche, korrigierende, und manchmal ermahnende Anmerkungen. Es wurde besonderer Wert daraufgelegt, Hintergrundinformationen aus der neueren Fachliteratur in die Fußnoten einzubauen, denn mit diesen Hintergründen waren die zeitgenössischen Hörer und[LS1]  Leser des NT bestens vertraut. Dem modernen Leser sind diese Sitten und geschichtlichen Hintergründe aber größtenteils fremd. Daher hilft ein Wissen darüber, sich in die Hörer und Leser der damaligen Zeit hineinzuversetzen und den Text des Neuen Testaments so zu verstehen, wie sie ihn verstanden, und wie die Schreiber wollten, dass ihre Zeitgenossen ihn verstehen. In den Evangelien und der Apostelgeschichte wurden oft die hervorragend recherchierten Fußnoten in der Neuen evangelistischen Übersetzung zitiert. Da es im Altertum in den verschiedenen Ländern und Epochen kein einheitliches Münz- und Maßsystem gab, sind diese Angaben immer als ungefähre Größen zu betrachten. Das gilt auch für die Jahresangaben in historischen Anmerkungen. In manchen Kapiteln sind die Anmerkungen häufiger und ausführlicher, nämlich überall dort, wo der kulturelle oder geschichtliche Hintergrund für das richtige Verständnis des Bibeltextes wichtig ist. In den Evangelien gibt es vor allem beim Matthäusevangelium mehr Anmerkungen als bei den anderen drei Evangelien. Man sollte daher bei den anderen Evangelien immer die Parallelberichte bei Matthäus und die Anmerkungen dort mitlesen. Die Anmerkungen verpflichten sich der historisch-grammatischen Exegese, d.h. es soll verdeutlicht werden, was der Verfasser den damaligen Zuhörern mit ihrem sprachlichen, historischen und kulturellen Hintergrund sagen wollte. Eine allegorische Exegese wird der Benützer nur dort finden, wo der Verfasser sie offensichtlich wollte. Die Hochzahlen für die Fußnoten im Text sind nicht fortlaufend nummeriert, da bei Updates immer wieder neue Fußnoten hinzugefügt werden. Oft wird in den Fußnoten auf die benützte Fachliteratur hingewiesen (siehe obige Liste), und dort kann Genaueres nachgeschlagen werden. Es wurden vorwiegend ältere exegetische Kommentare von Verfassern konsultiert, die noch Gelehrsamkeit mit Gottesfurcht verbanden und die liberale Theologie ablehnten. Auch links finden sich in den Fußnoten, die mittels Mausklick eingeblendet werden können, falls man online ist. Es handelt sich dabei um Informationen aus dem Internet, oder um Artikel, die keinem Copyright unterliegen und in Google-drive gesammelt wurden.

 

ñ "…."  Zwischen Anführungszeichen stehen Zitate aus dem AT. Die Abkürzung LXX in der Fußnote weist dabei auf wörtliche Zitate aus der Septuaginta, der griechischen Übersetzung des hebräischen Masoretentextes hin. Beachten sie dabei, dass die LXX manchmal eine andere Verszählung hat als der hebräische Masoretentext!

 

ñ - …. -  Gedankenstriche grenzen Parenthesen (Einschübe) ein und dienen nur zur Gliederung des Textes. Sie finden sich nicht im Grundtext. Der Benützer muss sich sein eigenes Urteil bilden, ob die Gedankenstriche berechtigt sind.

 

ñ °   Ein hochgestellter Kreis hinter einem Wort zeigt den punktuellen Aspekt beim Partizip Aorist, oder einen ausgeprägten ingressiven oder effektiven Aorist an. Der konstatierend-komplexive Indikativ Aorist wird mit dem deutschen Imperfekt übersetzt und bleibt meist unmarkiert. Ebenso meist unmarkiert, bleiben der Aorist des Infinitivs, Imperativs, Konjunktivs und Optativs. Der Indikativ Aorist ist im Griechischen die "normale" Zeitform, besonders in Erzählungen, z.B. er-nahm. Das Partizip Aorist wird manchmal gleichzeitig zum Hauptzeitwort übersetzt z.B. (als) nehmend° (besonders wenn auch das übergeordnete Hauptzeitwort im Aorist steht), oft aber wird es vorzeitig zum übergeordneten Hauptzeitwort übersetzt (besonders wenn das übergeordnete Hauptzeitwort im Präsens steht), z.B.: (nachdem) genommen-habend°. Zur Unterscheidung vom Partizip Präsens ist es mit ° markiert, während das Partizip Präsens meist unmarkiert bleibt.

 

ñ ~   Eine hochgestellte Wellenlinie hinter einem Wort gibt den durativen Aspekt beim Indikativ Imperfekt, Infinitiv Präsens, Konjunktiv Präsens, Optativ Präsens oder Imperativ Präsens an. Der Indikativ Präsens wird normalerweise mit dem deutschen Präsens wiedergegeben und bleibt daher meist unmarkiert, z.B. er-nimmt. Meist ebenso unmarkiert bleibt das Partizip Präsens, das gewöhnlich gleichzeitig zum übergeordneten Hauptzeitwort übersetzt wird, z.B. (als/während) nehmend~. Der Imperativ Präsens, Konjunktiv Präsens, Infinitiv Präsens und der Indikativ Imperfekt werden mit ~ markiert. z.B.: nimm~; er-nehme~; zu-nehmen~; er-nahm~

 

ñ *   Ein hochgestellter Asterix hinter einem Wort gibt den resultativen Aspekt beim Indikativ Perfekt, Partizip Perfekt, Infinitiv Perfekt, Imperativ Perfekt oder Konjunktiv Perfekt an. Der Indikativ Perfekt wird normalerweise mit dem deutschen Perfekt wiedergeben, z.B.:  er-hat-genommen*

 

ñ ^   Ein hochgestelltes ^ hinter einem Wort gibt den resultativen Aspekt in der Vergangenheit beim Indikativ Plusquamperfekt an, z.B.: er-hatte-genommen^

Für eine Einführung in die griechische Grammatik siehe die Werke im Literaturverzeichnis. Zu den Markierungen ist im Allgemeinen zu sagen: Die Gegenwart (Ind.Präs. und Ptz.Präs.), die einfache Vergangenheit (Ind.Aor.) und die Zukunftsform, bleiben meist unmarkiert, da sie aus der deutschen Übersetzung ohnehin ersichtlich sind. In den anderen Modi (Konj., Imp., Opt., Ptz. und Inf.) wird der durative Aspekt mit ~ markiert. Der punktuelle Aspekt beim Ptz.Aor. wird zur Unterscheidung vom Ptz.Präs. mit ° markiert. Der Aorist des Konj., Imp., Opt. und Inf. bleibt meist unmarkiert.

 

ñ    Dieses Hochzeichen nach einem Wort weist auf synonyme Wortbedeutungen hin, die miteinander zu vergleichen sind, oder auf Wortbedeutungen, die sich nicht mit einem einzigen deutschen Wort wiedergeben lassen und deswegen in der Fachliteratur nachgeschlagen werden sollten. Dies gilt auch ohne Hochzeichen für andere Begriffe, die einer weitergehenden Erklärung bedürfen, sowie weiters für Maße, Gewichte, Personen, Orte und Sachbegriffe. Diese Wörter können in den einschlägigen theologischen Bibel-Lexika, Kommentaren oder mittels ihrer Strong-Nummer auch im „Griechisch-Deutsch Strong Lexikon“ nachgeschlagen werden. Erklärungen zu den Synonymen finden sich im „Griechisch-Deutsch Strong Lexikon“ unter der jeweiligen Strong-Nummer 5801 - 6020.

 

ñ ´….`    ´´….``   Zwischen diesen Zeichen stehen andere bzw. unsichere Lesarten (´...`) oder vermeintliche spätere Hinzufügungen (´´...``). Durch Nachschlagen bei: Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece, 26.Auflage, die ident ist mit „The Greek New Testament, Third Corrected Edition“ und dem Lesarten-Kommentar von: Metzger B.M.: „A Textual Commentary on the Greek New Testament“, kann sich jeder sein eigenes Urteil über die Zuverlässigkeit und Wahrscheinlichkeit der verschiedenen Lesarten bilden.

 

 

 

5. Kurze Zusammenfassung der griechischen Grammatik von Artikel und Verb

(Für eine genauere Einführung in die griechische Grammatik siehe die Werke im Literaturverzeichnis).

 

5.1. Der Artikel

 

Der Artikel wird im Griechisch des Neuen Testaments anders verwendet als im Deutschen. Manchmal hat er einen demonstrativen (d.h. hinweisenden) Charakter. Daher wurde dem Gebrauch des Artikels im Griechischen meist gefolgt, auch wenn dies im Deutschen dann ungewohnt klingt, besonders vor Namen, z.B. der Christus. Vor Eigennamen, sowohl bei Personen wie auch bei Städten und Inseln, ist der Artikel jedoch meist, aber nicht immer, weggelassen worden. Nicht jedoch bei geographischen Ortsbezeichnungen die eine bestimmte Gegend, Landschaft oder Provinz bezeichnen, z.B. die (Landschaft) Galiläa, die (Provinz) Syria, usw. Ebenso wird der Artikel weggelassen bei präpositionalen Substantiven und bei Substantiven, denen ein Genitiv folgt. Generell kann man sagen, dass für die Exegese der Gebrauch des Artikels bei abstrakten Substantiven Beachtung verdient (z.B. die Gnade; Eph 2,8), währenddessen bei konkreten Substantiven das Fehlen des Artikels Beachtung verdient (z.B. durch Predigt; Tit 1,3). Zum besonderen Gebrauch des Artikels siehe Zerwick (13,53-62). Das Grundgesetz beim Gebrauch des griechischen Artikels wurde recht treffend folgendermaßen beschrieben: Wenn ein Wort eine Sache oder eine Person vorgestellt wird, mit dem der Sprecher oder Schreiber beschäftigt ist, dann wird der Artikel gebraucht. Wenn ein Wort oder eine Kombination von Wörtern nur charakteristisch für etwas ist, wird der Artikel weggelassen (J.N. Darby)  

 

 

5.2. Übersicht über die Bedeutung der Modi

 

Der Indikativ

Im Indikativ möchte der Sprecher oder Schreiber etwas als wahre Tatsache darstellen. Diese Darstellung kann objektiv wahr, aber auch falsch sein. z.B.:

Im Anfang war das Wort. (Joh 1,1) - eine wahre Aussage

...dieser treibt-aus die Dämonen …. durch den Beelzebul. (Mt 12,24) - eine falsche Aussage

...mir ist-sie-übergeben.... (Lk 4,6) - eine Halbwahrheit

 

Der Konjunktiv

Im Konjunktiv möchte der Sprecher oder Schreiber etwas Mögliches, Überlegenswertes oder Wahrscheinliches ausdrücken. Er erwartet zwar die Erfüllung, aber sie ist noch nicht eingetroffen. z.B.:

...lasst-uns-ablegen... (Röm 13,12)

...sollen-wir-zahlen? (Mk 12,14)

...keinesfalls aber werden-vergehen meine Worte (Mt 24,35)

 

Der Optativ

Im Optativ möchte der Sprecher oder Schreiber einen Wunsch ausdrücken. Ob dieser erfüllt wird oder eintrifft, bleibt aber offen. z.B.:

Der Herr aber möge richten... (2Thes 3,5)

...ob er vielleicht sei der Gesalbte? (Lk 4,15)

 

Der Imperativ

Mit dem Imperativ drückt der Sprecher oder Schreiber eine dringende Bitte, ein ernstes Begehren oder einen mehr oder weniger strengen Befehl aus; z.B.:

Liebet eure Feinde. (Mt 5,44)

Bewahre sie in deinem Namen. (Joh 17,11)

Kommt-her und seht die Stelle. (Mt 28,6)

Mit Verneinung wird ein Verbot ausgesprochen; z.B.:

Fürchte-dich nicht. (Joh 12,15)

 

Der Infinitiv

Der Infinitiv ist ein verbales Substantiv (13,100). Der Sprecher oder Schreiber möchte eine Absicht, einen Grund, einen Zweck oder ein Ziel ausdrücken. Zusätzlich kann mit dem Infinitiv noch eine Aspekt-Bedeutung (durativ, punktuell oder resultativ) ausgedrückt werden.  z.B.:

...sind gekommen, ihm zu-huldigen (Mt 2,2)

...deswegen, weil es keine Wurzeln hatte (Mt 13,6)

...damit ihr prüfen-könnt... (Röm 12,2)

 

Wenn der Infinitiv einen Artikel hat, kann damit der Verbinhalt zu einem Substantiv mit durativer, punktueller oder resultativer Aspekt-Bedeutung gemacht werden. z.B.:

Denn das Wollen ist bei mir vorhanden (Röm 7,18).

 

Das Partizip

Das Partizip ist ein verbales Adjektiv, verbunden mit einem Substantiv (13,100). Mit dem Partizip kann der Sprecher oder Schreiber einen Verbinhalt zu einer Eigenschaft mit Aspekt-Bedeutung machen, z.B.:

O ungläubiges und verkehrtes Geschlecht. (Lk 9,41)

Mit Artikel kann diese Eigenschaft dann noch zu einem Substantiv gemacht werden: z.B.:

Als aber die Hüter das Geschehene sahen, flohen sie. (Lk 8,34)

Manchmal steht das Partizip bei Paulus und Petrus anstelle eines Imperativs (z.B. Röm 12,9.16; 1Pet 2,12; 3,1.7.9 ua.).

 

 

5.3. Übersicht über die Aspekt-Bedeutungen beim griechischen Verb

 

Der Zeitpunkt einer Handlung wird im Griechischen nur im Indikativ (außer beim Futur) ausgedrückt, nämlich:

Die Gegenwart beim Indikativ Präsens (und beim präsentischen Perfekt).

Die Vergangenheit beim Indikativ Aorist, beim Indikativ Imperfekt beim Indikativ Perfekt und beim Indikativ Plusquamperfekt.

Die Zukunft beim Indikativ Futur, Imperativ Futur, Konjunktiv Futur, Infinitiv Futur und Partizip Futur.

Ein relatives Zeitverhältnis zum übergeordneten Zeitwort beim Partizip oder beim Infinitiv kann nur vom Kontext erschlossen werden, d.h. Vorzeitigkeit, Gleichzeitigkeit oder Nachzeitigkeit zum übergeordneten Zeitwort.

Im Wesentlichen drückt die Zeitform aber den Aspekt aus, d.h. die Art und Weise, wie eine Handlung abläuft bzw. ablaufen soll:

 

 

5.3.1. Durativer Aspekt: eine andauernde Handlung die noch nicht abgeschlossen ist. (Markierung: ~ )

 

linear - eine noch im Verlauf befindliche Handlung:

Jesus aber liebte~ (beständig) die Martha und ihre Schwester und den Lazarus. (Joh 11,5)

 

iterativ - eine wiederholte Handlung:

Es war aber eine Witwe in jener Stadt; und sie-kam~ (immer wieder) zu ihm und sprach: … (Luk 18,3)

 

konativ - beim Ind.Impf. der meist wiederholte Versuch eine Handlung durchzuführen, die aber nicht zum Abschluss kommt:

...die Versammlung Gottes über die Maße verfolgte und (versuchte) sie zu-zerstören~ (was ihm letztlich aber nicht gelang). (Gal 1,13)

 

 

5.3.2. Punktueller Aspekt: (Markierung: ° )

 

konstatierend-komplexiv - eine (eventuell auch länger andauernde) Handlung wird auf einen Punkt zusammengefasst und genannt:

Wie oft wollte ich deine Kinder versammeln°. (Mt 23,37)

 

Ingressiv - der Anfangspunkt eines Zustands wird ins Auge gefasst:

Etliche Männer aber ... wurden-gläubig°. (Apg 17,34)

 

Effektiv - der Endpunkt eines länger andauernden Geschehens wird ins Auge gefasst:

Der Hauptmann aber,..., hinderte° sie (letztendlich) an ihrem Vorhaben.  (Apg 27,43)

 

 

5.3.3. Resultativer Aspekt:  (Markierung: Perfekt * / Plusquamperfekt ^ )

 

Drückt einen erreichten Zustand als Ergebnis eines vorangegangenen Geschehens aus:

... und dass er-auferweckt-worden-ist* am dritten Tage (und seitdem lebt).  (1Kor 15,4)

Weitere bedeutsame Perfekte: Joh 19,30; Apg 5,28

 

Manchmal drückt das Perfekt nur einen Zustand in der Gegenwart aus:

Wir-haben* aber im Herrn das Vertrauen zu euch, dass ihr … (2Thes 3,4)

 

 

 

5.4. Übersicht über die Beziehung zwischen Zeitstufe und Aspekt beim Indikativ

 

Aspekt:   

resultativ

Normalform

(linear, iterativ, konativ)

durativ

 

Zeitstufe: Gegenwart         

 

 ειμι + Part.Perf.

 

Ind.Präs.

 

(ειμι +) Ptz.Präs.

Zeitstufe: Vergangenheit         

 

 Ind.Perf.

 

Ind.Aor.

 

Ind.Impf.

 

oder stärker:

 

Ind.Impf. von ειμι + Ptz.Präs.

Zeitstufe: Vorvergangenheit    

 

  Ind.Plpf.

 

 

 

 

 

5.5. Übersicht über die Aspekte beim Imperativ (vgl. 2,1390)

 

Der Imperativ Aorist ist punktuell: ein konkreter Befehl oder Verbot                                              

                                                   

Befehl:  Imp.Aor.                        

 

a) Normalform, eine Handlung zu tun: Mt 6,11; 1Pet 2,17b; in Gebeten: Mt 6,12

b) manchmal ingressiv: Aufforderung mit einer Handlung zu beginnen: Röm 6,13

    manchmal effektiv: Aufforderung eine Handlung zu Ende zu führen: Lk 8,50; Jak 5,7

   

Verbot: μη + Imp.Aor. / Konj.Aor.                   

 

a) Normalform, eine Handlung nicht zu tun: 1Tim 5,1

b) bei kategorischen (Mt 7,6; Heb 10,35) oder ultimativen Verboten: Mt 6,34

c) μη + Konj.Aor.: absolutes Verbot einer zukünftigen Handlung: Mt 10,26

 

 

Das Imperativ Präsens ist durativ: ein allgemeiner Befehl oder Verbot

 

Befehl:  Imp.Präs.

 

a) Aufforderung mit einer bereits begonnen Handlung weiterzumachen: Mk 5,36

b) Aufforderung eine (noch nicht begonnene) Handlung ständig (Mt 19,21; 1Pet 2,17b) oder

    wiederholt (Lk 11,3) zu tun: Lk 11,9; Eph 4,28; Lk 22,40

 

Verbot: μη + Imp.Präs.

 

a) Aufforderung mit einer bereits begonnen Handlung aufzuhören: Mk 9,39; Offb 5,4.5; („Fürchtet

    euch nicht mehr weiter...“)

b) Aufforderung eine Handlung prinzipiell, nicht ständig, nicht gewohnheitsmäßig (Mt 6,25) oder (in

    Zukunft) nicht wiederholt (Mk 13,11) zu tun: Röm 6,13

 

 

 

5.6. Übersicht über die Genera

 

a)  Das Aktiv: beschreibt, was die Person selbst tut. z.B. „Ich wasche die Wäsche“.

 

b)  Das Passiv: beschreibt, was an der Person von jemand anderem getan wird. z.B. „Ich werde

          gewaschen“, oder als toleratives Passiv: „Ich lasse mich waschen“.

 

c)  Das Medium: beschreibt, was die Person an sich tut. z.B. „Ich wasche mich (selbst)“.

                            oder, was die Person für sich tut. z.B. „Ich wasche für mich die Wäsche“.

                            oder, was die Person von sich aus tut. z.B. „Ich wasche von mir aus die Wäsche“.

 

      Passiv oder Medium Deponens sind Verbformen, die keine Aktiv-Form haben (vgl. 2,1383).

 

 

 

5.7. Übersicht über die Konditionalsätze

 

a) Realis (besser: undefinierter Fall) - Im „Wenn-Satz“:  ει + Indikativ (Tempus aspektbedingt),

    im Nachsatz mit beliebigem Modus und aspektbedingtem Tempus

 

    Die Bedingung im „Wenn-Satz“ wird vom Sprecher subjektiv als wahr angenommen (kann

    aber defacto falsch sein). Die Schlussfolgerung wird als eine logische, notwendige und

    unweigerliche Folge gesehen. „Wenn du das tust (was ich zu Recht oder zu Unrecht annehme),

    dann hilfst du uns“.

 

b) Irrealis - Im „Wenn-Satz“:  ει + Indikativ Imperfekt oder Aorist,

    im Nachsatz mit Indikativ Imperfekt oder Aorist + αν

 

     Die Bedingung im „Wenn-Satz“ wird vom Sprecher als unwahr angenommen.

Die Schlussfolgerung wäre zwar eine logische und notwendige Folge, da aber die Bedingung als unwahr angenommen wird, ist auch die Schlussfolgerung falsch. 

ει + Indikativ Imperfekt - Irrealis der Gegenwart: „Wenn du dies tätest (was aber nicht der Fall

     ist), dann würdest du uns helfen (aber da du es nicht tust, hilfst du uns auch nicht)“.

ει + Indikativ Aorist - Irrealis der Vergangenheit: „Wenn du dies getan hättest (was aber nicht

der Fall war), dann hättest du uns geholfen (da du es aber nicht getan hast, hast du uns auch nicht geholfen)“.

 

c) Eventualis (Normalfall) - Im „Wenn-Satz“:  εαν + Konjunktiv (Tempus aspektbedingt),

    im Nachsatz mit beliebigem Modus und aspektbedingtem Tempus

 

    Die Bedingung im „Wenn-Satz“ wird vom Sprecher als möglich oder wahrscheinlich

    angenommen. Die Schlussfolgerung wird als eine logische und notwendige Folge gesehen.

    „Falls du das tust (womit man rechnen kann), dann wirst du uns helfen“.

 

d) Potentialis - Im „Wenn-Satz“:  ει + Optativ (Tempus aspektbedingt),

    im Nachsatz mit Optativ + αν und aspektbedingtem Tempus

 

    Die Bedingung im „Wenn-Satz“ wird vom Sprecher als denkbar oder wünschenswert

    hingestellt. Die Schlussfolgerung wird als wünschenswerte Möglichkeit angesehen.

    „Falls du dies tätest (was ich mir wünschen würde), dann würdest du uns helfen“.

 

 

5.8. Der Gebrauch des Genitivs

 

5.8.1. Der Genitiv auctoris

 

Er beschreibt, wer der Urheber einer Handlung oder Sache ist.

z.B.: Kol 3,12  „…Auserwählte Gottes“. Gott ist es, der uns auserwählt hat, und nicht wir ihn!

 

5.8.2. Der Genitiv possesoris

 

Er beschreibt den Besitzer einer Sache.

z.B.: Joh 14,2 „…im Haus des Vaters“. Es ist das Haus, das dem Vater gehört. Wir dürfen einmal darin für ewig wohnen.

 

5.8.3. Der Genitiv subjektivus

 

Er beschreibt von wem eine Handlung ausgeht.

z.B.: 1Tim 3,7 „…Schlinge des Teufels“, d.h. die Schlinge die der Teufel legt.

 

5.8.4. Der Genitiv objektivus

 

Er beschreibt für wen eine Handlung geschieht.

z.B.: Joh 8,12 „…das Licht des Lebens“, d.h. das Licht für den Lebensweg.

 

Manchmal scheint der Sprecher oder Schreiber mit dem Genitiv sowohl den Genitiv subjektivus als auch den Genitiv objektivus ausdrücken zu wollen.

z.B. in Joh 1,29 „Siehe das Lamm Gottes“. Da Johannes ein Jude war, der zu Juden sprach, könnte er gemeint haben: Siehe, das Opferlamm für Gott, dass ihr ab nun statt euren eigenen Lämmern, stellvertretend für eure Sünden Gott opfern könnt (= Genitiv objektivus).

Er könnte aber auch gemeint haben, Jesus sei das Lamm von Gott, dass Gott uns Sündern zur Versöhnung geschickt hat (= Genitiv subjektivus; vgl. Jes 53,7; 1Pet 1,19.20; Röm 8,32).

Oder er wollte eben beides sagen. Jesus ist das von Gott gesandte Opferlamm (= Genitiv subjektivus), dass ihr ab nun stellvertretend für eure Sünden Gott darbringen müsst (= Genitiv objektivus).

Andere Beispiele, wo vielleicht beide Genitiv-Bedeutungen ausgedrückt werden, sind:

2Kor 5,14 und 2Thes 3,5b.

 

Dies sind die wichtigsten Bedeutungen des Genitivs. Es gibt noch andere Genitiv Bedeutungen, die in den einschlägigen Grammatiken nachgeschlagen werden können.   

 

 

6. Abkürzungsverzeichnis samt grammatischen Erklärungen

 

abs.          absolut, d.h. ein objektloser Gebrauch eines transitiven Zeitwortes oder Adjektivs.

adj.           Adjektiv, adjektivisch

adv.          Adverb, adverbial

Akk.         Akkusativ

Akt.          Aktiv, es drückt aus, dass der Sprecher eine Handlung von sich aus ausführt. z.B. „Ich wasche die Wäsche“.

allg.          allgemein

and.          andere

Anm.        Anmerkung, bezieht sich meist auf die Fußnoten am Ende eines Kapitels.

Art.           Artikel

attr.           Attribut, attributiv 

AT                        Altes Testament

Bdtg.        Bedeutung

Bsp.         Beispiel

bzw.         beziehungsweise

Dat.          Dativ

d.h.           das heißt

d.i.            das ist

dur.           durativer Aspekt

effekt.      effektiver Aspekt

eigtl.         eigentlich

entw.        entweder

evtl.          eventuell

f., ff.         folgender (Vers), folgende (Verse)

Fem.        Femininum (die weibliche Form des Substantivs)

fin.            final

flgd.          folgend

Fut.          Futur, futurisch

Gen.epex.  Genitiv epexegetic

Gen.hebr.   Hebräischer Genitiv, von semitischem Einfluss   

Gen.obj.     Genitiv objektivus

Gen.subj.   Genitiv subjektivus

Gen.qual.   Genitiv qualitatis

Gen.poss.  Genitiv possesiv      

Ggs.         Gegensatz

Gräz.        Die gesamte griechische Literatur, die uns in Handschriften erhalten ist.

                        Bei manchen griechischen Wörtern

 im NT könnte auch die Bedeutung

zutreffen, die dieses Wort in der griechischen Literatur noch hat, was

im Einzelfall vom Kontext der Bibelstelle her zu prüfen ist.

griech.      Griechisch

hebr.         Hebräisch

Hs.           Handschriften

Imp.         Imperativ (Befehlsform)

imper.       imperativisch, z.B. beim Partizip

Ind.           Indikativ (Wirklichkeitsform)

Inf.           Infinitiv (Nennform)

ingr.          ingressiver Aspekt

Int.            Internet-Quellenangabe in den Fußnoten;

                 mit 1, 2, 3 usw. (z.B. (Int.1)

intr.           intransitiv ist ein Zeitwort d. nicht zielgerichtet ist, weil

                        kein Objekt notwendig ist (z.B.:  sitzen: → Ich sitze)

                        Es kann aber durch andere Angaben wie Ort, Zeit,

            Art und Weise usw. ergänzt werden. Manche griech. Zeitwörter

            haben sowohl eine transitive als auch eine intransitive Bedeutung!

instr.         Instrumentalis

iter.           iterativer Aspekt

jmd.          jemand, -en, -dem, -es

Kap.         Kapitel

kaus.        kausal (begründend, verursachend)

kond.        konditional (bedingend)

Konj.        Konjunktiv (Möglichkeitsform)

kons.        konsekutiv (einräumend)

lat.            lateinisch

lin.                        linearer Aspekt

LXX          Septuaginta, die griechische Übersetzung des hebr. Masoretentextes

MT           hebräischer Masoretentext des AT

Mask.       Maskulinum (die männliche Form des Substantivs)

Med.        Medium. Neben Aktiv und Passiv ein drittes Genus, das ausdrückt, dass

                 man eine Handlung an sich selbst, oder für sich selbst ausführt. z.B. „Ich

wasche mich (für mich) selbst“.

milit. t.t.    militärischer Fachausdruck

mod.        modal (auf welche Art und Weise)

näml.        nämlich

neg.          verneint, negiert

NT            Neues Testament

naut. t.t.    nautischer terminus technicus; ein Fachwort der Seefahrersprache

Neut.        Neutrum (die sächliche Form des Substantivs)

od.            oder

o.a.           oder andere

Opt.          Optativ (Wunschform)

Ptz.          Partizip

Pass.        Passiv, es drückt aus, dass eine Handlung an dem Sprecher ausgeführt

wird. z.B. „Ich werde gewaschen“. Oder als toleratives Passiv: „Ich

lasse mich waschen“.

Perf.         Perfekt

Plpf.         Plusquamperfekt

Pl.            Plural (Mehrzahl)

Präd.        Prädikat

präd.        prädikativ

Präs.        Präsens (Gegenwart)

präs.         präsentisch

Ptz.          Partizip (Mittelwort)

rabb.        Nach rabbinischer Ausdrucksweise; in rabbinischer Literatur

röm.         römisch

s.              siehe

S.             Seite

s.a.           siehe auch

Sg.           Singular (Einzahl)

Subst.      Substantiv

subst.       substantivisch, wie ein Substantiv gebraucht

t.t.             terminus technicus (Fachbegriff)

tr.             transitiv; Ein Zeitwort ist dann transitiv, wenn es zielgerichtet

                 auf ein Objekt ist (z.B.: nehmen: Ich nehme... Wen/Was? → Ich

                        nehme einen Apfel), und wenn es ins Passiv gesetzt werden kann:

                        nehmen → Pass.: genommen werden). Manche griechischen

                        Zeitwörter haben sowohl eine transitive als auch eine intransitive

                        Bedeutung!

u.              und

u.a.           und andere

u.v.a.        und viele andere

u.ö.           und öfter

übertr.      übertragen

V.             Vers

vgl., Vgl.   vergleiche

viell.         Vielleicht

Vok.         Vokativ

w.             wörtlich

z.St.          zur Stelle. Damit sind Literaturhinweise auf Anmerkungen in Bibelübersetzungen

oder Kommentaren gemeint. z.B.: bedeutet (47,z.St.) ein Zitat aus einer

Anmerkung in: Die Bibel; Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift; und zwar die

Anmerkung zur betreffenden Bibelstelle oder die Übersetzung der betreffenden

Bibelstelle.

z.T.           zum Teil

/                oder

~                       durativer Aspekt beim Präsens oder Imperfekt

°                        punktueller Aspekt beim Aorist

*                        resultativer Aspekt beim Perfekt

^                        resultativer Aspekt beim Plusquamperfekt

              dieses Wort sollte mit seinen Synonymen verglichen werden

 

 

7. Zeittafel zum Umfeld des Neuen Testaments

Zusammengestellt nach: 33,199+890ff; 40,8ff; 21,III,193ff; 47,1441ff.; 58,196ff.  Manche setzen den Zeitpunkt von der Bekehrung des Paulus 1-2 Jahre später an (siehe: 33,199).

 

47 - 44 v.Chr.: mit der Ermordung von Julius Cäsar endete das 1.Triumvirat.

41 - 30 v.Chr.: Markus Antonius

40 - 4 v.Chr.: Herodes der Große, geboren 73 v.Chr. als Sohn des Antipater II. von Idumäa und der arabischen Scheichstochter Kypros (also kein Jude), - im Gesamten heirate er 10 Frauen. Er war "König der Juden" von Roms Gnaden und mit großer Autorität ausgestattet. Eingesetzt durch den römischen Senat auf Vorschlag von Antonius und mit Zustimmung von Oktavianus (Augustus), regierte er von 40-4 v.Chr. über Judäa, Galiläa, Samaria, Idumäa und Peräa. Er hatte die Steuerhoheit in Palästina und förderte als Freund und Verbündeter Roms den Kaiserkult. Geschickt überwand er die Opposition, die ihm durch die Juden in Palästina entgegentrat. Er war tapfer und kriegserprobt, aber auch sehr misstrauisch und grausam, was dazu führte, dass er die Anhänger des Antigonus und die noch lebenden Makkabäer der hasmonäischen Familie ausrottete. Sogar seine geliebte hasmonäische Frau Mariamne I. und die beiden Söhne Alexander und Aristobul, die sie ihm geboren hatte, ließ er umbringen. Ebenso ließ er alle Juden die seiner Regierung Widerstand leisteten, umbringen. Im Jahr 19 v.Chr. begann er das Heiligtum zu renovieren und zu vergrößern, was ihm allerdings auch nicht die Sympathien der Juden einbrachte, da er für sie ein Edomit war und blieb. Im Jahr 6 v.Chr. ging er mit aller Härte gegen die Pharisäer-Partei vor, weil sie verkündeten, dass mit der Geburt des Messias seine Herrschaft enden würde. Das war in etwa auch die Zeit, in welcher der Kindermord in Bethlehem geschah. Obwohl er äußerlich die jüdische Religion praktizierte, baute er trotzdem außerhalb Palästinas heidnische Tempel und Städte zu Ehren von Kaiser Augustus, um dessen Gunst zu behalten. In seinen letzten Regierungsjahren verletzte er öfters absichtlich jüdische Gefühle, z.B. ließ er ein Adlerbild im Tempel aufrichten, was zu Blutvergießen führte. Grässliche Krankheiten im Alter zwangen ihn das Nachfolgeproblem zu lösen. Seine sechs Söhne aus vier Ehen eiferten um die Nachfolge, was von ihm durch willkürliche Hinrichtungen grausamster Art beantwortet wurde. Kurz vor seinem Tod ließ er die angesehensten judäischen Männer im Hippodrom von Jericho mit der Absicht einschließen, sie kurz vor seinem Tod ermorden zu lassen, damit bei seinem Begräbnis ein großes Klagegeschrei in Judäa sei, das bei seinem alleinigen Tod sonst wohl ausgeblieben wäre. Noch fünf Tage vor seinem Tod ließ er seinen erstgeborenen Sohn Antipater hinrichten. Schließlich starb er qualvoll im 37. Jahr seiner Regierung im Alter von 70 Jahren. Mit dem Einverständnis von Kaiser Augustus hatte er sein Reich in drei Teilen an seine Söhne Archelaeus, Herodes Antipas und ihrem Halbbruder Philippus vermacht. Sein Herrschaftsgebiet erreichte in etwa die Größe des Reiches unter König David (33,479f; 34,I,218; 2,5f; 52,II,1090f; 58,250f). - Nach manchen war das Todesjahr des Herodes erst im Jahr 1 v.Chr., wodurch sich auch das Geburtsjahr Jesu auf das Jahr 3 v.Chr. verschieben würde (58,201).

30 v.Chr.: Eroberung Alexandrias durch Oktavian (dem späteren Kaiser Augustus). Mit dem Selbstmord von Antonius und Kleopatra endete das 2.Triumvirat.

31 v.Chr. - 14 n.Chr.: Caesar Octavianus Augustus, wurde von Cäsar als Nachfolger adoptiert und ist nach dem Ende des 2.Triumvirats als Alleinherrscher hervorgegangen. Er war damit der erste römische Kaiser (Imperator auf Lebenszeit). Kaiser Augustus leitete mit seiner Alleinherrschaft die Beendigung der Bürgerkriege ein und schuf das Goldene Zeitalter des "pax romana augustae". Er wurde als "Weltheiland" gefeiert, sicherte die Ernährung Roms und baute Tempel und Theater zur Volksbelustigung. Geschenke und Speisungen an die Bevölkerung machten ihn beliebt und hielten die Bevölkerung ruhig. Das römische Heer wandelte er in ein stehendes Berufsheer um, das eine wichtige Grundlage seiner Macht war und um die Prätorianergarde ergänzt wurde, die zu seinem persönlichen Schutz diente. Er regierte 44 Jahre lang und wurde schon zu Lebzeiten vergöttlicht, was er allerdings belächelte.

8 v.Chr.: Publius Sulpicius Quirinius, war römischer Feldherr und Konsul und wurde von Kaiser Augustus wegen seiner militärischen Erfolge sehr gefördert. Er war Prokonsul von Kreta und anschließend 12-7 v.Chr. Procurator von Galatia. Er bekleidete danach noch bis 16 n.Chr. als kaiserlicher Legat verschiedene hohe Ämter im orientalischen Teil des römischen Imperiums, in denen er sehr erfolgreich agierte. Als der eher glücklose Quintilius Varus von 6 v.Chr. - 4 n.Chr. Procurator der Provinz Syro-Zilizien war, wurde Quirinius von Kaiser Augustus nach Palästina gesandt, um dort eine lokale Ersterfassung für eine Steuereinschreibung durchzuführen, die Joseph und Maria veranlasste nach Bethlehem zu ziehen. Diese Steuererfassung begann zuerst 8 v.Chr. in Ägypten und Syrien, und erreichte dann 7 v.Chr. das Gebiet Israels. Ab 4 v.Chr. war Quirinius Legat in der Provinz Syro-Zilizien und im Jahr 3 v.Chr. Prokonsul der Provinz Asia. Nach der Verbannung des Herodes Archelaeus wurde er von 6-9 n.Chr. kaiserlicher Procurator der Provinz Syro-Zilizien. In dieser Funktion führte er im Auftrag des Kaisers Augustus in Judäa und Samaria eine zweite Steuereinschreibung durch, die darüber hinaus auch das ganze römische Reich erfasste. Sie wird in Apg 5,37 erwähnt und hätte keinen Ortswechsel des Joseph benötigt. Da sie aber einen Aufstand provozierte blieb sie beim Volk in lebhafter Erinnerung, und könnte deshalb von Lukas erwähnt worden sein. Quirinius starb kinderlos (vgl. 52,V,427; 20,85ff.; 60,470; 64,509ff.).

22 v.Chr. - ? n.Chr.:  Herodes Boethos (Philippus I.), geb. ca. 22 v.Chr. als der vierte Sohn von Herodes dem Großen und seiner dritten Ehefrau Mariamne II., und ein Halbbruder von Herodes Antipas. Herodes der Große hat seinen Sohn Herodes Boethos offenbar geschätzt. Denn nach der Hinrichtung seiner beiden Halbbrüder Aristobul und Alexander wegen angeblicher Umsturzpläne im Jahr 7 v. Chr. rückte der zu dieser Zeit etwa 15-jährige Herodes Boethos im Testament seines Vaters an die zweite Stelle, unmittelbar hinter dessen ältesten Sohn Antipater (aus der Ehe mit der ersten Gattin Doris). Als 4 v. Chr. die Umsturzpläne des Antipater gegen seinen Vater aufgedeckt wurden und dieser als Erbe für König Herodes nicht mehr in Frage kam, rückte Herodes Boethos sogar auf die erste Stelle in der Nachfolge vor. Jedoch nur kurze Zeit. Bei den verschiedenen Verhören, denen zahlreiche Personen am Königshof unterworfen wurden, stellte sich heraus, dass die Mutter des Herodes Boethos, von dem geplanten Giftanschlag auf den König Kenntnis gehabt, aber geschwiegen hatte. König Herodes verbannte sie zur Strafe daraufhin von seinem Hof, enterbte ihren Sohn Herodes Boethos und setzte ihren Vater Simon Boethos als Hohepriester ab. Während seine Halbbrüder Herodes Antipas, Herodes Archelaos und Philippus nach dem Tod von Herodes dem Großen 4 v. Chr., bei der Teilung des Erbes von Kaiser Augustus stattliche Herrschaftsgebiete übertragen erhielten, blieb Herodes Boethos aufgrund seiner Enterbung unberücksichtigt. Er erhielt deshalb auch den Beinamen „ohne Land“. Er blieb aber ein Mitglied des herodianischen Herrscherhauses und heiratete 6 n. Chr. seine damals 20-jährige Nichte Herodias, die eine Tochter des hingerichteten Herodes Aristobul und zugleich eine Enkelin Herodes des Großen war. Aus der Verbindung von Herodes Boethos und Herodias ging ca. 8 n.Chr. die Tochter Salome hervor, die später bei der Enthauptung von  Johannes dem Täufer, durch ihren Tanz und die Forderung nach dem Kopf des Johannes eine maßgebliche Rolle spielte. Herodes Boethos lebte nach seiner Enterbung als ein Privatmann und hatte nie ein Regierungsamt. Er verkehrte aber weiterhin mit den anderen Mitgliedern des königlichen Hauses, unter anderem mit seinem Halbbruder Herodes Antipas. Flavius Josephus berichtet, dass sich Herodes Antipas bei einem dieser Besuche leidenschaftlich in seine Schwägerin und Nichte Herodias verliebte. Da Herodias offenbar sehr ehrgeizig war und gerne die Ehefrau eines Tetrarchen werden wollte, verlangte sie von Herodes Antipas, dass er sie heiraten muss. Herodes Antipas verstieß daraufhin seine erste Frau Phasaelis, eine Tochter des Nabatäerkönigs Aretas IV., und heiratete Herodias. Diese Beziehung war nach Lev 18,16 als Inzest verboten, und dieser doppelte Ehebruch erregte bei den Juden Anstoß. Herodes-Antipas wurde auch öffentlich von Johannes dem Täufer gerügt, worauf ihn Herodias anfeindete und Herodes ihn töten, dann aber doch, aus Angst vor dem Volk, nur inhaftieren ließ. Über das weitere Leben des Herodes Boethos überliefern uns die Quellen keine weiteren Einzelheiten. Die Familie seiner Mutter blieb jedoch bedeutend, da während der Herrschaftszeit des Herodes Archelaus bis zum Jahr 6 n. Chr., sowie zu späterer Zeit weitere Hohepriester aus dieser Familie ernannt wurden (vgl. 2,90; 42,592ff; Herodes Boethos – Wikipedia).

8 - 5 v.Chr.: Geburt von Johannes dem Täufer und von Jesus von Nazareth. Manche setzen die Geburt Jesu auf den 11.September 3 v.Chr. (58,202f), andere in das Jahr 4 v.Chr. (20,582).

6 - 4 v.Chr.: Quintilius Varus, Procurator der Provinz Syro-Zilizien.

4 v.Chr. - 6 n.Chr: Herodes Archelaeus der Ethnarch, geb. ca. 23 v.Chr. als fünfter Sohn von Herodes dem Großen und seiner vierten Frau, der Samariterin Malthake. Erzogen wurde er mit seinem Bruder Antipas in Rom. Nach der von ihrem Vater Herodes angeordneten Hinrichtung seiner Halbbrüder Alexander und Aristubul, die aus der Ehe von Herodes mit Mariamne I. stammten, wurde Archelaeus zunächst von seinem ältesten Halbbruder Antipater verleumdet, diese Hinrichtung angezettelt zu haben. Antipater, der nach dem Tod der beliebten Mariamne-Söhne, endlich testamentarisch zum Thronnachfolger ernannt worden war, wollte damit den jüngeren Konkurrenten Archelaeus aus dem Weg räumen. Es war jedoch bekannt, dass die Behauptung nicht stimmte. Daraufhin ernannte sein Vater Herodes, Archelaeus in der letzten Testamentsfassung kurz vor seinem Tod, zum Thronnachfolger. Antipas aber wurde hingerichtet. Nachdem sein Vater Herodes im Jahr 4 v. Chr., wenige Tage nach der Hinrichtung des Antipater, gestorben war schlug Archelaeus eine jüdische Revolte in Jerusalem nieder und schlachtete an die 3000 Juden im Tempelvorhof. Danach begab sich Archelaeus nach Rom, um von Kaiser Augustus seinen Herrschaftsanspruch bestätigt zu bekommen. Gleichzeitig jedoch schickten vornehme Juden eine Delegation zum Kaiser nach Rom, mit der Bitte, Archelaeus nicht zum Herrscher und König zu machen. Doch Augustus anerkannte das Testament von Herodes und ernannte Archelaos - trotz der Proteste der vornehmen Juden, die die Grausamkeit von Archelaeus fürchteten - zum Ethnarchen über Judäa, Samaria und Idumäa. Er versprach ihm den Königstitel aber nur, wenn er gut regiert. Nach seiner Rückkehr rächte sich Archelaeus und ließ alle seine Gegner abschlachten (vgl. Jesu Anspielung auf dieses Ereignis in Lk 19,12.27). Offiziell führte Archelaeus also nicht den Königstitel, wurde aber volkstümlich König genannt. Von allen Söhnen von Herodes dem Großen hatte Archelaeus den schlechtesten Ruf und übertraf seinen Vater Herodes den Großen noch an Grausamkeit und Willkür. Er war ein tyrannischer und launischer Regent, der Samariter und Juden gleichermaßen schlecht behandelte. Bei den Juden erregte besonders Anstoß, dass er seine erste Frau Mariamne - möglicherweise Antipaters Witwe - verstieß, um Glaphyra, die Frau seines hingerichteten Halbbruders Alexander, zu heiraten (was nach Lev 18,16 verboten war), obwohl diese nach Alexanders Tod mit dem numidischen König Juba II. verheiratet war. Er setzte die pompöse Bautätigkeit seines Vaters fort, da er ein Jahreseinkommen von 600 Talenten aus Steuern und eigenem Besitz hatte. In Jericho stellte er den Königspalast wieder prächtig her. Außerdem leitete er die Hälfte des Wassers, das den Ort Neara versorgte, auf ein mit Palmbäumen bepflanztes Feld und baute zu seinem Andenken einen Ort namens Archelaeus. Doch seine grausame Regierungsart (vgl. Mt 2,22) barg immer mehr die Gefahr einer Revolte der Juden, sodass ihn im Jahr 6 n. Chr. die vornehmsten Juden und Samariter bei Augustus verklagten, welcher ihn auf die Klagen hin durch einen Abgesandten nach Rom berief, ihn in einer ordentlichen Gerichtsverhandlung seines Amtes enthob, mit der Einziehung seines Vermögens bestrafte und ihn anschließend nach Gallien verbannte, wo er noch vor 18 n.Chr. starb. Nach seiner Absetzung wurde Judäa der römischen Provinz Syro-Zilizien eingegliedert und von 6 - 8.n.Chr. vom römischen Präfekten Coponius verwaltet (33,481; 34,I,220; 52,1092; 59,5; Herodes Archelaos – Wikipedia)

4 v.Chr. - 39 n.Chr: Herodes Antipas, der Tetrarch (das ist ein Regent über den vierten Teil eines Herrschaftsgebietes). Geboren ca. 20 v.Chr. als sechster Sohn von Herodes dem Großen und seiner vierten Ehefrau der Samariterin Malthake. Er erbte von seinem Vater die Tetrarchien Galiläa und Peräa, die ihm von Augustus übertragen wurden, und regierte von 4 v.Chr. - 39 n.Chr. Er war der politisch fähigste von den Söhnen des Herodes. So wie sein Vater war er ein großer Bauherr. Die Stadt Tiberias am See Genezareth wurde von ihm zu Ehren des Kaisers Tiberius erbaut. Er heiratete die Tochter des nabatäischen Königs Aretas IV, ließ sich aber dann von ihr scheiden um Herodias, die geschiedene Frau seines Halbbruders Herodes Boethos, zu heiraten. Von Johannes dem Täufer wurde er dafür öffentlich gerügt, da dies vom Gesetz Mose als Inzest verboten war (Lev 18,14). Herodes Antipas wollte Johannes töten, fürchtete aber, wegen dem Einfluss den Johannes unter den Menschen hatte, eine Revolte gegen sich und ließ Johannes nur auf der Bergfeste Machärus inhaftieren, später aber auf Drängen der Herodias enthaupten. Von da an mehrte sich das Unglück im Leben von Herodes. König Aretas IV. rächte sich für die Schmach, die seiner Tochter durch die Scheidung angetan wurde und zettelte einige Jahre später (36 n.Chr.) einen Grenzkrieg gegen Antipas an, bei dem Antipas eine schwere Niederlage hinnehmen musste. Josephus und große Teile des jüdischen Volkes betrachteten dies als ein Gericht Gottes für die Hinrichtung von Johannes. Mit Antipas als Herrscher, hatte Jesus viele Jahre zu leben. Obwohl er kein König war, wurde er oft vom Volk so bezeichnet. Wegen seiner Falschheit nannte ihn Jesus einen "Fuchs" (Lk 13,31f). Da Kaiser Caligula kurz nach seinem Regierungsantritt seinem Günstling Herodes Agrippa I. den Königstitel verlieh, ließ das dem Ehrgeiz seiner Schwester Herodias keine Ruhe. Sie trieb ihren Mann Herodes Antipas an, im Jahr 39 n.Chr. ebenfalls nach Rom zu reisen und beim Kaiser, um den Königstitel und eine Erweiterung seines Herrschaftsgebietes anzusuchen. Doch Antipas wurde von seinem Neffen Herodes Agrippa I. bei Caligula angeschwärzt, weil er hinter dem Rücken des Kaisers Geheimsprachen mit den Parthern getroffen hatte, woraufhin er seine Regierungsgewalt verlor und ins Exil nach Lugundum verbannt wurde, wohin ihm auch seine Frau Herodias (aus Liebe?) folgte, obwohl ihr sein Vermögen zugesprochen wurde, und sie hätte frei bleiben können. Im Exil starb er ca. 39 n.Chr. Als Ironie des Schicksals bekam dann Agrippa I. von Kaiser Caligula die Tetrarchie des Antipas übertragen (33,481; 42,592ff; 52,II,1092; Herodes Antipas – Wikipedia).
4 v.Chr. 33/34 n.Chr: (Herodes) Philippus der Tetrarch, der siebente Sohn von Herodes dem Großen und seiner fünften Frau, Kleopatra von Jerusalem. Er wurde zusammen mit seinen Halbbrüdern Herodes Archelaeus und Herodes Antipas in Rom erzogen. Von Augustus bekam er als Tetrarch die Regierungsverantwortung über die vorwiegend heidnischen Gebiete Gaulanitis, Trachonitis, Auranitis, Batanäa und später von Tiberius noch Ituräa (Nord-Transjordanien). Er war lange unverheiratet und heiratete mit etwa 50 Jahren Salome, die Tochter von Herodias, doch dieses Eheglück dauerte nur vier Jahre, da er starb und die viel jüngere Salome als junge kinderlose Witwe zurücklies. Er unterschied sich von den anderen Mitgliedern der herodianischen Familie durch eine milde, moderate und gerechte Regierung. Er war der Beste von allen Söhnen aus dem Haus des Herodes. In seiner Würdigung der langen Regierungszeit des Philippus zeichnet Flavius Josephus (Altertümer, XVIII 4,6) von dem Tetrarchen das Bild eines uneitlen und in sich ruhenden Menschen, der seine Verantwortung ernst nahm: „Er war seinen Untertanen ein milder Herrscher und ruhigen Gemütes, brachte auch sein ganzes Leben in seinem eigenen Lande zu. So oft er sich aus seinem Hause begab, nahm er nur wenige Auserlesene mit und ließ sich den Thronsessel, von dem aus er Recht sprach, auf allen Wegen nachtragen. Begegnete ihm dann jemand, der Hilfe und Beistand begehrte, so wurde der Sessel sogleich aufgestellt, und nun hielt er Untersuchung ab, bestrafte die Schuldigen und sprach die unschuldig Angeklagten frei.“ Nach Josephus starb Philippus in Julias und wurde in der Gruft, die er sich schon bei Lebzeiten erbaut hatte, mit großem Prunk beigesetzt. Dennoch war er der erste jüdische König, der auf seinen Münzen das Haupt der römischen Kaiser einprägen ließ. Da er kinderlos starb, wurde sein Herrschaftsgebiet nach seinem Tod bis zum Jahr 37 n.Chr. der römischen Provinz Syro-Zilizien eingegliedert. Danach übertrug Kaiser Caligula sein Herrschaftsgebiet an Herodes Agrippa I. (33,481; Herodes Philippos – Wikipedia).

1 v.Chr.: Germanien wird römische Provinz.

6 n.Chr.: Nach der Absetzung von Herodes Archelaeus wurden Judäa, Samaria und Idumäa römische Provinz. Quirinius wird Statthalter der Provinz Syrien. Die zweite allgemeine Volkszählung des Quirinius führte zum Zusammenschluss der sogenannten Zeloten und zu Unruhen unter Führung von Judas dem Galiläer.

6 - 7 n.Chr.: Quirinius Procurator der Provinz Syro-Zilizien

6 - 8 n.Chr.: Copinius Procurator von Judäa, Samaria und Idumäa

9 - 12 n.Chr.: Marcus Ambibulus Procurator von Judäa, Samaria und Idumäa

6 - 15 n.Chr.: Hannas I., war Hohepriester während der Jugendzeit von Jesus. Er war der Erste, der von den Römern in dieses Amt eingesetzt wurde (Josephus, Antiquitates XVIII,26). Auch nach seiner Absetzung hatte er als ehemaliger Hohepriester, als Mitglied des Sanhedrins und als Schwiegervater des Kajaphas, noch großen politischen Einfluss (52,II,934).

14 - 37 n.Chr.: Kaiser Tiberius - Er wurde von Kaiser Augustus als Stiefsohn adoptiert, da Augustus selbst keine Kinder hatte. Nach dem Tod von Augustus wurde Tiberius im Jahr 14 n.Chr. im Alter von 56 Jahren vom Senat als dessen Nachfolger designiert und hatte durch seine schon zweijährige Mitregentschaft reichlich politische Erfahrung. Zeitlebens blieb er den Prinzipien treu, die Augustus für das römische Reich eingeführt hatte. Durch seine mürrische Art verlor er aber nach und nach das Vertrauen seiner Nation und zog sich 27 n.Chr. verärgert in den Ruhestand nach Capri zurück, wo er bis zu seinem Tod blieb und Rom nie mehr besuchte. Tiberius war Kaiser vom 19. August 14 n. Chr. bis 16. März 37 n. Chr. und regierte demnach 23 Jahre.

17 - 22 n.Chr.: Gründung der Stadt Tiberias durch Herodes Antipas.

18 - 36 n.Chr.: Joseph Kajaphas, amtierte als Hohepriester. Er wurde vom Procurator Valerius Gratius eingesetzt, jedoch später von Vitellius, dem Procurator der Provinz Syria wieder abgesetzt. Als Schwiegersohn des Hohepriesters Annanias arbeitete er auch nach seiner Absetzung noch eng mit diesem zusammen und spielte daher im Prozess Jesu eine wichtige Rolle (33,157).

26 - 36 n.Chr: Pontius Pilatus wurde im Jahr 26 n.Chr. von Kaiser Tiberius als fünfter Präfekt (praefectus) über die Provinz Judäa eingesetzt und verwaltete diese bis 36 n.Chr. Er hatte die Oberaufsicht über 4-5 Kohorten (ca. 20.000 Legionäre). Die meisten davon waren in Cäsarea stationiert, ein Teil aber auch in der Burg Antonia in Jerusalem. Als Präfekt hatte er das Recht die Todesstrafe anzuordnen. Wenn der jüdische Sanhedrin die Todesstrafe über jemanden verhängte, musste dies von Pilatus ratifiziert werden, er konnte den Beschluss des Sanhedrins aber auch für ungültig erklären. Die Hohepriester waren sehr von ihm abhängig. Sie wurden von ihm eingesetzt, der Ornat des Hohepriesters war in seiner Verwahrung und wurde nur zu den dafür vorgesehenen Festlichkeiten von ihm herausgegeben. Ebenso kontrollierte er die Ordnung im Tempel und den Tempelschatz. Als er in die Provinz kam, war seine erste Amtshandlung, die römischen Feldzeichen mit dem Namen des Kaisers im ehemaligen Palast des Herodes in Jerusalem aufzustellen, was seine Vorgänger vermieden hatten, und so die Juden zum Zorn zu reizen. Als die vier Söhne von Herodes (!) bei Kaiser Tiberius dagegen protestierten und ein Aufstand drohte, kam er nach 6 Tagen ihrem Wunsch nach und entfernte die Feldzeichen und brachte sie zurück nach Cäsarea in den Augustus-Tempel. In seiner Residenz in Jerusalem stellte er jedoch goldene Schilde auf, die den Namen des Kaisers und seinen eigenen Namen eingraviert hatten. Als aber dem Kaiser Tiberius hinterbracht wurde, dass die Juden auch dies beanstandeten, ordnete der Kaiser an, Pilatus solle auch diese aus seiner Residenz in Jerusalem entfernen. Später entnahm er dem Tempelschatz Geld, um damit ein Viadukt zur Wasserversorgung Jerusalems zu finanzieren. Den darauf an einem jüdischen Fest entstandenen Aufstand ließ er blutig niederschlagen. Von Philo und Josephus wird sein Charakter ungünstig beschrieben: ohne Gottesfurcht, ungerecht, streng, unbeugsam, hart, stur, von unberechenbarem Temperament, kein würdiger Vertreter der römischen Gerichtsbarkeit, - andererseits stark auf den eigenen Vorteil bedacht und bereit das Recht zu seinen Gunsten zu biegen. Er provozierte die Juden immer wieder mit seinen ungerechten und brutalen Gewaltausbrüchen und Behandlungen, sowie durch seinen Stolz. Er ließ Todesurteile ohne vorherige Gerichtsverhandlung vollstrecken. Das NT beschreibt ihn daneben auch als einen schwachen Charakter, der seinen Prinzipien nicht treu blieb, da er, um des eigenen Vorteils willen, den Juden gefällig sein wollte, obwohl er wusste, dass Jesus unschuldig war (vgl. Joh 19,6). Er hatte Angst, dass sie seinen ohnehin schon angeschlagenen Ruf beim Kaiser in Rom, noch mehr schaden könnten. Im Jahr 36 n.Chr. ließ Pilatus eine bewaffnete religiöse Versammlung von Samaritern am Berg Garizim überfallen, gefangen nehmen und später auch hinrichten. Er wurde daraufhin im Winter 36/37 n.Chr. von Vitellius, dem römischen Legaten in Syro-Zilizien, abgesetzt und zur Verantwortung zum Kaiser nach Rom geschickt. Wie diese Vorladung ausging, ist nicht bekannt, denn Kaiser Tiberius starb während Pilatus noch auf dem Weg nach Rom war. Angeblich wurde er irgendwann danach unter der Regierung von Kaiser Caligula in Rom zum Selbstmord gezwungen. Nach seiner Absetzung wurde er durch Marcellus ersetzt (52,IV,1049; 33,939; 21,I,322).

26 - 28 n.Chr.: öffentliches Wirken von Johannes dem Täufer, die Taufe Jesu, und die Enthauptung Johannes des Täufers.

30 n.Chr.: am Freitag den 14. Nisan (7.April) wird Jesus gekreuzigt (52,II,1347; 58,200; 66,39), seine Auferstehung ist am Sonntag den 16.Nisan (9.April). Dieses Datum ist das astronomisch Gesichertste (20,582).

31/32 (33) n.Chr.: Saulus wird führender Zeuge der Steinigung des Stephanus und beginnt die Christen in ganz Palästina und darüber hinaus zu verfolgen (Apg 7,58-60; 9,1ff; Gal 1,13ff).

32/33 (34 - 36) n.Chr.: Einige Zeit nach dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi fand die Bekehrung des Saulus von Tarsus auf dem Weg nach Damaskus statt (Apg 9,3-21; 22,6-16; 26,12-18). Er predigt in Damaskus, muss aber schon bald fliehen, geht nach Arabien (Idumäa südlich von Damaskus) und kehrt dann nach 3 Jahren wieder nach Damaskus zurück (Apg 9,19ff; Gal 1,17).

34/35 (36/37) n.Chr.: Paulus erster Privatbesuch in Jerusalem. Er versucht sich den Jüngern anzuschließen, aber sie glauben nicht an die Echtheit seiner Bekehrung. Schließlich nimmt sich Barnabas seiner an und bringt ihn zu den Aposteln Petrus, Jakobus und Johannes. Paulus predigt in Jerusalem, muss aber schon nach wenigen Tagen wieder fliehen und geht für 10 Jahre in seine Geburtsstadt Tarsus in Zilizien (Apg 9,26-29; Gal 1,18ff).

36 n.Chr.: Pontius Pilatus wird abgesetzt, verbannt und durch Marcellus ersetzt.

37 n.Chr.: Jonathan ben Hannas, von Vitellius als Hohepriester eingesetzt, aber schon bald wieder abgesetzt.

37 - 41 n.Chr.: Theophilus ben Hannas, von Vitellius als Hohepriester eingesetzt.

37 - 41 n.Chr.: Kaiser Caligula - Durch die Gunst des Prätorianer-Gardepräfekten gelangte er am 18.März 37 n.Chr. auf den Thron. Nach anfänglich maßvoller Regierungsführung, schlug sein Verhalten nach einer schweren Krankheit ab Oktober 37 n.Chr. in despotische Willkür um und Caligula verfiel dem "Cäsaren-Wahn". Eine Reihe von Verwandten trieb er in den Tod, er konfiszierte Privatvermögen aufgrund von Erpressungen und "Majestätsbeleidigungs-Prozessen" und wollte mit seiner Schwester Drusilla eine Geschwisterehe eingehen. Auch verlangte er göttliche Verehrung im ganzen Reich. Im Jahr 39 n.Chr. ordnete er an, dass sein Bildnis in der Synagoge in Alexandria, und im Tempel in Jerusalem aufgestellt und verehrt werde, was aber Herodes Agrippa I. und Petronius, der römische Legat der Provinz Syro-Zilizien, noch hinauszögern konnten. In Rom war er der "Staats-Gott" mit einem eigenen Tempel. Seine ganze Regierungszeit ist von Aufforderungen zum Selbstmord, und von ungerechten Verurteilungen und Hinrichtungen durchzogen. Durch die drückende Steuerlast kam es zu einer Verschwörung der Prätorianer-Offiziere und Caligula wurde schließlich ermordet (52,I,1015f; 21,V,309).

37 - 44 n.Chr.: Herodes Agrippa I., ein Sohn von Aristobul, ein Neffe von Herodes Antipas und ein Enkelsohn von Herodes dem Großen, geboren im Jahr 10 v.Chr., gestorben 44 n.Chr. Nach der Hinrichtung seines Vaters im Jahr 7 v.Chr. wurde er in Rom im engsten Kreis der kaiserlichen Familie großgezogen. Im Jahr 23 n.Chr. war er so stark in Schulden verstrickt, dass er Rom fluchtartig mittellos verlassen musste. Für eine Zeitlang fand er in Tiberias Unterschlupf bei seinem Onkel Herodes Antipas, dies dank seiner Schwester Herodias die Antipas kurz davor geheiratet hatte. Er zerstritt sich jedoch mit seinem Onkel und kehrte 36 n.Chr. wieder nach Rom zurück. Da er eines Tages den Kaiser Tiberius beleidigte wurde er inhaftiert, doch nach dem Tod von Tiberius vom neuen Kaiser Caligula begnadigt, dessen Günstling er wurde, und der ihm im Jahr 38 n.Chr. den Titel König verlieh und ihm die Herrschaft über Gebiete nordöstlich von Palästina übertrug. Er intrigierte bei Kaiser Caligula gegen seinen Onkel Herodes Antipas, was zu dessen Verbannung führte. Daraufhin wurde ihm vom Kaiser auch das Herrschaftsgebiet von Herodes Antipas (Galiläa und Peräa) übertragen. Lobenswert ist, dass er im Jahr 40 n.Chr. Kaiser Caligula davon abhalten konnte, sein Standbild im Jerusalemer Tempel zur Anbetung aufzustellen, im darauffolgenden Jänner wurde Caligula dann ermordet. Nach dem Tod von Caligula setzte er sich beim röm. Senat für den neuen Kaiser Claudius ein und erhielt von ihm als Dank noch die Ethnarchie von Herodes Archelaeus (Judäa, Samaria, Idumäa), sodass er schließlich, so wie sein Großvater Herodes der Große, König über ganz Palästina war. Er versucht durch seine Regierung die Gunst des jüdischen Volkes zu gewinnen, sein sonst unjüdisches Verhalten glich er durch großen Einsatz für das Jerusalemer Heiligtum und die Verfolgung der Christen aus. Kurz vor seinem Tod lässt er noch den Apostel Jakobus hinrichten und Petrus inhaftieren. Bekannt war auch seine Vorliebe für die blutigen Gladiatorenkämpfe (Josephus, Antiquitates XIX,7.5). Flavius Josephus berichtet (Antiquitates XIX,343ff.), dass er bei einem grandiosen öffentlichen Auftritt (Apg 12,21ff) plötzlich von heftigen Schmerzen überwältigt wurde und bereits fünf Tage später starb. Es ist durchaus möglich, dass es sich dabei um eine Wurmkrankheit (Helminthiasis) handelte, wobei nicht nur der Darm, sondern auch Blut, Muskeln und Leber befallen werden. Dies geschah 44 n.Chr. im Alter von nur 54 Jahren. Er hinterließ zwei Söhne, Agrippa II. und Drusus, sowie die drei Töchter Mariamne, Bernice (Apg 25,13ff) und Drussila (Apg 24,24). Nach seinem Tod wurde Palästina wieder römische Provinz (vgl. 21,II,272; 33,481; 2,724.730; 52,II,1094).

39 n.Chr.: Petronius wird römischer Legat der Provinz Syro-Zilizien. Er soll auf Anordnung von Kaiser Caligula dessen Bildnis im Jerusalemer Tempel aufstellen, kann dies aber noch hinauszögern.

41 - 43 n.Chr.: Simon Kantheras ben Boethus, von Herodes Agrippa I. als Hohepriester eingesetzt.

41 - 44 n.Chr.: Herodes Agrippa I. wird König von ganz Palästina.

41 - 54 n.Chr.: Kaiser Claudius - als Kind war er ständig krank (auch später noch geh- und sprachbehindert), und deshalb immer zurückgesetzt. Er war ein Spielgefährte von Herodes Agrippa I., der auch später noch sein einflussreicher Berater blieb. Seine körperlichen Defizite glich er durch eifriges historisches Studium aus. Nach der Ermordung Caligulas riefen ihn die Prätorianer zum Kaiser aus, doch der Senat stand ihm feindlich gegenüber. Unter Claudius wurden die Freigelassenen aufgewertet und erhielten wichtige Ämter im Staat. Seine außenpolitischen Erfolge und seine gute Regierungsführung gerieten aber durch seine gesellschaftliche Bevorzugung von Frauen in Misskritik. So heiratete er z.B. im Jahr 49 n.Chr. seine Nichte Agrippina, die er auch zur "Augusta" erhob. In seinen Regierungsjahren wurde das römische Reich von ausgedehnten Dürreperioden und Hungersnöten heimgesucht. Claudius hat zu Lebzeiten, im Gegensatz zu seinem Vorgänger Caligula, keine religiöse Verehrung gefordert, diese aber von Nichtrömern gerne gesehen. In einem Tempel in Britannien wurde er z.B. als Gott verehrt. Am 13. Oktober 54 n.Chr. wurde er von seiner machtbesessenen Frau Agrippina vergiftet, damit deren Sohn Nero Kaiser werden könne. Er regierte nur 13 Jahre (33,18.215; 52,I,1215ff).

43 - 44 n.Chr.: Matthias ben Hannas, von Herodes Agrippa I. als Hohepriester eingesetzt.

44 (42/43) n.Chr.: Märtyrertod des Apostels Jakobus des Älteren, der durch Herodes Agrippa I. mit dem Schwert hingerichtet wird (Apg 12,2).

44 n.Chr.: Judäa wird wieder römische Provinz.

44 - 45 n.Chr.: Elionaius ben Katheras, von Herodes Agrippa I. als Hohepriester eingesetzt.

44 - 46 n.Chr.: Cuspius Fadus, der erste Procurator der neuen römischen Provinz Judäa.

44/45 n.Chr.: Barnabas holt Paulus von Tarsus zur Mitarbeit in die Gemeinde Antiochien. Sie lehren dort ein ganzes Jahr lang die Geschwister (Apg 11,25f).

45 - 47 n.Chr.: Joseph ben Kami, von Herodes von Chalkis als Hohepriester eingesetzt.

In etwa diesen Jahren wurde der Jakobusbrief geschrieben.

46 n.Chr.: eine schwere Hungersnot tritt in Palästina ein.

46 n.Chr.: Nachdem Saulus und Barnabas ein Jahr in Antiochien gearbeitet hatten, wurden sie von der dortigen Gemeinde mit einer Kollekte für die notleidenden Juden-Christen nach Jerusalem gesandt. Paulus und Barnabas nahmen damals auch Titus mit, wodurch die Fragen der Beziehungen zwischen Juden-Christen und Heiden-Christen sehr aktuell wurden. Titus wurde jedoch nicht gezwungen sich beschneiden zu lassen (Gal 2,3). Dies war also eigentlich der zweite Besuch in Jerusalem, bei dem sie jedoch vielleicht hauptsächlich oder ausschließlich die Ältesten trafen. Danach kehrten sie nach Antiochien zurück (Apg 11,27-30; 12,25; Gal 2,1-10).

46 - 47 n.Chr.: 1.Missionsreise von Antiochien nach Zypern und Süd-Galatien, zusammen mit Barnabas und Johannes Markus. Im Verlauf dieser Reise gründeten sie die Süd-Galatischen Gemeinden im pisidischen Antiochien, im lykaonischen Ikonium, in Lystra und in Derbe. Auf ihrer Rückkehr über die gleiche Strecke festigen sie die neugegründeten Gemeinden und bestimmen Älteste (Apg 13,4 - 14,28).

46 - 48 n.Chr.: Tiberius Iulius Alexander, Procurator der Provinz Judäa. Ein einflussreicher romanisierter Jude, der auch noch zusätzlich Präfekt von Ägypten war und den Aufstieg Kaiser Vespasians unterstützte.

47 - 55 n.Chr.: Ananias ben Nebedaius, von Herodes von Chalkis als Hohepriester eingesetzt. Amtierender Hohepriester und Präsident des Sanhedrins als Paulus vor diesen gebracht wurde (Apg 23,2; 24,1). Er war ein Vasall Roms und wurde von Herodes Agrippa II. im Jahr 55 n.Chr. wieder abgesetzt. Aber auch danach war er noch recht einflussreich, und als besonders brutal und habgierig bekannt, der sogar den ärmeren Priestern die Abgaben stahl (Josephus, Antiquitates XX,9.2; 2.839). Im Jahr 66 n.Chr. wurde er von Zeloten, wegen seiner Sympathie für die Römer, ermordet (Josephus, De bella Judaicum II,17,9; 33,35).

48/49 n.Chr.: Nach ihrer Rückkehr nach Antiochien gaben die beiden Apostel dort einen Bericht (Apg 14,26f). Kurz danach kamen Brüder aus Judäa nach Antiochien und lehrten die Gläubigen sie müssten sich beschneiden lassen. Paulus schreibt von Antiochien aus, den Galaterbrief, weil diese Lehren auch in die Galatischen Gemeinden eingedrungen waren. Die Gemeinde in Antiochien schickt Barnabas und Paulus nach Jerusalem, damit sie wegen der entstandenen Kontroverse mit den gesetzlichen Juden-Christen, die den Heiden-Christen die Beschneidung und das Halten des mosaischen Gesetzes auferlegen wollten, bei den Aposteln eine Entscheidung erhalten sollten. Denn dieser drohende Streit musste unmittelbar mit den Aposteln und den Ältesten besprochen, und von ihnen entschieden werden (Apg 15,2.24). Daher wird ein Apostelkonzil in Jerusalem einberufen, wo auch die Ältesten von Jerusalem, sowie Barnabas und Paulus anwesend sind.

48 - 52 n.Chr.: Ventidius Comanus, ein römischer Ritter, ist römischer Procurator von Judäa und Galiläa. In seiner Amtszeit kam es zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen Samaritern und Juden und auch zu anderen Konflikten. So entblößte sich einmal ein römischer Soldat im Tempelbereich, was zu einem Aufruhr der Juden führte, bei dem laut Josephus 10.000 Menschen umkamen. Als ein anderer Soldat einmal eine Thorarolle verbrannte, gab Cumanus der Forderung der Juden nach und ließ ihn hinrichten. Eine Untersuchung seiner Regierungsweise durch den Procurator Gaius (Provinz Syria) führte zu seiner Entlassung durch Kaiser Claudius, der ihn ins Exil verbannte (Josephus, Bella Judaica, 2,247 und Antiquitates 20,137).

49 n.Chr.: Beim Apostelkonzil beschlossen die Apostel und die Ältesten mit der gesamten dortigen Gemeinde, den heidnischen Gläubigen nichts weiter aufzuerlegen als nur, sich von dem zu enthalten, was die gesetzestreuen Juden-Christen hindern könnte, mit den Heiden-Christen Umgang zu haben, ohne ihnen jedoch die Beschneidung, die anderen Speisegebote und die jüdischen Zeremonien aufzuerlegen. Die Führer in Jerusalem erkannten Paulus als Apostel für die Unbeschnittenen an, baten ihn aber, dass er sich auch weiter um die Armen kümmerte (Apg 15,1ff). Nach ihrer Rückkehr nach Antiochien gaben Paulus und Barnabas diese Botschaft weiter (Apg 15,30.35). Kurz darauf kam Petrus zu Besuch nach Antiochien und pflegte freien Umgang mit den Heiden-Christen. Als aber gesetzliche Juden-Christen aus Jerusalem zu Besuch kamen, stellten zuerst Petrus und dann sogar auch Barnabas diesen Umgang ein. Paulus musste Petrus deswegen vor allen anderen ernst zurechtweisen (Gal 2,11-14).

49 n.Chr.: Kaiser Claudius lässt alle Juden(christen) wegen Streitigkeiten über einen gewissen "Chrestus" aus Rom ausweisen.

49 - 52 n.Chr.: 2.Missionsreise (Apg 15,35 - 18,22). Paulus trennt sich wegen Johannes Markus von Barnabas, und nimmt Silas, später auch noch Timotius und Lukas, auf die Reise mit. Sie durchziehen Süd-Galatien, befestigen die dort entstandenen Gemeinden und setzen Älteste ein. danach wollen sie in die südliche Provinz Asia, was der Heilige Geist aber verhindert. Daraufhin wollen sie in die nördliche Provinz Bithynien, was aber der Geist Jesu wieder verhindert. Also ziehen sie weiter nach Westen und kommen schließlich nach Troas. Dort bekommt Paulus den Ruf nach Europa und sie setzen mit dem Schiff nach Mazedonien über und es entstehen die Gemeinden in Philippi, Thessalonich und Beröa. Paulus reist weiter nach Athen, einige bekehren sich zwar dort, aber es entsteht keine Gemeinde. Eigentlich will Paulus nach Thessalonich reisen, um die dortige Gemeinde zu stärken, aber der Satan hindert in zweimal. Also schickt er Timotius nach Thessalonich, er selbst zieht weiter nach Korinth.

50 - 100 n.Chr: Herodes Agrippa II., ein Sohn von Agrippa I. (der den Apostel Jakobus mit dem Schwert enthaupten ließ: vgl. Apg 12,1), geboren im Jahr 27 n.Chr. Als sein Vater plötzlich starb (Apg 12,23), war er erst 17 Jahre und noch zu jung, um das Königreich zu übernehmen. Später jedoch erhielt er von Kaiser Claudius den Königstitel und erbte 50 n.Chr. das kleine Königreich Chalcis, nordöstlich vom See Genezareth. Im Jahr 53 n.Chr. wurde ihm durch Kaiser Nero sein Königreich ausgeweitet. Er hatte die Oberaufsicht über den Jerusalemer Tempel und von 48 - 66 n.Chr. auch das Recht, die jüdischen Hohepriester zu ernennen, die er des Öfteren absetzte und durch neue ersetzte, was ihm die Missgunst der Juden einbrachte. Er schloss 66 n.Chr. die Renovierung des Jerusalemer Tempels ab, - also nur 4 Jahre vor dessen Zerstörung im Jahr 70 n.Chr. Zwar tat er sein Bestes, um den Ausbruch der jüdischen Revolte im Jahr 66 n.Chr. gegen Rom zu verhindern. Als seine Bemühungen jedoch scheiterten, stand er als treuer römischer Vasall im darauffolgenden jüdisch-römischen Krieg auf Seiten Roms (2,860). Nach der Zerstörung Jerusalems begleitete er Titus zusammen mit Bernice nach Rom. Nach dem Sieg Roms über die Juden ließ er im Jahr 89 n.Chr. eine Gedenkmünze prägen, auf welcher der Sieg Roms verewigt sein sollte. Er war es auch, der die Christen die 70 n.Chr. aus Jerusalem flüchteten in Pella freundlich aufnahm. Er war unverheiratet, lebte aber mit seiner älteren Schwester Berenice (im Inzest?) zusammen, die aber gleichzeitig auch die Mätresse von Kaiser Vespasian und seinem Sohn Titus war. Herodes Agrippa II. starb ca. 100 n.Chr. kinderlos (33,481; 42,591; 47,z.St.; 54,z.St.; 58,275; 65,II,146).

50 Frühjahr - Herbst 52 n.Chr.: Paulus kommt nach Korinth und bleibt dort zwei Jahre, um eine Gemeinde zu gründen und zu evangelisieren. In dieser Zeit schreibt er die beiden Thessalonicherbriefe. Danach kehren sie, nach einem kurzen Besuch in Ephesus, wo Aquila und Priscilla zurückbleiben, über Jerusalem nach Antiochien zurück. Aquila und Priscilla waren es, die in Ephesus eine Hausgemeinde gründeten, denn nach Apg 18,27 gab es in Ephesus schon "Brüder" bevor Paulus wieder (Apg 19,1ff) dorthin kam.

51/52 (52/53) n.Chr: Lucius Iunius Gallio war der älteste Sohn des Rhetorikers Seneca und ein Bruder des Philosophen Seneca, der, ebenso wie Lukas, nicht sehr positiv von ihm berichtet. Gallio war Prokonsul der Provinz Achaia von 51-52 (od.: 52-53) n. Chr., wie aus der in Delphi gefundenen "Gallio-Inschrift" hervorgeht. Er soll lungenkrank gewesen sein. Im Jahr 65 n.Chr. fürchtete er die Hinrichtung unter Nero und beging Selbstmord (vgl. 47,z.St.; 33,404; 52,II,686). 

52 - 59 n.Chr: Antonius (od.: Claudius?) Felix war ein römischer Ritter und ein Freigelassener des Kaisers Claudius, sowie der Bruder von Pallas, dem allmächtigen Günstling von Kaiser Nero. Er war zuerst verheiratet mit Drusilla, der Enkelin des Marc Antonius und der Kleopatra, später dann mit einer Tochter des Königs Agrippa I. Im Jahr 49 n.Chr. wurde er zuerst ein Truppenführer in Samaria, dann löste er 52 n.Chr. den ins Exil verbannten Comanus als Procurator von Samaria ab. Später wurde er auch noch zusätzlich Procurator von Galiläa und Peräa. Berüchtigt war er wegen der despotischen und schlechten Art seiner Verwaltung, durch die ein großer Aufstand wesentlich vorbereitet wurde. Nach dem Historiker Tacitus (Hist. 5,9; 12,54) übte er sein Amt in königlicher Macht mit der Sinnesart eines Sklaven aus, wobei er jeder Art von Grausamkeit und Lüsternheit frönte. Jegliche Opposition unterdrückte er gnadenlos. Im Jahr 55 n.Chr. zerschlug er eine von Ägypten ausgehende messianische Bewegung (vgl. Apg 21,38), wobei ihr Anführer aber entkam. Gerüchteweise scheute er auch nicht davor zurück, die berüchtigten "sicarii" (Dolchmänner) anzuheuern, um den Hohepriester Jonathan umzubringen, weil dieser ihn wegen seiner Amtsführung gerügt hatte. Und dass, obwohl Jonathan sich einige Jahre davor beim Kaiser für ihn eingesetzt hatte, dass er der Nachfolger des Procurators Cumanus werden soll. Im Jahr 56 n.Chr. wurde er auf Bitte der Juden durch Kaiser Nero abberufen und durch Porcius Festus ersetzt, - nur durch den Einfluss von Pallas wurde seine Verurteilung abgewendet. Er war dreimal verheiratet und starb wahrscheinlich an Tuberkulose (33,376; 21,II,477.480; 52,I,413; 65,II,126).

53 - 58 n.Chr.: Beginn der 3.Missionsreise von Antiochien über Süd-Galatien (und Nord-Galatien?) nach Ephesus (Apg 18,23ff).

54 - 68 n.Chr.: Kaiser Nero - ein Sohn von Agrippina, der vierten Frau von Kaiser Claudius, der von Claudius adoptiert wurde. Claudius zog Nero, seinem eigenen Sohn Britannicus aus dritter Ehe aber immer vor. Neros Erzieher war der Philosoph Seneca, der anfangs einen guten Einfluss auf ihn ausübte. Als Neros Mutter Agrippina ihren Mann Kaiser Claudius vergiften ließ, damit ihr Sohn Nero aus erster Ehe, Kaiser werden könne, wusste Nero von dem Mord. Doch als er dann selbst zum Kaiser ausgerufen wurde, hielt er noch heuchlerisch die Leichenrede für seinen Ziehvater Claudius. Nero ließ seinen Halbbruder Britannicus später vergiften, einige Zeit danach auch seine eigene Mutter Agrippina. Von seiner Frau Octavia ließ er sich scheiden, und schickte sie in die Verbannung, wo sie starb. Daraufhin heiratete er seine Geliebte Poppaea Sabina, die sich zur Schutzherrin der Juden machte. Im Jahr 64 n.Chr. wurde Rom durch einen schrecklichen Brand verwüstet. Da die Güter Neros und seines angeblichen homosexuellen Freundes Tigellinus unbeschädigt blieben, geriet Nero in den Verdacht, den Brand selbst gelegt zu haben, damit er Rom neu aufbauen lassen könne. Nero beschuldigte daher die verhassten Christen als die Brandleger und ließ sie als Sündenböcke verfolgen. Nach Aussage von Tacitus ließ er etliche von ihnen mit Pech übergießen und nachts als lebendige Fackeln in den kaiserlichen Gärten anzünden. Andere wurden bei den Spielen im Kolosseum an die wilden Tieren verfüttert. Nero verfiel mehr und mehr in einen zügellosen Lebenswandel und einen künstlerischen Wahn. Eine aufgedeckte Verschwörung kostete seinem Mentor Seneca und auch seiner hochschwangeren Frau Poppaea das Leben, als er sie in einem Anfall von Raserei zu Tode trampelte (65,II,161). Ein Jahr später heiratete er wieder und begab sich auf eine Künstlertournee nach Griechenland, wo er selbst als Schauspieler auftrat. Wahrscheinlich wurde unter seiner Regierungszeit der Apostel Johannes auf die Insel Patmos verbannt. Neros Bestialität war in christlichen wie nichtchristlichen Quellen sprichwörtlich und hat die Brutalität und Perversität aller anderen römischen Kaiser in den Schatten gestellt. Er tötete Vater, Mutter, Bruder, Tante und Ehefrau. Er hatte sexuelle Verhältnisse mit Verwandten, Frauen und Männern, er liebte Vergewaltigungen und Marter aller Art und kastrierte einen Jungen, den er dann heiratete und versuchte zum Mädchen zu machen. Sueton berichtet in diesem Zusammenhang auch, dass Nero in Fellen wilder Tiere verkleidet, Frauen, Männer und Tiere vergewaltigte (86,10). Unter seiner Regierungszeit wurden die Apostel Paulus und Petrus hingerichtet. Durch den Aufstand einiger Feldherren und der Prätorianergarde, wurde er schließlich in den Selbstmord getrieben. Er hatte 14 Jahre regiert. Da er keinen Nachfolger bestimmt hatte, stürzte das römische Reich daraufhin in eine große Krise und vier Feldherren stritten sich ein Jahr lang um die Nachfolge, woraus schließlich Vespasian als Sieger hervorging (52,IV,71ff; 65,III,116.414).

54 - 56 n.Chr.: Paulus hält sich ca. drei Jahre in Ephesus auf und evangelisiert von dort aus mit Hilfe seiner Mitarbeiter (z.B. Epaphroditus) Kleinasien. In dieser Zeit entstehen wahrscheinlich auch die sieben Gemeinden, die in der Offenbarung erwähnt werden. Er schreibt von dort 56 n.Chr. den 1.Korintherbrief

55 - 61 n.Chr.: Ishmael ben Phiabi, von Herodes Agrippa II. als Hohepriester eingesetzt.

55 - 120 n.Chr.: Der Historiker Tacitus

56 - 57 n.Chr.: Paulus überwintert für 3 Monate in Korinth und schreibt von dort den Römerbrief.

57 n.Chr.: Paulus reist von Korinth nach Troas ab, um Titus dort zu treffen, den er von Korinth mit guten Nachrichten erwartet. Da er aber Titus dort nicht findet, reist er nach Mazedonien weiter.

58 n.Chr.: Paulus trifft Titus in Mazedonien (in Philippi?) und schreibt den 2.Korintherbrief

58 - 59 n.Chr.: Paulus hält sich in Mazedonien auf und überwintert in Korinth. Von hier schreibt er 56/57 n.Chr. den Römerbrief.

59 n.Chr.: Paulus reist mit den gesammelten Spenden für die armen Geschwister nach Jerusalem. Auf der Reise macht er einen kurzen Stopp in Milet, der Hafenstadt von Ephesus (Apg 20,17ff), um den Ältesten Anweisungen zu geben. Als er nach Jerusalem kommt, wird dort ein Aufruhr der Juden gegen ihn inszeniert (Apg 21,17ff; 1Kor 16,3f; 2Kor 9,1ff; Röm 15,25ff). Nach einem geplanten Komplott wird er von Claudius Lysias nach Cäsarea zum römischen Procurator Felix (er war Procurator von Judäa bis 59 n.Chr.) überstellt.

59 - 60 n.Chr.: Paulus ist zuerst in Haft in Jerusalem und danach in einer zweijährigen Gefangenschaft in Cäsarea.

56 - 60 n.Chr.: Porcius Festus, ein römischer Ritter, Procurator von Judäa und Nachfolger des Felix bis zu seinem Tod im Jahr 60 n.Chr. Von ihm wurde Paulus auf eigenen Antrag nach Rom vor das kaiserliche Gericht gesandt. Er war laut Josephus (Antiquates XX,182ff) von besserem Charakter als sein Vorgänger Felix und sein Nachfolger Albinus. Später setzte er sich zusammen mit den jüdischen Führern erfolgreich bei Nero gegen Angriffe des Herodes Agrippa II. auf die Unberührbarkeit des Tempels ein. Durch ungeschicktes Verhalten provozierte er allerdings den späteren Aufstand der Juden (58,275). Nach seinem Tod blieb das Amt des Procurators bis zum Amtsantritt (62 n.Chr.) des neuen Procurators Lucceius Albinus unbesetzt. Dieses zweijährige Machtvakuum nützte der Hohepriester Annanias II. aus und ließ den Herrenbruder Jakobus in Jerusalem steinigen (33,376; 52,IV,1059).

60 n.Chr.: Paulus beruft sich auf den Kaiser und wird vom Procurator Porcius Festus als Gefangener per Schiff nach Rom überstellt.

60 - 70 n.Chr.: In diesen Jahren entstanden wahrscheinlich das Matthäus-Evangelium, das Markus-Evangelium in Rom, und das Lukas-Evangelium. Manche nehmen an, dass auch schon eine Erstfassung des Johannes-Evangeliums in diesen Jahren entstand.

61 n.Chr. (oder schon 60 n.Chr.): Ankunft des Paulus in Rom.

61 - 62 n.Chr.: Joseph Qabi ben Simon, von Herodes Agrippa II. als Hohepriester eingesetzt.

61 - 114 n.Chr.: Plinius der Jüngere, Offizier, Staatsbeamter und Historiker (52,IV,928ff).

62 n.Chr.: Ermordung des Hohepriesters Jonathan.

62 n.Chr.: Ananus ben Ananus (Sohn von Ananias I.), wurde von Herodes Agrippa II. als Hohepriester eingesetzt. Er amtierte nur 3 Monate und wurde dann von den Römern abgesetzt, weil er das nach dem Tod des Procurators Porcius Festus (60 n.Chr.) bis zum Amtsantritt (62 n.Chr.) des neuen Procurators Lucceius Albinus entstandene zweijährige Machtvakuum ausnützte, und mittels Sanhedrin-Beschluss missliebige Leute, darunter auch den Herrenbruder Jakobus, in Jerusalem hinrichten ließ (52,II,933f; 52,IV,1059; 33,376). Später versuchte er im jüdischen Krieg, letztlich erfolglos, die Diktatur der Zeloten zu beseitigen. Im Jahr 68 n.Chr. fiel er in den Kämpfen in Jerusalem, durch die von den Zeloten zu Hilfe gerufenen Idumäer (Josephus, De bella Judaicum 2,563.647 und 4,151-316).

62 - 65 n.Chr.: Jesus ben Damnaius, von Herodes Agrippa II. als Hohepriester eingesetzt.

62 - 64 n.Chr.: Lucceius Albinus, ein Spanier, römischer Procurator von Judäa. Nach Josephus bereicherte er sich schamlos und belastete das Volk mit hohen Abgaben. Später wurde er Procurator von Mauretanien und Tingitana. Als er sich Otho anschloss, und sich zum König in seiner Provinz ausrufen ließ, wurde er getötet (52,III,749).

62 - 64 n.Chr. (od.: 60-62): Paulus im Hausarrest in einer gemieteten Wohnung in Rom. In dieser Zeit schreibt er den Epheserbrief, den Kolosserbrief, den Philemonbrief, und wahrscheinlich auch den Philipperbrief. Nach zwei Jahren Hausarrest wird er ziemlich sicher noch vor dem Brand Roms freigelassen.

63 - 65 n.Chr.: Joshua ben Gamaliel, von Herodes Agrippa II. als Hohepriester eingesetzt.

64/65 - 67 n.Chr.: Paulus unternimmt eine Reise nach Mazedonien, Kleinasien und nach Kreta (vielleicht sogar nach Spanien). Auf dieser Reise schreibt er den 1.Timotiusbrief und den Titusbrief.

63/64 n.Chr.: Petrus schreibt den 1.Petrusbrief aus Rom (Babylon). Markus und Silas sind nach der Abreise des Paulus nach Mazedonien, wohl als seine Mitarbeiter bei Petrus in Rom geblieben (1Pet 5,12-13).

64 n.Chr.: Brand Roms und beginnende Christenverfolgung in Rom durch Kaiser Nero, der damit den Verdacht der Brandstiftung auf die Christen abwälzen will und sie als Sündenböcke benützt.

64 - 66 n.Chr.: Gessius Florus, ein römischer Ritter und letzter Procurator von Judäa. Nach Josephus übertraf er an Grausamkeit noch seine Vorgänger. Die Einführung des Tempelopfers für den Kaiser und die Plünderung des Tempelschatzes, führen schließlich im Jahr 66 n.Chr. zum jüdischen Aufstand der Zeloten in Judäa. Dabei kommen 3600 Juden um. Damit wurde der 1.Jüdische Krieg ausgelöst, der 70 n.Chr. mit der Eroberung Jerusalems und der Zerstörung des Tempels endete (58,275).

65 - 67 n.Chr.: Matthias ben Theophilus, von Herodes Agrippa II. als Hohepriester eingesetzt.

67 n.Chr.: erneute Gefangenschaft des Paulus in Rom. Paulus schreibt als eine Art Testament den 2.Timotiusbrief. Er wird schließlich unter Kaiser Nero in Rom mit dem Schwert hingerichtet und stirbt 67 n.Chr. den Märtyrertod um des Glaubens willen. Nach dem Märtyrertod des Paulus (vgl. 2Pet 3,15-16), schreibt Petrus den 2.Petrusbrief, der ebenfalls wie ein Testament klingt. Kurz darauf wird dann Petrus gekreuzigt wird. Wahrscheinlich wurde auch der Apostel Johannes am Ende von Neros Regierungszeit, in Kleinasien von den dortigen Behörden wegen seiner Predigttätigkeit auf die Insel Patmos verbannt, sie durften ja keine Todesstrafe verhängen. Dort schrieb er dann, wahrscheinlich unter der Regierungszeit von Vespasian, die Visionen der Offenbarung nieder. Die Verbannung dürfte jedoch noch bis zum Amtsantritt von Kaiser Trajan (98 n.Chr.) gedauert haben, was nicht verwunderlich ist, denn Verbannungen wurden normalerweise bis zum Lebensende ausgesprochen. Ob Johannes seine Johannesbriefe vor oder erst nach der Offenbarung geschrieben hat, lässt sich nicht mehr sicher sagen. Auch die genaue Abfassungszeit des Hebräerbriefes lässt sich nicht genau datieren, offensichtlich wurde er aber noch vor der Zerstörung Jerusalems geschrieben.

67 - 70 n.Chr.: Phinnias ben Samuel, von den aufständischen Zeloten im Jüdischen Krieg als Hohepriester eingesetzt.

68 n.Chr.: erzwungener Selbstmord Neros, nachdem er zum Staatsfeind erklärt wird. Ende der iulisch-claudischen Dynastie.

68 n.Chr.: Zerstörung Qumrans durch die Römer. Judas der Herrenbruder schreibt wahrscheinlich den Judasbrief.

69 - 79 n.Chr.: Nach Turbulenzen um Neros Nachfolge ("Vierkaiserjahr") setzt sich Vespasian als Kaiser durch. Vespasian beginnt den jüdischen Aufstand in Palästina von Galiläa aus niederzuschlagen, sein Sohn Titus führte ihn dann zu Ende. Er regierte 10 Jahre.

70 n.Chr.: Belagerung Jerusalems. Als Titus die Belagerung aussetzt und die Juden zur Aufgabe auffordert, nützen die Christen diese Chance und fliehen in die Berge nach Pella im Ostjordanland (siehe Lk 21,20.21). Dort werden sie von Herodes Agrippa II. freundlich aufgenommen (vgl. Apg 26,1-32). Aufgrund der Weigerung der Zeloten sich zu ergeben, erfolgt die Einnahme und Zerstörung Jerusalems. Der Tempel wird gegen den ausdrücklichen Befehl des Titus durch einen Brand zerstört, und ein Massaker unter den jüdischen Zeloten angerichtet. Zehntausende Juden werden gekreuzigt und 90.000 als Sklaven nach Ägypten und die anderen Teile des römischen Reiches verkauft.

70 n.Chr.: Geburt des römischen Biographen Suetonius

70 - 80 n.Chr.:  Die Juden-Christen verlassen Palästina und kommen nach Ephesus. Möglicherweise war der Apostel Johannes unter diesen Auswanderern und schrieb dann von Ephesus aus seine drei Johannesbriefe. Bau des Kolosseums in Rom, in dem später viele Christen den wilden Tieren vorgeworfen wurden.

73 n.Chr.: Judäa wird wieder römische Provinz.

79 - 81 n.Chr.: Kaiser Titus, ein Sohn des Vespasian und Bruder von Domitian. Er regierte nur 2 Jahre und war sehr beliebt beim Volk.

79 n.Chr.: Ausbruch des Vesuvs, wobei die Städte Pompeji und Herculaneum völlig zerstört werden.

80 n.Chr.: die Pest und verheerende Feuersbrünste wüten in Rom.

81 - 96 n.Chr.: Kaiser Domitian, Sohn des Vespasian und Bruder des Titus. Er zentralisiert die Reichsverwaltung weiter und lässt sich als "Herr und Gott" verehren. Er fordert von jedem Untertanen das jährliche Opfer zu Ehren des Kaisers, was zu ersten einzelnen Christenverfolgungen in Rom und im Osten des Reiches führte. Er verfolgt ebenso Philosophen und Gelehrte und wird schließlich ermordet. Damit endet die Dynastie der flavischen Erbkaiser und es folgt das Adoptiv-Kaisertum (21,V,311; 52,I,1162; 47,1443). Er regierte 15 Jahre.

96 - 98 n.Chr.: Kaiser Nerva. Er regierte nur 3 Jahre.

98 - 117 n.Chr.: Kaiser Trajan, gibt vereinzelte Christenverfolgungen. Er regierte 19 Jahre.

ca. 100 n.Chr.: Auf der jüdischen Synode von Jamnia werden die Juden-Christen kollektiv aus der Synagoge ausgeschlossen.

111 n.Chr.: Ein Edikt des Kaisers Trajan erklärt das Christentum für illegal, worauf vereinzelnde Christenverfolgungen beginnen, die bis zur Regierungszeit von Kaiser Hadrian anhalten.

115 - 118 n.Chr.: Jüdischer Aufstand in den Provinzen.

117 - 138 n.Chr.: Kaiser Hadrian, es gibt vereinzelte Christenverfolgungen. Er regierte 21 Jahre.

132 - 135 n.Chr.: Zweiter jüdischer Zeloten-Aufstand unter der Führung von Ben Kosibo (Simon Bar Kochba), der von den Römern niedergeschlagen wird. Jerusalem wird dabei völlig zerstört und sämtliche Juden aus Jerusalem und Umgebung vertrieben. Jerusalem wird als neue heidnische Stadt "Colonia Aelia Capitolina" mit einem Jupitertempel aufgebaut (47,1443). Die Diaspora der Juden in die ganze Welt beginnt.

 

 

 

 

8. Text der Studienübersetzung

 

 

Nach Matthäus

 

 Einleitung Matthäus-Evangelium

Der Apostel Matthäus, ein Zöllner, der auch Levi genannt wurde, schrieb das erste Evangelium. Da er kein herausragendes Mitglied unter den Aposteln war, wäre es sehr seltsam, hätte man ihm das erste Evangelium zugeschrieben, wenn er in Wirklichkeit gar nicht der Verfasser gewesen wäre. Die vielen Einzelheiten bei Zahlen, die Gleichnisse und Ausdrücke, die sich auf das Geld beziehen, passen gut zu einem Steuereinnehmer. Ebenso passt der ordentliche, deutliche Stil zu ihm. Neben einer alten Schrift, die mit dem Namen "Didache" bezeichnet wird, zitieren auch Justin der Märtyrer, Dionysius von Korinth, Theophilus von Antiochia und Athenagoras, der Athener, das Evangelium als authentisch. Eusebius, der Kirchenhistoriker, zitiert Papias, der gesagt hat: Matthäus stellte die "logia" (= Worte) in aramäischer Sprache zusammen, und jeder übersetzte sie so gut er konnte. Damit stimmen Irenäus, Tantäus und Origenes grundlegend überein. Was allerdings mit "logia" gemeint ist, ist unsicher. Von einer postulierten "Logien-Quelle" gibt es nämlich keine Handschriftenfunde, was sehr seltsam ist, hätte es eine solche wirklich gegeben! Vielleicht war die von Papias gemeinte "logia" einfach das Matthäus-Evangelium in aramäischer Sprache, das dann schon bald mit Ergänzungen von ihm ins Griechische übertragen wurde. Das würde auch besser erklären, warum von der aramäischen Fassung keine Abschriften erhalten blieben. Etwas Ähnliches kennen wir von Josephus, der zur selben Zeit wie Matthäus lebte. Dieser jüdische Geschichtsschreiber schrieb eine erste Fassung seines Jüdischen Krieges auf aramäisch, die Endfassung jedoch auf Griechisch. Die Überlieferung berichtet jedenfalls, dass Matthäus fünfzehn Jahre lang in Palästina gepredigt hat und dann wegging, um in fremden Ländern zu evangelisieren. Es ist möglich, dass er etwa um 45 n.Chr. den Juden, die Jesus als ihren Messias angenommen hatten, eine erste Fassung seines Evangeliums, oder einfach der Aussprüche Jesu (die "logia"), zuerst in aramäischer Sprache hinterlassen hat, und später eine griechische Fassung für den allgemeinen Gebrauch herausgegeben hat, die die aramäische Fassung schließlich verdrängte. Wenn die weitverbreitete Auffassung zutrifft, dass Matthäus zuerst eine aramäische Fassung seines Evangeliums geschrieben hat, oder doch zumindest der Aussprüche Jesu, dann würde ein Datum um 45 n.Chr., also bereits fünfzehn Jahre nach Jesu Auferstehung, gut mit der Tradition übereinstimmen. Es könnte dann sein, dass die reichhaltigere, kanonische Fassung seines Evangeliums 50-55 n.Chr., oder auch später, fertiggestellt war. Jedenfalls schrieb Matthäus sein Evangelium noch vor dem Fall Jerusalems im Jahr 70 n.Chr., da die Erfüllung von Jesu Prophezeiung über den Fall Jerusalems nicht erwähnt ist. Matthäus möchte den Herrn Jesus als den versprochenen Messias-König präsentieren, darum verwendet er viele Zitate aus den AT-Propheten, um zu beweisen, dass Jesus der versprochene Messias ist. Matthäus beginnt mit dem Geschlechtsregister von Jesus. Auffallend ist, dass die Reden Jesu im Matthäus-Evangelium länger und ausführlicher sind als in den anderen Evangelien, abgesehen vom "Sondergut" bei Lukas und Johannes. Vielleicht um falschen Gerüchten entgegenzutreten, die z.B. über die Geburt und Auferstehung von Jesus in Umlauf waren, berichtete er als einziger Evangelist vom Traum des Josef (Mt 1,20-24), dem Besuch der Weisen (Mt 2,1-12) und der Bestechung der Wachen (Mt 28,12-15). Vgl. 48,19ff; 33,749ff; 21,I,36ff; 54,z.St.).

Bei einem synoptischen Bibelstudium sollten unbedingt auch die Parallelberichte bei Markus, Lukas und Johannes nachgelesen werden, da Markus die Taten Jesu ausführlicher beschreibt als Matthäus, und Lukas und Johannes manche Zusatzbemerkungen machen, die man bei den anderen beiden Evangelisten nicht findet.

 Sein Thema ist: Der Messias-König und sein Reich ("…der gerechte Spross, der als König regieren wird" Jer 23,5; "…siehe dein König" Sach 9,9).

 

 Die Gliederung seines Evangeliums ist, im Gegensatz zum Lukas-Evangelium (Lk 1,3b), nicht chronologisch, sondern thematisch und kann folgendermaßen in 6 Abschnitte eingeteilt werden (nach Prof. Dr. D.W. Gooding). Mit dem Ausdruck "και εγενετο οτε ετελεσεν ο ιησους..."  ("Es geschah, als Jesus … vollendete"), unterteilt Matthäus sein Evangelium in sechs thematische Abschnitte und beendet jeden dieser Abschnitte mit einer mehr oder weniger langen Rede Jesu:

1) Mt 1,18 - 7,29:   Der König und die Art seines Reiches    Rede: Die Bergpredigt

2) Mt 8,1 - 11,1:     Die Vollmacht des Königs (die Wunder) Rede: Aussendungsbefehle an die 12 Apostel

3) Mt 11,2 - 13,53:  Die Ablehnung des Königs                   Rede: Gleichnisse über das Königreich

4) Mt 13,54 - 19,1:  Die Anfeindungen des Königs               Rede: Anweisungen für das Königreich

5) Mt 19,2 - 26,1:   Der Dienst des Königs an den Seinen   Rede: Die Endzeitrede

6) Mt 26,2 - 28,20:  Die Verwerfung des Königs                  Rede: Der Missionsbefehl

Siehe den Überblick in: https://drive.google.com/file/d/12QxVC_4tK_zZrHyywaK1rn2nOabQdzPc/view?usp=sharing

und in: https://drive.google.com/file/d/1LzyVIidB79mNRYyN-4rrTWkpOJQQzRrG/view?usp=sharing

 

Die sachdienlichen Anmerkungen sind im Matthäus-Evangelium ausführlicher als in den Parallelstellen im Markus- und Lukas-Evangelium.

Matthäus 1


1 Buch (der) Entstehungsgeschichte11 Jesu Christi, Sohn Davids, Sohn Abrahams.


2 Abraham zeugte den Isaak, Isaak aber zeugte den Jakob, Jakob aber zeugte den Juda und seine Brüder,


3 Juda aber zeugte den Perez und den Serach aus der Tamar,16 Perez aber zeugte den Hezron, Hezron aber zeugte den Ram,


4 Ram aber zeugte den Amminadab, Amminadab aber zeugte den Nachschon, Nachschon aber zeugte den Salmon,


5 Salmon aber zeugte den Boas aus der Rahab,16 Boas aber zeugte den Obed aus der Ruth,16 Obed aber zeugte den Isai,


6 Isai aber zeugte den David, den König. David aber zeugte den Salomo aus der (Frau) des Urija,16


7 Salomo aber zeugte den Rehabeam, Rehabeam aber zeugte den Abija, Abija aber zeugte den Asa,


8 Asa aber zeugte den Joschafat, Joschafat aber zeugte den Joram, Joram aber zeugte den Usija,


9 Usija aber zeugte den Jotam, Jotam aber zeugte den Ahas, Ahas aber zeugte den Hiskija,


10 Hiskija aber zeugte den Manasse, Manasse aber zeugte den Amon, Amon aber zeugte den Josia,


11 Josia aber zeugte den Jojachin12 und seine Brüder zur-Zeit der Umsiedlung (nach) Babylon.


12 Aber nach der Umsiedlung (nach) Babylon zeugte Jojachin den Schealtiel, Schealtiel aber zeugte den Serubbabel,


13 Serubbabel aber zeugte den Abihud, Abihud aber zeugte den Eljakim, Eljakim aber zeugte den Asor,


14 Asor aber zeugte den Zadok, Zadok aber zeugte den Achim, Achim aber zeugte den Eliud,


15 Eliud aber zeugte den Eleasar, Eleasar aber zeugte den Matthan, Matthan aber zeugte den Jakob,


16 Jakob aber zeugte den Josef, den Mann Marias,16 aus der Jesus geboren-wurde, der Christus genannt-Werdende.


17 Alle die Generationen also von Abraham bis David (sind es) vierzehn Generationen, und von David bis (zu) der Umsiedlung (nach) Babylon (sind es) vierzehn Generationen, und von der Umsiedlung (nach) Babylon bis (zu) dem Messias (sind es) vierzehn Generationen.19


18 Aber die Geburt Jesu Christi war~ so: (Nachdem/als) seine Mutter Maria verlobt-worden-war°4 (mit) dem Josef, - noch ehe sie-(heirateten und geschlechtlich)-zusammenkamen°, - fand-sie (sich als…; od., weil Pass.: wurde herausgefunden/zeigte sich, dass sie war) schwanger seiend~ aus heiligem Geist.


19 Josef aber, ihr Mann, (weil) gerecht5 seiend und (weil) nicht wollendⱽ~ sie-(öffentlich)-zur-Schau-zu-stellenⱽ°,6 beschlossⱽ°,7 sie heimlich zu-entlassen.


20 Aber (noch während/nachdem über) dies reflektierend°, siehe, (ein)13 Engel (des) HERRN2 erschien ihm im Traum,18 sagend: Josef, Sohn Davids, fürchte-dich° nicht, Maria als deine Frau zu-übernehmen°, denn das in ihr gezeugt-Wordene° ist aus heiligem Geist.


21 Aber sie-wird-gebären (einen) Sohn, und du-sollst-nennen seinen Namen Jesus,14 denn er wird-erretten sein Volk von ihren Sünden.


22 Dieses Ganze aber ist-geschehen*, damit erfüllt-werde°17 das geredet-Wordene° von (dem) HERRN durch den Propheten, (dem) Sagenden:


23 "Siehe, die Jungfrau,10 schwanger wird-sie-werden, und sie-wird-gebären (einen) Sohn, und sie-werden-nennen seinen Namen Emmanuel,"1 das bedeutet um-übersetzt-werdend: "mit uns (ist) Gott“.3


24 Aber ´der` Josef, (nachdem) erweckt-worden° von dem Schlaf, tat-er, wie ihm der15 Engel (des) HERRN verordnete, und er-übernahm seine Frau (zu sich ins Haus),8


25 Doch (Impf.: die ganze Zeit bis nach Jesu Geburt) erkannte-er~ sie nicht, bis dass9 sie (einen) Sohn gebar°, und er-nannte seinen Namen Jesus.


Matthäus 2


1 (Als) aber dieser Jesus geboren-worden-war° in Bethlehem (in) der (Landschaft) Judäa in (den) Tagen des Königs Herodes,5 siehe, Magier6 von (den) SonnenAufgängen8 kamen-herbei9 nach Jerusalem,


2 sagend: Wo ist der geboren-Wordene° König der Juden? Denn wir-sahen seinen Stern in dem Aufgehen (d.h. im Osten),8 und wir-kamen, (um) ihm zu-huldigen°.


3 Der König Herodes aber, (als dies) hörend°, wurde-er-erregt und ganz Jerusalem mit ihm,


4 und (nachdem) versammelt-habend° alle die Hohepriester19 und Schriftgelehrten des Volkes, erkundigte-er-sich bei ihnen, wo der Messias geboren-werde~.12


5 Sie aber sagten (zu) ihm: In Bethlehem (in) der (Landschaft) Judäa, denn so ist-geschrieben* durch den Propheten:


6 "Und du Bethlehem,"1 (im) Land Juda, du-bist durchaus-nicht (die) "geringste unter den Fürstenstädten Judas, denn aus dir wird-herauskommen (der/ein) Fürst, ein-solcher-der hüten-wird mein Volk Israel."2


7 Darauf, - (nachdem) heimlich die Magier gerufen-habend°, - erforschte Herodes genau bei ihnen den Zeitraum des erscheinenden Sterns.18


8 Und (als/indem) sie nach Bethlehem schickend°, sagte-er: Geht° (und) erforscht genau betreffs des Babys! Aber sobald ihr (es) gefunden-habt°, meldet (es) mir, auf-dass auch-ich kommend°, ihn anbete°.


9 Sie aber, - (nachdem) gehört-habend° den König, - gingen-weg, und siehe, der Stern, den sie-sahen° in dem Aufgehen (d.h. im Osten),8 ging ihnen voran, bis er-gekommen°, stehenblieb° über (dem Ort), wo das Baby war~.


10 Aber (als/nachdem) den Stern sehend°, freuten-sie-sich sehr mit großer Freude.


11 Und (als) in das Haus13 kommend°, sahen-sie das Baby mit Maria, seiner Mutter, und niederfallend° beteten-sie-an° ihn, und (nachdem) geöffnet-habend° ihre Schatzbehälter, brachten-sie-dar ihm Geschenke: Gold und Weihrauch und Myrrhe.16


12 Und (nachdem) im Traum (eine) göttliche-Weisung-erhalten-habend°, nicht zu Herodes umzukehren°, entwichen-sie auf (einem) anderen Weg in ihr Land.


13 Aber (nachdem) sie entwichen-waren°, siehe, (ein) Engel (des) HERRN erscheint dem Josef im Traum, sagend: Steh-auf°, nimm-beiseite° das Baby und seine Mutter, und fliehe~ nach Ägypten, und sei~ dort bis ich (es) dir sage, denn Herodes steht-im-Begriff das Baby (kausatives Präs.: überall) suchen-zu-lassen~, um es zu-verderben°.


14 Er aber, (nachdem) aufgestanden°, nahm-beiseite das Baby und seine Mutter nachts und entwich nach Ägypten,


15 und er-war~ dort bis-zu dem LebensEnde (des) Herodes (des Großen), damit erfüllt-würde° das Geredete° vom HERRN durch den Propheten, (dem) Sagenden: "Aus Ägypten rief-ich meinen Sohn".3


16 Darauf (wurde) Herodes, (als/nachdem) sehend°, dass er von den Magiern zum-besten-gehalten-wurde, sehr wütend-wurde-er, und (indem/nachdem seine Soldaten) sendend°, beseitigte-er alle die Knaben die in Bethlehem und in allen seinen (herumliegenden) Gebieten (waren), ab zweijährig und darunter,14 gemäß dem Zeitraum, den er bei den Magiern genau-erforscht-hatte°.


17 Damals wurde-erfüllt11 das durch Jeremia den Propheten Geredete°, (dem) Sagenden:


18 "(Ein) Geschrei wurde-gehört in Rama,10 Weinen und" viel "Jammer, (weil) Rahel (ist) beweinend~ ihre Kinder, und sie-wollte~ nicht getröstet-werden°, weil sie nicht (mehr da) sind."4


19 Aber (nachdem) Herodes (sein Leben) vollendet-habend°, siehe, (ein) Engel (des) HERRN erscheint im Traum dem Josef in Ägypten,


20 sagend: Steh-auf°, nimm-beiseite° das Baby und seine Mutter und gehe~ ins Land Israel! Denn gestorben-sind^ die20 VerSuchenden~ das Leben des Babys (auszulöschen).


21 Er aber, (nachdem) aufgestanden°, nahm-beiseite das Baby und seine Mutter, und kam-hinein ins Land Israel.


22 Aber (nachdem/als) hörend°, dass Archelaeus7 anstelle seines Vaters Herodes, über die (Landschaft) Judäa regiert, fürchtete-er-sich, dorthin wegzugehen°. Aber (als/nachdem eine) göttliche-Weisung-erhaltend° im Traum, entwich-er in die LandesTeile der (Landschaft) Galiläa,


23 und (nachdem dorthin) kommend° wohnte-er-ständig in (einer) Stadt genannt~ Nazareth,17 auf-dass erfüllt-werde° das geredet-Wordene° durch die Propheten, dass (od.: weil) er Nazaräer genannt-werden-wird.15


 

Matthäus 3


1 Aber in jenen Tagen tritt-auf Johannes der Täufer, predigend in der Einöde der (Landschaft) Judäa,


2 ´und` sagend: Tut-Buße~! Denn nahe-ist* die Königsherrschaft6 der Himmel.


3 Denn dieser ist der geredet-Wordene° durch Jesaja, den Propheten, (dem) Sagenden: "Stimme (eines) laut-Rufenden(,) in der Einöde(,) bereitet° den Weg (des) HERRN, macht~ gerade (od.: eben)" seine "Trampelpfade."1 


4 Er aber, der Johannes, hatte~ sein Gewand aus Kamel Haaren10 und (einen) ledernen Gürtel um seine Hüfte, seine Nahrung aber war~ (Impf.: die ganze Zeit in der Wüste) Heuschrecken und wilder Honig.


5 Darauf ging-heraus~ zu ihm (ein großer Teil der Bewohnerschaft von) Jerusalem und die ganze (Bewohnerschaft von) Judäa und die ganze (Bewohnerschaft von der) Umgegend des Jordan,


6 und sie-wurden-getauft~5 von ihm in dem Jordan15 Fluss, (iteratives modales Ptz.Präs.Med.: wobei jedes Mal von sich aus) frei-heraus-bekennend ihre Sünden.


7 Aber (als) sehend° viele der Pharisäer7 und Sadduzäer,8 kommend zu ´seiner` Taufe, sagte-er (zu) ihnen: Giftschlangen Brut, wer deutete-an euch (d.h. hat euch auf den Gedanken gebracht), fliehen-zu-können° vor dem kommenden~ Zorngericht?


8 Bringt-hervor° also Frucht, würdig der Buße,


9 und meinet° nicht, sagen-zu-können~ bei euch-selbst: (Als) Vater haben-wir den Abraham. Denn ich-sage euch: Gott kann aus diesen Steinen11 (hier) dem Abraham Kinder11 erwecken°.


10 Aber schon liegt die Axt an der Wurzel der Bäume, jeder Baum also, (wenn) nicht hervorbringend rechte Frucht, wird-ausgehauen und ins Feuer2 wird-er-geworfen.


11 Ich zwar taufe euch in (lokal wie V.6; od. instrumental: mit) Wasser zur4 Buße, aber der hinter mir Kommende ist stärker (als) ich, (von) welchem ich nicht tauglich bin, die Untergebundenen (Sandalen) zu-tragen.12 Er wird-taufen euch2 in (lokal; od. instrumental: mit) heiligem Geist und Feuer,2


12 (von) dem die Worfschaufel (schon) in seiner Hand (ist), und er-wird-durch-(und-durch)-reinigen sein Ausgedroschenes (od. seine Tenne), und er-wird-sammeln seinen Weizen3 in die Scheune, die Spreu3 aber wird-er-verbrennen (in) unauslöschlichem Feuer.2


13 Dann kommt-herbei Jesus von der (Landschaft) Galiläa an den Jordan zu Johannes, (um) von ihm getauft-zu-werden° (27/28 n.Chr.).


14 ´Johannes` aber (konativer Impf.: versuchte) ihm mit-Nachdruck-zu-wehren~, (indem) sagend: Ich habe nötig, von dir getauft-zu-werden°, und du kommst zu mir?13


15 Jesus aber, antwortend°, sagte ´zu ihm`: Lass° (es) jetzt (zu), denn so geziemt-es-sich für uns, jede (Art von) Gerechtigkeit (d.h. die Gerechtigkeit, die Gott fordert) zu-erfüllen°. Daraufhin lässt-er ihn (zu).


16 Jesus aber, (nachdem) getauft-werdend°, sofort stieg-er-hinauf aus dem Wasser, und siehe, geöffnet-wurden ´ihm` die Himmel, und er-sah ´den` Geist Gottes herabsteigend gleichsam-wie (eine) Taube ´und` kommend auf ihn,9


17 und siehe, (es geschah eine) Stimme aus den Himmeln, sagend: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich-Wohlgefallen-habe° (= wie hebr. zeitloses Perf.).14


Matthäus 4


1 Dann wurde-hinaufgeführt15 Jesus von dem Geist (vom Jordantal ins Gebirge) in die Einöde, (um) von dem Teufel versucht-zu-werden°.22


2 Und (nachdem) vierzig Tage und vierzig Nächte12 fastend°, hungerte (ihn) hernach.


3 Und (nachdem/indem) hinkommend° der Versuchende~, sagte-er (zu) ihm: Wenn du (Realis: wirklich) Gottes Sohn bist, ´sage`, dass diese Steine (zu) Broten werden°.


4 Er aber, (indem) antwortend°, sagte: es-ist-geschrieben*: "Nicht vom Brot allein wird-leben der Mensch, sondern von jedem Wort, herausgehend~ durch Gottes Mund."1


5 Darauf8 nimmt-mit ihn der Teufel in die Heilige Stadt (d.h. Jerusalem) und stellte ihn auf die Zinne des Heiligtums13


6 und sagt (zu) ihm: Wenn du (Realis: wirklich) Gottes Sohn bist, wirf° dich nach-unten, denn es-ist-geschrieben*: "Seinen Engeln wird-er-auftragen betreffs deiner," und: "Auf Händen werden-sie-tragen dich, dass-nicht (etwa) du deinen Fuß anstoßest° gegen (einen) Stein."3


7 Jesus erklärte~ ihm: Andererseits ist-(ebenso)-geschrieben*: "Nicht herausfordernd-versuchen-sollst-du (den) HERRN, deinen Gott."4


8 Wiederum8 (d.h. zuletzt) nimmt ihn der Teufel mit auf (einen) sehr hohen Berg16 und zeigt ihm alle die Königreiche der Welt und ihre (irdische) Herrlichkeit


9 und er-sagte (zu) ihm: Dies alles, dir werde-(od. modal: will)-ich-es-geben, falls, (indem) niederfallend°, du mich anbetest°.


10 Darauf sagt Jesus (zu) ihm: Geh-fort~, Satan! Denn es-ist-geschrieben*: "(Den) HERRN, deinen Gott, sollst-du-anbeten und ihm" allein "sollst-du-Gottesdienst-verrichten."5


11 Daraufhin verlässt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen-hinzu und bedienten~ ihn.


12 Aber (als er) gehört-habend°, dass Johannes überliefert-wurde, entwich-er20 in die (Landschaft) Galiläa.


13 Und (nachdem) Nazareth verlassen-habend°, (und) nach Kafarnaum14 kommend° - (in das) neben-dem-See (gelegenen Dorf) in (den) Gebieten (der ehemaligen Stämme) Sebulon und Naftali, - nahm-er-(dort)-seinen-Wohnsitz (= ingressiver Aor.),


14 damit erfüllt-würde° das Geredete° durch Jesaja, den Propheten, (den) Sagenden:


15 "Land Sebulon" und "Land Naftali gegen (den) See (zu),9 jenseits des Jordan, (dem) Galiläa der Nationen,10


16 das Volk, das Sitzende in Finsternis, sah (ein) großes Licht, und den Sitzenden im Landstrich und (im) Schatten (des) Todes, (ein) Licht ging-auf" ihnen.6


17 Von da-an fing-an Jesus zu-predigen~ und zu-sagen~: Tut-Buße~! Denn nahe-ist die Königsherrschaft der Himmel.11


18 Aber (als) umhergehend entlang dem See der (Landschaft) Galiläa,18 sah-er zwei Brüder, Simon, den Petrus genannten*, und Andreas, seinen Bruder, (während gerade ein) rundes-Wurfnetz17 auswerfend in den See, denn sie-waren~ Fischer.


19 Und er-sagt (zu) ihnen: Kommt, hinter mir her! Und ich werde euch zu Menschen Fischern machen.


20 Sie aber, (nachdem/indem) sofort zurücklassend° die Netze,7 folgten ihm.


21 Und (als) von dort voranschreitend°, sah-er zwei andere Brüder, Jakobus, den (Sohn) des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiff mit Zebedäus, ihrem Vater, (als gerade) ihre Netze instand-setzend, und er-rief sie.


22 Aber (auch) sie, (nachdem/indem) sofort zurücklassend° das Schiff und ihren Vater, folgten-sie ihm.21


23 Und er-zog-umher in der ganzen (Landschaft) Galiläa, (wobei) lehrend in ihren Synagogen und predigend das Evangelium der Königsherrschaft und gesund-machend (von) jeder Krankheit und jedem Gebrechen im Volk.


24 Und es-verbreitete-sich sein Ruf in die ganze (Landschaft/Provinz) Syria, und sie-brachten-hin (zu) ihm alle, die (in) üblem (Zustand) sich-Befindenden, (und) durch vielfältige Krankheiten und Qualen geplagt-Werdende ´und` Dämonisierte und mondsüchtig-Seiende2 und Gelähmte, und gesund-machte-er sie.


25 Und (es) folgten ihm gewaltige Volksmengen von der (Landschaft) Galiläa und (der Landschaft) Dekapolis19 und (von) Jerusalem und Judäa und (von) jenseits des Jordan.

Matthäus 5


1 Aber (als) sehend° die Volksmengen, stieg-er-hinauf auf das Bergland, und (nachdem/als) er sich-gesetzt-habend°, kamen-hin (zu) ´ihm` seine Schüler,9


2 und öffnend° seinen Mund lehrte-er~ sie, (indem) sagend:24


3 Glückselig die Bettelarmen in Geist29 (d.h. in ihrer Haltung Gott gegenüber), weil ihrer ist das Königreich der Himmel.


4 Glückselig die Trauernden (Jes 61,2), weil sie werden-getröstet-werden.


5 Glückselig die Sanftmütigen (Ps 37,11), weil sie werden-erben die Erde (od.: das Land Israel?).


6 Glückselig die Hungernden und Dürstenden (nach) der Gerechtigkeit, weil sie-werden-gesättigt-werden.


7 Glückselig die sich-Erbarmenden, weil sie werden-Erbarmen-finden.


8 Glückselig die Reinen im Herzen (Ps 24,3), weil sie Gott sehen-werden.


9 Glückselig die Friedenmachenden, weil ´sie`, Söhne Gottes werden-sie-genannt-werden.


10 Glückselig die Verfolgten* wegen (der) Gerechtigkeit, weil ihrer ist das Königreich der Himmel.


11 Glückselig seid-ihr, dann-wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse sagen über euch, - (wobei) ´lügend`, - wegen mir.


12 Freut-euch~ und jubelt~, weil euer Lohn (ist) groß in den Himmeln, denn ebenso verfolgten-sie die Propheten, die vor euch (waren).


13 Ihr seid das Salz der Erde (Gen.obj.: für die Erde), falls aber das Salz geschmacklos-wurde°17 (d.h. kraftlos wird), womit wird-es-(wieder)-salzig-gemacht-werden? Zu gar-nichts taugt-es mehr, außer, (nachdem) hinaus geworfen-werdend°, von den Menschen zertreten-zu-werden~.


14 Ihr seid das Licht der Welt.21 (Eine) Stadt kann nicht verborgen-bleiben°, (wenn) oben-auf (einem) Berg liegend.28


15 Auch-nicht zündet-man-an (eine) Leuchteⱽ und stellt sie unter den Getreidescheffel,15 sondern auf den Leuchterⱽ, und (dann) leuchtet-sie allen die in dem Haus (sind).27


16 Ebenso soll-leuchten° euer Licht vor den Menschen, auf-dass sie eure rechten Werke sehen-mögen°25 und verherrlichen-mögen° euren Vater in den Himmeln.


17 Folgert nicht, dass ich-kam, um-völlig-aufzulösen° das Gesetz oder die Propheten, ich-kam nicht um-(es)-aufzulösen°, sondern um-(es)-zu-erfüllen°32.


18 Amen, denn ich-sage euch: Bis vorübergeht der Himmel und die Erde, keinesfalls geht-vorüber° ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz, bis alles geschieht°.


19 Wer also auch-immer auflöst eine dieser geringsten Vorschriften und die Menschen ebenso lehrt, (der) Geringste wird-er-genannt-werden in der Königsherrschaft der Himmel, wer aber auch-immer (sie) tut und so lehrt, dieser wird-genannt-werden groß in der Königsherrschaft der Himmel.


20 Denn ich-sage euch: Falls eure Gerechtigkeit nicht überfließe° mehr-als (die) der Schriftgelehrten und Pharisäer, keinesfalls werdet-ihr-hineinkommen in die Königsherrschaft der Himmel.


21 Ihr-hörtet, dass (zu) den Alten geredet-wurde: "Nicht morden-sollst-du!"1 Wer aber auch-immer mordet, verfallen wird-er-sein dem Gericht.


22 Ich aber sage euch: Jeder der Zürnende seinem Bruder, verfallen wird-er-sein dem Gericht. Wer aber auch-immer sagt (zu) seinem Bruder: Hohlkopf,18 verfallen wird-er-sein dem Synedrium.19 Wer aber auch-immer sagt: gottloser-Tor,18 verfallen wird-er-(sogar)-sein hinein-in die Hölle16 des Feuers.


23 Falls du also darbringst~ deine Opfergabe zu dem Altar und-dort dich-erinnerst° (ingressiver Aor.: es fällt dir gerade ein...), dass dein Bruder (berechtigterweise) irgendetwas gegen dich hat,


24 lass° dort deine Opfergabe vor dem Altar und zuerst geh-fort, söhne-dich-aus7 (mit) deinem Bruder, und dann, (nachdem) zurückgekommen°, bringe-dar~ deine Opfergabe!


25 Sei~ deinem Prozessgegner (ein) Wohlgesonnener~,10 (und zwar) schnell, solange du (noch) mit ihm auf dem Weg bist, dass-nicht der Prozessgegner dich dem Richter überliefere° und der Richter dem GerichtsGehilfen und du ins Gefängnis geworfen-werden-wirst.


26 Amen, ich-sage dir: Keinesfalls wirst-du-herauskommen von-dort, bis du-zurückgibst den letzten Quadrans.11


27 Ihr hörtet, dass geredet-wurde: "Nicht sollst-du-ehebrechenⱽ!"2


28 Ich aber sage euch: Jeder der Blickende~23 (auf eine) EheFrau, um ´sie` (zur Frau) zu-begehren°, schon hat-er-ehegebrochen° (mit) ihr in seinem Herzen.


29 Wenn aber dein rechtes Auge dich zu-Fall-bringt (od. konatives Präs.: zur Sünde verführen will), reiß-(es)-heraus° und wirf° (es) von dir! Denn (es ist) dir (mehr) förderlich, dass eines deiner Gliedmaßen verderbe° und nicht dein ganzer Körper in (die) Hölle geworfen-werde°.


30 Und wenn deine rechte Hand dich zu-Fall-bringt (od. konatives Präs.: zur Sünde verführen will), haue-ab sie und wirf (sie) weg-von dir! Denn (es ist) dir (mehr) förderlich, dass eines deiner Gliedmaßen verderbe° und nicht dein ganzer Körper in (die) Hölle hinweggehe°.


31 Geredet-wurde aber: Wer auch-immer seine Frau entlässt°, gebe° ihr (einen) Scheidungsbrief.22


32 Ich aber sage euch: Jeder der Entlassende seine Frau, - ausgenommen aufgrund (von) Unzucht5, - macht, (dass) sie zum-ehebrechen-(verführt)-wirdⱽ° ´und` wer auch-immer (eine solch unerlaubt?) Entlassene* heiratet°, ´begeht-(rechtlichen)-Ehebruchⱽ`.12


33 Wiederum hörtet-ihr, dass geredet-wurde (zu) den Alten: Nicht sollst-du-eidbrüchig-werden, aber (od.: sondern) du-sollst-erfüllen dem Herrn deine Eide (Lev 19,12; 23,16-22)!


34 Ich aber sage euch, (besser ist es) überhaupt nicht zu-schwören°, weder bei dem Himmel, weil er Gottes Thron ist (Num 30,3),


35 noch bei der Erde, weil sie-ist (der) Fußschemel seiner Füße, noch zu Jerusalem, weil sie-ist (die) Stadt des großen Königs (Jes 66,1; Ps 48,3),


36 noch bei deinem Kopf schwöre, weil du-kannst nicht ein Haar weiß oder schwarz machen°.


37 Euer Wort aber sei~: ja, ja, (oder) nein, nein,30 aber das Darüberhinausgehende, dieses ist aus dem Bösen.31


38 Ihr-hörtet, dass geredet-wurde: "Auge anstelle (von) Auge" und "Zahn anstelle (von) Zahn."3


39 Ich aber sage euch: Nicht zu-widerstehen° dem Bösen (Spr 20,22; 24,29)! Sondern, wenn-jemand dich ohrfeigt13 auf ´deine` rechte Wange, wende° ihm auch die andere (zu)!


40 Und dem Wollenden (mit) dir prozessieren6 und dein Unterhemd nehmen, lass ihm auch das OberKleid!20


41 Und ein-solcher-der dich zwingen-will (mit ihm eine) Meile8 (zu gehen), geh-fort~ mit ihm (sogar) zwei!


42 Dem dich Erbittenden (Bettler?) gib°, und (von) dem Wollenden von dir Geld-ausleihen°,26 nicht wende-dich-ab°!


43 Ihr-hörtet, dass geredet-wurde: "Du-sollst-lieben deinen Nächsten"4 und du-sollst-hassen deinen Feind.


44 Ich aber sage euch: Liebt~ eure Feinde und betet~ für die euch Verfolgenden,


45 auf-dass ihr-werdet Söhne eures Vaters in (den) Himmeln, weil er seine Sonne aufgehen-lässt über Böse und Gute und regnen-lässt über Gerechte und Ungerechte.


46 Denn falls ihr-liebt die euch Liebenden, welchen Lohn habt-ihr (d.h. verdient ihr)? Tun nicht auch die Zöllner14 dasselbe? (erwartete Antwort: "Doch")


47 Und falls ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die Heidnischen dasselbe? (erwartete Antwort: "Doch")


48 Ihr also sollt-sein vollkommen, wie (od.: weil) euer himmlischer Vater vollkommen ist! (Lev 19,2)

Matthäus 6


1 ´Aber` achtet-darauf~, eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen zu-tun~, um (von) ihnen angeschaut-zu-werden, andernfalls habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater, dem in den Himmeln.


2 Dann-wenn du also (ein) Almosen gibst~, posaune (es) nicht vor dir (her), geradeso-wie die Heuchler (es) tun in den Synagogen und in den Gassen, auf-dass sie-verherrlicht-werden von den Menschen. Amen, ich-sage euch: sie-haben-(schon)-empfangen~ ihren Lohn.2


3 Aber du, (wenn ein) Almosen gebend, erkenne deine Linke nicht, was deine Rechte tut,


4 auf-dass dein Almosen in dem Verborgenen sei~, und dein Vater, - der Blickende in das Verborgene, - vergelten-wird-er (es) dir.


5 Und dann-wenn ihr-betet, nicht wie die Heuchler sollt-ihr-sein, weil sie-haben-(es)-gern, in den Synagogen und an den Ecken der Hauptstraßen stehend* zu-beten~, auf-dass sie-sich-zeigen° den Menschen. Amen, ich-sage euch: sie-haben-(schon)-empfangen~ ihren Lohn.2


6 Du19 aber, dann-wenn du-betest, komm-hinein in deine innere-Kammer, und (nachdem) geschlossen-habend° deine Tür, bete (zu) deinem Vater, dem in dem Verborgenen (Wohnenden?), und dein Vater, - der Blickende in das Verborgene, - vergelten-wird-er (es) dir.


7 Aber (wenn ihr seid)19 betend, plappert° nicht geradeso-wie die Heidnischen, denn sie-meinen, dass sie wegen ihrer vielen-Worte erhört-werden.


8 Nicht also macht-euch-gleichartig (mit) ihnen, denn euer Vater weiß*, welchen Bedarf ihr-habt, (noch) bevor ihr (etwas von) ihm erbittet.10


9 So also betet~ ihr (im Gegensatz zu den Heiden): Unser Vater,14 der in den Himmeln (Wohnende?), geheiligt-werde°15 dein Name,


10 deine Königsherrschaft komme°,16 dein Wille geschehe°, wie im Himmel auch auf Erden,                                 


11 unser Brot, - das (für den) folgenden (Tag),3 - gib° uns heute,


12 und erlasse° uns unsere Schulden, wie auch wir (sie) unseren Schuldnern erließen°4,


13 und nicht bringe-hinein° uns in Versuchung,11 sondern rette° uns von dem Bösen.12


14 Denn (nur?) falls ihr den Menschen ihre Fehltritte erlasset°, wird-erlassen (eure Fehltritte) auch euch euer himmlischer Vater,


15 falls ihr aber den Menschen nicht (ihre Fehltritte) erlasset°, auch-nicht wird-erlassen euer Vater eure Fehltritte.17


16 Aber dann-wenn ihr-fastet~, seid~ nicht wie die mürrisch-dreinsehenden Heuchler, denn sie-machen-(durch Verhüllung)-unkenntlich ihre Angesichter, auf-dass sie den Menschen (als) Fastende erscheinen. Amen, ich-sage euch: sie-haben-(schon)-empfangen~ ihren Lohn.2


17 Du aber, (wenn) fastend reibe-(mit Öl)-ein deinen Kopf, und wasche dein Angesicht,


18 auf-dass du den Menschen nicht (als ein) Fastender erscheinst, sondern deinem Vater, dem in dem Verborgenen (Wohnenden?), und dein Vater, der HineinBlickende in das Verborgene, wird-vergelten dir.


19 Speichert~1 euch keine aufbewahrten-Schätze auf der Erde, wo Kleidermotte und Wurm vernichten und wo Diebe durchgraben und stehlen.


20 Speichert~1 euch aber aufbewahrte-Schätze im Himmel, wo weder Kleidermotte noch Wurm vernichten und wo Diebe nicht durchgraben und-nicht stehlen,


21 denn wo dein aufbewahrter-Schatz ist, dort wird auch dein Herz sein.


22 Die Leuchte des Leibes ist das Auge. Falls also dein Auge einfältig5 ist, wird-sein dein ganzer Leib licht,


23 falls aber dein Auge böse6 ist, wird-sein dein ganzer Leib finster. Wenn also das Licht7 in dir Finsternis ist, wie-groß (muss dann erst) die Finsternis (in deinem Herzen sein)!


24 Keiner kann zwei Herren (Präs.: auf Dauer?) sklaven~, denn entweder den einen wird-er-hassen (d.h. zurücksetzen, vernachlässigen) und den andersartigen wird-er-lieben, oder einem wird-er-anhangen und den andersartigen wird-er-verachten. Ihr-könnt nicht Gott (Präs.: auf Dauer?) sklaven~ und (gleichzeitig dem) Mammon.8


25 Deswegen sage-ich euch: Sorgt-euch~ nicht (Präs.: ständig um) euer Leben, was ihr essen-sollt° ´oder was ihr-trinken-sollt°` auch-nicht (um) euren Körper, was ihr-euch-anziehen-sollt°! Ist nicht das Leben mehr-als die Nahrung und der Körper (mehr als) das Gewand?


26 Blickt-hin° (ingressiver Aor.: Werft einen Blick hin...) zu den Vögeln des Himmels, dass sie nicht säen, auch-nicht ernten, auch-nicht in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater nährt sie (doch, seid) ihr nicht vielmehr wert-als (w.: sich unterscheiden von...) sie?


27 Aber wer von euch kann, (indem/wenn) sorgend, zu seinem Lebensalter eine kleine-Zeitspanne hinzufügen°?18


28 Und warum sorgt-ihr (euch) um Gewand? Lernt-genau-von~ den Lilien13 des Feldes, wie sie-wachsen, nicht mühen-sie-sich-ab und-nicht spinnen-sie.


29 Ich-sage euch aber: Auch-nicht Salomo in seiner ganzen Herrlichkeit kleidete-sich wie eine (von) diesen.


30 Wenn aber Gott das Gras des Feldes, - (obwohl nur) heute seiend und morgen in (den) Backofen9 geworfen-werdend, - so einkleidet, (dann) nicht vielmehr (auch) euch, Kleingläubige?


31 Sorget-euch° also nicht, (indem) sagend: Was sollen-wir-essen? oder: Was sollen-wir-trinken? oder: Womit sollen-wir-uns-kleiden?


32 Denn nach allen diesen (Dingen) streben die Nationen, denn euer himmlischer Vater weiß*, dass ihr all dieser (Dinge) bedürft.


33 Aber sucht~ (Präs.: beständig) zuerst die Königsherrschaft ´Gottes` und seine (d.h. Gottes) Gerechtigkeit, und alle diese (Dinge) werden euch hinzugefügt-werden.


34 Also nicht für das Morgen sollt-ihr-sorgen°, denn das Morgen wird-sorgen (für) sich-selbst. Genügend (ist) dem Tag sein Übel (od.: Plage).


Matthäus 7


1 Richtet~ nicht,8 damit ihr nicht gerichtet-werdet°!


2 Denn mit welchem GerichtsUrteil ihr-richtet, werdet-ihr-gerichtet-werden, und mit welchem Maß (od.: Messbehälter) ihr-messt, wird-gemessen-werden euch.12


3 Was aber erblickst-du den Span in dem Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge nicht nimmst-du-wahr?


4 Oder wie kannst-du-sagen (zu) deinem Bruder: Lass°, ich-möchte-herausziehen° den Span aus deinem Auge, und siehe, der Balken (ist noch) in deinem Auge?


5 Heuchler, ziehe-heraus° zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst-du-Durchblick-haben,2 (um) den Span aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen°.


6 Gebt°9 nicht das Heilige den Kötern, werft° auch-nicht eure Perlen vor die Schweine, dass-nicht sie sie-zertreten-werden mit ihren Füßen und (dann, nachdem) sich-umgewandt-habend° euch (in Stücke) reißen°.


7 Erbittet~, und euch wird-gegeben-werden, sucht~, und ihr-werdet-finden, klopft-an~,14 und euch wird-geöffnet-werden,


8 denn jeder der (Präs.: anhaltend) Erbittende empfängt, und der (Präs.: anhaltend) Suchende findet, und dem (iteratives Präs.: immer wieder) Anklopfenden wird-geöffnet-werden.


9 Oder wer von euch ist (ein solcher) Mensch, (von) dem sein Sohn Brot erbitten-wird, - etwa (einen) Stein wird-er-hingeben ihm? (erwartete Antwort: Nein, natürlich nicht)


10 Oder auch (einen) Fisch erbitten-wird, - etwa (eine) Schlange wird-er-hingeben ihm? (erwartete Antwort: Nein, natürlich nicht)


11 Wenn also ihr, (obwohl) böse seiend, wisst*, euren Kindern gute Gaben zu-geben~, (um) wieviel vielmehr wird-geben euer Vater in den Himmeln Gutes den ihn (Präs.: anhaltend) Erbittenden.


12 Alles also, was auch-immer ihr-wollt, dass euch die Menschen tun~, tut~ auch ihr ihnen ebenso! Denn dieses ist (d.h. darin besteht die Erfüllung) das Gesetz und die Propheten.


13 Kommt-hinein durch das enge Tor! Weil breit (ist) das Tor und geräumig der Weg, der Wegführende in das Verderben, und viele sind die Hineinkommenden (in das Verderben) durch es (d.h. durch das breite Tor),


14 wie (Hs.: weil) eng (ist) das Tor und bedrängt* der Weg, der (vom breiten Weg) Wegführende in das Leben, und wenige sind die ihn Findenden!15


15 Nehmt-euch-in-acht~ vor den Lügenpropheten,5 diejenigen-welche zu euch kommen in Schaf Gewändern, drinnen aber sind-sie räuberische Wölfe.


16 An ihren Früchten werdet-ihr-erkennen sie. Sammelt-man etwa von Dornen Weinbeeren oder von Disteln Feigen?


17 Ebenso bringt-hervor jeder gute Baum rechte Früchte, aber der faulige Baum bringt-hervor böse Früchte.


18 (Ein) guter Baum kann nicht böse Früchte hervorbringen~ noch (kann ein) fauliger Baum rechte Früchte hervorbringen~.


19 Jeder Baum, (wenn) nicht hervorbringend rechte Frucht, wird-er-ausgehauen und ins Feuer wird-er-geworfen.


20 Folglich, an ihren Früchten werdet-ihr-erkennen sie.


21 Nicht jeder der (Präs.: beständig zu) mir Sagende: Herr, Herr, wird-hineinkommen in die Königsherrschaft der Himmel, sondern der (Präs.: beständig) Tuende den Willen meines Vaters in den Himmeln.


22 Viele16 werden-sagen (zu) mir an jenem Tag: Herr, Herr, prophezeiten-wir nicht durch deinen Namen,3 und warfen-wir-(nicht)-hinaus Dämonen durch deinen Namen, und taten-wir (nicht) durch deinen Namen viele16 Machttaten?


23 Und dann werde-ich-bekennen ihnen: Niemals11 kannte-ich (od.: anerkannte ich) euch, "weicht-zurück~, weg-von mir, ihr (Präs.: beständig/immer wieder) Wirkenden die Gesetzlosigkeit!"1


24 Jeder10 also, - derjenige-welcher diese meine Worte hört und sie tut, - er-wird-(od.: kann)-verglichen-werden (mit einem) klugen Mann, welcher sein Haus auf dem Felsen erbaute,


25 und der Regen fiel-herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten,4 und sie-fielen-hin-zu jenem Haus, aber (es) stürzte nicht (ein), denn es-war-gegründet-worden^ auf den Felsen.


26 Und jeder10 der Hörende diese meine Worte und sie nicht Tuende, er-wird-(od.: kann)-verglichen-werden (mit einem) törichten Mann, welcher sein Haus auf den Sand erbaute,


27 und der Regen fiel-herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten, und sie-stießen-an an jenes Haus, und (es) stürzte-ein, und sein Einsturz war~ groß.6


28 Und es-geschah, als Jesus diese Worte vollendete,13 gerieten-außer-sich~ die Volksmengen über seine Lehre,


29 denn er-war~ sie lehrend wie (ein) Vollmacht Habender und nicht wie ihre Schriftgelehrten.7

Matthäus 8


1 (Als) er aber herabgestiegen-war° von dem Berg, folgten ihm viele Leute.


2 Und siehe,12 (ein) Aussätziger, (nachdem) hinzukommend°, warf-er-sich-nieder~ (vor) ihm, sagend: Herr, falls du-willst~, kannst-du mich (Aor.: jetzt?) reinigen°.


3 Und (nachdem) die Hand ausstreckend°, fasste-er-an ihn, sagend: Ich will, werde-gereinigt°! Und sofort wurde-gereinigt sein Aussatz.17


4 Und Jesus sagt (zu) ihm: Sieh-zu~, sage (es) niemandem, sondern geh-fort~, zeig-dich° dem (diensthabenden) Priester und bringe-dar die Opfergabe, die Mose verordnete, ihnen zum Zeugnis3!


5 (Als/nachdem) er aber nach Kafarnaum hineingekommen-war°, kam-hinzu (zu) ihm (ein) Hauptmann, (wobei) ihn herbeirufend4


6 und sagend: Herr, mein Knecht (liegt) gelähmt hingeworfen* in dem Haus, in-arger-Weise gequält-werdend.


7 ´Und` er-sagt (zu) ihm: Ich (selbst, nachdem) gekommen° werde-gesundmachen ihn.13


8 ´Und antwortend°`, erklärte~ der Hauptmann: Herr, ich-bin nicht tauglich, dass du-hineinkommst unter mein Dach, sage jedoch nur (ein) Wort, und mein Knecht wird-geheilt-werden.


9 Denn auch ich bin (ein) Mensch unter Kommandogewalt, (wobei/indem) habend unter mir-selbst Krieger, und sage-ich (zu) diesem: Geh!° Dann geht-er, und (zu einem) andern: Komm!~ Dann kommt-er, und (zu) meinem Sklaven: Tue° dies! Dann tut-er (es).


10 Jesus aber, (nachdem dies) gehört-habend°, staunte und sagte (zu) den (ihm) Folgenden, Amen, ich-sage euch: Bei keinem in Israel fand-ich so-viel Glauben.


11 Ich-sage euch aber: Viele werden-kommen von (Pl.: den Richtungen) Osten und Westen und sich-(zu Tisch)-lagern mit Abraham und Isaak und Jakob in dem Königreich der Himmel,


12 aber die Söhne des Königreichs (d.h. die Juden) werden-hinausgeworfen-werden in die äußerste Finsternis, dort wird-sein das Weinen und das Knirschen der Zähne.


13 Und Jesus sagte (zu) dem Hauptmann: Geh-fort~! Wie du-glaubtest, soll-geschehen° dir. Und ´sein` Knecht wurde-geheilt in jener Stunde.


14 Und (als) Jesus in das Haus (des) Petrus gekommen-war°, sah-er seine Schwiegermutter (aufs Bett) geworfen* und fiebernd,


15 und er-fasste-an ihre Hand, und das Fieber verließ-sie, und sie-stand-auf und bediente~ ihn (bei Tisch).


16 (Als es) aber Abend geworden-war°, brachten-sie-hin (zu) ihm viele Dämonisierte, und er-warf-hinaus die Geister (nur durch ein) Wort, und alle, die (in) üblem (Zustand) sich-Befindenden, machte-er-gesund,


17 auf-dass erfüllt-würde° das Geredete° durch Jesaja, den Propheten, (den) Sagenden: "Er-nahm unsere Schwachheiten, und die Krankheiten trug-er."1


18 (Als) aber Jesus sehend° (eine) Volksmenge um ihn, befahl-er, zu dem jenseitigen (Ufer) wegzufahren.


19 Und18 (indem) hinzukommend°, sagte ein (od.: irgendein) Schriftgelehrter (zu) ihm: Lehrer, ich-werde-folgen dir, wohin auch-immer du-gehst.


20 Und Jesus sagt (zu) ihm: Die Füchse haben Unterschlüpfe und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen16 hat nichts, wohin er den Kopf2 neige~.


21 Aber (ein) andersartiger ´seiner` Schüler sagte (zu) ihm: Herr, erlaube° mir, zuerst (Aor.: noch schnell) wegzugehen° und meinen Vater zu-begraben°5.

22 Jesus aber sagt (zu) ihm: Folge~ mir, und lass die (geistlich) Toten ihre (leiblich) Toten begraben~!


23 Und (nachdem/als) er in das Schiff eingestiegen-war°, folgten ihm seine Schüler (ins Schiff).


24 Und siehe, (ein) großes Erdbeben9 geschah in dem See, sodass das Schiff (Präs.: immer mehr) bedeckt-wurde~ von den Wogen, er aber schlief~.


25 Und (indem) hinzukommend° weckten-sie ihn, sagend: Herr, errette (uns), wir-kommen-um!


26 Und er-sagt (zu) ihnen: Was seid-ihr feige, Kleingläubige? Darauf, (nachdem) aufgestanden°, herrschte-er-an die Winde und den See, und (es) wurde (eine) große Flaute.


27 Die Menschen aber staunten, sagend: Von-welcher-Art ist dieser, dass auch die Winde und der See ihm gehorchen?


28 Und (als) er zu dem jenseitigen (Ufer) gekommen-war°, in den Landstrich der ´Gadarener`6 gingen-entgegen ihm zwei11 Dämonisierte~, - aus den Grabkammern herauskommend, - sehr gefährliche, sodass nicht vermochte~ jemand vorüberzugehen durch jenen Weg.


29 Und siehe, sie-(ingressiver Aor.: fingen an zu)-schreien°, sagend: Was (ist zwischen) uns und dir,7 Sohn Gottes? Kamst-du hierher (um) uns vor (dem festgesetzten) Zeitpunkt, zu-quälen?


30 (Es) war~ aber ferne von ihnen (eine) Herde vieler Schweine (gerade) weidend.


31 Die Dämonen aber ersuchten~8 ihn, sagend: Wenn du uns hinauswirfst, sende° uns in die Herde der Schweine!


32 Und er-sagte (zu) ihnen: Geht-fort~! Sie aber, (nachdem) herausgekommen°, gingen-weg in die Schweine, und siehe, die ganze Herde raste den Abhang hinab in den See, und sie-verstarben in den Wassern.


33 Aber die (sie) Weidenden flohen, und (nachdem sie) in die Stadt hinübergeschritten-waren°, meldeten-sie alles, auch das (von) den Dämonisierten~.


34 Und siehe, die ganze Stadt kam-heraus, um Jesus entgegenzugehen, und (als) ihn sehend°, ersuchten-sie° (ihn), dass er-(über den See)-hinübergehe weg-von ihren Gebieten.10

Matthäus 9


1 Und (nachdem) in (ein) Schiff einsteigend°, querte-er-zum-jenseitigen (Ufer) und kam in die eigene Stadt (d.h. nach Kafarnaum).


2 Und siehe, sie-brachten-hin~ (zu) ihm (einen) Gelähmten auf (ein) Bett geworfen*. Und Jesus, (als) ihren Glauben sehend°,14 sagte (zu) dem Gelähmten: Habe-Mut~ Kind, erlassen-sind~ (aoristisches/perfektisches Präs.: dir hiermit) deine Sünden.


3 Und siehe, einige der Schriftgelehrten sagten bei sich-selbst: Dieser lästert.


4 Und Jesus, (weil) ihre Erwägungen ´durchschauend°`, sagte: Warum erwägt-ihr Böses in euren Herzen?


5 Was ist denn müheloser, zu-sagen°: Erlassen-sind~ (aoristisches/perfektisches Präs.: dir hiermit) deine Sünden, oder zu-sagen°: Steh-auf~ und gehe-umher~?


6 Aber damit ihr-wisst*, dass der Sohn des Menschen (Dan 7,13ff) Vollmacht hat auf der Erde Sünden zu-erlassen~… Darauf sagt-er (zu) dem Gelähmten: Steh-auf°, hebe-auf° dein Bett und geh-fort~ in dein Haus!


7 Und (indem/nachdem) aufstehend° ging-er-weg in sein Haus.


8 Aber (als) die Volksmengen (dies) sehend°, fürchteten-sie-sich und verherrlichten Gott, den Gebenden° den Menschen eine-derartige Vollmacht.


9 Und Jesus, (als von) dort fortziehend, sah-er (einen) Menschen, sitzend bei der Zollstelle, Matthäus genannt~, und er-sagt (zu) ihm: Folge~ mir (Präs.: von jetzt an)! Und (nachdem) aufstehend° folgte-er ihm.


10 Und es-geschah, (als zu Tisch)-liegend~ in dem Haus (von Matthäus?), und siehe, viele Zöllner und Sünder, kommend, lagen-zusammen~ (zu Tisch mit) Jesus und seinen Schülern.


11 Und die Pharisäer, (als dies) sehend°, sagten~ (zu) seinen Schülern: Weswegen isst euer Lehrer mit den Zöllnern und Sündern?15


12 Er aber, (nachdem/als dies) hörend°, sagte: Keinen Bedarf haben die Starken (nach einen) Arzt, sondern die, (in) üblem (Zustand) sich-Befindenden~.


13 Hingehend° aber lernt was es-bedeutet: "Erbarmen will-ich und nicht (ein) Schlachtopfer,"1 denn ich kam nicht, (um) Gerechte zu-rufen°, sondern Sünder.


14 Dann, kommend (zu) ihm die Schüler (von) Johannes, sagend: Weswegen fasten wir und die Pharisäer ´oft`, deine Schüler aber fasten nicht?


15 Und Jesus sagte (zu) ihnen: Die Söhne des Brautgemachs5 können (doch) nicht trauern~, während der Bräutigam (noch) mit ihnen ist? Kommen-werden aber Tage, dann-wenn der Bräutigam von ihnen entrissen-wurde°, und dann werden-sie-fasten.6


16 Keiner aber flickt-auf (auf ein) altes Kleidⱽ, (einen) Flicken (von einem noch) ungewalkten (d.h. neuen) Stoff-Fetzen, denn (dann) reißt-ab dieses Füllstück von dem Kleid, und (der) Riss wird (noch) schlimmer.3


17 Auch schüttet-man nicht jungenⱽ (d.h. noch gärenden) Wein in alteⱽ (d.h. schon rissige) Lederhäute, wenn aber doch (od.: andernfalls/sonst), reißen die Lederhäute, und der Wein läuft-aus, und die Lederhäute werden-verdorben, sondern man-schüttet jungen Wein in neuartigeⱽ Lederhäute, und beide bleiben-erhalten.3


18 (Als) er (gerade dabei war) dies (zu) ihnen sprechend, siehe, ein Vorsteher,7 kommend°, fiel-nieder-vor~ ihm, sagend: Meine Tochter vollendet°16 soeben (ihr Leben), aber (nachdem) gekommen° lege-auf° deine Hand auf sie, und sie-wird-leben.


19 Und Jesus, (nachdem) aufgestanden°, ´folgte` ihm, und seine Schüler.


20 Und siehe, (eine) Frau, blutflüssig-seiend8 (seit) zwölf Jahren, (nachdem/indem) hinzugekommen° von-hinten, fasste-sie-an die Quaste9 (od.: den Saum) seines Kleides.


21 Denn sie-sagte~ bei sich-selbst: Falls ich nur sein Kleid anfasse, werde-ich-gerettet-werden (von meiner Krankheit).


22 Jesus aber, (nachdem) sich-umwendend° und sie-sehend°, sagte: Habe-Mut~, Tochter! Dein Glaube hat-errettet* dich (von deiner Krankheit). Und errettet-wurde die Frau (von ihrer Krankheit) von jener Stunde (an).


23 Und (als) Jesus gekommen-war° in das Haus des Vorstehers und (als) sehend° die Flötenspieler und die in-Tumult-geratende Volksmenge,


24 sagte-er~: Entweicht~! Denn das Mädchen verstarb nicht, sondern schläft. Und sie-verlachten~ ihn.


25 Als aber die Volksmenge hinausgeworfen-war°, (und nachdem er) hineinkommend°, hielt-er ihre Hand (fest),13 und das Mädchen erwachte° (od.: stand auf).


26 Und diese Kunde kam-heraus in jenes ganze Land.


27 Und dem von dort vorüberziehenden Jesus, ihm folgten zwei Blinde, schreiend und sagend: Erbarme-dich unser, Sohn Davids!


28 (Als) aber in das Haus kommend°, kamen-hinzu (zu) ihm die Blinden, und Jesus sagt (zu) ihnen: Glaubt-ihr~, dass ich dies tun° kann? Sie-sagen (zu) ihm: Ja, Herr.


29 Dann fasste-er-an ihre Augen, (wobei) sagend: Gemäß eurem Glauben geschehe° euch!


30 Und ihre Augen wurden-geöffnet. Und Jesus fuhr sie an,10 sagend: Seht-zu~, keiner soll-es-erfahren!


31 Sie aber, (nachdem) herausgekommen°, verbreiteten (das Gerücht über ihn) in jenem ganzen Landstrich.


32 (Während/als) sie aber herauskommend-waren~, siehe, (da) brachten-sie-hin (zu) ihm (einen) stummen, dämonisierten~ ´Menschen`.


33 Und (nachdem) der Dämon hinausgeworfen-worden-war°, sprach der Stumme. Und (es) staunten die Volksmengen, sagend: Niemals zeigte-sich so (etwas) in Israel.12


34 ´Die` Pharisäer aber sagten~ (Impf.: einer zum anderen?): Durch den Obersten der Dämonen4 wirft-er-hinaus die ´Dämonen`.


35 Und Jesus zog-umher (in) den Städten und allen den Dörfern, (und dabei) lehrend in ihren Synagogen und predigend das Evangelium der Königsherrschaft und gesund-machend (von) jeder Krankheit und (von) jedem Gebrechen.


36 Aber (als) sehend° die Volksmengen, erbarmte-er-sich-innerlich über sie, weil sie-waren~ abgerackert* (od.: ermattet) und herumliegend* (od.: verwahrlost) "gleichsam-wie Schafe, habend keinen Hirten."2


37 Darauf sagt-er (zu) seinen Schülern: Die Ernte (ist) zwar viel (Arbeit), aber die Arbeiter (sind nur) wenige,


38 fleht° also (zu) dem Herrn der Ernte, auf-dass er-hinauswerfe°11 Arbeiter in seine Ernte.


Matthäus 10


1 Und (nachdem) zu-sich-rufend° seine zwölf23 Schüler, gab-er ihnen Vollmacht (über) unreine Geister, sodass sie sie-(iteratives Präs.: immer wieder)-hinauswerfen~, und (um) (duratives Präs.: jedes Mal)-gesund-zu-machen~ (von) jeder Krankheit und (von) jedem Gebrechen.5


2 Aber die Namen der zwölf Apostel sind diese: (Als) erster Simon, der Petrus genannte~, und Andreas, sein Bruder, und Jakobus, der (Sohn) des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder,


3 Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus der Zöllner, Jakobus, der (Sohn) des Alphäus, und Thaddäus,


4 Simon, der Zelot,6 und Judas, der Iskariot,7 der ihn auch (subst.Ptz.: später) Überliefernde°.


5 Diese die Zwölf sandte Jesus (aus, wobei) sie anweisend°, (indem) sagend: Zu keinem Weg (der) Heiden biegt-ab, und in keine Stadt (der) Samariter kommt-hinein!


6 Geht~ aber vielmehr zu den verlorenen Schafen (des) Hauses Israel3!


7 Geht-hin aber (und) predigt~, (indem) sagend: Nahe-ist* die Königsherrschaft der Himmel.


8 Schwache~ macht-gesund~, Tote erweckt~, Aussätzige reinigt~, Dämonen werft-hinaus~!5 Geschenkweise empfingt-ihr, geschenkweise gebt!°8


9 Erwerbt-euch°9 nicht Golddenare, auch-nicht Silbergeld, auch-nicht Kupfergeld in eure Gürteltasche,


10 keinen Ranzen (viell.: Bettelsack?) für (den) Weg, auch-nicht zwei Unterhemden (d.h. ein zweites Unterhemd als Ersatz), auch-nicht (ein zweites Paar?) Untergebundene (Sandalen als Ersatz?), auch-nicht (einen neuen?) WanderStab,20 denn würdig (ist) der Arbeiter seiner Nahrung.24


11 In welche Stadt aber auch-immer oder (in welches) Dorf ihr-hineinkommt, forscht-aus, wer in ihr würdig ist, und-dort (d.h. in diesem Haus) bleibt, bis ihr-(wieder von dort)-herauskommt.


12 Hineinkommend aber in das Haus, grüßt es!10


13 Und falls das Haus würdig ist~, komme° euer Friede auf es, falls (es) aber nicht würdig ist~, wende-sich-um° euer Friede ´zu` euch.


14 Und wer auch-immer euch nicht empfängt° auch-nicht hört° (auf) eure Worte, (wenn/nachdem) herauskommend aus diesem Haus oder jener Stadt, schüttelt-aus den Staub eurer Füße!11


15 Amen, ich-sage euch: Erträglicher wird-es-sein (dem) Land Sodom und Gomorra am Tag (des) Gerichts als jener Stadt.


16 Siehe, ich sende euch wie Schafe in mitten (von) Wölfen, seid~ also klug wie die Schlangen und unverdorben (d.h. ohne die Falschheit von Schlangen) wie die Tauben.19


17 Aber nehmt-euch-(Präs.: dabei ständig)-in-acht~ vor den Menschen, denn sie-werden-überliefern euch an Synedrien, und in ihren Synagogen werden-sie-geißeln euch.


18 Und vor Präfekten aber und (vor) Könige werdet-ihr-geführt-werden (um) meinet wegen, zum Zeugnis (für) sie und die Nationen.


19 aber dann-wenn sie-überliefern euch, sorgt° (Aor.: in dem Moment) nicht, wie oder was ihr-sprechen-sollt°, denn gegeben-werden-wird euch in jener Stunde, was ihr-sprechen-sollt°,


20 denn nicht ihr seid (dann) die Sprechenden, sondern der Geist eures Vaters (ist) der durch euch Sprechende.


21 Aber (ein) Bruder wird-überliefern (seinen) Bruder zur (Verurteilung zum) Tod und (ein) Vater (sein) Kind, und gegeneinander-aufstehen-werden Kinder gegen Eltern, und töten-werden-sie (Pl.: d.h. die Obrigkeiten? od.: die Kinder ihre Eltern?) sie.


22 Und von allen Gehasste werdet-ihr-sein wegen meines Namens (d.h. um meinetwillen), aber der geduldig-Ausharrende° (bis) zum Ende, dieser wird-errettet-werden.


23 Aber dann-wenn sie euch verfolgen in der einen Stadt, flieht~ in die andersartige.12 Amen, denn ich-sage euch, keinesfalls werdet-ihr-vollenden° (euren Missionsauftrag in) den Städten Israels, bis ´dass` komme° der Sohn des Menschen.


24 Kein Schüler ist über dem Lehrer und-kein Sklave über seinem Herrn.


25 Genügend (ist es) dem Schüler, dass er-werde° wie sein Lehrer und (dass) der Sklave (werde) wie sein Herr. Wenn sie den Hausgebieter (od.: Gutsherrn) Beelzebul13 nannten, (um) wieviel vielmehr seine Haushaltsgenossen.


26 Fürchtet-sie° also nicht, denn gar-nichts ist-verhüllt*, was nicht enthüllt-werden-wird, und verborgen, was nicht bekannt-werden-wird.2


27 Was ich euch in der Finsternis (d.h. privat) sage, sagt° im Licht (d.h. öffentlich), und was ihr (privat) ins Ohr (geflüstert) hört, predigt° (öffentlich) von (od. w.: auf) den Gebäudeflachdächern!25


28 Und ´fürchtet-euch`~ nicht14 vor den ´Tötenden` den Körper, aber nicht im-Stande-Seienden~ zu-töten die Seele, fürchtet~ aber vielmehr den im-Stande-Seienden~, sowohl Seele wie-auch Körper zu-verderben° in15 (der) Hölle!


29 Nicht zwei Sperlinge16 werden-feilgeboten (für ein) Assarion?4 (erwartete Antwort: doch) Und nicht (einmal) einer von ihnen wird-fallen auf die Erde ohne (Einwilligung) eures Vaters.


30 (Von) euch aber, sogar alle die Haare des Kopfes sind-gezählt-worden*.


31 Fürchtet-euch~ also nicht!14 (Denn von) vielen Sperlingen unterscheidet-ihr euch (im Wert).


32 Jeder also, der sich-bekennen-wird zu mir vor den Menschen, bekennen-werde auch-ich mich zu ihm vor meinem Vater in ´den` Himmeln.


33 Welcher ´aber auch-immer` mich verleugnet°22 vor den Menschen, verleugnen-werde auch-ich ihn vor meinem Vater, den in ´den` Himmeln.


34 Meint° nicht, dass ich-kam, (um) Frieden auf die Erde zu-werfen°, ich-kam nicht, (um) Frieden (auf die Erde) zu-werfen°, sondern (das) Kurzschwert (übertr.: erbitterte Feindschaft von Person zu Person).


35 Denn ich-kam, um-zu-entzweien° "(einen) Menschen gegen seinen Vater" und "(eine) Tochter gegen ihre Mutter" und "(eine) Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter,"


36 und "(die) Feinde des Menschen (werden) seine Haushaltsgenossen (sein, d.h. die Angehörigen)."1


37 Der Gernhabende Vater oder Mutter mehr-als mich, ist meiner nicht würdig, und der Gernhabende Sohn oder Tochter mehr-als mich, ist meiner nicht würdig,


38 und wer nicht aufnimmt sein Kreuz21 und folgt hinter mir (her), ist meiner nicht würdig.


39 Der sein Leben gefunden-Habende°, verlieren-wird-er es, und der verloren-Habende° sein Leben (um) meinet wegen, finden-wird-er es.17


40 Der Annehmende euch (Apostel), mich nimmt-er-an, und der mich Annehmende nimmt-an den mich gesandt-Habenden° (Vater).


41 Der (einen) Propheten18 Annehmende aufgrund (dessen,) weil-er (ein) Prophet (ist), wird (einen) Propheten Lohn empfangen, und der (einen) Gerechten18 AufNehmende aufgrund (dessen,) weil-er (ein) Gerechter (ist), wird (den) Lohn (eines) Gerechten empfangen.


42 Und wer auch-immer (auch nur) einen dieser Kleinen18 (mit einem) Trinkbecher kalten (Wassers) tränkt°, nur aufgrund (dessen,) weil-er (mein) Schüler18 (ist), Amen, ich-sage euch: er-verliert seinen Lohn nicht.


Matthäus 11


1 Und es-geschah, als Jesus (es) vollendete6 seinen zwölf Schülern Befehle-anordnend~ (zu geben), ging-er-weg von-dort, um-zu-lehren und zu-predigen in ihren Städten.


2 Johannes aber, (als) hörend° in dem Kerker (von) den Werken des Messias, - (indem) schickend° durch seine Schüler,


3 - sagte (zu) ihm: Bist du der Kommende, oder (einen) andersartigen7 (sollen/müssen) wir-herbei-erwarten?


4 Und (indem) antwortend° sagte Jesus zu ihnen: Geht° (und) meldet° Johannes, was ihr-hört und erblickt:


5 "Blinde blicken-(wieder)-auf," und Lahme gehen-(wieder)-umher, Aussätzige werden-gereinigt, und "Taube hören (wieder)," und "Tote werden-auferweckt,"1 und Bettelarmen wird-evangelisiert,


6 und glückselig ist, welcher auch-immer, nicht sich-ärgert an mir.


7 (Als) diese aber gehend-waren~ (d.h. im Begriff waren wegzugehen), fing-an Jesus (zu) den Volksmengen über Johannes zu-sagen~: (Für) was kamt-ihr-heraus in die Einöde um-(es)-anzuschauen°? (Ein) Schilfrohr, vom Wind geschüttelt-werdend?15


8 Oder, (für) was kamt-ihr-heraus um-(es)-zu-sehen°? (Einen) Menschen in weiche (Gewänder) eingekleidet? Siehe, die dauernd-Tragenden die weichen (Gewänder), sie-sind in den Häusern der Könige (zu finden).


9 Oder, (für) was kamt-ihr-heraus um-(es)-zu-sehen°? (Einen) Propheten? Ja, ich-sage euch, sogar mehr-(od.: etwas Größeres)-als (einen) Propheten (habt ihr gesehen).


10 Dieser ist (es), über den geschrieben-ist*: "Siehe, ich sende meinen Boten vor" deinem "Angesicht (her), der herrichten-wird (od.: instandsetzen)" deinen "Weg vor"2 dir.8


11 Amen, ich-sage euch: Kein Größerer-als Johannes der Täufer ist-erweckt-worden* unter (den von) Frauen Geborenen, aber der Kleinste in dem Königreich der Himmel ist größer-als er.14


12 Aber von den Tagen Johannes des Täufers (an) bis jetzt erleidet-Gewalt9 das Königreich der Himmel, und Gewalttätige rauben es-sich (od. negativ: greifen es an).


13 Denn alle die Propheten und das Gesetz prophezeiten bis (hin zu) Johannes (und diesen einschließend),


14 und (daher), wenn ihr (es) annehmen° wollt: Er ist (ohne Art.: wie?) Elija,19 der kommen~ Sollende~.


15 Der Ohren Habende soll-hören~!


16 Wem aber werde-ich-gleichartig-machen dieses Geschlecht (od.: diese Generation)? Gleichartig ist-es (mit) Kindlein,10 sitzend auf den Marktplätzen, welche zurufend-sind~ den andersartigen,11


17 (indem) sagend: Auf-der-Flöte-spielten-wir (für) euch, und ihr-tanztet nicht, Klagelieder-stimmten-wir-an, und trauernd-an-die-Brust-schlugt-ihr-euch nicht.


18 Denn Johannes kam, weder (Fleisch) essend noch (Wein) trinkend, und sie-sagen: (Einen) Dämon hat-er.


19 Der Sohn des Menschen kam, essend und trinkend (wie jeder andere), und sie-sagen: Siehe, (was für ein) Mensch, (ein) Fresser und Weinsäufer, (ein) Freund (von) Zöllnern und Sündern. Und gerecht-gesprochen-wurde die Weisheit von ihren Werken.


20 Darauf fing-er-an den Städten Vorwürfe-zu-machen~, in denen seine Allermeisten Machttaten geschahen, weil sie nicht Buße-taten°.


21 Wehe dir, Chorazin, wehe dir, Bethsaida!12 Denn wenn in Tyros und Sidon die Machttaten geschehen-wären°, die unter euch Geschehenden°, längst in Sacktuch und Asche hätten-sie-(damals)-Buße-getan°.16 (Irrealis)


22 Indessen ich-versichere euch, Tyros und Sidon wird-es-ergehen erträglicher am Tag (des) Gerichts als euch.


23 Und du, Kafarnaum, etwa bis (zum) Himmel wirst-du-erhöht-werden? (Nein, sondern) bis (in den) Hades13 wirst-du hinabgestoßen-werden, denn wenn in Sodom die Machttaten geschehen-wären°, die bei dir Geschehenden°, geblieben-wäre° (es) bis-zu dem heutigen (Tag). (Irrealis)


24 Indessen ich-versichere euch: (Dem) Land Sodom wird-es-ergehen erträglicher am Tag (des) Gerichts als dir.17


25 Zu jenem Zeitpunkt, (nachdem) das-Wort-ergriffen-habend°, sagte Jesus: Ich-preise dich, Vater, HERR des Himmels und der Erde, weil du dies verbargst vor Weisen und Verständigen und es-enthülltest Unmündigen,


26 ja, Vater, weil so war-es (ein) Wohlgefallen vor dir.18


27 Alles wurde-übergeben mir von meinem Vater, und keiner erkennt den Sohn außer der Vater, auch-nicht erkennt jemand den Vater außer der Sohn und wem auch-immer der Sohn beschließt (od.: wünscht, es) zu-enthüllen°.


28 Kommt-her, zu mir alle die sich-Abmühenden und Beladenen*! Und-ich werde-ausruhen-lassen euch.3


29 Hebt-auf° mein Joch4 auf euch und lernt° von mir, weil ich-bin sanftmütig und demütig dem Herzen (nach), und "Ausruhen werdet-ihr-finden für eure Seelen,"5


30 denn mein Joch ist milde und meine Ladung leicht.6


Matthäus 12


1 Zu jenem Zeitpunkt ging Jesus (an einem) der Sabbate durch die Saatfelder, seine Schüler aber hungerten°, und fingen-an°, Ähren abzurupfen~ und zu-essen~.


2 Die Pharisäer aber, (als es) sehend°, sagten (zu) ihm: Siehe, deine Schüler tun, was am Sabbat3 nicht erlaubt-ist zu-tun~ (nämlich zu ernten).


3 Er aber sagte (zu) ihnen: Laset-ihr nicht,8 was David tat, als er-hungerte° und die mit ihm,


4 wie er-hineinkam in das Haus Gottes und sie die Brote der Schaustellung aßen, was ihm nicht erlaubt~ war~ zu-essen°, - auch-nicht denen mit ihm, - sondern-nur den Priestern allein?


5 Oder laset-ihr nicht in dem Gesetz, dass (an) den Sabbaten die Priester (durch ihre Arbeit) in dem Heiligtum den Sabbat entweihen und (trotzdem) unschuldig sind?


6 Aber ich-sage euch: Größeres-als das Heiligtum ist hier.


7 Aber wenn ihr-erkannt^ (hättet), was es-bedeutet: "Erbarmen will-ich und nicht (ein) Schlachtopfer,"1 (hättet) ihr nicht abgeurteilt° die Unschuldigen. (Irrealis)


8 Denn Herr (über) den Sabbat ist der Sohn des Menschen.


9 Und (nachdem) hinübergeschritten° von-dort,16 kam-er in ihre Synagoge.


10 Und siehe, (da war ein) Mensch, habend (eine) vertrocknete Hand. Und sie-befragten ihn, sagend: Ist-es-erlaubt (an einem) der Sabbate ´gesund-zu-machen°`? - damit sie ihn anklagen-könnten°.


11 Er aber sagte (zu) ihnen: Welcher Mensch unter euch ´wird-sein`, der ein Schaf haben-wird, und falls dieses an (einem der) Sabbate (in eine) Grube hineinfällt, festhalten-wird-er es doch und herausziehen-wird-er (es, nicht wahr)?


12 (Um) Wieviel vorzüglicher-ist also (ein) Mensch (vor einem) Schaf. Daher ist-es-erlaubt (an einem) der Sabbate recht zu-tun.


13 Darauf sagt-er (zu) dem Menschen: Strecke-aus° deine Hand! Und er-streckte-(sie)-aus, und sie-wurde-wiederhergestellt, gesund wie die andere.


14 Aber die Pharisäer, (nachdem) herauskommend°, fassten-sie (einen) Beratungsbeschluss gegen ihn, auf-dass sie ihn verderben°.


15 Jesus aber, (als dies) erkennend°, entwich von-dort. Und (es) folgten ihm viele ´Leute`, und gesund-machte-er sie alle.


16 Und er-gebot ihnen nachdrücklich, dass sie ihn nicht offenbar machen-sollten°,


17 damit erfüllt-werde° das Geredete durch Jesaja, den Propheten, (den) Sagenden:


18 "Siehe, mein Knecht, den ich-erwählend-vorzog, mein Geliebter, ´an` dem meine Seele Wohlgefallen-hat° (wie das zeitlose hebr. Perfekt), ich-werde-legen meinen Geist auf ihn, und Gericht (od.: Gerechtigkeit/mein Recht) wird-er-ausrichten den Nationen.


19 Nicht wird-er-zanken, und-nicht wird-er-laut-schreien, und-nicht wird-hören jemand auf den Straßen seine Stimme.


20 (Ein bereits) angebrochenes* Schilfrohr wird er nicht zerbrechen, und (einen/den noch) glimmenden Leinendocht nicht wird-er-auslöschen, bis er-hinausbringe" zum Endsieg das "Gericht" (od.: das Recht?).


21 Und (auf) seinen Namen (d.h. auf ihn) werden-hoffen (die?) Nationen."2


22 Darauf ´wurde-hingebracht (zu) ihm (ein) Dämonisierter~, blind und stumm`, und er-machte-gesund ihn, sodass der Stumme sprechen~ und aufblicken~ (konnte).


23 Und alle die Volksmengen waren-außer-sich~ und sagten~ (Impf.: einer zum anderen?): Dieser ist doch-nicht-etwa der Sohn Davids?14 (erwartet eine unsichere Antwort: Oder vielleicht doch?)


24 Die Pharisäer aber, (als dies) hörend°, sagten: Dieser wirft-hinaus die Dämonen nicht (aus eigener Kraft), sondern durch den Beelzebul, (den) Fürsten der Dämonen.13


25 Wissend* aber (um) ihre Erwägungen, sagte-er (zu) ihnen: Jede Königsherrschaft, (wenn) geteilt° in sich-selbst, wird-verwüstet, und jede Stadt oder (jede) Haushaltsgemeinschaft, (wenn) geteilt° in sich-selbst, nicht wird-(sie)-bestehen (können).


26 Und wenn der Satan den Satan hinauswirft,5 (dann) wurde-er-geteilt gegen sich-selbst. Wie also wird-bestehen-können seine Königsherrschaft?


27 Und wenn ich die Dämonen durch Beelzebul hinauswerfe (Realis: wie es der Fall ist), eure Söhne (od.: Anhänger/Jünger), durch wen werfen-sie-(sie)-hinaus? Deswegen: sie werden-sein eure Richter.


28 Wenn ich aber durch Gottes Geist die Dämonen hinauswerfe, erreichte euch folglich die Königsherrschaft Gottes.


29 Oder wie kann jemand hineinkommen in das Haus des Starken und seine Geräte rauben°, falls er nicht zuerst den Starken band°?4 Und dann wird-er-ausrauben sein Haus.


30 Der nicht mit mir Seiende, ist gegen mich, und der nicht mit mir Sammelnde, verstreut.


31 Deswegen sage-ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird-(od.: kann?)-erlassen-werden den Menschen, aber die Lästerung des Geistes nicht wird-(od.: kann?)-sie-erlassen-werden.


32 Und wer auch-immer (ein) Wort sagt gegen den Sohn des Menschen, erlassen-werden-wird (od.: kann?) ihm, aber wer auch-immer (etwas) sagt gegen den Heiligen Geist, nicht erlassen-werden-wird (od.: kann?) ihm, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen~.9


33 Entweder haltet den Baum (für) gut und seine Frucht (für) gut, oder haltet den Baum (für) faulig und seine Frucht (für) faulig, denn aus der Frucht wird-erkannt der Baum (bezüglich seiner Beschaffenheit).


34 Giftschlangen Brut, wie könnt-ihr Gutes sprechen, (obwohl) böse seiend? Denn aus dem Überfluss des Herzens spricht der Mund.


35 Der gute Mensch holt-heraus aus dem guten Speicher Gutes, und der böse Mensch holt-heraus aus dem bösen Speicher Böses.


36 Aber ich-sage euch: Jeden unnützen Ausspruch, den die Menschen sprechen-werden, Rechenschaft werden-sie-ablegen (müssen) über ihn am Tag (des) Gerichts.


37 Denn aus deinen Worten wirst-du-gerecht-gesprochen-werden, und aus deinen Worten wirst-du-abgeurteilt-werden.


38 Darauf antworteten ihm einige der Schriftgelehrten und Pharisäer, sagend: Lehrer, wir-wollen von dir (ein) Zeichen sehen°.


39 Er aber antwortend° sagte (zu) ihnen: (Eine) böse und ehebrecherische Generation (od.: Geschlecht) strebt-nach (einem) Zeichen, aber kein Zeichen wird-gegeben-werden ihr, außer das Zeichen Jonas,7 des Propheten.


40 Denn geradeso-wie "Jona6 drei Tage und drei Nächte" in der Leibeshöhle des Wals15 war~, ebenso wird-sein der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte10 in dem Herzen der Erde.


41 Ninivitische Männer werden-aufstehen in dem Gericht mit dieser Generation (od.: Geschlecht), und verurteilen-werden-sie sie, weil sie-Buße-taten° aufgrund der Predigt (des) Jona, und siehe, mehr-als Jona (ist) hier.


42 (Die/eine) Königin (des) Südens11 wird-aufstehen in dem Gericht mit dieser Generation (od.: Geschlecht), und sie-wird-verurteilen sie, weil sie-kam von den Enden der Erde, (um) die Weisheit Salomos zu-hören°, und siehe, mehr-als Salomo (ist) hier.


43 Aber dann-wenn der unreine Geist von dem Menschen herauskam°, zieht-er durch wasserlose Orte, (indem einen) Ausruheplatz suchend, und er-findet keinen.


44 Darauf sagt-er: Zu meinem (früheren) Haus12 werde-ich-mich-umwenden, von-dorther-wo ich-herauskam. Und (nachdem dort) ankommend° findet-er (es) leerstehend, gefegt und geschmückt*.


45 Darauf geht-er, und nimmt-beiseite mit sich sieben andersartige (weil bösere) Geister, böser-als er-selbst, und (nachdem) hineinkommend°, wohnen-sie-ständig dort, und der Letzte (Zustand) jenes Menschen wird-sein schlimmer-als der Erste (Zustand). Ebenso wird-es-ergehen auch dieser bösen Generation (od.: Geschlecht).


46 Noch (während) er (zu) den Volksmengen sprechend-war~, siehe, die Mutter und seine Brüder standen^ draußen, (weil) suchend (od.: wünschend) ihn zu-sprechen°.


47 ´Jemand sagte aber (zu) ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder, stehen* draußen, (weil) suchend (od.: wünschend) dich zu-sprechen°`.


48 Er aber, antwortend°, sagte (zu) dem (es) ihm Sagenden: Wer ist meine Mutter, und welche sind meine Brüder?


49 Und (indem) ´seine` Hand über seine Schüler ausstreckend°, sagte-er: Siehe, meine Mutter und meine Brüder!


50 Denn ein-solcher-der auch-immer den Willen meines Vaters in den Himmeln tut°, er ist mein Bruder und (meine) Schwester und (meine) Mutter.


Matthäus 13


1 An jenem Tag, (nachdem/als) Jesus (aus) dem Haus herausgekommen-war°, saß-er~ bei dem See.


2 Und (es) sammelten-sich bei ihm viele Leute, sodass er, - (nachdem) in (ein) Schiff eingestiegen°, - sich-(im Schiff)-setzte~, und die ganze Volksmenge stand^ an dem Strand.42


3 Und er-sprach (zu) ihnen vieles in Parabeln,33 (indem) sagend: Siehe, der Säende kam-(aus dem Haus)-heraus, (um auf das Feld) zu-säen~.


4 Und während seinem Säen, fielen die einen (Pl.: Samenkörner) entlang des Weges, und die Vögel, kommend°, fraßen-sie-auf.26


5 Andere (Pl.: Samenkörner) aber fielen auf das Steinige,23 wo sie nicht viel Erde (zum Wurzeln) hatten~, und sofort schossen-sie-auf, weil sie (d.h. ihre Wurzeln) keine Tiefe (an) Erde haben~.


6 (Als) aber die Sonne aufgegangen-war°, wurden-sie-versengt, und weil sie (durch das schnelle Aufschießen) keine Wurzeln (gebildet) haben~ vertrockneten-sie-(effektiver Aor.: schließlich)°.38


7 Andere (Pl.: Samenkörner) aber fielen auf30 die Dornensamen24 (in der Erde), und die Dornensamen stiegen-(aus der Erde)-auf° und ´erstickten` sie.34


8 Andere (Pl.: Samenkörner) aber fielen auf die gute Erde und brachten~ (Impf.: allmählich) Frucht, das eine (Samenkorn) hundertfach, das andere sechzigfach, das andere dreißigfach.25


9 Der Ohren Habende höre~!6


10 Und hinzukommend° sagten die Schüler (zu) ihm: Weswegen sprichst-du in Parabeln (zu) ihnen?45


11 Er aber, antwortend°, sagte (zu) ihnen: Weil euch ist-es-gegeben*, die Geheimnisse40 der Königsherrschaftⱽ der Himmel44 zu-kennen°, jenen aber ist es nicht gegeben*.


12 Denn jeder-der hat, ihm wird-gegeben-werden, und überreich-wird-er-gemacht-werden, aber ein-solcher-der nicht hat, sogar was er-hat, wird-weggenommen-werden von ihm.46


13 Deswegen spreche-ich in Parabeln (zu) ihnen, weil sie (obwohl visuell) sehend (sie geistlich) nicht sehen und (obwohl akustisch) hörend° (sie geistlich) nicht hören und-nicht verstehen.


14 Und vollständig-erfüllt-sich (an) ihnen die Prophezeiung Jesajas, die Sagende: "(Mit) Hören (od.: Gehör?) werdet-ihr-hören, doch keinesfalls sollt-ihr-verstehen°, und (hebr. Inf.absolutus: immerzu) hin-blickend werdet-ihr-(hin)-blicken, doch keinesfalls sollt-ihr-wahrnehmen."1


15 "Denn das Herz dieses Volkes ist dick-geworden (d.h. undurchlässig), und (mit) den Ohren hörten-sie schwer, und ihre Augen verschlossen-sie, dass-nicht sie-sehen° (mit) den Augen und (nicht mit) den Ohren hören° und (nicht mit) dem Herzen verstehen° und umkehren° sodass ich sie gesundmachen-würde (od.: könnte)".2


16 Aber glückselig (sind) eure Augen, weil sie-sehen, und ´eure` Ohren, weil sie-hören.


17 Amen, denn ich-sage euch: Viele Propheten und Gerechte begehrten zu-sehen, was ihr-erblickt, und sie-sahen (es) nicht, und zu-hören, was ihr-hört, und sie-hörten (es) nicht.


18 Ihr also, hört° die Parabel des Säenden°!31


19 (Jedes Mal, wenn) jemand das Wort (von) der Königsherrschaft hört und nicht versteht, kommt der Böse und raubt das in seinem Herzen Gesäte*,32 dieser ist der entlang des Weges gesät-Wordene°.


20 Aber der auf das Steinige gesät-Wordene°, dieser ist der das Wort Hörende und (es) sofort mit Freude AufNehmende.


21 Er-hat aber keine Wurzel in sich-selbst, sondern er-ist wetterwendisch (od.: ein "Augenblicksmensch"). Aber (wenn) geschehend° Bedrängnis oder Verfolgung wegen des Wortes, sofort nimmt-er-Anstoß.


22 Aber der in die Dornensamen gesät-Wordene°, dieser ist der das Wort (zwar) Hörende, doch die AlltagsSorge der Welt und die Täuschung des Reichtums erstickt-völlig das Wort, und fruchtlos ist-es (od.: ist er).


23 Aber der auf die gute Erde gesät-Wordene°, dieser ist der das Wort Hörende und Verstehende, der dann (auch) fruchtträgt7 und hervorbringt, der eine hundertfach, der andere sechzigfach, der andere dreißigfach.


24 (Eine) andere Parabel legte-er-vor ihnen, (indem) sagend: Gleichartig-gemacht-wurde°15 die Königsherrschaft der Himmel (einem) Menschen,36 sähend° guten Samen in seinem AckerFeld.


25 Aber während dem Schlafen~ der Menschen kam sein Feind, und säte-darüber27 Lolch8 mitten unter den Weizen, und ging-weg.


26 Als aber die (Weizen) Saat keimte und Frucht ansetzte, da kam-zum-Vorschein auch der Lolch.


27 Aber (nachdem) hinzukommend° sagten die Sklaven des Hausgebieters (od.: Gutsherrn zu) ihm: Herr, du-sätest doch guten Samen in deinem AckerFeld (nicht wahr)? Woher hat-er also (den) Lolch?


28 Er aber erklärte ihnen: (Ein) feindlicher Mensch tat dies. Aber die ´Sklaven sagen (zu) ihm`: Willst-du also (dass, nachdem) weggehend° wir sie (d.h. die Lolch Ähren) zusammenlesen°?


29 Er aber erklärte: Nein, damit-nicht, (wenn) die Lolch-Ähren zusammenlesend, ihr gleichzeitig (mit) ihnen (auch) den Weizen entwurzelt.27


30 Lasst° beide zusammen-wachsen bis-zu der Ernte, und zum Zeitpunkt der Ernte werde-ich-sagen (zu) den Erntearbeitern:29 Lest-zusammen° zuerst43 die Lolch-Ähren und bindet sie ´zu` Bündeln, (um sie) zu-verbrennen°, den Weizen aber ´sammelt`° in meine Scheune.


31 (Eine) andere Parabel legte-er-vor ihnen, (indem) sagend: Gleichartig ist die Königsherrschaft der Himmel (einem) Senf Korn,9 das nehmend° (ein) Mensch36 in seinem AckerFeld aussäte,


32 das zwar kleiner ist (als) alle die (anderen) Samenarten, aber dann-wenn es-wuchs, ist-es größer (als) die (übrigen) Gemüsepflanzen, und es-wird (wie ein) Baum,9 sodass "die Vögel des Himmels" kommen und "sich-niederlagern (d.h. nisten) in seinen Zweigen."3


33 (Eine) andere Parabel ´sprach-er (zu) ihnen`: Gleichartig ist die Königsherrschaft der Himmel (mit einem) Sauerteig, den genommen-habend° (eine) Frau verbarg11 (od.: versteckte) hinein-in drei Sat Weizenmehl, bis dieser (Sg.Mask.: Teig?) ganz durchsäuert-wurde.10


34 Dies alles sprach Jesus in Parabeln zu den Volksmengen, und ohne Parabel sprach-er~ gar-nichts (zu) ihnen,


35 auf-dass erfüllt-würde° das Geredete° durch den Propheten, (den) sagenden: "Öffnen-werde-ich meinen Mund in Parabeln, preisgeben-werde-ich28 Verborgenes* seit Grundlegung"4 ´(der) Welt`.


36 Dann, (nachdem) entlassen-habend° die Volksmengen, kam-er in das Haus. Und (es) kamen-hinzu (zu) ihm seine Schüler,33 sagend: Kläre-auf (für) uns die Parabel (von) dem Lolch des AckerFelds.


37 Er aber, (indem) antwortend° sagte: Der Säende den guten Samen ist der Sohn des Menschen,


38 das AckerFeld aber ist die Welt, der gute Same aber, diese sind die Söhne der Königsherrschaft, der Lolch aber sind die Söhne des Bösen,


39 der Feind aber, der gesät-Habende° (den Lolch), ist der Teufel, die Ernte aber ist (die) endgültige-Vollendung (des) Zeitalters, die Erntearbeiter aber sind Engel.


40 Geradeso-wie also der Lolch zusammengelesen-wird und (mit/durch) Feuer ´verbrannt-wird`, ebenso wird-es-sein bei der endgültigen-Vollendung des Zeitalters:


41 Der Sohn des Menschen wird-senden seine Engel, und sie-werden-zusammenlesen aus seinem Königreich alle die Ärgernisse und (od. epex.: nämlich) die Tuenden das Gesetzlose,


42 und "sie-werden-werfen sie in den Schmelzofen des Feuers,"5 dort wird-sein das Weinen und das Knirschen der Zähne.29


43 Dann werden-herausleuchten die Gerechten wie die Sonne in dem Königreich ihres Vaters. Der Habende Ohren, er-höre~!


44 Gleichartig ist die Königsherrschaft der Himmel (einem) aufbewahrten-Schatz, (einem) verborgen-wordenen*19 in dem47 AckerFeld, den, (nachdem ihn) findend°, (ein) Mensch36 (wieder) verbarg, und in seiner Freude geht-er-fort, und bietet-feil ´alles` was er-hat, und kauft18 jenes AckerFeld.12


45 Wieder gleichartig ist die Königsherrschaft der Himmel (einem) Menschen,36 (einem) schöne Perlen Suchenen20 Großhändlerⱽ,13


46 (Er) aber, (als) findend° eine sehr-wertvolle16 Perle, (nachdem) weggehend°, verkaufte-er*17 alles was er-(Impf.: im Laufe der Zeit erworben)-hatte~, und kaufte sie.


47 Wieder gleichartig ist die Königsherrschaft der Himmel (einem) in das Meer (od.: in den See) geworfen-wordenen° Schleppnetz21 und aus jeder Art (Fische) sammelnd°,


48 das sie, als es-vollgemacht-war°, an den Strand hinaufzogen,29 und (nachdem) sich-gesetzt-habend° lasen-sie-zusammen die guten (Arten von Fischen) in Behältnisse, aber die Fauligen (d.h. die Unbrauchbaren)14 warfen-sie hinaus.


49 Ebenso wird-es-sein bei der endgültigen-Vollendung des Zeitalters: (aus dem Himmel) herauskommen-werden die Engel, und absondern-werden-sie die Bösen aus (der) Mitte der Gerechten,


50 und "sie-werden-werfen sie in den Schmelzofen des Feuers,"5 dort wird-sein das Weinen und das Knirschen der Zähne.35


51 (Habt) ihr das alles verstanden°? Sie-sagen (zu) ihm: Ja.


52 Er aber sagte (zu) ihnen: Deswegen ist jeder Schriftgelehrte, - (nachdem/indem) geschult-worden° (über/in) die Königsherrschaft der Himmel, - gleichartig (einem) Menschen, (einem) Hausgebieter, einem-solchen-der aus seinem Speicher Neuartiges und Altes hervorholt.


53 Und es-geschah, als Jesus diese Parabeln vollendete,22 brach-er-auf von-dort.


54 Und (nachdem er) in seine Vaterstadt gekommen-war°, lehrte-er~ sie (Impf.: gewohnheitsmäßig) in ihrer Synagoge, sodass sie außer-sich-gerieten und sagten: Woher (kommt) diesem diese Weisheit und die Machttaten?


55 Ist dieser nicht der Sohn des Bauhandwerkers?37 Wird nicht seine Mutter Maria genannt und (sind nicht) Jakobus und Josef und Simon und Judas seine Brüder?


56 Und sind nicht alle seine Schwestern bei uns?39 Woher also (ist) diesem dies alles?


57 Und sie-ärgerten-sich~ (Impf.: von da an?) über ihn. Jesus aber sagte (zu) ihnen: Kein Prophet ist ohne-Ehre, außer in (seiner) Vaterstadt und in seinem Haus.


58 Und er-machte dort nicht viele Machttaten wegen ihres Unglaubens.41


 

Matthäus 14


1 Zu jenem Zeitpunkt hörte Herodesⱽ, der Tetrarch,5 die Kunde über Jesus,


2 und er-sagte (zu) seinen Knechten (d.h. Ministern?): Dieser ist Johannes der Täufer, er wurde-erweckt von den Toten, und deswegen sind-wirksam diese Mächte in ihm.


3 Denn Herodes, (nachdem) den Johannes festgenommen-habend°, band-er ´ihn` und setzte (ihn) ins Gefängnis wegen Herodias, der EheFrau seines HalbBruders Philippus.6


4 Denn Johannes sagte~ (Impf.: immer wieder zu) ihm: Nicht erlaubt-ist-es dir, sie zu-haben~.


5 Und (Ptz.Präs.: obwohl öfters) ihn töten wollend, fürchtete-er die Volksmenge, weil sie ihn für (einen) Propheten hielten~.


6 (Als) aber (das) Geburtsfest des Herodes gekommen-war°, tanzte die Tochter der Herodias7 in der Mitte, und sie-(od.: es)-gefiel dem Herodes,


7 weshalb er mit (einem) Eid zusicherte, ihr zu-geben°, was auch-immer sie-erbitte.


8 Sie aber, (weil) angestiftet-geworden° von ihrer Mutter, erklärte: Gib° mir hier auf (einem) Servierteller den Kopf Johannes des Täufers!


9 Und (obwohl) betrübt-geworden°, befahl der König, wegen der Eide und der zusammen-(mit ihm zu Tisch)-Liegenden, (dass ihr der Kopf) gegeben-werde°,


10 und (nachdem) geschickt-habend°, (ließ) er ´den` Johannes in dem Gefängnis enthaupten.


11 Und sein Kopf wurde-gebracht auf (einem) Servierteller, und er-wurde-gegeben dem Mädchen, und sie-brachte (ihn) ihrer Mutter.


12 Und (nachdem) seine Schüler hinzugekommen-waren°, hoben-sie-auf den Leichnam, und sie-begruben ´ihn`, und (nachdem) zurückkommend° berichteten-sie (es) Jesus.


13 Jesus aber, (als dies) hörend°, entwich von-dort in (einem) Schiff an (einen) öden Ort für-sich-allein,12 und (nachdem dies) gehört-habend°, folgten ihm die Volksmengen zu-Fuß von den Städten.


14 Und (als aus dem Schiff) heraussteigend°, sah-er (eine) große Volksmenge, und er-erbarmte-sich-innerlich über sie, und er-machte-gesund ihre Dahinsiechenden (Kranken).


15 (Als es) aber Abend1 geworden-war°, kamen-hinzu (zu) ihm die Schüler, sagend: Öde ist der Ort und die Stunden schon vorgerückt, entlasse (daher) die Volksmengen, damit, (nachdem/indem) weggegangen° in die Dörfer, sie sich Speisen (d.h. Nahrungsmittel) kaufen°.


16 ´Jesus` aber sagte (zu) ihnen: Sie-haben nicht nötig wegzugehen, gebt ihr ihnen zu-essen!


17 Sie aber sagen (zu) ihm: Wir-haben nichts hier außer fünf Brote und zwei Fische.


18 Er aber sagte: Bringt~ sie mir hierher!


19 Und (nachdem) den Volksmengen befohlen-habend° sich-zu-lagern° auf dem Gras, (und) die fünf Brote und die zwei Fische nehmend°, (und) aufblickend° zum Himmel, segnete-er°14 (sie; d.h. er sprach den Mahlsegen), und (nachdem sie) gebrochen-habend° gab-er° den Schülern die (vermehrten) Brotstücke, die Schüler aber (brachten sie) den Volksmengen.


20 Und alle aßen und wurden-gesättigt, und sie-hoben-auf das Übriggebliebene der Speisereste, zwölf volle Handkörbeⱽ.8


21 Die Essenden aber waren~ ungefähr fünftausend Männer, nicht-mitgerechnet Frauen und Kinder (d.h. solche waren auch noch dabei).


22 Und ´sofort` nötigte9 er die Schüler, in ´das` Schiff einzusteigen und ihm zum jenseitigen (Ufer)9 vorauszufahren, solange-bis er die Volksmengen entlassen-habe°.


23 Und (nachdem) die Volksmengen entlassen-habend°, stieg-er-hinauf auf den3 Berg für-sich allein, um-zu-beten°. (Als es) aber Abend2 geworden-war°, war-er~ (Impf.: schon für längere Zeit) allein dort.


24 Aber (als) das Schiff schon viele Stadien10 von dem Land entfernt-war~, (waren sie) gequält-werdend~ von den Wogen, denn der Wind (war ihnen) entgegengerichtet.


25 Aber (in) der vierten Nacht Wache4 kam-er zu ihnen, einhergehend auf dem See.


26 Die Schüler aber, (als) ihn sehend° auf dem See einhergehend, wurden-erregt, (wobei, Präs.: immer wieder) sagend: (Es) ist (ein) Gespenst, und sie-schrien aus Furcht.


27 Sofort aber sprach ´Jesus` zu ihnen, sagend: Habt-Mut~, ich bin (es), fürchtet-euch~ nicht!


28 (Darauf) aber, ´ihm` antwortend°, ´sagte der Petrus`: Herr, wenn du (es) bist, befiehl mir, auf den Wassern zu dir zu-kommen!


29 Er aber sagte: Komm°! Und (nachdem er) von dem Schiff (auf das Wasser) herabgestiegen-war°, ging-umher ´der` Petrus auf den Wassern und kam zu Jesus.


30 Aber (als auf) den ´starken` Wind blickend, fürchtete-er-sich, und, (als) anfangen-habend° (Präs.: schön langsam?) zu-versinken~,13 schrie-er, sagend: Herr, errette° mich!


31 Jesus aber, sofort, - (indem) die Hand ausstreckend°, - ergriff-er ihn und sagt (zu) ihm: Kleingläubiger, warum zweifeltest-du?


32 Und (als) sie in das Schiff hinaufgestiegen-waren°, ließ-nach der Wind.


33 Die aber in dem Schiff fielen-huldigend-nieder-vor° ihm, (wobei) sagend: Wahrhaft, du-bist Gottes Sohn.


34 Und (nachdem) zum-jenseitigen-(Ufer)-querend°, kamen-sie an Land, in (die Landschaft) Genezareth.


35 Und, (als) ihn erkannt-habend°, sandten die Männer jenes Ortes in jene ganze Umgegend, und sie-brachten-hin (zu) ihm alle, die in-üblem-Zustand sich-Befindenden.


36 und sie-ersuchten~ ´ihn`, dass sie nur die Quaste11 seines Kleides anfassen-dürften°, und alle-die sie-anfassten, wurden-vollständig-errettet (von ihrem Übel).


Matthäus 15


1 Darauf kommen-hin (zu) Jesus Pharisäer und Schriftgelehrte von Jerusalem, sagend:


2 Weswegen übertreten deine Schüler die Überlieferung der Ältesten13? Denn sie-waschen-sich nicht ´ihre` Hände, (jedes Mal) dann-wenn sie Brot essen~.


3 Er aber, antwortend° sagte (zu) ihnen: Weswegen übertretet auch ihr die Vorschrift Gottes wegen eurer Überlieferung?


4 Denn Gott sagte: "Ehre~ den Vater und die Mutter," und: "Der Übles-Sagende-über Vater oder Mutter, (mit dem) Tod soll-er-(sein Leben)-vollenden~"1


5 Ihr aber sagt: Wer auch-immer (zu) dem Vater oder (zu) der Mutter sagt: (Eine) Opfergabe (sei), was auch-immer (du) von mir als-Nutzen-hättest°,5


6 keinesfalls braucht-er-zu-ehren seinen Vater (und seine Mutter), und (so) machtet-ihr-rechtsungültig° das Wort Gottes wegen eurer Überlieferung.


7 Heuchler, Jesaja prophezeite richtigerweise über euch, (als/wenn) sagend:


8 "Dieses Volk, (mit) den Lippen ehrt-es mich, ihr Herz aber ist weit weg von mir,


9 vergeblicherweise aber verehren-sie mich, (indem) lehrend (als) Lehren Aufträge (von) Menschen."2


10 Und (nachdem) zu-sich-gerufen-habend° die Volksmenge, sagte-er (zu) ihnen: Hört~ und versteht~!


11 Nicht das in den Mund Hineinkommende macht-gemein (d.h. unrein) den Menschen, sondern das aus dem Mund Herausgehende, dieses macht-gemein den Menschen.


12 Daraufhin, (nachdem) die Schüler hinzugekommen-waren°, sagen-sie (zu) ihm: Weißt-du*, dass die Pharisäer sich-ärgerten, (als) das Wort gehört-habend°?


13 Er aber antwortend° sagte: Jede Pflanze, welche nicht mein himmlischer Vater pflanzte, wird-entwurzelt-werden.


14 Lasst° sie, sie-sind blind, (und) Weggeleiter ´(von) Blinden`. Falls aber (ein) Blinder (einen) Blinden auf-dem-Weg-geleitet~, beide werden-sie-fallen in (eine) Grube.


15 Petrus aber, antwortend° sagte (zu) ihm: Erläutere uns ´diese` Parabel (von vorhin)!


16 Er aber sagte: Seid auch ihr noch Unverständige?


17 Begreift-ihr nicht, dass alles das Hineingehende in den Mund in den Bauch gelangt und in (den) Abort ausgeschieden-wird?4


18 Aber das aus dem Mund Herausgehende, aus dem Herzen kommt-es-heraus, und jene (Dinge) machen-gemein (d.h. unrein) den Menschen.


19 Denn aus dem Herzen kommen-heraus, böse Überlegungen, Morde, Ehebrüche, Hurereien, Diebereien, falsche-Zeugnisse, Lästerungen.


20 Dies ist das den Menschen Gemeinmachende (d.h. Verunreinigende), aber nicht das Essen (mit) ungewaschenen Händen macht-gemein den Menschen.


21 Und (nachdem) herauskommend° von dort, entwich Jesus in die LandesTeile von Tyros und Sidon.


22 Und siehe, (eine) kanaanäische Frau, - (nachdem) von jenen Gebieten herausgekommen°, - schrie~ (Impf.: fortwährend hinter ihm her), (Präs.: wobei immer wieder) sagend~: Erbarme-dich° meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter ist übel dämonisiert.


23 Er aber antwortete ihr kein Wort. Und hinzukommend° baten~ ihn (Impf.: ein Paar mal?) seine Schüler, sagend: Entlass-sie, weil sie-schreit hinter uns (her).


24 Er aber antwortend° sagte: Zu-niemandem wurde-ich-gesandt, außer zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.


25 Sie aber, kommend°, fiel-huldigend-nieder-vor° ihm, sagend: Herr, eile-zu-Hilfe~ mir!


26 Er aber, antwortend°, sagte: Es-ist nicht recht, das Brot der Kinder zu-nehmen und den Schoss-Hündlein6 zu-(zu)-werfen°.


27 Sie aber sagte: Ja (gewiss) Herr, ´doch` auch die Schoss-Hündlein essen von den Bröseln,7 den herabfallenden von dem Tisch ihrer Herren.


28 Darauf antwortend° sagte Jesus (zu) ihr: Oh Frau, groß (ist) dein Glaube, es-geschehe° dir wie du-willst. Und ihre Tochter wurde-geheilt von jener Stunde (an).


29 Und von-dort hinüberschreitend°, kam Jesus entlang am See3 der (Landschaft) Galiläa, und (nachdem) auf das Bergland hinaufsteigend°, setzte-er-sich~ dort (nieder um zu Lehren).


30 Und (es) kamen-hin (zu) ihm viele Leute, habend mit sich Lahme, ´Blinde, Verkrüppelte`, TaubStumme und viele (mit) andersartigen (Gebrechen), und sie-schmissen-hin sie neben seine Füße, und gesund-machte-er sie.


31 Daher staunte die Volksmenge, (weil) erblickend TaubStumme sprechend, ´Verkrüppelte gesund` und Lahme umhergehend und Blinde sehend, und sie-verherrlichten den Gott Israels.


32 Jesus aber, (nachdem) seine Schüler zu-sich-rufend°, sagte: (Es) erbarmt-mich-innerlich über die Volksmenge, weil sie ´schon` drei Tage dableiben-bei mir und nichts haben, was sie-essen-könnten, und ich-will sie nicht hungrig entlassen°, dass-nicht (etwa) sie-erschlaffen auf dem Weg (d.h. unterwegs).


33 Und die Schüler sagen (zu) ihm: (Von) woher (kämen) uns in (der) Einöde so-viele Brote, um (eine) so-große Volksmenge zu-sättigen?8


34 Und Jesus sagt (zu) ihnen: Wie-viele Brote habt ihr? Sie aber sagten: Sieben und wenige Fischlein.


35 Und (nachdem) die Volksmenge angewiesen-habend°, sich-niederzulassen auf die Erde,


36 nahm-er die sieben Brote und die Fische, und (nachdem mit dem Mahlsegen) gedankt-habend°11 brach-er (sie in Stücke), und er-gab~ (Impf.: er gab die Stücke immer wieder) den Schülern, die Schüler aber (gaben sie immer wieder) den Volksmengen.


37 Und alle aßen und wurden-gesättigt. Und das Übrigbleibende der Brocken hoben-sie-auf: sieben volle Tragkörbe.10


38 Die Essenden aber waren~ viertausend Männer, ohne Frauen und Kinder.12


39 Und (nachdem) die Volksmengen entlassen-habend°, stieg-er-ein in das Schiff, und er-kam in die Gebiete (von) Magadan.9

Matthäus 16


1 Und ´die` Pharisäer und Sadduzäer, (als) hinkommend° (und ihn) versuchend, forderten° sie von ihm, ihnen (ein) Zeichen aus dem Himmel vorzuzeigen°.


2 Er aber antwortend° sagte (zu) ihnen: (Wenn) ´Abend` werdend° sagt ihr: Heiteres-Wetter (kommt), denn der Himmel ist-feuerrot,


3 und frühmorgens: Heute (kommt) Schlechtwetter, denn der sich-trübende Himmel ist-feuerrot. Das Angesicht des Himmels zu-beurteilen~ kennt-ihr zwar, die Zeichen der (rechten/gelegenen) Zeitpunkte aber ´könnt-ihr` nicht (beurteilen)?15


4 Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht (od.: Generation) fordert (ein) Zeichen, aber kein Zeichen wird ihm gegeben werden, außer das Zeichen Jonas. Und (nachdem) sie zurücklassend°, ging-er-weg.


5 Und (als) die Schüler zu dem jenseitigen (Ufer) gekommen-waren°, hatten-sie-darauf-vergessen°, Brote mitzunehmen°.


6 Jesus aber sagte (zu) ihnen: Seht-zu~ und hütet-euch~ vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!10


7 Sie aber überlegten-gründlich ~ bei sich, (wobei) sagend: Weil wir keine Brote mitnahmen.


8 Aber Jesus, (als es) erkennend°, sagte: Was überlegt-ihr-(so)-gründlich bei euch Kleingläubige, weil ihr keine Brote mithabt?


9 Begreift-ihr noch-(immer)-nicht, erinnert-ihr-euch auch-nicht (an) die fünf Brote (für) die Fünftausend und wie-viele Handkörbe2 ihr-mitnahmt?


10 Auch-nicht (an) die sieben Brote (für) die Viertausend und wie-viele Tragkörbe2 ihr-mitnahmt?9


11 Wieso begreift-ihr nicht, dass ich nicht über Brote (zu euch sprach als) ich (zu) euch sagte? Hütet-euch~ aber vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!


12 Dann verstanden-sie, dass er nicht sagte, sich-zu-hüten~ vor dem Sauerteig ´der Brote`, sondern vor der Lehre (d.h. der Doktrin) der Pharisäer und Sadduzäer.


13 Aber (nachdem) in die LandesTeile von Cäsarea Philippi13 kommend°, fragte Jesus (Impf.: ausführlich) seine Schüler, sagend: Wer sagen die Menschen, (dass) der Sohn des Menschen (d.h. der Messias) sei~?


14 Sie aber sagten: Die einen, Johannes der Täufer, andere aber, Elija, andersartige aber, Jeremia11 oder einer der (anderen) Propheten.


15 Er sagt (zu) ihnen: Ihr aber, wer, sagt-ihr, (dass) ich sei~?


16 Simon Petrus, aber (indem) antwortend°, sagte: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen~ Gottes.


17 Jesus aber, antwortend°, sagte (zu) ihm: Glückselig bist-du, Simon Barjona,14 denn nicht Fleisch und Blut enthüllten dir (dies), sondern mein Vater in ´den` Himmeln.


18 Aber ich-meinerseits sage dir: Du bist Petrus,14 und auf diesem Felsen3 werde-ich-erbauen meine Versammlung, und (die) StadtTore (des) Hades,6 nicht werden-sie-den-Sieg-davontragen.


19 Geben-werde-ich dir die Schlüssel4 des Königreichs der Himmel, und was auch-immer du-bindest5 auf der Erde, gebunden-worden* wird-es-sein~7 in den Himmeln, und was auch-immer du-löst5 auf der Erde, gelöst-worden* wird-es-sein~7 in den Himmeln.


20 Dann ´trug-er-auf` den Schülern, dass sie niemandem sagen-sollten°, dass er der Messias ist.


21 Von da-an fing-an ´Jesus` seinen Schülern zu-zeigen~, dass er nach Jerusalem weggehen° muss und (zwar um) vieles zu-erleiden° von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten und getötet-zu-werden° und am dritten Tag17 auferweckt-zu-werden°.


22 Und Petrus, (nachdem) ihn zu-sich-nehmend°, fing-an ihn (Präs.: eindringlich) zu-rügen~, (indem) sagend: (Gott sei) dir gnädig, Herr, keinesfalls soll-passieren dir dies.


23 Er aber, sich-umwendend°, sagte (zu) Petrus: Geh-fort, hinter mich, Satan! (Eine) Falle bist-du mir, weil du nicht gesinnt-bist (auf) das von Gott, sondern (auf) dass der Menschen.


24 Darauf sagte ´der` Jesus (zu) seinen Schülern: Wenn jemand hinter mir herkommen will, verleugne-er° sich-selbst und hebe-auf° sein Kreuz16 und folge~ mir! (Präs.: von da an)


25 Denn wer auch-immer sein Leben (od.: Seele) erretten° will~,8 verlieren-wird-er es, aber wer auch-immer verliert° sein Leben (od.: Seele) meinet wegen, finden-wird-es es.


26 Denn was wird-es-nützen (einem) Menschen, falls er die ganze Welt gewinne°, aber sein Leben (od.: Seele) einbüße°? Oder was wird-geben (ein) Mensch (als) Eintausch (für) sein Leben?


27 Denn der Sohn des Menschen steht-im-Begriff in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln zu-kommen~, und dann "wird er-zurückgeben (d.h. vergelten) jedem (einzelnen) nach seinem Tun."1


28 Amen, ich-sage euch: (Es) sind einige der hier Stehenden*, solche-die keinesfalls schmecken-werden° (den) Tod, bis sie sehen° den Sohn des Menschen kommend in seiner Königsherrschaft.12


Matthäus 17


1 Und nach sechs Tagen10 nimmt-beiseite Jesus den Petrus und Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und bringt-sie-hinauf auf (einen) hohen Berg14 für sich (allein).


2 Und er-wurde-umgestaltet vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete-auf wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiß wie das Licht.


3 Und siehe, es-ließ-sich-sehen (von) ihnen Mose und Elija, (wobei) sich-besprechend mit ihm.


4 Petrus aber, antwortend° sagte (zu) Jesus: Herr, recht ist-es (für) uns hier zu-sein~. Wenn du-willst, werde-ich-machen hier drei Zelte, dir eines und Mose eines und Elija eines.


5 Noch (während) er-sprechend-war~, siehe, (eine) lichte Wolke13 überschattete sie, und siehe, (eine) Stimme aus der Wolke (war) sagend: Dieser ist mein geliebter Sohn an dem ich-Wohlgefallen-habe, ihn hört~!


6 Und (nachdem dies) hörend°, fielen die Schüler auf ihr Angesicht und fürchteten-sich sehr (ingressiver Aor.: fingen an sich sehr zu fürchten).


7 Und Jesus, (nachdem) hinzukommend° und sie anfassend°, sagte: Steht-auf° und fürchtet-euch~ nicht!4


8 Aber (nachdem) ihre Augen erhebend°, sahen-sie keinen (mehr) außer ihn, Jesus allein.


9 Und (während) sie herabsteigend-waren~ von dem Berg, trug ihnen Jesus auf, (indem) sagend: Sagt niemandem (von) dem Gesehenen, bis dass der Sohn des Menschen aus Toten auferweckt-wird°.


10 Und die Schüler befragten ihn, sagend: Warum sagen denn die Schriftgelehrten: "Elija muss zuerst kommen?"1


11 Er aber, antwortend°, sagte: "Elija kommt zwar und" alles "wird-er-wiederherstellen,"


12 ich-sage euch aber: Elija kam schon, aber sie-erkannten ihn nicht, sondern sie-taten an ihm, alles-was sie-wollten, ebenso steht-im-Begriff auch der Sohn des Menschen von ihnen zu-leiden~.2


13 Dann verstanden die Schüler, dass er (dies) über Johannes den Täufer (zu) ihnen sagte.


14 Und (als er) zu der Volksmenge gekommen-war°, kam-hin (zu) ihm (ein) Mensch, auf-die-Knie-fallend~ (vor) ihm


15 und sagend: Herr, erbarme-dich meines Sohnes, weil er-mondsüchtig-ist, und ´er-leidet` übel, denn vielmals fällt-er in das Feuer und vielmals in das Wasser.


16 Und (nachdem) ihn (zu) deinen Schülern hineinbringend °, konnten-sie ihn aber nicht gesund-machen.


17 Jesus aber, antwortend°, sagte: Oh ungläubige und verdreht-wordene* Generation5 (od.: Geschlecht), bis wann soll-ich-sein mit euch? Bis wann soll-ich-ertragen euch? Bringt~ ihn mir hierher!


18 Und Jesus herrschte-an11 ihn, und der Dämon kam-heraus von ihm, und der Knabe war-gesundgemacht° von jener Stunde (an).


19 Dann, hinkommend° die Schüler (zu) Jesus für sich (allein), sagten: Weswegen konnten wir ihn nicht hinauswerfen?


20 Er aber sagt (zu) ihnen: Wegen eurer ´Kleingläubigkeit`, denn, Amen, ich-sage euch: Falls ihr Glauben habt (nur so klein) wie (ein) Senf Korn,6 könntet-ihr-sagen (zu) diesem Berg: Schreite-hinüber° von-hier dorthin, und er-wird-hinüberschreiten, und gar-nichts wird-unmöglich-sein (für) euch.7


21 3


22 Sie aber, (als) beieinander-seiend in der (Landschaft) Galiläa, sagte Jesus (zu) ihnen: Der Sohn des Menschen steht-im-Begriff in Menschen Hände überliefert-zu-werden~,


23 und töten-werden-sie ihn, und am dritten Tag wird er-auferweckt-werden. Und sie wurden sehr betrübt.


24 (Als) sie aber nach Kafarnaum gekommen-waren°, kamen-hin (zu) dem Petrus die die Doppeldrachmen8 EinNehmenden und sagten: Zahlt euer Lehrer nicht ´die` Doppeldrachmen?12


25 Er-sagt: Doch. Und (nachdem sie) in das Haus gekommen-waren°, kam-zuvor ihm Jesus, (indem) sagend: Was scheint dir (od.: was meinst du) Simon? Die Könige der Erde, von wem nehmen-sie Zoll oder Steuer? Von ihren Söhnen oder von den Anderen (d.h. den Fremden)?


26 (Er) aber, (als) sagend°: Von den Anderen (d.h. den Fremden), sagte ihm Jesus: Folglich sind die Söhne frei.


27 Damit wir ihnen aber nicht (einen Grund geben) sich-(zu)-ärgern: Geh° ans Meer (und) wirf (einen) Angelhaken (aus) und fange den ersten hinaufsteigenden° Fisch, und (nachdem) sein Maul öffnend°, wirst-du-finden (einen) Stater.9 (Nachdem) jenen nehmend°, gib (ihn) ihnen anstelle meiner und deiner!


 

Matthäus 18


1 In jener Stunde kamen-hinzu die Schüler (zu) Jesus, sagend: Wer ist denn (der) Größere (od.: der Größte) in dem Königreich der Himmel?21


2 Und (als ein) Kindlein herbeigerufen-habend°, stellte-er es in ihre Mitte


3 und sagte: Amen, ich-sage euch: Falls ihr (euch) nicht umwendet und werdet wie die Kindlein, keinesfalls kommt-ihr-hinein in das Königreich der Himmel.


4 Wer also sich-selbst erniedrigen-wird wie dieses Kindlein, dieser ist der Größere (od.: der Größte) im Königreich der Himmel.


5 Und wer auch-immer ein derartiges22 Kindlein annimmt aufgrund meines Namens (d.h. um meinetwillen), mich nimmt-er-an.


6 Aber wer auch-immer zu-Fall-bringt eines dieser Kleinen, der auf mich Vertrauenden, besser (wäre es für) ihn, dass (ein schwerer) Esels Mühlstein um seinen Hals gehängt-würde und er-versenkt-würde in der hohen-See.23


7 Wehe der Welt wegen der Ärgernisse, denn (es ist eine) Notwendigkeit, (dass) die Ärgernisse kommen, jedoch wehe dem Menschen, durch den das Ärgernis kommt.


8 Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dir Anstoß-(zur Sünde)-gibt, haue-aus° ihn und wirf° (ihn) weg-von dir! Es-ist besser (für) dich, (als) Verkrüppelter oder Lahmer in das (ewige) Leben hineinzukommen, als, - (obwohl) zwei Hände oder zwei Füße habend, - in das ewige Feuer geworfen-zu-werden°.18


9 Und wenn dein Auge dich zu-Fall-bringt (d.h. zur Sünde verführt), reiß-heraus es und wirf (es) weg-von dir! Es-ist besser (für) dich, (als) Einäugiger in das (ewige) Leben hineinzukommen°, als, - (obwohl) zwei Augen habend, - in die Hölle des Feuers geworfen-zu-werden°.


10 Seht-zu~, (dass) ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet, denn ich-sage euch: Ihre Engel in (den) Himmeln schauen unablässig das Angesicht meines Vaters in (den) Himmeln.


11 1


12 Was meint ihr? Falls es-geschieht, (dass) einem Menschen hundert Schafe (gehören)26 und eines von ihnen verirrt-sich, wird-er-zurücklassen nicht (od.: doch) die neunundneunzig auf den Bergen, und (indem/nachdem) gegangen° sucht-er das UmherIrrende (nicht wahr)?


13 Und falls es-geschieht, (dass) er es (effektiver Aor.: schließlich) findet°, Amen, ich-sage euch: Er freut-sich über dieses (eine) mehr-als über die neunundneunzig, die nicht sich-(Perf.: hoffnungslos?)-verirrt-Habenden*.10


14 Ebenso ist-es (auch) nicht (der) Wille vor ´eurem` Vater in (den) Himmeln, dass eines dieser Kleinen verlorengehe°.3


15 Falls aber dein Bruder ´gegen dich` sündigt° (Aor.: in Sünde fällt), geh-hin~, überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Falls er (auf) dich hört°, gewannst-du deinen Bruder,


16 falls er aber nicht hört°, nimm-beiseite° mit dir noch einen oder zwei (Zeugen), damit "aufgrund (der) Aussage zweier oder dreier Zeugen (hin) jeder Vorwurf"2 feststehe°.11


17 Aber falls er (auch?) sie (bewusst) überhört, ´sage-es`4 der Versammlung, aber falls er auch die Versammlung (bewusst) überhört, sei-er~ dir geradeso-wie der Heide und der Zöllner.20


18 Amen, ich-sage euch: Alles-was auch-immer ihr30 auf der Erde bindet°,9 gebunden-worden*12 wird-es-sein im Himmel, und alles-was auch-immer ihr auf der Erde löst°,9 gelöst-worden*12 wird-es-sein im Himmel (d.h. vor Gott).


19 Wieder ´Amen` sage-ich euch: Falls zwei von euch auf der Erde übereinstimmen°13 betreffs irgendeiner-beliebigen Sache, welche auch-immer sie-(Med.: für sich)-erbitten, geschehen-wird-es ihnen von meinem Vater in (den) Himmeln.


20 Denn wo zwei oder drei versammelt-worden-sind* zu meinem Namen,5 dort bin-ich in ihrer Mitte.


21 Dann, hinzutretend°, sagte Petrus (zu) ihm: Herr, wie-oft kann-sündigen gegen mich mein Bruder, und ich soll-erlassen ihm (diese Sünde)? Bis siebenmal?6


22 Jesus sagt (zu) ihm: Ich-sage dir, nicht (nur) bis siebenmal, sondern bis siebzigmal sieben (d.h. unzählige Male, bzw. immer).


23 Deswegen wurde-gleichartig-gemacht die Königsherrschaft der Himmel (einem) Menschen, (einem) König, der Abrechnung erheben wollte mit seinen Sklaven.27


24 (Als) er aber anfangend-war° (die Abrechnung) zu-erheben~, ´wurde-hingebracht7 (zu) ihm ein` Schuldner von zehntausend Talenten.8


25 (Da) er aber nichts habend um-zurückzuzahlen, befahl der Herr, (dass) er und die Frau32 und die Kinder und alles was er-hat verkauft-werde°, und (dass damit ein Teil der Schuld) zurückgezahlt-werde.14


26 HinFallend° also, warf-sich-zu-Füßen der Sklave vor ihm, sagend: Sei-langmütig° mit mir, und alles werde-ich-zurückzahlen dir!31


27 Aber (weil) sich-innerlich-erbarmend° entließ der Herr ´jenes` Sklaven ihn (in die Schuldenfreiheit/aus dem Gefängnis?), und das Darlehen28 erließ-er ihm.


28 Aber (nachdem aus dem Königspalast) herauskommend°, fand jener Sklave einen seiner Mitsklaven,29 der ihm hundert Denare19 (Impf.: schon länger?) schuldete~. Und ihn festhaltend°, würgte-er (ihn, wobei) sagend: Zahle-(Aor.: jetzt)-zurück°, alles was du schuldest!


29 HinFallend° also ersuchte~ (Impf.: flehentlich und immer wieder) sein Mitsklave ihn, (wobei immer wieder) sagend: Sei-langmütig° mit mir, und ich-werde-zurückzahlen dir.


30 Er aber wollte~15 nicht (Impf.: darauf warten?), sondern weggegangen° warf-er°16 ihn ins Gefängnis, bis er-zurückzahle das Geschuldete.


31 Seine Mitsklaven also, (als) sehend° das Geschehene°, betrübt-wurden-sie sehr, und gekommen°, klärten-sie-auf (od.: schilderten) ihren Herrn (über) alles das Geschehene°.15


32 Darauf, ihn zu-sich-rufend°,17 sagt sein Herr (zu) ihm: Böser Sklave, alle jene Schuld erließ-ich dir, da-ja du mich (darum) ersuchtest,


33 musstest~ nicht auch du dich-erbarmen° (über) deinen Mitsklaven, wie auch-ich mich deiner erbarmte?


34 Und (indem) erzürnt-werdend° übergab ihn sein Herr den Folterern,24 bis dass er-zurückzahle das ganze Geschuldete.


35 Ebenso wird-tun auch mein himmlischer Vater25 euch, falls ihr nicht (Hs.: die Schuld) erlasset, jeder (einzelne) seinem Bruder, (betont nachgestellt: und zwar?) von eurem Herzen.


Matthäus 19


1 Und es-geschah, als Jesus diese Worte vollendete,12 brach-er-auf von der (Landschaft) Galiläa, und er-kam in die Gebiete der (Landschaft) Judäa jenseits des Jordan.


2 Und (es) folgten ihm viele Leute, und gesund-machte-er sie dort.


3 Und es-kamen-hinzu (zu) ihm Pharisäer, (damit) ihn versuchend6 und sagend, ob es (einem) ´Menschen` erlaubt-ist, seine Frau aus jedem (beliebigen) Grund zu-entlassen°?11


4 Er aber, (indem) antwortend°, sagte: Laset ihr nicht, dass der (sie) geschaffen-Habende°, "sie" von Anfang (an) "(als) männlich und weiblich machte?"1


5 Und er-sagte: "Deswegen wird-verlassen (ein) Mensch den Vater und die Mutter, und anhaften-wird-er (Gräz.: angeleimt sein an) seiner Frau, und die zwei werden-sein zu einem Fleisch."2


6 Daher sind-sie nicht-mehr zwei, sondern (nur mehr) ein Fleisch. Was also Gott zusammenjochte, (soll ein/der) Mensch nicht (Präs.: dauerhaft?) trennen~.


7 Sie-sagen (zu) ihm: Warum denn trug-auf17 Mose,13 (einen) Scheidungs Brief zu-geben und ´sie` (damit) zu-entlassen?


8 Er-sagt (zu) ihnen: Mose erlaubte17 euch (nur) im-Hinblick-auf eure Hartherzigkeit eure Frauen zu-entlassen, von Anfang (an) aber ist es nicht so gewesen*.


9 Ich-sage euch aber: Wer auch-immer seine Frau9 entlässt - nicht (d.h.: außer = Mt 5,32) aufgrund (von) Hurerei10 - und heiratet (eine) andere, begeht-(dadurch rechtlichen)-Ehebruchⱽ.


10 ´Seine` Schüler sagen (zu) ihm: Wenn das Verhältnis des Menschen mit der Frau so ist, ist es nicht von-Vorteil zu-heiraten.8


11 Er aber sagte (zu) ihnen: Nicht alle geben-Raum (od.: fassen) ´diesem` Wort, sondern denjenigen-welchen es-gegeben-ist*.7


12 Denn es-gibt Kastrierte, solche-welche (schon) von Mutter Leib (an) so gezeugt-wurden, und es-gibt Kastrierte, solche-welche kastriert-wurden von den Menschen, und es-gibt Kastrierte, solche-welche sich-selbst kastrierten wegen der Königsherrschaft der Himmel. Der Könnende Raum-geben~ (od.: es fassen) gebe-Raum~ (od.: fasse es)!22


13 Dann wurden-hingebracht (zu) ihm Babys, damit er ihnen die Hände auflege und (für sie) bete, die Schüler aber herrschten-an sie (d.h. die Personen, die sie brachten).


14 Jesus aber sagte: Lasset° die Babys und wehrt~ ihnen nicht zu mir zu-kommen°, denn so-beschaffenen14 ist (d.h. gehört/gebührt) die Königsherrschaft der Himmel!


15 Und (nachdem) ihnen die Hände auflegend°, ging-er von-dort (fort).


16 Und siehe, ein Hinkommender°20 sagte (zu) ihm: Lehrer, was (soll) ich Gutes tun, damit ich ewiges Leben erhalte° (viell. im Sinne von: verdiene)?


17 Er aber sagte (zu) ihm: Was fragst-du mich über das Gute? (Nur) einer ist der Gute. Wenn du aber in das Leben hineinkommen° willst, ´bewahre`° die Vorschriften!


18 Er sagt (zu) ihm: Welche? Jesus aber ´sagte`: Das: "nicht morden-sollst-du°, nicht ehebrechen-sollst-du°, nicht stehlen-sollst-du°, nicht falsch-bezeugen-sollst-du°,3

19 ehre~ den Vater und die Mutter",4 und "lieben-sollst-du deinen Nächsten wie dich-selbst."5


20 Der junge-Mann sagt (zu) ihm: ´Alle diese` (Vorschriften) bewahrte-ich, was mangelt-mir noch?


21 Jesus erklärte~ ihm: Wenn du vollkommen22 sein~ willst, geh-hin~, biete-feil° deine Besitztümer und gib (den Ertrag) ´den` Bettelarmen,18 und (dann) wirst-du-haben (einen) aufbewahrten-Schatz in (den) Himmeln, und (dann) komm-her, (Imp.Präs.: und von da an) folge~ mir!


22 Der junge-Mann aber, (als) das Wort hörend°, ging-er-weg, (wobei) betrübt-seiend, denn er-war~ habend~ viel Erworbenes (Vermögen).


23 Jesus aber sagte (zu) seinen Schülern: Amen, ich-sage euch: (Ein) Reicher, schwerlich wird-er-hineinkommen in die Königsherrschaft der Himmel!


24 Aber wieder sage-ich euch: Müheloser ist-es (für ein) Kamel durch ´(das) Bohrloch (einer) Nadel16 durchzuziehen°, als (für einen) Reichen in die Königsherrschaft Gottes hineinzukommen`°.


25 Die Schüler aber, (als dies) hörend°, sehr gerieten-sie-außer-sich~,19 (wobei) sagend: Wer kann folglich errettet-werden°?


26 Jesus aber, (wobei sie) anblickend°, sagte (zu) ihnen: Bei Menschen ist dies unmöglich, bei Gott aber (ist) alles möglich.


27 Darauf, antwortend°, sagte Petrus (zu) ihm: Siehe, wir verließen18 alles und folgten dir. Was wird-sein folglich (für) uns (d.h. was erhalten wir)?


28 Jesus aber sagte (zu) ihnen: Amen, ich-sage euch: Ihr, die mir gefolgt-Seienden°, bei der Wiedergeburt,15 - dann-wenn sich-setzt der Sohn des Menschen auf (den) Thron seiner Herrlichkeit, - auch ihr werdet-(dann)-sitzen auf zwölf Thronen, richtend~ (od.: regierend über) die zwölf Stämme21 Israels.


29 Und jeder, derjenige-welcher Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Felder verließ wegen ´meines Namens, Hundertfaches` wird-er-empfangen und ewiges Leben wird-er-erben.


30 Aber viele Erste werden-sein Letzte und Letzte Erste (vgl. Kap. 20,16).


Matthäus 20


1 Denn gleichartig ist die Königsherrschaft der Himmel (einem) Menschen, (einem) Gutsbesitzer (w.: Hausgebieter), welcher gleich frühmorgens (ca. 6 Uhr früh) herauskam, um-sich-in-Lohn-zu-nehmen° Arbeiter für seinen Weingarten.11


2 Aber (nachdem er) mit den Arbeitern übereingekommen-war° auf (einen) Denar12 (für) den Tag, sandte-er sie in seinen Weingarten.


3 Und (als er) um (die) dritte Stunde (ca. 9 Uhr, wieder) herausgekommen-war° (d.h. aus seinem Haus zum Marktplatz), sah-er andere untätig (d.h. arbeitslos) herumstehend* auf dem Marktplatz,


4 und (auch) zu jenen sagte-er: Auch ihr, geht-hin~ in den Weingarten, und was auch-immer gerecht sei~, werde-ich-geben euch!


5 Sie aber gingen-hin (in den Weingarten). Wiederum ´aber`, (als er) um (die) sechste (ca. 12 Uhr) und (um die) neunte Stunde (ca. 15 Uhr) herausgekommen-war°, tat-er-es genauso.


6 Aber um die elfte (Stunde, ca. 17 Uhr, als er) herausgekommen-war°, fand-er andere herumstehend*, und er-sagt (zu) ihnen: Warum seid-ihr-herumgestanden* hier den ganzen Tag untätig?


7 Sie-sagen (zu) ihm: Weil uns keiner in-Lohn-nahm. Er-sagt (zu) ihnen: Auch ihr, geht-hin~ in den Weingarten!


8 (Als es) aber Abend geworden-war° (ca. 18 Uhr, laut Vers 12),2 sagt der Herr des Weingartens seinem Kurator (od.: Gutsverwalter): Rufe° die Arbeiter und zahle ihnen den Lohn, (wobei/indem) bei den Letzten anfangend°3 bis-zu den Ersten!


9 ´Und` (auch) die um die elfte Stunde ´Gekommenen°`, empfingen je (einen) Denar.


10 Und die Ersten folgerten, (als/nachdem) drangekommen°, dass sie mehr empfangen-werden, doch auch sie empfingen jeder ´den` (einen) Denar.


11 Aber (nachdem/als ihn) empfangend° murrten-sie~ (Impf.: einer nach dem anderen) gegen den Gutsbesitzer,


12 (indem/wobei) sagend: Diese, die Letzten, arbeiteten (nur) eine Stunde, und (wie) Idente machtest-du (d.h. behandelst) ´sie (mit) uns`, die ertragen-Habenden° die Schwere (Last) des Tages und die Gluthitze.


13 Er aber, antwortend°, sagte (zu) einem (von) ihnen: Kamerad,13 ich-behandle dich nicht ungerecht. Nicht (für einen) Denar kamst-du-überein mit mir?


14 Nimm das Deine (d.h. deinen Lohn) und geh-heim! Aber ich-will diesem Letzten (genauso viel) geben° wie auch dir.


15 ´Oder` ist (es) mir nicht erlaubt, mit den Meinigen (Dingen) zu-tun° was ich-will? Oder ist dein Auge böse (d.h. neidisch; vgl. Spr 28,22 hebr.), weil ich gut bin?


16 Ebenso4 werden-sein die Letzten Erste und die Ersten Letzte (vgl. Kap. 19,30).


17 ´Und` Jesus, (als/während) ´hinaufsteigend` nach Jerusalem, nahm-beiseite die zwölf ´Schüler` für sich (allein), und auf dem Weg sagte-er (zu) ihnen:


18 Siehe, wir-steigen-hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird-überliefert-werden den Hohepriestern und Schriftgelehrten, und sie-werden-verurteilen ihn (zum) Tod


19 und überliefern-werden-sie ihn den Nationen um (ihn) zu-verhöhnen° und zu-geißeln° und zu-kreuzigen°, und am dritten Tag wird-er-auferweckt-werden.14


20 Dann kam-hin (zu) ihm die Mutter9 der Söhne (des) Zebedäus mit ihren Söhnen, niederfallend und (um) etwas erbittend von ihm.


21 Er aber sagte (zu) ihr: Was willst-du? Sie-sagt (zu) ihm: Sage° (d.h. bestimme), dass diese meine zwei Söhne sitzen-mögen°, einer zu ´deiner` Rechten und einer zu deiner Linken in deiner Königsherrschaft (wegen Mt 19,28).


22 Jesus aber, antwortend°, sagte: Ihr-wisst nicht, was ihr-(Med.: für euch)-erbittet. Könnt ihr den Trinkbecher trinken, den ich zu-trinken~ im-Begriff-stehe? Sie-sagen (zu) ihm: Wir-können (es).10


23 Er-sagt (zu) ihnen: Meinen Trinkbecher zwar werdet-ihr-trinken, aber das sich-niederSetzen° zu meiner Rechten und zur Linken, ´dies` zu-geben, ist nicht meine (Sache), sondern (es ist für die,) denen es-(Perf.: seit jeher)-bereitet-ist* von meinem Vater.


24 Und die Zehn, (als dies) hörend°, entrüsteten-sie-sich über die zwei Brüder.9


25 Jesus aber, sie zu-sich-rufend°, sagte: Ihr-wisst*, dass die Ersten (od.: Herrscher) der Nationen sie gewalttätig-beherrschenⱽ und die Großen (ihre) Vollmacht-missbrauchenⱽ (gegen) sie.


26 Nicht ebenso ´soll-es-sein` unter euch, sondern wer ´auch-immer` unter euch groß werden°5 will~, soll-sein euer Bedienerⱽ,1


27 und wer auch-immer unter euch Erster sein~ will~, soll-sein euer Sklaveⱽ,1


28 geradeso-wie der Sohn des Menschen nicht kam, um-bedient-zu-werden°, sondern um-zu-bedienen° und hinzu-geben°5 sein Leben (als) Lösegeld anstatt6 vieler.7


29 Und (als) sie von Jericho15 herausgehend-waren~, folgte ihm viel Volk.


30 Und siehe, zwei Blinde8 (waren) sitzend bei dem Weg, (und als) hörend°, dass Jesus vorüberzieht, schrien-sie, (Präs.: indem immer wieder) sagend: ´Erbarme-dich unser, Herr`, Sohn Davids!


31 Die Volksmenge aber herrschte-an sie, damit sie-schweigen-sollen°, sie aber schrien umso-mehr, (Präs.: wobei immer wieder) sagend: ´Erbarme-dich unser, Herr`, Sohn Davids!


32 Und Jesus, stehenbleibend°, rief° sie und sagte: Was wollt-ihr, (dass) ich euch tue°?


33 Sie-sagen (zu) ihm: Herr, dass sich-öffnen-mögen° unsere Augen.


34 Jesus aber, (indem/weil) sich-innerlich-erbarmend°, berührte ihre Augen, und sofort blickten-sie-(wieder)-auf, und sie-folgten ihm.


Matthäus 21


1 Und als sie-sich-nahten nach Jerusalem, und nach Betphage1 zu dem Berg der Olivenbäume kamen, da sandte Jesus zwei Schüler,


2 sagend (zu) ihnen: Geht~ in das Dorf euch gegenüber, und sofort werdet-ihr-finden (eine) Eselin angebunden* und (ein) EselsFüllen mit ihr. (Nachdem sie) gelöst-habend°, führt (sie beide zu) mir!


3 Und falls jemand irgendetwas (zu) euch sagt, sollt-ihr-sagen: Der Herr hat (an) ihr Bedarf, aber sofort wird-er-zurücksenden sie.


4 Dies aber ist-geschehen*, damit erfüllt-würde° das Geredete° durch den Propheten, (den) Sagenden:


5 "Sagt° der Tochter Zion (d.i. Jerusalem): Siehe, dein König kommt (zu) dir, sanftmütig und hinaufgestiegen* auf (eine) Eselin und (zwar) auf (ein) EselsFüllen, (das) Junge (eines) Zugtiers."18


6 (Nachdem) die Schüler aber gegangen-waren° und getan-habend°, so-wie (es) ihnen Jesus anordnete,


7 führten-sie die Eselin und das EselsFüllen (herbei), und sie-legten-drauf auf ihre Kleider und er-setzte-sich-drauf oben-auf sie (Pl.: d.h. wohl auf die Kleider).


8 Aber die sehr-große Volksmenge20 breitete-aus ihre Kleider auf dem Weg, andere aber hauten-aus~ Zweige von den Bäumen und breiteten-(diese)-aus auf dem Weg.13


9 Die Volksmengen aber, - die ihm Vorangehenden und die Folgenden, - schrien~, sagend: "Hosanna" dem Sohn Davids, "gesegnet* (od.: gepriesen sei) der Kommende im Namen (des) HERRN, Hosanna"2 in den Höhen!


10 Und (als) er nach Jerusalem hineingekommen-war°22 bebte die ganze Stadt, sagend: Wer ist dieser?


11 Die Volksmengen aber sagten~: Dieser ist der Prophet Jesus, der von Nazareth (aus) der (Landschaft) Galiläa.


12 Und Jesus (war) hineinkommend° in das Heiligtum, und er-warf-hinaus alle die Feilbietenden und Kaufenden in dem Heiligtum, und die Tische der Schekel-Wechsler stürzte-er-um und (ebenso) die Hochsitze der die Tauben Verkaufenden,


13 und er-sagt (zu) ihnen: Geschrieben-ist*, "Mein Haus, (ein) Gebets Haus soll-es-genannt-werden,"3 ihr aber macht-es "zu (einer) Höhle (von) Straßenräubern."4


14 Und Blinde und Lahme kamen-hin (zu) ihm in das Heiligtum,19 und gesund-machte-er sie.


15 Aber die Hohepriester und die Schriftgelehrten, (als) die Erstaunlichen (Dinge) sehend° welche er-tat, und die Knaben, die Schreienden in dem Heiligtum und sagenden: Hosanna12 dem Sohn Davids, (da) entrüsteten-sie-sich


16 und sagten (zu) ihm: Hörst du, was diese sagen? Jesus aber sagt (zu) ihnen: Ja. Laset-ihr niemals: "Aus (dem) Mund (von) Unmündigen und Säuglingen bereitetest-du-(Med.: dir)-zu Lobpreis?"5


17 Und (nachdem) sie verlassen-habend°, kam-er-heraus aus der Stadt nach Bethanien23 und nächtigte dort (wahrscheinlich im Haus von Lazarus).


18 Frühmorgens (ca. 6 Uhr früh?) aber, (als) ´zurückkehrend` in die Stadt, hungerte (ihn).


19 Und (als) sehend° einen (alleinstehenden?)24 Feigenbaum auf dem Weg, kam-er zu ihm, und er-fand gar-nichts an ihm außer Blätter allein, und er-sagt (zu) ihm: Nicht-mehr werde° Frucht aus dir in die Ewigkeit. Und sogleich vertrocknete der Feigenbaum.8


20 Und (es) sehend° staunten-sie, sagend: Wie vertrocknete der Feigenbaum sogleich?9


21 Jesus aber, antwortend°, sagte (zu) ihnen: Amen, ich-sage euch: Falls ihr Glauben habt~ und nicht zweifelt°, nicht allein das des Feigenbaumes werdet-ihr-tun, sondern sogar-wenn ihr (zu) diesem Berg sagt: Werde-aufgehoben° und werde-geworfen° in das Meer,7 wird-(es)-geschehen.


22 Und alles, - wie-viele (Dinge) auch-immer ihr-erbittet in dem Gebet, - (indem/wenn, Präs.: anhaltend) glaubend, werdet-ihr-(es)-empfangen.


23 Und (als) er in das Heiligtum gekommen-war°, kamen-hin (zu) ihm, - (während) er-lehrend-war~, - die Hohepriester und die Ältesten des Volkes, sagend: In was-für-einer Vollmacht tust-du diese (Dinge)? Und wer gab dir diese Vollmacht?


24 Jesus ´aber`, antwortend° sagte (zu) ihnen: Auch-ich werde-fragen euch ein Wort. Wenn ihr mir das sagt, werde auch-ich euch sagen, in was-für-einer Vollmacht ich dies tue:


25 Die Taufe (des) Johannes, woher war-sie~? Vom Himmel oder von Menschen? Sie aber überlegten-gründlich~ unter sich, (wobei zueinander) sagend: Falls wir-sagen: Vom Himmel, wird-er-sagen (zu) uns: Weswegen also glaubtet-ihr ihm nicht?


26 Aber falls wir-sagen: Von Menschen, wir-fürchten die Volksmenge, denn alle halten den Johannes für (einen) Propheten.


27 Und antwortend° dem Jesus, sagten-sie: Wir-wissen* (es) nicht. (Daraufhin) erklärte~ ihnen auch er: Auch-nicht ich sage euch, in was-für-einer Vollmacht ich dies tue.21


28 Was aber meint ihr (zu folgender Geschichte)? (Ein) Mensch hatte~ zwei Söhne. ´Und` hingekommen° (zu) dem ersten, sagte-er: Sohn, geh-hin heute, arbeite~ in dem Weingarten!


29 Er aber, antwortend° sagte: ´Ich-will nicht, hernach aber, (weil es) bereuend`°, ging-er-hin.


30 Aber hinkommend-zu° dem ´andersartig` (gesinnten) sagte-er genauso. Der aber, antwortend° sagte: ´Ich (gehe), Herr! Und` hin-ging-er ´nicht`.


31 Wer von den zweien tat den Willen des Vaters? Sie-sagen: Der ´erste`. Jesus sagt (zu) ihnen: Amen, ich-sage euch: Die Zöllner und die Huren gehen-(Präs.: immer noch)-voran~ (vor) euch in die Königsherrschaft Gottes.16


32 Denn Johannes kam zu euch auf (dem) Weg (der) Gerechtigkeit, und ihr-glaubtet ihm nicht, aber die Zöllner und die Huren glaubten ihm, ihr aber, (obwohl dies) sehend°, ihr-bereutet (es) auch-nicht hernach, um ihm zu-glauben°.


33 (Eine) andere Parabel hört! (Es) war~ (ein) Mensch, (ein) Hausgebieter (od.: Gutsbesitzer), welcher (einen) Weingarten pflanzte, und (eine) Einzäunung legte-er-herum-um ihn, und er-grub (einen) Keltertrog in ihm, und er-erbaute (einen) Turm, und er-verpachtete ihn (an) Winzer, und er-reiste-ab (vgl. Jes 5,1ff).


34 Als aber der Zeitpunkt der Früchte (d.h. die Ernte) nahte, sandte-er seine Sklaven25 zu den Winzern, (um) seine14 Früchte zu-nehmen.


35 Und die Winzer, (nachdem) seine Sklaven genommen-habend°, prügelten-sie den-einen, den-anderen aber töteten-sie, den-anderen aber bewarfen-sie-mit-Steinen.


36 Wiederum sandte-er andere Sklaven, mehr-als (od.: vornehmere als...?) die ersten, und sie-taten ihnen genauso.


37 Zuletzt aber sandte-er seinen Sohn zu ihnen, (indem/wobei sich) sagend: Scheuen-werden-sie-sich (d.h. Respekt haben vor) meinem Sohn.


38 Die Winzer aber, (als) den Sohn sehend°, sagten bei sich (d.h. zueinander): Dieser ist der Erbe15 kommt-her, wir-töten~ ihn, und wir-nehmen-in-Besitz° sein Erbe!


39 Und ihn nehmend°, warfen-sie-(ihn)-hinaus außerhalb10 des Weingartens und töteten (ihn).


40 Aber dann-wenn der Herr des Weingartens kommt°, was wird-er-antun jenen Winzern?


41 Sie-sagen (zu) ihm: (Als) Üble, übel wird-er-verderben (od.: zugrunde richten) sie, und den Weingarten wird-er-verpachten (an) andere Winzer, (an) solche-die ihm abliefern-werden die Früchte zu ihren Zeitpunkten (d.h. wenn die Früchte reif sind).17


42 Jesus sagt (zu) ihnen: Laset ihr niemals in den Schriften: "(Der) Stein, den die Erbauenden (als unbrauchbar) verwarfen, (gerade) dieser wurde zum Haupt Eckstein,11 vom HERRN wurde-er dieser, und er-ist erstaunlich in unseren Augen?"6


43 Deswegen sage-ich euch: Weggenommen-werden-wird die Königsherrschaft Gottes26 von euch, und sie-wird-gegeben-werden (einer) Nation (nämlich der Gemeinde), hervorbringend deren (d.h. der Königsherrschaft) Früchte.


44 ´Und der auf diesen Stein Fallende°, er-wird-(in einzelne Stücke)-zerschellen, aber auf wen auch-immer er-fällt, zermalmen-wird-er ihn.`


45 Und die Hohepriester und die Pharisäer, (nachdem/als) hörend° seine Parabeln, erkannten-sie, dass er über sie redet,


46 und (als) versuchend, ihn zu-ergreifen°, fürchteten-sie die Volksmengen, da-ja sie ihn (Impf.: schon länger) für (einen) Propheten hielten~.


Matthäus 22


1 Und Jesus, antwortend° redete wieder in Parabeln (zu) ihnen, sagend:


2 Gleichartig-gemacht-wurde die Königsherrschaft der Himmel (einem) Menschen, (einem) König, der (für) seinen Sohn Hochzeitstage (Plural) machte.23


3 Und er-sandte seine Sklaven,6 (um) die Geladenen (das sind die Juden) zu den Hochzeitstagen einzuladen, aber sie-wollten~ nicht kommen°.


4 Wieder sandte-er andere Sklaven,7 sagend: Sagt (zu) den Geladenen: Siehe, meine FestMahlzeit habe-ich-bereitet*, meine Stiere und das Mastvieh (sie sind) geschlachtet, und alles (ist) bereit, kommt-her, zu der Hochzeit!


5 Sie aber, (weil) sich-nicht-kümmernd°, gingen-weg, der-eine auf das eigene Feld, der-andere zu seinem Handel (od.: Geschäft),


6 die übrigen (die Hohepriester und Herodes?) aber, (nachdem/indem) ergreifend° seine Sklaven, misshandelten und töteten (sie).


7 Der König aber wurde-zornig und (indem) schickend° seine Kriegertruppen, vernichtete-er jene Mörder, und ihre Stadt zündete-er-an.8


8 Dann sagt-er (zu) seinen Sklaven: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren~ (Impf.: aufgrund ihrer wiederholten Ausreden) nicht würdig.


9 Geht~ also an die Wegausmündungen der Straßen,9 und alle-die ihr auch-immer findet, ladet-ein zu der Hochzeit.


10 Und (nachdem) jene Sklaven zu den Wegen hinausgegangen-waren°, sammelten-sie alle, die sie-fanden, sowohl Böse10 als auch Gute,11 und der ´Hochzeitssaal` wurde-gefüllt27 von (zu Tisch) Liegenden.


11 Aber der König, (als) hereinkommend°, (um) die (zu Tisch) Liegenden anzu-schauen°, sah-er dort (einen) Menschen, (Med.: sich) nicht angezogen-habend* (mit einem) Hochzeits Gewand,


12 und er-sagt (zu) ihm: Kamerad, wie kamst-du hierherein, (da) kein Hochzeits Gewand anhabend? Er aber verstummte.15


13 Darauf sagte der König (zu) den Dienern: Bindet° seine Füße und Hände (und) werft-hinaus ihn in die Finsternis, die Äußerste. Dort wird-sein das Weinen und das Knirschen der Zähne.


14 Denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte.12


15 Dann, (nachdem) weggegangen°, fassten die Pharisäer (einen) Beratungsbeschluss, auf-dass sie ihm-einen-Fallstrick-legen durch (ein verfängliches) Wort.16


16 Und sie-senden ihre Schüler mit den Herodianern22 (zu) ihm, ´sagend`: Lehrer, wir-wissen*, dass du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst. Denn du-blickst nicht auf (das) Angesicht (von) Menschen.17


17 ´Sage` uns also, was meinst du: Ist-es-erlaubt, (dem) Kaiser Steuer zu-geben oder nicht?


18 Aber (als) erkennend° ihre Bosheit, sagte Jesus: Was versucht-ihr mich, Heuchler?


19 Zeigt-vor mir die Steuer Münze! Sie aber brachten-hin (zu) ihm (einen) SilberDenar.21


20 Und er-sagt (zu) ihnen: Wessen Bild (ist) dies und die Aufschrift?


21 Sie-sagen ´(zu) ihm`: (Des) Kaisers. Darauf sagt-er (zu) ihnen: Gebt-zurück also das (des) Kaisers (dem) Kaiser und das Gottes Gott! 26


22 Und (als dies) hörend°, staunten-sie, und (indem) ihn stehenlassend°, gingen-sie-weg.


23 An jenem Tag kamen-hin (zu) ihm Sadduzäer, sagend, (dass es) keine Auferstehung gebe~, und sie-befragten ihn,


24 sagend: Lehrer, Mose sagte: "Falls jemand verstirbt, keine Kinder habend, soll-als-Schwager-heiraten sein Bruder dessen Frau, und er-soll-verschaffen Nachkommenschaft seinem Bruder."1


25 Es-waren~ aber bei uns sieben Brüder, und der erste, - (nachdem) geheiratet-habend°, - vollendete (sein Leben), und (weil) keine Nachkommenschaft habend, hinterließ-er seine Frau seinem Bruder,


26 gleicherweise auch der zweite und der dritte bis-zu den sieben.


27 Zuletzt aber von allen verstarb (auch) die Frau.


28 Bei der Auferstehung also, wessen Frau (von) den sieben wird-sie-sein? Denn alle hatten sie.


29 Jesus aber, antwortend° sagte (zu) ihnen: Ihr-irrt~, (weil) nicht kennend* die Schriften auch-nicht die AllMacht Gottes.


30 Denn bei der Auferstehung weder heiraten-sie, noch werden-sie-verheiratet, sondern sie-sind wie (die) Engel in dem Himmel.20


31 Betreffs der Auferstehung der Toten aber: Laset-ihr nicht das (zu) euch Geredete° von Gott, (dem) sagenden:


32 "Ich bin13 der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs?"2 Er-ist (doch) nicht ´der` Gott (von) Toten, sondern (von) Lebenden~.14


33 Und (als dies) hörend°, gerieten-außer-sich~ die Volksmengen über seine Lehre (d.h. über den Inhalt).


34 Die Pharisäer aber, (als) gehört-habend°, dass er den Sadduzäern das-Maul-stopfte, versammelten-sich zu ihm,


35 und (es) befragte (ihn) einer von ihnen, ´(ein) Gesetzeskundiger (der Pharisäerpartei)`, (damit/indem) ihn versuchend:25


36 Lehrer, was-für-eine Vorschrift (ist die) größte (d.h. wichtigste) in dem Gesetz?24


37 Er aber erklärte ihm: "Du-sollst-lieben (den) HERRN, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denkvermögen."3


38 Diese ist die größte (d.h. wichtigste) und erste Vorschrift,


39 (die) zweite ´aber` (ist) ihr gleichartig: "Du-sollst-lieben deinen Nächsten wie dich-selbst."4


40 An diesen zwei Vorschriften hängt das ganze Gesetz und die Propheten (d.h. das ganze Alte Testament).


41 (Als) sich aber die Pharisäer versammelten, befragte sie Jesus,


42 (indem) sagend: Was meint ihr über den Messias? Wessen Sohn ist-er? Sie sagen (zu) ihm: des Davids (Sohn).


43 Er sagt (zu) ihnen: Wieso nennt David ihn dann im Geist Herr, (wenn) sagend:


44 "(Der) HERR19 (d.h. Jahwe) sagte zu meinem Herrn19 (d.h. zu dem Messias): Sitze~ (als Messias; Präs.: von nun an) zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unterhalb deiner Füße lege?"5


45 Wenn also David ihn Herr nennt, wie ist-er (dann nur) sein (menschlicher) Sohn?18


46 Und keiner konnte~ ihm (ein) Wort antworten°. Und seit jenem Tag, wagte nicht-mehr irgendeiner ihn zu-befragen.


Matthäus 23


1 Daraufhin sprach Jesus (zu) den Volksmengen und (zu) seinen Schülern,


2 (indem) sagend: Auf den Lehrstuhl12 Mose setzten-sich die Schriftgelehrten und die Pharisäer.


3 Alles also, was auch-immer sie (zu) euch sagen tut° und bewahrt~,11 nach ihren Werken aber tut~ nicht! Denn sie-sagen (zwar Gottes Vorschriften), aber sie-tun (sie selbst) nicht.


4 Aber sie-binden-zusammen schwere ´und schwer-zu-tragende` Ladungen, und legen-sie-auf auf die Schultern der Menschen, sie-selbst aber wollen ihren Finger nicht bewegen.3


5 Alle ihre Werke aber tun-sie, um (von) den Menschen geschaut-zu-werden, denn sie-machen-breit ihre Gebetsriemen,4 und sie-machen-groß die Quasten,14


6 aber sie-haben-gern das Ehrenlager5 bei den Mählern und die (vorderen) Ehrensitze in den Synagogen


7 und die Begrüßungen auf den Marktplätzen und von den Menschen Rabbi genannt-zu-werden~.


8 Ihr aber, (sollt) nicht Rabbi genannt-werden°, denn (nur) einer ist euer Lehrer, alle aber seid ihr Brüder.


9 Auch euren Vater6 (sollt) ihr niemanden auf der Erde nennen°, denn (nur) einer ist euer Vater, der himmlische.


10 Auch-nicht Lehrmeister sollt-ihr-genannt-werden°, weil euer Lehrmeister ist (nur) einer, der Messias (griech.: der Christus).


11 Aber der Größte (von) euch soll-sein euer Bediener.


12 Aber jeder-der sich-selbst erhöhen-wird, wird-erniedrigt-werden, und jeder-der sich-selbst erniedrigen-wird, wird-erhöht-werden.


13 Aber wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr-verschließt das Königreich der Himmel vor den Menschen, denn ihr kommt nicht hinein, (und) die Hineinkommen-wollenden lasst-ihr auch-nicht hineinkommen°.


14 1


15 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr-zieht-umher (durch) das Meer und das vertrocknete (Land, um) einen (einzigen zu einem) Proselyten7 zu-machen, und dann-wenn er-(es)-wurde, macht-ihr ihn (zu einem) Sohn (der) Hölle, doppelt (so schlimm wie) ihr.


16 Wehe euch, blinde Weggeleiter, die Sagenden: Aber wer auch-immer schwört bei dem Tempel, nichts ist-es, aber wer auch-immer schwört bei dem Gold des Tempels, (ist) verpflichtet (den Schwur zu halten).


17 Törichte und Blinde, wer ist denn größer, das Gold oder der das Gold (doch erst) heiligende° Tempel?


18 Und: Wer auch-immer schwört bei dem Altar, nichts ist-es, aber wer auch-immer schwört bei der oben-auf ihm (liegenden) Opfergabe, (ist) verpflichtet (den Schwur zu halten).


19 Blinde, was ist denn größer, die Opfergabe oder der die Opfergabe (doch erst) heiligende~ Altar?


20 Der Schwörende° also bei dem Altar, schwört bei ihm und bei allen den oben-auf ihm (liegenden Opfern),


21 und der geschworen-Habende° bei dem Tempel, schwört bei ihm und bei dem ihn Bewohnenden (Gott),


22 und der Schwörende ° bei dem Himmel, schwört bei dem Thron Gottes und bei dem oben-auf ihm Sitzenden (Gott).


23 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr-verzehntet die Gartenminze und den Dill und den Kümmel, aber ihr-ließet-beiseite die gewichtigen (Bestimmungen) des Gesetzes, (nämlich) die Gerechtigkeit und das Erbarmen und die Glaubens-Treue. Diese (gewichtigen Bestimmungen) ´aber` müsste-man~ tun° und-jene (nachrangigen Bestimmungen) nicht ´lassen~`.


24 Blinde Weggeleiter, ´die` ihr die StechMücke8 ausseiht, das Kamel aber verschluckend.


25 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr-reinigt das Äußere15 des Trinkbechers und des Nachtischtellers, drinnen aber sind-sie-voll von Raub und Unbeherrschtheit.


26 Blinder Pharisäer, reinige° zuerst das Innere des Trinkbechers, damit auch sein Äußeres rein werde°.


27 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr-gleicht-sehr getünchten*9 Gräbern, solche-die zwar außen lieblich erscheinen, drinnen aber sind-sie-voll (von) Toten Knochen und jeder (Art von) Unreinheit.


28 Ebenso auch ihr, außen zwar erscheint-ihr den Menschen gerecht, innen aber seid-ihr triefend-voll (von) Heuchelei und Gesetzlosigkeit.


29 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr-erbaut die Gräber der Propheten und schmückt die Grabkammern der Gerechten,


30 und ihr-sagt: Wenn wir-gewesen-wären~ in den Tagen unserer Väter, nicht wären-wir-gewesen~ ihre Gemeinschafter an dem Blut der Propheten (Irrealis).


31 Daher bezeugt-ihr euch-selbst, dass ihr Söhne seid, der die Propheten ermordet-Habenden°.17


32 Und ihr machtet-voll das Maß eurer Väter.


33 Schlangen, Giftschlangen Brut, wie wollt-ihr-fliehen° vor dem Gericht der Hölle?


34 Deswegen siehe: Ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte (z.B. Paulus, Apollos, Zenas). (Einige von) ihnen werdet-ihr-töten und kreuzigen-lassen, und (einige von) ihnen werdet-ihr-geißeln-lassen in euren Synagogen und ihr-werdet-(sie)-verfolgen von Stadt zu Stadt,


35 auf-dass über euch alles gerechte Blut komme°, (das) auf der Erde ausgegossen-werdende~, (angefangen) von dem Blut Abels, des Gerechten, bis-zu dem Blut (des) Zacharias, (des) Sohnes (des) Berechjas,13 den ihr-ermordetet zwischen dem Tempel und dem Altar.


36 Amen, ich-sage euch: Eintreffen-wird dies alles über dieses Geschlecht18 (der Juden).


37 Jerusalem, Jerusalem, die Tötende die Propheten und Steinigende die zu ihr Gesandten*, wie oft wollte-ich16 deine Kinder (d.h. die Bewohner) versammeln°, (auf eine) solche Art-und-Weise (wie eine) Henne ihre Küken unter die Flügel versammelt, und ihr-wolltet16 nicht.


38 Siehe, gelassen-wird euch euer Haus ´verödet`.10


39 Denn ich-sage euch: Keinesfalls (sollt) ihr mich ab jetzt sehen°, bis ihr-sagt: "Gesegnet (sei) der Kommende im Namen (des) HERRN."2

Matthäus 24 


1 Und Jesus, (nachdem) von dem Heiligtum herausgekommen°, (linearer Impf.: war nun im Begriff) wegzugehen~. Und seine Schüler traten-hin (zu ihm, um) ihm die Bauten des Heiligtums vorzuzeigen°.


2 Er aber, antwortend° sagte (zu) ihnen: Ihr-erblickt doch alle diese (Dinge, nicht wahr)? Amen, ich-sage euch: Keinesfalls wird-gelassen° hier Stein auf Stein, der nicht völlig-aufgelöst-werden-wird (d.h. zerstört wird).24


3 (Als er) aber auf dem Berg der Olivenbäume sitzend-war~, kamen-hin (zu) ihm die Schüler für sich (allein), sagend: ´Sage`° uns: Wann werden-passieren diese (Dinge) und was (ist) das VorZeichen deiner Ankunft16 und (der) endgültigen-Vollendung des Zeitalters?17


4 Und Jesus, antwortend° sagte (zu) ihnen: Seht-zu~, (dass) euch37 nicht irgendeiner irreführe°!


5 Denn viele werden-kommen aufgrund36 meines Namens, sagend: Ich bin der Messias, und viele werden-sie-irreführen.15


6 Ihr-werdet aber hören-von~ (kleinen/in der Nähe liegenden?) Kriegen und Gerüchte (von bevorstehenden/fernen/großen?) Kriegen. Seht-zu~, nicht bestürzt-werdet~! Denn es-muss (so) geschehen, aber (dies) ist noch-nicht das Ende.33


7 Denn erweckt-werden-wird (d.h. erheben wird sich) Nation gegen Nation25 und Königreich gegen Königreich,26 und Hungersnöte und Erdbeben werden-sein an Orten,18


8 aber alle diese (Geschehnisse sind erst der) Anfang (der) Wehen.19


9 Dann werden-sie-überliefern euch37 in Bedrängnis, und töten-werden-sie euch, und ihr-werdet-sein gehasst-Werdende von allen den Nationen39 wegen meines Namens.


10 Und dann werden-zu-Fall-kommen viele, und überliefern-werden-sie40 einander, und sie-werden-hassen einander,


11 und viele Lügenpropheten werden-erweckt-werden, und sie-werden-irreführen viele,


12 und wegen des Überhandnehmens° der Gesetzlosigkeit wird-erkalten (od.: sich abkühlen) die Liebe der (od.: dieser) Vielen.4


13 Aber der geduldig-ausgeharrt-Habende° (bis) zum Ende,44 dieser wird-errettet-werden.


14 Und gepredigt-werden-wird dieses Evangelium der Königsherrschaft5 auf der ganzen bewohnten-Erde allen den Nationen zum Zeugnis,6 und dann wird-eintreffen das Ende.


15 Darum, dann-wenn20 ihr37 "den Gräuel der Verwüstung"1 seht, (von) dem geredeten° durch Daniel den Propheten, stehend* an heiligem Ort - der Lesende soll-(es)-begreifen (od.: merke auf), -


16 dann die in der (Landschaft) Judäa (seienden) sollen-fliehen~ in die Berge,


17 der auf dem FlachDach (seiende) nicht soll-er-herabsteigen, um-aufzuheben (und wegzutragen) die (Dinge) aus seinem Haus,28


18 und der auf dem Feld (seiende), nicht soll-er-sich-umwenden nach-hinten, (um) sein Gewand aufzuheben (und wegzutragen).29


19 Wehe aber den Schwangeren und den Säugenden in jenen Tagen!30


20 Betet~ aber, damit eure Flucht nicht (im) Winter38 geschehe auch-nicht (am) Sabbat!


21 Denn dann wird-sein (eine) große Bedrängnis,35 derart (wie sie) nicht geschehen-ist* von Anfang (der) Welt bis jetzt und auch keinesfalls geschehen-wird°.7


22 Und wenn jene Tage nicht gestutzt-würden°, kein Mensch würde-errettet-werden° (Irrealis), aber wegen der Auserwählten8 werden-gestutzt-werden jene Tage.


23 Dann, falls irgendeiner (zu) euch37 sagt: Siehe, hier (ist) der Messias! oder: Hier! Glaubt° (es) nicht!


24 Denn falsche-Messiase15 und Lügenpropheten werden-erweckt-werden, und große Zeichen und Wunder werden-sie-geben, sodass sie, wenn möglich, sogar die Auserwählten41 ´irreführen`.


25 Siehe, vorhergesagt-habe-ich* (es) euch.37


26 Falls sie also (zu) euch37 sagen: Siehe, in der Einöde ist-er, kommt nicht heraus! Siehe, in den inneren-Kammern (ist er), glaubt (es) nicht!


27 Denn geradeso-wie der Blitz herauskommt von Osten und scheint bis Westen, ebenso wird-sein die Ankunft des Sohnes des Menschen (vgl. Sach 14,3-8).


28 Wo auch-immer die Leiche ist, dort werden-sich-sammeln die Aasgeier.31


29 Aber sofort nach der Bedrängnis jener Tage "wird-verfinstert-werden die Sonne, und der Mond wird seinen Lichtschein nicht geben, und die Sterne werden-fallen" von dem Himmel, "und die Mächte der Himmel"2 werden-erschüttert-werden.23


30 Und dann wird-erscheinen das Zeichen9 des Sohnes des Menschen am Himmel, und dann werden-sich-trauernd-(an-die-Brust)-schlagen alle die Stämme des Landes,21 und sie-werden-sehen10 "den Sohn des Menschen, kommend auf den Wolken des Himmels"3 mit Macht und viel Herrlichkeit,


31 und aussenden-wird-er seine Engel mit großem Posaunenschall, und sie-werden-versammeln22 seine Auserwählten41 aus den vier Winden, von dem (einen) äußersten-Ende des Horizonts bis zu seinem (anderen) äußersten-Ende (d.h. von der ganzen Welt).


32 Von dem Feigenbaum aber lernt die Parabel:32 Dann-wenn sein Zweig schon frisch (d.h. saftig) wird und die Blätter (Präs.: schön langsam) hervorsprossen~, erkennt-ihr, dass der Sommer nahe (ist).


33 Ebenso auch ihr, dann-wenn ihr alle diese (Ereignisse von Vers 3-28) seht, erkennt~ (Imp.; od. Ind.: dann erkennt ihr), dass es42 nahe an (den) Türen ist!


34 Amen, ich-sage euch: Keinesfalls geht-zugrunde dieses Geschlecht,11 bis ´dass` alle diese (Ereignisse) geschehen°.


35 Der Himmel und die Erde werden-zugrundegehen, aber meine Worte keinesfalls gehen-sie-zugrunde°.


36 Aber wann jener Tag und (die) Stunde (ist) weiß* keiner, - auch-nicht die Engel der Himmel, ´auch-nicht der Sohn,`34 - außer der Vater allein.


37 Denn geradeso-wie die Tage des Noahs12 (waren), ebenso wird-sein die Ankunft des Sohnes des Menschen.


38 Denn wie sie-waren in ´jenen` den Tagen vor der Überflutung (d.i. die Sintflut), fressend~ und trinkend~, heiratend~ und verheiratend~, bis (zu) dem Tag, (an dem) Noah in die Arche hineinkam,43


39 und sie-erkannten (es) nicht, bis die Überflutung kam und alle wegraffte, ebenso wird-sein ´auch` die Ankunft des Sohnes des Menschen.


40 Dann ´werden-sein zwei` auf dem Feld, einer wird-beiseite-genommen27 und einer wird-zurückgelassen,27


41 (es werden sein) zwei Mahlende an der HandMühle,14 eine wird-beiseite-genommen und eine wird-zurückgelassen.


42 Wacht~ also, weil ihr-wisst* nicht, (an) was-für-einem Tag euer Herr kommt!


43 Jenes aber erkennt~ (Ind./Imp.): Wenn der Hausgebieter gewusst-hätte^, zu was-für-einer NachtWache der Dieb kommt, hätte-er-gewacht°, und nicht zugelassen-hätte-er°, (dass) sein Haus durchgraben-(d.h. eingebrochen)-wird°. (Irrealis)


44 Deswegen auch ihr, seid~ bereit, denn (in) der Stunde (in der) ihr (es) nicht meint, kommt der Sohn des Menschen.


45 Wer ist wohl der treue und kluge13 Sklave, den der Herr über sein Hausgesinde bestellte, um ihnen die Nahrung zu-geben° zum (rechten) Zeitpunkt (d.h. pünktlich)?


46 Glückselig jener Sklave, den, (wenn dann) kommend°, sein Herr (Präs.: immer noch) so tuend~ finden-wird.


47 Amen, ich-sage euch: Über alle seine Besitztümer wird-er-bestellen ihn.


48 Falls aber jener, der üble Sklave in seinem Herzen sagt: Mein Herr lässt-sich-Zeit,


49 und er-fängt-an (Präs.: immer wieder/fortwährend) seine Mitsklaven zu-schlagen~, aber (er selbst) isst~ und trinkt~ mit den Betrunkenen,


50 (dann) wird-eintreffen der Herr jenes Sklaven an (einem) Tag, (an) dem (er ihn) nicht zurück-erwartet, und in (einer) Stunde, welche er nicht kennt,


51 und er-wird-entzweischneiden ihn, und seinen Teil wird-er-(ihm)-setzen mit den Heuchlern. Dort wird-sein das Weinen und das Knirschen der Zähne.


Matthäus 25 


1 Dann wird-gleichartig-gemacht-werden10 die Königsherrschaft der Himmel zehn BrautJungfrauen,7 solche-die, (nachdem) ihre-eigenen Öllampen genommen-habend°,5 heraus-kamen, um dem Bräutigam6 entgegenzugehen.11


2 Aber fünf von ihnen waren~ (durativer Impf.: schon zeitlebens?) töricht16 (od.: gedankenlos) und fünf klug.17


3 Denn die törichten, (obwohl zwar) ´ihre` Öllampen mitnehmend°, nahmen-sie kein Olivenöl mit (für) sich-selbst.8


4 Aber die klugen nahmen (auch) Olivenöl (mit) in den Behältnissen mit ihren Öllampen.


5 Aber (als) der Bräutigam, sich-Zeit-lassend-war~,21 alle nickten-sie-ein° (ingressiver Aor.) und schliefen~ (durativer Impf.: fest und tief).


6 Aber mitten (in der) Nacht geschah* (ein) Geschrei: Siehe, der Bräutigam! Kommt-heraus~ zur Begegnung11 (mit) ´ihm`!


7 Daraufhin erwachten alle jene BrautJungfrauen, und sie-schmückten (d.h. zündeten an/richteten her) ihre-eigenen Öllampen.


8 Aber die törichten sagten (zu) den klugen: Gebt-uns (etwas ab) von eurem Olivenöl, weil unsere Öllampen (ingressives Präs.: sind am) erlöschen!


9 Die klugen aber antworteten, sagend: Niemals! Keinesfalls würde-es-genügen° (für) uns und euch, geht vielmehr zu den Verkaufenden und kauft euch-selbst (welches)!12


10 Aber (als) weggehend um-zu-kaufen, kam der Bräutigam, und die Bereiten kamen-hinein mit ihm zu der Hochzeit, und die Tür wurde-geschlossen.


11 Zuletzt aber kommen auch die übrigen BrautJungfrauen, sagend: Herr, Herr, öffne° uns!


12 Er aber, antwortend° sagte: Amen, ich-sage euch: Ich-kenne* euch nicht.


13 Wacht~ also, weil ihr-wisst* nicht den Tag und-nicht die Stunde!


14 Denn geradeso-wie (ein) Mensch, (als) abreisend, rief-er die eigenen Sklaven und übergab ihnen seine Besitztümer.


15 Und dem einen gab-er fünf Talente,1 dem anderen zwei, dem anderen eines, jedem (einzelnen) nach der eigenen Fähigkeit, und er-reiste-ab.


16 Sofort, gegangen° (od. imperativisch: ging), der die fünf Talente empfangen-Habende°, wirkte mit ihnen und gewann andere fünf (= das Doppelte),15


17 genauso der die zwei (empfangen hatte), er-gewann zwei andere (= das Doppelte).15


18 Aber der das eine empfangen-Habende°, (nachdem) weggegangen°, grub-er-auf (die) Erde, und er-verbarg das Silbergeld seines Herrn.


19 Aber nach (einer) langen Zeit2 kommt der Herr3 jener Sklaven und erhebt Abrechnung mit ihnen.


20 Und (als/nachdem) hingekommen-war°, der die fünf Talente empfangen-Habende°, brachte-er-hin andere fünf Talente, sagend: Herr, fünf Talente übergabst-du mir, siehe, andere fünf Talente gewann-ich.


21 Sein Herr erklärte ihm: Bravo, guter und treuer Sklave, über weniges warst-du~ (Impf.: die ganze Zeit über) treu, über vieles werde-ich-bestellen dich, komm-hinein in die Freude deines Herrn.


22 ´Aber` (als/nachdem) hingekommen-war° auch der mit den zwei Talenten sagte-er: Herr, zwei Talente übergabst-du mir, siehe, zwei andere Talente gewann-ich.


23 Sein Herr erklärte ihm: Bravo, guter und treuer Sklave, über weniges warst-du~ (Impf.: die ganze Zeit über) treu, über vieles werde-ich-bestellen dich, komm-hinein in die Freude deines Herrn!


24 Aber (als/nachdem) hingekommen-war° auch, der das eine Talent empfangen-Habende*, sagte-er: Herr, ich-kannte dich, dass du (ein) harter Mensch bist, (indem/weil) erntend, wo du nicht sätest, und sammelnd von-dorther-wo du nicht ausstreutest,


25 und (weil dich) fürchtend°, (nachdem) weggegangen°, verbarg ich dein Talent in der Erde. Siehe, (hier) hast-du das Deine!


26 Aber sein Herr, antwortend°, sagte (zu) ihm: Böser und nachlässiger Sklave, du-hast-gewusst^, dass ich-ernte, wo ich nicht säte, und sammle von-dorther-wo ich nicht ausstreute?13


27 Du hättest~ also mein Silbergeld (bei) den Bankern einlegen-sollen°, und (nachdem) gekommen° (hätte) ich (mir) das Meine samt Zinsertrag geholt (= Irrealis).


28 Nehmt-weg° also von ihm das Talent und gebt° (es) dem die zehn Talente Habenden.


29 Denn jedem Habenden wird-gegeben-werden, und er-wird-überreich-gemacht-werden, von dem nicht Habenden aber, auch was er-hat,18 wird-weggenommen-werden von ihm.


30 Und den unnützen Sklaven werft-hinaus in die äußerste Finsternis (= die Hölle)!19 Dort wird-sein das Weinen und das Knirschen der Zähne.


31 Aber dann-wenn der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommt20 und alle die Engel mit ihm, dann wird-er-sich-setzen auf (den) Thron seiner Herrlichkeit,


32 und (es) werden-gesammelt-werden vor ihm alle die Nationen, und er-wird-absondern sie von einander, geradeso-wie der Hirte die Schafe von den Ziegenböcken absondert,9


33 und er-wird-stellen die Schafe einerseits zu seiner Rechten, die Ziegenböcklein andererseits zur Linken.


34 Dann wird-sagen der König denen zu seiner Rechten: Kommt-her, ihr Gesegneten meines Vaters, erbt° das Königreich, das euch (schon) vorbereitete* seit Grundlegung (der) Welt.


35 Denn ich-hungerte, und ihr-gabt mir zu-essen, ich-dürstete, und ihr-tränktet mich, ich-war~ fremd, und gastlich-nahmt-ihr mich (auf),


36 nackt, und ihr-umkleidetet mich, schwach (von Krankheit), und ihr-suchtet-auf mich, im Gefängnis war-ich~, und ihr-kamt zu mir.


37 Dann werden-antworten ihm die Gerechten, sagend: Herr, wann sahen-wir dich hungernd, und wir nährten (dich), oder dürstend, und wir-tränkten (dich)?


38 Wann aber sahen-wir dich fremd, und nahmen-(dich)-gastlich (auf), oder nackt, und umkleideten (dich)?


39 Wann aber sahen-wir dich schwach (von Krankheit) oder im Gefängnis, und wir-kamen zu dir?


40 Und der König, (indem) ihnen antwortend°, wird-sagen: Amen, ich-sage euch: Alles-was ihr-tatet einem dieser meiner geringsten Brüder,4 tatet-ihr mir.


41 Dann wird-er-sagen auch (zu) denen zur Linken: Geht~ weg-von mir, ´die` Verfluchten*, in das ewige Feuer, das bereitete* für den Teufel und seine Engel.


42 Denn ich-hungerte, und ihr-gabt mir nichts zu-essen, ich-dürstete, und ihr-tränktet mich nicht,


43 fremd war-ich~, und gastlich-nahmt-ihr mich nicht (auf), nackt, und nicht umkleidetet-ihr mich, schwach (von Krankheit war ich) und im Gefängnis (war ich), und nicht suchtet ihr mich auf.


44 Dann werden-antworten auch sie, (indem) sagend: Herr, wann sahen-wir dich hungernd oder dürstend oder fremd oder nackt oder schwach (von Krankheit) oder im Gefängnis, und wir-bedienten dich nicht?


45 Dann wird-er-antworten ihnen, (indem) sagend: Amen, ich-sage euch: Alles-was ihr nicht tatet einem dieser Geringsten, tatet-ihr auch-nicht mir.


46 Und diese werden-weggehen zu ewiger14 Strafe, die Gerechten aber zum ewigen14 Leben.


Matthäus 26 


1 Und es-geschah, als Jesus alle diese Worte vollendete,6 sagte-er (zu) seinen Schülern:


2 Ihr-wisst*, dass nach zwei Tagen das Passahfest29 ist, und der Sohn des Menschen überliefert-wird, um gekreuzigt-zu-werden°.


3 Dann versammelten-sich die Hohepriester und die Ältesten des Volkes in den Hof des Hohepriesters, des Kaiphas7 genannt-Werdenden,


4 und sie-ratschlagten, damit sie Jesus mit Trug festnehmen und töten-könnten~.


5 Sie-sagten~ aber (Impf.: zueinander): Nicht an dem Fest, damit nicht (ein) Tumult8 unter dem Volk sei.


6 (Als) aber Jesus in Bethanien, im Haus Simons des Aussätzigen,33 (zu Gast) war°,


7 kam-hin (zu) ihm (eine) Frau, habend (ein) Alabastergefäß5 (mit) besonders-wertvollem würzigen-Salböl,34 und sie-goss-es-herab auf seinen Kopf, (während) er (gerade) zu-(Tisch)-liegend-war~.


8 Die Schüler aber, (als dies) sehend°, entrüsteten-sich, sagend: Wozu diese Verschwendung?


9 Denn (man hätte) dies (für) viel (Geld) verkaufen können~ und (es wäre dann den) Bettelarmen gegeben-worden°.


10 Jesus aber, (als dies) erkennend°, sagte (zu) ihnen: Was bereitet-ihr der Frau Mühen? Denn (ein) gutes Werk wirkte-sie an mir,


11 denn die Bettelarmen habt-ihr allezeit mit euch, mich aber habt-ihr nicht allezeit.


12 Denn diese, (indem) dieses würzige-Salböl auf meinen Körper schüttend°, tat-sie (es) für mein Bestatten°.


13 Amen, ich-sage euch: Wo auch-immer dieses Evangelium gepredigt-wird in der ganzen Welt, erzählt-werden-wird auch, was diese tat, zum Gedächtnis (an) sie.


14 Darauf, (nachdem) einer der Zwölf, - der Judas Iskariot genannt-Werdende, - zu den Hohepriestern gegangen-war°,


15 sagte-er: Was wollt-ihr mir geben, damit-ich ihn euch überliefern-werde? Sie aber stellten (od.: wogen ab)26 ihm dreißig Silberlinge3 (als Lohn).


16 Und von da-an suchte-er~ (Impf.: immer wieder einen) gelegenen-Zeitpunkt, damit er ihn überliefere°.


17 Aber am ersten9 (Tag des 7-tägigen Festes) der Ungesäuerten (Brote) kamen-hin die Schüler (zu) Jesus, sagend: Wo, willst-du, (dass) wir dir das Passah zum-essen bereiten?


18 Er aber sagte: Geht-fort in die Stadt zu dem und-dem und sagt (zu) ihm: Der Lehrer sagt: Mein Zeitpunkt ist nahe, bei dir mache-ich das Passah mit meinen Schülern.


19 Und die Schüler taten wie Jesus (es) ihnen anordnete, und sie-bereiteten das Passah.29


20 (Als es) aber Abend geworden-war°, lag-er~ (zu Tisch) mit den Zwölf.12


21 Und (während) sie-essend-waren~, sagte-er: Amen, ich-sage euch: Einer von euch wird mich überliefern.


22 Und (indem/da) sehr betrübt-seiend, fingen-sie-an (zu) ihm zu-sagen~, - (und zwar) ein jeder (einzelne nacheinander): - ich bin (es) doch-nicht-etwa, Herr?


23 Er aber, (indem) antwortend° sagte: Der Eintauchende° mit mir die Hand in die Schüssel, dieser wird mich überliefern.


24 Der Sohn des Menschen zwar geht-fort, so-wie über ihn geschrieben-ist*,10 wehe aber jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen überliefert-wird, besser wäre-es~ (für) ihn,11 wenn jener Mensch nicht gezeugt-worden-wäre°! (Irrealis)


25 Judas aber, - der ihn Überliefern-sollende,31 - antwortend°, sagte: ich bin (es) doch-nicht-etwa, Rabbi? Er sagt (zu) ihm: (Doch,) du sagtest (es damit selbst).35


26 Aber (während) sie essend-sind~, (nachdem) Jesus Brot genommen-habend° und (es) gesegnet-habend°, brach-er (es), und (indem/nachdem es) den Schülern gebend°, sagte-er: Nehmt°, esst°! Dies ist (d.h. stellt dar)28 mein Leib.


27 Und (nachdem) genommen-habend° (den) Trinkbecher ´und` gedankt-habend°, gab-er (ihn) ihnen, sagend: Trinkt alle aus ihm!


28 Denn dies ist (d.h. stellt dar) mein Blut4 des Bundes25 (Ex 24,8), das ausgegossen-Werdende~ betreffs vieler32 zum Sünden Erlass.


29 Ich-sage euch aber: Keinesfalls (mehr) trinke-ich ab jetzt von diesem Ertrag des Weinstocks13 bis-zu jenem Tag, dann-wenn ich ihn mit euch trinke (auf eine) neuartige (Weise) in der Königsherrschaft meines Vaters.


30 Und (nachdem) lobsingend°,14 kamen-sie heraus (aus dem Ober Saal) zu dem Berg der Olivenbäume.


31 Damals27 sagt Jesus (zu) ihnen: Ihr alle, ihr-werdet-Anstoß-nehmen an mir in dieser Nacht, denn es-ist-geschrieben*: "Ich-werde-niederschlagen den Hirten, und die Schafe der Herde werden-versprengt-werden."1


32 Aber nachdem ich auferweckt-werde°, werde-ich-vorangehen euch in die (Landschaft) Galiläa.


33 Petrus aber, antwortend° sagte (zu) ihm: Wenn alle sich-ärgern-werden an dir, ich werde-mich-ärgern niemals.15


34 Jesus erklärte ihm: Amen, ich-sage dir: In dieser Nacht, ehe (ein/der) Hahn kräht,30 wirst du mich dreimal verleugnen.


35 Petrus sagt (zu) ihm: Sogar-falls es-sein-müsste~ (für) mich zusammen-mit dir zu-sterben, keinesfalls werde-ich-verleugnen dich. Gleicherweise sagten auch alle Schüler.


36 Dann kommt Jesus mit ihnen zu (einem) Grundstück, genannt Gethsemane, und er-sagt (zu) den Schülern: Setzt-euch° hier so-lange-bis ´dass`, (nachdem) weggegangen°, ich dort bete°!


37 Und (nachdem) den Petrus und die zwei Söhne (des) Zebedäus mitgenommen-habend°, fing-er-an betrübt-zu-werden~ und sich-zu-ängstigen~.


38 Da sagt-er (zu) ihnen: "Sehr-betrübt ist meine Seele"2 bis (zum) Tod, bleibt hier und wacht~ (Präs.: ausdauernd) mit mir!


39 Und (nachdem ein) wenig vorausgehend°, fiel-er auf sein Angesicht, betend und (indem dabei) sagend: Mein Vater, wenn es-möglich ist, gehe-(schadlos)-vorüber° an mir dieser Trinkbecher, jedoch nicht wie ich will, sondern wie du (willst)!36


40 Und er-kommt zu den Schülern und findet sie schlafend, und er-sagt (zu) dem Petrus: also nicht (einmal) eine Stunde wart-ihr-imstande° mit mir zu-wachen°?


41 Wacht~ und betet~, damit ihr nicht in Versuchung hineinkommt! Der Geist (ist) zwar bereitwillig, das Fleisch aber schwach.


42 Wieder, zum zweiten (Mal, nachdem) weggegangen°, betete-er, ´(wobei) sagend`: Mein Vater, wenn dieser (Trinkbecher) nicht vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, (dann) geschehe° dein Wille!36


43 Und (als) gekommen°, fand-er sie wieder schlafend, denn (es) waren~ ihre Augen beschwert*.


44 Und (nachdem) sie verlassen-habend°, (und) wieder weggegangen°, betete-er zum dritten (Mal, indem) wieder dasselbe Wort sagend°.


45 Dann kommt-er zu den Schülern und sagt (zu) ihnen (ironisch): Schlaft~ weiterhin und ruht-aus~16! Siehe, nahegekommen (ist) die Stunde, und der Sohn des Menschen wird-überliefert in Sünder Hände.


46 Steht-auf ~, gehen-wir~! Siehe, nahegekommen (ist) der mich Überliefernde.


47 Und noch (während) er redend-ist, siehe, Judas, einer der Zwölf, kam und mit ihm (eine) große Volksmenge mit Kurzschwertern und Holzknüppeln von den Hohepriestern und Ältesten des Volkes.


48 Aber der ihn Überliefernde gab ihnen (ein) Zeichen, sagend: Welchen auch-immer ich-küssen-werde, er ist (es), ihn haltet-fest!


49 Und sofort, (als zu) Jesus hingekommen°, sagte-er: Sei-gegrüßt~, Rabbi! Und überschwänglich-küsste-er38 ihn.


50 Jesus aber sagte (zu) ihm: Kamerad, (tue doch) für was du-(wirklich)-da-bist!17 Dann, hingekommen°, legten-sie die Hände an Jesus, und hielten ihn (fest).


51 Und siehe, einer (von) denen mit Jesus, (indem) die Hand ausstreckend°, riss-er-heraus sein Kurzschwert und, (indem) niederschlagend° (Aor.: mit einem Hieb auf) den Sklaven des Hohepriesters, hieb-er-ab dessen Ohr.


52 Darauf sagt Jesus (zu) ihm: Stecke-zurück° dein Kurzschwert an seinen Platz! Denn alle die Nehmenden° (das) Kurzschwert, durchs Kurzschwert werden-sie-umkommen.18


53 Oder meinst-du, dass ich meinen Vater nicht ersuchen° kann, und bereitstellen-wird-er mir jetzt (d.h. augenblicklich) mehr-als zwölf Legionen19 (von) Engeln?


54 Wie aber würden-(dann)-erfüllt° die Schriften,37 dass (dies) so geschehen muss?


55 In jener Stunde sagte Jesus (zu) den Volksmengen: Wie gegen (einen) Verbrecher (od.: Aufrührer) kamt-ihr-heraus, mit Kurzschwertern und Holzknüppeln, (um) mich festzunehmen°? Tag für Tag saß-ich~ in dem Heiligtum lehrend, und ihr-ergrifft mich nicht.


56 Dieses Ganze aber geschah, damit die Schriften der Propheten erfüllt-werden. Daraufhin flohen die Schüler alle (indem) ihn (im Stich) lassend°.


57 Sie aber, (indem) Jesus festhaltend° (od.: festnehmend), führten-(ihn)-weg zu Kaiphas,7 dem Hohepriester, wo die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt-waren.20


58 Petrus aber folgte~ ihm (Impf.: schön langsam) ´von` ferne bis zum Hof des Hohepriesters, und (nachdem) hineingekommen° setzte-er-sich drinnen zu den Gehilfen, (um) das Ende zu-sehen.


59 Die Hohepriester aber und das ganze Synedrium suchten~ (Impf.: lange ein) Falschzeugnis gegen Jesus, auf-dass sie ihn töten-könnten°,


60 und sie-fanden keines, (obwohl) viele Falschzeugen hingekommen-waren°. Zuletzt aber, sagten zwei Hingekommene°:


61 Dieser erklärte: Ich-kann den Tempel Gottes völlig-zerstören und während drei Tagen (wieder) erbauen.


62 Und (nachdem) aufgestanden°, sagte der Hohepriester (zu) ihm: Antwortest-du nicht (auf all das), was diese bezeugen-gegen dich?


63 Jesus aber schwieg-(Impf.: die ganze Zeit)-still~.39 Und der Hohepriester sagte (zu) ihm: Feierlich-beschwöre-ich dich bei dem lebendigen~ Gott, dass du uns sagst, ob du der Messias bist, der Sohn Gottes.


64 Jesus sagt (zu) ihm: Du sagtest (es). Jedoch sage-ich euch: Ab jetzt werdet-ihr-sehen "den Sohn des Menschen" sitzend zur Rechten der AllMacht21 und "kommend auf den Wolken des Himmels."22


65 Darauf zerriss der Hohepriester seine Kleider,23 (wobei) sagend: Er-lästerte, was haben-wir noch Bedarf (an) Zeugen? Siehe, nun hörtet-ihr die Lästerung.


66 Was meint ihr? Sie aber, antwortend°, sagten: Er-ist (dem) Tod verfallen.


67 Dann spuckten-sie-(ihn)-an in sein Angesicht, und mit-Fäusten-schlugen-sie ihn, andere aber ohrfeigten (ihn),


68 (wobei) sagend: Prophezeie uns, Messias! Wer ist-es, der dich verletzend-schlug?


69 Petrus aber saß~ (Impf.: während dessen die ganze Zeit) draußen in dem Hof, und eine Magd kam-hin (zu) ihm, sagend: Auch du warst~ mit Jesus, dem Galiläer.


70 Er aber leugnete vor allen, (indem) sagend: Ich-weiß* nicht, was du-meinst.


71 Aber (als) herauskommend° zu dem Tor, sah ihn (eine) andere, und sie-sagt (zu) denen dort: Dieser war~ mit Jesus, dem Nazaräer.


72 Und wieder leugnete-er mittels Eid: Ich-kenne* den Menschen nicht.


73 Nach kurzem aber hinzukommend° die DaStehenden* sagten-sie (zu) dem Petrus: Natürlich, auch du bist von ihnen, denn schon deine AusSprache (d.h. dein Dialekt) macht dich offenkundig (d.h. verrät dich).


74 Daraufhin fing-er-an, (Präs.: immer wieder, sich?) zu-verwünschen~ und zu-schwören~: Ich-kenne* den Menschen nicht. Und sofort krähte (ein/der) Hahn.


75 Und Petrus erinnerte-sich des Ausspruchs Jesu, (als) gesagt-habend*: Ehe (ein/der) Hahn kräht, wirst-du-verleugnen mich dreimal, und (nachdem er) hinausgegangen-war°, weinte-er draußen bitterlich.24


Matthäus 27 


1 (Als es) aber Morgen geworden-war°, fassten alle die Hohepriester und die Ältesten des Volkes (einen) Beratungsbeschluss11 gegen Jesus, um ihn zu-töten°.


2 Und (nachdem) ihn gebunden-habend°, führten-sie-(ihn)-weg und überlieferten (ihn an) Pilatus,32 den Präfekten.


3 Dann, (als/nachdem) Judas, der ihn ´Überliefernde`, erfahrend° dass er-(zum Tod)-verurteilt-wurde°, (und es) bereut-habend°, brachte-er-zurück die dreißig Silberschekel den Hohepriestern und Ältesten,


4 (indem/wobei) sagend: Ich-sündigte, (indem/weil) überliefert-habend° ´schuldloses` Blut. Sie aber sagten: Was betrifft (das) uns? Du magst-sehen (wie du damit umgehst)!40


5 Und (nachdem) die Silberschekel zu dem Tempel12 hinschmeißend°, entwich-er, und (nachdem er) weggegangen-war° erhängte-er-sich.33


6 Die Hohepriester aber, nehmend° die Silberschekel, sagten: Nicht erlaubt-ist-es, sie in den Tempelschatzkasten zu-werfen,35 da-(es)-ja (ein) Kaufpreis (für) Blut ist.


7 Aber (nachdem einen) Beratungsbeschluss gefasst-habend°, kauften-sie von ihnen (d.h. den 30 Silberstücken) das Feld des Töpfers13 zur Begräbnisstätte (für) die Fremden.14


8 Deshalb wurde-genannt jenes Feld, Blut Feld bis (zu) dem heutigen (Tag).


9 Damals (od.: damit?) wurde-erfüllt das Geredete° durch Jeremia den Propheten, (den) sagenden: "Und sie-nahmen die dreißig Silberschekel,"1 den Kaufpreis des Abgeschätzten*, den sie-abschätzten von (seiten der) Söhne Israels,


10 und sie-gaben sie für das Feld des Töpfers, "demgemäß-was" mir "(der) HERR anordnete."2


11 Jesus aber wurde-gestellt vor den Präfekten, und der Präfekt befragte ihn, (indem) sagend: Du bist der König der Juden? Jesus aber erklärte: Du sagst-es41 (ja selbst, ja, es ist so).


12 Und während (od.: als) er von den Hohepriestern und Ältesten angeklagt-wurde~, antwortete-er kein (Wort).15


13 Darauf sagt Pilatus (zu) ihm: Hörst-du nicht, wie-viele (Beschuldigungen) sie-bezeugen-gegen dich?


14 Und er-antwortete ihm nicht, auch-nicht auf eine (einzige) Frage, sodass der Präfekt sehr staunte~ (Präs. frei übersetzt: aus dem Staunen gar nicht herauskam).


15 Der Präfekt aber war-gewohnt^, der Volksmenge zu (dem/jedem) PassahFest (Präs.: jeweils) einen Gefangenen loszulassen~, (und zwar denjenigen) welchen sie-wollten~.


16 Sie-hatten~ aber damals (gerade einen) berüchtigten Gefangenen, genannt~ ´Jesus` Barabbas.16


17 (Nachdem/als) sie also versammelt-waren* (um den Freizulassenden zu bestimmen), sagte Pilatus (zu) ihnen: Wen (von beiden) wollt-ihr, soll-ich-loslassen° euch, ´Jesus, den` Barabbas oder Jesus, den sogenannten Christus?16


18 Denn er-wusste^, dass sie ihn wegen Neid überlieferten.24


19 Aber (als/während) er sitzend-war~ auf dem Richterstuhl, sandte seine Frau zu ihm (d.h. sie ließ ihm ausrichten), sagend: Gar-nichts (sei zwischen) dir und jenem Gerechten, denn viele (Qualen) litt-ich heute (Nacht) aufgrund (eines) Traumes wegen ihm.


20 Die Hohepriester aber und die Ältesten überzeugten (in der Zwischenzeit) die Volksmengen, dass sie-sich-erbitten-sollten° den Barabbas, Jesus aber hinrichten-zu-lassen°.


21 Der Präfekt aber, antwortend°, sagte (zu) ihnen: Wen von den Zweien wollt-ihr, soll-ich-loslassen° euch? Sie aber sagten: Den Barabbas.


22 Pilatus sagt (daraufhin zu) ihnen: Was aber soll-ich-tun (mit) Jesus, den Christus genannten? Sie-sagen alle: Er-werde-gekreuzigt°!25


23 Er aber erklärte: Was tat-er denn Übles? Sie aber schrien~ übermäßig, (indem fortwährend) sagend: Er-werde-gekreuzigt°!


24 Pilatus aber, (als) sehend°, dass (es) gar-nichts nützt, sondern (nur noch) vielmehr Tumult entsteht, (nachdem/indem) Wasser nehmend°, wusch-er-sich-ab die Hände9 ´öffentlich-vor` der Volksmenge, (wobei) sagend: Schuldlos bin-ich an diesem Blut, ihr möget-sehen (wie ihr das verantwortet, vgl. V.4)!


25 Und (indem) antwortend° sagte das ganze Volk: Sein Blut (komme) über uns und über unsere Kinder!17


26 Daraufhin ließ-er-los ihnen den Barabbas, Jesus aber, (nachdem ihn) auspeitschen-lassend°,18 überlieferte-er, damit er-gekreuzigt-werde.


27 Dann, (nachdem) die Krieger des Präfekten Jesus in das Prätorium19 beiseitegenommen-habend°, versammelten-sie um ihn die ganze Kohorte (ca. 200-600 Legionäre!).


28 Und, (nachdem) ihn ausgezogen-habend°, legten-sie-herum (um) ihn (einen) scharlachroten SoldatenMantel,29


29 und geflochten-habend° (einen) Kranz aus Dornen,31 legten-sie-(diesen)-auf seinen Kopf und (ein) Schilfrohr in seine Rechte (Hand), und (indem) vor ihm auf-die-Knie-fallend°, verhöhnten-sie ihn, (indem) sagend: Sei-gegrüßt,36 König der Juden!


30 Und (nachdem) ihn angespuckt-habend°, nahmen-sie das Schilfrohr und schlugen~ (Impf.: immer wieder/einer nach dem anderen) auf seinen Kopf.


31 Und als sie ihn verhöhnt-hatten°, zogen-sie-aus ihm den Soldatenmantel, und sie-zogen ihm an seine Kleider, und sie-führten-(ihn)-weg um (ihn) zu-kreuzigen°.


32 Hinausgehend aber fanden-sie (einen) Menschen, (einen) Cyrenäer namens Simon. Diesen zwangen-sie, dass er sein Kreuz aufhebe° (und trage).


33 Und (nachdem) kommend° zu (einem) Ort, genannt Golgatha,10 - welcher ist (der) sogenannte Schädel Ort,


34 - gaben-sie ihm Wein mit Galle20 (od.: Myrrhe) vermischt zu-trinken, und (als ihn) schmeckend°42 wollte-er (ihn) nicht trinken.


35 Aber (nachdem) ihn gekreuzigt-habend°, "teilten-sie-sich-auf seine Kleider,3 (indem ein) Los werfend,"


36 und (während) dasitzend bewachten-sie~ ihn dort.


37 Und sie-brachten-an oben-über seinem Kopf seine Schuldursache26 geschrieben*: Dieser ist Jesus, der König der Juden.


38 Dann werden-gekreuzigt zusammen-mit ihm zwei Straßenräuber (od. Aufrührer/politische Revolutionäre), einer zur Rechten und einer zur Linken.


39 Die Entlanggehenden aber lästerten~ ihn, (wobei) schüttelnd ihre Köpfe


40 und sagend: Der den Tempel völlig-Niederreissende und (ihn) in drei Tagen (wieder) Erbauende: Errette° dich-selbst, wenn du Gottes Sohn bist, ´und` steig-herab° von dem Kreuz!4


41 Gleicherweise (waren) ´auch` die Hohepriester (ihn) verhöhnend mit den Schriftgelehrten und Ältesten, sagten~:


42 Andere errettete-er, sich-selbst kann-er nicht erretten, Israels König ist-er (= sarkastisch), nun steige-er-herab von dem Kreuz und wir-werden-glauben an ihn.


43 "Er hat-vertraut* auf Gott, dieser-rette ihn nun, wenn er ihn (wirklich) will (od.: ihn gernhat?),"4 denn er-sagte (ja): Gottes Sohn bin-ich.


44 Aber (auf) die selbe (Weise) schmähten~21 ihn auch die Straßenräuber (wahrscheinlich: Aufrührer, Rebellen), die zusammen-mit ihm Mitgekreuzigten°.


45 Aber von der sechsten Stunde (an) geschah (eine) Finsternis über das ganze Land bis (zur) neunten Stunde.27


46 Um die neunte Stunde aber ´rief-laut-aus`8 Jesus mit lauter Stimme, sagend: "´Eli, Eli`, lema sabachthani?" Dies (ist Aramäisch und) heißt: "Mein Gott, mein Gott, warum (od.: wozu) verließest-du mich?"5


47 Einige aber der dort Stehenden* (Soldaten, als dies) hörend°, sagten-sie~: (Nach) Elija ruft dieser.28


48 Und einer von ihnen, (indem) sofort gelaufen°, - (nachdem) genommen-habend° (einen) Schwamm und (ihn) gefüllt-habend° mit Weinessig und (ihn) herumgelegt-habend° (um ein) Schilfrohr, - tränkte-er~ ihn.


49 Die übrigen aber ´sagten~`: Lass (es bleiben; od.: Lass ihn trinken, und dann…), sehen-wir, ob Elija kommt, (und) ihn erretten-wird.


50 Jesus aber, (nachdem) wieder (mit) lauter Stimme schreiend°, entließ22 den Geist.


51 Und siehe, der (innere) Scheidevorhang des Tempels23 wurde-gespalten ´von` oben-her bis nach-unten in zwei (Teile), und die Erde bebte, und die Felsen wurden-gespalten,


52 und die Grabkammern wurden-geöffnet. - Und viele Körper der entschlafenen (alttestamentlichen?) Heiligen wurden-auferweckt,


53 und (nachdem/als) nach seiner AufErweckung herauskommend° aus den Grabkammern, kamen-sie-hinein° in die Heilige Stadt und wurden-sichtbar vielen.34


54 - Der Hauptmann aber und die mit ihm Jesus Bewachenden, (als) sehend° das Erdbeben und die ´Geschehenden°` (Dinge), fürchteten-sich sehr, sagend: Wahrhaft Gottes Sohn war~ dieser.39


55 (Es) waren~ aber dort viele Frauen (dies) von ferne anschauend, solche-welche Jesus von der (Landschaft) Galiläa folgten,37 (um) ihn (Präs.: Tag für Tag) zu-bedienen~,


56 unter welchen war~ Maria, die Magdalenerin, und Maria, die (Mutter) von Jakobus und Josef, und (Salome) die Mutter der Söhne (des) Zebedäus.


57 (Als es) aber Abend geworden-war°, kam (ein) reicher Mann von Arimathäa, namens Josef, der auch selbst geschult-worden-war° (über/betreffs) Jesus.


58 Dieser, hinkommend° (zu) Pilatus, erbat-sich den Körper Jesu. Daraufhin befahl Pilatus, (dass) er-hergegeben-werde.30


59 Und (nachdem) den Körper genommen-habend°, wickelte-ein ihn Josef ´in` reine Leinwand


60 und legte ihn in seine frische Grabkammer, welche er in den Felsen gehauen-hatte°, und (nachdem einen) großen RundStein38 (vor) die Tür der Grabkammer wälzend°, ging-er-weg.


61 Aber (es) war~ dort Maria, die Magdalenerin, und die andere Maria, dem Grab gegenüber sitzend.


62 Aber am darauffolgenden (Tag), welcher ist (der Tag) nach dem Rüsttag,43 versammelten-sich die Hohepriester und die Pharisäer bei Pilatus,


63 sagend: Herr, wir-erinnerten-uns° (d.h. es fiel uns ein), dass jener Verführer (als er) noch lebend-war~ sagte: Nach drei Tagen werde-ich-auferweckt~ (vgl. Kap 12,40).


64 Befiehl also, das Grab bis zum dritten Tag zu-sichern, dass-nicht, (nachdem) kommend°, ´seine` Schüler ihn stehlen und (zu) dem Volk sagen: Er-wurde-auferweckt von den Toten, und der letzte Betrug wird-sein schlimmer-als der erste.


65 (Daraufhin) erklärte~ ihnen Pilatus: Ihr-sollt-haben~ (eine) Wachmannschaft6 (von mir), geht-hin~, sichert° (das Grab, so gut), wie ihr-wisst*!


66 Sie aber, (nachdem) gegangen°, sicherten das Grab, - (nachdem) den Stein versiegelt-habend°,7 - mit der (römischen) Wachmannschaft.


 

Matthäus 28 


1 Aber spät (nach Ablauf des) Sabbats, beim MorgenDämmern~14 des ersten Wochentages (d.h. des Sonntags), kam ´Maria` die Magdalenerin, und die andere Maria, (um) das Grab anzuschauen.15


2 Und siehe, (ein) großes Erdbeben geschah, denn (ein) Engel (des) HERRN, herabsteigend° aus (dem) Himmel und hinzukommend°, wälzte-weg den Stein und setzte-sich~ oben-auf ihn.


3 Sein Anblick aber war~ wie (ein) Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee.


4 Aber aus Furcht (vor) ihm bebten die Wachen~, und sie-wurden wie Tote.


5 Der Engel12 aber, (indem) antwortend°, sagte (zu) den Frauen: Ihr (im Gegensatz zu den Wachen?), fürchtet-euch~ nicht, denn ich-weiß*, dass ihr Jesus den Gekreuzigten* sucht.


6 Er-ist nicht hier, denn er-wurde-auferweckt, so-wie er-(es)-sagte. Kommt-her, seht den Ort wo er-lag!


7 Und schnell gehend°,9 sagt (zu) seinen Schülern: Er-wurde-auferweckt von den Toten, und siehe, voran-geht-er euch in die (Landschaft) Galiläa, dort werdet-ihr-sehen ihn. Siehe, ich-sagte (es) euch.


8 Und schnell weggehend° von der Grabkammer, mit Furcht und großer Freude liefen-sie, (um es) seinen Schülern zu-melden.


9 Und siehe, Jesus ging-entgegen ihnen, sagend: Seid-gegrüßt~! Sie aber, hinzukommend°, hielten-fest seine Füße und huldigten ihm (od.: beteten ihn an).13


10 Dann sagt Jesus (zu) ihnen: Fürchtet-euch~ nicht! Geht-fort~, meldet meinen Brüdern,14 dass sie-weggehen-sollen in die (Landschaft) Galiläa, und-dort werden sie mich sehen.


11 Aber (während) sie-auf-dem-Weg-waren~, siehe, einige (Soldaten von) der Wachmannschaft, (nachdem) in die Stadt kommend°, meldeten-sie den Hohepriestern alles (was) geschah.11


12 Und sich-versammelt-habend° mit den Ältesten und (einen) Beratungsbeschluss gefasst-habend°, gaben-sie den Kriegern zahlreiche Silberschekel,7


13 (wobei) sagend: Sagt, (dass) seine Schüler, nachts kommend°, ihn stahlen,10 (während) wir schlummernd-waren~.


14 Und falls dies bei dem Präfekt5 gehört-wird, werden wir ´ihn` überzeugen (od.: beschwichtigen) und euch sorglos machen.


15 Sie aber, (nachdem) nehmend° ´die` Silberschekel, taten, wie sie-belehrt-wurden. Und dieses Gerücht wurde-verbreitet bei (den) Juden bis-zum heutigen ´Tag`.


16 Die elf Schüler aber, gingen° in die (Landschaft) Galiläa auf den Berg, wohin sie Jesus beorderte,


17 und (nachdem) ihn sehend°, huldigten-sie (ihm), einige (od.: andere) aber zweifelten.8


18 Und (indem) hinzukommend° sprach Jesus (zu/mit) ihnen, sagend: Gegeben-wurde mir alle Vollmacht im Himmel und auf ´der` Erde (vgl. Dan 7,14).


19 Geht-hin° also (und) schult°6 alle die Nationen, (dann) sie taufend auf1 den Namen (Sg.!) des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,


20 (dann) sie (Präs.: beständig) lehrend (Präs.: dauerhaft) zu-bewahren~2 alle3 (Dinge/Wahrheiten), alle-die ich euch auftrug. Und siehe, ich bin mit euch alle die Tage bis (zu) der endgültigen-Vollendung des Zeitalters.4

 

Nach Markus

Einleitung Markus-Evangelium

Markus Johannes ist der Autor des Markus-Evangeliums. Er war in seinen jüngeren Jahren ein Mitarbeiter von seinem Vetter Barnabas und von Paulus (Apg 12,25; 13,13), später von Barnabas allein (Apg 15,36-39) und schließlich von Petrus in Rom (1Pet 5,13). Er war der Sohn der Maria aus Jerusalem, die dort ein Haus besaß, dass die Christen als Versammlungsort nutzten. Nach Papias (110 n.Chr.) schrieb Markus nieder, was Petrus in Rom predigte, wobei er aber, im Gegensatz zu Lukas, nicht beansprucht die Ereignisse in chronologischer Reihenfolge aufzuschreiben. Der Schreiber kennt das Land Israel gut, insbesondere Jerusalem. Die Berichte über das Obergemach sind ausführlicher als in den anderen Evangelien, was nicht verwunderlich ist, wenn dies das Haus war, in dem er aufgewachsen ist. Das Evangelium zeigt an einigen Stellen aramäischen Hintergrund (die Umgangssprache in Israel), jüdische Gebräuche sind bekannt und die Lebhaftigkeit der Erzählung legt die enge Verbindung zu einem Augenzeugen nahe. Sein Evangelium könnte demnach noch zu Petrus Lebzeiten verfasst, und dann nach dessen Tod (ca. 67 n.Chr.) fertiggestellt worden sein.

Auffallend ist, dass die Reden Jesu bei Markus zwar kürzer sind als bei Matthäus, die Berichte über die Taten Jesu sind im Markus-Evangelium aber ausführlicher beschrieben als in den anderen Evangelien, - abgesehen vom "Sondergut" bei Lukas und Johannes. Daher ist es beim Studium der Evangelien hilfreich, parallel zum Bericht bei Matthäus und Lukas auch noch bei Markus nachzulesen. Markus schreibt vor allem für Römer, weswegen er jüdische Ausdrücke und Sitten extra für seine Leser erklärt. Ein auffallender Ausdruck den Markus oft gebraucht ist das Wort sofort, was gut zum Thema des gehorsamen Gottesknechts passt. Das Evangelium fand schon früh weite Verbreitung in den Gemeinden und wurde als kanonisch angesehen, weil die Autorität des Apostels Petrus dahinterstand (vgl. 33,33,737ff; 21,I,27ff; 48,161ff). Justin der Märtyrer, Irenäus, Tertullian, Clemens von Alexandria, Origenes und der Prolog gegen die Marcioniten, anerkennen alle Markus als Verfasser. Manche nehmen an, dass das Markus-Evangelium früher im Umlauf war als die griechische Fassung des Matthäusevangeliums.

Sein Thema ist: Jesus der gehorsame Knecht Gottes ("...mein Knecht, Spross genannt... " Sach 3,8; Jes 42,1).

 

Die sachdienlichen Anmerkungen sind im Markus-Evangelium aus Platzgründen weniger, und können bei den entsprechenden Parallelstellen im Matthäus-, Lukas- und Johannes-Evangelium nachgeschlagen werden.

Markus 1


1 (Der) Anfang des Evangeliums (von) Jesus Christus, ´(dem) Sohn Gottes`,7


2 so-wie geschrieben-ist* in dem (Buch) Jesaja, dem Propheten: "Siehe, ich-sende meinen Boten vor deinem Angesicht (her), der deinen "Weg errichten-wird",1


3 Stimme (eines) laut-Rufenden in der Einöde bereitet den Weg (des) HERRN, macht~ gerade (od.: eben)" seine "Trampelpfade,"2


4 Johannes ´der` Taufende trat-auf in der Einöde (d.i. die Wüste Juda) ´und` (war) predigend (eine) Taufe (der) Buße zum Sünden Erlass.


5 Und (es) gingen-heraus zu ihm das ganze8 judäische Land und alle8 die Jerusalemer, und sie-wurden-(Impf.: einer nach dem anderen)-getauft~3 von ihm in dem Jordan Fluss, (wobei, Präs.: jedes Mal?) öffentlich-bekennend~ ihre Sünden.


6 Und Johannes war~ angezogen* (mit einem Gewand von) Kamel Haaren und (einem) ledernen Gürtel um seine Hüften9 und Heuschrecken und wilden Honig essend.


7 Und er-predigte~, sagend: Der Stärkere (als) ich kommt hinter ´mir`, (für) den ich nicht gut-genug bin, (nachdem) mich-bückend°, den Riemen seiner Untergebundenen (Sandalen) zu-lösen°.


8 Ich taufte euch (in/mit) Wasser, er aber wird-taufen euch ´in (od.: mit)` heiligem Geist4.


9 Und es-geschah in jenen Tagen, (da) kam Jesus vom Nazareth der (Landschaft) Galiläa und wurde-getauft in den Jordan von Johannes.


10 Und sofort, (als) heraufsteigend aus dem Wasser, sah-er die Himmel sich-spaltend und den Geist wie (eine) Taube auf ihn herabsteigend,


11 und (eine) Stimme ´geschah` aus den Himmeln: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe-ich-Wohlgefallen°.


12 Und sofort treibt-hinaus ihn der Geist in die Einöde.


13 Und er-war~ in der Einöde vierzig Tage, (wobei, Präs.: die ganze Zeit hindurch) versucht-werdend~ von dem Satan, und er-war~ mit den Raubtieren, und die Engel bedienten~ ihn.


14 ´Aber nach` dem überliefert-Werden° des Johannes, kam Jesus in die (Landschaft) Galiläa, (wobei) das Evangelium Gottes predigend


15 ´und sagend`: der Zeitpunkt ist-da*, und nahe-ist* die Königsherrschaft Gottes, tut-Buße~ und glaubt~ an das Evangelium!


16 Und (als) vorüberziehend entlang des Sees von Galiläa, sah-er Simon und Andreas, den Bruder Simons, (die Wurfnetze) in den See auswerfend, denn sie-waren~ Fischer.


17 Und Jesus sagte (zu) ihnen: Kommt-her (od.: Auf!), hinter mich! Und ich-werde-machen, (dass) ihr Menschen Fischer werdet.


18 Und sofort, (nachdem) liegenlassend° die Wurfnetzeⱽ, folgten-sie ihm.


19 Und (nachdem ein) wenig voranschreitend°, sah-er Jakobus, den (Sohn) des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, und sie (waren) in dem Schiff die Netzeⱽ zubereitend (od.: zusammenfaltend/ausbessernd),


20 und sofort rief-er sie. Und (nachdem) zurücklassend° ihren Vater Zebedäus in dem Boot mit den Lohnarbeitern, gingen-sie-weg hinter ihm (her).


21 Und sie-gehen-hinein nach Kafarnaum, und sofort, (nachdem) hineinkommend° in die Synagoge, lehrte-er~ (an) den Sabbaten.


22 Und sie-gerieten-außer-sich~ über seine Lehre (od.: die Art seines Lehrens?), denn er-war~ sie lehrend wie (ein) Vollmacht Habender und nicht wie die Schriftgelehrten.


23 Und sofort war~ in ihrer Synagoge (ein) Mensch mit unreinem Geist,13 und er-schrie-laut-auf,


24 (wobei, Präs.: immer wieder?) sagend: Was (ist zwischen) uns (Dämonen) und dir Jesus, Nazarener? Kamst-du, (um) uns zu-verderben°? Ich-kenne* dich wer du-bist, der Heilige Gottes.


25 Und Jesus herrschte-an14 ihn, ´sagend`: Verstumme°5 und komm-heraus° aus ihm!


26 Und der unreine Geist, (nachdem) ihn-verkrampft-habend° und geschrien-habend°, (mit) lauter Stimme kam-er-heraus aus ihm.


27 Und sie-erschraken alle, sodass sie-disputierten~ (und dabei) ´zu einander` sagend: Was ist dies? (Eine) neuartige Lehre mit Vollmacht, und den unreinen Geistern gebietet-er und sie-gehorchen ihm.


28 Und es-ging-hinaus die Kunde (von) ihm sofort überallhin in die ganze Umgegend der (Landschaft) Galiläa.


29 Und sofort, (nachdem) aus der Synagoge hinausgegangen°, kamen-sie in das Haus (von) Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.


30 Aber die Schwiegermutter Simons lag-danieder~ fiebernd, und sofort sagen-sie (es) ihm über sie.


31 Und (nachdem) hinzukommend°, richtete-er-auf sie, (indem) die Hand haltend°, und das Fieber verließ sie, und sie-bediente sie (bei Tisch).


32 (Als es) aber Abend geworden-war°, nachdem die Sonne ´untergegangen-war°`, trugen-sie~ (Impf.: einen nach dem anderen) zu ihm, alle6 die übel Habenden (d.h. denen es schlecht ging), und die Dämonisierten~,


33 und die ganze Stadt war~ an der Tür versammelt*.


34 Und er-machte-gesund viele (es) übel habend (durch) vielfältige Krankheiten, und viele Dämonen warf-er-hinaus, und er-ließ die Dämonen nicht sprechen, weil sie ihn kannten^.


35 Und frühmorgens, noch-tief in-(der)-Nacht, (nachdem) aufgestanden°, kam-er-heraus ´und ging-weg` zu (einem) einsamen Ort, und-dort betete-er~.


36 Und Simon eilte-nach ihm und die mit ihm,


37 und sie-fanden ihn und sagen (zu) ihm: Alle suchen dich.


38 Und er-sagt (zu) ihnen: Ziehen-wir~ anderswohin, zu den benachbarten Dorfstädten, damit ich auch dort predige°, denn zu diesem zog-ich-aus.10


39 Und er-kam, predigend in ihren Synagogen in der ganzen (Landschaft) Galiläa und die Dämonen hinauswerfend.


40 Und (ein) Aussätziger11 kommt zu ihm, ersuchend ihn ´und auf-die-Knie-fallend~` und sagend (zu) ihm: Falls du-willst~, kannst du mich reinigen°.15


41 Und, (weil) sich-innerlich-erbarmend° (und indem) ausstreckend° die Hand, berührte-er ihn und sagt (zu) ihm: Ich-will, werde-gereinigt°!


42 Und sofort ging-weg von ihm der Aussatz, und er-wurde-gereinigt.


43 Und (nachdem) ihn anfahrend°14 (od. milder: ihm einschärfend), sofort trieb-er-weg ihn.


44 und er-sagt (zu) ihm: Siehe~, (dass du ja zu) keinem irgendetwas sagst, sondern geh-fort~, zeige dich dem Priester12 und bringe-dar für deine (sühnende) Reinigung, was Mose (dafür) verordnete, ihnen zum Zeugnis!


45 Er aber, (nachdem) herauskommend°, fing-er-an viel zu-predigen~ und das Wort (Präs.: ausgeschmückt?) zu-verbreiten~,16 sodass er nicht-mehr öffentlich in (irgendeine) Stadt hineinkommen konnte~, sondern er-war~ draußen an öden Orten. Und sie-kamen~ von-überallher zu ihm.


 

Markus 2


1 Und (nachdem) nach (einigen) Tagen wieder hineinkommend° nach Kafarnaum, sprach-es-sich-herum°, dass er im Haus13 ist.


2 Und viele versammelten-sich, sodass (es) keinen Raum mehr gab~, auch-nicht an der Tür, und er-sprach das Wort (zu) ihnen.


3 Und sie-kommen, (einen) Gelähmten zu ihm tragend, aufgehoben von Vieren.


4 Und (weil) sie (ihn) wegen der Volksmenge nicht (zu) ihm hineinbringen° konnten~, deckten-sie-ab das Dach, wo er-war~, und (indem es) aufgrabend,1 lassen-sie-hinab die Matte, worauf der Gelähmte daniederlag~.


5 Und (als) ihren Glauben sehend°,14 sagt Jesus (zu) dem Gelähmten: Kind, erlassen-werden dir deine Sünden.


6 Aber einige der Schriftgelehrten waren~ dort sitzend und gründlich-überlegend in ihren Herzen:


7 Was spricht dieser so? Er-lästert, wer kann Sünden erlassen~, außer einer, (nämlich) Gott?8


8 Und Jesus, (da) sofort erkennend° (in) seinem Geist, dass sie so gründlich-überlegen bei sich-selbst, sagt (zu) ihnen: Was überlegt-ihr-gründlich dieses in euren Herzen?


9 Was ist müheloser, (zu) dem Gelähmten zu-sagen: Erlassen-werden deine Sünden, oder zu-sagen: Steh-auf~ und hebe-auf° deine Matte und gehe-umher~?


10 Aber damit ihr-wisst*, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, Sünden zu-erlassen~ auf der Erde … sagt-er (zu) dem Gelähmten:


11 Ich-sage dir, steh-auf~, hebe-auf° deine Matte und geh-fort~ in dein Haus!


12 Und er-stand-auf, und sofort, (nachdem) aufhebend° die Matte, ging-er-hinaus vor allen, sodass alle außer-sich-waren~ und Gott verherrlichten~, (wobei) sagend: So (etwas) sahen wir (noch) niemals.


13 Und wieder ging-er-hinaus entlang dem (od.: an den) See, und die ganze Volksmenge kam~ zu ihm, und er-lehrte sie.


14 Und (als) vorüberziehend sah-er Levi, den (Sohn) des Alphäus, sitzend bei der Zollstelle, und er-sagt (zu) ihm: Folge~ mir! Und (nachdem) aufgestanden° folgte-er° ihm.


15 Und es-geschieht, (dass) er-(zu Tisch)-daliegt in seinem (d.h. Levis) Haus, und (dass) viele Zöllner10 und Sünder zusammen-(zu Tisch)-daliegen (mit) Jesus und seinen Schülern, denn (es) waren~ viele, und sie-folgten~ ihm.


16 Und die Schriftgelehrten der Pharisäer,9 (als) sehend°, dass er mit den Sündern und Zöllnern isst, sagten-sie~ (zu) seinen Schülern: Mit den Zöllnern und Sündern isst-er?


17 Und (es) hörend°, sagt Jesus (zu) ihnen: Nicht die stark-Seienden haben Bedarf (an einem) Arzt, sondern die (in einem) üblen (Zustand) sich-Befindenden. Ich-kam nicht, (um) Gerechte zu-berufen°, sondern Sünder.


18 Und die Schüler (des) Johannes und der Pharisäer waren~ (Präs.: gerade) fastend. Und (die Leute) kommen und sagen (zu) ihm: Weswegen fasten die Schüler (des) Johannes und die Schüler der Pharisäer, deine ´Schüler` aber fasten nicht?11


19 Und Jesus sagte (zu) ihnen: Können etwa die Söhne des Brautgemachs2 fasten~, während der Bräutigam mit ihnen ist? Solange sie den Bräutigam mit sich haben, können sie nicht fasten~.


20 Kommen-werden aber Tage, dann-wenn der Bräutigam (von) ihnen weg entrissen-wurde°, und dann werden-sie-fasten an jenem Tag.12


21 Keiner näht-auf (einen) Flicken (von einem) ungewalkten Stoff-Fetzen auf (ein) altes (d.h. abgetragenes) Kleid, sonst reißt-ab das (neue) Füllstück von ihm (d.h. von dem alten, schleißigen Stoff), - das neuartige vom alten, - und (der) Riss wird (noch) schlimmer.


22 Und keiner füllt jungen (d.h. frischen, noch gärenden) Wein in alte (d.h. verbrauchte) Schläuche,3 sonst wird-zerreißen der Wein die Schläuche, und der Wein wird-verderben (weil er ausläuft) und die Schläuche, sondern jungen Wein (füllt man) in neuartige (d.h. unbenützte) Schläuche!


23 Und es-geschah, (dass) er an den Sabbaten durch die Saatfelder entlangging~, und seine Schüler fingen-an° (einen) Weg zu-machen~, (wobei/indem, Präs.: immer wieder) die Ähren abrupfend (und die Körner essend).


24 Und die Pharisäer sagten~ (zu) ihm: Siehe (od.: siehst du nicht?), was sie-tun (an) den Sabbaten, was nicht erlaubt-ist.4


25 Und er-sagt (zu) ihnen: Laset-ihr° niemals, was David tat, als er Bedarf (an Nahrung) hatte und hungerte, er und die mit ihm,


26 wie er-hineinkam in das Haus Gottes zur-Zeit (des späteren) Hohepriesters Abiathar5 und die Brote der Schaustellung aß, - (von) denen niemandem erlaubt-ist zu-essen°, außer den Priestern, - und er-gab (davon) auch den zusammen-mit ihm Seienden?


27 Und er-sagte~ (zu) ihnen: Der Sabbat wurde wegen des Menschen (geschaffen) und nicht der Mensch wegen des Sabbats,7


28 daher ist der Sohn des Menschen auch Herr des Sabbats.6


Markus 3


1 Und er-kam-hinein wieder in ´die` Synagoge. Und dort war~ (ein) Mensch, vertrocknet* (gelähmt?) habend die Hand.


2 Und sie-beobachteten ihn genau, ob er ihn an (einem) der Sabbate gesundmachen-wird, damit sie ihn anklagen-könnten°.


3 Und er-sagt (zu) dem Menschen, (zu) dem die ´vertrocknete Hand Habenden`: Steh-auf~, (komm) in die Mitte!


4 Und er-sagt (zu) ihnen: Ist-es-erlaubt, (an einem) der Sabbate ´Gutes zu-tun` oder Übles-zu-tun, Leben zu-erretten° oder zu-töten°?1 Doch sie schwiegen-still~.


5 Und (nachdem) sie ringsumher-anblickend° mit Zorn, tief-betrübt über die Verstockung3 ihres Herzens, sagt-er (zu) dem Menschen: Strecke-aus° die Hand! Und er-streckte-(sie)-aus, und seine Hand wurde-wiederhergestellt (als medizinischer t.t.: geheilt).


6 Und die Pharisäer, (nachdem) herauskommend°, fassten~ sofort mit den Herodianern (einen) Beratungsbeschluss gegen ihn, auf-dass sie ihn vernichten°.


7 Und Jesus entwich mit seinen Schülern zu dem See, und (eine) große MenschenMenge von der (Landschaft) Galiläa ´folgte` (ihm), und von der (Landschaft) Judäa


8 und von Jerusalem und von der (Landschaft) Idumäa und (von) jenseits des Jordans, und (aus der Gegend) um Tyros und Sidon7 (eine) große MenschenMenge, (weil) gehört-habend° alles-was ´er-tat~` kamen-sie zu ihm.


9 Und er-sagte (zu) seinen Schülern, dass (ein) Boot (für) ihn bereitliegen-solle~ wegen der Volksmenge, damit sie ihn nicht bedränge~,


10 denn viele machte-er-gesund, sodass sich-(alle)-hindrängten~ (zu) ihm, damit sie ihn berühren-könnten°, alle-welche Plagen hatten~.


11 Und die unreinen Geister, dann-wenn sie ihn bemerkten~, fielen-sie-hin-vor~ ihm und schrien, (wobei; Präs.: immer wieder?) ´sagend`: Du bist der Sohn Gottes.


12 Und (mit) vielen (Worten) herrschte-er-an~ sie, damit sie ihn nicht offenbar machten°.


13 Und er-steigt-hinauf auf das Bergland, und ruft-herzu, (die) welche er-selbst (bei sich haben) wollte~, und sie-kamen zu ihm.


14 Und er-bestellte Zwölf, ´die er auch Apostel nannte`, damit sie mit ihm (d.h. in seiner ständigen Begleitung) seien~ und damit er sie sende~, (um) zu-predigen~


15 und Vollmacht zu-haben~, (um) die Dämonen auszutreiben~,


16 ´und er-bestellte die Zwölf`, und er-fügte-hinzu dem Simon (den) BeiNamen Petrus,


17 und Jakobus, den (Sohn) des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, - und ihnen fügte-er-hinzu (den) ´BeiNamen` Boanerges, das bedeutet: Donner Söhne,


18 - und Andreas und Philippus und Bartholomäus und Matthäus und Thomas und Jakobus, den (Sohn) des Alphäus, und Thaddäus und Simon, der Zelot,


19 und Judas Iskariot, der ihn auch überlieferte.


20 Und er-kommt ins Haus, und wieder kommt-zusammen ´die` Volksmenge, sodass sie nicht einmal Brot essen° konnten~ (Präs.: in Ruhe).


21 Und (nachdem dies) gehört-habend° die von ihm (d.h. seine Angehörigen), machten-sie-sich-auf-den-Weg, (um) ihn (gewaltsam) zurückzuhalten, denn sie-sagten~:4 Er-ist-von-Sinnen.


22 Und die Schriftgelehrten, - die von Jerusalem Herabgestiegenen°,5 - sagten~: (Den) Beelzebul hat-er, und: Durch den Fürst der Dämonen wirft-er-hinaus die Dämonen.


23 Und (nachdem) sie zu-sich-rufend°, sagte-er~ in (od.: durch/mit Hilfe von) Parabeln (zu) ihnen: Wie kann (der) Satan (den/einen) Satan hinauswerfen~?


24 Und falls (ein) Königreich gegen sich-selbst geteilt-wird, kann jenes Königreich nicht ´bestehen`,


25 und falls (ein) Haus gegen sich-selbst geteilt-wird, nicht bestehen° wird-es-können jenes Haus.


26 Und wenn (wirklich) der Satan gegen sich-selbst aufstand und geteilt-wurde, kann-er~ (effektiver Aor.: letztendlich) nicht bestehen°, sondern er-hat (ein) Ende.


27 Jedoch kann keiner, (nachdem) in das Haus des Starken (gemeint ist Satan) hineinkommend°, seine Habseligkeiten ausrauben, falls er nicht zuerst den Starken band°, und dann wird-(od.: kann)-er-ausrauben sein Haus.2


28 Amen, ich-sage euch: Alles wird-(od.: kann)-erlassen-werden den Söhnen der Menschen, - die Sündentaten und die GottesLästerungen, - alles-was auch-immer sie-lästerten.


29 Aber wer auch-immer gegen den Heiligen Geist lästerte, hat keinen Erlass in die Ewigkeit, sondern er-ist (einer) ewigen Sündentat verfallen (jur. t.t.: schuldig sein).


30 Weil sie-sagten~: (Einen) unreinen Geist hat-er.


31 Und seine Mutter ´kommt` und seine Brüder, und (während in der Zwischenzeit) draußen stehend, sandten-sie (Boten) zu ihm (hinein), ihn rufend.


32 Und (eine) Volksmenge saß~ herum-um ihn, und sie-(die Boten?)-sagen (zu) ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder ´und deine Schwestern`6 draußen, suchen dich.


33 Und ihnen antwortend°, sagt-er: Wer ist meine Mutter und welche (sind) ´meine` Brüder?


34 Und (nachdem/indem) ringsumher-anblickend° die (im) Kreis um ihn herum Sitzenden, sagt-er (über diese): Siehe, meine Mutter und meine Brüder!


35 ´Denn` wer auch-immer den Willen Gottes tut°, dieser ist mir Bruder und Schwester und Mutter.

Markus 4


1 Und er-fing-an wieder bei dem See zu-lehren~.10 Und (es) versammelt-sich bei ihm (eine) sehr-große Volksmenge, sodass er, (nachdem) in (ein) Schiff einsteigend°, setzte-er-sich-(darin nieder)~ auf dem See. Und die ganze Volksmenge, sie-waren~ auf dem Land neben dem See (stehengeblieben).


2 Und er-lehrte sie vieles in Parabeln, und er-sagte (zu) ihnen in seiner Lehre:


3 Hört~! Siehe, der Säende kam-heraus (um) zu-säen.


4 Und es-geschah bei dem Säen~, das eine fiel entlang des Weges, und (es) kamen die Vögel und fraßen-(es)-auf.


5 Und anderes fiel auf das Steinige, wo (es) nicht viel Erde hatte~, und sofort schoss-es-auf, weil (es) keine Tiefe (in der) Erde hat~,


6 und als die Sonne aufging, wurde-es-versengt, und weil es keine Wurzel (geschlagen) hat~ vertrocknete-es (effektiver Aor.: schließlich ganz).


7 Und anderes fiel hinein-in die Dornen (d.h. in die Dornensamen im Boden), und die Dornen stiegen-auf und völlig-erstickten-sie es, und es-brachte keine Frucht.


8 Und andere (Pl.: Samenkörner) fielen hinein-in die rechte Erde und brachten~ Frucht, (indem) aufsteigend und wachsend, und es-trug~: ´eines` dreißigfach und eines sechzigfach und eines hundertfach.


9 Und er-sagte~: Welcher Ohren hat zu-hören~, höre~!


10 Und als er für-sich allein war, fragten~ ihn die (welche) zusammen-mit den Zwölfen um ihn (waren, über) die (Bedeutung der) Parabeln.


11 Und er-sagte~ (zu) ihnen: Euch ist das Geheimnis der Königsherrschaft Gottes (von Gott?) gegeben*, jenen aber, denen draußen, wird-zuteil das alles in Parabeln,


12 damit9 "(Als) Blickende~ (sie zwar) blicken~ und (doch) nicht sehen° (od.: erkennen/wissen) und (als) Hörende~ (sie zwar) hören~ und (doch) nicht verstehen~, dass-nicht (etwa) sie-umwenden° und ihnen (ihre Sünde) erlassen-werde."1


13 Und er-sagt (zu) ihnen: Versteht* ihr diese Parabel nicht? Wie wollt-ihr-erkennen dann alle (weiteren) Parabeln?


14 Der Säende sät das Wort.


15 Diese aber sind diejenigen wo das Wort entlang des Weges gesät-wird, und dann-wenn sie-hören°, kommt sofort der Satan und er-nimmt-weg das Wort, das in sie gesäte*.


16 Und diejenigen sind die auf das Steinige Gesäten, die, dann-wenn sie das Wort hören°, es sofort mit Freude empfangen,


17 aber sie-haben keine Wurzel in sich-selbst, sondern sind wetterwendisch, danach, (wenn/nachdem) Bedrängnis oder Verfolgung wegen des Wortes entstehend°, sofort nehmen-sie-Anstoß.5


18 Und andere (Menschen) sind die hinein-in die Dornen Gesäten, diese sind die das Wort gehört-Habenden°,


19 und die Sorgen des (jetzigen) Zeitalters und die Täuschung des Reichtums und die Begierden um das Übrige, (indem in ihr Herz) hineingehend (od.: eindringend/sich ausbreitend), ersticken-sie-völlig das Wort, und es-bleibt fruchtlos.6


20 Und jene (Menschen) sind die auf die rechte Erde gesät-Wordenen°, solche-welche das Wort hören und annehmen und fruchttragen: eines dreißigfach und ´eines` sechzigfach und ´eines` hundertfach.


21 Und er-sagte~ (zu) ihnen: (Es) kommt (d.h. man holt) doch-nicht-etwa die Leuchte, damit sie unter den Getreidescheffel17 gestellt-wird° oder unter das Bett? (Sie kommt) doch, damit sie auf den Leuchter gestellt-wird° (nicht wahr)?


22 Denn nichts ist völlig-verborgen, außer, damit es-offenbart-wird°, und-nichts wurde geheim, außer, damit es ins Offenbare komme°.16


23 Wenn jemand Ohren hat zu-hören~, höre-er~!


24 Und er-sagte~ (zu) ihnen: Seht-zu~, was ihr-(von mir?)-hört!12 Mit welchem Messbehälter ihr-messt, wird-zugemessen-werden15 euch und (noch) hinzugefügt-werden-wird euch.


25 Denn der hat, ihm wird-gegeben-werden, und der nicht hat, auch (noch) was er-hat, wird-weggenommen-werden von ihm.


26 Und er-sagte~: So ist die Königsherrschaft Gottes, wie (wenn ein) Mensch den Samen auf die Erde warf


27 und (Präs.: danach) schläft~ und (iteratives Präs.: danach jeweils wieder) aufsteht~, Nacht und Tag, und das Saatgut keimt~ (Präs.: währenddessen) und wird-lang, wie, weiß* er-selbst nicht.


28 Die Erde trägt-Frucht von-selbst, zuerst (den) Halm, ´danach (die) Ähre, danach (den) vollen` Weizen in der Ähre.


29 Aber dann-wenn (es) die Frucht gestattet°, sendet-er sofort die Sichel, weil die Ernte da-ist*.


30 Und er-sagte~: Wie sollen-wir-vergleichen° die Königsherrschaft Gottes, oder in welcher Parabel sie darstellen°?


31 (Es ist) wie mit (einem) Senf Korn, welches, dann-wenn es auf die Erde gesät-wird, - (obwohl) kleiner seiend~ (als) alle die Samen auf der Erde,


32 - aber dann-wenn es-gesät-wird, steigt-es-auf und wird-größer (als) alle Gemüsepflanzen und es-macht große Zweige, sodass unter seinem Schatten "die Vögel des Himmels nisten~" können~.8


33 Und (mit Hilfe) vieler solcher Parabeln sprach-er das Wort (zu) ihnen, so-wie sie-(Impf.: es jeweils)-verstehen~ konnten~.


34 Aber ohne Parabel sprach-er nicht (zu) ihnen, privat aber deutete-er~ den eigenen Schülern alles.


35 Und er-sagt (zu) ihnen an jenem Tag, (als es) Abend geworden-war°: Lasst-uns-übersetzen° zu dem jenseitigen (Ufer)!14


36 Und (nachdem) die Volksmenge entlassen-habend°, nehmen-sie-mit ihn in dem Schiff (so) wie er-war~,4 und andere Schiffe waren~ mit ihm.13


37 Und es-entsteht (ein) großer Wirbelsturm Wind,11 und die Wogen warfen-sich-auf, hinein-in das Schiff, so (dass) das Schiff schon (Präs.: zusehends) befüllt-wurde~.


38 Und er-selbst war~ in dem Heck auf dem Kopfkissen schlafend. Und sie-erwecken ihn und sagen (zu) ihm: Lehrer, es-kümmert dich (wohl) nicht, dass wir-umkommen, (nicht wahr)?2


39 Und (nachdem er) vollständig-aufgewacht-war°, herrschte-er-an° den Wind und sagte (zu) dem See: Schweig-still~, verstumme3! Und der Wind ließ-nach, und es-wurde (eine) große Flaute.


40 Und er-sagte (zu) ihnen: Warum seid-ihr verzagt (od.: feige)? Habt-ihr noch-(immer)-keinen Glauben?


41 Und sie-fürchteten-sich7 (mit/in) großer Furcht, und sie-sagten~ (iterativer Impf.: einer nach dem anderen) zu einander: Wer ist wohl dieser, dass auch der Wind und der See ihm gehorcht?

Markus 5


1 Und sie-kamen zu dem jenseitigen (Ufer) des Sees in das Land der Gerasener.8


2 Und (als) aus dem Schiff herauskommend°, ´sofort` ging-entgegen ihm aus den Grabkammern (ein) Mensch mit (einem) unreinem Geist,


3 der seine ständige-Wohnung in den Grabkammern hatte~, und auch (mit einer) Kette konnte~ ihn niemand mehr binden°,


4 deswegen, (weil) er vielmals (mit) Fußfesseln und Ketten gebunden-worden-war* und die Ketten von ihm zerfetzt-worden-waren* und die Fußfesseln zertrümmert-worden-waren*, und keiner war-stark~ (genug) ihn zu-bändigen°.


5 Und er-war~ fortwährend Nacht und Tag in den Grabkammern und in den Bergen,11 (wobei) schreiend und sich-selbst (mit) Steinen zerschlagend.


6 Und (als) Jesus von ferne sehend°, lief-er und huldigte ´ihm`,


7 und (mit) lauter Stimme schreiend°, sagt-er: Was (ist zwischen) mir und dir,3 Jesus, Sohn Gottes des Höchsten?12 Ich-beschwöre dich (bei) Gott, quäle° mich nicht!


8 Denn er-sagte~ (zu) ihm: Komm-heraus° aus dem Menschen, du unreiner Geist!


9 Und er-befragte~ ihn: Was (ist) dein Name? Und er-sagt (zu) ihm: Legion10 (ist) mein Name, denn wir-sind viele.


10 Und er-ersuchte~4 ihn inständig, dass er sie nicht (aus) dem Land hinaus sendeⱽ°.5


11 Es-war~ aber dort bei dem Bergland (eine) große Herde Schweine weidend,8


12 und sie-ersuchten°6 ihn, sagend: Schickeⱽ° uns in die Schweine, damit wir in sie hineinkommen°!


13 Und er-erlaubte (es) ihnen. Und die unreinen Geister, (als) herauskommend°, kamen-sie-hinein° in die Schweine, und die Herde raste den Abhang hinunter in den See, etwa zweitausend, und sie-ersoffen~ in dem See.13


14 Und die sie Weidenden flohen, und sie-meldeten (dies/alles) in die Stadt und in die Feldgehöfte, und sie-kamen um-zu-sehen°, was das Geschehene* war~.


15 Und sie-kommen zu Jesus und sie-schauen-an den Dämonisierten dasitzend, bekleidet* und vernünftig-seiend, - (ihn),­ den gehabt-Habenden* den Legion, - und sie-fürchteten-sich.


16 Und die (es) gesehen-Habenden° erzählten ihnen wie dem Dämonisierten geschah, und (das) über die Schweine.


17 Und sie-fingen-an, ihn zu-ersuchen~, von ihren Gebieten wegzugehen°.14


18 Und (als er) in das Schiff eingestiegen-war°, ersuchte~ ihn der dämonisiert-Gewesene°, dass er mit ihm sein-dürfe~.


19 Und er-ließ ihn nicht, sondern sagt (zu) ihm: Geh-fort~ in dein Haus zu den Deinen und berichte° ihnen, alles-was der Herr dir getan-hat* und (wie) er-sich-erbarmte deiner!


20 Und er-ging-weg° und fing-an° in der Dekapolis zu-predigen~, alles-was Jesus ihm tat, und alle staunten~.12


21 Und (nachdem/als) Jesus ´in dem Schiff` zum-jenseitigen-(Ufer)-querend-war°, versammelte-sich wieder (eine) große Volksmenge bei ihm an dem jenseitigen (Ufer), und er-war~ am See.


22 Und es-kommt einer der Synagogenleiter1 Namens Jairus, und (als) ihn sehend°, fällt-er-nieder zu seinen Füßen,


23 und er-ersucht ihn inständig, sagend: Mein Töchterchen liegt in-den-letzten-Zügen, komm° (und) leg-auf° ihr die Hände, damit sie-errettet-werde° und leben-möge°!


24 Und er-ging-weg mit ihm. Und es-folgte~ ihm (eine) große Volksmenge, und sie-drängten-sich-um ihn.


25 Und (eine) Frau, seiend im Blut Fluss7 (seit) zwölf Jahren -


26 und (bereits) vieles gelitten-habend° von vielen Ärzten und alles von ihrem (Vermögen) aufgewendet-habend° und keinen Nutzen-gehabt-habend°, sondern vielmehr zu dem Schlimmeren gekommen-seiend°, -


27 (nachdem) gehört-habend° über Jesus, (und nachdem) ankommend° in der Volksmenge, fasste-sie-an von-hinten sein Kleid,


28 denn sie-sagte~ (sich): Falls ich wenigstens seine Kleider anfasse, werde-ich-errettet-werden.


29 Und sofort vertrocknete die Quelle ihres Blutes, und sie-merkte (in) ihrem Körper, dass sie von der Plage geheilt-ist*.


30 Und Jesus, sofort in sich-selbst die aus ihm herauskommende° Macht merkend° (und) sich-umwendend° in der Volksmenge, sagte-er~: Wer fasste-an mich (an) den Kleidern?


31 Und seine Schüler sagten~ (zu) ihm: Du-erblickst die Volksmenge, sich-drängend-um dich, und du-sagst: Wer fasste-an mich?


32 Und er-blickte-ringsumher, (um) die dies getan-Habende° zu-sehen.


33 Die Frau aber, (indem) sich-fürchtend° und zitternd~, (weil) wissend* was ihr-geschehen-ist*, kam und fiel-hin-vor ihm und sagte ihm die ganze Wahrheit.


34 Er aber sagte (zu) ihr: Tochter, dein Glaube hat-errettet* dich, geh-fort~ in Frieden und sei~ (Präs.: von nun an) gesund von deiner Plage!


35 Noch (während) er sprechend-ist~, kommen (einige) von dem (Haus des) Synagogenleiters sagend: Deine Tochter verstarb, was bemühst-du den Lehrer noch?


36 Jesus aber, (indem) überhörend°2 das gesprochene Wort, sagt (zu) dem Synagogenleiter: Fürchte~ dich nicht, glaube~ nur (Präs.: weiter wie bisher)!


37 Und er-ließ keinen mit sich mitfolgen°, außer den Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder (des) Jakobus.


38 Und sie-kommen in das Haus des Synagogenleiters, und er-bemerkt (einen) Tumult und Weinende und laut Kreischende (od.: Heulende/Wehklagende).


39 Und (nachdem) hineinkommend° sagt-er (zu) ihnen: Was regt-ihr-euch-auf und weint? Das Kindlein verstarb nicht, sondern schläft.


40 Und sie-verlachten ihn. Er aber, (nachdem) alle hinausgeworfen-habend°, nimmt-beiseite den Vater des Kindleins und die Mutter und die mit ihm (d.h. die Jünger), und er-geht-hinein, (dorthin,) wo das Kindlein war~.


41 Und (nachdem) die Hand des Kindleins ergriffen-habend°, sagt-er (zu) ihr: Talitha kum,9 was um-übersetzt-werdend heißt: Mädchen, ich-sage dir, steh-auf~ (od.: erwache)!


42 Und ´sofort` stand-auf das Mädchen und ging-umher, es-war~ nämlich zwölf Jahre (alt). Und ´sofort` waren-sie-außer-sich mit großem Außer-sich-sein.


43 Und er-trug-auf ihnen nachdrücklich, dass keiner dies erfahre°, und er-sagte, (dass) ihr (etwas) zu-essen° gegeben-werde°.

Markus 6


1 Und er-kam-heraus von dort und kommt in die (Stadt) seines Vaters, und (es) folgen ihm seine Schüler.


2 Und (als es) Sabbat geworden-war°, fing-er-an in der Synagoge zu-lehren~, und viele ZuHörende verwunderten-sich, sagend: Woher (hat) dieser dies, und welcher (Art ist) die diesem gegebene° Weisheit, und derartige Machttaten, geschehend durch seine Hände?


3 Dieser ist doch der Bauhandwerker, der Sohn der Maria4 und (der) Bruder (von) Jakobus und Joses und Judas und Simon, und seine Schwestern sind doch hier bei uns (nicht wahr)? Und sie-ärgerten-sich über ihn.


4 Und Jesus sagte~ (zu) ihnen: (Ein) Prophet ist nicht ohne-Ehre, außer in seiner Vaterstadt und unter seinen Verwandten und in seinem Haus.


5 Und er-konnte~ dort keine Machttat tun°, außer, (dass) er wenige Dahinsiechende gesundmachte, (indem ihnen) die Hände auflegend°.18


6 Und ´er-staunte` wegen ihres Unglaubens. Und er-zog-herum~ (durch) die Dörfer (im) Umkreis, (wobei sie) lehrend.


7 Und er-ruft-zu-sich die Zwölf, und er-fing-an sie-auszusenden~ (je) zwei (und) zwei, und er-gab~ ihnen Vollmacht (über) die unreinen Geister,


8 und er-wies-an sie, dass sie nichts mitnehmen auf (den) Weg, - außer nur (einen) WanderStab, - nicht Brot, nicht Ranzen, nicht Kupfergeld in den Gürtel,


9 jedoch untergebundene* Sandalen,19 und: Keine zwei Unterhemden14 ´zieht-euch-an`°!


10 Und er-sagte~ (zu) ihnen: Wo auch-immer ihr in (ein) Haus hineinkommt, dort bleibt~, solange-bis ihr von-dort herauskommt°.


11 Und welcher Ort auch-immer euch nicht aufnimmt, (und) sie euch auch-nicht anhören-wollen°, (wenn) von-dort herausgehend, schüttelt-aus° den Erdstaub unterhalb eurer Füße, ihnen zum Zeugnis!


12 Und (nachdem) herauskommend° predigten-sie°, dass sie-Buße-tun-sollten°,


13 und viele Dämonen warfen-sie-hinaus~, und viele Dahinsiechende rieben-sie-ein~ mit Olivenöl und machten-(sie)-gesund~.


14 Und es-hörte der König Herodes (Antipas), - denn offenbar wurde sein (d.h. Jesu) Name, - dass (die Leute) sagten: Johannes der Taufende ist-auferweckt-worden* aus (den) Toten, und darum sind-wirksam diese Mächte in ihm.


15 Andere aber sagten~: Elija ist-er, andere aber sagten~: (Nur ein) Prophet wie einer der (früheren) Propheten.


16 Herodes aber, (als dies) hörend°, sagte~5: Johannes, den ich enthaupten-ließ°,  dieser wurde-auferweckt.


17 Denn er, der Herodes, (nachdem nach ihm) gesandt-habend°, ergriff-er den Johannes und band ihn im Gefängnis wegen Herodias, der ExFrau (von) Philippus (d.i. Herodes Boethos), seines HalbBruders, weil er sie heiratete°.


18 Denn Johannes sagte~ (Impf.: immer wieder zu) dem Herodes: Nicht erlaubt-ist-es dir, die Frau deines HalbBruders zu-haben~.6


19 Aber die Herodias grollte ihm und wollte~ ihn töten, aber sie-konnte~ (Impf.: es längere Zeit) nicht,


20 denn der Herodes fürchtete den Johannes, (weil) ihn kennengelernt-habend*, (als einen) gerechten und heiligen Mann, und er-behütete~ ihn (Impf.: längere Zeit), und (dann, wenn) ihn hörend°, sehr ratlos-war-er, und er-hörte~ ihn (Impf.: immer wieder) gerne.


21 Und (als ein) günstiger Tag gekommen-war°, als Herodes an seinem Geburtstagsfest (ein) Mahl (für) seine Vornehmen (w.: seine Größten) und die Heerführer und die Angesehensten der (Landschaft) Galiläa machte,


22 und (als) die Tochter (der) Herodias,7 hineingekommen-war°, und (nachdem/als) tanzend°, gefiel-sie dem Herodes und den zusammen-(mit zu Tisch)-Daliegenden. ´(Da) sagte der König` (zu) dem Mädchen: Erbitte° (von) mir, was auch-immer du-willst~, und geben-werde-ich (es) dir!


23 Und er-schwor ihr ´vielmals`: Was auch-immer du (von) mir erbitten-mögest°, geben-werde-ich (es) dir bis (zur) Hälfte meines Königreichs.8


24 Und (nachdem) herauskommend° sagte-sie (zu) ihrer Mutter: Was soll-ich-(Med.: für mich)-erbitten°? Sie aber sagte: Den Kopf (von) Johannes dem Taufenden.


25 Und (nachdem wieder) sofort mit Eile zu dem König hineinkommend°, erbat-sie-sich, (indem) sagend: Ich-will, dass du mir sogleich auf (einem) Servierteller den Kopf Johannes des Täufers gibst°.


26 Und (obwohl) der König sehr-betrübt geworden-war°, wollte-er° sie wegen der Eide und der zu-(Tisch)-Liegenden nicht abweisen°.


27 Und sofort, (nach einem) Scharfrichter sendend°, gebot-er (ihm) seinen Kopf zu-bringen°. Und, (nachdem) weggegangen°, enthauptete-dieser ihn in dem Gefängnis.


28 Und er-brachte seinen Kopf auf (einem) Servierteller16 und gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn seiner Mutter.


29 Und (als/nachdem dies) seine Schüler gehört-habend°, kamen-sie und hoben-auf seinen Leichnam und setzten ihn in (einer) Grabkammer (bei).


30 Und die Apostel versammeln-sich bei Jesus, und sie-berichteten ihm alles, was sie-taten und was sie-lehrten.


31 Und er-sagt (zu) ihnen: Kommt-her ihr selbst für-euch-allein zu (einem) einsamen Ort, und ruht-aus (ein) wenig! Denn (es) waren~ viele, die Kommenden und die Fortgehenden, und nicht-einmal zum-essen° fanden-sie-einen-gelegenen-Zeitpunkt~.


32 Und sie-fuhren-weg in dem Schiff zu (einem) einsamen Ort für-sich-allein.


33 Und man-sah sie fortfahrend, und viele ´erfuhren` (es), und zu-Fuß liefen-sie-zusammen dort von allen den Städten, und sie gingen ihnen voraus (od. kamen ihnen zuvor).


34 Und (als aus dem Schiff) herauskommend°, sah-er (eine) große Volksmenge, und er-erbarmte-sich-innerlich über sie, weil sie-waren~ "wie Schafe, keinen Hirten habend,"1 und er-fing-an sie viele (Dinge) zu-lehren.


35 Und (zu) schon weit (vorgerückt) seiender° Stunde, (als/nachdem) seine Schüler (zu) ihm gekommen-waren°, sagten-sie: Einsam ist der Ort und schon weit (vorgerückt ist die) Stunde,


36 entlasse-sie, damit, - (indem) weggehend° in die Feldgehöfte und Dörfer im-Umkreis, - sie sich kaufen°, was sie-essen-könnten°.


37 Er aber, antwortend°, sagte (zu) ihnen: Gebt ihr ihnen zu-essen°! Und sie-sagen (zu) ihm: Weggehend°, sollen-wir-kaufen (für) zweihundert Denare Brote, damit wir ihnen zu-essen geben-werden?


38 Er aber sagt (zu) ihnen: Wie-viele ´Brote hab-ihr`? Geht-fort~, seht (nach)°! Und (nachdem es) erfahrend-habend°, sagen-sie: Fünf, und zwei Fische.


39 Und er-gebot ihnen, alle auf dem hellgrünen Gras ´sich-zu-lagern`°, Tischgemeinschaften (für) Tischgemeinschaften.


40 Und sie-ließen-sich-nieder, Abteilungen (für) Abteilungen, zu hundert und zu fünfzig.12


41 Und (nachdem) die fünf Brote und die zwei Fische genommen-habend°, (und) zu dem Himmel aufgeblickt-habend°, segnete-er° und brach-er-auseinander° die Brote (in Stücke), und gab~ (iterativer Impf.: sie immer wieder)15 ´seinen` Schülern, damit sie (sie) ihnen (Präs.: immer wieder) vorlegten~, auch die zwei Fische ließ-er-verteilen° (unter) allen.


42 Und alle aßen und wurden-gesättigt,


43 und sie-hoben-(noch)-auf (an) Brocken, zwölf Füllungen (von) Handkörben, und (auch) von den Fischen (noch zusätzlich?).


44 Und die ´die Brote` gegessen-Habenden° waren~ fünftausend Männer.


45 Und sofort nötigte-er seine Schüler, in das Schiff einzusteigen° und (ihm) zu dem jenseitigen (Ufer) nach Bethsaida2 vorauszufahren~,17 während er-selbst die Volksmenge entlässt.


46 Und, (nachdem) sich-verabschiedet-habend° (von) ihnen (d.h. der Volksmenge), ging-er-weg auf das Bergland, um-zu-beten.


47 Und (nachdem es) Abend20 geworden-war°, war~ das Schiff in mitten des Sees, und er-selbst allein auf dem Land.


48 Und (als) sie sehend°,3 sich-quälend bei dem Rudern, - denn der Wind war~ ihnen entgegen, - kommt-er um (die) vierte Wache der Nacht9 zu ihnen, einhergehend auf dem See, und er-wollte~10 (an) ihnen vorübergehen°.


49 Sie aber, (als) ihn sehend° einhergehend auf dem See, meinten, dass (es ein) Gespenst ist, und sie-schrien-auf,


50 denn alle sahen ihn und wurden-erregt. Er aber sprach sofort mit ihnen und sagt (zu) ihnen: Seid-guten-Mutes~, ich bin (es), fürchtet-euch~ nicht!


51 Und er-stieg-hinauf zu ihnen in das Schiff, und der Wind ließ-nach, und sie-verwunderten-sich sehr ´im Übermaß` in ihrem-Inneren,


52 denn sie-verstanden (noch) nichts aufgrund der Brote, sondern ihr Herz war~ (Impf.: noch immer) verstockt*.


53 Und (nachdem) zu dem Land am-jenseitigen-Ufer-gequert-habend°, kamen-sie nach Genezareth13 und legten-an.


54 Und (als) sie aus dem Schiff herausgekommen-waren°, (und weil) ihn sofort erkennend°,


55 liefen-sie-herum in jenem ganzen Landstrich und fingen-an die übel Habenden auf den Bahren (Präs.: immer wieder) herumzutragen~, (dorthin) wo sie-hörten, dass er-(gerade)-ist.


56 Und überall, wo er in Dörfer oder in Städte oder in Feldgehöfte hineinging~, legten-sie auf den Märkten die Schwach-seienden (hin), und sie-ersuchten~ ihn, dass sie wenigstens die Quaste11 (od.: den Saum) seines Kleides anfassen-dürften°, und alle-die ihn anfassten, wurden-errettet~.

Markus 7


1 Und die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten versammelten-sich bei ihm, (nachdem sie) von Jerusalem gekommen-waren° .


2 Und (als) sehend° einige seiner Schüler, dass sie mit gemeinen Händen, - das bedeutet: ungewaschen, - die Brote essen,


3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, falls sie sich nicht (vorher) mit (der) Faust die Hände waschen°, (indem/weil) festhaltend die Überlieferung der Ältesten (der Juden),


4 und (kommend) vom Markt essen-sie nicht, falls sie sich nicht ´besprengten`, und viele andere (Dinge) gibt (es), die sie-übernahmen um-(sie)-festzuhalten~: Waschungen (von) Trinkbechern und Krügen (ca. 0,5 Liter) und Kupfergefäßen (od.: Geschirr) ´und Betten`.


5 Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten befragen ihn: Weswegen wandeln deine Schüler nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot (mit) gemeinen Händen?


6 Er aber sagte (zu) ihnen: Recht prophezeite Jesaja über euch die Heuchler, wie geschrieben-ist*: "Dieses Volk ehrt mich (mit) den Lippen, aber ihr Herz, weit weg-ist (es) von mir.1


7 Aber vergeblicherweise verehren-sie mich, (weil) lehrend (als) Lehren Aufträge (von) Menschen."2


8 (Nachdem/indem außer Acht) lassend° die Vorschrift Gottes, haltet-ihr die Überlieferung der Menschen.


9 Und er-sagte~ (zu) ihnen: Geschickt hebt-ihr-auf die Vorschrift Gottes, damit eure Überlieferung ´steht`.


10 Denn Mose sagte: "Ehre~ (Präs.: beständig) deinen Vater und deine Mutter," und: "Der übles-Sagende (über) Vater oder Mutter (mit dem) Tod soll-er-vollenden~ (sein Leben, d.h. bestraft werden)."3


11 Ihr aber sagt: Falls (ein) Mensch (zu) dem Vater oder (zu) der Mutter sagt: (Ein) Korban,4 - das bedeutet: Weihegabe, - (sei) was auch-immer du-als-Nutzen-(od.: Unterstützung)-hättest° von mir,


12 (lasst) ihr ihn gar-nichts mehr tun° (für) den Vater oder die Mutter,


13 (indem auf diese Weise) rechtsungültig-machend das Wort Gottes durch eure Überlieferung, die ihr-überliefertet, und viele solche (Dinge) dergleichen tut-ihr.


14 Und (nachdem) die Volksmenge wieder zu-sich-gerufen-habend°, sagte-er~ (zu) ihnen: Hört~ mich alle und versteht°!


15 Gar-nichts gibt-es, (wenn von) außerhalb des Menschen in ihn hineingehend, was ihn gemein-machen° kann, sondern das aus dem Menschen Herausgehende, (das) ist das den Menschen Gemeinmachende.


16 7


17 Und als er in (ein) Haus hineinkam, - weg-von der Volksmenge, - befragten~ ihn seine Schüler (über) die Parabel.


18 Und er-sagt (zu) ihnen: Seid auch ihr ebenso unverständig? Begreift-ihr nicht, dass alles das von-außen in den Menschen Hineingehende ihn nicht gemein-machen° kann,


19 weil es nicht in sein Herz hineingeht, sondern in den Bauch, und in den Abort hinausgeht - (und mit dieser Aussage) reinigend (d.h. für rein erklärend) alle Speisen.


20 Er-sagte~ aber: Das aus dem Menschen Herausgehende, jenes macht-gemein den Menschen.


21 Denn von-innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen-heraus die üblen Überlegungen, (nämlich) Hurereien, Diebereien, Morde,


22 Ehebrüche, Habgierigkeiten, Bosheiten, Trug, Ausschweifung, böses Auge (= neidischer Blick), Lästerung, Überheblichkeit, Unvernunft.


23 Alle diese, die Bösen (Taten, dieses) geht-heraus von-innen und macht-gemein den Menschen.


24 Aber (nachdem) aufgestanden°, ging-er-weg von-dort in die Gebiete (von) ´Tyros und Sidon.` Und (nachdem) in (ein) Haus hineinkommend°, wollte-er~, (dass es) keiner erfahre, und ´er-konnte` nicht unbemerkt-bleiben°,


25 sondern sofort, (als eine) Frau über ihn hörend°, - deren Töchterchen (einen) unreinen Geist hatte, - kommend° fiel-sie-hin° zu seinen Füßen.


26 Aber die Frau war~ Griechin, (eine) Syrophönizierin8 der Abstammung (nach), und sie-bat~ ihn (Impf.: inständig), dass er den Dämon aus ihrer Tochter hinauswerfe.


27 Und (Impf.: ein paar Mal?) sagte-er~ (zu) ihr: Lass° zuerst die Kinder gesättigt-werden, denn es-ist nicht recht, das Brot der Kinder zu-nehmen und (es zu) den Schoss-Hündlein5 zu-werfen.


28 Sie aber antwortete und sagt (zu) ihm: Herr, auch die Schoss-Hündlein essen unterhalb des Tisches von den Bröseln der Kindlein.6


29 Und er-sagte (zu) ihr: Wegen dieses Wortes geh-fort~, der Dämon ist-herausgekommen* aus deiner Tochter.


30 Und (nachdem) in ihr Haus weggegangen°, fand-sie das Kindlein geworfen* auf das Bett und den Dämon herausgekommen*.


31 Und (nachdem) wieder aus den Gebieten von Tyros herauskommend°, kam-er durch zu dem See der (Landschaft) Galiläa (und daraufhin) mitten-hinein in die Gebiete (der) Dekapolis.9


32 Und sie-tragen (einen) Tauben und mühsam-Sprechenden (zu) ihm, und sie-ersuchen ihn, dass er ihm die Hand auflege°.


33 Und (nachdem) ihn wegnehmend°, - (weg) von der Volksmenge für-sich (allein), - legte-er seine Finger in seine Ohren, und er-berührte seine Zunge (indem) gespuckt-habend° (d.h. mit Spucke?),


34 und (indem) aufblickend° zu dem Himmel, seufzte-er und sagt (zu) ihm: Effata, das bedeutet: Eröffne-dich°!


35 Und ´sofort` öffnete-sich sein Gehör, und gelöst-wurde die Bande seiner Zunge, und er-sprach~ (auf) richtige-Weise.


36 Und er-trug-auf ihnen, dass sie (es) keinem sagen, aber je-mehr er (es) ihnen auftrug, desto mehr predigten-sie~ (es).


37 Und über-die-Maßen gerieten-sie-außer-sich~, sagend: Alles recht hat-er-gemacht*, und er-macht, (dass sogar) die Tauben hören~ und ´die` Sprachlosen sprechen~.

Markus 8


1 In jenen Tagen, als wieder (eine) zahlreiche Volksmenge anwesend-war~ und sie nichts hatten~ was sie-essen-könnten°, (nachdem) die Schüler zu-sich-rufend°, sagt-er (zu) ihnen:


2 Ich-erbarme-mich-innerlich über die Volksmenge, weil sie schon drei Tage dableiben-bei mir und nichts haben, was sie-essen-könnten°.


3 Und falls ich sie nüchtern in ihr Haus entlasse, werden-sie-erschlaffen auf dem Weg, und einige (von) ihnen, von ferne ´sind-sie-eingetroffen`*.


4 Und seine Schüler antworteten ihm: Woher wird jemand diese hier in (der) Einöde (mit) Broten sättigen° können?


5 Und er-fragte~ sie: Wie-viele Brote habt-ihr? Sie aber sagten: Sieben.


6 Und er-wies-an die Volksmenge, sich-niederzulassen° auf der Erde, und (nachdem) die sieben Brote genommen-habend°, (und) gedankt-habend° brach-er (sie in Stücke), und er-gab~ (Impf.: sie immer wieder) seinen Schülern, damit sie-(Präs.: sie ihnen immer wieder)-vorlegten~, und sie-legten-(sie)-vor°8 der Volksmenge.


7 Und sie-hatten~ wenige Fischlein, und (nachdem/indem) sie gesegnet-habend°, sagte-er, auch diese (Präs.: ihnen immer wieder) vorzulegen~.


8 Und sie-aßen und wurden-gesättigt, und sie-hoben-auf (an) übriggebliebenen Brocken sieben Tragkörbe (voll).


9 (Es) waren~ aber etwa viertausend. Und er-entließ sie.


10 Und sofort, mit seinen Schülern ins Boot einsteigend, kam er in die LandesTeile von Dalmanutha.11


11 Und die Pharisäer gingen-hinaus und fingen-an (mit) ihm zu-streiten~, (wobei) von ihm (ein) Zeichen vom Himmel verlangend, (indem/damit) ihn versuchend.


12 Und (nachdem) aufgestöhnt-habend° (in) seinem Geist, sagt-er: Was verlangt diese Generation (od.: dieses Geschlecht ein) Zeichen? Amen, ich-sage ´euch`, wenn gegeben-werden-wird dieser Generation (od.: diesem Geschlecht ein) Zeichen (dann…; Ein verneinender Schwursatz, dessen Ende nicht ausgesprochen wird).


13 Und (nachdem) sie entlassen-habend°, (und) wieder (ins Schiff) einsteigend°, fuhr-er-weg zu dem jenseitigen (Ufer).

14 Und sie-vergaßen-darauf, Brote mitzunehmen, und außer einem (einzigen) Brot hatten-sie~ in dem Schiff nichts mit sich.


15 Und er-trug-auf~ ihnen, sagend: Seht-zu~, hütet-euch~ vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig (des) Herodes!9


16 Und sie-überlegten-gründlich unter einander (und kamen zu dem Schluss, dass er das sagt), weil sie keine Brote (mitgenommen) haben.


17 Und (als dies) erkennend°, sagt-er (zu) ihnen: Was überlegt-ihr-(so)-gründlich, weil ihr keine Brote (mitgenommen) habt? Begreift-ihr noch-(immer)-nicht und versteht-ihr nicht? Habt-ihr-verstockt* euer Herz?


18 "(Obwohl) Augen habend seht-ihr nicht, und (obwohl) Ohren habend hört-ihr nicht?"1 Und erinnert-ihr-euch nicht,


19 als ich die fünf Brote für die Fünftausend brach, wie-viele Handkörbeⱽ2 voll (mit) Brocken hobt-ihr-auf? Sie-sagen (zu) ihm: Zwölf.


20 Als die sieben für die Viertausend, wie-viele Tragkörbeⱽ2 Füllungen (mit) Brocken hobt-ihr-auf? Und sie-sagen (zu) ´ihm`: Sieben.


21 Und er-sagte (zu) ihnen: versteht-ihr noch-(immer)-nicht?6


22 Und sie-kommen nach Bethsaida. Und sie-tragen (einen) Blinden (zu) ihm, und sie-ersuchen ihn, dass er ihn anfasse.


23 Und (nachdem) die Hand des Blinden ergriffen-habend°, brachte-er ihn aus dem Dorf heraus, und (nachdem) in seine Sehorgane gespuckt-habend°, (und) ihm die Hände aufgelegt-habend°, befragte-er~ ihn: erblickst-du irgendetwas?


24 Und aufschauend° sagte-er: Ich-erblicke die Menschen, (weil) ich-sehe Umhergehende wie Bäume.


25 Danach wieder ´legte-er-auf` die Hände auf seine Augenhöhlen, und er-hatte-einen-scharfen-Blick und wurde-wiederhergestellt, und er-blickte-an~ alles ganz-deutlich.10


26 Und er-sandte ihn in sein Haus, sagend: Auch-nicht in das Dorf gehe-hinein!


27 Und Jesus und seine Schüler kamen-heraus in die Dörfer (von) Cäsarea Philippi,12 und auf dem Weg befragte-er~ seine Schüler, sagend (zu) ihnen: Wer, sagen die Menschen, (dass) ich bin~?


28 Sie aber erwiderten ihm, (indem) sagend: Johannes der Täufer, und andere: Elija, andere aber: Einer der Propheten.


29 Und er-befragte~ sie: Ihr aber, wer sagt-ihr, (dass) ich bin~? Antwortend° sagt Petrus (zu) ihm: Du bist der Messias3.


30 Und er-rügte sie, dass sie (zu) keinem (etwas) über ihn sagen-sollten.


31 Und er-fing-an sie zu-lehren~: Der Sohn des Menschen muss vieles leiden° und verworfen-werden* (vgl. Ps 118,22) von den Ältesten und den Hohepriestern und den Schriftgelehrten und getötet-werden° und nach drei Tagen auferstehen°,


32 und er-sprach das Wort (in) Offenheit. Und Petrus, (nachdem) ihn zu-sich-nehmend°, fing-er-an ihn zu-rügen~.


33 Aber er (d.h. Jesus, als) sich-umwendend° und sehend° seine (anderen) Schüler,7 herrschte-er-an (od. rügte) Petrus und sagt: Geh-fort~, hinter mich Satan, weil du-gesinnt-bist nicht (auf) das Gottes, sondern (auf) das der Menschen!


34 Und (nachdem) die Volksmenge samt seinen Schülern zu-sich-rufend°, sagte-er (zu) ihnen: Wenn jemand hinter mir (her) ´folgen~ will`~, verleugne-er-sich° selbst und hebe-auf° sein Kreuz4 und folge~ mir!


35 Denn wer auch-immer ´sein Leben` (od.: Seele) erretten° will~, verlieren-wird-er es, wer aber sein Leben (od.: Seele) verlieren-wird wegen ´mir und` dem Evangelium, erretten-wird-er es.5


36 Denn was nützt-es (einem/dem) Menschen die ganze Welt zu-gewinnen° und (dabei aber) sein Leben zu-verlieren°?


37 Denn was (könnte ein) Mensch geben° (als) Eintausch (für) sein Leben?


38 Denn wer auch-immer sich-schämt meiner und meiner Worte in diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, auch der Sohn des Menschen wird-sich-schämen seiner, dann-wenn er-kommt in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.13

Markus 9


1 Und er-sagte~ (zu) ihnen: Amen, ich-sage euch: Einige der hier Stehenden* sind solche-die keinesfalls (den) Tod schmecken, bis sie-sehen die Königsherrschaft Gottes gekommen* in Macht.


2 Und nach sechs Tagen nimmt-beiseite Jesus den Petrus und den Jakobus und ´den` Johannes, und bringt-hinauf sie auf (einen) hohen Berg für sich allein. Und er-wurde-umgestaltet vor ihnen,


3 und seine Kleider wurden glitzernd sehr weiß, derart-wie (sie kein) Walker auf der Erde so weißigen° kann.


4 Und Elija ließ-sich-sehen (von) ihnen, zusammen-mit Mose, und sie-waren~ sich-besprechend (mit) Jesus.


5 Und (indem) antwortend° sagt Petrus (zu) Jesus: Rabbi, recht ist-es, (für) uns hier zu-sein~, und wir (wollen) drei Zelte machen°, dir eines und Mose eines und Elija eines.


6 Denn er-wusste^ nicht, was er-antworten-sollte°, denn sie-wurden voll-Furcht.


7 Und (eine) Wolke kam, sie überschattend, und (eine) Stimme kam aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, hört-auf~ ihn!


8 Und ganz-unvermutet, (nachdem/als) ringsumher-blickend°, sahen-sie gar-keinen mehr, ´sondern (nur) Jesus allein mit ihnen`.


9 Und (während) sie von dem Berg herabsteigend-waren~, trug-er-auf ihnen, dass sie niemandem erzählen-sollten° was sie-sahen, sondern-erst dann-wenn der Sohn des Menschen aus Toten auferstanden-ist°.


10 Und das Wort hielten-sie-fest,6 (wobei) unter sich disputierend: Was ist das aus Toten Auferstehen?


11 Und sie-befragten~ ihn, sagend: (Wie kommt es,) dass die Schriftgelehrten sagen: "Elija muss zuerst kommen?"1


12 Er aber erklärte ihnen: Elija, zwar (od.: ja-es-stimmt...), (nachdem/wenn) zuerst kommend°, stellt-er-wieder-her alles. Aber (wieso) ist-geschrieben* über den Sohn des Menschen, dass er vieles leide° und als-völlig-nichtig-behandelt-wird?10


13 Jedoch ich-sage euch: Elija ist schon gekommen*, und sie-taten ihm alles-was sie-wollten~, so-wie über ihn geschrieben-ist* (1Kön 19,2.10?).


14 Und (nachdem) zu den (anderen) Schülern kommend°, sahen-sie (eine) große Volksmenge um sie (herum) und Schriftgelehrte, disputierend gegen sie.


15 Und sofort, (als) die ganze Volksmenge ihn sehend°, erstaunten-sie-sehr und hinzulaufend grüßten-sie~ ihn.


16 Und er-befragte sie: Warum (od. worüber) disputiert-ihr gegen sie?


17 Und einer aus der Volksmenge antwortete ihm: Lehrer, ich-trug7 meinen Sohn zu dir, habend einen sprachlosen Geist,


18 und wo auch-immer er ihn ergreift, reißt-er ihn (nieder), und er-schäumt und klappert (od.: knirscht mit) den Zähnen und erstarrt, und ich-sagte deinen Schülern, dass sie ihn (d.h. den Dämon) hinauswerfen-sollten°, und nicht waren-sie-stark (genug dazu).


19 Er aber, (indem) ihnen (nur den Schülern? od. allen?) antwortend°, sagt: Oh ungläubige Generation (od.: Geschlecht), bis wann soll-ich-(noch)-sein bei euch? Bis wann soll-ich-(noch)-ertragen euch? Tragt ihn zu mir!


20 Und sie-trugen ihn zu ihm. Und (als) ihn sehend°, sofort krampfte-zusammen ihn der Geist, und, (nachdem) auf die Erde gefallen°, wälzte-er-sich~, (wobei) schäumend.


21 Und er-befragte seinen Vater: Wie-lange ist (schon der) Zeitraum, seitdem ihm dies geschehen-ist*? Er aber sagte: Von frühester-Kindheit-an.


22 Und vielmals warf-er ihn auch ins Feuer und ins Wasser, damit er ihn verderbe, jedoch wenn du irgendetwas kannst, eile-zu-Hilfe° uns, (indem) dich-innerlich-erbarmend° über uns!


23 Jesus aber sagte (zu) ihm: (was) Das, wenn du-kannst (betrifft) - alles ist-möglich dem Glaubenden!


24 Sofort, (indem) schreiend°, sagte~ (Impf.: immer wieder) der Vater des Kindleins:7 Ich-glaube (ja, aber zu wenig), eile-helfend-zu-Hilfe~ meinem Unglauben!


25 Aber Jesus, (als) sehend°, dass (eine) Volksmenge zusätzlich-zusammenläuft, herrschte-an den unreinen Geist, sagend (zu) ihm: Sprachloser und stummer Geist, ich gebiete dir, komm-heraus° aus ihm und nicht-mehr komme-hinein° in ihn!


26 Und (nachdem) geschrien-habend° und heftig sich-verkrampft-habend°, kam-er-heraus und er-wurde gleichsam-wie tot, sodass die Meisten sagten~: Er-verstarb.


27 Jesus aber, (indem) seine Hand haltend°, richtete-auf ihn, und er-stand-auf.


28 Und (nachdem) er in (ein) Haus hineingekommen-war°, befragten ihn seine Schüler für sich: Wieso konnten wir ihn nicht hinauswerfen°?


29 Und er-sagte (zu) ihnen: Diese Art kann durch nichts herauskommen, außer durch Gebet ´´und Fasten``.


30 Und-von-dort ´herausgekommen`°, gingen-sie-entlang~ durch die (Landschaft) Galiläa, und er-wollte~ nicht, dass (es) jemand erfahre,


31 denn er-lehrte~ seine Schüler und sagte~ (zu) ´ihnen`: Der Sohn des Menschen wird-überliefert in Menschen Hände, und sie-werden-töten ihn, und (nachdem) getötet-worden°, wird-er-auferstehen nach drei Tagen.


32 Sie aber verstanden-nicht den Ausspruch, und sie-fürchteten-sich, ihn zu-befragen.2


33 Und sie-kamen nach Kafarnaum. Und (als) in dem Haus ankommend°, befragte-er sie: Was überlegtet-ihr-(so)-gründlich auf dem Weg?


34 Sie aber schwiegen-still~, denn sie-unterredeten-sich unter einander auf dem Weg, wer Größer (od.: der Größte unter ihnen sei).


35 Und sich-niedergesetzt-habend° rief-er die Zwölf und sagt (zu) ihnen: Wenn jemand Erster sein~ will, soll-er-sein Letzter (von) allen und Bediener (von) allen.


36 Und (indem ein) Kindlein genommen-habend°, stellte-er es in ihre Mitte, und (als) es umarmend°, sagte-er (zu) ihnen:


37 Wer auch-immer ein solches ´der` Kindlein annimmt aufgrund meines Namens, mich nimmt-er-an, und wer auch-immer mich annimmt, nicht mich nimmt-er-an, sondern den mich gesandt-Habenden°.


38 Johannes erklärte~ ihm: Lehrer, wir-sahen jemanden in deinem Namen Dämonen hinauswerfend~, und wir-wehrten~ ihm (konativer Impf.: versuchten erfolglos), weil er uns nicht nachfolgte~.


39 Jesus aber sagte: Wehrt~ ihm nicht! Denn (es) gibt keinen, der (eine) Machttat tun-wird aufgrund meines Namens und fähig-sein-wird, alsbald übles-zu-sagen-über mich,


40 denn wer nicht gegen uns ist, ist für uns.


41 Denn wer auch-immer euch tränkt (mit einem) Trinkbecher Wassers, weil ihr im Namen Christi (unterwegs) seid, Amen, ich-sage euch: Keinesfalls verliert-er seinen Lohn.


42 Und wer auch-immer einen dieser Kleinen, der ´auf mich` Vertrauenden, zu-Fall-bringt, viel besser (od.: das Beste) wäre~ (es für) ihn, wenn um seinen Hals (ein) Esels Mühlstein herumgelegt-wäre~ und er in das Meer geworfen-worden-wäre* (Irrealis?).


43 Und falls dich deine Hand (Präs.: immer wieder) ´zu-Fall-bringt`~, haue-ab° sie! Besser ist-es, (dass) du verstümmelt in das (ewige) Leben hineinkommst°, als (obwohl) die zwei Hände habend, (dann doch) in die Hölle wegzugehen°, in das unauslöschliche Feuer.


44 3


45 Und falls dein Fuß dich (Präs.: immer wieder) zu-Fall-bringt~, haue-ab° ihn! Besser ist-es, (dass) du lahm in das (ewige) Leben hineinkommst, als (obwohl) die zwei Füße habend, (dann doch) in die Hölle geworfen-zu-werden°.


46 3


47 Und falls dein Auge dich (Präs.: immer wieder) zu-Fall-bringt~, hinaus-wirf° (od.: reiß) es! Besser ist-es, (dass) du einäugig in das Königreich Gottes hineinkommst, als (obwohl) zwei Augen habend, (dann doch) in ´die` Hölle geworfen-zu-werden,


48 wo "ihr Wurm nicht verendet und das Feuer nicht ausgelöscht-wird."4


49 Denn jeder, (mit) Feuer wird-er-gesalzen-werden.8


50 Recht (ist) das Salz, falls aber das Salz salzlos5 würde°, womit werdet-ihr-würzen es? Habt~ Salz in euch-selbst und haltet-Frieden~ unter einander!9

Markus 10


1 Und (nachdem) von-dort aufgebrochen°, kommt-er in die Gebiete der (Landschaft) Judäa ´und` jenseits des Jordans, und (die) Volksmengen (waren) wieder zusammengehend zu ihm, und, wie er-(es)-gewohnt-war^, lehrte-er sie wieder.


2 Und ´(als) Pharisäer hinzugekommen-waren`°, befragten-sie ihn, ob es-erlaubt-ist (einem) Mann, (seine) Frau zu-entlassen, (damit) ihn versuchend8.


3 Er aber antwortend° sagte (zu) ihnen: Was trug euch Mose auf?


4 Sie aber sagten: Mose erlaubte, (ihr einen) Scheidungs Brief zu-schreiben und (sie dann) zu-entlassen.


5 Jesus aber sagte (zu) ihnen: Wegen eurer Hartherzigkeit schrieb-er euch diese Vorschrift.


6 Aber von Anfang (der) Schöpfung (an) "machte-er ´sie` männlich und weiblich,1


7 deswegen wird-verlassen (ein) Mensch seinen Vater und die Mutter ´und fest-angehaftet-wird-er an seine Frau`,2


8 und die zwei werden-sein zu einem Fleisch, sodass sie nicht-mehr zwei sind, sondern ein Fleisch."3


9 Was also Gott zusammenjochte, (soll ein) Mensch nicht trennen~.


10 Und in dem Haus befragten~ ihn die Schüler wieder über dies.


11 Und er-sagt (zu) ihnen: Wer auch-immer seine Frau11 entlässt und (eine) andere heiratet°, begeht-(rechtlichen)-Ehebruchⱽ ihr gegenüber,


12 und falls sie, - (nachdem/indem) ihren Mann9 entlassen-habend°, - (einen) anderen heiratet, begeht-sie-(rechtlichen)-Ehebruchⱽ.


13 Und sie-brachten-hin (zu) ihm Babys, damit er sie anfasse, die Schüler aber herrschten-an sie.


14 Jesus aber, (als dies) sehend°, entrüstete-er-sich und sagte (zu) ihnen: Lasst die Babys zu mir kommen~, wehrt~ ihnen nicht, denn so-Beschaffenen14 ist die Königsherrschaft Gottes!


15 Amen, ich-sage euch: Wer auch-immer die Königsherrschaft Gottes nicht annimmt wie (ein) Baby, nicht kommt-er-hinein in sie.


16 Und (nachdem) sie umarmend°, segnete-er~ (sie, wobei) die Hände auf sie legend.


17 Und (als) er auf (den) Weg heraus-gehend-war~,  (nachdem) einer hinzulaufend° und (vor) ihm auf-die-Knie-fallend°, befragte-dieser~ ihn: Guter Lehrer, was soll-ich-tun°, damit ich ewiges Leben erbe°?


18 Jesus aber sagte (zu) ihm: Warum nennst-du mich gut? Keiner (ist) gut, außer einer, (nämlich) Gott.19


19 Die Vorschriften weist-du*: "morden-sollst-du° nicht, ehebrechen-sollst-du° nicht, stehlen-sollst-du° nicht, falsch-bezeugen-sollst-du° nicht, berauben-(od.: betrügen)-sollst-du° nicht, ehre~ deinen Vater und die Mutter."4


20 Er aber erklärte ihm: Lehrer, dieses alles bewahrte-ich seit meiner Jugend.


21 Jesus aber, (als) ihn anblickend°, liebte-er12 ihn und sagte (zu) ihm: Eines mangelt dir (noch): Geh-fort~, alles-was du-hast biete-feil° und gib° (es dann?) ´den` Bettelarmen, und du-wirst-haben (einen) aufbewahrten-Schatz im Himmel, und komm-her, folge~ mir!


22 Er aber, (indem) verdrießlich-geworden° (od.: entsetzt/unmutig) über das Wort, ging-weg (indem/weil) betrübt-seiend, denn er-hatte~ viele erworbene (Besitztümer).


23 Und Jesus, (nachdem) ringsumher-blickend°, sagt (zu) seinen Schülern: Wie schwerlich werden-hineinkommen in die Königsherrschaft Gottes die die Reichtümer Habenden!


24 Die Schüler aber erschraken über seine Worte. Jesus aber, wieder antwortend°, sagt (zu) ihnen: Kinder, wie schwierig ist-es, in die Königsherrschaft Gottes hineinzukommen.


25 Müheloser ist-es, (für ein) Kamel13 durch ´das` Loch10 ´der` Nadel durchzuziehen, als (für einen) Reichen in die Königsherrschaft Gottes hineinzukommen.


26 Sie aber gerieten-außer-sich übermäßig, (wobei) zu ´sich-selbst (d.h. zueinander)` sagend: Und wer kann (dann überhaupt) errettet-werden?


27 (Nachdem) sie angeblickt-habend°, sagt Jesus: Bei Menschen (ist es) unmöglich, jedoch nicht bei Gott, denn alle (Dinge sind) möglich bei ´dem` Gott.


28 Petrus fing-an (zu) ihm zu-sagen~: Siehe, wir verließen alles und sind-gefolgt* dir.


29 Jesus sagte: Amen, ich-sage euch, keiner ist, welcher verließ Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Felder wegen mir und ´wegen` des Evangeliums willen,


30 ohne dass er-empfängt hundertfältig, nun zu diesem Zeitpunkt Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Felder, (wenn auch) mit Verfolgungen, und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben.


31 Viele Erste aber werden-sein Letzte und ´die` Letzten Erste.


32 Sie-waren~ aber auf dem Weg nach Jerusalem hinaufsteigend, und Jesus war~ ihnen vorangehend,16 und sie-wurden-vom-Entsetzen-gepackt~, die NachFolgenden aber fürchteten-sich~. Und die Zwölf wieder beiseite-nehmend°, fing-er-an ihnen zu-sagen~ das im-Begriff-stehende~ ihm zu-widerfahren~:


33 Siehe, wir-steigen-hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird-überliefert-werden den Hohepriestern und den Schriftgelehrten, und sie-werden-verurteilen ihn (zum) Tod und er wird-überliefert-werden den Nationen


34 und verhöhnen-werden-sie ihn und anspucken-werden-sie ihn und geißeln-werden-sie ihn und töten-werden-sie (ihn), und nach drei Tagen wird-er-auferstehen.


35 Und Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, waren-herantretend (an) ihn (und) sagend (zu) ihm: Lehrer, wir-wollen~, dass, was auch-immer wir (von) dir erbitten°, du uns tust°.


36 Er aber sagte (zu) ihnen: Was wollt-ihr (von) ´mir`, (dass) ich-tun-soll° (für) euch?


37 Sie aber sagten (zu) ihm: Gib uns, dass, wir-uns-niedersetzen (dürfen) in deiner Herrlichkeit, (einer) zu deiner Rechten und (einer) zur Linken!


38 Jesus aber sagte (zu) ihnen: Ihr-wisst* nicht, was ihr-erbittet. Könnt-ihr den Trinkbecher trinken, den ich trinke, oder (mit) der Taufe getauft-werden°, (mit) der ich getauft-werde?15


39 Sie aber sagten (zu) ihm: Wir-können (es). Jesus aber sagte (zu) ihnen: Den Trinkbecher, den ich trinke, werdet-ihr-trinken, und (mit) der Taufe, (mit) der ich getauft-werde, werdet-ihr-getauft-werden,


40 aber das Niedersetzen zu meiner Rechten oder zur Linken zu-vergeben, ist nicht meine (Befugnis), sondern (ist für die) die es-bereitet-ist*.


41 Und die (anderen) Zehn, (nachdem dies) gehört-habend, fingen-an über Jakobus und Johannes entrüstet-zu-sein~.


42 Und (nachdem) sie zu-sich-gerufen-habend°, sagt Jesus (zu) ihnen: Ihr-wisst*, dass die Geltenden Erste-zu-sein~ (über) die Nationen, sie (gewalttätig) beherrschen und ihre Großen (ihre) Vollmacht-missbrauchen (gegen) sie.


43 Aber unter euch (soll es) nicht so sein, sondern wer auch-immer groß werden° will~ unter euch, (soll) euer Bediener5 sein,


44 und wer auch-immer unter euch Erster sein~ will~, (sogar) Sklave5 aller soll-er-sein,


45 denn auch der Sohn des Menschen kam nicht, um-bedient-zu-werden, sondern um-zu-bedienen und (um) sein Leben (als ein) Lösegeld zu-geben anstelle vieler.6


46 Und sie-kommen nach Jericho.7 Und (als) er herausgehend-war~ von Jericho und seine Schüler und (eine) beträchtliche Volksmenge, saß~ der Sohn (des) Timäus, Bartimäus,18 (ein) blinder Bettler, entlang des Weges.


47 Und (als) hörend°, dass (es) Jesus der Nazarener ist, fing-er-an zu-schreien~ und zu-sagen~: Sohn Davids, Jesus, erbarme-dich° meiner!


48 Und viele herrschten-an ihn, dass er-still-schweige, er aber schrie~ (noch) viel, vielmehr: Sohn Davids, erbarme-dich° meiner!


49 Und Jesus, (nachdem) stehenbleibend, sagte: Ruft ihn! Und sie-rufen den Blinden, sagend (zu) ihm: Habe-Mut~, richte-dich-auf~, er-ruft~ dich!


50 Er aber, sein Kleid17 wegwerfend° (und) aufspringend°, kam zu Jesus.


51 Und ihm antwortend°, sagte Jesus: Was willst-du, (dass) ich dir tun-soll? Der Blinde aber sagte (zu) ihm: Rabbuni (hebr.: Mein Gebieter), dass ich-wieder-sehe°!


52 Und Jesus sagte (zu) ihm: Geh-fort~! Dein Glaube hat-dich-errettet*. Und sofort sah-er-wieder, und er-folgte~ ihm auf dem Weg.

Markus 11

1 Und als sie nach Jerusalem nahen, nach Betfage und Betanien zu dem Berg der Olivenbäume, sandte-er zwei seiner Schüler


2 und sagt (zu) ihnen: Geht-fort in das Dorf, das euch gegenüber (liegende), und sofort, (nachdem) hineingehend° in es, werdet-ihr-finden (ein) Füllen angebunden*, auf das noch keiner (der) Menschen sich-setzte; löst-es° und bringt (es her)!


3 Und falls jemand (zu) euch sagt: Warum tut-ihr dies? Sagt°: Der Herr hat Bedarf (an) ihm, und er-sendet es sofort wieder hierher.


4 Und sie-gingen-weg und fanden (ein) Füllen, angebunden* bei (der/einer) Tür draußen auf der Straße, und sie-lösen es.


5 Und einige der dort Stehenden* sagten~ (zu) ihnen: Was macht-ihr, (weil) lösend das Füllen?


6 Sie aber sagten (zu) ihnen, so-wie Jesus sagte, und sie-ließen sie.


7 Und sie-bringen das Füllen zu Jesus, und sie-werfen-drauf ihre Kleider, und er-setzte-sich darauf.


8 Und viele breiteten-aus ihre Kleider auf den Weg, andere aber Laubbüschel, (nachdem diese) abgehauen-habend° von den Feldern.7


9 Und die (ihm) Vorangehenden und die NachFolgenden schrien~: "Hosanna, gesegnet* (sei) der Kommende im Namen (des) HERRN,"1


10 gesegnet (sei) die kommende Königsherrschaft unseres Vaters David, "Hosanna in den höchsten (Regionen)!"2


11 Und er-kam-hinein nach Jerusalem in das Heiligtum, und (als/nachdem auf) alles ringsumher-erblickend°, - (weil) schon ´spät`6 war~ die Stunde, - kam-er-heraus (und ging) nach Betanien mit den Zwölf.


12 Und (an) dem darauffolgenden (Tag, als) sie von Betanien herauskommend-waren°, hungerte (ihn).


13 Und sehend° (einen) Feigenbaum von ferne, (da) Blätter habend, kam-er, ob er folglich (od.: vielleicht) irgendetwas an ihm finden-wird, und (als) zu ihm gekommen°, fand-er gar-nichts außer Blätter, denn es-war~ nicht der Zeitpunkt (für) Feigen.8


14 Und anhebend° sagte-er (feierlich zu) ihm: Nie-mehr in die Ewigkeit, (möge) jemand Frucht essen° von dir. Und seine Schüler hörten~ (es).


15 Und sie-kommen nach Jerusalem. Und (nachdem) in das Heiligtum hineinkommend°, fing-er-an die in dem Heiligtum Verkaufenden und die Kaufenden (Impf.: einen nach dem anderen) hinauszuwerfen~, und die Tische der Schekelwechsler9 und die Hochsitze der die Tauben Verkaufenden stürzte-er-um,


16 und er-ließ (es) nicht (zu), dass jemand (ein) Gerät durch das Heiligtum hindurchtrage°.


17 Und er-lehrte~ und sagte~ (zu) ´ihnen`: Ist nicht geschrieben*: "Mein Haus wird-genannt-werden (ein) Haus (des) Gebets (für) alle die Nationen?"3 Ihr aber habt-es-gemacht* "zu (einer) Höhle (von) Straßenräubern."4


18 Und die Hohepriester und die Schriftgelehrten hörten (es), und sie-suchten~ (eine Gelegenheit), wie sie ihn vernichten-könnten°, denn sie-fürchteten~ ihn, denn die ganze Volksmenge geriet-außer-sich~ über seine Lehre.


19 Und (jedes Mal) dann-wenn es-spät-am-Abend wurde, gingen-sie-heraus aus der Stadt.


20 Und (als) frühmorgens entlanggehend, sahen-sie den Feigenbaum, vertrocknet* von (den) Wurzeln (an).


21 Und Petrus, (da) sich-erinnernd°, sagt (zu) ihm: Rabbi, siehe°, der Feigenbaum, den du-verfluchtest, ist-vertrocknet*!


22 Und antwortend° sagt Jesus (zu) ihnen: Habt~ Glauben (an) Gott!


23 Amen, ich-sage euch: Wer auch-immer sagt (zu) diesem Berg: Hebe-dich-auf° und werde-geworfen° in das Meer,10 und (dabei) nicht zweifelt in seinem Herzen, sondern (Präs.: anhaltend) glaubt~, dass (das) was er-spricht geschehe~,11 es-wird-zuteilwerden ihm (Fut.: zur von Gott bestimmten Zeit).


24 Deswegen17 sage-ich euch, alle (Anliegen, um) welche-auch-immer ihr-betet~ und (sie) erbittet~, glaubt~, dass ihr-(es sicher)-empfangen-werdet°,12 und zuteilwerden-wird (es) euch.


25 Und (jedes Mal) dann-wenn ihr dasteht betend14 (final: um zu beten), erlasst~,15 wenn ihr irgendetwas gegen jemanden habt, damit auch euer Vater in den Himmeln euch eure Fehltritte erlasse°.16


26 5


27 Und sie-kommen wieder nach Jerusalem. Und (während) er in dem Heiligtum umhergehend-war~, kommen die Hohepriester und die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm,


28 und sie-sagten~ (zu) ihm: In was-für-einer Vollmacht tust-du dies? Oder wer gab dir diese Vollmacht, dass du dies tust~?


29 Jesus aber sagte (zu) ihnen: Befragen-werde-ich euch (über) ein Wort, und antwortet° mir, und ich-werde-sagen euch, in was-für-einer Vollmacht ich dies tue.


30 Die Taufe (des) Johannes,13 war-sie~ vom Himmel oder von Menschen? Antwortet° mir!


31 Und sie-überlegten-gründlich~ unter einander, (indem zueinander) sagend: Falls wir-sagen: Vom Himmel, wird-er-sagen: Weswegen ´also` glaubtet-ihr ihm nicht?


32 Jedoch sollen-wir-sagen°: Von Menschen? - (Doch das wagten sie auch nicht, denn) sie-fürchteten~ die Volksmenge, denn alle waren-der-Ansicht~, dass Johannes wirklich (ein) Prophet (gewesen) war~.


33 Und antwortend° sagen sie (zu) Jesus: Wir-wissen* (es) nicht. Darauf sagt Jesus (zu) ihnen: Ich sage euch auch-nicht, in was-für-einer Vollmacht ich dies tue.

Markus 12


1 Und er-fing-an, durch Parabeln30 (zu) ihnen zu-sprechen~: (Ein) Mensch pflanzte (einen) Weingarten, und er-legte-herum (eine) Einzäunung, und er-grub einen Auffangkeltertrog,18 und er-erbaute (einen) Turm, und er-verpachtete ihn (an) Winzer, und er-reiste-ab (außer Landes).


2 Und er-sandte (einen) Sklaven zu den Winzern zum (rechten Ernte-) Zeitpunkt, damit er von den Winzern von den Früchten des Weingartens nehme°.


3 Und (nachdem) ihn genommen-habend°, prügelten-sie (ihn) und sandten (ihn mit) leeren (Händen weg).


4 Und wieder sandte-er (einen) anderen Sklaven zu ihnen, und auch-jenen schlugen-sie-auf-den-Kopf (allg.: jmdn. misshandeln) und verunehrten (ihn dadurch?).


5 Und (einen) anderen sandte-er, und-jenen töteten-sie, und (noch) viele andere (sandte er, wobei) die einen prügelnd, die anderen tötend.


6 Noch einen hatte-er~, (einen) geliebten Sohn.19 Er-sandte ihn zuletzt zu ihnen, (wobei/weil zu sich) sagend: Sie-werden sich-scheuen-vor meinem Sohn.


7 Jene Winzer aber sagten zu einander: Dieser ist der Erbe, kommt-her, wir-töten~ ihn, dann wird das Erbe uns gehören!


8 Und (ihn) genommen-habend°, töteten-sie ihn und warfen ihn hinaus aus dem Weingarten.


9 Was ´also` wird-tun der Herr des Weingartens? Kommen-wird-er, und vernichten-wird-er die Winzer, und den Weingarten wird-er-geben anderen (nämlich den Gläubigen der Gemeinde).


10 Und-nicht last-ihr diese Schriftstelle: "(Der) Stein, den die Erbauenden (als unbrauchbar) verwarfen, (gerade) dieser wurde zum Haupteckstein,1


11 vom HERRN wurde-er dieser,20 und er-(od.: es)-ist erstaunlich (od.: wunderbar) in unseren Augen?"2


12 Und sie-versuchten~ ihn festzuhalten°, aber sie-fürchteten die Volksmenge, denn sie-erkannten°, dass er die Parabel gegen sie sagte°. Und ihn (unbehelligt) lassend°, gingen-sie-weg.


13 Und sie-sandten einige der Pharisäer und der Herodianer21 zu ihm, damit sie ihn (mit einer) Fangfrage fingen.


14 Und gekommen° sagen-sie (zu) ihm: Lehrer, wir-wissen*, dass du wahrhaftig bist und du dich um keinen kümmerst, denn du-blickst nicht aufs Angesicht (von) Menschen, sondern lehrst den Weg Gottes gemäß Wahrheit: Ist-es-erlaubt,22 (dem) Kaiser (die) Steuer zu-geben° oder nicht? Sollen-wir-(sie)-geben° oder (sollen) wir (sie) nicht geben°?


15 Er aber, (weil) wissend* (um) ihre Heuchelei, sagte (zu) ihnen: Warum versucht-ihr mich? Bringt~ mir24 (einen) Denar,23 damit ich-(ihn)-sehe!


16 Sie aber brachten (einen). Und er-sagt (zu) ihnen: Von-wem (ist) dieses Bild und die Aufschrift?25 Sie aber sagten (zu) ihm: (Vom) Kaiser.


17 Jesus aber sagte (zu) ´ihnen`: Das (des) Kaisers gebt-zurück° (dem) Kaiser und das des Gottes dem Gott.26 Und sie-staunten-sehr~ über ihn.


18 Und Sadduzäer27 kommen zu ihm, solche-die sagen, (eine) Auferstehung gibt-es~ nicht, und sie-befragten~ ihn, sagend:


19 Lehrer, Mose schrieb uns: "Falls (der) Bruder irgendeines Menschen verstirbt"3 und (er eine) Frau (als Witwe) zurücklässt "und kein Kind hinterlässt," dass "sein Bruder die Frau (zur Ehefrau) nehme und er (dadurch) seinem Bruder Nachkommenschaft erstehen-lasse°."4


20 Sieben Brüder waren~, und der erste nahm (eine) Frau und (als) sterbend hinterließ er keine Nachkommenschaft,


21 und der zweite nahm sie, auch er-verstarb, (und dabei) keine Nachkommenschaft zurückgelassen-habend°, und der dritte genauso,


22 und die sieben hinterließen keine Nachkommenschaft. Zuletzt (von) allen verstarb auch die Frau.31


23 In der Auferstehung, ´dann-wenn sie auferstehen`, wessen Frau wird-sie-sein? Denn die sieben hatten sie (zur) Frau.


24 Jesus erklärte~ ihnen: Irrt-ihr nicht deswegen, (weil) die Schriften nicht kennend* (und) auch-nicht die Macht Gottes?


25 Denn dann-wenn sie-auferstehen aus Toten, weder heiraten-sie, noch lassen-sie-sich-heiraten, sondern sie-sind wie Engel in den Himmeln13.


26 Betreffs der Toten aber, dass sie-auferweckt-werden, last-ihr nicht in dem Buch Mose bei (der Erzählung von) dem Dornbusch, wie Gott (zu) ihm sagte, (indem) sagend: "Ich (bin), der Gott Abrahams und ´der` Gott Isaaks und ´der` Gott Jakobs?"5


27 Er-ist (doch) kein Gott (von) Toten, sondern (von) Lebenden. Ihr-irrt (euch) sehr.


28 Und einer der Schriftgelehrten (als) hinzukommend° (und) sie hörend° (miteinander) disputierend, (und als) ´sehend`°, dass er ihnen recht geantwortet-hatte°, befragte-er ihn: Was-für-eine Vorschrift ist (die) erste (d.h. die Wichtigste von) allen?


29 Jesus antwortete: (Die) erste ist: "Höre~, Israel, (der) HERR unser Gott ist (der) einzige (od.: alleiniger/einiger) HERR,6


30 und du-sollst-lieben (den) HERRN, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Denkvermögen (od.: Gedanken) und aus deiner ganzen Stärke."7


31 (Die) zweite (ist) diese: "Du-sollst-lieben deinen Nächsten wie dich-selbst."8 Größer-als diese (beiden) ist keine andere Vorschrift.


32 ´Und` der Schriftgelehrte sagte (zu) ihm: Lehrer, in-rechter-Weise (und der) Wahrheit gemäß sagtest-du: "(Der) einzige (od.: ein einiger) ist-er, und kein anderer ist außer ihm,"9


33 und das "Ihn zu-lieben~ aus dem ganzen Herzen und aus dem ganzen Verständnis und aus der ganzen Stärke"10 und das "Den Nächsten zu-lieben~ wie sich-selbst"11 ist mehr-als alle die Brandopfer und Schlachtopfer.


34 Und Jesus, (als) ´ihn` sehend°, dass er verständig geantwortet-hatte°, sagte (zu) ihm: ´Du-bist` nicht fern von der Königsherrschaft Gottes. Und gar-keiner wagte~ mehr, ihn zu-befragen°.


35 Und (indem) das-Wort-ergreifend° sagte Jesus, (als) lehrend in dem Heiligtum: Wieso sagen die Schriftgelehrten, dass der Messias Davids Sohn28 ist?


36 David selbst sagte durch den Heiligen Geist: "(Der) HERR (d.h. Jahwe) sagte zu meinem Herrn (d.h. zu dem Messias): Sitze~ (Präs.: von nun an) zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unterhalb deiner Füße lege!"12


37 David selbst nennt ihn Herr, und wieso ist-er (dann nur) sein Sohn?14 Und ´die` große Volksmenge hörte~ ihn gerne.


38 Und in seiner Lehre sagte-er~ (Impf.: des Öfteren?): Hütet-euch~ vor den Schriftgelehrten, die Wollenden in langen-Gewändern umherzugehen~ und (erwarten feierliche) Begrüßungen auf den Marktplätzen


39 und Ehrensitze in den Synagogen und Ehrenlager bei den FestMählern,


40 die Auffressenden die Häuser der Witwen32 und (zum) Vorwand lang Betenden: Diese werden-empfangen (ein) härteres (od. elativisch: ein besonders-hartes) Urteil.33


41 Und (nachdem) sich-niedergesetzt-habend° (direkt) gegenüber dem Schatzkasten,29 schaute-er-sich-an~, wie die Volksmenge Kupfergeld in den Schatzkasten wirft. Und viele Reiche warfen~ viele (Münzen hinein),


42 und (eine) bettelarme Witwe, kommend°, warf zwei Lepta16 (hinein), das entspricht (etwa einem) Quadrans.


43 Und (nachdem) seine Schüler zu-sich-gerufen-habend°, sagte-er (zu) ihnen:17 Amen, ich-sage euch: Diese bettelarme Witwe warf mehr-(hinein)-als alle in den Schatzkasten EinWerfenden,


44 denn alle warfen aus ihrem Überfluss~, diese aber warf aus ihrem Mangel (hinein), alles was sie-hatte~, ihren ganzen Lebensunterhalt.15

Markus 13


1 Und (nachdem) er aus dem Heiligtum herausgegangen-war~, sagt einer seiner Schüler (zu) ihm: Lehrer, sieh, was-für-eine-Art Steine und was-für-eine-Art Bauten!18


2 Und Jesus sagte (zu) ihm: Du-erblickst diese großen Bauten? Keinesfalls wird-gelassen hier Stein auf Stein, der nicht völlig-losgelöst-wird.


3 Und (als) er auf dem Berg der Olivenbäume gegenüber dem Heiligtum sitzend-war~, befragte~ ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas für sich (allein):11


4 Sage uns: Wann wird dies sein und was (wird) das Zeichen (sein), wann dies alles im-Begriff-steht, endgültig-vollendet-zu-werden~?17


5 Jesus aber fing-an (zu) ihnen (zu) sagen: Seht-zu~, (dass) euch nicht irgendeiner irreführt!


6 Viele werden-kommen aufgrund meines Namens, (wobei) sagend: Ich bin (der Messias), und viele werden-sie-irreführen.


7 Aber dann-wenn ihr hört von (nahen?) Kriegen und Gerüchte (von fernen?) Kriegen, nicht werdet-bestürzt~! Es-muss geschehen, jedoch (ist es) noch-nicht das Ende.


8 Denn erheben-wird-sich Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich, (und) Erdbeben werden-sein an-verschiedenen Orten,12 (und) Hungersnöte werden-sein, (aber) diese (Katastrophen sind erst der) Anfang (der) Wehen.13


9 Ihr aber,5 seht-zu~ (auf) euch-selbst,16 überliefern-werden-sie euch in Synedrien,14 und in Synagogen werdet-ihr-geprügelt-werden,19 und vor Präfekten und Könige werdet-ihr-gestellt-werden15 wegen mir, ihnen zum Zeugnis.


10 Und zu allen den Nationen muss zuerst das Evangelium gepredigt-werden.


11 Und dann-wenn sie euch wegführen~, (indem euch) überliefernd, nicht sorgt-euch-im-voraus~, was ihr-(Aor.: in diesem Moment)-sprechen-sollt°, sondern was auch-immer euch in jener Stunde eingegeben-wird°, dies sprecht-aus~, denn nicht ihr seid die Sprechenden, sondern der Heilige Geist.


12 Und (der) Bruder wird-überliefern (den) Bruder zum Tod und (der) Vater (das) Kind, und dagegen-aufstehen-werden Kinder gegen Eltern, und töten-wird-man sie,


13 und ihr-werdet-sein Gehasste von allen, wegen meines Namens. Aber der geduldig-ausgeharrt-Habende (bis) zum Ende, dieser wird-errettet-werden (im Sinne von Lk 21,19).


14 Aber dann-wenn ihr seht "den Gräuel der Verwüstung"1 (der) Stehende*,6 wo er nicht (sein) darf - der Lesende bedenke~ (od.: begreife es), - dann die in der (Landschaft) Judäa (Seienden) sollen-fliehen~ in die Berge,


15 ´Aber` der auf dem Gebäudeflachdach (Seiende), nicht soll-er-herabsteigen° auch-nicht soll-er-hineinkommen°, (um) ´irgendetwas wegzutragen`° aus seinem Haus.


16 Und der auf dem Feld (Seiende) nicht soll-er-umwenden nach dem hinten, (um) sein Kleid wegzutragen.


17 Wehe aber den Schwangeren und den Säugenden in jenen den Tagen!


18 Betet~ aber, damit (es) nicht (im) Winter geschehe,20


19 denn jene Tage werden-sein (eine) Bedrängnis, (eine) derart beschaffene (wie sie) nicht geschehen-ist* von Anfang (der) Schöpfung, die Gott schuf, bis (zu) dem Jetzt und (wie sie) keinesfalls geschehen-wird°7.


20 Und wenn (der) HERR diese Tage nicht gestutzt-hätte°, kein Fleisch (d.h. Mensch) würde-errettet-werden (Irrealis). Jedoch wegen der Auserwählten,8 die er-sich-auserwählte, stutzte-er diese Tage.


21 Und dann, falls jemand (zu) euch sagt: Siehe, hier (ist) der Messias, (oder:) siehe, dort; glaubt~ (es/ihm) nicht!9


22 Denn Lügenmessiase und Lügenpropheten werden-auftreten, und sie-werden-vollbringen Zeichen und Wunder, um wenn möglich irre-zu-führen die Auserwählten.


23 Ihr aber seht-zu~! Vorhergesagt-habe-ich* euch alles.


24 Jedoch in jenen Tagen nach jener Bedrängnis "wird-verfinstert-werden die Sonne und der Mond wird seinen Lichtschein2 nicht geben,


25 und die Sterne werden-sein" aus dem Himmel "fallend, und die Mächte, die in den Himmeln,"3 werden-erschüttert-werden.


26 Und dann werden-sie-sehen "den Sohn des Menschen, kommend in Wolken" mit viel Macht "und Herrlichkeit."4


27 Und dann wird-er-senden die Engel, und er-wird-versammeln ´seine` Auserwählten21 von den vier Windrichtungen, vom Ende (der) Erde bis (zum) Ende (des) Himmels (d.h. von allen Himmelsrichtungen).


28 Vom Feigenbaum aber lernt die Parabel: Dann-wenn sein Zweig schon frisch wird und die Blätter hervorsprossen~, erkennt-ihr, dass der Sommer nahe ist.


29 Ebenso auch ihr, dann-wenn ihr-seht diese (Dinge von V.5ff.) geschehend, (dann) erkennt~, dass er nahe (d.h. der Menschensohn/sein Kommen) vor (den) Türen ist!


30 Amen, ich-sage euch: Keinesfalls geht-vorüber° dieses Geschlecht,10 bis-dass nicht alles (von) diesen (Dingen) geschieht.


31 Der Himmel und die Erde werden-vorübergehen, aber meine Worte, ´keinesfalls` werden-sie-vorübergehen.


32 Über jenen Tag aber oder die Stunde weiß* keiner (Bescheid), auch-nicht die Engel im Himmel, auch-nicht der Sohn, außer dem Vater.


33 Seht-zu~, wacht-schlaflos~ⱽ! Denn ihr-wisst* nicht, wann der Zeitpunkt (da) ´ist`.


34 (Es ist) wie (bei einem) abgereisten Menschen, (der) sein Haus verlassen-habend° und seinen Sklaven die Vollmacht übergegeben-habend°, jedem (einzelnen) sein Werk, und dem Türhüter auftrug, dass er-wache~ⱽ.


35 Wacht also! Denn ihr-wisst* nicht, wann der Herr des Hauses kommt, entweder spät-abends oder (um) Mitternacht oder (beim) Hahnenschrei oder frühmorgens.22


36 (Wacht also, damit) nicht, (dann, wenn) völlig-unvermutet kommend°, er euch schlafend finde°.


37 Was ich aber euch (Aposteln?) sage, sage-ich (auch) allen (anderen Gläubigen?): Wacht~!

Markus 14


1 Aber nach zwei Tagen war~ (d.h. sollte stattfinden) das Passahfest und das (Fest der) Ungesäuerten (Brote).16 Und die Hohepriester und die Schriftgelehrten suchten~,7 wie (sie) ihn, - (nachdem ihn noch vorher) mit Trug ergriffen-habend°, - töten-könnten~,


2 denn sie-sagten~ (sich: nur ja) nicht an dem Fest, damit-nicht (ein) Tumult des Volkes sein-wird.


3 Und er, (als) seiend in Bethanien4 in dem Haus Simons des Aussätzigen,23 (während er zu Tisch) daliegend-war~, kam (eine) Frau, habend (ein) Alabastergefäß8 (mit) echtem, sehr-kostbarem würzigem-Salböl (von) Narde.19 (Nachdem) das Alabastergefäß zerbrochen-habend°, goss-sie-es-herab-auf° seinen Kopf.


4 Einige aber waren~ entrüstet~, (wobei sagend) zu einander: Wozu ist diese Vergeudung des würzigen-Salböls geschehen*?


5 Denn dieses würzige-Salböl (hätte man) um-mehr-als dreihundert Denare verkaufen° können~ und (den Erlös) den Bettelarmen geben° (können), und sie-fuhren-an~ sie.


6 Jesus aber sagte: Lasst° sie (in Ruhe)! Warum bereitet-ihr ihr Mühe? (Ein) rechtes Werk wirkte-sie an mir.


7 Denn die Bettelarmen habt-ihr allezeit mit euch, und (Präs.: jedes Mal) dann-wenn ihr-wollt~, könnt ihr ihnen wohl tun°, mich aber habt-ihr nicht allezeit.


8 Welche (Möglichkeit) sie-hatte, tat-sie. Sie-nahm-(es)-vorweg°, meinen Körper für die Bestattung einzuölen°.


9 Amen, ich-sage euch aber: Wo auch-immer das Evangelium gepredigt-wird in der ganzen Welt, auch was diese tat, wird-erzählt-werden zum Gedächtnis (an) sie.


10 Und Judas Iskarioth, einer der Zwölf, ging-weg zu den Hohepriestern, damit er ihn ihnen überliefere°.


11 Sie aber, (als es) hörend°, freuten-sich und versprachen ihm Silbergeld zu-geben. Und (Impf.: immer wieder) suchte-er~, wie er ihn bei-gelegenem-Zeitpunkt überliefere°.


12 Und (an) dem ersten Tag (des Festes) der Ungesäuerten (Brote), als (man) das Passahlamm opferte~, sagen seine Schüler (zu) ihm: Wo, willst-du, (nachdem) weggegangen°, (dass) wir-(es)-bereiten°, damit du das Passahlamm essen-kannst°?


13 Und er-sandte zwei seiner Schüler und sagt (zu) ihnen: Geht-fort in die Stadt, und begegnen-wird euch (ein) Mensch, (einen) Tonkrug Wassers tragend, folgt° ihm.


14 Und wo auch-immer er-hineingeht, sagt (zu) dem Hausgebieter: Der Lehrer sagt: Wo ist meine Unterkunft, wo ich das Passahlamm mit meinen Schülern essen-könnte°?


15 Und dieser wird-zeigen euch (ein) großes Oberzimmer, (mit Polstern und Teppichen) ausgebreitet*, bereit (für das Mahl), und dort bereitet (es für) uns!


16 Und die Schüler kamen-heraus, und sie-kamen in die Stadt und fanden (es), so-wie er (es zu) ihnen sagte, und sie-bereiteten das Passahlamm.


17 Und (als es) Abend geworden-war°, kommt-er mit den Zwölf.


18 Und (während) sie zu-(Tisch)-liegend und essend (sind),18 sagte Jesus: Amen, ich-sage euch: Einer von euch wird mich überliefern, der Essende mit mir.


19 Sie-fingen-an betrübt-zu-werden~ und einer nach dem anderen (zu) ihm zu-sagen~: doch-nicht-etwa ich?


20 Er aber sagte (zu) ihnen: Einer der Zwölf, der Eintauchende mit mir in die Schüssel.


21 Weil der Sohn des Menschen zwar fortgeht, so-wie über ihn geschrieben-ist*. Wehe aber jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen überliefert-wird, besser (wäre es für) ihn,15 wenn jener Mensch nicht gezeugt-worden-wäre°! (Irrealis)


22 Und (während) sie essend (sind), (nachdem) genommen-habend° Brot, (und es) gesegnet-habend°, brach-er (es) und gab (es) ihnen und sagte: Nehmt°! Dies ist mein Leib.


23 Und genommen-habend° (einen) Trinkbecher, (und) gedankt-habend°, gab-er (ihn) ihnen, und sie-tranken alle aus ihm.


24 Und er-sagte (zu) ihnen: Dies ist mein Blut des Bundes,14 das ausgegossen-Werdende für viele5.


25 Amen, ich-sage euch: Auf-keinen-Fall mehr trinke-ich° von dem Ertrag des Weinstocks bis-zu jenem Tag, dann-wenn ich ihn trinke~ (auf eine) neuartige (Weise) in dem Königreich Gottes.


26 Und (nachdem) lobsingend°, gingen-sie-hinaus zu dem Berg der Olivenbäume.


27 Und Jesus sagt (zu) ihnen: Alle werdet-ihr-euch-ärgern, weil geschrieben-ist*: "Ich-werde-niederschlagen den Hirten, und die Schafe werden-versprengt-werden."1


28 Jedoch, nachdem ich auferweckt-werde°, werde-ich-vorangehen euch in die (Landschaft) Galiläa.


29 Petrus aber erklärte ihm: Wenn auch alle sich-ärgern-werden, ich jedenfalls nicht.


30 Und Jesus sagt (zu) ihm: Amen, ich-sage dir: Du, (noch) heute in dieser Nacht, eher als zweimal (ein/der) Hahn kräht,9 wirst-du-verleugnen mich dreimal.


31 Er aber sprach~ (Impf.: immer wieder, und in) übermäßig (heftiger Art und Weise): Falls es-sein-müsste~ (für) mich, zusammen-zu-sterben-mit dir, keinesfalls werde-ich-verleugnen dich. Genauso ´aber` sagten~ auch alle (anderen Schüler).


32 Und sie-kommen zu (einem) Grundstück, dessen Name Gethsemane (ist), und er-sagt (zu) seinen Schülern: Setzt-euch° hierher, solange-als ich-bete°!


33 Und er-nimmt-beiseite den Petrus und ´den` Jakobus und ´den` Johannes mit sich, und er-fing-an° sehr-erschrocken-zu-sein~ und sich-zu-ängstigen~,


34 und er-sagt (zu) ihnen: "Sehr-betrübt ist meine Seele"2 bis-zum Tod, bleibt° hier und wacht~!


35 Und (nachdem ein) wenig vorausgehend°, fiel-er~ auf die Erde und betete~, dass, wenn es-möglich ist, die Stunde an ihm vorübergehe°,


36 und er-sagte~: Papa,17 oh Vater, alles (ist) dir möglich, nimm-fort° diesen Trinkbecher20 weg-von mir, jedoch nicht was ich will, sondern was du (willst)!


37 Und er-kommt und findet sie schlafend, und sagt (zu) Petrus: Simon, du-schläfst? Nicht stark-(genug)-warst-du, (auch nur) eine Stunde zu-wachen°?


38 Wacht~ und betet~, damit ihr nicht in Versuchung kommt°! Der Geist (ist) zwar bereitwillig, das Fleisch aber schwach.


39 Und (nachdem) wieder weggehend°, betete-er, (wobei) ´das selbe Wort30 (d.h. Gebet) sagend°`.


40 Und (nachdem) wieder gekommen°, fand-er sie schlafend, denn ihre Augen waren~ (Impf.: im Laufe der Zeit) ganz-beschwert~, und sie-wussten^ nicht, was sie ihm antworten-sollten°.


41 Und er-kommt das dritte (Mal) und sagt (zu) ihnen: Schlaft~ weiterhin und ruht-euch-aus~!10 Es-ist-soweit, die Stunde ist-gekommen°, siehe, der Sohn des Menschen wird-überliefert in die Hände der Sünder.


42 Steht-auf~ (od. w.: wacht auf?), gehen-wir~! Siehe, der mich Überliefernde ist-(schon)-nahe*.


43 Und sofort, noch (während) er sprechend-war~, kommt-herbei Judas, einer der Zwölf, und mit ihm (eine) Volksmenge24 (bewaffnet) mit Kurzschwertern und Holzknüppeln, (geschickt) von den Hohepriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten.


44 Aber der ihn Überliefernde hatte ihnen (ein) Erkennungszeichen6 gegeben^ (d.h. mit ihnen vereinbart, indem) sagend: Wen auch-immer ich-küsse, er ist (es), ihn haltet-fest° und ihn führt-ab~, sicher (bewacht)!


45 Und sofort, (nachdem) gekommen° (und) hinzutretend° (zu) ihm, sagt-er: Rabbi! Und überschwänglich-küsste-er ihn.


46 Sie aber packten ihn (mit) den Händen, und sie-hielten ihn (fest).


47 Einer aber, - ´ein-gewisser`11 der Danebenstehenden*, - (nachdem) das Kurzschwert gezogen-habend°, schlug-er-verletzend den Sklaven des Hohepriesters, und hieb-ab sein Ohr.25


48 Und (indem) antwortend° sagte Jesus (zu) ihnen: (Weshalb) kamt-ihr-heraus wie gegen (einen) Verbrecher (od.: Aufrührer), mit Kurzschwertern und Holzknüppeln, (um) mich festzunehmen?21


49 Täglich war-ich~ bei euch in dem Heiligtum lehrend, und ihr-hieltet mich nicht (fest). Jedoch (geschah dies), damit erfüllt-werden° die Schriften.


50 Und ihn verlassend°, flohen alle.31


51 Und ein-gewisser11 Jugendlicher folgte-mit~ ihm, - (wobei nur) umworfen* (mit einem) Leinwandtuch auf nacktem (Körper), - und sie-halten ihn (fest).


52 Er aber, (indem) zurücklassend° das Leinwandtuch, floh nackt.


53 Und sie-führten-weg Jesus zu dem Hohepriester,26 und es-kommen-zusammen alle die Hohepriester und die Ältesten und die Schriftgelehrten.


54 Und Petrus folgte ihm von ferne bis hinein in den Hof des Hohepriesters, und er-war~ zusammensitzend mit den Gehilfen und sich-wärmend bei dem Lichtschein (des Feuers).


55 Die Hohepriester aber und das ganze Synedrium suchten~ (eine) Bezeugung gegen Jesus, um ihn zu-töten, und sie-fanden nichts,


56 denn viele bezeugten-falsches~ gegen ihn, aber die Bezeugungen waren~ nicht ident (d.h. übereinstimmend).27


57 Und einige, (indem) aufstehend°, bezeugten-falsches~ gegen ihn, (indem) sagend:


58 Wir hörten ihn, sagend: Ich werde-völlig-niederreißen diesen Tempel, den Handgemachten, und binnen dreier Tage (einen) anderen, nicht Handgemachten, werde-ich-erbauen.


59 Und auch so war~ ihre Bezeugung nicht ident (d.h. übereinstimmend).


60 Und (nachdem) aufstehend° in (die) Mitte, befragte der Hohepriester Jesus, sagend: Antwortest du gar-nichts (auf das) was diese bezeugen-gegen dich?12


61 Er aber schwieg-still~, und antwortete gar-nichts. Wieder befragte~ ihn der Hohepriester und sagt (zu) ihm: Du, bist-du der Messias, der Sohn des Gepriesenen?


62 Jesus aber sagte: (Ja,) Ich bin (es), und ihr-werdet-sehen "den Sohn des Menschen" sitzend zur Rechten der Macht (d.h. des Allmächtigen) und "kommend mit den Wolken des Himmels."3


63 Der Hohepriester aber, (nachdem) zerrissen-habend° seine Gewänder,28 sagt: Was haben wir noch Bedarf (an) Zeugen?


64 Ihr-hörtet die Lästerung, was scheint euch? Aber sie alle22 verurteilten ihn, (dem) Todesstrafe verfallen zu-sein~.


65 Und einige fingen-an, ihn anzuspucken~ und sein Angesicht rundherum-zu-verhüllen~ und ihn mit-Fäusten-zu-schlagen~ und (zu) ihm zu-sagen~: Prophezeie° (wer dich geschlagen hat)! Und die Gehilfen bedachten (w.: empfingen) ihn mit Ohrfeigen.


66 Und (als/während) Petrus unten in dem Hof seiend, kommt eine der jungen-Mägde des Hohepriesters,


67 und (als) den Petrus sehend° sich-wärmend, (nachdem) ihn anblickend°, sagt-sie: Auch du warst~ mit dem Nazarener, (mit) diesem Jesus.


68 Er aber leugnete, sagend: Weder weiß-ich* noch verstehe-ich, was du (da) sagst. Und er-kam-heraus (nach) draußen in den Vorhof, ´und (ein/der) Hahn krähte`.


69 Und die junge-Magd, (als) ihn sehend°, fing-an den Danebenstehenden* wieder (zu) sagen: Dieser ist von ihnen.


70 Er aber leugnete~ wieder. Und nach kurzem sagten~ die Danebenstehenden* wieder (zu) Petrus: Wahrhaft, du-bist von ihnen, denn du-bist auch galiläisch29 (d.h. aus Galiläa).


71 Er aber fing-an zu-fluchen~ und zu-schwören°: Ich-kenne* diesen Menschen nicht, (von) dem ihr-sprecht.


72 Und sofort krähte zum zweiten (Mal, ein/der) Hahn. Und Petrus erinnerte-sich-an den Ausspruch, wie Jesus (zu) ihm sagte: Ehe (ein/der) Hahn ´zweimal kräht`, wirst-du-verleugnen mich dreimal, und hinausgestürzt-seiend° weinte-er~ (Impf.: lange).13

Markus 15


1 Und sofort frühmorgens (ca. 3-6 Uhr, nachdem) die Hohepriester mit den Ältesten und Schriftgelehrten und dem ganzen Synedrium (einen) Beratungsbeschluss gemacht-habend°, (und) Jesus gebunden-habend°, brachten sie (ihn) weg und überlieferten (ihn an) Pilatus.5


2 Und Pilatus befragte ihn: Bist du der König der Juden? Er aber, ihm antwortend°, sagt: Du sagst (es richtigerweise).6


3 Und die Hohepriester klagten-an ihn (für) viele (Dinge).


4 Pilatus aber befragte~ ihn wieder, ´sagend`: Antwortest du gar-nichts? Siehe, (für) wie-viele (Dinge) sie dich anklagen!


5 Jesus aber antwortete gar-nichts mehr, sodass Pilatus staunte~.


6 Aber an-jedem Fest ließ-er-(Impf.: jedes Mal)-los~ ihnen einen Gefangenen, wen sie-sich-(Impf.: dann jedes Mal) los-baten~.


7 (Es) war~ aber der Barabbas mit-Namen~, mit den Aufständischen gefangen*, diejenigen-welche in dem Aufstand (einen) Mord begangen-hatten^.


8 Und (nachdem) die Volksmenge hinaufgestiegen-war°,7 fing-sie-an (von Pilatus) zu-erbitten so-wie (Impf.: er immer pflegte) ihnen zu-tun~.


9 Pilatus aber antwortete ihnen, sagend: Wollt-ihrⱽ, (dass) ich euch den König der Juden loslasse°?


10 Denn er-erkannte~, dass ihn ´die Hohepriester` aus Neid überliefert-hatten^.


11 Die Hohepriester aber wiegelten-auf die Volksmenge, damit er ihnen vielmehr den Barabbas loslasse°.


12 Pilatus aber, wieder antwortend°, sagte~ (zu) ihnen: Was also ´wollt-ihr`, soll-ich-tun°(mit dem), ´den ihr` den König der Juden ´nennt`?


13 Sie aber schrien wieder: Kreuzige° ihn!


14 Pilatus aber sagte~ (zu) ihnen: Was tat-er denn Übles? Sie aber schrien übermäßig: Kreuzige° ihn!


15 Pilatus aber, beschließendⱽ der Volksmenge den Gefallen zu-tun, ließ-los ihnen den Barabbas und übergab Jesus, - (nachdem ihn) auspeitschen-lassend°8 - dass er-gekreuzigt-würde°.


16 Die Krieger aber führten ihn weg hinein-in den PalastHof, der Prätorium9 heißt, und sie-rufen-zusammen die ganze Kohorte.


17 Und sie-kleiden-ein ihn (mit einem) Purpurmantel10 und legen ihm (einen) geflochtenen° dornigen Kranz11 herum,


18 und sie-fingen-an, ihn zu-grüßen: Sei-gegrüßt~, König der Juden!


19 Und sie-schlugen (mit einem) Schilfrohr (auf) seinen Kopf und spuckten-an~ ihn, und (indem) beugend die Knie,20 huldigten-sie~ ihm.


20 Und als sie ihn verhöhnt-hatten°, zogen-sie-aus ihm den Purpurmantel, und sie-zogen-an ihm seine Kleider. Und hinaus-führen-sie ihn, damit sie ihn kreuzigten~.


21 Und sie-zwingen (einen) Vorüberziehenden, einen-gewissen Simon, (einen) Cyrenäer, (gerade) vom Feld kommend, den Vater (von) Alexander und Rufus,17 damit er sein Kreuz aufhebe (und trage).


22 Und sie-schleppen ihn zu dem Golgatha Ort, was ´um-übersetzt` heißt: Schädel Ort.12


23 Und sie-gaben~ (konativer Impf.: sie versuchten es erfolglos) ihm mit-Myrrhe-gewürzten Wein,16 den er aber nicht nahm.


24 Und sie-kreuzigen ihn und "verteilen-unter-sich seine Kleider, (indem) über sie (das) Los werfend,"3 wer was aufhebe (d.h. erhalte).


25 (Es) war~ aber (die) dritte Stunde (ca. 9 Uhr),21 und sie-kreuzigten ihn.


26 Und die Aufschrift4 seiner Schuldursache war~ daraufgeschrieben:18 Der König der Juden.


27 Und zusammen-mit ihm kreuzigen-sie zwei Straßenräuber (wahrscheinlich Aufrührer, Rebellen), einen zur Rechten und einen zur Linken von ihm.


28 2


29 Und die Entlanggehenden lästerten~ ihn, (wobei) ihre Köpfe schüttelnd und sagend: Ach,13 (du,) der den Tempel völlig-Zerstörende und (ihn wieder) ´in` drei Tagen erbauen-Wollende,


30 errette dich-selbst, (Aor.: indem jetzt) herabsteigend° von dem Kreuz!


31 Gleicherweise auch die Hohepriester, (indem ihn) verhöhnend unter einander mit den Schriftgelehrten, sagten-sie~: Andere errettete-er, sich-selbst kann er nicht erretten.


32 Der Messias, der König Israels, steige-herab nun von dem Kreuz, damit wir-sehen-mögen° und glauben-mögen°. Auch die zusammen-mit ihm Mitgekreuzigten* schmähten~14 ihn.


33 Und (als es die) sechste Stunde (ca. 12 Uhr) wurde, kam (eine) Finsternis über das ganze Land (Israel) bis zur neunten Stunde (ca. 15 Uhr).21


34 Und (zu) der neunten Stunde rief Jesus laut (mit) lauter Stimme: "Eloi, Eloi, ´lema` sabachthani?" Was um-übersetzt heißt: "Mein Gott, mein Gott, wozu (od.: warum) verließest-du mich?"3


35 Und einige der Danebenstehenden*, (nachdem dies) hörend°, sagten-sie~: Siehe, (nach/den) Elija ruft-er.


36 Aber irgendeiner, (nachdem) gelaufen° ´und` (einen) Schwamm (mit) Weinessig befüllend°, (und ihn um ein) Schilfrohr herumlegend°, tränkte-er~ ihn15 (und dabei) sagend: Lasst°, wir-wollen-sehen°, ob Elija kommt, (um) ihn herab-zunehmen°.


37 Jesus aber, (nachdem einen) lauten Ton ausstoßend°, hauchte-aus (sein Leben).


38 Und der Scheidevorhang des Tempels wurde-gespalten in zwei (Teile) von oben-her bis nach-unten.


39 Der Centurio aber, der Danebenstehende* gegenüber-von ihm, (als) sehend°, dass er (sein Leben) so aushauchte, sagte: Wahrhaft, dieser Mensch war~ (der?/ein?) Sohn Gottes.


40 (Es) waren~ aber auch Frauen (dies) von ferne anschauend, unter denen (waren) auch ´Maria`, die Magdalenerin, und Maria, (die) Mutter (des) Jakobus des Kleinen und (des) Joses, und Salome,


41 die ihm folgten~ und ihn bedienten~, als er in der (Landschaft) Galiläa war~, und (noch) viele andere Mithinaufgestiegene° (mit) ihm nach Jerusalem.


42 Und als (es) schon Abend wurde, - da-ja Rüsttag19 war~, das ist (der) Vor-Sabbat,


43 - (nachdem) Josef, ´der` von Arimathäa, (ein) wohlanständiger Ratsherr gekommen-war°, der auch selbst die Königsherrschaft Gottes erwartend war~, (indem es) wagend° kam-er-hinein zu Pilatus und erbat-sich den Leichnam Jesu.


44 Pilatus aber staunte, dass er schon gestorben-war*, und den Centurio zu-sich-rufend°, befragte-er ihn, ob er ´bereits` (w.: schon lange; d.h. wirklich) verstarb,


45 und (nachdem es) von dem Centurio erfahrend°, schenkte-er dem Josef den Leichnam.


46 Und (nachdem) Leinwand gekauft-habend°, (und) ihn herabgenommen-habend°, packte-er-(ihn)-ein (mit) der Leinwand und legte ihn in (eine) ´Grabkammer`, die aus (dem) Felsen gehauen* war~, und er-wälzte-hin (einen) Stein an die Tür der Grabkammer.


47 Maria aber, die Magdalenerin, und Maria, (die Mutter des) Joses, schauten-sich-(Impf.: genau)-an~, wohin er-gelegt-worden-war*.

Markus 16


1 Und (nachdem) der Sabbat verstrichen-war°, kauften Maria, die Magdalenerin, und Maria, die (Mutter) ´des` Jakobus,8 und Salome, aromatische-Essenzen, damit gekommen° sie ihn einreiben-könnten°.


2 Und (schon) ganz frühmorgens (ca. 5.30 Uhr) am Ersten (Tag) der Woche, gehen sie zu der Grabkammer, (als gerade) die Sonne aufgegangen-war°.


3 Und sie-sagten~ zu einander: Wer wird-wegwälzen uns den Stein aus der Tür der Grabkammer?


4 Und (als) aufblickend° bemerkten-sie, dass der Stein (schon) ´weggewälzt-war`*, denn er-war~ gewaltig groß.


5 Und (als sie) in die Grabkammer hineingekommen-waren°, sahen-sie (einen) Jugendlichen sitzend zu der Rechten, umworfen* (mit einem) weißen langen-Gewand,6 und sie-erschraken-sehr.


6 Er aber sagt (zu) ihnen: Seid nicht so-sehr-erschrocken~! Ihr-sucht Jesus den Nazarener, den Gekreuzigten*. Er-wurde-auferweckt, er-ist nicht hier, siehe, der Ort wohin sie ihn hinlegten!


7 Jedoch geht-fort~, sagt° seinen Schülern und dem Petrus: Voran-geht-er euch in die (Landschaft) Galiläa, dort werdet-ihr-sehen ihn, so-wie er (es) euch sagte.


8 Und (nachdem) herausgekommen°, flohen-sie weg-von der Grabkammer, denn Zittern und Außersichsein hielt-sie~ (fest), und gar-keinem sagten-sie (etwas), denn sie-fürchteten-sich~.

´´Aber alles Aufgetragene° berichteten-sie sogleich denen um Petrus. Aber danach sandte-aus auch Jesus selbst durch sie vom Osten und bis-zum Westen die heilige und unvergängliche Predigt der ewigen Errettung. Amen.``3

9 ´´(Nachdem er) aber frühmorgens (am) ersten (Tag der) Woche auferstanden-war°, erschien-er zuerst Maria, der Magdalenerin, von der er sieben Dämonen hinausgeworfen-hatte^.


10 Jene, gegangen°, berichtete (es) den mit ihm Gewesenen° (und jetzt) Trauernden und Weinenden,


11 und-jene, (obwohl) hörend°, dass er-lebt und von ihr geschaut-wurde, glaubten-nicht.12


12 Danach aber, zweien von ihnen, (als) wandernd, wurde-er-offenbart in andersartiger Gestalt,4 (als gerade) gehend aufs Land,


13 und-jene, (nachdem) weggegangen°, berichteten (es) den übrigen, (aber) jenen glaubten-sie auch-nicht.5


14 Hernach13 (od.: zuletzt) ´aber`, (als sie) zu-(Tisch)-liegend-waren~, offenbarte-er-sich selbst den Elfen und er-tadelte ihren Unglauben und ihre Hartherzigkeit, weil sie den ihn (als) AufErweckten* geschaut-Habenden° nicht glaubten.


15 Und er-sagte (zu) ihnen: Gehend°10 in die ganze Welt, predigt° das Evangelium der ganzen Schöpfung!7


16 Der vertraut-Habende° und getauft-Wordene° wird-errettet-werden, aber der nicht-vertraut-Habende° wird-verurteilt-werden.14


17 Aber15 den vertraut-Habenden°1´werden-begleitend-folgen diese` Zeichen: In meinem Namen werden-sie-hinauswerfen Dämonen, ´neuartige`9 Sprachen werden-sie-sprechen,


18 ´und mit den Händen` werden-sie-aufheben Schlangen, und-falls sie irgendetwas Tödliches trinken°, keinesfalls wird-(es)-schaden° ihnen, auf Dahinsiechende werden-sie-auflegen Hände und in-rechter-Weise werden-sie-sich-befinden1 (d.h. sie werden genesen).


19 Der Herr ´Jesus` also nun, - nach dem Sprechen° (zu) ihnen, - wurde-aufgenommen in den Himmel und setzte-sich zu der Rechten Gottes.


20 Jene aber, (indem/nachdem) herausziehend°, predigten überall, (wobei) der Herr zusammenwirkend-war~ und (indem) das (gepredigte) Wort (Präs.: immer wieder) bestätigend2 durch die darauffolgenden Zeichen``.11


Nach Lukas

Einleitung Lukas-Evangelium

Lukas, war ein Mitarbeiter des Apostels Paulus und von Beruf Arzt (Kol 4,14), wobei die Verfasserschaft beider Werke durch ihn, auch durch den auffallend häufigen Gebrauch von medizinischen Fachausdrücken bestätigt wird. Sein zweiteiliges Werk, das Lukas-Evangelium und die Apostelgeschichte, dürfte eine Verteidigungsschrift für den inhaftierten Paulus gewesen sein. Die Bezeichnung "Hochverehrter" für Theophilus ist eine typische Anredeform für hohe römische Beamte. So redet man keinen Glaubensbruder an. Daher ist Theophilus möglicherweise der römische Beamte gewesen, der den "Fall Paulus", während des zweijährigen Hausarrests in Rom, im Auftrag des Kaisers untersuchte. Nach Lukas eigenen Worten hat er für die Abfassung seines Berichts alle für ihn erreichbaren seriösen Quellen, seien es geschriebene Berichte (z.B. das Markus- und Matthäus-Evangelium), als auch Augenzeugen herangezogen und in chronologischer Reihenfolge aufgeschrieben. Daher erklärt sich auch sein beträchtlicher Anteil an "Sondergut". Der Schreibstil von Lukas ist gehobenes Koine-Griechisch, aber nicht klassisches Griechisch. Eusebius bestätigt (Kirchengeschichte, III,4) Lukas als Verfasser, und stimmt darin mit Justin dem Märtyrer, Hegesipp, Clemens von Alexandria und Tertullian überein. In der Apostelgeschichte tritt die Verfasserschaft des Lukas am deutlichsten hervor. Die sogenannten "Wir-Abschnitte" der Apostelgeschichte sind Berichte, bei denen der Schreiber selbst persönlich anwesend war (Apg 16,10; 20,5.6; 21,15; 27,1; 28,16; vgl. 2Tim 4,11). Das Vokabular (oft präziser in der Verwendung medizinischer Ausdrücke als die anderen neutestamentlichen Schriftsteller), zusammen mit dem gebildeten Griechisch, unterstützen die Annahme, dass Lukas, ein kultivierter heidenchristlicher Arzt, das Evangelium und die Apostelgeschichte geschrieben hat. Er war jedoch auch gut bewandert in jüdischen Fragen und Bräuchen. Lukas liebt korrekte Daten und genaue Recherchen, und wird damit zum ersten Kirchenhistoriker. Der große Brand Roms und die darauffolgende Verfolgung der Christen als Sündenböcke Neros (64 n. Chr.), sowie der Märtyrertod von Petrus und Paulus, wären von Lukas kaum ausgelassen worden, wenn sie zum Zeitpunkt der Abfassung schon geschehen wären. Daher hat er sein Evangelium und die Apostelgeschichte wahrscheinlich kurz nach dem Ende des römischen Hausarrest von Paulus (Apg 28,29-31) im Jahr 63/64 n.Chr. geschrieben (vgl. 33,714; 21,I,45; 48,223ff; 20,1ff; 65,I,297ff).

Sein Thema ist: Jesus, der Sohn Gottes als vollkommener Mensch, ("Siehe ein Mensch, sein Name ist Spross... " Sach 6,12).

 

Die sachdienlichen Anmerkungen sind im Lukas-Evangelium kürzer gehalten und können bei den entsprechenden Parallelstellen im Matthäus-Evangelium nachgeschlagen werden.

Lukas 1


1 Da-ja-schon viele versuchten, (einen) Bericht23 über die Ereignisse zu-verfassen, die sich-vollzogen-haben* (w.: erfüllt haben) unter uns,


2 so-wie (es) uns die von Anfang (an) Augenzeugen24 und Gehilfen des Wortes Gewesenen° überlieferten,


3 schien-es auch-mir (angebracht), - (nachdem/weil) von-Anfang-an alle (Pl.: Fakten/Ereignisse) genau nachverfolgt-habend*, - (sie) dir der-Reihe-nach4 zu-schreiben, hochverehrter5 Theophilus,


4 damit du-erkennest° die Sicherheit (der) Worte, über die du-unterwiesen-wurdest.9


5 (Es) war in den Tagen Herodes,19 (des) Königs der (Provinz) Judäa, ein-gewisser Priester mit Namen Zacharias aus (der achten) Tagesdienstabteilung (des) Abija,10 und er (hatte eine) Frau aus den Töchtern Aarons, und ihr Name (war) Elisabeth.


6 Aber beide waren~ gerecht in-den-Augen Gottes, (indem/weil) untadelig lebend in allen den Vorschriften und Rechtsforderungen (des) HERRN.


7 Aber sie hatten~ kein Kind, deswegen-weil ´die` Elisabet unfruchtbar war~, und beide waren~ vorangeschritten* in ihren Tagen.


8 (Es) geschah aber, während er vor Gott in der Ordnung seiner Tagesdienstabteilung Priesterdienst-verrichtete~,


9 (da) erloste-er nach der Gewohnheit des Priesteramtes das Weihräuchern°,8 (indem/um…) hineinkommend°10 in den Tempel (des) HERRN,


10 und die ganze Menge des Volks war~ betend~ draußen zur Stunde des Weihrauchopfers.


11 (Es) erschien ihm aber (ein) Engel (des) HERRN stehend* zur Rechten des Altars des Weihrauchopfers (d.h. des Räucheraltars).


12 Und Zacharias wurde-erregt, (als ihn) sehend°, und Furcht fiel-auf ihn.


13 Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte-dich~ nicht (Präs.: mehr weiter) Zacharias, deshalb-weil dein Flehen2 erhört-wurde und deine Frau Elisabeth dir (vgl. V.31, einen) Sohn gebären-wird, und du-sollst-nennen seinen Namen Johannes.


14 Und er-wird-sein dir (zu) Freude und Jubel, und viele werden-sich-freuen über seine Geburt.


15 Denn groß wird-er-sein angesichts ´(des)` HERRN, "und Wein und Rauschtrank trinkt-er° keinesfalls,"1 und (mit) heiligem Geist6 wird-er-gefüllt-werden schon seit (er in dem) Mutterleib seiner Mutter (ist),


16 und viele der Söhne Israels wird-er-umwenden zum HERRN, ihrem Gott.


17 Und er wird-vorausgehen vor ihm3 in Geist und Macht Elijas, (um die) Herzen (der) Väter umzuwenden° zu (ihren) Kindern16 und Ungehorsame zur Einsicht (od.: Gesinnung von) Gerechten, (um dem) HERRN (ein) zugerüstetes* Volk zu-bereiten.


18 Und Zacharias sagte zu dem Engel: Woran werde-ich-erkennen dies? Denn ich bin (schon ein) alter-Mann, und (auch) meine Frau ist vorangeschritten* in ihren Tagen.


19 Und antwortend° sagte der Engel (zu) ihm: Ich bin Gabriel, der Danebenstehende* vor-dem-Angesicht Gottes, und ich-wurde-gesandt, dies zu dir zu-sprechen und (dir als eine gute Nachricht) zu-verkünden.


20 Und siehe, du-wirst-sein stillschweigend und unfähig zu-sprechen bis-zu dem Tag, (an dem) dies geschieht, weil du meinen Worten nicht glaubtest,22 die-doch sich-erfüllen-werden zu ihrem Zeitpunkt.


21 Und das Volk war~ (Impf.: unterdessen draußen) den Zacharias herbei-erwartend, und sie-staunten~ über sein (langes) Verweilen~ in dem Tempel.28


22 Aber (nachdem) herauskommend°, konnte-er~ nicht (mehr zu) ihnen sprechen, und sie-erkannten, dass er in dem Tempel (eine) Vision gesehen-hatte*, und er war~ ihnen zunickend (od.: zuwinkend) und verblieb~ (Impf.: bis auf weiteres) stumm.


23 Und (es) geschah, als sich-erfüllten (d.h. zu Ende gingen) die Tage seines priesterlichen-Dienstes, ging-er-weg in sein Haus.


24 Aber nach diesen Tagen empfing (d.h. sie wurde schwanger) Elisabeth seine Frau, und sie-verbarg~ sich fünf Monate, (indem zu sich) sagend:


25 So hat mir (der) HERR getan* in (den) Tagen (in) denen er-sein-Augenmerk-darauf-richtete, (um) meine Schmach bei (den) Menschen wegzunehmen.


26 In dem sechsten SchwangerschaftsMonat (der Elisabeth) aber wurde-gesandt der Engel Gabriel von Gott in (eine) Stadt der (Landschaft) Galiläa mit Namen Nazareth,20


27 zu (einer) Jungfrau,11 verlobt-worden* (mit einem) Mann mit Namen Josef, aus (dem) Haus David, und der Name der Jungfrau (war) Maria.


28 Und (nachdem er) zu ihr hineingegangen-war° sagte-er: Sei-gegrüßt~ Begnadigte*,12 der Herr (ist/sei) mit dir.


29 Sie aber wurde-völlig-in-Verlegenheit-gebracht über das Wort und überlegte-gründlich~, welcher-Art diese Begrüßung sein-könne (Opt.Präs.).


30 Und der Engel sagte (zu) ihr: Fürchte-dich~ nicht Maria, denn du-fandest Gnade12 von-Seiten Gottes.


31 Und siehe, du-wirst-empfangen im Mutterleib und wirst-gebären (vgl. V.13, einen) Sohn und sollst-nennen seinen Namen Jesus.13


32 Dieser wird groß sein und Sohn (des) Höchsten wird-er-genannt-werden, und geben-wird ihm Gott (der) HERR den Thron Davids, seines VorVaters,


33 und er-wird-(als-König)-regieren über das Haus Jakob in die Zeitalter (d.h. in Ewigkeit), und seiner Königsherrschaft wird kein Ende sein.14


34 Aber Maria sagte zu dem Engel: Wie wird dies sein, da-ja keinen Mann ich-kenne? (d.h. geschlechtlich beigewohnt habe)


35 Und antwortend° sagte der Engel (zu) ihr: heiliger Geist6 wird auf dich herabkommen und Macht (des) Höchsten wird-überschatten dich, deshalb auch das geboren-werdende~ Heilige,27 wird-genannt-werden Sohn Gottes.


36 Und siehe, Elisabeth deine Verwandte, auch sie hat-empfangen* (einen) Sohn in ihrem Greisenalter, und (schon der) sechste (Monat) ist dieser (für) sie, die genannt-Werdende~ (eine) Unfruchtbare,


37 weil keine Sache (od.: kein Ausspruch; w.: keine Rede) wird-unmöglich-sein von-Seiten Gottes.


38 Aber Maria sagte: Siehe, (ich bin) die Sklavin (des) HERRN, geschehen-möge (Opt.Aor.) mir nach deinem Ausspruch. Und der Engel ging-weg von ihr.


39 Aber Maria, sich-auf-den-Weg-machend°, ging in diesen Tagen mit Eile in das Bergland in (eine) Stadt Judas,


40 und sie-kam-hinein in das Haus (des) Zacharias und begrüßte die Elisabeth.


41 Und es-geschah, als Elisabeth die Begrüßung der Maria hörte, hüpfte das Embryo in ihrem Mutterleib und Elisabeth wurde-gefüllt (mit) heiligem Geist,6


42 und sie-erhob-die-Stimme (mit) großem FreudenGeschrei und sagte: Gesegnet* (bist/seist) du unter (den) Frauen und gesegnet* (ist/sei) die Frucht deines Mutterleibes.


43 Und woher (kommt) mir dies, dass die Mutter meines Herrn15 zu mir kommt?


44 Denn siehe, als die Stimme deiner Begrüßung zu meinen Ohren drang, hüpfte das Embryo in Jubel in meinem Mutterleib.


45 Und glückselig die (od. Vok.: du) geglaubt-Habende°, dass sein-wird (eine/die) Vollendung des ihr vom HERRN Versprochenen*.


46 Und Maria sagte: meine Seele macht-groß den Herrn,


47 und mein Geist jubelt° über Gott meinen Erretter,12


48 weil er auf die Niedrigkeit seiner Sklavin hinblickte. Denn siehe, von nun (an) werden-seligpreisen mich alle die Geschlechter,


49 weil mir der Mächtige große (Dinge) tat, und heilig (ist) sein Name,


50 und sein Erbarmen von Generationen zu Generationen (d.h. für alle Zeiten) den ihn Fürchtenden.


51 Er übte-aus Kraft durch seinen Arm, er-versprengte Überhebliche (in der) Gesinnung ihres Herzens,


52 er-holte-herab (od.: stürzte) Machthaber von Thronen und erhöhte Niedrige (od.: Demütige),


53 Hungernde füllte-er-an (mit) Gütern und reich-Seiende sandte-er-aus leer (frei übersetzt: schickte er mit leeren Händen fort).


54 Er-nahm-sich-an Israels seines Knechts, (indem/weil) er-sich-erinnerte (an sein) Erbarmen,


55 so-wie er zu unseren Vätern sprach, (zu) dem Abraham und seiner Nachkommenschaft in die Ewigkeit.


56 Maria aber blieb zusammen-mit ihr etwa drei Monate25 und kehrte-(dann)-zurück in ihr Haus.


57 Für Elisabeth aber erfüllte-sich die Zeit, dass sie gebäre, und sie-gebar (einen) Sohn.


58 Und die rundherum-Wohnenden und ihre Verwandten hörten, dass (der) HERR sein Erbarmen mit ihr groß-machte~, und sie-freuten-sich-mit ihr.


59 Und es-geschah, an dem achten Tag kamen-sie, (um) das Baby zu-beschneiden, und sie-(konativer Impf.: wollten)-benennen~ es auf den Namen seines Vaters Zacharia.


60 Und seine Mutter, (indem) antwortend°, sagte: Nein, sondern es-soll-genannt-werden Johannes.


61 Und sie-sagten (zu) ihr: Keiner ist aus deiner Verwandtschaft, der (mit) diesem Namen genannt-wird.


62 Aber sie-winkten seinem Vater zu, (um ihn zu fragen) wie er-wolle (Opt.Präs.), (dass) es genannt-werde.


63 Und (sich ein mit Wachs beschichtetes Holz-) Täfelchen erbetend°, schrieb-(d.h. ritzte)-er (darauf, und dadurch) sagend: Johannes ist sein Name. Und alle staunten.


64 Aber sogleich öffnete-sich sein Mund und seine Zunge (löste sich), und er-sprach~ (Impf.: fortwährend), (indem/wobei) Gott segnend (od.: preisend).


65 Und es-kam Furcht auf alle die (um) sie rundherum-Wohnenden, und in dem ganzen Bergland der (Landschaft) Judäa wurden-besprochen alle diese Ereignisse.


66 Und alle die (es) gehört-Habenden° legten-(es)-sich in ihr Herz, (indem sich) sagend: Was wohl (aus) diesem Baby werden-wird? Denn auch (die) Hand (des) HERRN war~ mit ihm.


67 Und Zacharias, sein Vater, wurde-gefüllt (mit) heiligem Geist6 und er-prophezeite, (indem) sagend:


68 Gepriesen (sei der) HERR, der Gott Israels, dass er-heimsuchte und Erlösung schaffte seinem Volk,


69 und er-erweckte uns (ein) Horn (der) Errettung im Haus Davids seines Knechtes,


70 - so-wie er-sprach durch (den) Mund seiner heiligen Propheten von Ewigkeit, -


71 (nämlich) Errettung von unseren Feinden und aus (der) Hand aller der uns Hassenden,


72 (um) Erbarmen zu-erweisen an unseren Vätern und sich-zu-erinnern seines heiligen Bundes,


73 (den) Eid, den er-schwor gegenüber Abraham unserem Vater, um uns zu-ermöglichen°,


74 (dass wir, nachdem) furchtlos aus (der) Hand (von) Feinden gerettet-werdend°, ihm (Präs.: beständig) Gottesdienst-zu-verrichten~


75 in Frömmigkeit und Gerechtigkeit angesichts (von) ihm (an) allen unseren Tagen.


76 Und du aber Baby, (ein) Prophet (des) Höchsten wirst-du-genannt-werden, denn du-wirst-vorangehen angesichts (des) HERRN, (um) seine26 Wege zu-bereiten,


77 um seinem Volk ErKenntnis (der) Errettung zu-geben durch (od.: bestehend im?) Erlass ihrer Sünden,7


78 durch InnersteGefühle (des) Erbarmens unseres Gottes, in denen uns heimsuchen-wird (der) Aufgang17 aus (der) Höhe (d.h. aus dem Himmel),


79 (um) den in Finsternis und Todes Schatten Sitzenden zu-erscheinen, um unsere Füße auf (den) Weg (des) Friedens hinzulenken (vgl. Jes 9,1.5-6).


80 Das Baby aber wuchs~ und wurde-(Impf.: Tag für Tag)-gekräftigt~ (im) Geist,18 und er-war~ (dann) in den Einöden21 bis (zum) Tag seiner Einsetzung für das (Volk) Israel.


Lukas 2


1 Es-geschah aber in jenen Tagen, (dass eine) Verordnung seitens (des) Kaisers Augustus17 herauskam, (um) die ganze bewohnte-Erde (hier: das römische Reich, in Steuerlisten) einzuschreiben~. -


2 Diese erste (steuerliche) Einschreibung8 geschah (schon bevor?) Quirinius18 Legat-war~ der (Provinz) Syrien. -


3 Und alle gingen, um-sich-einschreiben-zu-lassen~, jeder in seine VaterStadt.


4 Aber auch Josef stieg-hinauf von der (Landschaft) Galiläa aus (der) Stadt Nazareth in die (Landschaft) Judäa,19 in (die) Stadt Davids, die Bethlehem genannt-wird, deswegen, weil er aus (dem) Haus und (der) Vaterabstammung Davids war~,21


5 um-sich-einschreiben-zu-lassen zusammen-mit Maria, der (mit) ihm verlobten*,16 (die) hochschwanger20 war~.


6 Es-geschah aber, während sie dort waren~, erfüllten-sich die Tage, dass sie gebäre,°


7 und sie-gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen,3 und sie-wickelte ihn (in Windeln) und lagerte ihn in (einer) Futterkrippe, deshalb-weil in der Herberge kein Platz (für) sie war~.13


8 Und Hirten waren~ in dem selben Landstrich auf-freiem-Feld-seiend~22 und Nacht Wachen haltend bei ihrer Herde.


9 Und (ein) Engel (des) HERRN stellte-sich-hin (zu) ihnen, und (die) Herrlichkeit (des) HERRN um-leuchtete sie, und sie-fürchteten-sich (mit) großer Furcht.


10 Und der Engel sagte (zu) ihnen: Fürchtet-euch~ nicht (Präs.: weiter), denn siehe, ich-evangelisiere euch (eine) große Freude, eine-solche-die (für) das ganze Volk sein-wird.


11 Weil euch heute (ein) Erretter geboren-wurde, - welcher ist (der) Messias (der) HERR,9 - in (der) Stadt Davids.


12 Und dies (ist/sei) euch ´das` Zeichen: (Einen) Säugling werdet-ihr-finden, (in Windeln) gewickelt* und in (einer) Futterkrippe liegend.14


13 Und völlig-unvermutet war zusammen-mit dem Engel (eine) Fülle (des) himmlischen Kriegsheeres, Gott lobend und (dabei) sagend:


14 Herrlichkeit Gott in (den) höchsten (Regionen) und auf Erden Friede unter (od.: bei den) Menschen (des/seines) Wohlgefallens.


15 Und es-geschah, als die Engel von ihnen in den Himmel weggingen, sprachen~ die Hirten zu einander: (Lasst uns) doch hinziehen° bis (nach) Bethlehem und lasst-uns-sehen° diese Sache, die Gewordene*, die uns der Herr bekanntmachte.


16 Und sie-kamen, (indem) sich-beeilend°, und fanden-auf sowohl die Maria (als) auch den Josef und den Säugling in der Futterkrippe liegend.


17 Aber (nachdem dies) gesehen-habend°, machten-sie-(es)-bekannt gemäß des Ausspruchs, des (zu) ihnen Gesprochenen° über dieses Baby.


18 Und alle die (es) gehört-Habenden° staunten über das von den Hirten zu ihnen Gesprochene°,


19 Die ´Maria` aber behütete alle diese Reden, (indem/wobei sie) in ihrem Herzen erwägend.


20 Und die Hirten kehrten-zurück, (wobei, Präs.: fortwährend/immer wieder) Gott verherrlichend und lobend für alle (Dinge), die sie-hörten° und sahen°, so-wie (es) zu ihnen gesprochen-wurde.


21 Und als sich-erfüllten (die) acht Tage, um ihn zu-beschneiden, wurde sein Name Jesus genannt, der von dem Engel genannt-Wordene°, bevor er in dem Mutterleib empfangen-wurde.


22 Und als sich-erfüllten die Tage ihrer (sühnenden) Reinigung gemäß dem Gesetz Mose, führten-sie-hinauf ihn nach Jerusalem, (um ihn) dem Herrn darzustellen, -


23 so-wie geschrieben-ist* im Gesetz (des) HERRN: "Jedes Männliche, eröffnend° (den) Mutterschoß, heilig wird-(es)-genannt-werden dem Herrn,"


24 - und um (ein) Schlachtopfer zu-geben nach dem in dem Gesetz (des) HERRN Gesagten: "(Ein) Paar Turteltauben oder zwei Jungtiere (von den) Tauben."2


25 Und siehe, (ein) Mensch war~ in Jerusalem mit Namen Simon, und dieser Mensch (war) gerecht und ehrfurchtsvoll, (indem/wobei) erwartend Israels Trost (d.h. den Messias und seine Herrschaft), und heiliger Geist10 war~ auf ihm.


26 Und es-war~ ihm (eine) göttliche-Weisung-erteilt-worden* von dem Heiligen Geist,1 (den) Tod nicht zu-sehen, bevor er den Messias (des) HERRN11 sehen-solle°.


27 Und er-kam durch den Geist1 in das Heiligtum, und als (od.: nachdem) die Eltern das Baby Jesus hineinbrachten, (um) nach dem Gewohnt-sein* (od.: der Tradition) des Gesetzes an ihm zu-tun,


28 (da) nahm auch er es in die Arme und segnete (d.h. pries) Gott und sagte:


29 Nun entlässt-du Gebieter, deinen Sklaven nach deinem Ausspruch in Frieden,


30 weil meine Augen sahen deine Errettung,


31 die du vor (dem) Angesicht aller Nationen bereitetest,


32 (ein) Licht zur Enthüllung (für die) Nationen und (zur) Herrlichkeit (für) dein Volk Israel.


33 Und (es) waren sein Vater und die Mutter staunend über das über ihn Gesprochene.


34 Und Simon segnete sie und sagte (zu) Maria seiner Mutter: Siehe, dieser ist-bestimmt (od.: gesetzt) zum Fallen (vgl. Jes 8,14-15) und Aufstehen vieler in Israel und zu (einem) widersprochen-werdenden~24 Zeichen.


35 ´Aber` auch deine eigene Seele wird-durchdringen (ein) Säbel - auf-dass (die) gründlichen-Erwägungen (od.: Überlegungen/Gedanken) aus vielen Herzen enthüllt-würden°.


36 Und (es) war~ (dort gerade) Anna, (eine) Prophetin, (eine) Tochter Penuels, aus (dem) Stamm Aser. Diese (war) vorangeschritten* in vielen Tagen, (nachdem) mit (ihrem) Mann sieben Jahre von ihrer Jungfräulichkeit (an) gelebt-habend°.


37 Und sie (lebte als) Witwe während (od.: bis-zu) vierundachtzig Jahren,23 die sich nicht (von) dem Heiligtum entfernte~, (indem/um mit) Fasten (Plural!) und Flehen (Plural!) Nacht und Tag Gottesdienst-verrichtend.


38 Und (gerade zu) dieser Stunde, (indem) sich-hingestellend°, pries-sie-öffentlich~ Gott und redete~ (Impf.: lange?) über ihn (zu) allen den (Präs.: schon lange?) Erwartenden (die) Erlösung Jerusalems.


39 Und als sie alles gemäß dem Gesetz (des) HERRN vollendeten, kehrten-sie-zurück in die (Landschaft) Galiläa, in ihre Stadt Nazareth.12


40 Das Baby aber wuchs~ (Impf.: immer mehr heran) und wurde-gekräftigt~, (indem/wobei mit) Weisheit erfüllt-werdend~, und Gottes Gnade war~ (Impf.: beständig) auf ihm.


41 Und seine Eltern gingen~ jedes Jahr nach Jerusalem (zu) dem Fest des Passah.


42 Und als er zwölf Jahre wurde,4 (als) hinaufsteigend nach der Gewohnheit (od.: Sitte/Tradition) des Festes


43 und (nachdem) vollendet-habend° die (zweieinhalb) Tage, während sie-zurückkehren~, harrte-geduldig-aus der Knabe Jesus in Jerusalem und seine Eltern bemerkten (es) nicht.


44 Aber (indem/weil) gefolgert-habend°, (dass) er bei der Reisegesellschaft sei~, gingen-sie (einen) Tages Weg und suchten-(Impf.: länger und verzweifelt)-nach~ ihm bei den Verwandten und den Bekannten,


45 und (als/weil ihn) nicht gefunden-habend°, kehrten-sie-zurück nach Jerusalem, (indem dort) nach ihm weitersuchend.


46 Und es-geschah, (erst!) nach drei Tagen fanden-sie ihn in dem Heiligtum,5 sitzend in mitten der Lehrer und ihnen zuhörend und sie-befragend.6


47 Aber alle ihn Hörenden waren-außer-sich über sein Verständnis (od.: Auffassungsgabe) und seine Antworten.15


48 Und (als) ihn sehend°, wurden-sie-völlig-überrascht (od.: bestürzt, od.: vor Schreck?), und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, warum tatest-du uns das an? Siehe, dein Vater ´und-ich, wir-suchten~` dich (Impf.: verzweifelt) ´mit-Schmerzen`.


49 Und er-sagte zu ihnen: Warum suchtet-ihr~ mich? Ihr-wusstet^ doch, dass ich in den (Bereichen/Interessen) meines Vaters sein~ muss, (nicht wahr)?


50 Und sie-verstanden diesen Ausspruch nicht, den er (zu) ihnen sprach.


51 Und er-stieg-hinab mit ihnen und kam nach Nazareth und war~ ihnen untergeordnet~.7 Und seine Mutter bewahrte-sorgfältig~ alle diese Aussprüche in ihrem Herzen.


52 Und Jesus rückte-(Impf.: immer mehr)-voran~ ´in der` Weisheit und (im) LebensAlter und (in) Gnade bei Gott und Menschen.


Lukas 3


1 Aber im fünfzehnten Jahr7 der Regierung (des) Kaisers Tiberius,15 - (als) Pontius Pilatus16 Präfekt-seiend (über) die (Provinz) Judäa und Herodes13 Tetrarch-seiend (von) der (Tetrarchie) Galiläa, Philippus14 aber, sein Bruder, Tetrarch-seiend (von) der (Tetrarchie) Ituräa und (des) trachonitischen Landstrichs und Lysanias Tetrarch-seiend (von) der (Tetrarchie) Abilene,6


2 unter (dem) Hohepriester Hannas und Kaiphas,17 - (da) geschah (der) Ausspruch Gottes8 an Johannes, den Sohn (des) Zacharias, in der Einöde.


3 Und er-kam (aus der Wüste) in ´die` ganze Umgegend des Jordan, (indem/damit) predigend (eine) Taufe (der) Buße9 aufgrund10 Sünden Erlass,


4 wie geschrieben-ist* im Buch (der) Worte Jesajas, des Propheten: "Stimme (eines) laut-Rufenden in der Einöde, bereitet den Weg (des) HERRN, macht gerade (od.: eben) seine Trampelpfade,


5 jede Schlucht wird-aufgefüllt-werden und jeder Berg und Hügel wird-niedrig-gemacht-werden, und das Krumme wird-werden zu ´Geradem` (od.: zu Ebenem) und die rauen zu glatten Wegen


6 und jedes Fleisch (d.h. jeder Mensch) wird-sehen die Errettung Gottes."1


7 Er-sagte~ daher (zu) den herausgehenden Volksmengen, (um) von ihm getauft-zu-werden:7 Giftschlangen Brut, wer deutete euch an, fliehen-zu-können°19 weg-von dem zukünftigen Zorngericht (Gottes)?4


8 Bringt also Früchte, würdig der Buße, und nicht fangt-an (zu) sagen bei euch-selbst: (Als) Vater haben-wir (ja) den Abraham. Denn ich-sage euch: Gott kann aus diesen Steinen (hier) dem Abraham Kinder erwecken.


9 Aber schon (ist) auch die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt, jeder Baum also, nicht ´rechte` Frucht bringend, wird-ausgehauen und ins Feuer geworfen.


10 Und die Volksmengen befragten ihn, (indem) sagend: Was also sollen-wir-tun°?


11 Aber antwortend° sagte-er~ (zu) ihnen: Der zwei Unterhemden Habende2 gebe-(eines)-ab dem keines Habenden, und der Speisen Habende tue~ gleicherweise.


12 Aber auch Zöllner kamen, um-getauft-zu-werden, und sie-sagten (zu) ihm: Lehrer, was sollen-wir-tun?


13 Er aber sagte zu ihnen: Nicht mehr als das euch Festgesetzte* treibt-ein!


14 Aber auch Kriegsdienst-tuende (d.h. Soldaten) befragten ihn (indem) sagend: Und was sollen-wir-tun°? Und er-sagte (zu) ihnen: Erpresstⱽ keinen und schikaniertⱽ auch-nicht, und begnügt-euch~ (mit) eurem Sold!3


15 (Als) aber das Volk voll-Erwartung-seiend~, und alle gründlich-überlegend~ in ihren Herzen betreffs des Johannes, ob-vielleicht er der Christus sein-möge (Opt.Präs),


16 antwortete der Johannes, (indem zu) allen sagend: Ich taufe euch zwar (mit/in) Wasser, es-kommt aber der Stärkere (als) ich, dessen ich nicht tauglich bin, (um) den Riemen seiner Untergebunden (Sandalen) zu-lösen, er wird-taufen euch mit (od. lokal: in) heiligem Geist und Feuer,11


17 in dessen Hand (schon) die Worfschaufel12 (ist), um-durch-(und durch)-zu-reinigen sein ausgedroschenes (Getreide) und den Weizen in seine Scheune zu-sammeln, die Spreu aber wird-er-verbrennen (mit/in) unauslöschlichem Feuer.


18 Auch (noch) vieles andersartige, (indem) ermahnend, evangelisierte-er dem Volk.


19 Der Herodes aber, der Tetrarch,13 - (weil/da) von ihm überführt-werdend wegen Herodias, der Frau seines HalbBruders (Philippus), und wegen allen bösen (Taten) die der Herodes tat°,


20 - er-fügte-hinzu auch (noch) dies zu allen (bösen Taten), ´und` inhaftierte den Johannes im Gefängnis.


21 Es-geschah aber, während (od.: nachdem?) das ganze Volk getauft-wurde° und (Ptz.Aor.: schließlich auch?) Jesus getauft-werdend° und betend-war~, (da) öffnete-sich der Himmel,


22 und der Heilige Geist stieg-herab auf ihn, in körperlichem Aussehen (d.h. in sichtbarer Gestalt) wie (eine) Taube, und eine Stimme aus (dem) Himmel geschah: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe-ich-Wohlgefallen° (Aor: = wie zeitloses hebr. Pf.).


23 Und er, Jesus, war~ ungefähr dreißig Jahre18 (als seinen Dienst) anfangend, seiend (ein) Sohn, - wie man (Impf.: allgemein immer) folgerte~, (I.) Josephs, des (Sohnes) Elis,


24 des (Sohnes) Mattats, des (Sohnes) Levis, des (Sohnes) Melchis, des (Sohnes) Jannais, des (Sohnes) Josefs,


25 (II.) des (Sohnes) Mattitjas, des (Sohnes) Amos, des (Sohnes) Nahums, des (Sohnes) Heslis, des (Sohnes) Naggais,


26 des (Sohnes) Mahats, des (Sohnes) Mattitjas, (III.) des (Sohnes) Schimis, des (Sohnes) Josechs, des (Sohnes) Jodas,


27 des (Sohnes) Johanans, des (Sohnes) Resas, des (Sohnes) Serubbabels, des (Sohnes) Schealtiels, (VI.) des (Sohnes) Neris,


28 des (Sohnes) Melchis, des (Sohnes) Addis, des (Sohnes) Kosams, des (Sohnes) Elmadams, des (Sohnes) Ers,


29 des (Sohnes) Joschuas, (V.) des (Sohnes) Eliesers, des (Sohnes) Jorims, des (Sohnes) Mattats, des (Sohnes) Levis,


30 des (Sohnes) Simeons, des (Sohnes) Judas, des (Sohnes) Josefs, (VI.) des (Sohnes) Jonams, des (Sohnes) Eljakims,


31 des (Sohnes) Meleas, des (Sohnes) Mennas, des (Sohnes) Mattatas, des (Sohnes) Natans, des (Sohnes) Davids,


32 (VII.) des (Sohnes) Isais, des (Sohnes) Obeds, des (Sohnes) Boas, des (Sohnes) Salmons, des (Sohnes) Nachschons,


33 des (Sohnes) ´Amminadabs, des` (Sohnes) Admins, (VIII.) des (Sohnes) Arnis, des (Sohnes) Hezrons, des (Sohnes) Perezs, des (Sohnes) Judas,


34 des (Sohnes) Jakobs, des (Sohnes) Isaaks, des (Sohnes) Abrahams, (IX.) des (Sohnes) Terachs, des (Sohnes) Nahors,


35 des (Sohnes) Serugs, des (Sohnes) Regus, des (Sohnes) Pelegs, des (Sohnes) Ebers, des (Sohnes) Schelachs,


36 (X.) des (Sohnes) Kenans, des (Sohnes) Arpachschads, des (Sohnes) Sems, des (Sohnes) Noahs, des (Sohnes) Lamechs,


37 des (Sohnes) Metuschelachs, des (Sohnes) Henochs, (XI.) des (Sohnes) Jereds, des (Sohnes) Mahalaels, des (Sohnes) Kenans,


38 des (Sohnes) Enochs, des (Sohnes) Sets, des (Sohnes) Adams, - Gottes.5

Lukas 4


1 Jesus aber, voll heiligen Geistes, kehrte-zurück von dem Jordan und wurde-(Impf.: eine Zeit lang)-herumgeführt~ durch den Geist in der Einöde,


2 (und zwar) vierzig Tage (wobei, Präs.: immer wieder/ständig) versucht-werdend von dem Teufel.10 Und er-aß gar-nichts in jenen Tagen, und (nachdem/als sie) endgültig-vollendet-habend°, hungerte° (ihn).


3 Der Teufel aber sagte (zu) ihm:20 Wenn du Gottes Sohn bist, sage° (zu) diesem Stein, dass er (zu einem) Brotfladen werde.


4 Und Jesus antwortete zu ihm: Es-ist-geschrieben*, "Nicht vom Brot allein soll-leben12 der Mensch."1


5 Und (nachdem) ihn (auf einen Berg; vgl. Anm. bei Mt 4,8) hinaufgeführt-habend°, zeigte-er ihm in (einem) Augenblick alle Königreiche der bewohnten-Erde.


6 Und der Teufel sagte (zu) ihm: Dir werde-ich-geben alle diese Machtfülle15 und ihre Herrlichkeit, weil mir ist-sie-übergeben*, und ich-gebe sie wem auch-immer ich-will.


7 Du also, falls du vor mir anbetest° (od.: huldigend niederfällst, dann) soll-(sie)-sein ganz dein.


8 Und Jesus, (indem) antwortend° sagte (zu) ihm: Es-ist-geschrieben*, "(Den) HERRN, deinen Gott, sollst-du-anbeten und ihm allein sollst-du-Gottesdienst-verrichten."2


9 Er-führte ihn aber nach Jerusalem und stellte (ihn) auf die Zinne des Heiligtums16 und sagte (zu) ´ihm`: Wenn du (Realis: wirklich) Gottes Sohn bist, wirf dich-selbst von-hier nach-unten,


10 denn es-ist-geschrieben*: "Seinen Engeln wird-er-auftragen deinetwegen, (um) dich völlig-zu-bewahren° (od.: zu beschützen),"3


11 und: "Auf Händen werden-sie-aufheben dich, dass-nicht du-anstoßest° deinen Fuß gegen (einen) Stein."4


12 Und Jesus, antwortend° sagte (zu) ihm: Es-ist-gesagt-worden*: "Nicht sollst-du-herausfordernd-versuchen (den) HERRN, deinen Gott."5


13 Und (als er) endgültig-vollendet-habend° jede (Art von) Versuchung, entfernte-sich (od.: ließ ab) der Teufel von ihm bis-zu (einem späteren gelegenen) Zeitpunkt.9


14 Und Jesus kehrte-zurück° in der Macht des Geistes in die (Landschaft) Galiläa. Und (die) Kunde über ihn kam-heraus (d.h. verbreitete sich) in der ganzen Umgegend.


15 Und er lehrte~ (Impf.: regelmäßig) in ihren Synagogen, (wobei) verherrlicht-werdend von allen.


16 Und er-kam nach Nazareth, wo er-auferzogen-worden* war~, und nach seinem Gewohnt-sein* kam-er-hinein am Tag der Sabbate in die Synagoge, und er-stand-auf um-vorzulesen.


17 Und hingegeben-wurde ihm (die) Buchrolle des Propheten Jesaja, und (nachdem) die Buchrolle ´auseinandergerollt-habend`°, fand-er ´die` Stelle, wo geschrieben* war~:


18 "(Der) Geist (des) HERRN (ist) auf mir, weswegen (od.: deswegen, weil...) er mich salbte, Bettelarme zu-evangelisieren. Gesandt-hat-er* mich, Kriegsgefangenen Erlass zu-predigen und Blinden Wiedererlangung-des-Augenlichts, Zerschmetterte in FreiLassung zu-senden,


19 (und um) zu-predigen (ein) willkommenes Kalenderjahr13 (des) HERRN."6


20 Und (nachdem) die Buchrolle (wieder) aufgerollt-habend°, (und sie) dem Gehilfen zurückgegeben-habend°, setzte-er-sich, und die Augen aller in der Synagoge waren~ gespannt-hinstarrend-auf ihn.


21 Aber er-fing-an zu ihnen (zu) sagen: Heute ist-erfüllt-worden* diese Schriftstelle vor euren Ohren.


22 Und alle bezeugten~ ihn und staunten~ über die Worte der Gnade, die herausgehenden aus seinem Mund, und sagten~ (Impf.: einer zum anderen): Josephs Sohn ist doch dieser, (nicht wahr)?


23 Und er-sagte zu ihnen: Jedenfalls (od.: sicherlich) werdet-ihr-sagen (zu) mir diese Parabel: Arzt, mach-gesund dich-selbst, alles-was wir-hörten in Kafarnaum geschehend°, tue auch hier in deiner Vaterstadt!


24 Aber er-sagte: Amen, ich-sage euch: Kein Prophet ist willkommen in seiner Vaterstadt.19


25 In Wahrheit aber sage-ich euch: Viele Witwen waren~ in den Tagen Elijas in Israel, als der Himmel ´für` drei Jahre und sechs Monate verschlossen-wurde, als (eine) große Hungersnot über das ganze Land kam.


26 Und zu keiner (von) ihnen wurde-geschickt Elija, außer nach Sarepta,17 (in) dem sidonischen (Gebiet), zu (einer) Frau, (einer) Witwe.


27 Und viele Aussätzige waren~ in Israel zur (Zeit) Elisas, des Propheten, und keiner (von) ihnen wurde-gereinigt außer Naaman der Syrer.


28 Und alle in der Synagoge wurden-erfüllt (mit) Wut, (als) dies hörend,


29 und (nachdem) aufgestanden° warfen-sie-hinaus ihn aus der Stadt und führten ihn bis-zum7 Rand des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut-worden-war^, um ihn den-(steilen)-Abhang-hinabzustürzen.18


30 Er aber, (indem/nachdem) durch ihre Mitte (d.h. zwischen ihnen hindurch) durchziehend°, ging-weg~.


31 Und er-kam-herab nach Kafarnaum, (einer) Stadt (in) der (Landschaft) Galiläa. Und er-war~ (Impf.+ Ptz.Präs.: jedes Mal) lehrend~ sie an den Sabbaten.


32 Und sie-waren-(Impf.: jedes Mal)-überrascht~ über seine Lehre, weil sein Wort war~ (Impf.: jedes Mal) in Vollmacht.21


33 Und in der Synagoge war~ (Impf.: schon länger ein) Mensch, habend (einen) unreinen Dämonen Geist,22 und er-schrie-laut-auf, (mit) lauter Stimme:


34 Oho! Was (ist zwischen) uns (Plural!) und dir, Jesus, Nazarener? Kamst-du, (um) uns zu-verderben?14 Ich-kenne* dich, wer du-bist, (nämlich) der Heilige Gottes.


35 Und Jesus herrschte-an8 ihn, sagend: Verstumme und komm-heraus von ihm! Und der Dämon schmiss ihn in die Mitte hin, (und) er-kam-heraus von ihm, (wobei) ihm nicht schadend°.


36 Und (ein) Schrecken kam über alle, und sie-besprachen-sich~ unter einander, (indem) sagend: Was (ist) das (für ein) Wort, denn in (od.: durch) Autorität und Macht gebietet-er den unreinen Geistern und sie-kommen-heraus?


37 Und (ein) Rumor über ihn ging-hinaus zu jedem Ort der Umgegend.


38 Aber (nachdem) sich-aufmachend° von der Synagoge, kam-er-hinein in das Haus Simons. (Die) Schwiegermutter des Simon aber war~ (Impf.+ Präs.: schon länger) gequält~ (von einem) starken Fieber, und sie-baten ihn für sie.


39 Und sich-hinstellend° oberhalb (von) ihr, herrschte-er-an8 das Fieber und es-verließ sie. Aber sogleich, (nachdem) aufstehend°, bediente-sie~ sie (bei Tisch).


40 (Als) aber die Sonne untergegangen-war°, alle diejenigen-welche schwach-Seiende (mit) vielfältigen Krankheiten hatten~, führten sie zu ihm. Er aber, - (indem) einem jeden (einzelnen von) ihnen die Hände auflegend, - machte-gesund~ sie.


41 Aber auch Dämonen kamen-heraus~ von vielen, (wobei) ´schreiend` und sagend: Du bist der Sohn Gottes. Und (sie) anherrschend,8 nicht ließ-er-(es)-zu~ (dass) sie sprachen~, weil sie-wussten^, (dass) er der Messias sei~.


42 (Als es) aber Tag geworden-war°, (nachdem aus dem Haus) herausgekommen°, ging-er zu (einem) öden (d.h. einsamen) Ort, und die Volksmengen suchten ihn auf~ und sie-kamen bis-zu ihm und hielten-zurück~ ihn, damit er nicht von ihnen weggehe~.


43 Er aber sagte zu ihnen: Auch den andersartigen Städten11 muss ich die Königsherrschaft Gottes evangelisieren°, weil zu diesem (Zweck) wurde-ich-gesandt.


44 Und er-war~ (Impf.: regelmäßig) predigend in den Synagogen der (Landschaft) Judäa.


Lukas 5


1 Es-geschah aber, während (od.: als) die Volksmenge ihn bedrängt~ und (um) das Wort Gottes zu-hören~,8 und er war~ (gerade) dastehend*1 neben dem (Ufer des) Sees Genezareth.


2 Und13 er-sah ´zwei Schiffe` dastehend* neben dem Seeufer, aber die Fischer, aus ihnen ausgestiegen-seiend°, spülten~ (Impf.: gerade) die Netze.10


3 Aber (Jesus, nachdem) in eines der Schiffe einsteigend°, - welches (von) Simon war~, - bat ihn, (ein) wenig von dem Land hinauszufahren°. Aber (nachdem) sich-niedergesetzt-habend°, lehrte-er~ die Volksmengen von dem Schiff (aus).14


4 Aber als er-aufhörte zu-sprechen~, sagte-er zu dem Simon: Fahre-hinaus (Singular) zu der Tiefe (des Wassers), und senkt-hinab (Plural)7 eure Netze zum Fang.


5 Und Simon, antwortend°, sagte: Meister, (obwohl) durch (die) ganze Nacht11 uns-abmühend°, fingen-wir gar-nichts, aber auf deinen Ausspruch (hin) werde-ich-hinabsenken die Netze.


6 Und (als) dies tuend°, umschlossen-sie (eine) große Menge Fische, aber ihre Netze (konativer Impf.: drohten zu) zerreißen~2 (zerrissen dann aber doch nicht).


7 Und sie-winkten-herbei die Mit-Teilhaber in dem andersartigen3 Schiff, um (nachdem/indem) kommend° anzufassen-mit ihnen, und sie-kamen, und füllten die beiden Schiffe, sodass sie (konativer Inf.Präs.: drohten)-zu-versinken~.4


8 Simon Petrus aber, (nachdem/als dies) sehend°, fiel-er-hin-zu den Knien Jesu, sagend: Geh-hinaus, weg-von mir, weil ich-bin (ein) sündiger Mann, Herr!


9 Denn Schrecken umfasste ihn und alle die zusammen-mit ihm (waren), über den Fang der Fische, die sie-fingen.


10 Gleicherweise aber auch Jakobus und Johannes, (die) Söhne (des) Zebedäus, die Partner (od.: Gesellen?) des Simon waren~. Und Jesus sagte zu dem Simon: Fürchte-dich~5 nicht! Von nun (an) wirst-du-sein (ein) Menschen lebendig-Fangender~.12


11 Und (nachdem) die Schiffe an das Land gezogen-habend°, (und) alles verlassen-habend°, folgten-sie ihm.


12 Und es-geschah, während er in einer der Städte ist~, und siehe, (da war ein) Mann voll Aussatz. (Als) aber den Jesus sehend°, (nachdem) aufs Angesicht fallend°, flehte-er ihn (an, indem) sagend: Herr, falls du-willst~, kannst-du mich reinigen°.


13 Und (indem) die Hand ausstreckend°, fasste-er ihn an, sagend: Ich will, werde-gereinigt°! Und sofort ging-weg der Aussatz von ihm.


14 Und er wies-an ihn, keinem (etwas) zu-sagen, sondern, (nachdem) weggegangen°, zeig dich-selbst dem Priester und bringe-dar für deine (sühnende) Reinigung, so-wie (es) Mose verordnete, ihnen zum Zeugnis!


15 Aber die Kunde über ihn verbreitete-sich~ (noch) vielmehr, und viele Volksmengen kamen-zusammen~, um-(ihn)-zu-hören~ und von ihren (körperlichen) Schwachheiten gesundgemacht-zu-werden~.


16 Er-selbst aber war~ (Impf. + Ptz.Präs. iterativ: immer wieder?) sich-heimlich-zurückziehend~ in den Einöden und (dort) betend.


17 Und es-geschah an einem der Tage, da war~ er lehrend, und (es) waren~ Pharisäer und Gesetzeslehrer dasitzend, die aus jedem Dorf der (Landschaft) Galiläa und Judäa und (aus) Jerusalem gekommen* waren~. Und (die) Macht (des) HERRN zum Heilen~ war~ (mit) ihm.


18 Und siehe, Männer, auf (einem) Bett (einen) Menschen bringend, der gelähmt* war~, und sie-versuchten~ ihn hineinzubringen und vor ´ihn` zu-legen.


19 Und (da) keine (Möglichkeit) findend°, auf-was-für (eine Art) sie ihn hineinbrächten°, - wegen der Volksmenge, - (nachdem/indem) hinaufgestiegen° auf das Gebäudeflachdach, ließen-sie-herab ihn durch die Tondachziegel, zusammen-mit der Bettmatratze, (direkt) in die Mitte vor Jesus.


20 Und (als) sehend° ihren (Plural!) Glauben,15 sagte-er: Mensch, erlassen-sind* dir deine Sünden.


21 Und die Schriftgelehrten und die Pharisäer fingen-an gründlich-zu-überlegen, (wobei) sagend: Wer ist dieser, der Lästerungen ausspricht? Wer kann Sünden erlassen, außer Gott allein?


22 Jesus aber, (weil/als) erkennend° ihre gründlichen-Überlegungen, (indem) antwortend° sagte-er zu ihnen: Was überlegt-ihr-(so)-gründlich in euren Herzen?


23 Was ist müheloser, zu-sagen: Erlassen-sind* dir deine Sünden, oder zu-sagen: Steh-auf~ und gehe-umher~?


24 Damit ihr aber wisst*, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu-erlassen … sagte-er (zu) dem Gelähmten*: Ich-sage dir, steh-auf~ und, (nachdem) aufgehoben-habend° deine Bettmatratze, gehe~ in dein Haus!


25 Und sogleich, - (indem) vor ihren Augen aufstehend°, (und) aufhebend°, worauf-er (Impf.: schon so lange) daniederlag~, - ging-er-weg in sein Haus, (wobei) Gott verherrlichend.


26 Und Außersichsein erfasste alle, und sie-verherrlichten~ Gott und wurden-erfüllt (von) Furcht, sagend: Wir-sahen heute außergewöhnliche (Dinge).


27 Und danach ging-er-hinaus und sah (einen) Zöllner namens Levi sitzend bei der Zollstelle, und er-sagte (zu) ihm: Folge~ mir (Präs.: von nun an)!


28 Und, (indem) alles verlassend°, (und) aufgestanden°, folgte-er~ ihm.


29 Und Levi machte (für) ihn (einen) großen Empfang in seinem Haus, und (es) war~ (eine) große Volksmenge (von) Zöllnern und anderen, die mit ihnen (zu Tisch) daliegend waren~.


30 Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten~, (wobei) zu seinen Schülern sagend: Weswegen esst und trinkt (ihr) mit den Zöllnern und Sündern?


31 Und (indem) antwortend° sagte Jesus zu ihnen: Keinen Bedarf haben die gesund-Seienden~ (an einen) Arzt, sondern die (einen) üblen (Zustand) Habenden~.


32 Ich-bin-gekommen*, nicht (um) Gerechte zu-berufen, sondern Sünder zur Buße.


33 Sie aber sagten (zu) ihm: Die Schüler (des) Johannes fasten häufig und verrichten (Med.: für sich?) Flehen (Plural), gleicherweise auch die (Schüler) der Pharisäer, aber die deinen essen und trinken.


34 Jesus aber sagte zu ihnen: Ihr-könnt (doch) nicht die Söhne des Brautgemachs fasten° lassen°, während der Bräutigam (noch) mit ihnen ist.


35 Kommen-werden aber Tage, und dann-wenn der Bräutigam entrissen-wurde, weg-von ihnen, dann werden-sie-fasten an jenen Tagen.


36 Er-sagte~ aber auch (eine) Parabel zu ihnen: Keiner, (wenn einen) Flicken von (einem) neuartigenⱽ Kleid abschneidend°, näht-ihn-drauf auf (ein) altesⱽ Kleid, andernfalls wird sowohl das neuartige zerschnitten, (als) auch (mit) dem alten wird der Flicken von dem neuartigen (Kleid) nicht übereinstimmen.


37 Und keiner schüttet jungenⱽ (d.h. noch gärenden) Wein in alteⱽ (d.h. schon rissige) Lederhäute,6 andernfalls wird der junge Wein die Lederhäute zerreißen, und er-selbst wird-verschüttet-werden, und die Lederhäute werden-verdorben-werden,


38 sondern jungen Wein füllt-man in neuartige Lederhäute.9


39 ´Und keiner`, (nachdem den) alten getrunken-habend°, will jungen, denn er-sagt: Der alte ´ist` milde (d.h. abgelagert).


Lukas 6


1 Es-geschah aber am Sabbat, (dass) er durch (die) Saatfelder durchgeht~, und seine Schüler rupften-ab die Ähren und aßen~ (sie, indem sie mit) den Händen zerreibend.1


2 Aber einige der Pharisäer sagten: Was tut-ihr, was nicht erlaubt-ist (an) den Sabbaten?


3 Und Jesus, antwortend°, sagte zu ihnen: Laset-ihr auch-nicht dies, was David tat, als er-hungerte, er und die mit ihm ´seienden`,2


4 ´wie` er in das Haus Gottes hereinkam und, (nachdem) die Brote der Schaustellung nehmend°, aß-er (sie) und gab denen die mit ihm (waren, von) welchen (Schaubroten es) nicht erlaubt-ist zu-essen, außer allein den Priestern?


5 Und er-sagte~ (zu) ihnen: Herr (über) den Sabbat ist der Sohn des Menschen.


6 Es-geschah aber an (einem) andersartigen Sabbat, dass er in die Synagoge hineinkam und lehrte~. Und (es) war~ (ein) Mensch dort, und seine rechte Hand war~ (Impf.: schon lange?) vertrocknet.


7 Aber genau-beobachteten~ ihn die Schriftgelehrten und die Pharisäer, ob er an dem Sabbat gesund-macht~, damit sie-etwas-fänden, (um) ihn anzuklagen~.


8 Er aber wusste^ (um) ihre gründlichen-Überlegungen, und sagte (zu) dem Mann, dem die vertrocknete Hand Habenden: Steh-auf~ und stell-dich in die Mitte! Und (nachdem) aufgestanden° stellte-er-sich (hin).


9 Jesus aber sagte zu ihnen: Ich-befrage euch, ob es-erlaubt-ist, (an) dem Sabbat Gutes-zu-tun oder Übles-zu-tun, Leben zu-erretten oder zu-verderben?


10 Und (nachdem zu) ihnen allen ringsumher-blickend°, sagte-er (zu) ihm: Strecke-aus deine Hand! Er aber tat (es), und seine Hand wurde-wiederhergestellt.


11 Sie aber wurden-erfüllt (mit) Unverstand und besprachen-sich~ mit einander, was sie (mit) Jesus tun-sollten.


12 Es-geschah aber in diesen Tagen, (dass) er hinausging auf das Bergland um-zu-beten, und er-war~ die-(ganze)-Nacht-hindurch-zubringend~ in dem Gebet zu Gott.


13 Und als es Tag wurde, rief-er-zu-sich seine Schüler, und sich-auserwählend° von ihnen zwölf, die er auch Apostel nannte,


14 Simon, den er auch Petrus nannte, und Andreas, seinen Bruder, und Jakobus und Johannes und Philippus und Bartholomäus,


15 und Matthäus und Thomas, ´und` Jakobus, (den Sohn des) Alphäus, und Simon, den Eiferer11 genannten,


16 und Judas, (den Sohn des) Jakobus, und Judas Iskariot, der (zum) Verräter wurde.


17 Und (nachdem) mit ihnen hinabgestiegen°, stellte-er-sich auf (einen) ebenen Ort, und (mit ihm war eine) große Schar seiner Schüler, und (eine) große Menge des Volkes von der ganzen (Landschaft) Judäa und (von) Jerusalem und der MeeresKüste (von) Tyros und Sidon,


18 die gekommen-waren°, (um) ihn zu-hören und (um) von ihren Krankheiten geheilt-zu-werden. Und die von unreinen Geistern geplagt-Werdenden~, wurden-gesund-gemacht~,


19 und die ganze Volksmenge versuchte~ (Impf.: immer wieder) ihn anzufassen~, weil Macht von ihm herauskam und alle heilte~.


20 Und er, (als/nachdem) seine Augen zu seinen Schülern erhoben-habend°, sagte~: Glückselig (ihr), die Bettelarmen, weil euer ist die Königsherrschaft Gottes.


21 Glückselig (ihr), die nun Hungernden, weil ihr-werdet-gesättigt-werden. Glückselig (ihr), die nun Weinenden, weil ihr-werdet-lachen.


22 Glückselig seid-ihr, dann-wenn euch die Menschen hassen und dann-wenn sie euch ausschließen und schmähen und euren Namen hinauswerfend-behandeln° als böse wegen des Sohnes des Menschen.


23 Freut-euch an jenem Tag und hüpft, denn siehe, euer Lohn (ist) viel (od.: groß) in dem Himmel, denn auf-ganz-dieselbe-Weise taten~ ihre Väter den Propheten.


24 Jedoch wehe euch, den Reichen, weil ihr euren Trost (schon jetzt) empfangen-habt~.


25 Wehe euch, ihr nun Angefüllten, weil ihr-werdet-hungern. Wehe, ihr nun Lachenden, weil ihr-werdet-trauern und ihr-werdet-weinen.


26 Wehe, dann-wenn alle die Menschen ´(von) euch schönes` sagen, denn auf-ganz-dieselbe-Weise taten~ ihre Väter den Lügenpropheten.


27 Jedoch euch sage-ich, den Hörenden: Liebt~9 eure Feinde, tut~ recht den euch Hassenden,


28 segnet~4 die euch Verfluchenden, betet~ für die euch feindselig-Schmähenden!


29 Dem dich auf die Wange Schlagenden, biete-dar~ auch die andere, und dem dir (gewaltsam) das OberKleid Wegnehmenden,3 verwehre° auch das Unterhemd nicht!


30 Jedem (von) dir Erbittenden gib~, und von dem das Deine Wegnehmenden, nicht fordere-es-zurück~!


31 Und so-wie ihr-wollt, dass die Menschen euch tun~, tut~ ihnen gleicherweise!


32 Und wenn ihr-liebt die euch Liebenden, was-für-ein Dank gebührt euch (dann)? Denn auch die Sünder lieben die sie Liebenden.


33 Und falls ihr ´nämlich` Gutes-tut~ den euch Gutes-Tuenden, was-für-ein Dank gebührt euch (dann)? Auch die Sünder tun das selbe.


34 Und falls ihr-(solchen)-Geld-leiht, von denen ihr-hofft (es) zurück-zu-empfangen, was-für-ein Dank ´gebührt` euch (dann)? Auch Sünder leihen-Geld Sündern, damit sie das genau-Gleiche (w.: das idente) zurückempfangen.13

35 Jedoch, liebt~ eure Feinde und tut-(Präs.: beständig)-Gutes~ und leiht-(Präs.: immer wieder)-Geld~, (wobei) nichts zurückerhoffend,8 dann wird-sein euer Lohn groß, und sein-werdet ihr Söhne (des) Höchsten, weil er mild ist zu den Undankbaren und Bösen.5


36 Seid~ mitleidig, so-wie ´auch` euer Vater mitleidig ist.


37 Und richtet~ nicht,6 dann keinesfalls werdet-ihr-verurteilt, und verurteilt~ nicht, dann keinesfalls werdet- ihr-verurteilt. Gebt-Schuldner-frei,14 dann werdet-ihr-als-Schuldner-freigegeben-werden.


38 Gebt~, und euch wird-gegeben-werden. (Ein) volles Maß,10 (nämlich ein) gepresstes, (und) geschütteltes, (und) überfließendes, wird-man-(d.h. Gott)-euch-geben in euren Busen.10 Denn (mit) dem Maß (mit dem) ihr-messt, wiederzugemessen-werden-wird (auch) euch.


39 Er-sagte aber auch (eine) Parabel16 (zu) ihnen: (Ein) Blinder kann doch-nicht-etwa (einen) Blinden auf-dem-Weg-geleiten? Doch beide werden-fallen-in (eine) Grube hinein, (nicht wahr)?


40 (Ein) Schüler ist nicht über dem Lehrer, hingegen (dann wenn/nachdem) ganz-ausgebildet, wird jeder wie sein Lehrer sein.


41 Was aber erblickst-du den Span in dem Auge deines Bruders, aber den Balken der in dem eigenen Auge (ist) bemerkst-du nicht?


42 Wie (d.h. mit welchem Recht) kannst-du (zu) deinem Bruder sagen~: Bruder, lass (mich) den Span hinausziehen, der in deinem Auge (ist, während aber) selbst den Balken der in deinem Auge (ist), nicht erblickend? Heuchler, zieh-hinaus zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst-du-scharf-(genug)-sehen, (um) den Span hinauszuziehen der in dem Auge deines Bruders (ist).


43 Denn15 kein guter Baum ist faulige Frucht hervorbringend, andererseits (ist) auch-kein fauliger Baum, gute Frucht hervorbringend.


44 Denn jeder (einzelne) Baum wird-erkannt aus seiner eigenen Frucht, denn von Dornen pflückt-man keine Feigen, noch (kann man) vom Dornbusch (eine) Weinbeere7 ablesen.


45 Der gute Mensch bringt-hervor aus dem guten Speicher des Herzens das Gute, und der böse (Mensch) bringt-hervor aus dem bösen (Herzen) das Böse, denn aus Überfluss (des) Herzens spricht sein Mund.


46 Warum15 aber nennt-ihr mich Herr, Herr, und tut nicht was ich-sage?


47 Jeder, der zu mir Kommende und meine Worte hörend~12 und sie tuend~, andeuten-werde-ich euch, wem er gleichartig ist.


48 Gleichartig ist-er (einem) Menschen, erbauend (ein) Haus, der tief hineinhackte und (eine/seine?) Grundlage (od.: Fundament) auf den Felsen setzte. (Als) aber (ein) Hochwasser kam, brandete der WasserStrom an jenes Haus, doch nicht war-er-stark (genug, um) es zu-erschüttern, deswegen weil es richtig (d.h. fest gegründet) erbaut-war*.


49 Aber der Hörende°12 und nicht Tuende°, gleichartig ist-er (einem) Menschen, erbauend° (ein/sein?) Haus auf der Erde ohne Grundlage (od.: Fundament), (an) das der WasserStrom anbrandete, und sofort fiel-es-(in sich)-zusammen, und der Zusammenbruch17 jenes Hauses war groß.


Lukas 7


1 Nachdem er alle seine Aussprüche in die Ohren des Volkes vollendete, kam-er-hinein nach Kafarnaum3.


2 Aber (ein) Sklave eines-gewissen Hauptmanns, (dem es gerade) übel ergehend-war~, war-im-Begriff~ (sein Leben) zu-vollenden~ (d.h. er lag in den letzten Zügen), der ihm wertvoll war~.


3 (Als) aber von Jesus gehört-habend°, sandte-er Älteste der Juden zu ihm, (indem) ihn bittend, auf-dass er (indem/nachdem) gekommen°, seinen Sklaven (lebend)-hindurcherrette°.9


4 Sie aber, (nachdem) zu Jesus herankommend°, ersuchten~ ihn in-eifriger-Art-und-Weise, (indem) sagend: Würdig ist-er, (derjenige) dem du dies gewähren-wirst (Ind.Fut., od. Konj.Aor.: gewähren würdest),


5 denn er-liebt unsere Nation, und er erbaute (od.: ließ erbauen für) uns die Synagoge. 21


6 Jesus aber ging~ zusammen-mit ihnen. Aber (als) schon nicht mehr weit entfernt-seiend~ von dem Haus, schickte der Hauptmann Freunde, (durch welche) sagend (zu) ihm: Herr, plage-dich~ nicht, denn ich-bin nicht tauglich, dass du unter mein Dach hineinkommst.13


7 Deshalb für-würdig-hielt-ich mich-selbst auch-nicht, (persönlich/direkt) zu dir zu-kommen. Jedoch sage (nur ein) Wort, und mein Knecht wird-geheilt°.


8 Denn auch ich bin (ein) Mensch, unter Autorität gestellt~, (und) unter mir-selbst Krieger habend, und sage-ich diesem: Geh°! Dann geht-er, und (einem) anderen: Komm~! Dann kommt-er, und (zu) meinem Sklaven: Tue° dies! Dann tut-er (es).


9 Jesus aber, (als) dies gehört-habend°, staunte-er (über) ihn, und (als/indem) sich-umwendend° (zu) der ihm nachfolgenden Volksmenge, sagte-er: Ich-sage euch: Nicht-einmal in Israel fand ich so-viel Glauben.


10 Und (nachdem/als sie) in das Haus zurückgekehrt-waren°, fanden die geschickt-Wordenen° den Sklaven gesundseiend~ (vor).22


11 Und es-geschah an dem nächsten (Tag; od.: in der nächsten Zeit, d.h. bald darauf): Er-ging in (eine) Stadt, genannt~ Nain,18 und seine Schüler gingen-zusammen~ (mit) ihm und (eine) große Volksmenge.


12 Aber als er-sich-nahte dem Tor der Stadt, siehe, (zum Begräbnis) herausgeholt-wurde~ (gerade ein) Gestorbener*, (der) einziggeborene Sohn seiner Mutter, - und sie-selbst war~ (Impf.: schon länger?) Witwe, - und (eine) beträchtliche Volksmenge der Stadt war~ zusammen-mit ihr.


13 Und der Herr, (als) sie sehend°, erbarmte-er-sich-innerlich über sie und sagte (zu) ihr: Weine~ nicht!24


14 Und hinzukommend° fasste-er-an14 die Totenbahre, die Tragenden aber standen (still, d.h. blieben stehen), und er-sagte: Jugendlicher, ich-sage dir: Werde-auferweckt°!


15 Und der Tote setzte-sich-auf, und er-fing-an zu-sprechen~, und er-gab ihn seiner Mutter.


16 Aber Furcht ergriff alle und sie verherrlichten~ Gott, (indem) sagend: (Ein) großer Prophet wurde-erweckt unter uns, und: Gott suchte-heim sein Volk.


17 Und dieses Wort über ihn verbreitete-sich in die ganze (Landschaft) Judäa und (in) die ganze Umgegend.20


18 Und (es) berichteten (dem) Johannes seine Schüler über alle diese (Begebenheiten). Und (nachdem) zwei seiner Schüler zu-sich-gerufen-habend°,


19 schickteⱽ Johannes (sie) zum Herrn, sagend: Bist du der (Med.: für uns) Kommende, oder (einen) ´anderen` sollen/müssen-wir-(uns)-herbei-erwarten~?10


20 Aber (nachdem) zu ihm herbeikommend°, sagten die Männer: Johannes der Täufer sandteⱽ uns zu dir, sagend: Bist du der (Med.: für uns) Kommende, oder (einen) anderen sollen/müssen-wir-(uns)-herbei-erwarten~?


21 Zu jener Stunde machte-er-gesund viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern, und vielen Blinden schenkte-er-gnädig (Präs.: wieder dauerhaft) zu-sehen~.


22 Und (indem) antwortend° sagte-er (zu) ihnen: Hingegangen° berichtet Johannes, was ihr-saht und hörtet: "Blinde sehen-wieder," Lahme gehen-umher, Aussätzige werden-gereinigt und "Taube hören, Tote werden-auferweckt,"1 Bettelarmen wird-evangelisiert,


23 und glückselig ist, welcher auch-immer, nicht sich-ärgert über mich.


24 (Als) aber die Boten (des) Johannes weggegangen-waren°, fing-er-an zu den Volksmengen über Johannes (folgendes) zu-sagen~: Warum kamt-ihr-heraus in die Einöde? (Um ein) Schilfrohr anzu-schauen, vom Wind geschüttelt-werdend~?


25 Oder, warum kamt-ihr-heraus? (Um einen) Menschen zu-sehen, in weiche Kleider eingekleidet*? Siehe, die in herrlicher Bekleidung und Schwelgerei Seienden, sie-sind in den Königspalästen (zu finden).


26 Oder, warum kamt-ihr-heraus? (Um einen) Propheten zu-sehen? Ja, ich-sage euch, und mehr als (einen) Propheten (habt ihr gesehen).


27 Dieser ist (es), über den geschrieben-ist*: "Siehe, ich-sende meinen Boten vor" deinem "Angesicht (her), der deinen Weg vor" dir "herrichten-wird".2


28 Ich-sage euch: Unter (all den von) Frauen Geborenen ist kein Größerer-als Johannes. Aber der Kleinste (od.: Geringste) in dem Königreich Gottes ist größer-als er.


29 Und das ganze Volk und die Zöllner, (als/ dies) hörend°, Gott erklärten-sie-für-gerecht, (indem/weil) sich-taufen-lassend° (mit) der Taufe (des) Johannes.


30 Aber die Pharisäer und die Gesetzeskundigen hoben-auf (od. erklärten für ungültig/verwarfen) den Beschluss25 (od.: Plan) Gottes für sich-selbst, (indem/weil) nicht sich-taufend-lassend° von ihm.


31 Wem also soll-ich-gleichartig-machen die Menschen dieser Generation (od. allg: dem Geschlecht der Juden), und wem sind-sie gleichartig?


32 Gleichartig sind-sie (den) Kindlein, die am Marktplatz Sitzenden und einander Zurufenden, die sagen: Wir-flöteten (für) euch, doch ihr tanztet nicht, (dann) stimmten-wir-Klagelieder-an, doch ihr weintet nicht.


33 Denn Johannes der Täufer ist-gekommen*, kein Brot essend noch Wein trinkend (d.h. mit spartanischem Lebensstil), und ihr-sagt: (Einen) Dämon hat-er.


34 Der Sohn des Menschen ist-gekommen*, (schon) essend und trinkend (wie jeder andere), und ihr-sagt: Siehe, (was für ein) Mensch, (ein) Fresser und Weintrinker,23 (ein) Freund (von) Zöllnern und Sündern.


35 (Und) doch die Weisheit (Gottes) wurde-(für)-gerecht-erklärt von allen ihren Kindern.11


36 Es-bat~ (Impf.: eindringlich?) ihn aber jemand (von) den Pharisäern, dass er mit ihm (ein Festmahl) esse, und (nachdem) in das Haus des Pharisäers hineinkommend°, legte-er-sich-(zu Tisch)-nieder.17


37 Und siehe, (eine) Frau, welche in der Stadt (eine) Sünderin war~,19 und (als) erfahrend°, dass er in dem Haus des Pharisäers (zu Tisch)-niederliegt,15 (nachdem) sich-geholt-habend° (ein) Alabastergefäß (mit) würzigem-Salböl


38 und hinzutretend° (von) hinten zu seinen Füßen, (wobei) weinend, fing-sie-an (mit) den Tränen seine Füße zu-benetzen~, und (mit) den Haaren4 ihres Kopfes trocknete-sie-(sie)-ab~,5 und sie-küsste-überschwenglich~6 seine Füße und rieb-sie-ein (mit) dem würzigem-Salböl.


39 Aber (als) der Pharisäer (dies) sehend°, der ihn gerufen-Habende°, sagte-er (indem) zu sich-selbst sagend: Dieser, wenn (er wirklich ein) Prophet wäre~, würde-er-erkennen~, wer und von-welcher-Art diese Frau (ist), die ihn anfasste, dass sie (nämlich eine) Sünderin ist. (Irrealis)


40 Und (indem) antwortend° sagte Jesus zu ihm: Simon, ich-habe dir etwas zu-sagen. Er aber: Lehrer, sage (es), erklärte-er.


41 Ein-gewisser Geldverleiher hatte~ zwei Schuldner, der eine schuldete~ (ihm) fünfhundert Denare, der andersartige12 aber fünfzig.


42 (Da) sie nichts hatten~ (um den Schuldbetrag) zurückzugeben, schenkte-er-(es beiden)-gnädig. Wer also (von) ihnen wird-lieben ihn mehr?


43 (Indem) antwortend° sagte Simon: Ich-vermute (der,) dem er die größere (Summe) gnädig-schenkte. Er aber sagte (zu) ihm: In-rechter-Weise urteiltest-du.


44 Und (indem) sich-umwendend° zu der Frau, erklärte-er dem Simon: Erblickst-du diese Frau? Ich-kam-hinein in dein Haus, (aber) Wasser auf (die) Füße16 gabst-du mir keines, sie aber benetzte meine Füße (mit) den Tränen, und mit ihren Haaren trocknete-sie-(sie)-ab.

45 (Einen) Kuss16 gabst-du mir nicht, sie aber, seit dem ich-hineinkam hörte sie nicht auf, meine Füße (Präs.: dauernd) überschwänglich-küssend~.

46 Nicht (einmal mit dem billigeren) Olivenöl riebst-du-ein16 meinen Kopf, sie aber, (sogar mit dem teuren) würzigen-Salböl rieb-sie-ein meine Füße.


47 Deswegen sage-ich dir: (Perf.: für immer) Erlassen-worden-sind*7 ihre Sünden, die vielen, denn8 sie-liebte° viel, aber demjenigen-dem wenig erlassen-wird~,7 (der) liebt wenig.


48 Er-sagte aber (zu) ihr: (Perf.: für immer) Erlassen-worden-sind* deine Sünden.


49 Und die zusammen-(zu Tisch)-Liegenden sagen~ (Präs.: jeder) zu sich-selbst: Wer ist dieser, der auch Sünden erlässt?


50 Er-sagte aber zu der Frau: Dein Vertrauen hat-errettet* dich, gehe~ hineinin (den) Frieden!


Lukas 8


1 Und es-geschah in der darauffolgenden (Zeit), dass er auf-dem-Weg-war~ in (jede) Stadt und (jedes) Dorf, (wobei) predigend und evangelisierend die Königsherrschaft Gottes, und die Zwölf (waren) zusammen-mit ihm,


2 und (weiters) einige Frauen, die gesund-gemacht-worden* waren~ von bösen Geistern und (körperlichen) Schwachheiten, Maria, die Magdalenerin18 genannt-Werdende, von der sieben Dämonen herausgekommen-waren^,


3 und Johanna, (die) Frau (des) Chuzas, eines Kurators (des) Herodes,19 und Susanna und viele andersartige,9 solche-die sie aus ihren Besitztümern bedienten~.


4 Aber (als1 eine) große Volksmenge, und die (aus) jeder Stadt zu ihm Hingehenden, zusammen-kommend (war), sagte-er durch (eine) Parabel:


5 Der Säende kam-heraus, um sein Saatgut zu-säen. Und während seines Säens~, fiel das eine entlang des Weges, und es-wurde-zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen-es-auf.


6 Und andersartiges fiel-hin auf den Felsen, und (nachdem sofort) aufsprossend° vertrocknete-es wegen des keine Feuchtigkeit Habens~.


7 Und andersartiges fiel mitten unter die Dornensamen, und die mit-aufSprossenden°10 Dornensamen erstickten-(es)-völlig.


8 Und andersartiges fiel in die gute Erde und (nachdem) aufsprossend° brachte (es) hundertfältig Frucht. (Als) dies sagend, rief-er~: Der Ohren Habende um-zu-hören höre~!


9 Aber seine Schüler befragten~ ihn, was diese Parabel bedeuten-möge (Opt.Präs.).


10 Er aber sagte: Euch ist-es-gegeben*, die Geheimnisse der Königsherrschaft Gottes zu-kennen, den übrigen aber (wird es nur) in Parabeln (vermittelt), damit (od.: sodass), (obwohl) Sehende, sie (doch) nicht sehen und (obwohl) Hörende, sie (doch) nicht verstehen.


11 Dies aber bedeutet die Parabel: Der Same ist das Wort Gottes.


12 Aber die entlang des Weges (gesäten Samenkörner) sind die (zwar) gehört-Habenden°, danach (aber) kommt der Teufel und trägt-weg das Wort von ihrem Herzen, damit nicht, (nachdem etwa) geglaubt-habend°, sie-errettet-werden.


13 Aber die auf den Felsen (gesäten Samenkörner sind jene), die, dann-wenn sie-(es)-hören,  das Wort mit Freude annehmen, aber diese haben keine Wurzel, die (zwar) für (einen kurzen) Zeitpunkt geglaubt-Habenden°, aber zum Zeitpunkt (der/einer) Versuchung stehen-sie-ab (d.h. fallen sie ab).


14 Aber das hinein-in die Dornensamen Gefallene°, diese sind die gehört-Habenden°, und hingehend~ (od.: im Laufe der Zeit) werden-sie-völlig-erstickt von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen der (irdischen/täglichen) Lebensführung, sodass sie nichts zur-Reife-bringen.


15 Aber das in die rechte Erde (gesäte Samenkorn), diese sind, solche-die, (nachdem/indem) mit rechtem und gutem Herzen das Wort hörend°, (es) festhalten und Frucht-tragen in geduldigem-Ausharren.


16 Keiner aber, (nachdem eine) Leuchte2 angezündet-habend°, verhüllt sie (mit einem) Gefäß oder stellt (sie) unterhalb (ein) Bett, sondern auf (einen) Leuchter3 stellt-er (sie), damit die Hineingehenden das Licht erblicken~.


17 Denn nichts ist völlig-verborgen (od.: geheim),4 das nicht offenbar werden-wird (Fut.: in der Zukunft), und-nichts geheim, das keinesfalls bekannt-wird und (nicht) ins Offenbare komme°.4


18 Also seht-(Präs.: beständig)-zu~, wie5 ihr-hört! Denn wer auch-immer hat~,6 gegeben-werden-wird7 ihm, und wer auch-immer nichts hat~, auch was er-meint (Präs.: auf Dauer) zu-haben~, (es) wird-weggenommen-werden von ihm.


19 Aber die Mutter und seine Brüder (waren) herbeikommend° zu ihm, und sie-konnten~ nicht (mit) ihm zusammentreffen wegen der Volksmenge.


20 Gemeldet-wurde ihm aber: Deine Mutter und deine Brüder stehen* draußen, (weil sie) dich sehen° wollen~.


21 Er aber antwortend° sagte zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die das Wort Gottes (Präs.: beständig/treu) Hörenden und Tuenden.


22 Es-geschah aber an einem der Tage, dass er in (ein) Schiff einstieg und seine Schüler, und er-sagte (zu) ihnen: Lasst-uns-hinüberfahren zu dem jenseitigen Seeufer! Und sie-liefen-aus (t.t. der Seemannssprache).


23 Aber (während) sie segelnd-waren~, schlief-er-ein. Und (ein) Wirbel Sturm (od.: Orkan) fiel-herab11 auf den See und (das Schiff) füllte-sich-völlig~ (mit Wasser), sodass sie-in-Gefahr- schwebten~16 (zu kentern).


24 Aber (als/indem) hinzukommend°, vollständig-weckten-sie ihn auf, sagend: Meister, Meister, wir-kommen-um. Er aber, (nachdem) vollständig-aufgewacht°, herrschte-an den Wind und die Wogen des Wassers, und sie-legten-sich, und es-wurde (eine) Flaute.15


25 Er-sagte aber (zu) ihnen: Wo (ist) euer Vertrauen? Aber (indem/obwohl sich) fürchtend°, staunten-sie, sagend zu einander: Wer ist wohl dieser, dass (od.: denn) er auch den Winden gebietet und dem Wasser, und sie-gehorchen ihm?


26 Und sie-segelten-hin in den Landstrich der Gerasener, welcher gegenüber der (Landschaft) Galiläa ist.


27 Er aber, (als aus dem Schiff) herauskommend° an Land, (da) ging-ihm-entgegen ein-gewisser Mann aus der Stadt, habend (schon einen) langen Zeitraum (hindurch) Dämonen, und er-zog-sich keine Kleider an und er-blieb~ in keinem Haus, sondern (er hauste) in den Grüftenⱽ.


28 Aber (als er) Jesus sehend°, (und) aufschreiend°, fiel-er-hin (vor) ihm und mit lauter Stimme sagte-er: Was (ist zwischen) mir und dir, Jesus, Sohn Gottes des Höchsten? Ich flehe (zu) dir, quäle mich nicht!


29 Denn ´er-wies-an` dem unreinen Geist, von dem Menschen herauszukommen. Denn (schon) lange-Zeit hatte-er-gepackt^ ihn, und gefesselt-wurde-er~ (indem; Impf.: immer wieder mit) Kettenⱽ und (mit) Fußfesseln verwahrt-werdend~, und (nachdem) diese Bandeⱽ zerreißend, wurde-er-getrieben~ von dem Dämon in die Einöden.


30 Jesus aber befragte ihn: Was ist dein Name? Er aber sagte: Legion, weil viele Dämonen kamen-hinein° in ihn.


31 Und sie-ersuchten~ ihn (konativer Impf. = erfolglos), dass er ihnen nicht gebiete, in den Abgrund abzufahren.


32 (Es) war~ aber dort (eine) Herde zahlreicher Schweine, weidend bei dem Bergland. Und sie-ersuchten° ihn (effektiver Aor. = erfolgreich), dass er ihnen erlaube in jene hineinzukommen, und er-erlaubte (es) ihnen.


33 Aber die Dämonen, (nachdem) von dem Menschen herauskommend°, kamen-sie-hinein in die Schweine, und die Herde raste den Abhang hinab in den See, und sie-ersoffen.


34 Aber die (sie) Weidenden, (als) das Geschehene* sehend°, flohen-sie und meldeten (es) in der Stadt und in den Feldgehöften.


35 Aber sie-kamen-heraus, (um) das Geschehene* zu-sehen, und sie-kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die Dämonen herauskamen, dasitzend zu den Füßen von Jesus, bekleidet* und vernünftig-seiend~, und sie-fürchteten-sich.


36 (Es) berichteten ihnen aber die gesehen-Habenden°, wie der Dämonisierte errettet-wurde.


37 Und die ganze Bevölkerung der Umgegend der Gerasener bat ihn, von ihnen wegzugehen, weil sie (von) großer Furcht erfasst-wurden~, er aber (nachdem) eingestiegen° in (das) Schiff, kehrte-zurück.


38 Aber der Mann, von dem die Dämonen herausgekommen-waren^, flehte~ ihn (Impf. = erfolglos an), mit ihm sein~ (zu dürfen), aber er-entließ ihn, (indem ihm zur Erklärung) sagend:


39 Kehre-zurück~ in dein Haus und erzähle~ alles-was dir Gott tat! Und er-ging-weg, durch die ganze Stadt (ziehend und dabei) predigend, alles-was ihm Jesus tat°.


40 Aber bei dem Zurückkehren~ Jesu, nahm-freundlich-auf ihn die Volksmenge, denn alle waren~ ihn herbei-erwartend.


41 Und siehe, (ein) Mann namens Jairus kam, und dieser war~ (ein)12 Vorsteher der Synagoge, und niederfallend° zu den Füßen Jesu, ersuchte-er ihn, in sein Haus hineinzukommen,


42 weil er (eine) einzige Tochter (von) ungefähr zwölf Jahren17 hatte~ und diese im-Versterben-war~.14 Während er aber fortging, erdrückten~ ihn die Volksmengen (konativer Impf.: fast; od.: förmlich).


43 Und (eine) Frau, seiend~ im Blut Fluss seit zwölf Jahren,17 die ´(für) Ärzte (schon) den ganzen Lebensunterhalt` dafür-aufgezehrt-habend°, konnte von niemandem gesund-gemacht-werden°.


44 (Nachdem) von-hinten (zu Jesus) hinkommend°, fasste-sie-an die Quaste8 seines Kleides, und sogleich stand-still der Fluss ihres Blutes.


45 Und Jesus sagte: Wer (ist) der mich angefasst-Habende°? Aber (als es) alle leugnend-waren~, sagte Petrus: Meister, die Volksmengen treiben dich in die Enge und sie-bedrängen-(dich)-stark.


46 Jesus aber sagte: Jemand fasste-an mich, denn ich bemerkte (eine) von mir herausgekommene* Macht.


47 Aber die Frau, (als) sehend°, dass sie nicht unbemerkt-blieb, kam-sie zitternd, und (nachdem) hinfallend-zu° ihm, berichtete-sie angesichts des ganzen Volkes, aus welchem Grund sie ihn anfasste, und wie sie sogleich geheilt-wurde.


48 Er aber sagte (zu) ihr: Tochter, dein Glaube hat-dich-errettet*,13 gehe-hin~ in Frieden!


49 Noch (während) er sprechend-war~, kommt jemand von dem (Haushalt des) Synagogenleiters, sagend: deine Tochter ist-gestorben*, plage~ den Lehrer nicht-mehr (länger)!


50 Jesus aber, (als dies) hörend°, antwortete ihm: Fürchte-dich~ nicht, glaube° nur, und sie-wird-errettet-werden!13


51 Aber (nachdem) in das Haus kommend°, ließ er keinen zusammen-mit ihm hineinkommen, außer Petrus und Johannes und Jakobus und den Vater des Kindes und die Mutter.


52 Alle aber weinten~ (Impf.: unaufhörlich) und schlugen-sich-(Impf.: immer wieder)-trauernd-an-die-Brust~. Er aber sagte: Weint~ nicht, denn sie-verstarb nicht, sondern sie-schläft!


53 Und sie-verlachten~ ihn, (weil) wissend*, dass sie-(wirklich)-verstarb.


54 Er aber, (wobei) ihre Hand haltend°, rief, sagend: Mädchen, steh-auf~!


55 Und ihr Geist kehrte-zurück, und sogleich stand-sie-auf, und er-ordnete-befehlend-an, ihr (etwas) zu-essen° zu-geben°.


56 Und ihre Eltern waren-außer-sich, er aber wies-an sie, das Geschehene* keinem zu-sagen.


Lukas 9


1 Aber (nachdem) die Zwölf zusammengerufen-habend°, gab-er ihnen Macht und Autorität über alle die Dämonen und (um von) Krankheiten gesund-zu-machen~,


2 und er-sandte sie (aus, um) die Königsherrschaft Gottes zu-predigen~ und ´die (körperlich) Schwachen` gesund-zu-machen~


3 und er-sagte zu ihnen: Nehmt~ nichts (mit) auf den Weg, weder WanderStab,27 noch Ranzen, noch Brot, noch Silbergeld, noch ´je` zwei Unterhemden sollt-ihr-mithaben~.


4 Und in welches Haus auch-immer ihr-hineinkommt, dort bleibt~ (Präs.: die ganze Zeit) und von-dort kommt-(auch wieder)-heraus~!


5 Und alle-welche auch-immer euch nicht (gastfreundlich) empfangen, (nachdem) herauskommend von jener Stadt, (sogar) den Staub von euren Füßen schüttelt-(iteratives Präs.: jedes Mal)-ab~,5 zum Zeugnis gegen sie!


6 Aber sich-aufmachend~, durchzogen-sie~ die Dörfer (d.h. Dorf für Dorf),6 (wobei) überall evangelisierend und (die Kranken) gesundmachend.


7 Aber Herodes der Tetrarch, er-hörte alle diese Geschehnisse~, und er-war-völlig-ratlos~, weil von einigen gesagt-wurde~: Johannes wurde-auferweckt aus (den) Toten,


8 von einigen aber (wurde gesagt): Elija erschien, von anderen aber: Irgendein Prophet, - (einer) der altenⱽ, - stand-auf (vom Tod).


9 Herodes aber sagte: Ich (selbst ließ den) Johannes enthaupten, wer aber ist dieser, über den ich solcherart (Dinge) höre?25 Und er-versuchte~ (Impf.: des Öfteren) ihn zu-sehen°.


10 Und (als) die Apostel zurückgekehrt-waren°, erzählten-sie ihm alles-was sie-taten. Und (nachdem/indem) sie beiseite-nehmend°, zog-er-sich-heimlich-zurück für sich hin-zu (einer) Stadt, genannt~ Bethsaida.26


11 Die Volksmengen aber, (als dies) merkend°, folgten ihm, und (nachdem) sie freundlich-aufgenommen-habend°, sprach-er~ (zu) ihnen über die Königsherrschaft Gottes, und die (an) Gesundung Bedarf Habenden, heilte-er~.


12 Der Tag aber fing-an sich-(Präs.: schön langsam)-zu-neigen~. Aber die Zwölf (zu ihm) hinkommend°, sagten (zu) ihm: Entlasse° die Volksmenge, damit, (nachdem) hingegangen°, sie in die umliegenden Dörfer und Feldgehöfte einkehren und Verpflegung finden, weil hier sind-wir an (einem) öden Ort.


13 Er-sagte aber zu ihnen: Gebt° ihr ´ihnen (zu) essen`! Sie aber sagten: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische, es sei denn, (dass, nachdem) gegangen°, wir für dieses ganze Volk Speisen kaufen-sollen.


14 Denn (es) waren~ ungefähr fünftausend Männer. Er-sagte aber zu seinen Schülern: (Lasst) sie sich-niederlegen (in) Lagergruppen ´ungefähr` zu-je fünfzig!


15 Und sie-taten so und (veranlassten) alle sich-niederzulegen.


16 Aber (nachdem) die fünf Brote und die zwei Fische genommen-habend°, (und) aufgeblickt-habend° zu dem Himmel, segnete-er° sie und er-brach-(sie)-auseinander° (in Stücke) und gab~ (iterativer Impf.: sie immer wieder)19 den Schülern, (um sie) der Volksmenge vorzulegen°.


17 Und alle aßen und wurden-gesättigt, und aufgehoben-wurde das ihnen Übriggebliebene (an) Brocken, zwölf Handkörbe (voll).7


18 Und es-geschah, während er für-sich allein betend-war~, waren-zusammen-mit~ ihm die Schüler, und er-befragte sie, sagend: Wer sagen die Volksmengen, (dass) ich sei~?


19 Sie aber, antwortend°, sagten: Johannes der Täufer, andere aber: Elija, andere aber: (Ein) Prophet, (und zwar) irgendeiner der alten, stand-auf.


20 Er aber sagte (zu) ihnen: Ihr aber, wer sagt-ihr, (dass) ich sei~? Petrus aber, antwortend°, sagte: der Messias Gottes.


21 Er aber, (indem mit aller Strenge) sie rügend°, wies-sie-an, dies keinem (zu) sagen.


22 Er-sagte: Der Sohn des Menschen muss vieles leiden und verworfen-werden° von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten und getötet-werden° und am dritten Tag auferweckt-werden°.


23 Er-sagte~ aber zu allen: Wen jemand hinter mir herkommen~ will, verleugne-er° sich-selbst und hebe-auf° (und trage) sein Kreuz3 jeden Tag (d.h. Tag für Tag) und folge~ mir! (Präs.: d.h. gehorche mir beständig)


24 Denn wer auch-immer sein Leben8 erretten° will~21, verlieren-wird-er es, aber wer auch-immer sein Leben verliert°21 wegen mir, dieser, erretten-wird-er es.17


25 Denn was nützt-es (einem) Menschen, (wenn zwar) die ganze Welt gewinnend°, sich-selbst aber verlierend° oder eingebüßt-habend° (od.: Schaden erleidend)?


26 Denn wer auch-immer sich-schämt-für mich und (für) meine Worte, dessen wird-sich-schämen der Sohn des Menschen, dann-wenn er-kommt22 in seiner (eigenen) Herrlichkeit und (der Herrlichkeit) des Vaters und der heiligen Engel.


27 Ich-sage euch aber wahrhaft: (Es) sind einige der hier Stehenden*, die (den) Tod keinesfalls schmecken-werden, bis sie die Königsherrschaft Gottes sahen°.18


28 Es-geschah aber ungefähr acht Tage28 nach diesen Worten, ´dass`, (nachdem) Petrus und Johannes und Jakobus beiseite-nehmend°, er auf den24 Berg hinaufstieg, um-zu-beten.


29 Und es-wurde während seines Betens das Aussehen seines Angesichts andersartig und seine Bekleidung weiß aufblitzend.


30 Und siehe, zwei Männer besprachen-sich~ (Impf.: schon längere Zeit mit) ihm, jene waren~ Mose und Elija,


31 die, - sich-sehen-lassend° in Herrlichkeit,29 - (über) seinen Auszug (d.h. seinen Lebensausgang) redeten~, den er-im-Begriff-war~ in Jerusalem zu-erfüllen~.


32 Petrus aber, und die zusammen-mit ihm (waren), waren~ beschwert* (vom) Schlaf. Aber (nachdem wieder) völlig-wach-seiend° sahen-sie seine Herrlichkeit und die zwei Männer, die (mit) ihm Zusammenstehenden*.


33 Und es-geschah, als sie sich-gänzlich-trennen-wollten~ von ihm, sagte Petrus zu Jesus: Meister, recht (od.: genau richtig) ist-es, (dass) wir hier sind~, und drei Zelte wollen-wir-machen, eines dir, und eines Mose, und eines Elija, (wobei) nicht wissend* was er-(da)-sagt.


34 Aber (während) er diese (Worte) sagend-war~, entstand (eine) Wolke und überschattete~ sie. Sie-fürchteten-sich aber während (od.: als) ´sie` in die Wolke hineinkamen°.


35 Und (eine) Stimme geschah aus der Wolke, sagend: Dieser ist mein auserwählter* Sohn, ihn hört~!


36 Und nachdem (od.: als) die Stimme geschah° wurde-gefunden (nur) Jesus allein. Und sie verschwiegen (die Begebenheit), und keinem berichteten-sie in jenen Tagen irgendetwas (von dem), was sie-gesehen-hatten*.


37 Es-geschah aber am nächsten Tag, (nachdem/als) sie von dem Berg herabgekommen-waren°, (dass) ihm (eine) große Volksmenge entgegenging.


38 Und siehe, (ein) Mann von der Volksmenge rief-laut, (indem) sagend: Lehrer, ich flehe dich (an), auf meinen Sohn hinzublicken°, weil er mein einziger ist.


39 Und siehe, (ein) Geist nimmt ihn, und völlig-unvermutet schreit-er und er-verkrampft ihn mit Schaum (vor dem Mund?),9 und (nur) ´mühsam` weicht-er-zurück von ihm, (wobei/indem) ihn aufreibend.


40 Und ich-flehte deine Schüler (an), dass sie ihn austreiben-mögen, aber sie-konnten (es) nicht.


41 Jesus aber, antwortend°, sagte: Oh ungläubiges und verbogenes Geschlecht, bis wann soll-ich-(noch)-sein bei euch und euch ertragen? Führe-her, hierher deinen Sohn!


42 Aber noch (während) er näherkommend-war~, riss ihn der Dämon (zu Boden), und zerrte-ihn-hin-und-her. Jesus aber, herrschte-an den unreinen Geist, und er-heilte den Knaben, und zurückgab-er ihn seinem Vater.


43 Aber alle gerieten-außer-sich über die Großartigkeit Gottes. (Als) aber alle staunend-waren~ über alles, was er-tat~, sagte-er zu seinen Schülern:


44 Legt ihr diese Worte10 in eure Ohren! Denn der Sohn des Menschen steht-im-Begriff~ (Präs.: Schritt für Schritt) überliefert-zu-werden~ in Menschen Hände.


45 Sie aber verstanden~ diesen Ausspruch nicht, und er-war~ vor ihnen verhüllt*, sodass sie nicht darauf-merkten (od.: es nicht begriffen/wahrnahmen), und sie-fürchteten-sich~, ihn über diesen Ausspruch zu-fragen.


46 Aber (die) Überlegung kam-auf unter ihnen, (und zwar) das: Wer (von) ihnen (wohl der) Größte sein-möge (Opt.Präs.).


47 Jesus aber, wissend* (um) diese Überlegung ihres Herzens, (nachdem ein) Kindlein ergriffen-habend°, stellte-er es neben sich


48 und sagte (zu) ihnen: Wer auch-immer dieses Kindlein annimmt aufgrund meines Namens, mich (selbst) nimmt-er-an, und wer auch-immer mich annimmt, er-nimmt-an den mich gesandt-Habenden°. Denn (wer) der Kleinste unter euch allen ist, dieser ist groß.


49 Johannes aber, antwortend° sagte: Meister, wir-sahen jemanden in (od.: durch/mittels) deinem Namen Dämonen austreibend, und wir-(konativer Impf.: versuchten)-wehrten~ ihm, weil (er dir) nicht mit uns nachfolgt.


50 Jesus aber sagte (zu) ihm: Wehrt~ (ihm) nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, ist für euch.


51 Es-geschah aber, als sich-vollends-erfüllen~ (d.h. herannahen) die Tage seiner Aufnahme (in den Himmel nach seinem Kreuzestod?), da festigte er das Angesicht,11 um nach Jerusalem1 zu-gehen~.


52 Und er-sandte Boten vor seinem Angesicht (her). Und (nachdem) losgegangen°, kamen-sie-(d.h. die Boten)-hinein in (ein) Dorf (der) Samariter, mit-der-Absicht ihm (eine Herberge) zu-bereiten.


53 Und sie nahmen ihn nicht auf,12 weil sein Angesicht war~ nach Jerusalem unterwegs~.13


54 Die Schüler Jakobus und Johannes aber, (als dies) sehend°, sagten-sie: Herr, willst-du, (dass) wir-sagen: (dass) "Feuer herabsteige von dem Himmel und sie völlig-aufzehre?"2


55 Aber sich-umwendend°, herrschte-er-an sie4.


56 Und sie-gingen in (ein) andersartig (gesinntes) Dorf.


57 Und (während) sie auf dem Weg gehend-waren~,23 sagte jemand zu ihm: Ich-werde-folgen dir, wohin auch-immer du-weggehst~.


58 Und Jesus sagte (zu) ihm: Die Füchse haben Unterschlüpfe und die Vögel des Himmels Nester, der Sohn des Menschen aber hat nichts, wohin er den Kopf neige.14


59 Er-sagte aber zu (einem) andersartig (gesinnten): Folge~ mir (Präs.: von jetzt an)! Er aber sagte: ´Herr`, erlaube mir, - (indem/nachdem) zuerst weggegangen°, - meinen Vater zu-begraben°.15


60 Aber er-sagte (zu) ihm: Lass die (geistlich) Toten ihre (leiblich) Toten (selbst) begraben, du aber, (nachdem) weggegangen°, berichte-überall~ (von) der Königsherrschaft Gottes.


61 (Es) sagte aber auch (ein wieder) andersartig (gesinnter): Folgen-werde-(od.: will)-ich dir Herr. Aber erlaube mir zuerst, mich-zu-verabschieden (von) denen in meinem Haus.16


62 Jesus aber sagte ´zu ihm`: Keiner, (nachdem) die Hand auf (den) Pflug draufgelegt-habend° und (dann noch einmal) nach hinten blickend20 ist geeignet (für die Verkündigung?) der Königsherrschaft Gottes.


Lukas 10


1 Aber nach diesen (Begebenheiten) zeigte-auf der Herr ´zweiund`siebzig1 andersartige (d.h. andersartig Gesinnte als in 9,57ff.) und sandte sie zu zwei (und) ´zwei` vor seinem Angesicht (her) in jede Stadt und (jeden) Ort, wohin er-selbst kommen~ wollte~.


2 E-sagte~ aber zu ihnen: Die Ernte (ist) zwar viel, aber die Arbeiter (sind nur) wenige, fleht also (zu) dem Herrn der Ernte, auf-dass er Arbeiter23 hinauswerfe3 in seine Ernte.


3 Geht-fort~!15 Siehe, ich-sende euch wie Lämmer in mitten (von) Wölfen.


4 Tragt~ keinen GeldBeutel, keinen BettelRanzen, keine (zusätzlichen?) Untergebundenen (Sandalen) und grüßet keinen20 entlang des Weges!


5 Aber in welches Haus auch-immer ihr-hineinkommet°, sagt~ zuerst: Friede diesem Haus!


6 Und falls dort (ein) Sohn (des) Friedens ist~, wird-ruhen-auf ihm euer Friede, wenn aber nicht, wird-er-umkehren auf euch.


7 Aber in diesem Haus (wo man euch aufnimmt) bleibt~ (Präs.: die ganze Zeit eures Aufenthaltes, wobei) essend und trinkend das von ihnen (Angebotene), denn würdig (ist) der Arbeiter seines Lohnes.10 Wechselt~ nicht von Haus zu Haus!


8 Und in welche Stadt auch-immer ihr-hineinkommet~ und sie-nehmen-an~ euch, esst~ das euch vorgelegt-Werdende~


9 und macht-gesund die Schwachen in ihr und sagt~ (zu) ihnen: Nahe-(gekommen)-ist* die Königsherrschaft Gottes zu euch.


10 Aber in welche Stadt auch-immer ihr-hineinkommet° und sie-nehmen-an~ euch nicht, (nachdem) auf ihre Hauptstraßen herauskommend°, sagt (zu ihnen):


11 Sogar den Staub, - den uns Anhaftenden° aus eurer Stadt an den Füßen, - wischen-wir-uns-ab (und lassen ihn zurück bei) euch.11 Jedoch dies erkennt~, dass die Königsherrschaft Gottes nahe-(gekommen)-ist*!


12 Ich-sage euch: Sodom wird-es-ergehen erträglicher an jenem GerichtsTag als jener Stadt.


13 Wehe dir Chorazin,28 wehe dir Betsaida! Denn wenn in Tyros und Sidon die Machttaten geschehen-wären°, die unter euch Geschehenden°, längst in Sacktuch und Asche sitzend, hätten-sie-(damals)-Buße-getan° (Irrealis).


14 Jedoch Tyros und Sidon wird-es-ergehen erträglicher in dem Gericht als euch.


15 Und du, Kafarnaum, etwa bis-zum Himmel wirst-du-erhöht-werden? (Antwort: Nein!) Bis (in) den Hades29 wirst-du-herabsteigen.


16 Der euch Hörende, hört mich, und der euch Verwerfende, verwirft mich, aber der mich Verwerfende verwirft den mich gesandt-Habenden°.


17 Aber (es) kehrten-zurück die ´zweiund`siebzig19 mit Freude, sagend: Herr, sogar die Dämonen (sind) uns untergeordnet in (od.: durch) deinem Namen4.


18 Er-sagte aber (zu) ihnen: Ich schaute-(Impf.: jedes Mal)-zu~, den Satan wie (einen) Blitz aus dem Himmelswelt5 fallen°.6


19 Siehe, ich-habe-gegeben* euch die Vollmacht, (von) oben-auf Schlangen und Skorpione24 zu treten~, und auf die ganze Macht des Feindes, und keinesfalls wird-euch-schädigen irgendetwas.


20 Jedoch darüber freut-euch~ nicht, dass die Geister sich-unterordnen euch, freut-euch~ aber, dass eure Namen eingeschrieben-sind* in den Himmeln.


21 In eben dieser Stunde jubelte-er ´in` dem Heiligen Geist und sagte: Ich-preise dich, Vater, HERR des Himmels und der Erde, dass du dies völlig-verbargst° (od.: ganz verborgen hast) vor Weisen und Verständigen und es Unmündigen enthülltest. Ja Vater, weil so war-es (ein/der) Wohlgefallen vor dir.


22 Alles wurde-übergeben mir von meinem Vater, und keiner erkennt, wer der Sohn ist, außer der Vater, und wer der Vater ist, außer der Sohn und wem auch-immer der Sohn wünscht~ (od.: beschließt es) zu-enthüllen.


23 Und sich-umwendend° zu den Schülern für sich, sagte-er: Glückselig die Augen, die ErBlickenden, was ihr-erblickt.


24 Denn ich-sage euch: Viele Propheten und Könige wollten° sehen°, was ihr-erblickt, und sie-sahen-es nicht, und hören°, was ihr hört, und sie-hörten-es nicht.


25 Und siehe, irgendein Gesetzeskundiger stand-auf, (damit) ihn herausfordernd-versuchend, (indem) sagend: Lehrer, was (muss ich) getan-haben° (damit) ich ewiges Leben erben-werde? 25


26 Er aber sagte zu ihm: Was26 ist-geschrieben* in dem Gesetz? Wie26 liest-du?


27 Er aber, antwortend°, sagte: "Du-sollst-lieben (den) HERRN, deinen Gott, aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Stärke und mit deinem ganzen Denkvermögen,1 und deinen Nächsten wie dich-selbst."2


28 Er-sagte aber (zu) ihm: Du-antwortetest in-rechter-Weise, dies tue~ (Präs.: beständig), und du-wirst-leben.


29 Er aber, (weil/indem) sich-selbst rechtfertigen wollend, sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster?


30 (Indem dies) aufgreifend° sagte Jesus: Ein Mensch stieg-herab von Jerusalem nach Jericho und fiel-unter Straßenräuber,17 welche, (nachdem) ihn sowohl ausziehend° als-auch Schläge versetzend° (und dann) weggegangen°, (ihn) halbtot liegenlassend°.


31 Durch Zufall aber stieg-hinab27 ´auf` jenem Weg ein Priester, und (als/obwohl) ihn sehend°, ging-er-auf-der-gegenüber-(liegenden-Straßenseite)-vorüber.


32 Gleicherweise aber auch (ein) Levit (als) ´er-war`° an den Ort kommend°, und (ihn) sehend°, ging-er-auf-der-gegenüber-(liegenden-Straßenseite)-vorüber.


33 Ein Samariter18 aber, - (gerade) auf-dem-Weg-seiend~, - kam zu ihm, und (als ihn) sehend °, erbarmte-er-sich-innerlich (über ihn),


34 und hinkommend° verband-er seine Wunden, (wobei) daraufgießend Olivenöl und Wein. Aber (nachdem) ihn auf das eigene Reittier aufsitzen-lassend° (od.: draufgesetzt habend), führte-er ihn in (eine) Herberge und trug-Fürsorge (für) ihn.


35 Und am Tag darauf, (nachdem) ´zwei Denare`21 hervorholend°, ´gab-er` (sie) dem Beherberger und sagte: Trage-Fürsorge° (für) ihn, und was auch-immer du (noch) dazu-aufwenden-solltest°, ich (selbst) werde (es) dir bei meinem Wiederkommen zurückgeben.


36 Wer (von) diesen dreien scheint dir (zum/der) Nächsten geworden-zu-sein* (für) den unter die Straßenräuber Hineingefallenen°?22


37 Er aber sagte: Der erwiesen-Habende°16 das Erbarmen mit ihm. Jesus aber sagte (zu) ihm: Geh~, und tue~ du gleicherweise!


38 Aber während ihrem WegGehen kam er-selbst7 in ein-gewisses Dorf hinein. Eine-gewisse Frau aber namens Martha empfing ihn gastlich.


39 Und diese hatte~ (eine) Schwester, genannt~ Maria, ´welche` auch, - (nachdem) sich-danebensetzend° zu den Füßen des Herrn, - seinem Wort zuhörte~.


40 Die Martha aber war-ständig-hin-und-hergerissen~ mit viel Bedienen. Aber sich-hinstellend° sagte-sie: Herr, es-kümmert dich (wohl) nicht, dass meine Schwester mich allein zurück-ließ12 um-zu-bedienen~, (nicht wahr)?8 Sage ihr doch, dass sie-sich-(der Bedienung)-annimmt-mit° mir.


41 Der Herr aber, antwortend°, sagte (zu) ihr: Martha, Martha, du-sorgst und wirst-umhergetrieben13 betreffs vieler (Dinge),


42 (nur) ´eines aber ist nötig`.14 Maria nämlich wählte-(Med.: für-sich)-aus den guten9 Anteil, einen-solchen-der ihr nicht weggenommen-werden-wird.


Lukas 11


1 Und es-geschah, als er an einem Ort betend war~, - als er-aufhörte, - sagte einer seiner Schüler (zu) ihm: Herr, lehre uns beten~, so-wie auch Johannes seine Schüler lehrte.


2 Aber er-sagte ihnen: (Präs.: jedes Mal) dann-wenn ihr-betet~, sagt~: Vater, geheiligt-werde dein Name, deine Königsherrschaft komme° (als effektiver Aor.: bald?),


3 unser Brot für-den-folgenden-(Tag) gib~1 uns täglich,


4 und erlasse uns unsere Sünden, denn auch wir selbst erlassen jedem uns Schuldenden, und nicht bringe-hinein° uns in Versuchung.16


5 Und er-sagte zu ihnen: Wer von euch wird-haben (einen) Freund und wird-gehen zu ihm (um) Mitternacht und (wird/würde zu) ihm sagen: Freund, zum-Gebrauch-leihe mir (doch) drei Brote,


6 da-ja-nun (gerade ein) Freund (von) mir von (einer) Reise zu mir herbeikam und ich-habe nichts, was ich ihm vorlegen-könnte,


7 und-jener, (indem) von-drinnen antwortend°, (würde) sagen: Bereite~ mir keine Mühen, die Tür (ist) schon geschlossen* und meine Kindlein sind mit mir in dem Lager.2 Ich-kann nicht, (indem/nachdem) aufstehend°, dir geben.


8 Ich-sage euch, wenn er ihm, (indem) aufstehend°, schon nicht geben-wird deswegen-weil er sein Freund ist~, (so doch) wenigstens, (nachdem) aufstehend°, wegen seiner Unverschämtheit18 wird-er-geben ihm alles-was er-bedarf.


9 Und-ich sage euch: Bittet~ (Präs.: anhaltend), und gegeben-werden-wird euch. Sucht~ (Präs.: anhaltend), und ihr-werdet-finden. Klopft-(iteratives Präs.: immer wieder)-an~, und geöffnet-werden-wird euch.


10 Denn jeder (Präs.: anhaltend) Bittende~ empfängt, und der (Präs.: anhaltend) Suchende~ findet, und dem (iteratives Präs.: immer wieder) Anklopfenden~ ´wird-geöffnet-werden`.


11 Aber (von) welchen Vater von euch wird-erbitten sein Sohn (einen) Fisch, ´und` anstelle (eines) Fisches, wird-er-überreichen ihm (eine) Schlange?


12 Oder auch wird-er-(von ihm)-erbitten (ein) Ei, wird-er-überreichen ihm (einen) Skorpion?


13 Wenn also ihr, (obwohl) böse seiend~, wisst*, euren Kindern gute Gaben zu-geben~, (um) wieviel mehr der Vater, ´der` vom Himmel, wird-geben heiligen Geist den (von) ihm (Präs.: anhaltend) Erbittenden~.17


14 Und er-war~ hinauswerfend (einen) Dämon ´und der war~` stumm. Es-geschah aber, als der Dämon herauskam, sprach der Stumme (wieder), und die Volksmengen staunten.3


15 Einige aber von ihnen sagten: Durch Beelzebul, den Herrscher der Dämonen, wirft-er-hinaus die Dämonen,


16 andersartige aber, (indem/um ihn) versuchend, verlangten~ (ein) Zeichen vom Himmel von ihm.


17 Er aber, (weil) wissend* (um) ihre Gedankengänge, sagte (zu) ihnen: Jedes Königreich, (falls/wenn) mit sich-selbst im-Zwiespalt°, wird-verwüstet, und Haus fällt auf Haus.4


18 Wenn aber auch der Satan mit sich-selbst im-Zwiespalt° (ist/wäre), wie wird-bestehen-können sein Königreich? Denn ihr-sagt (ja, dass) ich durch Beelzebul die Dämonen hinauswerfe~.


19 Aber wenn ich die Dämonen durch Beelzebul hinauswerfe, eure Söhne, durch wen werfen-sie-(die Dämonen)-hinaus? Deswegen werden sie eure Richter sein.


20 Wenn ´ich` aber durch Gottes Finger (d.h. durch Gottes Autorität) die Dämonen hinauswerfe, (dann) erreichte euch folglich die Königsherrschaft Gottes.20


21 Dann-wenn der Starke, vollständig-bewaffnet*, sein Gehöft beschützt~, sind seine Besitztümer in Frieden.


22 Sobald aber (ein) Stärkerer (als) er, - (indem) herangekommen°, - ihn besiegt, nimmt-er-(ihm)-weg seine ganze-Waffenrüstung, auf die er-vertraut-hatte^, und seine Beutestücke verteilt-er.21


23 Der nicht mit mir Seiende, ist gegen mich, und der nicht mit mir Sammelnde, er-verstreut.


24 (Immer) dann-wenn der unreine Geist, (nachdem) von dem Menschen herauskommend°, zieht-er-hindurch durch wasserlose Orte, (indem/damit?) suchend (einen) Ausruheplatz und (wenn diesen) nicht findend5 ´dann` sagt-er: Zurückkehren-werde-ich in mein Haus, von-dorther-wo ich-herauskam,


25 und kommend°, findet-er-(es) gefegt* und geschmückt*.


26 Dann geht-er, und er-nimmt-sich-beiseite sieben andersartige6 Geister, böser-als er-selbst, und (nachdem) hineinkommend° wohnen-sie-ständig dort, und es-wird das Letzte jenes Menschen schlimmer-als das Erste.7


27 Es-geschah aber, während er dies sagte~, sagte eine Frau aus der Volksmenge, - (wobei ihre) Stimme erhebend°, - (zu) ihm: Glückselig der Mutterleib, der dich getragen-Habende° und (die) Brüste, (an) denen du-saugtest.8


28 Er aber sagte: Ja-in-der-Tat, (od.: Ja freilich, doch vielmehr) glückselig (viell. im Ggs. zu Vers 27) die das Wort Gottes Hörenden und Verwahrenden.25


29 Aber (als) die Volksmengen sich-noch-weiter-dazu-scharend-waren~, fing-er-an zu-sagen~: Diese Generation (od.: Geschlecht) ist (eine) böse Generation (od.: Geschlecht). Sie-verlangt (ein) Zeichen,22 und kein Zeichen wird-gegeben-werden ihr, außer das Zeichen Jonas.


30 Denn so-wie Jona den Niniviten (ein) Zeichen (od.: zum Gerichtszeichen?) wurde, ebenso wird-(es)-sein auch der Sohn des Menschen dieser Generation (od.: Geschlecht).


31 (Die) Königin (des) Südens9 wird-auferweckt-werden in dem Gericht mit den Männern dieser Generation (od.: Geschlecht), und verurteilen-wird-sie sie (als Belastungszeugin), weil sie-kam von den Enden der Erde, (um) die Weisheit Salomos zu-hören°, und siehe, mehr-als Salomo (ist) hier.


32 (Die) ninivitischen Männer werden-auferweckt-werden in dem Gericht mit dieser Generation (od.: Geschlecht), und verurteilen-werden-sie sie (als Belastungszeugen), weil sie-Buße-taten auf (die) Predigt (des) Jona (hin), und siehe, mehr-als Jona (ist) hier.


33 Niemand, (nachdem) anzündend° (eine) Leuchte,23 stellt (sie) in (einen) verborgenen (Winkel), ´auch-nicht unter den Getreidescheffel`, sondern auf den Leuchter, damit die Hineingehenden das Licht erblicken-können~.


34 Die Leuchte des Leibes ist dein Auge. Dann-wenn dein Auge einfältig wäre~, ist auch dein ganzer Leib licht, sobald (es) aber böse (d.h. neidisch?) wäre~, (ist) auch dein Leib finster.


35 Also gib-acht-darauf~, (ob/dass) nicht das Licht, das an (od.: in) dir (seiende Auge?), Finsternis ist.


36 Wenn also dein ganzer Leib licht (ist, weil) nicht irgendeinen finsteren Teil habend, (dann) wird-er-sein ganz licht, sowie dann-wenn die Leuchte (mit) dem (d.h. ihrem) BlitzStrahl dich beleuchte~ (od. tr.: erleuchte).


37Aber (mit Inf.Aor.: unmittelbar) nach diesem Sprechen°, bittet ihn (ein) Pharisäer, dass er-eine-Mahlzeit-einnehme10 bei ihm. Aber (nachdem/als) hineinkommend°, ließ-er-sich-nieder (ohne sich vorher die Hände zu waschen).


38 Der Pharisäer aber, (als dies) sehend°, staunte, weil er nicht zuerst (die Hände zur rituellen Waschung in Wasser) untertauchte vor der Mahlzeit.


39 Der Herr aber sagte zu ihm: Nun, ihr Pharisäer, das Äußere des Trinkbechers und des Serviertellers reinigt-ihr (zwar), aber euer Inneres ist-voll von Raubgier und Bosheit.


40 Unvernünftige! Der das Äußere gemacht-Habende° (d.h. Gott der Schöpfer), er-machte doch auch das Innere, (nicht wahr)?


41 Doch das drinnen-seiende (d.h. den Inhalt) gebt° (als) Almosen, und siehe, alles ist euch (dann) rein.


42 Jedoch, wehe euch, Pharisäer, weil ihr-verzehntet die Gartenminze und die Raute11 und alles Gemüse, doch ihr-übergeht das Recht (od.: die Gerechtigkeit) und die Liebe zu Gott. Aber diese (Dinge) müsste-man~ tun und-jene (z.B. das vorherige Verzehnten) nicht vernachlässigen.


43 Wehe euch, Pharisäer, weil ihr-liebt den Ehrensitz in den Synagogen und die (ehrfurchtsvollen) Begrüßungen auf den Märkten.


44 Wehe euch, weil ihr-seid wie die unerkennbaren Grabkammern, und (od.: sodass) die Menschen, ´die` oben-darüber Wandernden, wissen*12 (es) nicht.


45 Aber (indem) antwortend°, sagt einer der Gesetzeskundigen (zu) ihm: Lehrer, (wenn/indem) dies sagend, beleidigst-du auch uns (Gesetzeslehrer - d.h. die Rabbis).


46 Er aber sagte: Auch euch, den Gesetzeskundigen, wehe (euch), weil ihr-beladet die Menschen (mit) schwierig-zu-tragenden Ladungen, und (ihr) selbst, (auch) nicht mit einem eurer Finger rührt-ihr-an diese Ladungen.19


47 Wehe euch, weil ihr-erbaut die Grabkammern der Propheten, aber eure Väter töteten sie.


48 Folglich seid-ihr Zeugen, und ihr-pflichtet-bei den Werken eurer Väter, weil sie sie zwar töteten, ihr aber erbaut (ihre Grabkammern zum ruhmreichen Andenken).


49 Deswegen sagte auch die Weisheit Gottes: Ich-werde-senden zu ihnen Propheten und Apostel, und (einige/etliche) von ihnen werden-sie-töten und (andere) verfolgen,


50 damit von diesem Geschlecht24 eifrig-gesucht-werde° (d.h. eingefordert; od.: gerächt werde) das Blut aller Propheten, das Ausgegossene* seit Grundlegung Welt,


51 vom Blut Abels (an) bis (zum) Blut Sacharjas,13 des Umkommenden° zwischen dem Altar und dem Haus. Ja, ich-sage euch, es-wird-eifrig-gesucht-werden (d.h. eingefordert; od.: gerächt werden) von diesem Geschlecht.24


52 Wehe euch, den Gesetzeskundigen, weil ihr-nahmt-weg den Schlüssel zur ErKenntnis (der Errettung). Ihr-selbst (seid) nicht hineingekommen, und den hineinkommen-Wollenden~ verwehrtet-ihr (es).


53 Und-(als/nachdem)-von-dort herauskommend°, fingen-an die Schriftgelehrten und die Pharisäer (ihm) arg zu-grollen~ und ihn auszufragen14 wegen vielerlei (Dingen),


54 (indem) ihm auflauernd, (um) etwas aus seinem Mund zu-erjagen.15


Lukas 12


1 Unterdessen, (als schon an) die Zehntausende der Volksmenge sich-versammelt-habend°, sodass sie einander auf-die-Füße-traten~, fing-er-an zu seinen Schülern zu-sagen: Zuerst (d.h. vor allem) nehmt-(Präs.: ständig)-in-acht~ euch vor dem Sauerteig der Pharisäer,14 das ist (ihre) Heuchelei!


2 Aber gar-nichts ist ganz-verhüllt, was nicht enthüllt-werden-wird, und (nichts ist) verborgen, was nicht bekannt-werden-wird.


3 Hingegen3 alles-was (auch immer) in der Finsternis ihr-sagtet, in dem Licht wird-es-gehört-werden, und was in den inneren-Kammern zum Ohr ihr-spracht, (es) wird-gepredigt-werden auf den Gebäudeflachdächern.23


4 Aber ich-sage euch, meinen Freunden: Fürchtet-euch° nicht vor den Tötenden den Körper, und danach keine (Möglichkeit) habend, irgendetwas darüber-hinaus zu-tun!


5 Aber andeuten-werde-ich euch, wen ihr-fürchten-sollt: Fürchtet den, (der) nach dem Töten°, (auch noch) Vollmacht hat~ in die Hölle hineinzuwerfen! Ja, ich-sage euch: Diesen fürchtet!6


6 Feilgeboten-werden doch fünf Sperlinge (für) zwei Assarion,7 (Nicht wahr!)? Und nicht (einmal) auf einen von ihnen ist-vergessen-worden* in-den-Augen Gottes.


7 Jedoch, sogar die Haare eures Kopfes, alle sind-sie-gezählt-worden*. Fürchtet-euch~ nicht! (Selbst von) vielen Sperlingen unterscheidet-ihr-euch (an Wert).


8 Ich-sage euch aber: Jeder der auch-immer ´sich-offen-bekennt` zu mir vor4 den Menschen, auch der Sohn des Menschen wird-sich-bekennen zu ihm vor den Engeln Gottes.


9 Aber der leugnendeⱽ° mich (zu kennen) angesichts der Menschen, wird-verleugnet-werdenⱽ angesichts der Engel Gottes.18


10 Und jeder, der (ein) Wort gegen den Sohn des Menschen sagen-wird, erlassen-werden-wird ihm, aber dem gegen den Heiligen Geist gelästert-Habenden°, nicht wird-(ihm diese Sünde)-erlassen-werden.


11 Aber dann-wenn sie euch zu den Synagogen und den Behörden und den Autoritäten hineinbringen, sorgt nicht, wie oder (mit) was ihr-(euch)-verteidigen-sollt ´oder was` ihr-sagen-sollt!


12 Denn der Heilige Geist wird-euch-lehren in ebendieser Stunde, was nötig-ist zu-sagen.


13 Aber jemand aus der Volksmenge sagte (zu) ihm: Lehrer, sage meinem Bruder, das Erbe mit mir zu-teilen.19


14 Er aber sagte (zu) ihm: Mensch, wer bestellte mich (zum) Richter oder ErbTeiler über euch?


15 Er-sagte aber zu ihnen: Seht~ (zu) und verwahrt-euch~ vor jeder (Art von) Habgier, weil nicht während (od.: dadurch, dass für; od.: indem für) jemanden Überfluss-vorhanden-ist, besteht (od.: hängt davon ab) sein Leben aus seinen Besitztümern.


16 Er-sagte aber (eine) Parabel zu ihnen, (indem) sagend: (Der) Landstrich eines reichen Menschen trug-guten (Ertrag).


17 Und er-überlegte-gründlich bei sich-selbst, sagend: Was werde ich-tun, weil ich nichts habe, wo ich meine Früchte hineinsammeln-werde?


18 Und er-sagte: Dies werde-ich-tun: Ich-werde-abreißen meine Scheunen, und größere werde-ich-erbauen, und dort werde-ich-sammeln die ganzen Weizenvorräte und meine Güter,


19 und ich-werde-sagen (zu) meiner Seele: Seele, du-hast viele Güter ´daliegend` für viele Jahre, Ruhe-aus~, iss°, ´trink`°, freue-dich~!


20 Aber Gott sagte (zu) ihm: Unvernünftiger! (Noch in) dieser Nacht ´fordert-man-zurück` deine Seele von dir, aber die-(Schätze)-welche du-bereitetest, (für) wen wird-es-sein?


21 ´Ebenso` (ergeht es) dem Speichernden (Schätze/Reichtümer für) sich-selbst, (dabei) aber nicht ´reich-seiend` im-Bezug-auf Gott.


22 Er-sagte aber zu ´seinen` Schülern: Deswegen24 sage-ich euch: Sorgt-euch~ nicht (um) das Leben, was ihr essen-sollt°, auch-nicht (um) den Körper, was ihr-(Med.: euch)-anziehen-sollt°!


23 Denn das Leben ist mehr-als die Nahrung und der Körper (mehr als) das Gewand.


24 Betrachtet-genau° die Raben, dass sie nicht säen auch-nicht ernten, die keine Vorratskammer haben, auch-keine Scheune, und Gott ernährt sie (doch). (Um) wieviel viel-mehr unterscheidet ihr euch (doch an Wert von) den Vögeln.


25 Aber wer von euch kann sorgend, (auch nur eine) Elle (= 52 cm) zu seinem Alter hinzufügen?25


26 Wenn ihr also auch-nicht (das) Geringste könnt, was sorgt-ihr (euch) um die übrigen (Dinge)?


27 Betrachtet-genau° die Lilien wie sie-wachsen, sie-mühen-sich nicht noch spinnen sie. Ich-sage euch aber: Auch nicht Salomo in seiner ganzen Herrlichkeit umkleidete-sich° wie (eine) von diesen.


28 Wenn aber Gott das Gras im Feld, - (obwohl) heute daseiend und morgen in (den) Backofen geworfen-werdend, - so (prachtvoll) einkleidet, (um) wieviel mehr euch, (ihr) Kleingläubigen.


29 (Daher) auch ihr, sucht~ nicht was ihr-essen-sollt° und was ihr-trinken-sollt° und nicht unruhig-seid~5!


30 Denn die Nationen der Welt trachten-nach~ allen diesen (Dingen). Euer Vater aber weiß*, dass ihr diese (Dinge) bedürft.


31 Jedoch trachtet~ (Präs.: beständig nach) seiner Königsherrschaft, und diese (Dinge) werden-hinzugefügt-werden euch.


32 Fürchte-dich~ nicht, du kleines Schafherdlein, denn euer Vater hat-Wohlgefallen (daran), euch die Königsherrschaft zu-geben.


33 Bietet-feil° eure Besitztümer28 und gebt° (ein) Almosen! Macht° euch nicht veraltende Geldbeutel, (einen) unerschöpflichen aufbewahrten-Schatz in den Himmeln, wo sich kein Dieb naht, noch (die) Kleidermotte (etwas) gänzlich-zugrunde-richtet.


34 Denn wo euer aufbewahrter-Schatz ist, dort wird auch euer Herz sein.


35 Es-sollen-sein~ "eure Hüften umgürtet*"1 und die Leuchten angezündet (od.: brennend),12


36 und ihr (sollt) gleichartig (sein), ihren Herrn erwartende~ Menschen, - wann (auch immer) er-aufbrechen-möge° für die Hochzeit,21 - damit, (dann, wenn/nachdem) kommend° und anklopfend°, sie ihm sofort öffnen.


37 Glückselig jene Sklaven, welche, (nachdem) gekommen°, der Herr wachend finden-wird. Amen, ich-sage euch: Er-wird-sich-umgürten und er-wird-(bei Tisch)-lagern-lassen sie, und hinzukommend° wird-er-bedienen sie.


38 Und-falls er in der zweiten (d.h. um Mitternacht), und-falls er in der dritten NachtWache (ca. 3 Uhr) kommt, und er-findet (sie) so, glückselig sind jene!


39 Dies aber erkennt~: Wenn der Hausgebieter wüsste^, zu-was-für-einer Stunde der Dieb kommt, er-ließe (es) ´nicht wirklich` (zu, dass in) sein Haus durchgegraben-werde° (= Irrealis).


40 Seid~ auch ihr (Präs.: ständig) bereit, denn (zu) welcher Stunde ihr (es) nicht meint, kommt der Sohn des Menschen.26


41 Petrus sagte aber: Herr, sagst-du diese Parabel (nur) zu uns (Apostel?/Jüngern?), oder auch zu allen (anderen Jüngern?/Menschen?)?


42 Und der Herr sagte (als Erklärung?): Wer folglich ist der treue Verwalter, der kluge, den der Herr über sein Gesinde bestellen-wird, um (ihnen, Präs.: jedes Mal) zum (rechten) Zeitpunkt ´die` zugemessene-TagesRation zu-geben~?


43 Glückselig jener Sklave,8 den sein Herr, (nachdem) gekommen°, (Ptz.Präs.: noch immer) so tuend~ finden-wird.


44 Wahrhaft, ich-sage euch: Über alle seine Besitztümer wird-er-bestellen ihn.


45 Falls aber jener Sklave in seinem Herzen sagt: Mein Herr lässt-sich-Zeit zu-kommen, und er-fängt-an die (jungen) Knechte und die jungen-Mägde zu-schlagen~, und zu-essen~ und zu-trinken~ und sich-zu-betrinken~,9


46 (dann) wird-eintreffen der Herr jenes Sklaven an einem Tag, (an) dem er (ihn noch) nicht zurück-erwartet, und in (einer) Stunde, in der er (es) nicht vermutet, und entzweischneiden-wird-er ihn und seinen Teil wird-er-(ihm)-festsetzen10 mit den Ungläubigen (d.h. in der Hölle?).


47 Jener Sklave aber, der, den Willen seines Herrn gekannt-Habende°, aber (sich?) nicht bereitet-Habende° oder (nicht) getan-Habende° gemäß seinem Willen, er-wird-geprügelt-werden (mit) vielen (Schlägen).16


48 Aber der (seinen Willen) nicht gekannt-Habende°, aber getan-Habende°, (was) Schläge würdig (ist), er-wird-geprügelt-werden (mit nur) wenigen (Schlägen).17 Jedem aber, dem viel gegeben-wurde, (auch) viel wird-gefordert-werden von ihm, und dem man viel anbefohlen-hat°, mehr-als (dies) wird-man-verlangen (von) ihm.


49 Ich-kam (um) Feuer15 auf die Erde zu-werfen (semitisch: etw. anzünden), und wie-sehr will-ich, dass (es; od.: wenn es) schon entzündet-wäre°.


50 Aber (mit einer) Taufe habe-ich getauft-zu-werden, und wie reißt-es-mich-hin-und-her, bis-dass sie-vollendet-werde°.


51 Meint-ihr, dass ich-herbeikam, (um) Frieden zu-geben auf der Erde? Nein, sage-ich euch, sondern im-Gegenteil, Zerteilung (od.: Zwiespalt).


52 Denn es-werden-sein von nun (an) fünf Zerteilte* in einem Haus, drei gegen zwei und zwei gegen drei.


53 Zerteilt-werden-sein Vater gegen Sohn und "Sohn gegen Vater," Mutter gegen ´die` Tochter, und "Tochter gegen die Mutter," Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und "Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter."2


54 Aber er-sagte~ auch27 (zu) den Volksmengen: Dann-wenn ihr ´eine` Wolke im Westen (d.h. Regenwolken vom Mittelmeer) aufgehend seht, sagt-ihr sofort, dass (ein) Regenschauer kommt, und es-wird so.


55 Und dann-wenn (ihr den) Südwestwind (aus der Wüste Sinai) wehend (seht), sagt-ihr, dass (eine) Gluthitze sein-wird, und es-wird (so).13


56 Heuchler, das Angesicht der Erde und des Himmels wisst-ihr* prüfend-zu-beurteilen~, diesen (gegenwärtigen) Zeitpunkt (od.: kritische Zeitepoche) aber, wieso wisst-ihr (diesen) nicht prüfend-zu-beurteilen~?


57 Warum aber beurteilt-ihrⱽ nicht auch von euch-selbst (aus) das Gerechte?


58 Denn22 (noch) während du mit deinem Prozessgegner zu (einer) Gerichtsbehörde fortgehst, gib (dir noch) auf dem Weg Mühe dich-zu-befreien* ´von` ihm (d.h. dich mit ihm zu einigen), nicht-dass er dich hinschleppe zu dem Richter, und der Richter dich übergeben-wird dem Gerichtsvollstrecker, und der Gerichtsvollstrecker dich ins Gefängnis werfen-wird.20


59 Ich-sage dir: Keinesfalls kommst-du-heraus° von-dort, bis du-zurückgibst sogar das letzte Lepton.11


Lukas 13


1 Einige aber waren-anwesend~ zu eben diesem Zeitpunkt, (wobei) ihm über die Galiläer berichtend, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischte.7


2 Und (darauf) antwortend° sagte-er (zu) ihnen: Meint-ihr, dass diese Galiläer (größere) Sünder waren, im-Vergleich-zu allen (anderen) Galiläern, weil sie dies erlitten-haben*?


3 Nein! Ich-sage euch: Falls ihr jedoch nicht Buße-tut~, alle gleicherweise werdet-ihr-umkommen.4


4 Oder jene, die achtzehn, auf die der Turm an dem Siloamteich18 fiel und sie tötete, meint-ihr~, dass sie (Gott mehr) Schuldner waren, im-Vergleich-zu allen (anderen) Menschen, die Jerusalem ständig-Bewohnenden?


5 Nein! Ich-sage euch: Falls ihr jedoch nicht ´Buße-tut`~, alle genauso werdet-ihr-umkommen.8


6 Er-sagte~ aber diese Parabel:20 (Einen) Feigenbaum hatte~ jemand in seinem Weingarten gepflanzt*, und er-kam, (weil) Frucht suchend an ihm, und er-fand keine.


7 Er-sagte aber zu dem Weingartenarbeiter: Siehe, drei Jahre (ist es nun schon), seitdem ich-komme, (um) Frucht suchend an diesem Feigenbaum, und ich-finde keine. ´Also` hau-heraus° ihn. Warum (od.: wozu) auch saugt-er-aus die Erde?


8 Dieser aber, antwortend°, sagt (zu) ihm: Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis dass ich herum-um ihn hacke und Dünger15 (um ihn) werfe,


9 und-falls er vielleicht in dem zukünftigen~ (d.h. kommenden Jahr doch noch) Frucht trägt (ist es gut), andernfalls, magst-du-aushauen ihn.


10 Er-war~ aber an den Sabbaten lehrend in einer der Synagogen (Peräas?).


11 Und siehe, (eine) Frau, habend (seit) achtzehn Jahren (einen) Geist5 (der körperlichen) Schwachheit. Und sie-war~ sich-zusammenkrümmend~ und konnte~ sich nicht zur Gänze aufrichten.


12 Jesus aber, (als) sie sehend°, rief-er-(sie)-zu-sich und sagte (zu) ihr: Frau, du-bist-(Perf.: ein für alle Mal)-losgelassen* von deiner (körperlichen) Schwachheit.


13 Und er-legte-auf ihr die Hände, und sogleich wurde-sie-wieder-aufgerichtet und verherrlichte~ Gott.


14 Der Synagogenleiter aber, - (indem) antwortend° (und) entrüstet-seiend, weil Jesus am Sabbat (jemanden) gesund-machte, - sagte~ (Impf.: eindringlich?, zu) der Volksmenge: Sechs Tage sind-da, an denen man wirken~ (od.: arbeiten) muss. An ihnen also, kommend, lasst-euch-gesund-machen~, und nicht am Tag des Sabbats.


15 Aber der Herr antwortete ihm und sagte: Heuchler, löst nicht jeder (einzelne) von euch am Sabbat sein Rind oder den Esel von der Futterkrippe und (nachdem ihn) ´weggeführt-habend`° tränkt-er (ihn)?16


16 Diese aber, (eine) Tochter Abrahams seiend, die der Satan band, siehe, achtzehn Jahre (lang), musste~ sie nicht gelöst-werden von dieser Bande (gerade) am Tag des Sabbats?6


17 Und (als) er dies sagend-war~, wurden-zuschanden~ alle seine Widersacher, und die ganze Volksmenge freute-sich~ (Impf.: anhaltend) über alle herrlichen (Taten), die (Präs.: immer wieder) von ihm Geschehenden.


18 Er-sagte~ also: Wem ist die Königsherrschaft Gottes gleichartig, und wem soll-ich-gleichartig-machen sie?


19 Gleichartig21 ist (sie einem) Senf Korn, welches (nachdem es ein) Mensch genommen-habend°, warf-er-es in seinen GemüseGarten, und es-wuchs und wurde zu (einem) Baum, und "die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen."1


20 Und wiederum sagte-er: (Mit) wem soll-ich-gleichartig-machen die Königsherrschaft Gottes?


21 Gleichartig ist (sie einem) Sauerteig, den (eine) Frau genommen-habend° ´verbarg-in`9 drei Sat Weizenmehl10 hinein, bis dass (der Teig) ganz durchsäuert-wurde.


22 Und24 er-durchwanderte~ (die Gegenden Peräas) durch Städte und Dörfer, (wobei) lehrend und (seinen) Gang nach Jerusalem machend.


23 Jemand sagte aber (zu) ihm: Herr, sind (es nur) wenige, die errettet-Werdenden?19 Er aber sagte zu ihnen:


24 Kämpft~ (Präs.: ausdauernd, um) durch die enge Tür hineinzugehen°, weil viele, sage-ich euch, werden-versuchen hineinzugehen° und nicht werden-sie-stark-(genug dazu)-sein.22


25 Dann wenn13 der Hausgebieter (vom Liegepolster) aufstand° und die Tür verschließt und ihr-anfangt, draußen zu-stehen* und (an) die Tür zu-klopfen~, (wobei, Präs.: immer wieder) sagend: Herr, öffne uns, und (er indem) antwortend° (zu) euch sagen-wird: Ich-kenne* euch nicht, woher ihr-seid,


26 dann13 werdet-ihr-anfangen (Präs.: immer wieder verzweifelt?) zu-sagen~: Wir aßen und wir-tranken vor dir, und auf unseren Hauptstraßen lehrtest-du.


27 Und er-wird-sprechen, (indem zu) euch sagend: Ich-weiß* ´(von) euch` nicht woher ihr-seid. "Steht-ab von mir, alle Wirker (von/der) Ungerechtigkeit!"2


28 Dort wird-sein das Weinen und das Knirschen der Zähne, dann-wenn ihr Abraham und Isaak und Jakob und alle die Propheten in dem Königreich Gottes seht, (ihr) euch (selbst) aber (als) Hinausgeworfene* draußen (wiederfindet).


29 Und sie-(die Gläubigen aus den Nationen?)-werden-eintreffen von Osten und Westen und von Norden und Süden, und sie-werden-sich-(zu Tisch)-lagern in dem Königreich Gottes.


30 Und siehe, es-sind (dann?) Letzte, die Erste sein-werden, und es-sind Erste, die Letzte sein-werden.


31 In eben dieser Stunde kamen-hin einige Pharisäer, sagend (zu) ihm: Komm-heraus° und geh-fort~ von-hier, denn Herodes will dich töten.


32 Und er-sagte (zu) ihnen: Geht° (und) sagt (zu) diesem Fuchs:14 Siehe, ich-werfe-hinaus Dämonen, und (mein) Heilen vollende-ich-völlig heute und morgen, und (erst?) am dritten (Tag) werde-ich-vollkommen-gemacht.11


33 Jedoch muss ich heute und morgen und am kommenden (Tag)17 gehen~, weil es-unannehmbar-ist, (dass ein) Prophet außerhalb Jerusalems umkommt.


34 Jerusalem, Jerusalem, die (Präs.: immer wieder) Tötende die Propheten und (Präs.: immer wieder) Steinigende die zu ihr Gesandten. Wie-oft wollte-ich deine Kinder versammeln, auf die Art-und-Weise (wie ein) Vogel seine junge-Brut unter die Flügel (versammelt), und ihr-wolltet nicht.23


35 Siehe, (verödet) gelassen-wird euch euer Haus.12 ´Aber` ich-sage euch: Keinesfalls (mehr,) sollt-ihr-sehen mich, bis ´(der Zeitpunkt) eintreffen-wird da` ihr-sagt: "Gesegnet* der Kommende im Namen (des) HERRN."3


Lukas 14


1 Und es-geschah, als (od.: nachdem) er (am) Sabbat in (das) Haus eines der Vorsteher ´der` Pharisäer ging, (um) Brot zu-essen, da waren~ sie ihn genau-beobachtend.


2 Und siehe, ein wassersüchtiger Mensch war~ vor ihm.


3 Und antwortend° sagte Jesus zu den Gesetzeskundigen und (zu den) Pharisäern, (indem) sagend: Ist-es-erlaubt am Sabbat gesund-zu-machen oder nicht?


4 Sie aber verhielten-sich-still. Und (nachdem ihn) ergriffen-habend° heilte-er ihn und entließ (ihn).


5 Und zu ihnen sagte-er: Wem (von) euch wird-fallen (ein) ´Sohn` oder (ein) Rind in (einen) Brunnen, und sofort wird-er-hinaufreißen ihn doch (auch) am Tag des Sabbats, (nicht wahr)?


6 Und auf dies vermochten-sie nichts dagegen-zu-antworten.


7 Er-sagte~ aber zu den Eingeladenen* (eine) Parabel, - (weil/nachdem) darauf-achtend, wie sie sich die Ehrenlager auswählten~, - (indem) zu ihnen sagend:


8 Dann-wenn du von jemandem zu (einer) Hochzeit eingeladen-wirst, leg dich nicht (zu Tisch) nieder auf das Ehrenlager, dass-nicht (vielleicht ein) Geehrterer (als) du von ihm eingeladen-ist*,3


9 und der dich und ihn eingeladen-Habende° kommt, (und zu) dir sagen-wird: Gib-her diesen Platz! Und dann wirst-du-anfangen°, mit Schande den letzten Platz einzunehmen~.


10 Sondern, dann-wenn du-eingeladen-wirst, hingegangen°, lass-dich-nieder auf den letzten Platz (Spr 25,6f), damit, dann-wenn der dich eingeladen-Habende* kommt (und zu) dir sagen-wird: Freund, steige-herauf weiter-nach-oben! Dann wird dir Ehre (zuteil) angesichts aller der (mit) dir zusammen-(zu Tisch)-Liegenden.


11 Denn jeder der sich-selbst Erhöhende wird-erniedrigt-werden, und der sich-selbst Erniedrigende wird-erhöht-werden.


12 Er-sagte~ aber auch (zu) dem, der ihn eingeladen-hatte*: Dann-wenn du (eine) MittagsMahlzeit machst~ oder (ein) AbendMahl, rufe~ nicht deine Freunde auch-nicht deine Brüder auch-nicht deine Verwandten auch-nicht reiche Nachbarn, dass-nicht auch sie dich wiedereinladen und dir Vergeltung geschehe°.


13 Sondern, dann-wenn du (einen) Empfang machst~, lade-ein~ Bettelarme, Krüppel, Lahme, Blinde!


14 Und glückselig wirst-du-sein, weil sie nichts haben, (um es) dir zu-vergelten, denn vergolten-werden-wird (es) dir bei der Auferstehung der Gerechten.


15 Aber (als/nachdem) dies hörend°, sagte jemand der zusammen-(mit zu Tisch)-Liegenden (zu) ihm: Glückselig, welcher Brot essen-wird in dem Königreich Gottes.


16 Er aber sagte (zu) ihm: Ein Mensch machte~ (ein) großes AbendMahl und viele lud-er-ein.


17 Und er-sandte seinen Sklaven4 zur Stunde des AbendMahls, (um zu) den Eingeladenen* zu-sagen: Kommt~, weil es-ist schon (alles) bereit!


18 Und auf einmal fingen-an alle,11 sich-zu-entschuldigen~. Der erste sagte (zu) ihm: Ich-kaufte°8 (ein) Feld, und ich-bin genötigt, (indem/nachdem) hinausgehend°, es zu-sehen. Ich-bitte dich, halte~ mich (für) entschuldigt*.


19 Und (ein) andersartiger1 sagte: Ich-kaufte°8 fünf Paar Rinder, und ich-gehe, (um) sie zu-testen. Ich-bitte dich, halte~ mich für-entschuldigt*.


20 Und (ein) andersartiger1 sagte: Ich-heiratete (eine) Frau, und deswegen kann ich nicht kommen.


21 Und (nachdem wieder) herbeikommend°, meldete der Sklave seinem Herrn diese (Ausreden). Darauf, (indem) zornig-geworden°, sagte der Hausgebieter (zu) seinem Sklaven: Geh-hinaus° schnell auf die Hauptstraßen und Gassen der Stadt, und führe-hinein, hierher, die Bettelarmen und Krüppel und Blinden und Lahmen!5


22 Und der Sklave sagte: Herr, es-ist-geschehen* was du-gebotst, und (es) ist noch Platz.


23 Und der Herr sagte zu dem Sklaven: Geh-hinaus° zu den Wegen und Einzäunungen und nötige9 (sie) hineinzukommen, damit mein Haus befüllt-werde!


24 Denn ich-sage euch: Keiner jener Männer, - (nämlich) die (ursprünglich) Eingeladenen*, - wird-schmecken mein AbendMahl.11


25 Aber viele Volksmengen gingen-zusammen~ (mit) ihm, und, (nachdem) sich-umwendend° sagte-er zu ihnen:


26 Wenn jemand zu mir kommt und nicht hasst2 seinen Vater und die Mutter und die Frau und die Kinder und die Brüder und die Schwestern, außerdem auch noch sein-eigenes Leben, kann-er nicht mein Schüler sein.


27 Jeder-der nicht sein-eigenes Kreuz trägt und hinter mir (her) kommt, kann nicht mein Schüler sein.


28 Denn12 wer von euch, (wenn) wollend~ (einen) Turm (od.: ein Wirtschaftsgebäude) erbauen°, berechnet nicht zuerst, (nachdem) sich-hinsetzend°, den Aufwand, ob er (genug) zur Fertigstellung hat?


29 Damit nicht-etwa, (nachdem/wenn) er (das) Fundament gesetzt-hat° und nicht stark-(genug)-seiend (es) zu-Ende-zu-führen, alle die (dies) Anschauenden anfangen, ihn zu-verhöhnen,


30 (indem) sagend: Dieser Mensch fing-an zu-erbauen aber nicht stark-(genug)-war-er (es) zu-Ende-zu-führen.


31 Oder welcher König, darangehend (mit einem) andersartigen (weil stärkeren) König zum Krieg zusammenzuprallen, wird-er nicht, (nachdem) sich-hingesetz-habend°, zuerst sich-beraten, ob er-mächtig (genug) ist, mit zehn Tausend (Soldaten), dem mit zwanzig Tausend (Soldaten) gegen ihn Kommenden, entgegenzutreten?7


32 Wenn aber nicht, (dann) wenigstens (eine) Gesandtschaft sendend°, - solange er noch weit (entfernt) seiend, - (damit) er (um) ´die` (Bedingungen) für Frieden bittet.6


33 So also jeder von euch, der nicht sich-(innerlich?)-verabschiedet von allen seinen Besitztümern, er-kann nicht mein Schüler sein~.


34 Gut (ist) ja das Salz, falls aber das Salz auch geschmacklos-wurde (d.h. kraftlos ist), womit soll-(es)-gewürzt-werden?10


35 Weder für (die) Erde noch für (den) Dünger ist-es geeignet, man-wirft (es) hinaus. Der Habende Ohren zu-hören~ höre~!


Lukas 15


1 Aber es-waren~ (zu) ihm sich-(Präs.: fortwährend/immer wieder)-nahend, alle die Zöllner und Sünder, (um) ihn zu-hören~.


2 Und es-murrten~ sowohl die Pharisäer als-auch die Schriftgelehrten, (wobei) sagend: Dieser nimmt-auf Sünder und isst-zusammen-mit ihnen.


3 Er-sagte aber zu ihnen1 diese Parabel,2 (indem) sagend:


4 Welcher Mensch von euch, habend hundert25 Schafe13 und, (wenn) eines von ihnen verloren-habend°, verlässt-er nicht die neunundneunzig in der Einöde,23 und geht zu dem Verlorenen*, bis er es findet?


5 Und, (wenn es) gefunden-habend°, legt-er-(es)-drauf auf seine Schultern,24 sich-freuend.


6 Und (nachdem/wenn) in das Haus kommend°, ruft-er-zusammen die Freunde und die Nachbarn, sagend (zu) ihnen: Freut-euch-mit mir, weil ich-fand mein Schaf, das Verlorene*.


7 Ich-sage euch (Pharisäern?): Ebenso wird-sein (Fut. = zukünftig?) Freude im Himmel über einen (Präs.: jetzt) Buße-Tuenden Sünder, (mehr) als über neunundneunzig Gerechte,3 solche-die Buße nicht (mehr?) nötig haben.


8 Oder welche Frau, habend zehn25 Drachmen,12 falls sie eine Drachme verliert, zündet-sie-sich doch (eine) Leuchte an und fegt das Haus und sucht auf-sorgfältige-Art-und-Weise, bis dass sie-(sie)-findet, (nicht wahr)?


9 Und (wenn sie sie) gefunden-habend°, ruft-sie-zusammen die Freundinnen und Nachbarinnen, sagend: Freut-euch-mit mir, weil ich die Drachme fand, die ich-verlor.


10 Ebenso, sage-ich euch, ist~14 Freude angesichts der Engel Gottes über einen Buße-Tuenden Sünder.25

11 Er-sagte aber: (Ein) Mensch hatte~ zwei26 Söhne.

12 Und der jüngere (von) ihnen sagte zum Vater: Vater, gib mir den (mir) zufallenden~ Teil des Vorhandenen (Erbes).11 Er aber teilte-zu ihnen das Vermögen (w.: den Lebensunterhalt).


13 Und nach nicht vielen Tagen, (nachdem) der jüngere Sohn alles zusammengesammelt-habend°,4 reiste-er-ab in (einen) fernen Landstrich, und dort verschwendete-er (od.: verprasste er) sein Vorhandenes (Erbe, indem) auf-liederliche-Art-und-Weise28 lebend.


14 Aber (nachdem/als) er alles verschwendet-hatte°, entstand (eine) starke Hungersnot über jenen Landstrich, und er fing-an Mangel-zu-leiden~.


15 Und hingegangen°, haftete-er-sich-an (an) einen der Bürger jenes Landstrichs, und er-schickte ihn auf seine Felder, (um) Schweine zu-weiden~.19


16 Und er-begehrte~ (Impf.: immer wieder/längere Zeit, aber erfolglos),15 sich-zu-sättigen27 von den JohannesbrotSchoten,16 die die Schweine fraßen~, und keiner gab~ ihm (etwas davon).


17 Aber (nachdem) in sich gehend°, sagte-er (sich): Wie-viele Tagelöhner meines Vaters haben-für-sich-Überfluss~ (an) Broten, ich aber komme-um hier (vor) Hunger.


18 Mich-(Aor.: sofort?)-aufmachend°, werde-ich-gehen zu meinem Vater und ich-werde-sagen (zu) ihm: Vater, ich-sündigte gegen den Himmel (d.h. gegen Gott) und angesichts (von) dir.


19 Ich-bin nicht-mehr würdig, dein Sohn genannt-zu-werden, mache mich wie einen deiner Tagelöhner!


20 Und sich-aufmachend°, kam-er zu seinem Vater. Aber (als) er noch weit weg-war~, sah-ihn sein Vater (schon), und er-erbarmte-sich-innerlich, und hinlaufend°17 fiel-er (ihm) um seinen Hals, und überschwänglich-küsste-er ihn (vgl. 2Sam 14,33).


21 Aber der Sohn sagte (zu) ihm: Vater, ich-sündigte gegen den Himmel und angesichts (von) dir, ich-bin nicht-mehr würdig, dein Sohn genannt-zu-werden.5


22 Der Vater aber sagte zu seinen Sklaven: Schnell, tragt-heraus das beste lange-Gewand und zieht ihn an, und gebt (ihm einen) Fingerring an seine Hand und Untergebundene (Sandalen) an die Füße,


23 und bringt~ das gemästete Kalb, schlachtet (es), und (nachdem) gegessen-habend°, wollen-wir-(Präs.: ausgiebig)-fröhlich-sein~ (d.h. feiern),20


24 weil dieser mein Sohn war~10 tot und lebte-(wieder)-auf, er-war~10 verloren und wurde-gefunden. Und sie fingen-an sich-zu-freuen (d.h. zu feiern).


25 Aber sein älterer Sohn18 war~ auf (dem) Feld, und als nahe° kommend~ (zu) dem Haus, hörte-er Musik-Konzert und Reigentanz.


26 Und einen der Knechte zu-sich-rufend°, erkundigte-er-sich~ (Impf.: ausführlich), was dies bedeuten-möge (Opt.Präs.).


27 Der aber sagte (zu) ihm: Dein Bruder ist-eingetroffen und dein Vater schlachtete das gemästete Kalb, weil er ihn gesund-seiend zurückerhielt.


28 Er-zürnte aber, und wollte~ nicht hineinkommen. Aber sein Vater, (nachdem) herauskommend°, ersuchte6 ihn (doch hineinzukommen).


29 Er aber, (indem) antwortend°, sagte (zu) seinem Vater: Siehe, so-viele Jahre sklave-ich21 dir und niemals überging-ich deine Vorschrift, und mir gabst-du niemals (einen) Ziegenbock, damit ich-fröhlich-sei° (d.h. feiere) mit meinen Freunden.


30 Da aber dieser dein Sohn7 kam, - der dein Vermögen (w.: deinen Lebensunterhalt) mit Huren aufgefressen-habend°, - schlachtetest-du (für) ihn das gemästete Kalb.


31 Er aber sagte (zu) ihm: Kind,8 du bist allezeit mit mir, und alles das Meine ist (auch) dein,


32 Aber fröhlich-zu-sein° (od.: zu feiern) und sich-zu-freuen° musste-man~ (doch), weil dieser dein Bruder9 tot war~10 und er-lebte-(wieder)-auf, und er-war-(Perf.: schon hoffnungslos)-verloren* und er-wurde-(wieder)-gefunden°.22


Lukas 16


1 Er-sagte~ aber auch1 zu den Schülern: (Es) war~ aber ein-gewisser reicher Mensch,11 der (einen) Verwalter hatte~, und dieser wurde-verleumdet2 (bei) ihm, als (ob) seine Besitztümer verschwendend.3


2 Und ihn herbeizitierend° (od.: anschreiend), sagte-er (zu) ihm: Was (ist) dies, (was) ich über dich höre? Lege-ab° den Kassabericht über deine Verwaltung, denn du-kannst nicht noch (länger meinen Besitz) verwalten~.


3 Der Verwalter aber sagte bei sich (d.h. in Gedanken; vgl. Lk 15,17): Was soll-ich-tun, da mein Herr die Verwaltung von mir weg-nimmt? Zum-hacken~ (d.h. zur Feldarbeit) bin ich nicht stark (genug), zum aufdringlichen-bitten~ (d.h. um Almosen betteln) schäme-ich-mich.


4 Ich-weiß°15 was ich-tun-werde, damit, dann-wenn ich aus der Verwaltung versetzt-werde, sie mich in ´ihre` Häuser aufnehmen°.


5 Und (nachdem) einen jeden (einzeln von) den Schuldnern29 seines Herrn zu-sich-gerufen-habend°, sagte-er~ (zu) dem ersten: Wieviel schuldest-du meinem Herrn?


6 Er aber sagte: Hundert Bat16 Olivenöl. Er aber sagte (zu) ihm: Nimm-hin deine Schuldscheine und, dich-setzend°, schreibe schnell: fünfzig!4


7 Darauf sagte-er (zu einem) andersartigen: Du aber, wieviel schuldest-du? Er aber sagte: Hundert Kor17 Weizen. Er sagt (zu) ihm: Nimm-hin deine Schuldscheine und schreibe: achtzig!4


8 Und der Herr28 sprach-Lob-aus (über) den Verwalter der Ungerechtigkeit,5 weil er (es) klug machte, denn die Söhne dieses Zeitlaufs sind klüger als die Söhne des Lichts gegenüber ihrem eigenen (w.: selben) Geschlecht.


9 Und ich sage euch, macht euch-selbst Freunde mit dem Mammon27 der Ungerechtigkeit,5 damit, dann-wenn er-schwindet (nämlich beim Tod oder schon vorher), sie18 euch (gastlich/freundlich) empfangen° in die ewigen Zelte.


10 Der Treue im Geringsten,19 auch im Vielen ist-er treu, und der im Geringsten Ungerechte, auch im Vielen ist-er ungerecht.


11 Wenn ihr also mit dem ungerechten Mammon6 nicht treu wart°,20 wer wird-anvertrauen euch das Wahrhaftige (Gut im zukünftigen Reich)?


12 Und wenn ihr mit dem (Gut) Anderer7 nicht treu wart°, ´wer wird-geben euch das Eure`?8


13 Kein Hausbediensteter kann zwei Herren sklaven~, denn entweder wird-er-hassen9 den einen, und den andersartigen wird-er-lieben, oder er-wird-anhangen dem einen, und den andersartigen wird-er-verachten. Ihr-könnt nicht Gott sklaven~ und (dem) Mammon.


14 Alle diese (Worte) hörten aber die Pharisäer, (die) Seienden~ Geld-gernhabend (d.h. geldgierig), und sie-spotteten-aus ihn (od.: sie rümpften die Nase gegen ihn).


15 Und er-sagte (zu) ihnen: Ihr seid die sich-selbst gerecht-Sprechenden angesichts der Menschen, Gott aber kennt eure Herzen, denn das bei Menschen Hohe, (ist ein) Gräuel angesichts Gottes.


16 Das Gesetz und die Propheten (reichen) bis-zu Johannes, von dann (an/seitdem) wird-evangelisiert die Königsherrschaft Gottes, und jeder drängt-sich-hinein-mit-Gewalt21 in sie.


17 Müheloser aber ist-es (für) den Himmel und die Erde vorüberzugehen°, als (dass von) dem Gesetz (auch nur) ein (einziges) Strichlein wegfällt°.22


18 Jeder der Entlassende seine Frau10 und (dann) heiratend (eine) andersartige,23 bricht-seine-Ehe, und der (wenn eine solch unerlaubter Weise) von (ihrem) Mann Entlassene* heiratend, er-bricht-die-Ehe (dieser neuen Frau?).24


19 (Es) war~ aber ein-gewisser reicher Mensch,11 und er-kleidete-sich-ein (mit) Purpurgewand und Byssus,25 (wobei) jeden Tag in-leuchtender-Art-und-Weise fröhlich-seiend (od.: feiernd).


20 Aber ein-gewisser Bettelarmer (mit) Namen Lazarus12 war-hingeworfen-worden^ vor sein Portal, (voll mit eitrigen) Geschwüren*


21 und begehrend sich-zu-sättigen (wie Lk 15,16) von dem AbFallenden~ von dem Tisch des Reichen. Aber (nicht nur das,) sogar die StraßenKöter,14 - (Ptz.Präs.: immer wenn) kommend, - beleckten~ seine Geschwüre.36


22 Es-geschah aber, (dass) der Bettelarme verstarb und von den Engeln weggetragen-wurde in den Busen Abrahams,26 aber auch der Reiche verstarb, und er-wurde-begraben.30


23 Und (als/nachdem/indem) in dem Hades seine Augen erhebend°,35 - (wobei) seiend~ in Qualen, - sieht-er Abraham von ferne und Lazarus an seinem Busen.


24 Und er, - (indem) laut-rufend° - sagte: Vater Abraham, erbarme-dich meiner und schicke31 Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers (ins) Wasser tauche und meine Zunge abkühle, weil ich-Schmerzen-habe in dieser Flamme.


25 Abraham aber sagte: Kind erinnere-dich, dass du dein Gutes (schon) in deinem Leben zurückerhieltest, und Lazarus gleicherweise die Übel, hier nun aber wird-er-getröstet, du aber hast-Schmerzen.32


26 Und zu allen diesen (Umständen, ist noch eine) große Kluft zwischen uns und euch befestigt*, auf-dass die Wollenden (von) hier zu euch durchzuschreiten°, (es) nicht können~, (und) sie auch-nicht von-dort zu uns zur-jenseitigen-(Seite)-queren~ (können).33


27 Er-sagte aber: Ich-bitte dich also Vater, dass du ihn in das Haus meines Vaters schickst,


28 denn ich-habe fünf Brüder, auf-dass er ihnen (Präs.: immer wieder/fortwährend) feierlich-bezeuge~,13 auf-dass nicht auch sie in diesen Ort der Qual kommen°.


29 Abraham aber sagt (zu ihm): Sie-haben Mose und die Propheten, (auf) sie sollen-sie-hören°.


30 Er aber sagte: Nein, Vater Abraham, jedoch falls jemand von (den) Toten zu ihnen ginge°, werden-sie-Buße-tun.


31 Aber er-sagte (zu) ihm: Wenn sie (auf) Mose und die Propheten nicht hören, auch-nicht, falls jemand aus (den) Toten auferstehe, werden-sie-überzeugt-werden34 (nämlich um Buße zu tun).


Lukas 17


1 Er-sagte24 aber zu seinen Schülern: Es-ist unvermeidlich, dass die Ärgernisse nicht kommen, jedoch wehe (dem), durch den sie-kommen.


2 Vorteilhaft-ist-es (für) ihn, wenn (ein) Mühl Stein um seinen Hals herumgelegt-wird~10 und er-hineingeschmissen-worden-ist* in das Meer, als dass er einen dieser Kleinen20 zu-Fall-bringt.


3 Achtet-auf~ euch-selbst! Falls dein Bruder (HSS.: gegen dich; wie Vers 4) sündigt°, rüge° ihn, und falls er-Buße-tat°,16 erlasse° ihm (sein Vergehen)!


4 Und falls er siebenmal des Tages gegen dich sündigt° und siebenmal sich-umwendet° zu dir, (wobei) sagend: Ich-tue-Buße, (so) sollst-du-erlassen ihm (sein Vergehen)!


5 Und die Apostel sagten (zu) dem Herrn: Füge-hinzu° (d.h. vermehre) uns Glauben!


6 Der Herr aber sagte: Wenn ihr (Realis: wirklich) Glauben habt~ (und ist/wäre er nur so groß) wie (ein) Senf Korn,18 würdet-ihr-sagen~ (zu) ´diesem` Maulbeerbaum:11 Werde-entwurzelt° und werde-verpflanzt° in das Meer! Und (Aor.: augenblicklich) gehorchen-würde-er° euch.19


7 Wer aber von euch, habend (einen) Sklaven, (das Feld) pflügend oder (das Vieh) hütend, der, - (wenn dieser) von dem Feld (ins Haus) hineinkommend°, - (zu) ihm sagen-wird: Sofort herkommend°,13 lass-dich-(zu Tisch)-nieder°!


8 Sondern doch (vielmehr zu) ihm sagen-wird-er: Bereite, was ich-speisen-möchte, und, (nachdem) dich-umgürtend-habend°, bediene~ mich solange ich-esse und trinke, und danach du wirst-essen und wirst-trinken (nicht wahr!)?


9 Hat-er etwa (für) den Sklaven Dank (übrig), weil er das (ihm) befehlend-Angeordnete° tat? (erwartete Antwort: Nein, natürlich nicht)


10 Ebenso auch ihr, dann-wenn ihr alles euch befehlend-Angeordnete° tatet, sagt (zu euch selbst?): Unnütze Sklaven sind-wir, wir-haben-getan*, was wir zu-tun° schuldeten~.


11 Und es-geschah während dem Gehen~ nach Jerusalem, da durchzog-er~ (die Landschaft) zwischen (δια μεσον = zwischen) Samaria21 und Galiläa.


12 Und (als) er in ein Dorf hineinkommend-war~, begegneten ´ihm` zehn aussätzige Männer, die von-weitem ´standen` (d.h. stehenblieben).


13 Und sie erhoben (laut ihre) Stimme, sagend: Jesus, Meister, erbarme-dich unser!


14 Und, (als sie) sehend°, sagte-er (zu) ihnen: Geht° (und) stellt-vor euch den Priestern!12 Und es-geschah, (noch) während ihrem Fortgehen~ wurden-sie-gereinigt.


15 Einer aber von ihnen, (als) sehend°, dass er-geheilt-wurde°, kehrte-zurück, (wobei) mit lauter Stimme Gott verherrlichend.


16 Und er-fiel aufs Angesicht vor seinen Füßen, (wobei) ihm dankend, und er war~ (ein) Samariter.17


17 Jesus aber, antwortend° sagte: Wurden ´nicht` die zehn gereinigt? Wo ´aber` (sind) die neun (anderen)?


18 Fanden-sich keine (anderen) Zurückkehrenden°, (um) Gott Herrlichkeit (od.: Ehre) zu-geben, außer diesem Fremdstämmigen?


19 Und er-sagte (zu) ihm: Steh-auf ° (und) geh~! Dein Glaube hat-errettet*4 dich.


20 Aber (als/weil) von den Pharisäern befragt-werdend°, wann die Königsherrschaft Gottes kommt, antwortete-er ihnen und sagte: Die Königsherrschaft Gottes kommt nicht mit (der Möglichkeit zur) Beobachtung (d.h. durch sichtbare Begleitumstände).


21 Man wird auch-nicht sagen: Siehe, hier (ist sie)! oder: Dort (ist sie)!2 Denn siehe, die Königsherrschaft Gottes ist (jetzt schon) mitten-unter3 euch.


22 Er-sagte aber zu den Schülern: Kommen-werden Tage, da ihr-begehren-werdet, (auch nur) einen der Tage des Sohnes des Menschen zu-sehen, aber ihr werdet (ihn) nicht sehen.14


23 Und sagen-werden-sie (zu) euch: Siehe, dort (ist er)! ´oder:` Siehe, hier (ist er)! Nicht ´gehet-hin° auch-nicht` laufet-hinterher°!


24 Denn geradeso-wie der Blitz, - (wenn/indem) aufblitzend, - von (einem Ende) unter dem Himmel bis-zu dem (anderen Ende) unterm Himmel leuchtet, ebenso (erscheinend) wird-sein der Sohn des Menschen ´an seinem Tag`.


25 Zuerst aber muss er vieles leiden und von diesem Geschlecht5 verworfen-werden.


26 Und so-wie es-geschah in den Tagen Noahs,15 ebenso wird-es-sein auch in den Tagen des Sohnes des Menschen:


27 Sie aßen~, sie tranken~, sie-heirateten~, sie-wurden-verheiratet~, bis-zu dem Tag, (als) Noah in die Arche hineinkam und die Überflutung kam und alle vernichtete.


28 Gleicherweise so-wie es-geschah in den Tagen Lots:15 Sie-aßen~, sie-tranken~, sie-kauften~, sie-verkauften~, sie-pflanzten~, sie-erbauten~.


29 Aber an dem Tag, (an dem) Lot von Sodom herauskam, regnete (es) Feuer und Schwefel vom Himmel und vernichtete alle.


30 Auf-ganz dieselbe (Weise) wird-es-sein (an) dem Tag, (an dem) der Sohn des Menschen enthüllt-wird.


31 An jenem Tag, derjenige (der) auf dem Gebäudeflachdach sein-wird und seine Habseligkeiten (sind) in dem Haus, nicht steige-er-herab, um-sie-aufzuheben (und wegzutragen), und der im Feld (Arbeitende) gleicherweise, nicht kehre-er-um nach den hintenliegenden (Dingen).


32 Erinnert-euch~ an Lots Frau!


33 Wer auch-immer sucht° sein Leben22 für-sich-zu-erwerben° (od.: zu erhalten/behalten?), verlieren-wird-er es, wer aber auch-immer (es) ´verliert`°, am-Leben-erhalten-wird-er es.


34 Ich-sage euch, in dieser (zukünftigen) Nacht6 werden-sein zwei auf einem Bett, der eine wird-mitgenommen-werden,7 und der andersartige wird-zurückgelassen-werden.7


35 Es-werden-sein zwei8 Mahlende (Frauen) an dem selben (Ort), die eine wird-mitgenommen-werden, die andersartige aber wird-zurückgelassen-werden.


36 1


37 Und (indem ihm) antwortend° sagen sie (zu) ihm: Wo (wird dies geschehen), Herr?9 Er aber sagte (zu) ihnen: Dort-wo die Leiche (liegt), dort werden-sich-versammeln auch die Aasgeier.23

Lukas 18


1 Er-sagte~ ihnen (d.h. den Jüngern) aber (eine) Parabel, im-Hinblick-darauf dass (d.h. um sie darauf hinzuweisen, dass…) es-(Präs.: immer)-notwendig-ist~ (für) sie, allezeit22 zu-beten~ und nicht zu-ermatten~,2


2 (indem) sagend: Ein Richter23 war~ in einer Stadt, Gott nicht fürchtend und (vor) keinem Menschen sich-scheuend.


3 (Eine) Witwe aber war~ in jener Stadt und sie-kam~ (Impf.: immer wieder) zu ihm, (wobei) sagend: (Mein) Recht-verschaffe°3 mir (effektiver Aor.: doch endlich) gegenüber meinem Prozessgegner!


4 Doch er-wollte~ für (Impf.: einen längeren) Zeitraum nicht.18 ´Danach aber` sagte-er bei (d.h. zu) sich-selbst: Wenn ich auch Gott nicht fürchte noch (vor irgendeinem) Menschen mich-scheue,


5 wenigstens (deswegen), weil mir diese Witwe (Präs.: fortwährend/immer wieder) Mühe verursacht~, werde-ich-Recht-verschaffen ihr, damit (sie) nicht am Ende kommend, mir ins-Gesicht-schlägt.11


6 Der Herr aber sagte: Hört, was der Richter der Ungerechtigkeit6 sagt!


7 Gott aber (sollte er, im Gegensatz zu diesem Richter), keinesfalls das Recht3 seiner Auserwählten ausführen, die (zu) ihm Tag und Nacht laut-Rufenden, und zieht-er-(es-lange)-hin bei ihnen?13


8 Ich-sage euch: Er-wird-ausführen ihr Recht in Schnelligkeit.4 Jedoch der Sohn des Menschen, (dann, wenn) kommend°, wird er wohl den Glauben14 finden auf der Erde?5


9 Er-sagte aber zu einigen, den auf sich-selbst (statt auf Gott) Vertrauenden*, dass sie Gerechte sind und (daher) die übrigen verachtend (vgl. V.11), diese Parabel:


10 Zwei Menschen stiegen-hinauf in das Heiligtum um-(privat!)-zu-beten, ´der` eine (ein) Pharisäer und der andersartig (gesinnte ein) Zöllner.


11 Der Pharisäer, (nachdem) ´sich-selbst` (vorne?)-hinstellend°, betete~7 ´diese` (Worte): Gott, ich-danke dir, dass ich nicht bin geradeso-wie die übrigen (vgl. V.9) der Menschen, erbresserische-Räuber,15 Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser (klingt verächtlich!) Zöllner (da).19


12 Ich-faste zweimal8 die Woche, ´ich-verzehnte` alles was ich-erwerbe.


13 Der Zöllner aber, (war) von-ferne stehen-geblieben*. Er-wagte~ nicht-einmal die Augen erheben zu dem Himmel, sondern er-schlug~ (Impf.: sich immer wieder auf) ´seine` Brust, (Präs.: wobei immer wieder) sagend: Gott, schaffe-Sühne° mir, dem Sünder20 (so als ob er der einzige Sünder wäre)!


14 Ich-sage euch, dieser (d.h. der Zöllner) stieg-herab (Pf.: von da an als) gerecht-Gesprochener*,21 in sein Haus im-Gegensatz-zu jenem24 (d.h. dem Pharisäer), weil jeder sich-selbst Erhöhende wird-erniedrigt-werden, aber der sich-selbst Erniedrigende wird-erhöht-werden.


15 Aber sie-brachten-hin (zu) ihm auch die Säuglinge, damit er sie (Präs.: eines nach dem anderen) anfasse~. Aber die Schüler, (als dies) sehend°, herrschten-an~ sie (Pl.Mask.: d.h. die Väter, welche ihre Säuglinge brachten).


16 Jesus aber rief-zu-sich ´sie`, sagend: Lasst die Babys zu mir kommen und wehrt~ ihnen nicht, denn (für) die so-Beschaffenen17 ist die Königsherrschaft Gottes!


17 Amen, ich-sage euch: Wer auch-immer die Königsherrschaft Gottes nicht wie (ein) Kindlein annimmt, keinesfalls kommt-er-hinein in sie.


18 Und es-befragte ihn ein SynagogenVorsteher, sagend: Guter Lehrer, (wenn) was getan-habend°, werde-ich-erben ewiges Leben?


19 Jesus aber sagte (zu) ihm: Was sagst-du (zu) mir gut? Keiner (ist) gut, außer einer: (nämlich) Gott.12


20 Die Vorschriften weißt-du*: "Nicht sollst-du-ehebrechen, nicht sollst-du-morden, nicht sollst-du-stehlen, nicht sollst-du-falsch-bezeugen, ehre~ deinen Vater und die Mutter."1


21 Er aber sagte: Alle diese (Vorschriften) bewahrte-ich seit (meiner) Jugend.


22 Jesus aber, (als dies) hörend°, sagte (zu) ihm: Noch eines mangelt dir: Alles, was du-hast, biete-feil und verteile (es an) Bettelarme, und du-wirst-haben (einen) aufbewahrten-Schatz in ´den` Himmeln, und auf, folge~ mir (Präs.: von jetzt an)!


23 Er aber, (als/nachdem) dies hörend°, wurde er-sehr-betrübt, denn er-war~ (Impf.: geworden) sehr reich.


24 Aber (als) sehend° ihn ´sehr-betrübt werdend`°, sagte ´der` Jesus: Wie schwerlich gehen-hinein in die Königsherrschaft Gottes, die die Reichtümer Habenden.


25 Denn müheloser ist-es, (dass ein) Kamel durch (die) Öffnung (einer) Chirurgennadel10 hineinkomme, als (dass ein) Reicher in die Königsherrschaft Gottes hineinkommt°.


26 Aber die (dies) Hörenden° sagten: Und wer kann (dann überhaupt) errettet-werden?


27 Er aber sagte: Dass bei Menschen Unmögliche, ist möglich bei Gott.


28 Petrus aber sagte: Siehe, wir, (nachdem) verlassen-habend° das Eigentum, folgten dir!


29 Er aber sagte (zu) ihnen: Amen, ich-sage euch: Keiner ist, der verließ Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder wegen der Königsherrschaft Gottes,


30 der nicht auf-jeden-Fall (ein) Vielfältiges (an Belohnungen) zu diesem Zeitpunkt (d.h. in diesem Leben) ´zurückerhält` und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben.


31 Aber (als/nachdem) die Zwölf beiseite-nehmend°, sagte-er zu ihnen: Siehe, wir-steigen-hinauf nach Jerusalem, und es-wird-vollendet-werden alles das Geschriebene* durch die Propheten (über) den Sohn des Menschen.


32 Denn er-wird-überliefert-werden den Nationen, und er-wird-verhöhnt-werden und er-wird-misshandelt-werden und er-wird-angespuckt-werden,


33 und, (nachdem ihn) gegeißelt-habend°, werden-sie-töten ihn, und am dritten Tag wird-er-auferstehen.


34 Und sie-verstanden gar-nichts (von) diesen (Worten), und dieser Ausspruch war verborgen* vor ihnen, und sie-begriffen das Gesagte nicht.25


35 Es-geschah während seinem Nahen~9 nach Jericho: Irgendein Blinder saß~ neben dem Weg, aufdringlich-bittend.


36 Aber (als/da die) durchgehende Volksmenge hörend°, erkundigte-er-sich~,16 was dies sein-möge (Opt.Präs.).


37 Sie-berichteten ihm aber: Jesus der Nazaräer kommt-vorüber.


38 Und er-rief-laut, (indem) sagend: Jesus, Sohn Davids, erbarme-dich meiner!


39 Und die Vorangehenden herrschten-an~ ihn, dass er-schweigen-solle, er aber schrie~ (Impf.: immer wieder und noch) vielmehr: Sohn Davids, erbarme-dich meiner!


40 Jesus aber, (nachdem) stehenbleibend°, befahl-er°, (dass) er zu ihm geführt-werde°. Aber (als) er sich-genaht-hatte°, befragte-er ihn:


41 Was willst-du, (dass ich) dir tun-soll? Er aber sagte: Herr, dass ich-wieder-sehen-kann!


42 Und Jesus sagte (zu) ihm: Sieh-wieder°! Dein Glaube hat-errettet* dich.


43 Und sogleich sah-er-wieder, und er-folgte ihm, (wobei) Gott verherrlichend. Und das ganze Volk, (als dies) sehend°, gab Gott Lobpreis.

Lukas 19


1 Und (nachdem) hineinkommend° durchzog-er~ Jericho.9


2 Und siehe, (ein) Mann, (mit) Namen Zachäus genannt~, und er war~ Oberzöllner,7 und er (war) reich.


3 Und er-versuchte~ Jesus zu-sehen, wer er-ist, und er-konnte~ (Impf.: es schon mehrmals) nicht wegen der Volksmenge, weil er (hinsichtlich) der Körpergröße klein war~.


4 Und (nachdem) nach vorne vorauslaufend°, stieg-er-hinauf auf (einen) Maulbeerfeigenbaum,18 damit er ihn sehe, weil er-(d.h. Jesus)-im-Begriff-war~ (auf) jenem (Weg) durchzuziehen~.


5 Und als er an den Ort kam, (nachdem) aufblickend°, sagte Jesus zu ihm: Zachäus, dich-beeilend°, steig-herab, denn heute muss ich in deinem Haus bleiben°!


6 Und sich-beeilend° stieg-er-herab, und gastlich-empfing-er ihn, (wobei) sich-freuend.


7 Und alle (dies) Sehenden°, murrten-laut-untereinander~, (indem) sagend: Zu (einem) sündigen Mann kam-er-hinein, um-einzukehren.21


8 Aber Zachäus, herzutretend°, sagte zu dem Herrn: Siehe, die Hälfte meiner Besitztümer4 Herr, gebe-ich ´den` Bettelarmen, und wenn ich (von) irgendjemandem irgendetwas erpresste, gebe-ich-(es)-zurück vierfach.13


9 Jesus aber sagte zu ihm: Heute wurde diesem Haus Errettung (zuteil), deswegen-weil auch er (ein) Sohn Abrahams ´ist`,


10 denn der Sohn des Menschen kam, (um) zu-suchen und zu-erretten das Verlorene*.


11 Sie aber, dies hörend~, (indem weiterhin etwas) hinzufügend°, sagte-er (eine) Parabel, weil-er nahe (ca. 25 km vor) Jerusalem war~ und sie meinen~, dass die Königsherrschaft Gottes sogleich im-Begriff-sei~ in-Erscheinung-zu-treten~.


12 Er-sagte also: Ein-gewisser hochgeborener Mensch ging in (einen) fernen Landstrich, (um) sich (die) Königsherrschaft zu-nehmen° und (dann)15 zurückzukehren°.


13 Aber (als/nachdem) seine zehn Sklaven gerufen-habend°, gab-er ihnen zehn Minen5 und sagte (zu) ihnen: ´Handelt-(damit)-geschäftlich°`, bis ich-zurückkomme!10


14 Seine Bürger aber hassten ihn und sandten (eine) Gesandtschaft hinter ihm her, sagend: Wir-wollen nicht, (dass) dieser über uns als-König-regiere!14


15 Und es-geschah bei seinem Wiederkommen,19 - (nachdem) die Königsherrschaft empfangen-habend°, - da sagte-er, ihm diese Sklaven zu-rufen°, denen er das Silbergeld gegeben-hatte^, damit er-erfahre, was sie-geschäftlich-erhandelten.


16 Aber der Erste kam-herbei, sagend: Herr, deine Mine, zehn (weitere) Minen erwarb-sie-dazu.


17 Und er-sagte (zu) ihm: Bravo, guter Sklave, weil du im Geringsten treu warst, sei~ Vollmacht habend~ über zehn Städte!6


18 Und der Zweite kam, sagend: Deine Mine, Herr, brachte-ein fünf (weitere) Minen.


19 Er-sagte aber auch (zu) diesem: Und du, sei~ über fünf Städte!


20 Und der andersartig (gesinnte) kam, sagend: Herr, siehe, (hier ist) deine Mine, die ich in (einem) Schweißtuch25 aufbewahrt-bereitliegend~ hatte~.


21 Denn ich-fürchtete~ dich, weil du (ein) strenger Mensch bist! Du-hebst-auf, was du nicht hinlegtest,16 und du-erntest, was du nicht sätest.


22 Er-sagt (zu) ihm: Aus deinem Mund werde-ich-richten dich, böser Sklave. Du-wusstest^, dass ich (ein) strenger Mensch bin, (indem) aufhebend, was ich nicht hinlegte, und erntend, was ich nicht säte?16


23 Und (wenn das so ist), weswegen gabst-du (dann) mein Silbergeld nicht auf (einen) GeldwechslerTisch?11 Und-ich, (damit/dann, nachdem) zurückkommend°, samt Zinsertrag hätte-ich-(es)-eingefordert. (Irrealis)


24 Und (zu) den Danebenstehenden* sagte-er: Nehmt-weg von ihm die Mine und gebt (sie) dem die zehn Minen Habenden.22


25 Und sie-sagten (zu) ihm: Herr, er-hat (doch schon) zehn Minen!


26 Ich-sage euch: Jedem Habenden wird-gegeben-werden, aber von dem Nicht-Habenden, auch (noch) was er-hat,23 wird-(ihm)-weggenommen-werden.


27 Jedoch diese meine Feinde, die nicht Wollenden° mich als-König-zu-regieren° über sie, führt-sie hierher und schlachtet-ab sie vor mir!27


28 Und (nachdem) diese (Worte) gesagt-habend°, ging-er~ vorne,17 (indem/damit) hinaufsteigend~ nach Jerusalem.


29 Und es-geschah, als er-sich-nahte nach Betfage und ´Betanien`26 zu dem Berg, - dem genannten~ (Berg der) Olivenbäume, - sandte-er zwei der Schüler,


30 sagend: Geht-fort in das Dorf gegenüber, in dem, (wenn) hineingehend ihr (ein) Füllen angebunden* finden-werdet, auf das keiner (der) Menschen jemals sich-setzte, und (nachdem) es losgebunden-habend°, führt (es her)!


31 Und falls jemand euch fragt: Weshalb bindet-ihr-(es)-los?, so sollt-ihr-sagen: Der Herr hat Bedarf (an) ihm.


32 Aber (nachdem) weggegangen°, fanden (es) die Gesandten*, so-wie er (es zu) ihnen sagte°.


33 Aber (als) sie das Füllen losbinden~, sagten seine Besitzer zu ihnen: Warum bindet-ihr-los das Füllen?


34 Sie aber sagten: Der Herr hat Bedarf (an) ihm.


35 Und sie-führten es zu Jesus, und (nachdem) ihre Kleider auf das Füllen draufgeschmissen-habend°, ließen-sie-aufsitzen Jesus.


36 (Als) er aber dahinzog~, breiteten-sie-unter-(ihm)-aus ´ihre` Kleider auf dem Weg.


37 Er aber, (als) schon sich-nahend~ an dem Abhang des Berges der Olivenbäume, (da) fing-an die ganze Schar der Schüler, (indem/weil) sich-freuend, Gott zu-loben~ mit lauter Stimme, wegen aller Machttaten, die sie-sahen,


38 (Präs.: wobei immer wieder) sagend: "Gesegnet der Kommende," - der König, - "im Namen (des) HERRN,"1 im Himmel Friede und Herrlichkeit in (den) Höhen!


39 Und einige der Pharisäer aus der Volksmenge sagten (zu) ihm: Lehrer, rüge deine Schüler!


40 Und antwortend° sagte-er: Ich-sage euch, falls diese stilleschweigen-werden, (dann) werden-schreien die Steine.


41 Und als er sich-nahte, - (und/als/nachdem) sehend° die Stadt, - weinte-er über sie,24


42 (wobei) sagend: Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt-hättest° (Irrealis), das (was dir) zum Frieden (dient)! Nun aber wurde-es-verborgen vor deinen Augen.


43 Denn Tage werden-eintreffen über dich, da werden-aufwerfen8 deine Feinde (einen) Palisadenwall (um) dich, und ringsherum-einkreisen-werden-sie dich, und bedrängen-werden-sie dich von-überall-her,


44 und dem-Erdboden-gleichmachen-werden-sie dich und deine Kinder in dir, und sie-werden-lassen in dir keinen Stein auf (einem anderen) Stein, dafür, dass du nicht erkanntest den (gelegenen) Zeitpunkt deiner (göttlichen) Heimsuchung.12


45 Und (nachdem) in das Heiligtum hineinkommend°, fing-er-an die Feilbietenden hinauszuwerfen~,


46 (wobei zu) ihnen sagend: Geschrieben-ist*,"Und mein Haus soll-sein (ein) Haus (des) Gebets,"2 ihr aber machtet es "(zu einer) Höhle (von) Straßenräubern."3


47 Und er-war~ an jedem Tag in dem Heiligtum lehrend. Aber die Hohepriester und die Schriftgelehrten versuchten~ ihn umzubringen,20 und (ebenso) die Vornehmsten des Volkes,


48 und sie-fanden nichts, das was sie-tun-könnten°, denn das ganze Volk hängte-sich (an ihn, indem) ihm zu-hörend~. 

Lukas 20


1 Und es-geschah an einem der Tage, (als) er das Volk in dem Heiligtum lehrend ~ und evangelisierend-war~, (da) stellten-sich-hin die Hohepriester und die Schriftgelehrten zusammen-mit den Ältesten,


2 und sie-sprachen, (indem) zu ihm sagend: Sage° uns, in was-für-einer Vollmacht tust-du dies, oder wer ist-es, der gegeben-Habende° dir diese Vollmacht?


3 Aber antwortend° sagte-er zu ihnen: Auch-ich werde-fragen euch (nur ein) Wort, und (zwar) sagt mir:


4 Die Taufe (des) Johannes, war-sie~ vom Himmel (d.h. von Gott) oder von Menschen?


5 Sie aber erwogen-es-zusammen unter sich, (wobei sich) sagend: Falls wir-sagen, vom Himmel, wird-er-sagen, weswegen glaubtet-ihr ihm (dann) nicht?


6 Aber falls wir-sagen, von Menschen, - zu-Tode-steinigen-wird uns das ganze Volk, denn überzeugt* ist-es, (dass) Johannes (ein) Prophet sei~.


7 Und sie-antworteten, sie-wüssten* nicht woher.


8 Und Jesus sagte (zu) ihnen: (Dann) sage auch ich euch nicht, in was-für-einer Vollmacht ich dies tue.


9 Aber er-fing-an zu dem Volk diese (folgende) Parabel zu-sagen~: ´Ein` Mensch pflanzte (einen) Weingarten und verpachtete10 ihn (an) Winzer und reiste-ab (für einen) geraumen Zeitraum.


10 Und (zum rechten) ErnteZeitpunkt sandte-er zu den Winzern (einen) Sklaven, damit sie ihm von der Frucht des Weingartens geben-sollen. Die Winzer aber, (nachdem ihn) verprügelnd°, sandten-sie-fort ihn (mit) leeren (Händen).11


11 Und er-schickte nochmals, (einen) andersartigen Sklaven, sie aber, (nachdem) auch-jenen verprügelnd° und verunehrend°, sandten-sie-fort ihn (mit) leeren (Händen).


12 Und er-schickte nochmals, (einen) dritten, sie aber, (nachdem) auch diesen verwundend°, warfen-sie (ihn)-hinaus.


13 Der Herr des Weingartens aber sagte: Was soll-ich-tun°? Schicken-werde-ich meinen Sohn, den geliebten, gewiss 24 werden-sie-sich-scheuen (vor) diesem.


14 Die Winzer aber, (nachdem) ihn sehend°, überlegten-gründlich unter einander, (indem sich) sagend: Dieser ist der Erbe, töten-wir~ ihn, damit das Erbe unser werde!


15 Und (nachdem) ihn aus dem Weingarten hinauswerfend°, töteten-sie (ihn). Was also wird-antun ihnen der Herr des Weingartens?


16 Kommen-wird-er,15 und umbringen-wird-er diese Winzer, und geben-wird-er den Weingarten anderen.12 Aber (als dies) hörend° sagten-sie: Auf-keinen-Fall! (Opt.Aor. w.: dies möge nicht geschehen)


17 Er aber, sie anblickend°, sagte: Was also bedeutet dieses Geschriebene*: "(Der) Stein, den die Erbauenden verwarfen, dieser wurde zum Haupt Eckstein?"1


18 Jeder der Gefallene° auf jenen Stein wird-zerschellen, aber auf wen auch-immer er-fällt, zermalmen-wird-er ihn.13


19 Einerseits (od. konsekutiv: daraufhin) versuchten die Schriftgelehrten und die Hohepriester (gewaltsam) die Hände an ihn anzulegen° in eben dieser Stunde,8 andererseits (od. adversativ: aber sie) fürchteten-sie das Volk, denn sie-erkannten, dass er in-Bezug-auf sie diese Parabel sagte°.


20 Und (damit) ihn-genau-beobachtend°, sandten-sie Spitzel, heuchelnd, (dass) sie-selbst gerecht seien~, damit sie ihn (bei einem verfänglichen/unüberlegten) Wort ertappen-könnten°, sodass sie ihn der Obrigkeit und der Autorität des Präfekten überliefern-könnten°.


21 Und sie-befragten ihn, sagend: Lehrer, wir-wissen*, dass du in-rechter-Weise redest und lehrst und nicht (Rücksicht) nimmst (auf die) Person, sondern gemäß Wahrheit den Weg Gottes lehrst:


22 Ist-es-erlaubt uns, (dem) Kaiser Tribut zu-zahlen oder nicht?


23 Aber (da/weil) ihre Hinterlist wahrnehmend° (od.: durchschauend), sagte-er zu ihnen:


24 Zeigt mir (einen) Denar! Von-wem hat-er Bild und Aufschrift? Sie aber sagten: (Vom) Kaiser.


25 Er aber sagte (zu) ihnen: Dementsprechend gebt das (des) Kaisers (dem) Kaiser und das Gottes Gott!


26 Und sie-vermochten nicht, ´ihn` (bei einem verfänglichen) Ausspruch vor-den-Augen des Volkes zu-ertappen, und (indem/weil) über seine Antwort staunend° schwiegen-sie.


27 Aber (als) einige der Sadduzäer hinzugekommen-waren° - die ´Widersprechenden`, (indem sagend) es-gebe~ keine Auferstehung, - befragten-sie ihn,


28 (indem) sagend: Lehrer, Mose schrieb uns: "Falls jemandes Bruder verstirbt,"2 (und) habend (hinterlassen eine) Frau, und (falls) diese "kinderlos" sei~, dass "sein Bruder die Frau nehme und er-lasse-erstehen Nachkommenschaft seinem Bruder."3


29 (Es) waren~ also sieben Brüder, und der erste, (nachdem eine) Frau genommen-habend°, verstarb-er kinderlos.


30 Und der zweite (nahm sie),


31 und der dritte nahm sie, genauso aber (nahmen sie) auch die sieben, sie-(alle)-ließen-zurück keine Kinder und verstarben.


32 Zuletzt verstarb auch die Frau.


33 Die Frau also, bei der Auferstehung, wem (von) ihnen wird-sie (als) Frau (zugerechnet)? Denn die sieben hatten sie (alle als) Frau.


34 Und Jesus sagte (zu) ihnen: Die Söhne dieses Zeitalters heiraten und werden-geheiratet,


35 aber die für-besonders-würdig-geachtet-Werdenden° jenes (zukünftige) Zeitalter zu-erlangen und die Auferstehung aus Toten, weder heiraten-sie noch werden-sie-geheiratet,


36 denn sie-können auch-nicht mehr versterben°, denn engelgleich sind-sie und Söhne Gottes sind-sie, (weil) Söhne der Auferstehung seiend~.


37 Dass aber die Toten auferweckt-werden, deutete-an auch Mose bei der (Geschichte vom) Dornbusch, wie er "(den) HERRN den Gott Abrahams und (den) Gott Isaaks und (den) Gott Jakobs."4 nennt.


38 Aber er-ist kein Gott (von) Toten, sondern (von) Lebenden, denn (für) ihn leben-sie alle.9


39 Aber antwortend° sagten einige der Schriftgelehrten (der Pharisäer): Lehrer, richtig sagtest-du (dies).


40 Denn sie-wagten (es) nicht-mehr, ihn (über) irgendetwas zu-befragen.


41 Er-sagte aber zu ihnen: Wieso sagen-sie, der Messias sei~ Davids Sohn?5


42 Denn David selbst sagt im Buch (der) Psalmen: "(Der) HERR sagte zu meinem Herrn: Sitze~ (Präs.: von nun an) zu meiner Rechten,


43 bis ich deine Feinde hinlege (als einen) Fußschemel (für) deine Füße!"6


44 David also nennt ´ihn Herr`,7 und wieso ist-er (dann nur) sein Sohn?5


45 (Während) aber das ganze Volk zuhörend-war~, sagte-er (zu) ´seinen` Schülern:


46 Nehmt-euch-in-acht vor den Schriftgelehrten, den Wollenden umhergehen~ in langen-Gewändern und gernhabend (die) Begrüßungen auf den Marktplätzen und Ehrensitze in den Synagogen und Ehrenlager bei den Mählern,


47 die die Häuser der Witwen Auffressenden und (zum) Vorwand (od.: Schein) lang beten. Diese werden-empfangen (ein) härteres Urteil.14


Lukas 21


1 Aber (als) aufblickend° sah-er die Reichen, ihre Opfergaben in den Schatzkasten einwerfend.3 


2 Er-sah aber eine sehr-bedürftige10 Witwe zwei Lepta dort einwerfend.


3 Und er-sagte (zu den Jüngern): Wahrhaft, ich-sage euch: Diese bettelarme Witwe warf mehr-als alle (Reichen hinein).


4 Denn alle diese (Reichen) warfenhinein aus ihrem Überfluss~ zu den Opfergaben, diese aber warfhinein aus ihrem Mangel,11 (und zwar) den ganzen Lebensunterhalt, den sie-(noch)-hatte~.


5 Und (als) einige über das Heiligtum sagend-waren~, dass (es mit) schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt-ist*, sagte-er:


6 (Alle) diese (Dinge), die ihr-anschaut, Tage werden-kommen, an denen kein Stein auf (einem anderen) Stein gelassen-werden-wird, der nicht völlig-abgelöst-werden-wird.12


7 Sie-befragten ihn aber, sagend: Lehrer, wann denn wird-sein dies, und was (ist) das VorZeichen, dann-wenn dies geschehen~ soll~?13


8 Er aber sagte: Seht-zu~, (dass) ihr nicht irregeführt-werdet°! Denn viele werden-kommen aufgrund meines Namens,25 (indem) behauptend: Ich bin (es), und: Der Zeitpunkt ist-nahe* (Perf. = ist da)!  Geht nicht hinter ihnen (her)!


9 Aber dann-wenn ihr (von) Kriegen und Unruhen (od.: Aufständen) hört, erschreckt nicht! Denn dies muss zuerst geschehen, jedoch das Ende (ist dann noch) nicht sofort (da).


10 Dann sagte-er~ (zu) ihnen: Erheben-wird-sich Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich,


11 sowohl große Erdbeben an verschiedenen Orten als-auch ´Hungersnöte und Seuchen` werden-sein,14 sowohl Schrecknisse als-auch große Zeichen vom Himmel werden-sein.


12 Aber vor allen diesen (Ereignissen)22 werden-sie-anlegen ihre Hände an euch, und sie-werden-(euch)-verfolgen, (indem euch) in die Synagogengerichte und Gefängnisse23 überliefernd, (indem/damit) abgeführt-werdend vor Könige und Präfekten wegen meines Namens (d.h. weil ihr zu mir gehört).


13 Ausschlagen-wird-es euch zum Zeugnis.15


14 Nehmt-euch-vor° also in euren Herzen, (euch) nicht vorher-zu-kümmern, (wie ihr euch dann) verteidigt° (od.: verantwortet)!16


15 Denn ich werde-geben euch Mund (d.h.: die richtigen Worte) und Weisheit, der niemand (von) allen euren Widersachern~ fähig-sein-wird, zu-widerstehen oder zu-widersprechen.


16 Aber ihr-werdet-überliefert-werden (od. besser: verraten werden?) auch von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden, und sie-werden-töten (einige) von euch,4


17 und ihr-werdet-sein (Präs.: fortwährend) Gehasste~ von allen wegen meines Namens.


18 Doch keinesfalls wird-verloren-gehen° (auch nur ein) Haar von eurem Kopf.


19 Durch euer geduldiges-Ausharren ´erwerbt-euch`° euer Leben.17


20 Aber dann-wenn ihr Jerusalem von Kriegslagern6 (Präs.: allmählich) umkreist-werdend seht, dann erkennt°, dass seine Verwüstung nahe-ist*.


21 Dann sollen-fliehen~ die in der (Landschaft) Judäa (lebenden) in die Berge (von Gilead), und die in seiner (d.h. Jerusalems) Mitte sollen-entweichen~, und die in den (darum liegenden) Landstrichen (sollen) nicht hineinkommen~ nach Jerusalem,18


22 weil diese (Tage) sind Tage (der) Rache, um-zu erfüllen° alles das Geschriebene*.19


23 Wehe den Schwangeren~ und den Stillenden~ in jenen Tagen! Denn große Not wird-sein über dem Land28 und (ein) Zorngericht (Gottes) für dieses Volk (d.h. Israel),


24 und fallen-werden-sie29 durch (die) Schneide (des) Schwertes, und als-Kriegsgefangene-werden-sie-geführt-werden zu allen den Nationen,5 und Jerusalem wird-sein niedergetreten-seiend~24 von Nationen,7 so-lange-bis (dass) erfüllt-werden° (die festgesetzten) Zeitpunkte27 (od.: Zeitmaße der) Nationen.20


25 Und26 sein-werden (kosmologische?) Zeichen an Sonne und Mond und Sternen, und auf der Erde Beklemmung (der) Nationen in Ratlosigkeit (vor) Getöse (des) Meeres und (dessen?) Erschütterung (od.: Schwall),8


26 (weil/indem) ohnmächtig-werdend (die) Menschen vor Furcht und (banger) Erwartung der Herankommenden (od.: bevorstehenden Ereignisse über) die bewohnte (Erde), denn "die Mächte der Himmel" werden-erschüttert-werden.1


27 Und dann werden-sie29-sehen "den Sohn des Menschen, kommend mit (w.: in einer) Wolke"2 mit Kraft und viel Herrlichkeit.


28 Aber (dann, wenn) diese (Pl.: Ereignisse) anfangen~ zu-geschehen~, richtet-euch-auf und erhebt eure Köpfe (d.h. fasst neuen Mut), deshalb-weil eure Erlösung nahe-ist!


29 Und er-sagte (eine) Parabel (zu) ihnen: Seht den Feigenbaum und alle die (anderen) Bäume!30


30 Dann-wenn sie schon (die Blätter) hervortreiben, (wenn/nachdem dies an den Bäumen) erblickend, erkennt-ihr von selbst, dass der Sommer schon nahe ist.


31 Ebenso auch ihr, dann-wenn ihr diese (Pl.: Ereignisse) (iteratives Präs.: eines nach dem anderen) geschehend seht,31 (dann) erkennt~, dass die Königsherrschaft Gottes nahe ist!


32 Amen, ich-sage euch: Keinesfalls geht-zugrunde dieses Geschlecht (od.: Generation),21 bis ´wirklich` alles geschehe°.


33 Der Himmel und die Erde werden-zugrundegehen, aber meine Worte, keinesfalls werden-sie-zugrundegehen.


34 Aber nehmt-(euch)-in-acht~ (in Bezug auf) euch-selbst, dass-nicht-etwa ´eure Herzen` beschwert-werden in RauschTaumel und Trunkenheit und Sorgen (über) Alltäglichkeiten, sodass jener Tag unvermutet


35 wie (ein) Fallstrick zu euch herantrete (d.h. euch überrasche). Denn er-wird-plötzlich-herankommen über alle die Wohnenden auf (der) Oberfläche der ganzen Erde.


36 Aber wacht-schlaflos~ zu jedem Zeitpunkt, (wobei) flehend, damit (od.: dass) ihr-stark-(genug)-seiet~, allen diesen (Versuchungen/Ereignissen?) zu- entfliehen°,32 die im-Begriff-Stehenden (Präs.: der Reihe nach) zu-geschehen~, und um-hinzutreten° (od.: zu bestehen) vor den Sohn des Menschen.


37 Er-war~ aber tagsüber in dem Heiligtum lehrend, die Nächte aber, (wenn) herauskommend (aus Jerusalem), nächtigte-er~ (Impf.: jedes Mal) an dem Berg, den genannten~ (Berg der) Olivenbäume.


38 Und das ganze Volk machte-sich-frühmorgens-auf zu ihm, in das Heiligtum (um) ihn zu-hören~.9

Lukas 22


1 Nahe-kam~ aber das Fest der ungesäuerten (Brote), das Passah genannte~.


2 Und die Hohepriester und die Schriftgelehrten suchten~ (eine Gelegenheit), wie sie ihn (vorher heimlich) beseitigen-könnten°, denn sie-fürchteten~ das Volk.1


3 Satan aber kam-hinein in Judas (vgl. Joh 13,27), den Iskariot genannten~, seiend (einer) aus der Zahl der Zwölf.


4 Und (nachdem) weggehend° besprach-er-sich (mit) den Hohepriestern und (den) Kommandanten (des Levitenkorps?), wie er ihn ihnen überliefern-könnte°.


5 Und sie-freuten-sich und vereinbarten ihm Silbergeld3 zu-geben.


6 Und er-sagte-zu und suchte~ (Impf.: immer wieder einen) gelegenen-Zeitpunkt, um ihn ihnen zu-überliefern, (und zwar) gesondert-von (d.h. hinter dem Rücken der) Volksmenge.


7 (Es) kam aber der Tag (des Festes) der Ungesäuerten (Brote), ´an` dem das Passah geopfert-werden~ musste~.17


8 Und er-sandte Petrus und Johannes, sagend: Geht° (und) bereitet° (für) uns das Passah, damit wir-(es)-essen.


9 Sie aber sagten (zu) ihm: Wo willst-du, (dass) wir-(es)-bereiten-sollen?


10 Er aber sagte (zu) ihnen: Siehe, (wenn) ihr hineinkommend-seid° in die Stadt, wird euch (ein) Mensch entgegengehen, (einen) Tonkrug Wasser tragend. Folgt ihm9 in das Haus in das er-hineingeht.


11 Und ihr-sollt-sagen (zu) dem Hausgebieter des Hauses: Der Lehrer (lässt) dir sagen: Wo ist die Unterkunft, wo ich mit meinen Schülern das Passah essen-könnte?


12 Und-jener wird-zeigen euch (ein) großes Oberzimmer, ausgebreitet* (mit Liegepolstern), dort bereitet (es)!


13 Aber (nachdem) weggehend° fanden-sie (es), so-wie er (zu) ihnen geredet-hatte^, und sie-bereiteten das Passah.


14 Und als die Stunde kam, ließ-er-sich-nieder und die Apostel zusammen-mit ihm.


15 Und er-sagte zu ihnen: Mit Sehnsucht sehnte-ich-mich, dieses Passah mit euch zu-essen, bevor ich leide°.


16 Denn ich-sage euch: Keinesfalls (mehr) esse-ich es, solange bis (dass) es-(sich)-erfülle in der Königsherrschaft Gottes.


17 Und (nachdem einen/den) Trinkbecher10 genommen-habend°, (und) gedankt-habend°, sagte-er: Nehmt diesen und teilt (ihn) unter euch!


18 Denn ich-sage euch: Keinesfalls trinke-ich von nun (an) von dem Ertrag des Weinstocks, bis dass die Königsherrschaft Gottes komme°.


19 Und Brot genommen-habend°, (und) gedankt-habend°, brach-er (es) und gab (es) ihnen, (wobei) sagend: Dies ist (d.h.: bedeutet) mein Leib, ´der` für euch gegeben-Werdende~,13 dies tut~ (Präs.: immer wieder) zur Erinnerung-an mich! (vgl. Ex 12,14)


20 Und genauso (nahm er) den Trinkbecher11 nach dem PassahMahl-halten, sagend: Dieser Trinkbecher (ist/bedeutet) der neuartige Bund5 in meinem Blut, das für euch ´ausgegossen-Werdende`.13


21 Jedoch siehe, die Hand des mich Überliefernden (ist) mit mir auf dem Tisch.18


22 Denn der Sohn des Menschen geht zwar (dahin; d.h. stirbt) gemäß dem (ihm) Bestimmten*, jedoch wehe jenem Menschen, durch den er-überliefert-wird!


23 Und sie fingen-an unter einander folgendes zu-disputieren: wer (es) wohl sein-möge (Opt.Präs.), der dies im-Begriff-sei~ zu-praktizieren~.


24 Aber (es/dadurch?) entstand auch (ein) Streit unter ihnen, wer von ihnen (der) Größte zu-sein scheint (od.: gilt).


25 Er aber sagte (zu) ihnen: Die Könige der Nationen herrschen (über) sie, und ihre Vollmacht-Habenden werden Wohltäter genannt.


26 Ihr aber (sollt) nicht so (tun), sondern der Größte unter euch werde~ (Präs.: immer mehr?) wie der Jüngste und der Führende wie der Bedienende.


27 Denn wer (ist) größer: Der (zu Tisch) Liegende oder der Bedienende? Doch der (zu Tisch) Liegende, (nicht wahr)? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Bedienende.


28 Ihr aber seid die Verbliebenen* (od.: die ausgeharrt haben) mit mir in meinen Versuchungen,


29 und-ich verfüge (od.: vermache) euch, - so-wie mir mein Vater verfügte (od.: vermachte), - (eine/die) Königsherrschaft,19


30 damit ihr-esset~ und trinket~ an meinem Tisch in meiner Königsherrschaft, und ´ihr-werdet-sitzen` auf Thronen, (indem/damit/und) richtend (d.h. regierend) die zwölf Stämme Israels.24


31 Simon, Simon, siehe, der Satan hat-sich-auserbeten°, euch zu-sieben6 wie den Weizen.


32 Ich aber flehte für dich, damit dein Vertrauen nicht nachlasse. Und du, (wenn/nachdem dich) irgendwann (dich) umwendend°, (dann) festige° deine Brüder!


33 Er aber sagte (zu) ihm: Herr, ich-bin bereit, mit dir auch (od.: sogar) ins Gefängnis und in (den) Tod zu-gehen~!


34 Er aber sagte: Ich-sage dir Petrus, nicht krähen-wird heute (der/ein) Hahn, bis du dreimal verleugnest, mich zu-kennen*.


35 Und er-sagte (zu) ihnen: Als ich euch ohne GeldBeutel und Ranzen und Untergebundene (Sandalen) sandte, mangelte-euch etwa irgendetwas? Sie aber sagten: (Nein), gar-nichts.


36 Er-sagte aber (zu) ihnen: Jedoch nun, der Habende (einen) GeldBeutel, trage (ihn mit sich), gleicherweise auch (einen) Ranzen, und der (dies) nicht Habende soll-feilbieten sein Kleid und (ein) Kurzschwert kaufen.7


37 Denn ich-sage euch: Dieses das Geschriebene* muss an mir vollendet-werden°: "Und unter Gesetzlose wurde-er-gerechnet,"2 denn auch das über mich (bestimmte) hat (einen) Abschluss.


38 Sie aber sagten: Herr siehe, hier (haben wir schon) zwei Kurzschwerter! Er aber sagte (zu) ihnen: Es reicht (w.: hinreichend ist-es).8


39 Und (nachdem aus der Stadt) herauskommend°, ging-er nach der Gewohnheit zum23 Berg der Olivenbäume, (es) folgten ihm aber ´auch` die Schüler.


40 Aber (als) an den Ort kommend°, sagte-er (zu) ihnen: Betet~, (um) nicht in Versuchung hineinzukommen°!20


41 Und er riss-sich-los von ihnen ungefähr (einen) Stein Wurf, und (indem) die Knie beugend°, betete-er~ (Präs.: inbrünstig/anhaltend),


42 sagend: Vater, wenn du-willst, trage-vorüber diesen Trinkbecher weg-von mir, jedoch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe~ (Präs.: von nun an/immer)!


43 ´´Aber (es) erschien ihm (ein) Engel ´vom` Himmel, ihn inwendig-stärkend.


44 Und (als/weil er) in Beklemmung (od.: ringendem Kampf) war°, betete-er~ (noch) angespannter, und sein Schweiß wurde gleichsam-wie auf die Erde hinabfallende Bluts Tropfen.``14


45 Und (nachdem) von dem Gebet aufstehend°, (und) zu den Schülern kommend°, fand-er sie schlummernd von der Betrübnis.


46 Und er-sagte (zu) ihnen: Was schlaft-ihr? Steht-auf° (und) betet~, damit ihr nicht hineinkommet in Versuchung!


47 Noch (während) er-sprechend-ist~, siehe, (eine) Volksmenge. Und der Judas Genannte~, einer der Zwölf, ging-voran~ ihnen, und er-nahte-sich Jesus, (um) ihn zu-küssen°.


48 Jesus aber sagte (zu) ihm: Judas, mit (einem) Kuss überlieferst-du den Sohn des Menschen?


49 Aber die um ihn, (als) sehend° das geschehen-Werdende (Ptz.Fut.), sagten-sie: Herr, sollen-wir-(sie)-niederschlagen mit (dem) Kurzschwert?21


50 Und ein gewisser von ihnen schlug-nieder den Sklaven des Hohepriesters, und er-hieb-ab sein rechtes Ohr.12


51 Jesus aber, antwortend° sagte: Lasst-ab~, bis hierher (und nicht weiter)! Und (indem) das Ohr anfassend°, heilte-er ihn.


52 Jesus aber sagte zu den zu ihm herbeigekommenen° Hohepriestern und Kommandanten des Heiligtums und (zu den) Ältesten: Wie gegen (einen) Straßenräuber kamt-ihr-heraus mit Kurzschwertern und Prügeln?


53 (Obwohl/als) täglich mit euch in dem Heiligtum seiend, nicht strecktet-ihr-aus die Hände gegen mich. Jedoch diese (Stunde), ist eure Stunde und die Vollmacht der Finsternis.


54 Aber (nachdem) ihn festgenommen-habend°, führten-sie (ihn ab) und sie-führten-(ihn)-hinein in das Haus des Hohepriesters. Petrus aber folgte~ (Impf.: schön langsam?) von-ferne.


55 Aber (als sie ein) Feuer angezündet-habend° in mitten des Hofes, auch Petrus, (indem) sich-mit-niedergesetzt-habend°, setzte-sich~ mitten (unter) sie.


56 Aber eine junge-Magd, (als) ihn sehend° sitzend bei dem Feuer, und gespannt-hinstarrend° (auf) ihn, sagte-sie: Auch dieser war~ zusammen-mit ihm!


57 Er aber leugnete, (indem) sagend: Ich kenne* ihn nicht, Frau.


58 Und nach kurzem sagte (ein) andersartiger, (als) ihn sehend°: Auch du bist von ihnen. Petrus aber erklärte: Mensch, ich-bin (es) nicht.


59 Und (nachdem) ungefähr (eine) Stunde abgelaufen-war°, versicherte-vehement irgendein anderer, (indem) sagend: In Wahrheit, auch dieser war~ mit ihm, denn auch er-ist (ein) Galiläer.


60 Petrus aber sagte: Mensch, ich-weiß* nicht, was du-sagst. Und sogleich, (während er) noch sprechend-war ~, krähte (der/ein) Hahn.


61 Und der Herr, (nachdem/indem) sich-umwendend°, blickte-an den Petrus. Und Petrus erinnerte-sich-an den Ausspruch des Herrn, wie er (zu) ihm sagte: Ehe heute (der/ein) Hahn kräht°, wirst-du-verleugnen mich dreimal.


62 ´Und` (nachdem) hinausgegangen° (nach) draußen, weinte-er ´bitterlich`.


63 Und die Männer, die ihn (d.h. Jesus) FestHaltenden, verhöhnten~ ihn, (wobei ihn auch) prügelnd.15


64 Und (nachdem) ihn rundherum-eingehüllt-habend°, befragten-sie~ (ihn), sagend: Prophezeie, wer ist-es, der dich verletzend-schlug?


65 Und viele andersartige (Dinge) sagten-sie~ (indem) gegen ihn lästernd.


66 Und als es Tag wurde,16 versammelte-sich der Ältestenrat des Volkes, sowohl Hohepriester als-auch Schriftgelehrte,22 und sie-führten-weg ihn in ihr Synedrium,


67 (und dort) sagend: Wenn du der Messias bist, (dann) sage ° (es) uns. Er-sagte aber (zu) ihnen: Falls ich (es) euch sage, keinesfalls glaubet-ihr (mir),


68 aber falls ich-(euch etwas)-frage, keinesfalls antwortet-ihr (mir).


69 Aber von nun (an) wird-sein der Sohn des Menschen sitzend zur Rechten der AllMacht Gottes (od.: des allmächtigen Gottes).


70 Alle aber sagten: Du bist also der Sohn Gottes (hier: der Messias)? Er aber erklärte~ ihnen: Ihr sagt (es ja selbst), dass ich (es) bin.4


71 Sie aber sagten: Was haben wir noch (eine) Bezeugung nötig? Denn wir-hörten (es) selbst aus seinem Mund.

Lukas 23


1 Und (nachdem) die ganze Menge (von) ihnen aufgestanden-war°, führten-sie ihn zu Pilatus.


2 Aber sie-fingen-an ihn (Präs.: immer wieder/lange/vieles) anzuklagen~, (indem) sagend: Diesen fanden-wir (als einen,) abwendig-machend unsere Nation und wehrend, (dem) Kaiser (Präs. iterativ: jedes Jahr) Tribut zu-geben~, und behauptend, selbst (der?) Messias König zu- sein~.


3 Pilatus aber fragte ihn, sagend: Du bist der König der Juden? Er aber, (indem) ihm antwortend°, erklärte~: Du sagst (es ja selbst).11


4 Pilatus aber sagte (zu) den Hohepriestern und den Volksmengen: Ich-finde keine Schuld an diesem Menschen.


5 Doch sie (waren) umso-stärker~ sagend: Er-wiegelt-auf das Volk, (indem) lehrend durch die ganze (Landschaft) Judäa hin, und-zwar (indem) angefangen-habend° von der (Landschaft) Galiläa bis hierher.


6 Pilatus aber, (als dies) hörend°, befragte-er (sie), ob ´der` Mensch (ein) Galiläer ist,


7 und (als) erfahrend°, dass er aus dem Vollmachtsgebiet (des) Herodes ist, schickte-er-hinauf ihn zu Herodes,15 (dem) Seienden (Präs.: gerade) auch selbst in Jerusalem in diesen Tagen.


8 Herodes aber, (als) Jesus sehend°, freute-sich sehr, denn (schon) seit geraumen Zeiträumen war-er~ begierig-darauf~ ihn zu-sehen°, wegen des (Präs.: oftmaligen) Hörens~ über ihn, und er-hoffte~ (Impf. = vergeblich) irgendein von ihm geschehendes (Präs.: vor seinen Augen?) Zeichen zu-sehen.


9 Er-befragte ihn aber mit zahlreichen Worten, er aber antwortete ihm gar-nichts.


10 Aber die Hohepriester und die Schriftgelehrten standen-da^, (wobei) ihn heftig anklagend.


11 Aber ´auch` Herodes zusammen-mit seinen Kriegertruppen, ihn verächtlich-behandelnd° und verspottend°, (und nachdem ihn) umworfen-habend° (mit) prächtiger Kleidung, schickte-er-zurück ihn (zu) Pilatus.


12 Aber sowohl der Herodes als-auch der Pilatus wurden Freunde mit einander an eben dem Tag, denn vorher-waren-sie~ in Feindschaft seiend~14 gegen einander.


13 Pilatus aber, (nachdem) zusammenrufend° die Hohepriester und die Vornehmen und das Volk,


14 sagte (zu) ihnen: Ihr-brachtet-her mir diesen Menschen als (einen) verführend das Volk.8 Und siehe, ich, (nachdem ihn) vor euch verhört-habend°, fand keine Schuld an diesem Menschen, (Dinge bezüglich) welcher ihr gegen ihn anklagt (d.h. Anklage erhebt).


15 Doch auch-nicht Herodes, denn er-schickte-zurück ihn zu uns, und siehe, gar-nichts (des) Todes würdiges, ist (von) ihm verübt-worden*.


16 (Nachdem) ihn also auspeitschen-lassend°, werde-ich-loslassen ihn.


17 1


18 Aber allesamt schrien-sie-laut-auf° sagend: Beseitige~ diesen, aber lasse-los° (für) uns den Barabbas,


19 welcher wegen eines in der Stadt geschehenen° Aufstands und Mordes in das Gefängnis geworfen-worden° war~ (Impf. + Ptz.Aor.: schon länger).


20 Pilatus aber rief-zu ihnen wieder, (weil) wollend Jesus loslassen°.


21 Sie aber erhoben-ihre-Stimme-dagegen, sagend: Kreuzige~, kreuzige~ ihn!


22 Er aber sagte (das) dritte (Mal) zu ihnen: Was tat dieser denn Übles? Keine Schuld (würdig des) Todes fand-ich an ihm. (Nachdem) ihn also auspeitschen-lassend°, werde-ich-loslassen ihn.


23 Sie aber setzten-ihm-zu (mit) lauten Stimmen, (indem) fordernd, (dass) er gekreuzigt-werde, und ihre Stimmen waren-stark~ (genug).


24 Und Pilatus fasste-den-richterlichen-Beschluss, (dass) ihre Forderung geschehen-soll°.16


25 Aber den wegen Aufstand und Mord ins Gefängnis Geworfenen*, - den sie-sich-erbaten~, - ließ-er-los, Jesus aber überlieferte-er ihrem Willen.


26 Und als sie ihn wegführten, (nachdem/indem/als) ergreifend° Simon, einen Cyrenäer, (Präs.: gerade) vom Feld kommend, legten-sie-auf ihm das Kreuz, (um es) hinter Jesus (her) zu-tragen.


27 (Es) folgte~ ihm aber (eine) zahlreiche Menge des Volkes und Frauen, die sich-(an-die-Brust)-schlugen~ und ihn beklagten~.


28 Aber (als/nachdem) sich-umwendend° zu ihnen, sagte Jesus: Töchter Jerusalems, weint~ nicht über mich, jedoch über euch-selbst weint~ und über eure Kinder!


29 Denn siehe, Tage kommen an denen sie-sagen werden: Glückselig die Unfruchtbaren und die Mutterleiber, die nicht gebaren, und Brüste, die nicht nährten.


30 Dann werden-sie-anfangen "(zu) den Bergen zu-sagen: Fallt auf uns, und (zu) den Hügeln: Bedeckt uns!"2


31 Denn wenn sie diese (Dinge) an ´dem` vollsaftigen Holz tun, was (soll dann erst) an dem vertrockneten geschehen°? (vgl. Hes 21,3.8)


32 Aber auch zwei andersartige9 Übeltäter wurden-mitgeführt~, (um) zusammen-mit ihm beseitigt-zu-werden°.


33 Und als sie zu dem Ort kamen, den sogenannten~ Schädel,10 kreuzigten-sie ihn dort und die Übeltäter, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken.


34 ´´Jesus aber sagte~19: Vater, erlasse ihnen (ihre Schuld), denn sie-wissen* nicht, was sie-tun.12`` "Aber (um/damit) seine Kleider unter-sich-aufteilend, warfen-sie ´Lose`."3


35 Und das Volk stand-da^, (dies) anschauend. Aber auch die Vorsteher spotteten-(ihn)-aus~, (indem) sagend: Andere errettete-er, er-errette sich-selbst, wenn dieser (wirklich) der Messias Gottes ist, der Auserwählte.


36 Aber auch die Soldaten verhöhnten ihn, (indem?) hinkommend (und) Weinessig (zu) ihm hinbringend


37 und sagend: Wenn du der König der Juden bist, errette dich-selbst!


38 (Es) war~ aber auch (eine) Aufschrift über ihm: Der König der Juden (ist) dieser.


39 Aber einer der gehängten° Übeltäter lästerte~ ihn (Impf.: indem fortwährend) ´sagend~`: Bist du nicht der Messias? Errette dich-selbst und uns!


40 Aber der andersartige (gesinnte), antwortend°, (indem) ihn rügend, erklärte~: Du fürchtest Gott auch-nicht, da (od.: obwohl/weil) du in dem selben TodesUrteil bist?


41 Und wir zwar gerechterweise, denn wir-erhalten-zurück Würdiges (für das) was wir-verübten, dieser aber verübte gar-nichts Ungehöriges.


42 Und er-sagte~ (Impf.: nachdrücklich): Jesus, erinnere-dich° meiner, dann-wenn du in deine Königsherrschaft kommst.5


43 Und er-sagte (zu) ihm: Amen, dir sage-ich: (Schon) heute13 (w.: an diesem Tag) wirst-du-sein mit mir in dem Paradies.6


44 Und es-war~ schon ungefähr (die) sechste Stunde (ca. 12 Uhr), und (eine) Finsternis kam über das ganze Land (Israel) bis-zur neunten Stunde (ca. 15 Uhr).


45 Aber (als) die Sonne ´auslassend`° (zu scheinen), wurde-gespalten der Scheidevorhang des Tempels mittendurch.


46 Und (indem) schreiend° mit (einem) lautem Schrei sagte Jesus: Vater, "in deine Hände anbefehle-ich-(Med.: von mir aus)~ meinen Geist."4 Aber (nachdem) dies gesagt habend°, hauchte-er-(sein Leben)-aus.


47 Aber der Hauptmann, (als) das Geschehene° sehend°, verherrlichte-er~ Gott, (indem) sagend: Wirklich, dieser Mensch war~ gerecht!


48 Und alle die Volksmengen, zu diesem Schauspiel herbeiströmend°, (nachdem) das Geschehene° anschauend°, (und sich an) die Brüste schlagend, kehrten-sie-(Impf.: einer nach dem anderen)-zurück~.


49 Aber alle die ihm Bekannten standen^ von ferne (da) und (die) Frauen, die ihm von der (Landschaft) Galiläa mitgefolgt-waren°, (indem/als) dies sehend.


50 Und siehe, (ein) Mann namens Josef,7 - seiend~ (ein) Berater (des Synedriums) ´und` (ein) guter und gerechter Mann,


51 dieser hatte~ dem Beschluss und der Praxis (von) ihnen nicht mitzugestimmt* - von Arimathäa,18 (einer) Stadt der Juden, der die Königsherrschaft Gottes (Impf.: sehnlichst/ständig) erwartete~,


52 dieser, (indem/nachdem zu) Pilatus hinkommend°, erbat-er-sich den Leichnam Jesu.


53 Und (nachdem ihn) herabgenommen-habend°, wickelte-er-ein° ihn (mit) Leinwandstoff und legte ihn in (eine) in-den-Fels-gemeißelte Gruft, wo noch-keiner liegend~ war~.


54 Und (es) war~ (der) Tag (der) Zurüstung, und (der) Sabbat17 dämmerte~ (Impf.: allmählich).


55 Aber die nachfolgenden° Frauen,7 die-welche (mit) ihm aus der (Landschaft) Galiläa mitgekommen* waren~, schauten die Grabkammer und wie sein Körper hineingelegt-wurde.


56 Aber (nachdem) zurückgekehrt°, bereiteten-sie aromatische-Essenzen und würzige Salböle. Und den Sabbat allerdings ruhten-sie gemäß der Vorschrift.


Lukas 24


1 Am ersten (Tag) der Woche aber, ganz frühmorgens10 kamen-sie zu der Gruft, (wobei) aromatische-Essenzen mitbringend, die sie-bereitet-hatten°.


2 Sie-fanden aber den Stein von der Grabkammer weggewälzt*.


3 Aber (nachdem) hineingehend°, fanden-sie den Körper ´des Herrn Jesus` nicht.


4 Und es-geschah, während sie ratlos-sind~ über diese (Umstände), und siehe, zwei Männer in glänzender Kleidung stellten-sich-hin (zu) ihnen.


5 Aber sie, - (als/indem/weil sie) in-Furcht (geraten) waren° und die Angesichter zu der Erde neigend, - sagten zu ihnen: Was sucht-ihr den Lebenden~ bei den Toten?


6 ´Er-ist nicht hier, sondern er-wurde-auferweckt`. Erinnert-euch°, wie er (dies zu) euch sprach, (als) noch in der (Landschaft) Galiläa seiend,


7 sagend (über) den Sohn des Menschen, dass er-überliefert-werden muss in (die) Hände sündiger Menschen und gekreuzigt-werden° (muss) und (an) dem dritten Tag auferstehen° (muss).


8 Und sie-erinnerten-sich seiner Aussprüche.


9 Und (nachdem) ´von der Grabkammer` zurückkehrend°, berichteten-sie alle diese (Worte/Dinge) den Elf und allen den Übrigen.


10 (Es) waren~ aber die Magdalenerin Maria, und Johanna, und Maria die (Mutter des) Jakobus, und die Übrigen zusammen-mit ihnen. Sie-sagten zu den Aposteln diese (Worte/Dinge).


11 Und diese Reden schienen in-den-Augen-von ihnen gleichsam-wie dummes-Zeug, und sie-glaubten~ ihnen nicht.


12 Petrus aber, (nachdem) aufstehend°, lief zu der Grabkammer, und (indem/als) sich-vorgebückt-habend° (um genau zu sehen), blickt-er (auf) die Leinenbinden allein (d.h. ohne den Leichnam), und er-ging-fort, (indem) bei sich-selbst staunend (über) das ´Geschehene*`.


13 Und siehe, zwei von ihnen waren~ an eben dem Tag in (ein) Dorf namens Emmaus gehend, sechzig Stadien6 von Jerusalem entfernt-seiend,


14 und sie unterhielten-sich unter einander über alle diese (ihnen) Widerfahrenden* (Ereignisse).


15 Und es-geschah während ihrem Unterhalten~ und Disputierenⱽ~, ´dass` Jesus selbst, (indem) sich-nahend°, (Impf.: den Rest des Weges mit) ihnen zusammen-ging~.


16 Ihre Augen aber waren-(Impf.: die ganze Zeit über)-zugehalten~, sodass sie ihn nicht erkannten.


17 Er-sagte aber zu ihnen: Was-für Worte (sind) diese, die ihr unter einander diskutiertⱽ, (während) wandernd? Und sie-(blieben)-stehen mürrisch-(od.: traurig)-dreinsehend.


18 Aber einer, namens Kleopas, antwortend°, sagte (zu) ihm: Du allein (etwa) wohnst-als-Fremder3 (in) Jerusalem und kennst nicht das in ihr Geschehene° in diesen Tagen?


19 Und er-sagte (zu) ihnen: Was-für-ein (Geschehen)? Sie aber sagten (zu) ihm: Dass über Jesus den Nazarener, der auftrat (als ein) Mann, (ein) Prophet, mächtig in Werk und Wort in-den-Augen Gottes und des ganzen Volkes,


20 und die-Art-wie ihn die Hohepriester und unsere Vornehmsten zum Todes Urteil überlieferten und ihn kreuzigten.


21 Wir aber hofften~ (Präs.: die ganze Zeit), dass er es-ist, der im-Begriff-stehende~ das (Volk) Israel zu-erlösen~. (Und nicht nur dies,) sondern auch (noch) zusammen-mit all dem verbringt-er (nun) auch (schon) diesen dritten Tag (im Grab), seit dem diese (Dinge) geschahen.


22 Aber auch einige Frauen von uns brachten-außer-Fassung uns, (als) sie frühmorgens bei der Grabkammer waren°,


23 und (da) seinen Körper nicht gefunden-habend°, kamen-sie, sagend, sogar (eine) Vision (von) Engeln hätten-sie-gesehen*, die sagen er-lebe~.


24 Und einige der mit uns (seienden), gingen-hin zu der Grabkammer und fanden (es) ebenso, so-wie (es) ´auch` die Frauen sagten, ihn (selbst) aber sahen-sie nicht.


25 Und er-sagte (zu) ihnen: Oh Unverständige und Langsame im Herzen,1 (um) an alles zu-glauben~,4 was die Propheten sprachen!


26 Musste~ nicht der Messias dies (zuerst?) leiden und (erst/um dann?) in seine Herrlichkeit hineinkommen°?


27 Und anfangend° von Mose und von allen den Propheten, legte-er-verständlich-aus ihnen in allen den Schriften das ihn betreffende.5


28 Und sie-nahten zu dem Dorf, wohin sie-gingen~, und er-tat-so-als-ob7 (er) noch-weiter gehen-würde~.


29 Und sie-nötigten9 ihn, sagend: Bleib mit uns, weil (es schon) gegen Abend (ca. 18 Uhr) ist und schon hat-sich-geneigt* der Tag! Und er-kam-hinein, (um) zusammen-mit ihnen zu-bleiben°.


30 Und es-geschah, als er sich-(zu Tisch)-niederlegte° mit ihnen, (nachdem) das Brot nehmend°, segnete-er (es), und (nachdem es) gebrochen-habend°, reichte-er~ (es) ihnen.11


31 Aber ihre Augen wurden-eröffnet, und sie-erkannten ihn, und er wurde unsichtbar vor ihnen.


32 Und sie-sagten zu einander: War~ nicht unser Herz ´in uns` brennend, als (od.: wie) er auf dem Weg (mit) uns sprach~, als er uns die Schriften (Impf.: Schritt für Schritt)-eröffnete~ (erwartete Antwort: Doch!)?12


33 Und (noch in) eben der Stunde aufstehend~, kehrten-sie-zurück nach Jerusalem und fanden die Elf vereint* und die zusammen-mit ihnen (waren),


34 sagend: Der Herr wurde wirklich auferweckt, und ließ-sich-sehen (von) Simon.


35 Und sie-stellten-dar~ die auf dem Weg (geschehenen Ereignisse), und wie er-erkannt-wurde (von) ihnen in (od.: an/bei/durch) dem Brechen des Brotes.2


36 Aber (während) sie dies sprachen~, stand er-selbst in ihrer Mitte, ´und er-sagt (zu) ihnen: Friede euch`!


37 Aber (da) erschreckend° und in-Furcht geratend°, meinten-sie~, (einen) Geist anzuschauen~.


38 Und er-sagte (zu) ihnen: Was seid-ihr erregt*, und weswegen steigen-auf Bedenken in euren Herzen?


39 Seht meine Hände und meine Füße, dass ich (es) selbst bin. Betastet mich und seht, dass (ein) Geist kein Fleisch und (keine) Knochen hat, so-wie ihr mich anschaut, (da ich dies schon) habend.


40 ´Und (nachdem) dies gesagt-habend°, zeigte-er ihnen die (Wundmale der) Hände und die (der) Füße`.13


41 Aber (da) noch ungläubig-seiend~ vor Freude und staunend, sagte-er (zu) ihnen: Habt-ihr irgendetwas Verspeisbares hier?


42 Sie aber reichten° ihm (ein) Stück gebratenen Fisches,


43 und (diesen) nehmend°, aß-er vor ihren Augen.


44 Er-sagte aber zu ihnen: Diese (sind) meine Worte, die ich zu euch sprach, (als) ich noch zusammen-mit euch war~: (Nämlich, dass) erfüllt-werden° muss~ alles das über mich Geschriebene* in dem Gesetz Mose und (in) den Propheten und Psalmen.


45 Dann eröffnete-er ihren Verstand, um die Schriften zu-verstehen~.


46 Und er-sagte (zu) ihnen: So ist-geschrieben* (für) den Messias zu-leiden° und aus Toten aufzuerstehen° am dritten Tag,


47 und (dass) aufgrund seines Namens Buße zum Sünden Erlass gepredigt-wird° zu allen den Nationen. (Indem) anfangend° von Jerusalem,


48 (seid) ihr Zeugen (von) diesen (Dingen).8


49 Und ´siehe, ich sende` das Versprochene meines Vaters auf euch. Ihr aber, haltet-euch-auf in der Stadt, bis dass ihr (mit) Macht aus (der) Höhe (d.h. aus dem Himmel) euch-angezogen-habt° (od.: angezogen werdet).


50 Aber (nachdem) sie hinausgeführt-habend° ´(nach) draußen` bis gegen Bethanien, und erhebend° seine Hände, segnete-er sie.


51 Und es-geschah, während er sie-segnet~, entfernte-er-sich von ihnen ´und wurde-(Impf.: schön langsam)-hinaufgetragen~ in den Himmel`.


52 Und sie, (nachdem) ihn angebetet-habend° (od.: ihm gehuldigt habend), kehrten-sie-zurück nach Jerusalem mit großer Freude


53 und sie-waren~ beständig (od.: unablässig) in dem Heiligtum, Gott preisend~.

 

 

Nach Johannes

Einleitung Johannes-Evangelium

Der Verfasser dieses Evangeliums ist der Apostel Johannes. Clemens von Alexandria berichtet, dass gegen Ende des langen Lebens des Apostels, dieser von engen Freunden, die ihn in Ephesus besuchten, gebeten wurde, ein Evangelium zu schreiben, das die synoptischen Evangelien ergänzen sollte. Es ist gut möglich, dass Johannes Taten und Reden Jesu schon zu Lebzeiten Jesu tagebuchartig aufgeschrieben hat, und er deswegen lange Reden Jesu so genau wiedergeben konnte, und dann erst später unter der Leitung des Heiligen Geistes (Joh 14,26; 16,13) sein Material zusammengefasst und geordnet niedergeschrieben hat. Der Schluss des Johannesevangeliums (Kap. 20,30 - 21,25) wurde eventuell von seinen Schülern in Ephesus im späten ersten Jahrhundert dazugeschrieben, um die Gläubigen zu ermuntern. Theophilus von Antiochia (um 170 n.Chr.) ist der erste uns bekannte Autor, der ausdrücklich Johannes als Verfasser nennt. Doch es gibt schon in früherer Zeit, von Ignatius, Anspielungen und Zitate auf das Johannes-Evangelium, eventuell auch von Justin dem Märtyrer, von Tatian, dem Muratorischen Kanon und den Häretikern Basilides und Valentin. Seit Irenäus ist das Evangelium von vielen anerkannt, einschließlich solcher Zeugen wie Clemens von Alexandria und Tertullian. Lange wurde von der liberalen Theologie allgemein gelehrt, dass das vierte Evangelium erst im späten zweiten Jahrhundert geschrieben worden sei. Im Jahr 1920 wurde jedoch in Ägypten ein Fragment vom Johannesevangelium, Kapitel 18 gefunden (Papyrus Nr. 52), dass durch objektive Messmethoden auf die erste Hälfte des zweiten Jahrhunderts datiert wurde und wahrscheinlich um 125 n. Chr. einzuordnen ist. Die Tatsache, dass es in einer Provinzstadt gefunden wurde (und nicht etwa in Alexandria), bestätigt das traditionelle Abfassungsdatum im ersten Jahrhundert, weil es einige Zeit brauchen würde, bis diese Schrift von Ephesus nach Oberägypten gelangen konnte. Ein ähnliches Fragment aus dem Johannesevangelium, Kapitel 5 (das Egerton-Papyrus Nr. 2, das auch aus dem frühen zweiten Jahrhundert stammt), bekräftigt ein Abfassungsdatum zu Lebzeiten des Apostels Johannes. Es gibt einen Dialog mit dem berühmten Rabbi Eliezer, der mit Paulus durchaus noch bekannt gewesen sein könnte. Er war der Schwager von Gamaliel II., der ein Sohn von Gamaliel I. war, dem Lehrer von Paulus. Jedenfalls hatte Rabbi Eliezer Kontakt mit Juden-Christen. In diesem Dialog macht Rabbi Eliezer versteckte Andeutungen zum Johannesevangelium, Kapitel 10. Dies wäre ein bemerkenswerter Beleg für die Existenz des Johannes-Evangeliums am Ende des 1.Jhdts (34,II,193f). Weil der Autor des Evangeliums die anderen Jünger ausdrücklich namentlich nennt, nur sich selbst nicht, ist wahrscheinlich er dieser ungenannte Jünger in Joh 13, 23; 19,26; 20,2 und 21,7.20. Irenäus behauptet ausdrücklich, dass Johannes sein Evangelium von Ephesus aus schreibt. Sollte er recht haben, so ist das frühestmögliche Datum das Jahr 69 oder 70, als der Apostel in der Stadt eintraf. Da Johannes in Joh 5,2 schreibt, "Es ist (und nicht: es war) aber in Jerusalem … ein Teich" und in Joh 21,19 den Märtyrertod von Petrus nicht erwähnt, sondern nur andeutet, genauso wenig wie die Zerstörung Jerusalems 70 n.Chr., ist es wahrscheinlich, dass diese beiden Ereignisse noch nicht stattgefunden haben, und wir könnten ein Abfassungsdatum vor 70 n.Chr. annehmen. Da aber einiges auch für einen späteren Zeitpunkt spricht, glauben die meisten Theologen, - wie auch schon die Kirchenväter Irenäus, Clemens von Alexandrien und Hieronymus, - dass Johannes sein Evangelium später geschrieben hat, weil er auf den Synoptikern aufzubauen scheint und sie ergänzt, was man an dem vielen "Sondergut" erkennt. Auch die anderen Evangelisten schrieben ihre Evangelien vor 70 n.Chr., sodass Johannes ohne Weiteres auf sie aufbauen konnte. Johannes lebte nach seiner Freilassung aus der Verbannung noch bis in die Regierungszeit Trajans und starb als fast hundertjähriger wahrscheinlich im Jahr 103 n.Chr. in Ephesus (vgl. 33,606; 21,656; 48,339ff; 25,5ff; 66,18f).

Folgende Begebenheiten und Reden Jesu finden sich nur bei Johannes: Neben dem Prolog in Kap. 1,1-5 noch Kap. 1,19 - 6,71; Kap. 7,14 - 12,11; Kap. 13,1-7; Kap. 17,1-26 und Kap. 20,26 - 21,23. Auffallend ist auch, dass Johannes Wunderzeichen und Reden Jesu erzählt, die sich bei den jüdischen Festen abspielten:

1.Passahfest, in Jerusalem (Kap. 2,13 - 3,21)

2.Passahfest, in Galiläa am See Genezareth (Kap. 6,1-71)

Laubhüttenfest, in Jerusalem (Kap. 7,2 - 10,21)

Fest der Tempelweihe, in Jerusalem (Kap. 10,22-39)

3.Passahfest, in Jerusalem (Kap. 12,12 - 19,42) 

 

Sein Thema ist: Jesus ist der Sohn Gottes, der wahre Gott und das ewige Leben, "der Spross Jahwes... " (Jes 4,2) und: "Siehe da, euer Gott" (Jes 40,9).

Die sachdienlichen Anmerkungen sind im Johannes-Evangelium aus Platzgründen dort weggelassen worden, wo sie in den Parallelstellen beim Matthäus-, Markus und Lukas-Evangelium nachgeschlagen werden können.

Johannes 1


1 Im Anfang war~26 das Wort,31 und das Wort war~26 Gott gegenüber,32 und das Wort war~26 (Impf.: schon immer) Gott.33


2 Dieses war~26 im Anfang Gott gegenüber.


3 Alles (Pl.: das All?) wurde durch es, und ohne es wurde auch-nicht eines was geworden-ist*.


4 In ihm15 war~27 (göttliches?) Leben,3 und das (= dieses?) Leben49 war~ das Licht (für) die Menschen,


5 und das Licht scheint in der Finsternis, aber die Finsternis ergriff es nicht.4


6 (Ein) Mensch trat-auf, von Gott gesandt*, sein Name (war) Johannes (Hebr.: Gott ist gnädig).


7 Dieser kam zum Bezeugen, damit er-bezeuge über das Licht, damit alle durch ihn vertrauen-mögen°.


8 Jener war~ nicht das Licht, sondern damit er-bezeuge von dem Licht.


9 Er-(od.: es)-war~ (Impf.: schon immer?) das Licht, das wahrhaftige,5 - dasjenige-welches jeden Menschen erleuchtet, - kommend (Ptz.Präs. = durativ) in die Welt.16


10 In der Welt war-er~ (Impf.: für längere Zeit), und die Welt wurde durch ihn, aber die Welt erkannte ihn nicht.


11 In das Eigene (od.: das Eigentum) kam-er und die Eigenen (d.h. sein Volk Israel) nahmen° ihn nicht (in Empfang).


12 Aber (im Gegensatz dazu) alle-die ihn aufnahmen (od.: annahmen), ihnen gab-er Vollmacht Kinder Gottes zu-werden°, den Vertrauenden auf seinen Namen,24


13 die nicht aus Blutsverwandtschaften17 und-nicht aus (eigenem) Fleisches Willen18 und-nicht aus (eines anderen) Mannes Willen,19 sondern aus Gott gezeugt-wurden°.


14 Und das Wort wurde Fleisch,37 und zeltete20 unter uns, und wir-schauten seine Herrlichkeit, (eine) Herrlichkeit als (eines) Einzigartigen (Sohnes) vom Vater,6 voll40 Gnade und Wahrheit.9


15 Johannes zeugt50 über ihn und er-schreit* (Intensiv-Perfekt: laut), (als/indem) sagend: Dieser war~ (es, von) ´dem ich-sagte`: Der hinter mir Kommende, (schon) vor21 mir ist-er-gewesen*, weil er-war~ eher-als ich (vgl. Kap 8,58).


16 Denn aus seiner Fülle empfingen wir alle, und (zwar) Gnade anstatt Gnade.22


17 Denn das Gesetz wurde-gegeben41 durch Mose, die Gnade und die Wahrheit9 wurde41 durch Jesus Christus.


18 Gott hat keiner jemals gesehen*, (der) einzigartige ´Gott`,7 der (zeitloses Ptz.Präs.: ständig) Seiende an dem Busen des Vaters, jener stellte-(ihn uns)-dar°.23


19 Und14 dies ist die Bezeugung des Johannes, als die Juden38 aus Jerusalem Priester und Leviten ´zu ihm` sandten, damit sie ihn fragten: Du, wer bist-du?


20 Und er-bekannte-offen, und er-leugnete nicht, und er-bekannte-offen: Ich bin nicht der Messias.28


21 Und sie-fragten ihn: Wer also (dann)? Bist ´du` Elija (nach Mal 3,23)? Und er-sagt: Ich-bin (es) nicht.51 Der Prophet bist du?46 Und er antwortete: Nein.


22 Sie-sagten also (zu) ihm: Wer bist-du? Damit wir Antwort geben den uns geschickt-Habenden°. Was sagst-du über dich-selbst?


23 Er-erklärte: Ich (bin) "(die/eine) Stimme (eines) Laut-Rufenden(,) in der Einöde(:) macht-gerade8 den Weg (des) HERRN,"1 so-wie Jesaja, der Prophet sagte.


24 Und sie-waren~ von den Pharisäern gesandt*.


25 Und sie-fragten ihn und sagten (zu) ihm: Was also taufst-du,42 wenn du nicht der Messias bist und-nicht Elija und-nicht der Prophet?


26 Johannes antwortete ihnen, sagend: Ich taufe mit Wasser, mitten unter euch ´steht-er`*, (von) dem ihr nichts wisst*,


27 ´der` hinter mir Kommende, dessen ´ich` nicht würdig bin, dass ich ihm den Lederriemen der Untergebundenen (Sandale) löse°.


28 Dieses geschah in Bethanien,29 jenseits des Jordan,34 wo Johannes taufend~ (Präs.historicum) war~.


29 Den darauffolgenden (Tag)2 erblickt-er den Jesus zu ihm kommend und sagt: Siehe, das Milchlamm Gottes,25 das (auf sich Nehmende und) Wegtragende die Sünde47 der Welt.


30 Dieser ist (es), über den ich sagte: Hinter mir kommt (ein) Mann, der (schon) vor mir gewesen-ist*, weil er eher-als ich war~ (d.h. schon ewig existierte).


31 Und-ich kannte^ ihn nicht, aber damit er für Israel offenbar-werde,48 deswegen kam ich, mit Wasser taufend.


32 Und Johannes bezeugte, sagend: Ich-habe-geschaut* den Geist herabsteigend wie39 (eine) Taube vom Himmel, und er-blieb auf ihm.


33 Und-ich kannte^ ihn nicht, aber der mich geschickt-Habende° mit Wasser zu-taufen~, jener sagte (zu) mir: Auf wen auch-immer du den Geist herabsteigend siehst und auf ihm bleibend, dieser ist der mit heiligem Geist Taufende.


34 Und-ich habe-gesehen* und ich-habe-bezeugt*: Dieser ist der Sohn Gottes.

35 Am-nächsten (Tag) stand^ ´der` Johannes wieder (an derselben Stelle) und zwei von seinen Schülern.


36 Und den umhergehenden Jesus anblickend°, sagt-er: Siehe, das Milchlamm Gottes!


37 Und die zwei Schüler hörten ihn (dieses) sprechend, und sie-folgten Jesus.


38 Jesus aber, (als) sich-umgewandt-habend° und geschaut-habend° (dass) sie-(ihm)-folgend-sind~, sagt-er (zu) ihnen: Was sucht-ihr?43 Sie aber sagten (zu) ihm: Rabbi,30 - das heißt um-übersetzt-werdend~: Lehrer, - wo bleibst-(d.h. wohnst)-du10?


39 Er-sagt (zu) ihnen: Kommt, und ihr-werdet-sehen. Sie-kamen also und-sahen, wo er-bleibt~ (d.h. wohnt), und sie-blieben jenen Tag bei ihm. (Es) war~ etwa (die) zehnte Stunde.11


40 Andreas, der Bruder (von) Simon Petrus, war~ einer von den zweien,12 der (dies) von Johannes gehört-Habenden° und ihm gefolgt-Seienden°.


41 Dieser findet (noch am gleichen Tag) zuerst44 den eigenen Bruder, (nämlich) Simon und sagt (zu) ihm: Wir haben-gefunden* den Messias, das heißt um-übersetzt-werdend~: Christus (hebr.: Gesalbter).


42 Er-führte ihn zu Jesus. (Und) ihn anblickend°, sagte Jesus: Du bist Simon, der Sohn (von) Johannes, du wirst-genannt-werden Kephas, das übersetzt-wird (mit): Petrus.45


43 Den darauffolgenden (Tag) wollte er in die (Landschaft) Galiläa hinausgehen, und er findet Philippus. Und Jesus sagt (zu) ihm: Folge~ mir!


44 Der Philippus aber war~ von Bethsaida (Julias),35 aus der Stadt (von) Andreas und Petrus.


45 Philippus findet den Nathanael und sagt (zu) ihm: (Über) den Mose schrieb in dem Gesetz und den Propheten, (den) haben-wir-gefunden*, (nämlich) Jesus, (den/einen) Sohn des Josephs, den aus Nazareth.


46 Und Nathanael sagte (zu) ihm: Aus Nazareth kann etwas Gutes sein~?36 Philippus sagt (zu) ihm: Komm~ und sieh°!


47 Jesus sah den Nathanael zu ihm kommend und sagt über ihn: Siehe, wahrhaft (ein) Israelit, in dem kein Trug ist.


48 Nathanael sagt (zu) ihm: Woher kennst-du mich? Jesus antwortete und sagte (zu) ihm: Bevor dich Philippus rief°, - (als noch) unter dem Feigenbaum seiend~, - sah-ich dich (schon).


49 Nathanael antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist (der) König Israels (vgl. Ps 2,6.7).


50 Jesus antwortete und sagte (zu) ihm: Weil ich (zu) dir sagte, dass ich dich (schon) sah unterhalb des Feigenbaums, glaubst-du? Größere13 (Pl.: Wunder) als diese wirst-du-sehen.


51 Und er-sagt (zu) ihm: Amen, Amen, ich-sage euch, ihr-werdet-sehen "den Himmel" geöffnet* "und die Engel Gottes hinaufsteigend und herabsteigend"2 auf den Sohn des Menschen.


Johannes 2


1 Und (an) dem dritten Tag, war (eine) Hochzeit im Kana10 der (Landschaft) Galiläa, und die Mutter Jesu war~ (auch) dort.


2 Gerufen-wurde aber auch Jesus und seine Schüler zu der Hochzeit.


3 Und (als/weil an) Wein mangelnd°, sagt die Mutter Jesu zu ihm: Sie-haben keinen Wein (mehr).15


4 ´Und` Jesus sagt (zu) ihr: Was (ist zwischen) mir und dir Frau?2 Meine Stunde3 (ist) noch-nicht eingetroffen~.


5 Seine Mutter sagt (zu) den Bedienern: Was auch-immer er euch sagt, tut!


6 (Es) waren~ aber dort sechs8 steinerne Wasserkrüge dastehend, gemäß der Reinigungssitte der Juden, Raum-habend (für) je zwei oder drei Maß.8


7 Jesus sagt (zu) ihnen: Befüllt die Wasserkrüge (mit) Wasser! Und sie-befüllten sie bis an-den-Rand.


8 Und er-sagt (zu) ihnen: Schöpft nun und tragt~ (es zu) dem Festordner.16 Sie aber trugen (es zu ihm).


9 Als aber der Festordner das (inzwischen zu) Wein gewordene* Wasser kostete, - und er wusste^ nicht woher es-ist, die das Wasser geschöpft-Habenden° Bediener aber wussten^ (es) - ruft der Festordner den Bräutigam


10 und sagt (zu) ihm: Jeder Mensch setzt zuerst den guten9 Wein (vor), und dann-wenn sie-betrunken-sind den geringeren. Du hast-aufbewahrt* den guten Wein bis jetzt.


11 Dieses (Zeichen) tat Jesus (als) Anfang der Zeichen,11 im Kana der (Landschaft) Galiläa, und er-machte-offenbar seine Herrlichkeit, und seine Schüler glaubten an ihn.


12 Nach diesem stieg-er-herab18 nach Kafarnaum, er und seine Mutter und ´seine` Brüder und seine Schüler, und sie-blieben dort nicht viele Tage.


13 Und das (erste) Passahfest der Juden4 war~ nahe, und Jesus stieg-hinauf nach Jerusalem.


14 Und er-fand in dem Heiligtum die Feilbietenden (d.h. die Verkaufenden) Rinder und Schafe und Tauben, und die Kleingeldwechsler5 dasitzend,


15 und, (nachdem eine) Peitsche17 aus Seilen gemacht-habend°, warf-er-hinaus alle aus dem Heiligtum (vgl. Mal 3,1-3), sowohl die Schafe als-auch die Rinder, und (von) den Kleingeldwechslern schüttete-er-aus das ´Kleingeld`, und die Tische stieß-er-um,


16 und (zu) den die Tauben Feilbietenden sagte-er: Nehmt-weg diese von-hier, macht~ nicht das Haus meines Vaters zu (einem) Handels Haus.


17 Seine Schüler erinnerten-sich, dass geschrieben-ist*: "Der Eifer (um) dein Haus wird-auffressen mich."1


18 Die Juden12 nun antworteten und sagten (zu) ihm: Was (für ein) Zeichen zeigst-du uns, dass du dies tun (darfst)?7


19 Jesus antwortete und sagte (zu) ihnen: Brecht-ab diesen Tempel, und ´in` drei Tagen werde-ich-(wieder)-aufrichten ihn.14


20 Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre13 wurde-gebaut° (an) diesem Tempel, und du wirst-(wieder)-aufrichten ihn in drei Tagen?


21 Jener aber sagte~ (dies) über den Tempel seines Körpers.6


22 Als er dann aus (den) Toten auferweckt-wurde, erinnerten-sich seine Schüler, dass er dies sagte~, und sie glaubten der Schrift (wegen V.17) und dem Wort, das Jesus sagte.


23 Als er aber in Jerusalem war~ an dem Passah, an dem Fest, glaubten viele an seinen Namen, (weil) seine Zeichen anschauend, die er-tat.


24 Jesus selbst aber, er vertraute~ (od.: anvertraute sich) ihnen nicht, weil er alle kannte~


25 und weil er nicht nötig hatte~, dass (ihm) jemand zeuge° über den Menschen, denn er-selbst erkannte~ (Impf.: ständig), was in dem Menschen war~ (Impf.: sich gedanklich abspielte?).

Johannes 3


1 (Es) war~ aber (ein) Mensch aus den Pharisäern, Nikodemus (war) sein Name, (ein) Vorsteher der Juden.


2 Dieser kam zu nachts ihm1 und sagte (zu) ihm: Rabbi, wir-wissen*, dass du von Gott (als) Lehrer gekommen-bist*, denn keiner kann diese Zeichen tun~, die du tust, falls nicht Gott mit ihm sei~.


3 Jesus antwortete und sagte (zu) ihm: Amen, Amen, ich-sage dir, falls jemand nicht noch-einmal (od.: von oben her)2 gezeugt-wird, kann-er die Königsherrschaft Gottes19 nicht sehen°.


4 Nikodemus sagt (zu) ihm: Wie kann (ein) Mensch gezeugt-werden, (wenn bereits ein) Greis seiend? Er-kann (doch) nicht (zum) zweiten (Mal) in den Mutterleib seiner Mutter hineinkommen und (noch einmal) gezeugt-werden (oder)?


5 Jesus antwortete: Amen, Amen, ich-sage dir, falls jemand nicht aus Wasser und Geist15 gezeugt-wird, kann-er nicht in die Königsherrschaft Gottes hineinkommen°.


6 Das aus dem Fleisch Gezeugte* Fleisch ist-es, und das aus dem Geist Gezeugte* Geist ist-es.


7 Staune° nicht,16 dass ich (zu) dir sagte: Ihr müsst noch-einmal (od.: von oben her)2 gezeugt-werden°.


8 Der Geist (od.: Windhauch) weht, wo er will, und du-hörst (zwar) sein Sausen, jedoch weißt-du* nicht, woher er-kommt und wohin er-fortgeht. Ebenso ist jeder der aus dem Geist Gezeugte*.11


9 Nikodemus antwortete und sagte (zu) ihm: Wie kann dies geschehen?


10 Jesus antwortete und sagte (zu) ihm: Du bist der6 Lehrer Israels, und kennst dies nicht?9


11 Amen, Amen, ich-sage dir: Was wir-wissen*, sprechen-wir, und was wir-gesehen-haben*, bezeugen-wir, aber ihr-nehmt unsere Bezeugung nicht (an).


12 Wenn ich das Irdische (zu) euch sagte und ihr-glaubt nicht, wie werdet-ihr-glauben, falls ich euch (etwas über) das Himmlische sage?


13 Und keiner "ist-(Perf.: ein für alle Mal)-hinaufgestiegen* in den Himmel,"7 außer der aus dem Himmel Herabgestiegene°,8 der Sohn des Menschen, ´der seiende in dem Himmel`.


14 Und sowie3 Mose die Schlange in der Einöde erhöhte°, ebenso muss der Sohn des Menschen erhöht-werden° (d.h. am Kreuz; Joh 12,33),


15 damit jeder der Vertrauende, in ihm4 ewiges Leben (Präs.: als dauerhaften Besitz) habe~.


16 Denn so (sehr) liebte°13 Gott die Welt, sodass er den Sohn, den einzigartigen, gab, damit jeder der auf ihn (Präs.: beständig) Vertrauende nicht verlorengehe°, sondern ewiges Leben habe~.12


17 Denn Gott sandte den Sohn nicht in die Welt, damit er die Welt richte~, sondern damit die Welt durch ihn errettet-werde.


18 Der auf ihn (Präs.: beständig) Vertrauende nicht wird-er-gerichtet, ´aber` der nicht (Präs.: beständig) Vertrauende schon ist-er-gerichtet-worden*, weil er nicht vertraut-hat*5 auf den Namen des einzigartigen Sohnes Gottes.

19 Dies17 aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen-ist*, und die Menschen liebten die Finsternis vielmehr als das Licht, denn ihre Werke waren~ böseⱽ.

20 Denn jeder der schlechtesⱽ (Präs.: gewohnheitsmäßig) Praktizierendeⱽ hasst das Licht, und er-kommt nicht zu dem Licht, damit er nicht überführt-werde (od.: aufgedeckt werde von) seinen Werken.

21 Aber der die Wahrheit (Präs.: gewohnheitsmäßig) Tuendeⱽ, er-kommt zu dem Licht, damit seine Werke offenbar-gemacht-würden, weil (od.: dass) sie in Gott gewirkt-worden* sind.18

22 Nach diesen (Begebenheiten) kam Jesus und seine Schüler in das judäische Land, und dort verweilte-er~ mit ihnen und taufte~.


23 Aber auch ´der` Johannes war~ taufend in Änon nahe von Salim,10 weil dort viel Wasser war~, und sie-kamen-herbei und ließen-sich-taufen~ (od.: wurden getauft),


24 denn ´der` Johannes war~ noch-nicht in das Gefängnis geworfen-worden*.


25 (Es) entstand nun (eine) Auseinandersetzung vonseiten der Schüler (des) Johannes mit (einem) Juden über (sühnende?) Reinigung.


26 Und sie-kamen zu Johannes und sagten (zu) ihm: Rabbi, (der) der jenseits des Jordan mit dir war~, (über) den du Zeugnis-abgelegt-hast*, siehe, dieser tauft, und alle kommen zu ihm.


27 Johannes antwortete und sagte: Kein Mensch kann (sich etwas) nehmen~, - ´auch-nicht eines`, - falls (es) ihm nicht (schon zuvor) aus dem Himmel gegeben-worden* ist~.


28 Ihr selbst bezeugt mir, dass ich-sagte, ´dass` ich nicht der Messias bin, sondern dass ich vor jenem hergesandt* bin.


29 Der die Braut Habende ist (der) Bräutigam, aber der Freund des Bräutigams, der DabeiStehende* und ihn Hörende, er-freut-sich mit Freude (d.h. überaus) über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude also ist-erfüllt-worden*.


30 Jener muss wachsen~, ich aber geringer-gemacht-werden~.


31 Der von-oben-her Kommende, ist über allem. Der von der Erde Seiende, ist von der Erde, und von der Erde (d.h. vom Irdischen) spricht-er. Der aus dem Himmel Kommende, ´ist über allem`.


32 Was er-gesehen-hat* und (was) er-hörte, dies bezeugt-er, aber seine Bezeugung nimmt keiner (an).


33 Der seine Bezeugung angenommen-Habende° besiegelte (od.: bestätigte damit), dass Gott wahrhaftig ist.


34 Denn, (den) den Gott sandte, er-spricht die Aussprüche Gottes, denn nicht nach Maß (sondern unbegrenzt) gibt-er den Geist (d.h. Gott zu Jesus/Jesus zu uns?).


35 Der Vater liebt den Sohn, und alles hat-er-gegeben* in seine Hand.


36 Der auf den Sohn (Präs.: beständig) Vertrauende hat ewiges Leben, aber der dem Sohn (Präs.: anhaltend) ungehorsam-Seiende, nicht wird-er-sehen (ewiges) Leben, sondern der Zorn Gottes bleibt14 auf ihm.


Johannes 4


1 Als nun ´Jesus` erfuhr, dass die Pharisäer hörten: Jesus macht und tauft mehr Schüler ´als` Johannes


2 - obgleich Jesus nicht selbst taufte~, sondern seine Schüler, -


3 verließ-er die (Landschaft von) Judäa, und er-ging-weg wieder in die (Landschaft von) Galiläa.1


4 Er-musste~ aber durch die (Landschaft von) Samaria durchziehen~.18


5 Er-kommt also in (eine) Stadt der Samariter, genannt Sychar,28 nahe-bei dem Grundstück, das Jakob seinem Sohn, ´dem` Josef, gab.


6 Aber dort war~ (die) Quelle21 des Jakob. Jesus also, ermüdet* von der Wanderung, saß-da~ (einfach) so (wie er war)2 an der (Brunnenöffnung der) Quelle. Es-war~ etwa (die) sechste3 Stunde (ca. 6 Uhr abends).


7 (als eine) Frau aus der (Stadt) Samaria kommt, (um) Wasser zu-schöpfen. Jesus sagt (zu) ihr: Gib mir zu-trinken!24


8 Denn seine Schüler waren-weggegangen^ in die Stadt, damit sie Nahrungsmittel kauften°.


9 Die Frau, die Samariterin, sagt also (zu) ihm: Wie (ist es möglich, dass) du (obwohl ein) Jude seiend, von mir zu-trinken erbittest, (obwohl eine) samaritische Frau seiend?4 Denn Juden verkehren ´nicht (mit) Samaritern`.


10 Jesus antwortete und sagte (zu) ihr: Wenn du die Gabe Gottes gekannt-hättest^ (Irrealis: aber du kanntest sie noch nicht) und wer er-ist, der (zu) dir Sagende: Gib mir zu-trinken, du hättest-(etwas)-erbeten (von) ihm, und er-hätte-gegeben° dir lebendiges Wasser9 (Irrealis).


11 ´Die Frau` sagt (zu) ihm: Herr, du-hast kein Schöpfgefäß und der Brunnen21 ist tief, woher hast-du also das lebendige Wasser?


12 Du bist (doch sicher nicht) etwa größer-als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gab, und er-selbst trank aus ihm und seine Söhne und sein Zuchtvieh? (erwartete Antwort: Nein)


13 Jesus antwortete und sagte (zu) ihr: Jeder der von diesem Wasser Trinkende, wieder wird-er-dürsten.


14 Aber wer auch-immer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben-werde, keinesfalls wird-er-dürsten in die Ewigkeit, sondern das Wasser, das ich-geben-werde ihm, (es) wird-werden in ihm (eine) Wasser Quelle, sprudelnd ins ewige Leben.


15 Die Frau sagt (zu) ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich nicht (Präs.: ständig) dürste~ und-(ich)-nicht (Präs.: immer wieder) hier vorbeikommen~ (muss, um) (Präs.: jedes Mal[G2] )-zu-schöpfen~.


16 Er-sagt (zu) ihr: Geh-fort~, rufe° ´deinen EheMann` und (dann) komm hierher (zurück)!


17 Die Frau antwortete und sagte (zu) ´ihm`: Ich-habe keinen EheMann. Jesus sagt (zu) ihr: Richtigerweise sagtest-du:5 (Einen) EheMann habe-ich nicht.


18 Denn fünf EheMänner hattest-du, und (den) welchen du nun hast, er-ist nicht dein6 EheMann. Dies hast-du-gesagt* wahrheitsgetreu.


19 Die Frau sagt (zu) ihm: Herr, ich-bemerke, (ein) Prophet bist du.


20 Unsere Väter beteten-(Gott)-an auf diesem Berg,19 und ihr sagt: In Jerusalem ist der Ort, wo man-(Gott)-anbeten~ muss.10


21 Jesus sagt (zu) ihr: Glaube~ mir Frau: (Es) kommt (eine/die) Stunde, da ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten-werdet.


22 Ihr (Samariter) betet-an, was ihr nicht kennt*. Wir (Juden) beten-an, was wir-kennen*, weil die Errettung aus den Juden ist.


23 Jedoch (es) kommt (eine/die) Stunde, und nun ist-sie (schon da), da die wahrhaftigen Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten-werden, denn auch der Vater sucht solche (als) ihn Anbetende.


24 Gott (ist seinem Wesen nach)27 Geist, und (für) die ihn Anbetenden (gilt): in Geist und Wahrheit muss-man (ihn) anbeten~.


25 Die Frau sagt (zu) ihm: Ich-weiß*, dass (ein/der) Messias kommt, der Christus Genannte. Dann-wenn jener kommt, verkündigen-wird-er uns alles.20


26 Jesus sagt (zu) ihr: Ich bin (es), der (zu) dir Sprechende.


27 Und während dessen kamen seine Schüler und staunten~,11 dass er mit (einer) Frau sprach. Keiner sagte allerdings: Was willst-du (von ihr)? Oder: Worüber (od.: warum) sprichst-du mit ihr?


28 Die Frau ließ also ihren Wasserkrug (stehen) und ging-weg in die Stadt und sagt den Menschen:


29 Kommt-her, seht (einen) Menschen, der mir alle (Dinge) sagte, ´alles-was` ich-tat. Dieser ist doch-nicht-etwa der Messias?12


30 Sie-kamen-heraus aus der Stadt und kamen~ (Impf.: einer nach dem anderen) zu ihm.

31 In der Zwischenzeit baten ihn die Schüler, sagend: Rabbi, iss!

32 Aber er-sagte (zu) ihnen: Ich habe (eine) Speise zu-essen, die ihr nicht kennt*.


33 Die Schüler sagten~ also zu einander: Brachte ihm etwa jemand zu-essen?


34 Jesus sagt (zu) ihnen: Meine Speise ist (es), dass ich den Willen des mich geschickt-Habenden° tue und sein Werk (d.h. die Erlösung vom Sündenfall) vollkommen-mache (od.: vollende).


35 Sagt ihr nicht: Noch vier Monate sind-es, und die Ernte kommt?25 Siehe, ich-sage euch: Erhebt eure Augen und schaut (auf) die Felder, dass sie (schon jetzt?) weiß sind zur Ernte.26


36 Der Erntende7 empfängt Lohn und sammelt Frucht zu ewigem Leben, damit der Säende und der Erntende zugleich sich-freuen~.


37 Denn in diesem ist das Wort wahr, dass (ein) anderer der Säende ist und (ein) anderer der Erntende.


38 Ich sende euch zu-ernten~, wofür ihr euch nicht abgemüht-habt*. Andere haben-sich-abgemüht*, und ihr seid-eingetreten* in ihre Mühe.


39 Aus jener Stadt aber vertrauten viele von den Samaritern auf ihn wegen des Wortes der Frau, (weil/als) sie-bezeugend-war~: Er-sagte mir alles, was ich-tat.


40 Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten-sie~ ihn, bei ihnen zu-bleiben, und er-blieb zwei Tage dort.


41 Und (noch) viel mehr (Samariter) vertrauten (auf ihn) wegen seines Wortes


42 und sagten~ (zu) der Frau: Nicht-mehr wegen deiner Äußerung (in V.39) vertrauen-wir, denn selbst haben-wir-gehört* und wissen*, dass dieser wahrhaft der Erretter der Welt ist.


43 Aber nach den zwei Tagen kam-er-heraus von dort in die (Landschaft) Galiläa,


44 denn Jesus selbst bezeugte, dass (ein) Prophet in dem eigenen Vaterland keine Ehre hat.17


45 Als er nun in die (Landschaft) Galiläa kam, empfingen ihn die Galiläer, (weil) alles gesehen-habend*, alles-was er in Jerusalem an dem Fest tat, denn auch sie kamen zu dem Fest.


46 Er-kam also wieder in das Kana der (Landschaft) Galiläa, wo er das Wasser (zu) Wein machte. Und (es) war~ ein-gewisser Königlicher (ein Beamter oder Verwandter von Herodes?) in Kafarnaum,8 dessen Sohn (Impf.: schon länger körperlich) schwach-war~.


47 Dieser, (nachdem) gehört-habend°, dass Jesus aus der (Landschaft) Judäa in der (Landschaft) Galiläa eingetroffen-ist, ging-er-weg (von zu Hause, hin) zu ihm und bat~ (Impf.: eindringlich), dass er-herabsteige°13 und seinen Sohn heile°,22 denn er-war-im-Begriff~ zu-sterben~.


48 Jesus sagte nun (zu) ihm: Falls ihr nicht Zeichen und Wunder seht, keinesfalls glaubt-ihr° (dann völlig).


49 Der Königliche (Beamte/Verwandte) sagt (zu) ihm: Herr, steige-herab°, ehe mein Kindlein14 (effektiver Aor.: endgültig) verstirbt°!


50 Jesus sagt (zu) ihm: Gehe~, dein Sohn lebt~! Der Mensch glaubte°22 (w.: vertraute) dem Wort, das Jesus (zu) ihm sagte, und er-ging~.


51 Aber schon (während) er herabsteigend-war~, kamen-entgegen ihm seine Sklaven, sagend, dass sein Knabe lebt.23


52 Er-erkundigte-sich nun bei ihnen (über) die Stunde, in der er-auf-dem-Weg-der-Besserung war. Da sagten-sie (zu) ihm: Gestern, (um die) siebte Stunde15 verließ ihn das Fieber.


53 Da erkannte der Vater, dass (es) ´in` jener Stunde (war), in der Jesus (zu) ihm sagte: Dein Sohn lebt. Und er-vertraute°22 (nun vollständig auf ihn), er und sein ganzes Haus.


54 Dies ´aber` tat Jesus wiederum als zweites16 Zeichen (in Kana, nachdem) kommend° aus der (Landschaft) Judäa in die (Landschaft) Galiläa.

Johannes 5


1 Nach diesen (Begebenheiten)23 war~ (ein) Fest der Juden,2 und Jesus stieg-(allein?)-hinauf nach Jerusalem.


2 Aber in Jerusalem ist24 bei dem Schaf-Tor (ein) Teich, - der zubenannt-werdend (auf) Hebräisch Bethesda,3 - habend fünf Säulenhallen.


3 In diesen (Säulenhallen) lag-darnieder~ (eine) Menge von (durch lange Krankheit) Schwachseienden, Blinden, Lahmen, Ausgezehrten (od.: Verkrüppelten).


4 1


5 Ein-gewisser Mensch aber war~ dort, (schon) acht-´und`-dreißig Jahre in seiner (körperlichen) Schwachheit habend.


6 Diesen, (nachdem) Jesus (ihn so) darniederliegend sehend°, - und (nachdem) erkannt-(od.: erfahren?)-habend°, dass er schon (einen) langen Zeitraum (hinter sich) hat, - sagt-er (zu) ihm: Willst-du~ (Inf.Aor.: jetzt) gesund werden°?


7 Der (körperlich) schwach-Seiende antwortete ihm: Herr, ich-habe keinen Menschen, damit, dann-wenn das Wasser aufgewühlt-wird°,4 er mich (als Ersten) in den Teich werfe. Während aber ich (selbst) komme, steigt-hinab (schon ein) anderer vor mir.


8 Jesus sagt (zu) ihm: Steh-auf~, hebe-auf° deine Matte und geh-umher~!17


9 Und sofort wurde-gesund der Mensch und er-hob-auf seine Matte und ging-umher~. (Es) war~ aber Sabbat an jenem Tag.


10 Die Juden sagten also (zu) dem Gesundgemachten*: Es-ist Sabbat, und nicht erlaubt-ist-es dir, ´deine` Matte aufzuheben.18


11 ´Er` aber antwortete ihnen: Der mich gesund gemacht-Habende°, jener sagte (zu) mir: Hebe-auf deine Matte und geh-umher~!


12 Sie fragten ihn: Wer ist der Mensch, der gesagt-Habende° (zu) dir: Hebe-auf und geh-umher~?


13 Aber der Geheilte wusste^ nicht, wer es-ist~, denn Jesus machte-sich-unauffällig-davon,12 (weil eine) Volksmenge an dem Ort war~.


14 Nach diesem findet ihn Jesus in dem Heiligtum und sagte (zu) ihm: Siehe, gesund bist-du-geworden*, sündige~ nicht-mehr (verneinter Imp.Präs.: weiter), damit dir nicht irgendetwas Schlimmeres geschehe°.


15 Der Mensch ging-weg und ´berichtete` den Juden, dass (es) Jesus ist~, der ihn gesund gemacht-Habende°.


16 Und deswegen verfolgten~ die Juden Jesus, weil er diese (Dinge) am Sabbat (Impf.: immer wieder) tat~.5


17 ´Jesus` aber antwortete ihnen: Mein6 Vater wirkt bis jetzt, (darum) wirke auch-ich.


18 Deswegen also versuchten~13 die Juden (noch) vielmehr ihn zu-töten, weil er nicht nur den Sabbat auflöste~, sondern auch Gott (seinen) eigenen Vater nannte~, (und so) sich-selbst (mit) Gott ident machend.


19 Jesus antwortete also und sagte (zu) ihnen: Amen, Amen, ich-sage euch, der Sohn kann nichts von sich-selbst (aus) tun~, falls er nicht irgendetwas erblickt den Vater tuend. Denn was auch immer jener tut~, dies tut auch der Sohn gleicherweise.


20 Denn der Vater hat-gern den Sohn und er-zeigt ihm alles, was er-selbst tut, und größere Werke als diese (bisherigen Wundertaten) wird-er-zeigen ihm, damit ihr staunt~.


21 Denn geradeso-wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig-macht, ebenso macht-lebendig auch der Sohn, welche er-will.20


22 Denn der Vater richtet auch-nicht irgendeinen, sondern das ganze Gericht hat-er-gegeben* dem Sohn,20


23 damit alle den Sohn ehren, so-wie sie den Vater ehren. Der nicht Ehrende den Sohn, ehrt (auch) nicht den Vater, den ihn geschickt-Habenden°.


24 Amen, Amen, ich-sage euch: Der mein Wort Hörende und Vertrauende dem mich geschickt-Habenden°, hat (jetzt schon) ewiges Leben21 und kommt nicht hinein-in (ein?) Gericht25 (od.: Verdammnis?), sondern er-ist-(Perf.: ein für alle Mal)-hinübergeschritten* aus dem (geistlichen) Tod14 in das (geistliche?/ewige?) Leben.


25 Amen, Amen, ich-sage euch: (Es) kommt (eine) Stunde, und nun ist-sie (schon da), da die (geistlich?) Toten hören-werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die (sie) gehört-Habenden°15 werden-leben.


26 Denn geradeso-wie der Vater Leben in sich-selbst hat, ebenso gab-er auch dem Sohn, Leben in sich-selbst zu-haben~.


27 Und er-gab ihm Vollmacht, Gericht zu-halten~, weil er (ein?) Menschen Sohn7 ist.


28 Staunt~ darüber nicht, weil (es) kommt (eine) Stunde, in der alle die in den Grabkammern (sind) seine Stimme hören-werden,


29 und die das Gute getan-Habenden° werden-herausgehen zur Auferstehung (zum ewigen) Leben,19 ´aber` die das Schlechte praktiziert-Habenden°, zur Auferstehung (zum) Gericht.8


30 Ich kann gar nichts von mir-selbst (aus) tun~. Sowie ich-höre, richte-ich, und mein Gericht ist gerecht, weil ich nicht meinen Willen suche, sondern den Willen des mich geschickt-Habendenⱽ°.


31 Falls ich über mich-selbst zeuge, ist meine Bezeugung nicht wahr,


32 (jedoch ein) anderer10 ist der über mich Zeugende, und ich-weiß*, dass die Bezeugung9 wahr ist, die er über mich zeugt.


33 Ihr habt-gesandt* zu Johannes, und er-hat-bezeugt* (Perf.: und sein Zeugnis gilt noch immer) die Wahrheit.


34 Ich aber nehme die Bezeugung von (einem) Menschen nicht (an), sondern dies sage-ich, damit ihr errettet-werdet.


35 Jener war~ die Leuchte, die brennende und scheinende, ihr aber wolltet für (eine) Stunde in ihrem Licht jubeln.


36 Ich aber habe die größere Bezeugung (als die) des Johannes. Denn die Werke die mir der Vater gegeben-hat*,9 damit ich sie zur-Vollendung-bringe, (gerade) sie, die Werke die ich-tue, sie-zeugen über mich, dass der Vater mich gesandt-hatⱽ*.


37 Und der mich geschickt-habende° Vater, jener hat-bezeugt* über mich. Weder habt-ihr-gehört* jemals seine Stimme, noch habt-ihr-gesehen* sein Aussehen,


38 und sein Wort habt-ihr nicht bleibend (d.h. wohnend) in euch, weil, (den) welchen jener sandte (nämlich Jesus), diesem glaubt ihr nicht.


39 Ihr-erforscht die Schriften, weil ihr meint in ihnen ewiges Leben zu-haben~,22 und (gerade) jene sind die über mich Zeugenden.


40 Aber ihr-wollt nicht zu mir kommen°, damit ihr Leben habet~.


41 Ehre von Menschen nehme-ich nicht (an),


42 sondern erkannt-(d.h. durchschaut)-habe-ich* euch, dass ihr die Liebe Gottes16 nicht in euch habt.


43 Ich bin-gekommen* in dem Namen meines Vaters, und ihr-nehmt mich nicht (an). Falls (ein) anderer in dem eigenen Namen kommt°, jenen werdet-ihr-annehmen.


44 Wie könnt ihr glauben, (wenn/da) Ehre von einander annehmend, und die Ehre von dem alleinigen ´Gott` sucht-ihr nicht?


45 Meint~ nicht, dass ich euch anklagen-werde bei dem Vater. (Da/es) ist11 der euch Anklagende: Mose, auf den ihr gehofft-habt*.


46 Denn wenn ihr Mose geglaubt-hättet~, (auch) mir würdet-ihr-glauben~, denn über mich schrieb jener. (Irrealis)


47 Aber, wenn ihr seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet-ihr-glauben meinen Aussprüchen (od.: Reden)?

Johannes 6


1 Nach diesem ging-weg Jesus jenseits des Sees von Galiläa, des (Sees) von Tiberias.23


2 Aber (eine) große Volksmenge folgte~ ihm, weil sie die Zeichen anschauten~, die er an den (körperlich) schwach-Seienden tat~.


3 Jesus aber kam-hinauf auf das Bergland,38 und dort setzte-er-sich~ mit seinen Schülern.


4 Aber war~ nahe3 das (zweite) Passah,4 das Fest der Juden.


5 Jesus also, (als/nachdem) die Augen erhebend° und schauend°, dass (eine) große Volksmenge zu ihm kommt, sagt (zu) Philippus: Woher sollen-wir-kaufen Brote, damit diese essen-könnten?17


6 Aber dies sagte-er~, (damit) ihn versuchend, denn er-selbst wusste^ (schon), was er-tun wollte~.


7 Philippus antwortete ihm: (Selbst) Brote (für) zweihundert Denare genügen nicht (für) sie, damit jeder (einzelne auch nur) ´ein` weniges empfange.


8 Einer29 von seinen Schülern, Andreas, der Bruder (von) Simon Petrus, sagt (zu) ihm:


9 Hier ist ein Jüngling, der fünf Gersten Brote25 und zwei Fischbeilagen hat. Jedoch was ist dies für so-viele?


10 Jesus sagte: Macht, (dass) die Menschen sich-niederlassen! (Es) war~ aber viel Gras an dem Ort. Also ließen-sich-nieder alo die Männer, (an) der Zahl etwa fünftausend.


11 Jesus nahm also die Brote, und (nachdem) gedankt-habend° verteilte-er° (sie) den zum-(Essen)-DaLiegenden, gleicherweise auch von den Fischlein, soviel-wie sie-(Impf.: immer wieder)-wollten~.


12 Aber als sie-gesättigt-waren, sagt-er seinen Schülern: Sammelt die übriggebliebenen° Brocken, damit nicht irgendetwas verderbe.


13 Sie-sammelten (sie) also und befüllten zwölf Handkörbe (mit) Brocken von den fünf Broten aus Gerste, die den Speisenden* überblieben°.30


14 Die Menschen also, (nachdem) gesehen-habend°, ´welches Zeichen er-tat`, sagten~ (Impf.: einer zum anderen?): Dieser ist wahrhaft der Prophet, der Kommen-sollende34 in die Welt.


15 Jesus nun, (als) erkennend°, dass sie im-Begriff-stehen, zu-kommen und ihn zu-ergreifen, damit sie (ihn zum) König machen°,31 entwich wieder auf das Bergland, er allein.32


16 Als (es) aber Abend wurde, stiegen-herab seine Schüler zu dem See (Genezareth),


17 und (nachdem) in (ein) Schiff einsteigend°, wollten-sie-kommen~39 (ans) jenseitige (Ufer) des Sees nach Kafarnaum. Und (es) war-geworden^ schon Finsternis, und Jesus noch-nicht war-er-gekommen^ zu ihnen,42


18 und der See, - (weil) starker Wind wehend-war~, - schlug-hohe-Wellen.

19 (Nachdem) sie also etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien5 gerudert-hatten*, bemerken-sie Jesus, umhergehend auf dem See33 und sich-nahend dem Schiff, und sie-fürchteten-sich.


20 Er aber sagt (zu) ihnen: Ich bins,22 fürchtet-euch~ nicht!


21 Nun waren-sie-willig~6 ihn ins Schiff zu-nehmen, und (danach) war das Schiff (auch schon) sofort an dem Land, zu dem sie-gelangen-wollten~.


22 Den nächsten (Tag) sah (od.: stellte-fest) die Volksmenge, - die Stehende* (am) jenseitigen (Ufer) des Sees (südlich von Kafarnaum), - dass kein anderes Boot24 dort war~ außer (dem) einen (Schiff, das jetzt dastand). Und (sie erinnerten sich,) dass Jesus nicht (mit) seinen Schülern zusammen-hineingestiegen-war° in dieses Schiff, sondern, dass seine Schüler (gestern Abend) allein wegfuhren.


23 - Andere ´Boote` kamen (aber/nun?) aus Tiberias nahe (an) den Ort,40 wo sie das Brot gegessen-hatten°, (als/nachdem) der Herr gedankt-hatte°. -


24 Als also die Volksmenge (dort) sah, dass Jesus nicht dort ist, auch-nicht seine Schüler, sie (selbst) stiegen-ein in diese Boote, und sie-kamen nach Kafarnaum, (indem/damit) Jesus suchend~.24


25 Und (nachdem) ihn (am) jenseitigen (Ufer) des Sees (d.h. in der Synagoge in Kafarnaum) findend°, sagten-sie (zu) ihm: Rabbi, wann bist du hier-her gekommen*?


26 Jesus antwortete ihnen und sagte: Amen, Amen, ich-sage euch, ihr-sucht mich nicht, weil ihr Zeichen saht, sondern weil ihr von den Broten aßet° und gesättigt-wurdetⱽ (eigtl. vulgär: vollgefressen seid).


27 Wirkt~ (d.h. sich abmühen) nicht (für) die verderbende Speise, sondern (für) die Speise, die Bleibende zum ewigen Leben, die der Sohn des Menschen euch geben-wird,7 denn diesen besiegelte Gott der Vater.


28 Sie sagten also zu ihm: Was sollen-wir-tun,8 damit wir die Werke (Plural!) Gottes wirken8? (d.h. die Werke welche Gott verlangt)


29 Jesus antwortete und sagte (zu) ihnen: Dies ist das Werk (Singular!)8 Gottes, (nämlich) dass ihr-(Präs.: beständig)-vertrautⱽ auf (den), den jener sandte.


30 Sie-sagten also (zu) ihm: Was für (ein) Zeichen tust du also, damit wir-(es)-sehen und dir glaubenⱽ?9 Was wirkst-du?10


31 Unsere Väter aßen das Manna in der Einöde, so-wie geschrieben* ist: "Brot aus11 dem Himmel gab-er ihnen zu-essen."1


32 Jesus sagte also (zu) ihnen: Amen, Amen, ich-sage euch, nicht Mose ´hat-gegeben`* euch das Brot aus dem Himmel, sondern mein Vater gibt euch das Brot aus dem Himmel, das wirkliche20 (Brot),


33 denn das Brot Gottes ist der aus11 dem Himmel Herabsteigende und Leben Gebende der Welt.


34 Sie-sprachen also zu ihm: Herr, gib uns allezeit12 dieses Brot!


35 Jesus sagte (zu) ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Der zu mir Kommende, keinesfalls soll-er-hungern°, und der auf mich Vertrauende, keinesfalls wird-er-dürsten jemals.


36 Jedoch ich-sagte euch, dass ihr ´mich` zwar gesehen-habt*, aber nicht glaubt.


37 Jeden, den35 mir der Vater gibt,43 bei mir wird-er-eintreffen,37 und dem zu ´mir` Kommenden, keinesfalls werfe-ich-(ihn)-hinaus° (nach) draußen,


38 weil ich-bin-herabgestiegen* von dem Himmel, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen des mich geschickt-Habenden°.


39 Dies aber ist der Wille des mich geschickt-Habenden°, dass jeden, den35 er mir gegeben-hat*,43 ich keinen von ihm verliere, sondern ich-werde-auferstehen-lassen ihn ´an` dem letzten Tag.26


40 Denn dies ist der Wille meines Vaters, dass jeder der den Sohn Anschauende13 und auf ihn Vertrauende ewiges Leben habe, und ich werde-auferstehen-lassen ihn ´an` dem letzten Tag.


41 Die Juden murrten~ also über ihn, weil er-sagte: Ich bin das Brot, das aus dem Himmel Herabgestiegene°,

42 und sagten~: Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josefs, (von) dem wir14 den Vater und die Mutter kennen*? Wie (od.: mit welchem Recht) sagt-er nun: Aus11 dem Himmel bin-ich-herabgestiegen*?


43 Jesus antwortete und sagte (zu) ihnen: Murrt~ (Imp.Präs.: hört auf) nicht unter einander!


44 Keiner kann zu mir kommen, falls nicht der Vater, der mich geschickt-Habende°, ihn zieht, und-ich werde-auferstehen-lassen ihn (an) dem letzten Tag.


45 In den Propheten ist-geschrieben*: Und sie-werden-sein "alle (von) Gott2 gelehrte." Jeder der gehört-Habende° und gelernt-Habende° von dem Vater kommt zu mir.


46 (Das heißt) nicht, dass jemand den Vater gesehen-hat*, außer der von Gott Seiende, dieser hat-gesehen* den Vater.


47 Amen, Amen, ich-sage euch, der Vertrauende hat ewiges Leben.


48 Ich bin das Brot des Lebens.


49 Eure Väter aßen in der Einöde das Manna und starben.


50 Dieser ist das Brot, der aus dem Himmel Herabsteigende, damit jemand von ihm esse° und nicht versterbe°.


51 Ich bin das Brot, das lebendige, der aus dem Himmel Herabgestiegene°. Falls jemand von diesem Brot isst°, wird-er-leben in die Ewigkeit, und das Brot aber, das ich geben-werde, ist mein Fleisch15 für das Leben der Welt.


52 Die Juden stritten~ also gegen einander, sagend: Wie kann dieser uns ´sein` Fleisch zu-essen° geben°?


53 Jesus also sagte (zu) ihnen: Amen, Amen, ich-sage euch, falls ihr das Fleisch des Sohnes des Menschen nicht esst° und sein Blut (nicht) trinkt°, habt ihr kein Leben in euch-selbst.


54 Der mein Fleisch Zerkauende16 und mein Blut27 Trinkende hat ewiges Leben, und-ich werde-auferstehen-lassen ihn (an) dem letzten Tag.


55 Denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut wahrer Trank.


56 Der mein Fleisch Zerkauende und mein Blut Trinkende bleibt in mir und-ich in ihm.


57 Sowie mich der lebendige Vater sandte und-ich durch den Vater lebe, (so) auch der mich Zerkauende, auch-jener wird-leben durch mich (od.: aufgrund von mir).


58 Dieser ist das Brot, der aus dem Himmel Herabgestiegene°, nicht so-wie (es) die Väter aßen und verstarben. Der dieses Brot Zerkauende wird-leben in die Ewigkeit.


59 Dies sagte-er in (der/einer?) Synagogenversammlung (als) lehrend in Kafarnaum.


60 Viele also von seinen Schülern, - (nachdem/als es) hörend°, - sagten: Hart ist dieses Wort, wer kann dieses (Wort) hören~?


61 Jesus aber, (weil) bei sich-selbst wissend*, dass seine Schüler über dieses (Wort) murren, sagte (zu) ihnen: Dies ärgert (od.: entrüstet) euch?


62 Falls ihr nun den Sohn des Menschen schauen-solltet~, (wenn) hinaufsteigend, wo er vorher war~?21


63 Der Geist ist der lebendig-Machende, das Fleisch nützt gar-nichts. Die Aussprüche, die ich (zu) euch gesprochen-habe*, Geist sind-sie18 und Leben sind-sie.


64 Jedoch sind von euch einige, die nicht glauben. Denn Jesus wusste^ von Anfang (an), wer die nicht Glaubenden sind und wer der ihn überliefern-Werdende (Ptz.Fut.) ist.41


65 Und er-sagte~: Deswegen habe-ich-gesagt* (zu) euch: Keiner kann zu mir kommen, falls (es) ihm nicht von dem Vater gegeben-worden-ist*.28


66 Aus diesem (Grund; od.: von da an), viele ´von` seinen Schülern gingen-weg und (Impf.: von da an) sie-zogen-umher~ nicht-mehr mit ihm.


67 Jesus sagte nun (zu) den Zwölf: Wollt etwa auch ihr fortgehen~?19


68 Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen-wir-weggehen? Aussprüche ewigen Lebens hast-(nur)-du,


69 und wir haben-(darauf)-vertraut* und haben-erkannt*, dass du der Heilige Gottes bist.


70 Jesus antwortete ihnen: (Habe) nicht ich euch, die Zwölf (Med.: für mich)-auserwählt?36 Aber einer von euch ist (ein) Teufel.


71 Er-sagte~ (dies) aber (von) dem Judas (dem Sohn des) Simon Iskariot, denn dieser stand-im-Begriff~ ihn zu-überliefern~, einer von den Zwölfen.


Johannes 7


1 Und nach diesem ging-umher~ Jesus in der (Landschaft) Galiläa, denn er-wollte~ nicht in der (Landschaft) Judäa umhergehen~,18 weil die Juden versuchten~ ihn zu-töten.


2 (Es) war~ aber nahe das Fest der Juden, das Laubhüttenfest.13


3 Seine Brüder sagten also (zu) ihm: Geh-hinüber von-hier und geh-fort~ in die (Landschaft) Judäa, damit auch deine Schüler ´deine` Werke anschauen-werden, die du-tust,


4 denn keiner tut irgendetwas im Verborgenen und sucht (dabei zugleich) im öffentlichen6 zu-sein~. Wenn du (Realis: wirklich) diese (Werke) tust, offenbare dich-selbst der Welt!


5 Denn seine Brüder glaubten~ auch-nicht an ihn.17


6 Jesus sagt also (zu) ihnen: Mein Zeitpunkt ist noch-nicht da, euer Zeitpunkt aber ist allezeit bereit.


7 Die Welt kann euch nicht hassen~, mich aber hasst sie, weil ich über sie zeuge, dass ihre Werke böse sind.


8 Ihr, steigt-ihr-(ruhig)-hinauf zu dem Fest. Ich steige-(öffentlich)-hinauf~ ´nicht` zu diesem Fest,1 weil mein Zeitpunkt (ist) noch-nicht erfüllt*.


9 Aber (nachdem) dies gesagt-habend°, blieb-er ´selbst` in der (Landschaft) Galiläa.


10 Als aber seine Brüder zu dem Fest hinaufstiegen, (erst) dann stieg-hinauf auch er-selbst, (aber) nicht öffentlich, sondern ´wie` im Verborgenen.2


11 Die Juden also suchten~ ihn bei dem Fest und sagten~: Wo ist jener?


12 Und viel heimliches-Gemurmel war~ über ihn bei den Volksmengen. Die (einen) sagten~: Gut ist-er, andere ´aber` sagten~: Nein, sondern er-führt-irre die Volksmenge.20


13 Keiner sprach allerdings offen über ihn wegen der Furcht (vor) den Juden (d.h. den jüdischen Behörden).


14 Aber (als) das Fest schon in-der-Mitte-war~ (d.h. erst am vierten Tag) stieg-hinauf Jesus zu dem Heiligtum und lehrte~.


15 Die Juden staunten~ also, sagend: Wie kennt* dieser (die) Schriften (obwohl) nicht gelernt-habend*?


16 Jesus antwortete ihnen also und sagte: Meine Lehre ist nicht meine, sondern (die) des mich geschickt-Habenden°.


17 Falls jemand seinen Willen (Präs.: beständig) tun~ will~, wird-er-erkennen betreffs der Lehre, ob sie aus Gott ist oder ob ich von mir-selbst (aus) spreche.


18 Der von sich-selbst (aus) Sprechende sucht die eigene Herrlichkeit, aber der Suchende die Herrlichkeit des ihn geschickt-Habenden°, dieser ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.


19 Hat nicht Mose euch das Gesetz ´gegeben`*?7 Und keiner von euch tut das Gesetz. Warum versucht ihr mich zu-töten°?


20 Die Volksmenge antwortete: (Einen) Dämon hast-du, wer versucht dich zu-töten?


21 Jesus antwortete und sagte (zu) ihnen: Ein Werk tat-ich (nämlich in Joh 5,1ff), und ihr-staunt alle deswegen9.


22 Mose hat-gegeben* euch die Beschneidung - nicht, dass sie von Mose ist, sondern (schon) von den Vätern (vorher), - und (folglich) beschneidet-ihr (einen) Menschen ´am` Sabbat10 (obwohl am Sabbat Arbeit verboten ist!).


23 Wenn (also ein) Mensch am Sabbat (die) Beschneidung empfängt, damit das Gesetz Mose nicht außer-Kraft-gesetzt-wird, zürnt-ihr mir, weil ich (einen) ganzen Menschen am Sabbat gesund machte?


24 Richtet~ nicht nach dem-Augenschein, sondern das gerechte Gericht richtet~!8


25 Einige von den Jerusalemern sagten~ also: Ist dieser nicht (der), den sie-versuchen zu-töten°?


26 Und siehe, öffentlich spricht-er und gar-nichts sagen-sie (zu) ihm. Ob-etwa die Vorsteher wirklich erkannten, dass dieser der Messias ist?9


27 Jedoch (von) diesem wissen-wir*, woher er-ist. Der Messias aber, dann-wenn er-kommt~, keiner erkennt (dann), woher er-ist.14


28 Jesus schrie also, (während) in dem Heiligtum lehrend und sagend: Mich kennt-ihr* (zwar) und wisst*, woher ich-bin. Aber nicht von mir-selbst (aus) bin-ich-gekommen*, sondern wahrhaftig ist der mich geschickt-Habende°, den ihr nichts wisst*.


29 Ich weiß* (von) ihm, weil ich von ihm bin und-jener mich sandte.


30 Sie-versuchten~ also, ihn zu-ergreifen, aber keiner legte die Hand an ihn, weil seine Stunde noch-nicht gekommen-war^.


31 Von der Volksmenge aber, viele kamen-zum-Glauben° (ingress. Aor.) an ihn und sagten: Der Messias, dann-wenn er-kommt, etwa mehr Zeichen wird-er-tun (als die), die dieser tat?


32 Die Pharisäer hörten die Volksmenge dies heimlich-murmelnd über ihn, und die Hohepriester und die Pharisäer sandten Gehilfen, damit sie ihn ergreifen°.


33 Jesus sagte also: Noch (eine) kurze Zeit bin-ich mit euch und (dann) gehe-ich-fort zu dem mich geschickt-Habenden°.


34 Suchen-werdet-ihr mich, und nicht finden-werdet-ihr ´mich`, und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen°.


35 Die Juden sagten also zu einander: Wohin will dieser gehen~, dass wir ihn nicht finden-werden? Will er etwa in die Diaspora der Griechen gehen und die Griechen lehren?


36 Was bedeutet dieses Wort, das er-sagte: Suchen-werdet-ihr mich, und nicht finden-werdet-ihr ´mich`, und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen°?


37 Aber am letzten Tag (d.h. dem achten Tag), dem großen15 des LaubhüttenFestes, stand^ Jesus und schrie, (indem) sagend: Falls jemand dürstet~, komme-er~ zu mir und trinke~!


38 Der auf mich Vertrauende, so-wie die Schrift sagte:3 Ströme von lebendigem Wasser werden-fließen aus seinem Inneren.


39 Dies aber sagte-er über den Geist, ´den` die auf ihn Vertrauenden empfangen sollten~. Denn (der) Geist war~ noch-nicht (da), weil Jesus ´auch-noch-nicht` verherrlicht-war°.


40 (Einige) aus der Volksmenge also, (als) diese Worte hörend°, sagten-sie~: Dieser ist wahrhaft der Prophet,


41 andere sagten~: Dieser ist der Messias, wieder-andere aber sagten~: Kommt denn der Messias etwa aus Galiläa?


42 Sagte die Schrift nicht: Aus der Nachkommenschaft Davids und von Bethlehem, dem Dorf wo David war~, kommt der Messias?12


43 (Eine) Spaltung entstand also in der Volksmenge wegen ihm.


44 Einige aber von ihnen wollten~ ihn ergreifen°, keiner jedoch ´legte` die Hände an ihn.5


45 Die Gehilfen kamen also zu den Hohepriestern und Pharisäern, und jene sagten (zu) ihnen: Weswegen führtet-ihr ihn nicht (her)?


46 Die Gehilfen antworteten: Niemals sprach (ein) Mensch so.


47 Die Pharisäer antworteten ´ihnen` also: (Seid) etwa auch ihr irregeführt-worden*?


48 Glaubte etwa irgendeiner von den Vorstehern an ihn, oder von den Pharisäern?4 (erwartete Antwort: Nein, natürlich nicht).


49 Jedoch diese Volksmenge, die das Gesetz nicht kennend, verflucht sind-sie.16


50 Nikodemus sagt (zu) ihnen, - der ´das` vorherige-Mal zu ihm Kommende°, der einer von ihnen ist~ (d.h. einer aus dem Synedrium):


51 - Richtet etwa unser Gesetz den Menschen, außer man-verhört ihn zuerst und erfährt (dann), was er-tut?19 (erwartete Antwort: Nein, natürlich nicht).


52 Sie-antworteten und sagten (zu) ihm: Bist etwa auch du aus Galiläa? Erforsche° und sieh°, dass aus Galiläa kein Prophet erweckt-wird.11


53 ´´Und sie-gingen, jeder (einzelne) in sein Haus.


Johannes 8


1 Jesus aber ging zu dem Berg der Olivenbäume.


2 Frühmorgens19 aber kam-er-herbei wieder zu dem Heiligtum, ´und das ganze Volk kam~ zu ihm, und (nachdem) sich-niedersetzend° lehrte-er~ sie`.


3 Aber die Schriftgelehrten und die Pharisäer führen (eine) ´Frau (vor/herein, die gerade) beim Ehebruch` ertappt-wurde*, und (nachdem) sie in (die) Mitte gestellt-habend°,25


4 sagen-sie (zu) ´ihm`: Lehrer, diese Frau ist-ertappt-worden* auf frischer-Tat,11 (Präs.: als gerade zum) ehebrechen-(verführt)-werdend~.22


5 Aber in dem Gesetz trug-auf ´uns` Mose, die so-Beschaffenen (Pl.Fem., d.h.: solche Frauen!)11 zu-steinigen~. Du also, was sagst-du?


6 ´Dies` aber sagten-sie~, (damit) ihn versuchend, damit sie (Präs.: endlich? etwas) haben~, (um) ´ihn` anzuklagen~.20 Jesus aber, (nachdem) sich-niederbückend° nach-unten, schrieb-nieder~1 (mit) dem Finger auf den Boden. 28


7 Aber als sie-(Impf.: hartnäckig)-dabeiblieben~, ´ihn` (Präs.: immer wieder) fragend~, richtete-er-sich-(effekt. Aor.: schließlich)-auf und sagte (zu) ´ihnen`: Der Sündlose (unter) euch werfe° (als) Erster (einen) Stein auf sie.2


8 Und (nachdem) sich-niederbückend° schrieb-er~ wieder auf den Boden.29


9 Aber die (es) Hörenden° kamen-heraus~, einer nach dem-anderen, (Med.: von sich aus) anfangend° von den Ältesten, und er-wurde-zurückgelassen° allein, und die Frau in (der) Mitte seiend~.


10 Aber (nachdem) sich-aufgerichtet-habend° sagte Jesus (zu) ihr: Frau, wo sind-sie? Verurteilte° dich keiner?


11 Sie aber sagte: Keiner, Herr. Jesus aber sagte: Ich verurteile dich auch-nicht, geh~, ´und` von nun (an) sündige~12 nicht-mehr (Imp.Präs.: weiter)!``21


12 Jesus sprach also wieder24 (zu) ihnen, sagend: Ich bin das Licht (Gen.obj.: für) die Welt.4 Der mir (Präs.: dauerhaft) Folgende keinesfalls geht-er-umher in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens5 wird-er-haben.


13 Die Pharisäer also sagten (zu) ihm: Du zeugst über dich-selbst, deine Bezeugung ist nicht wahr.


14 Jesus antwortete und sagte (zu) ihnen: Sogar-wenn ich über mich-selbst zeuge, ist meine Bezeugung wahr, weil ich-weiß*, woher ich-kam und wohin ich-fortgehe. Ihr aber wisst* nicht, woher ich-komme oder wohin ich-fortgehe.


15 Ihr richtet nach dem Fleisch, ich richte keinen.


16 Und falls ich-(doch)-richte, ist mein Gericht wahrhaftig, weil ich nicht allein bin, sondern ich und der mich geschickt-Habende° ´Vater`.


17 Und in dem Gesetz aber, dem eurigen, ist-geschrieben*, dass die Bezeugung zweier Menschen wahr ist.


18 Ich bin der Zeugende über mich-selbst, und (zweitens) zeugt über mich der mich geschickt-Habende° Vater.


19 Sie sagten also (zu) ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Weder kennt-ihr* mich, noch meinen Vater, wenn ihr mich kennen-würdet^, auch meinen Vater würdet-ihr-kennen^ (Irrealis).


20 Diese Aussprüche sprach-er bei dem Schatzkasten,23 (als er) lehrend (war) in dem Heiligtum, und keiner ergriff ihn, weil seine Stunde noch-nicht gekommen-war^.


21 Er-sagte also wieder24 (zu) ihnen: Ich gehe-fort, und suchen-werdet-ihr mich, und in eurer Sünde werdet-ihr-sterben. Wohin ich fortgehe, könnt ihr nicht hinkommen°.


22 Die Juden sagten~ also: Doch-nicht-etwa töten-wird-er sich, weil er-sagt: Wohin ich-fortgehe, könnt ihr nicht hinkommen?


23 Und er-sagte~ (zu) ihnen: Ihr seid von dem Unten, ich bin von dem Oben, ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt.


24 Ich-sagte also (zu) euch, dass ihr in euren Sünden sterben-werdet. Denn falls ihr nicht glaubt, dass ich bin,13 werdet-ihr-sterben in euren Sünden.


25 Sie-sagten~ also (zu) ihm (ironisch?): Du, wer bist-du (denn schon?)? Jesus sagte (zu) ihnen: Dass was ich (schon) von Anfang (an zu) euch spreche14.


26 Vieles habe-ich über euch zu-sprechen und zu-urteilen, jedoch der mich geschickt-Habende° ist wahrhaftig, und was ich von ihm hörte, dies spreche-ich zu der Welt.


27 Sie-erkannten nicht, dass er (von) dem Vater (zu) ihnen (Impf.: schon die ganze Zeit) redete~.


28 Jesus sagte also (zu) ´ihnen`: Dann-wenn ihr den Sohn des Menschen (am Kreuz?) erhöht-habt° (vgl. Jes 52,13), dann werdet-ihr-erkennen, dass ich bin,13 und nichts von mir-selbst (aus) tue,15 sondern so-wie mich der Vater lehrte, dies spreche-ich.


29 Und der mich geschickt-Habende° ist mit mir. Er-ließ mich nicht allein, weil ich allezeit das ihm Gefällige tue.


30 (Als/nachdem) dieses sprechend, glaubten6 viele an ihn.


31 Jesus sagte~ also zu den ihm geglaubt-Habenden* Juden: Falls ihr in meinem Wort bleibt, seid-ihr wahrhaft meine Schüler,7


32 und die Wahrheit werdet-ihr- erkennen, und die Wahrheit wird-befreien euch.


33 Sie-antworteten zu ihm: Abrahams Nachkommenschaft sind-wir, und keinem haben-wir-gesklavt* jemals. Wie (kannst) du sagen: Frei werdet-ihr-werden?


34 Jesus antwortete ihnen: Amen, Amen, ich-sage euch: Jeder der die Sünde (Präs.: ständig/gewohnheitsmäßig) Tuende ist (ein) Sklave ´der Sünde`.


35 Aber der Sklave bleibt nicht in dem Haus in die Ewigkeit, der Sohn bleibt in die Ewigkeit.8


36 Falls also der Sohn euch befreit, wirklich frei werdet-ihr-sein.


37 Ich weiß*, dass ihr Abrahams Nachkommenschaft seid, jedoch versucht-ihr mich zu-töten,9 weil mein Wort keinen Raum-hat in euch.


38 Was ich bei dem Vater gesehen-habe*, spreche-ich. Auch ihr also, was ihr von dem Vater hörtet tut (ihr).


39 Sie-antworteten und sagten (zu) ihm: Unser Vater ist Abraham. Jesus sagt (zu) ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder seid~ (Realis: wie ihr behauptet, dann) die Werke Abrahams ´würdet-ihr-tun`~ (Irrealis).


40 Nun aber versucht-ihr mich zu-töten, (einen) Menschen, der die Wahrheit (zu) euch gesprochen-hat*, die ich von Gott hörte. Dies tat Abraham nicht.


41 Ihr tut die Werke eures Vaters. Sie-sagten ´also` (zu) ihm: Wir10 sind ´nicht` aus Hurerei ´gezeugt-worden`*, (nur) einen10 Vater haben-wir: (nämlich) Gott.


42 Jesus sagte (zu) ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre~, würdet-ihr-lieben~ mich (Irrealis), denn von Gott ging-ich-aus und bin-ich-gekommen~, denn auch-nicht von mir-selbst bin-ich-gekommen*, sondern jener sandte mich.


43 Weswegen versteht-ihr mein Sprechenⱽ nicht? Weil ihr mein Wortⱽ nicht hören~ könnt.


44 Ihr seid aus dem Vater, - dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr-tun~. Jener war~ (ein) Menschentöter von Anfang (an), und er-steht* (Perf.: bis heute) nicht in der Wahrheit, weil Wahrheit ist nicht in ihm. Dann-wenn er die Lüge spricht, spricht-er aus dem Eigenen, weil er (ein) Lügner ist und ihr Vater.


45 Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, glaubt-ihr mir nicht.


46 Wer von euch überführt mich betreffs (einer) Sünde? Wenn ich (die) Wahrheit sage, weswegen glaubt-ihr mir nicht?


47 Der Seiende aus Gott, hört die Aussprüche Gottes. Deswegen hört ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.


48 Die Juden antworteten und sagten (zu) ihm: Sagen wir nicht in-rechter-Weise, dass du (ein) Samariter bist und (einen) Dämon hast?17


49 Jesus antwortete: Ich habe keinen Dämon, sondern ich-ehre meinen Vater, und ihr verunehrt mich.


50 Ich aber suche nicht meine Herrlichkeit, er-ist (d.h. Gott der Vater) der Suchende und Urteilende.


51 Amen, Amen, ich-sage euch, falls jemand mein Wort bewahrt, keinesfalls schaut-er-an° (den) Tod in die Ewigkeit.


52 Die Juden sagten ´also` (zu) ihm: Nun haben-wir-(Perf.: endgültig)-erkannt*, dass du (einen) Dämon hast. Abraham verstarb und die Propheten, und du sagst: Falls irgendeiner mein Wort bewahrt, keinesfalls wird-er-schmecken° (den) Tod in die Ewigkeit.


53 Bist du etwa größer-als unser Vater Abraham, der verstarb? Auch die Propheten verstarben. (Zu) wem machst-du dich-selbst?


54 Jesus antwortete: Falls ich mich-selbst verherrliche (od.: verherrlichen wollte/würde, so) ist meine Herrlichkeit gar-nichts. Mein Vater ist der mich Verherrlichende, (von) dem ihr sagt: ´Unser` Gott ist-er,


55 und nicht erkannt-habt-ihr* ihn, ich aber kenne* ihn. Und-falls ich-sage°: Ich-kenne* ihn nicht, würde-ich-sein euch gleichartig, (nämlich ein) Lügner. Jedoch kenne-ich* ihn, und sein Wort bewahre-ich.


56 Abraham, euer Vater, jubelte, dass er meinen Tag16 sehen-sollte°, und er-sah (ihn) und freute-sich.


57 Die Juden sagten also zu ihm: Du-bist noch-nicht (einmal) fünfzig26 Jahre und Abraham hast-du-gesehen*?


58 Jesus sagte (zu) ihnen: Amen, Amen, ich-sage euch, ehe Abraham (geboren) wurde°, (war ich schon der?) ich bin.3


59 Da hoben-sie-auf Steine, damit sie auf ihn werfen°.18 Jesus aber verbarg sich, und er-kam-heraus aus dem Heiligtum.27

Johannes 9


1 Und (als) vorüberziehend5 sah-er (einen) Menschen, blind von Geburt-an.1


2 Und seine Schüler fragten ihn, sagend: Rabbi, wer sündigte, dieser oder seine Eltern, dass er blind gezeugt-wurde?


3 Jesus antwortete: Weder dieser sündigte noch seine Eltern, sondern damit die Werke2 Gottes an ihm offenbar-gemacht-würden°.


4 Wir müssen die Werke des mich geschickt-Habenden° wirken~, solange-es Tag ist. (Es) kommt (eine/die) Nacht, da keiner wirken~ kann.


5 Solange ich in der Welt bin~, bin ich (das?) Licht der Welt.


6 (Nachdem) dies sagend°, spuckte-er zu-Boden und machte (einen) Lehmteig2 aus der Spucke,3 und ´bestrich` ihm (mit) den Teig auf die Augen.


7 Und er-sagte (zu) ihm: Geh-fort~, wasch-dich° in dem Teich des Siloam,6 was übersetzt-wird: Gesandter*! Also ging-er-weg und wusch-sich und kam sehend.


8 Die Nachbarn also und die ihn vorher gesehen-Habenden, dass er (ein) Bettler war~, sagten~: Ist dieser nicht der Sitzende und Bettelnde?


9 Andere sagten~: Dieser ist (es), andere sagten~: Nein, sondern er-ist ihm (nur) ähnlich. Jener sagte~: Ich bin (es).


10 Sie-sagten~ also (zu) ihm: Wie ´also` wurden-geöffnet deine Augen?


11 Jener antwortete: Der Mensch, der Jesus Genannte, machte (einen) Lehmteig und bestrich meine Augen und sagte (zu) mir: Geh-fort~ zu dem (Teich) Siloam und wasche-dich°! (Nachdem) also weggegangen° und mich-gewaschen-habend°, wurde-ich-wieder-sehend.


12 Und sie-sagten (zu) ihm: Wo ist jener? Er-sagt: Ich-weiß* nicht.


13 Sie-führen ihn zu den Pharisäern, den einst Blinden.


14 (Es) war~ aber Sabbat an dem Tag, (an dem) Jesus den Lehmteig machte und seine Augen öffnete.


15 Die Pharisäer fragten ihn also auch wieder, wie er-wieder-sehend-wurde. Er aber sagte (zu) ihnen: (Einen) Lehmteig legte-er-auf mir auf die Augen, und ich-wusch-mich und sehe.


16 Einige von den Pharisäern sagten~ also: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht bewahrt. Andere ´aber` sagten~: Wie kann (ein) sündiger Mensch derartige Zeichen tun~? Und (eine) Spaltung war~ unter ihnen.


17 Sie sagen also wieder (zu) dem Blinden: Was sagst du über ihn, dass er deine Augen öffnete? Er aber sagte: Er-ist (ein) Prophet.


18 Die Juden glaubten nun nicht von ihm, dass er blind war~ und wieder-sehend-wurde, bis dass sie seine Eltern riefen, (die Eltern) des wieder-sehend-Gewordenen°.


19 Und sie-fragten sie, sagend: Ist dieser, euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er blind gezeugt-wurde? Wie also sieht-er jetzt?


20 Seine Eltern antworteten also und sagten: Wir-wissen*, dass dieser unser Sohn ist und dass er blind gezeugt-wurde.


21 Wie er aber nun sieht, wissen-wir* nicht, oder wer seine Augen öffnete, wir wissen* (es) nicht. Fragt ihn-selbst, Volljährigkeit hat-er, er wird-sprechen für sich-selbst.


22 Dies sagten seine Eltern, weil sie die Juden fürchteten, denn schon hatten-(Plqpf.: verbindlich?)-vereinbart^ die Juden, dass, falls jemand ihn offen-bekenne (als) Messias, er-(ein)-aus-der-Synagoge-Ausgeschlosser werde.4


23 Deswegen sagten seine Eltern: Volljährigkeit hat-er, befragt-ihn (doch) selbst!


24 Sie-riefen also den Menschen zum zweiten (Mal, der) der blind war~, und sagten (zu) ihm: Gib Gott Herrlichkeit! Wir wissen*, dass dieser Mensch (ein) Sünder ist.


25 Jener antwortete also: Ob er (ein) Sünder ist, weiß-ich* nicht. Eines weiß-ich*, dass ich (einst) blind seiend jetzt sehe.


26 Sie-sagten also (zu) ihm: Was tat-er dir? Wie öffnete-er deine Augen?


27 Er-antwortete ihnen: Ich-sagte (es) euch schon, und ihr-hörtet nicht. Warum wollt-ihr (es) wieder hören~? Wollt etwa auch ihr seine Schüler werden?


28 Und sie-beschimpften ihn und sagten: Du bist (ein) Schüler (von) jenem, wir aber sind Schüler (von) Mose.


29 Wir wissen*, dass Gott (zu) Mose gesprochen-hat*,7 (von) diesem aber wissen-wir* nicht, woher er-ist.


30 Der Mensch antwortete und sagte (zu) ihnen: Darin liegt allerdings das Erstaunliche, (nämlich) dass ihr nicht wisst*, woher er-ist, und (das, obwohl) er meine Augen öffnete.


31 Wir-wissen*, dass ´Gott Sünder` nicht erhört, sondern falls jemand gottverehrend ist~ und seinen Willen tut~, diesen erhört-er.


32 Von der Ewigkeit (her) wurde nicht gehört, dass jemand (die) Augen (eines) blind Gezeugten* öffnete.


33 Falls dieser nicht von Gott wäre~, könnte-er gar-nichts tun~ (Irrealis).


34 Sie-antworteten und sagten (zu) ihm: Du bist ganz in Sünden gezeugt, und du belehrst uns? Und hinaus-warfen-sie ihn (nach) draußen.4


35 Jesus hörte, dass sie ihn (nach) draußen hinausgeworfen-hatten°, und (nachdem) ihn gefunden-habend°, sagte-er: Vertraust du auf den Sohn des ´Menschen`?


36 Jener antwortete ´und sagte`: Und wer ist (es), Herr, damit ich auf ihn vertraue°?


37 Jesus sagte (zu) ihm: Gesehen-hast-du* ihn sogar, und der (jetzt) mit dir Sprechende, jener ist (es).


38 Er aber erklärte~: Ich-vertraue (auf dich), Herr. Und er-betete-an ihn (od.: er huldigte ihm).


39 Und Jesus sagte: Zum Gericht kam ich in diese Welt, damit die nicht Sehenden sehen~ und die Sehenden blind würden.


40 (Es) hörten diese (Worte einige) von den Pharisäern, die mit ihm Seienden, und sie-sagten (zu) ihm: Sind etwa auch wir blind?


41 Jesus sagte (zu) ihnen: Wenn ihr blind wäret~, hättet-ihr~ keine Sünde (Irrealis). Nun aber sagt-ihr: Wir-sehen, (darum) bleibt eure Sünde.8

Johannes 10


1 Amen, Amen, ich-sage euch, der nicht durch die Tür Hineinkommende in den Hof der Schafe, sondern (von) anderswoher (auf die Mauer) Hinaufsteigende, jener ist (ein) Dieb und Straßenräuber.


2 Aber der durch die Tür Hineinkommende, ist Hirte20 (und nicht ein Plünderer) der Schafe.


3 Diesem öffnet der Türhüter,19 und die Schafe hören seine Stimme, und die eigenen Schafe18 ruft-er einzeln-beim Namen, und hinaus-führt-er sie.3


4 Dann-wenn er die eigenen alle4 hinaustrieb,2 geht-er vor ihnen (her), und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen*.


5 (Einem) Fremden aber keinesfalls werden-sie-folgen, sondern fliehen-werden-sie vor ihm, weil sie des Fremden Stimme nicht kennen*.


6 Diese Bild-Rede sagte Jesus (zu) ihnen, jene aber erkannten nicht, was es-war~, dass er (zu) ihnen sprach.


7 Jesus sagte also wieder5: Amen, Amen, ich-sage euch: Ich bin die Tür (für das Aus- und Eingehen) der6 Schafe.


8 Alle, diejenigen-welche ´vor mir` kamen, sind7 Diebe und Straßenräuber, jedoch hörten die Schafe nicht (auf) sie.


9 Ich bin die Tür, falls jemand durch mich hineinkommt,11 wird er-errettet-werden,8 und er-wird-hineinkommen und herauskommen,9 und Weide wird-er-finden.


10 Der Dieb kommt nicht, außer damit er-stehle und schlachte und verderbe. Ich kam, damit sie Leben haben~ und (es in) Überfluss haben~.


11 Ich bin der rechte Hirte. Der rechte Hirte setzt-ein (od.: legt nieder) sein Leben für die Schafe.21


12 Der gemietete (Hirte), - und nicht seiend EigentümerHirte, dem die Schafe nicht (als) Eigentum gehören, - er-bemerkt den Wolf kommend und lässt-im-Stich die Schafe und er-flieht und der Wolf raubt und zerstreut (sie).


13 (Er handelt so) weil er (nur ein) gemieteter (Hirte) ist und es-liegt ihm nichts an den Schafen.


14 Ich bin der rechte Hirte, und ich-kenne die Meinigen, und (es) kennen mich die Meinigen,


15 so-wie mich der Vater kennt und-ich den Vater kenne, - und mein Leben setze-ich-ein für die Schafe.


16 Auch andere Schafe habe-ich,10 die nicht aus diesem Hof sind,12 auch-jene muss ich führen, und (auf) meine Stimme werden-sie-hören, und sie-werden-sein eine Herde, ein Hirte.


17 Deswegen liebt mich der Vater, weil ich mein Leben einsetze, damit ich es wieder nehme.


18 Keiner ´nimmt-(es)-weg` von mir, sondern ich setze-es-ein von mir-selbst (aus). Vollmacht habe-ich, es einzusetzen, und Vollmacht habe-ich, es wieder zu-nehmen.13 Diesen Auftrag empfing-ich von meinem Vater.


19 (Eine) Spaltung entstand wieder unter den Juden wegen dieser Worte.


20 Aber viele von ihnen sagten: (Einen) Dämon hat-er, und von-Sinnen ist-er, was hört ihr (auf) ihn?


21 Andere sagten~: Diese Aussprüche sind nicht (die eines) Dämonisierten. Kann etwa (ein) Dämon (die) Augen Blinder öffnen?


22 Damals waren die Tempelweihfest-Tage14 in Jerusalem, es-war~ (Impf.: schon einige Zeit?) Winter,


23 und Jesus ging-umher~ in dem Heiligtum in der Halle des Salomo.16


24 Die Juden umkreisten ihn also, und sagten~ (zu) ihm: Bis wann hältst-du-hin unsere Seele? Wenn du der Messias bist, ´sage (es)` uns offen.


25 Jesus antwortete ihnen: Ich-sagte (es schon zu) euch, und ihr-glaubt nicht. Die Werke, die ich tue in dem Namen meines Vaters, diese zeugen über mich.


26 Jedoch ihr glaubt nicht, weil ihr nicht aus meinen Schafen seid.18


27 Meine Schafe hören-auf meine Stimme, und-ich kenne sie, und sie-folgen mir,


28 und-ich gebe ihnen ewiges Leben, und keinesfalls gehen-sie-verloren in die Ewigkeit, und keiner wird-sie-rauben aus meiner Hand.


29 Mein Vater der (sie) mir gegeben-hat*, ist größer (als) alle,15 und keiner kann aus der Hand des Vaters rauben.


30 Ich und der Vater, wir-sind eins.


31 Wieder trugen die Juden Steine (herbei), damit sie ihn steinigten.


32 Jesus antwortete ihnen: Viele ´rechte` Werke ´zeigte-ich euch` aus (der Kraft/dem Auftrag) des Vaters, wegen was-für-einem Werk (von) ihnen, (wollt) ihr mich steinigen?


33 Die Juden antworteten ihm: Wegen (eines) rechten Werkes steinigen-wir dich nicht, sondern wegen Lästerung, und (zwar) weil du, (obwohl nur ein) Mensch seiend, dich-selbst (zu) Gott machst.


34 Jesus antwortete ihnen: Ist nicht in eurem Gesetz geschrieben*: "Ich sagte, Götter seid-ihr?"1


35 Wenn er (zu) jenen sagte: Götter (seid ihr), zu denen das Wort Gottes geschah - und die Schrift kann nicht aufgelöst-werden, -


36 (wie könnt) ihr (zu dem,) den der Vater heiligte und in die Welt sandte, sagen: Du-lästerst, weil ich-sagte: Sohn Gottes bin-ich?


37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, glaubt~ mir nicht!


38 Aber wenn ich-(sie)-tue, selbst-falls ihr mir nicht glaubt~, (dann) glaubt~ (doch) den Werken, damit ihr-(ingressiver Aor.: jetzt)-erkennt° und (Präs.: fortan weiter) erkennt~, dass der Vater in mir (ist) und-ich in dem Vater.


39 Sie-versuchten~ ´also` wieder ihn zu-ergreifen, und er-entkam aus ihrer Hand.


40 Und wieder ging-er-weg jenseits des Jordan22 zu dem Ort, wo Johannes zuerst (od. Hs.: vorher) taufend war~, und ´er-blieb`° dort (für etwa drei Monate).


41 Und viele kamen zu ihm und sagten~: Johannes tat zwar kein Zeichen, alles aber was Johannes über diesen sagte, war~ wahr.


42 Und viele vertrauten dort auf ihn.17


Johannes 11


1 (Es) war~ aber ein-gewisser (körperlich) schwach-Seiender, (nämlich) Lazarus (hebr.: Gott ist meine Hilfe) von Bethanien6 aus dem Dorf Marias und Marthas ihrer Schwester.


2 Maria7 aber war~ die Einreibende° den Herrn (mit) würzigem-Salböl und (dann) seine Füße abtrocknend (mit) ihren Haaren, - deren Bruder Lazarus war-(körperlich)-schwach~.


3 Die Schwestern sandten also zu ihm, sagend: Herr, siehe, (der) den du-gern-hast,15 er-ist-(körperlich)-schwach.


4 Jesus aber, (nachdem es) hörend°, sagte: Diese (körperliche) Schwachheit ist nicht zum Tod,9 sondern für die Herrlichkeit Gottes, damit der Sohn Gottes durch sie verherrlicht-werde.

Jesus aber liebte~15 die Martha und ihre Schwester und den Lazarus.


6 Als er also hörte, dass er-(körperlich)-schwach-ist, da blieb-er (noch) zwei Tage an dem Ort, wo er-war~.14


7 Daraufhin (od.: dann erst) sagt-er (zu) den Schülern: (Lasst uns) wieder in die (Landschaft) Judäa gehen!


8 Die Schüler sagen (zu) ihm: Rabbi, soeben-noch versuchten~ dich die Juden zu-steinigen, und (jetzt) wieder gehst-du-fort dorthin?


9 Jesus antwortete: Der Tag hat doch zwölf Stunden (nicht wahr)? Falls jemand am Tag umhergeht, stößt-er-sich nicht (an etwas), weil er das Licht dieser Welt (d.h. die Sonne) sieht.


10 Falls aber jemand in der Nacht umhergeht, stößt-er-sich (an etwas), weil das Licht (der Sonne) nicht in ihm ist.


11 Dies sagte-er, und danach sagt-er (zu) ihnen: Lazarus unser Freund schlummert*. Ich-gehe jedoch (hin), damit ich ihn aus-dem-Schlaf-erwecke°.


12 Die Schüler sagten nun (zu) ihm: Herr, wenn er-schlummert*, wird-er-errettet-werden.


13 Jesus aber hatte-(dies)-gesagt^ über seinen Tod, jene aber meinten, dass er (es) über das Schlummern des Schlafes sage.


14 Darauf nun sagte Jesus offen (zu) ihnen: Lazarus verstarb°,


15 und ich-freue-mich wegen euch, damit ihr-glaubt, weil ich nicht dort war~, jedoch (lasst uns) zu ihm gehen!


16 Thomas also, der Zwilling genannte, sagte (zu) den Mitschülern: (Lasst) auch uns-gehen, damit wir mit ihm versterben!


17 Jesus nun, (nachdem) hingekommen°, (da) fand-er ihn schon vier Tage in der Grabkammer liegend.


18 Bethanien war~ aber nahe bei Jerusalem, ungefähr fünfzehn Stadien (= 3 km entfernt) davon.


19 Viele aber von den Juden waren-gekommen^ zu der Martha und (der) Maria, damit sie sie-trösteten wegen des Bruders.


20 Als die Martha also hörte, dass Jesus kommt, ging-sie ihm entgegen, Maria aber saß~ in dem Haus.


21 Die Martha sagte nun zu ´dem` Jesus: Herr, wenn du hier gewesen-wärest~, nicht wäre-gestorben mein Bruder (Irrealis).


22 ´Jedoch` auch nun weiß-ich*,1 dass alles-was auch-immer du (von) Gott erbittest, Gott dir geben-wird.


23 Jesus sagt (zu) ihr: Dein Bruder wird-auferstehen.


24 Martha sagt (zu) ihm: Ich-weiß*,1 dass er-auferstehen-wird in der Auferstehung an dem letzten Tag.


25 Jesus sagte (zu) ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben, der auf mich Vertrauende wird-leben, selbst-falls er-verstirbt,


26 und jeder Lebende und auf mich Vertrauende verstirbt keinesfalls in die Ewigkeit. Glaubst-du dies?


27 Sie-sagt (zu) ihm: Ja, Herr, ich glaube* (Perf.: = gewonnene Überzeugung), dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt Kommende.


28 Und (nachdem) dies gesagt-habend°, ging-sie-weg und rief Maria, ihre Schwester, (wobei) heimlich (zu ihr) sagend°: Der Lehrer ist-da, und ruft dich.


29 Als aber jene (das) hörte, stand-sie-auf schnell und kam~ zu ihm.


30 Aber Jesus war noch-nicht in das Dorf gekommen^, sondern er-war~ noch an dem Ort, wohin ihm Martha entgegenging.


31 Die Juden also, - die seienden mit ihr in dem Haus und sie Tröstenden, - (nachdem) die Maria sehend°, dass sie schnell aufstand und herauskam (od.: hinausging), folgten-sie ihr, (weil) meinend, dass sie zu der Grabkammer fortgeht, damit sie dort weine°.


32 Als die Maria nun (dorthin) kam wo Jesus war~, (als) ihn sehend°, fiel-sie ihm zu den Füßen, sagend (zu) ihm: Herr, wenn du hier gewesen-wärest~, wäre mein Bruder nicht verstorben (Irrealis).


33 Jesus also, als er sie weinend sah und die (mit) ihr zusammengekommenen° Juden weinend, erzürnte-er im Geist und erregte sich

34 und sagte: Wo habt-ihr-hingelegt* ihn? Sie-sagen (zu) ihm: Herr, komm und sieh!


35 Jesus vergoss-Tränen.13


36 Die Juden sagten also: Siehe, wie gern-hatte-er~ ihn.


37 Einige aber von ihnen sagten: Konnte~ dieser, - der die Augen des Blinden Öffnende°, - nicht machen, dass auch dieser nicht versterbe?


38 Jesus also, wieder in sich-selbst erzürnend, kommt zu der Grabkammer. (Es) war~ aber (eine) Höhle, und (ein) Stein lag-drauf~ an ihr.


39 Jesus sagt: Hebt-weg den Stein! Martha, die Schwester des Gestorbenen*, sagt (zu) ihm: Herr, er-riecht schon, denn er-ist (schon den) vierten10 (Tag tot).


40 Jesus sagt (zu) ihr: Sagte-ich dir nicht (nämlich in Vers 23-26; vgl. auch Vers 4b): falls du-glauben-würdest°,16 du-sehen-wirst die Herrlichkeit Gottes?


41 Nun hoben-sie-weg den Stein. Jesus aber hob-auf die Augen (nach) droben und sagte: Vater, ich-danke dir, dass du mich erhörtest.2


42 Ich zwar wusste^ (Plqpf.: schon vorher), dass du mich allezeit erhörst, jedoch wegen der herumstehenden* Volksmenge sagte-ich (es), damit sie-glauben, dass du mich sandtest.


43 Und (nachdem) dies gesagt-habend°, schrie-er-laut (mit) starker Stimme: Lazarus, komm-hierher~ (nach) draußen!


44 Der Gestorbene* kam-heraus, die Füße und die Hände (mit) Binden gebunden* und sein Antlitz (mit einem) Schweißtuch umbunden*. ´Der Jesus` sagt (zu) ´ihnen`: Löst ihn und lasst° ihn fortgehen~!


45 Viele nun von den Juden, den zu der Maria Gekommenen° und geschaut-Habenden° ´was` er-tat, glaubten an ihn.


46 Einige aber von ihnen gingen-weg zu den Pharisäern, und sagten ihnen, was Jesus tat.


47 Die Hohepriester und die Pharisäer versammelten nun (das) Synedrium, und sie-sagten~: Was tun-wir (Ind.; od.: warum tun wir nichts?), weil dieser Mensch (so) viele Zeichen tut?3


48 Falls wir ihn so (gewähren) lassen, alle werden-sie-glauben an ihn, und die Römer werden-kommen, und wegnehmen-werden-sie uns sowohl den Ort (d.h. den Tempel? od.: die heilige Stadt?) als auch die Nation.11


49 Einer aber, jemand aus ihrer (Mitte, nämlich Joseph) Kaiphas, (weil?) seiend Hohepriester in jenem Kalenderjahr, sagte (zu) ihnen: Ihr wisst* gar-nichts,


50 und-nicht erwägt-ihr, dass (es) euch nützt, dass ein Mensch für das Volk verstirbt und nicht die ganze Nation umkomme.12


51 Dies aber sagte-er nicht von sich-selbst (aus), sondern (weil er) in jenem Kalenderjahr Hohepriester war~ prophezeite-er, dass Jesus für die Nation sterben~ müsse~,


52 und nicht nur für die (jüdische) Nation, sondern damit er auch die versprengten* Kinder Gottes in eins sammle.4


53 Von jenem Tag (an) berieten-sie-sich (od.: beschlossen sie) also, dass sie ihn töten-sollten~.5


54 Jesus ging-umher nun nicht-mehr öffentlich unter den Juden, sondern er-ging-weg von-dort in das Land nahe der Einöde, in (die) Stadt genannt Ephraim,8 und-dort blieb-er mit den Schülern.


55 (Es) war~ aber nahe das (dritte) Passahfest der Juden, und viele vom Land stiegen-hinauf nach Jerusalem, vor dem Passahfest, damit sie sich zeremoniell-reinigten.


56 Sie-suchten~ nun Jesus und sagten~ zu (od.: nach) einander, (als) in dem Heiligtum stehend*: Was meint ihr? Kommt-er° (vielleicht) nicht-doch zu dem Fest?


57 Die Pharisäer aber hatten-ausgegeben^ die Vorschrift, dass, falls jemand erfahre wo er-ist, er-(es)-anzeige, auf-dass sie ihn ergreifen-könnten°.


Johannes 12

1 Jesus kam nun sechs Tage17 vor dem (dritten) Passahfest7 nach Bethanien, wo Lazarus ´der Gestorbene*15` war~, den Jesus aus Toten auferweckte.


2 Sie-machten ihm also dort (ein) AbendMahl, und die Martha bediente~ (Impf.: die ganze Zeit), der Lazarus aber war~ einer von den zusammen-mit ihm zu-(Tisch)-Liegenden.


3 Die Maria nun, nehmend° (eine) Litra8 echtes, sehr-wertvolles würziges-Salböl (von) Narde,10 rieb-ein die Füße Jesu, und trocknete-ab seine Füße (mit) ihren Haaren. Das Haus aber wurde-erfüllt von dem Geruch des würzigen-Salböls.


4 (Es) sagt ´aber` Judas, der Iskariot, einer ´von` seinen Schülern, der im-Begriff-steht ihn zu-überliefern~:


5 Weswegen wurde dieses würzige-Salböl nicht (um) dreihundert Denare verkauft und (der Erlös) Bettelarmen gegeben?


6 Er-sagte dies aber nicht, weil er-sich-kümmerte~ um die Bettelarmen, sondern weil er (Impf.: schon länger ein) Dieb war~ und, (da) den (gemeinsamen) Geldbeutel habend, er das EinGeworfene (Impf.: immer wieder kleinweise) beiseite-schaffte~.


7 Jesus also sagte: Lass sie, (es war dafür,) dass sie es für den Tag meiner Bestattung aufbewahrte°9.


8 Denn die Bettelarmen habt-ihr allezeit mit euch,13 mich aber habt-ihr nicht allezeit.


9 ´Die` zahlreiche Volksmenge von den Juden erfuhr nun, dass er dort ist, und sie-kamen, nicht nur wegen Jesus, sondern auch damit sie den Lazarus sehen-könnten°, den er aus Toten auferweckte.


10 Die Hohepriester berieten (od.: beschlossen) aber, dass sie auch den Lazarus töten-sollten~,11


11 weil viele der Juden wegen ihm hingingen~ und an Jesus glaubten~.


12 (Als an) dem nächsten (Tag) die zahlreiche Volksmenge die zu dem Fest gekommen-war° hörten, dass Jesus nach Jerusalem kommt,


13 nahmen-sie die Palmwedel der Dattelpalmen, und sie-kamen-heraus (aus Jerusalem) um ihm entgegenzugehen, und sie-schrien-(iterativer Impf.: immer wieder)-laut~: "Hosanna (hebr.: rette nun), gesegnet* der Kommende im Namen (des) HERRN,"1 ´und` der "König Israels!"2


14 Jesus aber, (nachdem einen) jungen-Esel gefunden-habend°, setzte-sich auf ihn, so-wie geschrieben-ist*:


15 "Fürchte-dich~ nicht, Tochter Zion (d.h. Einwohner Jerusalems). Siehe, dein König kommt, sitzend auf (einem) Füllen (einer) Eselin."3


16 Dies erkannten seine Schüler zunächst nicht, jedoch erinnerten-sie-sich dann, als Jesus verherrlicht-wurde, dass dies über ihn geschrieben* war~ und (dass) sie dies für ihn taten.


17 (Es) bezeugte~ (ihn) also die Volksmenge die mit ihm war~, als er den Lazarus aus der Grabkammer rief und ihn aus Toten auferweckte.


18 Deswegen ´auch` ging-entgegen ihm die Volksmenge (aus Jerusalem), weil sie-hörten, (dass) er dieses Zeichen getan-hatte*.


19 Die Pharisäer sagten nun zu einander: Ihr-merkt, dass es gar-nichts nützt. Siehe, die (ganze) Welt ging-weg ihm hinterher.


20 (Es) waren~ aber einige Griechen (d.h. Proselyten aus dem Osten) unter den Hinaufsteigenden, damit sie an dem Fest anbeten°.


21 Diese also traten-hin-zu Philippus, - dem vom Bethsaida (Julias in) der (Landschaft) Galiläa, - und sie-baten~ (od.: fragten) ihn, sagend: Herr, wir-wollen Jesus sehen.


22 Philippus kommt und sagt (es) dem Andreas, (es) kommt Andreas und Philippus, und sie-sagen (es) Jesus.


23 Jesus aber antwortet ihnen, sagend: Gekommen-ist* die Stunde, dass der Sohn des Menschen verherrlicht-werde°.


24 Amen, Amen, ich-sage euch, falls das Korn des Weizens nicht, (nachdem) in die Erde gefallen°, verstirbt, bleibt es allein, falls (es) aber verstirbt, trägt-es viel Frucht.


25 Der sein Lebenⱽ gern-Habende verliert es, und der sein Leben Hassende in dieser Welt, zum ewigen Lebenⱽ bewahren-wird-er es.


26 Falls mir jemand dient~, folge-er~ mir, und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Falls jemand mir dient~, ehren-wird ihn der Vater.


27 "Nun ist-erregt* meine Seeleⱽ," und was soll-ich-sagen? Vater, "errette mich"4 aus dieser Stunde? Jedoch deswegen kam-ich in diese Stunde.


28 Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam (eine) Stimme aus dem Himmel: Einerseits verherrlichte-ich (ihn schon), andererseits werde-ich-(ihn)-verherrlichen wiederum.


29 Die Volksmenge ´also`, die DaStehende* und (es) hörend°, sagte~: (Ein) Donner (ist) geschehen*, andere sagten~: (Ein) Engel hat-gesprochen* (mit) ihm.


30 ´Jesus` antwortete ´und sagte`: Nicht wegen mir ist-geschehen* diese Stimme, sondern wegen euch.


31 Nun ist (das) Gericht dieser Welt, nun wird-hinausgeworfen-werden der Erste (d.h. der Satan) dieser Welt (nach) draußen.


32 Und-ich, wenn ich von der Erde erhöht-werde, alle werde-ich-ziehen zu mir-selbst.


33 Dies aber sagte-er, um-anzudeuten~, durch was-für-einen Tod er-sterben~ sollte~.


34 Die Volksmenge antwortete ihm nun: Wir hörten aus dem Gesetz, dass der Messias (bis) in die Ewigkeit bleibt, und wieso sagst du: Der Sohn des Menschen muss erhöht-werden? Wer ist dieser, der Sohn des Menschen?


35 Jesus sagte nun (zu) ihnen: Noch (eine) kurze Zeit ist das Licht unter euch. Geht-umher~, solange ihr das Licht habt, damit nicht Finsternis euch ergreife, und der in der Finsternis Umhergehende weiß* nicht, wo er-hingeht.


36 Solange ihr das Licht habt, glaubt~ an das Licht, damit ihr Söhne (des) Lichts werdet! Dies sprach Jesus, und (nachdem er) weggegangen-war°, verbarg-er-sich vor ihnen.


37 Aber (obwohl) er so-viele Zeichen vor ihnen gemacht-habend*, glaubten-sie~ nicht an ihn,


38 damit das Wort Jesajas, des Propheten, erfüllt-würde°, das er-sagte: "Herr, wer glaubte unserer Botschaft (w. unserem Gehörten)? Und der Arm (des) HERRN, wem wurde-er-enthüllt?"5


39 Deswegen12 konnten-sie~ nicht glauben~, weil Jesaja wiederum sagte:


40 Blind-gemacht-hat-er* "ihre Augen," und er-verstockte° ihr "Herz, damit sie nicht sehen-mögen° (mit) den Augen und (nicht) begreifen-mögen° (mit) dem Herzen und sich-umwenden-mögen°, und ich sie (dann) gesundmachen-werde."6


41 Dies sagte Jesaja, weil er seine (d.h. Jesu)16 Herrlichkeit sah, und über ihn sprach.


42 Gleichermaßen freilich glaubten auch von den Vorstehern viele an ihn, jedoch wegen der Pharisäer nicht offen-bekannten-sie~ (es), damit sie nicht (zu) aus-der-Synagoge-Ausgeschlossenen würden,14


43 denn sie-liebten das Ansehen der Menschen mehr als-eben das Ansehen Gottes.


44 Jesus aber schrie und sagte: Der auf mich Vertrauende vertraut nicht auf mich, sondern auf den mich geschickt-Habenden°,


45 und der mich Anschauende schaut-an den mich geschickt-Habenden°.


46 Ich bin (als) Licht in die Welt gekommen*, damit jeder der auf mich Vertrauende, nicht in der Finsternis bleibe.


47 Und falls jemand (auf) meine Reden hört und (sie) nicht bewahrt: ich richte ihn nicht, denn ich-kam nicht, damit ich die Welt richte, sondern damit ich die Welt errette.


48 Der mich Verwerfende und meine Redenⱽ nicht AnNehmende, er-hat den ihn Richtenden: Das Wortⱽ, welches ich-sprach, jenes wird-richten ihn an dem letzten Tag.


49 Denn ich sprach nicht aus mir-selbst, sondern der mich geschickt-Habende° Vater, er hat-mir-gegeben* (den) Auftrag, was ich-sagen-soll° und was ich-sprechen-soll°.


50 Und ich-weiß*, dass sein Auftrag ewiges Leben ist. Was ich also spreche, (ist) so-wie der Vater (zu) mir gesagt-hat*; ebenso spreche-ich.


Johannes 13


1 Aber vor dem Fest des Passah,12 (weil) Jesus wissend, dass seine Stunde kam, damit er-hinüberschreite aus dieser Welt zu dem Vater, (und weil) geliebt-habend° die Seinen, die in der Welt (sind), liebte-er° sie (schließlich) bis (zum) äußersten (w.: bis zum Ende/Vollendung).


2 Und (während das) AbendMahl5 stattfindet~, - (als es) der Teufel (dem) ´Judas (dem Sohn des) Simon Iskariot` schon in das Herz geworfen-hatte*, dass er ihn überliefere,


3 (und weil) wissend*, dass ihm der Vater alles in die Hände gab und dass er von Gott herauskam und zu Gott zurückgeht, -


4 richtet-er-sich-auf von dem AbendMahl und legt-ab die OberKleider, und (nachdem ein) Leinentuch genommen-habend°, umgürtete-er sich.


5 Danach schüttet-er Wasser in das Waschbecken6 und fing-an die Füße der Schüler zu-waschen~ und (mit) dem Leinentuch (mit) dem er-umgürtet war~ abzutrocknen~.


6 Er-kommt nun (zuletzt)8 zu Simon Petrus. Dieser sagt (zu) ihm: Herr, du wäschst meine Füße?


7 Jesus antwortete und sagte (zu) ihm: Was ich tue, weißtⱽ* du jetzt nicht, aber du-wirst-(es)-erkennenⱽ (od.: verstehen) nach diesen (Handlungen; nämlich ab Vers 12).


8 Petrus sagt (zu) ihm: Keinesfalls (sollst) du meine Füße waschen in die Ewigkeit. Jesus antwortete ihm: Falls ich dich nicht wasche, hast du kein Teil mit mir.


9 Simon Petrus sagt (zu) ihm: Herr, (dann) nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und den Kopf.


10 Jesus sagt (zu) ihm: Der Gebadete*2 hat (es) nicht nötig, sich-zu-waschen ´außer die Füße`,11 sondern er-ist ganz rein. Und ihr seid rein, jedoch nicht alle.


11 Denn er-kannte^ den ihn Überliefernden, deswegen sagte-er: Nicht alle seid-ihr rein.


12 Als er nun ihre Füße gewaschen-hatte° ´und` seine OberKleider genommen-hatte° und sich wieder niederließ, sagte-er (zu) ihnen: Versteht-ihr, was ich euch getan-habe*?


13 Ihr ruft mich: Der Lehrer, und: Der Herr, und recht sagt-ihr, denn ich-bin (es).


14 Wenn also ich eure Füße wusch, - der Herr und der Lehrer, - (dann) schuldet auch ihr, einander die Füße zu-waschen~.9


15 Denn (ein) Beispiel gab-ich euch, damit, so-wie ich euch tat°, auch ihr (Präs.: immer wieder) tut~.


16 Amen, Amen, ich-sage euch: (Ein) Sklave ist nicht größer (als) sein Herr, noch (ist ein) Gesandterⱽ größer (als) der ihn geschickt-Habendeⱽ°.


17 Wenn ihr dies wisst*, glückselig seid-ihr, falls ihr es (auch) tut~.9


18 Nicht über euch alle sage-ich (das). Ich weiß*, welche ich-mir-(als Apostel)-auserwählte, jedoch (geschah dies) damit die Schrift erfüllt-würde: "Der Zerkauende mein Brot" erhob° seine "Ferse gegen mich".1


19 Von jetzt (an) sage-ich (es) euch, bevor es geschieht, damit ihr, dann-wenn es-geschieht, ´glaubt` dass ich bin.


20 Amen, Amen, ich-sage euch: Der (jemanden) AufNehmende, - falls ich jemanden schicke°, - mich nimmt-er-auf, aber der mich AufNehmende nimmt den mich geschickt-Habenden° (auf).


21 (Als/nachdem) dies sagend°, wurde-erregt Jesus im (seinem) Geist und bezeugte und sagte: Amen, Amen, ich-sage euch: Einer von euch wird-überliefern mich.


22 Die Schüler blickten-an~ einander, ratlos-seiend, über wen er-(das)-sagt.


23 Einer von seinen Schülern war~ zu-(Tisch)-liegend an dem Busen von Jesus, den Jesus (Impf.: besonders?) liebte~.


24 Simon Petrus also nickte diesem (zu, um) ´zu-erkunden°, wer (es wohl) sein-könnte`~ (potenzialer Opt.Präs.), über den er-(das)-sagt.


25 Jener ´also`, - (nachdem) ohne-weiteres sich-zurücklehnend° an die Brust Jesu, - sagt (zu) ihm: Herr, wer ist (es)?


26 Jesus antwortet: Jener ist (es), dem ich das Bröckerl (Fladenbrot) eintauchen-werde und es (ihm) geben-werde. (Nachdem) also ´das Brökerl`7 eingetaucht-habend°, ´nimmt-er (es) und` gibt (es dem) Judas (dem Sohn des) Simon Iskariots.


27 Und nach dem Bröckerl, da kam-hinein in jenen der Satan.4 Jesus sagt also (zu) ihm: Was du-tun-willst~, tue sehr-schnell!3


28 Dies ´aber` verstand keiner von den zu-(Tisch)-Liegenden, wozu er (das zu) ihm sagte.


29 Denn einige meinten~, - da-ja Judas den (gemeinsamen) Geldbeutel hatte~, - dass ihm Jesus sagt: Kaufe, was wir für das PassahFest nötig haben, oder, damit er den Bettelarmen etwas gebe.


30 (Nachdem) nun das Brökerl (Fladenbrot) genommen-habend°, kam-heraus jener sofort. (Es) war~ aber Nacht.


31 Als er nun hinausging, sagt Jesus: Nun wurde-verherrlicht der Sohn des Menschen, und Gott wurde-verherrlicht durch ihn (od.: in ihm).


32 ´Wenn Gott verherrlicht-wurde in ihm`, auch Gott wird-verherrlichen ihn in sich (selbst), und sofort wird-er-verherrlichen ihn.


33 Kindlein, noch kurz bin-ich mit euch. Suchen-werdet-ihr mich, und so-wie ich (zu) den Juden sagte: Wo ich-hingehe, könnt ihr nicht hinkommen, (so) sage-ich (es) jetzt auch euch.


34 (Eine) neuartige Vorschrift gebe-ich euch, dass ihr einander (Präs.: beständig)-liebt~, so-wie ich euch liebte, dass auch ihr einander (Präs.: beständig)-liebt~.


35 Daran werden-erkennen alle, dass ihr meine Schüler seid, falls ihr (Präs.: beständig) Liebe habt~ unter einander.


36 Simon Petrus sagt (zu) ihm: Herr, wo gehst-du-hin? Jesus antwortete ´ihm`: Wo ich-hingehe, kannst du mir nun nicht folgen, aber du-wirst-(mir)-folgen hernach (od.: später).


37 Petrus sagt (zu) ihm: Herr, weswegen kann-ich dir jetzt nicht ´folgen`? Mein Leben werde-ich-einsetzen für dich.


38 Jesus antwortet: Dein Leben wirst-du-einsetzen für mich? Amen, Amen, ich-sage dir: Keinesfalls wird-krähen°10 (der/ein) Hahn, bis du mich dreimal verleugnet-hast°.

Johannes 14


1 Nicht erregt-werde~8 euer Herz. Vertraut~4 auf Gott, auch auf mich vertraut~!


2 In dem Haus meines Vaters sind viele Bleiben. Wenn (es) aber nicht (so wäre), hätte-ich-(dann)-gesagt° (zu) euch, dass ich-gehe, (um für) euch (einen) Ort vorzu-bereiten? (Irrealis)11


3 Und wenn ich-gehe und (für) euch (einen) Ort vorbereite, (dann) komme-ich wieder, und ich-werde-beiseite-nehmen euch zu mir-selbst,10 damit, wo ich bin, auch ihr seid~.


4 Und wohin ich fortgehe, (dorthin) wisst-ihr* den Weg.


5 Thomas sagt (zu) ihm: Herr, wir-wissen* nicht, wohin du fortgehst, wie ´können-wir den Weg wissen`*?


6 Jesus sagt (zu) ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, keiner kommt zu dem Vater, außer durch mich.


7 Wenn ihr mich ´erkannt-habt`*, ´auch` meinen Vater ´werdet-ihr-erkennen`. Und von jetzt (an) kennt-ihr ihn und habt-gesehen* ´ihn`.


8 Philippus sagt (zu) ihm: Herr, zeige uns den Vater und es-genügt uns!


9 Jesus sagt (zu) ihm: (Eine) ´so-lange Zeit` bin-ich mit euch, und nicht erkannt-hast-du* mich Philippus? Der mich gesehen-Habende*, hat-gesehen* den Vater.9 Wieso sagst du: Zeige uns den Vater?


10 Glaubst-du nicht, dass ich in5 dem Vater und der Vater in5 mir ist? Die Reden, die ich euch sage, nicht aus mir-selbst spreche ich, aber der (Präs.: dauernd) in mir bleibende Vater, er-tut seine Werke.


11 Glaubt~ mir, dass ich in dem Vater (bin) und der Vater in mir (ist). Wenn aber nicht, (so doch wenigstens) wegen der Werke selbst glaubt~!


12 Amen, Amen, ich-sage euch, der auf mich (Präs.: beständig) Vertrauende, die Werke die ich tue, auch-jener wird-(sie)-tun, und (sogar noch) größere (als) diese wird-er-tun, weil1 ich zu dem Vater gehe.


13 Und, was auch-immer ihr (von) mir erbittet° in meinem Namen, dies werde-ich-tun, damit der Vater verherrlicht-werde° in dem Sohn.


14 Falls ihr irgendetwas ´(von) mir` erbittet° in meinem Namen, ich werde-(es)-tun.


15 Falls ihr mich liebt~, werdet-ihr-bewahren meine Vorschriften,


16 und-ich werde-erbitten (von) dem Vater, und (einen) anderen Beistand wird-er-geben euch, damit ´er mit euch sei~ in die Ewigkeit` (od. allg.: für immer),


17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen° kann~, weil sie ihn nicht wahrnimmt und-nicht kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt2 und in euch sein-wird.


18 Nicht (als) Waisen werde-ich-zurücklassen euch, ich-komme zu euch.


19 Noch kurze (Zeit dauert es, dann) schaut die Welt mich nicht-mehr, aber ihr-schaut mich, weil ich lebe und (auch) ihr leben-werdet.


20 An jenem Tag ´werdet-erkennen ihr`, dass ich in meinem Vater (bin) und ihr in mir (seid) und-ich in euch (bin).


21 Der Habende meine Vorschriften und sie Bewahrende, jener ist der mich Liebende. Aber der mich Liebende wird-geliebt-werden von meinem Vater, und-ich werde-lieben ihn und werde mich-selbst ihm manifestieren.


22 Judas, - nicht der Iskariot, - sagt (zu) ihm: Herr, ´und` was ist-geschehen*, dass du dich uns manifestieren willst und nicht der Welt?


23 Jesus antwortete und sagte (zu) ihm: Falls jemand mich liebt~,7 wird-er-bewahren mein Wort, und mein Vater wird-lieben ihn, und wir-werden-kommen zu ihm und werden-(Med.: uns)-machen (eine andauernde) Bleibe bei ihm.


24 Der mich nicht Liebende, bewahrt meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr-hört, es-ist nicht meines,6 sondern (es ist das Wort) des mich geschickt-habenden° Vaters.


25 Diese (Worte) habe-ich-gesagt* zu euch, (während noch bei euch) bleibend.


26 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater schicken-wird in meinem Namen, jener wird-lehren euch alle (Wahrheiten) und wird-in-Erinnerung-bringen euch3 alle (Dinge), die ´ich` euch sagte.


27 Frieden lasse-ich euch, meinen Frieden gebe-ich euch. Nicht (einen solchen) so-wie die Welt (ihn) gibt, gebe ich euch. Nicht erregt-werde~ euer Herz,8 auch-nicht verzagt-seid~!


28 Ihr-hörtet, dass ich (zu) euch sagte: Ich-gehe-fort und komme (wieder) zu euch. Wenn ihr mich lieben-würdet~, würdet-ihr-euch-(Aor.: jetzt?)-freuen° (Irrealis), dass ich zu dem Vater gehe, weil der Vater größer ist (als) ich.


29 Und nun habe ich-(es)-gesagt* (zu) euch, ehe es-geschieht°, damit ihr dann-wenn es-geschieht° glaubt°.


30 Nicht-mehr vieles werde-ich-sprechen mit euch, denn es-kommt der Fürst der Welt (d.h. der Teufel). Zwar hat-er gar-nichts an (w.: in) mir,


31 jedoch, damit die Welt erkenne°, dass ich den Vater liebe, und so-wie (es) mir der Vater ´auftrug`, ebenso tue: steht-auf~, gehen-wir~ (fort) von-hier!12


Johannes 15


1 Ich bin der wahrhaftige2 Weinstock, und mein Vater ist der Winzer.


2 Jede Weinrebe an mir, (wenn/die) nicht Frucht bringend,4 sie schneidet-er-weg,11 und jede die Frucht bringende,3 sie reinigt-er-säuberlich,4 damit sie (Präs.: immer) mehr Frucht bringe~.


3 Ihr seid schon rein10 durch das Wort, das ich (zu) euch gesprochen-habe*.


4 Bleibt° in16 mir,9 und-ich (bleibe) in16 euch. Sowie die Weinrebe nicht von sich-selbst (aus) Frucht bringen~ kann, falls sie nicht an dem Weinstock bleibe~, ebenso auch-nicht ihr, falls ihr nicht in16 mir bleibet~.


5 Ich bin der Weinstock, ihr (seid nur?) die Weinreben. Der (Präs.: beständig) in mir Bleibende und-ich in ihm, dieser bringt viel Frucht, weil getrennt-von mir könnt-ihr~ gar-nichts tun~.


6 Falls jemand nicht in mir bleibt~, hinaus geworfen-wird-er° wie5 die Weinrebe und sie-vertrocknet°,14 und man-sammelt~15 sie (Pl.Neut.: d.h. die gesammelten vertrockneten Reben) und in das Feuer wirft-man~15 (die abgeschnittene Rebe) und sie-brennt~.6


7 Falls ihr in mir bleibet° und meine Aussprüche9 in euch bleiben°, was auch-immer ihr-wollt~ erbittet° und geschehen-wird-es euch.


8 Darin wird-verherrlicht° mein Vater, (nämlich) dass ihr viel Frucht bringet~ und (so) meine Schüler werdet°.12


9 Sowie mich der Vater liebte°, liebte° auch-ich euch. Bleibt° in meiner Liebe!


10 Falls ihr meine Vorschriften bewahret°, werdet-ihr-bleiben in meiner Liebe, so-wie ich ´die Vorschriften meines Vaters` bewahrt-habe* und in seiner17 Liebe bleibe~.


11 Dies habe-ich-gesprochen* (zu) euch, damit meine Freude in euch sei~ und eure Freude vollgemacht-werde°.18


12 Dies ist meine Vorschrift,7 dass ihr einander liebet~, so-wie ich euch liebte°.


13 (Eine) größere Liebe (als) diese hat keiner, (als/nämlich die,) dass jemand sein Leben einsetze° für seine Freunde.


14 Ihr seid meine Freunde, falls ihr-(Präs.: immer wieder/beständig)-tut~, ´was` ich euch (Präs.: immer wieder) auftrage~.


15 Ich-nenne euch nicht-mehr Sklaven, weil der Sklave weiß* nicht, was sein Herr tut~. Euch aber habe-ich-genannt* Freunde, weil alles was ich von meinem Vater hörte°, machte-ich-bekannt° euch.


16 Nicht ihr (habt) mich (Med.: für euch)-auserwählt°, sondern ich (habe) euch (Med.: für mich)-auserwählt°8 und euch (dazu) bestimmt°, dass (od.: damit) ihr hingehet~ und Frucht bringet~ und eure Frucht bleibe~, damit, was auch-immer ihr (von) dem Vater in meinem Namen erbittet°, er euch gebe°.13


17 Diese (Dinge) trage-ich-auf~ euch, dass ihr einander liebet~.


18 Wenn die Welt euch hasst~ (Realis: wie es ja der Fall ist), erkennt~ (Imp.Präs.; od. Ind.Präs.: erkennt ihr), dass sie mich zuerst, (schon vor) euch, gehasst-hat* (Perf.: und noch immer hasst).


19 Wenn ihr aus der Welt wäret~, die Welt würde-lieben~ das Eigene (Irrealis). Weil ihr aber nicht aus der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt (Med.: für mich)-auserwählte°, deswegen hasst~ euch die Welt.


20 Seid-eingedenk~ des Wortes, das ich (zu) euch sagte: (Ein) Sklave ist nicht größer (als) sein Herr. Wenn sie (betont: sogar) mich verfolgten, auch euch werden-sie-verfolgen, wenn sie mein Wort bewahrten, auch das Eurige werden-sie-bewahren.


21 Jedoch alle diese (Dinge aus Hass; z.B. Mt 10,16ff) werden-sie-tun an euch wegen meines Namens, weil sie den mich geschickt-Habenden° nicht kennen*.


22 Wenn ich nicht gekommen-wäre° und (nicht zu) ihnen gesprochen-hätte°, hätten-sie~ keine Sünde (Irrealis). Nun aber haben-sie keinen Vorwand für ihre Sünde.


23 Der mich Hassende, auch meinen Vater hasst-er.


24 Wenn ich nicht unter ihnen die Werke getan-hätte°, die kein anderer tat, hätten-sie~ keine Sünde (Irrealis). Aber nun zwar haben-sie-(sie Perf.: deutlich?)-gesehen* und-doch haben-sie-gehasst* sowohl mich (als) auch meinen Vater.


25 Jedoch damit das Wort erfüllt-wird°, das in ihrem Gesetz geschrieben-ist*: "Sie hassten° mich grundlos."1


26 Dann-wenn der Beistand kommt°, den ich von dem Vater (zu) euch schicken-werde, - der Geist der Wahrheit, der von dem Vater herausgeht, - jener wird-zeugen über mich.


27 Aber auch ihr zeugt~ (Ind.; od., wenn Imp.Präs.: sollt zeugen), weil ihr von Anfang (an) mit mir (gewesen) seid~.


Johannes 16


1 Diese (Dinge) habe-ich-gesprochen* (zu) euch, damit ihr nicht zu-Fall-gebracht-werdet° (od.: Anstoß nehmt).


2 (Zu) aus-der-Synagoge-Ausgeschlossenen werden-sie-machen euch, ja (es) kommt sogar (eine/die) Stunde, dass jeder ´euch` Tötende° meint, Gott (damit einen) Gottesdienst darzubringen~.


3 Und diese (Taten) werden-sie-tun, weil sie den Vater nicht erkannten (und) auch-nicht mich (erkannten).


4 Jedoch diese (Worte) habe-ich-gesprochen* (zu) euch, damit, dann-wenn ihre (d.h. der Feinde) Stunde kommt, ihr-euch-erinnert (an) sie (d.h. meine Worte), weil ich (es) euch sagte. Aber diese (Dinge) sagte-ich euch nicht von Anfang (an), weil ich (Impf.: ja dauernd) mit euch war~.


5 Nun aber gehe-ich-hin zu dem mich geschickt-Habenden°, und keiner von euch fragt mich: Wo gehst-du-hin?4


6 Jedoch, weil ich dies (zu) euch gesprochen-habe*, hat-erfüllt* die Betrübnis euer Herz.


7 Jedoch ich sage euch die Wahrheit: Es-nützt euch, dass ich weggehe. Denn falls ich nicht weggehe, ´nicht wird-kommen` der Beistand zu euch, aber falls ich-gehe, schicken-werde-ich ihn zu euch.


8 Und (nachdem) kommend°, jener wird-überführen die Welt betreffs Sünde und betreffs Gerechtigkeit und betreffs Gericht.6


9 Betreffs Sünde, weil sie nicht an mich glauben.


10 Betreffs Gerechtigkeit aber, weil ich zu dem Vater hingehe und ihr mich nicht-mehr schaut.


11 Betreffs Gericht aber, weil der Fürst dieser Welt (Perf.: schon) verurteilt-ist*.


12 Noch viele (Pl.: Dinge/Wahrheiten) hätte-ich~ euch zu-sagen~, jedoch könnt-ihr (sie) jetzt nicht ertragen~.


13 Aber dann-wenn jener kommt°, der Geist der Wahrheit, auf-dem-Weg-geleiten-wird-er euch ´in` die ganze Wahrheit, denn nicht von sich-selbst (aus) wird-er-sprechen, sondern alles-was ´er-hören-wird`, wird-er-sprechen, und das Kommende wird-er-verkündigen euch.1


14 Jener, mich wird-er-verherrlichen, weil von dem Meinen wird-er-nehmen und euch1 wird-er-(es)-verkündigen.


15 Alles was der Vater hat ist mein. Deswegen sagte-ich: Von dem Meinen nimmt-er und euch wird-er-(es)-verkündigen.


16 (Noch eine) Kurze (Zeit), und ihr-seht mich nicht-mehr, und wieder (eine) Kurze (Zeit), und sehen-werdet-ihr mich.


17 (Es) sagten also (einige) von seinen Schülern zu einander: Was bedeutet dies, was er uns sagt: (noch eine) Kurze (Zeit), und ihr-schaut-anⱽ mich nicht, und wieder (eine) Kurze (Zeit), und sehen-werdet-ihrⱽ mich? Und: Ich-gehe-fort zu dem Vater?


18 Sie-sagten also: Was bedeutet dies, ´was er-sagt: Das` Kurze? Wir-wissen* nicht, ´was (od.: wovon) er-spricht` (od.: was er meint).


19 Jesus erkannte, dass sie ihn fragen~ wollten~, und er-sagte (zu) ihnen: Über dieses überlegt-ihr mit einander, weil ich-sagte: (Eine) Kurze (Zeit), und ihr-schaut-an mich nicht, und wieder (eine) Kurze (Zeit), und sehen-werdet-ihr mich?


20 Amen, Amen, ich-sage euch: Weinen-werdet-ihr und klagen-werdet ihr, die Welt aber wird-sich-freuen, ihr werdet-betrübt-sein, eure Betrübnis jedoch, zur Freude wird-sie-werden.


21 Die Frau, dann-wenn sie-gebiert, hat-sie Betrübnis, weil ihre Stunde (zum schmerzvollen Gebären) gekommen-ist°(effekt. Aor.). Aber dann-wenn sie das Baby geboren-hat°(effekt. Aor.), erinnert-sie-sich nicht-mehr der Bedrängnis, wegen der Freude, dass (ein) Mensch in die Welt geboren-wurde.


22 Auch ihr also habt zwar nun Betrübnis, aber ihr-werdet-sehen mich wieder und euer Herz wird-sich-freuen, und keiner ´nimmt-weg` eure Freude.


23 Und an jenem Tag, gar-nichts werdet-ihr-fragen mich. Amen, Amen, ich-sage euch: Falls ihr irgendetwas (von) dem Vater erbittet° ´in meinem Namen,5 geben-wird-er (es) euch`.


24 Bis jetzt erbatet-ihr (von dem Vater) gar-nichts in meinem Namen. Erbittet~, und ihr-werdet-empfangen, damit eure Freude (Perf.: endgültig) vollgemacht* sei~.


25 Dies habe-ich-gesprochen* (zu) euch in Bildreden. (Es) kommt (eine/die) Stunde, da ich nicht-mehr in Bildreden (zu) euch sprechen-werde, sondern euch offen über den Vater berichten-werde.


26 An jenem Tag werdet-ihr-erbitten (von dem Vater) in meinem Namen, und ich-sage euch nicht, dass ich den Vater bitten-werde für euch,


27 denn er-selbst, der Vater, hat euch gern,2 weil ihr mich gern-gehabt-habt* und geglaubt-habt*, dass ich von Gott herauskam.


28 Ich-kam-heraus ´von` dem Vater, und bin-gekommen* in die Welt. Ich-verlasse die Welt wieder und gehe zu dem Vater.


29 Seine Schüler sagen: Siehe, nun sprichst-du in Offenheit, und du-verwendest keine Bildrede (mehr).


30 Nun wissen-wir*, dass du alles weißt* und (es) nicht nötig hast, dass jemand dich frage~. Darum glauben-wir, dass du von Gott herauskamst.


31 Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubt-ihr (wirklich)?


32 Siehe, (es) kommt (eine) Stunde, und sie-ist-(schon)-gekommen*, dass ihr-zerstreut-werdet, -  jeder (einzelne) zu dem Eigenen,3 - und-mich allein lasst. Aber ich-bin nicht allein, weil der Vater mit mir ist.


33 Dies habe-ich-gesprochen* (zu) euch, damit ihr in mir Frieden habet~. In der Welt habt-ihr~ Bedrängnis, jedoch habt-Mut~, ich habe-(Perf.: endgültig)-besiegt* die Welt.

Johannes 17


1 Diese (Worte) sprach Jesus, und (als/nachdem) seine Augen erhebend° zu dem Himmel sagte-er: Vater, die Stunde ist-gekommen*, verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche,


2 so-wie du ihm Vollmacht gabst über alles Fleisch (d.h. alle Menschen), damit (er) allem was du ihm gegeben-hast*, (dass) er ihnen ewiges Leben ´gebe°`.


3 Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich (Präs.: immer mehr?)-erkennen~, (dich) den allein wahren Gott, und den du-sandtest, Jesus Christus.


4 Ich verherrlichte dich auf der Erde, (indem/weil) das Werk vollkommen-gemacht-habend°, das du mir gegeben-hast*, damit ich-(es)-tue.


5 Und nun verherrliche mich du Vater bei dir-selbst, (mit) der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte~, bevor die Welt war~.


6 Ich-offenbarte deinen Namen den Menschen die du mir aus der Welt gabst. Dein waren-sie~,3 und-mir gabst-du sie, und dein Wort haben-sie-bewahrt*.


7 Nun haben-sie-erkannt*, dass alles was du mir ´gegeben-hast`*, von dir ist (d.h. von dir stammt),


8 denn die Aussprüche, die du mir gabst, habe-ich-gegeben* ihnen, und sie-nahmen sie (an) und erkannten wahrhaft, dass ich von dir herauskam, und sie-glaubten, dass du mich sandtest.


9 Ich bitte für sie, nicht für die Welt bitte-ich, sondern für (die), die du mir (Perf.: ein für alle Mal) gegeben-hast*, weil sie-sind dein,


10 und das Meine ist alles dein und das Deine (ist alles) mein, und ich-bin-verherrlicht* in ihnen.


11 Und ich-bin nicht-mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und-ich komme zu dir, Heiliger Vater, bewahre° sie in deinem Namen, den2 du mir gegeben-hast*, damit sie eins seien~ so-wie wir.


12 Als ich mit ihnen war~, bewahrte~ ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben-hast*, und ich-bewachte-sie, und keiner von ihnen ging-verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt-würde°.


13 Nun aber komme-ich zu dir, und dies spreche-ich (laut aus) in der Welt, damit sie meine Freude erfüllt* haben~ in ihnen-selbst.


14 Ich habe-gegeben* ihnen dein Wort, und die Welt hasste sie, weil sie nicht aus der Welt sind, so-wie ich nicht aus der Welt bin.


15 Ich-bitte nicht, dass du sie aus der Welt wegnimmst°, sondern, dass du sie vor dem Bösen (d.h. dem Teufel) bewahrst.


16 Sie-sind nicht aus der Welt, so-wie ich nicht aus der Welt bin.


17 Heilige sie in (od.: durch die?) der Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit.


18 Sowie du mich in die Welt sandtest, (so) sandte auch-ich sie in die Welt.


19 Und für sie heilige ´ich` mich-selbst, damit auch sie geheiligt* seien~ in (od.: durch?) Wahrheit.


20 Aber nicht für diese allein bitte-ich, sondern auch für die durch ihr Wort auf mich Vertrauend-werdenden.4


21 (Ich bete darum,) dass (sie) alle eins seien~, so-wie du ´Vater` in mir und-ich in dir, damit auch sie in uns seien~, damit die Welt glaube~, dass du mich sandtest.


22 Und-ich, die Herrlichkeit, die du-gegeben-hast* mir, habe-ich-gegeben* ihnen, damit sie eins seien~, so-wie wir eins (sind).


23 Ich in ihnen und du in mir, damit sie (Perf.: für immer) vollkommen-Gemachte* seien~ zu eins1 damit die Welt erkenne~, dass du mich (als Messias?) sandtest und sie liebtest, so-wie du mich liebtest.


24 ´Vater`, (die) die du mir gegeben-hast*, ich-will, dass (dort,) wo ich bin, auch-jene mit mir seien~, damit sie meine Herrlichkeit anschauen~, die du mir gegeben-hast*, weil du mich liebtest vor Grundlegung (der) Welt.


25 Gerechter ´Vater`, obgleich (od.: wenn einerseits) die Welt dich nicht erkannte, - aber ich dich erkannte, - dennoch (od.: andererseits) erkannten diese, dass du mich (als Messias?) sandtest,


26 und ich-machte-bekannt ihnen deinen Namen und werde-(ihn weiter)-bekannt-machen, damit die Liebe, (mit) der du mich liebtest, in ihnen sei~ und-ich (selbst) in ihnen (bin/bleibe).


Johannes 18


1 (Nachdem) dies gesagt-habend°, kam-heraus Jesus (aus der Stadt) zusammen-mit seinen Schülern jenseits des Winterbaches ´des` Kidrontales,12 wo (ein) Garten war~, in den er hineinkam und seine Schüler.


2 Aber auch Judas, der ihn Überliefernde, wusste* (um) den Ort, weil Jesus versammelte-sich dort oft mit seinen Schülern.


3 Judas also, - (nachdem) die Kohorte6 genommen-habend°5 und Gehilfen von den Hohepriestern und ´von` den Pharisäern, - kommt dorthin mit Laternen und Fackeln und Waffen.


4 Jesus also, (weil) wissend* alles das über ihn Kommende, kam-heraus und sagt (zu) ihnen: Wen sucht-ihr?


5 Sie-antworteten ihm: Jesus, den Nazaräer. Er-sagt (zu) ihnen: Ich bin (es). (Es) stand^ aber auch Judas, der ihn Überliefernde, mit ihnen.


6 Wie er nun (zu) ihnen sagte: Ich bin (es), gingen-sie-weg nach hinten (od.: wichen sie zurück) und fielen zu Boden.13


7 Er-befragte sie nun wieder: Wen sucht-ihr? Sie aber sagten: Jesus, den Nazoräer.


8 Jesus antwortete: Ich-sagte euch: Ich bin (es). Wenn ihr also mich sucht, lasst diese fortgehen~!


9 (Dies ist geschehen,) damit das Wort das er-sagte° erfüllt-würde°: (Von denen,) die du mir gegeben-hast*, ich-verlor° von ihnen gar-keinen.


10 Simon Petrus also, habend (ein) Kurzschwert, zog es und er-schlug-verletzend den Sklaven des Hohepriesters, und haute-ab ihm sein rechtes Ohr. Aber (der) Name des Sklaven war~ Malchus.16


11 Jesus sagte also zu Petrus: Stecke das Kurzschwert in die Scheide! Den Trinkbecher, den mir der Vater gegeben-hat*, (soll ich) ihn etwa nicht trinken°?


12 Die Kohorte nun und der Heerführer7 und die Gehilfen der Juden nahmen-fest Jesus, und sie-banden ihn,


13 und sie-führten (ihn) zuerst zu Hannas,17 denn er-war~ (der) Schwiegervater des Kaiphas, der (in) jenem Kalenderjahr Hohepriester war~.


14 Kaiphas aber war~ (es), der geraten-Habende° den Juden: Es-ist-besser, (dass) ein Mensch für das Volk verstirbt.


15 Simon Petrus aber folgte~ dem Jesus und (auch noch ein) anderer Schüler. Jener Schüler aber war~ (ein) Bekannter des Hohepriesters, und er-kam-zusammen-hinein-mit Jesus in den Hof des Hohepriesters.


16 Petrus aber stand^ bei der Tür draußen. Der andere Schüler also kam-heraus, - der Bekannte des Hohepriesters, - und sprach (mit) der Türhüterin, und er-führte-hinein den Petrus.


17 Die junge-Magd, die Türhüterin, sagt nun (zu) Petrus: Du bist doch auch von den Schülern dieses Menschen, (nicht wahr)? Jener sagt: Ich-bin (es) nicht.8


18 Aber die Sklaven und die Gehilfen standen-da^, - (nachdem ein) Kohlenfeuer gemacht-habend*, weil (es) kalt war~, - und wärmten-sich~. Aber auch Petrus war~ mit ihnen da-stehend* und sich-wärmend.


19 Der Hohepriester fragte nun Jesus über seine Schüler und über seine Lehre.


20 Jesus antwortete ihm: Ich habe-gesprochen* (in) Offenheit (zu) der Welt, ich lehrte allezeit in (der) Synagoge und in dem Heiligtum, wohin alle Juden zusammenkommen, und im Verborgenen sprach-ich gar-nichts.


21 Was fragst-du mich? Frage°, die gehört-Habenden*, was ich (zu) ihnen sprach. Siehe, diese wissen* was ich sagte.


22 (Als/nachdem) er aber dies gesagt-habend°, gab ein Danebenstehender* (von) den Gehilfen Jesus (eine) Ohrfeige, (wobei) sagend°: So antwortest-du dem Hohepriester?


23 Jesus antwortete ihm: Wenn ich auf-üble-Art-und-Weise sprach, (dann) zeuge über das Üble, wenn (ich) aber recht (sprach), was prügelst-du mich?4


24 Hannas also sandte ihn gebunden* zu Kaiphas, dem Hohepriester.


25 Simon Petrus aber war~ (Impf.: immer noch) dastehend* und sich-wärmend. (Einige) sagten nun (zu) ihm: Bist etwa auch du von seinen Schülern? Jener leugnete und sagte: Ich-bin (es) nicht.


26 Einer von den Sklaven des Hohepriesters, - (der ein) Verwandter (von dem) war~, dem Petrus das Ohr abhaute, - sagt: Ich sah dich (doch) in dem Garten mit ihm?


27 Petrus leugnete nun wieder, und sofort krähte (der/ein) Hahn.


28 Sie-führen Jesus nun von dem (Haus des?) Kaiphas in das Prätorium.9 (Es) war~ aber frühmorgens19 und sie-selbst (d.h. die Hohepriester) kamen nicht hinein in das Prätorium, damit sie nicht besudelt-würden°, sondern das Passahopferfleisch1 essen-könnten°.


29 Der Pilatus also kam-heraus zu ihnen (nach) draußen und erklärt: Welche Anklage tragt-ihr ´gegen` diesen Menschen (vor)?


30 Sie-antworteten und sagten (zu) ihm: Wenn dieser nicht (Impf.: schon seit langem ein) Übel Tuender~ wäre~, hätten wir ihn dir nicht überliefert° (Irrealis).


31 Pilatus sagte nun (zu) ihnen: Nehmt ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz! Die Juden sagten (zu) ihm: Nicht erlaubt-ist-es uns, jemanden zu-töten°, -


32 damit das Wort von Jesus erfüllt-würde°, welches er-sagte, (als/indem) andeutend, was-für-eine (Art von) Tod er-sterben~ sollte~.14


33 Pilatus nun kam-herein wieder in das Prätorium, und er-rief Jesus und sagte (zu) ihm: Du bist der König der Juden?


34 Jesus antwortete: Sagst du dies von dir-selbst (aus), oder sagten (es) dir andere über mich?


35 Pilatus antwortete: Bin ich etwa (ein) Jude? Deine Nation und die Hohepriester überlieferten dich mir, was tatest-du?


36 Jesus antwortete: Mein Königreich ist nicht von dieser Welt. Wenn mein Königreich von dieser Welt wäre~, (würden) meine Gehilfen ´wohl` (Med.: für mich)-kämpfen~,2 damit ich nicht den Juden überliefert-würde° (Irrealis). Nun3 aber ist mein Königreich nicht von-hier.10


37 Pilatus also sagte (zu) ihm: Also bist du doch (ein) König? Jesus antwortete: Du sagst (es richtig): (Denn ein) König bin-ich.15 Ich bin dazu gezeugt* und dazu in die Welt gekommen*, damit ich die Wahrheit bezeuge. Jeder, der Seiende aus der Wahrheit, hört-auf (d.h. gehorcht) meine Stimme.


38 Pilatus sagt (zu) ihm (ironisch?): Was ist Wahrheit? Und (nachdem) dies gesagt-habend°, wieder kam-er-heraus zu den Juden und sagt (zu) ihnen: Ich finde~ keinen AnklageGrund11 an ihm.


39 (Da es) aber (eine) Gewohnheit (für) euch ist, dass ich euch einen (Gefangenen) ´an` dem Passahfest freilasse: Wünscht-ihr also, (dass) ich euch den König der Juden freilasse?


40 Laut-schrien-sie nun wieder, (wobei) sagend: Nicht diesen, sondern den Barabbas! Der Barabbas aber war~ (ein) Straßenräuber.


Johannes 19


1 Daraufhin also nahm Pilatus den Jesus und (kausativ: ließ ihn) geißeln°.17


2 Und die Krieger, (nachdem einen) SiegesKranz aus Dornen geflochten-habend°, legten ihn auf seinen Kopf, und (ein) purpurfarbenes OberKleid warfen-sie-um ihn,


3 und sie-kamen~6 zu ihm und sagten~6: Sei-gegrüßt~, du König der Juden! Und sie-gaben~6 ihm Ohrfeigen.


4 Und Pilatus kam-heraus wieder (nach) draußen, und er-sagt (zu) ihnen: Siehe, ich-führe ihn euch hinaus, damit ihr-erkennt, dass ich keinerlei AnklageGrund an ihm finde.


5 Jesus nun kam-heraus (nach) draußen, den dornigen SiegesKranz und das purpurfarbene OberKleid tragend. Und er-sagt (zu) ihnen: Siehe, (da ist) der (armselige) Mensch.


6 Als die Hohepriester und die Gehilfen ihn nun sahen, schrien-sie-laut, (wobei immer wieder) sagend: Kreuzigen°, kreuzigen°! Pilatus sagt (zu) ihnen: Nehmt° ihr ihn und kreuzigt° (ihn), denn ich finde keinen AnklageGrund an ihm.


7 Die Juden antworteten ihm: Wir haben (ein) Gesetz, und nach dem Gesetz muss-er versterben, weil er sich-selbst (zum) Sohn Gottes machte.


8 Als nun Pilatus dieses Wort hörte, fürchtete-er-sich (noch) vielmehr,


9 und wieder kam-er-hinein in das Prätorium und sagt (zu) Jesus: Woher bist du? Jesus aber, gab ihm keine Antwort.


10 Pilatus sagt also (zu) ihm: (Mit) mir sprichst-du nicht? Weißt-du* nicht, dass ich Vollmacht habe, dich freizulassen, und Vollmacht habe, dich kreuzigen-zu-lassen°?


11 Jesus antwortete ´ihm`: Du-hättest~ gar keine Vollmacht gegen mich, wenn es dir nicht von-oben-her gegeben-worden* wäre~ (Irrealis). Deswegen hat der mich dir überliefert-Habende° (eine) größere Sünde.


12 Aufgrund dessen suchte~ (konativer Impf.: verzweifelt?, jedenfalls erfolglos) der Pilatus, ihn freizulassen°, die Juden aber schrien-laut, (wobei) sagend: Falls du diesen freilässt, bist-du kein Freund des Kaisers.20 Jeder der sich-selbst (zum) König Machende, widersetzt-sich dem Kaiser.


13 Pilatus also, (als/nachdem) diese Worte gehört-habend°, führte7 Jesus (nach) draußen, und er-setzte-sich auf (den) Richterstuhl an (den) Ort genannt-werdend Steinpflaster, (auf) hebräisch aber Gabbatha.21


14 (Es) war~ aber (der) Rüsttag (d.h. der Freitag) des Passahfestes, (es) war~ ungefähr (die) sechste Stunde.4 Und er-sagt (zu) den Juden: Siehe, euer König!


15 Jene nun schrien-laut: Hinweg (mit ihm), hinweg (mit ihm), kreuzige° ihn! Pilatus sagt (zu) ihnen: Euren König soll-ich-kreuzigen?8 Die Hohepriester antworteten: Wir-haben keinen König, außer (dem) Kaiser.


16 Darauf übergab-er ihn ihnen, damit er-gekreuzigt-werde. Sie übernahmen nun Jesus,


17 und, (indem/wobei) selbst den Kreuzquerbalken tragend,22 ging-er-hinaus (aus der Stadt) zu dem sogenannten Schädel Ort,9 der (auf) hebräisch Golgatha genannt-wird,


18 wo sie ihn kreuzigten,23 und mit ihm zwei andere, auf beiden Seiten, (als) mittleren aber Jesus.


19 Pilatus schrieb aber auch (eine) Aufschrift,10 und er (kausativ: ließ diese) an das Kreuz anheften°. Es-war~ aber (auf ihr) geschrieben*: Jesus, der Nazaräer, der König der Juden.


20 Diese Aufschrift lasen nun viele (von) den Juden, weil der Ort nahe der Stadt war~, wo Jesus gekreuzigt-wurde, und sie-war~ (auf) hebräisch, (auf) lateinisch (und auf) griechisch geschrieben*.


21 Die Hohepriester der Juden sagten nun (zu) Pilatus: Schreibe~ nicht: Der König der Juden, sondern dass jener sagte: (der) König ´der Juden bin-ich`.


22 Pilatus antwortete: Was ich-geschrieben-habe*, habe-ich-geschrieben*.24


23 Die Soldaten nun, als sie Jesus gekreuzigt-hatten°, nahmen-sie seine Kleider16 und machten vier Teile, jedem Soldaten (ein) Teil, und das Unterhemd. Aber das Unterhemd war~ nahtlos, von oben-her ganz durch gewebt.


24 Sie-sagten nun zu einander: Wir (wollen) es nicht spalten, sondern über das-Stück (w.: über es) losen, wessen es-sein-soll, damit die Schrift erfüllt-werde°, ´die sagende`: "Sie-verteilten-unter sich meine Kleider, und warfen über mein Unterkleid (das) Los."1 Auf-diese-Weise nun machten die Soldaten dies.


25 Aber neben dem Kreuz Jesu standen^ seine Mutter und (Salome?) die Schwester seiner Mutter, Maria die (Frau) des Kleopas, und Maria die Magdalenerin.


26 Jesus nun, (als) die Mutter sehend°, und den Schüler danebenstehend*, den er-(Impf.: besonders?)-liebte~, sagt (zu) der Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!


27 Danach sagt-er (zu) dem Schüler: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde (an) nahm der Schüler sie zu dem Eigenen (d.h. er nahm sie in sein Haus auf).25


28 Danach, - (weil) wissend*, dass schon alles vollendet-wurde*, damit die Schrift erfüllt-würde°, - sagt Jesus: Ich-dürste~.


29 (Ein) Gefäß (von) Weinessig14 triefend-voll, lag-da~. (Einen) Schwamm nun, triefend-voll (von) dem Weinessig, (indem/nachdem ihn um einen) Ysopstab herumgelegt-habend°, hielten-sie-hin (an) seinen Mund.


30 Als Jesus nun den Weinessig nahm, sagte-er: Es-wurde-(Perf.: endgültig)-vollendet* (od.: bezahlt),5 und, (indem) den Kopf neigend°, übergab-er27 den Geist.


31 Die Juden nun, - da-ja Rüsttag war~, damit die Leichname nicht am Sabbat am Kreuz blieben,18 denn groß (d.h. bedeutend) war~ der Tag jenes Sabbats, - baten den Pilatus, dass ihre Schenkelknochen11 zerbrochen-würden° und (sie) abgenommen-würden°.


32 Die Soldaten kamen nun und sie-zerbrachen die Schenkelknochen (von) dem ersten und (von) dem anderen Mitgekreuzigten (mit) ihm.


33 (Danach) aber, (als) zu Jesus kommend°, - als sie-sahen, (dass) er schon gestorben-war*, - zerbrachen-sie seine Schenkelknochen nicht,


34 sondern einer der Soldaten stach mit (einer) Lanze in seine Seite, und sofort kam-heraus Blut und Wasser.15


35 Und der (dies) gesehen-Habende*, hat-(es)-bezeugt*, und sein Bezeugen (od.: Bezeugtes) ist wahrhaftig (od.: zuverlässig), und jener26 weiß*, dass er wahres sagt, damit auch ihr ´glaubt`.


36 Denn dies geschah, damit die Schrift erfüllt-würde: "Nicht soll-zertrümmert-werden sein Gebein."2


37 Und wieder, sagt (eine) andersartige Schriftstelle: "Sie-werden-sehen auf den, (den) sie-durchbohrten."3


38 Aber nach diesen (Dingen) bat Josef, - ´der` von Arimathäa,19 (der ein) Schüler ´des` Jesus war~, aber (ein) verborgener* (od.: heimlicher) wegen der Furcht (vor) den Juden, - (er bat also) den Pilatus, dass er den Leichnam Jesu abnehmen-dürfe°, und Pilatus erlaubte (es ihm). Er-kam nun und nahm-ab seinen Leichnam.


39 Aber auch Nikodemus kam, - der das erste (Mal) nachts13 zu ihm gekommen-war°, - bringend (eine) ´Mischung` (von) Myrrhe und Aloe, etwa hundert Litra.12


40 Sie-nahmen nun den Leichnam Jesu und banden ihn (mit) Leinenbinden mitsamt den aromatischen-Essenzen, so-wie (es bei) den Juden Gewohnheit ist zu-bestatten~.


41 (Es) war~ aber an dem Ort wo er-gekreuzigt-wurde (ein) Garten, und in dem Garten (war eine) frische (d.h. noch unbenützte) Grabkammer, in die auch-noch-nie jemand gelegt-worden* war~.


42 Dorthin also, - wegen des Rüsttags der Juden, (und) weil die Grabkammer nahe war~, - legten-sie Jesus.


Johannes 20


1 Aber (an) dem ersten (Tag) der Woche11 kommt Maria, die Magdalenerin, frühmorgens, (als es) noch Finsternis war~,13 zu der Grabkammer, und sie-erblickt den Stein von der Grabkammer weggerollt*.


2 Sie-läuft nun, und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen Schüler, den Jesus (Impf.: besonders?) gern-hatte~, und sagt (zu) ihnen: Sie-nahmen-weg den Herrn aus der Grabkammer, und wir-wissen* nicht, wohin sie ihn legten.


3 Petrus nun kam-heraus und der andere Schüler, und sie-kamen~ zu der Grabkammer.


4 Die zwei liefen~ aber zugleich, und der andere Schüler lief-voraus, schneller (als) Petrus, und er-kam (als) erster zu der Grabkammer.


5 Und (nachdem) sich-vorbückend° (um genau zu sehen), erblickt-er die Leinenbinden daliegend, hinein-ging-er allerdings nicht.


6 Simon Petrus kommt nun auch, (nachdem/da) ihm folgend~, und er-ging-hinein in die Grabkammer, und er-schaut-(genau)-an die daliegenden~ Leinenbinden.12


7 Und das Schweißtuch, das auf seinem Kopf war~, (war) nicht mit den Leinenbinden daliegend~, sondern extra-für-sich eingewickelt* an einem (anderen/besondern/eigenen) Ort.


8 Daraufhin also ging-hinein auch der andere Schüler, der (als) erster zu der Grabkammer gekommen-war°, und er-sah und glaubte° (ingressiver Aor.: kam-zum-Glauben),3


9 denn sie-wussten^ auch-noch-nicht (um) die Schrift(stelle?), (dass) er aus Toten auferstehen° muss.


10 Die Schüler gingen-weg nun wieder nach Hause.


11 Maria aber stand^ (Plqpf.: noch immer) bei der Grabkammer draußen (laut?) weinend. Als sie nun (Impf.: laut vor sich hin?) weinte~, bückte-sie-sich-vor in die Grabkammer,


12 und sie-bemerkt zwei Engel in Weiß dasitzend, einen beim Kopf und einen bei den Füßen, wo (vorher) der Leichnam Jesu lag~.


13 Und jene sagen (zu) ihr: Frau, was weinst-du? Sie-sagt (zu) ihnen: Weil sie meinen Herrn wegnahmen, und ich-weiß* nicht, wo sie ihn hinlegten.


14 (Nachdem) dies gesagt-habend°, wandte-sie-sich nach hinten und bemerkt Jesus dastehend*, aber sie-wusste* nicht, dass (es) Jesus ist.


15 Jesus sagt (zu) ihr: Frau, was weinst-du? Wen suchst-du? Jene, (weil) meinend, dass (es) der Gärtner ist, sagt (zu) ihm: Herr, wenn du ihn wegtrugst, sage° mir, wohin du ihn legtest, und-ich werde-aufheben-(und mitnehmen) ihn.1


16 Jesus sagt (zu) ihr: Maria! Sich-umwendend° sagt jene (zu) ihm auf-hebräisch: Rabbuni4 - das heißt: Lehrer.


17 Jesus sagt (zu) ihr: Höre-auf mich festzuhalten~!5 Denn noch-nicht bin-ich-hinaufgestiegen* zu dem Vater. Gehe~ (nun) aber zu meinen Brüdern und sage° zu ihnen: Ich-steige-hinauf zu meinem Vater und eurem Vater und (zu) meinem Gott und eurem Gott.


18 Maria die Magdalenerin kommt, (damit) berichtend den Schülern: Ich-habe-gesehen* den Herrn, und (dass) er dies (zu) ihr sagte.


19 (Als es) nun Abend war~ (an) jenem Tag, dem ersten (der) Woche,11 und als die Türen geschlossen-waren*, (in dem Raum) wo die Schüler waren~, - wegen der Furcht (vor) den Juden, - kam Jesus und stellte-sich in die Mitte, und er-sagt (zu) ihnen: Friede euch!


20 Und (nachdem) dies gesagt-habend°, zeigte-er ihnen die Hände und die Seite.2 Die Schüler freuten-sich nun, (da/als) den Herrn sehend°.


21 ´Jesus` sagte nun wieder (zu) ihnen: Friede euch. Sowie der Vater mich gesandt-hatⱽ*, schickeⱽ auch-ich euch.


22 Und (nachdem) dies gesagt-habend°, hauchte-er-(sie)-an und sagt (zu) ihnen: Empfangt heiligen Geist.6


23 Falls ihr jemandem die Sünden erlasst°, erlassen-sind-sie*7 ihnen, falls ihr (sie) ihnen (Präs.: weiterhin) behaltet~, behalten-sind-sie* (ihnen).8


24 Thomas aber, einer von den Zwölf, der Didymos (d.h. Zwilling) genannte*, war~ nicht mit ihnen, als Jesus kam.


25 Die anderen Schüler sagten~ nun (zu) ihm: Wir-haben-gesehen* den Herrn. Doch dieser sagte (zu) ihnen: Falls ich nicht die Narbe in seinen Händen sehe und meinen Finger in die Narbe der Nägel2 lege und meine Hand in seine Seite lege, keinesfalls werde-ich-glauben.


26 Und nach acht Tagen waren~9 seine Schüler wieder drinnen (im Haus) und Thomas mit ihnen. Jesus kommt, (obwohl) die Türen geschlossen-waren*, und er-stellte-sich in die Mitte und sagte: Friede euch!


27 Danach sagt-er zu Thomas: Bringe~ deinen Finger hierher und sieh meine Hände, und bringe~ deine Hand (hierher) und lege (sie) in meine Seite, und sei~ nicht (Präs.: länger) ungläubig (od.: zweifelnd), sondern gläubig.


28 Thomas antwortete und sagte (zu) ihm: Mein Herr und mein Gott!10


29 Jesus sagt (zu) ihm: Weil du mich gesehen-hast*, hast-du-geglaubt*? Glückselig die nicht gesehen-Habenden° und (doch) geglaubt-Habenden°!


30 Natürlich tat Jesus auch (noch) viele andere Zeichen vor-den-Augen ´seiner` Schüler, die nicht in dieser Buchrolle aufgeschrieben-worden-sind*.


31 Diese aber sind-aufgeschrieben-worden*, damit ´ihr-glaubt°`(ingressiver Aor.: anfangt zu glauben), dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr (Präs.: als dann) Glaubende~ Leben habet~ in seinem Namen.


Johannes 21


1 Nach diesen (Ereignissen) offenbarte sich Jesus wieder den Schülern an dem See von Tiberias. Er-offenbarte (sich) aber so.


2 Simon Petrus und Thomas, der Didymus (= Zwilling) Genannte, und Nathanael, der vom Kana der (Landschaft) Galiläa, und die (Söhne) des Zebedäus und zwei andere von seinen Schülern waren~ beisammen.


3 Simon Petrus sagt (zu) ihnen: Ich-gehe-fort um-zu-fischen~. Sie sagen (zu) ihm: Auch wir kommen zusammen-mit dir. Sie-kamen-heraus und stiegen-ein in das Schiff, aber in jener1 Nacht fingen-sie gar-nichts.


4 (Als es) aber schon Morgen ´geworden-war`°, stellte-sich Jesus an den Strand. Allerdings wussten^ die Schüler nicht, dass (es) Jesus ist.


5 Jesus sagt also (zu) ihnen: Jung´s, habt-ihr nicht irgendeine Fischbeilage?2 Sie-antworteten ihm: Nein.


6 Er aber sagte (zu) ihnen: Werft° das Netz auf die rechte Seite des Schiffesⱽ9 (aus), dann werdet-ihr-finden. Sie-warfen (es) also (aus), und nicht-mehr waren-sie-stark-genug~ es wegen der Menge der Fische (wieder über die Bordkante ins Schiff) hoch-zu-ziehen°.


7 Jener Schüler also, den Jesus liebte~, sagt (zu) Petrus: (Es) ist der Herr. Simon Petrus nun, (als) hörend°, dass (es) der Herr ist, umgürtete-sich das Übergewand, denn er-war~ nackt,7 und er-warf sich in den See.15


8 Die anderen Schüler aber kamen (mit) dem Bootⱽ,9 - denn sie-waren~ nicht fern von dem Land, sondern etwa an (die) zweihundert Ellen (ca. 105 m entfernt),10 - (wobei) das Netz (mit) den Fischen nachschleppend.


9 Als sie nun an das Land ausstiegen, erblicken-sie (ein) Kohlenfeuer hergerichtet~ und Fischbeilage und (einen) Brotfladen darauf-liegend.


10 Jesus sagt (zu) ihnen: Bringt von den Fischbeilagen, die ihr nun (im Gegensatz zu vorher!) gefangen-habt°!


11 Simon Petrus nun stieg-(ans Ufer)-hinauf, und er-zog das Netz an das Land, triefend-voll (mit) einhundertdreiundfünfzig17 großen Fischen, und (obwohl es) so-viele waren~, riss das Netz nicht.


12 Jesus sagt (zu) ihnen: Kommt-her~, frühstückt°!12 ´Aber` keiner von den Schülern wagte ihn auszuforschen° (indem er fragte): Du, wer bist-du (eigentlich)?8 (Da ja) wissend*, dass (es) der Herr ist.


13 Jesus kommt und nimmt das Brot und gibt (es) ihnen, und die Fischbeilage gleicherweise.


14 Dieses dritte (Mal)13 schon offenbarte-sich Jesus den Schülern, (nachdem) aus Toten auferweckt-worden°.


15 Als sie nun gefrühstückt-hatten°, sagt Jesus (zu) Simon Petrus: Simon (Sohn des) Johannes, liebst-duⱽ19 mich mehr-als diese?3 Er sagt (zu) ihm: Ja, Herr, du weißt*, dass ich dich gernhabeⱽ.19 Er-sagt (zu) ihm: Weide~ (Präs.: von nun an) meine Lämmleinⱽ!6


16 Er-sagt wieder (zu) ihm, (ein) zweites (Mal): Simon (Sohn des) Johannes, liebst-du mich? Er-sagt (zu) ihm: Ja, Herr, du weißt*, dass ich dich gernhabe. Er-sagt (zu) ihm: Hüteⱽ~ (Präs.: von nun an) meine Schafeⱽ!


17 Er-sagt (zu) ihm das dritte (Mal):4 Simon (Sohn des) Johannes, hast du mich gern? Petrus wurde-betrübt, weil er das dritte13 (Mal zu) ihm sagte: Hast du mich gern? Und ´er-sagt` (zu) ihm: Herr, du weißt* alles, du erkennst (doch), dass ich dich gernhabe. ´Jesus` sagt (zu) ihm: Weide~ (Präs.: von nun an) meine Schafe!


18 Amen, Amen, ich-sage dir: Als du jünger warst~, gürtetest-du~ (Impf.: immer) dich-selbst und gingst-umher~ wo du-wolltest~. Aber dann-wenn du-greisenhaft-wirst°, wirst-du-ausstrecken deine Hände, und (ein) anderer ´wird-gürten dich` und wird-(dich)-bringen, wo du nicht hinwillst.5


19 Dies aber sagte-er, (indem) andeutend, durch was-für-einen Tod5 er Gott verherrlichen-wird (od.: soll). Und (nachdem) dies gesagt-habend°, sagt-er (zu) ihm: Folge~16 mir!


20 (Als) sich-umwendend° erblickt Petrus den Schüler, den Jesus (Impf.: besonders?) liebte~, folgend, der auch bei dem Mahl sich-zurücklehnte an seine Brust und sagte: Herr, wer ist der dich Überliefernde?


21 (Als/nachdem) nun diesen sehend°, sagt Petrus (zu) Jesus: Herr, dieser aber, was (geschieht mit ihm)?


22 Jesus sagt (zu) ihm: Falls ich-will, (dass) er-bleibe~, bis ich-komme, was (geht das) dich an? Du folge~ mir!


23 Es-verbreitete-sich nun dieses Wort unter (w.: zu) den Brüdern, dass jener Schüler (Präs.: überhaupt) nicht stirbt~. Aber Jesus sagte nicht (zu) ihm (d.h. zu Petrus), dass er nicht stirbt~, sondern: Falls ich-will~, (dass) er bleibe~, bis ich-komme, ´was (geht das) dich an`?18


24 Dieser ist der Schüler, der Bezeugende über diese (Dinge) und der aufgeschrieben-Habende° diese (Dinge), und wir-wissen*,14 dass seine Bezeugung wahr ist.


25 Es-ist aber auch vieles andere, was Jesus tat, solches, falls (man) es nacheinander aufschreiben-würde~, ich-wähne nicht einmal die (ganze) Welt ´könnte-fassen`° die (dann) zu-schreibenden Bücher.11

 


Taten der Apostel

Einleitung Apostelgeschichte

Die Beweise, dass Lukas die Apostelgeschichte geschrieben hat, stammen aus früher Zeit, sie sind stichhaltig und weit gefächert. Der anti-marcionitische Prolog zu Lukas, (ca. 160 - 180 n.Chr.), der muratorische Kanon (ca. 170 - 200 n.Chr.) und die frühen Kirchenväter Irenäus, Clemens von Alexandrien, Tertullian und Origenes sind sich einig, dass die Apostelgeschichte von Lukas geschrieben wurde. Das gleiche gilt für fast alle, die ihnen in der Kirchengeschichte folgen, einschließlich Eusebius und Hieronymus. Lukas dürfte die Apostelgeschichte kurz nach dem Hausarrest des Paulus, 62/63 n.Chr. in Rom beendet haben. Folgende Auslassungen sprechen für ein frühes Abfassungsdatum: Neros schreckliche Verfolgung der Christen nach dem Brand Roms (64 n.Chr.) wird nicht erwähnt, der jüdische Krieg mit Rom (66 - 70 n.Chr.) wird ebenfalls nicht erwähnt. Ausgelassen wird ferner das Martyrium von Petrus und Paulus in den späten 60-er Jahren des ersten Jahrhunderts und auch die Zerstörung Jerusalems 70 n.Chr. (vgl. 48,475f; 33,11f; 21,II,3ff). In der Apostelgeschichte möchte Lukas zeigen, wie sich das Evangelium von Jerusalem bis ans Ende der damaligen Welt ausbreitete.

 

Thematischer Überblick:  "Ihr werdet meine Zeugen sein..."

 

I.) Das Zeugnis in der Stadt Jerusalem (Apg 1,1 - 6,6)

A) Die Vorbereitung durch den Heiligen Geist (Apg 1,4-26)

B) Die Entstehung der Gemeinde in Jerusalem (Apg 2,1-41)

C) Das Leben der Gemeinde in Jerusalem (Apg 2,42 - 6,6)

 

Gliederungsstichworte: Apg 6,7:  "Und das Wort Gottes wuchs, und die Zahl der Jünger in Jerusalem mehrte sich sehr".

 

II.) Das Zeugnis geht von Jerusalem nach Judäa und Samaria (Apg 6,8 - 9,30)

  A) Der Dienst des Stephanus (Apg 6,8 - 8,3)
  B) Der Dienst des Philippus (Apg 8,4-40)
  C) Der Dienst des Saulus (Apg 9,1-30)

Gliederungsstichworte: Apg 9,31:  "So hatte also die Gemeinde durch ganz Judäa und Galiläa und Samaria hin Frieden und wurde erbaut und ... mehrte sich... "     

 

III.) Das Zeugnis bis ans Ende der Erde (Apg 9,32 - 28,31)

 1.) Die Ausbreitung der Gemeinde bis Antiochia (Apg 9,32 - 12,23)

   A) Die Wegbereitung durch Petrus (Apg 9,32 - 10,48)
   B) Die Wegbereitung durch die Apostel (Apg 11,1-18)
   C) Die Wegbereitung durch die Zerstreuten in Antiochia (Apg 11,19-30)

Gliederungsstichworte: Apg 12,24:  "Das Wort Gottes aber wuchs und mehrte sich".

 

 2.) Die Ausbreitung der Gemeinde nach Galatien (Apg 12,25 - 16,4)

  A) Der Dienst des Apostel Paulus: 1.Missionsreise (Apg 12,25 - 14,28)

  B) Das Apostelkonzil (Apg 15,1-34)

  C) Vorbereitungen und Beginn der 2.Missionsreise (Apg 15,35 - 16,4)

 

Gliederungsstichworte: Kap.16,5: "Die Gemeinden nun wurden im Glauben befestigt und mehrten sich täglich an Zahl".

 

 3.) Die Ausbreitung der Gemeinde nach Ost-Europa (Apg 16,6 - 19,19)

  A) Die Entstehung der Gemeinden in Mazedonien (Apg 16,6 - 17,34)

  B) Die Entstehung der Gemeinde in Korinth (Apg 18,1-17)

  C) Die Entstehung der Gemeinde in Ephesus (Apg 18,18 - 19,19)

 

Gliederungsstichworte: Apg 19,20: "So wuchs das Wort des Herrn mit Macht und erwies sich kräftig".

    

 4.) Die Ausbreitung der Gemeinde bis Rom (Apg 19,21 - 28,31)

  A) Die Befestigung der Gemeinden in Mazedonien und Kleinasien (Apg 20,1 - 21,16)

  B) Die Gefangenschaft des Paulus in Jerusalem und Cäsarea (Apg 21,17 - 26,32)

  C) Die Reise nach Rom, der Hausarrest und die Verkündigung in Rom (Apg 27,1 - 28,31)

 

  "Und dieses Evangelium des Reiches Gottes wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis

   allen Nationen zum Zeugnis und dann wird das Ende kommen."  Mt 24,14

Apostelgeschichte 1


1 Den ersten Bericht6 oh Theophilus, machte-ich über alles, was Jesus anfing sowohl zu-tun~ als-auch zu-lehren~,


2 bis-zu dem Tag, (an dem) er (in den Himmel) aufgenommen-wurde, (nachdem er) durch (den) heiligen Geist den Aposteln aufgetragen-habend°, die er-(Med.: für sich)-auserwählte.7


3 Denen er-sich-darstellte auch selbst (als) lebend, - nach seinem Leiden°, - in vielen durchschlagenden-Beweisen,13 vierzig Tage hindurch, (wobei) sich-(Präs.: immer wieder)-sehen-lassend (von) ihnen und (dabei) die (Dinge) betreffs der Königsherrschaft Gottes sagend.


4 Und (als wieder einmal) zusammen-seiend wies-er-an sie, nicht von Jerusalem sich-zu-entfernen~, sondern das Versprochene des Vaters (Präs.: geduldig?) abzuwarten~, welches ihr (von) mir hörtet,


5 dass (od.: denn) Johannes zwar (mit) Wasser taufte, ihr aber in (od.: mit) heiligem Geist getauft-werden-werdet nach nicht mehr vielen Tagen.


6 Sie also, (nachdem/als) zusammenkommend° fragten~ ihn, (indem) sagend: Herr, Stellst-du-wieder-her (schon) in diesem Zeitraum die Königsherrschaft dem (Volk) Israel?3


7 Er-sagte ´aber` zu ihnen: Nicht eure (Sache) ist-es~, Zeiträume oder Zeitpunkte15 zu-kennen (od.: zu erfahren), die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festsetzte,


8 sondern ihr-werdet-empfangen Macht, - (dann, wenn) der Heilige Geist auf euch herabkommend°, - und meine Zeugen werdet-ihr-sein in Jerusalem und ´in` der ganzen (Landschaft) Judäa und Samaria und bis-zum äußersten (Ende) der Erde.


9 Und (nachdem/als) dies gesagt-habend°, (während) sie aufblickend-waren~, wurde-er-erhoben, und (eine) Wolke nahm ihn auf, weg-von ihren Augen.


10 Und als sie-gespannt-hinstarrend~ waren~ zu dem Himmel, (während) er weggehend-war~, siehe da, zwei Männer in weißen Kleidern standen-neben^ ihnen,


11 die auch sagten: Männer, Galiläer, was steht-ihr* ´aufblickend` zu dem Himmel? Dieser Jesus, der weg-von euch in den Himmel Aufgenommende°, ebenso wird-er-kommen, (nämlich auf) die-selbe Art-und-Weise (wie) ihr ihn schautet, (als/wie/indem) weggehend in den Himmel.8


12 Darauf kehrten-sie-zurück nach Jerusalem vom Berg, dem sogenannten~ Ölberg, der nahe (bei) Jerusalem ist, (einen) Sabbatweg12 entfernt-seiend.


13 Und als sie in das Obergemach16 hineinkamen, stiegen-sie-hinauf, wo sie ständig-bleibend waren~, sowohl Petrus als-auch Johannes und Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus (der Sohn des) Alphäus und Simon der Zelot18 und Judas (der Sohn des) Jakobus.


14 Diese alle waren~ anhaltend in-einmütiger-Art-und-Weise (w.: gleich-fühlend) im Gebet zusammen-mit (den/ihren?) Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und (mit) seinen Brüdern.9


15 Und (es geschah) in diesen Tagen, (als/nachdem) Petrus aufgestanden-war° inmitten der Brüder, sagte-er, - (es) war~ aber (eine) Volksmenge (von) ´ungefähr` hundertzwanzig5 Personen an dem selben (Ort):


16 - Männer, Brüder, die Schrift musste~ erfüllt-werden°, die der Heilige Geist durch (den) Mund Davids über Judas vorhersagte, - der Gewordene° (ein) Weggeleiter (für) die Jesus festgenommen-Habenden°,


17 - weil er-zugezählt-worden* war~ bei uns und das Los dieses Dienstes erlangte.


18 Dieser also erwarb-sich (ein) Grundstück4 vom Lohn der Ungerechtigkeit,10 und (indem) vornüber fallend°, platzte-er-krachend mitten (entzwei), und alle seine Eingeweide wurden-ausgeschüttet.


19 Und es-wurde-bekannt allen (den) Jerusalem ständigBewohnenden, sodass jenes Grundstück in ihrem ´eigenen` Dialekt Hakeldama, das ist Blut Grundstück, genannt-wurde.


20 Denn es-ist-geschrieben* im Psalmen Buch: "Es-werde° sein Gehöft verödet, und kein Bewohnender sei~ in ihm,"1 und: "Sein Aufsichtsamt empfange° (ein) andersartig (gesinnter)."2


21 Es-muss also (einer von) den (mit) uns mitgekommenen° Männern, - in dem ganzen Zeitraum (in) dem der Herr Jesus bei uns aus- und einging,


22 anfangend° von der Taufe (des) Johannes bis-zu dem Tag, (an) dem er-aufgenommen-wurde, weg-von uns, - zusammen-mit uns Zeuge seiner Auferstehung werden.


23 Und (nachdem) zwei aufgestellt-habend°, (nämlich) Josef, den Barsabbas genannten~, der (auch mit Beinamen) Justus11 zugerufen-wurde, und Matthias,


24 und (indem) betend° sagten-sie: Du, HERR, Herzenskenner aller, zeige-auf, den einen, (den) du-dir-auserwähltest von diesen zweien,


25 (um) die Stellung dieses Dienstes und Apostelamts zu-empfangen, von dem Judas abtrat, (um) an seinen eigenen Ort zu-gehen°.


26 Und sie-gaben ihnen Lose, und das Los14 fiel auf Matthias, und er-wurde-mithinzugezählt zu den elf Aposteln.17


Apostelgeschichte 2


1 Und als der Tag des Pfingstfestes vollends-erfüllt-wurde~,14 waren-sie~ alle an dem selben (Ort) beisammen.


2 Und plötzlich geschah aus dem Himmel (ein) Getöne, gleichsam-wie (das eines) daher-fahrenden gewaltigen Wehens, und erfüllte das ganze Haus, wo sie sitzend waren~.


3 Und es-erschienen ihnen sich-(aus einer Flamme)-zerteilende Zungen gleichsam-wie Feuer,11 und es-setzte-sich auf einen jeden (einzelnen von) ihnen,


4 und alle wurden-erfüllt15 (mit/von?) heiligem Geist, und sie-fingen-an (mit) andersartigen Sprachen26 zu-sprechen~, so-wie (es) ihnen der Geist (distributiver Impf.: dem einen so, dem anderen anders) eingab~, um-es-frei-heraus-verlauten-zu-lassen~.16


5 (Es) waren~ aber ´in` Jerusalem ständig-wohnende17 Juden, ehrfurchtsvolle Männer, von jeder Nation unter dem Himmel.


6 (Als) aber dieses Brausen geschehen-war°, kam-zusammen die Menge, und wurde-verwirrt, weil ´sie-hörten` sie, einen jeden (einzelnen in) dem eigenen Dialekt redend~.


7 Aber sie-waren-außer-sich~ und staunten~,27 sagend: ´Siehe`, sind ´nicht alle` diese, die Sprechenden, Galiläer?


8 Und wie hören wir (sie), jeden (einzelnen) in unserem eigenen Dialekt, in dem wir-geboren-wurden?


9 Parther und Meder und Elamiter, und die ständig-Bewohnenden die (Landschaften in) Mesopotamien, Judäa als auch Kappadozien, Pontus und die (Provinz) Asia,24


10 sowohl Phrygien als-auch Pamphylien, Ägypten und die Gebiete der (Landschaft) Lybiens gegen Cyrene (hin), und die sich-als-Ausländer-(hier)-aufhaltenden Römer,


11 sowohl Juden als-auch Proselyten, Kreter und Araber,3 wir-hören sie (mit) unseren Sprachen die Großartigkeiten Gottes8 sprechend.


12 Aber alle waren-außer-sich, und ´sie-waren-völlig-ratlos`~, (wobei) einer zum anderen sagend: Was will dies (wohl) sein~?


13 Aber andersartig (gesinnte, indem sie) verspottend sagten~: (Mit) Süßmost25 sind-sie überquellend-gemacht*.


14 Aber Petrus, dastehend° zusammen-mit den Elf, erhob seine Stimme und frei-heraus-verlauten-ließ-er ihnen: Männer, Juden und alle ihr Jerusalem ständig-Bewohnenden, dies sei~ euch bekannt, und nehmt-in-die-Ohren-auf (od. einfach: vernehmt) meine Reden!


15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr vermutet, denn es-ist (ja erst die) dritte Stunde (ca. 9 Uhr) des Tages,


16 sondern dies ist das Gesagte durch den Propheten Joel:


17 "Und es-wird-sein" in den letzten Tagen, sagt Gott, "ich-werde-ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch,28 und eure Söhne und eure Töchter werden-prophezeien, und eure Jugendlichen werden-sehen Gesichte, und eure Älteren, in-Träumen werden-sie-Traumgesichte-haben,


18 und sogar auf meine Sklaven und auf meine Sklavinnen werde-ich-ausgießen in jenen Tagen von meinem Geist," und sie-werden-prophezeien.


19 "Und Wunder in dem (sichtbaren) Himmel werde-ich-geben" oben "und" Zeichen "auf der Erde" unten, "Blut und Feuer und Rauch Dampf.


20 Die Sonne wird-umgekehrt-werden zu Finsternis und der Mond zu Blut, ehe (der) große und aufleuchtende Tag (des) HERRN kommt°.


21 Und es-wird-sein: Jeder, wer ´auch-immer` den Namen (des) HERRN29 anruft°, wird-errettet-werden."1


22 Männer, Israeliten, hört diese Worte: Jesus, den Nazaräer, (einen) Mann, von Gott vor euch bewiesen* (d.h. beglaubigt) durch Machttaten und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn eurer Mitte tat, so-wie ihr selbst wisst*,


23 diesen, - (obwohl) durch den bestimmten Beschluss und (die) Vorkenntnis Gottes18 Ausgelieferten, (und) durch (die) Hand Gesetzloser angenagelt-worden°, - habt-ihr-beseitigt°,


24 den Gott auferstehen-ließ°, (indem/nachdem) die Wehen des Todes gelöst-habend°, deswegen-weil (es ja) nicht möglich war~ (für) ihn, von ihm (d.h. dem Tod; Präs.: auf immer) festgehalten-zu-werden~.


25 Denn David sagt über ihn: "Ich-sah-(Impf.: beständig)-gegenüber~ von mir den Herrn, allezeit, weil er zu meiner Rechten ist, damit ich nicht erschüttert-werde.


26 Deswegen erfreute-sich ´mein Herz` und meine Zunge jubelte, dazu aber wird-sich-niederlassen auch (noch) mein Fleisch in (od.: aufgrund von) Hoffnung,


27 weil du meine Seele nicht zurücklassen-wirst im Hades31 und-nicht zulassen-wirst-du, (dass) dein Heiliger (die) Verwesung sehe°.


28 Bekannt-machtest-du mir (die) Wege (des) Lebens, erfüllen-wirst-du mich mit-Erfreuen vor deinem Angesicht."6


29 Männer, Brüder, es-ist-erlaubt~, mit Offenheit zu euch zu-reden° über den Stammvater David, dass er-(sein Leben)-vollendete und begraben-wurde, und seine Gruft ist unter uns bis-zu diesem Tag.


30 (Da er) also (ein) Prophet war~ und wissend*, dass ihm Gott (mit einem) Eid schwor, aus der Frucht seiner Hüfte (einen) auf seinen Thron zu-setzen°,


31 sprach-er, (indem dies bereits) voraussehend°, über die Auferstehung des Messias, dass er weder zurückgelassen-wurde im Hades31 noch sein Fleisch (die) Verwesung sah.


32 Diesen Jesus, (ließ)-Gott auferstehen°, wovon wir alle Zeugen sind.


33 (Nachdem) also zur Rechten Gottes erhöht-worden° und die Versprechen des Heiligen Geistes vom Vater empfangend°, goss-er-aus dies, was ihr ´sowohl` erblickt als-auch hört.


34 Denn nicht David stieg-hinauf in die Himmel, er-sagt (ja) selbst: "´Der` HERR sagte (zu) meinem Herrn: Sitze~ zu meiner Rechten,


35 bis ich deine Feinde (als) Fußschemel (unter) deine Füße lege."10


36 (Als) sicher (od.: als untrüglich wahr) erkenne~ also (das) ganze Haus Israel, dass Gott ihn sowohl (zum) Herrn29 als-auch (zum) Messias machte, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt-habt°.


37 Aber (als dies) hörend°, wurden-sie-durchstochen im Herzen und sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen-wir-tun°, Männer, Brüder?


38 Petrus aber ´erklärte` ihnen: Tut-Buße, und jeder (einzelne von) euch werde-getauft (od. toleratives Pass.: lasse sich taufen) ´auf`19 den Namen Jesu Christi aufgrund20 (des) Erlasses eurer Sünden, und ihr-werdet-empfangen die Geschenkgabe des Heiligen Geistes (Gen.epex.).


39 Denn euch gilt das Versprechen und euren Kindern und allen denen in (der) Ferne, alle-die auch-immer (der) HERR unser Gott zu-sich-rufe°.


40 Und mit (noch) mehr andersartigen Worten2 bezeugte-er-feierlich und ermahnte~ sie (Impf.: immer wieder, indem) sagend: Lasst-euch-erretten° von diesem krummen Geschlecht (od.: Generation)!


41 Die nun sein Wort freundlich-aufgenommen-Habenden°, wurden-getauft (od. toleratives Pass.: ließen sich taufen), und (zur Gemeinde) hinzugefügt-wurden an jenem Tag ungefähr dreitausend Personen.


42 Sie-waren~ aber (Impf.: beständig) anhaltend-bei der Lehre der Apostel7 und der Gemeinschaft,21 dem5 Brechen des Brotes und den Gebeten.


43 (Es) kam aber (über) jede Person Furcht, ´und` viele Wunder und Zeichen geschahen~ (Impf.: immer wieder) durch die Apostel.13


44 Aber alle die ´Glaubenden waren`~ an dem selben (Ort zusammen),22 ´und` sie-hatten~ alle (Besitztümer) gemeinsam,30


45 und die Erworbenen (Güter) und die Besitztümer verkauften-sie~ und verteilten-sie-an~9 alle, je-nachdem-wie jemand Bedarf (od.: Mangel) hatte~.4


46 Und (indem/nachdem/während) täglich einmütig in dem Heiligtum anhaltend, und (indem abends in) jedem Haus23 (das) Brot brechend, nahmen-sie-zu-sich~ Nahrung in Jubel und Schlichtheit (des) Herzens,


47 (wobei) Gott lobend und Gunst habend bei dem ganzen Volk. Der Herr aber fügte-(Impf.: immer wieder)-hinzu~, die (iteratives Präs.: nach und nach)  jeden Tag errettet-Werdenden,12 an den selben (Ort; d.h. zur schon bestehenden Gemeinde).


Apostelgeschichte 3


1 Petrus und Johannes aber stiegen-hinauf~ zu dem Heiligtum, zu der Stunde des Gebets, der neunten (ca. 15 Uhr, als das tägliche Abendopfer dargebracht wurde).


2 Und ein-gewisser Mann, (der) von seiner Mutter Leib (an) lahm war~, wurde-(Impf.: gerade herbei)-getragen~, den sie täglich an die Tür des Heiligtums setzten~, die sogenannte Liebliche, (um)  von den in das Heiligtum Hineingehenden (Präs.: immer wieder ein) Almosen zu-erbitten~,


3 der, - (als/nachdem) sehend° Petrus und Johannes (Präs.: gerade) im-Begriff-stehend in das Heiligtum einzutreten~, - bat-er~ (Impf.: ein-/aufdringlich, ein) Almosen zu-empfangen.


4 Petrus aber, zusammen-mit Johannes gespannt-hinstarrend ° auf ihn, sagte: Blicke zu uns!


5 Er aber gab-acht-auf~ sie, (weil/indem) für-sich-erwartend, von ihnen irgendetwas zu-empfangen.


6 Petrus aber sagte: Silbergeld und Feingold gehört mir nicht, aber was ich-habe, dieses gebe-ich dir: In dem Namen Jesu Christi, des Nazaräers, ´steh-auf~ und` geh-umher~!


7 Und, (indem/nachdem) ihn (an) der rechten Hand ergreifend°, richtete-er ihn auf. Sogleich aber wurden-gefestigt seine Beine und die Knöchel,


8 und aufspringend stellte-er (sich hin) und ging-umher~ und er-kam-hinein in das Heiligtum zusammen-mit ihnen, (wobei) umhergehend und springend und Gott lobend.


9 Und das ganze Volk sah ihn umhergehend und Gott lobend.


10 Sie-erkannten~ ihn aber, dass ´er` (es) war~ der wegen des Almosens bei dem Lieblichen Tor des Heiligtums (Präs.: ständig) DaSitzende, und erfüllt-wurden-sie (mit) Schrecken und Außer-sich-sein über das ihm Widerfahrene*.


11 (Weil) er aber Petrus und Johannes festhaltend-war~, lief-zusammen das ganze Volk, sehr-erstaunt, zu ihnen in der Säulenhalle, der sogenannten~ (Halle) Salomos.


12 Petrus aber, (als dies) sehend°, wandte-sich zum Volk: Männer, Israeliten, was staunt-ihr über diesen, oder was starrt-ihr-gespannt-hin-auf uns, als (ob mit) eigener Macht oder ehrfürchtiger-Frömmigkeit wir-gemacht-hätten*,9 dass er umhergeht~?


13 "Der Gott Abrahams und ´der Gott` Isaaks und ´der Gott` Jakobs, der Gott unserer Väter,"1 verherrlichte seinen Knecht10 Jesus, den ihr freilich überliefertet und verleugnetet vor (dem) Angesicht (des) Pilatus, (nachdem er schon) geurteilt-hatte°, jenen loszulassen~.


14 Ihr aber verleugnetet den Heiligen und Gerechten und erbatet-euch, (dass) euch (ein) Mann, (ein) Mörder, geschenkt-werde°.


15 Aber den Urheber (od.: der Anführer ins...) des Lebens tötetet-ihr, den Gott aus Toten auferweckte, wovon wir Zeugen sind.


16 Und ´aufgrund` des Vertrauens (auf) seinen Namen, festigte diesen, - den ihr-anschaut und kennt*, - sein (d.h. Jesu) Name, und das Vertrauen, das durch ihn8 (gewirkte), gab ihm diese Unversehrtheit vor euer aller Augen.


17 Aber nun, Brüder, weiß-ich*, dass ihr aus Unwissenheit handeltet, geradeso-wie auch eure Obersten.


18 Gott aber, was er durch (den) Mund aller Propheten zuvor-verkündigte, - (nämlich, dass) sein Messias leide°, - (das) erfüllte-er so.


19 Also tut-Buße und wendet-euch-um, ´so-dass` eure Sünden ausgewischt-werden,


20 auf-dass Zeitpunkte (der) Erquickung kommen-mögen vom Angesicht des Herrn, und er den (für) euch bestimmten*6 Messias sende, (nämlich) Jesus.

21 Diesen muss zwar (od.: allerdings der) Himmel aufnehmen bis-zu (den) Zeiträumen (der) Wiederherstellung5 aller (Dinge, von) welchen Gott durch (den) Mund seiner heiligen Propheten von Ewigkeit (her) sprach.

22 Mose aber sagte schon: "(Einen) Propheten wird-aufstehen-lassen ´euch` (der) HERR euer Gott, aus euren Brüdern, (einen) wie mich. (Auf) ihn sollt-ihr-hören in allem, alles-was auch-immer er zu euch sprechen-möge".2


23 "Aber es-wird-sein: Jede Person, wer auch-immer nicht (auf) jenen Propheten hört, er-wird-vollständig-ausgetilgt-werden aus dem Volk."3


24 Aber auch alle die Propheten von Samuel (an)7 und den (auf ihn) folgenden, alle-die (welche) sprachen, auch sie-verkündigten diese Tage.

25 Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den ´Gott zugunsten eurer Väter (testamentarisch?) verfügte`, (indem) zu Abraham sagend: "Und in deiner Vaterabstammung (od.: Nachkommenschaft) ´werden-gesegnet-werden` alle die Rassen der Erde."4


26 Euch (Juden?) zuerst, - (nachdem) Gott seinen Knecht (Jesus) aufstehen-lassend°, - sandte-er ihn, (damit) euch segnend, in dem (d.h. dadurch, dass…) sich-(Präs.: dauerhaft)-abwendet~ jeder (einzelne von euch) von ´euren` Bosheiten.


Apostelgeschichte 4


1 Aber (noch während) sie17 sprechend-waren~ zu dem Volk, stellten-sich-hin zu ihnen die ´Priester` und der Kommandant des Heiligtums7 und die Sadduzäer,


2 (da) aufgebracht-seiend, weil sie das Volk lehren~ und in (d.h. unter Berufung auf das Beispiel von) Jesus die Auferstehung aus Toten verkündigen~.


3 Und sie-legten-an sie die Hände, und setzten (sie bis) zum nächsten (Tag) in Gewahrsam, denn es-war~ schon Abend.


4 Aber viele der das Wort gehört-Habenden° vertrauten (auf Jesus), und ´die` Zahl der Männer wurde (d.h. stieg auf) ´etwa` fünftausend.


5 Es-geschah aber an dem nächsten (Tag, dass) sich-versammelten ihre Obersten und die Ältesten und die Schriftgelehrten in Jerusalem,


6 und Hannas, der ExHohepriester, und Kaiphas15 und Johannes18 und Alexander18 und alle-die aus hochpriesterlichem Geschlecht waren~.


7 Und (nachdem) sie in die Mitte stellend°, erkundigten-sie-sich~ (Impf.: ausführlich): In was-für-einer Macht oder in was-für-einem Namen tatet ihr (vgl. V.9) dieses (Wunder)?


8 Darauf sagte Petrus, - (nachdem) erfüllt-worden° (mit) heiligem Geist, - zu ihnen: Oberste des Volkes und Älteste,


9 wenn wir (vgl. V.7) heute wegen (einer) Wohltat (an einem) schwachen Menschen vernommen-werden, durch wen dieser ´gerettet-worden-ist`*,


10 (so) sei~ euch allen und dem ganzen Volk Israel bekannt, dass in dem Namen Jesu Christi, des Nazaräers, den ihr gekreuzigt-habt°, den Gott aus Toten auferweckte, durch diesen (Namen) steht-da* dieser gesund vor euren Augen.


11 Dieser (Jesus) ist der Stein, der von euch den Erbauenden, verachtet-Wordene°, der zum Haupt Eckstein Gewordene°.19


12 Und (es) ist in gar-keinem anderen die Errettung, denn es-ist auch-kein andersartiger Name unter dem Himmel, der unter (den) Menschen gegeben-worden-ist*, durch den wir-errettet-werden müssen.


13 Aber (als) die Freimütigkeit (im Reden) des Petrus und (des) Johannes bemerkend und (als/nachdem) geistig-erfasst-habend°, dass sie ungebildete8 Menschen und Laien9 sind, staunten-sie~,10 und sie-erkannten~ sie,20 dass sie zusammen-mit Jesus (gewesen) waren~.


14 Und (da/als) den Gesund-gemachten* Menschen erblickend, zusammen-mit ihnen dastehend, hatten~ sie nichts zu-erwidern.


15 Aber (nachdem) ihnen befohlen-habend°, aus dem Synedrium wegzugehen, unterhielten-sie-sich~ (Impf.: ausführlich) unter einander,


16 (indem) sagend: Was sollen-wir-tun (mit) diesen Menschen? Denn dass zwar (ein) offensichtliches Zeichen durch sie geschehen-ist*, (ist nun) allen den Jerusalem ständigBewohnenden~ offenbar, und wir-können (es) nicht leugnen~4.


17 Aber damit nicht noch mehr (von dieser Lehre) unter das Volk verbreitet-wird, wollen-wir-drohen° ihnen (Inf.: ihnen unter Drohungen verbieten), nicht-mehr aufgrund (od.: unter Berufung auf) dieses Namens (zu) irgendeinem Menschen zu-sprechen~.


18 Und (nachdem) sie hereingerufen-habend°, wiesen-sie-(sie)-an ´das`: überhaupt nichts (Präs.: mehr) verlauten-zu-lassen~ auch-nicht aufgrund (od.: unter Berufung auf) des Namens ´dieses` Jesus (klingt verächtlich!) zu-lehren~.


19 Aber Petrus und Johannes, (indem) antwortend°, sagten zu ihnen: Ob (es) gerecht ist in-den-Augen Gottes, (auf) euch vielmehr zu-hören~ als (auf) Gott, (darüber) urteilt (selbst)!


20 Denn wir-können unmöglich (über das), was wir-sahen und hörten, nicht sprechen~.


21 Sie aber, - (nachdem ihnen) noch-mehr-gedroht-habend°, - entließen sie, (da) nichts findend, wie sie sie-strafen-könnten°, (denn) wegen des Volkes (sahen sie keine Möglichkeit dazu), weil alle Gott verherrlichten~ (od.: priesen), aufgrund des Geschehenen* (Zeichens).


22 Denn der Mensch war~ mehr-als vierzig Jahre (alt?/gelähmt?), an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen-war^.


23 Aber (nachdem) entlassen-worden°, kamen-sie zu den Ihrigen und berichteten-von, allem-was die Hohepriester und die Ältesten zu ihnen gesagt-hatten°.


24 Sie aber, (als dies) gehört-habend°, erhoben-sie einmütig (die) Stimme zu Gott und sagten:21 Gebieter, "du, der gemacht-Habende° den Himmel und die Erde und das Meer und alles das in ihnen (existierende),"1


25 der durch heiligen Geist, (durch den) Mund unseres Vaters David, deines Knechtes, gesagt-Habende°: "Warum tobten11 (die) Nationen und die Völker sinnten-auf Vergebliches?


26 Die Könige der Erde stellten-sich-(zum Angriff?)-hin, und die Machthaber versammelten-sich an den selben (Ort) gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten."2


27 Denn (es) versammelten-sich in Wahrheit in dieser Stadt gegen deinen heiligen Knecht Jesus, - den du-salbtest, - sowohl Herodes16 als-auch Pontius Pilatus zusammen-mit (den) Nationen und (den) Volksstämmen Israels,


28 um-zu-tun, alles-was deine Hand und ´dein` Beschluss vorherbestimmte°, (dass es) geschehe°.


29 Und (in Bezug auf) das nun (Stattfindende): HERR, richte-dein-Augenmerk-hin auf ihre Drohungen und gib deinen Sklaven, mit jeder (Art von) Freimütigkeit dein Wort zu-sprechen~,22


30 (während/wobei/dadurch, dass) du ´deine` Hand ausstreckst~, zur Heilung und (dass) Zeichen und Wunder geschehen~ durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.


31 Und (als/nachdem so) flehend°, wurde-erschüttert der Ort, an dem sie-versammelt* waren~, und alle wurden-erfüllt° (mit) dem Heiligen Geist,3 und sie-sprachen~ (Impf.: weiterhin) das Wort Gottes mit Freimütigkeit.


32 Aber die Menge der vertraut-Habenden° (d.h. die ganze Versammlung der Gläubigen) war~ ein Herz und (eine) Seele, und auch-nicht einer sagte~, (dass) irgendetwas (von) seinen Besitztümern, (sein) Privateigentum sei~, sondern sie hatten~ ´alle` (Dinge) gemeinsam.


33 Und mit großer Macht12 legten-(Impf.: immer wieder)-ab~ die Apostel das Zeugnis (von) ´der Auferstehung des Herrn Jesus`, und große Gnade13 war~ auf ihnen allen.


34 Denn (es) war~ auch-nicht irgendein Mangel-Habender unter ihnen. Denn alle-die Besitzer (von) Grundstücken oder Häusern5 waren~, - (Ptz.Präs.: indem diese nach und nach) feilbietend~, - brachten-sie (iterativer Impf.: immer wieder nach einem Verkauf)~ die Kaufpreise der verkauft-Wordenen~ (Immobilien),


35 und legten (iterativer Impf.: sie immer wieder)~ vor die Füße der Apostel.14 Aber (es) wurde-(iterativer Impf.: immer wieder)-verteilt~ (an) jeden (einzelnen), je-nachdem-wie jemand Bedarf (iterativer Impf.: immer wieder)- hatte~.


36 Josef aber, - der von den Aposteln Barnabas genannt-Wordene°, das bedeutet um-übersetzt~ Sohn (der) Ermutigung (od.: des Trostes, ein) Levit, (von) Zypern der Abstammung (nach),


37 - (da ein) Feld habend, (nachdem es) feilgeboten-habend°,6 brachte-er das Geld und legte (es) ´zu` den Füßen der Apostel.14


Apostelgeschichte 5


1 Aber ein-gewisser Mann, namens Hananias, er-bot- feil (ein) Grundstück (siehe V.3) zusammen-mit seiner Frau Saphira.


2 Und er-unterschlug-für-sich von dem Erlös, - (wobei) auch die Frau mitwissend-war*, - und (indem nur) einen Teil bringend°, legte-er (diesen) vor die Füße der Apostel.


3 Petrus aber sagte: Hananias, weswegen erfüllte der Satan dein Herz,12 (dass) du den Heiligen Geist belogst19 und (einen Teil) von dem Erlös des Grundstücks für-dich-unterschlugst?


4 (Es wäre) doch, (wenn unverkauft) bleibend, dir geblieben~ (nicht wahr?). Und (auch nachdem) verkauft-geworden°, war-es~ (Impf.: doch weiterhin) in deiner Verfügungsgewalt (nicht wahr)?8 Was (ist geschehen), dass du in deinem Herzen diese Sache festsetztest? Nicht Menschen belogest-du, sondern Gott.19


5 Aber Hananias, (als) diese Worte hörend, (indem) niederfallend°, hauchte-er-(sein Leben)-aus, und (es) war große Furcht bei allen den (dies) Hörenden.17


6 Aber, (nachdem) aufgestanden°, verhüllten ihn die Jüngeren, und (nachdem ihn) herausgetragen-habend°, begruben-sie (ihn).


7 (Es) war aber etwa (ein) Intervall (von) drei Stunden, und seine Frau, - nichts wissend* (über) das Geschehene*, - kam-hinein.


8 Petrus aber, redete-an sie: Sag mir, ob (ihr) das Grundstück (für) so-viel hergabt?7 Sie aber sagte: Ja, (für) so-viel.


9 Petrus aber (sagte) zu ihr: Was (ist geschehen), dass ihr übereinstimmtet, den Geist (des) HERRN zu-versuchen? Siehe, die Füße (derer), die deinen Mann begraben-habend°, (stehen) bei der Tür, und (auch) dich werden-sie-heraustragen.


10 Aber sogleich brach-sie-zusammen zu seinen Füßen und hauchte-(ihr Leben)-aus. Aber (als/nachdem) die Jugendlichen hineingekommen-waren°, fanden-sie sie tot, und (nachdem sie) herausgetragen-habend° begruben-sie (sie) neben ihrem Mann.

11 Und (es) entstand große Furcht bei der ganzen Versammlung und bei allen den Hörenden dies.

12 Aber durch die Hände der Apostel geschahen~ (Impf.: immer wieder) Zeichen und viele Wunder unter dem Volk. Und ´alle` waren~ einmütig in der Säulenhalle Salomos.6

13 Aber (von) den übrigen wagte~ keiner, sich-eng-anzuschließen~ ihnen, doch das Volk erhob~ sie.

14 Aber umso-mehr (auf) den Herrn Vertrauende~, wurden-(Impf.: immer wieder)-hinzugefügt, Mengen sowohl (von) Männern als-auch (von) Frauen,


15 sodass sie sogar die Schwachen zu den Hauptstraßen heraustrugen und sie-legten~ (sie) auf Bettmatratzen und Matten, damit, (wenn) Petrus vorbeikommend-war~, wenigstens der (d.h. sein) Schatten irgendeinen (von) ihnen ´überschatte`.9


16 Aber auch die Menge (aus) den Städten ringsum (von) Jerusalem kam-zusammen~, (wobei) bringend Kranke und (von) unreinen Geistern gequält-Werdende~, die alle gesundgemacht-wurden~.


17 Aufgestanden° aber, der Hohepriester und alle die zusammen-mit ihm, - nämlich die Partei der Sadduzäer, - sie-wurden-erfüllt (mit) Eifersucht,


18 und sie-legten-an die Hände an die Apostel und setzten sie in öffentlichen Arrest.


19 Aber (ein) Engel (des) HERRN, - (nachdem) bei Nacht die Türen des Gefängnisses ´öffnend°` und sie hinausführend°, - sagte:


20 Geht~, und (nachdem) euch-hingestellt-habend°, sprecht~ in dem Heiligtum (zu) dem Volk alle Aussprüche dieses Lebens.


21 Aber (nachdem/als dies) gehört-habend°, kamen-sie-hinein in der Morgenfrühe10 in das Heiligtum und lehrten~. Aber der Hohepriester herbeikommend°, und die zusammen-mit ihm, riefen-zusammen das Synedrium, nämlich (od.: und) den ganzen Alten-Rat11 (od.: Ältesten-Rat) der Söhne Israels, und sie-sandten in den Kerker, (um) sie vorzuführen°.


22 Aber die herbeikommenden° Gehilfen fanden sie nicht in dem (ganzen) Gefängnisgebäude. Aber (nachdem sie) umgekehrt-waren°, meldeten-sie (es, indem)


23 sagend: Wir-fanden (zwar) den Kerker verschlossen* in aller Sicherheit und (auch) die Wächter an den Türen stehend*, aber (als) öffnend°, fanden-wir keinen drinnen.


24 Als aber sowohl der Kommandant des Heiligtums als-auch die Hohepriester diese Worte hörten, waren-sie-völlig-ratlos~ wegen ihnen, was da (wohl) geschehen-sei (Opt.Aor.).2


25 Aber (nachdem) herbeigekommen°, meldete ihnen einer: Siehe, die Männer, die ihr in das Gefängnis setztet, sind in dem Heiligtum stehend* und das Volk lehrend.


26 Darauf, (nachdem) weggegangen°, führte-sie der Kommandant zusammen-mit den Gehilfen (vor, aber) nicht mit Gewalt, denn sie-fürchteten~ das Volk, dass sie-gesteinigt-würden.


27 Aber (nachdem) sie vorgeführt-habend°, stellten-sie (sie) in das Synedrium, und der Hohepriester befragte sie,


28 (wobei) sagend: ´Doch` (ausdrücklich und durch eine strenge) Anweisung wiesen-wir-an° euch, nicht aufgrund dieses Namens zu-lehren~ (nicht wahr)? Und trotzdem, habt-ihr-voll-gemacht* die (Stadt) Jerusalem mit eurer Lehre, und ihr-wünscht das Blut dieses Menschen auf uns herbeizuführen.


29 Aber Petrus und die Apostel, (indem) antwortend°, sagten: Man-muss Gott vielmehr Gehorsam-leisten (als den) Menschen.20


30 Der Gott unserer Väter auferweckte Jesus, (an) den ihr-Hand-anlegtet° (und ihn dann) ans KreuzesHolz hängend°.18


31 Diesen erhöhte Gott zu seiner Rechten (als) Anführer und Erretter, ´um` dem (Volk) Israel Buße und Sünden Erlass zu-geben.


32 Und wir sind Zeugen dieser Geschehnisse (w.: Aussprüche) und der Heilige Geist, den Gott den ihm Gehorsam-Leistenden~ gab.


33 Aber die (dies) gehört-Habenden° ergrimmten~ und sie-beschlossen~, sie zu-beseitigen.14


34 Aber (indem/als) im Synedrium aufgestanden-war°, ein-gewisser Pharisäer namens Gamaliel,3 - (ein) Gesetzeslehrer, wertgeachtet beim ganzen Volk, - befahl-er die Männer kurz hinaus zu-schaffen.


35 Und er-sagte (dann) zu ihnen: Männer, Israeliten, nehmt-in-acht~ euch bei diesen Menschen, was ihr-machen~ wollt.


36 Denn vor diesen Tagen stand-auf Theudas,13 sagend, (dass) er jemand (Besonderer) sei~. Diesem schloss-sich-an (eine) Zahl von vierhundert Männern, der beseitigt-wurde. Und alle diejenigen-welche ihm gehorchten, sie-lösten-sich-auf und wurden zu gar-nichts.

37 Nach diesem stand-auf Judas der Galiläer4 in den Tagen der (zweiten) steuerlichen-Einschreibung,1 und er-machte-abtrünnig (das/viel?) Volk hinter sich (her). Auch-jener kam-um, und alle diejenigen-welche ihm gehorchten~ wurden-versprengt.

38 Und ´im` vorliegenden-Fall (w.: nun) sage-ich euch, steht-ab von diesen Menschen und lasst sie! Denn falls (= Eventualis!)16 dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen sein-sollte~, wird-es-völlig-aufgelöst-werden,


39 aber wenn (= Realis!)16 (es von) Gott ist, werdet ihr sie nicht zunichtemachen° können, dass-nicht (etwa gar) ihr (als) gegen-Gott-Streitende erfunden-werdet. Sie-gehorchten ihm aber (d.h. sie folgten seinem Rat).


40 Und (nachdem) die Apostel zu-sich-gerufen-habend°, (und sie) geprügelt-habend°,15 wiesen-sie-(sie)-an, nicht aufgrund des Namens Jesu zu-sprechen, und sie-entließen (sie).


41 Sie also gingen~ weg-von dem Angesicht des Synedriums, sich-freuend, (weil) sie-für-besonders-würdig-erachtet-wurden, für den Namen (Jesu) verunehrt-zu-werden° (od.: verächtlich behandelt).


42 Und-zwar jeden Tag in dem Heiligtum und jedem (einzelnen) Haus,5 ruhten-sie~ nicht, (indem) lehrend und evangelisierend, den Messias Jesus (d.h., dass Jesus der Messias ist).


Apostelgeschichte 6


1 Aber in diesen Tagen, (als) die Schüler2 sich-vermehrten~, entstand (ein) Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil bei der tagtäglichen Bedienung ihrer Witwen (mit Lebensmitteln) danebengeschaut-wurde~.1


2 Die Zwölf aber, - (nachdem) die Menge der Schüler zu-sich-rufend °, - sagten: Es-ist nicht wohlgefällig (od.: angebracht, für) uns, (indem/nachdem) das Wort Gottes verlassend°, (an den) Tischen zu-bedienen~.


3 Aber seht-euch-um Brüder, (nach) sieben Männern aus euch, bezeugt-werdend voll Geistes und Weisheit (zu sein), die wir für diesen Bedarf bestellen-werden.3


4 Wir aber werden-anhalten-bei dem Gebet und dem Dienst des Wortes.


5 Und der Vorschlag gefiel angesichts der ganzen Menge, und sie-wählten-sich-aus Stephanus, (einen) Mann ´voll` Vertrauen (od.: Glauben) und heiligem Geist, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, (einen) Proselyten,5 (einen) Antiochier,


6 die sie vor-die-Augen der Apostel stellten, und (nachdem) gebetet-habend° legten sie ihnen die Hände auf.6


7 Und das Wort Gottes wuchs~ (Impf.: immer mehr), und die Zahl der Schüler in Jerusalem vermehrte-sich~ sehr, und ein großer Haufen (von) den Priestern gehorchten~ dem Glauben.


8 Stephanus aber voll Gnade und Macht tat~ (Impf.: immer wieder) Wunder und große Zeichen unter dem Volk.


9 Aber einige derer von der sogenannten~ Synagoge (der) Libertiner,4 und Zyrenäer und Alexandriner und derer von Zilizien und Asien traten-auf°, (indem/wobei) disputierend (mit) dem Stephanus,


10 und nicht waren-sie-stark~ (genug, um) der Weisheit und dem Geist zu-widerstehen, (mit) der er-(Impf.: immer)-sprach~.


11 Daraufhin stifteten-sie-heimlich-an Männer, sagend: Wir-haben-gehört* ihn, lästernde Aussprüche gegen Mose und Gott sprechend.


12 Und sie-hetzten-auf das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten, und (indem) hinzutretend° packten-sie ihn und führten (ihn) in das Synedrium.


13 Und sie-stellten lügnerische Zeugen (auf), sagend: Dieser Mensch ruht nicht, (indem) sprechend Aussprüche gegen ´diesen` heiligen Ort und das Gesetz.


14 Denn wir-haben-gehört* ihn sagend: Jesus, der Nazaräer, dieser wird-niederreißen diesen Ort, und er-wird-verändern die Gewohnheiten, die uns Mose übergab (od.: überlieferte).


15 Und alle die Dasitzenden in dem Synedrium, (als) gespannt-hinstarrend° auf ihn, (da)  sahen-sie sein Angesicht gleichsam-wie (das) Angesicht (eines) Engels.

Apostelgeschichte 7


1 Der Hohepriester aber sagte: Verhält-sich dies so?


2 Er aber erklärte~ (Impf.: ausführlich?): Männer, Brüder und Väter, hört! Der Gott der Herrlichkeit ließ-sich-sehen (von) unserem Vater Abraham, (als dieser noch) in Mesopotamien war~, (noch) ehe27 er in Haran29 ständig-wohnte,


3 und er-sagte zu ihm: "Komm-heraus aus deinem Land und ´aus` deiner Verwandtschaft, und komm-her in das Land, welches auch-immer ich-zeigen-werde dir."1


4 Daraufhin, (nachdem) aus (dem) Land (der) Chaldäer herausgekommen°, wohnte-er-ständig in Haran. Und-von-dort siedelte-er-um ihn nach dem Versterben seines Vaters,27 in dieses Land, in dem ihr nun ständig-wohnt.


5 Und er-gab ihm keinen Erbgrundbesitz in ihm (d.h. in dem Land), auch-nicht (einen) Schritt Fußbreite. Und er-versprach, "(es) ihm zur Besitzergreifung zu-geben und seiner Nachkommenschaft nach ihm,"2 (obwohl) er (damals noch) kein Kind hatte~.


6 Gott aber sprach so: "Seine Nachkommenschaft wird-sein (ein) Ausländer in (einem) anderen Land, und sie-werden-zu-Sklaven-machen sie4 und (ihnen) übles-zufügen vierhundert Jahre.30


7 Und die Nation, der sie-sklaven-werden, ich werde-(sie)-richten," sagte Gott, "und danach werden-sie-herauskommen"3 und mir Gottesdienst-verrichten an diesem Ort.


8 Und er-gab ihm (den) Bund (der) Beschneidung, und so zeugte-er den Isaak und beschnitt ihn am achten Tag, und Isaak (zeugte und/oder beschnitt) den Jakob, und Jakob (zeugte und/oder beschnitt) die zwölf Stammväter.


9 Und die Stammväter, (da/als) auf Josef eifersüchtig-geworden°, verkauften-(ihn als Sklaven) nach Ägypten. Doch Gott war~ (Impf.: beständig) mit ihm,


10 und er-nahm-heraus° ihn aus allen seinen Bedrängnissen, und er-gab ihm Gnade und Weisheit in-den-Augen-des Pharao, (des) Königs (von) Ägypten, und er-bestellte ihn (zum) Führenden über Ägypten und ´über` sein ganzes Haus.


11 Aber (es) kam (eine) Hungersnot über das ganze (Land) Ägypten und Kanaan und große Bedrängnis, und unsere Väter fanden keine sättigenden (Nahrungsmittel).


12 Jakob aber, (als) hörend°, (dass) in Ägypten Weizen war~, sandte-er-aus unsere Väter (zum) ersten (Mal).


13 Und beim zweiten (Mal, gab sich) Josef seinen Brüdern ´wieder-zu-erkennen` und dem Pharao wurde das Geschlecht (d.h. die Herkunft) ´des` Josef offenbar.


14 Aber Josef, (nachdem) gesandt-habend°, (ließ er) Jakob seinen Vater und die ganze Verwandtschaft zu-sich-rufen, fünfundsiebzig7 Personen an (Zahl).


15 ´Und Jakob stieg-herab nach Ägypten`, und er-vollendete (dort sein Leben, zuerst) er und (dann) unsere Väter,


16 und sie-wurden-überstellt nach Sichem, und sie-wurden-gelegt in die Gruft, die Abraham für (einen) Silber Kaufpreis von den Söhnen Hamors in Sichem erhandelte.18


17 Aber als sich-(Impf.: schön langsam)-nahte~ die Zeit der Versprechen, die Gott dem Abraham zusagte, wuchs das Volk und vermehrte-sich in Ägypten,


18 bis, dass "(ein) andersartiger19 König ´über Ägypten` aufstand, der (von) Josef nichts wusste^"5


19 Dieser, (indem) unser Geschlecht überlistend°, fügte-Übles-zu ´unseren` Vätern, indem er-(sie)-zwang~ ihre Säuglinge auszusetzen, auf dass sie nicht am-Leben-blieben.


20 Zu diesem Zeitpunkt wurde-gezeugt Mose, - und er-war~ "schön"20 (für) Gott, - der drei Monate in dem Haus seines Vaters aufgezogen-wurde.


21 Aber (nachdem/als) er ausgesetzt-worden-war°, nahm-auf° ihn die Tochter (des) Pharao bei sich, und sie-zog-auf° ihn, für-sich zum Sohn.28


22 Und Mose wurde-erzogen (od.: ausgebildet) ´in` jeder (Art von) Weisheit (der) Ägypter. Er-war~ aber mächtig in seinen Worten und Werken.


23 Aber als sich-erfüllte~ (für) ihn (der) Zeitraum von vierzig-Jahren, stieg-es-auf° in seinem Herzen, seine Brüder, die Söhne Israels, aufzusuchen.


24 Und (als) sehend° (wie) einem (Israeliten) Unrecht-geschah, verteidigte-er (ihn), und er-verschaffte Rache (w.: Bestrafung) dem geplagt-Werdenden, (indem) den Ägypter niederschlagend.


25 Er-folgerte aber, ´seine` Brüder würden-verstehen~, dass Gott ihnen durch seine Hand Errettung gibt, sie verstanden (es) aber nicht.


26 Und am folgenden Tag schaute-er-nach ihnen, (als/während sie gerade miteinander) im-Streit-waren~, und er (konativer Impf.: versuchte) sie miteinander-zu-versöhnen~ zum Frieden, (indem) sagend: Männer, ihr-seid (doch) Brüder, warum tut-ihr-Unrecht einander?


27 Aber der dem Nächsten Unrecht-Tuende stieß ihn zurück, sagend: "Wer bestellte dich (zum) Obersten und Rechtsprechenden über uns?


28 Willst du etwa (auch) mich beseitigen, (auf) die Art-und-Weise (wie) du gestern den Ägypter beseitigtest?"6


29 Mose aber floh bei diesem Wort, und er-wurde (ein) Ausländer im Land Midian, wo er zwei Söhne zeugte.


30 Und (als) sich-erfüllt-hatten° vierzig Jahre, erschien ihm in der Einöde des Berges Sinai (ein) Engel in (der) Feuer Flamme (eines) Dornbuschs.


31 Mose aber, (nachdem es) sehend °, ´bestaunte`~ das Gesehene. (Als) er aber hinkommend-war~ (um es) genau-zu-betrachten°, geschah (die) Stimme (des) HERRN:


32 "Ich (bin), der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs."8 Aber (indem) zitternd (vor Angst) geworden°, wagte~ Mose nicht (den brennenden Dornbusch) genau-zu-betrachten.


33 Der Herr aber sagte (zu) ihm: "Löse die Untergebundene (Sandale) deiner Füße,21 denn der Ort, auf dem du-stehst*, ist heilige Erde.9


34 Sehend° sah-ich die üble-Behandlung meines Volkes in Ägypten, und ´ihr` Seufzen hörte-ich, und ich-stieg-herab, (um) sie herauszunehmen. Und nun, komm-her, ich-sende dich nach Ägypten."10


35 Diesen Mose, den sie verleugneten, (indem) sagend: "Wer bestellte dich (zum) Obersten und Rechtsprechenden?"11 (gerade) diesen hat-gesandt* Gott ´sowohl` (als) Obersten als-auch (als) Erlöser mit Hilfe (eines) Engels, der ihm erschien in dem Dornbusch.


36 Dieser führte-hinaus sie, (wobei) Wunder und Zeichen tuend° im ´Land` Ägypten und im Roten Meer22 und in der Einöde vierzig Jahre.


37 Dieser ist der Mose, der gesagt-Habende° (zu) den Söhnen Israels: "(Einen) Propheten wird-aufstehen-lassen euch Gott aus euren Brüdern, (einen) wie mich."12


38 Dieser ist (es), der Gewesene° in der Versammlung in der Einöde mit dem Engel, der (zu) ihm Sprechende auf dem Berg Sinai, und (mit) unseren Vätern, der empfing, lebendige~ Sprüche, (um sie) uns zu-geben,


39 dem unsere Väter nicht gehorsam sein° wollten°, sondern sie-stießen-(ihn)-zurück, und sie-wandten-sich in ihren Herzen nach Ägypten (zurück),


40 (wobei/indem) zu Aaron sagend°: "Mache uns Götter, die uns (zum Schutz?) vorangehen-werden, denn dieser Mose, der uns aus dem Land Ägypten hinausführte, wir-wissen* nicht was (mit) ihm geschah."13


41 Und sie-machten-ein-Kalb° in jenen Tagen, und sie-brachten-dar (ein) Schlachtopfer dem Götzenbild, und sie-erfreuten-sich~ an den Werken ihrer Hände.


42 Gott aber wandte-sich-ab°, und er-übergab sie, dem Kriegsheer des Himmels (ein Sternenkult) Gottesdienst-zu-verrichten, so-wie im Buch der Propheten geschrieben-ist*: "(Habt ihr) etwa mir Schlachtopfertiere und (andere?) Opfer dargebracht (während der) vierzig Jahre in der Einöde, Haus Israel?14


43 Und ihr-nahmt-mit das Zeltheiligtum des Moloch und das Sternbild ´eures` Gottes ´Raifan`,23 die Abbilder, die ihr-machtet," (um) sie (heimlich?) anzubeten~, "darum werde-ich-umsiedeln euch über" Babylon "hinaus."15


44 Das Zelt des Zeugnisses hatten~ unsere Väter in der Einöde, so-wie (es) der (mit) Mose Sprechende befehlend-anordnete, (um) es nach dem Muster zu-machen, das er-gesehen-hatte^.


45 Dieses (Zelt) auch, (nachdem es) übernommen-habend°, führten-hinein unsere Väter, mit Josua (griech.: Jesus = hebr.: Josua) bei der Besitzergreifung (der Länder) der Nationen, die Gott hinausstieß weg-vom Angesicht unserer Väter bis-zu den Tagen Davids.


46 Dieser fand Gnade in-den-Augen Gottes und bat, (darum einen) Zeltplatz für das ´Haus` Jakob errichten-zu (dürfen).


47 Salomo aber erbaute ihm (dann ein fixes) Haus.24


48 Jedoch der Höchste wohnt nicht in handgemachten (Gebäuden), so-wie der Prophet sagt:


49 "Der Himmel (ist) mein Thron, ´aber die` Erde (der) Fußschemel meiner Füße. Was-für-ein Haus wollt-ihr-erbauen mir, sagt (der) HERR, oder welcher (Ort könnte ein) Ort meiner völligen-(od.: endgültigen)-Ruhe (sein)?


50 Machte" nicht "meine Hand dies alles?"17


51 (Ihr) Halsstarrigen und Unbeschnittenen (an den) Herzen und den Ohren, ihr widerstrebt immer dem Heiligen Geist, wie eure Väter (so) auch ihr.


52 Welchen der Propheten verfolgten eure Väter nicht? Und sie-töteten die zuvor-verkündigt-Habenden° über das zukünftige-Kommen des Gerechten (d.i. der Messias), dessen Verräter und Mörder ihr nun wurdet,


53 ihr-die ihr das Gesetz empfingt auf befehlende-Anordnungen (von) Engeln und (es doch) nicht bewahrtet.


54 Aber (als) diese (Worte) hörend, ergrimmten-sie~ in ihren Herzen und knirschten (mit) den Zähnen gegen ihn.


55 Seiend aber voll heiligen Geistes, (indem/als) gespannt-hinstarrend° in den Himmel, sah-er Gottes Herrlichkeit und Jesus zur Rechten Gottes stehend*.


56 Und er-sagte: Siehe, ich-sehe die Himmel eröffnet* und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehend*.


57 Aber (indem) schreiend° (mit) lauter Stimme hielten-sie-(sich)-zu ihre Ohren, und sie-rasten einmütig auf ihn (zu),


58 und, (nachdem ihn) aus der Stadt hinausgeworfen-habend°, bewarfen-sie-(ihn; Impf.: fortwährend)-mit-Steinen~. Und die Zeugen legten-ab ihre Kleider bei den Füßen (eines) jungen-Mannes, genannt~ Saulus.26


59 Und sie-bewarfen-(Impf.: fortwährend)-mit-Steinen~16 den Stephanus, (Präs.: den währenddessen) Anrufenden und Sagenden: Herr Jesus, nimm-auf° meinen Geist!


60 Aber (nachdem) sich-legend° (auf) die Knie, schrie-er (mit) lauter Stimme: Herr, nicht rechne-an25 ihnen diese Sünde! Und (nachdem) dies gesagt-habend°, entschlief-er.

Apostelgeschichte 8


1 Aber Saulus19 war~ seiner Beseitigung beipflichtend~. Aber an jenem Tag entstand (eine) große Verfolgung gegen die Versammlung, die in in Jerusalem (war). Alle aber wurden-zerstreut über die Landstriche (d.h. in die Dörfer) der (Provinzen) Judäa und Samaria,5 außer den Aposteln.


2 Ehrfurchtsvolle Männer aber bestatteten den Stephanus, und sie-machten (ein) großes Wehklagen6 wegen ihm.


3 Saulus aber (konativer Impf.: versuchte) die Versammlung zu-vernichten~, (und indem) in die (einzelnen) Häuser hineingehend, und Männer und Frauen fortschleppend, überlieferte-er (sie) ins Gefängnis.


4 Aber die Zerstreuten° nun zogen-umher, (wobei) das Wort evangelisierendⱽ.


5 Philippus aber, (als/indem) herabkommend° in ´die` Stadt der (Landschaft) Samaria,22 predigte-er~ⱽ ihnen den Messias.


6 Die Volksmengen aber, einmütig achteten-sie-auf das von Philippus Gesagte~, als (od.: während) sie zuhören~ und die Zeichen erblicken~,7 die er-(Impf.: immer wieder)-tat~.


7 Denn viele, (von) den unreine Geister Habenden, (indem) laut-rufend (mit) lauter Stimme kamen-sie-heraus~, aber viele Gelähmte* und Lahme wurden-gesundgemacht.


8 (Es) entstand aber viel Freude in jener Stadt.


9 Ein Mann aber namens Simon18 war-vorher~ (Impf.: schon für einige Zeit) in der Stadt, (wobei) Magie-treibend und die Nation der Samariter in-Staunen-versetzend, (indem) sagend, er-selbst sei~ jemand Großer.


10 (Und) alle achteten-auf~ diesen, vom Kleinsten bis-zum Größten (d.h. Jung und Alt, indem) sagend: Dieser ist die Macht Gottes,8 die sogenannte~ "große".


11 Aber sie-achteten-auf ihn deswegen, weil sie die magischen-Künste (schon einen) geraumen Zeitraum (hindurch) in-Staunen-versetzt-hatten*.


12 Aber als sie dem Philippus glaubten, (als) über die Königsherrschaft Gottes und den Namen Jesu Christi9 evangelisierend, ließen-sie-sich-(Impf.: der Reihe nach)-taufen~ (od.: wurden sie getauft), sowohl Männer als-auch Frauen.20


13 Aber auch Simon selbst glaubte, und (nachdem) er getauft-worden° war~ (Präs.: war er ständig) anhaltend-bei Philippus, und (als) anschauend, (wie) Zeichen und große Machttaten geschahen~, war-er-außer-sich~.


14 Die Apostel in Jerusalem aber, (als) hörend° dass Samaria das Wort Gottes angenommen-hat*, sandten-sie Petrus und Johannes zu ihnen.


15 Diese, (nachdem) sie-herabgestiegen-waren°, beteten-sie für sie, auf-dass sie (den?) heiligen Geist10 empfingen°,


16 denn er-war~ auch-noch-nicht auf irgendeinen (von) ihnen herabgefallen, sondern sie-(alle)-waren~ nur auf den Namen23 des Herrn Jesus getauft*.


17 Dann legten-sie-auf~ die Hände auf sie, und sie-empfingen~ (den?) heiligen Geist.10


18 Simon aber, (als/nachdem) sehend°, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel der Geist gegeben-wird, brachte-er-hin (zu) ihnen Geldmünzen,4


19 sagend: Gebt auch-mir diese Vollmacht, damit, wem auch-immer ich die Hände auflege, er (Präs.: jedes Mal) heiligen Geist empfange~!


20 Petrus aber sagte zu ihm: Dein Silbergeld möge-fahren~ (Opt.Präs.) zusammen-mit dir ins Verderben (d.h. in die Hölle), weil du-folgertest die Geschenkgabe Gottes (sei) durch Geldmünzen zu-erwerben~.


21 (Für) dich ist kein Anteil, auch-kein Los an dieser Sache, denn dein Herz ist nicht aufrichtig gegenüber Gott.


22 Tue-Buße also von dieser deiner Übelhaftigkeit und flehe (zu) dem Herrn, (in der Hoffnung) ob dir vielleicht der Einfall deines Herzens erlassen-werden-wird,


23 denn in Galle (der) Bitterkeit und (in) zusammenhaltenden-Banden (der) Ungerechtigkeit sehe-ich dich (als verstrickt) seiend~.


24 Aber Simon, antwortend°, sagte: Fleht° ihr für mich zu dem Herrn,16 auf-dass nichts auf mich herankomme (von dem), was ihr-gesagt-habt*.


25 Sie also nun, (nachdem) feierlich-bezeugt-habend° und gesprochen-habend° das Wort des Herrn, kehrten-sie-zurück~11 nach Jerusalem, und evangelisierten~ (in) vielen Dörfern der Samariter.


26 (Ein) Engel (des) HERRN aber sprach zu Philippus, sagend: Steh-auf und gehe~ nach Süden (od.: zur Mittagszeit?) auf den Weg, den von Jerusalem nach Gaza24 herabsteigenden, dieser ist öde.


27 Und (nachdem) aufgestanden° ging-er. Und siehe, (da war ein) Mann, (ein) Äthiopier,12 (ein) Eunuch,13 (ein) Hofbeamter Kandakes,17 (der) Königin (der) Äthiopier, der (Aufseher) über ihre ganze Schatzkammer war~, ´der` nach Jerusalem gekommen-war^ um-anzubeten (Ptz.Fut., d.h. er war ein "Gottesfürchtiger").


28 ´Und` er-war~ (Impf.: gerade) zurückkehrend und auf seinem Wagen sitzend, und er-las~ den Propheten Jesaja.


29 Aber der (Heilige) Geist sagte25 zu Philippus: Komm-hin und hefte-dich-an diesen Wagen!


30 (Als er) aber hingelaufen-war°, hörte Philippus (ihn gerade laut) Jesaja, den Propheten lesend, und er-sagte: Verstehst-du denn auch, was du-liest?


31 Er aber sagte: Wie könnte-ich~ (Opt.Präs.) denn, falls nicht jemand mich anleiten-wird? Und er-rief-herbei den Philippus, (indem/um) hinaufsteigend° sich-zu-setzen neben ihm.


32 Aber der Inhalt der Schriftstelle, die er-las~, war~ dieser: "Wie (ein) Schaf zum Schlachten geführt-wurde, und wie (ein) Milchlamm in-den-Augen-von dem es ´Scherenden`° stimmlos (ist), ebenso öffnet-er nicht seinen Mund.


33 In ´seiner` Erniedrigung (od.: Niedrigkeit) wurde-aufgehoben sein Gericht, sein Geschlecht (od.: seine Nachkommenschaft), wer wird-(es)-beschreiben?14 Denn sein Leben wird-weggenommen2 (w.: aufgehoben) von der Erde."1


34 Aber der Eunuch, (indem) dem Philippus antwortend°, sagte: Ich-flehe-an dich, über wen sagt der Prophet dies? Über sich-selbst oder über irgendeinen andersartigen?


35 Philippus aber, (indem) seinen Mund öffnend° und von dieser Schriftstelle anfangend° (d.h. ausgehend), evangelisierte-er ihm Jesus.


36 Als sie aber auf dem Weg dahinzogen~, kamen-sie an ein Wasser, und der Eunuch erklärte: Siehe, Wasser, was hindert mich getauft-zu-werden?15


37 3


38 Und er-befahl, (dass) der Wagen stehenbleibe, und beide stiegen-hinab in das Wasser, sowohl Philippus als-auch der Eunuch, und er-taufte ihn.


39 Aber als sie aus dem Wasser hinaufstiegen, entrückte (der) Geist (des) HERRN den Philippus (auf übernatürliche Weise), und der Eunuch sah ihn gar nicht-mehr, doch er-ging~ seinen Weg, (wobei) sich-freuend.


40 Philippus aber wurde-gefunden in Aschdod, und (indem weiter) umherziehend~ evangelisierte-er~ allen den Städten, bis er nach Cäsarea (Maritima Augustus)21 kam.

Apostelgeschichte 9


1 Aber Saulus, noch (Präs.: immer) Drohung und Mord schnaubend gegen die Schüler des Herrn, (nachdem zu) dem Hohepriester gegangen°,


2 erbat-er-sich von ihm EmpfehlungsBriefe nach Damaskus17 an die Synagogen, auf-dass, falls er einige Angehörige~ des "Weges"8 fände, - sowohl Männer als-auch Frauen, - er (sie dann) gebunden* nach Jerusalem führe.


3 Aber während dem Gehen~ geschah es, (dass) er-sich-nahte der (Stadt) Damaskus, und völlig-unvermutet um-blitzte ihn (ein) Licht1 aus dem Himmel,


4 und (nachdem) auf die Erde fallend°, hörte-er (eine) Stimme, sagend (zu) ihm: Saul, Saul, was verfolgst-du mich?


5 Er-sagte aber: Wer bist-du, Herr? Er aber (antwortete): Ich bin Jesus, den du verfolgst.


6 Jedoch steh-auf und komme-hinein in die Stadt, und gesprochen-werden-wird (zu) dir das, was du tun~ musst!


7 Die Männer aber, die mit-(ihm)-auf-dem-Weg-seienden~, standen^ sprachlos, (weil) zwar die Stimme hörend~,16 aber keinen bemerkend.


8 Saulus aber, stand-auf von der Erde. Aber (als) seine Augen (wieder) geöffnet-waren*, erblickte-er nichts. Aber, (indem) ihn an-der-Hand-führend, führten-sie-(ihn)-hinein nach Damaskus.


9 Und er-war~ drei Tage nicht sehend,15 und er-aß nicht, und er-trank nicht.


10 In Damaskus war~ aber (ein) Schüler namens Hananias, und der Herr sagte zu ihm in (einem) Gesicht: Hananias! Er-sagte aber: Siehe, (da bin) ich, Herr.


11 Der Herr aber (sagte) zu ihm: ´Steh-auf `° (und) gehe zu der Gasse, der sogenannten~ "Geraden", und suche im Haus (des) Judas (einen) namens Saulus, (einen) Tarser! Denn siehe, er-betet,


12 und er-sah (einen) Mann ´in (einem) Gesicht`, namens Hananias, hineinkommend° und ihm ´die` Hände auflegend°, auf-dass er-(wieder)-aufblicke°.15


13 Hananias aber antwortete: Herr, ich-hörte von vielen über diesen Mann, alles-was er deinen Heiligen in Jerusalem übles tat,


14 und hier hat-er Vollmacht von den Hohepriestern alle die deinen Namen Anrufenden zu-binden.


15 Der Herr aber sprach zu ihm: Gehe~, weil dieser ist mir (ein) auserwähltes Gefäß (Gen.qual.), um meinen Namen sowohl vor Nationen als-auch (vor) Könige und (die) Söhne Israels zu-tragen,


16 denn ich werde-andeuten ihm, alles-was er für meinen Namen leiden muss.


17 Aber Hananias ging-weg, und er-kam-hinein in das Haus, und die Hände auf ihn auflegend°10 sagte-er: Bruder Saul, der Herr hat-gesandt* mich, Jesus, der dir erschien auf dem Weg (auf) dem du-kamst~, auf-dass du-(wieder)-aufblickst und (mit) heiligem Geist erfüllt-wirst.15


18 Und sofort fiel-es-ab von seinen Augen wie Schuppen, und er-blickte-(wieder)-auf, und (nachdem er) aufgestanden-war° wurde-er-getauft (od. toleratives Pass.: ließ er sich taufen),


19 und (nachdem) Nahrung genommen-habend°, ´erstarkte-er`. Er-war aber einige Tage mit den Schülern in Damaskus.


20 Und sofort predigte-er~ in den Synagogen (von?) Jesus, dass dieser der Sohn Gottes ist.


21 Aber alle die Hörenden waren-außer-sich~, und sie-sagten~: Ist dieser nicht der, der verwüstet-Habende° ´in` Jerusalem die diesen Namen Anrufenden, und (nicht) dazu war-er-gekommen^ hierher, damit er sie gebunden* zu den Hohepriestern führe°?


22 Saulus aber, (immer) mehr wurde-er-innerlich-mächtig-gemacht~,9 und er-verwirrte ´die` Juden, die in Damaskus Wohnenden, (indem logisch) schlussfolgernd, dass dieser (Jesus) der Messias ist.


23 Als aber etliche Tage sich-erfüllten,18 ratschlagten die Juden, ihn zu-beseitigen.


24 Dem Saulus aber wurde-bekannt ihr Komplott. Aber sie-beobachteten-genau auch (od.: sogar?) die Tore, sowohl (bei) Tag als-auch (bei) Nacht, auf-dass sie ihn beseitigten.


25 Seine4 Schüler aber, (indem/nachdem ihn) nehmend°, ließen-herab ihn (bei) Nacht durch die Maueröffnung, (indem ihn) in (einem) Tragkorb hinabsenkend°.


26 Aber (als) in Jerusalem ankommend°, versuchte-er~ (Impf.: vergeblich) sich-(Präs.: immer wieder)-eng-anzuschließen~ den Schülern, und alle fürchteten~ ihn, (weil) nicht glaubend, dass er (ein echter) Schüler (d.h. Gläubiger) ist.5


27 Barnabas aber, (nachdem/indem) sich-angenommen-habend° (um) ihn, führte ihn zu den Aposteln, und er-erzählte ihnen, wie er den Herrn auf dem Weg sah und dass er (d.h. der Herr) mit ihm sprach, und wie er in Damaskus freimütig-redend-war~ in dem Namen von Jesus.


28 Und er-war~ mit ihnen in Jerusalem hineingehend und herausgehend, (und) freimütig-redend in dem Namen des Herrn.


29 Und er-sprach~ und disputierte~2 gegen die Hellenisten, sie aber versuchten~ (Impf.: immer wieder/über einen längeren Zeitraum hin) ihn zu-beseitigen°.


30 Aber die Brüder, (als dies) erkannt-habend°, führten-herab ihn nach Cäsarea und sandten-weg ihn nach Tarsus.3


31 Nun also hatte~ die Versammlung in dem ganzen (Gebiet von) Judäa und Galiläa und Samaria Frieden, (indem) sich-erbauend~ und gehend~ (in) der Furcht des Herrn, und (Impf.: Tag für Tag) vermehrte-sie-sich~ (od.: wurde vermehrt durch) den Trost (od.: Ermutigung/Beistand) des Heiligen Geistes.


32 Es-geschah aber, (dass) Petrus, - (indem/als) durch alle (Gebiete von V.31) durchziehend, - auch zu den Heiligen, den (in) Lydda19 Wohnenden, herabkam.


33 Aber er-fand dort einen Menschen (vor) namens Äneas, seit acht Jahren auf (einer) Matte daniederliegend~, weil er-gelähmt* war~.


34 Und Petrus sagte (zu) ihm: Äneas, Jesus Christus heilt dich, steh-auf und richte dir-selbst (dein Bett)! Und sofort stand-er-auf.


35 Und alle die Lydda Bewohnenden sahen ihn und die (von der Ebene) Scharon,20 welche sich-bekehrten zu dem Herrn.


36 Aber in Joppe14 (heute: Jaffa) war~ eine Schülerin namens Tabita, was (auf Griechisch) übersetzt heißt Dorka.6 Diese war~ voll guter Werke und Almosen, die sie-(Impf.: immer wieder/ständig)-tat~.


37 Es-geschah aber in jenen Tagen, (nachdem) sie (körperlich) schwach-geworden-war°, (dass) sie-verstarb. Aber (nachdem man sie) gebadet-hatte°, legten-sie ´sie` ins Obergemach.


38 (Da) aber Lydda nahe bei Joppe ist~ (ca. 15 km, d.h. 3-4 Stunden Gehzeit für eine Strecke), sandten die Schüler, - (weil/als/nachdem) hörend°, dass Petrus in ihr (d.h. in der Stadt Joppe) ist, - zwei Männer zu ihm, (ihn) ersuchend: Zögere nicht, bis-zu uns weiterzuziehen7!


39 Petrus aber, (nachdem) aufstehend°, kam-mit ihnen, den, (nachdem/als) ankommend°, sie in das Obergemach hinaufführten. Und alle die Witwen stellten-sich-hin-zu ihm, (wobei) weinend und Unterhemden und Kleider (Med.: an sich selbst) vorzeigend, alle-die sie, die Dorkas, machte~ (als) sie (noch) mit ihnen war~.


40 Aber (nachdem) alle hinausgeworfen-habend°11 (nach) draußen und die Knie gebeugt-habend°, betete Petrus, und sich-umwendend° zu dem Leichnam, sagte-er: Tabita, steh-auf°!12 Sie aber öffnete ihre Augen, und (als) den Petrus sehend°, setzte-sie-sich-auf.


41 Aber (indem) ihr (die) Hand gebend°, (ließ) er sie aufstehen°, aber (nachdem) gerufen-habend° die Heiligen und die Witwen, stellte-er-vor sie (als) Lebende.


42 (Dies) wurde aber in ´der` ganzen (Stadt) Joppe bekannt, und viele vertrauten auf den Herrn.


43 Es-geschah aber, (dass) er etliche Tage in Joppe blieb bei einem-gewissen Gerber13 Simon.

Apostelgeschichte 10


1 Aber ein-gewisser Mann in Cäsarea7 namens Kornelius, - (ein) Hauptmann von der sogenannten~ Italischen Kohorte,8


2 ehrfürchtig und Gott fürchtend zusammen-mit seinem ganzen Haus,11 dem Volk viele Almosen machend und beständig (zu) Gott flehend,


3 - sah in (einem) Gesicht deutlich, ungefähr um die neunte Stunde des Tages12 (einen) Engel Gottes zu ihm hineinkommend und (zu) ihm sagend°: Kornelius!


4 Er aber, (indem/nachdem) gespannt-hinstarrend-auf° ihn und in-Furcht geratend°, sagte: Was ist, Herr? Er-sagte aber (zu) ihm: Deine Gebete und deine Almosen stiegen-hinauf zum Gedächtnisopfer2 vor Gott.


5 Und nun schicke Männer nach Joppe (ca. 45 km, 1 ½ Tagereisen weit) und lass-mitschicken einen-gewissen Simon, der mit-Beinamen Petrus (heißt).


6 Dieser herbergt bei einem-gewissen Gerber Simon, dem (ein) Haus am Meer gehört.


7 Aber als der Engel wegging, - der (zu) ihm Sprechende, - rief-er zwei der Hausbediensteten und (einen) ehrfürchtigen Krieger der ständig-(seienden)-bei ihm (od.: der ihm treu Ergebenen),


8 und (nachdem) ihnen alles auseinandergesetzt-habend°, sandte-er sie in die (Stadt) Joppe.


9 Aber am darauffolgenden (Tag, währenddessen) jene (noch) unterwegs-waren~ und der Stadt sich-(schon)-nahend~, stieg Petrus, um (die) sechste Stunde (ca. 12 Uhr) auf das Gebäudeflachdach hinauf, um-zu-beten.16


10 Er-wurde aber sehr-hungrig und wollte~ (etwas) kosten.10 Aber (während) sie (es) zurüstend-waren~, kam (eine) Verzückung14 über ihn,


11 und er-schaut-an den Himmel geöffnet* und (ein) Gefäß herabsteigend, etwas wie (ein) großes Leinentuch, (an) vier Zipfeln auf die Erde herabgelassen-werdend,


12 in dem alle (d.h. allerlei Unreine) die Vierfüßigen (Kleintiere) und Kriechtiere der Erde und Vögel des Himmels waren~.


13 Und (eine) Stimme geschah zu ihm: Steh-auf°, Petrus, schlachte und iss!


14 Petrus aber sagte: Keineswegs, Herr, weil (noch) niemals aß-ich irgendetwas Gemeines und Unreines.3


15 Und (die) Stimme (geschah) wieder zum zweiten (Mal) zu ihm: Was Gott reinigte, mache du nicht gemein~!


16 Dies aber geschah zu dreimal,13 und sofort wurde-aufgenommen das Gefäß in den Himmel.


17 Als aber Petrus in sich-selbst völlig-ratlos-war~, was das Gesehene das er-sah wohl-sein-möge~ (Opt.Präs.), siehe, die von dem Kornelius Ausgesandten* Männer, (nachdem) sich-durchgefragt-habend° (zu) dem Haus des Simon, traten-sie-heran an das Portal,


18 und (nachdem) gerufen-habend° ´erkundigten-sie-sich`~, ob Simon, der angerufen-Werdende~ Petrus, hier herbergt~.

19 (Während) aber Petrus (noch) über das Gesehene reflektierend-war~, sagte ´ihm` der Geist: Siehe, ´drei` Männer (stehen draußen), dich suchend!


20 Wohlan, steh-auf°, steige-herab° und gehe~ zusammen-mit ihnen, in-keiner-Weise zweifelnd, weil ich sie gesandt-habe*!


21 Aber (nachdem vom Dach) herabsteigend°, sagte Petrus zu den Männern: Siehe, ich bin (derjenige), den ihr-sucht. Was (ist) der Grund weswegen ihr-da-seid?


22 Sie aber sagten: Kornelius, - (ein) Hauptmann, (ein) Mann, gerecht und Gott fürchtend, bezeugt-werdend~ auch von der ganzen Nation der Juden, - erhielt-(eine-göttliche)-Weisung von (einem) heiligen Engel, (dass) du mitgeschickt-wirst° in sein Haus und (um) Aussprüche von dir zu-hören.


23 (Nachdem) sie also zu-sich-hereinrufend°, beherbergte-er (sie). Aber (an) dem folgenden (Tag, nachdem) aufgestanden°, kam-er-heraus zusammen-mit ihnen, und einige der Brüder von der (Versammlung in) Joppe kamen-mit ihm.


24 (An) dem folgenden (Tag) aber kam-er-hinein in die (Stadt) Cäsarea. Der Kornelius aber war~ sie herbei-erwartend, (nachdem) er (bereits) seine Verwandten17 und die nächsten Freunde zusammengerufen-hatte°.


25 Aber als es-geschah, dass der Petrus hineinkommen-wollte°,15 (und) der Kornelius ihm entgegengehend° (und) zu seinen Füßen niederfallend°, huldigte (ihm, od.: begrüßte ihn unterwürfig).


26 Petrus aber richtete ihn auf, sagend: Steh-auf! Auch ich selbst bin (nur ein) Mensch.


27 Und (während) sich-zusammen-unterhaltend (mit) ihm, kam-er-hinein, und er-findet viele Zusammengekommene*,


28 und er-erklärte~ zu ihnen: Ihr wisst, wie unerlaubt1 es (für einen) jüdischen Mann ist, sich-anzuhaften~ oder (zu einem) Andersstämmigen hinzukommen~. Doch-mir zeigte Gott, gar-keinen Menschen gemein oder unrein zu-nennen~.


29 Deshalb kam-ich auch ohne-Widerrede, (als) mitgeschickt-werdend°. Ich-erkundige-mich also: Aus-welchem Grund (ließet ihr) mich mitschicken°?


30 Und Kornelius erklärte: Vor vier Tagen war-ich~ bis-zu dieser neunten Stunde (ca. 15 Uhr) betend in meinem Haus, und siehe, (ein) Mann stand vor mir in strahlender Kleidung,


31 und er-erklärte (mir): Kornelius, dein Gebet4 wurde-erhört und deine Almosen sind-in-Erinnerung-(gerufen)-worden° vor-dem-Angesicht Gottes.


32 Schicke also nach Joppe und lass-zu-dir-rufen° Simon, der angerufen-wird Petrus. Dieser herbergt im Haus (des) Gerbers Simon am Meer.

33 Sogleich also schickte-ich (Boten) zu dir, und du tatest gut-daran, (indem) herbeikommend°. Nun also, anwesend-sind~ wir alle vor Gott, um-zu-hören° alles das dir von dem Herrn Verordnete*.

34 Petrus aber, (indem) den Mund öffnend°, sagte: In Wahrheit erfasse-ich-geistig, dass Gott nicht (ein) auf-Ansehen-der-Person-Rücksicht-Nehmender (od. einfach: nicht parteiisch) ist,

35 sondern in jeder Nation ist der ihn Fürchtende und Gerechtigkeit Wirkende (für) ihn willkommen (od.: angenehm).

36 Das Wort, ´das` er den Söhnen Israels sandte, (indem) Frieden evangelisierend durch Jesus Christus, - dieser ist aller5 Herr -

37 kennt-ihr*, die in dem ganzen (Land) Judäa geschehe Botschaft, - (wobei/indem) anfangend° von der (Landschaft) Galiläa, - nach der Taufe, die Johannes predigte:


38 Jesus, der von Nazareth, wie Gott ihn (mit) heiligem Geist und Macht salbte, (er) der umherzog, (wobei) wohltuend und alle gesundmachend die von dem Teufel unterdrückt-Werdenden~, weil Gott war~ (Präs.: ständig) mit ihm.


39 Und wir (sind) Zeugen (von) allem was er-tat, sowohl in dem Land der Juden als-auch ´in` Jerusalem. Den sie auch beseitigten, (indem ihn) ans Holzkreuz hängend°.


40 Diesen auferweckte Gott ´an` dem dritten Tag, und er-veranlasste, (dass) er sichtbar werde°,


41 nicht dem ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor-gewählten Zeugen, (nämlich) uns, solche-die (wir mit) ihm zusammen-aßen und zusammen-tranken nach seinem Auferstehen aus Toten.


42 Und er-wies-an uns, dem Volk zu-predigen und feierlich-zu-bezeugen, dass dieser der von Gott bestimmte* Richter Lebender und Toter ist.


43 (Von) diesem bezeugen alle die Propheten, (dass) jeder der Vertrauende auf ihn, Sünden Erlass empfängt durch seinen Namen.


44 Noch (während) Petrus, diese Aussprüche sprechend-war~, fiel der Heilige Geist auf alle die das Wort Hörenden.18


45 Und die Gläubigen aus (der) Beschneidung waren-außer-sich, - ´alle-die` (mit) Petrus mitkamen, - dass auch auf die Nationen die Geschenkgabe des ´Heiligen Geistes`20 ausgegossen-worden-ist*,


46 denn sie-hörten~ sie (in verschiedenen) Sprachen sprechend9 und Gott großmachend (od.: preisend). Daraufhin antwortete Petrus:

47 (Es) kann doch-nicht-etwa jemand (denen) das Wasser verwehren, dass diese nicht getauft-werden, solche-die den Heiligen Geist empfingen wie auch wir, (nicht wahr)?6

48 Er verordnete aber, (dass) sie in dem Namen Jesu Christi getauft-werden. Darauf baten-sie ihn, einige Tage (bei ihnen) dazubleiben.19

Apostelgeschichte 11


1 Aber die Apostel und die Brüder die in der (Landschaft) Judäa waren, hörten, dass auch die Nationen das Wort Gottes annahmen°.


2 Als aber Petrus nach Jerusalem hinaufstieg, stritten~ die aus (der) Beschneidung4 gegen ihn,


3 (indem) sagend: ´Du-kamst-hinein` zu Männern, (die) Vorhaut habend und ´aßest-mit` ihnen.


4 Aber (indem) anfangend°, Petrus setzte-(es)-auseinander~ ihnen der-Reihe-nach, (indem) sagend:


5 Ich war~ in (der) Stadt Joppe (gerade) betend und sah in (einer) Verzückung (in einem) Gesicht (ein) herabsteigendes~ Gefäß wie (ein) großes Leintuch, an vier Zipfeln aus dem Himmel herabgelassen-werdend, und es-kam bis-zu mir.


6 (Aber nachdem) in das (Gefäß) hineinstarrend°, betrachtete-ich-(es)-genau~, und ich-sah die Vierfüßigen (Tiere) der Erde und die wilden Raubtiere und die Kriechtiere und die Vögel des Himmels.


7 Ich-hörte aber auch (eine) Stimme, (zu) mir sagend: Steh-auf°, Petrus, schlachte° und iss°!


8 Aber ich-sagte: Keineswegs Herr, weil Gemeines oder Unreines niemals kam-(so etwas)-hinein in meinen Mund.


9 Aber (die) ´Stimme` antwortete ´zum zweiten` (Mal) aus dem Himmel: Was Gott reinigte, mache du nicht gemein~!


10 Dies aber geschah für dreimal, und alles wurde-hinaufgerissen wieder in den Himmel.


11 Und siehe, sogleich traten-heran drei Männer zu dem Haus, in dem wir-waren~, (indem) von Cäsarea zu mir gesandt-worden*.


12 Der Geist aber sagte mir, (mit) ihnen mitzugehen, (indem) in-nichts zweifelnd°. (Es) kamen aber auch diese sechs Brüder zusammen-mit mir, und wir-kamen-hinein in das Haus des Mannes.


13 Er-berichtete uns aber, wie er ´den` Engel in seinem Haus sah, stehend° und sagend°: Sende nach Joppe und lass-(zu dir)-mitschicken Simon, den Petrus Angerufenen,


14 der zu dir Aussprüche sprechen-wird, durch die du-errettet-werden-wirst, du und dein ganzes Haus.9


15 Aber nach dem ich anfing° zu-sprechen~, fiel-herab der Heilige Geist auf sie, geradeso-wie auch auf uns am Anfang.


16 Ich-erinnerte-mich aber des Ausspruchs des Herrn, wie er-sagte~: Johannes taufte zwar (mit/in) Wasser, ihr aber werdet-getauft-werden mit (od.: in) heiligem Geist.


17 Wenn also Gott, ihnen wie auch uns die idente Geschenkgabe gab, (da wir beide) vertrauend°1 auf den Herrn Jesus Christus, wer war~ (dann) ich, (dass ich) Gott wehren kann?


18 Aber (nachdem) dies gehört-habend°, wurden-sie-still, und ´sie-verherrlichten` Gott, sagend: Folglich gab6 Gott auch den Nationen8 die Buße zum Leben.


19 Die Zerstreuten also, - wegen der Bedrängnis, der wegen Stephanus geschehenen°, - zogen-durch bis Phönizien und Zypern und Antiochia,3 (wobei) zu-keinem das Wort sprechend außer allein (zu) Juden.


20 (Es) waren~ aber einige von ihnen zyprische und zyrenäische Männer, solche-die, (nachdem) nach Antiochia kommend°, auch zu den Hellenisten sprachen~, (indem ihnen) den Herrn Jesus evangelisierend.


21 Und (die) Hand (des) HERRN war~ mit ihnen, und-zwar (eine) Viel Zahl der gläubig-Werdenden°, wandte-sich-um zu dem Herrn.


22 Aber die Kunde über sie wurde-gehört in den Ohren der Versammlung, - der Seienden in Jerusalem, - und sie-sandten-aus Barnabas, (um) nach Antiochia ´durchzuziehen`,


23 der, - (als/nachdem) herbeikommend° und die von Gott (gewirkte) Gnade sehend°, - sich-freute und alle ermahnte (od.: ermutigte, nach) dem Vorsatz des Herzens (Präs.: beständig bei) dem Herrn dabeizubleiben~,


24 weil er-war~ (ein) guter (od.: tüchtiger) Mann und voll heiligen Geistes und Vertrauens. Und (eine) beträchtliche Volksmenge wurde-hinzugefügt (zu) dem Herrn.


25 Aber er-kam-heraus nach Tarsus,11 um-zu-suchen-nach Saulus.


26 Und (nachdem ihn) gefunden-habend°, führte-er (ihn) nach Antiochia. Aber es-fügte-sich (für) sie, sogar (ein) ganzes Kalenderjahr sich-zu-versammeln° in der2 Versammlung und (eine) beträchtliche Volksmenge zu-lehren° und die Schüler hießen° zum-ersten-Mal in Antiochia Christianer.10


27 Aber in diesen Tagen kamen-herab von Jerusalem Propheten nach Antiochia.


28 Aber einer von ihnen namens Agabus, (nachdem, in der Versammlung?) aufstehend°, ´sagte-er-voraus` durch den Geist, (dass eine) große Hungersnot bestimmt~ sein-wird (Inf.Fut. = kommen wird) über die ganze bewohnte (Erde = das römische Reich, eine) solche-die (dann auch wirklich) unter Claudius5 geschah.


29 Aber die Schüler, - (je nachdem) wie jemand bemittelt-war~, - bestimmten, jeder (einzelne von) ihnen solle-(etwas)-schicken° zur Unterstützung der ständig-Wohnenden Brüder in der (Provinz) Judäa.7


30 Das taten-sie auch, (indem es) sendend° zu den Ältesten per Hand (von) Barnabas und Saulus.


Apostelgeschichte 12


1 Aber zu jenem Zeitpunkt (43/44 n.Chr.) legte-an der König Herodes1 (Agrippa I.) die Hände, (um) einigen von (denen) aus der Versammlung Übles-zuzufügen,


2 und Jakobus, den Bruder (des Apostels) Johannes, (ließ) er (mit dem) Kurzschwert beseitigen.12


3 Aber (als) sehend°, (dass es) den Juden gefällig war~, fügte-er-hinzu auch Petrus festzunehmen - (es) waren~ aber (gerade) ´die` Tage (des Festes) der Ungesäuerten (Brote),3


4 - den er auch, (nachdem ihn) ergriffen-habend°, ins Gefängnis setzte, (indem ihn an) vier Viererschaften4 (von) Soldaten übergebend°, (um) ihn zu-verwahren~, (und/indem) beschließend, ihn nach dem Passahfest dem Volk vorzuführen.


5 Petrus also wurde-(Impf.: sicher)-verwahrt~ zwar in dem Gefängnis, aber von der Versammlung geschah~ (ein) beharrliches Gebet für ihn zu Gott.14


6 Als aber Herodes im-Begriff-stand ihn ´vorzuführen`, war~ Petrus in jener Nacht zwischen zwei Soldaten schlummernd, (wobei) gebunden* (mit) zwei Ketten, und Wächter vor der Tür bewachten~ das Gefängnis.


7 Und siehe, (ein) Engel (des) HERRN stellte-sich-hin, und Licht leuchtete-auf in dem Raum. (Der Engel) aber, (indem) dem Petrus (in) die Seite einen-leichten-Stoß-versetzend°, erweckte-er ihn, sagend: Steh-auf in Schnelligkeit! Und seine Ketten fielen-ab von den Händen.


8 Der Engel aber sagte zu ihm: Gürte-dich und binde-unter deine Sandalen! Aber er-tat so. Und er-sagt (zu) ihm: Wirf-(dir)-um dein Kleid und folge~ mir!


9 Und (als/nachdem) hinausgehend° folgte-er~, und er-wusste^ nicht, dass das durch den Engel Geschehende Wirklichkeit ist. Er-meinte~ aber, (ein) Gesicht zu-sehen~.


10 Aber (nachdem er durch die) erste und (die) zweite Wache hindurchgezogen-war°, kamen-sie an das eiserne Tor, das in die Stadt Führende, das sich ihnen von-selbst öffnete, und (nachdem) herausgekommen° gingen-sie-weiter eine Gasse (vor), und sofort entfernte-sich der Engel von ihm.


11 Und Petrus, (nachdem/als) zu sich kommend°, sagte: Nun weiß-ich* wirklich, dass ´der` Herr (od., wenn ohne Art.: HERR) seinen Engel aussandte und mich herausnahm aus (der) Hand (des) Herodes und der ganzen Erwartung des jüdischen Volkes.11


12 Und (als sich dies) klar-gemacht-habend°, kam-er zu dem Haus der Maria, der Mutter (des) Johannes, mit Beinamen Markus, wo etliche zusammengeschart* und betend waren~.


13 Aber (als) er (an) die Tür des Portals13 angeklopft-hatte°, kam-herbei (eine) junge-Magd namens Rhode, um-zu-horchen (wer an der Türe sei).


14 Und (als) die Stimme des Petrus erkennend°, öffnete-sie vor lauter Freude die Portaltür nicht, aber (stattdessen, nachdem) hineingelaufen° meldete-sie, Petrus stehe* (Inf.Perf. = Inf.Präs.) vor der Portaltür.


15 Sie aber sagten zu ihr: Du-bist-von-Sinnen (od.: verrückt).5 Sie aber versicherte-(Impf.: immer wieder)-vehement~, es-verhalte-sich~ so. Sie aber sagten~ (Impf.: einer zum anderen?): Es-ist sein Engel.6


16 Petrus aber blieb-da~ (Impf.+ Ptz.Präs.: indem immer wieder) klopfend~. Aber (als schließlich die Tür) öffnend°, sahen-sie ihn und gerieten-außer-sich.


17 Aber (nachdem) ihnen (mit) der Hand abwinkend° um-zu-schweigen~, erzählte-er ´ihnen`, wie der Herr ihn aus dem Gefängnis hinausführte. Und er-sagte: Berichtet dies (dem) Jakobus und den Brüdern!7 Und (nachdem aus der Stadt) herauskommend° ging-er an (einen) andersartigen (d.h. sichereren?) Ort.


18 (Als es) aber Tag geworden-war°, war~ (eine) nicht geringe Aufregung unter den Soldaten, was wohl (mit) Petrus geschah.


19 Herodes aber, (obwohl) ihm nachforschend ° und (da ihn trotzdem) nicht gefunden-habend°, verhörte-er (unter Folter?) die Wächter, (und danach) befahl-er, (sie) wegzuführen (zur Inhaftierung?/Hinrichtung?), und (nachdem) von der (Provinz) Judäa nach Cäsarea herabkommend°, verweilte-er~ (dort, Impf.: für längere Zeit).


20 Aber er-war~ heftig-erbittert-seiend (über die) Tyrer und Sidonier, und einmütig fanden-sie-sich-ein~ bei ihm und (nachdem/indem) Blastus, - den (Aufseher) über die Schlafkammer des Königs - für-sich-gewonnen-habend°, erbaten~ sie Frieden, deswegen, weil ihr Landstrich von dem königlichen ernährt-wurde~.8


21 Aber (am) angeordneten Tag9 (hielt) ´der` Herodes, - (nachdem) königliche Kleidung angezogen-habend°15 ´und` sich-gesetzt-habend° auf den Richterstuhl, - (Impf.: eine längere) öffentliche-Rede~ an sie.


22 Die Volksversammlung aber erhob-ihre-Stimme~: (Eines) Gottes Stimme (ist das) und nicht (bloß eines) Menschen (Stimme)!


23 Aber sogleich schlug-nieder ihn (ein) Engel (des) HERRN, dafür, dass er nicht Gott die Ehre gab, und (nachdem/indem) von-Würmern-zerfressen geworden° hauchte-er-(sein Leben)-aus.2


24 Das Wort ´Gottes` aber (od.: hingegen?) wuchs~ und mehrte-sich~ (Impf.: immer mehr).


25 Aber Barnabas und Saulus kehrten-zurück nach Jerusalem, (nachdem) die Bedienung erfüllt-habend°,10 (wobei) Johannes, mit dem-Beinamen Markus, mit-sich-mitgenommen-habend°.


Apostelgeschichte 13


1 Aber in Antiochia, in der (dort) seienden~ Versammlung, waren~ Propheten und Lehrer, sowohl Barnabas, als-auch Simon, genannt~ Niger,22 und Lucius der Zyrenäer, und Manain, (ein) Jugendgefährte8 des Tetrarchen Herodes,26 und Saulus.


2 Aber (als/während) sie6 dem Herrn priesterlich-dienend und fastend (waren), sagte der Heilige Geist (durch einen der Propheten?): Sondert-ab mir doch-ja30 den Barnabas und Saulus zu dem Werk, (zu) dem ich sie zu-(Med.: mir)-gerufen-habe*.


3 Daraufhin, (nachdem) gefastet-habend° und gebetet-habend° und ihnen die Hände aufgelegt-habend°, entließen-sie18 (sie).


4 Sie also nun, (nachdem/indem) ausgeschickt-geworden° von dem Heiligen Geist,21 kamen-herab nach Seleuzia,16 und von-dort segelten-sie-ab nach Zypern,9


5 und (nachdem) in Salamis23 ankommend° verkündigten-sie~ das Wort Gottes in den Synagogen der Juden. Sie-hatten~ aber auch Johannes (als) Gehilfen.


6 Aber (nachdem/während/indem) die ganze Insel bis Paphos10 durchziehend°, begegneten-sie einem Mann, (einem) Magier, (einem) jüdischen Lügenpropheten namens ´Bar-Jesus` (hebr. = Sohn des Jesus/Josuas!).


7 Der war~ zusammen-mit (viell.: befreundet mit?) dem Prokonsul Sergius Paullus,17 (einem) verständigen Mann. Dieser, (nachdem) Barnabas und Saulus zu-sich-gerufen-habend°, strebte-danach (od.: verlangte) das Wort Gottes zu-hören.


8 Aber Elymas,11 "der Magier" - denn so (wäre richtig) um-übersetzt sein Name, - widerstand~ ihnen, (indem) versuchend, den Prokonsul von (der Annahme) des Glaubens abwendig-zu-machen.


9 Saulus aber, - der auch Paulus19 (heißt), - (indem/als) erfüllt-werdend° (mit) heiligem Geist, - (nachdem/indem) gespannt-hinstarrend° auf ihn,


10 - sagte: Oh Sohn (des) Teufels, voll (von) jeder List und jeder Gaunerei, Feind jeder Gerechtigkeit, wirst du nicht aufhören, die geraden Wege ´des` Herrn (od., wenn ohne Art.: HERRN) verbiegend?


11 Und nun, siehe, (die) Hand (des) HERRN (kommt) über dich, und blind wirst-du-sein, (und) die Sonne nicht erblickend bis-zu (einem von Gott vorherbestimmten) Zeitpunkt. ´Und` sogleich fiel Dunkel und Finsternis auf ihn, und umhertappend suchte-er~ (Impf.: verzweifelt, ihn) an-der-Hand-Führende.


12 Darauf, (nachdem/als) der Statthalter das Geschehene* sehend°, vertraute-er, (indem/weil) bestürzt-werdend über die Lehre des Herrn.


13 Aber (nachdem wir) von Paphos (mit dem Schiff) ausgelaufen-waren°, kamen die um Paulus (d.h. seine Begleiter) nach Perge (in) der (Provinz) Pamphylien.27 Johannes aber, (nachdem/weil) von ihnen zurückweichend°, kehrte-zurück nach Jerusalem.


14 Sie aber, (nachdem) von Perge weiterziehend°,20 kamen-hinein nach Antiochien28 das (im) pisidischen (Gebiet liegt), und (nachdem) ´hinein`kommend° in die Synagoge am Tag der Sabbate, setzten-sie-sich.


15 Aber nach dem Vorlesen des Gesetzes und der Propheten, sandten die Synagogenleiter zu ihnen, sagend: Männer, Brüder, wenn jemand unter euch (da) ist,12 (mit einem) Wort (der) Ermahnung an das Volk, (dann) sagt-es~ (od.: redet)!


16 Paulus aber, aufstehend° und (mit) der Hand winkend°, sagte: Männer, Israeliten, und ihr Gott Fürchtenden, hört°!24


17 Der Gott dieses Volkes Israel auserwählte-sich unsere Väter und erhöhte das Volk in der Fremdlingsschaft im Land Ägypten, und mit erhobenem Arm führte-er-hinaus sie aus ihm (d.h. dem Land Ägypten).


18 Und (einen) etwa vierzigjährigen Zeitraum (lang) ertrug-er-das-Verhalten (von) ihnen in der Einöde.


19 ´Und` (nachdem) sieben Nationen im Land Kanaan zerstört-habend°, gab-er-(ihnen)-als-Erbteil ihr Land


20 (für) etwa vierhundert-und-fünfzig29 Jahre. Und danach gab-er (ihnen) Richter bis-zu Samuel, ´dem` Propheten.


21 Und-von-da (an) erbaten-sie-sich (einen) König, und Gott gab ihnen den Saul, (einen) Sohn (des) Kisch, (einen) Mann aus (dem) Stamm Benjamin, (für) vierzig Jahre.25


22 Und (nachdem) ihn abgesetzt-habend°, erweckte-er ihnen den David zum König, (zu) dem er auch sagte, (indem) bezeugend: Ich-fand David, den (Sohn) des Isai, (einen) ´Mann` nach meinem Herzen, der meinen ganzen Willen (w. Plural: alle meine Wünsche) tun-wird.


23 Von dessen Nachkommenschaft Gott, - gemäß (seinem) Versprechen, - dem (Volk) Israel (als) Erretter Jesus zuführte,


24 (nachdem) Johannes vor dessen Auftreten zuvor-gepredigt-habend° (eine) Taufe (der) Buße (für) das ganze Volk Israel.


25 Als aber Johannes den Lauf erfüllte~, sagte-er~: Was ihr-vermutet, (dass) ich sei~? Ich bin (es) nicht.13 Jedoch siehe, es-kommt (einer) nach mir, von-dem ich nicht würdig bin, die Untergebundenen (Sandalen) der Füße zu-lösen.


26 Männer, Brüder, Söhne (des) Geschlechts Abrahams, und die unter euch Gott Fürchtenden, uns wurde-gesandt das Wort dieser Errettung.


27 Denn die ständig-Wohnenden in Jerusalem und ihre Obersten, (indem) diesen verkannt-habend° und die Stimmen der Propheten, die an jedem Sabbat vorgelesen-Werdenden, (indem ihn) verurteilend° erfüllten-sie (diese Prophezeiungen).


28 Und (obwohl) gar-keine Todes Schuld findend°, erbaten-sie (von) Pilatus, (dass) er beseitigt-werde°.


29 Als sie aber alles über ihn Geschriebene* vollendeten°, (nachdem ihn) von dem KreuzesHolz herabgenommen-habend°, legten-sie (ihn) in (eine) Grabkammer.


30 Gott aber erweckte ihn aus Toten,


31 der (dann) über mehrere Tage gesehen-wurde (von) den (mit) ihm von der (Landschaft) Galiläa nach Jerusalem Mithinaufgestiegenen°, solche-die ´nun` gegenüber dem Volk seine Zeugen sind.


32 Und wir evangelisieren euch die an die Väter geschehenen° Versprechen,


33 dass Gott diese ´ihren` Kindern völlig-erfüllt-hat*, (nämlich) ´uns`, (indem) Jesus auferstehen-lassend°, wie auch in dem zweiten Psalm geschrieben-ist*: "Mein Sohn bist du, (denn) ich, heute habe-ich-gezeugt* dich."1


34 Aber, dass er ihn aus Toten auferstehen-ließ, (als einen) nicht-mehr zurückkehren~ Sollenden~ in (die) Verwesung, hat-er-gesagt* so: Geben-werde-ich "euch die Heilsversprechen Davids, die Zuverlässigen."2


35 Deshalb-weil er auch in (einem) andersartigen (Psalm) sagt: "Nicht wirst-du-gestatten, (dass) dein Frommer (die) Verwesung sehe°."3


36 Denn David zwar, - (nachdem seinem) eigenen Geschlecht (od.: Generation) behilflich-seiend°, - entschlief (nach/durch) dem Beschluss Gottes, und er-wurde-hinzugefügt zu seinen Vätern, und er-sah (die) Verwesung.


37 Aber (der), den Gott auferweckte, er-sah (die) Verwesung nicht.


38 Bekannt sei~ euch also, Männer, Brüder, dass euch durch diesen Sünden Erlass verkündigt-wird, ´und` von allen (Sünden, von) denen ihr durch (das) Gesetz Mose nicht gerecht-gesprochen-werden° konntet°,


39 durch diesen wird-gerecht-gesprochen~ jeder (Präs.: ausdauernd) Vertrauende.


40 Seht-zu~ also, (dass) nicht herankomme das durch die Propheten Gesagte*:


41 "Seht~, ihr Verächter, und staunt und geht-zugrunde, weil (ein) Werk wirke ich in euren Tagen," (ein) Werk, "das ihr keinesfalls glaubet°, falls (es) euch jemand detailiert-berichtet."4


42 Aber (als) sie (aus der Synagoge) herausgetreten-waren°, ersuchten-sie (sie, dass) diese Aussprüche an dem folgenden Sabbat (wieder zu) ihnen gesprochen-werden°.


43 Aber (als) sich-aufgelöst-habend° die Synagogenversammlung, folgten viele der Juden und der (den Gott Israels) verehrenden Proselyten dem Paulus und dem Barnabas, welche, (indem) ihnen zusprechend (konativer Impf.: versuchten) sie zu-überzeugen~ (bei) der Gnade Gottes dabeizubleiben.


44 Aber (an) dem kommenden Sabbat versammelte-sich beinahe die ganze Stadt (in der Synagoge, um) das Wort des ´Herrn` zu-hören.


45 Die Juden aber, - (als) die Volksmengen sehend°, - wurden-erfüllt (mit) Eifersucht und   widersprachen~ (Impf.: vehement?) dem von Paulus Gesprochenen, (indem/wobei) lästernd.


46 Und (indem) freimütig-redend°, sagten Paulus und Barnabas: Es-war~ notwendig, (dass) zuerst (zu) euch das Wort Gottes gesprochen-wurde. Da-ja-nun ihr-(Med.: es von euch)-zurückstoßt und euch-selbst nicht (für) würdig erachtet des ewigen Lebens, siehe, wir-wenden (uns jetzt) zu den Nationen.


47 Denn so hat-(es)-aufgetragen* uns der Herr: "Ich-habe-gesetzt* dich zum Licht (der) Nationen, dass du zur Errettung seiest~ bis-zum äußersten (Ende) der Erde."5


48 Aber (als dies) hörend, freuten-sich~ die Nationen, und verherrlichten~ das Wort des ´Herrn`, und (es) vertrauten° alle-diejenigen-die (Ind.Impf. + Ptz.Perf.: schon vorher von Gott) zum ewigem Leben verordnet* waren~.14


49 Aber das Wort des Herrn wurde-(Impf.: kontinuierlich)-durchgetragen~ durch den ganzen Landstrich.


50 Die Juden aber hetzten-auf die (den Gott Israels) verehrenden vornehmen Frauen, und die Ersten der Stadt, und erregten (eine) Verfolgung gegen Paulus und Barnabas, und sie-warfen-hinaus° sie aus ihren Gebieten.


51 Sie aber, (nachdem/indem) den Staub (von) den Füßen gegen sie ausgeschüttelnd°, kamen nach Ikonion,15


52 und die Schüler wurden-erfüllt (von/mit) Freude und heiligem Geist.


Apostelgeschichte 14


1 Es-geschah aber in Ikonium, (dass) sie in derselben Weise (wie in Antiochia) in die Synagoge der Juden hineingingen und ebenso sprachen (d.h. predigten), sodass (eine) große Menge gläubig-wurde, sowohl (von den) Juden als-auch (von den) Griechen.


2 Aber die ungehorsam-bleibenden° Juden erregten und erbitterten die Gemüter der Heiden gegen die Brüder.


3 Sie-verweilten nun (einen) längeren Zeitraum, (wobei/indem) freimütig-redend über den Herrn, der ´über` das Wort seiner Gnade MitBezeugende~, (Präs.: indem immer wieder) veranlassend, (dass) Zeichen und Wunder geschehen~ durch ihre Hände.


4 Aber die Menge der Stadt spaltete-sich, und die einen waren~ auf-der-Seite der Juden, die anderen auf-der-Seite der Apostel.5


5 Als aber (ein) Antrieb (od.: geplanter Angriff?) geschah, sowohl der Heiden als-auch (der) Juden zusammen-mit ihren Obersten (od.: Behörden, um) sie zu-misshandeln und zu-steinigen, -


6 (als ihnen dies) klar-geworden-war°, - entflohen-sie12 in die Städte der (Landschaften) Lykaoniens, Lystra und Derbe13 und (in) die Umgegend,


7 und-dort waren-sie~ evangelisierend.


8 Und ein in den Füßen kraftloser Mann, saß-da~ in Lystra, lahm von seiner Mutter Leib (an), der (noch) niemals umherging.


9 Dieser ´hört` den Paulus sprechend. Der, - (als) gespannt-hinstarrend-auf° ihn, und sehend°, dass er Glauben hat, um (körperlich?) errettet-zu-werden°, -


10 sagte (mit) lauter Stimme: Stell-dich-auf auf deine Füße, (und zwar) aufrecht! Und er-sprang-auf und ging-umher~.


11 Und die Volksmengen, (als/nachdem) sehend° was Paulus tat, erhoben ihre Stimme (auf) Lykaonisch, (wobei) sagend: Die Götter, - (indem) Menschen gleichartig-gemacht-worden°, - stiegen-herab zu uns.


12 Und sie-nannten~ den Barnabas Zeus,3 den Paulus aber Hermes, da-ja-nun er der das Wort Führende war~.


13 Und ´der Priester` des vor der Stadt seienden Zeustempels, (indem) Stiere und Blumenkränze zu den Portalen8 bringend°, wollte~ (ihnen) zusammen-mit den Volksmengen opfern.


14 Aber die Apostel Barnabas und Paulus, (als/nachdem dies) gehört-habend°, (und) ´ihre` Kleider zerrissen-habend°, sprangen-sie-los in die Volksmenge, (wobei laut) schreiend


15 und sagend: Männer, warum tut-ihr dies?6 Auch wir sind euch gleichempfindende Menschen, (indem) evangelisierend, (dass) ihr euch-umwendet~ von diesen Nichtigen (Götzen) zum lebendigen Gott, "der den Himmel machte und die Erde und das Meer und alles, was in ihnen (ist)."1


16 Der (es) in den vorübergegangen* Generationen zuließ, (dass) alle die Nationen ihre (eigenen) Wege gehen~,


17 obgleich er-sich-selbst nicht unbezeugt ließ, (indem/weil/dadurch, dass) Gutes-tuend, (indem) euch vom-Himmel-her Regen gebend11 und fruchtbare ErnteZeiten, (indem/damit) eure Herzen anfüllend (mit) Nahrung und Erfreuen.


18 Und (indem/als) dies sagend, kaum (d.h. nur mit Mühe) brachten-sie-ab die Volksmengen, dass (sie) ihnen nicht opfern~.


19 Aber Juden von Antiochia und Ikonium9 kamen-herüber, und (nachdem) die Volksmengen überredet-habend° und den Paulus gesteinigt-habend°, schleppten-sie (ihn aus) der Stadt hinaus, (weil) annehmend, (dass) er gestorben-sei*.


20 (Als) aber die Schüler ihn umkreist-habend°, (und nachdem er) aufgestanden-war°, kam-er-hinein in die Stadt. Und am darauffolgenden (Tag) ging-er-weg zusammen-mit Barnabas nach Derbe.


21 Und (nachdem in) jener Stadt evangelisierend° und zahlreiche (gläubig Gewordene) geschult-habend°, kehrten-sie-zurück nach der (Stadt) Lystra13 und nach Ikonium und ´nach` Antiochia,


22 (wobei) die Seelen der Schüler (Präs.: in jeder Stadt) befestigend, (und sie) ermutigend, zu-bleiben-in dem Glauben,10 und (ihnen sagend), dass wir durch viele Bedrängnisse in die Königsherrschaft Gottes hineinkommen°2 müssen.


23 Aber (nachdem) ihnen in-jeder Versammlung Älteste gewählt-habend°,4 - (nachdem) gebetet-habend° begleitet-von Fasten, - anbefahlen-sie sie dem Herrn, auf den sie-(Perf.: bei ihrer Bekehrung)-vertraut-hatten^.


24 Und (indem/nachdem) die (Landschaft) Pisidia durchziehend°, kamen-sie in die (Landschaft) Pamphylia,


25 und (nachdem) in Perge das Wort gesprochen-habend°, stiegen-sie-herab nach Attalia,14


26 und-von-dort segelten-sie-ab nach Antiochia, von-wo sie der Gnade Gottes übergeben-worden-waren* für das Werk das sie-erfüllten.


27 Aber (nachdem) herbeigekommen° und die Versammlung versammelt-habend°, berichteten-sie, alles-was (od.: so viel wie…) Gott mit7 ihnen tat und dass er den Nationen (eine) Tür (des/für den) Glaubens öffnete.


28 Sie-verweilten aber (einen) nicht kurzen Zeitraum zusammen-mit den Schülern.

Apostelgeschichte 15


1 Und einige5 von der (Landschaft) Judäa Herabkommende°,16 lehrten~ (Impf.: mit Nachdruck?) die Brüder: Falls ihr (euch) nicht beschneiden-lasst (nach) dem Brauch (des) Mose, könnt-ihr nicht errettet-werden.6


2 Aber (als ein) Zwiespalt entstanden-war° und (eine) nicht geringe Auseinandersetzung, (von) dem Paulus und dem Barnabas gegen sie, ordneten-sie-an, (dass) Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufziehen~ wegen dieser Streitfrage.


3 Sie nun, (nachdem) von der Versammlung feierlich-verabschiedet-worden°, durchzogen sowohl die (Landschaft) Phönizien als-auch Samaria, (Präs.: wobei immer wieder) detailliert-berichtend die Bekehrung der Nationen, und (Impf.: jedes Mal) machten-sie~ allen den Brüdern große Freude.


4 Aber (nachdem) in ´Jerusalem` ankommend°, wurden-sie-aufgenommen von der Versammlung und den Aposteln und den Ältesten, und sie-berichteten, alles-was Gott mit ihnen tat.


5 Aber sich-erhebend° einige der gläubig-Gewordenen* von der Partei der Pharisäer, (und) sagend: Man-muss sie beschneiden~14 und (sie) anweisen~ das Gesetz Mose zu-bewahren~.


6 Und die Apostel und die Ältesten7 versammelten-sich, um-Einsicht-zu-gewinnen° wegen dieser Sache.24


7 (Als) aber viel Auseinandersetzung entstanden-war°, sagte Petrus, (nachdem) aufgestanden°, zu ihnen: Männer, Brüder, euch ist-bekannt, dass seit früheren Tagen,16 Gott sich-(mich)-auserwählte unter euch, (dass) durch meinen Mund die Nationen das Wort des Evangeliums hören-sollen° und (um dann) zu-glauben°.


8 Und Gott, der Herzenskenner, bezeugte (dies, indem auch) ihnen den Heiligen Geist gebend° so-wie auch uns.


9 Und in keiner (Weise) machte-er-einen-Unterschied zwischen uns und ihnen, (indem) ihre Herzen durch den Glauben reinigend°.


10 Nun also, was versucht-ihr Gott, (indem) ihr auf den Hals der Schüler (ein/das) Joch (des Gesetzes?) aufleget° (od.: auflegen-wollt), das weder unsere Väter noch wir stark-(genug)-waren° zu-tragen°?


11 Sondern (im Gegenteil), durch die Gnade des Herrn Jesus vertrauen-wir, auf dieselbe Weise errettet-zu-werden (wie) auch-jene.


12 Aber (es) schwieg (ingressiver Aor.: verstummte) die ganze Menge, und sie-hörten~ (Impf.: aufmerksam zu als) Barnabas und Paulus ausführend~ (d.h. erzählten), alle-die Zeichen und Wunder (die) Gott durch sie unter den Nationen tat.


13 Aber nach ihrem Schweigen° (effektiver Aor.: als sie aufhörten zu erzählen) antwortete Jakobus, (indem) sagend: Männer, Brüder, hört mich!


14 Simon führte-aus, wie Gott zuerst8 darauf-bedacht-war, (sich) aus (den) Nationen (ein) Volk (für) seinen Namen zu-nehmen.


15 Und (mit) diesem (Plan Gottes) stimmen-überein9 die Worte der Propheten, so-wie geschrieben-ist*:


16 "Nach diesem10 werde-ich-zurückkommen, und ich-werde-wiedererbauen das Zelt Davids, das zerfallene*, und das (an) ihm ´Geschleifte`* werde-ich-wiedererbauen und wieder-aufrichten-werde-ich es,1


17 auf-dass vielleicht11 die Übriggelassenen (w.: die Zurückgelassenen; od.: der Überrest) der Menschen den Herrn eifrig-suchen und (zwar) alle die Nationen, über die angerufen-worden-ist* mein Name12 über sie, sagt (der) HERR, (indem) dies tuend,2


18 (was schon) von Ewigkeit bekannt (ist)."3


19 Deshalb urteile ich, die von den Nationen sich-Umwendenden zu dem (wahren) Gott, nicht zusätzlich-zu-belästigen,


20 sondern (dass man) ihnen (brieflich) mitteile (od.: auftrage), sich-(Präs.: dauerhaft)-zu-enthalten~ (von) den Verunreinigungen der Götzen (d.h. nach Vers 29 vom Götzenopferfleisch) und der Hurerei13 und ´dem` Erstickten (und daher nicht ausgeblutetem Fleisch) und dem Blutgenuss.17


21 Denn Mose hat seit alten Zeiten in-jeder Stadt die ihn Predigenden, (wenn) in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen-werdend.19


22 Darauf schien-es den Aposteln und den Ältesten zusammen-mit der ganzen Versammlung18 (gut, nachdem) Männer aus ihrer (Mitte) auserwählend°, (sie) zusammen-mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu-schicken, (nämlich) Judas, den Barsabbas genannten~, und Silas, führende~ Männer unter den Brüdern,25


23 (und) schreibend° durch ihre (eigene) Hand: Die Apostel und die Ältesten (als/eure) Brüder den Brüdern in der (Stadt) Antiochia und (der Provinz) Syrien und Zilizien,20 denen aus (den) Nationen, seid-gegrüßt~!


24 Da-ja-nun wir-hörten, dass einige von uns ´Herauskommende` euch (mit) Worten erregten, (indem/wodurch) eure Gemüter beunruhigend, die wir nicht dazu-beauftragten,


25 schien-es uns (gut, nachdem) einmütig geworden°, Männer auserwählt-habend°, (um sie) zusammen-mit den (von) uns geliebten (Brüdern) Barnabas und Paulus zu euch zu-schicken,


26 Menschen, eingesetzt-habend* ihr Leben für den Namen unseres Herrn Jesus Christus.


27 Also haben-wir-ausgesandt* Judas und Silas, (damit) auch sie-selbst (euch) durch (ihr) Wort (d.h. mündlich) das selbe berichtend-sind~.


28 Denn es-schien dem Heiligen Geist und uns (gut), euch keine weitere Schwere (d.h. Last) aufzulegen~ außer diesen notwendigen (Dingen):


29 (nämlich) sich-zu-enthalten~ (von) Götzenopferfleisch15 und Blutgenuss und Ersticktem und Hurerei. (Wenn) davor euch-selbst (Präs.: dauerhaft)-sorgfältig-bewahrend, handelt-ihr wohl. Lebt-wohl~!


30 Die also so Entlassenen° kamen-herab nach Antiochia, und (nachdem) die Menge versammelt-habend°, überreichten-sie (ihnen) den Brief.


31 Aber (nachdem ihn) lesend°, freuten-sie-sich über die Ermunterung.


32 Und Judas und Silas, - (die) auch selbst Propheten waren~, - ermutigten die Brüder durch viele Worte, und befestigten (sie).


33 Aber (nachdem einen längeren) Zeitraum (dort) zugebracht-habend°, wurden-sie-entlassen mit Frieden von den Brüdern zu den sie gesandt-Habenden°.


34 4


35 Paulus aber und Barnabas verweilten~ in Antiochia, (indem) lehrend und evangelisierend mit noch vielen andersartig (begabten?) das Wort des Herrn.


36 Aber nach einigen Tagen sagte Paulus zu Barnabas: (Lasst uns) doch (indem) zurückkehrend°, sehen-nach° den Brüdern in jeder Stadt in denen wir das Wort des Herrn verkündigten, (um zu sehen) wie (es ihnen) geht.


37 Barnabas aber beschloss21 (od.: wünschte) auch den Johannes, - den Markus genannten~, - (Aor.: nochmals) mitzunehmen°.


38 Paulus aber hielt-(es)-für-angemessen~,22 - den von ihnen in Pamphylien abtrünnig-Gewordenen° und nicht (mit) ihnen zu dem Werk Mitgekommenen°, - diesen nicht (Präs.: mehr weiterhin) mitzunehmen~.


39 (Es) entstand aber (eine) Erbitterung, sodass sie sich-trennten voneinander, und Barnabas, (nachdem) beiseite-genommen-habend° den Markus, segelte-ab nach Cypern.


40 Paulus aber, (nachdem) Silas (für) sich-erwählend°, zog-aus, (nachdem er) von den Brüdern der Gnade des Herrn übergeben-worden-war°.


41 Er-durchzog~ aber die (Provinz) Syrien und ´die` (Gegend von) Zilizien, (Präs.: wobei in jeder Stadt) die Versammlungen23 befestigend.


Apostelgeschichte 16


1 Er-gelangte aber ´auch` nach Derbe und nach Lystra. Und siehe, dort war~ ein Schüler namens Timotius, Sohn (einer) gläubigen jüdischen Frau, aber (eines) Griechischen Vaters,


2 dem von den Brüdern in Lystra und Ikonium (Impf.: immer wieder Gutes) bezeugt-wurde~.


3 Paulus wollte, (dass) dieser zusammen-mit ihm auszöge°, und (nachdem ihn zu sich) nehmend° beschnitt-er ihn wegen der Juden, der Seienden in jenen Orten (wohin sie ziehen wollten). Denn alle wussten^, dass sein Vater Grieche war~.5


4 Aber als sie die Städte durchwanderten~, überlieferten-sie~ ihnen (Impf.: jeweils) die von den Aposteln und Ältesten in Jerusalem Beschlossenen* Verordnungen, (um sie) zu-bewahren~.


5 Die Versammlungen also wurden-gefestigt~ (in) dem Glauben (mit Art.: in den Glaubenswahrheiten) und nahmen-zu~ (an) der Zahl (von Bekehrten), an-jedem Tag.


6 Sie-durchzogen aber den Phrygischen und Galatischen Landstrich,22 (nachdem) von dem Heiligen Geist gehindert-worden°, das Wort in der (Provinz/Landschaft) Asia29 zu-sprechen.


7 Aber (als) gegen die (Landschaft) Mysien kommend°, versuchten-sie~ in die (nördlich gelegene Provinz) Bithynien zu-gehen, und der Geist Jesu6 erlaubte (es) ihnen nicht.


8 Aber (nachdem an) der (Landschaft) Mysien vorübergegangen°, stiegen-sie-(zum Meer)-herab nach Troas.7


9 Und (ein) Gesicht erschien dem Paulus während ´der` Nacht: ein Mann, (ein) Mazedonier, war~ dastehend* und ihn herbeirufend und sagend: (indem) übersetzend° (mit dem Schiff) nach Mazedonien,27 eile-zu-Hilfe uns!


10 Als (od.: nachdem) er aber das Gesicht sah, versuchten-wir8 sofort, nach Mazedonien wegzukommen, (weil) schlussfolgernd, dass Gott uns zugerufen-hat*, ihnen zu-evangelisieren.


11 ´Aber` (nachdem) von Troas (mit dem Schiff) auslaufend°, fuhren-wir-geradewegs nach Samothrake, (an) dem folgenden (Tag) aber nach Neapolis,


12 und-von-dort (gingen wir landeinwärts) nach Philippi,30 die (eine) Stadt (im) ´ersten Bezirk der` (Provinz) Mazedonien ist,9 (eine römische) Koloniestadt. Wir-waren~ aber in dieser Stadt einige Tage verweilend.


13 Und am Tag des Sabbats kamen-wir-heraus außerhalb des Tores entlang (des) Stromes (Gangites), wo wir-folgerten, (dass eine) Gebetsstätte sei~, und (nachdem) uns-niedersetzend°, sprachen-wir (zu) den zusammenkommenden° Frauen.


14 Und eine-gewisse Frau namens Lydia, (eine) Purpurhändlerin (aus der) Stadt Thyatira,31 (eine) den (wahren) Gott Verehrende,1 hörte-(Impf.: aufmerksam?)-zu~, deren Herz der Herr eröffnete, um-zu-achten-auf~4 das von Paulus gesprochen-Werdende~.3


15 Aber als sie und ihre Hausgemeinschaft2 getauft-war°, ersuchte-sie (uns, indem) sagend: Wenn ihr-geurteilt-habt* (d.h. überzeugt seid, dass) ich (an) den Herrn gläubig sei~, (dann, nachdem) in mein Haus hineinkommend°, bleibt~!10 Und sie-nötigte uns.


16 Es-geschah aber, (als wieder?) zu der Gebetsstätte gehend~, (dass) uns eine junge-Magd entgegenging, habend (einen) Wahrsagegeist,11 die ihren Herren (d.h. Besitzern) viel Gewinn verschaffte~, (indem) wahrsagend.23


17 Diese, (als) ´dem` Paulus und uns ´nachfolgend°`, schrie (Impf.: immer wieder, wobei), sagend: Diese Menschen sind Sklaven des höchsten Gottes, solche-die euch (den) Weg (der) Errettung verkündigen.


18 Dies aber tat-sie~ während vieler Tage. Paulus aber, (indem) aufgebracht-seiend° und sich-umwendend°, sagte (zu) dem Geist: Ich-gebiete~ (aoristisches Präs.: hiermit und auf Dauer) dir im Namen Jesu Christi, aus ihr herauszufahren°. Und zur-selben Stunde (d.h. augenblicklich) fuhr-er-heraus.


19 Ihre Herren aber, (nachdem/als) sehend°, dass die Hoffnung auf ihren Gewinn ausgefahren-war°, (nachdem) den Paulus und den Silas ergriffen-habend°, zogen-sie (sie) auf den Marktplatz vor die Archonten,12


20 und (nachdem) sie hingeführt-habend-zu° den (zwei) Prätoren,13 sagten-sie: Diese Menschen erregen-sehr unsere Stadt, sie-sind~ (nämlich) Juden,


21 und sie-verkündigen Bräuche, die anzunehmen~ und zu-tun~ uns nicht erlaubt-ist, (weil) Römer seiend~.


22 Und die Volksmenge stand-zugleich-auf (od.: stand mit auf) gegen sie, und die Prätoren, - (nachdem) herunterreißen-lassend° ihre Kleider, - befahlen-sie, (sie) mit-dem-Stock-zu-schlagen~.14


23 ´Und` (nachdem) ihnen viele Schläge auferlegt-habend°, warfen-sie (sie) ins Gefängnis, (wobei) den Gefängniswächter anweisend°, sie sicher zu-verwahren~.


24 Dieser, (nachdem eine) derartige Anweisung empfangend°, warf-sie in das innere Gefängnis, und er-sicherte ihre Füße in dem Holzblock.15


25 Aber gegen die Mitternacht (waren) Paulus und Silas im-Gebet~, (und) sie-lobsangen~ Gott, aber die Gefangenen hörten-aufmerksam-zu~ ihnen.


26 Aber plötzlich geschah (ein) großes Erdbeben, sodass die Fundamente des Kerkers erschüttert-wurden°. (Es) öffneten-sich aber ´sogleich` alle Türen, und die Bande (von) allen lösten-sich-(von selbst)-ab.


27 Der Gefängniswächter aber, (als/nachdem) aus-dem-Schlaf-wach geworden° und sehend° die Türen des Gefängnisses geöffnet*, (indem) ´das` Kurzschwert zückend°, wollte-er~ sich-selbst beseitigen~, (weil) folgernd, (dass) die Gefangenen entflohen-seien*.


28 Aber ´der Paulus` rief (mit) ´lauter Stimme`, (indem) sagend: Tue dir-selbst nichts Übles an°, denn wir sind alle (noch) hier!


29 Aber (nachdem) Licht erbeten-habend°, sprang-er-hinein, und zitternd geworden° fiel-er-hin (vor) Paulus und Silas,


30 und (nachdem) sie (nach) draußen hinausgeführt-habend°, erklärte-er: (Ihr) Herren, was muss ich tun~, damit ich-errettet-werde?24


31 Sie aber sagten: Vertraue auf den Herrn Jesus, und du-wirst-errettet-werden, du und deine Hausgemeinschaft!25


32 Und sie-sprachen das Wort des ´Herrn` (zu) ihm samt allen in seiner Hausgemeinschaft.2


33 Und (nachdem) sie in jener Stunde der Nacht beiseite-genommen-habend°, badete-er (sie, um die Blutspuren) von den Schlägen (abzuwaschen), und sogleich (d.h. auf der Stelle) wurde-er-getauft16 und ´alle` die Seinen.


34 Und (nachdem) sie in das Haus hinaufgeführt-habend°, deckte-er (ihnen den) Tisch, und er-jubelte, (weil) zusammen-mit der-ganzen-Hausgemeinschaft gläubig-geworden* (an) Gott.17


35 Aber (als es) Tag geworden-war°, sandten die Prätoren die Liktoren18 (zum Gefängniswärter, wobei zu ihm) sagend: Entlasse jene Menschen!


36 Der Gefängniswächter aber, berichtete ´diese` Worte an Paulus: Die Prätoren sandten (Liktoren zu mir), dass ihr-entlassen-werdet. Nun also, herauskommend°, geht~ in Frieden!


37 Paulus aber erklärte zu ihnen: (Nachdem) uns öffentlich (und) unverurteilt (d.h. ohne Prozess) geprügelt-habend°, - (obwohl) römische Menschen seiend~,19 - warfen-sie (uns) ins Gefängnis, und nun (konatives Präs.: versuchen) sie uns heimlich hinauszuwerfen~? Nicht doch20, sondern selbst kommend° sollen-sie-hinausführen uns.


38 Aber die Liktoren meldeten den Prätoren diese Aussprüche. Aber (als dies) hörend°, fürchteten-sie-sich°, weil sie Römer sind,21


39 und (nachdem) kommend°, redeten-sie-gut-zu° ihnen,28 und (nachdem) sie-hinausgeführt-habend° baten-sie~ (sie; Impf.: vielmals), von der Stadt wegzugehen.


40 Aber (nachdem) aus dem Gefängnis hinausgegangen°, kamen-sie-hinein zu der Lydia, und (sie) sehend°, ermutigten-sie die Brüder und gingen-weg.26


Apostelgeschichte 17


1 Aber auf-dem-Weg-durch Amphipolis und Apollonia kamen-sie nach Thessalonich,18 wo (eine) Synagoge der Juden war~.


2 Aber nach dem Gewohnt-sein* kam-hinein Paulus zu ihnen, und an drei Sabbaten (d.h. drei Wochen?) unterredete-er-sich (mit) ihnen aufgrund der Schriften,


3 (indem ihnen) eröffnend und vorlegend, dass der Messias leiden und aus Toten auferstehen musste~, und: Dieser ist der Messias, ´der` Jesus den ich euch verkündige.


4 Und einige von ihnen wurden-überzeugt (od.: ließen sich überzeugen) und schlossen-sich-an dem Paulus und ´dem` Silas, und (von) den (Gott) verehrenden Griechen (eine) zahlreiche Menge, und von den vornehmen Frauen6 nicht wenige.


5 Die Juden aber, (indem) eifersüchtig-geworden° und (nachdem) zu-sich-nehmend° einige böse Männer (von) dem Marktgesindel und (einen) Volksauflauf-machend°, versetzten-in-Tumult~ die Stadt, und sich-hinstellend° (vor) das Haus Jasons, suchten-sie~ sie (um sie) vor das Volk vorzuführen.5


6 Aber (da sie) nicht findend°, schleppten-sie Jason und einige Brüder zu den Politarchen,4 (wobei) schreiend: Die, die bewohnte (Erde) aufständisch-gemacht-Habenden°, diese sind (nun) auch hier anwesend~,


7 die Jason gastlich-empfangen-hat*, und diese alle handeln entgegen den Verordnungen (des) Kaisers, (indem) sagend: (dass ein) andersartiger König28 sei~, (nämlich) Jesus.


8 Sie-erregten aber die Volksmenge und die Politarchen,22 (als) dies hörend,


9 und (nachdem) von Jason und den übrigen ausreichend Bürgschaft genommen-habend°, entließen-sie sie.


10 Die Brüder aber schickten-fort Paulus und Silas, noch während (der) Nacht, nach Beröa,26 welche, (nachdem dort) angekommen°, in die Synagoge der Juden gingen.


11 Diese aber waren~ edler-gesinnt (als) die in Thessalonich, sie-welche das Wort mit höchster Bereitwilligkeit annahmen, (indem) jeden Tag die Schriften untersuchend, ob dies so sich-verhalte (Opt.Präs., wie die Apostel es predigen).


12 Viele also nun von ihnen wurden-gläubig° (ingressiver Aor.), und von den vornehmen griechischen Frauen und Männern nicht wenige.


13 Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren, dass das Wort Gottes von Paulus auch in Beröa verkündigt-wurde, kamen-sie, (indem/damit) auch-dort die Volksmengen erschütternd und erregend.


14 Aber sofort darauf sandten-aus die Brüder den Paulus, (um) bis an das Meer zu-gehen, und Silas und Timotius harrten-geduldig-aus dort (od.: blieben zurück in Beröa).

15 Aber die den Paulus Geleitenden führten (ihn) bis Athen19 und, (nachdem von ihm eine) Anordnung an Silas und Timotius empfangen-habend°, dass sie so-schnell-wie-möglich zu ihm nachkommen-sollten°, reisten-sie-ab.


16 Aber während Paulus sie in Athen erwartend-war~, wurde-(Impf.: immer mehr?)-erbittert~ sein Geist in ihm, (weil) anschauend, (dass) die Stadt voller-Götzenbilder7 war~.


17 Er-unterredete-sich~ also nun in der Synagoge (mit) den Juden und den (Gott) Verehrenden (Griechen) und auf dem Marktplatz an jedem Tag (mit) den gerade zufällig-Eintreffenden.1


18 Aber auch einige von den epikureischen und stoischen Philosophen27 unterhielten-sich-mit ihm (od.: gerieten aneinander mit ihm?), und einige sagten~ (Impf.: zueinander?): Was will~ (Opt.Präs.) denn dieser hohle-Schwätzer8 sagen~? Andere aber: Er-scheint (ein) Verkündiger fremdartiger Gottheiten zu-sein~, weil er Jesus und die Auferstehung23 evangelisierte.


19 Und (nachdem) ihn ergriffen-habend°, führten-sie (ihn) auf den Areopag,9 (und dann) sagend: Können wir-erfahren, was diese ´die` von dir gesprochene neuartige Lehre (ist)?


20 Denn einige befremdende (Ansichten) bringst-du-hinein in unsere Ohren. Wir-wünschen also zu-erfahren, was diese (Ansichten bedeuten) sollen~.


21 Aber alle Athener und die sich-(dort)-als-Ausländer-aufhaltenden Fremden hatten für gar-nichts andersartiges Zeit~, als irgendetwas Neuartiges (od.: Neuigkeiten/das Allerneueste?) zu-sagen~ oder zu-hören.

22 Paulus aber, (nachdem/indem) sich-hinstellend° in mitten des Areopags, erklärte~ (Impf.: ausführlich): Männer, Athener, ich-merke, wie ihr in jeder Hinsicht sehr-Götter-fürchtig-seid.10

23 Denn (während ich) hindurchziehend-war~ und (Präs.: immer wieder) genau-anschauend~ eure Gegenstände-der-Verehrung, fand-ich auch einen Stufenaltar, auf dem draufgeschrieben-war^: (Dem/für einen) unbekannten Gott.2 Was ihr also, (obwohl es) nicht-kennend, ehrfürchtig-behandelt, dies verkündige ich euch.


24 Gott, der die Welt gemacht-Habende° und alles das in ihr (ist), dieser, (da der) HERR von Himmel und Erde seiend~, wohnt nicht in handgemachten Tempeln,24


25 auch-nicht lässt-er-sich-bedienen von menschlichen Händen, (als ob vielleicht) irgendetwas (od.: irgendjemanden) bedürfend,11 (da ja) er-selbst allen (Lebewesen/Dingen) Leben und Atem und alle die (anderen Dinge) gebend.


26 Und er-machte aus einem12 jede Nation (der) Menschen (d.h. die ganze Menschheit), dass sie ständig-wohne~ auf (der) ganzen Oberfläche der Erde, (wobei/indem ihnen) verordnete* Zeiten13 bestimmend° und die Grenzen ihrer ständigen-Wohnung,3


27 (um) Gott zu-suchen~, ob sie ihn demnach (od.: vielleicht) ertasten-könnten14 (Opt.Aor.) und (ihn damit?) finden-könnten (Opt.Aor.),20 (obwohl er ja) auch nicht fern von einem jeden (einzelnen von) uns existierend~.


28 Denn in ihm leben-wir und bewegen-wir (uns) und sind-wir,15 wie auch einige der Dichter bei euch gesagt-haben*: "Denn auch dessen Gattung (od.: Art/Geschlecht/Nachkommenschaft) sind-wir".16


29 (Wenn/weil) also Gottes Gattung seiend~, dürfen-wir nicht (Präs.: weiterhin) meinen~, das Göttliche25 (Wesen) sei~ Gold oder Silber oder (kostbarem) EdelStein gleichartig, (gleich einem) Gepräge (des) KunstHandwerks und (der) Erwägung (des) Menschen.


30 Nun also, die Zeiträume der Unwissenheit (großzügig) übersehen-habend°, ´ordnet-an` Gott nun die die Menschen (betreffenden Dinge, nämlich, dass) alle überall Buße-tun~,


31 deswegen-weil er (einen) Tag festsetzte, an dem er im-Begriff-steht zu-richten~ den bewohnten (Erdkreis) in Gerechtigkeit, durch (einen) Mann, den er-bestimmte, (indem dafür einen) Beglaubigungsbeweis darbietend° (für) alle, (weil/dadurch dass) ihn auferstehen-lassend° aus Toten.21


32 Aber (als) von Auferstehung Toter17 hörend° spotteten~ die einen, die anderen sagten (ausweichend?/ernsthaft?): Über dieses (Thema) wollen-wir-hören dich noch (ein anderes) Mal.


33 So (od.: demnach/darum) ging-heraus Paulus aus ihrer Mitte.


34 Aber einige Männer, (als/nachdem) sich-anschließend° (an) ihn, vertrauten (auf den Herrn Jesus), unter denen auch Dionysius, ´der` Areopagit (war), und (eine) Frau namens Damaris und andersartig (gesinnte) zusammen-mit ihnen.

Apostelgeschichte 18


1 Danach, (nachdem) sich-entfernend-habend° von Athen, kam-er nach Korinth.17


2 Und (als) einen Juden namens Aquila1 treffend°, (einen) Pontiker von Abstammung, (der) frisch von der (Landschaft) Italien gekommen-war*, - und Priscilla1 seine Frau, - weil der (Kaiser) Claudius (vgl. Apg 11,28) befehlend-angeordnet-hatte*, (dass) sich-entfernen-sollen~ alle die Juden von Rom,18 kam-er-hin-zu ihnen.


3 Und weil des gleichen-Handwerks seiend~, blieb-er bei ihnen und ´arbeitete`~ (Impf.: längere Zeit mit ihnen), denn sie-waren~ (beide) Zeltmacher23 (nach) dem Handwerk.


4 Er-unterredete-sich~ aber in der Synagoge an jedem Sabbat, und er-(konativer Impf.: versuchte-zu)-überzeugen~ Juden und Griechen.


5 Als aber Silas und Timotius von Mazedonien2 herabkamen, widmete-sich~ Paulus (ganz) dem Wort, (indem) den Juden feierlich-bezeugend, (dass) Jesus der Messias ist~.


6 Aber sie, (als) sich-entgegenstellend und lästernd (Gott?/den Paulus?/die Botschaft?), sagte-er, (nachdem) seine Kleider abschüttelnd°, zu ihnen: Euer Blut (komme/sei) über eurer Haupt! Ich (bin) rein.19 Von nun (an) werde-ich-gehen zu den Nationen.


7 Und (nachdem) von dort ´übersiedelt`°, kam-er-hinein ins Haus eines Gott Verehrenden namens Titius Justus,24 dessen Haus (an) die Synagoge angrenzend war~.


8 Krispus aber, der Synagogenleiter, vertraute° dem Herrn zusammen-mit seinem ganzen Haus,20 und viele der Korinther, (als die Botschaft) hörend~, vertrauten~ (auf den Herrn) und wurden-getauft~.


9 Aber der Herr sagte bei Nacht durch (ein) Gesicht zu Paulus: Fürchte-dich~ nicht, sondern sprich~ und nicht schweige-still°,


10 deshalb-weil ich mit dir bin, und keiner wird-attackieren dich, um dir Übles-zuzufügen°, deshalb-weil mir viel Volk in dieser Stadt gehört~.


11 Aber er-hielt-sich-(dort)-auf (für ein) Kalenderjahr und sechs Monate,22 (wobei) bei ihnen das Wort Gottes lehrend.


12 (Als) aber Gallio16 Prokonsul der (Provinz) Achaia5 war~, erhoben-sich ´die Juden einmütig` (gegen) Paulus und führten-ihn zu dem Richterstuhl,


13 (wobei dort) sagend: Dieser überredet (od.: verführt) die Menschen, Gott entgegen dem Gesetz6 zu-verehren~.


14 (Als) aber Paulus im-Begriff-stand den Mund zu-öffnen~, sagte Gallio zu den Juden: Wenn (es) also irgendein Unrecht oder (ein leichtsinniges?) Gaunerstück wäre~, oh Juden, mit Recht (od.: selbstverständlich) hätte-ich-ertragen° euch (Irrealis),


15 wenn (es) aber Streitfragen sind über (eine) Lehrmeinung und (über) Personen und (das) Gesetz das bei euch (gilt),7 mögt-ihr-zusehen selbst. Ich wünsche nicht Richter über diese (Fragen) zu-sein~.


16 Und (gewaltsam?) trieb-er-weg sie von dem Richterstuhl.


17 Aber alle ergriffen Sosthenes, den Synagogenleiter,21 (und) sie-schlugen (ihn) vor dem Richterstuhl, und Gallio kümmerte-sich~ nicht (Impf.: weiter um) dies.


18 (Nachdem) Paulus aber noch zahlreiche Tage dageblieben-war°, (und nachdem) sich-verabschiedet-habend° von den Brüdern, segelte-er-ab~ in die (Provinz) Syria, - und (auch) Priscilla und Aquila zusammen-mit ihm, - (nachdem) er-sich-(vorher)-scheren-lassend° den Kopf in Kenchreä,8 denn er-hatte~ (Impf.: schon länger? ein) Gelübde.15


19 Aber sie-gelangten-hin nach Ephesus,9 und-jene (d.h. Priscilla und Aquila) ließ-er-zurück dort, er-selbst aber, (nachdem) in die Synagoge hineinkommend°, unterredete-er-sich (mit) den Juden.


20 Aber (als) sie (ihn) bittend über (einen) längeren Zeitraum zu-bleiben[G3] °, nicht willigte-er-ein°,


21 sondern, er-verabschiedete-sich° und sagte° (beide Male ein imperativisches Partizip): Wieder zurückkehren-werde-ich zu euch, (so) Gott willens-ist~, (und) von Ephesus (aus) stach-er-in-See.


22 Und (nachdem den Hafen) von Cäsarea anlaufend°, (und) hinaufsteigend° (nach Jerusalem?) und begrüßend° die Versammlung, stieg-er-herab nach Antiochia.


23 Und (nachdem dort) einen-gewissen Zeitraum verweilend°, kam-er-heraus, (indem) der-Reihe-nach den Galatischen Landstrich und Phrygia10 durchziehend, (wobei) alle die Schüler ´befestigend`.3


24 Aber ein Jude namens Apollos, (ein) Alexandriner der Abstammung (nach, ein) wortgewandter25 Mann, mächtig in den Schriften (des AT), gelangte-hin nach Ephesus.


25 Dieser war~ (in) dem Weg des Herrn unterwiesen-worden*, und er-sprach~ glühend~ (in) dem Geist11 und er-lehrte~ genau die (Dinge) über Jesus, (obwohl) nur bekannt-seiend-mit der Taufe (des) Johannes.


26 Und dieser fing-an in der Synagoge freimütig-zu-reden~. Aber Priscilla14 und Aquila, (nachdem/als) ihn hörend°, nahmen-sie-zu-sich (nach Hause) ihn und sie-setzten-auseinander° ihm den Weg ´Gottes` (noch) genauer.


27 Er aber, (als) beschließend in die (Provinz) Achaia weiterzuziehen, schrieben° die Brüder,4 (indem) ermunternd° die Schüler, ihn freundlich-aufzunehmen°,12 der, (nachdem) herbeikommend°, den gläubig-Gewordenen* durch die Gnade13 viel beistand,


28 denn mit-schlagenden-Argumenten widerlegte-er-gänzlich~ die Juden, (indem) öffentlich durch die Schriften aufzeigend, (dass) der (erwartete) Messias Jesus sei~.


Apostelgeschichte 19


1 Es-geschah aber, während der Apollos in Korinth war~, (dass) Paulus, - (nachdem) die oberen (d.h. landeinwärts höhergelegenen) LandesTeile (von Galatia und Phrygien) durchzogen-habend°, - nach Ephesus14 ´herabkam` und einige Schüler6 fand.


2 Und er-sagte zu ihnen, ob sie heiligen Geist1 empfingen° (als) gläubig-werdend°?2 Sie aber (sagten) zu ihm: Nein, wir-hörten auch-nicht, ob (der) heiliger Geist (überhaupt schon da) ist.7


3 Und er-sagte: Auf was also (d.h. auf welches Bekenntnis hin) wurdet-ihr-getauft? Sie aber sagten: Auf die Johannes Taufe.


4 Paulus aber sagte: Johannes taufte (mit einer) Taufe (aufgrund von) Buße, (wobei) dem Volk sagend, dass sie auf den nach ihm Kommenden vertrauen-sollten°, das heißt auf Jesus.


5 Aber (als/nachdem dies) hörend°, wurden-sie-getauft8 auf9 den Namen des Herrn Jesus.


6 Und (als) Paulus ihnen ´die` Hände auflegend-war°, kam°11 der Heilige Geist auf sie, und sie-sprachen~ in (fremden) Sprachen, und prophezeiten~.


7 Es-waren~ aber im Ganzen ungefähr zwölf Männer.


8 Aber (als) in die Synagoge hineinkommend°, redete-er-freimütig~ über drei Monate (lang, indem) sich-unterredend und (versuchend sie) über ´die` (Dinge) der Königsherrschaft Gottes zu-überzeugen~.


9 Als aber einige sich-(Impf.: immer mehr)-verhärteten~ und ungehorsam-blieben~, (indem/wobei) Übles-sagend-über den "Weg" angesichts der Menge, (indem/nachdem) sich-entfernend° von ihnen, sonderte-er-ab die Schüler, (indem) täglich sich-unterredend in der Schule5 (des) Tyrannus.


10 Dies aber geschah über zwei Jahre,19 sodass alle die ständig-Bewohnenden die (Provinz) Asia das Wort des Herrn hörten, sowohl Juden als-auch Griechen.


11 Und ganz ungewöhnliche Machttaten tat~ Gott (Impf.: immer wieder) durch die Hände (des) Paulus,


12 sodass sogar zu den (körperlich) schwach-Seienden Schweißtücher oder ArbeitsSchurze von seiner Haut weggetragen-werden~ und sie-werden-befreit~ von ihren Krankheiten und die bösen Geister gehen-heraus~.15


13 Aber (es) versuchten auch einige der umherziehenden jüdischen Beschwörer, über die, die bösen Geister Habenden, den Namen des Herrn Jesus zu-nennen~, (indem) sagend: Ich-beschwöre euch (bei) dem Jesus, den Paulus predigt.


14 (Es) waren~ aber sieben Söhne eines-gewissen Skeuas,20 - (eines) jüdischen Hohepriesters (od.: aus einer hohepriesterlichen Familie), - (die) dies Tuenden.


15 Aber (indem) antwortend° sagte der böse Geist (zu) ihnen: Den Jesus kenne-ich ´zwar`, und der Paulus ist-(mir)-bekannt, ihr aber, wer seid-ihr?


16 Und der Mensch, in dem der böse Geist war~, (indem) auf sie losspringend°, (und indem sie) beide (viell.: alle sieben) unter-seine-Kontrolle-bringend°, (war er) stark-geworden gegen sie, sodass sie nackt und verwundet* aus jenem Haus entflohen.


17 Dies aber wurde allen bekannt, den bewohnenden Ephesus, sowohl Juden als-auch Griechen, und Furcht fiel-drauf auf sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde-groß-gemacht~.


18 Und viele der (auf den Herrn) vertraut-Habenden* kamen~ (Impf.: der Reihe nach, wobei) öffentlich-bekennend und berichtend (von) ihren (früheren) ZauberPraktiken.


19 Aber zahlreiche (von) denen, die Magien praktiziert-Habenden°, (nachdem) die ZauberBücher zusammentragend°, verbrannten-sie~ (sie Impf.: Stück für Stück) angesichts aller, und man-rechnete-zusammen ihre Kaufpreise und fand-heraus: (Sie waren) Fünfzigtausend Silberdrachmen4 (wert).


20 So wuchs~ (Impf.: immer weiter) das Wort des Herrn und erstarkte~ (Impf.: immer mehr) mit Kraft.


21 Als aber dies erfüllt-war, setzte-sich Paulus in dem Geist (vor),25 - (nachdem) die (Landschaft) Mazedonien und Achaia durchziehend, - nach Jerusalem zu-gehen~, (weil zu sich) sagend°: Nachdem ich dort war°, muss-ich auch Rom sehen.


22 Aber (nachdem) zwei der ihn Bedienenden in die (Landschaft) Mazedonien sendend°, - (nämlich) Timotius und Erastus,21 - verweilte-er selbst (eine) Zeitlang in der (Provinz) Asia.


23 (Es) entstand aber zu jenem Zeitpunkt (eine) nicht geringe Aufregung über den "Weg".


24 Denn einer namens Demetrius, (ein) Silberschmied, - machend ´silberne` Artemis Tempeln,17 - verschaffte den Kunsthandwerkern (dadurch einen) nicht geringen Erwerb,


25 der (zu den) sich-zusammengeschart-Habenden° und den mit solchen (Arbeiten beschäftigten) Arbeitern sagte: Männer, es-ist-euch-bekannt, dass uns aus diesem Gewerbe der Wohlstand entspringt,22


26 und ihr-bemerkt und hört, dass nicht nur (in) Ephesus, sondern beinahe (in) der ganzen (Provinz) Asia dieser Paulus, (indem sie) überzeugt-habend°, (eine) zahlreiche Volksmenge verführte, (indem) sagend, dass die durch Hände gemacht-werdenden (Götterbilder) keine Götter sind.


27 Aber nicht nur läuft-Gefahr dieser unser Geschäftszeig, in Verruf zu-kommen, sondern auch das Heiligtum der großen Göttin Artemis, für nichts geachtet-zu-werden°, und sie-steht-im-Begriff~, (künftig) ihrer Großartigkeit (Präs.: Schritt für Schritt) verlustig-zu-gehen~,23 (sie) die ´die` ganze (Provinz) Asia und ´der` bewohnte (Erdkreis?/das römische Reich?) verehrt.24


28 Aber (als dies) hörend° und voll  werdend°, schrien-sie~ (Impf.: fortwährend, wobei) sagend: Groß (ist) die Artemis (der) Epheser!


29 Und die Stadt wurde-erfüllt (von) der Verwirrung, und sie-rasten einmütig in das Theater,16 (und dabei die) Mazedonier Gaius und Aristarchus, (die) Reisegefährten (des) Paulus, packend°.


30 (Als) aber Paulus, den-Beschluss-fassend zu der Volksversammlung hineinzukommen, ließen~10 ihn die Schüler nicht.


31 Aber auch einige der Asiarchen,3 - seiend Freunde (von) ihm, - (nachdem) zu ihm schickend°, ermahnten-sie~ (Impf.: ihn eindringlich), sich nicht in das Theater zu-begeben.


32 Die (einen) also nun (schrien immer wieder dies), andere schrien~ (Impf.: immer wieder) irgendetwas anderes, denn die Versammlung war~ verwirrt*, und die meisten wussten^ nicht, weswegen sie-zusammengekommen-waren^.


33 Aber (den) Alexander aus der Volksmenge klärte-man-auf,12 (als/während) ihn die Juden vorschoben°. Alexander aber, (nachdem) mit der Hand winkend°, wollte~ sich-verteidigen~13 (vor) der Volksversammlung.


34 Aber (als) erkannt-habend°, dass (auch er ein) Jude ist, geschah ein (einziges) Geschrei von allen ´etwa` zwei Stunden (lang) schreiend: Groß (ist) die Artemis (der) Epheser!


35 Aber (nachdem) ´der StadtSchreiber18 die Volksmenge` beruhigt-hatte°, sagt-er: Männer, Epheser, wer ist denn (unter den) Menschen, der nicht erkennt, (dass) die Stadt (der) Epheser Tempelwärterin der großen Artemis und ihres von-Zeus-(d.h. vom Himmel)-herabgefallenen (Bildes) ist?


36 (Da) dies also ohne-Widerrede ist~, ist es-nötig~, (dass) ihr beruhigt seid~ und nichts Voreiliges (od.: Unüberlegtes) unternehmt.


37 Denn ihr-führtet diese Männer (vor, seiend) weder Heiligtum-Räuber noch Lästernde unsere Göttin.26


38 Wenn also nun Demetrius und die zusammen-mit ihm (arbeitenden) Kunsthandwerker gegen irgendjemanden (eine) Streitsache habend, werden Gerichtstage durchgeführt und Prokonsule27 sind-da. (Dort mögen sie) einander bezichtigen~.


39 Wenn ihr aber etwas darüber-hinaus verlangt~, wird-es-geklärt-werden in der (dreimal pro Monat durchgeführten) gesetzmäßigen VolksVersammlung.


40 Denn auch wir-laufen-Gefahr, (des) Aufstands bezichtigt-zu-werden~ wegen der heutigen (Vorkommnisse, da) gar-kein Grund vorliegt~, bezüglich dem wir Rechenschaft werden abgeben° können wegen dieses Aufruhrs. Und (nachdem) diese (Worte) gesagt-habend°, löste-er-auf (od.: entließ er) die VolksVersammlung.


Apostelgeschichte 20


1 Nachdem aber der Tumult aufgehört-hatte°, (und) Paulus die Schüler zu-sich-schicken-lassend° und (sie) ermunternd°, (und nachdem sie) gegrüßt-habend°, brach-er-auf, (um) nach Mazedonien zu-gehen. (vgl. 1Tim 1,3; 2Kor 2,12f)


2 Aber (nachdem) jene LandesTeile durchziehend° und sie (mit) vielen Worten ermunternd°, kam-er nach Griechenland5 (d.h. in die Provinz Achaia).


3 Und (nachdem dort) drei Monate6 verbracht-habend°, (war er) im-Begriff-stehend (mit dem Schiff) in die (Provinz) Syrien auszulaufen~. (Aber weil ein) Komplott von den Juden (gegen) ihn geplant-wurde°, kam-er (zum) Entschluss, (lieber auf dem Landweg) über Mazedonien (nach Syrien) zurückzukehren.


4 Aber ihm schlossen-sich-an Sopater, (vgl. Röm 16,21, der Sohn des) Pyrrhus, (ein) Beröer; (von den) Thessalonichern aber Aristarch7 und Sekundus und Gaius, (ein) Derbäer, und Timotius; (aus) KleinAsien aber Tychikus und Trophimus.8


5 Diese aber, (nachdem) ´vorausgehend`°, warteten-auf~ uns24 in Troas.


6 Wir aber segelten-ab von Philippi nach den Tagen (des Festes) der Ungesäuerten-Brote (57 n.Chr.), und kamen zu ihnen nach Troas binnen fünf Tagen, ´wo` wir sieben Tage verweilten.


7 Aber an dem ersten (Tag) der Woche,9 (als) wir versammelt-waren*, (um) Brot zu-brechen, unterredete-sich~10 Paulus (mit) ihnen, (weil) im-Begriff-stehend am darauffolgenden (Tag) abzureisen~, und er-dehnte-aus~ das Wort bis Mitternacht.


8 (Es) waren~ aber etliche Öllampen18 in dem Obergemach, wo wir-versammelt* waren~.


9 Aber ein-gewisser junger-Mann namens Eutychus, (war) dasitzend bei dem Fensterbrett, (und als/indem) überwältigt-werdend (von) tiefem Schlaf, - (während) Paulus über längere (Zeit) sich-unterredend-war~, - fiel-er von dem dritten-Stock hinunter, und er-wurde-aufgehoben tot.


10 Aber Paulus, (nachdem) hinabsteigend°, warf-er-sich auf ihn, und (indem ihn) zugleich-umfassend°, sagte-er: In-Unruhe-geratet~ nicht, denn seine Seele (od.: Leben) ist (wieder?/noch?) in ihm!


11 Aber (nachdem wieder) hinaufsteigend° ´und` das Brot brechend° und essend° und (noch) über (eine) geraume (Zeit hin) bis-zum Tageslicht sich-unterhaltend°, ging-er-weg so (wie er war).11


12 Aber den Knaben führten-sie lebend~ (vor), und außerordentlich wurden-sie-getröstet.


13 Aber wir (d.h. alle außer Paulus), - (nachdem wir) auf das Schiff vorausgegangen-waren°, - liefen-aus nach Assos,27 (weil) beabsichtigend~ von-dort den Paulus aufzunehmen~, denn so hatte-er-(es)-befehlend-angeordnet*, (während) selbst beabsichtigend~ zu-Fuß (zu gehen; ca. 32 km).


14 Aber (als) er-zusammentraf-mit~ uns in Assos, (nachdem) ihn aufgenommen-habend°, kamen-wir nach Mitylene,


15 und-(nachdem)-von-dort am folgenden (Tag) absegelnd°, gelangten-wir-hin gegenüber-von Chios. Aber am nächsten (Tag) setzten-wir-(mit dem Schiff)-über nach Samos, (an) dem unmittelbar-darauffolgenden~ (Tag) aber kamen-wir nach Milet.27


16 Denn Paulus hatte-entschieden^, an Ephesus vorbei-zu-segeln, auf-dass (es) ihm nicht passiere, in der (Provinz) Asia Zeit-zu-vertrödeln. Denn er-beeilte-sich~, wenn (es) ihm (vielleicht) möglich sein-sollte~ (Opt.Präs.), am Tag des Pfingstfestes in Jerusalem zu-sein°.


17 Aber von Milet (aus, nachdem Nachricht) nach Ephesus geschickt-habend°, ließ-er-zu-sich-rufen die Ältesten der Versammlung.2


18 Als sie aber bei ihm angekommen-waren°, sagte-er (zu) ihnen: Euch ist-bekannt, (dass) vom ersten Tag (an), seit dem ich in die (Provinz) Asia eintrat, wie ich die ganze Zeit mit euch war°,


19 (indem, Präs.: unermüdlich) sklavend dem Herrn mit jeder (Art von) Demut und Tränen und Versuchungen, die mir Widerfahrenden° in den Komplotten der Juden,


20 wie ich (euch) gar-nichts vorenthielt (od.: verschwieg von) dem nützlich-Seienden~, sodass (ich es) euch nicht verkündigt° und gelehrt° (hätte), öffentlich und in (den einzelnen) Häusern,1


21 (indem) sowohl Juden als-auch Griechen feierlich-bezeugend die Buße hin-zu Gott und Vertrauen23 auf unseren Herrn Jesus.


22 Und nun siehe, ich, - (weil) gebunden* (durch) den Geist,12 - gehe-ich nach Jerusalem, (wobei) nicht wissend*, die ´mir` dort begegnen-Werdenen (Pl.: Ereignisse; Ptz.Fut.),


23 außer, dass der Heilige Geist mir (in) jeder Stadt feierlich-bezeugt, (indem) sagend, dass Bande und Bedrängnisse auf mich warten. (vgl. Apg 21,4.11)


24 Jedoch keiner Rede-wert erachte-ich das Leben (als) wertvoll für-mich, um meinen Lauf ´zur-Vollendung-zu-bringen`° und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfing, (um/nämlich) das Evangelium der Gnade Gottes feierlich-zu-bezeugen.


25 Und nun siehe, ich weiß*, dass ihr mein Angesicht nicht-mehr sehen-werdet,20 ihr alle, bei denen ich-durchzog, (indem/als) die Königsherrschaft predigend.


26 Deshalb bezeuge-ich euch an dem heutigen Tag, dass ich rein bin von dem Blut aller.22


27 Denn nichts vorenthielt-ich (euch), sodass (ich) euch nicht den ganzen HeilsBeschluss Gottes verkündigt-hätte°.


28 Achtet-(Präs.: beständig)-auf~ euch-selbst und (auf) das ganze Schafherdlein, in (od.: unter) dem euch der Heilige Geist (als) Aufseher26 (Med.: für sich) einsetzte19 (od.: bestellte/bestimmte), (um) die Versammlung Gottes zu-hüten~,3 die er-für-sich-erwarb durch das Blut des eigenen (Sohnes)!13


29 Ich weiß*, dass nach meiner Abreise grausame Wölfe zu euch hineinkommen-werden, (wobei) das Schafherdlein nicht schonend,


30 und (od.: sogar/auch) aus euch selbst14 werden-aufstehen Männer, (wobei) Verbogenes* sprechend, um die Schüler loszureißen~ hinter ´ihnen` (her).


31 Deshalb wacht~, (wobei/indem) euch-erinnernd, dass ich drei Jahre Nacht und Tag (d.h. ständig) nicht ruhte, (indem) mit Tränen einen jeden (einzelnen, Präs.: immer wieder) zurechtzuweisend!


32 Und nun, (im Blick auf) die (zukünftigen Ereignisse), anbefehle-ich euch ´Gott` und dem Wort seiner Gnade, dem Könnenden (euch) erbauen° und geben° das Erbe unter allen den Geheiligten*.


33 Silber oder Gold oder Bekleidung25 begehrte-ich gar-nicht,


34 (und) ihr-selbst wisst, dass meinen Bedürfnissen und den mit mir Seienden, diese Hände15 behilflich-waren.


35 (In) allen (Stücken/in jeder Hinsicht) deutete-ich-an euch, dass es-nötig-ist, (indem) ebenso16 sich-abmühend~, sich-anzunehmen~ der schwach-Seienden, und sich-zu-erinnern~ (an) die Worte des Herrn Jesus, weil er-selbst sagte: Glückselig ist-es vielmehr, zu-geben~ als zu-nehmen~.21


36 Und (nachdem) dies gesagt-habend°, (und) seine Knie zusammen-mit ihnen allen gebeugt-habend°, betete-er.


37 Aber (es) geschah viel Weinen (von) allen, und (indem) um den Hals des Paulus werfend°, küssten-sie-überschwänglich~17 ihn,4


38 (wobei) am-meisten Schmerzen-empfindend über das Wort, das er-gesagt-hatte^, (nämlich) dass sie sein Angesicht nicht-mehr anschauen~ sollten~. Und sie-geleiteten ihn zu dem Schiff.


Apostelgeschichte 21


1 Es-geschah aber, als wir (mit dem Schiff) ausliefen, - (nachdem) uns von ihnen losgerissen-habend°, - (indem) geradewegs-(weiter)-fahrend°, kamen-wir zu der (Insel) Kos, und am nächsten (Tag) zu der (Insel) Rhodos und-von-dort nach Patara.23


2 Und (nachdem/indem ein) nach Phönizien hinüberfahrendes Schiff gefunden-habend°,20 (und) eingestiegen°, liefen-wir-(aus dem Hafen)-aus.


3 Aber (als die Insel) Zypern2 sichtend° und sie links liegen-lassend°, segelten-wir~ nach Syrien, und wir-legten-an in Tyros,3 denn dorthin war~ das Schiff (unterwegs, damit) die Fracht löschend.


4 Aber (als) die Schüler gefunden-habend°, blieben-wir-da (bei) ihnen sieben Tage,4 die dem Paulus durch den Geist (Impf.: eindringlich/wiederholt) sagten~ (od.: ihn warnten), nicht nach Jerusalem zu-reisen~.4


5 Als (es) aber geschah, (dass) ´wir` die (sieben) Tage ´verstreichen-ließen`, (und nachdem) herauskommend°, gingen-wir-fort~, (wobei) uns alle zusammen-mit Frauen und Kindern bis außerhalb der Stadt geleitend, und beugend° die Knie auf den SandStrand,16 (und) gebetet-habend°,


6 verabschiedeten-wir (uns) voneinander, und ´wir-stiegen-hinauf` in das Schiff, jene aber kehrten-zurück in das Ihrige (d.h. nach Hause).


7 Wir aber, (indem/nachdem/als) das Segeln von Tyros vollends-geschafft-habend° (od. viell.: fortsetzend?), gelangten-wir-hin nach Ptolemais,21 und (nachdem) die Brüder gegrüßt-habend°, blieben-wir einen Tag bei ihnen.


8 Aber (an) dem darauffolgenden (Tag, nachdem) herauskommend°, kamen-wir (mit dem Schiff) nach Cäsarea,24 und (nachdem) in das Haus des Evangelisten Philippus17 hineinkommend°, - (der einer) von den Sieben war~, - blieben-wir bei ihm.


9 Dieser aber hatte~ vier Töchter, prophezeiende Jungfrauen.18


10 Aber (während) wir mehrere Tage dablieben, kam-herab von der (Berglandschaft) Judäa, (ein) gewisser Prophet namens Agabus.


11 Und (nachdem) zu uns kommend° und den Gürtel des Paulus aufhebend°, (und damit) seine-eigenen Füße und seine Hände bindend°, sagte-er: Dies-hier sagt der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, die Juden in Jerusalem, ebenso werden-sie-(ihn)-binden und sie-werden-(ihn)-übergeben in (die) Hände (der) Nationen.15


12 Aber als wir dies hörten, ersuchten sowohl wir als-auch die Ortsansässigen (Gläubigen), dass er nicht nach Jerusalem hinaufsteige~.


13 Darauf antwortete Paulus: Was macht-ihr, (indem) weinend und mir das Herz zerbröckelnd? Denn ich halte-mich bereit nicht nur gebunden-zu-werden, sondern in Jerusalem auch für den Namen des Herrn Jesus zu-versterben.


14 Aber, (da sich) nicht überzeugen-lassend, wurden-wir-still, sagend: Der Wille des Herrn geschehe~.


15 Aber nach diesen Tagen, (nachdem) uns-gerüstet-habend°, stiegen-wir-hinauf~ nach Jerusalem.


16 Aber (es) kamen-mit auch (einige) der Schüler von Cäsarea zusammen-mit uns, (wobei uns zu) einem gewissen Mnason führend~, (einem) Zyprier, (einem) Schüler der-Anfangszeit5, bei dem wir-beherbergt-werden-sollten°.6

17 Aber (als) wir in Jerusalem angekommen-waren°, in-herzlicher-Weise nahmen-freundlich-auf uns die Brüder.


18 Am folgenden (Tag) aber trat-ein~ Paulus zusammen-mit uns zu Jakobus,7 und alle die Ältesten kamen-herbei.


19 Und (nachdem) sie gegrüßt-habend°, führte-er-aus~ bis in jedes (einzelne Detail), was Gott unter den Nationen durch seinen Dienst tat.


20 Aber die (es) Hörenden° verherrlichten~ Gott, und sagten (zu) ihm: Du-bemerkst Bruder, wie-viele zehntausende (von) gläubig-Gewordenen*1 unter den Juden (hier) sind, und alle sind~ Eiferer des Gesetzes.


21 Aber sie-wurden-informiert über dich, dass du allen den Juden unter den Nationen Abfall von Mose lehrst, (indem) sagend, ihre Kinder nicht zu-beschneiden~ und-nicht nach den (jüdischen) Sitten den-Lebenswandel-zu-führen~.


22 Was ist also (zu tun)? (Auf) alle (Fälle) werden-sie-hören, dass du-gekommen-bist*.


23 Dies also tue°, was wir dir sagen: (Bei) uns sind vier Männer, (die ein) NasiräerGelübde8 ´auf` sich genommen-habend.~


24 Diese, beiseite-nehmend°, reinige-dich-zeremoniell zusammen-mit ihnen und übernimm-die-Ausgaben für sie, damit sie-sich-kahlrasieren-lassen den Kopf (am Ende ihres Gelübdes), und alle werden-erkennen, dass, (an dem) worin sie über dich informiert-worden-sind*, gar-nichts dran-ist, sondern, (dass) du-in-einer-Reihe-marschierst, (indem) auch selbst das Gesetz bewahrend.9


25 Aber wegen der gläubig-Gewordenen* (aus den) Nationen: Wir ´teilten-(euch ja brieflich)-mit`, (nachdem/indem) geurteilt-habend°, (dass) sie sich-bewahren~ sowohl (vor) dem Götzenopferfleisch als-auch (vor) Blut und Ersticktem und Hurerei.


26 Daraufhin, (nachdem) Paulus die Männer am unmittelbar-darauffolgenden~ Tag beiseite-genommen-hatte° (nachdem) sich-zeremoniell-reinigend° zusammen-mit ihnen, trat-er-ein~ in das Heiligtum, (indem dadurch) die völlige-Erfüllung der Tage der zeremoniellen-Reinigung öffentlich-anzeigend, bis dass dargebracht-wurde für einen jeden (einzelnen von) ihnen das Darbringungsopfer.


27 Als aber die sieben Tage im-Begriff-standen~ endgültig-vollendet-zu-werden~, die Juden von der (Provinz) Asia (d.h. aus Ephesus), - (weil/nachdem) ihn in dem Heiligtum sehend°, - brachten-sie-in-Aufruhr~22 die ganze Volksmenge, und sie-legten die Hände an ihn,


28 (wobei, Präs.: unaufhörlich) schreiend: Männer, Israeliten, eilt-zu-Hilfe~! Dieser ist der Mensch, der gegen das Volk und das Gesetz und diesen Ort überall alle lehrend (ist), und außerdem auch (noch) Griechen in das Heiligtum hineinführte und (damit) diesen heiligen Ort gemein-gemacht-hat*.


29 Denn sie-hatten~ den Epheser Trophimus zusammen-mit ihm vorher-gesehen* in der Stadt. Sie-folgerten~ (daher, dass) Paulus diesen in das Heiligtum hineinführte.10


30 Und die ganze Stadt wurde-bewegt, und (es) geschah (ein) Zusammenlauf des Volks, und (nachdem) den Paulus ergriffen-habend°, zogen-sie ihn (aus) dem Heiligtum hinaus, und sofort wurden-geschlossen die Türen (des Tempels).


31 Und (während) versuchend~ ihn zu-töten,11 erstattete-man Meldung zum (römischen) Heerführer der Kohorte (= 600 Mann), dass ganz Jerusalem in-Aufruhr-sei,


32 der sogleich zu ihnen herablief, (wobei) ° Soldaten und Hauptmänner mitnehmend. Aber sie, (als) den Heerführer und die Soldaten sehend°, hörten-sie-(Med.: von sich aus)-auf den Paulus zu-schlagen~.


33 Dann, (nachdem) sich-nahend°, (ließ) der Heerführer ihn (gewaltsam) ergreifen°, und er-befahl, (dass) er (mit) zwei Ketten gebunden-werde°, und er-erkundigte-sich~ (Impf.: genau/ausführlich), wer er-sei~ (Opt.Präs.) und was es-ist, (dass) er-getan-hatte*.


34 Aber (die einen schrien dies), andere in der Volksmenge riefen~ irgendetwas anderes. Aber (da) wegen des Tumults nichts Sicheres erfahren° könnend, befahl-er, ihn in die Kaserne zu-führen~.12


35 Aber als er bei den Stufen war, passierte-es, (dass) er von den Soldaten-getragen-werden-musste~ wegen der Gewalt der Volksmenge,


36 denn (es) folgte~ die Menge des Volks, (wobei, Präs.: ständig ) schreiend: Beseitige~ ihn!


37 Und (als gerade) im-Begriff-stehend in die Kaserne hineingeführt-zu-werden~, sagt Paulus (zu) dem Heerführer: Ist es mir erlaubt, etwas zu dir zu-sagen? Er aber erklärte~: Du-verstehst Griechisch?


38 (Dann) bist du wohl nicht der Ägypter, der vor diesen Tagen die viertausend Mann der Sikarier13   aufständisch-machte° (od.: aufgewiegelt hat) und (in) die Einöde hinausführte°, (nicht wahr)?14


39 Paulus aber sagte: Ich bin zwar (ein) judäischer Mensch, andererseits (aber auch ein) Tarser (aus) der (Gegend) Zilizien, Bürger (einer) nicht unbedeutenden Stadt. Ich-flehe aber (zu) dir, erlaube mir zu dem Volk zu-sprechen°.19


40 Aber (als) er (es ihm) erlaubt-hatte°, winkte Paulus, - (wobei) auf den Stufen stehend*, - dem Volk (mit) der Hand (um Ruhe bittend). Aber (nachdem ein) großes Schweigen entstanden-war°, rief-er-(ihnen)-zu in aramäischem Dialekt, (indem) sagend:

Apostelgeschichte 22


1 Männer, Brüder und Väter, hört nun (auf) meine Verteidigung euch gegenüber!


2 Aber (nachdem) hörend°, dass er ihnen im hebräischen Dialekt zurief~, hielten-sie (noch) vielmehr Stille. Und er-erklärte~ (= historisches Präsens):


3 Ich bin (ein) judäischer Mann, geboren* in Tarsus in der (Provinz) Zilizien, aber aufgezogen* in dieser Stadt (Jerusalem) zu den Füßen Gamaliels,8 erzogen* (od.: ausgebildet) gemäß (der) Genauigkeit (d.h. der strengen Auslegung) des väterlichen Gesetzes, (ein) Eiferer Gottes seiend~, so-wie ihr alle (es) heute seid,


4 der (ich) diesen "Weg" bis-zum Tod verfolgte, (wobei/indem) Männer und Frauen fesselnd und in Gefängnisse überliefernd,


5 wie auch der Hohepriester und die ganze Ältestenschaft mir bezeugt, von denen auch, (nachdem) Briefe empfangen-habend°, ich zu den Brüdern nach Damaskus ging~, (damit) auch die dort Seienden gebunden* nach Jerusalem führend (Ptz.Fut.), damit sie bestraft-würden°.


6 Es-geschah mir aber, (als gerade) gehend und mich-nähernd der (Stadt) Damaskus, (dass) um Mittag völlig-unvermutet (ein) helles Licht aus dem Himmel um mich herum-aufblitzte,4


7 und ich-fiel zu Boden, und hörte (eine) Stimme, (zu) mir sagend: Saul, Saul, was verfolgst-du mich?


8 Ich aber antwortete: Wer bist-du, Herr? Und er-sagte zu ´mir`: Ich bin Jesus, der Nazaräer, den du verfolgst.


9 Die aber zusammen-mit mir Seienden, schauten zwar das Licht, aber die Stimme des (zu) mir Sprechenden hörten-sie nicht.11

10 Ich-sagte aber: Was soll-ich-tun, Herr? Der Herr aber sagte zu mir: Steh-auf° (imperativisches Ptz., und) gehe~ nach Damaskus, und dort wird-gesprochen-werden (zu) dir über alle (Dinge), die dir angeordnet-sind* zu-tun°.


11 Da ich (ihn?) aber nicht anblicken~5 (konnte, weil geblendet/blind?) wegen der Herrlichkeit (od.: dem Glanz) jenes Lichts, kam-ich nach Damaskus, (indem) an-der-Hand-geführt-werdend von (denen), die zusammen-waren-mit~ mir.


12 Ein-gewisser Hananias aber, (ein) ehrfurchtsvoller Mann nach dem Gesetz, bezeugt-werdend von allen (dort) ständig-wohnenden Juden,


13 (nachdem) zu ´mir` kommend° und sich-(vor mich)-hingestellend°, sagte-er (zu) mir: Saul, Bruder, blicke-auf! Und-ich blickte-auf zu ihm zu-eben der Stunde.


14 Er aber sagte: Der Gott unserer Väter bestimmte dich, seinen Willen zu-erkennen und den Gerechten zu-sehen und (die/eine) Stimme aus seinem Mund zu-hören,


15 weil du (ein) Zeuge (für) ihn sein-wird gegenüber allen Menschen, (von den Dingen) die du-gesehen-hast* und hörtest°.


16 Und nun, was zauderst-du? Steh-auf°10 lass-dich-taufen° und lass-dir-abwaschen°9 deine Sünden, (nachdem/wobei; Med.: für dich) angerufen-habend°2 seinen Namen!


17 Es-geschah mir aber, (nachdem) nach Jerusalem zurückgekehrt° und (während) ich (dort) in dem Heiligtum betend-war~, (dass) ich in Verzückung geriet


18 und ihn sah, (wobei) redend (zu) mir: Beeile-dich und komm-heraus aus Jerusalem in Schnelligkeit, deshalb-weil sie deine Bezeugung über mich nicht annehmen-werden!


19 Und-ich sagte: Herr, sie sind-damit-bekannt, dass ich es-war~, (der) die an dich Glaubenden in-Verwahrung-nehmend und in den Synagogen prügelnd.


20 Und während das Blut (von) Stephanus deines Zeugen ausgegossen-wurde~, war-ich sogar selbst dabeistehend* und beipflichtend~ und (Präs.: währen dessen) die Kleider der ihn Beseitigenden verwahrend~.


21 Und er-sagte zu mir: Gehe~, weil ich dich ferne zu (den) Nationen aussenden-werde!1


22 Sie-hörten~ ihm aber bis-zu diesem Wort (zu), und sie-erhoben ihre Stimme, sagend: Hinweg~ von der Erde (mit) einem derartigen, denn es-gebührt-sich-(Impf.: schon seit langem)~ nicht, (dass) er (Präs.: weiter) lebt~.


23 Und (während/als) sie (Präs.: andauernd) schreiend-waren~ und die Kleider6 hinschmeißend und Staub in die Luft werfend,


24 befahl der Heerführer, ihn in die Kaserne hineinzuführen~, (wobei) sagend°, (man solle) ihn (unter) Geißelhieben (das lat. flagellum?) verhören~, damit er-erkenne, aus welchem Grund sie so ihre-Stimme-erhoben-gegen~ ihn.


25 Aber als sie ihn (mit den/für) die Riemen3 hinstreckten, sagte Paulus zu dem dabeistehenden* Hauptmann: Ist-es-erlaubt (für) euch, (einen) römischen Menschen, - und (noch dazu) unverurteilt, - zu-geißeln~?


26 Aber der Hauptmann, (als dies) hörend°, - (nachdem) (zu) dem Heerführer hineinkommend°, - meldete-er (es ihm, wobei) sagend: Was hast-du-(da/nun)-vor~ zu-tun~?7 Denn dieser Mensch ist (ein) Römer.


27 Aber (nachdem) hinauskommend°, sagte der Heerführer (zu) ihm: Sage~ mir, bist du (wirklich ein) Römer? Er aber erklärte: Ja.


28 Der Heerführer aber antwortete: Ich erwarb (mir) dieses Bürgerrecht (für) viel Kapital. Paulus aber erklärte: Ich aber, sogar geboren-worden-bin-ich* (darin).


29 Sofort nun standen-ab von ihm, die ihn verhören~ sollten~, aber auch der Heerführer fürchtete-sich, (weil/nachdem) erkennend°, dass er (ein) Römer ist und weil er~ ihn gebunden-hatte*.


30 Aber am darauffolgenden (Tag), - wünschend etwas Sicheres zu-erfahren°, (in Bezug auf) das wofür er-von den Juden angeklagt-wird, - löste-er ihn (von den Fesseln) und befahl, (dass) die Hohepriester und das ganze Synedrium zusammenkommen, und (nachdem) den Paulus herabgeführt-habend°, stellte-er (ihn) vor sie.


Apostelgeschichte 23


1 Aber Paulus, - (indem) gespannt-den-Blick-richtend° (zu) dem Synedrium, - sagte: Männer, Brüder: Ich, (mit) allem gutem Gewissen habe-ich-mein-Bürgerleben-geführt* vor Gott bis-zu diesem Tag.12


2 Der Hohepriester Hananias1 aber gebot den (bei) ihm Danebenstehenden*, (ihm auf) seinen Mund zu-schlagen.


3 Darauf sagte Paulus zu ihm: Gott wird dich schlagen~, (du) übertünchte* Wand.2 Und du sitzt-da, (einerseits) mich nach dem Gesetz richtend, und (gleichzeitig) gesetzwidrig-handelnd befiehlst-du, (dass) ich geschlagen-werde~?


4 Die Danebenstehenden* aber sagten: Den Hohepriester Gottes beschimpfst-du?


5 Und Paulus erklärte~: Ich-wusste^ nicht, Brüder, dass er (der amtierende?) Hohepriester ist,3 denn es-ist-geschrieben*: "(Zu einem) Vorsteher deines Volkes, sollst-du-sagen nichts Übles."4


6 Paulus aber, (als) erkennend°, dass der eine Teil (von den) Sadduzäern, aber der andersartig (gesinnte Teil von den) Pharisäern ist, schrie-er~ (Impf.: ein paar Mal?) in das Synedrium (hinein): Männer, Brüder, ich bin Pharisäer, Sohn (von) Pharisäern, wegen (der) Hoffnung auf (die) Auferstehung (der) Toten werde ´ich` gerichtet.


7 Aber (als) er dies ´gesagt-habend`°, geschah (ein) Tumult der Pharisäer und Sadduzäer, und die Menge wurde-gespalten.


8 Denn (die) Sadduzäer behaupten ´einerseits`, es-gebe~ keine Auferstehung, noch (einen) Engel, noch Geist, Pharisäer aber bekennen beides-zusammen.


9 (Es) geschah aber (ein) großes Geschrei, und (nachdem) einige der Schriftgelehrten (von) dem Teil der Pharisäer aufgestanden-waren°, bestritten-sie-heftig~ (die Ansichten der Sadduzäer?) (wobei/indem) sagend: Wir-finden gar-nichts Übles an diesem Menschen. Wenn aber (ein) Geist (zu) ihm sprach, oder (ein) Engel, (was sollen wir dann dagegen sagen)?


10 (Da) aber viel Tumult geschehend~, (und weil) der Heerführer fürchtend°, dass Paulus von ihnen zerfetzt-werde, befahl-er der Kriegertruppe, (indem/nachdem) herabsteigend°, ihn aus ihrer Mitte zu-reißen° ´und` (ihn) in die Kaserne zu-führen~.


11 Aber (in) der folgenden Nacht, sagte der Herr, (wobei) sich-hinstellend° (zu) ihm: Habe-(Präs.: weiter)-Mut~! Denn wie du die (Tatsachen) über mich in Jerusalem feierlich-bezeugtestⱽ, ebenso musst du (es) auch in Rom bezeugenⱽ°.


12 Aber (als es) Tag geworden-war°, die Juden, - (indem eine) Verschwörung machend°, - (mittels eines Fluch)-verpflichteten-sie-sich-feierlich5 untereinander, (indem) sagend, (sie würden) weder essen noch trinken, bis dass sie den Paulus getötet-hätten~.


13 (Es) waren~ aber mehr-als vierzig, die diesen gemeinsamen-Schwur gemacht-habend°,


14 die, (nachdem/indem) zu den Hohepriestern und den Ältesten gegangen°, sagten: (Unter/mittels) Fluch verpflichteten-wir-feierlich uns-selbst, gar-nichts zu-kosten, bis, dass wir den Paulus getötet-haben~.


15 Ihr nun also, wendet-euch-an den Heerführer zusammen-mit dem Synedrium, auf-dass er ihn zu euch herabführe, (indem so tuend) als-ob (ihr) vorhättet~ das über ihn (Vorgebrachte noch) genauer richterlich-zu-untersuchen~. Wir aber sind bereit ihn zu beseitigen, (noch) bevor er sich-naht°.


16 Aber der Sohn der Schwester (des) Paulus, (als von) dem Hinterhalt hörend° (und) herbeikommend° und in die Kaserne hineinkommend°, meldete-er (es dem) Paulus.


17 Aber Paulus, (indem) einen der Centurios zu-sich-rufen-lassend°, erklärte-er (ihm): Diesen jungen-Mann ´führe-weg` zu dem Heerführer, denn er-hat ihm etwas zu-melden!


18 Der also nun, - ihn beiseite-nehmend°, - führte (ihn) zu dem Heerführer und erklärt (ihm): Der Gebundene Paulus, (nachdem) mich zu-sich-rufen-lassend°, bat-er, diesen ´jungen-Mann` zu dir zu-führen, (weil) etwas (mit) dir zu-besprechen habend.


19 Der Heerführer aber, seine Hand ergreifend° und sich-entfernend°, erkundigte-sich~ unter vier Augen: Was ist (es), dass du mir zu-melden hast?


20 Er aber sagte: Die Juden vereinbarten, dich zu bitten, auf-dass du den Paulus morgen in das Synedrium herabführest, als-ob (dieses) ´vorhabe`~ (noch) irgendetwas genaueres über ihn zu-erkunden~.


21 Du aber glaube ihnen nicht! Denn mehr-als vierzig Männer von ihnen lauern-auf ihm, solche-die sich feierlich-unter-Fluch-verpflichteten, weder zu-essen noch zu-trinken, bis dass sie ihn beseitigt-hätten°, und nun sind-sie bereit, (wobei nur noch) die Zusage von dir erwartend.


22 Der Heerführer also nun, entließ den jungen-Mann, (nachdem ihn) angewiesen-habend°: Plaudere gar-keinem aus, dass du (über) dies Anzeige-erstattetest° bei ´mir`.


23 Und ´irgendwelche zwei` der Centurios zu-sich-rufend°, sagte-er: Bereitet zweihundert Soldaten, auf-dass sie bis Cäsarea marschieren, und siebzig Reiter und zweihundert Leichtbewaffnete (od. viell.: Lanzenträger), von (der) dritten Stunde der Nacht (an),


24 und, (dass sie) Reittiere bereitstellen°, damit, (indem) den Paulus aufsitzen-lassend°, sie-(ihn)-sicher-hinbrächten°, zu Felix6 dem Prokurator!


25 (Und) er-schrieb (einen) Brief, habend diesen Inhalt:


26 Klaudius Lysias7 dem hochverehrten Prokurator Felix, Sei-gegrüßt~!


27 Diesen Mann, (nachdem) von den Juden festgenommen-worden° und (dann) im-Begriff-seiend~ von ihnen beseitigt-zu-werden~, nahm-ich-heraus, - (indem) zusammen-mit der Kriegertruppe hinzutretend°, - (als/weil) erfahren-habend°, dass er (ein) Römer ist.


28 Und (weil) wünschend den AnklageGrund zu-erkennen, wegen was sie ihn bezichtigten~, ´führte-ich-(ihn)-herab in ihr Synedrium`,


29 (bei) dem ich-herausfand, (dass) wegen Streitfragen ihres Gesetzes angeklagt-werdend, aber gar-keine Bezichtigung vorliegend (war, die) würdig (des) Todes oder (der) Bande (wäre).


30 (Weil/als) mir aber angezeigt-wurde°, (dass ein) Komplott gegen den Mann sein-wird, schickte-ich (ihn) sogleich zu dir, (wobei) auch die Ankläger angewiesen-habend°, ´das` gegen ihn (Vorzubringende) vor dir auszusagen~.


31 Die Soldaten also nun, gemäß dem ihnen befehlend-Angeordneten* (indem/nachdem) den Paulus mitnehmend°, führten (sie ihn während der) Nacht nach Antipatris.10


32 Aber am darauffolgenden (Tag) kehrten-sie-zurück in die Kaserne, (nachdem) zugelassen-habend°, (dass) die Reiter zusammen-mit ihm weiterziehen~.


33 Diese, (nachdem/als) nach Cäsarea hineinkommend° und den Brief (an) den Prokurator überreichend°, stellten-sie-vor° ihm auch den Paulus.


34 Aber (als den Brief) lesend° und (Paulus) befragend°, aus was-für-einer Provinz er-ist, und (als) erkundet-habend°, dass (er) von Zilizien11 (ist),


35 erklärte-er: Verhören-werde-ich dich,9 dann-wenn auch deine Ankläger herbeigekommen-sind°. (Und) er-befahl, ihn in dem Prätorium des Herodes8 zu-verwahren~.

Apostelgeschichte 24


1 Aber nach fünf Tagen stieg-herab der Hohepriester Hananias mit einigen Ältesten und einem-gewissen Rechtsanwalt6 (w.: Redner) Tertullus, die (bei) dem Prokurator gegen Paulus Anzeige-erstatteten.


2 Aber (nachdem) ´er` (Paulus oder Tertullus?) gerufen-worden-war°, fing-an Tertullus anzuklagen~, (indem) sagend: (Da) durch dich viel Frieden erlangend und Reformen geschehend (für) diese Nation durch deine vorausdenkende-Vorsorge,


3 auf-jede-Weise und überall nehmen-wir-(es)-freundlich-auf (d.h. anerkennen wir es), hochverehrter Felix, mit aller Dankbarkeit.9


4 Aber damit ich dich nicht noch länger belästige, ersuche-ich, (dass) du uns (in) deiner Herablassung kurz anhörst.


5 Denn (indem/weil) diesen Mann (als eine) Seuche findend° und (als) Aufstände anstiftend (bei/zum Schaden) allen den Juden auf dem bewohnten (Erdkreis/im röm. Reich), und (als) Rädelsführer der Partei der Nazaräer,


6 der sogar (Impf.: vergeblich?) versuchte~ das Heiligtum zu-entweihen, den wir auch festhielten,


7 1


8 von dem du-selbst, - (nachdem/indem) über alle diese (Vorwürfe) ermittelt-habend°, - erkennen° wirst-können, wofür wir ihn anklagen.


9 Aber auch die Juden griffen-(ihn)-mit-an, (indem) behauptend, (dass) dies so sei~.


10 Und Paulus antwortete, (als/nachdem) der Prokurator ihm zunickend-war° (etwas) zu-sagen~: (Weil) wissend, (dass) du seit vielen Jahren Richter (über) diese Nation bist~, verteidige-ich (mich) wohlgemut (betreffs) der über mich (erhobenen Anschuldigungen).10


11 Du kannst~ erkennen°, dass (es) nicht mehr-als zwölf Tage (für) mich sind, seit dem ich nach Jerusalem hinaufstieg, (um dort im Heiligtum) anzubeten (Ptz.Fut.).


12 Und weder fanden-sie mich in dem Heiligtum, (indem) mit jemandem mich-unterredend oder (einen) feindlichen-Aufstand (der) Volksmenge verursachend, noch in den Synagogen, noch (sonst wo) in der Stadt.


13 Sie-können dir auch-nicht darstellen, weswegen sie mich nun anklagen.


14 Ich-bekenne dir aber dies, dass (ich) gemäß dem "Weg", - den sie (eine) Partei nennen, -  dem väterlichen Gott so Gottesdienst-verrichte, (indem) allem glaubend gemäß dem (im) Gesetz und dem in den Propheten Geschriebenen*,7


15 (wobei die) Hoffnung auf Gott habend, die auch diese selbst erwarten, (nämlich, dass) zukünftig~ (eine) Auferstehung sein-wird und-zwar (von) Gerechten als-auch (von) Ungerechten.


16 Darum (od.: hierin/dabei) auch ich-selbst gebe-mir-Mühe12 allezeit (ein) Gewissen ohne-Anlass-zum-Anstoß zu-haben~ gegenüber Gott und den Menschen.


17 Aber nach mehreren (eigtl.: vielen) Jahren kam-ich-her, (damit) Almosen überbringend (Ptz.Fut) für meine Nation und OpferDarbringungen.


18 Dabei fanden-sie mich aber, - (nachdem) mich-(bereits)-zeremoniell-gereingt-habend*, - im Heiligtum, (aber) nicht mit (einer) Volksmenge und-nicht mit (einem) Tumult.


19 Aber einige Juden von der (Provinz) Asia, die vor dir anwesend-sein~ müssten~ und (mich persönlich) anklagen~ (müssten), wenn sie irgendetwas gegen mich haben-sollten (Opt.Präs.).


20 Oder diese selbst sollen-sagen°, welches (andere) Unrecht sie-fanden, (als ich) vor dem Synedrium gestanden-bin°,


21 außer diesem einen Ausruf, den ich-schrie, (als) unter ihnen stehend*: Wegen (der) Auferstehung (der) Toten werde ich heute vor euch gerichtet.


22 Felix aber vertagte (die Entscheidung, weil) ganz-genau (Bescheid) wissend*2 über die (Dinge) den "Weg" (betreffend, indem) sagend: Dann-wenn Lysias, der Heerführer, herabsteigt, werde-ich-richterlich-untersuchen euren Fall.


23 (Und zugleich) dem Hauptmann befehlend-anordnend°, (dass) er (Präs.: weiter)-bewacht-werde und (das er eine) Erleichterung habe~, und (dass) gar-keinem (von) seinen Eigenen (Freunden) gewehrt-werde~, ihm behilflich-zu-sein~.


24 Aber nach einigen Tagen, - (als) Felix zusammen-mit Drusilla3 seiner eigenen Frau, seiend (eine) Jüdin, herbeigekommen-war°, - ließ-er-schicken° den Paulus, und er-hörte ihn über den Glauben an Christus Jesus.


25 Aber (als) er sich-unterhaltend-war~ über Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und (das) zukünftige~ GerichtsUrteil,4 (weil) voll-Furcht geworden°, unterbrach Felix (ihn und sagte): Für nun ist-es (genug), gehe~. Aber (wenn wieder einen rechten) Zeitpunkt erhaltend°, werde-ich-zu-mir-rufen-lassen dich,


26 gleichzeitig auch hoffend, dass ´ihm` von Paulus Geld gegeben-werde. Deshalb auch, - (indem) ihn häufiger (zu sich) schicken-lassend, - unterhielt-er-sich (dann mit) ihm.


27 (Als) aber zwei Jahre erfüllt-waren°,8 erhielt Felix (den) Porcius Festus5 (als) Amtsnachfolger, und (weil) den Juden (eine) Gunst erweisen wollend,11 ließ-zurück Felix den Paulus gebunden* (d.h. als Gefangenen).

Apostelgeschichte 25


1 Festus also, (nachdem in) der Provinz sein-Amt-antretend°, stieg-er-hinauf nach drei Tagen von Cäsarea nach Jerusalem,


2 und die Hohepriester und die Vornehmsten der Juden erstatteten-Anzeige (bei) ihm gegen Paulus und ersuchten~ ihn, -


3 (indem von ihm eine) Gunst sich-erbittend° gegen ihn (d.h. gegen Paulus gerichtet), - damit er ihn nach Jerusalem mitschicke, (wobei einen) Hinterhalt planend~, (um) ihn auf dem Weg zu-beseitigen.


4 Festus also nun antwortete, (dass) Paulus in Cäsarea bewacht-werde, er-selbst aber stehe-im-Begriff~ in Schnelligkeit (von Jerusalem nach Cäsarea) hinabzugehen~.


5 Die BevollMächtigten also unter euch, erklärt-er, (sollen dann, indem) mit-(ihm)-hinabsteigend°, wenn irgendetwas Ungehöriges an dem Mann ist, ihn anklagen~.


6 Aber (nachdem) nicht mehr-als acht oder (od.: bis?) zehn Tage unter ihnen verweilend°, (und dann) nach Cäsarea hinabsteigend°, (und) am darauffolgenden (Tag) sich auf den Richterstuhl8 setzend°, befahl-er, dass Paulus vorgeführt-werde°.


7 Aber (als) er herbeigekommen-war°, traten-auf (gegen) ihn die von Jerusalem herabgestiegenen* Juden, (wobei) viele und schwere Beschuldigungen gegen-(ihn)-abgebend, die sie nicht beweisen konnten~,


8 (während/worauf) Paulus, sich-verteidigend, (sagte): Weder gegen das Gesetz der Juden noch gegen das Heiligtum noch gegen (den) Kaiser sündigte-ich (in) irgendetwas.                                                                                                                                                  


9 Festus aber, (weil) den Juden (eine) Gunst erweisen9 wollend, (indem) dem Paulus antwortend, sagte: Willst-du, (indem) nach Jerusalem hinaufsteigend°, dort über diese (Anklagen) vor mir gerichtet-werden?


10 Paulus aber sagte: Ich-bin ´vor dem Richterstuhl (des) Kaisers stehend`*, wo ich gerichtet-werden~ muss.10 Kein ´Unrecht-tat-ich` (den) Juden, wie auch du recht-gut erkennst.


11 Wenn ich also nun Unrecht-tue und irgendetwas Todes würdiges verübt-habe*, nicht weise-ich-ab das Versterben. Wenn aber gar-nichts (an dem dran) ist, wofür diese mich anklagen, kann keiner mich ihnen (aus Gefälligkeit) ausliefern. (Den) Kaiser rufe-ich-an.


12 Darauf antwortete Festus, (nachdem) sich-besprochen-habend° mit dem Beratungs-Komitee: (Den) Kaiser hast-du-angerufen*, zum Kaiser7 sollst-du-gehen.


13 (Als) aber einige Tage verstrichen-waren°, gelangten der König Agrippa1 und Bernice2 nach Cäsarea, (wobei) den Festus (zu Ehren seiner Amtseinsetzung) begrüßend°.


14 Als sie aber mehrere Tage dort verweilten~, legte-(zur Begutachtung)-dar Festus dem König das den Paulus Betreffende (indem) sagend: Ein Mann ist-zurückgelassen-worden* von Felix (als) Gebundener,


15 gegen den, (als) ich nach Jerusalem gekommen-war°, die Hohepriester und die Ältesten der Juden Anzeige-erstatteten, (und eine/die) Verurteilung gegen ihn erbittend.


16 Zu denen ich-antwortete: Es-ist nicht Sitte (bei den) Römern, einen Menschen auszuliefern~, bevor der Angeklagte (nicht) die Ankläger vor sich habe~ (Opt.Präs.) und (eine/die) Möglichkeit (zur) Verteidigung empfängt gegenüber der Bezichtigung.


17 (Als) ´sie` also hierher mitgekommen-waren°, - ohne (einen) gerichtlichen-Aufschub machend°, (und) mich (gleich) den nächsten (Tag) auf den Richterstuhl gesetzt-habend°, - befahl-ich, (dass) der Mann vorgeführt-werde,


18 über den, - (nachdem) auftretend°, - die Ankläger gar-keine Schuld vorbrachten, (betreffs dem,) was ich (an) bösen (Taten) vermutete.6


19 Aber sie-hatten~ einige Streitfragen über die eigene Götterverehrung3 gegen ihn und über einen-gewissen verstorbenen* Jesus, (von) dem der Paulus behauptete~, er-lebt~.


20 Aber ich, (weil) ratlos-seiend (hinsichtlich) der Auseinandersetzung wegen dieser (Fragen), sagte~ (zu ihm), ob er-wünsche~ (Opt.Präs.) nach Jerusalem zu-gehen und-dort wegen dieser (Dinge) gerichtet-zu-werden~.


21 Als aber Paulus Berufung-einlegte, (damit) er für die richterliche-Entscheidung der Majestät (d.i. der Kaiser Nero!) verwahrt-werde, befahl-ich, dass er verwahrt-werde, bis dass ich ihn zum Kaiser (als höhere Autorität) hinaufschicke.


22 Agrippa aber (sagte) zu Festus: Ich-wünschte~ (Impf.: schon länger) den Menschen auch selbst anzu-hören. Morgen, erklärte-er, sollst-du-anhören ihn.


23 Am darauffolgenden (Tag) also, (als) Agrippa und Bernice mit viel Gepränge gekommen-waren° und (nachdem) sie in den Audienzsaal hineinkamen, sowohl zusammen-mit (den) Heerführern11 als-auch den angesehensten Männern der Stadt, und (nachdem) Festus (es) befohlen-hatte°, wurde Paulus vorgeführt.


24 Und Festus sagte: König Agrippa und ihr alle (mit) uns mitanwesenden~ Männer, schaut-(euch)-an diesen, wegen dem die ganze Menge der Juden mich ´anging`, sowohl in Jerusalem als-auch hier, (indem/als) laut-rufend, (dass) er nicht-mehr (Präs.: weiter) leben~ dürfe~.


25 Ich aber stellte-fest, (dass) er gar-nichts Todes würdiges verübt-hat*. Aber (nachdem/als) dieser selbst die Majestät angerufen-habend°, entschied-ich, (ihn zum Kaiser) zu-schicken~.


26 Über den ich (aber) dem Herrn4 nichts Sicheres zu-schreiben habe.5 Deshalb führte-ich-vor ihn vor euch und ganz-besonders vor dich, König Agrippa, auf-dass ich (nach) der geschehenden° Ermittlung (od.: Verhör) irgendetwas hätte°, (was) ich-schreiben° (sollte/könnte).


27 Denn es-scheint mir unvernünftig, (indem einen) Gebundenen schickend (und) nicht (zugleich) auch die gegen ihn (vorgebrachten) Beschuldigungen aufzuzeigen°.


Apostelgeschichte 26


1 Agrippa aber erklärte~ dem Paulus gegenüber: (Es wird) dir erlaubt, (etwas) ´für` dich-selbst zu-sagen~. Darauf, (nachdem/indem) die Hand ausgestreckt-habend°, verteidigte-sich~ Paulus:


2 Wegen all (der Anschuldigungen), - deren ich von (den) Juden bezichtigt-werde, König Agrippa, - halte-ich* mich-selbst (für) glückselig, (weil?) heute im-Begriff-stehend~ vor dir mich-zu-verteidigen~,


3 ganz-besonders, (weil) du (ein) Kenner bist~, sowohl (von) all den Sitten bei (den) Juden als-auch (von den) Streitfragen. Deshalb flehe-ich, mich langmütig anzuhören°.


4 (Über) meine Lebensweise also nun von ´der` Jugend (an), die von Anfang (an) in meiner Nation und in Jerusalem Gewesene°, wissen* alle ´die` Juden (Bescheid),


5 (weil) mich (schon) vorher-kennend, - (schon) von-früher-her, - falls sie-(es)-bezeugen~ wollen~, dass ich nach der genauesten Partei unserer Religion lebte, (nämlich als) Pharisäer.


6 Und nun stehe-ich-da*, (indem) gerichtet-werdend wegen (der) Hoffnung (auf) das an unsere Väter geschehene° Versprechen von Gott,


7 zu welchem (Versprechen) unser Zwölfstämmevolk2 in Beharrlichkeit, - (indem/wobei/weshalb/weil) Nacht und Tag3 Gottesdienst-verrichtend, - hinzugelangen° hofft. Wegen dieser Hoffnung werde-ich-bezichtigt von (den) Juden, (oh) König.


8 Warum wird (es) bei euch (für) unglaublich gehalten~, wenn Gott Tote auferweckt (Realis: wie es der Fall ist)?


9 Ich allerdings meinte (ja) selbst, gegen den Namen Jesu, des Nazaräers, viele feindliche (Dinge) verüben° zu-müssen~,


10 was ich auch in Jerusalem tat, und ich inhaftierte viele der Heiligen in Gefängnissen, (indem/weil) von den Hohepriestern die Vollmacht empfangend°, und, (wenn) sie beseitigt-werdend, gab-ich-ab-gegen (sie meine) Stimme.4


11 Und in allen den Synagogen nötigte-ich-sie~5 (konativer Impf.: erfolglos) vielmals, (indem) sie bestrafend (od.: mittels Strafen/Folter?), zu-lästern~.6 Und (indem) übermäßig rasend-gegen sie, verfolgte-ich~ (sie) sogar bis in die Städte außerhalb (Judas/Palästinas),


12 (und als) hierbei (auch) nach Damaskus gehend mit der (ausdrücklichen) Vollmacht und Erlaubnis der Hohepriester,


13 sah-ich mitten (am) Tag auf dem Weg, (oh) König, vom-Himmel-her (ein) Licht, - mehr-als das Leuchten der Sonne, - mich um-leuchtend° und die zusammen-mit mir Gehenden.


14 Und (als) wir alle auf die Erde hingefallen-waren°, hörte-ich (eine) Stimme im hebräischen Dialekt zu mir sagend: Saul, Saul, was verfolgst-du mich? Hart (ist es für) dich, gegen (den) Stachelstock (Präs.: auf Dauer) auszuschlagen~.8


15 Ich aber sagte: Wer bist-du, Herr? Der Herr aber sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst.


16 Jedoch steh-auf und stelle-dich auf deine Füße! Denn dazu erschien-ich dir, (um) dich vorherzubestimmen° (als) Gehilfen und Zeugen (dessen), sowohl (von dem) was du (an) ´mir` sahst als-auch (von dem) was ich dich (noch)-sehen-lassen-werde,


17 (indem) dich aus dem Volk und aus den Nationen herausnehmend (od.: befreiend), ich dich zu denjenigen sende,


18 (um) ihre Augen zu-öffnen,7 damit sie-sich-umwenden von (der) Finsternis zum Licht und (von) der Gewalt des Satans zu Gott, damit sie Sünden Erlass empfangen und (ein) Erbteil unter den durch das Vertrauen auf mich Geheiligten*.


19 Daher, König Agrippa, wurde ich nicht ungehorsam (gegenüber) der himmlischen Vision,


20 sondern ich-verkündete~ sowohl zuerst denen (d.h. den Juden) in Damaskus als-auch in Jerusalem und (in) dem ganzen Landstrich (d.h. in den Dörfern) der (Provinz) Judäa, als-auch den Nationen, Buße-zu-tun~ und sich-umzuwenden~ zu Gott, (und) der Buße würdige Werke praktizierend.9


21 (Einzig und allein) deswegen nahmen-fest mich die Juden, (als) ich in dem Heiligtum ´war~`, (und) sie-versuchten~ (konativer Impf.), Hand-(an mich)-anzulegen.


22 (Weil) nun bis-zu diesem Tag von Gott die Unterstützung erlangt-habend°, stehe-ich-da*, (wobei) bezeugend sowohl Kleinen als-auch Großen, gar-nichts außer (das Gleiche) sagend, was sowohl die Propheten als-auch Mose sprachen, (dass) es-geschehen~ müsse~.


23 (So gewiss es ist,) dass der Messias Leiden (erfährt, und so gewiss es ist,) dass (er als) erster aus Auferstehung (der) Toten (kommend), Licht verkündigen~ werde~, sowohl dem Volk (Israel) als-auch den Nationen.


24 Aber (während) er (mit) diesen (Tatsachen) sich-verteidigend~, erklärt Festus, (indem ihn) mit lauter Stimme (unterbrechend): Du-bist-von-Sinnen Paulus. Das viele Schriftstudium versetzt dich in Wahnsinnⱽ.


25 Paulus aber erklärt: Ich bin nicht von Sinnen~, hochverehrter Festus, sondern Aussprüche (der) Wahrheit und (der) Vernünftigkeitⱽ lasse-ich-frei-heraus-verlauten.


26 Denn der König ist-bekannt-mit diesen (Dingen), zu dem ich ´auch`, (indem) freimütig-redend, spreche. Denn ich-bin-überzeugt~, (dass) ihm nicht ´irgendetwas` (von) diesen (Dingen) unbemerkt-geblieben~ ist. Denn dies hat-sich-abgespielt* nicht in (einem) stillen-Winkel.


27 Glaubst-du, König Agrippa, den Propheten? Ich-weiß*, dass du-glaubst.


28 Agrippa aber (sagte) zu Paulus (ironisch?/ halbherzig?/ fragend?): In Kürze überzeugst-du mich (so sehr, um mich selbst zu einem) Christianer zu-machen°.1


29 Paulus aber (entgegnete): Ich wünschte-betend° (Opt.Aor.) zu Gott, (dass) über kurz oder lang nicht nur du, sondern auch alle die mich heute Hörenden, derartige würden° wie auch ich (einer) bin, ausgenommen diese Bande.


30 Und der König stand-auf und der Prokurator und Bernike und die (mit) ihnen Zusammensitzenden,


31 und, (nachdem) sich-entfernt-habend°, sprachen-sie zu einander, (indem) sagend: Garnichts würdig (des) Todes oder (der) Bande, verübt dieser Mensch.


32 Aber Agrippa erklärte~ (Impf.: bekräftigend) dem Festus: Loslassen* könnte~ (man) diesen Menschen, wenn er nicht (den) Kaiser angerufen-hätte^.


Apostelgeschichte 27


1 Als aber unser2 Absegeln~ nach Italien entschieden-war°, übergaben-sie~ sowohl den Paulus als-auch einige andersartige Gefangene3 (einem) Hauptmann namens Julius (von der) "kaiserlichen Kohorte".20


2 Aber (ein) adramytenisches Schiff21 besteigend°, (und) im-Begriff-seiend zu den Häfen entlang der (Küste der Provinz) Asia zu-segeln~, liefen-wir-aus, (wobei) Aristarchus, - (ein) Mazedonier, (ein) Thessalonicher, - zusammen-mit uns war~.


3 Und am nächsten (Tag) liefen-wir-ein (im Hafen) von Sidon, und Julius, (indem/weil) den Paulus menschenfreundlich behandelnd° (od.: entgegenkommend), erlaubte-er (ihm, indem) zu den Freunden gehend°, Fürsorge zu-erlangen.


4 Und-(nachdem)-von-dort auslaufend°, segelten-wir-im-Windschatten4 (nach) Zypern, deswegen weil (uns) die Nordwest Winde entgegengesetzt waren~,


5 und (indem) die hohe-See entlang der (Küste von) Zilizien und Pamphylien durchsegelnd, legten-wir-an in (den Hafen von) Myra in der (Landschaft) Lyzien.


6 Und-(als)-dort der Hauptmann (ein) nach Italien segelndes alexandrinisches Schiff gefunden-hatte°, ließ-er-einsteigen uns ins Schiff.


7 Aber (während) etlicher Tage langsam-segelnd und kaum gegen Knidos vorankommend°, (weil) uns der Wind nicht heranlassend-war~,5 segelten-wir-im-Windschatten der (Insel) Kreta, (südlich am Kap) Salmone28 entlang.


8 Und (indem) kaum (an) ihr19 vorbeisegelnd, kamen-wir zu (einem) Ort, genannt "Schöne Häfen",17 der nahe (bei der) ´Stadt Lasäa war`~.


9 (Weil/als) aber geraume Zeit verstrichen-war° und das Segeln schon unsicher war~, (und) weil auch das HerbstFasten6 schon vorübergegangen-war*, mahnte~ Paulus (Impf.: immer wieder/eindringlich?),


10 (indem zu) ihnen sagend: Männer, ich-sehe-voraus, dass das Segeln mit Ungemach und viel Einbuße, nicht nur (für) die Ladung und das Schiff, sondern auch (für) unser Leben, bestimmt~ sein-wird.


11 Der Hauptmann aber vertraute~ dem Steuermann und dem Kapitän mehr als dem von Paulus Gesagten.


12 (Da) aber der Hafen zum Überwintern ungeeignet war~, fassten die Meisten (den) Beschluss, von dort auszulaufen, ob-irgendwie (mit Opt.Präs.: sie vielleicht) könnten~,22 (nachdem/indem/ wenn) nach Phönix hingelangend°, (finaler Aor.: um dort letztendlich) zu-überwintern, (einem) Hafen der (Insel) Kreta, blickend (d.h. offen seiend)  nach (dem windstilleren) Südwesten und nach Nordwesten.7


13 (Da) aber (der günstige) Südwestwind leicht-zu-wehen-begann°, (und weil die Matrosen) meinend° den (vorher gefassten) Vorsatz halten-zu-können*,8 (und daher die Anker) lichtend°, segelten-sie-vorbei~ ganz-nah (d.h. wegen den besseren Windverhältnissen so nahe wie möglich) an Kreta.


14 Aber kurz danach warf-sich (ein) wirbelsturmartiger Wind herab-von ihr (d.h. von der Insel Kreta und ihrem Gebirge Ida), der Euraquilo9 genannt-Werdende.


15 (Weil) aber das Schiff mitgerissen-wurde° und nicht imstande-seiend (den Bug) dem Wind entgegen-zu-wenden~, (indem/nachdem es) preisgegebend°, ließen-wir-(uns)-forttragen~.


16 Aber (nachdem/indem) im-Windschatten-segelnd° (von einem) Inselchen genannt Kauda,23 kaum waren-wir-stark-genug des RettungsBeibootes mächtig zu-werden°.10

17 Dieses, (nachdem es) hochziehend°, gebrauchten-sie~ Hilfsmittel,11 (indem) das Schiff untergürtend. Und, (weil) fürchtend, dass sie in die Syrte24 verschlagen-würden, (und) das Gerät12 hinabsenkend°, so (d.h. in diesem Zustand) ließen-sie-sich-treiben~.


18 (Da) wir aber heftig vom-Unwetter-betroffen-werdend, machten-sie~ (d.h. die Matrosen) am nächsten (Tag, einen) NotHinauswurf (von entbehrlicher Schiffsladung).29


19 Und am dritten (Tag) schmissen-sie die Takelei25 des Schiffs eigenhändig (über Bord).


20 (Da) aber (über) mehrere Tage weder Sonne noch Sterne erscheinend-waren~ und (ein) nicht geringer Wintersturm (uns) bedrängend-war~, nahm-ab schließlich jede Hoffnung, dass wir (Präs.: jemals) errettet-würden~.30


21 Und (da) große Appetitlosigkeit herrschend~, - (nachdem) Paulus sich-hinstellend° in ihre Mitte - da sagte-er: Zwar wäre-(es)-nötig-gewesen~ oh Männer, (dass ihr) mir Gehorsam-geleistet-hättet° nicht von Kreta auszulaufen, und euch dieses Ungemach und die Einbuße (der Ladung/des Schiffes?) zu-ersparen°.


22 Doch nun mahne-ich euch, wohlgemut-zu-sein~, denn kein Verlust an Leben wird-sein (unter) euch, außer (der Verlust) des Schiffes.


23 Denn in dieser Nacht stellte-sich-hin (zu) mir (ein) Engel des Gottes, dessen ich-bin, dem ´ich` auch Gottesdienst-verrichte,


24 sagend: Fürchte-dich~ nicht, Paulus! Du musst dich-hinstellen° (vor den) Kaiser, und siehe, Gott hat-gnädig-geschenkt* dir alle die mit dir Segelnden.


25 Deshalb seid-(Präs.: von jetzt an)-wohlgemut~, Männer! Denn ich-vertraue26 Gott, dass (es) ebenso sein-wird, in der Art-und-Weise (zu) mir gesprochen-worden-ist*.


26 Aber wir müssen auf (eine) Insel verschlagen-werden.


27 Als aber (die) vierzehnte Nacht kam, (seitdem) wir in der Adria31 umhertreibend-waren~, vermuteten die Matrosen um Mitternacht, (dass sich) ihnen (ein) Landstrich nähere~.32


28 Und (nachdem/indem) das-Lot-ausgewerfend° fanden-sie zwanzig Faden18 (= 37 m Tiefe), aber (indem ein) wenig sich-entfernend° und (danach) wieder das-Lot-ausgewerfend°, fanden-sie (nur mehr) fünfzehn Faden (= 27 m Tiefe).


29 Und, (weil) fürchtend, dass wir irgendwo auf raue Orte verschlagen-würden°, (und nachdem) vom Heck33 vier Anker rausschmeissend°, wünschten-sie-betend~, (dass es) Tag werde.


30 (Als) aber die Matrosen, (indem) versuchend aus dem Schiff zu-fliehen und (dabei) das RettungsBeiboot in das Meer hinabgesenkend° unter (dem) Vorwand, als (ob) im-Begriff-seiend vom Bug aus Anker auszuwerfen~,


31 sagte Paulus (zu) dem Hauptmann und den Soldaten: Falls diese nicht in dem Schiff bleiben°, könnt° ihr nicht errettet-werden.16


32 Darauf hauten-ab die Soldaten die Seile des RettungsBeibootes, und sie-ließen-zu, (dass es) hinabfalle°.


33 Aber bis (es) im-Begriff-stand~ Tag zu-werden~ (Impf. + Präs.: als es schön langsam Tag wurde), ermahnte Paulus alle, Nahrung zu-sich-zu-nehmen, (indem) sagend: Heute, (indem schon den) vierzehnten Tag herbei-erwartend, verharrt-ihr appetitlos, (indem) gar-nichts zu-euch-genommen-habend°.


34 Deshalb ermahne-ich euch, Nahrung zu-euch-zu-nehmen, denn dies (dient) zu eurer Errettung. Denn keinem (von) euch wird (auch nur ein) Haar vom Kopf verlorengehen.16


35 Aber (nachdem) dies gesagt-habend° und Brot genommen-habend°, dankte-er Gott angesichts aller, und (nachdem es) gebrochen-habend°, fing-er-an zu-essen~.


36 Aber (nachdem) alle wohlgemut geworden-waren°, auch sie nahmen-zu-sich° Nahrung.


37 Alle die Personen auf dem Schiff waren~ aber ´zweihundert` sechs (und) siebzig.27


38 Aber (nachdem mit) Nahrung satt-geworden°, entlasteten-sie das Schiff, (indem) die WeizenLadung in das Meer hinauswerfend.


39 Als (es) aber Tag wurde, erkannten-sie~ das Land nicht, aber eine Meeresbucht nahmen-sie-wahr, (einen) Strand habend, auf den sie-beschlossen~, - wenn sie-könnten~ (Opt.Präs.), - das Schiff ´auflaufen-zu-lassen`.


40 Und (nachdem) die Anker gekappt-habend°, ließen-sie-(sie)-zurück~ in dem Meer, (wobei) gleichzeitig die Verbindungstaue der Steuerruder loslassend° und (nachdem) das Vorsegel hissend°,13 hielten-sie-festen-Kurs~ auf den Strand (zu).


41 (Da) aber auf (eine) Sandbank14 geratend°, ließen-sie-auflaufen das Vehikel,1 und der Bug zwar, (weil) sich-festgerammt-habend° (od.: hineingebohrt), blieb unbeweglich, das Heck aber (konativer Impf.: drohte-sich) unter der Gewalt ´der Wogen` aufzulösen~.15


42 Aber (ein) Beschluss der Soldaten kam-zustande, dass sie die Gefangenen töten~, (damit) nicht jemand, (indem) wegschwimmend°, entwische° (vgl. Apg 12,19) .


43 Der Hauptmann aber, - (weil) wünschend Paulus unversehrt-zu-erretten°, - verwehrte (effek. Aor.: erfolgreich) ihnen das Vorhaben und befahl,16 (dass,) die schwimmen~ Könnenden~, - (indem/nachdem als) erste sich-hinabschmeissend°, - an das Land herauszutreten~,


44 und (dann) die übrigen, die einen auf Brettern, die anderen auf irgendwelchen (Holzteilen) von dem Schiff. Und so geschah-es, (dass) alle unversehrt-errettet-wurden an das Land.

Apostelgeschichte 28


1 Und (als) wir-unversehrt-errettet-waren°, da fanden-wir-heraus, dass die Insel ´Melite`22 genannt-wird.


2 Und die Barbaren20 gewährten~ uns eine ganz ungewöhnliche Menschenfreundlichkeit, denn (nachdem einen) Holzstoß (w.: Brennstoff) anzündend°, nahmen-sie-zu-sich uns alle wegen des eingetretenen* Regens und wegen der Kälte.


3 Paulus aber (war) ein Bündel Reisig zusammenraffend° und (es) auf den Holzstoß auflegend°. (Als nun) wegen der Erwärmung (eine) Giftschlange1 herausgekommen-war°, biss-sie-sich-fest (an) seiner Hand.


4 Als aber die Barbaren das Tier von seiner Hand herabhängend sahen, sagten-sie~ zu einander: Jedenfalls ist dieser Mensch (ein) Mörder, dem (es), - (obwohl) aus dem Meer unversehrt-errettet-worden°, - die Dike2 nicht zuließ, (dass er) weiterlebe~.


5 Er also nun, (nachdem/indem) das Tier in das Feuer abschüttelnd°, erlitt nichts Übles.


6 Sie aber erwarteten-sich~, er werde~ anschwellen~ oder plötzlich tot hinfallen~. Sie aber, (als) über lange (Zeit) zu-wartend~ und anschauend~, (dass) gar-nichts Ungewöhnliches an ihm geschah~, (und indem nun ihre Meinung) wechselnd°, sagten-sie~ (Impf.: einer zum anderen, dass) er (ein) Gott sei~.


7 Aber in den (Gebieten) um jenen Ortⱽ befanden-sich~ (Impf: schon seit langem) Grundstückeⱽ, (die) dem Ersten3 der Insel namens Publius (gehörten), der uns, (indem uns) gastfreundlich-empfangend°, (für) ´drei Tage`7 in-freundlich-gesinnter-Art-und-Weise beherbergte.


8 Es-geschah aber, (dass) der Vater des Publius, (weil/indem von) Fieberschüben und Ruhr21 gequält-werdend, (Präs.: schon länger) daniederlag~, zu dem der Paulus, (nachdem) hineingehend° und betend°, (und wobei) ihm die Hände auflegend°, ihn heilte°.

9 (Als) aber dies geschehend-war°, kamen-(Impf.: der Reihe nach)-hin~, ´auch` die übrigen die auf der Insel (körperliche) Schwachheiten Habenden, und sie-wurden-(Impf.: der Reihe nach)-gesundgemacht~,19


10 die uns auch (mit) vielen Ehrengeschenken ehrten und, (als wieder mit dem Schiff) auslaufend-waren~, (uns) das für die ReiseBedürfnisse hinzufügend.


11 Aber nach drei Monaten4 liefen-wir-aus in (einem) alexandrinischen Schiff, gekennzeichnet (mit den) Dioskuren,5 (das) auf der Insel überwintert-hatte*.


12 Und (nachdem) im (Hafen von) Syrakus6 einlaufend°, blieben-wir-da (für) drei Tage,


13 von-wo (dann, nachdem) im-Bogen-(auf die Straße von Messina)-zusegelnd°, wir nach Rhegion hingelangten. Und (weil) nach einem Tag Südwestwind aufkommend-war°, kamen-wir (schon am) zweiten (Tag) nach Puteoli,17


14 wo, (als/nachdem) Brüder findend°, wir-ersucht-wurden, sieben Tage7 bei ihnen dazubleiben, und daraufhin kamen-wir (dann auf der Via Appia zu Fuß)8 in die (Stadt) Rom.


15 Und-von-dort kamen die Brüder, (nachdem) gehört-habend° das über uns (Ergangene/oder über unsere Ankunft in Puteoli), zur Begegnung-mit9 uns, (eine Gruppe?) bis Forum Appii und (eine Gruppe bis?) Tres Tabernae,16 (und als) Paulus sie sah° (und) Gott gedankt-habend°, fasste-er (od.: empfing er) Mut.


16 Aber als wir nach Rom hineinkamen, wurde-erlaubt dem Paulus, zusammen-mit dem ihn bewachenden Krieger10 für sich zu-bleiben~.


17 Es-geschah aber nach drei Tagen, (dass) er die Seienden~ die Ersten der Juden zusammenrief. (Als) sie aber zusammenkommend-waren°, sagte-er~ zu ihnen: Ich, Männer, Brüder, (obwohl) gar-nichts Feindseliges (gegen) das Volk und die väterlichen Sitten getan-habend°, wurde-überliefert (als) Gebundener aus Jerusalem in die Hände der Römer,


18 welche, (nachdem) ermittelt-habend°, beschlossen~ mich zu-entlassen, weil bei mir gar-keine Todes Schuld (d.h. kein Kapitalverbrechen) vorhanden-ist~.


19 Da aber die Juden, (dem) widersprechend-waren~, wurde-ich-genötigt, (den) Kaiser anzurufen°, (jedoch) nicht als hätte-ich meine Nation (in) irgendetwas anzuklagen~.


20 Wegen diesem Grund also rief-ich-(euch)-herbei, (um) euch zu-sehen° und zu-(euch)-zu-sprechen°, denn wegen der Hoffnung Israels liegt-herum-um (mich) diese Kette.10


21 Sie aber sagten zu ihm: Wir empfingen von der (Bruderschaft in) Judäa weder AnklageSchriften über dich, noch, (als/nachdem/indem) irgendeiner der Brüder herbeikommend°, meldete-er (offiziell) oder sprach-er (privat) irgendetwas Böses über dich.


22 Aber wir-halten-(es)-für-angebracht, von dir zu-hören, wie du-gesinnt-bist, denn über diese Partei ist uns bekannt, dass (ihr) überall widersprochen-wird.


23 Aber (nachdem) ihm (einen) Tag anordnend°, kamen (noch) mehrere zu ihm in das Gastzimmer, (mit) denen er-sich-(Impf.: lange)-auseinandersetzte~, (wobei) feierlich-bezeugend die Königsherrschaft Gottes und sie-überzeugend~11 betreffs Jesus, sowohl aus dem Gesetz Mose als-auch (aus) den Propheten, von  frühmorgens bis-zum Abend.


24 Und die einen wurden-überzeugt~ (durch) das Gesagte, die anderen glaubten-nicht~.


25 Aber (da/nachdem) nicht-übereinstimmend seiend mit einander, gingen-sie-weg~, (nachdem) Paulus (noch) einen (einzigen) Ausspruch gesagt-hatte°: Recht sprach der Heilige Geist durch Jesaja den Propheten, zu euren Vätern,


26 (indem/als) sagend: "Geh° zu diesem Volk und sage°: (Mit) Hören werdet-ihr-hören,12 doch keinesfalls sollt-ihr-verstehen°, und erblickend werdet-ihr-(es)-erblicken, doch keinesfalls sollt-ihr-(es)-sehen°.


27 Denn das Herz dieses Volkes wurde-dick (od.: stumpf/unempfindlich/undurchlässig wurde), und (mit) den Ohren hörten-sie schwer, und ihre Augen verschlossen-sie, dass-nicht (etwa) sie-sehen° (mit) den Augen und (mit) den Ohren hören° und (mit) dem Herzen verstehen° und sich-umwenden und (od.: sodass) ich-würde-gesundmachen13 sie."14


28 Bekannt ´sei~ euch` also, dass diese Errettung Gottes (nun) den Nationen gesandt-wurde. Sie werden auch hören.


29 15


30 Aber ganze zwei-Jahre blieb-er-in°18 (seiner) eigenen Mietwohnung, und alle die zu ihm Hineingehenden nahm-er-freundlich-auf,


31 (wobei fortwährend) die Königsherrschaft Gottes predigend und die (Wahrheiten) über den Herrn Jesus Christus lehrend, mit aller Freimütigkeit, ungehindert.


Zu Römern

Die Stadt Rom

Rom wurde der Tradition nach, 753 v.Chr. auf sieben Hügeln am Fluss Tiber gegründet und wurde daher, als die 7-Hügel-Stadt bezeichnet (vgl. Offb 17,9). Ursprünglich wurde es als Stadt-Staat von Königen regiert, entwickelte sich aber im Laufe der Zeit zu einer senatorischen Republik, später dann, durch die Alleinherrschaft des Augustus, zum Kaiserreich und unter Domitian zu einer Diktatur zu einer Weltmacht. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das römische Reich durch die militärischen Erfolge seiner disziplinierten und gut ausgerüsteten Armeen allmählich zu einer Weltmacht und beherrschte den größten Teil der damals bekannten Welt von Britannien im Norden bis nach Afrika im Süden, von Spanien im Westen bis Kleinasien im Osten. Die liberale und republikanische Gesinnung seiner Bewohner war damals etwas Neues in der antiken Welt und zog viele Menschen mit neuen Ideen und auch anderen Religionen an. In neutestamentlicher Zeit hatte die Stadt Rom eine Einwohnerzahl von über 1 Million Menschen verschiedenster Nationalitäten und Religionen, und war flächenmäßig etwa so groß wie das heutige Berlin. Rom war demnach eine multikulturelle Weltstadt mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Im Zentrum der Stadt errichteten die Kaiser Prachtbauten, in den darum liegenden Stadtteilen hauste das Proletariat in Mietskasernen und wurde ab Kaiser Augustus mit Brot und Spielen ruhig gehalten. Am Rande der Stadt und in den angrenzenden Ländereien hatten die Reichen ihre Prunkvillen mit allerlei Luxus. Durch ein sehr gutes Straßensystem war die Hauptstadt mit den Provinzen bestens verbunden. Wann die Gemeinde in Rom entstanden ist, und wer sie gegründet hat ist nicht bekannt, jedenfalls wurde sie weder von Petrus noch von Paulus gegründet, höchstwahrscheinlich auch durch keinen anderen der Apostel. Unter denen die zu Pfingsten in Jerusalem gläubig wurden, waren auch Römer, das waren möglicherweise jüdische Festpilger, die aus Rom zum Pfingstfest nach Jerusalem gekommen waren (Apg 2,10). Sie könnten, zurück in ihrer Heimatstadt, evangelisiert haben, sodass die Gemeinde dadurch entstand. Kaiser Claudius hat im Jahr 49 n.Chr. alle Juden wegen Streitereien über einen gewissen "Chrestos" aus Rom ausgewiesen. Ob damit etwaige Auseinandersetzungen zwischen Juden und Juden-Christen wegen Christus gemeint sind, bleibt offen, es ist aber anzunehmen. Jedenfalls hatte die Gemeinde zurzeit der Abfassung des Römerbriefes bereits eine beträchtliche Anzahl an Gläubigen aus den Heiden (vgl. Röm 11,13), - und durch die Ausweisung der Juden(christen) eher weniger aus den Juden. Die Gläubigen versammelten sich wegen ihrer großen Anzahl und der großen Ausdehnung der Stadt, in verschiedenen Hausgemeinden (vgl. Röm 16,5ff). Von 60-62 n.Chr. war Paulus in Rom für zwei Jahre unter Hausarrest in seiner angemieteten Wohnung und konnte in dieser Zeit ungehindert Besucher empfangen und evangelisieren. Hier schrieb er auch die Briefe an die Epheser, Kolosser, Philipper und an Philemon. Nach zwei Jahren wurde er freigelassen und evangelisierte in Griechenland, bevor er dann abermals in Rom ins Gefängnis kam und schließlich unter Kaiser Nero hingerichtet wurde. Auch Petrus war in Rom und hatte Markus dort als seinen Mitarbeiter. Auch Petrus wurde in Rom hingerichtet. Im Jahr 64 n.Chr. wurde Rom durch einen schrecklichen Brand verwüstet. Da die Güter Kaiser Neros und seines angeblichen homosexuellen Freundes Tigellinus unbeschädigt blieben, geriet Nero in den Verdacht, den Brand selbst gelegt zu haben, damit er Rom neu aufbauen lassen könne. Nero beschuldigte daher die verhassten Christen als die Brandleger und ließ sie als Sündenböcke verfolgen. Nach Aussage von Tacitus ließ er etliche von ihnen mit Pech übergießen und nachts als lebendige Fackeln in seinen kaiserlichen Gärten anzünden. Andere wurden bei den Spielen im Kolosseum an die wilden Tieren verfüttert (33,1038; 42,1152; 52,IV,1441ff).

 

Einleitung Römerbrief

Der Römerbrief wurde vom Apostel Paulus geschrieben, weil er vorhatte, irgendwann auf einer geplanten Missionsreise nach Spanien, in Rom Halt zu machen. Hinweise auf Kenchräa, eine der beiden Hafenstädte Korinths (Röm 16,1), und andere Einzelheiten im Brief, lassen auf Korinth als Abfassungsort schließen. Weil Paulus nur drei Monate in Korinth war, - das war gegen Ende seiner dritten Missionsreise, ehe er durch die Anschläge auf ihn vertrieben wurde, - muss er den Brief während dieser kurzen Zeitspanne geschrieben haben. Daraus ergibt sich ein Datum für den Winter 56-57 n.Chr. (vgl. Apg 20,3; Röm 15,25-26; 16,23). Überbracht wurde der Brief durch Phöbe, einer Dienerin (Röm 16,1-2) der Gemeinde in Kenchräa (vgl. 42,1152; 48,597; 33,1038; 21,II,557).

 

Thema und Gliederung des Römerbriefes:

Siehe auch die Graphik unter: https://drive.google.com/file/d/1P0-Iv94YcsS-NyVsQrSp0v1xhtYvKfBv/view?usp=sharing

Das Evangelium - Gottes Kraft zur Errettung für jeden Glaubenden (Röm 1,16-17)

 

I.) Lehre: (Röm 1,16 - 8,39)

  1) Erlösung von Sünden (Plural 12x) → durch Christi BLUT (Röm 1,18 - 5,11)

  2) Befreiung von der Macht der Sünde (Singular 39x) → durch Christi TOD,

      indem wir mit ihm mitgestorben, mitbegraben und mitauferstanden sind (Röm 5,12 - 8,39)

 

II.) Einschub: Die Erwählung Israels im Heilsplan Gottes (Röm 9,1 - 11,36)

  1) Der Vorsatz Gottes mit Israel (Röm 9,11 - 10,15)

  2) Aber nicht alle aus Israel haben dem Evangelium gehorcht (Röm 10,16 - 11,1)

  3) Dennoch hat Gott sein Volk Israel nicht verstoßen (Röm 11,2-36)

 

III.) Wandel: Der gottesfürchtige Wandel der Gläubigen (Röm 12,1 - 15,33)

 

IV.) Grüße (Röm 16,1-27)

Römer 1


1 Paulus,35 Sklave29 ´Christi Jesu`,10 berufener Apostel,1 abgesondert* zum (Dienst am) Evangelium Gottes,


2 das er durch seine Propheten in heiligen Schriften vorherversprach2


3 über seinen Sohn, den (einerseits?) nach Abstammung aus Davids Nachkommenschaft Geborenen°,


4 den (andererseits?) bestimmt-Wordenen° (zum/als) Sohn Gottes11 in Macht, - entsprechend (dem) Geist (des) Geheiligtseinsⱽ,19 - aufgrund Auferstehung26 (von den) Toten: (nämlich) Jesus Christus,10 unseren Herrn,


5 durch den wir28 Gnade und Apostelschaft empfingen zum Glaubens Gehorsam20 unter allen den Nationen für seinen Namen (d.h. zur Ehre seines Namens),


6 - unter denen seid auch ihr Berufene Jesu Christi,10 -


7 allen, den in Rom Seienden geliebten Gottes, (den) berufenen Heiligen:17 Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und (dem) Herrn Jesus Christus.10


8 Zuerst (od.: vor allem) aber danke-ich meinem Gott durch Jesus Christus10 für euch alle, dass (od.: weil) euer Glaube in der ganzen (römischen?) Welt verkündigt-wird.21


9 Denn mein Zeuge ist Gott, - dem ich-Gottesdienst-verrichte in (od.: durch) meinem Geist in dem (od.: durch das) Evangelium seines Sohnes, - wie ich in-unaufhörlicher-Art-und-Weise erinnernde-Erwähnung (für) euch mache


10 (indem/wobei) allezeit bei meinen Gebeten flehend, ob ich vielleicht endlich irgendwann werde-(einen)-guten-Weg-geführt-werden3 in (od.: durch) dem Willen Gottes, (um) zu euch zu-kommen°.


11 Denn ich-verlange-danach, euch zu-sehen°, damit ich euch etwas geistliche Gnadengabe mitgebe°, auf dass ihr gefestigt-werdet°,


12 dies aber bedeutet, (damit/dass auch) ich-(durch ermunternden Zuspruch)-mitgetröstet-werde° unter euch durch den wechselseitigen Glauben, sowohl euren als-auch meinen.


13 Aber ich-will nicht, (dass) ihr nicht-erkennt~ Brüder, dass ich vielmals mir-vornahm zu euch zu-kommen°, - und bis (zu) dem heutigen (Tag) wurde-ich-gehindert,12 - damit ich auch unter euch irgendeine Frucht haben-möge°,13 so-wie auch unter den übrigen Nationen.


14 Sowohl Griechen als-auch Barbaren, sowohl Weisen als-auch Unverständigen bin-ich Schuldner.


15 Demnach, was mich betrifft, (bin ich) bereitwillig auch euch, denen in Rom, zu-evangelisieren°.


16 Denn nicht schäme-ich-mich-für das Evangelium,36 denn (eine) Macht Gottes18 ist-es zur Errettung jedem dem Vertrauenden, sowohl (dem) Juden ´zuerst` als-auch (dem) Griechen.


17 Denn (die) Gerechtigkeit Gottes,4 in ihm (Sg.Neut.: d.h. im Evangelium) wird-sie-enthüllt~, (sie ist) aus (od.: aufgrund von) Vertrauen zu (weiterem?) Vertrauen25 (führend), so-wie geschrieben-ist*: "Aber der Gerechte, aus (od.: aufgrund von) Vertrauen wird-er-leben."5


18 (Ebenso) enthüllt-wird~6 allerdings Gottes Zorn vom Himmel (her) über jede (Art von) Ehrfurchtslosigkeit und Ungerechtigkeit (von) Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit (gefangen?) Zurückhaltenden,22


19 deshalb-weil das (von) Gott Bekannte (od.: Erkennbare)24 unter (od.: in/bei) ihnen offenbar (od.: erschienen/sichtbar) ist, denn Gott machte-(es)-offenbar° (od.: sichtbar/ließ es für sie erscheinen) ihnen.


20 Denn die Unsichtbaren23 (Eigenschaften von) ihm, - seit (der) Schöpfung (der) Welt, (wenn/weil/indem an) den Gemachten (Schöpfungswerken mit dem Verstand) begriffen-werdend, - es-lässt-sich-(deutlich)-mit-Einsicht-sehen, nämlich (od.: das ist…/sowohl…als auch) seine immerwährende30 AllMacht und (seine) Göttlichkeit (od.: göttliche Natur),31 auf dass sie unentschuldbar sind~,27


21 deshalb-weil, (obwohl) Gott kennend°, sie (ihn) nicht als Gott verherrlichten noch (ihm) dankten, sondern in ihren Überlegungen nichtig-gemacht-wurden und ihr unverständiges Herz verfinstert-wurde.


22 (Während/zwar/indem) behauptend, weise zu-sein~, wurden-sie-töricht-gemacht34


23 und tauschtenⱽ16 die Herrlichkeit des unverweslichen Gottes in (die/eine) FastGleichheit (des/eines) Bildes (eines) verweslichen Menschen14 und (von) Vögeln und Vierfüßigen (Tieren) und Kriechtieren.15


24 Deshalb übergab16 sie Gott in den Begierden ihrer (unverständigen und verfinsterten; V.21) Herzen zur Unreinheit des sich-Verunehrens~ ihrer Körper in (od.: an/durch) sich-selbst,


25 solche-die die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschtenⱽ,16 und dem Geschaffenen (religiöse) Verehrung-erwiesen und Gottesdienst-verrichteten anstatt dem Schaffenden°,33 der gepriesen ist in die Zeitalter, Amen (hebr.: So sei es!).


26 Deswegen übergab16 sie Gott zu schändlichen Leidenschaften (Gen.qual.), denn ebenso-wie ihre Frauen den natürlichen Geschlechtsverkehr vertauschten in den wider (die) Naturordnung,16


27 so auch gleicherweise die Männer, (weil/indem/nachdem) verlassend° den natürlichen Geschlechtsverkehr (mit) der Frau, entbrannten-sie° in ihrem Verlangen zu einander, (indem) Männer mit Männern die Unanständigkeit ausführend~, und (indem) den Vergeltungslohn der ihrem Irrtum (folgen) muss~ in (od.: an/durch) sich-selbst zurückerhaltend~.7


28 Und weil sie (es nach Prüfung?) nicht für-bewährt-hielten°, Gott festzuhalten~ in Erkenntnis,32 übergab16 sie Gott zu (einem) unbewährten Sinn, (um) das nicht sich-Gebührende~ zu-tun~,


29 (indem) erfüllt* (mit) jeder (Art von) Ungerechtigkeit,37 Bosheit,8 Habgier, Übelhaftigkeit;8 triefend-voll (von) Neid, Mord, Zank, Trug, Niederträchtigkeit, Ohrenbläser;


30 Verleumder, Gottverhasste, Frevler, Überhebliche, Prahler, Erfinder (von) Üblen (Dingen, den) Eltern Ungehorsame,38


31 Unverständige, Bundbrüchige, ohne-natürliche-Zuneigung,9 Unbarmherzige.


32 Solche-die, (obwohl) die Rechtsforderung Gottes erkannt-habend°, dass die das derartige (Präs.: beständig) Praktizierenden (des) Todes würdig sind,39 nicht nur tun~ sie (Präs.: es beständig selbst), sondern sie-pflichten-bei auch den (Präs.: solches beständig) Praktizierenden.


Römer 2


1 Deshalb3 bist-du14 unentschuldbar, oh Mensch,6 (und zwar) jeder der Richtende, denn worin du den andersartigen4 richtest, (darin) verurteilst-du dich-selbst, denn die selben (Dinge) praktizierst-du, der Richtende.


2 Wir-wissen* aber, dass das Urteil Gottes gemäß Wahrheit ist gegen die derartige (Sünden, wie in Kap 1,29ff) Praktizierenden.


3 Rechnest-du aber (mit) diesem, oh Mensch, - der Richtende die derartige (Sünden) Praktizierenden, es aber (selbst auch) tuend,21 - dass du entfliehen-wirst dem Urteil Gottes?


4 Oder den Reichtum seiner Milde und des Ertragens und der Langmut verachtest-du, (indem/weil) nicht-erkennend, dass die Milde Gottes dich zur Buße führt?


5 Aber gemäß deiner Verhärtung und (deinem) unbußfertigen Herzen, speicherst-du dir-selbst Zorn (an) für (den) Tag (des) Zorns15 und (der) Enthüllung (des) gerechten-Gerichts Gottes,


6 welcher "jedem (einzelnen) zurückgeben-wird gemäß seinen Werken,"1


7 den einen (die) gemäß geduldigem-Ausharren (in) gutem Werk Herrlichkeit und Ehre und Unverweslichkeit Suchenden:7 ewiges Leben (als Resultat geben wird),8


8 den (anderen) aber aus Eigennutz (handelnd) und der Wahrheit ungehorsam-seiend, (stattdessen) aber der Ungerechtigkeit gehorsam-seiend: (für sie gibt er) Zorn und Wut,

9 (ja) Bedrängnis und Angst gegen jede Menschen Seele, der das Übel Ausführende, sowohl (dem) Juden zuerst als-auch (dem) Griechen,


10 Herrlichkeit aber und Ehre und Friede jedem, den das Gute Ausführenden, sowohl (dem) Juden zuerst als-auch (dem) Griechen.


11 Denn bei Gott ist kein Ansehen-von-Personen.


12 Denn alle-die ohne-Gesetz sündigten°,12 auch ohne-Gesetz werden-sie-umkommen, und alle-die unter Gesetz sündigten°,12 durch Gesetz werden-sie-verurteilt-werden,9 -


13 denn nicht die Hörer (des) Gesetzes (sind) gerecht vor ´dem` Gott, sondern die Täter (des) Gesetzes werden-gerecht-gesprochen-werden,16


14 denn dann-wenn Nationen, die nicht Habenden (das mosaische?) Gesetz, (von) Natur das (d.h. die Forderungen) des Gesetzes tun~, sind diese, (obwohl) Gesetz nicht habend, sich-selbst Gesetz,


15 solche-die (doch) das Werk des Gesetzes5 erzeigen, (als von Gott?) in ihren Herzen geschrieben, (wobei/weil) ihr Gewissen (Präs.: jedes Mal?) mitbezeugend-ist~ und (indem/wobei) unter einander die (gedanklichen) Überlegungen anklagend-sind~ (="schlechtes Gewissen") oder auch sich-verteidigend-sind~ (= "gutes Gewissen"),22 -


16 (Fortsetzung von V.12: "...werden sie verurteilt werden") an (dem) Tag, da Gott urteilt (od.: richtet über) das Verborgene der Menschen, gemäß (od.: nach) meinem Evangelium durch Christus Jesus.


17 Wenn du aber, (einen) Juden dich-benennen-lässt~ und dich-ausruhst-auf (dem mosaischen) Gesetz17 und dich-rühmst in Gott


18 und den Willen (Gottes?) kennst und prüfst die (Dinge) auf-die-es-(Präs.: jedes Mal)-ankommt~, - (weil) aus dem Gesetz (Präs.: beständig) unterrichtet-werdend~,


19 - und überzeugt-bist*, selbst (ein) Wegführer Blinder zu-sein~, (ein) Licht derer in Finsternis,


20 (ein) Erzieher Unvernünftiger, (ein) Lehrer Unmündiger, habend die äußere-Gestaltung (od.: die "leibhaftige" Verkörperung) der ErKenntnis und der Wahrheit in dem Gesetz, (unausgesprochener Nachsatz: liegst du dann nicht falsch?).


21 Du also, belehrend (einen) andersartigen (nämlich die Heiden), dich-selbst belehrst-du nicht? Der Predigende, nicht zu-stehlen~, du-(selbst aber)-stiehlst?18


22 Der Sagende, nicht ehezubrechen~, du-(selbst aber)-brichst-(die)-Ehe?19 Der Verabscheuende die Götzenbilder, du-(selbst aber)-begehst-Raub-am-Heiligtum?10


23 Du-der (sich) im Gesetz rühmt, (aber) durch die Übertretung des Gesetzes verunehrst-du Gott.


24 Denn "der Name Gottes wird-gelästert wegen euch (Juden) unter den Nationen,"2 so-wie (es) geschrieben-ist*.


25 Denn Beschneidung nützt zwar, falls du (das) Gesetz (Präs.: beständig) praktizierst~, falls du aber (Präs.: immer wieder ein) Gesetzes Übertreter bist~, ist deine Beschneidung  (wie) Vorhaut geworden*.

26 Falls also die Vorhaut (d.h. die Heiden) die Rechtsforderungen des Gesetzes (Präs.: regelmäßig/treu?) bewahrt~, gerechnet-werden-wird doch ihre Vorhaut (als) Beschneidung, (nicht wahr)?


27 Und richten-wird (dich) die Vorhaut aus Natur, (die) das Gesetz erfüllend-ist~, dich, der trotz Buchstabe und Beschneidung (ein) Gesetzes Übertreter (ist).


28 Denn nicht (der) ist (ein wahrer) Jude, der (es) in dem Äußerlichen (der Beschneidung ist), auch-nicht die in dem Äußerlichen, im (sichtbaren) Fleisch, (ist die wahre) Beschneidung,


29 sondern der (ist ein wahrer) Jude,20 (der es) in dem Verborgenen (ist), und (die wahre) Beschneidung (ist die des) Herzens,13 im (od.: durch) Geist, nicht (im/durch/aufgrund von) Buchstaben,11 (für den) das Lob nicht von Menschen, sondern von Gott20 (kommt).

Römer 3


1 Was20 (ist) also das Besondere des Juden, oder was der Nutzen der Beschneidung?


2 Viel in jeder Hinsicht. ´Denn` zuerst einmal, dass (ihnen) die Sprüche Gottes anvertraut-wurden.


3 Was denn? Wenn einige nicht-glaubten, wird-unwirksam-machen etwa deren Unglaube die Treue Gottes (zu seinem Volk)?


4 Auf-keinen-Fall! Vielmehr sei~ (es so:) Gott (ist) wahrhaftig, jeder Mensch aber (ein) Lügner,23 ´so-wie` geschrieben-ist*: " Auf-dass du-gerecht-gesprochen-werdest° in deinen Worten und siegen-wirst (Fut.), wenn du gerichtet-wirst~."1


5 Wenn aber unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit beweist, was sollen-wir-(dann)-sagen? (Ist) Gott etwa ungerecht, der Auferlegende das Zorngericht? Nach Menschenart sage-ich (dies).


6 Auf-keinen-Fall! Denn wie wird-(sonst)-richten Gott die Welt?


7 Wenn aber die Wahrheit Gottes durch mein Lügen zu seiner Herrlichkeit überfloss, warum werde ich-auch noch als Sünder gerichtet?


8 Und (handeln wir/sollen wir es machen) etwa, so-wie wir-gelästert-werden und so-wie gewisse (über) uns behaupten, (dass) wir-sagen~: Lasst-uns-tun° das Üble, damit das Gute komme? (Für) diejenigen ist das Urteil berechtigt.


9 Was also? Haben-wir-(Juden einen)-Vorteil?14 Nein, durchaus-nicht (od. evtl.: nicht unbedingt). Denn wir-beschuldigten-zuvor sowohl Juden als-auch Griechen, alle unter Sünde4 zu-sein~,


10 so-wie geschrieben-ist*: "Keiner ist gerecht, auch-nicht einer,2


11 keiner ist, ´der` Verständnis-Habende. Keiner ist, ´der` eifrig-Suchende Gott.


12 Alle wichen-ab, alle-miteinander wurden-unnütz. Keiner ist, ´der` Tuende Milde, ´keiner ist (da)`, auch-nicht einer.3


13 (Ein) geöffnetes* Grab (ist) ihre Kehle, (mit) ihren Zungen betrogen-sie~ (Impf.: immer wieder), Gift von Schildvipern18 (ist) unter ihren Lippen,5


14 deren der Mund voll-ist (von) Fluchen und Bitterkeit,6


15 flink (sind) ihre Füße, Blut auszugießen°,7


16 Zertrümmerung und Elend (ist) auf ihren Wegen,


17 und (den) Weg (des) Friedens erkannten-sie nicht.9


18 "Keine Furcht Gottes ist vor ihren Augen."10


19 Wir-wissen* aber, dass alles-was das Gesetz sagt, (es zu) denen unter dem Gesetz21 spricht, damit jeder Mund verstopft-wird24 und die ganze Welt (vor) Gott unter-Strafe sei°,


20 deshalb-weil aus Gesetzes Werken kein Mensch (w.: Fleisch) gerecht-gesprochen-werden-wird vor ihm, denn durch Gesetz (kommt nur) Erkenntnis (von) Sünde.8


21 Nun aber ist ohne (Mitwirkung von) Gesetz, Gottes Gerechtigkeit11 offenbart-worden*, (wobei) bezeugt-werdend~ von dem Gesetz und den Propheten.


22 Gottes Gerechtigkeit aber durch Vertrauen auf Jesus Christus17 für alle die Vertrauenden,15 - denn es-ist kein Unterschied,


23 denn alle sündigten und mangeln der Herrlichkeit Gottes, -


24 (indem) geschenkweise gerecht-gesprochen-werdend durch seine Gnade, durch die Erlösungⱽ,25 die in Christus Jesus (ist/geschah),


25 den Gott öffentlich-aufstellte (als) Sühnemittel12 durch ´das` Vertrauen in sein Blut,19 zum Erzeigen (od.: Beweis) seiner Gerechtigkeit, wegen des (einstweilen ungestraften) Vorübergehenlassens13 der vorher-geschehenen* Sünden


26 in dem (geduldigen) Ertragen Gottes (od.: der Zurückhaltung seines Gerichts), zum-Zweck des Erzeigens (od.: Beweis) seiner Gerechtigkeit zu dem jetzigen Zeitpunkt, auf dass er gerecht sei~ und (indem) gerecht-sprechend den (der) aus Vertrauen (auf) Jesus (ist/lebt).


27 Wo (ist) also das Rühmen? Es-wurde-ausgeschlossen. Durch was-für-ein Gesetz? (Durch das Gesetz) der Werke? Nein, sondern durch (das) Gesetz (des) Vertrauens.


28 Denn wir-rechnen (damit, dass ein) Mensch durch Vertrauen gerecht-gesprochen-wird, ohne (Mitwirkung von) Gesetzes Werken.22


29 Oder (ist er) nur (der) Gott (der) Juden? Nicht auch (der Gott der) Nationen? Ja, auch (der Gott der) Nationen,


30 wenn-wirklich (nur) ein Gott (existiert, was ja der Fall ist), der (die) Beschneidung aus Vertrauen (d.h. die gläubigen Juden) gerecht-sprechen-wird und (die) Vorhaut (d.h. die gläubigen Heiden) durch das (selbe) Vertrauen.


31 Machen-wir-unwirksam also (das) Gesetz durch das Vertrauen? Auf-keinen-Fall! Sondern (das) Gesetz richten-wir-auf (od.: bringen wir zur Geltung).16

Römer 4


1 Was also sollen-wir-sagen? (Dass) Abraham unser Vorvater (die Rechtfertigung?/die Verheißungen?) gemäß Fleisch8 ´gefunden-hat`*?


2 Denn wenn Abraham aus Werken gerecht-gesprochen-wurde, hat-er (zwar Grund zum) Ruhm (vor Menschen), jedoch nicht vor Gott.


3 Denn was sagt die Schrift? "Aber Abraham vertraute Gott, und es-wurde-(als Gutschrift)-angerechnet ihm zur Gerechtigkeit."1


4 Aber dem Wirkenden (Werke, um gerecht zu werden, ihm) wird-angerechnet der Lohn nicht nach Gnade, sondern nach Geschuldetem.


5 Aber dem nicht (Werke) Wirkenden, aber Vertrauenden auf den, (der) den Ehrfurchtslosen gerecht-sprechend, (ihm) wird-angerechnet sein Vertrauen zur Gerechtigkeit,


6 gleichwie auch David (von) der Glückseligpreisung des Menschen sagt, dem Gott Gerechtigkeit anrechnet ohne (Mitwirkung von) Werke:


7 "Glückselig, dem die Gesetzlosigkeiten erlassen-wurden und dem die Sünden zugedeckt-wurden,2


8 glückselig (ein/der) Mann, dem (der) HERR Sünde keinesfalls anrechnet."3


9 (Bezieht sich) diese Glückseligpreisung also (nur) auf die Beschneidung oder auch auf die Vorhaut? Denn wir-sagen (ja): angerechnet-wurde dem Abraham das Vertrauen zur Gerechtigkeit.6


10 Auf-welche-Art-und-Weise also wurde-es-(d.h. das Vertrauen)-angerechnet? (Als er schon) in Beschneidung war~ oder (noch) in Vorhaut?9 Nicht, (als er schon) in Beschneidung (war), sondern (als er noch) in Vorhaut (war).


11 Und (als) Zeichen nahm-er (darauf die) Beschneidung (an, als ein) Siegel der Gerechtigkeit des Vertrauens das (er noch) in der Vorhaut (hatte), auf dass er Vater aller sei~, (auch) der (im Zustand) von Vorhaut Vertrauenden, auf dass (od.: damit) ´auch` ihnen ´die` Gerechtigkeit angerechnet-werde°,


12 und (damit er der) Vater (der) Beschneidung (sei, aber) nicht nur denen aus Beschneidung, sondern auch den in-einer-Reihe-Marschierenden (in) den Fußspuren des Vertrauens unseres Vaters Abraham, (des Vertrauens, dass er noch) in (d.h. im Zustand seiner) Vorhaut (hatte).


13 Denn nicht durch Gesetz (wurde zuteil) das Versprechen dem Abraham oder seiner Nachkommenschaft, (dass) er der Erbe (der) Welt7 sei~, sondern durch (die) Gerechtigkeit (des) Vertrauens.


14 Denn wenn die aus Gesetz Erben (sind), ist-leer-gemacht-worden* das Vertrauen und unwirksam-gemacht-worden* das Versprechen.10


15 Denn das Gesetz bewirkt Zorn (von Gott), wo aber kein Gesetz ist, (da ist) auch-keine Übertretung.


16 Deswegen (geschieht es) aus Vertrauen, damit (es) nach Gnade (geschehe), auf dass das Versprechen zuverlässig sei~ der ganzen Nachkommenschaft, nicht nur der aus dem Gesetz (d.h. den Juden), sondern auch der aus (dem) Vertrauen Abrahams (d.h. den Heiden), der Vater (von) uns allen ist,


17 so-wie geschrieben-ist*: "(Als) Vater vieler Nationen habe-ich-eingesetzt* dich,"4 (und das?) in-Gegenwart Gottes dem er-vertraute (als) dem Lebendig-Machenden die Toten und (dem) Rufenden die nicht Seienden (Nachkommen?/Völker?) als Seiende,


18 (er) der gegen Hoffnung (aber doch gestützt) auf Hoffnung vertraute, auf dass er Vater vieler Nationen werde° gemäß dem (Perf.: zuverlässig) Gesagten*: "So wird-sein deine Nachkommenschaft,"5


19 und (weil/indem) nicht schwach-seiend° (in) dem Vertrauen, (als) er-nachdenklich-betrachtete seinen ´schon` abgestorbenen* (d.h. nicht mehr zeugungsfähigen) Körper, - (weil/nachdem) ungefähr hundertjährig seiend~, - und das Abgestorbensein des Mutterschoßes Saras,


20 aber an dem Versprechen Gottes zweifelte-er nicht durch Unglauben,11 sondern er-wurde-innerlich-ermächtigt (durch) das Vertrauen, (weil/indem) Gott (die) Ehre gebend°


21 und (weil/indem) ganz-(davon)-überzeugt-werdend°, dass, was er-(d.h. Gott)-versprochen-hat*, er auch mächtig ist (es) zu-tun.


22 Deshalb ´auch` wurde-es-angerechnet ihm zur (od.: als) Gerechtigkeit.


23 Aber es-wurde-geschrieben nicht nur wegen ihm, "dass es ihm angerechnet-wurde,"6


24 sondern auch wegen uns, denen es angerechnet-werden~ soll, den Vertrauenden auf den auferweckt-Habenden° Jesus unseren Herrn aus Toten,


25 der überliefert-wurde wegen unserer Fehltritte und auferweckt-wurde wegen unserer Gerechtsprechung (od.: Rechtfertigung).

Römer 5


1 (Da/nachdem) also gerecht-gesprochen-worden° auf-Grund-von Vertrauen, ´haben-wir` Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus,


2 durch den wir auch (Perf.: ein für alle Mal bleibend) den Zutritt haben* ´(durch) das Vertrauen` auf diese Gnade in der wir-(Perf.: jetzt ein für alle Mal und bleibend)-stehen*, und wir-rühmen-uns14 wegen (der) Hoffnung (auf) die Herrlichkeit Gottes,5


3 aber nicht nur (allein deswegen), sondern (zusätzlich) rühmen-wir-uns14 auch in den Bedrängnissen, (weil, Pf.: zuverlässig) wissend*, dass die Bedrängnis geduldiges-Ausharren bewirkt,


4 das geduldige-Ausharren aber (als Ergebnis) Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung,


5 aber die (od.: diese?) Hoffnung (auf die Herrlichkeit? wie Vers 2), nicht zuschanden-macht-sie, weil die Liebe Gottes ist-(Perf.: ein für alle Mal und bleibend)-ausgegossen* in unseren Herzen12 durch den uns gegeben-Wordenen° heiligen Geist.


6 ´Denn` Christus ´schon` (damals, als) wir noch schwach seiend~,6 verstarb-er zum (rechten) Zeitpunkt für Ehrfurchtslose.


7 Denn kaum wird-sterben jemand für (einen) Gerechten, - denn für den Guten wagt sogar möglicherweise jemand zu-sterben, -


8 aber Gott erweist (od.: beweist) seine Liebe zu uns (dadurch), dass, (als) wir noch Sünder seiend~, Christus für uns verstarb.


9 Um viel, vielmehr also, - (weil/nachdem) nun gerecht-gesprochen-worden° durch sein Blut, - werden-wir-errettet-werden1 durch ihn vor dem Zorn.


10 Denn wenn, (als/obwohl noch) Feinde seiend,13 wir (mit) Gott versöhnt-wurden3 durch den Tod seines Sohnes, (um) viel, vielmehr, (weil/nachdem nun) versöhnt-worden°, werden-wir-errettet-werden1 durch sein Leben.10


11 Aber nicht nur (dies), sondern uns auch (od.: sogar) rühmend~14 in Gott durch unseren Herrn Jesus ´Christus`, durch den wir nun die Versöhnungⱽ empfingen.


12 Deswegen,7 geradeso-wie durch einen Menschen die Sündeⱽ in die Welt hineinkam und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchdrang, darum-weil11 sie alle sündigten°.


13 Denn bis-zum Gesetz war~ Sünde in (der) Welt, aber nicht ´angerechnet-wird`8 Sünde, (wenn/so lange) kein Gesetz (vorhanden) seiend.


14 Jedoch (od.: und doch) regierte der Tod von Adam bis Mose auch über die nicht gesündigt-Habenden° nach der FastGleichheit der Übertretungⱽ Adams, der (ein) Typus des Zukünftigen~ ist.


15 Jedoch nicht (so) wie der Fehltrittⱽ (war, verhält sich) ebenso ´auch` die Gnadengabe. Denn wenn (durch) den Fehltritt des einen die Vielen2 verstarben, (um) viel, vielmehr (od.: viel gewisser) die Gnade Gottes und das Geschenk in (od.: durch) Gnade, - (nämlich) die (Gnade) des einen Menschen Jesus Christus, - floss-über zu den Vielen.2


16 Und nicht (so) wie durch einen gesündigt-Habenden° (floss über) das Geschenk. Denn das Urteil (floss über) zwar von einem9 zur Verurteilung (aller), aber die Gnadengabe (floss über) von vielen Fehltritten zur Gerechtsprechungⱽ.


17 Denn wenn durch des einen Fehltritt der Tod durch den einen regierte°, (um wie) viel, viel mehr - die Empfangenden~ das Überfließende der Gnade und ´der Geschenkgabe` der Gerechtigkeitⱽ - (um wie viel mehr also) werden-sie-regieren im Leben durch den einen, (nämlich durch) Jesus Christus.


18 Folglich also wie (es) durch einen Fehltritt für alle Menschen zur Verurteilung (kam), so (kommt es) auch durch eine gerechte-Tatfür alle Menschen zur Gerechtsprechung(Gen.: die zum) Leben (führt).


19 Denn geradeso-wie durch den Ungehorsamⱽ des einen Menschen die Vielen2 (als) Sünder hingestellt-wurden°, so auch durch den Gehorsam des einen werden-hingestellt-werden4 die Vielen2 (als) Gerechte.


20 Aber (das) Gesetz kam-daneben-hinzu, damit sich-mehre° der Fehltritt. Aber wo sich-mehrte° die Sünde, (ist) die Gnade sogar-im-Überfluss-vorhanden,


21 damit, geradeso-wie die Sünde durch den Tod regierte, ebenso auch die Gnade durch Gerechtigkeit regiere° zu ewigem Leben durch Jesus Christus unseren Herrn.


Römer 6


1 Was also sollen-wir-sagen? Sollen-wir-bleiben-bei~ der Sünde, damit die Gnade sich-mehre°?12


2 Auf-keinen-Fall! Solche-die wir der Sünde verstarben, wie sollen-wir-leben noch in ihr?


3 Oder erkennt-ihr-nicht, dass (wir) alle-die6 wir auf Christus ´Jesus` getauft-wurden, (dass) wir hinein-in (od.: in Bezug auf) seinen Tod getauft-wurden?


4 Also wurden-wir-zusammen-begraben (mit) ihm durch die Taufe hinein-in den Tod, damit, geradeso-wie Christus aus Toten auferweckt-wurde durch die Herrlichkeit des Vaters, ebenso auch wir in Neuartigkeit (des) Lebens den-Lebenswandel-führen-sollten°.11


5 Denn wenn wir Zusammengewachsene geworden-sind*1 (in) der FastGleichheit seines Todes, (dann) erst-recht auch (in der Fast-Gleichheit) der Auferstehung werden-wir-(es)-sein,1


6 (weil/da) dies erkennend~,5 dass unser alter Mensch7 mitgekreuzigt-wurde, damit der Körper der Sünde13 unwirksam-gemacht-werde°, damit wir nicht-mehr der Sünde Sklaven~ (sind).


7 Denn der Verstorbene° ist-(Perf.: ein für alle Mal rechtskräftig)-freigesprochen* von (jedem Besitzanspruch) der Sünde3.


8 Aber, wenn wir zusammen-mit Christus verstarben, (dann) vertrauen-wir (darauf), dass wir auch zusammen-leben-werden (mit) ihm,

9 (weil/da; Perf.: ein für alle Mal) wissend*, dass Christus, (nachdem) aus Toten auferweckt-worden°, nicht-mehr stirbt, (weil der) Tod ihn nicht-mehr beherrschtⱽ.


10 Denn was (od.: damit/insofern, dass) er-verstarb, der Sünde verstarb-er (es) ein-für-alle-Mal. Aber was er-lebt, lebt-er (für) Gott.


11 Folglich auch ihr, rechnet~8 (damit, dass) ihr-selbst zwar tot ´seid`~ (für) die Sünde, aber lebend~ (für) Gott in Christus Jesus.


12 Also regiereⱽ~ nicht die Sünde in eurem sterblichen Körper, um (Präs.: immer wieder/beständig) seinen Begierden zu-gehorchen~,


13 auch-nicht stellt-zur-Verfügung~4 eure Gliedmaßen (als) Waffen (od.: Werkzeuge der) Ungerechtigkeit (für) die Sünde, sondern stellt-zur-Verfügung°4 (od. ingressiver Aor.: fangt an...) euch-selbst Gott, (und zwar) gleichsam-wie (wiederum) Lebende aus Toten, und eure Gliedmaßen (als) Waffen (od.: Werkzeuge der) Gerechtigkeit für Gott.


14 Denn nicht wird-herrschen (über) euch (die) Sünde, denn ihr-seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.


15 Was also? Sollen-wir-sündigen° (Aor.: Sünden tun), weil wir nicht unter Gesetz sind, sondern unter Gnade? Auf-keinen-Fall!


16 Wisst-ihr* nicht, dass, wem ihr euch-selbst (Präs.: immer wieder) zur-Verfügung-stellt (als) Sklaven zum Gehorsam, (ihr dessen) Sklaven seid, dem ihr-gehorcht, (und zwar) entweder (Sklaven der) Sünde zum Tod oder (Sklaven des) Gehorsams zur Gerechtigkeit?


17 Dank aber (sei) Gott, dass ihr (Impf.: lange Zeit) Sklaven der Sünde wart~, aber ihr-wurdet-gehorsam°9 von Herzen hin-zum Muster (der) Lehre, dem ihr-übergeben-wurdet°.9


18 Aber (nachdem) befreit-worden° von der (Macht der) Sünde, wurdet-ihr-zum-Sklaven-gemacht der Gerechtigkeit.


19 (Auf) menschliche (Weise) sage-ich (das nun), wegen (der) Schwachheit eures Fleisches. Denn geradeso-wie ihr-zur-Verfügung-stelltet° eure Gliedmaßen (als/zu) Sklaven der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit, - ´zu der (immer weiterführenden) Gesetzlosigkeit`, - ebenso stellt-zur-Verfügung° nun eure Gliedmaßen (als/zu) Sklaven der Gerechtigkeit zur Heiligungⱽ.


20 Denn als ihr Sklaven der Sünde wart~, wart-ihr~ frei (gegenüber) der Gerechtigkeit.


21 Welche Frucht hattet-ihr~ also damals? (Dinge) über die ihr euch nun schämt, denn das Ende jener (Dinge war/ist) Tod.2


22 Nun aber, - (nachdem) von der Sünde befreit-worden°, aber Gott zu-Sklaven-gemacht-worden°, - habt-ihr eure Frucht zur Heiligung, aber das Ende (ist) ewiges Leben.


23 Denn der Sold der Sünde (ist) Tod,2 die Gnadengabe10 Gottes aber (ist) ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.


Römer 7


1 Oder erkennt-ihr-nicht Brüder,17 - denn ich-spreche (zu) Kennenden (das?) Gesetz,2 - dass das Gesetz über den Menschen herrscht, so lange Zeit (wie) er-lebt?


2 Denn die unterm-Mann (stehende) Frau (ist an) den lebenden Mann gebunden* (aufgrund von) Gesetz.3 Falls aber der Mann verstirbt, ist-sie-losgemacht* von dem Gesetz des Mannes (d.h. dem Gesetz, dass sie an den Mann bindet).


3 Folglich also, (solange) der Mann lebend-ist~, (eine) Ehebrecherin wird-sie-heißen, falls sie (die Frau eines) andersartigen3 Mannes wird. Falls aber der Mann verstirbt, ist-sie frei von dem Gesetz (d.h. dem Gesetz, dass sie an den Mann bindet), sodass sie nicht (mehr eine) Ehebrecherin ist~, (wenn/obwohl sie die Frau eines) andersartigen3 Mannes wurde°.16


4 Daher, meine Brüder, auch ihr wurdet-getötet12 (gegenüber) dem Gesetz durch den Körper des Christus,6 auf dass ihr (zu eigen) wurdet° (einem) andersartigen,3 (nämlich) dem aus Toten AufErweckten°, damit wir-Frucht-tragen° für Gott.

5 Denn, als wir in dem Fleisch waren~,4 die Leidenschaften der Sünden,7 - die durch das Gesetz (erregt wurden), - sie-waren-wirksam~ in unseren Gliedmaßen, auf dass wir-Frucht-trugen (für) den Tod.


6 Nun aber wurden-wir-losgemacht von dem Gesetz, - (nachdem/weil dem) verstorben°, in dem wir-(Impf.: so lange)-festgehalten-wurden~, - sodass ´wir` in Neuartigkeit (des) Geistes5 und nicht in Altheit (des) Buchstabens sklaven~.11


7 Was also sollen-wir-sagen? (Ist) das Gesetz Sünde? Auf-keinen-Fall! Jedoch die Sünde (hätte) ich13 nicht gekannt, außer durch Gesetz. Denn auch-um die Begierde wüsste-ich^ nicht, wenn nicht das Gesetz gesagt-hätte~: "Nicht sollst-du-begehren!"1


8 Aber die Sünde, - (indem/weil) durch die Vorschrift (eine) Angriffsbasis nehmend° (od.: gewinnend), - bewirkte in mir jede (Art von) Begierde,14 denn ohne Gesetz (ist die) Sünde tot.


9 Ich aber lebte~ einst ohne Gesetz, aber (als/nachdem) die Vorschrift kommend°, lebte-auf die Sünde,


10 ich aber verstarb, und das Gebot, das zum Leben (führen sollte, gerade) dasselbe erwies-sich mir zum Tod.


11 Denn die Sünde, (indem/weil) durch die Vorschrift (eine) Angriffsbasis nehmend°, vollends-täuschte-sie mich und sie-tötete (mich) durch es (d.h. durch das verurteilende Gesetz).


12 Demnach also (ist) das Gesetz heilig und die Vorschrift heilig und gerecht und gut.


13 Wurde also das Gute mein Tod? Auf-keinen-Fall! Vielmehr (tat das) die Sünde, damit sie (als) Sünde erscheine°, (weil/indem) mir durch das Gute (den) Tod bewirkend, damit die Sünde im Übermaß sündig würde° durch die Vorschrift.


14 Denn wir-wissen*, dass das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischernⱽ, (wie ein Sklave) verkauft* unter die Sünde.


15 Denn was ich-bewirke, kenne-ich nicht (od.: verstehe ich nicht/anerkenne ich nicht?), denn nicht, was ich-will, dies praktiziere-ichⱽ, sondern was ich-hasse, dies tue-ichⱽ.


16 Wenn ich aber dies tue was ich nicht will, stimme-ich-zu dem Gesetz, dass (es) recht (ist).


17 Nun aber bewirke nicht-mehr ich es, sondern die in mir ´wohnende` Sünde.8


18 Denn ich-weiß*, dass in mir, - das heißt in meinem Fleisch,8 - nichts Gutes wohnt, denn das Wollen~ liegt-bereit (bei) mir, aber das Bewirken~ des Rechten nicht.15


19 Denn ich-tue nicht, was ich-will, (nämlich) Gutes, sondern, was ich nicht will, (nämlich) Übles, dies praktiziere-ich.


20 Wenn ich aber was ich nicht will, (wenn) ´ich` dies tue, (dann) bewirke nicht-mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde.8


21 Ich-finde folglich das Gesetzmäßigkeit, (dass bei) mir, dem Wollenden das Rechte tun~, dass (bei) mir das Üble bereitliegt (od.: vorhanden ist).


22 Denn ich-stimme-(zwar)-freudig-zu dem Gesetz Gottes, nach dem innwendigen Menschen.9


23 Ich-erblicke aber (ein) andersartiges Gesetz10 in meinen Gliedmaßen, zu-Felde-ziehend-gegen das Gesetz meines Verstandes (od.: Vernunft) und mich in-Kriegsgefangenschaft-nehmend20 ´in` dem Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedmaßen seiende.


24 Ich elender Mensch, wer wird-retten mich aus diesem Körper des Todes?18


25 Dank ´aber` (sei) Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.19 Folglich also ich selbst, einerseits sklave-ich (mit) dem Verstand (dem) Gesetz Gottes, andererseits aber (mit) dem Fleisch8 (dem) Gesetz (der) Sünde.


Römer 8


1 Folglich1 (gibt es) nun3 keine Verdammnis (w.: Verurteilung, wie Röm 5,16.18) für die (die) in Christus Jesus (sind).


2 Denn das Gesetz des Geistes17 des Lebens in Christus Jesus befreite mich14 von dem Gesetz der Sünde17 und des Todes (vgl. Röm 7,23).


3 Denn (im Hinblick auf) das dem Gesetz Unmögliche, weil (od.: worin) es durch das Fleisch schwach-war~,5 (das tat) Gott,15 (indem/als) den eigenen Sohn in FastGleichheit10 (des) Sünden Fleisches und wegen Sünde4 schickend° verurteilte-er die Sünde in dem Fleisch,5


4 damit die Rechtsforderung des Gesetzes in uns erfüllt-würde°, (in) den nicht nach (dem) Fleisch den-Lebenswandel-Führenden, sondern nach (dem) Geist.13


5 Denn die nach (dem) Fleisch (geleitet) Seienden, sind-gesinnt (auf) das des Fleisches, die aber nach (dem) Geist (geleitet Seienden, sind gesinnt auf) das des Geistes.


6 Denn das Sinnen des Fleisches (bringt) Tod, aber das Sinnen des Geistes (geistliches) Leben20 und Frieden,


7 deshalb-weil das Sinnen des Fleisches (in?) Feindschaft gegen Gott (ist), denn nicht ordnet-(es)-sich-unter~ dem Gesetz Gottes, denn es-kann (es) auch-nicht.


8 Aber die im Fleisch Seienden,16 können Gott nicht gefallen.


9 Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn-wirklich19 Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, dieser ist nicht sein (Eigentum).


10 Wenn aber Christus in euch (wohnt, ist) zwar der Körper tot20 wegen (der innewohnenden) Sünde, der Geist aber Leben20 wegen (der von Gott geschenkten) Gerechtigkeit.


11 Wenn aber der Geist des Jesus aus Toten auferweckt-Habenden° in euch wohnt, (dann er,) der ´Christus aus Toten` erweckt-Habende°, ´er-wird-lebendig-machen auch` eure sterblichen Körper wegen (od.: durch) seines in euch innewohnenden Geistes.


12 Folglich22 also Brüder, sind-wir nicht dem Fleisch Schuldner, (um) nach (dem) Fleisch zu-leben~,16


13 denn, wenn ihr nach (dem) Fleisch lebt, steht-ihr-im-Begriff zu-sterben~,6 wenn (ihr) aber (durch den) Geist die Praktiken des Körpers tötet, werdet-ihr-leben.6


14 Denn alle-die durch Gottes Geist geführt-werden, diese sind Söhne Gottes.


15 Denn ihr-empfingt nicht (einen) Geist (der) Sklaverei wieder zur Furcht, sondern ihr-empfingt (einen) Geist (der) Adoption (od.: Sohnschaft),23 in dem wir-schreien: Papa,25 oh Vater.


16 Der Geist (Gottes) selbst bezeugt-mit unserem Geist,2 dass wir Kinder Gottes sind.


17 Wenn aber Kinder, (so) auch Erben, einerseits Erben Gottes, andererseits Miterben Christi, so-gewiss wie18 wir-(Präs.: jetzt)-mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht-werden.


18 Denn ich-rechne (damit), dass die Leiden des jetzigen Zeitpunkts nicht ins-Gewicht-fallen gegenüber (d.h. im Vergleich mit) der zukünftigen~ Herrlichkeit, (die bereitsteht) an uns enthüllt-zu-werden°.24


19 Denn das erwartungsvolle-Harren der Schöpfung erwartet-sehnlichst die Enthüllung der Söhne Gottes.


20 Denn der Nichtigkeit wurde-unterworfen die Schöpfung, nicht freiwillig, sondern durch den (sie) unterworfen-Habenden° auf Hoffnung (hin),


21 weil (od.: sodass) auch die Schöpfung selbst befreit-werden-wird von der Sklaverei der Verweslichkeit zu der Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.


22 Denn wir-wissen*, dass die ganze Schöpfung zusammen-seufzt und zusammen-in-Geburtswehen-ist11 bis-zu dem Jetzt.


23 Aber nicht nur (sie), sondern auch (wir) selbst (obwohl) die Erstlingsgabe9 des Geistes (nämlich den Heiligen Geist als Anzahlung) habend, - auch ´wir` selbst seufzen in uns-selbst, (indem/weil die vollständige Verwirklichung der) Adoption sehnlichst-erwartend, (das ist) die (endgültige) Erlösung unseres Körpers.


24 Denn (auf) die Hoffnung (hin) wurden-wir-errettet, aber (bereits) erblickte Hoffnung ist nicht (mehr) Hoffnung. Denn was (einer schon) erblickt, wer hofft (dann noch darauf)?


25 Aber wenn wir (auf das) was wir nicht erblicken hoffen, (dann) erwarten-wir-(es)-sehnlichst durch geduldiges-Ausharren.


26 Aber genauso nimmt-sich-mit-an auch der Geist unserer Schwachheit, denn das was wir-beten-sollen, gemäß-dem-wie man-(beten)-muss, wissen-wir* nicht, der Geist selbst jedoch tritt-darüberhinaus-fürbittend-ein (mit) unaussprechbaren Seufzern.


27 Aber der die Herzen Erforschende weiß*, was das Sinnen des Geistes (ist), weil er Gott gemäß fürbittend-eintritt für Heilige.


28 Wir-wissen* aber, dass den Gott (Präs.: ausdauernd) Liebenden alle (Dinge) zusammenwirken zum Guten, den nach Vorsatz7 berufen Seienden.


29 Denn diejenigen-welche er-vorher-ausersehen-hat,8 vorherbestimmte-er auch (zu innerlich) Gleichgestalteten dem Bild12 seines Sohnes, damit (od.: sodass) er (Präs.: für immer) sei~ (ein?/der?) Erstgeborener unter vielen Brüdern (vgl. Heb 2,10ff).


30 Aber diejenigen-welche er-vorherbestimmte, diese berief-er auch, und diejenigen-welche er-berief, diese auch sprach-er-gerecht, diejenigen-welche er aber gerecht-sprach, diese verherrlichte-er° auch.


31 Was also sollen-wir-sagen zu diesen (Segnungen von Röm 5,1 an)? Wenn Gott für uns (ist), wer (ist dann) gegen uns?


32 Derjenige-welcher sogar den eigenen Sohn nicht schonte, sondern ihn für uns alle (dem Tod/Sündern?) übergab, wie sollte-er-schenken uns zusammen-mit ihm nicht auch alles (andere/zukünftige)? (erwartet eine bejahende Antwort)


33 Wer wird-Anklage-erheben gegen Gottes Auserwählte? (Falls schon:) Gott (ist) der Gerechtsprechende.


34 Wer (ist) der Verurteilende (Ptz.Fut.: der verurteilen könnte)? (Da ist doch) Christus ´Jesus`, der Verstorbene°, (ja) vielmehr noch (der) AufErweckte°, ´der auch` zur Rechten Gottes ist, der auch fürbittend-eintritt für uns.


35 Wer wird-trennen uns von der Liebe des Christus? Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?


36 Sowie geschrieben-ist*: "Deinetwegen werden-wir-getötet den ganzen Tag, wir-wurden-gerechnet wie Schlacht Schafe."21  

37 Jedoch in allen diesen (Umständen) mehr-als-siegen-wir durch den uns geliebt-Habenden°.


38 Denn ich-bin-überzeugt*, dass weder Tod noch Leben weder Engel noch (unsichtbare) Herrschaften weder Gegenwärtiges* noch Zukünftiges~ noch Mächte,


39 weder Erhöhung noch Tiefe noch irgendein andersartiges Geschöpf uns trennen wird-können von der Liebe Gottes, der (seienden) in Christus Jesus, unserem Herrn.

Römer 9


1 20(Die) Wahrheit sage-ich in (Übereinstimmung mit?) Christus, ich-lüge nicht, (wobei) mein Gewissen mir mitbezeugend (ist) im (in Übereinstimmung mit dem?) heiligen Geist,


2 dass große Betrübnis (in) mir ist und unaufhörlicher Schmerz in meinem Herzen.


3 Denn ich-wünschte-betend~ (wenn möglich, ein)25 Fluch zu-sein~, ich selbst, weg-von dem Christus, zu-Gunsten meiner Brüder, meiner Verwandten nach (dem) Fleisch,29


4 solche-die (doch) Israeliten sind, denen die Adoptionⱽ (od.: Sohnschaft)27 und die Herrlichkeit (gemeint ist die "Sekinah" Gottes) und die Bündnisse (mit den Patriarchen) und die Gesetzgebung (Mose) und der Gottesdienst (im Tempel) und die Versprechungen (gehören), 28


5 deren (Ursprung?) die Väter (sind) und aus denen der Messias (stammt, im Blick auf) das nach (dem) Fleisch, der (aber gleichzeitig?) Seiende über alles Gott,14 (er sei) gepriesen in die Zeitalter, Amen.


6 Aber (es ist) nicht so (w.: derart), dass das Wort Gottes hinfällig-geworden-ist*. Denn nicht alle die aus Israel (abstammen), diese (sind auch das wahre) Israel,28


7 auch-nicht (bloß), weil sie Nachkommenschaft Abrahams sind, (sind sie deswegen schon) alle Kinder (der Verheißung), sondern (es steht): "In Isaak wird-berufen-werden dir (eine) Nachkommenschaft."1


8 Dies bedeutet: Nicht die Kinder des Fleisches (d.h. die Nachkommen Ismaels), diese (sind wahre) Kinder Gottes, sondern die Kinder des Versprechens (d.h. die Nachkommen Isaaks) werden-angerechnet als Nachkommenschaft.


9 Denn (ein) Versprechen (ist) dieses (folgende) Wort: "Zu diesem Zeitpunkt werde-ich-kommen, und die Sara wird-haben (einen) Sohn."2


10 Aber nicht nur (sie), sondern auch Rebekka, (obwohl nur) von einem15 (Mann) Beischlaf habend, (nämlich von) Isaak, unserem Vater.


11 Denn (als die Zwillinge) noch-nicht geboren-waren°18 - (und) auch-(noch)-nicht etwas Gutes oder Schlechtes praktiziert-habend°, damit der Vorsatz Gottesⱽ21 gemäß Auserwählung (Präs.: als zeitloser Grundsatz) bleibe~,


12 nicht aus Werken, sondern aus dem Berufenden - (da) wurde-gesagt (zu) ihr: "Der Ältere wird-sklaven dem Jüngeren,"3


13 ´so-wie` geschrieben-ist*: "Den Jakob liebte-ich, aber den Esau hasste-ich."4


14 Was also sollen-wir-sagen? (Ist) etwa Ungerechtigkeit bei Gott? Auf-keinen-Fall!


15 Denn dem Mose sagt-er: "Ich-werde-mich-erbarmen, demjenigen-dem auch-immer ich-mich-erbarmen-will~, und ich-werde-bejammern,22 denjenigen-den auch-immer ich-bejammern-will~."5


16 Folglich (ist es) also nicht (die Sache) des Wollenden und nicht (die Sache) des Laufenden, sondern des sich-erbarmenden Gottes.


17 Denn die Schrift sagt (zum) Pharao: "Eben dazu erweckte-ich dich (als Herrscher?), auf-dass ich an dir meine Macht erzeige und auf-dass überall-berichtet-wird mein Name auf der ganzen Erde."6


18 Folglich also, denjenigen-den er-will, (dessen) erbarmt-er-sich, aber denjenigen-den er-will, (den) verhärtet-er.23


19 Also wirst-du-sagen (zu) mir: (Wenn es sich so verhält,) warum ´also` tadelt-er noch (wenn er verhärtet hat)? Denn wer widersteht* (d.h. kann widerstehen) seinem Ratschluss?


20 Oh (ohnmächtiger) Mensch, ja-freilich, du wer bist-du, der dagegen-Antwortende dem (alleinigen) Gott? "Darf-sagen (Ind.Fut.) etwa das Geformte zu dem (es) geformt-Habenden°: Warum machtest-du° mich" so?7


21 Oder hat nicht der Töpfer Vollmacht (über) den Lehm, (um) aus dem selben Teig das eine Gefäß zur Ehre, das andere aber zur Unehre zu-machen°?16


22 Wenn aber Gott, - (obwohl; Präs.: schon länger?) wollend~ den Zorn erzeigen° und bekannt-zu-machen° seine Mächtigkeit, - (gleichzeitig auch) in großer Langmut Gefäße (des) Zorns ertrug, zum Verderben zubereitet-Wordene*,17


23 ´und`, (wenn er,) damit er-bekannt-mache° den Reichtum seiner Herrlichkeit an Gefäßen (seines/des) Erbarmens, diejenigen-(Pl.Neut.: Gefäße)-welche er zur Herrlichkeit vorher-bereitete°, (was kannst du dann entgegnen)? …


24 Diejenigen-(Pl.Mask.: Personen)-welche er auch berief°, (nämlich) uns,24 - nicht nur aus Juden, sondern auch aus Nationen, -


25 wie er auch in dem Hoseabuch sagt: "Ich-werde-rufen das Nicht-mein-Volk: mein-Volk und die Nicht-Geliebte*: Geliebte*."8


26 Und es-wird-sein an dem Ort,19 wo (zu) ´ihnen` gesagt-wurde: "Nicht-mein-Volk (seid) ihr," dort "werden sie Söhne (des) lebendigen~ Gottes gerufen-werden."9


27 Jesaja aber schreit über26 Israel: "(Selbst) falls die Zahl der Söhne Israels wie der Sand des Meeres sei~, (doch nur) der Überrest wird-errettet-werden,10


28 "denn, (indem? sein) Wort (für den Überrest?) endgültig-vollendend und (indem zugleich?) verkürzendⱽ, wird-handeln (der) HERR auf der Erde."11


29 Und so-wie Jesaja vorhergesagt-hat*: "Wenn nicht (der) HERR Zebaot uns (eine) Nachkommenschaft zurückgelassen-hätte°, wie Sodom wären-wir-geworden und wie Gomorra wären-wir-gleichartiggemacht-worden."12 (Irrealis)

30 Was also sollen-wir-sagen? Dass Nationen, die nicht Verfolgenden Gerechtigkeit, Gerechtigkeit ergriffen, aber (eine) Gerechtigkeit die aus Glauben (kommt).


31 Israel aber, (obwohl) verfolgend (eine) Gesetzes Gerechtigkeit, erreichte nicht (das Ziel des) Gesetzes.


32 Weswegen (od.: aus welchem Grund)? Weil (sie) nicht aus Glauben (danach trachteten), sondern wie aus Werken (gerecht werden wollten, darum) stießen-sie-sich-an (od.: stolperten sie über?) dem Stein des Anstoßes,


33 so-wie geschrieben-ist*: "Siehe, ich-setze in Zion (einen) Stein (des) Anstoßes und (einen) Fels (des) Ärgernisses; und: der" auf ihn "Vertrauende, nicht wird-er-zuschanden-werden."13


Römer 10


1 Brüder, wahrlich, das Verlangen meines Herzens und das Flehen zu Gott (zielt) für sie zur Errettung.


2 Denn ich-bezeuge ihnen, dass sie Eifer (für) Gott haben, jedoch nicht gemäß (richtiger?) Erkenntnis.


3 Denn, (weil/indem) die Gerechtigkeit Gottes nicht-kennend und (weil/indem) versuchend die eigene ´Gerechtigkeit` aufzustellen°, der (heilbringenden?) Gerechtigkeit Gottes nicht ordneten-sie-sich-unter.


4 Denn (das) Ende (od.: Ziel vom) Gesetz (ist) Christus,17 zur Gerechtigkeit (für) jeden den Vertrauenden.


5 Denn Mose schreibt (bezüglich) der Gerechtigkeit, (nämlich) der (Gerechtigkeit) aus ´dem Gesetz: "Der sie13 tuende°` Mensch wird-leben durch"1 ´sie`13.


6 Die Gerechtigkeit aus Vertrauen aber sagt so: "Sage nicht in deinem Herzen: Wer wird-hinaufsteigen in den Himmel?"2 Das ist: (um) Christus herabzuholen°,


7 oder: "Wer wird-hinabsteigen in den Abgrund?"3 Das ist: (um) Christus aus (den) Toten heraufzuholen°.


8 Jedoch, was sagt-sie (d.h. die Gerechtigkeit aus Glauben; aus Vers 6)? "Nahe ist dir der Ausspruch, in deinem Mund und in deinem Herzen."4 Dies ist der Ausspruch des Vertrauens, den wir-predigen,


9 dass, falls du-offen-bekennst° ´Hs.` mit deinem Mund Jesus (als) HERRN ´Hs.` und in deinem Herzen glaubst°, dass Gott ihn aus Toten auferweckte°, du-errettet-werden-wirst.


10 Denn (mit dem) Herzen wird-(zuerst)-geglaubt18 zur Gerechtigkeit, aber (dann mit dem) Mund wird-bekannt18 zur16 Errettung.


11 Denn die Schrift sagt: Jeder, "der auf ihn Vertrauende~, nicht wird-er-zuschanden-werden."5


12 Denn (es) ist kein Unterschied (zwischen) Jude und Grieche, denn derselbe (ist) HERR aller, reich-seiend für alle die ihn Anrufenden.

13 Denn "jeder, wer auch-immer den Namen (des) HERRN (Med.: für sich) anruft,14 wird-errettet-werden."6

14 Wie also (sollen) sie-(Med.: für sich den)-anrufen°, auf den sie nicht vertrauten? Wie aber (auf den) vertrauen°, (von) dem sie nicht hörten?19 Wie aber hören° ohne (einen) Predigenden?


15 Wie aber predigen°, falls sie nicht gesandt-wurden?20 Gleichwie geschrieben-ist*: "Wie rechtzeitig (od.: lieblich sind) die Füße der Evangelisierenden ´das` Gute."7


16 Jedoch nicht alle gehorchten dem Evangelium. Denn Jesaja sagt: "Herr, wer vertraute unserem Gehörten?"8


17 - Folglich (kommt) das Vertrauen aus (der/einer) Gehörten (Botschaft), aber die Gehörte (Botschaft) durch Ausspruch Christi.15 -


18 Jedoch sage-ich, hörten-sie etwa (die Botschaft) nicht? Doch-freilich: "Zu der ganzen Erde (od.: Land, d.h. Israel?) kam-heraus ihr Laut (od.: Schall) und zu den Grenzen der bewohnten (Erde) ihre Aussprüche."9


19 Jedoch sage-ich: ErKannte (es) Israel etwa nicht? (erwartete Antwort: Nein! Denn…) Als erster (von allen) sagt Mose: "Ich werde-eifersüchtig machen" euch "auf (eine) Nicht-Nation, auf (eine) unverständige Nation werde-ich-erzürnt-machen euch."10


20 Jesaja (als Zweiter) aber wagt-sich-kühn-vor und sagt: "Ich-wurde-gefunden (od. toleratives Pass.: ließ mich finden) ´von` (od. lokal: unter) den mich nicht Suchenden, manifest wurde-ich den mich nicht Befragenden."11


21 Aber zu dem (Volk) Israel sagt-er: Den ganzen Tag breitete-ich-weit-aus meine Hände zu (einem) ungehorsam-Seienden und sich-Widersetzenden (od.: Widersprechenden) Volk"12

Römer 11


1 Ich-sage also: Stieß-zurück etwa Gott sein Volk? Auf-keinen-Fall! Denn auch ich bin Israelit aus Abrahams Nachkommenschaft, (vom) Stamm Benjamin.


2 "Nicht stieß-zurück Gott sein Volk,"1 das er-vorher-ausersehen-hat.13 Oder wisst-ihr* nicht, was die Schrift bei Elija sagt, wie er (vor) Gott auftritt gegen Israel?


3 Herr, "deine Propheten töteten-sie, deine Altäre schleiften-sie, und-ich allein blieb-übrig, und sie-suchen mein Leben."2


4 Jedoch was sagt die göttliche-Weisung (zu) ihm? "Ich-ließ-übrig" mir "siebentausend Männer, solche-die (ihr) Knie nicht (vor) dem Baal beugten."3


5 Ebenso ist also auch zu dem jetzigen Zeitpunkt (ein) Rest gemäß Auswahl16 (durch/aus) Gnade entstanden*.


6 Wenn aber (durch/aus) Gnade, (dann) nicht-mehr aus Werken, da-ja (sonst) die Gnade nicht-mehr Gnade ist.


7 Was also? Was (das Volk) Israel (Präs.: noch immer?) erstrebt (nämlich die Gerechtigkeit vor Gott), dies erlangte-es nicht, aber die Auswahl16 erlangte-es, aber die übrigen wurden-verstockt,18


8 ´so-wie` geschrieben-ist*: "Gott gab ihnen (einen) Geist (der) Betäubung, Augen, dass sie nicht sehen~, und Ohren, dass sie nicht hören~, bis-zu dem heutigen Tag."4


9 Und David sagt: "Ihr Tisch werde ihnen zum Fallstrick" und zum Jagdnetz "und zur Falle und zur Vergeltung,"


10 (Es) sollen-verfinstert-werden ihre Augen, sodass sie nichts sehen~, und ihren Rücken beuge-vollständig für immer."5


11 Ich-sage also: Strauchelten-sie etwa, damit sie-fallen? Auf-keinen-Fall! Sondern durch ihren Fehltritt (kam) die Errettung (zu) den Nationen, um sie (d.h. Israel) eifersüchtig-zu-machen°.


12 Wenn aber ihr Fehltritt Reichtum (der) Welt und ihre Niederlage Reichtum (der) Nationen (ist, um) wieviel eher ihre Vollzahl.12


13 Euch ´aber` sage-ich, den Nationen: Insofern als also nun ich (der) Apostel (der) Nationen bin, verherrliche-ich meinen Dienst,


14 (in der Hoffnung) ob ich vielleicht mein Fleisch (d.h. die Israeliten) eifersüchtig-machen-werde und einige von ihnen erretten-könne/möge/werde°.


15 Denn wenn ihre Verwerfung Versöhnung (für die) Welt (ist), was (anders wird dann ihre) Zusichnahme (durch Gott), wenn nicht Leben aus Toten?


16 Wenn aber das Erstlingsbrot19 heilig (ist, dann) auch der (ganze restliche) Teig, und wenn die Wurzel heilig (ist, dann) auch die Zweige.


17 Wenn aber einige der Zweige ausgebrochen-wurden, du21 aber, (obwohl ein) wilder-Olivenbaumzweig seiend, unter ihnen eingepropft-wurdest6 und Mitgemeinschafter der Wurzel der Fettigkeit des Olivenbaums wurdest,


18 (dann) nicht rühme-dich-gegen~ die Zweige. Wenn du dich aber gegen-(sie)-rühmst (so bedenke): Nicht du21 trägst die Wurzel, sondern die Wurzel dich.


19 Also wirst-du-sagen: (Diese) Zweige wurden-ausgebrochen, damit ich eingepropft-würde.


20 Rechterweise (ironisch gemeint?). (Aber wegen) des Unglaubens wurden-sie-ausgebrochen (und nicht damit du eingepfropft wirst?), du21 aber stehst* (durch) den Glauben. Sinne~ nicht hoch-hinaus, sondern fürchte-dich~.


21 Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschonte, (fürchte ich, dass er) ´vielleicht`(ironisch gemeint?) dich auch-nicht verschonen-wird.


22 Sieh also (die) Milde und Schroffheit (od.: Strenge) Gottes: Einerseits gegen die Gefallenen° Schroffheit, andererseits gegen dich Milde Gottes, falls du-bleibst-bei~ der Milde, da-ja (sonst) auch du21 ausgehauen-werden-wirst.


23 Aber auch jene, falls nicht sie-bleiben-bei~ dem Unglauben, werden-sie-(wieder)-eingepfropft-werden, denn Gott ist mächtig sie wieder einzupfropfen.


24 Denn wenn du21 aus dem (von) Natur wilden-Olivenbaum ausgehauen-wurdest und gegen (die) Natur in (einen) veredelten-Olivenbaum eingepfropft-wurdest, (um) wieviel mehr werden-(wieder)-eingepfropft-werden diese, die natürlichen (Zweige, in) den eigenen Olivenbaum.


25 Denn ich-will nicht Brüder, (dass) ihr dieses Geheimnis17 nicht-kennt~, damit ihr nicht eingebildet seid~ ´bei` euch-selbst: Verstockung ist dem (Volk) Israel zum Teil widerfahren*, bis dass die Vollzahl der Nationen14 (in den Leib Christi?) hineinkomme°.


26 Und (nur) so11 wird ganz Israel12 (in der Zukunft) errettet-werden, so-wie geschrieben-ist*: "Eintreffen-wird (Fut.: bei Christi Wiederkunft) aus Zion der Rettende, abwenden-wird-er (die) Ehrfurchtslosigkeiten von Jakob.7


27 Und dies (ist für) sie der Bund von mir, dann-wenn ich ihre Sünden wegnehme."8


28 Im-Hinblick-auf das Evangelium (sind sie) zwar Feinde wegen euch, im-Hinsicht-auf die Auserwählung aber Geliebte wegen der Väter.


29 Denn die Gnadengaben (von Röm 9,4f) und die Berufung Gottes (sind) unbereubar.


30 Denn geradeso-wie (T.R.: auch) ihr (Heiden-Christen) einst Gott ungehorsam-wart°, nun aber (durch) den Ungehorsam dieser (d.h. Israels) Erbarmen-fandet,


31 ebenso nun auch diese waren-ungehorsam°, - (wegen/infolge) des euch (erwiesenen) Erbarmens, - damit auch sie ´nun` Erbarmen-finden-mögen°.


32 Denn Gott schloss-zusammen-ein die alle20 in (den) Ungehorsam,15 damit er dieser aller20 sich-erbarme.


33 Oh Tiefe (des) Reichtums und (der) Weisheit und (der) ErKenntnis Gottes. Wie unerforschlich (sind) seine Urteile und unausspürbar seine Wege.


34 Denn "wer erkannte (den) Sinn (des) HERRN? Oder wer wurde sein Mitberater"?9


35 Oder wer gab ihm vorher, sodass (es) ihm zurückerstattet-werden-wird (od.: müsste)?"10


36 Weil aus ihm und durch ihn und hin-zu ihm (ist) das All (od.: alle Dinge). Ihm (sei/ist) die Herrlichkeit in die Zeitalter, Amen.


Römer 12


1 Ich-ermahne9 euch also (od.: demnach/folglich)10 Brüder, aufgrund15 (od.: angesichts) der Barmherzigkeiten11 (w.: der Mitleidigkeiten) Gottes, eure Körper darzustellen°12 (als ein) Schlachtopfer,13 (ein) lebendig-seiendes~,4 heiliges, Gott wohlgefälliges, (als/das sei) euren vernünftigen3 Gottesdienst.


2 Und (darum) nicht lasst-euch-(Imp.Präs.Pass.: fortwährend/immer wieder äußerlich im Wesen)-anpassen~5 diesem Zeitalter, sondern werdet-(Imp.Präs.Pass.: fortwährend von innen her)-umgestaltet~6 (durch) die Wiederneuartigmachung des Sinnes (od.: Denkens/Verstandes), damit ihr (Präs.: jedesmal imstande seid) zu-prüfen~ (od.: zu beurteilen), was der Wille Gottes (ist, nämlich) der gute und wohlgefällige und vollkommene (od.: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene).


3 Denn ich-sage16 durch die Gnade, die mir gegeben-Wordene°, jedem einzelnen~ unter euch, nicht darüber-hinaus-zu-sinnen~, als was sich-geziemt zu-sinnen~, sondern zu-sinnen~ um vernünftig-zu-sein~, wie Gott jedem (einzelnen ein) Maß (an) Glauben zuteilte.7


4 Denn gleichwie wir an einem Körper viele Gliedmaßen haben, die Gliedmaßen aber nicht alle dieselbe Funktion haben,


5 ebenso sind-wir, die Vielen, ein (einziger) Körper in Christus, aber im-einzelnen (gesehen; d.h. im Verhältnis) zu einander (sind wir) Gliedmaßen.


6 (Weil) aber verschiedene Gnadengaben habend nach der Gnade, der uns gegeben-Wordenen°, (so lasst uns diese in der rechten Weise gebrauchen) sei es (eine/die Gabe der) Prophezeiung:14 gemäß der Übereinstimmung (od.: richtigem Verhältnis mit) dem Glauben,17


7 sei-es Bedienung: in der Bedienung, sei-es der Belehrende: in der Belehrung,


8 sei-es der Ermahnende: in der Ermahnung, der Mitgebende: in Einfalt (od.: Freigiebigkeit?), der Vorstehende: in Eifrigkeit, der sich-Erbarmende: in Heiterkeit.


9 Die Liebe (sei) ungeheuchelt, (seid)8 völlig-verabscheuend das Böse (und) anhaftend dem Guten.


10 (Durch) die Bruderliebe (seid) zu einander zärtlich-gernhabend, (in) der Ehre (seid) einander höhereinstufend (od.: zuvorkommend),


11 (in) der Eifrigkeit (seid) nicht zögernd, (in) dem Geist (seid) glühend, dem Herrn (seid) sklavend,


12 (in) der Hoffnung (seid) euch-freuend, (in) der Bedrängnis (seid) geduldig-ausharrend, (seid) anhaltend-bei dem Gebet,


13 (an) den Bedürfnissen der Heiligen (seid) Gemeinschaft-Habende, die Gastfreundschaft (seid) Verfolgende!


14 Segnet~ die ´euch` Verfolgenden, segnet~ und verflucht~ nicht!

15 Freut-euch~ mit (den) sich-Freuenden, weint~ mit (den) Weinenden!

16 (Seid)8 das selbe sinnend gegen einander, nicht die hohen (Dinge seid) sinnend, sondern (zu) den niedrigen (od.: demütigen Dingen) euch-mitfortreißen-lassend! Seid~ nicht klug bei euch-selbst!

17 (Seid) auch-nicht Übles für Übles zurückgebend, (seid) vorsorgend (für das) Rechte angesichts aller Menschen.

18 Wenn möglich, - soweit-es-an-euch-liegt, - (seid) mit allen Menschen Frieden-haltend.

19 (Seid) nicht euch-selbst rächend, Geliebte, sondern gebt dem Zorn (Gottes) Gelegenheit, denn es-ist-geschrieben*: "Mir (gehört die) Rache," ich "werde-zurückgeben,"1 sagt (der) HERR.

20 Jedoch "falls dein Feind hungert~, füttere~ ihn, falls er-dürstet~, tränke~ ihn. Denn (wenn/indem) dies tuend, Glutkohlen (von) Feuer wirst-du-anhäufen auf seinen Kopf."2

21 Nicht lass-dich-besiegen~ von dem Üblen, sondern besiege~ das Üble durch das Gute.


Römer 13


1 Jede Person (d.h. jedermann) ordne-sich-(Präs.: beständig)-unter~ (den) übergeordneten (staatlichen) Autoritäten.5 Denn keine (staatliche) Autorität5 existiert, außer von Gott, aber die vorhandenden~ (Pl.: Behörden/Institutionen) sind von Gott angeordnet*.14


2 Daher, der sich-Entgegenstellende~ der (staatlichen) Autorität, widersteht* der befehlenden-Anordnung Gottes, aber die Widerstehenden* werden-empfangen (eine) VerUrteilung (für) sich-selbst.


3 Denn die Regierenden13 sind kein (Anlass zur) Furcht dem guten Werk, sondern dem üblen. Willst-du aber die (staatliche) Autorität nicht fürchten~, (dann) tue~ das Gute, und Lob wirst-du-haben von ihr,


4 denn Gottes Dienerin ist-sie dir zu dem Guten. Falls du aber das Üble tust~ fürchte-dich~, denn nicht vergebens trägt-sie-dauernd das Kurzschwert,3 denn sie-ist Gottes Dienerin (als eine) Rächerin zum Zorngericht dem das Üble Praktizierenden.


5 Deshalb (ist es eine) Notwendigkeit sich-(Präs.: beständig)-unterzuordnen~, nicht nur wegen des Zorngerichts, sondern auch wegen des Gewissens.10


6 Denn deswegen zahlt-ihr auch Tribut,4 denn Amtsdiener Gottes sind-sie, zu eben diesem (Zweck) unablässig-tätig-seiend.


7 Gebt (also) allen die Schuldigkeit: dem der Tribut (gebührt) den Tribut, dem der Zoll (gebührt) den Zoll, dem die Furcht (gebührt) die Furcht, dem die Ehre (gebührt) die Ehre.7


8 Gar-keinem schuldet~ (etwas),6 außer das einander zu-lieben~, denn der den andersartigen Liebende~ hat-erfüllt* (Perf.: das ganze übrige) Gesetz.

9 Denn das: "Nicht sollst-du-ehebrechen, nicht sollst-du-morden, nicht sollst-du-stehlen, nicht sollst-du-begehren"1 und wenn (es) irgendeine andersartige Vorschrift (gibt), in diesem Wort wird-es-(zu einem Ganzen)-zusammengefasst, (nämlich) ´in dem`: "Du sollst-lieben~ deinen Nächsten wie dich-selbst."2


10 Die Liebe bewirkt dem Nächsten nichts Übles, also (ist die) Erfüllung (des) Gesetzes die Liebe.


11 Und dies (alles tut, da/weil) wissend* (um) den (rechten) Zeitpunkt, dass (die) Stunde schon (da ist, für) ´euch` aus (dem) Schlaf aufzuwachen,11 denn nun (ist für) uns die Errettung12 (od.: unsere Errettung) näher, als damals (als) wir-gläubig-wurden° (ingressiver Aor.).


12 Die Nacht rückte-vor, und der Tag ist-nahe*. Also lasst-uns-ablegen° die Werke der Finsternis,8 ´und` lasst-uns-anziehen° die Waffen des Lichts.


13 Wie bei Tag lasst-uns-den-Lebenswandel-führen°, anständig, nicht (in) Festgelagen und Trinkgelagen, nicht (in) Beischläfereien und Ausschweifungen, nicht (in) Zank und Eifersucht,


14 sondern zieht-euch-an° den Herrn Jesus Christus, und treibt~ nicht vorausdenkende-Vorsorge (für) das Fleisch zu Begierden.9


Römer 14


1 Aber den schwach-Seienden (in) dem1 Glauben nehmt-(vorbehaltslos)-an, (doch) nicht zum Disput-über (seine? zweifelnden/zweifelhaften) Überlegungen.


2 Der eine glaubt, alles essen-zu-dürfen, der andere, (weil) schwach-seiend, isst (nur) Gemüse.5


3 Der Essende verachte~ nicht den nicht Essenden, und der nicht Essende urteile~ nicht (über) den Essenden,7 denn Gott nahm-(vorbehaltslos)-auf ihn (d.h. den Schwachen und den Starken).


4 Du, wer bist-du, der Urteilende (über einen) fremden Haussklaven? Dem eigenen Herrn steht-er oder fällt-er. Aber er-wird-stehengelassen, denn der Herr ist-mächtig, ihn stehen-zu-lassen.


5 ´Denn` der eine urteilt (über) Tag im-Unterschied-zu Tag, der andere urteilt (über) jeden Tag (gleich).8 Jeder soll in seinem eigenen Sinn völlig-überzeugt-sein~.9


6 Der Achtende-auf den Tag, (für den) Herrn achtet-er-darauf, und der Essende, (für den) Herrn isst-er, denn er-dankt Gott. Und der nicht Essende, für (den) HERRN isst-er nicht, und (auch) er-dankt Gott.


7 Denn keiner (von) uns lebt (für) sich-selbst, und keiner stirbt (für) sich-selbst,


8 denn sei es (dass) wir-leben~, dem Herrn leben-wir, sei es (dass) wir-sterben~, dem Herrn sterben-wir. Sei es also (dass) wir-leben~ und sei es (dass) wir-sterben~, wir-sind des Herrn.


9 Denn dazu verstarb Christus und lebte° (wieder), damit er sowohl (über) Tote als-auch (über) Lebende herrsche°.


10 Du (Schwacher) aber, was urteilst-du (über) deinen Bruder? Oder auch du (Starker), was verachtest-du deinen Bruder? Denn alle werden-wir-(uns)-hinstellen (müssen vor) den Richterstuhl Gottes,


11 denn geschrieben-ist*: "(So wahr) ich lebe, sagt (der) HERR: Mir wird-sich-beugen jedes Knie und jede Zunge wird-(Med.: von sich aus?)-frei-heraus-bekennen den (wahren) Gott."10


12 Folglich ´also`, jeder (einzelne von) uns, für sich-selbst wird-er-geben Rechenschaft ´dem (wahren) Gott`.


13 Also nicht-mehr wollen-wir-urteilen~ (über) einander. Sondern vielmehr (für) dies entscheidet-euch, dem Bruder keinen Anstoß oder (sogar eine) Falle (zum Sündigen) zu-stellen~.


14 Ich-weiß* und bin-überzeugt* im Herrn Jesus, dass gar-nichts gemein (ist) durch sich-selbst, außer, (dass) dem Überlegenden irgendetwas gemein sei~, jenem (ist es auch) gemein.


15 Denn wenn dein Bruder wegen (einer) Speise betrübt-wird, führst-du-den-Lebenswandel nicht-mehr gemäß Liebe. Verderbe~ nicht jenen (mit/wegen) deiner Speise, für den Christus verstarb.


16 Nicht werde-gelästert~ also euer Gutes.3


17 Denn die Königsherrschaft Gottes ist nicht Speise und Trank, sondern Gerechtigkeit und Friede (mit anderen?) und Freude im heiligem Geist.


18 Denn der in diesem (Prinzip) sklavende dem Christus, (dieser ist) wohlgefällig dem Gott und bewährt (vor/bei) den Menschen.


19 Folglich also lasst-uns-verfolgen~ die (Dinge) des Friedens und die (Dinge) der Erbauung, die für einander (dienlich sind).


20 Nicht wegen (einer) Speise reiße-nieder~ das Werk Gottes! Alle (Speisen sind) zwar rein, jedoch (ein) Übel dem Menschen, dem mit Anstoß11 Essenden.


21 Recht (ist) das: keine Fleischspeise zu-essen und-keinen Wein zu-trinken noch (irgendetwas zu tun), woran dein Bruder Anstoß-nimmt6 (und dadurch zur Sünde verführt wird).


22 Du, du-hast~ Glauben, ´diesen` habe-du für dich-selbst vor Gott.2 Glückselig der nicht sich-selbst Richtende (in dem), worin er-bewährt-ist~.4


23 Aber der Skrupel-Habende, falls er-(trotz schlechtem Gewissen)-isst, ist-er-verurteilt*, weil (er) nicht aus Glaubensüberzeugung (isst/handelt). Alles aber, was nicht aus Glaubensüberzeugung (geschieht), ist Sünde.


Römer 15


1 (Es) schulden aber wir, die Mächtigen, die Schwächen der Ohnmächtigen (Präs.: ständig?) zu-ertragen~ und nicht (Präs.: ständig?) uns-selbst zu-gefallen~.


2 Jeder (einzelne von) uns gefalle~ dem Nächsten zu (d.h. mit dem Ziel) dem Guten zur Erbauung.


3 Denn auch der Christus gefiel nicht sich-selbst, sondern so-wie geschrieben-ist*: "Die Schmähungen der dich Schmähenden fielen-drauf auf mich."1


4 Denn alles-was vorher-geschrieben-wurde, zu unserer Belehrung wurde-es-geschrieben, damit wir durch das geduldige-Ausharren und durch die Ermutigung (od.: den Trost) der Schriften die Hoffnung haben~.18


5 Aber der Gott des geduldigen-Ausharrens und der Ermutigung, er-möge- geben° (Opt.Aor.) euch, (auf) das selbe unter einander gesinnt-zu-sein~ gemäß Christus Jesus,


6 damit ihr einmütig mit einem Mund den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht~.


7 Deshalb nehmt-(vorbehaltslos)-an~ einander,10 so-wie auch der Christus ´euch` (vorbehaltslos) annahm zur Herrlichkeit Gottes.


8 Denn ich-sage, (dass) Christus (ein) Diener (der) Beschneidung geworden-ist* für (die) Wahrheit Gottes, auf dass er die Versprechungen (an) die Väter bestätige,


9 und, (dass) die Nationen Gott für (sein) Erbarmen verherrlichen-sollen°, so-wie geschrieben-ist*: "Deswegen werde-ich-frei-heraus-bekennen dich unter (den) Nationen und deinem Namen psalmodieren."2


10 Und weiter sagt-er: "Seid-fröhlich, (ihr) Nationen, mit seinem Volk."3


11 Und weiter: "Lobt~ alle Nationen den Herrn, und sprecht-Lob-aus° ihm alle Völker."4


12 Und weiter sagt Jesaja: "Es-wird-kommen die Wurzel des Isai, und (zwar) der Aufstehende, (um) Erster (über die) Nationen zu-sein~, auf ihn werden-hoffen (die) Nationen."5


13 Aber der Gott der Hoffnung möge-vollmachen° (Opt.Aor.) euch mit jeder (Art von) Freude und Frieden durch den Glauben~, damit ihr in der Hoffnung überfließt~ durch (die) Macht heiligen Geistes.


14 Aber ich-bin-überzeugt* meine Brüder, - auch ich selbst betreffs euch, - dass auch (od.: sogar) ihr-selbst Volltriefende seid (voll von) Gütigkeit, (indem/wobei) erfüllt-worden* (von Gott? mit) ´der` ganzen Kenntnis,11 (indem/und damit) fähig-seiend~ auch ´einander` zurechtzuweisen~.


15 Aber ´ziemlich-gewagt` schrieb-ich euch zum Teil, wie (um) euch wieder-zu-erinnern-an (bestimmte Dinge) durch die Gnade, die mir ´von` Gott gegeben-Wordene°,


16 damit ich (ein) Amtsdiener Christi Jesu für die Nationen sei~, (indem) das Evangelium Gottes priesterlich-verwaltend, damit die Darbringung der Nationen wohl-annehmbar (od.: sehr willkommen) werde, (weil) geheiligt* durch heiligen Geist.


17 Ich-habe also ´das` Rühmen in Christus Jesus in-Bezug-auf die (Dinge die) Gott betreffen.


18 Denn nicht werde-ich-wagen, irgendetwas zu-sagen~, was nicht Christus durch mich bewirkte zum (Zweck des) Gehorsam (der) Nationen, (durch) Wort und Werk,


19 in Macht, (bestätigt durch) Zeichen und Wunder,7 in Macht (des durch mich wirkenden?) Geistes ´Gottes`, sodass ich von Jerusalem (an) und im-Umkreis bis-in die (Provinz) Illyrikum, das Evangelium des Christus zu-erfüllen*.8


20 Aber so, (indem) meine-Ehre-darin-suchend, nicht (dort) zu-evangelisieren~ wo Christus (schon) genannt-wurde, damit ich nicht auf fremder Grundlage aufbaue~,


21 sondern so-wie geschrieben-ist*: "Denen (noch) nicht über ihn verkündigt-wurde, sie-werden-sehen, und die (noch) nicht gehört-haben*, sie-werden-verstehen."6


22 Deshalb auch wurde-ich-(Impf.: immer wieder daran)-gehindert~, (und zwar) vielfach, zu euch zu-kommen°.


23 Nun aber, (weil) keinen-weiteren Wirkungskreis (mehr) habend in diesen Gegenden,12 aber (doch) seit ´vielen` Jahren Sehnsucht habend zu euch zu-kommen°,


24 (und zwar) dann-wenn ich in die (Provinz) Spanien16 reisen-will~. Denn ich-hoffe,14 (wenn dahin) durchreisend, euch zu-sehen und von euch dorthin geleitet-(und zur weiteren Reise ausgestattet?)-zu-werden, falls ich zuerst einigermaßen (mit Freude von) euch angefüllt-wurde.


25 Nun aber gehe-ich nach Jerusalem, bedienend die Heiligen.


26 Denn Mazedonien und Achaia17 hatten-Wohlgefallen°, ein Gemeinschaftszeichen (od.: eine Spende) für die Bettelarmen der Heiligen in Jerusalem zu-machen.


27 Ja (tatsächlich), sie-hatten-Wohlgefallen°, (denn sie) sind (ja) auch ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen (an) ihren geistlichen (Gütern) Gemeinschaft-hatten°, schulden-sie auch, ihnen in den materiellen (Gütern) priesterlich-zu-dienen.

28 (Nachdem) dies also zur-Erfüllung-bringend° und ihnen diese Frucht (d.h. die Geldsammlung) ordnungsgemäß-aushändigend°,9 werde-ich-weitergehen über euch nach Spanien.


29 Ich-weiß* aber, dass, (wenn/nachdem) zu euch kommend, ich in (der) Fülle (des) Segens Christi kommen-werde.


30 Ich-ermahne euch aber, ´Brüder`, durch unseren Herrn Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes, zusammen-zu-kämpfen-mit° mir in den Gebeten für mich zu Gott,


31 damit ich-gerettet-werde° vor den ungehorsam-Seienden in der (Landschaft) Judäa und meine Bedienung, - die für Jerusalem (ist), - den Heiligen höchst-willkommen werde,


32 damit, (nachdem) in Freude zu euch kommend° ich durch Gottes Willen zusammen-ausruhe-mit° euch.13


33 Der Gott des Friedens aber (sei) mit euch allen, ´Amen`.15


Römer 16


1 Ich-empfehle euch aber unsere Schwester Phöbe, seiend ´auch` (eine) Dienerin (od.: Diakonin?)11 der Versammlung in Kenchreä,20


2 damit ´ihr sie zu-euch-aufnehmt` im Herrn würdig der Heiligen und ihr-beisteht~ in welcher Sache auch-immer sie euer bedarf~. Denn auch sie-selbst wurde vielen (eine) Beschützerin,15 auch (für) mich selbst.


3 Grüßt Priska und Aquila,16 meine Zusammenwirkenden in Christus Jesus,


4 solche-die für mein Leben ihren Hals darunterlegten, denen nicht (nur) ich allein danke, sondern auch alle die Versammlungen der Nationen,


5 und (grüßt) die Versammlung in ihrem Haus.8 Grüßt Epänetus meinen geliebten, der (in) der (Provinz) Asia (die) Erstlingsfrucht für Christus ist.


6 Grüßt ´Maria`, eine-solche-die viel sich-abmühte für euch.


7 Grüßt Andronikus und Junia,2 meine Verwandten und meine Mitkriegsgefangenen, solche-die ausgezeichnet sind unter den Aposteln, die auch (schon) vor mir in Christus gewesen-sind*.


8 Grüßt Ampliatus,17 meinen Geliebten im Herrn.


9 Grüßt Urbanus,17 unseren Zusammenwirkenden in Christus, und Stachys, meinen geliebten.


10 Grüßt Apelles, den Bewährten in Christus. Grüßt die aus dem (Haushalt des) Aristobul.8


11 Grüßt Herodion, meinen Verwandten. Grüßt die aus dem (Haushalt des) Narzissus,10 die seienden im Herrn.


12 Grüßt Tryphäna und Tryphosa, die sich-Abmühenden im Herrn. Grüßt Persis, die geliebte, eine-solche-die sich-abmühte viel im Herrn.


13 Grüßt Rufus,17 den Auserwählten im Herrn, und seine und meine Mutter.


14 Grüßt Asynkritus, Phlegon, Hermes, Patrobas, Hermas und die Brüder zusammen-mit ihnen.8


15 Grüßt Philologus und Julia, Nereus und seine Schwester, und Olympas, und alle Heiligen zusammen-mit ihnen.18


16 Grüßt einander mit heiligem Kuss!19 (Es) grüßen euch alle die Versammlungen des Christus.


17 Ich-ermahne euch aber, Brüder, achtzugeben-auf~ die, die Zwistigkeiten3 und die Fallen Machenden entgegen der Lehre, die ihr lerntet, und weicht-aus~, weg-von ihnen.9


18 Denn die so-Beschaffenen sklaven nicht unserem Herrn Christus, sondern ihrem eigenen Bauch, und durch die Schönrednerei (od.: angenehme Rede) und wohlklingendes-Wort täuschen-sie-vollends die Herzen der Arglosen.


19 Denn euer Gehorsam kam-an bei allen. Über euch also freue-ich-mich, ich-will aber (von euch), weise zu-sein~ hinsichtlich des Guten, unverdorben aber hinsichtlich des Üblen.


20 Aber der Gott des Friedens wird-zertrümmern den Satan unter euren Füßen in Schnelligkeit.21 Die Gnade unseres Herrn Jesus (sei) mit euch.


21 (Es) grüßt euch Timotius, ´mein` Zusammenwirkender, und Lucius und Jason und Sosipater, meine Verwandten.


22 (Auch) ich, Tertius, der geschrieben-Habende° den Brief,7 grüße euch im Herrn.


23 (Es) grüßt euch Gajus, der Gastgeber (von) mir und der ganzen Versammlung.18 (Es) grüßt euch Erastus, der Schatzmeister der Stadt,6 und Quartus, der Bruder.


24 1


25 Aber ´dem` Könnenden euch befestigen gemäß meinem Evangelium, - nämlich der Predigt (von) Jesus Christus,13 (die) gemäß (der) Enthüllung (des) ewige Zeiten verschwiegenen* Geheimnisses (ist),


26 nun aber offenbar-Gemachten° (Geheimnisses), und durch prophetische Schriften,4 gemäß Anordnung des ewigen Gottes, zum Glaubens Gehorsam für alle Völker12 Bekanntgemachten° (Geheimnisses),14


27 - (dem) allein (seienden) weisen Gott, ´welchem`5 durch Jesus Christus die Herrlichkeit (ist/sei) in die Zeitalter, ´Amen.`

 


Zu Korinthern A

Die Stadt Korinth

Korinth, gegründet ca. 900 v.Chr., lag äußerst günstig auf der den Peloponnes mit Attika verbindenden Landenge Isthmus, und gelangte als Handelsstadt daher zu großer Bedeutung. Sie war ca. 900 qkm groß und mit ca. 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Griechenlands nach Athen. Korinth hatte zwei Häfen, Lechaeum im Westen und Kenchräa im Osten der Stadt. Nach der Zerstörung durch Mummius (146 v.Chr.) und deren Verödung für 100 Jahre, hatte Caesar 44 v.Chr. die Stadt wiederaufbauen lassen und mit Freigelassenen Sklaven und ausgedienten Soldaten besiedelt. Danach kam sie schnell wieder zu großer Blüte und wurde ein florierendes Handelszentrum für verschiedene Handwerke, besonders für Keramik. Als Sitz einer Universität und als Mittelpunkt reichen künstlerischen Lebens war sie ebenso berühmt wie durch den Luxus und die sprichwörtliche Sittenlosigkeit seiner stark multikulturell vermischten Bevölkerung, die auch durch die Tempelprostitution im Heiligtum der Aphrodite gefördert wurde. Augustus machte Korinth zur Hauptstadt der neuen Provinz Achaia. Inschriften bestätigen, dass Gallio 51/52 n.Chr. Proconsul wurde und eine Inschrift nennt einen Erastus als Schatzmeister; vgl. Röm 16,23. Paulus kam auf der zweiten Missionsreise im Jahr 50/51 n. Chr. nach Korinth und blieb wahrscheinlich 1½ Jahre dort (Apg 18,1-18). Die dortige Gemeinde ist von ihm gegründet und die beiden Korintherbriefe geben uns einen interessanten Einblick in das Leben der Gemeinde. In der Stadt gab es extreme soziale Gegensätze zwischen arm und reich, was sich auch in der Gemeinde manifestierte, - ⅓ der Bevölkerung waren Sklaven. Korinth kannte nur eine Aristokratie, die des Reichtums, und nur eine Tradition, die des Geldmachens. Nach seinem Wegzug blieb er mit der Gemeinde in persönlicher Verbindung.

Während der Invasion der Westgoten in Griechenland (395–396 n.Chr.) ließen sie die Stadt plündern und viele ihrer Bürger in die Sklaverei verkaufen. Trotzdem konnte sich Korinth nochmals erholen. 521 n.Chr. wurde die Stadt infolge eines schweren Erdbebens stark zerstört. Kaiser Justian I. ließ sie wieder aufbauen. Der Beginn der Slaweneinfälle (um 580 n.Chr.) brachte das antike Leben in der Stadt fast vollständig zum Erliegen. Erst Jahrzehnte später gelang ein bescheidener wirtschaftlicher Wiederaufstieg. Am 21. Februar 1858 wurde das alte Korinth, das damals etwa 4000 Einwohner zählte, durch ein Erdbeben zerstört und danach sechs Kilometer nordöstlich wieder aufgebaut. Unmittelbar neben dem antiken Siedlungsgelände liegt das Dorf Archea Korinthos (33,229; 42,794; 52,III,301; Wikipädia).

 

Einleitung Korintherbrief

In den beiden Korintherbriefen werden möglicherweise noch andere Schreiben an die Gemeinde erwähnt (vgl. 1.Kor 5,9; 2.Kor 2,4f), doch dies ist umstritten. Es könnte sich genauso gut um den sogenannten "Aorist des Briefstils" handeln (vgl. 47,z.St.). Ausdrücklich erwähnt wird der 1.Korintherbrief von Clemens von Rom (ca. 95 n. Chr.). Andere Autoren der frühen Kirche, die den Brief zitieren sind Polykarp, Justin der Märtyrer, Athenagoras, Irenäus, Clemens von Alexandrien und Tertullian. Er wird im Muratorischen Fragment aufgelistet und steht im Apostolicum, dem häretischen "Kanon" des Marcion, nach dem Galaterbrief. Geschrieben wurde der Brief von Paulus aus Ephesus (1Kor 16,8-9.19), weil er dort drei Jahre gearbeitet hat, am wahrscheinlichsten in der zweiten Hälfte oder gegen Ende dieses ausgedehnten Aufenthalts im Jahr 53/54 n. Chr., vielleicht zum Passahfest (1Kor 5,7-8), jedenfalls vor dem Pfingstfest (1Kor 16,8). Einige Ausleger datieren ihn sogar noch früher. Den Anlass für den Brief bildeten Probleme in der Gemeinde und Fragen, die in der jungen Gemeinde aufgetreten waren. Der Apostel erhielt davon Kenntnis durch "die Leute der Chloe" (1Kor 1,11), durch Gerüchte (1Kor 5,1) und durch eine schriftliche Anfrage, die ihm wahrscheinlich von einer Abordnung der Gemeinde überbracht wurde (1Kor 7,1; 16,17). Die "Leute der Chloe" berichteten von Spaltungen, die das Weiterbestehen der Gemeinde gefährdeten (1Kor 1,12-17). Ein schwerer Fall von Blutschande (1Kor 5,1-13), Streitigkeiten der Christen vor heidnischen Richtern (1Kor 6,1-11) und sexuelle Verfehlungen (1Kor 6,12-20) wurden gerüchteweise öffentlich kolportiert. Ausführlich erörtert werden Fragen über Ehe und Ehelosigkeit (1Kor 7,1-40), den Genuss von Götzenopferfleisch (1Kor 8,1 - 11,1) und die Ordnung in den Versammlungen (1Kor 11,2 - 14,40). Nachdrücklich wendet sich Paulus gegen Missstände beim Herrenmahl (1Kor 11,17-34). Das 15.Kapitel hat die Auferweckung Christi und der Christen zum Thema. Das abschließende Kapitel 16 enthält persönliche Mitteilungen und eine ausführliche Grußliste (vgl. 21,II,729; 33,229; 48,689). Bemerkenswert ist, dass Paulus zuerst Fragen über den persönlichen Lebenswandel der Gläubigen behandelt, erst danach Probleme bei den Zusammenkünften, dann eine Lehrfrage und zuletzt persönliche Bedürfnisse von Gläubigen. Diese Reihenfolge zeigt, was für ihn und den Herrn am wichtigsten, am zweitwichtigsten, usw. ist. Das sollte uns zum Nachdenken geben, wie unsere Prioritäten gereiht sind (48,689).

 

Gliederung des 1.Korintherbriefes:

I.) Der persönliche Lebenswandel der Gläubigen

 1) Man hört von Parteiungen in der örtlichen Gemeinde (1Kor 1,10 - 4,21)

 2) Man hört von Unzucht und Gerichtsprozessen (1Kor 5,1 - 6,20)

 3) Das Verhältnis von Mann und Frau - eheliche Pflicht, Ehelosigkeit, Scheidung, Jungfrauen (1Kor 7,1-40)

 4) Was das Götzenopferfleisch betrifft (1Kor 8,1 - 11,1)

 5) Hauptschaft und Unterordnung (1Kor 11,2-16)

 

II.) Das Zusammenkommen als Versammlung

 1) Man hört von Parteiungen in den Zusammenkünften (1Kor 11,18-19)

 2) Man hört von Unordnung beim Herrenmahl (1Kor 11,19-34)

 3) Die geistlichen Gaben und ihr richtiger Gebrauch in den Zusammenkünften (1Kor 12,1 - 14,40)

 

III.) Lehre - die Auferstehung der Gläubigen

 1) Beweise dafür, dass die Gläubigen leiblich auferstehen werden (1Kor 15,1-58)

 

IV.) Die persönlichen Bedürfnisse von Gläubigen (1Kor 16,1-24)

1.Korinther 1


1 Paulus, berufener Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, und Sosthenes,12 der Bruder,


2 der Versammlung Gottes, der seienden in Korinth,13 (den) Geheiligten* in Christus Jesus, berufenen Heiligen, zusammen-mit allen den Anrufenden den Namen unseres Herrn Jesus Christus an jedem Ort,3 (bei) ihnen und (bei) uns.9


3 Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und (dem/unserem) Herrn Jesus Christus.


4 Ich-danke meinem Gott allezeit im-Blick-auf euch wegen (od.: für die) der Gnade Gottes, der euch gegeben-Wordenen° in Christus Jesus,


5 (die zeigt), dass ihr in allem reich-gemacht-wurdet in ihm, in jeder (Art von) Wortgabe und jeder (Art von) ErKenntnis,6


6 so-wie das Zeugnis des (d.h. für) Christus unter (od.: in) euch bestätigt-wurde (od.: befestigt wurde),


7 sodass ihr nichts mangelt~ in gar-keiner Gnadengabe, (wobei/während) sehnlichst-erwartend die Enthüllung unseres Herrn Jesus Christus,


8 der euch auch festmachen-wird bis-ans Ende, (um dann) unanklagbar (zu sein) an dem Tag unseres Herrn Jesus ´Christus`.


9 Treu (ist) Gott, durch den ihr in (eine/die) Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn, berufen-wurdet.


10 Ich-ermahne euch aber, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle das selbe saget~4 und (dass) nicht Spaltungen unter euch seien~, aber (dass) ihr (Perf.: ein für alle Mal) zubereitet* seiet~ in demselben Sinn und in der selben Meinung.


11 Denn mir wurde-offenkundig-gemacht über euch, meine Brüder, von den (Leuten der) Chloe,7 dass Zänkereien unter euch sind.


12 Ich-meine aber dies: dass jeder (einzelne) von euch (etwas Anderes) sagt, (nämlich): Ich meinerseits bin (des) Paulus, ich aber (des) Apollos, ich aber (des) Kephas, ich aber (des) Christus.


13 Ist-geteilt* der Christus? Etwa Paulus wurde-gekreuzigt für euch, oder auf den Namen (des) Paulus wurdet-ihr-getauft?


14 Ich-danke ´Gott`, dass ich keinen (von) euch taufte, außer Krispus und Gaius,


15 damit nicht jemand sage, dass ihr auf meinen Namen getauft-wurdet.


16 Ich-taufte aber auch das Haus (des) Stephanas,8 im-übrigen weiß-ich* nicht, ob ich (auch) jemand anderen taufte.


17 Denn Christus sandte mich nicht zu-taufen~, sondern zu-evangelisieren~, nicht in Weisheit (des) Wortes, damit das Kreuz des Christus nicht leer-gemacht-werde.


18 Denn das Wort, das des Kreuzes, ist einerseits den verloren-Gehenden Torheit, andererseits ist-es uns, den Errettet-Werdenden, Gottes Macht.


19 Denn geschrieben-ist*: "Verderben-werde-ich die Weisheit der Weisen, und das Verständnis der Verständigen werde-ich-verwerfen."1


20 Wo (ist ein griechischer?) Weiser? Wo (ein jüdischer?) Schriftgelehrter? Wo (ein) Disputierer dieses Zeitalters? Machte Gott die Weisheit der Welt nicht töricht?


21 Denn da-ja-nun die Welt Gott in der Weisheit Gottes5 durch die (d.h. ihre eigene) Weisheit nicht erkannte, hatte-Wohlgefallen° Gott, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu-erretten.


22 Da-ja-nun einerseits Juden Zeichen fordern, Griechen andererseits Weisheit suchen,


23 predigen wir aber Christus (als) Gekreuzigten*, Juden einerseits (ein) Ärgernis, Nationen andererseits (eine) Torheit,


24 ihnen aber, den Berufenen, - sowohl Juden als-auch Griechen, - Christus, Gottes Macht und Gottes Weisheit.


25 Weil das Törichte Gottes ist weiser (als) die Menschen, und das Schwache Gottes (ist) stärker (als) die Menschen.


26 Blickt~ doch (auf) eure Berufung Brüder, dass (ihr) nicht viele Weise nach (dem) Fleisch (seid), nicht viele Mächtige, nicht viele Hochgeborene,


27 sondern das Törichte der Welt auserwählte-sich Gott, damit er-zuschanden-mache~ die Weisen, und das Schwache der Welt auserwählte-sich Gott, damit er-zuschanden-mache~ das Starke,


28 und das Niedriggeborene der Welt und das Verachtete* auserwählte-sich Gott, - das nichts Seiende, - damit er das Seiende unwirksam-mache,


29 auf-dass kein Fleisch sich-rühme° in-den-Augen Gottes.


30 Aus ihm10 aber seid ihr in Christus Jesus, der uns (Pass.: gemacht)-wurde (zur) Weisheit von Gott, sowohl (od.: und zur) Gerechtigkeit als-auch (od.: und zur) Heiligung11 und Erlösung,

31 damit (geschehe), so-wie geschrieben-ist*: "Der sich-Rühmende, er-rühme-sich~ im HERRN."2


1.Korinther 2


1 Und-ich, (nachdem) zu euch kommend° Brüder, kam-ich nicht gemäß überragender Redekunst oder Weisheit, (als/indem/damit) euch das Geheimnis Gottes verkündigend.


2 Denn ich-entschied-mich, nichts zu-wissen* bei euch, außer Jesus Christus, und diesen (als) Gekreuzigten*.


3 Und-ich war in (körperlicher?) Schwachheit und in Furcht und in vielem Zittern bei euch,


4 und mein Wort und meine Predigt (war) nicht in ´überredenden Weisheits Worten`, sondern im Beweis6 (von) Geist und Macht,


5 damit euer Vertrauen nicht in Menschen Weisheit sei~, sondern in Gottes Macht.


6 Weisheit aber sprechen-wir unter den Erwachsenen (d.h. den reifen Gläubigen), aber nicht Weisheit dieses Zeitalters, - auch-nicht der Herrscher dieses Zeitalters, der außer-Kraft-gesetzt-Werdenden,3


7 - sondern wir-sprechen Gottes Weisheit in (Form eines) Geheimnis,8 die völlig-Verborgene* (od.: die Geheimgehaltene), die Gott vorherbestimmte vor den Zeitaltern zu unserer Herrlichkeit,


8 die keiner der Herrscher dieses Zeitalters erkannt-hat*. Denn wenn sie-(sie)-erkannt-hätten°, nicht hätten-sie-gekreuzigt den Herrn der Herrlichkeit. (Irrealis)


9 Jedoch (wir verkündigen/es geschah) so-wie geschrieben-ist*: "Was kein Auge sah und kein Ohr hörte und zum Herzen keines Menschen hinaufstieg, ´was` Gott bereitete den ihn Liebenden."1


10 Uns ´aber` enthüllte (es) Gott durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.


11 Denn wer (von den) Menschen weiß* das (Wesen/das was vorgeht im...) des Menschen, außer der Geist des Menschen, der in ihm (ist)? Ebenso auch hat-erkannt* keiner das (Wesen des wahren?) Gottes, außer der Geist Gottes.


12 Wir aber empfingen nicht den Geist der Welt, sondern den Geist, den aus Gott, damit wir-(Perf.: ein für alle Mal)-wissen* (um) die uns von Gott gnädig-geschenkt-Wordenen° (Geheimnisse),


13 die wir auch aussprechen, nicht in gelehrten Worten menschlicher Weisheit, sondern in gelehrten7 (Worten vom) Geist, (indem) Geistliches Geistlichen auslegend.4


14 Aber (ein) seelischer5 Mensch nimmt-(nicht)-an das des Geistes Gottes, denn es-ist ihm Torheit, und er-kann (es) nicht erkennen, weil (es nur auf) geistliche-Art-und-Weise beurteilt-wird.


15 Der geistliche (Mensch) aber beurteilt ´diese` alle (Dinge), er-selbst aber wird-beurteilt von keinem.


16 Denn "wer erkannte (den) Sinn (des) HERRN, sodass er ihn aufklärend-belehren-könnte?"2 Wir aber haben Christi Sinn.


 

1.Korinther 3


1 Und-ich, Brüder, konnte nicht sprechen-zu euch wie (zu) Geistlichen, sondern wie (zu) Fleischernenⱽ (d.h. zu irdisch/materiell eingestellten), wie (zu) Unmündigen in Christus.


2 Milch (ließ) ich euch trinken, nicht (feste) Speise, denn (die) konntet-ihr~ noch nicht (vertragen), jedoch auch nun könnt-ihr (es) ´noch` nicht.


3 Denn noch seid-ihr fleischlichⱽ. Denn wo unter euch Eifersucht und Zank (sind), seid-ihr (da) nicht fleischlichⱽ und führt-den-Lebenswandel nach Menschenart?


4 Denn dann-wenn jemand sagt~: Ich meinerseits bin (des) Paulus, (ein) andersartiger aber: Ich (des) Apollos, seid-ihr (da) nicht menschlich?


5 Was also ist Apollos? Was aber ist Paulus? Diener, durch die ihr-gläubig-wurdet, und (zwar) wie der Herr (es) jedem (einzelnen) gab.


6 Ich pflanzte, Apollos tränkte, Gott jedoch ließ-(Impf.: es beständig)-wachsen~.


7 Daher ist weder der Pflanzende etwas, noch der Tränkende, sondern der (es) wachsen-lassende Gott.


8 Aber der Pflanzende und der Tränkende sind eins, jeder (einzelne) aber wird-empfangen den eigenen ArbeitsLohn nach der eigenen Mühe.


9 Denn (für) Gott sind-wir Zusammenwirkende,6 Gottes bebautes-Land, Gottes Bau, seid-ihr.


10 Nach der Gnade Gottes, der mir Gegebenen°, setzte-ich als (ein) weiser Baumeisterⱽ (ein) Fundament, (ein) anderer aber baut-darauf (weiter auf). Jeder (einzelne) aber sehe-zu~, wie er-darauf-aufbaut.


11 Denn (ein) anderes Fundament kann keiner setzen als das Liegende~, welches ist Jesus Christus.

12 Wenn aber jemand auf das Fundament Gold, Silber, wertvolle BauSteine,8 Hölzer, Heu, Stroh9 daraufbaut,


13 das Werk (eines) jeden (einzelnen), offenbar wird-es-werden, denn der Tag wird-(es)-offenkundig-machen, weil in Feuer wird-(es/er dann)-enthüllt~ (futuristisches Präs.), und das Werk (eines) jeden (einzelnen), - (von) welcher-Qualität es-ist, - das Feuer wird-erproben ´es` (auf Tauglichkeit).


14 Wenn das Werk (von) jemandem bleiben-wird, das er-daraufbaute, wird-er-empfangen ArbeitsLohn,


15 wenn das Werk (von) jemandem verbrennen-wird, wird-er-(den Lohn)-einbüßen, er-selbst aber wird-errettet-werden, doch so wie durchs Feuer.4


16 Wisst-ihr* nicht, dass ihr Gottes Tempel seid5 und (dass) der Geist Gottes unter euch wohnt?


17 Wenn jemand den Tempel Gottes zugrunde-richtet,7 diesen wird-zugrunde-richten Gott, denn der Tempel Gottes ist heilig, welcher3 ihr seid.


18 Keiner täusche-sich-vollends~ selbst. Wenn jemand unter euch meint, weise zu-sein~ in diesem Zeitalter, werde-er töricht, damit er (wirklich) weise werde.


19 Denn die Weisheit dieser Welt, ist Torheit bei Gott. Denn geschrieben-ist*: "Der Erhaschende die Weisen in ihrer Hinterlist,"1


20 und weiter: "(Der) HERR kennt die gründlichenÜberlegungen der" Weisen, "dass sie nichtig sind."2


21 Daher rühme-sich~ keiner in Menschen, denn alles ist euer,


22 sei-es Paulus, sei-es Apollos, sei-es Kephas, sei-es Welt, sei-es Leben, sei-es Tod, sei-es Gegenwärtiges*, sei-es Zukünftiges~, alles (ist) euer,


23 ihr aber (seid) Christi, Christus aber (ist) Gottes.


1.Korinther 4


1 So bewerte~ uns (ein) Mensch: als Gehilfen Christi und Verwalter (der) Geheimnisse1 Gottes.


2 Hierbei übrigens wird-verlangt bei den Verwaltern, dass jemand treu erfunden-werde°.


3 Mir aber ist-es das Geringste, dass ich von euch beurteilt-werde oder von (einem) menschlichen GerichtsTag. Ja, nicht-einmal mich-selbst beurteile-ich.


4 Denn keinerlei (Vergehen) bin-ich-(Pf.: bis jetzt)-bewusst* mir, aber deswegen nicht bin-ich-gerecht-gesprochen*, aber der mich Beurteilende ist (der) HERR.


5 Daher urteilt~ nicht (über) irgendetwas vor (dem rechten) Zeitpunkt, bis dass der Herr kommt, der auch ans-Licht-bringen-wird das Verborgene der Finsternis (d.h. dass, was man geheim hält) und (so) offenbar-machen-wird die Beschlüsse der Herzen.6 Und (erst?) dann wird-(zuteil)-werden das Lob (einem) jeden (einzelnen) von Gott.


6 Diese (Dinge) aber Brüder, deutete-ich-um in-Bezug-auf mich-selbst und Apollos wegen euch, damit ihr an uns lernt: Nicht hinaus-über das-was geschrieben-ist*,2 damit ihr nicht aufgeblasen-seid~ für den einen (und damit) gegen den andersartig (begabten).


7 Denn wer beurteilt dich? Was aber hast-du, das du nicht empfingst? Aber wenn du (es) auch empfingst, was rühmst-du-dich, als (ob es) nicht empfangen-habend?


8 Schon seid-ihr~ satt*, schon wurdet-ihr-reich° (ironisch gemeint?), ohne uns tratet-ihr-die-Königsherrschaft-an°.7 Oh-dass-(ihr)-doch wirklich die-Königsherrschaft-angetreten-hättet°, damit auch wir (zusammen mit) euch mitregieren-könnten°.7 (Irrealis)


9 Denn ich-meine, (dass) Gott uns, die Apostel, (als) Letzte3 auswies, wie Todgeweihte, weil wir (ein) Theaterschauspiel wurden (für) die Welt sowohl (für) Engeln als-auch (für) Menschen.


10 Wir (sind) töricht wegen Christus, ihr aber klug in Christus, wir schwach, ihr aber stark, ihr ruhmvoll, wir aber ohne-Ehre.


11 Bis-zu der jetztigen Stunde sowohl hungern-wir als-auch dürsten-wir und wir-sind-entblößt und wir-werden-mit-Fäusten-geschlagen und wir-sind-unstetⱽ,


12 und wir-mühen-uns-ab, (indem mit) den eigenen Händen arbeitend (und damit selbst unseren Lebensunterhalt verdienend). (Wenn/während) beschimpft-werdend segnen-wir, (wenn/während) verfolgt-werdend ertragen-wir,


13 (wenn/während) verlästert-werdend antworten-wir-freundlich. Wie Sündenböcke5 der Welt wurden-wir, (der-letzte) Unrat aller, bis jetzt.


14 Nicht (damit/indem) euch beschämend schreibe-ich dies, sondern (damit/indem/weil euch) ´zurechtweisend` als meine geliebten Kinder.


15 Denn falls ihr zehntausende Erzieher4 hättet~ in Christus (Irrealis = was nicht der Fall ist), so-doch nicht viele Väter. Denn in Christus Jesus zeugte ich euch durch das Evangelium.


16 Ich-ermahne euch also, seid~ (od.: erweist euch als) meine Nachahmer!


17 Deswegen schickte-ich euch Timotius, der mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist, der euch erinnern-wird-an meine Wege, die in Christus ´Jesus` (sind), so-wie ich-(sie)-lehre überall in jeder Versammlung.


18 Aber (in der Annahme) als-ob nicht (mehr?) zu euch kommend~, bliesen-sich-auf einige.8


19 Aber schnell werde-ich-kommen zu euch, falls der Herr will°, und ich-werde-kennenlernen nicht das Wort der Aufgeblasenen*, sondern (ob) die VollMacht (hinter ihren Worten steht),


20 denn nicht im Wort (besteht) die Königsherrschaft Gottes, sondern in VollMacht.


21 Was wollt-ihr? Mit (dem) Stock soll-ich-kommen° zu euch, oder in Liebe und-zwar (im) Geist (der) Sanftmut?


1.Korinther 5


1 Überhaupt hört-man2 bei euch (von) Hurerei, und (zwar von einer) derartigen Hurerei, eine-solche-die nicht-einmal unter den Nationen13 (vorkommt, nämlich) dass jemand (die) Frau1 des Vaters hat~ (Präs.: d.h. noch immer offen mit ihr zusammenlebt).


2 Und ihr seid aufgeblasen*, und ihr-trauertet°15 nicht vielmehr, damit der diese üble-Tat Verübende°,4 aus eurer Mitte beseitigt-werde3?


3 Denn ich meinerseits (egal was ihr vorhabt, obwohl) abwesend~ dem Körper (nach), aber anwesend~ dem Geiste (nach), habe-verurteilt* schon, - als (wäre ich persönlich) anwesend~,16 - den dies so Ausführenden°:


4 in dem Namen ´unseres` Herrn Jesus, - (wenn) ihr und mein Geist versammelt-seiend°,17 zusammen-mit der Macht unseres Herrn Jesus, -


5 den so-Beschaffenen5 dem Satan zu-überliefern zur Vertilgung des Fleisches (d.h. d. Körpers),14 damit (jedenfalls?) der Geist errettet-werde21 an dem Tag des Herrn.


6 Euer Rühmen (ist) nicht recht (d.h. nicht in Ordnung). Wisst-ihr* nicht, dass (ein) wenig Sauerteig den ganzen Teig säuert?22


7 Reinigt-hinaus°11 den alten Sauerteig, damit ihr (ein) frischer Teig seiet~, da ihr (ja) ungesäuert seid. Denn unser Passahlamm wurde-geopfert, (nämlich) Christus.20


8 Daher lasst-uns-das-Fest-(der ungesäuerten Brote)-feiern~ nicht mit altem Sauerteig auch-nicht mit Sauerteig (von) Übelhaftigkeit und Bosheit, sondern mit Ungesäuerten (Broten von) Aufrichtigkeit und Wahrheit.


9 Ich-schrieb euch in dem Brief,12 nicht engen-Umgang-zu-haben~6 (mit) Hurern,


10 nicht überhaupt (mit) den Hurern dieser Welt oder den Habgierigen und7 Räubern oder Götzendienern, denn-sonst müsstet-ihr~18 ja aus der Welt herauskommen.


11 Nun aber schrieb-ich12 euch, nicht engen-Umgang-zu-haben~,6 falls jemand (obwohl) Bruder genannt-werdend, (ein) Hurer oder Habgieriger ist~8 oder (ein) Götzendiener oder (ein) Schimpfer oder (ein) ständig-Betrunkener oder (ein) Räuber,9 (mit) dem so-Beschaffenen nicht-einmal zusammen-zu-essen~.


12 Denn was (käme) mir (zu), die draußen19 zu-richten~? Nicht die drinnen19 richtet ihr (erwartete Antwort: Doch!)?


13 Aber die draußen, Gott wird-sie-richten. "Schafft-hinaus° den Bösen aus eurer eigenen (Mitte)!"10

1.Korinther 6


1 Wagt (es) irgendeiner von euch, (wenn eine) StreitSache gegen den andersartigen habend, vor den Ungerechten zu-prozessieren~11 und nicht vor den Heiligen?


2 Oder wisst-ihr* nicht, dass die Heiligen die Welt richten-werden?10 Und wenn durch euch die Welt gerichtet-wird~, seid-ihr unwürdig (od.: unzuständig für) sehr-geringfügige Rechtsfälle (od.: Rechtssprüche)?


3 Wisst-ihr* nicht, dass wir Engel richten-werden,1 wieviel-mehr dann Alltäglichkeiten2?


4 Falls ihr also nun Alltäglichkeiten (als) Rechtsfälle habet~, die in der Versammlung Verachteten*, diese setzt-ihr-ein (als Richter)?11


5 Zur Beschämung sage-ich euch (dies). So gibt-es unter euch gar keinen Weisen, der (Aor.: kurz und bündig) beurteilen° wird-können (Ind.Fut) zwischen seinen Brüdern?


6 Sondern Bruder prozessiert~ (Präs.: langwierig) gegen Bruder, und dies vor Ungläubigen?


7 Nun ´also` ist-es schon überhaupt (eine) Niederlage15 (für) euch, dass ihr mit einander Prozesse habt. Weswegen (toleratives Pass.: lasst) ihr euch nicht lieber unrecht-tun~? Weswegen (toleratives Pass.: lasst) ihr euch nicht lieber berauben~?16


8 Sondern (vielmehr) ihr12 tut-Unrecht~ und beraubt~, und dies (sogar an) Brüdern.


9 Oder wisst-ihr* nicht, dass Ungerechte Gottes Königsherrschaft nicht erben-werden? Nicht lasst-euch-irreführen~: Weder Hurer noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Weichlinge9 noch Knabenschänder3


10 noch Diebe noch Habgierige, noch ständig-Betrunkene, noch Lästerer, noch Räuber werden-erben Gottes Königsherrschaft.8


11 Und dies waren~ einige (von euch). Jedoch ihr-(Med.: ließet-euch)-vollständig-baden°,4 jedoch wurdet-ihr-geheiligt°, jedoch wurdet-ihr-gerecht-gesprochen° in dem Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.


12 Alles ist mir erlaubt,5 jedoch nicht alles nützt~. Alles ist mir erlaubt,5 ich jedoch, nicht werde-ich-mich-beherrschen-lassen von irgendetwas.


13 Die Speisen (sind) für den Bauch, und der Bauch (ist) für die Speisen,5 Gott aber wird-unwirksam-machen sowohl diesen (d.h. den Bauch) als-auch diese (d.h. die Speisen). Aber der Körper (ist) nicht (für) die Hurerei,14 sondern (für) den Herrn, und der Herr (für) den Körper.


14 Gott aber erweckteⱽ einerseits den Herrn, andererseits wird-er-auferweckenⱽ auch uns durch seine Macht.


15 Wisst-ihr* nicht, dass eure Körper KörperGlieder Christi sind? (Indem) also die KörperGlieder des Christus nehmend°, zu Gliedmaßen (einer) Hure soll-ich-(sie)-machen°? Auf-keinen-Fall!


16 ´Oder` wisst-ihr* nicht, dass der der Hure Anhaftende, ein Körper (mit ihr) ist? Denn es-heißt: "(es) werden-werden die zwei zu einem Fleisch".6


17 Aber der dem Herrn Anhaftende ist ein Geist (mit ihm).


18 Flieht~ die Hurerei!13 Jede (andere) Sündentat, welche auch-immer (ein) Mensch tut, sie-bleibt außerhalb des Körpers, aber der Hurende, er-sündigt gegen den eigenen Körper.


19 Oder wisst-ihr* nicht, dass euer Körper (ein) Tempel des in euch (wohnenden) Heiligen Geistes ist,7 den ihr von Gott habt, und ihr nicht euch-selbst gehört?


20 Denn ihr-wurdet-(aus der Sklaverei)-freigekauft (um einen) Kaufpreis (und seid daher Gottes Eigentum). Verherrlicht° doch (od.: also/daher) Gott durch (od.: mit) euren Körper! 19

1.Korinther 7


1 Aber betreffs11 (dessen), was ihr-geschrieben-habt°: (Es ist) recht (od.: in Ordnung für einen) Mann, keine Frau zu-berühren~ (w.: anzufassen).18


2 Aber wegen der (Gefahr von) Hurereisünden2 habe~ jeder (einzelne) seine Frau und jede (einzelne) habe~ ihren eigenen Mann.24 (die gedankliche Fortsetzung erfolgt in V.6)


3 Der Mann erstatte~ der Frau die Schuldigkeit,28 gleicherweise aber auch die Frau dem Mann.


4 Die Frau nicht hat-sie-Verfügungsrecht~ über den eigenen Körper, sondern der Mann, gleicherweise aber auch der Mann nicht hat-er-Verfügungsrecht~ über den eigenen Körper, sondern die Frau.


5 Beraubt~14 einander nicht, es sei denn vielleicht aufgrund von Übereinstimmung (bis) zu (einem vorher vereinbarten?) Zeitpunkt,3 damit ihr-Muße-habet° (für) das Gebet und (dann) wieder zusammen seid~, damit euch der Satan nicht wegen eurer Unbeherrschtheit versuche~.15


6 Dies4 aber sage-ich gemäß (einem) Zugeständnis, nicht gemäß (einer) Anordnung.


7 Ich wollte~ aber, alle Menschen wären~ wie auch ich-selbst.25 Jedoch jeder (einzelne) hat (seine) eigene Gnadengabe1 von Gott, der eine so, der andere so.


8 Ich-sage aber den Unverheirateten und den Witwen: (Es ist) recht (für) sie, falls sie-bleiben° wie auch-ich.


9 Aber, wenn sie nicht sich-selbstbeherrschen-können, sollen-sie-heiraten, denn besser ist es zu-heiraten als (vor Inbrunst) zu-brennen~.


10 Aber die (Pf.: schon) Verheirateten* weise-ich-an: - nicht ich, sondern der Herr, - (einer) Frau vom Mann nicht sich-trennen-zu-lassen,°23 -


11 aber falls sie doch sich-trennen-ließ°,26 bleibe-sie~ (Präs.: für die restliche Lebenszeit) unverheiratet oder (toleratives Pass.: lasse-sich-(wieder)-versöhnen° (mit) dem Mann,5 - und (einem) Mann (seine) Frau nicht zu-entlassen~.21


12 Den übrigen aber sage ich, - nicht der Herr:27 - Wenn ein Bruder (eine) ungläubige Frau hat und diese beipflichtet, mit ihm zu-wohnen~, entlasse-er~ sie nicht,

13 und eine Frau, wenn sie (einen) ungläubigen Mann hat und dieser beipflichtet, mit ihr zu-wohnen~, entlasse-sie~ den Mann nicht.


14 Denn geheiligt*7 (ist) der Mann, - der Ungläubige, - in6 der Frau, und geheiligt*7 (ist) die Frau, - die Ungläubige, - in6 dem Bruder, da-ja eure Kinder sonst (kultisch) unrein sind, nun aber sind-sie (kultisch) heilig.7


15 Wenn aber der Ungläubige sich-(Med.: von sich aus)-trennt, trenne-er-sich~,22 nicht  zum-Sklaven-gemacht*8 (ist) der Bruder oder die Schwester in den so-Beschaffenen (Fällen). Vielmehr in Frieden (zu leben) hat-berufen* euch Gott.


16 Denn was weißt-du* Frau, ob du den Mann erretten-wirst? Oder was weißt-du* Mann, ob du die Frau erretten-wirst?


17 Jedoch wie (es) der Herr jedem (einzelnen) ´zuteilte`, wie Gott jeden (einzelnen) berufen-hat*, ebenso führe-er-den-Lebenswandel~. Und ebenso, ordne-ich-(es)-befehlend-an in allen den Versammlungen.


18 Wurde-berufen jemand (als) Beschnittener*, nicht ziehe-er-sich-über-die-Vorhaut~.12 Ist jemand in Vorhaut berufen-worden*, nicht lasse-er-sich-beschneiden~.


19 Die Beschneidung ist gar-nichts, und die Vorhaut ist gar-nichts, sondern (die) Bewahrung (der) Vorschriften Gottes.


20 Jeder (einzelne), in der Berufung in der er-berufen-wurde, in dieser bleibe-er~.


21 (Als) Sklave wurdest-du-berufen? Nicht bekümmere-dich~. Jedoch wenn du auch frei werden kannst, vielmehr gebrauche (es).13


22 Denn der im Herrn berufene° Sklave ist (ein) Freigelassener (des) Herrn,29 gleicherweise ist der (als) Freigeborener Berufene°, (ein) Sklave Christi.


23 (Um einen) Kaufpreis wurdet-ihr-gekauft, seid~ nicht Sklaven (von) Menschen!


24 Jeder (einzelne), worin er-berufen-wurde Brüder, in diesem bleibe-er~ vor Gott.


25 Aber betreffs der Jungfrauenⱽ habe-ich keine Anordnung (des) Herrn, ich-gebe aber (eine/meine) Meinung (kund) als (ein) Erbarmen-gefunden-Habender* vom Herrn, (in der Überzeugung) glaubwürdig zu-sein~.


26 Ich-meine also, (dass) dies recht ist~ wegen der gegenwärtigen* Not,17 dass (es) recht (ist für einen) Menschen, das so zu-sein~ (wie ich, nämlich ledig zu bleiben).


27 (Bist) du (an eine) Frau gebunden* (d.h. verheiratet), suche~ nicht LosLösung (von ihr). (Bist) du von (einer) Frau gelöst* (d.h. geschieden?/ledig?), suche~ keine (neue?) Frau!


28 Falls du aber doch heiratest, sündigtest-du° nicht, und falls die Jungfrau heiratet, sündigte-sie° nicht. Aber Bedrängnis (für) das Fleisch werden-haben die so-Beschaffenen, ich aber möchte-euch-(das)-ersparen (od.: euch schonen).


29 Dies aber erkläre-ich, Brüder: Der Zeitpunkt ist kurz-bemessen*, damit künftig auch die Frauen Habenden, (so) sein~ (sollen) wie keine (Frauen) Habende,


30 und die Weinenden wie nicht Weinende und die sich-Freuenden wie nicht sich-Freuende und die Kaufenden wie nicht Festhaltende


31 und die Gebrauchendenⱽ die Welt wie nicht Verbrauchendeⱽ. Denn die äußere-Erscheinung dieser Welt vergeht.


32 Ich-will aber, (dass) ihr sorglos seid~. Der Unverheiratete sorgt-sich (um) das des Herrn, wie er dem Herrn gefalle°,


33 aber der geheiratet-Habende° sorgt-sich (um) die (Dinge) der Welt, wie er der Frau gefalle°,


34 und er-ist-geteilt*.19 Und die unverheiratete Frau und die Jungfrau sorgt-sich (um) das des Herrn, damit sie heilig sei~ ´sowohl` im Körper als-auch (in) dem Geist. Aber die geheiratet-Habende° sorgt-sich (um) die (Dinge) der Welt, wie sie dem Mann gefalle.

35 Dies aber sage-ich zu eurem eigenen Nutzen, nicht damit ich euch (ein) Lasso überwerfe, sondern zu dem wohlanständig und (dem) unablenkbar-festhaltend (zu sein für) den Herrn, nicht-hin-und-her-gerissen (od.: unablenkbar seiend).

36 Wenn aber jemand meint unanständig~ gegen seine Jungfrau9 (zu handeln), falls sie (od.: er) über-die-Jugendblüte-des-Lebens-hinaus10 ist~ und es-muss so geschehen (dass sie heiraten), er-tue~ was er-will, er-sündigt nicht, sie-sollen-heiraten~.

37 Wer aber feststeht* in seinem Herzen, festsitzend, (und/indem) keine Not habend, aber er-hat Vollmacht über den eigenen Willen, und dies beschlossen-hat* in dem eigenen Herzen, seine Jungfrau (d.h. seine Verlobte/Tochter?) zu-bewahren~, rechterweise wird-er-tun.


38 Daher einerseits der ´Heiratende`20 seine Jungfrau, recht tut-er, und der nicht ´Heiratende`20, besser wird-er-tun.


39 (Eine) Frau ist-gebunden*, über (so) lange Zeit (wie) ihr Mann lebt, falls aber der Mann entschlief, ist-sie frei sich-zu-verheiraten (mit) wem sie-will, nur (geschehe es) im Herrn.16


40 Aber glückseliger ist-sie, falls sie so (d.h. unverheiratet) bleibt, nach meiner Meinung. Ich-meine aber, dass auch-ich Gottes Geist habe~.30


1.Korinther 8

1 Aber betreffs1 des Götzenopferfleisches2 wissen-wir* (Bescheid),5 weil wir alle ErKenntnis haben. Die ErKenntnis bläst-auf, aber die Liebe erbaut.

2 Wenn jemand meint, irgendetwas (Pf.: schon endgültig/völlig)-erkannt-zu-haben*, erkannte-er° noch-nicht, so-wie man-erkennen° muss.


3 Wenn aber jemand Gott liebt, dieser ist-anerkannt*8 von ihm.


4 Also betreffs der Speise des Götzenopferfleisches wissen-wir*, dass kein Götze in (der) Welt (existiert) und dass kein Gott (existiert), außer einer.


5 Denn selbst wenn-wirklich sogenannte~ Götter sind, sei-es im Himmel, sei-es auf Erden, - geradeso-wie (ja tatsächlich) viele (solche falsche) Götter und viele Herren sind, -


6 (existiert) ´jedoch` für uns (nur) ein Gott, (nämlich) der Vater, von dem das All (ist/stammt),3 und wir hin-zu ihm, und ein Herr, (nämlich) Jesus Christus, durch den das All (existiert),3 und wir durch ihn.


7 Jedoch (ist) diese ErKenntnis6 nicht in allen. Einige aber essen, (durch) die bisherige Gewöhnung (an) den Götzen, (das Fleisch) als Götzenopferfleisch, und ihr Gewissen, (weil noch) schwach seiend,7 wird-befleckt.


8 Speise aber wird uns Gott nicht nahebringen4. Weder haben-wir-(einen)-Nachteil, falls wir nicht essen, noch haben-wir-(einen)-Vorteil, falls wir-essen.


9 Aber seht-zu~, (dass) nicht etwa dieses euer Recht (od.: eure Freiheit zum) Anstoß werde den Schwachen!


10 Denn falls jemand ´dich` sieht, den ErKenntnis Habenden, in (einem) Götzentempel (zum Essen zu Tisch) daliegend, nicht das Gewissen von ihm, dem schwach Seienden, wird-(Fut.: in Zukunft)-erbaut-werden zu dem Essen~ des Götzenopferfleisches? (Antwort: Ja, natürlich!)


11 Also kommt-um der schwach-Seiende durch deine ErKenntnis, der Bruder, (um) dessentwegen Christus verstarb.


12 (Wenn) aber so gegen die Brüder sündigend und ihr Gewissen schlagend, (weil dieses) schwach-seinend, (dann) sündigt-ihr gegen Christus.


13 Darum-also, wenn (eine) Speise meinen Bruder zu-Fall-bringt (d.h. zur Sünde verleitet, will) ich keinesfalls (eine) Fleischspeise essen (bis) in die Ewigkeit, damit ich meinen Bruder nicht zu-Fall-bringe°.

1.Korinther 9


1 Bin-ich nicht frei? Bin-ich nicht Apostel? (Etwa) Nicht Jesus,6 unseren Herrn, habe-ich-gesehen*? Seid ihr nicht mein Werk im Herrn? (Es wird immer eine bejahende Antwort erwartet: Doch!)


2 Wenn ich (für) andere kein Apostel bin, (so) bin-ich (es) doch wenigstens (für) euch, denn das Siegel meiner Apostelschaft seid ihr im Herrn.


3 Meine Verteidigung (gegenüber) den (gegen) mich Ermittelnden ist diese:


4 Haben-wir etwa kein Recht, (auf eure Kosten) zu-essen und zu-trinken? (erwartete Antwort: Doch, haben wir!)


5 Haben-wir etwa kein Recht, (eine) Schwester als Frau mitzuführen~7 wie auch die übrigen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas? (erwartete Antwort: Doch, haben wir!)


6 Oder haben allein ich und Barnabas kein Recht, nicht zu-arbeiten~ (sondern von euren Gaben zu leben)? (erwartete Antwort: Doch, haben wir!)


7 Wer tut-(jemals)-Kriegsdienst (auf) eigene Kosten? Wer pflanzt (einen) Weingarten und isst nicht (auch) seine Frucht? ´Oder` wer hütet (eine) Herde und nährt-sich nicht (auch) von der Milch der Herde?


8 Etwa nach Menschenart spreche-ich dies, oder sagt dies nicht auch das Gesetz?


9 Denn in dem Gesetz Mose ist-geschrieben*: "Nicht ´sollst-du-einen-Maulkorb-anlegen` (einem) dreschenden Rind."1 Kümmert-sich Gott etwa (um) die Rinder,


10 oder sagt-er (es nicht) jedenfalls wegen uns? Denn wegen uns wurde-geschrieben: "Der Pflügende (ist) verpflichtet auf Hoffnung (hin) zu-pflügen~ und der Dreschende auf Hoffnung (hin zu dreschen, um am Ertrag) mitteilzuhaben~."


11 Wenn wir euch die Geistlichen (Dinge) säten, (ist es dann eine) große (Sache), wenn wir (nachher von) euch die Materiellen (Dinge) ernten-werden?


12 Wenn andere (an) dem Recht (an) euch mitteilhaben, nicht vielmehr (auch) wir? Jedoch gebrauchten-wir° dieses Recht nicht, sondern alles ertragen-(od.: erdulden)-wir-schweigendⱽ, damit wir dem Evangelium des Christus nicht irgendein Hindernis geben.


13 Wisst-ihr* nicht, dass die die heiligen (Dienste) Verrichtenden2 ´die` (Dinge) aus dem Heiligtum essen, (dass) die (mit) dem Altar sich-eifrig-Befassenden (mit) dem Altar sich-zusammen-(die Opfergaben)-teilen?2


14 Ebenso auch ordnete-befehlend-an der Herr, (für) die das Evangelium Verkündigenden, von dem Evangelium zu-leben~.5


15 Ich aber, nicht habe-ich-gebraucht* irgendeines dieser (Vorrechte). Aber ich-schrieb4 dies nicht, damit (es) mit mir ebenso geschehe (wie vorher beschrieben). Denn (es ist für) mich vielmehr besser zu-versterben als … - meinen Ruhm wird-(mir)-zunichte-machen keiner.


16 Denn falls ich-evangelisiere~, ist (es für) mich kein Ruhm, denn (eine) Notwendigkeit liegt-auf mir, denn (ein) Wehe ist (es) mir, falls ich nicht evangelisiere.


17 Denn wenn ich dies freiwillig praktiziere, habe-ich Lohn, wenn aber unfreiwillig, (nur eine) Verwaltung ist-mir-anvertraut*.


18 Was also ist mein Lohn? Damit, (wenn/während) evangelisierend, ich das Evangelium kostenlos vorlege°, auf dass ich nicht mein Recht an dem Evangelium ausnutze.8


19 Denn, (obwohl) frei seiend von allen, allen zum-Sklaven-machte-ich mich-selbst, damit ich die meisten (od.: immer mehr) gewinne°,


20 und ich-wurde den Juden wie (ein) Jude, damit ich Juden gewinne, denen unter Gesetz wie (einer) unter Gesetz, - (obwohl) selbst nicht unter Gesetz seiend, - damit ich die unter Gesetz gewinne,


21 denen ohne-Gesetz (d.h. den Nichtjuden) wie (einer) ohne-Gesetz, - (obwohl selbst) nicht ohne-Gesetz Gottes seiend, sondern im-gesetzmäßigen (Rahmen) Christi (stehend), - damit ich die ohne-Gesetz gewinne.


22 Ich-wurde den Schwachen (ein) Schwacher, damit ich die Schwachen gewinne, denen allen12 bin-ich-geworden* alles, damit ich auf-jeden-Fall einige errette°.


23 Alles aber tue-ich wegen des Evangeliums, damit ich Mitgemeinschafter an ihm werde°.


24 Wisst-ihr* nicht, dass die im Stadion Laufenden zwar alle laufen, aber (nur) einer empfängt den Kampfpreis? Lauft-(Präs.: beständig/immer)~ so, damit ihr-(ihn)-ergreift!


25 Aber jeder der Wettkämpfende, ist-selbstbeherrscht (in) allem,9 jene zwar freilich, damit sie (einen) verweslichen SiegesKranz empfangen, wir aber einen unverweslichen.


26 Ich laufe dementsprechend nicht so wie ins-Ungewisse, - ebenso wie (ein) Faustkämpfer-bin-ich, nicht wie (ein in die) Luft Prügelnder,10


27 - sondern ich-mache-gefügig meinen Körper und führe-(ihn)-in-Sklaverei, damit nicht etwa, (nachdem) anderen gepredigt-habend°,11 ich selbst disqualifiziert3 werde°.


1.Korinther 10


1 Denn ich-will nicht Brüder, (dass) ihr nicht erkennt~, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren~ (Impf.: die ganze Zeit der Wüstenreise hindurch) und alle durch das Meer durchzogen°


2 und alle auf Mose ´getauft-wurden°` in der Wolke und in dem Meer


3 und alle ´die selbe` geistige Speise aßen°


4 und alle das selbe geistige Getränk tranken°, denn sie-tranken~ (Impf.: immer wieder/die ganze Zeit der Wüstenreise) aus (einem) geistigen, (ihnen) folgenden, Felsen. Der Fels aber war~ (allegorisch) der Christus.


5 An den meisten (von) ihnen hatte Gott jedoch kein Wohlgefallen°, denn sie-wurden-niedergestreckt° in der Einöde.16


6 Diese (Ereignisse) aber wurden° unsere21 (warnenden) Vorbilder, auf dass nicht (auch) wir Begehrende (nach) Üblem seien~, so-wie auch-jene begehrten°.


7 Seid~ auch-nicht Götzendiener so-wie einige (von) ihnen, geradeso-wie geschrieben-ist*: "Das Volk setzte-sich (um) zu-essen° und zu-trinken°, und sie-standen-auf° um-zu-spielen~ (od.: tanzen, d.h. sich zu vergnügen)"1


8 Auch-nicht lasst-uns-(Präs.: immer wieder)-huren~, so-wie einige (von) ihnen hurten°, und (es) fielen° an einem (einzigen) Tag dreiundzwanzigtausend.15


9 Auch-nicht lasst-uns-(Präs.: immer wieder)-herausfordernd-versuchen~ⱽ den Christus, so-wie einige (von) ihnen (ihn) versuchten°ⱽ und durch die Schlangen umkamen~.19


10 Und murrt~ nicht (Präs.: fortwährend/immer wieder), gleichwie einige (von) ihnen murrten° und durch den Verderber umkamen°.20


11 Aber diese (Dinge), es-widerfuhr~ jenen vorbildlich, aber aufgeschrieben-wurde-es zu unserer Zurechtweisung22 (d.h. zur Abschreckung für uns), zu denen die Enden der Zeitalter hingelangt-sind*.


12 Daher, der Meinende fest-zu-stehen*, sehe-zu~, (dass) er nicht falle°.


13 Keine Versuchung hat-euch-ergriffen*, außer (eine) menschliche.2 Aber Gott (ist) treu, der nicht zulassen-wird, (dass) ihr versucht-werdet° hinaus über (das), was ihr-(ertragen)-könnt~, sondern er-wird-machen zusammen-mit der3 Versuchung auch den3 Ausgang (od.: Ausweg), um (sie bis dahin?) geduldig-tragen° zu-können~ (Präs.: so lange als nötig).4


14 Darum-also meine Geliebten, flieht~ weg-von dem Götzendienst!


15 Als (zu) Klugen sage-ich (es), beurteilt ihr (selbst) was ich-erkläre:


16 Der Trinkbecher des Segens12 den wir-segnen,8 ist-er nicht (eine) Gemeinschaft23 des Blutes (od.: an/mit dem sühnenden Blut) des Christus? (erwartete Antwort: Doch!) Das Brot das wir-brechen,8 ist-es nicht (eine) Gemeinschaft23 des Leibes (od.: an/mit dem einen Leib) des Christus?14 (erwartete Antwort: Doch!)


17 Weil ein (einziges) Brot (ist es, so) sind-wir die Vielen ein (einziger) Leib, denn wir alle8 haben-mit-teil an dem einen Brot.


18 Blickt~ (auf) den Israel nach (dem) Fleisch. Sind nicht die die Schlachtopfer Essenden5 Gemeinschafterⱽ des BrandopferAltars? (erwartete Antwort: Doch!)


19 Was also erkläre-ich? Dass Götzenopferfleisch etwas ist17 oder dass (ein) Götze etwas ist?18


20 (Nein!) Sondern dass, (das) was sie-opfern, sie (den) Dämonen und nicht Gott ´opfern`. Ich-will aber nicht, (dass) ihr Gemeinschafterⱽ der Dämonen seid~.


21 Ihr-könnt nicht (den) Trinkbecher (des) Herrn trinken~ und (den) Trinkbecher (der) Dämonen, ihr-könnt nicht (am) Tisch (des) Herrn13 teilhabenⱽ~ und (am) Tisch (der) Dämonen.9


22 Oder machen-wir-eifersüchtig den Herrn (vgl. Dtn 32,21)? Sind-wir etwa stärker-als er?


23 Alles (ist) erlaubt,10 jedoch nicht alles nützt, alles (ist) erlaubt, jedoch nicht alles erbaut.


24 Keiner suche~ das Seinige, sondern das des andersartig (eingestellten Schwachen?).


25 Alles das in dem Fleischmarkt feilgeboten-Werdende esst~, (wobei) nichts untersuchend wegen des Gewissens (des Andersartigen).


26 Denn "des Herrn (ist) die Erde und ihre Fülle."6


27 Wenn jemand (von) den Ungläubigen euch (zum Essen in sein Haus) ruft, und ihr-wollt hingehen~, esst alles das euch vorgelegt-Werdende, (wobei) nichts untersuchend wegen des Gewissens.


28 Falls aber jemand (der anderen Gäste zu) euch sagt: Dies ist (übriggebliebenes) Götter-Opferfleisch,11 esst~ (es) nicht, wegen jenem, dem (es) Anzeigenden° und (wegen) des Gewissens (von dem der es anzeigt).


29 (Mit) Gewissen aber meine-ich nicht dein eigenes, sondern das des andersartigenⱽ. Denn warum (od.: wozu) wird-gerichtet (od.: verurteilt bzw. kritisiert) meine Freiheit (von einem) anderenⱽ Gewissen?


30 Wenn ich (mit) Dank mit-teilhabe, warum werde-ich-gelästert wofür ich danke?


31 Also, ob ihr-esst, oder-ob ihr-trinkt, oder-ob ihr (sonst) irgendetwas tut, (tut) alles zur Herrlichkeit Gottes.


32 Seid~ ohne-Anlass-zum-Anstoß sowohl Juden als auch Griechen und der Versammlung Gottes,


33 so-wie auch-ich (in) allen (Dingen; od.: in jeder Hinsicht) allen (konatives Präs.: versuche) zu-gefallen, (indem) nicht meinen-eigenen Nutzen suchend, sondern den der Vielen, damit sie-errettet-werden.7

1.Korinther 11


1 Meine Nachahmer seid~, so-wie auch-ich Christi (Nachahmer bin)!


2 Aber ich-spreche-Lob-aus euch, dass (in) allem (od.: in jeder Hinsicht) ihr-euch-erinnert* meiner, und die Überlieferungen festhaltet, so-wie ich-(sie)-überlieferte euch.


3 Ich-will aber, (dass) ihr-wisst*,24 dass das Haupt (von) jedem Mann der Christus ist, aber (das) Haupt (der/einer) Frau (ist) der Mann, aber (das) Haupt des Christus12 (ist) Gott.


4 Jeder Mann, (wenn) betend oder prophezeiend (und dabei etwas) über (dem) Kopf habend, macht-zuschanden sein Haupt.11


5 Aber13 jede Frau, (wenn) betend oder prophezeiend25 mit unverhülltem Kopf, macht-zuschanden ihr Haupt (d.h. den Mann), denn (ein und) das selbe ist-sie (wie) die Kahlrasierte*.2


6 Denn wenn (eine) Frau nicht sich-verhüllt,1 (so) schere-sie-sich auch (die Haare), wenn aber das Scheren° oder Kahlrasieren~ (für eine) Frau schändlich (ist),15 verhülle-sie-sich~.16


7 Denn (ein) Mann einerseits muss-sich den Kopf nicht verhüllen~, (weil/da) Bild und Herrlichkeit Gottes seiend, die Frau aber ist Herrlichkeit (des) Mannes.


8 Denn (der) Mann ist nicht aus (der) Frau, sondern (die) Frau aus (dem) Mann,


9 denn auch nicht wurde-geschaffen (der) Mann wegen der Frau, sondern (die) Frau wegen dem Mann.


10 Deswegen muss die Frau (ein) Autoritätszeichen auf dem Kopf haben~3 wegen der Engel.14


11 Allerdings (ist) weder (die) Frau ohne (den) Mann, noch (der) Mann ohne (die) Frau (etwas) im Herrn.


12 Denn geradeso-wie die Frau aus dem Mann (geschaffen wurde), ebenso (kommt bei der Geburt) auch der Mann durch die Frau, alles aber aus Gott.


13 Urteilt bei euch selbst: ist-es geziemend~, dass (eine) Frau unverhüllt (zu) Gott26 betet~?


14 Lehrt (euch) auch-nicht die Naturordnung selbst, dass (ein) Mann zwar, falls er-langhaarig-ist~,4 (es eine) Unehre (für) ihn ist,


15 (eine) Frau aber, falls5 sie-langhaarig-ist~, (es eine) Ehre für sie ist6? Weil ´ihr` das lange-Haar anstatt (eines) Umwurfs gegeben-ist*.7


16 Wenn aber jemand meint, streitsüchtig (od.: rechthaberisch) sein-zu~ (müssen, so wisse er,) wir haben (eine) derartige Gewohnheit nicht,8 auch-nicht die (übrigen) Versammlungen Gottes.


17 (Indem) aber dies (folgende) anweisend, nicht spreche-ich-(ein)-Lob-aus, weil ihr nicht zu dem Besseren, sondern zu dem Schlimmeren zusammenkommt.


18 Denn erstens höre-ich, (Ptz.Präs.: dass immer dann, wenn) ihr als Versammlung zusammenkommend-seid~, Spaltungenⱽ18 unter euch vorhanden-sind~, und einen-gewissen Teil19 (davon) glaube-ich,


19 denn es-müssen auch Parteiungenⱽ20 unter euch sein~, damit die Bewährten ´auch` offenbar werden unter euch.


20 (Wenn) ihr also an einem (Ort) zusammenkommend-seid~, ist-es nicht (das) dem-Herrn-gehörige Mahl zu-essen,


21 denn jeder (einzelne) nimmt-vorweg die eigene Mahlzeit bei dem Essen, und (od.: so dass) der eine hungert, der andere ist-betrunken.27


22 Habt-ihr denn etwa keine Häuser zu dem (d.h. wo ihr könnt) Essen~ und Trinken~? Oder verachtet-ihr die Versammlung Gottes und macht-zuschanden die nichts Habenden? Was soll-ich-sagen° (zu) euch? Ich-(soll ein)-Lob-aussprechen° euch? Kein Lob-spreche-ich-aus in dieser (Sache).


23 Denn ich (bekam) überliefert°9 von dem Herrn, was ich auch euch überlieferte°,9 (nämlich) dass der Herr Jesus in der Nacht, in der er-überliefert-wurde~, Brot nahm


24 und (nachdem dafür) gedankt-habend brach-er (es) und sagte: Dies ist (symbolisch)28 mein Leib, der für euch (Hingegebene), dies tut~ (Präs.: immer wieder) zur Erinnerung an mich! (vgl. Ex 12,14)


25 Genauso auch den Trinkbecher nach dem Mahl-halten, (wobei) sagend: Dieser Trinkbecher ist (symbolisch)28 der neuartige Bund21 (gestiftet) in meinem (sühnenden) Blut, dies tut~ (Präs.: immer wieder), sooft als ihr-trinkt~, zur Erinnerung an mich!


26 Denn sooft als ihr dieses Brot esst~ und den Trinkbecher trinkt~, verkündigt-ihr29 den Tod des Herrn, bis dass er-komme°.


27 Daher, wer auch-immer in-unwürdiglicher-Art-und-Weise das Brot esse~ oder den Trinkbecher des Herrn trinke~, schuldig wird-er-sein (an) dem Leib und dem Blut des Herrn.31

28 (Es) prüfe-sich~ aber (ein) Mensch selbst, und so esse-er~ von dem Brot und trinke-er~22 aus dem Trinkbecher.


29 Denn der Essende und Trinkende, er-isst und trinkt sich-selbst (ein) Urteil32 (nämlich das von Vers 30f), (wenn) den Leib nicht (richtig) wertschätzend(w.: unterscheidend, beurteilend).30


30 Deswegen (sind) unter euch viele (körperlich) Schwache und Dahinsiechende und zahlreiche Entschlafene.


31 Wenn wir23 uns aber selbst (richtig) beurteilten~ (iterativer Impf.: jedes Mal beim Herrenmahl?), nicht würden-wir-gerichtet ~ⱽ. (Irrealis)


32 Aber (wenn) gerichtet-werdend von ´dem` Herrn, (dann) werden-wir-gezüchtigt,17 damit wir nicht zusammen-mit der Welt (effekt. Aor.: schließlich) verurteilt-werden°ⱽ.


33 Daher, meine Brüder, (wenn) zusammenkommend zu dem Essen (des Liebes- und Herrenmahls), wartet-auf~ einander!


34 Wenn jemand hungert, esse-er~ im (eigenen) Haus, damit ihr nicht zu (einem) Urteil zusammenkommt~. Das Übrige aber werde-ich-befehlend-anordnen, sobald ich-komme°.


1.Korinther 12


1 Betreffs12 der geistlichen (Gaben) aber, Brüder will-ich nicht, (dass) ihr unwissend-seid~.


2 Ihr-wisst*, dass, da ihr (noch) Nationen wart~, wie ihr (Impf.: immer wieder) hin-zu den Götzen, den Stimmlosen, geführt-(od.: verführt/mitgerissen)-wurdet~, (indem) weggeführt-werdend (od.: fortgerissen werdend).1


3 Deshalb mache-ich-bekannt euch, dass keiner, (wenn) im Geist5 Gottes sprechend sagt: (Ein) Fluch23 (ist/über) Jesus! und keiner kann sagen: Herr (ist) Jesus!24 außer im heiligen Geist.


4 Aber (unterschiedliche) Zuteilungen (der) Gnadengaben sind-es, aber der selbe Geist (gibt sie),


5 und (unterschiedliche) Zuteilungen (der) Bedienungen sind-es, doch (es ist) der selbe Herr,


6 und (unterschiedliche) Zuteilungen (der) KraftWirkungen sind-es, ´aber` (es ist) der selbe Gott, der Wirkende diese alle (d.h. die Gaben) in allen (Gläubigen).13


7 Jedem (einzelnen) aber wird-gegeben die Offenbarung des Geistes zu dem Nutzen (für alle).


8 Denn dem einen wird-gegeben durch den Geist (ein) Wort (der) Weisheit, (einem) anderen aber (ein) Wort (der) ErKenntnis14 gemäß dem selben Geist,


9 (einem) andersartig15 (begabten) Glaube in dem selben Geist, (einem) anderen aber Gnadengaben (zu) Heilungen16 in dem einen Geist,


10 (einem) anderen KraftWirkungen16 (von) Machttaten, (einem) anderen ´aber` (Sg.: eine?) Prophezeiung,7 (einem) anderen ´aber` Beurteilungen (der) Geister,17 (einem) andersartig18 (begabten) Arten (von) Sprachen,19 (einem) anderen aber Übersetzung20 (der/dieser) Sprachen.


11 Aber alle diese (Gaben) wirkt der eine und der selbe Geist, (indem) jedem (einzelnen) besonders zuteilend, so-wie er-(es)-beschließt.


12 Denn gleichwie der (menschliche) Körper einer ist und (doch) viele KörperGlieder hat, - die KörperGlieder aber (sind) alle (Glieder) des (selben) Körpers. (Aber obwohl) viele seiend, ist (es doch nur) ein Körper, - ebenso auch der Christus.


13 Denn auch mittels (od.: in) einem Geist, wir alle zu (od.: hinein in) einem (einzigen) Leib wurden-wir-getauft, - seien-es Juden, seien-es Griechen, seien-es Sklaven, seien-es Freie, - und alle (mit) einem (einzigen) Geist wurden-wir-getränkt.21


14 Denn auch der Körper ist nicht (nur) ein KörperGlied, sondern viele.


15 Falls der Fuß sagt: Weil ich nicht Hand bin, bin-ich nicht von dem Körper, ist-er nicht trotzdem (od.: deshalb nicht) von dem Körper?2 (erwartete Antwort: Ja, doch!)


16 Und falls das Ohr sagt: Weil ich nicht Auge bin, bin-ich nicht von dem Körper, ist-es nicht trotzdem (od.: deshalb nicht) von dem Körper?2 (erwartete Antwort: Ja, doch!)


17 Wenn der ganze Körper (nur) Auge (wäre), wo (wäre) das Gehör? Wenn ganz Gehör, wo (wäre) der Geruchsinn? (Irrealis)


18 ´Nun` aber setzte Gott die KörperGlieder, (ein) jedes (einzelne von) ihnen in dem Körper, so-wie er-(es)-wollte.


19 Wenn aber ´sie` alle22 (nur) ein KörperGlied wären~, wo (wäre/bliebe) der Körper?


20 Nun aber (sind) ´zwar` viele KörperGlieder, aber (nur) ein Körper.


21 ´Aber` das Auge kann nicht (zu) der Hand sagen: Ich-habe dich nicht nötig, oder wieder der Kopf (zu) den Füßen: Ich-habe euch nicht nötig.


22 Jedoch viel, vielmehr sind die (uns) schwächer zu-sein~ meinenden (od.: scheinenden) KörperGlieder des Körpers notwendig,

23 und-sogar (die von) denen wir-meinen (dass sie) unansehnlich9 (w.: ohne Ehre) seien~ am Körper, diesen legen-wir-bei besondere Ehre, und unsere Unanständigen9 haben besondere Wohlanständigkeit,


24 aber unsere Wohlanständigen haben (das) nicht nötig. Gott jedoch vereinigte den Körper, (indem) dem Mangelnden besondere Ehre gebend°,


25 damit keine Spaltung in dem Körper sei~, sondern die KörperGlieder einträchtig für einander sorgen~.


26 Und sei-es (dass), ein KörperGlied leidet, alle die (anderen) KörperGlieder leiden-mit, sei-es (dass) ´ein` KörperGlied verherrlicht-wird, alle die (anderen) KörperGlieder freuen-sich-mit.


27 Ihr aber seid Christi Leib8 und als einzelne (betrachtet) KörperGlieder.


28 Und die-einen setzte Gott (Med.: für sich ein) in der Versammlung: erstens4 (als) Apostel, zweitens (als) Propheten, drittens (als) Lehrer, darauf Machttaten, darauf Gnadengaben (zu) Heilungen, Hilfeleistungen, Steuerungen,3 Arten von Sprachen.


29 (Sind) etwa alle Apostel? Etwa alle Propheten? Etwa alle Lehrer? (Vollbringen) etwa alle Machttaten?


30 (Haben) etwa alle Gnadengaben (zu) Heilungen? Sprechen etwa alle (in) Sprachen? Etwa alle legen-verständlich-aus?6


31 Eifert~ aber (um) die ´größeren` (T.R.: besseren) Gnadengaben!10 Und noch einen übertrefflicheren Weg zeige-ich euch.11


1.Korinther 13


1 Falls ich die Sprachen der Menschen10 spreche~ und (sogar) der Engel,11 Liebe aber habe-ich~ nicht, bin-ich-geworden*9 (nur mehr ein) tönendes Kupferblech13 oder (nur mehr eine) kreischende Zimbel.1


2 ´Und falls` ich (eine/die) Prophezeiungsgabe habe~ und weiß* (entw. Präs.Bdtg.; od. als Konj.Pf.: wüsste) alle die Geheimnisse und alle die ErKenntnis (die es gibt), ´und falls` ich allen den Glauben habe~ (den es gibt), sodass ich (Präs.: immer wieder) Berge ´versetze~`, Liebe aber habe-ich~ nicht, bin-ich gar-nichts.


3 Und-falls ich alle meine Besitztümer (an die Armen?) verfüttere°, ´und falls` ich meinen Körper übergebe°, damit ´ich-(als Märtyrer?)-gerühmt-werde°`,14 Liebe aber habe-ich~ nicht, nützt-es~ (mir) gar-nichts.12


4 Die Liebe ist-langmütig, milde-ist die Liebe, sie-eifert nicht, ´die Liebe`, nicht führt-sie-sich-prahlerisch-auf,7 nicht aufgeblasen-ist-sie,


5 nicht unanständig- handelt-sie, sie-sucht nicht die eigenen (Vorteile), nicht erbittern-läßt-sie-sich, nicht rechnet-sie-an das Üble,


6 sie-freut-sich nicht über die Ungerechtigkeit (o.: das Unrecht, das einer tut), aber sie-freut-sich-mit (an/mit) der Wahrheit.


7 Alles erträgt-sie-schweigendⱽ (od.: entschuldigt sie/deckt sie zu), alles glaubt-sie, alles hofft-sie, (in) allem harrt-sie-geduldig-aus.8


8 Die Liebe fällt niemals (od.: hört sie auf). Seien-es aber Prophezeiungsgaben, sie-werden-weggetan-werden, seien-es Sprachen, sie-werden-(Med.: von sich aus?)-ruhen,5 sei-es ErKenntnis, sie-wird-weggetan-werden.


9 Denn (nur) teilweise (od.: bruchstückhaft) erkennen-wir, und (nur) teilweise (od.: bruchstückhaft) prophezeien-wir.


10 Aber dann-wenn das Vollkommene6 kommt°, das Teilweise (od.: Bruchstückhafte) wird-(dann)-weggetan-werden.


11 Als ich unmündig war~, sprach-ich~ wie (ein) Unmündiger, ich-war-gesinnt~ wie (ein) Unmündiger, ich-überlegte~ wie (ein) Unmündiger. Als ich (ein) Mann geworden-bin*, habe-ich-weggetan* das (Benehmen) des Unmündigen.


12 Denn wir-erblicken jetzt (wie) mittels (eines) Spiegels in (einem) Rätsel2 (od.: in rätselhafter Weise), dann aber (von) Angesicht zu Angesicht. Jetzt kenne-ichⱽ (nur) teilweise, dann aber werde-ich-(genau/völlig/durch und durch)-erkennenⱽ,3 so-wie auch ich-(genau/völlig/durch und durch)-erkannt-wurde°.15


13 Nun (d.h. folglich) aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese die drei.4 (Die) Größte aber (von) diesen (dreien ist) die Liebe.


1.Korinther 14


1 Verfolgt~21 (also?) die Liebe, aber erstrebt-(auch)-eifrig~20 die geistlichen (Gaben), vielmehr aber, dass ihr-prophezeit~.


2 Denn der (in) Sprachen Sprechende,26 er-spricht nicht zu Menschen, sondern (zu) Gott, denn keiner versteht (ihn. In seinem/durch den Heiligen) Geist aber spricht-er Geheimnisse.


3 Aber der Prophezeiende19 spricht (zu) Menschen Erbauung und Ermahnung und Tröstung.


4 Der (in) Sprachen Redende, erbaut sich-selbst,27 aber der Prophezeiende erbaut (die) Versammlung.


5 Ich-wünschte28 aber, dass ihr alle (in) Sprachen sprecht, vielmehr aber, dass ihr-prophezeit~. Denn der Prophezeiende (ist) größer-als der (in) Sprachen Redende, es sei denn, er-übersetze~ (Präs.: es immer) verständlich, damit die Versammlung Erbauung entnehme°.


6 Nun aber, Brüder, falls ich zu euch komme (und dabei in) Sprachen sprechend-bin~, was werde ich euch nützen, falls ich nicht (zu) euch spreche entweder in Enthüllung oder in ErKenntnis oder in Prophezeiung oder ´in` Lehre?22


7 Gleichermaßen, die Unbeseelten (d.h. leblosen), Ton gebenden (Instrumente), - sei-es Pfeife,23 sei-es Harfe, - falls (sie) keinen Unterschied der Laute geben-würden°, wie sollte-erkannt-werden das geflötet-Werdende oder das geharft-Werdende?


8 Denn auch falls (eine/die) Posaune (einen) undeutlichen Ton geben-würde°, wer wird-sich-zurüsten zum Krieg?24


9 Ebenso auch ihr, falls ihr durch die Sprachenrede nicht (ein) deutliches Wort gebt°, wie sollte-erkannt-werden das gesprochen-Werdende~? Denn ihr-werdet-sein (wie) zur (od.: in die) Luft Sprechende.


10 Es-sind zum Beispiel so-viele Arten (von) Dialekten in (der) Welt, und keiner (ist) stimmlos (d.h. unverständlich).


11 Falls ich also die Bedeutung des Dialekts nicht weiß*, werde-ich-sein dem Sprechenden (ein) Fremdsprachiger und der Sprechende für mich (ein) Fremdsprachiger.


12 So auch ihr, da-(ihr)-ja Eiferer (um) Geister (d.h. Geistesgaben?; vgl. 1Kor 12,3) seid, strebt-eifrig~ zugunsten der Erbauung der Versammlung, damit ihr-(sie)-überfließend-habet~!


13 Deshalb der (in) Sprachen Sprechende, er-bete~ (darum?), dass er-(Präs.: es immer)-verständlich-übersetzen-könne~.


14 ´Denn` falls ich (in einer) Sprache bete~, betet mein Geist, aber mein Verstand ist ohne-Frucht.


15 Was also folgt-daraus? Ich-will-beten (in/durch) dem Geist, aber ich-will-beten auch (mit) dem Verstand, ich-will-psalmodierenⱽ (in/durch) dem Geist, aber ich-will-psalmodieren auch (mit) dem Verstand.


16 Denn-sonst, falls du-lobpreist~ ´im (od.: durch)` Geist, der den Platz des Uneingeweihten (einnehmende), wie soll-er-sagen das Amen16 auf deine Danksagung, da-(er)-ja-nun nicht versteht* was du-sagst?


17 Denn du dankst zwar recht, jedoch der andersartig (begabte), erbaut-wird-er nicht.


18 Ich-danke Gott, vielmehr (als) ihr alle spreche-ich (Pl.: verschiedene) Sprachen.


19 In (der) Versammlung jedoch will-ich (lieber) fünf Worte1 mit meinem Verstand sprechen, - damit ich auch andere unterweise, - als zehntausend25 Worte in (einer) Sprache.


20 Brüder, seid~ nicht Babys (in) den Verstandesregungen (od.: im Denken), sondern in der Übelhaftigkeit seid unmündig~, in den Verstandesregungen (od.: im Denken) aber seid~ erwachsen!


21 In dem Gesetz ist-geschrieben*: "In andersartigen-Sprachen und in andersartigen Lippen werde-ich-sprechen zu diesem Volk (Israel), und auch-nicht so werden-sie-hinhören-auf" mich,"2 sagt (der) HERR.


22 Daher sind die4 Sprachen zu (einem) Zeichen nicht (für) die Glaubenden, sondern (zu einem Gerichtszeichen für) die Nicht-Glaubenden,5 die Prophezeiung aber (zur Überführung und zur Errettung) nicht (für) die Nicht-Glaubenden, sondern (für) die Glaubenden.5


23 Falls also die ganze Versammlung an einem (Ort gemeinsam) zusammenkommt° und alle sprechen~ (dann in) Sprachen, aber Uneingeweihte oder Ungläubige kommen-hinein,6 werden sie nicht sagen, dass ihr-von-Sinnen-(od.: verrückt)-seid?


24 Falls aber alle prophezeien~, aber (ein) Ungläubiger oder (ein) Uneingeweihter kommt-hinein,6 (dann) wird-er-überführt von allen, er-wird-beurteilt17 von allen,


25 das Verborgene seines Herzens wird-offenbar, und so, (nachdem/indem) niederfallend° aufs Angesicht, wird-er-anbeten Gott, (wobei/indem) bekennend, dass "wirklich der (wahre) Gott unter euch ist."3


26 Was ist also Brüder7? Dann-wenn ihr-(Präs.: jedesmal)-zusammenkommt~, hat8 jeder9 (einzelne einen) Psalm,10 hat (eine) Lehre, hat (eine) Enthüllung, hat (eine) Sprachenrede, hat (eine) Übersetzungⱽ. Alles geschehe~ zur Erbauung.


27 Sei-es, (dass) jemand (in einer) Sprache spricht, jeweils zwei oder das Allerhöchste drei, und (zwar) der-Reihe-nach,11 und einer12 übersetze-verständlich~.


28 Falls aber kein verständlicher-Übersetzerⱽ (da) ist~, schweige-er~ in (der) Versammlung, (für) sich-selbst (d.h. zu Hause?) aber spreche-er~ und (zu) Gott.


29 Propheten aber, (sollen) zwei oder drei sprechen~, und die anderen20 sollen-(Präs.: jedes Mal)-beurteilen~.


30 Falls aber (währenddessen ein Prophet spricht, einem) anderen DaSitzenden (Propheten, etwas) enthüllt-wird, schweige~13 der erste (noch redende Prophet).


31 Denn ihr-(Propheten)-könnt einer nach-dem-anderen alle prophezeien~, damit alle (Gläubigen etwas) lernen~ und alle (Gläubigen) ermahnt-werden~.


32 Und (die) Geister (der einzelnen) Propheten ordnen-sich-unter (dem Willen der einzelnen) Propheten,


33 denn Gott ist nicht (ein Gott der) Unordnung, sondern (ein Gott des) Friedens. Wie in allen den (örtlichen) Versammlungen der Heiligen (vgl. 1Kor 1,2),


34 sollen-schweigen~ die Frauen in den GemeindeVersammlungen,18 denn (es ist) ihnen nicht erlaubt zu-sprechen~,14 sondern ´sie-sollen-untergeordnet-sein~`, so-wie auch das Gesetz sagt.15


35 Wenn sie aber irgendetwas ´lernen°` wollen~, - im Haus, die eigenen Männer sollen-sie-befragen~, denn es-ist schändlich (für eine) Frau, in (der offiziellen Gemeinde-) Versammlung18 zu-sprechen~.


36 Oder von euch kam-heraus das Wort Gottes, oder zu euch allein gelangte-es-hin?


37 Wenn jemand meint, (ein) Prophet zu-sein~ oder (ein) geistlich (Begabter, so) anerkenne-er~,ⱽ was ich euch schreibe, dass (es des) HERRN Vorschrift ist.


38 Wenn aber jemand (dieses) nicht-erkennt,ⱽ wird-er-nicht-erkanntⱽ (pass. divinum: von Gott).


39 Daher, ´meine` Brüder, erstrebt-eifrig~ das Prophezeien~ und das Sprechen~ (in) Sprachen hindert~ nicht,


40 alles aber geschehe~ anständig und nach Ordnung! (od.: der Reihe nach?)


1.Korinther 15


1 Aber ich-mache-bekannt euch, Brüder, das Evangelium, welches ich euch evangelisierte, welches ihr auch übernahmt, in welchem ihr auch steht*,


2 durch welches ihr auch errettet-werdet~, wenn ihr-(es)-festhaltet, (mit) dem Wortlaut (mit dem) ich (es) euch evangelisierte, es sei denn, vergebens11 kamt-ihr-zum-Glauben°.25


3 Denn ich-überlieferte euch in erster (Linie, od.: vor allen anderen Wahrheiten), was ich auch (selbst) übernahm, dass Christus für unsere Sünden verstarb° gemäß den Schriften7


4 und dass er-(leiblich)-begraben-wurde° und dass er-(leiblich)-auferweckt-worden-ist* (Perf.: und seither lebt) am dritten Tag gemäß7 den Schriften


5 und dass er-gesehen-wurde° (von) Kephas, danach (von) den Zwölf,


6 darauf wurde-er-gesehen° von-mehr-als fünfhundert Brüdern auf-einmal, von denen die meisten (noch) bis jetzt leben, einige aber (bereits) entschliefen°.


7 Darauf wurde-er-gesehen (von) Jakobus, danach (von) den Aposteln allen,26


8 (Als) letztem8 aber (von) allen, - geradeso-wie-bei der Fehlgeburt (viell.: Spätgeburt?), - wurde-er-gesehen auch (von) mir.


9 Denn ich bin der geringste der Apostel, der ich nicht tauglich bin, Apostel genannt-zu-werden~, deshalb-weil ich die Versammlung Gottes verfolgte.


10 Aber (durch) Gottes Gnade bin-ich, was ich-bin, und seine Gnade, die für mich (galt), erwies-sich nicht (als) leer, sondern mehr-als sie alle (einzeln?/zusammen?) mühte-ich-mich-ab, aber nicht ich, sondern die Gnade Gottes, ´die` zusammen-mit mir (ist hat gearbeitet).


11 Sei-es also ich, seien-es jene, ebenso predigen-wir, und so wurdet-ihr-gläubig°.


12 Wenn aber Christus gepredigt-wird, dass er aus Toten (leiblich)-auferweckt-worden-ist* (Pf.: und lebt), wie sagen unter euch einige, dass (es) keine (leibliche) Auferstehung Toter gibt?14


13 Aber wenn (es) keine (leibliche) Auferstehung Toter gibt, ist auch-nicht Christus (leiblich)-auferweckt-worden*,


14 wenn aber Christus nicht (leiblich)-auferweckt-worden-ist*, leer (od.: inhaltslos ist/war/wäre) folglich ´auch` unsere Predigt, leer (od.: inhaltslos wäre) auch ´euer` Glaube.


15 Gefunden-werden-wir aber auch (als) Falschzeugen Gottes, weil wir gegen Gott bezeugt-hätten°, dass er den Messias (leiblich)-auferweckte, den er (doch gar) nicht (leiblich)-auferweckt-hätte°, wenn-wirklich demnach (wie manche behaupten) Tote nicht (leiblich)-auferweckt-werden.


16 Denn wenn Tote nicht (leiblich)-auferweckt-werden, ist auch Christus nicht (leiblich)-auferweckt-worden*.


17 Wenn aber Christus nicht (leiblich)-auferweckt-worden-ist*, (ist) euer Glaube nichtig, ihr-seid noch (immer) in euren Sünden.


18 Folglich auch die Entschlafenen° in Christus sind-verloren°.


19 Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus gehofft-Habende-sind*, sind-wir erbarmenswerter (als) alle Menschen.


20 Nun aber ist Christus (leiblich)-auferweckt-worden* aus Toten (als) Erstlingⱽ16 der Entschlafenen*.


21 Denn da-ja-nun durch (einen) Menschen27 (der) Tod (kam, so kommt) auch durch (einen) Menschen27 (die) Auferstehung Toter.


22 Denn geradeso-wie in dem (od.: durch den) Adam alle sterben, ebenso werden-lebendig-gemacht-werden auch alle28 in dem (od.: durch den) Christus.


23 Jeder (einzelne) aber in der eigenen Abordnung:12 (Als) Erstling Christus, darauf die des Christus bei seiner Ankunft,


24 danach29 das Ende (aller Dinge, wie 1Pet 4,7?), dann-wenn er die (tausendjährige) Königsherrschaft dem Gott und Vater übergibt~, dann-wenn er jede Herrschaft und jede Vollmacht und Macht unwirksam-machte°.


25 Denn er-muss (als-König)-regieren~, bis dass "er" alle die "Feinde unter" seine "Füße legt."1


26 (Als) letzter Feind wird-unwirksam-gemacht~ der Tod.30


27 Denn "alle (Pl.: das All) unterordnete-er unter seine Füße."2 Aber dann-wenn er-sagt: Alle die (Dinge; od.: das All) ist-untergeordnet*, (dann ist) offenkundig: außer dem ihm untergeordnet-Habenden° alle die (Dinge; od.: das All).


28 Aber dann-wenn ihm untergeordnet-wurde alle die (Dinge; od.: das All), dann wird-untergeordnet-werden31 ´auch` der Sohn selbst dem ihm untergeordnet-Habenden° alle die (Dinge; od.: das All), damit Gott ´das` alles (eigtl.: Pl.) in allen (Pl.) sei~ (vgl. Joh 17,21).


29 Sonst (wenn es wirklich keine Auferstehung gäbe,) was werden-(dann)-tun, die sich-(toleratives Pass.Präs.: immer wieder)-taufen-Lassenden~ für17 die Toten? Wenn Tote überhaupt nicht (leiblich)-auferweckt-werden, warum auch (od.: dann noch) lassen-sie-sich-taufen für sie?


30 Wozu auch schweben-wir-in-Gefahr jede Stunde?


31 An (jedem) Tag sterbe-ich, fürwahr-bei meinem Rühmen euretwegen, ´Brüder`, das ich-habe in Christus Jesus, unserem Herrn.


32 Wenn ich nach Menschenart in Ephesus mit-Raubtieren-kämpfte,13 was (wäre) mir der Nutzen? Wenn Tote (wirklich) nicht (leiblich)-auferweckt-werden, (dann) "lasst-uns-essen und trinken, denn morgen sterben-wir."3


33 Nicht lasst-euch-irreführen~: übler Umgang richtet-zugrunde milde Angewohnheiten.15


34 Nüchtert-aus° in-richtiger-Art-und-Weise und sündigt~ nicht (Präs.: sündigt nicht weiter/hört auf zu sündigen), denn Unkenntnis Gottes haben einige, zu eurer Beschämung spreche-ich.


35 Jedoch jemand könnte-sagen (indem etwas dagegen einwendend): Wie werden-(leiblich)-auferweckt18 die Toten? Und (mit) was-für-einer (Art) Körper kommen-sie18?


36 Du Unvernünftiger (od. wie AT: gottloser Tor?)! Was du-säst, nicht wird-(es)-lebendig-gemacht, falls (es) nicht (vorher) abstirbt,32


37 und was du-säst, nicht den Körper, den werden-Sollenden (Ptz.Fut.), säst-du, sondern (ein) nacktes Korn, zum Beispiel Weizen oder irgendeines der übrigen (Gewächse).


38 Gott aber gibt ihm (einen) Körper,20 so-wie er-wollte°,19 und (zwar) jedem (einzelnen) der Samen (einen) eigenen Körper.


39 Nicht jedes Fleisch (ist) das selbe Fleisch, sondern (ein) anderesⱽ einerseits (ist das Fleisch der) Menschen, aber (ein) anderesⱽ andererseits (das) Fleisch (des) Viehs, (ein) anderesⱽ aber (das) Fleisch (der) Geflügel, (ein) anderesⱽ aber (das der) Fische.


40 Und (es gibt) himmlische Körper,21 und irdische Körper: jedoch (es ist) einerseits andersartigⱽ die Herrlichkeit der Himmlischen, aber andersartigⱽ die (Herrlichkeit) der Irdischen.


41 (Es ist eine) andereⱽ (die) Herrlichkeit (der) Sonne, und (eine) andereⱽ (die) Herrlichkeit (des) Mondes, und (eine) andereⱽ (die) Herrlichkeit (der) Sterne, denn Stern unterscheidet-sich-von Stern in (der Art seiner) Herrlichkeit.


42 Ebenso (ist es) auch (bei) der (leiblichen) Auferstehung der Toten. Gesät-wird22 in Verweslichkeit, auferweckt-wird in Unverweslichkeit,


43 gesät-wird in Unehre, auferweckt-wird in Herrlichkeit, gesät-wird in (körperlicher?) Schwachheit, auferweckt-wird in Macht,


44 gesät-wird (ein) natürlicherⱽ Körper, auferweckt-wird (ein) geistigerⱽ Körper. Wenn (ein) natürlicher Körper existiert, (existiert) auch (ein) geistiger (Körper).


45 Ebenso auch ist-geschrieben*: "Es-wurde der" erste "Mensch" Adam "zur lebenden~ Seele,"4 der letzte Adam33 (d.h. Christus) zum lebendig-machenden~ Geist.34


46 Jedoch (kommt/kam) nicht das Geistige zuerst, sondern das Natürliche, darauf das Geistige.


47 Der erste Mensch (ist) von Erde, (aus) Staub, der zweite Mensch33 (ist) vom Himmel.


48 Derart (wie beschaffen war) der (aus) Staub (d.h. Adam; Gen 2,7), so-beschaffen (sind) auch die (aus) Staub (d.h. alle sterblichen Menschen), und derart (wie beschaffen ist) der Himmlische (d.h. Christus), so-beschaffen (sind) auch die Himmlischen (d.h. die wiedergeborenen Gläubigen),


49 und so-wie wir-dauernd-trugen°9 das Bild dessen (aus) Staub, (so) ´werden-wir-dauernd-tragen` auch das Bild des Himmlischen.


50 Dies aber erkläre-ich Brüder, dass Fleisch und Blut die Königsherrschaft Gottes nicht erben kann, auch-nicht erbt die Verweslichkeit die Unverweslichkeit.36


51 Siehe, ich-sage euch (ein) Geheimnis:24 Nicht alle werden-wir-entschlafen,35 aber alle werden-wir-verändert-werden,


52 in (einem) Nu, in (einem) Augenblick,10 bei der letzten Posaune.23 Denn es-wird-posaunen, und die Toten werden-(leiblich)-auferweckt-werden unverweslich, und wir-werden-verändert-werden.


53 Denn es-muss dieses Verwesliche, sich-anziehen° Unverweslichkeit und dieses Sterbliche, sich-anziehen° Unsterblichkeit.


54 Aber dann-wenn dieses Verwesliche sich-anzog Unverweslichkeit und dieses Sterbliche sich-anzog Unsterblichkeit, dann wird-(erfüllt)-werden das Wort, das Geschriebene*: "Verschlungen-wurde der Tod hinein-in (den) Sieg.5


55 Wo (ist), du Tod, dein Sieg? Wo (ist), du Tod, dein (tödlicher Gift-?) Stachel?"6


56 Der (tödliche Gift-?) Stachel des Todes aber (ist) die Sünde, aber die Macht der Sünde das Gesetz (vgl. Röm 7,7f).


57 Aber Gott (sei) Dank, dem uns den Sieg Gebenden durch unseren Herrn Jesus Christus.


58 Daher, meine geliebten Brüder, seid~ (Präs.: immerfort) festsitzend, unbewegbar, überfließend in dem Werk des Herrn allezeit, (weil/wobei/indem) wissend*, dass eure Mühe nicht leer (od.: vergeblich) ist im HERRN.


1.Korinther 16


1 Aber betreffs1 der Kollekte,4 der für die Heiligen: geradeso-wie ich (es) den Versammlungen der (Provinz) Galatia18 anordnete, ebenso tut auch ihr!


2 Jeweils (am) ersten (Tag der) Woche,17 lege~ jeder (einzelne von) euch bei sich (d.h. zu Hause etwas beiseite, indem es so) speichernd, soviel wie auch-immer (ihm) gelinge~,2 damit nicht, dann-wenn ich-komme, (erst) dann Kollekten stattfinden~.


3 Aber dann-wenn ich-herbeikomme°, diejenigen-die ihr-(für)-bewährt-haltet°, diese werde-ich-schicken mittels EmpfehlungsBriefen,13 (um) eure Gnadengabe nach Jerusalem wegzutragen°.


4 Aber falls es wert sei~,7 dass auch-ich gehe~, (dann) sollen-sie-gehen zusammen-mit mir.


5 Aber ich-werde-kommen zu euch, dann-wenn ich Mazedonien durchzog°, denn Mazedonien durchziehe-ich,14


6 bei euch aber, (wenn es) sich-trifft°, ´werde-ich-dableiben oder sogar` überwintern, damit ihr mich zur-weiteren-Reise-ausstattet°, wohin auch-immer ich-gehe~.


7 Denn ich-will euch jetzt nicht (nur) im Vorbeigehen sehen, denn ich-hoffe, einen (gewissen) Zeitraum bei euch dazubleiben, falls (es) der Herr erlaubt.


8 Aber ich-werde-dableiben (hier?) in Ephesus bis-zu dem Pfingstfest,


9 denn (eine) Tür hat-sich-(Pf.: bleibend?)-geöffnet* mir, (eine) große und wirksame,8 und Widersacher~ (sind) viele.


10 Falls aber Timotius kommt, seht-zu~, dass er furchtlos bei euch sei° (vgl. 1Tim 4,12), denn das Werk (des) HERRN wirkt-er, wie auch-ich,


11 (dass) ihn also nicht jemand verachte! Geleitet ihn aber in Frieden, damit er zu mir komme°. Denn ich-erwarte ihn mit den Brüdern.


12 Aber betreffs Apollos, des Bruders: ich-ermutigte ihn vielmals, dass er mit den Brüdern zu euch komme, aber es-war~ durchaus nicht (sein) Wille, dass er nun komme, aber er-wird-kommen, dann-wenn er (einen) gelegenen-Zeitpunkt (findet).


13 Wacht~, steht~ in dem Glauben, seid-mannhaft~, lasst-euch-(Präs.: immer wieder)-kräftigen~!


14 Alles (bei) euch geschehe~ in Liebe.


15 Ich-ermahne euch aber Brüder: Ihr-wisst* (um) das Haus (des) Stephanas, dass (es die) Erstlingsfrucht der (Provinz) Achaia9 ist und (dass) sie sich-selbst zur Bedienung der Heiligen zur-Verfügung-stellten,


16 dass auch ihr euch-unterordnet~10 den so-Beschaffenen und jedem dem Zusammenwirkenden und sich-Abmühenden.


17 Ich-freue-mich aber über die Ankunft (von) Stephanas und Fortunatus und Achaikus,6 weil diese5 den eurigen Mangel wieder-ausfüllten,


18 denn sie-erquickten meinen Geist und den eurigen. AnErkennt~ also die so-Beschaffenen!10


19 (Es) grüßen euch die Versammlungen der (Provinz) Asia.15 (Es) grüßt euch vielmals im Herrn Aquila und Priska samt der Versammlung in ihrem Haus.11


20 (Es) grüßen euch die Brüder alle. Grüßt einander mit heiligem Kuss!16


21 Der Gruß, der (mit) meiner, (des) Paulus Hand.3


22 Wenn jemand (unter euch) den Herrn nicht gernhat, er-sei~ verflucht. Mara`n atha.12


23 Die Gnade des Herrn Jesus (sei) mit euch.


24 Meine Liebe (ist/sei) mit euch allen in Christus Jesus.

 

Zu Korinthern B


Einleitung 2.Korintherbrief

Seit der Abfassung des 1.Korinterbriefes, geschahen in der dortigen Gemeinde Dinge, die die Autorität des Apostels untergruben. Einflussreiche Gegner des Apostels kamen in die Gemeinde und Paulus sah sich veranlasst, wahrscheinlich weniger als ein Jahr nach dem 1.Korintherbrief, von Mazedonien aus (einige Überschriften früher Übersetzungen geben Philippi an, manche meinen von Ephesus aus), einen zweiten Brief zu schreiben, und einen Besuch anzukündigen (2Kor 1,15ff). Da er aber nicht hart auftreten wollte (2Kor 1,23; 12,20), schickte er stattdessen Titus nach Korinth und wartete auf ihn in Troas, in der Hoffnung gute Nachrichten aus Korinth zu hören. Da er aber Titus in Troas nicht antraf, segelte er nach Mazedonien (2Kor 2,12-13), wo er ihn dann auch traf (2Kor 7,5-16). Man nimmt für die Abfassung des 2.Korintherbriefes ein Datum im Jahr 56 n.Chr. an (Harnack stimmt für 53/54 n.Chr). Erstaunlicherweise wird der Brief von Clemens von Rom nicht zitiert, doch Polykarp, Irenäus, Clemens von Alexandrien, Tertullian und Zyprian zitieren ihn. Marcion zählt ihn als dritten der 10 paulinischen Briefe auf, die er akzeptiert. Auch im Muratorischen Fragment ist er aufgeführt. Ab 175 n.Chr. gibt es äußerst viele Hinweise auf diesen Brief. Neben dem Philemonbrief ist dieser der persönlichste Brief von Paulus und verrät viel über sein Gefühlsleben und seinen Charakter (vgl. 21,III,3ff; 33,233f; 48,777f).

2.Korinther 1


1 Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, und Timotius, der Bruder, der Versammlung Gottes, der Seienden in Korinth, samt allen den Heiligen, den Seienden in der ganzen (Provinz) Achaia.


2 Gnade (sei) euch und Friede von Gott, unserem Vater, und (dem) Herrn Jesus Christus.


3 Gepriesen (ist/sei) der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmungen (od.: der barmherzige Vater) und Gott jeder (Art von) Ermunterung (od.: Trost),


4 der uns Ermunternde (od.: Tröstende) in unserer ganzen Bedrängnis, auf dass wir-ermuntern~ (od.: trösten) können~ die in jeder (Art von) Bedrängnis (seienden), durch die Ermunterung (mit) dem wir selbst ermuntert-werden von Gott.


5 Denn so-wie die Leiden des Christus auf uns überreich-vorhanden-sind, ebenso ist-überreich-vorhanden durch den Christus auch unsere Ermunterung.


6 Aber ob wir-bedrängt-werden, (so geschieht es) für eure Ermunterung und Errettung, oder-ob wir-ermuntert-werden, (so geschieht es) für eure Ermunterung, die wirksam-Werdende im geduldigen-Ausharren der selben Leiden, die auch wir leiden.


7 Und unsere Hoffnung (ist) zuverlässig für euch, (weil) wissend*, dass, wie ihr Gemeinschafter der Leiden seid, ebenso auch der Ermunterung.


8 Denn wir-wollen nicht, (dass) ihr in-Unkenntnis-seid~ Brüder, über unsere Bedrängnis, die (uns) in der (Provinz) Asia widerfahrene°,1 dass wir (nämlich) im Übermaß über (unsere) Macht (hinaus) beschwert-wurden, sodass wir sogar völlig-verzweifelten am Leben~.2


9 Ja-sogar in uns-selbst (d.h. in unseren Gedanken?) haben-wir-erhalten* den offiziellen-Amtsbescheid6 des Todes, damit wir nicht auf uns-selbst Vertrauende* seien~, sondern auf Gott, den AufErweckenden die Toten,


10 der uns (dann aber doch?) vor3 so-großem Tod5 (Med.: für sich?) rettete und retten-wird, auf den wir-gehofft-haben* (Perf.: und weiterhin hoffen), ´dass` er (uns) auch noch (weiterhin) retten-wird,


11 (wobei) auch ihr unterstützend-zusammenwirkt für uns (durch) das Flehen, damit von vielen Gesichtern (die im Gebet zu Gott aufblicken) die uns zu (teil gewordene) Gnadengabe durch viele bedankt-werde für uns (d.h. zu unseren Gunsten/Besten?).


12 Denn unser Rühmen ist dies, das Zeugnis unseres Gewissens, dass in Einfalt und Aufrichtigkeit Gottes, ´und` nicht in fleischlicher Weisheit, sondern, (dass) wir (uns)- in (od.: durch?) Gottes Gnade benahmen (d.h. lebten) in der Welt, ganz-besonders aber aber bei euch.


13 Denn nichts anderes schreiben-wir euch, sondern (od.: außer) die (Dinge) die ihr-lest und (w.: oder) auch erkennt8 (od.: versteht), ich-hoffe aber, dass ihr bis-ans Ende (d.h. vollkommen?, od.: bis ans Ende der Zeit?) erkennen-werdet (od.: verstehen werdet),


14 so-wie ihr uns auch zum Teil7 erkanntet°, (nämlich,) dass wir euer Ruhm sind, gleichwie auch ihr unserer an dem Tag ´unseres` Herrn Jesus.


15 Und (in) diesem Überzeugtsein wünschte-ich~ (Impf.: immer wieder/schon länger) früher zu euch zu-kommen, - damit ihr (eine) zweite Gnade13 hättet°,


16 - und durch euch durchzuziehen nach Mazedonien und von Mazedonien (dann) wieder zu euch zu-kommen und von euch zur-weiteren-Reise-ausgestattet-zu-werden in die (Landschaft) Judäa (d.h. nach Jerusalem).


17 (Indem) also dies beschließend, verfuhr-ich doch-nicht etwa mit Leichtfertigkeit? Oder, was ich-beschließe, beschließe-ich (es) nach (dem) Fleisch, damit bei mir das Ja, Ja, (zugleich) auch das Nein, Nein sei~?9


18 Treu aber (ist) Gott, dass unser an euch (gepredigtes) Wort, nicht Ja und Nein (zugleich) ist.


19 Denn Gottes Sohn, Jesus Christus, der bei euch durch uns gepredigt-Wordene°, - durch mich und Silvanus und Timotius, - er-wurde nicht Ja und Nein (zugleich), sondern in ihm ist (das/ein) Ja (Perf.: auf Dauer)-geworden*.


20 Denn alle-die Versprechungen Gottes (die es gibt), in ihm (d.h. in Christus ist) das Ja, deshalb (ist) auch durch ihn das Amen,12 Gott zur Herrlichkeit durch uns.


21 Aber der uns Festmachende~10 zusammen-mit (od.: ebenso wie) euch hin-auf Christus und uns gesalbt-Habende°11 (ist) Gott,


22 der uns auch (Med. = für sich als sein Eigentum)-versiegelt-Habende°14 und (uns) gegeben-Habende° den Geist als Anzahlung4 in unsere Herzen.


23 Ich aber rufe-an Gott (als) Zeugen gegen meine Seele (d.h. gegen mich), dass ich nicht-mehr nach Korinth kam, (damit) euch schonend.15


24 Nicht, dass wir-herrschen (über) euren Glauben, sondern wir-sind Zusammenwirkende (an) eurer Freude, denn (in) dem Glauben steht-ihr*.


2.Korinther 2


1 Denn ich-urteilte für-mich dies, das nicht wieder in Betrübnis zu euch zu-kommen°.13


2 Denn wenn ich euch betrübe, ja wer (ist dann) der mich fröhlich-machend (ist), wenn nicht der von mir betrübt-Werdende?


3 Und ich-schrieb1 eben dieses, damit nicht, (wenn/nachdem) kommend°, ich Betrübnis habe° von (denen, von) denen ich mich (eigentlich) freuen~ müsste~, (weil) überzeugt* (in Bezug) auf euch alle, dass meine Freude euer aller (Freude) ist.


4 Denn aus viel Bedrängnis und Herzens Beklemmung schrieb-ich1 euch unter vielen Tränen, (und) nicht damit ihr-betrübt-würdet, sondern damit ihr die Liebe kennt, die ich über-die-Maßen zu euch habe.


5 Wenn aber jemand betrübt-hat*,14 nicht mich hat-er-betrübt*, sondern zum Teil,15 - damit ich nicht zu-viel-sage~, - euch alle.


6 Hinreichend (ist für) den so-Beschaffenen2 diese Andung,3 die von den Meisten4 (der Versammlung erfolgte),


7 sodass ihr stattdessen vielmehr gnädig-verzeihen und ermutigen (od.: trösten solltet, damit) nicht etwa (durch) die übergroße Betrübnis der so-Beschaffene verschlungen-werde.


8 Deshalb ermahne-ich euch, rechtskräftig-zu-beschließen,5 gegenüber ihm Liebe (walten zu lassen),


9 denn dazu schrieb-ich6 auch, damit ich eure Bewährung kenne°, ob ihr in jeder (Beziehung/Hinsicht) gehorsam19 seid.


10 Aber wem ihr irgendetwas gnädig-verzeiht, (dem verzeihe) auch-ich, denn auch ich, was ich-gnädig-verziehen-habe*, - wenn ich irgendetwas gnädig-verziehen-habe*, - (habe ich es verziehen) wegen euch im Angesicht Christi,


11 damit wir nicht von dem Satan übervorteilt-werden,20 denn seine Gedanken verkennen-wir nicht.


12 Aber (als/nachdem) nach Troas kommend° für das Evangelium des Christus - und (obwohl) mir (eine) Tür (Perf.: dauerhaft)-geöffnet-worden-war* im (od.: durch den) HERRN, -


13 hatte-ich* keine Ruhe (für) meinen Geist, (weil) ich den Titus,7 meinen Bruder, nicht vorfand, sondern, (nachdem) mich-verabschiedet-habend° (von) ihnen (d.h. den Geschwistern in Troas), ging-ich-weg nach Mazedonien.10


14 Aber Gott (sei) Dank, dem uns allezeit (als seine siegreichen Soldaten?) im-Triumphzug-Einherführendenⱽ8 in dem Christus11 und den Geruch seiner ErKenntnis Offenbarenden durch uns an jedem Ort,


15 weil wir Christi Wohlgeruch18 sind für Gott bei den errettet-Werdenden12 und bei den verloren-Gehenden,12


16 den einen (ein) Geruch aus Tod zum Tod, den anderen (ein) Geruch aus Leben zum Leben8. Und wer (ist) zu diesem tauglich?16


17 Denn wir-sind nicht wie die Vielen,17 (indem) verschachernd9 das Wort Gottes, sondern wie aus Aufrichtigkeit, sondern wie aus Gott sprechen-wir gegenüber Gott (d.h. vor Gottes Augen) in Christus.


2.Korinther 3


1 Fangen-wir-an wieder uns-selbst zu-empfehlen? Oder bedürfen-wir etwa, wie gewisse (Leute), empfehlende Briefe15 an euch oder von euch?


2 Der EmpfehlungsBrief von-uns seid ihr, - (ein) hineingeschriebener* in unsere Herzen (vgl. 2Kor 7,3), - (ein) gekannt-Werdender~ (od.: verstanden?) und gelesen-Werdender~ von allen Menschen,


3 (weil ihr seid) offenbart-Werdende,8 dass ihr (ein) Brief Christi seid, (ein) von uns ausgefertigt-Wordener°, (ein) Hineingeschriebener* nicht (mit) Tinte, sondern (durch) Gottes lebendigen~ Geist, nicht in steinerne Tafeln, sondern in Tafeln, (die) fleischerne Herzen16 (sind).


4 Aber solches Überzeugtsein haben-wir durch den Christus zu Gott.


5 Nicht, dass wir von uns-selbst tauglich sind, (uns) irgendetwas zuzurechnen (od.: sich etw. zuschreiben) wie aus uns-selbst, sondern unsere Tauglichkeit (ist) aus Gott,


6 der uns auch tauglich-machte (zu) Dienern (des/eines?) neuartigen Bundes, nicht (des) Buchstabens, sondern (des) Geistes, denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht-lebendig.17


7 Wenn aber der Dienst des Todes in Buchstaben, (obwohl in) Steine eingemeiselt*, in Herrlichkeit geschah, - sodass die Söhne Israels nicht gespannt-hinstarren° konnten~ in das Angesicht Mose, wegen der Herrlichkeit seines Angesichts, der (iteratives Präs.: aber immer wieder) Vergehenden~,


8 - wie nicht vielmehr wird-(od.: sollte?)-sein der Dienst des Geistes in Herrlichkeit?


9 Denn wenn der Dienst des Verurteilens Herrlichkeit (war/ist/hat, dann um) viel, vielmehr fließt-über der Dienst der Gerechtigkeit (in/an) Herrlichkeit.


10 Denn (es) ist auch nicht (wirklich) verherrlicht-worden* das verherrlicht-Wordene* in diesem Fall10 wegen der übertreffenden Herrlichkeit (des neuen Bundes).


11 Denn wenn das (iteratives Präs.: immer wieder) Vergehende~ durch11 Herrlichkeit (strahlte, dann strahlt) viel, vielmehr das Bleibende in11 Herrlichkeit.7


12 (Da) also (eine) derartige Hoffnung habend, gebrauchen-wir viel Freimütigkeit,18


13 und (tun) nicht gleichwie Mose (iterativer Impf.: der immer wieder eine) Verhüllung auf sein Angesicht legte~, damit die Söhne Israels nicht gespannt-hinstarren° zu dem Ende des (iteratives Präs.: immer wieder) Vergehenden~ (Glanzes).


14 Jedoch ihre Gedanken wurden-verstockt (vgl Dtn 29,3). Denn bis-zu dem heutigen Tag bleibt die selbe Verhüllung auf dem Lesen des alten Bundes, (wobei) nicht wieder-enthüllt-werdend, weil (sie nur) in Christus weggenommen-wird (od.: vergeht).


15 Jedoch bis heute, sooft als Mose gelesen-wird~ (wie V.2, od.: vorgelesen?), liegt (eine/die) Verhüllung auf ihren Herzen.


16 "Aber sobald als es-sich-umwendet°14 zum HERRN, wird-abgenommen die Verhüllung."


17 Dieser HERR12 aber ist der Geist, wo aber der Geist (des) HERRN (ist, da ist) Freiheit5.


18 Wir alle aber,9 - (mit) wieder-enthülltem* Angesicht die Herrlichkeit (des) HERRN wie-in-einem-Spiegel-(d.h. unscharf?)-widerspiegelnd,2 - werden-(von innen her)-umgestaltet (in) das selbe Bild,3 von Herrlichkeit zu Herrlichkeit,13 gleichwie (es) vom HERRN, (nämlich dem) Geist4 (bewirkt wird).6


2.Korinther 4


1 Deswegen, (weil) diesen Dienst habend, da-ja wir-Erbarmen-fanden, ermatten-wir nicht,


2 sondern wir-sagten-ab den verborgenen (Dingen) der Schande, (indem) nicht den-Lebenswandel-führend in Hinterlist (od.: mit Tricks) und (indem) nicht verfälschend7 das Wort Gottes,6 sondern (durch) die Offenbarung der Wahrheit uns-selbst an jedes Gewissen (der) Menschen (od.: jedes menschliche Gewissen) empfehlend in-den-Augen Gottes.


3 Wenn aber unser Evangelium auch verhüllt* ist, ist-es bei (w.: in) den Verlorengehenden verhüllt*,


4 bei (w.: in) denen der Gott dieses Zeitalters (d.h. Satan) die Gedanken der Ungläubigen blind-machte,8 damit (sie) nicht erstrahlen-sehen° den Lichtglanz des Evangeliums (von) der Herrlichkeit des Christus, der (das?) Bild Gottes ist.


5 Denn wir-predigen nicht uns-selbst, sondern Jesus Christus (als) Herrn,5 uns-selbst aber (als) eure Sklaven um Jesu willen.


6 Weil Gott, der sagende°: Aus Finsternis soll-aufleuchten Licht,12 (er ist der,) der aufleuchtete (od. tr. kausal: es aufleuchten ließ) in unseren Herzen zum Lichtglanz der ErKenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht (d.h. in der Person) ´Jesu` Christi.9


7 Wir-haben aber diesen aufbewahrten-Schatz2 in irdenen Gefäßen,13 damit das Übertreffliche (aus) der Macht Gottes sei~ und nicht aus uns,


8 (wobei) in allem bedrängt-werdend, jedoch nicht in-die-Enge-getrieben-werdend, verzweifelt-seiendⱽ, jedoch nicht völlig-verzweifelndⱽ,


9 verfolgt-werdend, jedoch nicht verlassen-werdend, niedergeworfen-werdend, jedoch nicht umkommend,


10 (wobei) allezeit die Tötung Jesu an (w.: in) dem (sterblichen) Körper herumhertragend,14 damit auch das Leben Jesu an unserem Körper offenbart-werde.


11 Denn immer wir, die Lebenden, wir-werden-übergeben in (den) Tod15 um Jesu willen, damit auch das Leben des (mit Art.: des historischen Jesus?) Jesus offenbart-werde an (w.: in) unserem sterblichen Fleisch.


12 Daher (ist) der Tod in uns wirksam, aber das Leben in euch.


13 (Da) aber den selben Geist des Glaubens habend gemäß dem Geschriebenen*: "Ich-glaubte, deshalb sprach-ich,"1 glauben auch wir, deshalb sprechen-wir auch,9


14 (weil) wissend*, dass der auferweckt-Habende° den ´Herrn` Jesus (nämlich Gott), auch uns ebenso-wie10 Jesus auferwecken-wird und (uns vor sein Angesicht?) darstellen-wird zusammen-mit (od.: zugleich mit) euch.3


15 Denn das alles (geschieht) euret wegen, damit die Gnade, (nachdem/indem) sich-mehrend° durch die immer-mehr-werdende-Zahl (an Begnadeten, d.h. von Bekehrten), die Danksagung (dieser Bekehrten) zu der Herrlichkeit (od.: Verherrlichung) Gottes überfließe.


16 Deshalb ermatten-wir nicht, sondern wenn auch unser äußerer Mensch gänzlich-aufgezehrt-wird~,4 (so) doch unser innerer (Mensch) wird-immer-wieder-neuartig-gemacht~ Tag für Tag.


17 Denn das augenblicklich Leichte unserer Bedrängnis bewirkt (an/in/für) uns über alles-Maß-hinausgehend, (eine) ewige Schwere11 (an) Herrlichkeit,


18 (weil) wir nicht achtgebend-sind-auf~ (od.: anpeilend) das Erblickbare~, sondern (auf) das nicht Erblickbare~, denn das Erblickbare~ (ist) befristet, aber das nicht Erblickbare~ ewig.


2.Korinther 5


1 Denn wir-wissen*, dass, falls15 unser irdisches Zelthaus (d.i. der Körper) völlig-aufgelöst-wird, wir (einen) Bau von Gott haben, (ein) nicht-handgemachtes,4 (sondern) ewiges Haus in den Himmeln.


2 Denn in diesem (jetzigen Zelthaus) seufzen-wir auch, (weil) ersehnend unsere Wohnung, die vom Himmel, darüber-anzuziehen,2


3 insofern ja, (wenn diese Wohnung) angezogen-habend°, wir nicht nackt vorgefunden-werden.


4 Denn auch (wir), - die in dem Zelt Seienden, - seufzen (vgl. LXX Ex 2,23), (indem) beschwert-werdend, weil wir uns nicht ausziehen wollen, sondern (wir wollen uns) etwas-darüber-anziehen, damit das Sterbliche von dem Leben verschlungen-werde°.5


5 Aber der uns zu eben diesem bereitet-Habende°, (ist) Gott, der uns den Geist gegeben-Habende° als (eine) Anzahlung3.


6 Daher, allezeit guten-Mutes-seiend~ und wissend*, dass (während) einheimisch-seiend in dem Körper, wir-ausheimisch-sind von dem Herrn.


7 Denn durch Glauben (w.: Vertrauen) führen-wir-den-Lebenswandel, nicht durch Schauen.6


8 Aber wir-sind-guten-Mutes, und wir-haben-Wohlgefallen (daran), vielmehr ausheimisch-zu-sein° aus dem Körper und einheimisch-zu-sein° bei dem Herrn.


9 Deshalb auch suchen-wir-unsere-Ehre-darin, ob einheimisch-seiend, oder ob ausheimisch-seiend, ihm wohlgefällig zu-sein~.


10 Denn dies muss-sein, (dass) wir alle offenbar-werden vor dem Richterstuhl des Christus, damit jeder (einzelne) sich-hole°, das (was er) durch den Körper (wirkte; od.: während der Zeit im Körper wirkte), gemäß (dem) was er-praktizierte, sei-es Gutes (oder) sei-es Schlechtes.16


11 (Weil) also wissend* (um) die Furcht (vor/gegenüber) des Herrn überzeugen-wir Menschen, Gott aber sind-wir-offenbar geworden*, ich-hoffe aber auch in eurem Gewissen offenbar-geworden-zu-sein*.


12 Nicht wieder uns-selbst empfehlen-wir (zu) euch, sondern (indem/weil) euch (eine) Gelegenheit gebend (des) Rühmens für uns, damit ihr-(etwas)-habet~ gegen die mit (dem) Angesicht sich-Rühmenden und nicht mit (der Motivation im) Herzen.


13 Denn sei-es, wir-gerieten-außer-uns, (dann ist es für) Gott, sei-es wir-sind-vernünftig, (dann ist es für) euch.


14 Denn die Liebe des Christus13 drängt uns, (indem) dies urteilend°, dass einer für7 alle verstarb, demnach diese alle verstarben.14


15 Und für7 alle verstarb-er, damit die Lebenden nicht-mehr für-sich-selbst leben~, sondern dem für7 sie Verstorbenen° und AufErweckten°.


16 Daher kennen* wir von dem nun (an) keinen nach (dem) Fleisch, wenn wir auch Christus nach (dem) Fleisch gekannt-haben*, jedoch nun kennen-wir (ihn) nicht-mehr (so).


17 Daher, wenn jemand in Christus (ist, so ist er eine) neuartige Schöpfung,8 die Ursprünglichen (Pl.: Verhaltensweisen, alten Riten, etc) gingen-vorüber, siehe, Neuartige (Pl.: Verhaltensweisen) sind-geworden*.18


18 Aber diese alle (kommen) von Gott, dem uns9 versöhnt-Habenden° (mit) sich-selbst durch Christus und (dem) uns gegeben-Habenden° den Dienst der Versöhnung:


19 in der Überzeugung, dass Gott war~1 in Christus (die) Welt versöhnend (mit) sich-selbst,10 - (als/indem/und) ihnen ihre Fehltritte nicht (Präs.: weiter) anrechnend~,11 - und (indem; Med.: rechtlich verbindlich für seinen eigenen Zweck) legend° (od. aufrichtend) in uns das Wort (d.h. die Predigt?) der Versöhnung.


20 Für Christus also sind-wir-Botschafter,17 in-der-Überzeugung-dass, Gott ermahnend~ (ist) durch uns. Wir-flehen für Christus, (toleratives Pass.: lasst-euch)-versöhnen° (mit) Gott!10


21 Den Sünde nicht gekannt-Habenden°, machte-er für uns9 (zur) Sünde, damit wir9 Gottes Gerechtigkeit (od.: Gerechte) würden° in ihm.


2.Korinther 6


1 Aber (indem/da) zusammenwirkend14 ermahnen-wir auch, die Gnade Gottes nicht ins Leere (d.h. vergeblich für) euch zu-empfangen°13 -


2 denn er-sagt: "(Zum) willkommenenⱽ (od.: angenehmen/günstigen) Zeitpunkt erhörte-ich dich, und am Tag (der) Errettung eilte-ich-zu-Hilfe dir."1 Siehe, nun17 (ist der/ein) höchst-willkommeneⱽ Zeitpunkt, siehe, nun17 (ist ein/der) Tag (der) Errettung. -


3 (indem) in keinerlei-Hinsicht (einen) Anlass-zum-Anstoß gebend, damit kein Makel-gefunden-werde-an dem Dienst,


4 sondern (indem) in allem uns-selbst empfehlend als Gottes Diener, in viel geduldigem-Ausharren, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten,


5 in Schlägen, in Gefängnissen, in Unruhen, in Mühen, in Schlaflosigkeiten, in Fasten,


6 in Reinheit, in ErKenntnis, in Langmut, in Milde, im heiligen Geist, in ungeheuchelter Liebe,


7 im Wort (der) Wahrheit, in Gottes Macht, mit den Waffen der Gerechtigkeit, - den rechten und linken,10


8 - durch18 Ehre und Unehre, in schlechtem-Ruf und gutem-Ruf, wie Irreführende und (doch) Wahrhaftige,


9 Wie Unbekannte~ und (doch) erkannt-Wordene~ (od.: Wohlbekannte), wie Sterbende~ und siehe, wir-leben, wie Gezüchtigte~, und (doch) nicht Getötete~,


10 wie Betrübte~, aber (doch) immer sich-Freuende~, wie Bettelarme, aber (doch) viele Reichmachende~, wie nichts Habende~ und (doch) alles Besitzende~.19


11 Unser Mund ist-geöffnet* gegenüber euch, Korinther, unser Herz ist-breit-gemacht-worden*.


12 Nicht seid-ihr-beengt in uns, aber ihr-seid-beengt in eurem Innersten (d.h. Gefühlen).


13 Aber (als) den selben Gegenlohn, wie zu Kindern sage-ich (es), werdet-breitgemacht11 auch ihr (in eurem Innersten)! - 15


14 Seid~nicht16 (unter) andersartigem-Joch12 (Gehende mit) Ungläubigen. Denn was-für-eine Mithaberschaft (ist zwischen) Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit, oder was-für-eine Gemeinschaft (hat) Licht in-Beziehung-zu Finsternis?


15 Aber was-für-eine Übereinstimmung (hat) Christus in-Beziehung-zu Beliar (d.h. dem Teufel), oder was-für-ein Anteil (ein) Gläubiger mit (einem) Ungläubigen?


16 Aber was-für-eine übereinstimmende-Verträglichkeit (der) Tempel Gottes mit Götzen? Denn wir9 sind (der) Tempel Gottes (des) Lebendigen~, so-wie Gott sagte: "Ich-werde-innenwohnen unter ihnen und ich-werde-darin-umhergehen,2 und ich-werde-(od.: will)-sein ihr Gott, und sie-werden-(od.: sollen)-sein mein Volk."3


17 Deshalb "kommt-heraus aus ihrer Mitte und sondert-euch-ab, sagt (der) HERR,"4 und "berührt~ Unreines nicht, und-ich werde-euch-hereinempfangen,"5


18 und "ich-werde-sein" (für) euch "zum Vater, und" ihr werdet-sein "mir zu Söhnen"6 und Töchtern,7 "sagt (der) HERR (der) Allkräftige."8


2.Korinther 7


1 (Da) also diese Versprechungen habend Geliebte, wollen-wir-reinigen° uns-selbst von jeder (Art von) Befleckung6 (des) Fleisches und Geistes,1 (und dabei) zur-Erfüllung-bringend (das) Geheiligtseinⱽ in (der?) Furcht Gottes (vor/gegenüber Gott; wie 2Kor 5,11). -


2 12Gebt-Raum° uns! Niemanden behandelten-wir-ungerecht, niemanden richteten-wir-(körperlich?)-zugrunde, niemanden übervorteilten-wir (finanziell?).


3 Nicht zum Verurteilen sage-ich (dies), denn ich-habe-schon-zuvor-gesagt* (d.h. in diesem Brief, Kap 3,2 und 6,11), dass ihr in unseren Herzen seid, um zusammen-zu-sterben und zusammen-zu-leben.


4 Viel Freimütigkeit2 (ist in) mir gegenüber euch, viel Rühmen (ist in) mir in-Bezug-auf euch, ich-bin-erfüllt* (mit) dem7 Trost, ich-habe-sogar-Überfluss an Freude bei all unserer Bedrängnis.


5 Denn auch (nachdem/als) nach Mazedonien kommend°,5 keine Erleichterung hat-gehabt* unser (schwaches) Fleisch, sondern in allem (Präs.: fortwährend) bedrängt-werdend, von außen Kämpfe, von innen BeFürchtungen8.


6 Jedoch Gott, der Tröstende (od.: Ermutigende) die Demütigen (od.: Niedrigen), er-tröstete (od.: ermutigte) uns durch die Ankunft (von) Titus, -


7 aber nicht nur durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost (od.: der Ermutigung, mit) dem er bei euch getröstet-wurde (od.: ermutigt wurde), - (weil) uns euer Verlangen berichtend, euer Jammern, euren Eifer für mich, sodass ich (noch) vielmehr mich-freute.


8 Denn wenn ich euch in dem Brief3 auch betrübte, (so) bereue-ich-(es)-nicht. Wenn ich (es vielleicht) auch (Impf.: eine Zeit lang)-bereute~, ´denn` ich-sehe, dass jener Brief3 euch wenigstens auf kurze-Zeit betrübte.


9 (So) freue-ich-mich nun,9 nicht weil ihr-(einfach nur)-betrübt-wurdet, sondern weil ihr zur Buße betrübt-wurdet, denn ihr-wurdet-betrübt Gott gemäß, damit ihr in keiner-Hinsicht von uns geschädigt-würdet.10


10 Denn die Gott gemäße Betrübnis wirktⱽ (eine) unbereubare Buße zur Errettung, aber die Betrübnis der Welt bewirktⱽ Tod.13


11 Denn siehe, eben dieses, (nämlich) das Gott gemäße Betrübtwerden°, wieviel Eifrigkeit bewirkte (es bei) euch, ja-sogar Verteidigung, ja-sogar Entrüstung, ja-sogar Furcht, ja-sogar Verlangen, ja-sogar Eifer,4 ja-sogar Bestrafung.4 In allem erwieset-ihr euch-selbst (in) dieser Sache rein (od.: unschuldig) zu-sein.


12 Folglich, wenn ich euch auch schrieb,3 (so) nicht wegen des Unrecht-getan-Habenden° (d.h. dem der die Frau seines Vaters hatte; 1Kor 5,1ff), auch-nicht wegen des Unrecht-erleidet-Habenden° (d.h. seinem Vater?), sondern wegen des offenbar-Werdens° (od.: damit offenbar werde) eurer Eifrigkeit für uns (vgl. Kap. 2,9), in-Bezug-auf euch in-den-Augen Gottes.11


13 Deswegen sind-wir-getröstet-worden*; aber hinaus-über (diesen) unseren Trost, freuten-wir uns (noch) vielmehr über-die-Maßen, über die Freude (des) Titus, dass sein Geist von euch allen erquickt-worden-ist*.


14 Denn wenn ich (vor) ihm irgendetwas in-Bezug-auf euch gerühmt-habe*, nicht wurde-ich-zuschanden, sondern wie wir alles in Wahrheit (zu) euch sprachen, ebenso wurde auch unser Rühmen, - das vor Titus, - Wahrheit.


15 Und sein Innerstes (Gefühl) ist über-die-Maßen für euch, (weil/wenn) sich-erinnernd-an den Gehorsam (von) euch allen, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern empfingt.


16 Ich-freue-mich, weil in (Bezug-auf) euch allen in guten-Mutes-seiend.


2.Korinther 8


1 Aber wir-machen-bekannt euch, Brüder, die Gnade Gottes, die Gegebene* in den Versammlungen der (Provinz) Mazedonien,


2 dass (nämlich) in viel Prüfung (durch) Bedrängnis das Überfließende ihrer Freude und ihre tiefe Bettelarmut2 überfloss hinein-in den Reichtum ihrer Großzügigkeit,


3 denn nach Vermögen bezeuge-ich, und (sogar) über Vermögen, (spendeten sie) aus-eigenem-Antrieb,


4 mit viel Zureden (von) uns die Gnade erflehend und (die Möglichkeit) der Gemeinschaft7 (d.h. der Teilnahme an) dem Dienst (d.h. der Unterstützung), dem für die Heiligen (in Jerusalem).


5 Und nicht (nur) so-wie wir-hofften (gaben sie), sondern sie-gaben sich-selbst, zuallererst dem Herrn und (dann) uns durch Gottes Willen,


6 so dass wir Titus ermutigten, damit, so-wie er-vorher-anfing, er diese Gnade ebenso auch bei euch zur-Erfüllung-bringe.


7 Aber geradeso-wie ihr in allem überfließt (habt, an) Glaube und Wort und ErKenntnis und jeder Eifrigkeit und der von uns in euch (entstandenen) Liebe,3 damit ihr auch in dieser Gnade (der Kollekte) überfließt~.


8 Nicht als Anordnung8 sage-ich (dies), sondern wegen der Eifrigkeit andersartiger (nämlich der Mazedonier) und (um damit/indem) das Echte eurer Liebe prüfend.


9 Denn ihr-kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er wegen euch (Aor.: durch seine Menschwerdung) bettelarm-wurde°, (obwohl vorher) reich seiend, damit ihr durch seine Bettelarmut reich-würdet°.9


10 Aber ich-gebe (meine) Meinung in dieser (Sache), denn dies nützt euch, weil-ihr-ja seit vorigem-Jahr nicht nur das Tun°, sondern auch das Wollen~ vorher-anfingt.


11 Nun aber bringt-zur-Erfüllung auch das Tun°, auf-dass, gleichwie die Bereitwilligkeit des Wollens~ (da ist), ebenso auch das zur-Erfüllung-bringen (da sei), aus dem Haben~ (d.h. was einem aufgrund seines Vermögens möglich ist).


12 Denn wenn die Bereitwilligkeit vorliegt, (ist sie) höchst-willkommen gemäß-dem-was auch-immer sie-habe~, nicht gemäß-dem-was sie nicht hat.


13 Denn nicht damit anderen Erleicherung (entsteht), euch (aber) Bedrängnis, sondern aus (dem Prinzip der ausgleichenden) Identheit:


14 (das bedeutet:) zu dem jetzigen Zeitpunkt (diene) euer Überfluss für den Mangel jener, auf-dass auch der Überfluss jener für euren Mangel (dienlich) werde, auf dass Identheit (d.h. ein Ausgleich) geschehe°,


15 so-wie geschrieben-ist*: "Der das Viele (gesammelt hatte) nicht hatte-er-mehr° (od.: Überfluss), und der das Wenige (gesammelt hatte), nicht hatte-er-weniger (od.: Mangel)."1


16 Dank aber (sei) Gott, dem gegeben-Habenden° die selbe Eifrigkeit für euch in das Herz (des) Titus,


17 dass er einerseits die Ermutigung (od.: unsere Aufforderung) annahm, andererseits, - (weil noch) eifriger seiend~, - er aus-eigenem-Antrieb zu euch herauskam.


18 Aber wir-schickten-zusammen-mit4 ihm (d.h. mit Titus) den Bruder, dessen Lob wegen (der Verkündigung) des Evangeliums durch alle Versammlungen (geht),


19 aber nicht nur (das), sondern (außerdem ist er) auch von den Versammlungen als unser Reisegefährte gewählt-worden°,5 zusammen-mit dieser Gnadengabe, der von uns bedient-Werdenden, zu des Herrn ´eigener` Herrlichkeit und (zum Beweis) unserer Bereitwilligkeit,


20 (weil versuchend) dies vermeidend, dass nicht jemand einen-Makel-finde-an uns (od.: uns verdächtige) aufgrund dieser reichen-Spende, der von uns bedient-Werdenden.


21 Denn wir-sorgen-vor (für das) Rechte, nicht nur angesichts (des) Herrn, sondern auch angesichts (der) Menschen.


22 Aber wir-schickten-zusammen-mit4 ihnen unseren Bruder (Titus?),6 den wir in vielen (Bereichen und) vielmals prüften (als) eifrig seiend, nun aber (noch) viel eifriger (durch) das viele Vertrauen zu euch.


23 Sei-es bezüglich Titus, (er ist) mein Gemeinschafter und für euch (ist er ein) Zusammenwirkender, seien-es unsere Brüder, (sie sind) Abgesandte (der) Versammlungen, Christi Herrlichkeit.


24 Den Beweis eurer Liebe also und unseres Rühmens über euch gegenüber ihnen, (seid)

2.Korinther 9


1 Denn betreffs des Dienstes für die Heiligen (in Jerusalem), ist (es) eigentlich überflüssig (für) mich euch zu schreiben~.


2 Denn ich-weiß* (um) eure Bereitwilligkeit, die ich in-Bezug-auf euch (bei den) Mazedoniern rühme,4 dass Achaia seit vorigem-Jahr gerüstet-ist*, und euer Eifer die Meisten anreizte.


3 Ich-schickte5 aber die Brüder, damit nicht unser Rühmen, das (ich habe) in-Bezug-auf euch, in diesem Punkt leer-gemacht-werde, damit, so-wie ich-(Impf.: es immer wieder)-sagte~, ihr-zugerüstet* seiet~,


4 (damit) nicht etwa, falls Mazedonier zusammen-mit mir kommen°, und sie euch nicht-zugerüstet vorfinden°, wir, damit ich nicht sage~ ihr, zuschanden-werden in dieser Zuversicht (od.: Vorhaben).


5 Ich-hielt (es) also (für) notwendig, die Brüder zu-ermuntern, dass sie zu euch vorausgehen und eure vorherversprochene* Segensgabe vorher-zubereiten, (damit) diese bereit sei~, so wie (eine) Segensgabe und nicht wie Habgier (od.: Geiz).7


6 Dies aber (sage ich), der spärlich Säende, auch spärlich wird-er-ernten, und der mit (vollen) Segenshänden Säende, auch mit (vollen) Segenshänden wird-er-ernten.1


7 Jeder (einzelne gebe), so-wie er-(es)-sich-vorgenommen-hat* (in) dem Herzen, nicht aus Betrübnis oder aus Zwang, denn "(einen) heiteren Geber" liebt "Gott."1


8 Gott aber ist-mächtig, jede (Art von) Gnade für euch überfließend-zu-machen, damit ihr, - (weil) in allem allezeit völlige Selbstgenügsamkeit8 habend, - überfließt~ zu jedem guten Werk,


9 so-wie geschrieben-ist*: "Er streute-aus, er-gab den Bedürftigen, seine Gerechtigkeit bleibt in die Ewigkeit."2


10 Aber der "Saatgut" Darreichende "dem Säenden und Brot zur Speise,"3 er-wird-ausstatten und er-wird-vermehren euer Saatgut und er-wird-wachsen-lassen die Erträge eurer Gerechtigkeit,


11 (indem) in allem reichgemacht-werdend zu jeder (Art von) Gebefreudigkeit, (eine) solche-die durch uns (bei den Empfängern) Danksagung (zu) Gott bewirkt.


12 Denn die Bedienung dieses priesterlichen-Dienstes ist nicht nur die Mängel der Heiligen wieder-auffüllend, sondern (sie ist) auch überfließend~ durch viele Danksagungen (zu) Gott.


13 Durch die Bewährung (in) diesem Dienst verherrlichen-sie (d.h. die Empfänger) Gott, für den Gehorsam eures Bekenntnisses zu dem Evangelium des Christus und (für die) Gebefreudigkeit der Gemeinschaft6 zu ihnen und zu allen (anderen),


14 (wobei) sie auch (im) Flehen für euch, nach-euch-verlangend (um euch kennenzulernen?), wegen der übertreffenden Gnade Gottes gegenüber euch.


15 Dank (sei) Gott für seine unbeschreibliche Geschenkgabe.


2.Korinther 10


1 Aber ich selbst, Paulus, ermahne7 euch durch die Sanftmut und Nachgiebigkeitⱽ des Christus, der ich (angeblich?) bei persönlicher-Anwesenheit zwar demütig-bin1 unter euch, (wenn) aber abwesend~ mutig-bin gegenüber euch.


2 Ich-flehe aber (darum), dass ich nicht (wenn) anwesend~ mutig-sein-muss° (zum Durchgreifen, in) dem Vertrauen, (mit) dem ich-meine, (es) gegen gewisse (Leute) zu-wagen°, die Meinenden, (dass) wir wie nach fleischlicher (Art und Weise) den-Lebenswandel-Führende-sind~.


3 Denn (obwohl) im Fleisch den-Lebenswandel-führend, nicht nach Fleisch (d.h. nach fleischlicher Art und Weise) tun-wir-Kriegsdienst,


4 denn die Waffen unseres Kriegsdienstes (sind) nicht fleischlich, sondern mächtig (durch/für) Gott zur Zerstörung (von) Bollwerken, (indem) Überlegungen (d.h. falsche Gedankengebäude) zerstörend


5 und jede (Art von) Erhöhtem (od.: Hochmut), sich-erhebend gegen die ErKenntnis Gottes, und jeden Gedanken (in) Kriegsgefangenschaft-führend9 hinein-in den Gehorsam zu Christus (Gen.obj.)6


6 und uns im Bereitsein haltend, (um) jeden Ungehorsam (gegen Christus?) zu-bestrafen°, dann-wenn euer Gehorsam erfüllt-wird.


7 Ihr-blickt~ (auf) das, was vor-Augen (liegt)! Wenn jemand (von) sich-selbst überzeugt-ist*, (des) Christus zu-sein~ (1Kor 1,12c?), bedenke-er~ (Präs.: immer) wieder dies bei sich-selbst, dass so-wie er-selbst (des) Christus (ist), ebenso auch wir.


8 Denn falls ich ´zwar` (in) etwas außergewöhnlicher-Weise mich-rühme° über unsere Autorität, die der Herr (uns) zur Erbauung gab und nicht zu eurer Zerstörung, nicht werde-ich-beschämt-werden.


9 Damit ich (ja) nicht den-Anschein-erwecke euch durch die Briefe gleichsam in-Furcht-zu-versetzen~.


10 Weil, die Briefe5 zwar, erklärt-man, (sind) schwer8 und stark, aber die Körperliche Anwesenheit (ist) schwach4 und das Wort (der Predigt ist) verachtenswert*.


11 Dies bedenke~ der so-Beschaffene, dass, derart (wie) wir (in) dem Wort durch Briefe (als) Abwesende (beschaffen)-sind, so-Beschaffene (sind wir) auch (als) Anwesende (mit) dem Werk.


12 Denn wir-wagen nicht, uns-selbst gewissen (Leuten) dazuzuzählen oder zu-vergleichen, den sich-selbst Empfehlenden, sondern sie, - (indem/weil nur an) sich-selbst sich-messend und (indem/weil nur) sich-selbst (mit) sich-selbst vergleichend, - (darum) verstehen-sie nichts.


13 Wir aber werden-uns-rühmen nicht in das Maßlose, sondern nach dem Maß des Wirkungskreises, den uns Gott (als) Maß zuteilte, (nämlich um) auch bis-zu euch heranzugelangen.


14 - Denn nicht als-ob nicht zu euch Herangelangende, strecken-wir-uns-darüber-hinaus selbst, denn auch bis-zu euch erreichten-wir (unseren Auftrag?) mit dem Evangelium des Christus, -


15 (wobei/indem) uns nicht in das Maßlose rühmend in fremden (od.: aufgrund fremder) Mühen, aber (indem) Hoffnung habend, (wenn) euer Glaube bei euch wachsend (ist, um) groß-gemacht-zu-werden° gemäß unserem Wirkungskreis ins Überfließende,


16 (um) in die (noch) über euch hinaus (liegenden Gegenden, z.B. Rom, Spanien) zu-evangelisieren°, (und) uns nicht in (einem) fremdem Wirkungskreis3 im-Blick-auf die (schon von anderen) vorbereiteten (Gegenden) zu-rühmen.


17 "Aber der sich-Rühmende, im HERRN rühme-er-sich~,"2


18 denn nicht der sich-selbst Empfehlende, jener ist bewährt, sondern den der Herr empfiehlt.


2.Korinther 11


1 Oh, dass ihr doch (noch) ein wenig Unvernunft (von/an) mir ertragen-hättet~,16 aber ihr-ertragt~ mich (ja) auch.


2 Denn ich eifere-um euch (mit) Gottes Eifer, denn ich-verlobte euch einem (einzigen) Mann, (um euch dann als eine) keusche Jungfrau dem Christus (als eurem zukünftigen Bräutigam) darzustellen.1


3 Ich-fürchte aber, dass vielleicht, wie die Schlange in ihrer Hinterlist Eva vollends-täuschteⱽ, (auch) eure Gedanken verdorben-werden, weg-von der Einfalt ´und der Keuschheit`, der gegenüber dem Christus.


4 Denn wenn nun der Kommende15 (einen) anderen Jesus predigt, den wir nicht predigten, oder ihr (einen) andersartigenⱽ Geist empfangt, den ihr nicht empfingt, oder (ein) andersartigesⱽ Evangelium, das ihr nicht annahmt, ertragt-ihr (es) recht (d.h. bedenkenlos/ironisch?).


5 Denn ich-meine, (hinter) den übermäßig großen Aposteln2 in gar-nichts zurückzustehen*.


6 Aber, wenn (ich) auch (ein) Laie (in) der Rede (bin), so-doch nicht (in) der ErKenntnis, sondern (sie, d.h. die Erkenntnis) in jeder (Weise und) in allen (Umständen; od.: unter allen Menschen) gegenüber euch offenbart-habend°.9


7 Oder tat-ich (eine) Sünde, (indem) mich-selbst erniedrigend, damit ihr erhöht-werdet°, (dadurch) dass ich euch das Evangelium Gottes geschenkweise evangelisierte?17


8 Andere Versammlungen beutete-ich-aus, (weil/indem von ihnen) Sold genommen-habend° für den Dienst (an) euch.


9 Und (als) anwesend bei euch und (obwohl/auch wenn dabei) mangelnd°, niemandem fiel-ich-zur-Last, denn meinen Mangel füllten-wieder-auf die Brüder, (nachdem) von Mazedonien kommend°, und in jeder (Hinsicht, indem euch) nicht-zur-Last-fallend, bewahrte-ich mich-selbst (für) euch und werde-(mich weiter)-bewahren.


10 (Es) ist (die) Wahrheit Christi in mir, dass dieses Rühmen für mich nicht zum-Schweigen-gebracht-werden-wird in den Gegenden der (Provinz) Achaia.


11 Weswegen? Weil ich euch nicht liebe? Gott weiß* (es)!


12 Aber was ich-tue, werde ich auch tun, damit ich (demjenigen) den Anlass aushaue dem (einen) Anlass Wollenden, damit, worin sie-sich-rühmen, sie so-wie auch wir erfunden-würden°.


13 Denn die so-Beschaffenen (sind) Pseudoapostel, trügerische Arbeiter, sich-(äußerlich)-umwandelnd zu Aposteln Christi.


14 Und (das ist auch) kein Wunder, denn selbst der Satan wandelt-sich-(äußerlich)-um zu (einem) Engel (des) Lichts.


15 (Es ist) also nichts Großes, wenn auch seine Diener sich-(äußerlich)-umwandeln wie Diener (der) Gerechtigkeit, denen das Ende gemäß ihren Werken sein-wird.


16 Wieder sage-ich, (dass ja) nicht jemand meine°, ich-sei~ unvernünftig, wenn aber doch (od.: andernfalls), wenigstens wie (einen) Unvernünftigen nehmt-an mich, damit auch-ich ein wenig mich-rühme°.


17 Was ich-spreche, spreche-ich nicht gemäß (dem) Herrn, sondern wie in Unvernunft, auf dieser Grundlage3 des Rühmens.


18 Da-ja viele sich-rühmen nach (dem) Fleisch, auch-ich werde-(od.: will)-mich-rühmen (d.h. ab V.22).


19 Denn gerne ertragt-ihr die Unvernünftigen, (weil selbst; od. ironisch: obwohl sie) unvernünftig seiend,


20 denn ihr-ertragt (es), wenn euch jemand versklavt, wenn (euch) jemand auffrisst, wenn (euch) jemand einfängt,10 wenn jemand sich-überhebt, wenn euch jemand ins Angesicht prügelt.4


21 Zu (meiner) Unehre sage-ich (od. ironisch: muss ich es gestehen), dass wir schwach-gewesen-sind*. Aber worin auch-immer jemand (zu prahlen) wagt~, - in Unvernunft sage-ich (es), - wage auch-ich (es nun zu prahlen):


22 Hebräer sind-sie? Auch-ich. Israeliten sind-sie? Auch-ich. Nachkommenschaft Abrahams sind-sie? Auch-ich.


23 Diener Christi sind-sie? (Wie wenn) unsinnig-seiend spreche-ich (jetzt), ich (bin es noch) darüber-hinaus. In Mühen: über-die-Maßen, in Gefangenschaften: über-die-Maßen,11 in Schlägen: übertreffender, in Todesgefahren: vielmals.


24 Von (den) Juden empfing-ich fünfmal vierzig (Hiebe) weniger einen,7


25 dreimal wurde-ich-(von den römischen Behörden)-mit-dem-Stock-geschlagen,12 einmal wurde-ich-gesteinigt, dreimal erlitt-ich-Schiffbruch, ich-habe-zugebracht*5 Nacht-und-Tag in der Meerestiefe (d.h. in Seenot),


26 vielmals (auf) Wanderungen (d.h. anstrengenden Reisen zu Fuß), (in) Gefahren (durch angeschwollene) Flüsse, (in) Gefahren (durch) Straßenräuber,13 (in) Gefahren von (dem eigenen) Geschlecht (d.h. dem jüdischen Volk), (in) Gefahren von (den) Heiden, (in) Gefahren in (der) Stadt, (in) Gefahren in (der) Einöde, (in) Gefahren auf (dem) Meer, (in) Gefahren unter falschen-Brüdern,


27 (in) Mühe und mühsamer-Arbeit, vielmals in Schlaflosigkeiten, in Hunger und Durst, vielmals in Fasten,14 in Kälte und Blöße (bei Nacht),


28 ohne das (was) außerdem (noch da ist): den Andrang (zu) mir an (jedem) Tag, die Sorge (um) alle die Versammlungen.


29 Wer (ist) schwach, und ich bin nicht schwach? Wer ärgert-sich, und ich brenne nicht (vor berechtigter Empörung?)?


30 Wenn (es schon sein) muss sich-zu-rühmen~, (dann) werde-ich-mich-rühmen der (Zeichen) meiner (körperlichen?) Schwachheit.


31 Der Gott und Vater des Herrn Jesus, der gepriesen Seiende in die Zeitalter (d.h. in die Ewigkeit), weiß*, dass ich nicht lüge (wenn ich das Folgende berichte).


32 In Damaskus bewachte~ der Ethnarch des (nabatäischen) Königs Aretas8 die Stadt (der) Damaskener, (um) mich zu-ergreifen,


33 und ich wurde durch (ein) Fenster in (einem) geflochtenen-Korb6 durch die Maueröffung hinabgesenkt und ich-entfloh seinen Händen.


2.Korinther 12


1 (Noch weiter mich) zu-rühmen~ (ist leider) nötig, (obwohl es) zwar nichts nützt~, will-ich-kommen aber zu Visionen (od. Erscheinungen) und Enthüllungen (des) Herrn.


2 Ich-weiß* (von einem) Menschen in Christus, (dass) vor vierzehn Jahren, - ob im Körper, weiß-ich* nicht, oder-ob außerhalb des Körpers, weiß-ich* nicht, Gott weiß* (es), - (dass) der Betreffende entrückt-wurde° bis (in den) dritten Himmel.6


3 Und ich-weiß* (von) dem Betreffenden Menschen (damit meint er sich selbst), - ob im Körper, oder-ob ohne den Körper, weiß-ich* nicht, Gott weiß* (es), -


4 dass er in das Paradies entrückt-wurde und unaussprechbare5 Aussprüche hörte, die (einem) Menschen nicht erlaubt-sind auszusprechen°.


5 Über den Betreffenden werde-ich-mich-rühmen, aber nicht über mich-selbst werde-ich-mich-rühmen, außer in den (körperlichen?) Schwachheiten.


6 Denn falls ich-mich-(dennoch)-rühmen° wollte°, wäre-ich nicht unvernünftig, denn (nur die) Wahrheit würde-ich-sagen. Aber ich-erspare-(es)-mir, (damit) nicht jemand auf mein (Konto etwas) darüber-hinaus anrechnet, (als das) was er (an) mir erblickt oder (das) ´was` er von mir hört.


7 Und (wegen) dem Übertrefflichen der Enthüllungen,1 deshalb, - damit ich mich nicht überhebe~, - wurde-gegeben mir (ein) Dorn2 (für/in) das Fleisch, (nämlich ein) Engel Satans, damit er mich mit-Fäusten-schlage~,7 damit ich mich nicht überhebe~.7


8 Wegen diesem (Sg.Mask.: Engel) rief-ich-zu° dem Herrn dreimal, dass er von mir (Aor.: endlich)-abstehen-möge°.


9 Aber er-hat-(Perf.: schließlich)-gesagt* (zu) mir: Meine Gnade genügt dir, denn die Macht (Christi/Gottes) wird-(Präs.: fortwährend)-vollendet~ in Schwachheit. Sehr-gerne also, (und noch) vielmehr werde-ich-mich-rühmen in meinen (körperlichen?) Schwachheiten, damit die Macht Christi über mir ein-Zelt-aufschlagen-möge° (spez.: von der Sekinah Gottes; allg.: wohne).


10 Deshalb habe-ich-Wohlgefallen in (körperlichen?) Schwachheiten, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten für Christus, denn dann-wenn ich-schwach-bin~, dann bin-ich mächtig.


11 Unvernünftig bin-ich-geworden*, ihr (habt) mich genötigt°. Denn ich müsste~ von euch empfohlen-werden~, denn in gar-nichts stand-ich-zurück (hinter) den übermäßig-großen Aposteln,3 wenn (od.: obwohl) ich auch gar-nichts bin.


12 Die KennZeichen des Apostels zwar wurden-ausgeführt unter euch in jeder (Art von) geduldigem-Ausharren, ´sowohl` Zeichen als-auch Wunder und Machttaten.4


13 Denn was ist-es, worin ihr-benachteiligt-wurdet im-Vergleich-zu den übrigen Versammlungen, außer dass ich selbst euch nicht zur-Last-fiel? Verzeiht-gnädig mir dieses Unrecht (hier ironisch gemeint)!


14 Siehe, dieses dritte (Mal) bin-ich bereit, zu euch zu-kommen, und nicht werde-ich-(euch)-zur-Last-fallen, denn ich-suche nicht das Eure, sondern euch. Denn die Kinder schulden nicht den Eltern, (Schätze) zu-speichern~, sondern die Eltern den Kindern.8


15 Ich aber, sehr-gerne will-ich-mich-verausgabenⱽ (od.: alles was ich habe aufwenden) und mich-völlig-verausgabenⱽ für eure Seelen. Wenn (ich) über-die-Maßen euch liebend (bin, warum soll ich dann) weniger geliebt-werden?


16 Doch es-sei~ (so, behaupten einige): Ich (zwar), besonders-beschwerte-ich euch nicht, jedoch (nur deshalb, weil) hinterlistig seiend, (denn mit) Trug fing-ich-ein euch.


17 (Habe ich euch) etwa (durch) irgendeinen (von denen), die ich zu euch gesandt-habe*, (habe ich) euch (etwa) durch ihn übervorteilt°? (erwartete Antwort: Nein!)


18 Ich-ermunterte Titus (euch zu besuchen), und ich-sandte-mit den (anderen) Bruder. Doch-nicht-etwa Titus übervorteilte euch? (erwartete Antwort: Nein!) Wir-führten-den-Lebenswandel doch in dem selben Geist (nicht wahr)? Doch in den selben Fußspuren (nicht wahr)?


19 (Doch schon) längst meint-ihr, dass wir-uns-verteidigen (vor) euch. (Aber direkt) gegenüber Gott in Christus sprechen-wir. Das alles aber, Geliebte, für eure Erbauung.


20 Denn ich-fürchte, dass (ich) vielleicht, (nachdem) kommend°, ich euch nicht (als) derartige vorfinde° (wie ich) will, und-ich von euch gefunden-werde (als ein) derartiger (wie) ihr (es) nicht wollt. (Ich fürchte) dass vielleicht Zank, Eifersucht, Wutausbrüche,9 Selbstsüchteleien (od.: Rivalitäten?), Verleumdungen, Ohrenbläsereien, Aufgeblasenheiten, Unordnungen9 (bei euch herrschen).


21 (Ich fürchte) dass, (wenn) ich wieder gekommen-bin°, mich mein Gott bei euch demütige° und ich-trauern-werde (über) viele der früher-gesündigt-Habenden* und nicht Buße-getan-Habenden° wegen der Unreinigkeit und Hurerei und Ausschweifung, die sie-praktizierten.


2.Korinther 13


1 Dieses dritte (Mal) komme-ich (jetzt) zu euch. "Auf Aussage zweier oder dreier Zeugen wird-festgestellt-werden jede Sache."1


2 Ich habe-(es schon)-vorher-gesagt* und sage-(es nochmals)-vorher, - (so) wie (schon damals als noch) anwesend, (nämlich bei) dem zweiten (Aufenthalt), und nun (als) abwesend, - den früher-gesündigt-Habenden*, und (auch) allen den übrigen, dass, falls ich das nächste Mal komme, ich nicht schonen-werde,


3 da-ja (einen) Echtheitsbeweis ihr-sucht (für) den durch mich sprechenden Christus,5 der (gemeint ist Christus) gegenüber euch nicht schwach, sondern mächtig unter euch (ist).


4 Denn wohl wurde-er-gekreuzigt aus (selbstgewählter?) Schwachheit, jedoch lebt-er aus Gottes Macht. Denn auch wir sind-schwach in ihm, jedoch werden-wir-leben zusammen-mit ihm aus Gottes Macht gegenüber euch.


5 Euch-selbst6 erprobt~2 (od.: untersucht), ob ihr in dem Glauben seid. Euch-selbst prüft~ⱽ,2 oder erkennt-ihr (im Blick auf/an) euch-selbst nicht, dass Jesus Christus in euch (ist)? Es sei denn,7 (dass) ihr unbewährt (od.: unerprobt) seid.


6 Ich-hoffe aber, dass ihr-(daran?)-erkennen-werdet, dass wir nicht unbewährt sind.


7 Aber betend-wünschen-wir bei Gott, (dass) ihr überhaupt nichts Übles tut°, nicht damit wir (als) bewährt erscheinen°, sondern damit ihr das Rechte tut~, wir aber wie Unbewährte seien~.


8 Denn wir-können nicht irgendetwas gegen die Wahrheit (tun), sondern für die Wahrheit.


9 Denn wir-freuen-uns, dann-wenn wir schwach-sind~, ihr aber mächtig seid~. Dies auch betend-wünschen-wir: eure Zubereitung (od.: Wiederherstellung).3


10 Deswegen, (da) abwesend-seiend~ schreibe-ich diese (Dinge), damit (dann, wenn) anwesend-seiend~ ich nicht in-schroffer-Art-und-Weise verfahren-muss° nach der Autorität, die der Herr mir gab zur Erbauung und nicht zur Zerstörung.


11 Im-übrigen, Brüder, freut-euch~, lasst-euch-zurechtbringen~ (od.: zurüsten?), lasst-euch-ermahnen~ (od.: ermutigen), das selbe sinnt~, haltet-Frieden~, und der Gott der Liebe und (des) Friedens wird-sein mit euch.


12 Grüßt einander mit heiligem Kuss!4 (Es) grüßen euch die Heiligen alle.


13 Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes (sei) mit euch allen.


 

Zu Galatern

Einleitung Galaterbrief

Der Galaterbrief wird schon von Polykarp, Ignatius, Justin dem Märtyrer, Origenes, Irenäus, Tertullian und Clemens von Alexandrien dem Paulus zugeschrieben. Im Muratorischen Fragment wird er als Paulusbrief aufgeführt, und hat, wahrscheinlich dank seiner stark antijüdischen Sprache, den ersten Platz in Marcions Apostolicon erhalten (48,845f). Die meisten Ausleger unserer Zeit kommen zu dem Schluss, dass Paulus mit den "Galatern" nicht die Christen in der nördlichen Landschaft Galatien meint - wir wissen nicht einmal genau, ob es damals dort überhaupt Gemeinden gab -, sondern die Gemeinden im Süden der damaligen römischen Provinz Galatien, und zwar im Gebiet von Pisidien Phrygien und Lykaonien. Es handelt sich also um die Gemeinden in Antiochien, Ikonium, Lystra und Derbe, die wir schon aus Apg 13,14; 14,1.6 und 16,1 kennen.

Ein Versuch die geschichtlichen Abläufe zu rekonstruieren:

(1.) Einige Jahre nach dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi fand die Bekehrung des Saulus von Tarsus auf dem Weg nach Damaskus statt (Gal 1,16; Apg 9,3-21; 22,6-16; 26,12-18).

(2.) Nach kurzem Aufenthalt in Damaskus zog er für einige Zeit nach Arabien und kehrte wieder nach Damaskus zurück (Gal 1,17). Dort legte er ein machtvolles Zeugnis ab, das Widerstand hervorrief, worauf er aus der Stadt fliehen musste (Apg 9,22-25).

(3.) So kam er zum ersten Mal nach seiner Bekehrung nach Jerusalem, wo Barnabas ihn in den Kreis der Apostel einführte und wo er danach freimütig evangelisierte (Apg 9,26-29). Von den Aposteln sah er damals nur Petrus und Jakobus, den Bruder des Herrn (Gal 1,18f).

(4.) Danach verbrachte er einige Zeit in seiner Heimatstadt Tarsus in Zilizien. Von dort holte ihn Barnabas nach Antiochien in Syrien (Gal 1,21; Apg 9,30; 11,25), um dort mit ihm in der neuentstandenen Gemeinde mitzuarbeiten.

(5.) Nachdem Saulus und Barnabas ein Jahr in Antiochien gewirkt hatten (Gal 1,21; Apg 11,26), wurden sie von der dortigen Gemeinde mit einer Kollekte für die notleidenden jüdischen Christen nach Jerusalem gesandt (Gal 2,1; Apg 11,30). Paulus und Barnabas nahmen damals auch Titus mit, wodurch die Fragen der Beziehungen zwischen jüdischen und heidnischen Gläubigen sehr aktuell wurden. Titus wurde jedoch nicht gezwungen, sich beschneiden zu lassen (Gal 2,3). Dies war also eigentlich der zweite Besuch in Jerusalem, bei dem sie jedoch vielleicht hauptsächlich oder ausschließlich die Ältesten trafen.

(6.) Kurz danach starteten Saulus und Barnabas von Antiochien aus ihre 1. Missionsreise (46-49 n.Chr.). Im Verlauf dieser Reise gründeten sie die südgalatischen Gemeinden im pisidischen Antiochien, im lykaonischen Ikonium, in Lystra und in Derbe, wo auch Heiden zum Glauben kamen, die nicht beschnitten wurden (Apg 13,14).

(7.) Nach ihrer Rückkehr ins syrische Antiochien gaben die beiden Apostel dort einen Bericht (Apg 14,26f). Kurz danach kamen Brüder aus Judäa nach Antiochien und lehrten die Gläubigen sie müssten sich beschneiden lassen (Apg 15,1). Darauf schickte die Gemeinde in Antiochien Barnabas und Paulus nach Jerusalem wegen der entstandenen Kontroverse mit den gesetzlichen Juden, die den Gläubigen aus den Heiden, die Beschneidung und das Halten des mosaischen Gesetzes auferlegen wollten. Dieser drohende Streit musste unmittelbar mit den Aposteln und den Ältesten besprochen werden (Apg 15,2.24).

(8.) Beim Apostelkonzil (Gal 2,1-10; Apg 15,6-29) beschlossen die Apostel und die Ältesten mit der gesamten dortigen Gemeinde, den heidnischen Gläubigen in Antiochien, Syrien und Zilizien nichts weiter aufzuerlegen als nur, sich von dem zu enthalten, was den Umgang mit den gesetzestreuen jüdischen Christen verhindern könnte, ohne ihnen jedoch die Beschneidung, die anderen Speisegebote und jüdischen Zeremonien aufzuerlegen (Apg 15,22-29). Die Führer in Jerusalem erkannten Paulus als Apostel für die Unbeschnittenen an, er sollte sich aber auch weiter um die Armen Gläubigen in Jerusalem kümmern (Gal 2,7-10).

(9.) Nach ihrer Rückkehr nach Antiochien gaben Paulus und Barnabas diese Botschaft weiter (Apg 15,30.35). Kurz darauf kam Petrus dorthin zu Besuch, der anfangs freien Umgang mit den Gläubigen aus den Heiden pflegte. Aber als gesetzliche jüdische Christen aus Jerusalem zu Besuch kamen, stellten zuerst Petrus und dann auch Barnabas diesen freien Umgang ein. Paulus musste Petrus deswegen ernst ermahnen (Gal 2,11-14). Kurz danach schreibt Paulus wahrscheinlich im Jahr 47/48 den Galaterbrief.

(10.) Trotz des Apostelkonzils gab es jüdisch-gesetzliche falsche Brüder (Gal 2,4), die von dem segensreichen Werk des Paulus unter den Heiden hörten und es nicht ertragen konnten, dass der Zulauf der Gläubigen aus den anderen Völkern alle Unterscheidungen zwischen Juden und Heiden aufhob, und auch die heidnischen Gläubigen davon entband, die Verpflichtungen des mosaischen Gesetzes und die Beschneidung zu halten. Diese Irrlehrer kamen nach Gal 1,6-9 auch in die galatischen Gemeinden.

Zusammenfassung:

Paulus ist auf seinen Missionsreisen zweimal in das galatische Land gekommen, was durch Gal 4,13 bestätigt wird, wo er ausdrücklich auf den ersten Aufenthalt verweist. Die Gründung der Gemeinden in Galatien fällt in die Zeit der 1.Missionsreise mit Barnabas, vermutlich in das Jahr 46/47 n. Chr. (Apg 13,4 - 14,28). Schon kurz danach sind die galatischen Gemeinden von jüdisch-gesetzlichen falschen Brüdern aufgesucht und beeinflusst worden. Paulus befindet sich wahrscheinlich wieder in Antiochien und schreibt von dort aus etwa 47/48 n.Chr. den Galaterbrief an die von ihm gegründeten Gemeinden (Apg 13,14f) in Süd-Galatien. Diese Irrlehrer vertreten nach den wenigen Hinweisen, die dem Galaterbrief zu entnehmen sind, eine Lehre, die aus jüdischer, christlicher und heidnischer Tradition zusammengesetzt ist. Sie verstehen sich selbst aber als Juden-Christen und verlangen von den Heiden-Christen, dass sie sich ebenfalls beschneiden lassen und anerkennen, dass die Befolgung des alttestamentlichen Gesetzes zur endgültigen Errettung notwendig ist (vgl. Gal 4,8-10.16-20; 5,1-12; 6,11-16). Paulus sieht darin eine Verfälschung der christlichen Botschaft und kann diese Lehre nicht als "Evangelium" anerkennen (Gal 1,6-9). Er erinnert an seine eigene Bekehrung und Einsetzung zum Apostel der Heiden, an seine Unabhängigkeit von den Vertretern der judenchristlichen Mission (Gal 1,10-24), an die Anerkennung seiner gesetzesfreien Mission unter den Heiden durch die "Säulen", und an die Auseinandersetzung mit Petrus und Barnabas in Antiochia (Gal 2,1-21). Danach legt er dar, wie Verheißung und Gesetz, sowie Glaube und "Werke des Gesetzes", sich zueinander verhalten, und warnt vor einem Abfall vom wahren Glauben (Gal 3,1 - 5,12). Im Schlussteil bringt der Apostel allgemeine Ermahnungen, wie wir sie auch aus anderen Paulusbriefen kennen (z. B. aus Röm 12 und 13). Doch kommt er in dem eigenhändig geschriebenen Schlusswort wieder auf die besondere Situation in Galatien zurück. Paulus hat mit seinem Brief offensichtlich Erfolg gehabt. Auch 1Kor 16,1 zeigt, dass er weiterhin mit den galatischen Christen in Verbindung stand. Der Brief gibt Einblick in die Gefährdungen der jungen Gemeinden und zeigt, ähnlich dem Römerbrief, was Paulus unter dem Evangelium von Jesus Christus versteht. Insbesondere geht er dabei auf das Verhältnis von Rechtfertigung und Glaube ein (vgl. 33,400ff; 40,8ff; 21,III,123; 65,II,351ff).

Galater 1


1 Paulus,9 Apostel, nicht von Menschen (Plural), auch nicht durch (einen) Menschen (Sg.),7 sondern durch Jesus Christus und Gott (den) Vater, den ihn aus Toten erweckt-Habenden°,


2 und alle die Brüder zusammen-mit mir, den Versammlungen der (Provinz) Galatia6.


3 Gnade (sei) euch und Friede von Gott, unserem Vater, und (dem) Herrn Jesus Christus,


4 dem sich-selbst für unsere Sünden gegeben-Habenden°, auf-dass er uns (Med.: für sich)-herausnehme aus dem Zeitalter, dem gegenwärtigen* bösen, nach dem Willen unseres Gottes und Vaters,


5 dem die Herrlichkeit (sei/ist) in die Zeitalter der Zeitalter (d.h. ewig), Amen.


6 Ich-staune,11 dass ihr so schnell hinüberwechselt (od.: überlauft) weg-von dem euch berufen-Habenden° in (in der/durch die) Gnade ´Christi` zu (einem) andersartigenⱽ Evangelium,


7 das kein anderes1 ist, außer dass einige (Leute da) sind, die euch Erregenden und das Evangelium des Christus umkehren° wollend.


8 Jedoch auch, falls wir oder (ein) Engel aus (dem) Himmel euch (etwas) evangelisieren-sollte~ entgegen (dem), was wir euch evangelisierten, (ein) Fluch sei-er~!


9 Wie wir euch (schon)-vorher-gesagt-haben*,10 sage-ich (es) auch jetzt wieder: Wenn euch jemand (wirklich etwas) evangelisiert entgegen (dem), was ihr-übernahmt, (ein) Fluch sei-er~!


10 Denn jetzt, (konatives Präs.: versuche)-ich-zu-überreden (od.: zufriedenzustellen/Zustimmung zu gewinnen bei...) Menschen oder (od.: mehr-als...; od.: und nicht vielmehr...) Gott? Oder suche-ich Menschen zu-gefallen~? Wenn ich noch Menschen (konativer Impf.: früher versuchte)-zu-gefallen~ (was nicht der Fall ist), wäre~ ich nicht Christi Sklave (= Irrealis).


11 Denn ich-mache-bekannt euch, Brüder, das Evangelium, das von mir evangelisiert-Werdende°, dass (es) nicht nach Menschenart ist,


12 denn ich übernahm es auch-nicht von (einem) Menschen, - noch wurde-ich-(durch andere)-gelehrt, - sondern durch (eine?) Enthüllung Jesu Christi.


13 Denn ihr-hörtet (über) mein einstiges Benehmen in dem Judentum, dass ich die Versammlung Gottes nach Übermaß verfolgte~ und (konativer Impf.: versuchte) sie zu-verwüsten~.


14 Und ich-machte-(Impf.: immer mehr)-Fortschritt~ in dem Judentum, hinaus-über viele Gleichaltrige in meinem Geschlecht (od.: Generation, indem/wobei) übermäßig (ein) Eiferer seiend~ (für) meine väterlichen Überlieferungen.


15 Aber als (es) Gott wohlgefiel, - der mich ausgesondert-Habende° von meiner Mutter Schoß (an)3 und (mich) berufen-Habende° durch seine Gnade, -


16 seinen Sohn in mir zu-enthüllen, damit ich ihn unter den Nationen evangelisiere~, nicht sogleich wandte-ich-mich-an Fleisch und Blut (d.h. an Menschen),


17 auch-nicht kam-ich-hinauf nach Jerusalem zu denen, (die) vor mir Apostel (waren), sondern ich-ging-weg ins (Gebiet) Arabien,5 und kehrte-(dann)-zurück wieder nach Damaskus.


18 Darauf, nach (zwei bis) drei Jahren, kam-ich-hinauf nach Jerusalem, (um) Kephas12 bei-einem-Besuch-kennenzulernen°, und ich-blieb-da bei ihm fünfzehn Tage.


19 Aber (einen) andersartigen2 der Apostel sah-ich (damals) nicht, außer (od.: sondern nur) Jakobus, den Bruder des Herrn.


20 Aber die (Dinge die) ich euch schreibe, siehe, vor-den-Augen Gottes (sage ich es): Ich-lüge nicht.


21 Darauf kam-ich in die Gegenden der (Provinz) Syrien und der (Landschaft) Zilizien.8


22 Aber ich-war~ (Impf.: bis dahin) unbekannt dem Angesicht (nach) den Versammlungen der (Landschaft) Judäa, denen in Christus.


23 Aber sie-waren~ nur hörend°: Der uns einst Verfolgende evangelisiert nun den Glauben, den er einst (konativer Impf.: versuchte)-zu-verwüsten~,


24 und sie-priesen~ Gott wegen mir4.

Galater 2


1 Darauf nach vierzehn Jahren3 stieg-ich-hinauf wieder nach Jerusalem mit Barnabas, (wobei) auch Titus mitgenommen-habend°.


2 Aber ich-stieg-hinauf gemäß (einer?) Enthüllung, und legte-dar ihnen das Evangelium, das ich unter den Nationen predige, aber für sich (d.h. privat) den Geltenden~4 (od.: den Angesehenen), damit-nicht etwa ins Leere (d.h. vergeblich) ich-laufe~ oder lief.9 -


3 Jedoch auch-nicht Titus, der zusammen-mit mir (war) wurde-genötigt sich-beschneiden-zu-lassen,12 (obwohl) Grieche seiend, -


4 (und) zwar wegen den Danebeneingeschlichenen7 falschen-Brüdern, solche-die daneben-hineinkamen, (um) unsere Freiheit auszukundschaften, die wir in Christus Jesus haben, damit sie uns versklaven-können,8


5 denen wir auch-nicht für (eine) Stunde (durch) die Unterordnung1 nachgaben, damit die Wahrheit des Evangeliums bei euch verbliebe°.


6 Aber von den Geltenden~ etwas zu-sein~ (d.h. von den angesehenen Aposteln) - welcher-Art auch-immer (od.: einst) sie-waren~ (macht für) mich keinen Unterschied, (denn das) Angesicht (eines) Menschen nimmt Gott nicht (an) - denn die (etwas) Geltenden~ (od.: Angesehenen) dazu-auferlegten mir gar-nichts,


7 sondern stattdessen, (da/als) sehend°, dass (mir) das Evangelium (für) die Vorhaut anvertraut-worden-ist*,10 so-wie Petrus (das für) die Beschneidung, -


8 denn der wirksam-Gewesene° (in/durch) Petrus für (die) Apostelschaft der Beschneidung, er-war-wirksam° auch (in/durch) mir für die Nationen,


9 und (nachdem/weil) die mir gegeben-Wordene° Gnade erkennend°, - gaben Jakobus und Kephas und Johannes, die Geltenden~ Säulen zu-sein~, mir und Barnabas (die) Rechten (Hände zur Besiegelung der) Gemeinschaft, damit wir zu den Nationen, sie aber zu der Beschneidung (gehen sollten).


10 Nur der Bettelarmen, (baten sie?) dass wir-(uns)-erinnern-sollten~, was auch ich-mich-befleißigte°, eben dies zu-tun.5


11 Als aber Kephas nach Antiochien kam, widerstand-ich ihm ins Angesicht, weil er-schuldig-gesprochen* war~.


12 Denn bevor gewisse (Leute) von Jakobus11 kamen, aß-er-zusammen~ mit den (Gläubigen aus den) Nationen, aber als sie-kamen, zog-er-sich-(Impf.: schön langsam?)-zurück~ und sonderte-sich-(Impf.: immer mehr?)-ab~, (weil) die (Juden-Christen) aus (der) Beschneidung fürchtend.6


13 Und auch die übrigen Judenchristen heuchelten-mit2 ihm (mit), sodass sogar Barnabas durch ihre Heuchelei mitfortgerissen-wurde.


14 Als ich jedoch sah, dass sie nicht aufrecht-wandeln gemäß der Wahrheit des Evangeliums, sprach-ich (zu) Kephas vor allen:13 Wenn du, (obwohl ein) Jude seiend~, heidnisch und nicht jüdisch lebst, mit-welchem-Recht nötigst-du die Heidenchristen, jüdisch zu-leben~?


15 Wir (sind zwar) von Natur Juden und nicht Sünder aus (den) Nationen.


16 Aber (weil) wissend*, dass (ein) Mensch nicht aus Gesetzes Werken gerecht-gesprochen-wird, sondern nur durch Vertrauen (auf) Jesus Christus, vertrauten auch wir auf Christus Jesus, damit wir-gerecht-gesprochen-würden° aus Vertrauen (auf) Christus und nicht aus Gesetzes Werken, weil aus Gesetzes Werken nicht wird-gerecht-gesprochen-werden irgendein Mensch.


17 Wenn wir aber, (weil/indem/obwohl) suchend in Christus gerecht-gesprochen-zu-werden, auch selbst (als) Sünder vorgefunden-wurden, (ist) Christus folglich (ein) Diener (der) Sünde? Auf-keinen-Fall!


18 Denn wenn (ich wirklich, dass) was ich-völlig-auflöste, (wenn) ich dieses wieder erbaue (so wie Petrus, dann) stelle-ich-hin mich-selbst (als) Übertreter.


19 Denn ich, verstarb durch Gesetz (dem) Gesetz, damit ich (für) Gott lebe. (Mit) Christus bin-ich-(Perf.: ein für alle Mal)-mitgekreuzigt-worden*.


20 Ich-lebe (zwar), aber nicht-mehr ich, es-lebt aber Christus in mir, aber was ich nun im Fleisch lebe, lebe-ich im Vertrauen, (und zwar in) dem (Vertrauen auf) den Sohn Gottes, den mich geliebt-Habenden° und sich-selbst für mich hingegeben-Habenden°.


21 Nicht hebe-ich-auf die Gnade Gottes, denn wenn durch Gesetz Gerechtigkeit (kommt, dann) verstarb Christus folglich grundlos.

Galater 3


1 O unverständige Galater, wer verhexte euch, denen Jesus Christus (als) Gekreuzigter* vor Augen vorgemalt-wurde?


2 Dies nur will-ich von euch lernen°: Empfingt-ihr den Geist aus Gesetzes Werken oder aus (dem) Gehörten (des) Glaubens?


3 So unverständig seid-ihr, (nachdem) im Geist angefangen-habend°, nun (im) Fleisch (konativ: wollt)-ihr-(es)-zur-Erfüllung-bringen?


4 So-vieles erfuhrt-ihr vergeblich? Wenn-wirklich (es) auch vergebens (gewesen wäre, was ich nicht hoffe)!


5 Der euch also den Geist Darreichende12 und Machttaten unter euch Bewirkende,12 (geschah dies damals) aus Gesetzes Werken oder aus (dem) Gehörten (des) Glaubens?


6 Sowie Abraham "Gott glaubte, und angerechnet-wurde-es ihm zur Gerechtigkeit."1

7 Ihr-erkennt~ (od.: Imp.: erkennt) folglich, dass die (die) aus Glauben (sind), diese sind Söhne Abrahams.

8 Aber (weil) die Schrift voraussehend°, dass Gott die Nationen aus Glauben gerechtspricht, evangelisierte-sie-im-Voraus dem Abraham: "In dir werden-gesegnet-werden alle die Nationen."2

9 Daher die (die) aus Glauben (sind), werden-gesegnet zusammen-mit dem gläubigen Abraham.


10 Denn alle-die aus Gesetzes Werken sind, sind unter (einem) Fluch, denn es-ist-geschrieben*: "Verflucht (ist) jeder, der nicht bleibt-in allem dem in der Buchrolle des Gesetzes Geschriebenen*, (um) es zu-tun°."3


11 Dass aber durch Gesetz keiner bei Gott gerecht-gesprochen-wird, (ist) offenkundig, weil "der Gerechte wird aus Glauben leben."4


12 Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern "der sie (d.h. alle Werke des Gesetzes) getan-Habende° wird-leben durch sie."5


13 Christus erkaufte uns von diesem Fluch des Gesetzes, - (indem) er (zum/ein) Fluch für uns geworden-ist°, weil geschrieben-ist*: "Verflucht (ist) jeder der am Holz Hängende,"6


14 - damit der Segen Abrahams in Christus Jesus zu den Nationen komme, damit wir die Versprechen des Geistes durch den Glauben empfingen.


15 Brüder, nach Menschenart sage-ich (dies): Gleichermaßen annulliert (doch) keiner (eines) Menschen (Perf.: ein für alle Mal) rechtskräftig-gemachtes* Testament oder hängt-(ihm)-nachträglich-(Med.: von sich aus eine)-Klausel-an.10


16 Dem Abraham aber wurden-zugesagt die Versprechungen und seinem (Sg.!) Nachkommen. Er-sagt nicht: Und den Nachkommen (Pl.), wie bei vielen, sondern wie bei einem (einzigen): "Und deinem Nachkommen,"7 welcher ist Christus.


17 Dies aber sage-ich: (Ein) Testament, (das) von Gott im-Vorhinein-rechtskräftig-gemacht-worden-ist*, macht das nach vierhundertunddreißig15 Jahren entstandene* Gesetz nicht rechtsungültig~,10 um (damit) das Versprechen (an Abraham) unwirksam-zu-machen.


18 Denn wenn das Erbe aus Gesetz (kommt, dann kommt es) nicht-mehr aus (dem) Versprechen. Dem Abraham aber, ist (es) durch (ein) Versprechen (Perf.: unwiderruflich)-gnädig-geschenkt-worden* (von) Gott.


19 Was (soll) also das Gesetz? Der Übertretungen wegen wurde-es-hinzugefügt, - bis dass der Nachkomme (d.i. Christus) komme°, dem es-(Perf.: unwiderruflich)-versprochen-worden-ist*, - (indem) angeordnet-worden° durch Engel durch (die) Hand (d.h. mit Hilfe eines) Mittlers (d.i. Mose).


20 Der Mittler aber ist nicht (nur der) eines (einzelnen Bundespartners), aber (der) Gott (Abrahams?) ist (nur) einer.9


21 (Ist) daher das Gesetz gegen die Versprechungen ´Gottes`? Auf-keinen-Fall! Denn wenn (ein) Gesetz gegeben-worden-wäre°, das lebendig-machen könnte~ (Ptz.Präs), (dann) wäre~ die Gerechtigkeit wirklich aus Gesetz. (= Irrealis)


22 Jedoch die Schrift3 schloss-völlig-ein sie alle14 unter Sünde, damit das Versprechen aus Glauben (an) Jesus Christus gegeben-würde°, (und zwar) den Glaubenden.


23 Bevor aber der Glaube kam wurden-wir-bewacht~ unter Gesetz, (indem alle Generationen hindurch) völlig-eingeschlossen-werdend~ bis-zu dem Glauben (der) sollend~ enthüllt-werden°,


24 sodass das Gesetz unser Erzieher8 auf Christus (hin) geworden-ist*, damit wir aus Glauben gerecht-gesprochen-werden.


25 Aber (nachdem) der Glaube gekommen-ist°, sind-wir nicht-mehr unter (einem) Erzieher.


26 Denn ihr-seid13 alle Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus,


27 denn alle-die11 ihr auf Christus getauft-wurdet, Christus zogt-ihr-euch-an.16


28 Es-gibt nicht Jude und-nicht Grieche, es-gibt nicht Sklave und-nicht Freier, es-gibt nicht männlich und weiblich,17 denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.


29 Wenn ihr aber Christi (seid, so) seid-ihr folglich des Abraham Nachkommenschaft, (und) gemäß Versprechen Erben.


Galater 4


1 Ich-sage aber, auf so-lange Zeit (wie) der Erbe unmündig ist, unterscheidet-er-sich (in) gar-nichts (von einem) Sklaven,14 - (obwohl später) Herr (über) alles seiend,


2 - sondern er-ist unter Vormündern und Verwaltern bis-zu dem festgesetzten-Termin des Vaters.11


3 So auch wir, als wir Unmündige waren~, waren-wir~ zu-Sklaven-Gemachte*3 unter die Elemente des Kosmos.5


4 Als aber die Erfüllung (od.: Fülle) der Zeit kam, sandte-aus Gott seinen Sohn, geboren° aus (einer) Frau, geboren° unter Gesetz,


5 damit er die unter Gesetz erkaufe, damit wir die (verheißene?) Adoption zurückerhalten.12


6 Aber weil ihr Söhne seid, sandte-aus Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, schreiend: Papa,21 oh Vater!


7 Daher bist-du nicht-mehr Sklave, sondern Sohn, wenn aber (adoptierter) Sohn, (dann) auch Erbe15 durch Gott.


8 Jedoch damals, (weil/als von) Gott nichts wissend*, sklavtet-ihr den (von) Natur nicht Götter seienden.


9 Nun aber, (nachdem) Gott erkannt-habend°, vielmehr aber von Gott erkannt-worden°, wie wendet-ihr-euch-(Präs.: immer noch)-um wiederum hin-zu den schwachen und bettelarmen Elementen,5 denen ihr wieder von-neuem sklaven~ wollt~?


10 FestTage beobachtet-ihr-genau und FestMonate und FestZeitpunkte und Kalenderjahre.8


11 Ich-fürchte (um) euch, (dass) ich nicht etwa vergebens mich-abgemüht-habe* für euch.


12 Seid~ wie ich, weil auch-ich (war) wie ihr, Brüder. Ich-flehe euch (an), in gar-nichts tatet-ihr-Unrecht mir.


13 Ihr-wisst* aber, dass ich (bei?) euch das vorherige (Mal) wegen7 (einer) Schwäche des Fleisches evangelisierte.


14 Und die Versuchung für euch9 (die) in meinem Fleisch (war), verachtetet-ihr nicht, und nicht spucktet-ihr-aus (vor mir), sondern wie (einen) Engel Gottes nahmt-ihr-auf mich, wie Christus Jesus (selbst).


15 Wo (ist) also eure Glückseligpreisung? Denn ich-bezeuge euch, dass, wenn es-möglich (gewesen wäre), gegeben-hättet-ihr° mir eure (eigenen) Augen, (indem/nachdem sie) ausreißend°.13


16 Deshalb bin-ich-geworden* euer Feind, (weil damals?) wahrhaftig-seiend4 (zu) euch (?).10


17 Sie-eifern (um) euch nicht auf-rechte-Art-und-Weise, sondern sie-wollen~ euch (von mir?) ausschließen°, damit ihr (um) sie eifern-möget~.6


18 Recht aber (ist es), im Rechten umeifert-zu-werden~ (od. toleratives Pass.: sich umeifern lassen), (und zwar) allezeit und nicht nur während meines Daseins~ bei euch.


19 Meine Kinder, (um) die ich wieder in-Wehen-bin,16 bis dass Christus in euch gestaltet-werde.


20 Ich-wollte~ (Impf. = unerfüllbarer Wunsch) aber jetzt bei euch anwesend-sein~ und meine Stimme verändern°, weil ich ratlos-bin wegen euch.


21 Sagt~ mir, die unter Gesetz sein~ Wollenden, hört-ihr nicht das Gesetz?


22 Denn geschrieben-ist*, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd18 und einen von der Freien.


23 Jedoch der eine von der Magd ist gemäß Fleisch gezeugt-worden*, aber der von der Freien durch (ein) Versprechen (od.: aufgrund eines Versprechens).


24 Dies ist analogisierend17 (gesprochen): Denn diese bedeuten zwei Bünde (Fem.), einer einerseits vom Berg Sinai,19 zur Sklaverei gebärend, welcher (Fem.: Bund) Hagar ist.


25 - Aber die Hagar steht (für den) Berg Sinai in der (Landschaft) Arabien, sie-entspricht aber dem jetzigen Jerusalem, denn es-ist-Sklave mit seinen Kindern, -


26 andererseits das drobere Jerusalem ist frei, welches unsere Mutter20 ist.


27 Denn geschrieben-ist*: "Freue-dich Unfruchtbare, du nicht Gebärende, brich-(in Jubel)-aus und rufe-laut, du nicht in-Wehen-Seiende, weil die Kinder der Einsamen (sind) viele, vielmehr als die den Mann Habende."1


28 Ihr aber Brüder, seid ganz-so-wie Isaak, Kinder (des) Versprechens.


29 Jedoch geradeso-wie damals der gemäß (dem) Fleisch gezeugt-Wordene° den gemäß (dem) Geist verfolgte~ (od. konativer Impf.: zu verfolgen versuchte), so auch nun.


30 Jedoch was sagt die Schrift? "Wirf-hinaus die Magd und ihren Sohn, denn keinesfalls soll-erben der Sohn der Magd mit dem Sohn"2 der Freien.


31 Deshalb, Brüder, sind-wir nicht Kinder (von der) Magd, sondern (Kinder von) der Freien.


Galater 5


1 (Für) die Freiheit befreite uns Christus, steht~ also (fest da) und nicht wieder (durch ein) Joch (von) Sklaverei lasst-euch-bedrücken~!


2 Siehe, ich, Paulus sage euch, dass, falls ihr euch beschneiden-lasst~, Christus euch gar-nichts nützen-wird.

3 Ich-bezeuge aber wieder (od.: nochmals?) jedem Menschen sich-beschneiden-lassend~,13 dass er Schuldner ist, das ganze Gesetz zu-tun°.

4 Losgemacht-worden-(seid)-ihr, weg-von Christus, solche-die durch Gesetz gerecht-gesprochen-werden-(wollen), (aus dem Prinzip/System) der Gnade fielt-ihr-heraus.18

5 Denn wir erwarten-sehnlichst (im) Geist aufgrund (von) Vertrauen (die) Hoffnung (der/auf/bestehend in) Gerechtigkeit.

6 Denn in Christus Jesus vermag weder Beschneidung etwas noch Vorhaut, sondern durch Liebe wirksam-seiendes Vertrauen.

7 Ihr-liefet~ recht, wer hinderte euch, ´der` Wahrheit nicht (Präs.: mehr weiter)-zu-gehorchen~?

8 Diese Überredung (kommt/ist) nicht von dem euch Berufenden (Gott).

9 Wenig Sauerteig säuert den ganzen Teig.


10 Ich vertraue* auf euch im Herrn, dass ihr gar-nichts Anderes sinnen-werdet, aber der euch Erregende wird-tragen (müssen) das Urteil, wer auch-immer er-sei~.


11 Ich aber Brüder, wenn ich noch Beschneidung predige,11 warum noch werde-ich-(dann)-verfolgt? Folglich (wäre ja) unwirksam-gemacht-worden* das Ärgernis des Kreuzes.


12 Oh-dass-doch auch die euch Aufwiegelnden sich-kastrieren-lassen-würden12!


13 Denn ihr, zur Freiheit wurdet-ihr-berufen Brüder, nur (nehmt/gebraucht) nicht diese Freiheit zum Anlass (od.: Vorwand/Gelegenheit/Freibrief für) das Fleisch,2 sondern durch die Liebe sklavt~ einander.


14 Denn das ganze Gesetz, in einem (einzigen) Wort ist-es-(Perf.: ein für alle Mal) erfüllt-worden*, in dem: "Du-sollst-lieben deinen Nächsten wie dich-selbst!"1


15 Wenn ihr aber einander (Präs.: immer wieder) beißt und auffresst,17 (dann) seht-zu~, dass ihr nicht von einander (effek. Aor.: schließlich) völlig-aufgezehrt-werdet.


16 Ich-sage aber, (durch) Geist3 führt-(Präs.: beständig)-den-Lebenswandel~, und keinesfalls werdet-ihr-ausführen°5 (die) Begierde (des) Fleisches4 (od.: die fleischliche Begierde).


17 Denn das Fleisch begehrt-auf gegen den Geist,14 aber der Geist (ebenso) gegen das Fleisch, denn diese liegen einander feindlich-gegenüber, so-dass ihr nicht diese (Dinge) tun-könnt~, welche auch-immer ihr-(Präs.: eigentlich als Gläubige ständig tun)-wollt~.


18 Wenn (od.: so lange) ihr aber (durch) Geist3 geführt-(od.: geleitet/gesteuert)-werdet, seid-ihr nicht unter (Notwendigkeit/Führung von) Gesetz20 (vgl. Röm 8,4).


19 Offenbar aber sind die Werke (Plural)15 des Fleisches, welche sind: Hurerei,19 Unreinheit, Ausschweifung,


20 Götzendienst, Zauberei,10 Feindschaften, Zank, Eifersucht, Wutausbrüche, Selbstsüchteleien (od.: Streitsucht), Zwistigkeiten, Parteiungen,


21 Neidereien, Trinkereien, Festgelage und das diesen (Lastern) Ähnliche, von-welchen ich euch im-voraus-sage, - so-wie ich-(schon früher?)-zuvor-sagte, - dass die so-beschaffene (Dinge) (Präs.: beständig/immer wieder) Praktizierenden (die) Königsherrschaft Gottes nicht erben-werden.9


22 Aber die Frucht (Sg.!)16 des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Milde, Güte, Treue,


23 Sanftmut, Selbstbeherrschung,6 gegen derartige (Personen/Eigenschaften) ist kein Gesetz.7


24 Die aber des Christus ´Jesus` (sind/angehören), sie-kreuzigten° das Fleisch8 zusammen-mit den Leidenschaften und den Begierden (od.: seinen/den leidenschaftlichen Begierden).


25 Wenn wir (durch) Geist3 leben, auch (durch) Geist3 lasst-uns-in-einer-Reihe-marschierenⱽ~.


26 Nicht Prahlerische lasst-uns-sein~, (wobei/indem?) einander herausfordernd, einander beneidend.


Galater 6


1 Brüder, falls auch (ein) Mensch in irgendeinem Fehltritt4 überrascht-würde°, (dann) ihr die Geistlichen, bringt-zurecht~ (einen) so-Beschaffenen im Geist (der) Sanftmut,18 (wobei auch) achtgebend-auf~ dich-selbst, (dass) nicht auch du-versucht-werdest°.


2 Tragt~ voneinander die schwerenⱽ (auferlegten Lasten), und so werdet-ihr-vollständig-erfüllen das Gesetz des Christus.9


3 Denn wenn jemand meint, etwas zu-sein~, - (obwohl) gar-nichts seiend, - betrügt-er sich-selbst.


4 Aber jeder (einzelne) prüfe~ (Imp.Präs.iterativ: immer wieder) sein-eigenes Werk (d.h. das was er tut), und dann wird-er-haben den Ruhm für-sich allein und nicht für den andersartigen,


5 denn jeder (einzelne) wird-(od.: muss)-tragen die eigene Ladungⱽ.16


6 Aber der11 (in) dem Wort unterwiesen-Werdende gebe-(iterativer Imp.Präs.: immer wieder einen)-Anteil~ an allen Gütern dem11 (ihn) Unterweisenden.


7 Nicht lasst-euch-(neg. Imp.Präs.: weiterhin/immer wieder)-irreführen~, Gott12 (lässt sich) nicht verächtlich-behandeln.5 Denn was auch-immer (ein) Mensch sät, dies auch wird-er-ernten,6


8 weil der hinein-in sein-eigenes Fleisch Säende, aus dem Fleisch wird-er-ernten Vernichtung, aber der hinein-in den Geist Säende, aus dem Geist wird-er-ernten ewiges Leben.


9 Aber (wenn/indem) das Rechteⱽ7 tuend, nicht lasst-uns-ermatten~,13 denn (zum) eigenen (rechten) Zeitpunkt werden-wir-ernten, (wenn) nicht (schon vorher) erschlaffend~.13


10 Folglich also, solange wir (einen gelegenen) Zeitpunkt haben, lasst-uns-wirken~ das Guteⱽ gegenüber allen, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens.


11 Seht, mit-wie-großen Buchstaben ich euch mit meiner (eigenen) Hand schreibe.10


12 Alle-die im Fleisch14 Eindruck-machen° wollen~, diese (konativ: versuchen) euch zu-nötigen, (euch) beschneiden-zu-lassen~, nur damit sie nicht (wegen) des Kreuzes Christi verfolgt-würden~.


13 Denn nicht-einmal die beschnitten-Wordenen~ selbst bewahren (das) Gesetz, sondern sie-wollen (von) euch, (dass ihr) beschnitten-werdet~, damit sie-sich-rühmen8 (können) in eurem (beschnittenen) Fleisch.17


14 Mir aber sei-es (Opt.Aor.) fern mich-zu-rühmen~, außer in dem Kreuz unseres Herrn Jesus Christus, durch den1 mir (die) Welt (Perf.: für immer) gekreuzigt-worden-ist* und-ich (der) Welt.


15 Denn weder ist Beschneidung etwas noch Vorhaut, sondern (eine) neuartigeⱽ Schöpfung,


16 und alle-die die (nach) diesem Maßstab in-einer-Reihe-marschieren-werdenⱽ. Friede über sie und Erbarmen, und über das Israel Gottes.2


17 Im Übrigen15 bereite~ mir keiner Mühen, denn ich trage die Brandmale3 des Jesus an meinem Körper.


18 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus (sei) mit eurem Geist, Brüder, Amen.

 

Zu Ephesern

 

Die Stadt Ephesus

Ephesus war eine wohlhabende kleinasiatische Stadt in der Mündungsebene am linken Ufer des schiffbaren Cayster Flusses, etwa 5 km vom Meer entfernt gelegen und Hauptstapelplatz für den Handel ins Innere Kleinasiens. Sie hatte schon eine lange Geschichte hinter sich, als sie 133 v.Chr. durch die Römer anstelle von Pergamon zur Hauptstadt, und damit zur wichtigsten Stadt der römischen Provinz Asia wurde. Die Stadt hatte ca. 300.000 Einwohner. Nach Rom und Alexandria war sie mit ca. 300.000 Einwohnern neben Antiochia die drittgrößte Stadt im römischen Reich, ebenso eine bedeutende Handelsstadt, weil es in Kleinasien der wichtigste und erste Anlegeplatz für Schiffe war. Alle wichtigen Handelsstraßen Kleinasiens führten nach Ephesus. Strategisch gesehen war es für Paulus der beste Ort, um das Hinterland zu missionieren (Kolossä, Laodizäa, Hierapolis, Philadelphia, Thyatira, Sardes, Smyrna, Pergamon). Berühmt war sie auch durch ihren Tempel für die Fruchtbarkeitsgöttin Artemis (= die römische Göttin Diana), von der kleine, silberne, fabrikmäßige Nachbildungen hergestellt und an Fremde verkauft wurden. Dieser Tempel war eines der sieben Weltwunder und damit verbunden war eine Menge Götzendienst (vgl. Apg 19,24ff) und gesetzlich erlaubte Tempelprostitution. Eine 11 m breite und von Säulen gesäumte Prachtstraße führte vom Stadtzentrum bis zum Hafen. Die Stadt beherbergte ein Amphitheater das 24.000 Plätze hatte, sowie eine Bibliothek und einen großen Marktplatz. Sie war Schmelztiegel vieler Völker, Tummelplatz vieler Religionen und Zentrum der Zauberei und magischer Kulte. Die okkulten "Ephesischen Schriften" von Ephesus (vgl. Apg 19,19) waren in der ganzen damaligen Welt bekannt. Inschriften belegen, dass die Bewohner der Stadt sehr abergläubisch gewesen sein müssen. Durch ein Erdbeben in der Regierungszeit unter Kaiser Tiberius wurde die Stadt schwer heimgesucht. Paulus besuchte Ephesus mehrfach, einmal verbrachte er drei Jahre dort und evangelisierte in dieser Zeit in der Schule des Tyrannus und mit seinen Mitarbeitern (z.B. Epaphroditus) auch das Hinterland Kleinasiens. Gegründet wurde die Gemeinde in Ephesus aber wahrscheinlich als Hausgemeinde von Aquila und Priscilla (Apg 18,19.27). Zur Zeit des Paulus wurde Ephesus von einem Senat und einer Volksversammlung verwaltet. In Ephesus entstand durch Kaiser Domitian der erste große Tempel in Kleinasien für den Kaiserkult (später noch zwei andere). In diesem musste von jedem Bürger das jährliche Weihrauchopfer für den Kaiser dargebracht werden, was zur ersten größeren Christenverfolgung führte. Domitian hatte der Stadt den Titel "Wächterin seines Tempels" gegeben. Die allmähliche Versandung des Hafens durch die ständigen Sandablagerungen des Flusses Cayster führten schließlich zum Niedergang der Stadt, weil sie dadurch einige Kilometer landeinwärts lag und die großen Handelsschiffe Ephesus nicht mehr anfuhren. Heute ist Ephesus nur mehr ein Ruinenfeld, daneben befindet sich ein unbedeutendes Dorf (vgl. 33,336f; 42,347f; 52,II,293; 65,III,306; 47,z.St.).

Einleitung Epheserbrief

Kein anderer Paulusbrief hat solch eine frühe und beständige Bezeugung erfahren, beginnend bei Clemens von Rom, Ignatius, Polykarp und Hermas bis hin zu Clemens von Alexandrien, Irenäus und Hippolyt. Marcion führt ihn in seinem "Kanon" auf, nennt ihn allerdings "Laodizäerbrief". Auch das Muratorische Fragment führt den Epheserbrief als Paulusbrief auf. Mit dem Kolosser-, dem Philipper- und dem Philemonbrief ist der Epheserbrief einer der Gefangenschaftsbriefe. Um welche Gefangenschaft es hier geht (Eph 3,1; 4,1), ist umstritten. Während einige der Ansicht sind, dass der Brief während des zweijährigen Aufenthaltes in Cäsarea, oder einer nicht beweisbaren Haft in Ephesus, geschrieben wurde, scheinen die meisten Hinweise auf den Hausarrest in Rom (62-64 n.Chr.) hinzuweisen. Wie beim Kolosserbrief (Kol 4,7-9), wurden auch Kopien dieses Briefes von Tychikus an die einzelnen Gemeinden in der Provinz Asia gebracht (Eph 6,21-22). Das erklärt die Ähnlichkeit des lehrmäßigen Inhalts mit dem Kolosserbrief, weil den Apostel dieselben Gedanken beschäftigten, als er die beiden Briefe schrieb, was noch zusätzlich darauf hindeutet, dass beide Briefe in der gleichen Gefangenschaft geschrieben wurden. Beim Epheserbrief handelt es sich dem allgemeinen Stil nach um einen Rundbrief. Da die Erwähnung von "in Ephesus" in Eph 1,1 in zahlreichen Handschriften fehlt, könnte er mit dem sogenannten "Brief an die Laodizäer" (Kol 4,16b) ident sein. Kopien des Epheserbriefs könnten von Tychikus an die einzelnen Gemeinden in der Provinz Asia gebracht worden sein, und jede Gemeinde hätten sich eine Kopie des Briefes angefertigt und ihren Ortsnahmen am Anfang statt "Ephesus" eingefügt. Die Empfänger waren dann sehr wahrscheinlich die Gemeinden Kleinasiens oder eines noch größeren Gebiets (vgl. 48,883f; 33,335f; 21,III,203; 27,601).

Sein Thema: Sitze, wandle, stehe (nach Watchman Nee)

I.) sitze - unsere Stellung in Christus in der Himmelswelt (Eph 1,3 - 3,21)

  1) auserwählt vor Grundlegung der Welt in ihm

  2) vorherbestimmt zur Sohnschaft durch ihn

  3) begnadigt in ihm

  4) Erlösung in ihm durch sein Blut

  5) ein Erbteil erlangt in ihm

  6) versiegelt mit dem Heiligen Geist in ihm

  7) das Geheimnis des Leibes Christi

II.) wandle - unser Lebenswandel in der Welt (Eph 4,1 - 6,9)

  1) die Einheit des Geistes bewahren

  2) ein Gott wohlgefälliges Verhalten in allen Lebensbereichen

III.) stehe - der geistliche Kampf gegen die bösen Mächte in der Himmelswelt (Eph 6,10-20)

  1) die Waffenrüstung Gottes, um in diesem Kampf zu siegen

 

Epheser 1


1 Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, den Heiligen, - den Seienden ´in Ephesus`,13 - und Treuen (od.: Gläubigen) in Christus Jesus.


2 Gnade euch und Friede von Gott unserem Vater, und (dem) HERRN Jesus Christus.


3 Gepriesen (ist/sei) der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet-Habende° mit jeder (Art von) geistlichem Segen in den Himmlischen (Pl.: Örtern)19 in Christus,


4 da er uns (ja, Med.: für sich)-auserwählte in ihm11 (d.h. in Christus) vor (der) Grundlegung (der) Welt, (auf dass) wir Heilige und Makellose seien~ (vor) seinem Angesicht.21 (Indem/nachdem?) In Liebe2


5 uns vorherbestimmt-habend° zur Adoption durch Jesus Christus, (adoptiert) für sich-selbst, nach dem Wohlgefallen seines Willens,24


6 zum Lob (der) Herrlichkeit seiner Gnade, (durch) die er uns begnadigte° (od.: angenehm machte) in dem Geliebten,


7 in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, den Erlass der Fehltritte, nach dem Reichtum seiner Gnade,


8 die er auf uns überfließen-ließ°, in aller Weisheit und Einsicht,


9 (weil/indem) uns bekanntmachend° das Geheimnis14 seines Willens, - nach seinem Wohlgefallen, den er-sich-vorsetzte in sich-selbst,

10 zur Verwaltung der Erfüllung der (rechten) Zeitpunkte, (nämlich) das All (od.: alle Dinge)18 zu-einem-Ganzen-zusammenzufassenⱽ°5 in dem (auferstandenen?) Christus, die (Dinge) in den Himmeln und die (Dinge) auf der Erde, in ihm,


11 in dem wir auch ausgelost-wurden (od.: ein Erbteil wurden/erhielten), (weil/nachdem) vorherbestimmt-worden° nach Vorsatz17 des alles Wirkenden nach dem Beschluss seines Willens,24


12 auf dass wir zum Lob seiner Herrlichkeit seien~,25 die (schon?) zuvor-gehofft-Habenden*3 (auf) den Messias,


13 in dem auch ihr 3, - (nachdem) das Wort der Wahrheit gehört-habend°, das Evangelium eurer Errettung, - in dem ihr auch, (als/nachdem) vertraut-habend°, versiegelt-wurdet° (mit/durch) dem Geist des Versprechens,12 (nämlich) dem Heiligen (Geist),


14 ´welcher` ist (die/eine) Anzahlung6 (für) unser Erbe, bis-zur Erlösung4 des Erworbenen (Eigentums), zum Lob seiner Herrlichkeit.


15 Deswegen auch-ich, - (nachdem) gehört-habend° von eurem Vertrauen auf 7 den Herrn Jesus15 ´und von der Liebe, der zu allen den Heiligen`, -


16 ruhe-ich nicht, (zu) danken für euch (od.: um für euch zu danken), (Ptz.Präs. kond. od. mod.: wenn/wobei immer) erinnernde-Erwähnung machend22 bei meinen Gebeten,


17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch (den?/einen?) Geist8 (der) Weisheit und Enthüllung gebe° (od., wenn ein Opt.Aor.: geben möge) in (od.: durch) Erkenntnis (von) ihm (d.h. um ihn zu erkennen),


18 (wobei/indem) erleuchtet-worden* (an) den Augen ´eures` Herzens, dazu dass ihr wisst*: (1.) was (od.: welcher Art) die Hoffnung seiner Berufung ist, (2.) was (od.: welcher Art) der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in (od.: unter?) den Heiligen (ist),


19 und (3.) was (od.: welcher Art) die übertreffende Größe seiner Machtⱽ an uns, den Vertrauenden (ist), gemäß der Wirksamkeitⱽ der Kraftⱽ seiner Stärkeⱽ,23


20 die (Stärke/Wirksamkeit) ließ-er-wirksam-werden ° in dem Christus, (als/indem) ihn aus Toten auferweckend° und (als/indem ihn) zu seiner Rechten setzend° in den Himmlischen (Regionen),


21 oben-über jede (Art von?) Obrigkeitⱽ und Autoritätⱽ und Macht und Herrschaftⱽ9 und jedem genannt-werdenden Namen nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem Zukünftigen.


22 Und "alles ordnete-er-unter unter seine Füße,"1 und ihn gab-er (als) Haupt über alles der Versammlung,


23 welche sein Leib16 ist, die Fülle (pass.: das Angefüllte; od. akt.: die Ergänzung/Vervollständigung?) des alle die (Dinge; Pl.Neut.: alles/das All) in allen20 (Med.: von sich aus/für sich) Erfüllenden (ist).10


Epheser 2


1 Und (od.: auch) euch,7 (obwohl/weil/als solche die...) tot Seiende (infolge/durch) die Fehltritteⱽ und eure Sündenⱽ,


2 in denen ihr einst den-Lebenswandel-führtet nach dem Zeitlaufⱽ dieser Weltⱽ, nach dem Fürsten der Autorität (od.: des Machtbereichs) der Luft, des Geistes des nun wirksam-Seienden in den Söhnen des Ungehorsams,


3 unter denen auch wir alle (nur Juden-Christen?/alle Christen?) einst verkehrten in den Begierden unseres Fleisches, (indem) tuend die Willensbegierden des Fleisches und der Sinne (od.: Gedanken) und (von) Natur Kinder (des) Zorns waren~ wie auch die übrigen (Menschen?/Heiden?),


4 aber Gott, (weil) reich seiend an Erbarmen, wegen seiner vielen Liebe, (mit) der er uns liebte,


5 auch uns, (obwohl/weil) wir tot Seiende (waren, durch) die Fehltritte, machte-er-(uns durch die Wiedergeburt?)-mitlebendig-mit° ´dem Christus`, - (durch) Gnade1 seid-ihr~ Errettete-geworden*13 -


6 und er-mitauferweckte und mitniedersetzte (uns) in den Himmlischen (Regionen) in Christus Jesus,


7 damit er in den herankommenden Zeitaltern den überragenden Reichtum seiner Gnade2 in Milde gegen uns erweise in Christus Jesus.


8 Denn (durch) diese Gnade2 seid-ihr~ Errettete-geworden*13 (und zwar) durch Vertrauen, und dies8 (geschah) nicht aus euch, das Geschenk Gottes (ist dies),


9 nicht aus Werken, damit nicht jemand sich-rühme.


10 Denn sein Gemachtes14 sind-wir, geschaffen-worden° in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott vorher-bereitete°, damit wir in ihnen den-Lebenswandel-führen-sollen°.12


11 Deshalb erinnert-euch~, dass einst ihr, die Nationen, - im Fleisch die Vorhaut genannt~ von der sogenannten~ handgemachten Beschneidung im Fleisch,6 -


12 dass ihr zu jenem Zeitpunkt ohne (einen) Messias wart~, ausgeschlossen-geworden* (von) dem Bürgerrecht Israels und Fremde (gegenüber) den Bündnissen des Versprechens, keine Hoffnung habend und ohne-Gott in der Welt.


13 Nun aber, in Christus Jesus, ihr die einst fern Seienden, ihr-wurdet nahe durch das (od.: in dem) Blut des Messias.


14 Denn er ist unser Friede, der die Beiden (d.h. Juden- und Heiden-Christen) zu-einem gemacht-Habende°, und die Zwischenwand (nämlich die?) der Einzäunung, abgebrochen-habend°, - (nämlich) die Feindschaft (der Juden gegen die Heiden), - in seinem (gekreuzigten; V.16) Fleisch,


15 (indem) das9 Gesetz der Vorschriften (bestehend) in Satzungen unwirksam-gemacht-habend°,9 damit er die Zwei (d.h. Juden- und Heiden-Christen) in sich-selbst zu-einem neuartigen Menschen schaffe°, - (indem) Frieden machend, -


16 und die beiden (d.h. Juden- und Heiden-Christen) wieder-völlig-versöhne in einem Leib (für) Gott durch das Kreuz, (indem/wobei/nachdem) getötet-habend° die Feindschaft in ihm (d.h. in/an dem Kreuz?).


17 Und kommend°, evangelisierte-er Frieden10 euch den Fernen (d.h. den Heiden) und Frieden den Nahen (d.h. den Juden).


18 Denn durch ihn haben-wir den Zutritt, - (wir) die beiden in einem Geist - zu dem Vater.


19 Folglich also seid-ihr (Heiden-Christen) nicht-mehr Fremde und Ausländer, sondern ihr-seid Mitbürger5 der Heiligen (d.h. der Juden-Christen) und Hausgenossen Gottes,


20 (wobei) daraufgebaut-werdend° auf dem Fundament (w.: d. Grundlage) der Apostel und Propheten,3 (wobei der) FundamentEckstein4 Christus Jesus selbst ist~,


21 in dem ´der`11 ganze Bau, - (indem) zusammengefügt-werdend, - zu (einem) heiligen Tempel im Herrn wächst,


22 in dem auch ihr (Heiden-Christen?, wegen Eph 3,1) mitaufgebaut-werdet zu (einer) Behausung Gottes im Geist.


Epheser 3


1 Deswegen (bin) ich, Paulus, der Gebundene des Christus ´Jesus` für euch die Nationen,2


2 – wenn-wirklich ihr (von) der Verwaltung der Gnade Gottes hörtet, der mir gegebenen-Wordenen° für euch (Nationen),


3 ´dass` mir gemäß Enthüllung3 das Geheimnis4 bekanntgemacht-wurde, so-wie ich (es) in Kürze vorher-beschrieb (nämlich in Eph 2,13-18),


4 an dem ihr lesend mein Verständnis für das Geheimnis des Christus bemerken° könnt,


5 das in andersartigen Generationen den Söhnen der Menschen nicht bekanntgemacht-wurde, wie es nun seinen heiligen Aposteln und Propheten durch (w.: im) Geist enthüllt-wurde,


6 (nämlich, dass) die Nationen Miterben und Miteinverleibte und Mitteilhaber des Versprechens in Christus Jesus sind~ durch das Evangelium,


7 dessen Diener ich-wurde nach der Geschenkgabe der Gnade Gottes, der mir gegebenen-Wordenen° nach der Wirksamkeit seiner Macht.


8 Mir, dem Allergeringsten aller Heiligen, wurde-gegeben diese Gnade, (um) den Nationen den unausspürbaren Reichtum des Christus zu-evangelisieren°,

9 und ´alle`8 zu-erleuchten, was die Verwaltung des Geheimnisses (ist/sei), des seit den Zeitaltern völlig-Verborgenen* (Geheimnisses) in Gott, dem das All (od.: alle Dinge) geschaffen-Habenden°,


10 damit nun den Gewalten und den Autoritäten in den himmlischen (Regionen) durch die Versammlung die sehr-mannigfaltige Weisheit Gottes bekanntgemacht-werde,


11 nach (dem) Vorsatz der Zeitalter, den er in dem Christus (od.: Messias) Jesus, unserem Herrn, fasste (od.: ausführte),


12 in dem wir die Freimütigkeit und (den) Zutritt haben, im Überzeugtsein (od.: Zuversicht) durch das Vertrauen auf ihn.


13 Deshalb bitte-ich (euch?/Gott?), bei meinen Bedrängnissen für euch nicht zu-verzagen~, welches eure Herrlichkeit ist (d.h. ihr dient).


14 Deswegen beuge-ich meine Knie5 vor dem Vater,


15 von dem jede (Art von) Vaterabstammung in (den) Himmeln6 und auf Erden genannt-wird,


16 damit er euch gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit in Macht kräftig-zu-werden° durch seinen Geist in-Bezug-auf den inwendigen Menschen,7


17 (damit; od.: ..., und dass) der Christus in euren Herzen beständig-wohne° durch das Vertrauen, (indem/wobei ihr) in (der) Liebe1 gewurzelt-worden* und gegründet-worden* (seid),


18 damit ihr-vollends-imstande-seiet° zusammen-mit allen den Heiligen geistig-zu-erfassen°, was die Breite und Länge und Höhe und Tiefe (der Liebe Christi/des Geheimnisses ist),


19 und-zwar (um) auch die die ErKenntnis übertreffende Liebe des Christus (Gen.subj.: zu uns) zu-erkennen°, damit ihr-erfüllt-werden-möget° hin-zu der ganzen Fülle Gottes.9


20 Aber dem Könnenden über alles (hinaus) zu-tun, - noch übermäßig (mehr, als) das-was wir-erbitten oder (uns) ausdenken, nach der Macht, der in uns wirksam-Seienden,


21 - ihm (sei/gehört?) die Herrlichkeit durch10 die Versammlung ´und` durch10 Christus Jesus für alle die Generationen (in) die Ewigkeit der Ewigkeiten, Amen.

Epheser 4


1 Ich-ermahne euch also, ich, der Gebundene im Herrn, den-Lebenswandel-zu-führen in-würdiger-Art-und-Weise der Berufung, (mit) der ihr-berufen-wurdet,


2 mit jeder (Art von) Demut und Sanftmut, mit Langmut, (seid?/indem) einander in Liebe ertragend,


3 (indem/damit so) euch-befleißigend die Einheit des Geistes13 (Präs.: beständig) zu-bewahren~ durch das zusammenhaltende-Band des Friedens.


4 (Da ist) ein Leib und ein Geist, - so-wie ihr auch in einer Hoffnung eurer Berufung berufen-wurdet,


5 - ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,


6 ein Gott und Vater aller (Gläubigen), der über alle (Gläubigen regiert?) und durch alle (Gläubigen wirkt?) und in allen (Gläubigen wohnt?).10


7 Aber einem jeden (einzelnen von) uns wurde-gegeben ´die` Gnade nach dem Maß der Geschenkgabeⱽ des Christus.


8 Deshalb sagt-er (d.h. Gott/die Schrift): "(Nachdem/Als) hinaufsteigend° zur Höhe führte-er-in-Kriegsgefangenschaft (die) Kriegsgefangenschaft,11 er-gab den Menschen Gabenⱽ."1


9 Aber das "er-stieg-hinauf", was bedeutet (dies), wenn nicht, dass er auch (vorher?) in die weiter-unten-befindlichen ´Teile` der Erde herabstieg?5


10 Der Herabsteigende°, er-selbst ist (eben) auch der "Hinaufsteigende"°, hoch-über alle die Himmel, damit er-erfülle° das All (od.: alle Dinge).


11 Und er-selbst gab die einen (als) Apostel, die anderen (als) Propheten, die anderen (als) Evangelisten, die anderen (als) Hirten und Lehrer,12


12 zu dem Zurüsten6 der Heiligen zum Werk (der) Bedienung, zur Erbauung des Leibes des Christus,


13 bis wir alle hingelangen14 zu der Einheit des Glaubens und der Erkenntnis21 des Sohnes Gottes, zum erwachsenen Mann, zum Maß (der) Volljährigkeit7der Fülle des Christus,


14 damit wir (einerseits) nicht-mehr Unmündige seien~, - (beide Ptz.Präs.: indem immer wieder) von-den-Wogen-(wie ein Boot?)-hin-und-hergeworfen-werdend und hin-und-hergetrieben-werdend (von) jedem Wind der (falschen?) Belehrung durch die betrügerische-Würfelspielerei26 der Menschen, durch Hinterlist (od.: Verschlagenheit) hin-zu der listigen-Methode des Irrtums27 (d.h. die schließlich zum Irrtum führt?),


15 - (andererseits) aber (indem die) Wahrheit-sagend in Liebe lasst-uns-wachsen4 hin-zu ihm in allen (Stücken, hin zu ihm) der das Haupt ist, (nämlich) Christus,


16 von dem der ganze Leib, (indem) zusammengefügt-werdend und zusammengehalten-werdend durch jedes Gelenk der Unterstützung, nach Wirksamkeit im Maß eines jeden (einzelnen) Teiles das Wachstum des Leibes (Med.: aus sich heraus/für sich) schafft zu seiner-eigenen Erbauung in Liebe.19


17 Dies (folgende) also sage-ich und bezeuge-ich im Herrn, (dass) ihr nicht-mehr den-Lebenswandel-führen-sollt~, so-wie auch die Nationen in Nichtigkeit ihres Sinnes den-Lebenswandel-führen,


18 (indem/wobei) verfinstert* seiend~ (in) dem Denkvermögen, ausgeschlossen-worden* (von) dem Leben Gottes wegen der Unwissenheit, der in ihnen Seienden~, wegen der Verstockung24 ihres Herzens,


19 solche-die, (weil/indem/nachdem) abgestumpft-geworden* (in ihrem Gewissen?), sich-selbst der Ausschweifung übergaben zum Wirken jeder (Art von) Unreinheit in Habgier.


20 Ihr (Heiden-Christen?) aber lerntet den Messias nicht so (kennen),15


21 insofern-als ihr (ja) wirklich (von) ihm hörtet und in ihm (als dem Gegenstand der Belehrung) gelehrt-wurdet, so-wie Wahrheit ist in dem (mit Art.: in dem historischen?) Jesus,


22 (nämlich, dass) ihr in-Bezug-auf das vorherige (d.h. frühere) Benehmen den alten Menschen (Med.: von-euch)-abzulegen° (habt), - den an den Begierden der Täuschung Zugrundegehenden, -


23 aber (Präs.: immer) wieder-neu-(gemacht)-zu-werdenⱽ~22 (in) dem Geist eures Sinnes20


24 und (Med.: euch)-anzuziehen° den neuartiggemachtenⱽ Menschen, den nach Gott Geschaffenen°, in Gerechtigkeit und Frömmigkeit der Wahrheit.9


25 Deshalb, (indem/nachdem) die Lüge (Med.: von-euch)-abgelegt-habend°, "redet~ (Präs.: von da an) Wahrheit, jeder (einzelne) mit seinem Nächsten,"2 weil wir untereinander KörperGlieder sind.


26 "(Wenn?) ihr-zürnt~,16 aber sündigt~ (dabei) nicht!"3 Die Sonne (soll) nicht darüber-untergehen~ über eurer Erzürnung,


27 gebt~ auch-nicht Raum (od.: Gelegenheit) dem Teufel! 25


28 Der (Präs.: bisher) Stehlende~17 (soll) nicht-mehr (Imp.Präs.: weiterhin) stehlen~, vielmehr aber mühe-er-sich-ab~, (indem mit) den ´eigenen` Händen das Gute wirkend, damit er dem Bedarf Habenden (Präs.: immer/immer wieder etwas) mitzugeben~ habe~.


29 Kein fauliges Wort gehe-heraus~ aus eurem Mund, sondern18 (nur,) wenn eines gut (ist) zur Erbauung, da-wo Bedarf (danach ist), damit es den Hörenden Gnade (od.: Gunst) gebe.


30 Und betrübt~ nicht den Heiligen Geist Gottes, durch den ihr-versiegelt-wurdet für (den) Tag (der) Erlösung.23


31 Jede (Art von) Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung8 werde-beseitigt° von-euch zusammen-mit jeder (Art von) Übelhaftigkeit.


32 Seid~ ´aber` zu einander milde, gutherzig, einander gnädig-verzeihend, so-wie euch auch Gott in Christus gnädig-verzieh.

Epheser 5


1 Seid~ also Nachahmer Gottes als geliebte Kinder


2 und führt-den-Lebenswandel~ in Liebe, so-wie auch der Christus ´uns` liebte und sich-selbst für ´uns` dahingab (als eine) Darbringung2 und (als ein?) Schlachtopfer3 (für?) Gott zu (einem) Duft (des) Wohlgeruchs.15


3 Aber Hurerei29 und jede (Art von) Unreinheit oder Habgier (soll) nicht-einmal genannt-werden~21 unter euch, so-wie es Heiligen geziemt,


4 und (ebenso nicht) Schändlichkeit und törichtes-Gerede oder Witzelei,22 was nicht sich-gehört~, sondern vielmehr Danksagung.


5 Denn dies wisst*, (indem dies) erkennend, dass jeder Hurer oder Unreine oder Habgierige, - der (ein) Götzendiener ist, - kein Erbe hat in dem (zukünftigen) Königreich des Christus und Gottes.25


6 Keiner täusche~ euch (mit) leeren Worten, denn wegen dieser (Sünden) kommt der Zorn Gottes auf die Söhne des Ungehorsams.


7 Seid~ also nicht ihre Mitteilhaber,


8 denn (auch?) ihr-wart~ einst Finsternis,4 nun aber (seid ihr) Licht im Herrn. (Daher) wie Kinder (des) Lichts führt-den-Lebenswandel~


9 - denn die Frucht des Lichts (besteht) in jeder (Art von) Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit, -


10 (indem/wobei) prüfend was dem Herrn wohlgefällig (od.: akzeptabel) ist.


11 Und nicht habt-zusammen-Gemeinschaft-mit~ den fruchtlosen Werken der Finsternis, vielmehr aber deckt-(sie)-auf16 sogar.


12 Denn die insgeheim von ihnen getan-Werdenden (Werke, es) ist schändlich auch (nur sie) zu-sagen~,


13 aber alle die (Werke, wenn) aufgedeckt-werdend, von dem Licht wird-es-offenbart,


14 denn alles das offenbart-Werdende ist Licht. Deshalb sagt-er: Erwache~, du Schlafender und steh-auf aus den Toten und aufleuchten-wird dir der Christus.

15 Seht-zu~ also genau wie ihr-den-Lebenswandel-führt,5 nicht wie Unweise, sondern wie Weise,


16 (wobei/indem) den (rechten/gelegenen) Zeitpunkt (Med.: für euch)-auskaufend, weil die Tage böse sind.


17 Deswegen seid~ nicht unvernünftig, sondern versteht~, was der Wille des Herrn (ist).


18 Und (achtet darauf) nicht betrunken-zu-werden~ (durch) Wein,26 - worin Liederlichkeit ist, - sondern (stattdessen) lasst-euch (toleratives Imp.Präs.Pass.: immer wieder neu)-füllen~ mit (od.: durch) Geist:6


19 (imperativisches Ptz.: Seid) redend7 zueinander ´mit` Psalmenⱽ8 und Hymnenⱽ und geistlichen Liedernⱽ, (imperativisches Ptz.: seid; od. modal: indem/so dass) singend und psalmodierend8 (in/mit) eurem Herzen dem Herrn,


20 (modal: wobei...; od. event.: imperativisches Ptz.: Seid...) allezeit danksagend für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus dem Gott und Vater.


21 (imperativisches Ptz.: Seid euch) einander9 unterordnend~ in (der) Furcht Christi:


22 Die Frauen den eigenen Männern wie10 dem Herrn,


23 weil (der) Mann ist Haupt der Frau wie auch der Christus Haupt der Versammlung (ist), er, (der) Erretter des Leibes.


24 Jedoch wie die Versammlung dem Christus untergeordnet-wurde (od. toleratives Pass.: sich unterordnen lässt), so auch die Frauen den Männern in allem.13


25 Ihr Männer, (Präs.: beständig/anhaltend) liebt~ die (d.h. eure) Frauen, sowie11 auch der Christus die Versammlung liebte und (viell.: sodass er) sich-selbst für sie28 hingab,


26 damit er sie heilige, (indem sie) reinigend° (durch) das Bad des Wassers17 (od.: das Wasserbad) im (od.: durchs) Wort (Gottes),


27 damit er-selbst sich die Versammlung herrlich darstelle, (indem) keinen Schmutzfleck oder Runzel oder irgendeinen der so-Beschaffenen (Fehler) habend, sondern damit sie heilig und makellos sei~.27


28 Ebenso18 schulden ´auch` die Männer ihre eigenen Frauen zu-lieben~ als (od.: wie)19 ihren eigenen Körper. Der Liebende seine Frau liebt sich-selbst.23


29 Denn keiner hasste jemals sein-eigenes Fleisch (d.h. seinen Körper), sondern er-ernährt und hegt es, so-wie auch der Christus die Versammlung,


30 weil wir KörperGlieder seines Leibes sind.


31 "Deshalb20 wird-(od.: soll)-verlassen (ein) Mensch ´den` Vater und ´die` Mutter, und er-wird-(od.: soll)-fest-angehaftet-werden (od. toleratives Pass.: er wird sich fest anhaften lassen) an seine Frau, und die zwei werden-sein zu einem Fleisch."1


32 Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute (es) auf Christus und auf die Versammlung.12


33 Jedenfalls14 auch ihr, ein jeder (einzelne von euch) liebe~ die eigene Frau ebenso wie sich-selbst, die Frau aber, dass sie den Mann fürchte~.24


Epheser 6


1 Ihr Kinder gehorcht~ euren Eltern ´im Herrn`,16 denn dies ist gerecht.3


2 "Ehre~ deinen Vater und die Mutter,"1 - welche (die) erste Vorschrift mit (einem) Versprechen ist:


3 - "damit (es) dir wohl ergehe° und du (eine) lange Zeit (lebend) sein-wirst auf der Erde."2


4 Und ihr Väter, erzürnt~ eure Kinder nicht, sondern zieht-groß~ sie in Erziehung (od.: Züchtigung) und Zurechtweisung (des) HERRN.7


5 Ihr Sklaven, gehorcht~ den irdischen Herren mit Furcht und Zittern in Einfalt eures Herzens wie dem Christus,16


6 nicht nach Augensklaverei wie Menschengefällige, sondern wie (od.: als) Sklaven Christi,16 tuend den Willen Gottes aus (ganzer) Seele,


7 mit wohlwollender-Gesinnung sklavend wie dem Herrn16 und nicht Menschen,


8 (weil) wissend*, dass jeder (einzelne), falls er etwas Gutes tue°, dieses (als Lohn) (Med.: für)-sich-holen-wird vom Herrn, sei-er Sklave, sei-er Freier.


9 Und ihr Herren, tut~ das selbe (nämlich Gutes) gegenüber ihnen, die Drohung unterlassend, (weil) wissend*, dass sowohl ihr (Herr) als-auch euer Herr in (den) Himmeln ist und bei ihm ist kein Ansehen-der-Person.


10 Im Übrigen (od.: schließlich/zu guter letzt), werdet-(Präs.: immer wieder)-innerlich-mächtig-gemacht~11 im Herrn und durch die Kraft seiner Stärke.12


11 Zieht-(Med.: euch)-an die ganze-Waffenrüstung17 Gottes, damit ihr-bestehen° (od.: siegreich Widerstand leisten) könnt~ gegen die listigen-Methoden des Teufels.


12 Weil (für) uns ist der Faustkampf nicht gegen (Menschen aus) Blut und Fleisch, sondern gegen die Hoheiten (dieser Finsternis), gegen die Autoritäten (dieser Finsternis), gegen die Welt-Beherrscher dieser Finsternis, gegen die geistlichen (Mächte) der Bosheit in den Himmlischen (Bereichen/Örtern).20


13 Deswegen nehmt-auf°25 die ganze-Waffenrüstung26 Gottes, damit ihr (den Angriffen) an dem bösen Tag19 widerstehen°5 könnt° und, (um, nachdem) alles bewirkt-habend° (od.: ausgerichtet habend), zu-stehen°.18


14 Steht° also, (nachdem) euch-umgürtet-habend°13 eure Hüfte mit Wahrheit6 (od.: Wahrhaftigkeit) und euch-angezogen-habend° den Brustpanzer der Gerechtigkeit9


15 und euch (an) den Füßen (Lederstiefel) untergebunden-habend°10 in Bereitschaftshaltung (zur Verkündigung?/Verteidigung?) des Evangeliums des Friedens.


16 In allem (d.h. zu all dem noch) aufnehmend° den Langschild8 des Vertrauens, mittels dem (Langschild) ihr alle die brennend-gemachten* Wurfpfeile22 des Bösen auslöschen° können-werdet,


17 und (od.: dazu) nehmt-in-Empfang den Helm15 der Errettung und das Kurzschwert14 des Geistes, das ist (ein) Ausspruchⱽ21 Gottes.


18 Mittels jeder (Art von) Gebet und Flehen (viell. imperativisches Ptz.: seid) betend zu jedem (nötigen) Zeitpunkt im Geist, und dazu (viell. imperativisches Ptz.: seid) schlaflos-wachend in jeder (Art von; od.: völligem) Ausharren und Flehen für alle die Heiligen23


19 und (auch) für mich, damit mir (ein) Wort gegeben-werde beim Öffnen meines Mundes, - (um) das Geheimnis des Evangeliums in Freimütigkeit bekannt-zu-machen,


20 für das ich-(ein)-Gesandter-bin in (einer) Handschelle,4 - damit ich in ihm (d.h. in dem Geheimnis/Evangelium) freimütig-rede°, wie ich sprechen° muss.


21 Damit aber auch ihr wisset*, das in-Bezug-auf mich, wie-es mir-geht (w.: was ich mache, dass) alles wird-bekannt-machen euch Tychikus, der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn,


22 den ich zu euch schickte, zu eben diesem (Grund), damit ihr das uns Betreffende erfahrt° und er eure Herzen ermutige°.


23 Friede den Brüdern und Liebe mit Vertrauen, von Gott (dem) Vater und (dem) Herrn Jesus Christus.


24 Die Gnade (sei) mit allen den unsern Herrn Jesus Christus Liebenden in Unverweslichkeit.


 

Zu Philippern

 

Die Stadt Philippi

Philippi war eine mazedonische Stadt östlich des Flusses Strymon und westlich des Flusses Nestos. Sie wurde an Stelle einer älteren Stadt erbaut und von ihrem Namensgeber Philipp II. von Mazedonien befestigt. Seit ca. 167 v.Chr. war sie unter römischer Herrschaft und wurde 31 v.Chr. von Kaiser Augustus in eine römische Militärkolonie mit dem "ius italicum", d.h. der Abgabenfreiheit, die eroberte Gebiete normalerweise an den römischen Staat zu zahlen hatten, umgewandelt und zu seinen Ehren Colonia Julia Augusta Victrix Philippensium genannt. Die Stadt war eine Ansiedlung von vorwiegend ausgedienten Soldaten und Beamten und die "erste" Stadt der Provinz Mazedonia. Da sie eine römische Koloniestadt war, bezeichneten sich die Bewohner in Apg 16,21 stolz als "Römer". In Neapolis, der Hafenstadt von Philippi, endete die Via Egnatia, eine Militärstraße, die Rom mit dem Osten verband und eine wichtige Kommunikationslinie war. Die Bewohner von Philippi waren besonders hingegebene Götzenverehrer. Paulus gründete die Gemeinde von Philippi, als erste christliche Gemeinde auf europäischem Boden bei seiner 2.Missionsreise um das Jahr 50 n.Chr. Diese Gemeinde wuchs ihm besonders ans Herz. Von ihr ließ er sich auch finanziell unterstützen.

 

Einleitung Philipperbrief

Schon früh wurde der Philipperbrief Paulus zugeschrieben, so von Ignatius, Clemens von Rom, Polykarp, Irenäus, Clemens von Alexandrien, Tertullian, Marcions Kanon als auch vom Muratorischen Fragment. Wie der Epheser-, Kolosser- und der Philemonbrief ist auch der Philipperbrief wahrscheinlich aus dem Hausarrest in Rom geschrieben, was sich gut mit Php 1,13 und 4,22 vereinbaren lässt. Diese Verse deuten darauf hin, dass Rom der Ort der Abfassung ist. Paulus verbrachte zwei Jahre im römischen Hausarrest, und es finden sich Hinweise im Philipperbrief, dass er gegen Mitte oder Ende dieser Haftzeit geschrieben wurde. So legen Php 1,12-18 eine längere Zeit der Evangelisationsmöglichkeiten in Rom nahe, seit Paulus angekommen ist. Dass der "Fall Paulus" kurz vor einer Entscheidung stand, und zwar diesmal vor einer positiven, lässt sich aus Php 1,12-13.19.23-26 entnehmen. Diese Tatsachen, einschließlich der Zeit, die die Besuche, Briefe und Geldgaben erforderten, die im Brief erwähnt wurden, lassen uns auf ein Datum im Jahr 63/64 n.Chr. schließen. Die Auffassung, dass der Brief erst im Hausarrest in Rom abgefasst wurde, wurde allerdings von manchen angezweifelt, und es wurde ein Abfassungsdatum um 55 n. Chr. angenommen, geschrieben aus dem Gefängnis in Cäsarea (Apg 23,35; 24,23.27) oder einer angenommenen Gefangenschaft in Ephesus. Über eine Gefangenschaft in Ephesus erfahren wir zwar aus der Apostelgeschichte nichts, aber Andeutungen in den Briefen des Apostels Paulus könnten darauf schließen lassen (1Kor 15,32; vor allem 2Kor 1,8-10; vgl. auch 2Kor 11,22-33). Der Anlass für den Brief war der Wunsch der Christen in Philippi, von ihrem Apostel, der inhaftiert war, näheres über sein Schicksal zu erfahren und ihm eine Geldspende zukommen zu lassen, die sie durch Epaphroditus überbringen ließen. Auch das Eindringen von Irrlehren bewog Paulus zur Abfassung dieses Schreibens. In Php 3,1ff nimmt er mit außerordentlich scharfen Worten Stellung gegen christliche Wanderprediger, die Irrlehren verbreiten, und weist auf die Gefahr hin, die dadurch der Gemeinde droht. Abschließend wendet er sich an einzelne Gemeindeglieder, die ihm Sorge bereiten, und bedankt sich für die empfangene Gabe (Php 4,1ff). Der besondere Wert des Briefs liegt auch noch darin, dass er uns Einblick verschafft in das persönliche Wollen und Denken des Apostels (vgl. 48,949f; 33,928ff; 21,III,399; 70,1ff).

Philipper 1

1 Paulus und Timotius, Sklaven Jesu Christi, allen den Heiligen in Christus Jesus, den seienden in Philippi, samt Aufsehern und Diakonen.14


2 Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und (dem) Herrn8 (od.: HERRN) Jesus Christus.


3 Ich-danke meinem Gott bei jeder Erinnerung (an/Erwähnung von) euch -


4 allezeit in jedem Flehen (von) mir für euch alle, (indem) das Flehen mit Freude machend,15


5 - über eure Gemeinschaft1 an dem Evangelium vom dem ersten Tag (an) bis-zu dem jetzigen (Tag),


6 (weil/indem) eben (auf) dies vertrauend*, dass der angefangen-Habende° unter (od.: durch/in) euch (ein) gutes Werk,1 er-(dieses auch)-zur-Erfüllung-(od.: zum Ziel)-bringen-wird bis (zum) Tag Jesu Christi,13


7 so-wie (es für) mich gerecht ist dies in-Bezug-auf euch alle zu-sinnen~, deswegen (weil ihr) mich in dem Herzen habt~,9 sowohl in meinen Banden (als) auch in der Verteidigung und Bestätigung des Evangeliums, (weil) ihr alle meine Mitgemeinschafter (in) der Gnade seiend.


8 Denn mein Zeuge (ist) Gott, wie ich-verlange-nach~ euch allen in (meinen) Innersten (Gefühlen von/zu) Christus Jesus.


9 Und (um) dieses bete-ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überfließe~ in Erkenntnis und jeder (Art von) Erfahrung (od.: Einsicht),


10 auf dass ihr-(iteratives Präs.: immer wieder?)-prüft~ das sich-Unterscheidende,12 damit ihr aufrichtig seid~ und ohne-Anlass-zum-Anstoß in-Bezug-auf (den) Tag Christi,13


11 (indem/wobei) erfüllt* (mit) Frucht (der) Gerechtigkeit,2 der durch Jesus Christus, zu Herrlichkeit und Lob Gottes.


12 Aber ich-wünsche, (dass) ihr-erkennt~ Brüder, dass das in-Bezug-auf mich (d.h. meine Umstände) vielmehr zum Fortschritt des Evangeliums gekommen-ist* (d.h. gedient hat),


13 sodass meine Banden in Christus (d.h. als solche, die im Glauben ihren Grund haben) in dem ganzen Prätorium7 und (bei) allen den übrigen (Gläubigen?/Leuten?/Orten?) offenbar wurden,


14 und die meisten der Brüder, - (indem/nachdem) im Herrn Vertrauen-gefasst-habend* (durch) meine Banden, - (es) um-so-mehr wagen~ furchtlos das Wort ´Gottes` zu-sprechen.


15 Einige zwar auch wegen Neid und Zank, einige aber predigen den Christus (od.: den Messias) auch wegen Wohlgefallen (od.: Wohlwollen),


16 die einen aus Liebe, - (weil) wissend*, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums eingesetzt-bin~, -


17 die anderen verkündigen den Christus aus Streitsucht (od.: Eigennutz), nicht in-lauterer-Art-und-Weise, (indem) wähnend (mir) Bedrängnis zu-erwecken~ (in) meinen Banden.


18 Was (macht es) denn (schon aus)? Außer, dass (od.: wird doch) auf jede Art-und-Weise, sei-es (aus) Vorwand, sei-es (in) Wahrhaftigkeit, Christus verkündigt-wird, und in diesem freue-ich-mich, ja auch (weiterhin) werde-ich-mich-freuen,


19 denn ich-weiß*, dass mir dies zur Errettung (d.h. zur Haftentlassung?)17 ausschlagen-wird durch euer Flehen und (durch) Unterstützung des Geistes Jesu Christi,


20 gemäß dem erwartungsvollen-Harren und (der) Hoffnung (von mir), dass ich in gar-nichts werde-beschämt-werden, sondern in völliger Freimütigkeit wie allezeit (so) auch nun Christus in meinem (od.: durch meinen) Körper großgemacht-werden-wird, sei-es durch Leben, sei-es durch Tod.16


21 Denn (für) mich, das zu-leben~10 (ist) Christus und das zu-versterben° (ist) Gewinn.


22 Wenn aber das (auf dieser Erde) im Körper zu-leben~ (meine Bestimmung ist, dann bedeutet) dies (für) mich Frucht (des) Werkes, und was ich-(Med.: für-mich)-erwählen-soll, weiß-ich nicht.11


23 Aber ich-werde-bedrängt von den zwei (Möglichkeiten): die Begierde habend zu dem Aufbrechen3 und zusammen-mit Christus zu-sein~, ´denn` viel, vielmehr besser (wäre dies),


24 aber das bei-(euch)-Bleiben~ ´in` dem Körper (ist) notwendiger wegen euch.

25 Und (indem) darauf vertraut-habend* weiß-ich*, dass ich-bleiben-werde und (bei) euch allen dableiben-werde (d.h. am Leben bleibe) zu eurem Fortschritt und (zur) Freude des Glaubens,


26 damit euer Ruhm in Christus Jesus meinetwegen überreich-sei~ durch meine erneute Anwesenheit bei euch (od.: durch meine Ankunft zu euch).


27 Nur in-würdiger-Art-und-Weise des Evangeliums des Christus führt-euer-Bürgerleben~,18 damit, sei-es (nachdem) kommend° und euch sehend°, sei-es abwesend~, ich das (folgende) über euch höre~: (nämlich) dass ihr-dasteht4 in einem Geist (mit/und) einer Seele zusammen-den-Wettkampf-betreibend (Dat.commodi: für) den Glauben des Evangeliums,19


28 und (euch) nicht in irgendeiner-Weise einschüchtern-lassend~ von den Widersachern~, was (für) sie (ein) Beweis (des) Verderbens ist, aber eurer Errettung, und dies5 von Gott,


29 weil euch wurde-gnädig-geschenkt das für Christus, (nämlich) nicht nur das auf ihn zu-vertrauen~, sondern auch das für ihn zu-leiden~,


30 (da/indem) den selben (inneren?) Kampf habend, (einen) derartigen wie ihr (ihn) an mir saht6 und nun von mir hört.


Philipper 2


1 Wenn (es) also irgendeine Ermahnung (od.: Ermunterung) in Christus (bei euch gibt; od.: euch etwas bedeutet), wenn irgendwelches Trostmittel (der) Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft (des) Geistes, wenn irgendeine (Art von) Innersten (Gefühlen) und Bejammerungen (od.: Äußerungen des Mitleids),


2 (dann) erfüllt meine Freude, dass ihr das selbe sinnt~,15 die selbe Liebe habend, einmütig das Eine sinnend,


3 nichts nach Streitsucht, auch-nicht nach eitler-Prahlerei, sondern (in) der18 Demut einander für überragender haltend als sich-selbst,


4 nicht (nur auf?) die eigenen (Dinge/Wünsche ein) ´jeder` (einzelne) achtgebend, sondern jeder (einzelne) ´auch` (auf) das (der) andersartigen.16


5 Dies sinnt~ unter euch, was auch in Christus Jesus (war),12


6 welcher, - (obwohl) in Gestaltⱽ13 Gottes existierend,14 - die ident seienden~ (Pl.Neut.: Attribute mit) Gott nicht für (einen) Raub7 hielt,


7 sondern sich-selbst entleerte,6 (indem/als die) Sklaven Gestalt annehmend° in FastGleichheitⱽ4 (von) Menschen geworden° und (indem in) äußerer-Erscheinungⱽ13 wie (ein) Mensch erfunden-worden°(,/.)


8 demütigte-er (od.: Er demütigte) sich-selbst, (indem) gehorsam geworden° bis-zum Tod, (ja) sogar (zu einem Verbrecher-) Tod (am) Kreuz.


9 Und deshalb darüber-hinaus-erhöhte ihn Gott und gnädig-schenkte-er ihm den Namen, den (Namen) über jedem Namen,


10 damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich-beuge°: (der) Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen,


11 und jede Zunge frei-heraus-bekenne: HERR5 (ist) Jesus Christus zur Herrlichkeit Gottes (des) Vaters.


12 Daher9 meine Geliebten, so-wie ihr allezeit gehorchtet, nicht nur ´wie` in meiner Anwesenheit, sondern nun viel vielmehr in meiner Abwesenheit, mit Furcht und Zittern1 vollendet~2 die eigene Errettung!


13 Denn Gott ist der in (od.: bei) euch Bewirkendeⱽ sowohl das Wollen~ als-auch das wirksam-sein~ⱽ für das Wohlgefallen (Gottes?/des Gläubigen?).20


14 Alles tut~ ohne Murren und zögernde-Überlegung,


15 damit ihr untadelige und unverdorbene Kinder Gottes seid, makellose inmitten (eines) krummen und verbogenen* Geschlechts, unter denen ihr-scheint (od. Imp.: scheinen sollt) wie Lichtkörper3 im Kosmos,


16 (indem das) Wort (des) Lebens darstellend (od.: festhaltend), mir zum Ruhm auf (den) Tag Christi, dass ich nicht ins Leere lief und nicht ins Leere mich-abmühte.


17 Jedoch, wenn ich auch (als) Trankopfer19 gespendet-werde bei dem Opfern und (dem) priesterlichen-Dienst eures Glaubens, freue-ich mich und ich-freue-(mich)-mit~ euch allen.


18 Des gleichen aber freut~ auch ihr euch und freut-euch-mit~ mir!


19 Ich-hoffe aber im Herrn Jesus, Timotius schnell (zu) euch zu-schicken°, damit auch-ich wohl-in-der-Seele-bin~, (wenn) erkennend° das euch Betreffende.


20 Denn ich-habe keinen Gleichgeseelten, (einen) solchen-der in-echter-Art-und-Weise (für) die euch betreffenden (Pl.: Bedürfnisse) sorgen-wird,


21 denn sie alle8 suchen die Ihrigen (Pl. Bedürfnisse/Interessen), nicht die ´Jesu Christi`.


22 Seine Bewährung aber kennt-ihr, dass er wie Vater (und) Kind zusammen-mit mir sklavte für das Evangelium.


23 Diesen also hoffe-ich in-der-Tat zu-schicken, sobald ich die mich betreffenden (Pl.: Umstände) absehe.


24 Aber ich-bin-überzeugt* im Herrn, dass auch ich-selbst schnell kommen-werde.10


25 Ich-halte°11 (es) aber (für) notwendig, Epaphroditus,10 den Bruder und Zusammenwirkenden und Mitkrieger (von) mir, - aber euren Abgesandten und priesterlichen-Amtsdiener meines Bedarfs, - zu euch (zurück) zu-schicken,


26 da-(er)-ja-nun (danach) verlangend~ war~ euch alle ´zu-sehen` und sich-ängstigend, deshalb-weil ihr-hörtet, dass er-(körperlich)-schwach-war.


27 Denn (körperlich)-schwach-war-er° wirklich, (sogar dem) Tod nahekommend, doch Gott erbarmte-sich seiner, aber nicht nur seiner, sondern auch meiner, damit ich nicht Betrübnis über Betrübnis hätte°.17


28 Um-so-eiliger also schicke-ich (Aor. des Briefstils) ihn, damit, (nachdem) ihn sehend°, wieder ihr-euch-freut und-ich unbetrübter sei~.


29 Also nehmt-auf~ ihn im Herrn mit völliger Freude, und die so-Beschaffenen haltet~ in Ehren,


30 weil wegen des Werkes ´Christi` nahte-er-sich bis-an (den) Tod, (indem/als) das Leben riskiert-habend°, damit er-wieder-auffülle° euren Mangel des priesterlichen-Dienstes für mich.


Philipper 3


1 Im Übrigen meine Brüder freut-euch~11 im Herrn! Euch das selbe zu-schreiben~ (ist) mir einerseits nicht lästig, (für) euch aber sicher (d.h. es dient eurer Sicherheit).


2 Hütet-euch-vor~ den Hunden,13 Hütet-euch-vor~ den üblen Arbeitern, Hütet-euch-vor~ der Zerschneidung (od.: Kastrierung)!


3 Denn wir sind die (wirkliche?/geistliche?) Beschneidung, die (im/durch) Geist Gottes Gottesdienst-Verrichtenden und sich-Rühmenden in Christus Jesus und nicht auf Fleisch9 Vertrauenden*,


4 obwohl ich auch auf Fleisch Vertrauen haben~ (könnte). Wenn irgendein anderer meint, auf Fleisch vertrauen-zu* (dürfen, dann) ich (noch) vielmehr:14


5 (weil hinsichtlich) Beschneidung (ein) Achttägiger, aus Geschlecht Israels, (vom) Stamm Benjamin, Hebräer von Hebräern, nach (dem) Gesetz (ein) Pharisäer,


6 nach (dem) Eifer verfolgend die Versammlung, nach (der) Gerechtigkeit, - der im Gesetz (Mose seienden), - untadelig geworden°.


7 ´Jedoch` solche-(Dinge)-die mir Gewinne15 waren~, diese habe-ich-(Perf.: letztlich)-gehalten* (für eine) Einbuße15 wegen dem Christus.


8 Jedoch in-der-Tat halte-ich (Präs.: seither?) auch (dafür, dass) alle (diese Dinge/Vorrechte) Einbuße sind~, wegen des Überragenden (Vorrechts) der ErKenntnis Christi Jesu meines Herrn, wegen demjenigen ich alle diese (Dinge) einbüßte°,1 - und ich-halte-es (Präs.: immer noch für) Dreck4 - damit ich Christus gewinnen-möge°2


9 und erfunden-würde°2 in ihm, - (indem) nicht meine Gerechtigkeit habend, die aus Gesetz, sondern die durch Vertrauen (auf) Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Vertrauens, -


10 um ihn zu-erkennen°2 und die Macht seiner Auferstehung und ´die` Gemeinschaft seiner Leiden, (indem) gleichgestaltet-werdend seinem Tod,


11 ob ich etwa (od.: vielleicht) hingelangen-möge°2 zu der Herausauferstehung, der aus (den) Toten.


12 Nicht (als ob ich damit sagen möchte), dass ich (es/ihn) schon in-Empfang-nahm°10 oder schon vollkommen-gemacht-bin*, aber ich-verfolge3 (es/ihn), ob ich (es/ihn) auch ergreifen-könne°, weil (od.: ...dass, wozu) auch ich von Christus ´Jesus` ergriffen-wurde°.


13 Brüder, ich meine nicht, (es/ihn) selbst (schon) ergriffen-zu-haben*, eines aber (tue ich, indem) einerseits das Hinten (liegende) bewusst-vergessend, andererseits (nach) dem Vorne (liegenden) mich-ausstreckend,6


14 im-Hinblick-auf (das) erspäte-Ziel verfolge-ich (es/ihn), zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes droben in Christus Jesus.


15 Also alle-die Vollkommenen,7 dies wollen-wir-sinnen~, und wenn ihr (in) irgendetwas andersartig sinnt (d.h. anderer Meinung seid), auch dies wird-enthüllen euch Gott.


16 Jedoch, zu (dem) was wir-erreichten, (in) dem selben (Präs.: lasst uns Schritt für Schritt)-in-einer-Reihe-marschieren~ (d.h. in Übereinstimmung bleiben).


17 Seid~ meine Mitnachahmer Brüder, und gebt-acht-auf~ die so den-Lebenswandel-führenden, insofern-als ihr uns (als) Vorbild (od.: als Muster) habt!


18 Denn viele8 führen-den-Lebenswandel, (von) denen ich euch vielmals (Impf.: immer wieder) sagte~, nun aber auch weinend sage: die Feinde des Kreuzes des Christus (sind sie),


19 (von) denen das Ende Verderben (ist), deren Gott der Bauch16 (ist) und deren Herrlichkeit in ihrer Schande (besteht), die das Irdische Sinnenden.


20 Denn unsere Staatsbürgerschaft 5 existiert in (den) Himmeln, von woher wir auch (als) Erretter (den) Herrn Jesus Christus sehnlichst-erwarten,


21 der den Körper unserer Erniedrigung äußerlich-umwandeln-wird, (zu einem) innerlich-gleichgestalteten dem Körper seiner Herrlichkeit,12 gemäß der Wirksamkeit (nämlich) seines fähig-seins~ sich auch alle die (Dinge; od.: alles/das All) unterzuordnen°.


Philipper 4


1 Daher, meine geliebten und ersehnten Brüder, (meine) Freude und mein Kranz, so1 steht-da~ im Herrn, Geliebte!


2 Euodia15 ermahne-ich10 und Syntyche15 ermahne-ich,10 das selbe zu-sinnen~ im Herrn.


3 Ja, ich-bitte auch dich, echter Jochgenosse,7 nimm-dich-mit-an~ ihrer. (Sie sind) solche-die in dem Evangelium (mit) mir zusammen-den-Wettkampf-betrieben, sowohl (mit) Klemens als-auch (mit) den übrigen meiner Zusammenwirkenden, (von) denen die Namen im Buch (des) Lebens (stehen).11


4 Freut-euch~ im Herrn allezeit, wieder will-ich-sagen, freut-euch~!


5 Das Nachgiebigeⱽ5 (von) euch soll-bekannt-werden allen Menschen. Der Herr (ist/ist euch)6 nahe.


6 Nichts sorgt~, sondern in allem (durch) das Gebet und das Flehen, (begleitet) mit Danksagung, sollen-bekanntgemacht-werden~ eure Erbetenen (Anliegen)2 bei Gott.


7 Und der Friede Gottes, der jeden Verstand überragende, wird-bewachen eure Herzen und eure Gedanken (od.: Gedankenwelt?) in Christus Jesus.


8 Im Übrigen, Brüder, alles-was wahr ist, alles-was ehrwürdig, alles-was gerecht, alles-was rein, alles-was zum Gernhaben (od.: lieblich), alles-was wohllautend4 (ist), wenn (es) irgendeine Tugend und wenn (es) irgendein Lob (gibt), diese (Dinge) erwägt~!


9 Was ihr auch lerntet und übernahmt und hörtet und an mir saht, diese (Dinge) praktiziert~! Und der Gott des Friedens wird-sein mit euch.


10 Ich-freute-mich aber großartig im Herrn, dass ihr schon (wieder) einmal das an mich Denken~ wieder-aufblühen-ließet°, worauf ihr auch (Impf.: immer wieder) bedacht-wart~, aber ihr-hattet-keinen-(gelegenen)-Zeitpunkt~.


11 Nicht, dass ich (dies) aufgrund-von Mangelhaben sage, denn ich lernte, - in welchen (Umständen) ich-(auch)-bin, - selbstgenügsam zu-sein~.


12 Ich-weiß* sowohl mich-zu-kasteien~, ich-weiß* auch Überfluss-zu-haben~, in allem (Sg.) und in allen (Pl.: Dingen) bin-ich-eingeweiht*,14 sowohl gesättigt-zu-werden~ (als) auch zu-hungern~, sowohl Überfluss-zu-haben~ (als) auch Mangel-zu-haben~.


13 (Zu/in) allem bin-ich-stark in dem mich innerlich-mächtig-Machenden~.


14 Jedenfalls, tatet-ihr in-rechter-Weise, (indem) mit-Gemeinschaft-habend-an°12 meiner Bedrängnis.


15 Ihr-wisst* aber auch, ihr Philipper, dass im Anfang des Evangeliums, als ich von Mazedonien herauskam, keine Versammlung (mit) mir Gemeinschaft-hatte zur Konto-Abrechnung (von) Ausgaben und Einnahmen,8 außer ihr allein.


16 Denn auch (als ich) in Thessalonich (war), schicktet-ihr mir auch einmal und zweimal3 (etwas) für meinen Bedarf.8


17 Nicht, dass ich-strebe-nach der Gabe, sondern ich-strebe-nach dem Zins, dem sich-VerMehrenden zu eurem Konto-Guthaben (d.h. die Zinsen für euch).


18 Aber alles habe-ich-empfangen~8 und ich-habe-Überfluss, ich-bin-erfüllt*, (nachdem) von Epaphroditus die von euch (übermittelten Gaben) empfangen-habend°, (ein) Duft (des) Wohlgeruchs, (ein) willkommenes (od.: angenehmes) Schlachtopfer, (ein) wohlgefälliges (Schlachtopfer für) Gott.


19 Aber mein Gott wird-erfüllen all euren Bedarf13 nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.


20 Aber unserem Gott und Vater (sei) die Herrlichkeit in die Zeitalter der Zeitalter (d.h. in alle Ewigkeit), Amen.


21 Grüßt jeden Heiligen in Christus Jesus! (Es) grüßen euch die Brüder bei mir.


22 (Es) grüßen euch alle die Heiligen, am-meisten aber die aus des Kaisers Haus.9


23 Die Gnade des Herrn Jesus Christus (sei) mit eurem Geist.
 

Zu Kolossern

Die Stadt Kolossä

Kolossä war eine wohlhabende und wasserreiche Stadt in der Provinz Phrygien in Kleinasien, am Fluss Lykos gelegen. Die Einwohner Phrygiens waren fanatische Anhänger der Muttergottheit Kybele. Schon seit dem 6.Jhdt. v.Chr. lebten Juden in der Gegend, bei denen ekstatische Einflüsse Eingang gefunden hatten, wie sich auch in den späteren Jahrhunderten bei den christlichen Montanisten wiederfanden. Nach Gründung der Stadt Laodizäa ca. 240 v.Chr., ging der Einfluss von Kolossä zurück. In Kolossä, wie auch in Laodizäa und Hierapolis, missionierte nicht Paulus selbst, sondern Epaphras in seinem Auftrag. Er wird im Brief lobend erwähnt (Kol 1,7-8; 4,12-13). Paulus ist der Gemeinde persönlich nicht bekannt (Kol 2,1). Die Stadt existiert heute nur mehr in Ruinen und ist unbewohnt (33,220).  

Einleitung Kolosserbrief

Der Kolosserbrief wurde schon von Ignatius, Justin dem Märtyrer, Theophilus von Antiochien, Irenäus, Clemens von Alexandria, Tertullian und Origenes zitiert. Sie alle schrieben den Brief dem Apostel Paulus zu. Die Christologie des Kolosserbriefes stimmt mit der des Philipperbriefes und der Johannesbriefe überein. Was den Gnostizismus angeht, so war der liberale schottische Gelehrte Moffatt der Überzeugung, dass es die frühe Stufe des Gnostizismus, die wir im Kolosserbrief vorfinden, schon im ersten Jahrhundert aufgrund einer Verschmelzung verschiedener geistlicher Strömungen gegeben haben könnte. Als einer der "Gefangenschaftsbriefe" könnte der Kolosserbrief entweder aus der Gefangenschaft in Cäsarea geschrieben worden sein, eher aber aus dem zweijährigen Hausarrest in Rom (Apg 23,23; 24,27). Man hat auch eine mögliche Gefangenschaft in Ephesus vorgeschlagen, obwohl dies unwahrscheinlicher ist. Am wahrscheinlichsten ist wohl eine Abfassung am Anfang des zweijährigen römischen Hausarrests, etwa um 60 n.Chr. (Apg 28,30-31). Im Jahr 60 n.Chr. zerstörte ein schweres Erdbeben die Umgebung und auch einen Teil der Stadt (Tacitus, Analen 14,27), wovon im Brief aber keine Erwähnung gemacht wird, vielleicht weil die Kunde davon noch nicht bis nach Rom zu Paulus vorgedrungen war. Den Anlass des Schreibens bildete eine in die Gemeinde eingedrungene Irrlehre, die eine merkwürdige Frömmigkeit in Verbindung mit Schicksalsglauben und Verehrung von Gestirnen vertrat, den Glauben an Christus jedoch daneben bestehen ließ. Durch den Brief soll die Gemeinde zu der durch den Gemeindegründer Epaphras vermittelten, apostolischen Lehre zurückgeführt werden (vgl. 48,983f; 33,220; 21,III,477; 65,II,433).

Kolosser 1


1 Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und Timotius der Bruder,


2 den in Kolossä8 (seienden) Heiligen und Treuen Brüdern in Christus. Gnade euch und Friede von Gott unserem Vater.


3 Wir-danken (dem) Gott Vater unseres Herrn Jesus ´Christus` allezeit, (wenn) für euch betend,


4 (seitdem/weil) gehört-habend° (von) eurem Vertrauen in Christus Jesus und (von) der Liebe ´die ihr` zu allen den Heiligen ´habt`,


5 wegen der Hoffnung,10 der für euch in den Himmeln aufbewahrt-Bereitliegenden~, (von) der ihr-zuerst-hörtet11 in dem Wort (von?) der Wahrheit (od.: dem wahrhaftigen Wort) des Evangeliums (entw.: das ist das Evangelium; od.: …, welches das Evangelium ist),


6 des zu euch Gekommenen°, so-wie (es) auch in der ganzen Welt ist, (wobei; Med.: aus sich heraus)-fruchtbringend und wachsend,23 so-wie auch unter euch, seit dem Tag, (an dem/da) ihr die Gnade Gottes in Wahrheit hörtet und erkanntet,


7 so-wie ihr (es) von Epaphras24 lerntet, unserem geliebten Mitsklaven, der (ein) treuer Diener des Christus für ´euch` ist,


8 der uns auch eure Liebe im Geist offenkundig-gemacht-Habende°.


9 Deshalb auch wir, seit dem Tag (an dem) wir-(es)-hörten,3 ruhen-wir nicht, (indem) für euch betend und bittend, damit ihr-erfüllt-würdet (mit) der Erkenntnis seines Willens in jeder11 (Art von) Weisheit und geistlichem Verständnis,


10 um-den-Lebenswandel-zu-führen (in) des Herrn würdiger-Art-und-Weise, zu jedem WohlGefallen, (indem?/wobei) in jedem guten Werk fruchtbringend34 und wachsend (durch) die Erkenntnis Gottes,35


11 (weil/indem) mit aller Machtⱽ mächtig-gemacht-werdend nach der Kraftⱽ seiner Herrlichkeit zu jeder (Art von) geduldigem-Ausharrenⱽ und Langmutⱽ mit Freude


12 (seid/indem) dankend12 dem Vater, - dem euch tauglich-gemacht-Habenden° zu dem Anteil des Loserbteils der Heiligen in dem Licht,13 -


13 welcher uns rettete aus dem Herrschaftsbereich der Finsternis und (uns) versetzte33 hinein-in die Königsherrschaft des Sohnes seiner Liebe (vgl. Apg 26,18),


14 in welchem (d.h. dem Sohn) wir die Erlösung haben, den Erlass der Sünden,


15 welcher ist25 Bild des unsichtbaren Gottes14, Erstgeborener4 jeder Schöpfung,


16 weil in ihm15 wurde-geschaffen° das All (od.: alle Dinge) in den Himmeln und auf der Erde, die Sichtbaren und die Unsichtbaren, seien-es Throne, seien-es Herrschaften, seien-es Hoheiten, seien-es Autoritäten, diese alle,16 durch ihn und hin-auf (od.: für) ihn ist-es-(Perf.: ein für alle Mal)-geschaffen-worden*,


17 und er ist vor (zeitlich und/oder rangmäßig) allen (Dingen/Elementargeistern?), und das All (od.: alle Dinge),26 in ihm15 hält-es-zusammen*.7


18 Und er ist das Haupt des Leibes, (nämlich) der Versammlung, welcher ist Anfang, Erstgeborener4 aus den Toten, damit er (es) sei°, in allen (Beziehungen) den-ersten-Platz-habend,


19 weil (es) der ganzen Fülle9 (der Gottheit, wie Kol 2,9) wohlgefiel in ihm (d.h. in Christus)  beständig-zu-wohnen°5


20 und durch ihn (d.h. durch Christus) die alle26 wieder-völlig-zu-versöhnen°17 hin-zu (sich) selbst (d.h. zu Gott), - (indem/nachdem?) Frieden-machend° durch das Blut seines Kreuzes,18 - ´durch ihn` (alles wieder völlig zu versöhnen), seien-es die (Pl.Neut.: Dinge) auf der Erde, seien-es die (Pl.Neut.: Dinge) in den Himmeln.27


21 Und (auch?) euch (Nationen?), - (obwohl) einst seiend ausgeschlossen-worden* und Feinde der Gesinnung (nach) in den bösen Werken, -


22 (hat) er aber nun wieder-völlig-versöhnt° in dem Körper seines Fleisches19 durch den Tod, (um)28 euch darzustellen° heilig und makellos und unanklagbar im-Angesicht-von ihm,


23 wenn-wirklich20 ihr (was ich annehme) bei dem Glauben dabeibleibt, (und zwar?) gegründet* und festsitzend und nicht (Präs.: Stück um Stück)-fortbewegt-werdend weg-von der Hoffnung des Evangeliums, - das ihr-hörtet, das gepredigt-Werdende° in der ganzen Schöpfung unter dem Himmel, - (für) dasjenige ich, Paulus,1 (ein) Diener wurde.


24 Nun freue-ich-mich in den Leiden (die ich ertrage?) für euch, und ich-fülle-stellvertretend-aus6 den Mangel (od.: meiner Rückstände an) den Bedrängnissen des Christus (Gen.obj.: um Christi willen) in meinem Fleisch (d.h. in meinem Körper) für seinen Leib, der die Versammlung ist,


25 deren Diener ich wurde nach der Verwaltung Gottes, der mir gegeben-Wordenen° für euch (Nationen?), (um) das Wort Gottes2 zu-erfüllen,


26 das Geheimnis,21 das vor den Zeitaltern und vor den Generationen völlig-verborgene*, nun aber wurde-es-offenbart seinen Heiligen,31


27 denen Gott bekannt-machen° wollte°, was der Reichtum (Sg.Mask.) an Herrlichkeit (Gen.qual.) dieses Geheimnisses (Sg.Neut.) unter den Nationen (ist), welcher (Sg.Mask. = Reichtum) ist: Christus unter (od.: bei) euch (Nationen?), die Hoffnung (Gen.obj.: auf) die Herrlichkeit,


28 den wir22 verkündigen, (indem/wobei) jeden Menschen zurechtweisend29 und jeden Menschen lehrend, in jeder (Art von) Weisheit,30 damit wir jeden Menschen vollkommen21 (od.: erwachsen) in Christus darstellen°.32


29 Und dafür mühe-ich-mich-ab, (indem) kämpfend nach seiner Wirksamkeit, der in mir wirksam-Seienden in Macht.


Kolosser 2


1 Denn ich-will, (dass) ihr-wisst*, wie-großen Kampf ich für euch habe18 und (für) die in Laodizäa und (für) alle-die mein Angesicht im Fleisch nicht gesehen-haben* (d.h. die ihn nicht persönlich kennen),


2 damit ihre Herzen ermutigt-würden, (indem/weil) zusammengehalten-werdend° in Liebe und zu allem Reichtum der völligen-Gewissheit (od.: der ganzen Fülle) an Verständnis, zur vollenErkenntnis des Geheimnisses Gottes, (das ist:) Christus,


3 in dem11 alle die Schätze der Weisheit und ErKenntnis völlig-verborgen sind.


4 Dies sage-ich, damit euch keiner in falscher-Überredungskunst überliste~.12


5 Denn wenn ich auch dem Fleisch (nach: d.h. körperlich) abwesend-bin, (so) bin-ich doch dem Geist (nach) zusammen-mit euch, (indem/wobei) mich-freuend und (indem?/weil?) erblickend eure Ordnung15 und die Festigkeit eures Vertrauens auf Christus.


6 Wie ihr also den Messias Jesus (als?) den Herrn annahmt, (so) führt-den-Lebenswandel~ in ihm,


7 (indem/seid) gewurzelt-worden* und auferbaut-werdend in ihm und festgemacht-werdend (in) dem Glauben14 (w.: Vertrauen), so-wie ihr-gelehrt-wurdet, (seid/wobei) überfließend in Danksagung (od.: Dankbarkeit).


8 Seht-zu~, (dass) nicht jemand sein-wird,13 der euch als-Beute-Wegführende durch die Philosophie und leere Täuschung, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementargeistern des Kosmos1 und nicht nach Christus.


9 Denn in ihm (betont: allein?) wohnt~ (Präs.: ständig) die ganze Fülle der Gottheit, (und das) leibhaftig,4


10 und ihr-seid in ihm (Perf.: endgültig und dauerhaft) erfüllt-worden*, welcher ist das Haupt jeder Hoheit und Autorität,7


11 in dem ihr auch beschnitten-wurdet (mit einer) nicht-handgemachten Beschneidung6 in dem völligen-Ausziehen des fleischlichen Körpers (d.h. des alten Mensch), - in der Beschneidung des Christus, -


12 (indem/weil) mitbegraben-worden-mit° ihm in dem (od.: durch den) ´Taufakt`, in dem8 ihr auch mitauferweckt-wurdet durch den Glauben an die Wirksamkeit Gottes, des ihn auferweckt-Habenden° aus Toten.


13 Auch (od.: und) euch (Nationen),16 - (obwohl geistlich) tot seiend~21 ´in` den Fehltritten und der Vorhaut eures Fleisches, - er-(d.h. Gott)-machte-mitlebendig ´euch` zusammen-mit ihm, (wobei/nachdem/und) uns alle die Fehltritte gnädig-verzeihend°,


14 (und) ausgewischt-habend° die gegen uns (sprechende) SchuldHandschrift2 (aufgrund) der Verordnungen (des mosaischen Gesetzes; Röm 3,9ff), welche uns (feindlich) entgegenstehend war~, und (auch) sie (d.h. die Schuldhandschrift) weggenommen-hat * (Perf.: ein für alle Mal) aus der Mitte, (indem/und) sie (an) das Kreuz annagelnd°,22


15 (und/wobei) völlig-entkleidend° (od.: entwaffnend) die Hoheiten und die Autoritäten7, stellte-er-(sie)-zur-Schau° in (der) Öffentlichkeit, (indem) sie im-Triumphzug-einherführend°3 (od. allg.: über sie triumphierend) in ihm.8 


16 Niemand richte~ euch also wegen Essen und wegen Trinken oder in Anbetracht (eines) Festes oder Neumondes oder (von) Sabbaten,5

17 (Dinge) die (nur ein) Schatten9 der Zukünftigen~ (Dinge) sind, aber der Körper (der den Schatten vorauswirft, ist) der (von) Christus.


18 Keiner aberkenne-den-Kampfpreis~ (von) euch, (indem sich selbst gefallen) wollend17 in (falscher?/vorgetäuschter?) Demut und religiöser-Verehrung der Engel,20 (in Bezug auf Dinge), die er-(angeblich?)-gesehen-hat*,19 (indem/als/nachdem) betretend,10 (wobei) vergebens aufgeblasen-werdend von dem Sinn seines Fleisches,


19 und nicht das Haupt festhaltend, von dem der ganze Leib, - (indem) durch die Gelenke und zusammenhaltenden-Bänder unterstützt-werdend und zusammengehalten-werdend, - das Wachstum Gottes (d.h. das, welches Gott erwartet) wächst.


20 Wenn ihr zusammen-mit Christus verstorben-seid weg-von den Elementen (od.: Elementargeistern) des Kosmos, warum lasst-ihr-euch-(Satzungen)-verordnen als-ob in (der) Welt Lebende?


21 Nicht sollst-du-anfassen, auch-nicht sollst-du-schmecken (d.h. kosten), auch-nicht sollst-du-berühren, -


22 (Dinge) die alle (bestimmt) sind zur Vernichtung durch Verbrauch, - (alles) nach den Befehlen und Belehrungen der Menschen (d.h. aufgrund von Menschengeboten),


23 solche-die zwar (einen/den) Ruf (von) Weisheit habend in eigenwilliger-Gottesverehrung, und (falscher) Demut, ´und` Nichtschonung (d.h. Kasteiung des) Körpers, (aber) nicht zur Ehre (von) irgendjemandem, (sondern) zur SelbstBefriedigung des Fleisches.


Kolosser 3


1 Wenn ihr also (mit) dem (verherrlichten) Christus19 mitauferweckt-wurdet, das Droben (seiende) sucht~, wo der (verherrlichte) Christus ist (zur) Rechten Gottes sitzend.


2 (Auf) die (Dinge) Droben seid-gesinnt~, nicht (auf) die (Dinge) auf der Erde!


3 Denn ihr-verstarbt, und euer Leben ist-verborgen* zusammen-mit dem Christus in Gott.


4 Dann-wenn der Christus ´euer` Leben offenbar-gemacht-wird, dann werdet-offenbar-gemacht-werden auch ihr zusammen-mit ihm in Herrlichkeit.5


5 Tötet-ab°20 also die KörperGlieder, die auf der Erde (d.h. irdisch sind): Hurerei,21 Unreinheit, Leidenschaft, üble Begierde,11 und die Habgier, welche Götzendienst ist,


6 durch welche (Pl.Neut.: Glieder, d.h. Sünden) der Zorn Gottes ´auf die Söhne des Ungehorsams` kommt,


7 unter welchen (Pl.Mask.: Menschen) auch ihr einst den-Lebenswandel-führtet, als ihr in diesen (Pl.Neut.: Gliedern, d.h. Sünden) lebtet~.


8 Nun aber legt-(Med.: von euch)-ab° auch ihr alle diese (Eigenschaften): Zornⱽ, Wutⱽ, Übelhaftigkeit, Schmähung (od.: Lästerung), Schandwort aus eurem Mund.18


9 Lügt~ nicht9 zu einander, (weil) völlig-ausgezogen-habend°10 den alten Menschen samt seinen Praktiken


10 und (weil) euch-angezogen-habend°10 den neuen (Menschen), der immer-wieder-neuartig-gemacht-Werdende1 zur Erkenntnis nach (dem) Bild des ihn geschaffen-Habenden°,


11 wo (es) nicht Grieche und Jude, Beschneidung und Vorhaut, Barbar, Skythe,17 Sklave, Freier gibt, sondern dieses alles (wirkt?) und in allen (lebt?) Christus.


12 Also zieht-(Med.: euch)-an° als Auserwählte Gottes, (als) Heilige und Geliebte*: Innersteⱽ (Gefühle des) Bejammernsⱽ, Mildeⱽ, Demutⱽ, Sanftmutⱽ, Langmut,


13 (wobei/damit?; besser als imperativisches Ptz.: Seid) einander ertragend und einander gnädig-verzeihend, - falls jemand gegen jemanden (einen) Tadel habe~, - sowie8 auch der Herr euch gnädig-verzieh,12 ebenso (verzeiht) auch ihr (gnädig).


14 Aber über (od.: zu) allen diesen (Eigenschaften von Vers 12 legt an) die Liebe, welche (ein/das) zusammenhaltendes-Band der Vollkommenheit2 ist.                                                                                                                                                                                                                                                                 


15 Und der Friede des Christus sei-Kampfpreisrichter~ in euren Herzen, zu welchem (Frieden) ihr auch berufen-wurdet in einem Leib,13 - und seid~ dankbar!


16 Das Wort von Christus14 wohne-inne~ reichlich unter (od.: in) euch: (seid/indem) in jeder (Art von) Weisheit einander lehrend und zurechtweisend7 (mit/durch) Psalmenⱽ, Hymnenⱽ, geistlichen Liedernⱽ, (seid/indem) in ´der` Gnade singend in (od.: mit) euren Herzen dem Gott.15 


17 Und alles, was auch-immer ihr-tut~ in Wort oder in Werk, alles (tut) im Namen (des) Herrn Jesus, (seid/wobei) dankend dem Gott Vater durch ihn.


18 Ihr Frauen, ordnet-euch-(Präs.: beständig)-unter~3 den (d.h. euren) Männern, wie es-sich-gehört~ im Herrn.


19 Ihr Männer, liebt~ (Präs.: anhaltend) die (d.h. eure) Frauen und nicht lasst-euch-bitter-machen~16 gegen sie.


20 Ihr Kinder,4 gehorcht~ den (d.h. euren) Eltern in allen (Stücken), denn dies ist wohlgefällig im Herrn.


21 Ihr Väter, nicht reizt-(iteratives Präs.: immer wieder)-auf~ eure Kinder, damit sie nicht mutlos-seien~.


22 Ihr Sklaven, gehorcht~ in allen (Stücken) den (d.h. euren) irdischen Herren (w.: den Herren nach dem Fleisch), nicht in Augensklaverei wie Menschengefällige, sondern in Einfalt (des) Herzens, (weil/indem/wobei) fürchtend den Herrn.


23 Was auch-immer ihr-tut~, aus (ganzer) Seele wirkt~ (es), wie (od.: als für) den Herrn und nicht (für) Menschen,


24 (weil) wissend*, dass ihr vom Herrn zurückerhalten-werdet die Vergeltung des Erbes (Gen epexeg., d.h.: das Erbe als Lohn). Dem Herrn Christus sklavt~!


25 Denn der Unrecht-Tuende (Sklave/irdische Herr) wird-sich-holen, was er-unrecht-tat, und es-ist~ kein Ansehen-der-Person.6

Kolosser 4


1 Ihr Herren, gewährt~ (Med.: von euch selbst aus) den Sklaven das Gerechte und die Fairness, (weil) wissend*, dass auch ihr (einen) Herrn im Himmel habt!


2 Haltet-an-bei~ dem Gebet, (indem/seid) in ihm wachend mit Danksagung,


3 (wobei/seid) gleichzeitig auch für uns betend, damit uns Gott (eine) Tür (Gen.obj.: für) das Wort8 öffne°, (um) das Geheimnis des Christus zu-reden°, - wegen dem ich auch gebunden-bin*,


4 - damit ich-(das Geheimnis)-offenbare°, so-wie (Präs.: es immer wieder) nötig-ist~ (für) mich zu-reden°.


5 In Weisheit führt-(Präs.: beständig)-den-Lebenswandel~ in-Bezug-auf die draußen, (wobei/seid) den (rechten) Zeitpunkt auskaufend!4


6 Euer Reden (sei) allezeit in Gnade (mit) Salz gewürzt*,7 um-zu-wissen*, wie es-nötig-ist~ einem jeden (einzelnen; iteratives Präs.: immer wieder; auf seine Einwendungen?) zu-antworten~.15


7 Alles das in-Bezug-auf mich, wird-bekanntmachen euch Tychikus, der geliebte Bruder und treue Diener und Mitsklave im Herrn,


8 den ich zu euch schicke°,9 - eben zu diesem, damit ihr-kennt° (od.: erfahrt) das uns betreffende und er eure Herzen ermutige°, -


9 zusammen-mit Onesimus,12 dem treuen und geliebten Bruder, der von euch ist. Alles das (was) hier (vorgeht) werden-sie-bekanntmachen euch.


10 (Es) grüßt euch Aristarchus, mein Mitkriegsgefangener, und Markus, der Cousin (von) Barnabas - über den ihr Aufträge (in Empfang)-nahmt, falls er zu euch kommt, empfangt ihn, -


11 und Jesus, der Justus Genannte~, die aus (der) Beschneidung seienden. Diese allein (sind mit mir) Zusammenwirkende für die Königsherrschaft Gottes, solche-die mir (ein) Zuspruch wurden.


12 (Es) grüßt euch Epaphras, der von euch (ist, ein) Sklave Christi ´Jesu`, allezeit kämpfend (od.: ringend)13 für euch in den Gebeten, damit ihr vollkommen (od.: erwachsen) dastehet° und gänzlich-erfüllt-worden-seid* in allem Willen Gottes.


13 Denn ich-bezeuge ihm, dass er viel Mühsal hat für euch und (für) die in Laodizäa und die in Hierapolis.6


14 (Es) grüßt euch Lukas, der Arzt, der geliebte, und Demas.1


15 Grüßt die Brüder in Laodizäa und (speziell?) Nymphan (Fem./Mask.) und die Versammlung in ihrem (od.: seinem) Haus!10


16 Und dann-wenn der Brief (allen) bei euch vorgelesen-wurde°, macht°, dass er auch in der Laodizäer Versammlung2 vorgelesen-werde°,14 und dass auch ihr den aus Laodizäa5 vorlest!


17 Und sagt11 (zu) Archippus: Sieh-auf~ den Dienst, den du im Herrn übernahmst, damit du ihn erfüllest~!


18 Der Gruß mit meiner, (des) Paulus, Hand.3 Erinnert-euch~ meiner Bande! Die Gnade (sei) mit euch.

 


Zu Thessalonichern A

 

Einleitung 1.Thessalonicherbrief

Thessalonich, gegründet 315 v.Chr, ist eine Stadt am thermaischen Meerbusen. Im Altertum wurde sie Therme genannt und von Antipaters Sohn Kassander zu Ehren seiner Frau Thessalonica in Thessalonich umbenannt. Im Altertum war Thessalonich der wichtigste Hafen von Makedonien. In römischer Zeit war sie die Hauptstadt der römischen Provinz Mazedonia. Wegen ihrer günstigen Lage an der Fernstraße "Via Egnatia", die Rom mit Byzanz verbindet, und als Knotenpunkt der Fernstraße, die von der Ägäis zur Donau führte, war sie ein bedeutender Handelsplatz. In der Stadt gab es viele ausländische Kulte, z.B. der Isis-, der Dioniysos und der Serapiskult. Die Stadt hatte zurzeit des Paulus ca. 100.000 Einwohner. Silvanus (latinisierte Form des Namens Silas), ist Mitautor des Briefes und stammte aus der Jerusalemer Urgemeinde. Er kam mit Paulus und Barnabas von Jerusalem nach Antiochia, von wo Paulus ihn dann auf die zweite Missionsreise mitnahm (Apg 15,40), auf der Paulus ca. 50 n.Chr. die Gemeinde in Thessalonich gründete. Timotheus war der Sohn eines heidnischen Vaters und einer judenchristlichen Mutter mit Namen Eunike. Er begleitete den Apostel von Lystra an auf dieser zweiten Missionsreise (vgl. Apg 16,1-3; 2Tim 1,5). Da Paulus bereits nach 3 Wochen zwangsweise die Stadt verlassen musste (Apg 17,10), schrieb er den 1.Thessalonicherbrief während des Aufenthalts in Korinth, schon ein paar Monate nach der Gemeindegründung, und zwar nicht lange nachdem Timotheus zu Paulus gekommen war (1Thes 2,17; 3,6). Da man annimmt, dass Gallio im Frühsommer des Jahres 51 n.Chr. seine Stelle als Prokonsul in Korinth antrat, muss Paulus dort Anfang 50 n.Chr. angekommen sein und schon bald darauf den 1.Thessalonicherbrief geschrieben haben. Fast alle Gelehrten datieren den Brief auf die Jahre 50/51 n.Chr. Die Gemeinde bestand zurzeit der Abfassung beider Briefe aus bekehrten Juden und ehemaligen gottesfürchtigen Heiden; vgl. Apg. 17,1-4; Php 4,16, 2Tim 4,10. (vgl. 48,1027; 33,1192; 21,IV,3ff; 52,V,761).

 

Das Thema des Briefes:  Die Gemeinde Gottes im Hinblick auf die Wiederkunft Christi

I.)  Der vorbildliche Glaube der Thessalonicher

II.) Das Vorbild des Paulus bei den Thessalonichern

III.) Die Sehnsucht des Paulus nach den Thessalonichern

IV.) Ermahnungen zu einem heiligen Lebenswandel und der Trost der Entrückung

V.)  Ermahnungen zur Wachsamkeit im Hinblick auf die Wiederkunft Christi

 

G. R. Harding Wood hat diese Unterteilung folgendermaßen zusammengefasst:

Der Christ, der die Wiederkunft unseres Herrn Jesus erwartet, hat keinen Platz für…

(1.)  Götzen in seinem Herzen (1,9-10)

(2.)  Nachlässigkeit in seinem Dienst (2,9.19)

(3.)  Spaltungen in seiner Gemeinde (3,12-13)

(4.)  Depressionen in seinem Geist (4,13-18)

(5.)  Sünde in seinem Leben (5,23).

 

Der Brief unterteilt sich in fünf Kapitel, am Ende jedes Kapitels gibt Paulus eine Anspielung und einen Ausblick auf die Wiederkunft Christi:

(1.)  in 1Thes 1,10: sie werden vor dem kommenden Zorngerichten gerettet

(2.)  in 1Thes 2,19; sie werden bei Christi sichtbarer Ankunft zum Ruhm der Apostel sein

(3.)  in 1Thes 3,13: denn sie werden bei Christi Ankunft untadelig sein

(4.)  in 1Thes 4,14ff: diese Untadeligkeit bekommen sie durch ihre vorherige Verwandlung bei der Entrückung

(5.)  in 1Thes 5,23: dann werden sie für immer vollständig untadelig an Geist, Seele und Körper sein

 

1.Thessalonicher 1


1 Paulus und Silvanus und Timotius6 der Versammlung (der) Thessalonicher1 in Gott (dem) Vater und (dem) Herrn Jesus Christus. Gnade euch und Friede.


2 Wir-danken Gott allezeit für euch alle, - (wobei/während) erinnernde-Erwähnung machend bei unseren Gebeten, (indem/weil) in-unaufhörlicher-Art-und-Weise


3 uns-erinnernd eures Werkes des Glaubens und der Mühe der Liebe und dem geduldigem-Ausharren der Hoffnung2 auf unseren Herrn Jesus Christus, vor unserem Gott und Vater,


4 - (weil) wissend*, von Gott geliebte* Brüder, um eure Auserwählung,7


5 weil unser Evangelium zu euch nicht nur im Wort geschah, sondern auch in Macht und in heiligem Geist und ´in` großer völliger-Gewissheit, da ihr-wisst*, welcher-Art (Leute) wir ´unter` euch wurden euret wegen.


6 Und ihr wurdet unsere Nachahmer und (die) des Herrn, (indem/da) das Wort in viel Bedrängnis annehmend° begleitet-von Freude heiligen Geistes,3


7 sodass ihr allen den Vertrauenden in der (Provinz) Mazedonien und in der (Provinz) Achaia (zum) Vorbild wurdet.


8 Denn von euch ist-herausgetönt* das Wort des Herrn nicht nur in der (Provinz) Mazedonien und ´in der` (Provinz) Achaia, sondern an jedem Ort hat-sich-herumgesprochen* euer Glaube,9 - der an den (wahren) Gott, - sodass wir nicht nötig haben~, (darüber) irgendetwas auszu-sprechen~.


9 Denn sie-selbst berichteten über uns, welcher-Art Eingang wir bei euch hatten und wie ihr-euch-umwandtet° hin-zu dem (wahren) Gott, weg-von den Götzen,8 (um einem) lebendig seienden und wahrhaftigen Gott zu-sklaven~


10 und (um) seinen Sohn aus den Himmeln zurück-zu-erwarten~, den er aus ´den` Toten auferweckte, Jesus, den uns Retten-Werdendenⱽ vor4 dem Zorn, dem kommen-werdenden.5

1.Thessalonicher 2


1 Denn ihr selbst wisst* Brüder, (um) unseren Eingang, - den bei euch, - dass er nicht vergeblich gewesen-ist*,


2 sondern, (obwohl/nachdem) vorher-gelitten-habend° und misshandelt-werdend° - so-wie ihr-wisst* - in Philippi,11 redeten-wir-freimütig in unserem Gott, (um) das Evangelium Gottes zu euch zu-sprechen° in (od.: unter) viel Kampf (vgl. Apg 17,5-10).


3 Denn unsere Ermahnung (geschah) nicht aus Irrtum und nicht aus unreiner-Gesinnung und nicht mit BeTrug,


4 sondern so-wie wir von Gott für-tauglich-befunden-worden-sind*,1 (um mit) dem Evangelium betraut-zu-werden°, so sprechen-wir, nicht als (od.: wie) Menschen Gefallende, sondern Gott, dem Prüfenden unsere Herzen.


5 Denn weder traten-wir-auf jemals mit Schmeichelei Wort (d.h. mit schmeichelnden Worten), so-wie ihr-wisst*, noch unter (einem) Vorwand (von) Habgier, Gott (ist) Zeuge,


6 noch Ehre von Menschen erstrebend, weder von euch noch von anderen,6


7 - (obwohl) könnend in Gewichtigkeit (od.: Last/Beschwerlichkeit) aufzutreten~ als Christi Apostel12 - sondern wir-wurden unmündig (manche Hs.: zart) in eurer Mitte, sowie auch-immer (eine) Nährmutter13 ihre Kinder hegt~,


8 so - (weil) Sehnsucht-habend (nach) euch - war-es-uns-wohlgefällig~, euch nicht nur das Evangelium Gottes mitzugeben, sondern auch unsere eigenen Herzen (w.: Seelen, od.: Leben), deshalb-weil ihr uns Geliebte wurdet.


9 Denn ihr-erinnert-euch, Brüder, an unsere Mühe und die mühsame-Arbeit, (indem) Nacht und Tag arbeitend,7 - um nicht jemandem von euch beschwerlich-zu-sein, - predigten-wir das Evangelium Gottes zu euch.


10 Ihr (seid) Zeugen und Gott, (in) wie frommer und gerechter und untadeliger-Art-und-Weise wir-wurden (gegenüber) euch, den Vertrauenden,


11 gleichwie ihr-wisst*, wie (wir) einen jeden (einzelnen)14 von euch, wie (ein) Vater seine-eigenen Kinder,


12 euch ermahnend und tröstend und beteuernd (waren), um den Lebenswandel-zu-führen~ in-würdiger-Art-und-Weise des Gottes, des euch in seine Königsherrschaft und Herrlichkeit Berufenden.2


13 Und deswegen danken auch wir Gott in-unaufhörlicher-Art-und-Weise, weil, (als) von uns übernehmend° (das) Wort (der) Kunde (Gen.auctoris: von) Gott, ihr (es) nicht (als) Menschen Wort annahmt, sondern so-wie es wahrhaft ist, (als) Gottes Wort, das auch in (od.: unter) euch, den Vertrauenden, wirksam-ist.


14 Denn ihr Brüder, wurdet Nachahmer der Versammlungen Gottes, die seienden in der (Provinz) Judäa in Christus Jesus, weil auch ihr das selbe von den eigenen Stammesgenossen erlittet so-wie auch sie von den Juden,


15 den auch den Herrn Jesus getötet-Habenden° und die Propheten und uns heftig-verfolgt-Habenden° und Gott nicht Gefallenden und allen Menschen feindlich-Entgegengerichteten,8 -


16 (damit) uns hindernd,3 (zu) den Nationen zu-sprechen, damit sie-errettet-würden°, - auf dass sie ihre Sünden allezeit vollständig-machen°. Aber der Zorn brach-herein°4 über sie ganz und gar (od.: abschließend/bis zum Ende/für immer?).


17 Wir aber Brüder, verwaist-geworden° weg-von euch für (den) Zeitpunkt (einer) Stunde, (nach dem) Angesicht, nicht (nach dem) Herzen, wir-beeilten-uns umso-mehr, euer Angesicht zu-sehen mit großem Verlangen.


18 Deshalb-weil wir9 zu euch kommen° wollten°, ich Paulus in-der-Tat, auch einmal, sogar zweimal, und der Satan hinderte10 uns.


19 Denn wer (ist) unsere Hoffnung oder Freude oder Ruhmes Kranz - seid nicht auch ihr (es?)5 - vor unserem Herrn Jesus bei seiner Ankunft?


20 Denn ihr seid unsere Herrlichkeit und (unsere) Freude.

1.Thessalonicher 3


1 Deshalb, (weil dies) nicht-mehr (Präs.: länger) aushaltend, beschlossen-wir, in Athen allein zurückzubleiben,1


2 und wir-schickten Timotius, unseren Bruder und Zusammenwirkenden Gottes in dem Evangelium des Christus, um euch zu-befestigen und zu-ermutigen betreffs eures Glaubens,


3 dass keiner wankend-werde~ in diesen Bedrängnissen.5 Denn ihr-wisst* selbst, dass wir zu diesem (Perf.: unwiderruflich)-bestimmt-worden-sind*,


4 denn auch als wir bei euch waren~, sagten-wir-(iterativer Impf.: immer wieder)-vorher~ euch, dass wir-im-Begriff-stehen bedrängt-zu-werden~, so-wie (es) auch geschah und ihr-wisst*.


5 Deswegen auch-ich, (weil dies) nicht-mehr (Präs.: länger) aushaltend, schickte-ich (Timotius), um zu-erfahren (wie es um) euren Glauben (steht), ob-nicht vielleicht der Versuchende euch versuchte~ und unsere Mühe ins Leere gewesen-sei°.


6 (Eben) jetzt aber, (nachdem/weil) Timotius von euch zu uns gekommen-ist° und uns verkündigt-habend° den Glauben und die Liebe (von) euch und dass ihr allezeit (eine) gute Erinnerung (an) uns habt, - (indem) ersehnend uns zu-sehen°,3 gleichwie auch wir euch, -


7 deswegen wurden-wir-ermutigt, Brüder, im-Blick-auf euch, - bei unserer ganzen Not und Bedrängnis, - durch euren Glauben,


8 weil nun leben-wir-auf, falls ihr steht im HERRN.7


9 Denn welche Danksagung können-wir Gott wegen euch vergelten, für all die Freude, (mit) der wir-uns-freuen wegen euch vor unserem Gott,


10 Nacht und Tag,6 (indem) ganz-über alle-Maßen flehend, um euer Angesicht zu-sehen° und die Mängel eures Glaubens zurechtzubringen°?


11 Er-selbst aber, unser Gott und Vater und unser Herr Jesus, möge-hinlenken°4 (Opt.Aor.) unseren Weg zu euch.


12 Euch aber möge-reich-machen (Opt.Aor.) der Herr und er-möge-(euch)-überfließen-lassen (Opt.Aor.) an Liebe zu einander und zu allen, - gleichwie auch wir zu euch (diese Liebe haben),


13 - auf dass er eure Herzen befestige untadelig (zu sein) im Geheiligtseinⱽ vor unserem Gott und Vater bei der Ankunft unseres Herrn Jesus in-Begleitung-von allen seinen Heiligen,2 ´Amen`.

1.Thessalonicher 4


1 Im Übrigen ´also`, Brüder, bitten-wir euch und ermahnen (euch) im Herrn Jesus, ´damit`, - so-wie ihr (es) von uns übernahmt, wie es (für) euch nötig-ist den-Lebenswandel-zu-führen~ und Gott zu-gefallen~, so-wie ihr auch den-Lebenswandel-führt, - damit ihr (darin noch) vielmehr überfließen-möget~.


2 Denn ihr-wisst*, welche Anweisungen wir euch durch den Herrn Jesus gaben.


3 Denn dies ist Gottes Wille, eure Heiligung, euch (Präs.: dauerhaft) zu-enthalten~ von der Hurerei,12


4 (dass ein) jeder (einzelne Mann von) euch wisse*, das eigene Gefäß2 in Heiligung und Ehrbarkeit zu-gewinnen~ⱽ,17


5 nicht in Leidenschaft (der sündhaften) Begierde,11 gleichwie auch die Nationen, die (von) Gott nichts Wissenden*,


6 dass keiner sich-Übergriffe-erlaube~3 und seinen Bruder in der Sache übervorteile~, deshalb-weil (der) HERR (ein) Rächer über alle diese (Sünden ist),13 so-wie wir (es) euch auch (schon) vorhersagten und bezeugten.


7 Denn Gott berief uns nicht zu Unreinigkeit,16 sondern in Heiligung.


8 Daher-also der (dies) Verwerfende, nicht (einen) Menschen verwirft-er, sondern Gott, den ´auch` seinen Heiligen Geist in euch Gebenden14 (zeitloses Ptz.Präs.).


9 Aber über die Bruderliebe habt ihr es nicht nötig, euch zu-schreiben~, denn ihr selbst seid von-Gott-gelehrt zu dem einander lieben~,


10 denn ihr-tut es auch gegenüber allen den Brüdern, denen in der ganzen (Provinz) Mazedonien. Wir-ermahnen euch aber, Brüder, (darin noch) vielmehr überzufließen~,


11 und eure-Ehre-(darin)-zu-suchen~, still-zu-sein~ und das Eigene zu-machen~ und (mit) euren eigenen Händen zu-arbeiten~,15 so-wie wir euch anwiesen,


12 damit ihr-den-Lebenswandel-führt~ anständig gegenüber denen draußen und keinen Bedarf habt~.


13 Wir-wollen aber nicht Brüder, (dass) ihr unwissend-seid~ betreffs der Entschlafenen~, damit ihr nicht betrübt-seid~4 so-wie auch die übrigen, die keine Hoffnung Habenden.


14 Denn da wir-(ja gewiss)-glauben, dass Jesus verstarb und auferstand, ebenso wird-mitführen (od.: mitbringen) auch Gott die Entschlafenen° durch Jesus6 zusammen-mit ihm.


15 Denn dies sagen-wir euch in (einem) Wort (des) HERRN,9 dass wir, die Lebenden, die Übriggelassenen für die Ankunft des Herrn, den Entschlafenen° keinesfalls zuvorkommen°.5


16 Denn er-selbst, der Herr, er-wird-herabsteigen vom Himmel, mit7 (einem/dem) Befehlsruf, mit7 (der) Stimme (eines) Erzengels und mit7 (der) Posaune Gottes,8 und die Toten in Christus10 werden-auferstehen zuerst,


17 darauf wir, die Lebenden, die Übriggelassenen, gleichzeitig zusammen-mit ihnen werden-wir-entrückt-werden in Wolken zur Begegnung1 (od.: Einholung) des Herrn in (die) Luft, und so werden-wir-sein allezeit zusammen-mit (dem) Herrn.


18 Daher ermutigt~ einander mit diesen Worten.


1.Thessalonicher 5


1 Aber über die Zeiträume und die Zeitpunkte,1 Brüder, habt-ihr nicht nötig, (dass) euch geschrieben-wird~,


2 denn ihr-selbst wisst* genau, dass (der) Tag (des) HERRN ebenso (unvorhergesehen) kommt, wie (ein) Dieb in (der) Nacht.


3 Dann-wenn sie-sagen~: Friede und Sicherheit, dann unvermutet ´tritt-heran` (an) sie9 Vertilgung, geradeso-wie die Wehe (an) die Schwangere~, und keinesfalls können-sie-entfliehen°.


4 Ihr9 aber, Brüder, seid nicht in Finsternis, dass euch der Tag wie (ein) Dieb ergreife°,


5 denn ihr alle seid Söhne (des) Lichts und Söhne (des) Tages. Wir-sind nicht (d.h. wir gehören nicht zum Bereich der) Nacht, noch Finsternis.


6 Folglich also (sollen) wir nicht schlafen~ wie die übrigen, sondern wir-sollen-wachen~ und nüchtern-sein~.


7 Denn die Schlafenden schlafen nachts, und die Betrunkenen nachts sind-sie-betrunken.


8 Wir aber, (weil) Tag seiend, sollen-nüchtern-sein~, (nachdem) uns-angezogen-habend° (einen/den) Brustpanzer (des) Glaubens und (der) Liebe und (als) Helm (die) Hoffnung (auf die zukünftige)  Errettung,10


9 weil Gott uns nicht zum Zorn7 bestimmte°, sondern zum Erwerben (der) Errettung10 durch unseren Herrn Jesus Christus,


10 den (zum Nutzen) ´für` uns Verstorbenen°, damit, ob wir-wachen~ oder-ob wir-schlafen~,2 wir gleichzeitig zusammen-mit ihm leben-würden°.


11 Deshalb ermutigt~ einander und erbaut~ einer den anderen, so-wie ihr auch tut.


12 Wir-bitten euch aber Brüder, anzuerkennen* die sich-Abmühenden unter euch und euch (Med.: fürsorglich?) Vorstehenden3 im Herrn und (die) euch Zurechtweisenden,


13 und sie ganz über-alle-Maßen hochzuhalten~ (d.h. zu schätzen) in Liebe wegen ihres Werkes. Haltet-Frieden~ untereinander!


14 Wir-ermahnen euch aber, Brüder, weist-zurecht~ die Unordentlichen,4 tröstet~ die Kleinmütigen, nehmt-euch-an~ (od.: helft) der (körperlich?/geistlich?) Schwachen, seid-langmütig~ mit allen!


15 Seht-zu~, (dass) nicht jemand Übles im-Gegenzug-für Übles jemandem zurückgebe°, sondern verfolgt~ allezeit das Gute sowohl für einander als-auch für alle!


16 Allezeit freut-euch~,


17 in-unaufhörlicher-Art-und-Weise betet~,


18 in allem (d.h. in jeder Lage) dankt~, denn dies (ist) Gottes Wille in Christus Jesus für euch!


19 Den (heiligen) Geist nicht löscht-aus~ (od.: unterdrückt/dämpft nicht),


20 Prophezeiungen verachtet~ nicht,


21 alles aber prüft~, das Rechte haltet-fest~,


22 von jeder Art (des) Bösen enthaltet-euch~!


23 Er-selbst aber, der Gott des Friedens, möge-heiligen° (Opt.Aor.) euch (als) Ganz-Vollständige (d.h. durch und durch als ganze Person), und unversehrt möge-bewahrt-werden° (Opt.Aor.) euer Geist und die Seele und der Körper, in-untadeliger-Art-und-Weise bei der Ankunft8 unseres Herrn Jesus Christus.


24 Treu (ist) der euch Berufende~ (zeitloses Ptz.Präs.), der (es) auch tun-wird.


25 Brüder, betet~ auch für uns!


26 Grüßt~ die Brüder alle mit heiligem Kuss!6


27 Ich-beschwöre euch (bei) dem Herrn, (dass) der Brief allen den Brüdern vorgelesen-wird°.5


28 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus (sei) mit euch.


Zu Thessalonichern B

Einleitung 2.Thessalonicherbrief

Anlass für den 2.Thessalonicherbrief ist das Auftreten von falschen Lehrern in der Gemeinde. Diese haben die Gemeinde in große Verwirrung gebracht mit der Behauptung, dass der Tag der sichtbaren Wiederkunft Christi schon da sei (2Thes 2,2). Der Brief warnt die Thessalonicher vor diesen Schwärmern und belehrt sie über die Geschehnisse, die nach dem Plan Gottes der sichtbaren Wiederkunft Christi und "dem Tag des Herrn" vorausgehen müssen. Dabei werden in starkem Maß Vorstellungen aufgegriffen, die im zeitgenössischen Judentum verbreitet waren. Der Brief wurde auch als Antwort auf weitere Fragen, und auch auf Missverständnisse von Teilen des 1.Thessalonicherbriefes geschrieben. Die Gläubigen wurden verfolgt und brauchten Ermutigung (2Thes 1,1ff). Einige lebten angesichts der Wiederkunft des Herrn im Müßiggang und mussten korrigiert werden (2Thes 3,1ff). Geschrieben wurde der Brief wahrscheinlich nicht lange nach dem 1.Thessalonicherbrief. Man braucht nicht viel mehr als ein paar Monate oder sogar Wochen zu veranschlagen, die zwischen der Abfassung der beiden Briefe vergangen sind. Paulus, Silvanus und Timotheus sind noch immer zusammen (2Thes 1,1), und Korinth ist die einzige Stadt, in der sie nach unseren Informationen zusammen gewesen sind (Apg 18,1.5). Von daher liegt das Datum der Abfassung in den frühen fünfziger Jahren, wahrscheinlich 50/51 n. Chr. (vgl. 48,1061; 33,1192f; 21,IV,10ff).

2.Thessalonicher 1


1 Paulus und Silvanus und Timotius der Versammlung (der) Thessalonicher in Gott unserem Vater und (dem) Herrn Jesus Christus.


2 Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und (dem) Herrn Jesus Christus.


3 Wir-schulden Gott allezeit für euch zu-danken~, Brüder, so-wie (es) angemessen ist, weil euer Vertrauen darüberhinaus-wächst, und die Liebe eines jeden (einzelnen von) euch allen zu einander sich-mehrt,


4 sodass wir selbst uns euret wegen darin-rühmen~ in den Versammlungen Gottes wegen eures geduldigen-Ausharrens und Glaubens-Treue in allen euren Verfolgungen und den Bedrängnissen, die ihr-(Präs.: auch jetzt noch)-ertragt.


5 (Sie sind ein) Anzeichen des gerechten Gerichtes Gottes, dazu dass ihr für besonders-würdig-erachtet-werdet der Königsherrschaft Gottes, für die ihr auch leidet,5


6 so-gewiss (es) gerecht (ist) von Gott, den euch Bedrängenden (mit) Bedrängnis zu-vergelten,


7 und euch, den bedrängt-Werdenden, (mit) Erleichterung mit uns, bei der Enthüllung des Herrn Jesus vom Himmel6 mit Engeln seiner Macht


8 in (einer) Feuer Flamme, (damit) Rache (od.: Vergeltung) gebend den (von) Gott nichts Wissenden*3 und den dem Evangelium unseres Herrn Jesus nicht Gehorchenden,3


9 solche-welche (als) gerechte-Strafe erstatten-(od.: bezahlen)-werden ewige Vertilgung,4 weg-vom Angesicht des Herrn und weg-von der Herrlichkeit seiner Stärke,


10 dann-wenn er-kommt, (um) an jenem Tag verherrlicht-zu-werden° in seinen2 Heiligen und bestaunt-zu-werden° in allen den vertraut-Habenden°, weil unserem Zeugnis bei euch vertraut-wurde°.


11 Im-Hinblick-darauf beten-wir auch allezeit für euch, damit unser Gott euch für-würdig-halte° der Berufung und erfülle° jedes Wohlgefallen (an) Gütigkeit und (jedes) Werk (des) Glaubens in Macht,


12 auf-dass der Name unseres Herrn Jesus in euch verherrlicht-werde, und ihr in ihm, nach der Gnade unseres Gottes und HERRN Jesus Christus.1

2.Thessalonicher 2


1 Wir-bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Zusammenführung hin-zu ihm,1


2 auf dass ihr nicht schnell erschüttert-werdet° weg-von dem Verstand auch-nicht (innerlich) bestürzt-werdet~, weder durch Geist2 noch durch (ein) Wort noch durch (einen angeblichen?) Brief, als wären-sie (d.h. das Wort und der Brief, von) uns,4 als (würden wir behaupteten) dass der Tag des Herrn6 (schon) gegenwärtig-ist*.


3 Niemand vollends-täusche euch auf irgendeine Art-und-Weise! Denn (der Tag des Herrn wird nicht da sein), falls nicht zuerst der11 Abfall komme°, und der Mensch der Gesetzlosigkeit10 enthüllt-werde°, der Sohn des Verderbens,13


4 der sich-Widersetzende und sich-Überhebende über alles genannt-werdende~ Gott oder Verehrtes, sodass er-selbst (sogar?) in den Tempel Gottes sich-setzt°,7 (indem/und damit) sich-selbst ausweisend (od.: ausgebend/einsetzend), dass er (ein?) Gott ist.


5 Erinnert-ihr-euch nicht, dass ich euch dieses (iterativer Impf.: öfters) sagte~, (als) noch bei euch seiend?


6 Und nun, (um) das (Ptz.Präs.: ihn gegenwärtig noch) Zurückhaltende5 wisst-ihr*, damit er (erst?) enthüllt-werde° zu ´seinem` (d.h. ihm bestimmten) Zeitpunkt.


7 Denn schon ist-wirksam das Geheimnis8 der Gesetzlosigkeit, nur (ist da) der jetzt (noch die Offenbarung des Gesetzlosen) Zurückhaltende5 so-lange-bis er aus (der) Mitte entfernt-werde° (od.: beseitigt wird/aus dem Weg ist; vgl. Dan 7,8).


8 Und dann wird-enthüllt-werden der Gesetzlose,10 - den der Herr Jesus (gewaltsam) beseitigen-wird (durch) den Hauch seines Mundes und unwirksam-machen-wird durch die Erscheinung seiner Ankunft (vgl. Offb 19,15.20),


9 - (ihn,) dessen Ankunft14 nach (der) Wirksamkeit des Satans ist, in jeder (Art von) Machttat (od.: Machtentfaltung) und Zeichen und Wundern (der) Lüge9


10 und in jeder (Art von) Täuschung (der) Ungerechtigkeit (für) die verloren-Gehenden, weil sie die Liebe zur Wahrheit (des Evangeliums) nicht annahmen°,12 sodass sie errettet-würden°.


11 Und deswegen schickt ihnen Gott (die/eine) Wirksamkeit (des) Irrtums, sodass sie der Lüge glauben°,


12 damit alle gerichtet-würden°, die der Wahrheit nicht geglaubt-Habenden°, sondern Wohlgefallen-(gehabt)-habend° (an) der Ungerechtigkeit.


13 Wir aber schulden Gott allezeit für euch zu-danken~, vom Herrn geliebte* Brüder, weil Gott euch (Med.: für sich)-erwählte (als) ´Erstlingsgabe`3 zur Errettung in (od.: durch) Heiligung (des) Geistes und (im) Glauben (an die) Wahrheit (des Evangeliums),


14 wozu15 er euch ´auch` durch unser Evangelium berief, zum Erwerben (der) Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus.


15 Folglich also Brüder, steht-fest~ und haltet-fest~ die Überlieferungen, die ihr-gelehrt-wurdet, sei-es durch (ein) Wort, sei-es durch (einen) Brief (von) uns.


16 Er-selbst aber, unser Herr Jesus Christus und Gott unser Vater, - der uns Liebende° und (uns) Gebende° ewigen Trost und gute Hoffnung in Gnade, -


17 er-möge-trösten° (Opt.Aor.) eure Herzen und möge-(euch)-stärken° (Opt.Aor.) in (od.: bei) jedem guten Werk und Wort.


2.Thessalonicher 3


1 Im Übrigen Brüder, betet~ für uns, damit das Wort des Herrn laufe~ und verherrlicht-werde~ so-wie auch bei euch,


2 und damit wir-gerettet-werden° (od.: beschützt) vor den ungehörigen und bösen Menschen, denn nicht (Sache) aller (ist) der Glaube (od.: die Treue).


3 Treu aber ist der Herr, der euch stärken und bewahren-wird vor dem Bösen.


4 Wir-vertrauen* aber im Herrn auf euch, dass, was wir-anweisen, ihr ´sowohl` tut als-auch tun-werdet.


5 Der Herr aber möge-hinlenken° (Opt.Aor.) eure Herzen auf die Liebe Gottes und auf das geduldige-Ausharren des (od.: auf) Christus.1


6 Aber wir-weisen-an euch, Brüder,7 im Namen ´unseres` Herrn Jesus Christus, sich (iteratives Präs.: Schritt für Schritt?) zurückzuziehen~ (od. zu meiden) von jedem Bruder, (der) in-unordentlicher-Art-und-Weise den-Lebenswandel-führend und nicht nach der Überlieferung, die sie von uns übernahmen.


7 Denn ihr-wisst* selbst, wie man uns nachahmen~ muss, weil wir nicht unordentlich-waren bei euch,


8 wir-aßen auch-nicht von irgendjemandem geschenkweise Brot, sondern in Mühe und mühsamer-Arbeit (waren wir, wobei/indem) Nacht und Tag arbeitend, um nicht irgendjemandem von euch beschwerlich-zu-sein°.


9 Nicht, weil wir kein Recht (auf Unterstützung) haben, sondern damit wir uns-selbst (als) Vorbild (für) euch geben°, auf dass ihr uns nachahmt~.


10 Denn auch als wir bei euch waren~, wiesen-wir-(Impf.: immer wieder)-an~ euch dies:3 Wenn jemand nicht arbeiten~ will, (soll) er auch-nicht essen~.


11 Denn wir-hören (perf.: haben gehört von) einigen unter euch, in-unordentlicher-Art-und-Weise den-Lebenswandel-führend~, (indem) nichts arbeitend, sondern sich-unnütz-umhertreibend.4


12 Solche aber weisen-wir-an und ermahnen (sie) im (Namen des?) Herrn Jesus Christus, dass, - (indem) in Stille arbeitend, - sie ihr eigenes Brot essen~.


13 Ihr aber, Brüder, ermattet° nicht (wobei das) rechte-tuend!


14 Wenn aber jemand nicht gehorcht unserem Wort durch diesen Brief, diesen bezeichnet-euch~, (um) nicht engen-Umgang-zu-haben-mit~2 ihm, damit er beschämt-werde° (od. Pass.: sich umwende),


15 und achtet~ (ihn) nicht als (einen) Feind, sondern (Imp.Präs.: immer wieder) weist-(ihn)-zurecht~ wie (od.: als einen) Bruder. 5


16 Er-selbst aber, der Herr des Friedens, er-möge-geben° (Opt.Aor.) euch den Frieden allezeit in jeder Art-und-Weise. Der Herr (sei) mit euch allen.


17 Der Gruß (mit) meiner, (des) Paulus Hand,6 das ist (ein/das) ErkennungsZeichen in jedem Brief, so schreibe-ich.


18 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus (sei) mit euch allen.


Zu Timotius A

Einleitung 1.Timotiusbrief

Die sogenannten "Pastoral-Briefe" von Paulus, heben sich nach Form und Inhalt von den übrigen Paulusbriefen ab und bilden eine eigene Gruppe. Die bekämpften Gegner sind nicht mehr Juden-Christen, die das gesetzesfreie Evangelium des Paulus ablehnen (wie z.B. im Galaterbrief), sondern Vertreter einer jüdisch gefärbten "Gnosis", einer sogenannten "Erkenntnis" (vgl. 1Tim 6,20) über Gott, die Welt und die Erlösung, die für die Gemeinden eine ernste Bedrohung darstellte. Timotius war der Sohn eines heidnischen Vaters und einer christlichen Mutter (Apg 16,1-3). Etwa seit dem Jahr 50 n. Chr. war er Mitarbeiter des Paulus. Auch während der in Php 2,19-22 erwähnten Gefangenschaft war er zeitweise bei ihm. Nach 1Tim 1,3 hat er im Auftrag des Apostel Paulus in der Gemeinde Ephesus, und vielleicht auch den anderen Gemeinden Kleinasiens, für die Ordnung diverser Angelegenheiten gesorgt (1Tim 2,8; 5,3.17), gelehrt (1Tim 1,18; 4,6.13; 6,17) und Älteste und Diakone angestellt (1Tim 3,1; 5,22). Im 1. und 2.Timotiusbrief bekommt er Richtlinien für die Anstellung und die Ausübung zum Ältesten- und Diakonenamt, sowie Ratschläge für seine persönliche Lebensführung und für seinen Verkündigungsdienst. Fast alle konservativen Ausleger sind der Ansicht, dass der 1.Timotiusbrief als erster der Pastoralbriefe geschrieben wurde, wobei der Brief an Titus bald danach und der 2.Timotheusbrief kurz vor dem Tod des Apostels geschrieben wurde. Wenn Paulus aus seinem Hausarrest in Rom im Jahr 64 n.Chr. entlassen wurde (vgl. Apg 28,29), dann wäre ein Datum ca. 64/65 n.Chr. denkbar, da man noch Zeit für seine letzte Missionsreise einräumen muss. Der Brief ist wahrscheinlich, so wie der Titusbrief, von Mazedonien aus geschrieben, wo Paulus in Nikopolis überwinterte; 1Tim 1,3; Tit 3,12; 2Tim 4,13a.21a (vgl. 48,1091; 33,1201f; 21,IV,58ff).

1.Timotius 1


1 Paulus, Apostel Christi Jesu gemäß Anordnung Gottes, unseres Erretters, und Christus Jesus, unserer Hoffnung,


2 (an) Timotius, (einem/meinem) echten (od.: legitimen) Kind im (dem) Glauben: Gnade, Erbarmen, Friede, von Gott (dem) Vater und (von) Christus Jesus, unserem Herrn.


3 (Als Anakoluth wäre vielleicht zu ergänzen: Halte dich an meine Anweisung,) so-wie ich dich ersuchte, in Ephesus dazubleiben°, (als) nach Mazedonien abreisend~,15 damit du gewisse (Leute) anweisest°, nicht andersartig-zu-lehren~


4 auch-nicht zu-achten-auf~ (jüdische) Mythen und endlose Geschlechtsregister,5 solche-die vielmehr (zu Streitereien führende) Grübeleien fördern, als (die) Verwaltung Gottes die im Glauben (besteht).


5 Aber das Ziel der Anweisung (von Vers 3) ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben,


6 (von) welchen (Eigenschaften) einige (od.: gewisse Leute, indem/weil) das-Ziel-verfehlend°, sich-wegwandten zu leerem-Geschwätz,


7 (wobei) wollend Gesetzeslehrer sein~, (obwohl) nicht begreifend, weder was sie-sagen noch worüber sie-feste-Versicherungen-abgeben.


8 Wir-wissen* aber, dass das Gesetz recht (ist), falls es jemand in-gesetzgemäßiger-Art-und-Weise7 gebraucht~,


9 (indem/weil) dies wissend*, dass (das?/ein?) Gesetz nicht (für einen) Gerechten bestimmt-ist, sondern (für) Gesetzlose und sich-nicht-Unterordnende (od.: Aufrührer), (für) Ehrfurchtslose (od.: Frevler) und Sünder, (für) Unfromme und Unheilige, (für) Vatermörder und Muttermörder,4 (für) Menschenmörder,


10 Hurer, Knabenschänder, Menschenhändler,13 Lügner, Meineidige,14 und wenn irgendetwas andersartiges dem gesund-seienden6 Gelernten entgegensteht,


11 gemäß dem Evangelium der Herrlichkeit8 des seligen Gottes, das ich anvertraut-bekam.


12 Dank habe-ich (für) den mich innerlich-mächtig-Machenden°, (nämlich für) Christus Jesus, unseren Herrn, weil (od.: dass) er mich (für) treu hielt, (indem mich) einsetzend° zum Dienst,


13 (obwohl) vorher (ein) Lästerer und Verfolger und Übermütiger seiend,11 jedoch fand-ich-Erbarmen, weil ich (es) unwissend tat, im (Zustand des) Unglaubens.


14 Aber die Gnade unseres Herrn war-im-Übermaß-vorhanden, (begleitet) mit Glaube und Liebe, der (Liebe) in Christus Jesus.


15 Glaubwürdig (od.: zuverlässig ist) das Wort und jeder freundlichen-Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt kam, (um) Sünder zu-erretten°, unter-welchen ich erster1 bin.2


16 Jedoch deswegen fand-ich-Erbarmen, damit an mir (als) erstem (od.: als Schlimmsten?) Christus Jesus die ganze Langmut erzeige°, zum Grundtypus (für die,) die zukünftig~ auf ihn vertrauen~9 zu ewigem Leben.


17 Aber dem König der Zeitalter, (dem) unverweslichen, unsichtbaren, einzigen Gott, (sei) Ehre und Herrlichkeit in die Zeitalter der Zeitalter (d.h. in die Ewigkeiten), Amen.


18 Diese Anweisung (von Vers 3) befehle-ich-an dir, (mein) Kind Timotius, gemäß den über dich vorangehenden~ Prophezeiungen, damit du-Kriegsdienst-tuest~ durch sie (d.h. die Prophezeiungen), den rechten Kriegsdienst,


19 - (indem/wobei) Vertrauen habend und (ein) gutes Gewissen, das einige, (weil/indem es) zurückstoßend°, in-Bezug-auf den Glauben3 Schiffbruch-erlitten,10


20 (unter) denen ist Hymenäus12 und Alexander, die ich dem Satan übergab (vgl. Hiob 2,6), damit sie-gezüchtigt-würden°, nicht (verneintes Präs.: nicht mehr weiter/aufhören) zu-lästern~.

1.Timotius 2


1 Ich-ermahne also (als) erstes (vor) allen (anderen Dingen), Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen für alle Menschen zu-verrichten~,12


2 für Könige und alle, die in Überragender (Stellung) Seienden,15 damit wir (eine) ruhige und stille Lebensweise durchführen-können~ in jeder (Art von) ehrfürchtiger-Frömmigkeitⱽ17 und Ehrwürdigkeitⱽ.


3 Dies (ist) recht und sehr-willkommen vor unserem Erretter Gott,


4 welcher will, (dass) alle Menschen errettet-werden°10 und zur Erkenntnis (der) Wahrheit kommen°.


5 Denn (es ist) ein Gott, und (es ist) ein Mittler (zwischen) Gott und (den) Menschen, (nämlich ein) Mensch: Christus Jesus,8


6 der sich-selbst gegeben-Habende° (als) stellvertretendes-Lösegeld in-Bezug-auf alle,9 der (als) Zeugnis (dienende Beweis zu den) eigenen Zeitpunkten (od.: zur rechten Zeit),


7 zu dem (Zeugnis) ich eingesetzt-wurde (als) Prediger und Apostel, - ich-sage (die) Wahrheit, ich-lüge nicht, - (als) Lehrer (der) Nationen, in Glaube und Wahrheit.


8 Ich-wünsche also,13 (dass) die Männer an jedem Ort16 beten~, (wobei) fromme Hände erhebend14 ohne Zorn und zweifelnde-Bedenken (gegenüber Gott).


9 Genauso (wünsche ich)1 ´auch`, (dass) Frauen in anständiger Haltung-und-Kleidung11 mit Schamhaftigkeit und Bescheidenheit sich-schmücken~, nicht mit HaarGeflechten und Feingold oder Perlen oder sehr-kostbarer Bekleidung,


10 sondern, was sich-geziemt (für) Frauen, sich-Bekennende (zur) Gottesverehrung durch gute Werke.


11 (Eine) Frau lerne~ in Stille2 in völliger Unterordnung.


12 Aber zu-lehren~ erlaube-ich (einer) Frau nicht, auch-nicht zu-dominieren-über~7 (einen/den) Mann, sondern in Stille2 zu-sein~.


13 Denn Adam wurde-geformt (als) erster, danach Eva.


14 Und nicht Adam wurde-getäuschtⱽ, aber die Frau3 - (indem/nachdem/weil) vollends-getäuscht-worden° - (ist) in Übertretung geraten* (Perf.: deren Folgen noch bis jetzt Auswirkungen haben).


15 Aber sie3-wird-errettet-werden4 durch das Kindergebären,5 falls sie6 bleiben° in Glaube und Liebe und Heiligung mit Bescheidenheit.18

1.Timotius 3


1 Glaubwürdig (od.: zuverlässig ist) das Wort: Wenn jemand trachtet-nach2 Aufsicht, begehrt-er9 (ein) schönes Werk.


2 Der Aufseher3 muss also unangreifbar sein~: (d.h.) Mann einer (einzigen) Frau,1 nüchtern, vernünftig, anständig, gastfreundlich, lehrfähig,17


3 nicht (dem) Wein-ergeben, nicht (ein) Schläger, sondern nachgiebig, nicht-streitsüchtig, nicht-Geld-gernhabend,


4 dem eigenen Haushalt recht vorstehend, (wobei/wenn?) Kinder habend (od.: haltend) in Unterordnung, mit aller Ehrwürdigkeit,4


5 - wenn aber jemand dem eigenen Haus nicht vorzustehen° weiß*, wie wird-er-Fürsorge-tragen10 (für) Gottes Versammlung? -


6 nicht (ein) Neubekehrter,11 damit (er) nicht, (nachdem/indem) aufgeblasen-geworden°,20 er ins GerichtsUrteil des Teufels hineinfalle°.12


7 Er-muss aber auch (eine) rechte Bezeugung von denen draußen haben~, damit er nicht in Schmähung (od.: üble Nachrede) hineinfalle°7 und (damit in die/eine) Schlinge des Teufels.13


8 Diakone5 (müssen) genauso (sein): ehrwürdig, nicht doppelzüngig,14 nicht achtend-auf~ zu-viel Wein, nicht schandgewinnsüchtig,15


9 das Geheimnis des Glaubens mit reinem Gewissen habend (od.: festhaltend).


10 Aber auch (d.h. so wie die Ältesten) diese, zuerst sollen-sie-geprüft-werden~, danach sollen-sie-bedienen~, (wenn/vorausgesetzt) unanklagbar seiend.


11 Frauen (müssen) genauso8 (sein): ehrwürdig, nicht verleumderisch, nüchtern, treu in allem (d.h.: in allen Stücken/in jeder Hinsicht).


12 Diakone sollen-(müssen?)-sein~ Männer einer (einzigen) Frau,1 (ihren) Kindern und den eigenen Häusern recht vorstehend.21


13 Denn die, die recht bedient-Habenden°, erwerben-für sich (eine) schöne Rangstufe6 und viel Freimütigkeit in dem Glauben (od.: in dem Glaubensleben?) in (od.: an) Christus Jesus.


14 Diese (Dinge) schreibe-ich dir, (indem/weil/obwohl) hoffend in Schnelligkeit zu dir zu-kommen.


15 Aber falls ich-(mich)-verzögere~ so-sollst du-wissen* wie man-sich-benehmen~ muss im Haus(halt?) Gottes, das (die) Versammlung (eines/des) lebendigen Gottes (ist), Säule und Fundament der Wahrheit.16


16 Und bekanntermaßen groß ist das Geheimnis der ehrfürchtigen-Frömmigkeit: (Nämlich) der-welcher offenbar-gemacht-wurde im Fleisch (d.h. als Mensch aus Fleisch und Blut), gerecht-gesprochen-wurde18 im Geist, gesehen-wurde (von) Engeln, gepredigt-wurde unter Nationen, geglaubt-wurde in (der) Welt, aufgenommen-wurde in (die?) Herrlichkeit.19


1.Timotius 4


1 Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass zu späteren2 Zeitpunkten einige von dem Glauben1 abfallen-werden, (indem/weil) achtend-auf irreführende Geister und Belehrungen (von) Dämonen,2


2 (verführt) durch Heuchelei2 (von) Lügenrednern, (von mit glühendem Eisen) Gebrandmarkten*5 (in) dem eigenen Gewissen,


3 (indem) wehrend zu-heiraten~,2 (und fordernd) sich-zu-enthalten~ (von) Speisen,2 die Gott zur Anteilnahme (d.h. zum Genuss) schuf mit Danksagung6 (für) die Gläubigen und die die Wahrheit Erkennenden*.


4 Weil jedes Geschöpf Gottes (ist zur Speise) recht (d.h. geeignet) und gar-nichts (ist) verwerflich, (wenn) mit Danksagung6 genommen-werdend,


5 denn es-wird-geheiligt durch Gottes Wort und Fürbitte.6


6 (Wenn/indem) dies den Brüdern unterbreitend, wirst-du-sein (ein) rechter Diener Christi Jesu, (indem) dich-beständig-ernährend (mit) den Worten des Glaubens und der rechten Belehrung, der du-(Perf.: bis jetzt)-genau-gefolgt-bist*.


7 Aber die entheiligten und altweiberhaften Mythen weise-ab~, aber trainiere~9 dich-selbst zur ehrfürchtigen-Frömmigkeit,


8 denn das körperliche Training9 ist zu wenigem nützlich, aber die ehrfürchtige-Frömmigkeit ist zu allem nützlich, (weil das) Versprechen des jetzigen und des zukünftigen~ Lebens habend.


9 Glaubwürdig (od.: zuverlässig ist) das Wort (von V.7f) und höchster freundlicher-Annahme wert.


10 Denn zu diesem mühen-wir-uns-ab und kämpfen-wir, weil wir auf (den/einen) lebendigen Gott gehofft-haben*, der (ein) Erretter (od.: Erhalter) aller Menschen ist, ganz-besonders (aber der) Gläubigen.


11 Dies weise-an~ und lehre~!


12 Keiner verachte~ deine Jugend,8 sondern sei~ (ein) Vorbild der Gläubigen in Wort, im Benehmen, in Liebe, im Vertrauen, in Keuschheit!


13 Bis ich-komme, achte-auf~ das Vorlesen (des AT), die Ermahnung, die Belehrung!3


14 Vernachlässige~ nicht die Gnadengabe in dir, die dir gegeben-wurde durch Prophezeiung begleitet-vom Auflegen der Hände7 der Ältestenschaft!


15 Diese (Dinge) betreibe-sorgfältig~, in diesen (Dingen) sei~ (beständig), damit deine Fortschritte allen offenbar seien~!


16 Gib-acht-auf~ dich-selbst und die Belehrung, bleibe-bei~ ihnen! Denn (wenn) dies tuend, sowohl dich-selbst wirst-du-erretten (vor Irrtum?) als-auch die dich Hörenden.4

1.Timotius 5


1 (Einen) Älteren (Mann) nicht fahre-schroff-an, sondern ermahne~ (ihn) wie einen Vater, Jüngere wie Brüder,


2 ältere (Frauen) wie Mütter, jüngere (Frauen) wie Schwestern in völliger Keuschheit!


3 Witwen ehre~,5 die wirklichen6 Witwen!


4 Wenn aber eine Witwe Kinder oder Enkel hat, sollen-sie-lernen~, zuerst das eigene Haus ehrfürchtig-zu-behandeln~ und den Vorfahren Dankeserstattungen zurückzugeben~. Denn dies ist sehr-willkommen vor Gott.


5 Aber die wirkliche - das-heißt (die) alleingebliebene* - Witwe, hat-ihre-Hoffnung-gesetzt* auf Gott und bleibt-bei den Flehensbitten und den Gebeten Nacht und Tag.


6 Aber die üppig-lebende, (obwohl körperlich) lebend~, ist-sie-(Perf.: schon geistlich)-gestorben* (od. freier: ist schon zu Lebzeiten wie tot).


7 Und diese (Dinge) weise-an~, damit sie unangreifbar seien~!


8 Wenn aber jemand (für) die Eigenen und ganz-besonders (für die) Hausgenossen nicht vorsorgt, den Glauben12 hat-er-verleugnet* und er-ist schlimmer (als ein) Ungläubiger.


9 (Als eine empfangsberechtigte [wie Apg 6,1]) Witwe soll-registriert-werden~ (eine) nicht weniger-als sechzig Jahre (alt) Gewordene*, (die nur) eines Mannes Frau (gewesen ist),13


10 (wenn) in rechten Werken (Präs.: noch immer)-bezeugt-werdend, wenn sie-Kinder-aufzog, wenn sie-gastfrei-war, wenn sie (der) Heiligen Füße wusch, wenn sie Bedrängten helfend-beistand, wenn sie jedem guten Werk emsig-folgte.


11 Jüngere Witwen aber weise-ab~! Denn dann-wenn sie-überdrüssig-wurden-gegen den Christus, wollen-sie heiraten~,


12 (und dadurch das) Urteil habend, dass sie die erste Treue verwarfen.19


13 Gleichzeitig aber lernen-sie auch untätig (zu sein, indem/und) umherziehend in den Häusern, aber nicht nur untätig, sondern auch geschwätzig und neugierig (od.: übergeschäftig?), (indem/wobei) sprechend die nicht nötig-seienden~ (Dinge).


14 Ich-wünsche also, (von) jüngeren (Witwen) zu-heiraten~, Kinder-zu-gebären~, Hausgebieterin-zu-sein~,21 dem Widersacher~14 keinen Anlass (od. Angriffsbasis/Gelegenheit) zu-geben~, wegen (einer möglichen) Beschimpfung.


15 Denn schon wandten-sich-weg einige (jüngere Witwen) dem Satan hinterher (um ihm zu folgen).


16 Wenn eine Gläubige (Fem.: Frau) Witwen7 hat, soll-sie-helfend-beistehen~ ihnen, und nicht die Versammlung soll-beschwert-werden~, damit sie den wirklichen (d.h. den unversorgten) Witwen helfend-beistehen-kann°.


17 Die recht vorstehenden* Ältesten, doppelter Ehre8 sollen-sie-gewürdigt-werden~, ganz-besonders die sich-Abmühenden in Wort und Belehrung.18


18 Denn die Schrift sagt: "(Einem) dreschenden Ochsen (sollst) du keinen Maulkorb-umhängen,"1 und: "Würdig (ist) der Arbeiter seines Lohnes."2


19 Gegen (einen) Ältesten, keine Anklage9 nimm-an~, außer "aufgrund von zwei oder drei Zeugen."3


20 Die Sündigenden4 überführe~ vor-den-Augen aller,10 damit auch die übrigen (Ältesten; od.: Geschwister?) Furcht haben~!


21 Ich-beschwöre (dich), vor-den-Augen Gottes und Christi Jesu und den auserwählten Engeln, dass du diese (vorigen Anweisungen von Vers 17-20) ohne Vorurteil11 bewahrst, (indem/und) gar-nichts nach parteiischer-Zuneigung tuend.


22 (Die) Hände lege-auf~15 nicht (zu) schnell, und-nicht habe-Gemeinschaft-an~ anderer Sünden.16 Bewahre~ dich-selbst rein,


23 - (aber nicht durch Askese, daher...) nicht-mehr (nur) Wasser-trinke~, sondern gebrauche~ (auch ein) wenig Wein,17 wegen des Magens und deiner häufigen (körperlichen) Schwachheiten. -


24 (Von) einigen Menschen sind die Sünden20 (schon vorher?) völlig-offenkundig, (indem/wobei) vorausgehend im-Hinblick-auf (das menschliche) Urteil, aber einigen auch folgen-sie-darauf (d.h. werden erst später offenbar?).


25 Genauso (sind) auch die Werke, die rechten, (schon vorher?) völlig-offenkundig und die auf-andere-Weise sich-Verhaltenden (Werke), können nicht verborgen-werden (od. Pass.: verborgen bleiben).

1.Timotius 6


1 Alle-die Sklaven unter (dem) Joch9 sind, (sollen) die eigenen Gebieter aller Ehre (für) würdig halten~, damit nicht der Name Gottes und die Lehre gelästert-werde~.


2 Die aber gläubige Gebieter Habenden (sollen sie) nicht verachten~ weil sie Brüder sind, sondern (sollen noch) vielmehr (ihnen)-sklaven~, weil sie (d.h. ihre Gebieter) Gläubige und Geliebte sind, die des Wohltuns (an dem Sklaven) sich-annehmend~. Diese (Prinzipien) lehre~ und ermahne~!15


3 Wenn jemand andersartig-lehrt und nicht hinzutritt (zu den) gesund-seienden Worten, - denen unseres Herrn Jesus Christus,10 - und (der) der ehrfürchtigen-Frömmigkeit gemäßen Belehrung,


4 ist-er-aufgeblasen*, (obwohl/indem) nichts verstehend, sondern krank-seiend wegen Auseinandersetzungen und Wortgefechten, aus denen entsteht Neid, Zank, Lästerungen, böse Vermutungen,


5 ständige-Reibereien (od.: fortwährende Zänkereien von) Menschen, völlig-verdorben* (in) dem Verstand und der Wahrheit beraubt*, (weil) folgernd, (dass) die ehrfürchtige-Frömmigkeit (eine) Einnahmequelle sei.14


6 Aber die ehrfürchtige-Frömmigkeit ist (eine) große Einnahmequelle, (wenn) begleitet-von Selbstgenügsamkeit.13


7 Denn gar-nichts brachten-wir-hinein in die Welt, sodass wir auch-nicht irgendetwas hinausbringen° können.


8 Aber (wenn die) nötigen-Ernährungsmittel und Bedeckung5 habend, (mit) diesen sollen-(od.: wollen)-wir-uns-begnügen.


9 Aber die Wünschenden reich-zu-sein~,17 fallen-hinein in Versuchung und (einen) Fallstrick und viele unverständige und schädliche Begierden, welche die Menschen in Vertilgung und Verderben versenken (vgl. Spr 23,4; 28,20).


10 Denn (eine/die)1 Wurzel (von) allen den Übeln ist die Geldliebe, der (indem/weil ihr) nachtrachtend, einige von dem Glauben4 abirrten und sich-selbst (mit) vielen (qualvollen) Schmerzen durchbohrten.


11 Du aber, o Mensch Gottes, fliehe~ diese (Dinge)! Verfolge~ aber Gerechtigkeit, ehrfürchtige-Frömmigkeit, Vertrauen, Liebe, geduldiges-Ausharren, Sanftmut!


12 Kämpfe~ (Präs.: beständig und ausdauernd) den rechten Kampf des Glaubens,4 ergreife° das ewige Leben, zu dem du-berufen-wurdest und (für das) du das rechte Bekenntnis (bei der Taufe?) bekanntest angesichts vieler Zeugen!


13 Ich-weise-an ´dich` angesichts Gottes, dem diese alle12 lebendig-Machenden, und Christus Jesus, dem bezeugt-Habenden° unter (d.h. zurzeit des…; od. örtlich: vor) Pontius Pilatus das rechte Bekenntnis,


14 (dass) du die Vorschrift bewahrst°, unbeschmutzt, unangreifbar, bis-zu der Erscheinung16 unseres Herrn Jesus Christus,


15 die (zu seinen) eigenen Zeitpunkten der selige und alleinige Machthaber zeigen-wird, der König der (Präs.: jetzt) als-Könige-Regierenden~, und (der) Herr der (Präs.: jetzt) Herrschenden~,


16 der allein Unsterblichkeit Habende, (der in) unzugänglichem Licht Wohnende, den keiner (der) Menschen (je) sah, und-nicht sehen° kann, welchem (sei) Ehre und ewige Kraft, Amen.


17 Die Reichen11 in dem jetzigen Zeitalter weise-an~, nicht hochmütig-zu-sein~ auch-nicht gehofft-zu-haben* (Perf.: d.h. nicht die Hoffnung zu setzen) auf (des) Reichtums Ungewissheit,18 sondern auf Gott, dem Gewährenden~ uns alles reichlich zum Genuss,


18 Gutes-zu-tun~, reich-zu-sein~ an rechten Werken, freigebig zu-sein~, mitteilsam,


19 (indem so/damit für) sich-selbst aufspeichernd (einen) rechten Grundstock2 für die Zukunft~, damit sie das wirkliche Leben ergreifen.


20 Oh Timotius, bewahre das anbefohlene-Gut,7 (indem/wobei) dich-wegwendend-von (od.: aus dem Weg gehend) den entheiligten leeren-Getönen6 und Widerlegungen (od.: Widersprüchen)3 der lügenhaft-sogenannten ErKenntnis (Griech.: Gnosis),8


21 (zu) welcher einige (indem) sich-bekennend, in-Bezug-auf den Glauben4 das-Ziel-verfehlten (od.: auf Abwege kamen). Die Gnade (sei) mit euch.

Zu Timotius B

Einleitung 2.Timotiusbrief

Der 2.Timotiusbrief wurde von Paulus kurz vor seiner Hinrichtung geschrieben (vgl. 2Tim 4,6-8), der Tradition nach aus dem Mamertingefängnis in Rom, das noch heute den Touristen gezeigt wird. Als römischer Bürger konnte Paulus nicht den Löwen vorgeworfen oder gekreuzigt werden, doch eine "ehrenvolle" Exekutionsweise war die Enthauptung mit dem Schwert. Da er unter Nero hingerichtet wurde, der am 8. Juni 68 n.Chr. starb, beschränkt sich die Datierungsmöglichkeit des Briefes wohl auf den Spätherbst 67 n.Chr., wofür auch die Bitte des Paulus um seinen Mantel spricht, und der Appell an Timotius noch vor dem Winter zu kommen (2Tim 4,13.21). Doch Timotius dürfte zu spät gekommen sein. Der Apostel starb einsam, nur Lukas war bei ihm (2Tim 4,11). Die Hinweise des Paulus auf seine persönliche Lebenslage, sind ein Beweis für die Echtheit des Briefes. Das Thema des 2.Timotiusbriefes wird in Kap. 2,15 sehr gut ausgedrückt: "Strebe danach, dich Gott bewährt zur Verfügung zu stellen als ein Arbeiter, der sich nicht zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit in gerader Richtung schneidet." Im Gegensatz zum 1.Timothiusbrief, wo die gemeinsame Verantwortung für das der Gemeinschaft dienende Verhalten betont wird, geht es in diesem Brief mehr um die persönliche Verantwortung des Einzelnen Gläubigen. Der 2.Timotiusbrief ist persönlicher gehalten als der 1.Timotius- und der Titusbrief, und bezieht sich auf die Amts- und Lebensführung des Timotius. Paulus weist auf sein eigenes Vorbild als das eines christlichen Zeugen hin, der für die Botschaft sein Leben einsetzt. Der Brief hat den Charakter eines Testaments (vgl. 48,1131; 33,1201f; 21,IV,58ff).


2.Timotius 1


1 Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen im-Hinblick-auf (das) Versprechen des (ewigen?) Lebens in Christus Jesus,


2 (an) Timotius, (einem/meinem/dem) geliebten Kind, Gnade, Erbarmen, Friede von Gott (dem) Vater und Christus Jesus, unserem Herrn.


3 Dank habe-ich zu Gott, dem ich-Gottesdienst-verrichte seit (meinen) Vorfahren mit reinem Gewissen,9 wie unaufhörlich ich die Erinnerung an dich habe in meinen Flehensgebeten Nacht7 und Tag,


4 (indem danach) verlangend dich zu-sehen°, - (weil) mich-(Perf.: bis heute)-erinnernd* deiner Tränen,1 - damit ich (mit) Freude erfüllt-würde°


5 (weil?) Erinnerung nehmend° (an) das ungeheuchelte Vertrauen in dir, das (schon) vorher in deiner Großmutter Lois und deiner Mutter Eunike8 innewohnte°, aber ich-bin-überzeugt*, dass (es) auch in dir (wohnt).


6 Aus diesem Grund erinnere-ich dich, wieder-(wie ein ausgehendes Feuer?)-anzufachen~ die Gnadengabe Gottes die in dir ist durch das Auflegen meiner Hände.5


7 Denn Gott gab uns nicht (einen) Geist von Verzagtheit, sondern (von) Macht und Liebe und Disziplin (od.: des Verständigmachens).


8 (Daher?) Schäme-dich also nicht des Zeugnisses unseres Herrn und-(auch)-nicht meiner, seines Gebundenen, sondern leide-Übles-mit (für) das Evangelium nach Gottes Macht,


9 des uns errettet-Habenden° und berufen-Habenden° (mit) heiligem Ruf,6 nicht nach unseren Werken, sondern nach (seinem) eigenem Vorsatz und Gnade, der uns gegeben-Wordenen° (Gnade), in Christus Jesus vor ewigen Zeiträumen,


10 aber nun offenbart-Wordenen° (Gnade), durch die Erscheinung unseres Erretters Christus Jesus, (indem/weil er) einerseits unwirksam-gemacht-habend° den Tod, andererseits Leben und Unverweslichkeit ans-Licht-gebracht-habend° durch das Evangelium,


11 für das ich eingesetzt-wurde (als) Prediger und Apostel und Lehrer.


12 Aus diesem Grund leide-ich auch diese (Dinge). Jedoch schäme-ich-mich nicht, denn ich-weiß*, wem ich-vertraut-habe*, und ich-bin-überzeugt*, dass er-mächtig ist, dass mir anbefohlene-Gut4 zu-verwahren bis-zu jenem Tag.


13 Habe~ (als) Grundtypus2 gesundseiender Worte, diejenigen-welche du von mir hörtest, im Glauben und Liebe, der3 in Christus Jesus.


14 Das schöne anbefohlene-Gut4 verwahre durch (den) heiligen Geist, den in uns Innenwohnenden.


15 Du-weißt* dies, dass sich-abwandten (von) mir alle (od.: die meisten?) die in der (Provinz/Landschaft) Asia (sind), unter diesen ist Phygelus und Hermogenes.10


16 Erbarmen möge-geben° (Opt.Aor.) der Herr dem Haus (des) Onesiphorus, weil er mich vielmals erquickte und er-schämte-sich meiner Kette nicht (d.h. wenn er mich besuchte),


17 sondern, (als/nachdem) in Rom ankommend°, suchte-er mich eifrig und er-fand (mich).


18 Der Herr möge-geben° (Opt.Aor.) ihm, Erbarmen zu-finden vom HERRN an jenem Tag,11 - und alles-was er in Ephesus diente, kennst du am-besten.


2.Timotius 2


1 Du also, mein Kind, werde-innerlich-mächtig~12 in (od.: durch) der Gnade, die in Christus Jesus (ist).


2 Und (die Dinge) welche du von mir hörtest in-Gegenwart vieler Zeugen, diese (Dinge) befehle-an treuen Menschen, solche-die tauglich sein-werden, auch andersartige8 zu-lehren!


3 Leide-Übles-mit als (od.: wie ein) rechter Krieger Christi Jesu!


4 Kein Kriegsdienst-Tuender (toleratives Pass.: lässt)-sich-verflechten-in die Geschäftigkeiten (der täglichen) Lebensführungⱽ, damit er dem Heeressammler° (d.h. seinem Befehlshaber) gefalle.


5 Aber falls auch jemand Wettkampf-betreibt~, nicht wird-er-bekränzt, falls er nicht in-gesetzgemäßiger-Art-und-Weise Wettkampf-betrieb°.6


6 Der sich-abmühende2 Landarbeiter muss (als) erster2 (von) den Früchten (einen Anteil) erhalten~.


7 Bedenke~, was ich-sage, denn geben-wird dir der Herr Verständnis in allem (d.h.: in allen Stücken/in jeder Hinsicht),


8 (und) erinnere-dich~ (an) Jesus Christus, auferweckt* aus Toten,13 aus Davids Nachkommenschaft, gemäß meinem Evangelium,


9 in dem ich-Übles-leide bis-zu Banden wie (ein) Übeltäter14 (od.: Verbrecher). Jedoch das Wort Gottes ist nicht gebunden*.


10 Deswegen ertrage-ich-geduldig alle (Dinge) wegen der Auserwählten, damit auch sie Errettung erlangen-mögen/können°,9 (nämlich) die in Christus Jesus, mit ewiger Herrlichkeit.


11 Zuverlässig (od.: treu ist) das Wort. Denn wenn wir-(mit Christus)-zusammen-verstarben°,21 auch zusammen-leben-werden-wir3 (Futur = mit Christus nach der Auferstehung),


12 wenn wir-geduldig-ausharren, auch mitregieren-werden-wir,3 wenn wir-verleugnen-werden (Fut. = in einer kommenden Prüfung?), auch jener wird-verleugnen4 uns,


13 wenn wir-untreu-sind, jener bleibt treu,22 denn sich-selbst verleugnen kann-er nicht.


14 Diese (Dinge) bringe-in-Erinnerung~, - (indem) beschwörend angesichts Gottes, - nicht Wortgefechte-zu-führen~, (was) zu gar-nichts brauchbar (ist, als nur) zur Zerstörung der ZuHörenden!


15 Befleißige-dich, dich-selbst Gott (als) bewährt darzustellen, (wie ein) sich-nicht-zu-schämen-brauchender Arbeiter, (indem/weil) geradlinig-schneidend5 das Wort der Wahrheit!


16 Aber die entheiligten leeren-Getöne vermeide~, denn zu (immer) mehr Ehrfurchtslosigkeit werden-sie-vorrücken (d.h. diejenigen die dies tun), -


17 und ihr Wort wird-umsichfressen7 wie (ein) Krebsgeschwür, - (unter) diesen ist Hymenäus und Philetus,


18 solche-die im-Hinblick-auf die Wahrheit das-Ziel-verfehlten, (indem/wenn) sagend, ´die` Auferstehung (sei) schon geschehen*,10 und (so) den Glauben11 einiger umstoßen.


19 Allerdings, die feste Grundlage Gottes steht*, (wobei) dieses Siegel habend: "(Es) kannte (der) HERR die Seinen~,1" und: "Es-stehe-ab von Ungerechtigkeit" jeder "der Nennende den Namen (des) HERRN."1


20 Aber in (einem) großen Haus15 sind nicht nur goldene und silberne, sondern auch hölzerne und irdene Gefäße, und (zwar) die einen zur Ehre, die anderen zur Unehre.


21 Falls also jemand sich-selbst hinausreinige°16 weg-von diesen,17 wird-er-sein (ein) Gefäß zur Ehre, geheiligt*, gut-brauchbar dem Gebieter, zu jedem guten Werk bereitet*.


22 Die jugendlichen Begierden aber fliehe~, verfolge~ aber Gerechtigkeit, Vertrauen, Liebe, Frieden, mit den Anrufenden19 den Herrn aus reinem Herzen!


23 Aber die törichten und albernen Auseinandersetzungen weise-ab~, (weil) wissend*, dass sie Streitereien erzeugen!


24 Aber (ein) Sklave (des) HERRN soll nicht streiten~, sondern sanft sein~ gegenüber allen, lehrfähig, Übles-geduldig-ertragend,


25 in Sanftmut die Widerspenstigen erziehend, ob-etwa Gott ihnen Buße geben-möge°20 (Opt./Konj.Aor.) zur Erkenntnis (der) Wahrheit,


26 und sie-wieder-nüchtern-würden° heraus-aus dem Fallstrick des Teufels, (nachdem/weil) lebendig-eingefangen* von ihm für jenes18 Willen.

2.Timotius 3


1 Dies aber erkenne~, dass in (den) letzten Tagen gefährliche Zeitabschnitte6 eintreten-werden.


2 Denn die Menschen (d.h. die Menschheit) werden-sein:9 selbstverliebt, Geld-gernhabend, prahlend, überheblich, lästernd, (den) Eltern ungehorsam, undankbar,7 unfromm,


3 ohne-natürliche-Zuneigung, unerbittlich, verleumderisch, unbeherrscht, ungezähmt, keine-Freunde-des-Guten,


4 Verräter, voreilig, aufgeblasen*, vielmehr19 (seiend) Freunde-des-Vergnügens als Freunde-Gottes (od.: als Gott gernhabend),


5 habend (od.: festhaltend) (eine äußere) Gestaltung5 (von) ehrfürchtiger-Frömmigkeit, (wobei) aber deren (wirkliche) Kraft verleugnet-habend*, und (von) diesen wende-dich-ab~!14


6 Denn aus diesen (Pl.Mask.: Männern) sind, die in die Häuser Hineinschlüpfenden (Pl.Mask.: Männer) und (sexuell?) einfangend (Pl.Mask.) (mit) Sünden überhäufte* (und von) vielfältigen Begierden getrieben-werdende Frauenzimmer,8


7 allezeit lernende (Frauenzimmer) und (doch) niemals fähig~ zur (persönlichen) Erkenntnis (der) Wahrheit zu-kommen°.16


8 (Auf) welche Art-und-Weise aber Jannes und Jambres10 Mose widerstanden, so widerstehen auch diese (Pl.Mask.: Männer) der Wahrheit, Menschen, völlig-verdorben* (in) dem Verstand, unbewährt in-Bezug-auf den Glauben.11


9 Jedoch nicht werden-sie-fortschreiten zu mehr, denn ihr Unverstand, sehr-offenkundig wird-er-sein allen, wie (es) auch der jener wurde.


10 Du aber20 folgtest-genau° der21 Lehre (von) mir, der Lebensführung, dem Vorsatz, dem Vertrauen, der Langmut, der Liebe, dem geduldigem-Ausharren,


11 den Verfolgungen, den Leiden, derartige (wie sie) mir in Antiochien, in Ikonium (und) in Lystra geschahen. Derartige Verfolgungen ertrug-ich-geduldig, und aus allen rettete mich der Herr!


12 Aber auch alle, die Wollenden in-ehrfürchtiger-Weise leben~ in Christus Jesus, werden-verfolgt-werden.


13 Aber böse Menschen und Schwindler (od.: Zauberer) werden-fortschreiten zu dem Schlimmeren, (indem/wobei) irreführend und irregeführt-werdend.


14 Du aber20 bleibe~12 in denen-(von)-welchen15 du-lerntest und (die du) vertrauensvoll-annahmst, (weil) wissend*, von welchen (Pl.Mask.: Personen)18 du-lerntest,


15 und weil du von Säuglingsalter13 (an) ´die` heiligen Schriften (des AT) kennst*, die Könnenden dich weise-machen zur Errettung durch das Vertrauen in Christus Jesus.17


16 Jede Schrift1 von-Gott-eingehaucht4 (ist daher) auch2 nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Wiederherstellung, zu der Erziehung in Gerechtigkeit,


17 damit der Mensch Gottes passend (d.h. allen Anforderungen gewachsen) sei~, (mod.: und dabei/damit) zu jedem guten Werk völlig-ausgerüstet-worden-ist*.3

2.Timotius 4


1 Ich-beschwöre (dich) angesichts Gottes und Christo Jesu, dem im-Begriff-stehenden~ Lebende und Tote zu-richten~, und (bei) seiner Erscheinung und seiner Königsherrschaft:


2 Predige das Wort, sei-bereit (bei) gelegenem-Zeitpunkt (oder bei) ungelegenem-Zeitpunkt,6 überführe, rüge, ermahne, in (od.: durch) jeder (Art von) Langmut und Lehreⱽ!


3 Denn sein-wird (ein) Zeitpunkt, da sie die gesund-seiende Belehrungⱽ nicht ertragen-werden, sondern nach den eigenen Begierden sich-selbst Lehrer aufhäufen-werden, (damit) sich-kitzeln-lassend2 das Gehör,


4 und einerseits weg-von der Wahrheit werden-sie-abwenden das Gehör, andererseits hin-zu den Mythen (= Lügengeschichten) werden-sie-sich-(von der Wahrheit)-wegwenden-lassen.


5 Du aber14 sei-nüchtern~ in allen (Dingen/in jeder Hinsicht), leide-Übles, tue° (das) Werk (eines) Evangelisten, deinen Dienst erfülle-gänzlich°!


6 Denn ich,7 schon werde-ich-gespendet-als-Trankopfer8 und der Zeitpunkt meines Aufbruchsⱽ ist-da*.


7 Den rechten Kampf habe-ich-gekämpft*, den WettLauf habe-ich-vollendet*, den Glauben (od.: die Treue/Glaubenswahrheiten) habe-ich-bewahrt*.18


8 Im-übrigen liegt-aufbewahrt-bereit (für) mich der Kranz der Gerechtigkeit,9 welchen mir der Herr herausgeben-wird an jenem Tag, (er) der gerechte Richter, aber nicht nur mir, sondern auch allen, den (Pf.: bis zum Ende?) geliebt-Habenden* seine Erscheinung.


9 Beeile-dich, schnell zu mir zu-kommen!3


10 Denn Demas ließ-im-Stich10 mich, (weil) das jetzige Zeitalter liebend°, und er-ging nach Thessalonich, Kreszens nach Galatien,11 Titus nach Dalmatien.12


11 Lukas ist allein mit mir. Markus, (nachdem ihn) aufnehmend°, führe~ mit dir-selbst, denn er-ist mir gut-brauchbar zur Bedienung.


12 Tychikus aber sandte-ich nach Ephesus.


13 Den Reisemantel, den ich in Troas bei Karpus zurückließ, (wenn) kommend~, bringe~ (ihn mit), und die Buchrollen, besonders die Pergamente!4


14 Alexander, der Kupferschmied,15 erwies mir viel Übles. Zurückgeben-wird ihm der Herr nach seinen Werken (schon hier auf Erden?).


15 (Vor) diesem hüte-dich~ (indirekt-reflexives Med.: im eigenen Interesse) auch du, denn ´er-widerstand°` unseren Worten sehr!


16 In meiner ersten (gerichtlichen) Verteidigung (lat. jur. t.t.: prima actio), keiner stand-(unterstützend)-bei mir, sondern alle ließen-im-Stich mich.17 Nicht angerechnet-werden-möge-es° (Opt.Aor.) ihnen.


17 Aber der Herr stand-(helfend)-bei mir und innerlich-ermächtigte-er° mich, damit durch mich die Predigt gänzlich-erfüllt-würde° und alle die Nationen sie-hören-sollen°, und ich-wurde-gerettet aus (dem) Rachen (des) Löwen.1


18 Retten-wirdⱽ mich der Herr (Jesus) vor jedem bösen Werk und er-wird-(mich)-errettenⱽ hinein-in seine himmlische Königsherrschaft, dem (d.i. der Herr Jesus) die Herrlichkeit (sei) in die Zeitalter der Zeitalter (d.h. in die Ewigkeiten), Amen.


19 Grüße Priska16 und Aquila und das Haus (des) Onesiphorus!


20 Erastus blieb in Korinth, Trophimus aber ließ-ich-zurück in Milet, (weil) krank-seiend.13


21 Beeile-dich, (noch) vor (dem) Winter zu-kommen°!5 Es-grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle.


22 Der Herr (sei) mit deinem Geist. Die Gnade (sei) mit euch.


Zu Titus

Einleitung Titusbrief

Titus gehörte neben Timotius zu den engsten Mitarbeitern des Apostels Paulus, wie vor allem der Galaterbrief und der 2.Korintherbrief zeigen (Gal 2,3; 2Kor 2,13; 7,6.13; 8,6.16.23; 12,18). Nach Tit 1,5 übertrug ihm Paulus die Verantwortung für die neugegründeten Gemeinden in Kreta. Der Brief an Titus hat amtlichen Charakter, das Persönliche tritt zurück. Wegen der Ähnlichkeit der Themen- und Wortwahl nehmen die meisten konservativen Ausleger an, dass der Titusbrief zwischen dem 1. und dem 2.Timotheusbrief geschrieben wurde. Nachdem Paulus im Jahr 64 n.Chr. aus seinem Hausarrest in Rom entlassen wurde (vgl. Apg 28,29), wäre ein Datum zwischen 64-66 n.Chr. denkbar, da man noch Zeit für seine letzte Missionsreise einräumen muss. Der Brief ist wahrscheinlich, so wie der 1.Timotiusbrief, von Mazedonien aus geschrieben, wo Paulus in Nikopolis überwinterte: Tit 3,12; 2Tim 4,13a.21a (vgl. 48,1159; 33,1201f; 21,IV,58ff).

Titus 1


1 Paulus, Sklave Gottes, aber Apostel Jesu11 Christi, (bestellt) im-Hinblick-auf (den) Glauben (von) Gott Auserwählten13 und (für die) Erkenntnis (der) Wahrheit, die zu ehrfürchtiger-Frömmigkeitⱽ (führt/ihr entspricht),


2 aufgrund (der) Hoffnung ewigen Lebens, welches (Leben) der nichtlügende Gott vor ewigen Zeiträumenⱽ versprach, (od.: den Auserwählten zusagte?)


3 aber (zu seinen) eigenen Zeitpunktenⱽ offenbarte-er16 sein Wort durch Predigt,1 welche mir anvertraut-wurde gemäß Anordnung unseres Erretter Gottes,3


4 (an) Titus, (einem/meinem/dem) echten Kind gemäß (dem) gemeinsamem Glauben: Gnade und Friede von Gott (dem) Vater und Christus11 Jesus, unserem Erretter.


5 Deswegen ´ließ-ich-zurück`14 dich in Kreta, damit du die (noch) Mangelnden (Dinge) nachträglich-völlig-in-Ordnung-bringen-mögest° und in-jeder Stadt Älteste2 bestellen-mögest°, wie ich15 dir befehlend-anordnete°,


6 wenn jemand unanklagbar ist: Mann einer Frau,8 (wobei) Kinder habend,4 gläubige,5 nicht unter Anklage (der) Liederlichkeit19 (stehend), oder sich-nicht-Unterordende.


7 Denn der Aufseher2 muss als Gottes Verwalter unanklagbar sein~, nicht selbstgefällig, nicht jähzornig, nicht dem-Wein-ergeben, nicht (ein) Schläger, nicht schandgewinnsüchtig,12


8 sondern gastfreundlich (w.: Freund eines Fremden!), (ein) Freund-des-Guten, vernünftig, gerecht, fromm, selbstbeherrscht (od.: enthaltsam),


9 anhangend (od.: festhaltend an) dem der Lehreⱽ gemäßen vertrauenswürdigen Wort, damit er fähig sei~, sowohl in (od.: mit) der gesunden-seienden Belehrungⱽ zu-ermahnen~, als-auch die Widersprechenden zu-überführen~.17


10 Denn (es) sind ´auch` viele sich-nicht-(unter das Wort)-Unterordende, leere-Schwätzer und Sinnestäuscher (od.: Betrüger), besonders die aus der Beschneidung,


11 denen man das-Maul-stopfen~ muss, solche-die ganze Häuser zerrütten, (indem) lehrend, was sich nicht gehört, schändlichen Gewinnes wegen.18


12 (Es) sagte einer von ihnen, ihr eigener Prophet: Kreter (sind schon) immer Lügner, üble Raubtiere, faule Bäuche.9


13 Diese Bezeugung ist wahr. Wegen diesem Grund überführe~ sie in-abschneidender-Art-und-Weise,6 damit sie-gesund-seien~ in dem Glauben,10


14 (und/indem/wobei) nicht achtend-auf jüdische Mythen (die Haggada?) und Vorschriften (von) Menschen, sich-Abwendende (von) der Wahrheit.   


15 Alles (ist) rein den Reinen, aber den Besudelten*7 und Ungläubigen (ist) gar-nichts rein, sondern besudelt-ist* sowohl der Sinn als-auch das Gewissen (von) ihnen.


16 Sie-bekennen (von) Gott zu-wissen*, aber (durch) die Werke verleugnen-sie (ihn),20 gräulich seiend und ungehorsam und zu jedem guten Werk unbewährt.

Titus 2


1 Du12 aber sprich~, was der gesund-seienden9 Belehrungⱽ geziemt:


2 Ältere-Männer (ermahne): nüchtern zu-sein~, ehrwürdig, vernünftig, gesund-seiend (in) dem Glauben, (in) der Liebe, (in) dem geduldigen-Ausharren.


3 Ältere-Frauen10 (ermahne) genauso: im Betragen den-Heiligen-(Dingen)-geziemend (zu sein), nicht verleumderisch, nicht vielem Wein zu-Sklaven-Gemachte*, Rechtes-lehrend,11


4 damit sie die jungen (Frauen) zur-Vernunft-anhalten~, (indem/damit) den-Mann-gernhabend13 zu-sein~, Kinder gernhabend,


5 vernünftig, keusch, gute (od.: tüchtige) Hausfrauen,1 sich-unterordnend den eigenen EheMännern, damit nicht das Wort Gottes gelästert-werde~.14


6 Die jüngeren (Männer) ermahne~ genauso: selbstbeherrscht-zu-sein~,


7 (wobei) in allen (Dingen) dich-selbst3 darbietend (als) Vorbild rechter Werke, in der Belehrung Unverdorbenheit, Ehrwürdigkeit,


8 (ein) gesundes, unanfechtbares Wort, damit der von (der jeweils) gegnerischen (Seite) beschämt-werde, (weil) nichts Schlechtes zu-sagen~ habend über uns!


9 Sklaven (sollen) sich-unterordnen~7 (den) eigenen Gebietern: in allen (Stücken; od.: in jeder Hinsicht) wohlgefällig zu-sein~, nicht widersprechend,


10 nichts unterschlagend, sondern jede (Art von) guter (od.: ehrlicher) Treue erzeigend, damit sie die Belehrungⱽ, - die unseres Erretter Gottes, - in allen (Stücken; od.: in jeder Hinsicht) schmücken~.8


11 Denn es-erschien die Gnade Gottes, errettend (d.h. Errettung bringend) alle Menschen,4


12 (wobei/damit?) uns erziehend, damit, - (nachdem/weil) die Ehrfurchtslosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnet-habend°, - wir in-vernünftiger und gerechter und ehrfürchtiger-Art-und-Weise leben-mögen° in dem nunmehrigen Zeitalter,


13 (wobei/weil) erwartend die glückselige Hoffnung und Erscheinung (auf) die Herrlichkeit5 des großen Gottes und Erretters (von) uns: (nämlich) ´Jesus Christus`,2


14 der sich-selbst für uns gab, damit er uns von jeder (Art von) Gesetzlosigkeit erlöse° und sich-selbst (ein) Volk zum-Eigentum reinige,6 (einen) Eiferer rechter Werke.


15 Diese (Dinge) sprich~ und ermahne~ und überführe~ mit höchstem Nachdruck! Keiner missachte~ dich.

Titus 3


1 Bringe-in-Erinnerung~ ihnen, (den) Obrigkeiten (und) Autoritäten, sich-unterzuordnen~,1   Gehorsam-zu-leisten~, zu jedem guten Werk bereit zu-sein~,


2 keinen zu-lästern~, nicht-streitsüchtig zu-sein~, nachgiebig, höchste (w.: jede Art von) Sanftmut erzeigend gegen alle Menschen.


3 Denn einst waren~ auch wir unverständig, ungehorsam, irrend~, sklavend~ (den) vielfältigen Begierden und Vergnügungen, in Übelhaftigkeit und Neid (unser Leben) durchführend, abscheulich, einander hassend.12


4 Als aber (bei der Menschwerdung Christi) die Milde und die Menschenfreundlichkeit unseres Erretter Gottes erschien,


5 nicht aus Werken, - den in Gerechtigkeit (bestehenden), welche wir (vor unserer Bekehrung) taten, - sondern gemäß seinem Erbarmen errettete-er2 uns, durch (das) Bad (der) Wiedergeburt und (die) Wiederneuartigmachung3 (durch) heiligen Geist,


6 welchen er reichlich auf uns ausgoss durch Jesus Christus unseren Erretter,


7 damit, (nachdem/weil) gerecht-gesprochen-werdend° durch dessen Gnade, wir Erben würden° gemäß Hoffnung ewigen Lebens.13


8 Zuverlässig (ist) das Wort, und über diese (Wahrheiten) wünsche-ich (von) dir (sie) fest-zu-bestätigen~,10 damit die (auf) Gott Vertrauenden* darauf-bedacht-sind~, sich-(mit Eifer)-hervorzutun~ (in) rechten Werken. Dies ist recht und nützlich den Menschen.


9 Aber törichte Auseinandersetzungen und Geschlechtsauflistungen (die Haggada?) und Zank und Gesetzes Streitereien (die Halacha?) vermeide~, denn sie-sind nutzlos und nichtig.


10 (Einen) Parteiungen-anrichtenden Menschen weise-ab~ nach einmaliger und zweimaliger Zurechtweisung,8


11 (weil) wissend*, dass (ein) so-Beschaffener verkehrt-ist* und sündigt, (indem/wobei) durch-sich-selbst-verurteilt seiend!


12 Dann-wenn ich Artemas oder Tychikus zu dir schicke,5 beeile-dich, (von Kreta) zu mir nach Nikopolis4 zu-kommen, denn dort habe-ich-mir-vorgenommen* zu-überwintern.6


13 Zenas, den Gesetzeskundigen11 und Apollos, eifrig statte-sie-zur-weiteren-Reise-aus, damit ihnen nichts mangle~.7


14 Lernen-sollen~ aber auch9 die Unsrigen, sich-hervorzutun~ (in) rechten Werken für die notwendigen Bedürfnisse, damit sie nicht fruchtlos seien~.


15 (Es) grüßen dich alle die mit mir (sind). Grüße die uns Liebenden in Treue (od.: Glauben)! Die Gnade (sei) mit euch allen.

Zu Philemon

Einleitung Philemonbrief

Dieser kleine Brief, der auf einer einzigen Papyrusseite Platz hatte, hat einen ganz persönlichen Anlass. Der Sklave Onesimus war seinem Herrn Philemon, der in Kolossä wohnte, entlaufen. Er kam auf seiner Flucht nach Rom, und landete "zufällig" bei Paulus, der in Rom im Hausarrest war. Paulus gewann Onesimus für den christlichen Glauben und Onesimus war ihm in mancherlei Hinsicht nützlich (vgl. Verse 11 und 20). Der Apostel schickte den Sklaven zu Philemon zurück, in dessen Haus sich wahrscheinlich die Versammlung von Kolossä traf. Der Brief wurde noch vor dem Kolosserbrief, etwa 62-64 n.Chr., vor der Entlassung (Vers 22) aus dem Hausarrest in Rom, wahrscheinlich eigenhändig von Paulus geschrieben. Er sollte Philemon bewegen, dem Sklaven Onesimus zu verzeihen und ihn als christlichen Bruder aufzunehmen. Die Bestrafung von entlaufenen Sklaven, die sich etwas zu Schulden kommen ließen, war damals schon fast so etwas wie eine gesellschaftliche Pflicht (33,927). Die Bedeutung des Briefs liegt darin, dass er einen Beitrag zur Lösung des bedrückenden Sklavenproblems in der christlichen Gemeinde darstellt. Gleichzeitig ist er als persönliches Dokument des Menschen Paulus von hohem Wert. Die landwirtschaftliche Arbeit wurde im römischen Reich fast ausschließlich von Sklaven geleistet. Sklaven von wohlhabenden Großgrundbesitzern hatten es vergleichsweise gut, besonders wenn sie im Haushalt beschäftigt waren. Doch die Sklavenarbeiter in den Minen arbeiteten unter unvorstellbaren Bedingungen und starben wie die Fliegen (vgl. 33,926f; 21,IV,205ff; 65,III,107ff).

Philemon 1


1 Paulus, (ein) Gebundener Christi Jesu, und Timotius der Bruder, (an) Philemon, den Geliebten und unseren Zusammenwirkenden,


2 und Aphia der Schwester, und Archippus unserem Mitkrieger,10 und der Versammlung in deinem Haus.5


3 Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und (dem) Herrn Jesus Christus.


4 Ich danke meinem Gott allezeit, (wenn) deiner erinnernde-Erwähnung machend bei meinen Gebeten,


5 (weil, von Epaphras?) hörend~ (von) deiner Liebe und dem Vertrauen (od.: der Treue?), welches (Vertrauen/Liebe) du-hast ´an` den Herrn Jesus, und (von deiner Liebe?) zu allen Heiligen,13


6 auf-dass deine Gemeinschaft11 des Glaubens wirksam werde für Christus,1 in Erkenntnis alles Guten, ´des` in (od.: durch) uns (seienden/geschehenden).


7 Denn viel Freude und Ermunterung hatte-ich wegen deiner Liebe, weil das Innerste der Heiligen durch dich Bruder erquickt-worden-ist*.


8 Deshalb, (obwohl) viel Freimütigkeit (fast: Autorität) in Christus habend, (um) dir das sich-Gehörende zu-gebieten~,


9 wegen der Liebe ersuche-ich (dich) vielmehr, - (weil ein) solcher seiend, wie (ich) Paulus (es eben bin, nämlich ein) älterer-Mannⱽ,6 nun aber auch (od.: sogar ein) Gebundener Christi Jesu,


10 - ich-ersuche dich (also) für mein Kind, den ich in der Gefangenschaft zeugte, (nämlich für) Onesimus,8


11 den dir einst Unbrauchbaren,8 nun aber ´sowohl` dir als-auch mir Gut-brauchbaren,8


12 den ich dir zurückschickte,2 ihn, das heißt meine Innersten (Herzensgefühle),


13 den ich (eigentlich zuerst für mich) bei mir-selbst zurück-zu-behalten~ wünschte~,16 damit er mich anstelle deiner bediene~ in den Banden des Evangeliums.


14 Aber ohne dein Einverständnis wollte-ich° nichts tun°, damit deine Guttat nicht wie (d.h. den Anschein habe) gemäß Zwang sei~, sondern gemäß freiem-Willen.


15 Denn möglicherweise deswegen wurde-er-(von dir)-getrennt für kurze-Zeit, damit du ihn (jetzt auf) ewig3 empfangen-habest~,12


16 nicht-mehr wie (einen) Sklaven, sondern, mehr-als (einen) Sklaven, (nämlich als einen) geliebten Bruder, ganz-besonders (für) mich, aber (um) wieviel, vielmehr (für) dich, sowohl im Fleisch als-auch im Herrn.


17 Wenn du mich also (zum) Gemeinschafter11 hast, zu-dir-nimm° ihn wie (od.: als ob) mich!


18 Wenn er dich aber irgendwie schädigte oder (Präs.: dir jetzt noch etwas) schuldet,7 dies stelle-in-Rechnung~ mir!


19 Ich, Paulus, ich-unterschrieb2 (es) mit meiner (eigenen) Hand, ich werde-(es)-zurückerstattenⱽ,4 - dass ich nicht sage~, dass sogar du-selbst dich mir noch-dazuschuldest.14


20 Ja, Bruder, ich möge-einen-Nutzen-haben°8 (od.: Freude haben an……; Opt.Aor.) von-dir im Herrn, erquicke meine Innersten (Herzensgefühle) in Christus!


21 (Indem/weil) überzeugt-seiend* (von) deinem Gehorsam schrieb-ich2 dir, (weil) wissend*, dass du auch über (das) hinaus was ich-sage tun-wirst.9


22 Zugleich aber bereite~ mir auch (ein) Gastzimmer! Denn ich-hoffe, dass ich euch durch eure Gebete gnädig-geschenkt-werde.


23 (Es) grüßt dich Epaphras, mein Mitkriegsgefangener10 in Christus Jesus,


24 (und) Markus,15 Aristarchus, Demas, Lukas, meine Zusammenwirkenden.


25 Die Gnade des Herrn Jesus Christus (sei) mit eurem Geist.
.

Zu Hebräern

Einleitung Hebräerbrief

Verfasser: Eine Verfasserangabe fehlt, ebenso die Angabe der Adressaten. Da das Schreiben paulinischen Einfluss aufweist, wurde in frühester Zeit vermutet, der Brief stamme, wenn nicht von Paulus selbst, von einem seiner Mitarbeiter, etwa von Barnabas, Silas, Lukas oder von Apollos. Schon Origenes (185-254 n.Chr.) schrieb: "Wer nun den Brief geschrieben hat, das weiß in Wahrheit nur Gott". Dionysius von Alexandrien zitiert den Hebräerbrief als Paulusbrief, und Clemens von Alexandria sagt, dass Paulus auf Hebräisch schrieb, und Lukas den Brief ins Griechische übersetzte. Das Buch liest sich jedoch nicht wie eine Übersetzung. Polykarp und Justin der Märtyrer zitieren den Brief zwar, geben jedoch keinen Autor an. Irenäus und Hyppolyt waren nicht der Ansicht, dass Paulus den Hebräerbrief geschrieben hat, und Tertullian war der Überzeugung, dass Barnabas der Autor war. Eine Verfasserschaft des Paulus ist auch aus chronologischen Gründen schwer möglich, denn Timotius wurde erst kürzlich freigelassen (Heb 13,23), was sich in der Lebens-Chronologie des Paulus nicht unterbringen lässt. Wahrscheinlich wurde Timotius inhaftiert, als er Paulus kurz vor dessen Hinrichtung in Rom besuchen wollte (2Tim 4,21), und dann unter Vespasian wieder freigelassen. Doch das Wort απο-λελυμενον in Heb 13,23 könnte auch "abgereist" und nicht "freigelassen" bedeuten. Dies würde bedeuten, dass Timotius irgendwo inhaftiert war und nun zum Verfasser reist. Sobald Timotius zu ihm gekommen ist, möchte der Verfasser dann die Adressaten besuchen (79,453; 53,456). Dies deutet, neben der Bemerkung über die Freilassung von Timotius, darauf hin, dass der Brief aus Rom geschrieben wurde. Natürlich könnte es auch sein, dass die Grüße von solchen sind, die früher in Italien (Rom) lebten, und nun woanders leben. Dann wäre der Brief nicht aus Rom geschrieben, sondern an Juden-Christen in Rom (65,III,251). Aufgrund der Bemerkung des Petrus in 2Pet 3,15, und der Tatsache, dass auch Petrus seine beiden Briefe an Juden-Christen schrieb, wurde angenommen, Petrus spreche vom Hebräerbrief, und dieser stamme daher von Paulus (53,18). Doch dies ist weit hergeholt, denn Petrus spricht nicht von einem bestimmten Brief (Singular) des Paulus, sondern ganz allgemein von seinen Briefen (Plural). Da Petrus auch an die Gemeinden in Galatien schrieb (vgl. die Anm. bei 1Pet 1,1), meint er wahrscheinlich den Galaterbrief und die anderen Paulusbriefe, die schon im Umlauf waren. Wegen des ausgezeichneten griechischen Stils, der eingehenden Kenntnis des Alten Testaments und der jüdisch beeinflussten Denk- und Darstellungsweise ist als Verfasser jedenfalls ein griechisch gebildeter Juden-Christ anzunehmen, der von paulinischen Gedanken beeinflusst ist. Der Brief ist am frühesten in Rom durch den 1. Clemensbrief (abgefasst um 97 n. Chr.) bezeugt, was auch zusätzlich darauf hindeuten könnte, dass er aus Rom geschrieben wurde. Vieles spricht dafür, dass es sich beim Autor um einen Christen der zweiten Generation handelt (Heb 2,3; 13,7), deshalb ist der Brief nicht ganz so früh zu datieren wie der Jakobusbrief oder der 1.Thessalonicherbrief (vgl. Heb 10,32). Der Vorschlag von Luther und Calvin, Apollos wäre der Verfasser hat einiges für sich.

Abfassungsdatum: Weil die jüdischen Kriege (ab 66 n.Chr.) nicht erwähnt werden und die Opfer im jüdischen Tempel offenbar noch stattfinden (Heb 8,4; 9,6; 12,27; 13,10), wird ein Abfassungsdatum sicherlich noch vor der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr.) anzunehmen sein, da ein Hinweis auf diese Ereignisse fehlt. Verfolgungen werden zwar erwähnt (Heb 12,4), doch die Gläubigen haben "noch nicht bis aufs Blut widerstanden", d.h. es gab noch keine Märtyrer. Da der Verfasser auf die apostolische Zeit zurückblickt (Heb 13,7: "Schaut auf das Lebens-Ende eurer Führer"), zugleich aber auch auf eine bevorstehende Verfolgung hinweist (gekommen zuerst in Rom unter Kaiser Nero, und dann unter Kaiser Domitian (81-96 n. Chr.), der die Christen im ganzen Römischen Reich verfolgen ließ), kommen als Zeit der Abfassung die Jahre 66-68 n.Chr. in Frage.

Abfassungsort: Die Notiz in Heb 13,24 ("Es grüßen euch die Brüder aus Italien") verweist wahrscheinlich auf Rom als Entstehungsort.

Empfänger: In den ältesten Handschriften trägt der Brief die Überschrift "An Hebräer", das heißt an Juden-Christen. Es könnten judenchristliche Gemeinden in Palästina sein, die unter der Verfolgung des offiziellen Judentums zu leiden hatten. Für seine Darlegungen schöpfte der Verfasser aus dem griechischen Alten Testament (LXX: Septuaginta) sowie aus jüdischen und christlichen Überlieferungen. So schuf er ein seelsorgliches "Mahnschreiben" (Heb 13,22) an Gläubige ("Brüder, ertragt das Wort der Ermahnung... "), die in Gefahr sind, vom Glauben abzufallen, indem sie unter Druck, offen oder zum Schein, ins Judentum zurückkehren. Ihnen zeigt er, dass Jesus, ebenso wie alle Großen des Volkes Gottes, für seine Überzeugung auch zu leiden hatte und dass sich erst im Leiden die Kraft des Glaubens und der Hoffnung bewährt. Wie Jesus Christus selbst, muss auch der Christ durch viele Leiden und Trübsale ins Reich Gottes eingehen. Er warnt sie, dass eine Rückkehr ins Judentum eine schwere Sünde wäre, die Gott hart bestrafen würde. Von besonderem Gewicht ist die Mahnung, Jesus Christus auch in Widrigkeiten unbedingt treu zu bleiben. Dass die Empfänger Heiden-Christen waren, wie manche meinen, ist sehr unwahrscheinlich.

Drei große Themen ziehen sich abwechselnd durch den Brief:

1.Thema:

a) Jesus Christus ist besser und höher als die Engel (Heb 1,1-14) und das levitische Priestertum.

b) Er ist ein besserer Hohenpriester nach der Art des Priesterkönigs Melchisedek (Heb 7,1-28). In ihm ist

    das alttestamentliche Priestertum an sein Ziel und Ende gelangt (Heb 6,13-20; 8,1 - 10,22).

c) Er ist der Mittler eines besseren Bundes als es der alte Bund mit Mose war.

d) Er hat ein besseres Opfer am Kreuz dargebracht, welches einmalig ist und ewig gilt.

e) Er hat damit eine bessere und ewige Erlösung bewirkt.

f)  Er ist in ein besseres Heiligtum eingetreten, nämlich in den Himmel selbst, und tritt dort vor Gott als

    hohepriesterlicher Fürsprecher für die Gläubigen ein.

2.Thema: Der Vergleich mit dem alttestamentlichen Gottesvolk und dessen Unglauben bei dem Versuch das gelobte Land einzunehmen, und der darauffolgenden Züchtigung in der 40-jährigen Wüstenwanderung. Sollten die "Hebräer" ins Judentum zurückfallen, würden sie ebenso unter Gottes strenge Zucht fallen (Heb 3,7 - 4,13).

3.Thema: ernste Warnungen vor dem Abfall, d.h. dem Rückfall ins Judentum (Heb 3,7 - 4,13; 5,11 - 6,12; 10,23-39; 12,1-29; 13,9), was strenge Züchtigung zur Folge hätte.

Vgl. die Literatur: 21,IV,221ff; 33,467ff; 48,1189f; 79,VII; 89,25ff; Dr. R. De Haan: Graves in the Wilderness

Hebräer 1


1 (Nachdem) Gott (auf) vielteilige (d.h. Stück für Stück) und vielartige (Weise) vor-langer-Zeit (od.: einst) gesprochen-habend° (zu) den Vätern in den (od.: durch die?) Propheten,


2 am letzten (d.h. am Ende) dieser Tage sprach-er (zu) uns in (einem) Sohn,11 den er-einsetzte (als) Erben aller (Dinge), durch den er auch die Welten (od.: das Universum) machte,


3 welcher, - (da) Abstrahlung (od. akt.: Ausstrahlung) seiner Herrlichkeit und exakter-Abdruck seines wirklichen-Wesens seiend,17 und-so (od.: auch) tragend (od.: zusammenhaltend; vgl. Kol 1,17) das All (od.: alle Dinge) durch den Ausspruch seiner AllMacht,15 (nachdem) sühnende-Reinigung (von) den Sünden (Med.: von sich aus) gemacht-habend°, - sich-setzte zur Rechten der Majestät in (den) Höhen,


4 (wobei um) so-viel besser geworden° (als) die Engel, so-wie er (auch einen) vorzüglicheren Namen als sie geerbt-hat*.16


5 Denn (zu) welchem der Engel sagte-er jemals: "Mein Sohn bist du, ich, heute habe-ich-gezeugt*1 dich", und wiederum (sagte er): "Ich werde-sein ihm zum Vater, und er wird-sein mir zum Sohn?"2


6 Aber dann-wenn er den Erstgeborenen8 (bei Christi Wiederkunft) wieder hineinführt° in die bewohnte-Erde, sagt-er: "Und anbeten-sollen° ihn alle Engel Gottes."3


7 Und im-Bezug-auf die Engel sagt-er zwar: "Der Machende seine Engel (zu) Geistern (od.: Winden) und seine Amtsdiener (zu) Feuer Flammen,"4


8 aber im-Bezug-auf den Sohn: "Dein Thron, oh Gott,12 (ist/besteht) in das Zeitalter ´des Zeitalters` (d.h. in Ewigkeit), und der Stab der Geradheit (ist der) Stab ´deiner` (wegen Vers 6: zukünftigen) Königsherrschaft.5


9 Du-liebtest Gerechtigkeit und hasstest13 Gesetzlosigkeit, deswegen salbte dich, oh Gott, 12 dein Gott, mit Olivenöl (der) Jubelfreude mehr-als deine Mitteilhaber."6


10 Und: "Du gründetest" im Anfang HERR7 "die Erde, und die Himmel sind Werke deiner Hände,


11 sie (Pl.: die Himmel und die Erde) werden-verderben, du aber verbleibst, und (sie) alle (Pl.: die Himmel und die Erde) wie (ein) Kleid werden-sie-veralten,


12 und gleichsam-wie (einen) Umwurf wirst-du-aufrollen sie," wie (ein) Kleid "und sie-werden-verändert-werden, du aber bist der selbe,14 und deine Jahre nicht werden-sie-nachlassen."9


13 Aber zu welchem der Engel hat-er-gesagt* jemals: "Sitze~ (Imp.Präs.: von nun an) zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde (als eine) Fußbank setze (für) deine Füße?"10


14 Sind-sie nicht alle amtsdienende Geister, zur Bedienung gesandt-werdend~ (iteratives/duratives Präs.: immer wieder/fortwährend?) wegen der (mit Sicherheit) Sollenden~ erben~ (die) Errettung? (bejahende Antwort wird erwartet: ja natürlich!)


Hebräer 2


1 Deswegen ist-es-nötig (für) uns, über-die-Maßen (od.: im höchsten Maß; mit Inf.Präs.: fortwährend) zu-achten-auf~ die (von uns) Gehörten° (Dinge), dass-nicht-etwa (viell. effekt. Aor.: letztlich am Ziel) wir-vorbeitreiben-mögen°.6


2 Denn wenn das durch Engel gesprochen-gewordene° Wort2 zuverlässig (od. jur. t.t.: rechtskräftig) wurde und jede (Art von) Übertretung und (jede Art von) Ungehorsam berechtigte Entlohnung (euphem. für: Strafe) empfing,


3 wie (d.h. auf keinen Fall) werden-entfliehen-können wir, (wenn/nachdem eine) so-große Errettung vernachlässigt-habend°, eine-solche-die, (indem ihren) Anfang genommen-habend°, (um zuerst) durch den Herrn gesprochen-zu-werden~, (dann) von den (es) für uns gehört-Habenden° (als zuverlässig) bestätigt-wurde°,3


4 (wobei/während sie) Gott (damals) zugleich-bezeugend (od.: beglaubigend), sowohl (durch) Zeichen als-auch (durch) Wunder und (durch) vielfältige Machttaten und Zuteilungen heiligen Geistes7 nach seinem Wollen?


5 Denn8 nicht Engeln unterordnete-er die zukünftige~ bewohnte-Erde, über die wir-sprechen.


6 Aber feierlich-bezeugte jemand irgendwo15 (in der Schrift, indem) sagend: "Was ist (der/ein) Mensch, dass du-dich-erinnerst seiner, oder (des) Menschen Sohn, dass du-achtest-auf ihn?


7 Du-machtest-geringer ihn kurz (entw.: für kurze Zeit; od.: ein wenig) als (die; od.: unter die) Engel, (aber mit) Herrlichkeit und Ehre bekränztest-du° ihn, ´und stelltest ihn über die Werke deiner Hände`,


8 alle (Dinge) unterordnetest-du° unterhalb seiner Füße."1 Denn dadurch, (dass er)° ´ihm` das All (od.: alle Dinge) unterordnete°, gar-nichts ließ-er ihm nicht-untergeordnet. Nun aber sehen-wir noch-nicht, (dass) ihm das All (od.: alle Dinge) untergeordnet-worden-ist*.


9 Den aber, kurz (entw.: für kurze Zeit; od.: ein wenig) geringer-gemacht-Wordenen*9  als (od.: unter) Engel, (nämlich) Jesus, erblicken-wir wegen des Leidens des Todes (nun mit) Herrlichkeit und Ehre10 bekränzt-geworden*, auf-dass er (durch) Gottes Gnade für11 jeden (den) Tod schmecke°.


10 Denn es-geziemte-sich~ (für) ihn (d.h. für Gott), - wegen dem das All (od.: alle Dinge) und durch den das All (od.: alle Dinge existieren), (indem/weil) viele Söhne zur Herrlichkeit führend°, - den Urheber ihrer Errettung durch Leiden vollkommen-zu-machen°.


11 Denn sowohl der Heiligende als-auch die geheiligt-Werdenden~13 (sind) alle aus einem (Vater stammend), aus diesem Grund schämt-er-sich nicht, sie Brüder zu-nennen~,


12 (indem) sagend: "Berichten-werde-ich deinen Namen meinen Brüdern, in mitten (der) Versammlung werde-ich dir lobsingen,"4


13 und wieder: "Ich will-sein vertrauend* auf ihn," und wieder: "Siehe, ich und die Kinder, die mir Gott gab."5


14 Da-ja nun die Kinder Gemeinschaft-haben-an* Blut und Fleisch (d.h. menschlicher Natur sind), auch er, in-nahekommender-Weise hatte-er-mit-Teil-an°12 den selben (menschlichen Eigenschaften), damit er durch den Tod unwirksam-mache° den die Kraft des Todes Habenden, das ist: den Teufel,


15 und (damit er) diese befreie, (nämlich) alle-die (durch) Furcht (vor dem) Tod das ganze Leben hindurch (der) Sklaverei verfallen waren~.


16 Denn sicherlich nicht (der) Engel nimmt-er-sich-an, sondern (der) Nachkommenschaft Abrahams nimmt-er-sich-an.


17 Daher schuldete-er~ (in) jeder Hinsicht den Brüdern gleichartig-gemacht-zu-werden°, damit er (ein) sich-erbarmender und treuer Hohepriester werde° in-Bezug-auf die (Dinge) hin-zu Gott, um zu sühnen~ (Präs.: fortwährend/immer wieder?) die Sünden des Volkes.


18 Denn weil (od.: worin) er selbst gelitten-hat*, - (als/indem) versucht-werdend°,14 - kann-er (auch) den (Präs.: jetzt) versucht-Werdenden~ zu-Hilfe-eilen°.


Hebräer 3


1 Daher, heilige Brüder,2 Mitteilhaber (einer) himmlischen Berufung (Phil 3,14), betrachtet-genau° den Apostel und Hohepriester unseres Bekenntnisses, Jesus,


2 (weil/wie/dass) treu seiend dem ihn eingesetzt-Habenden° (wie LXX 1Sam 12,6) wie auch Mose in seinem ´ganzen` Haushalt (treu war, nämlich in Gottes Volk Israel).


3 Denn dieser, größerer Herrlichkeit als Mose wird-(er für)-würdig-gehalten*, insofern größere Ehre (als) das Haus, der es-errichtet-Habende° hat.


4 Denn jedes Haus wird-errichtet von jemanden, aber der alles errichtet-Habende° (ist) Gott.


5 "Auch Mose" (war) zwar "treu in seinem ganzen Haus als Wärter"1 zum Zeugnis der gesprochen-Werdenden10 (Dinge),


6 Christus aber (ist treu) als Sohn über seinem Haus, dessen Haus sind wir, ´sofern` (od.: vorausgesetzt, dass) wir das frohes-Zutrauen (zu Gott) und den Ruhm der Hoffnung festhalten°.11


7 Deshalb,7 so-wie der Heilige Geist sagt: "Heute, falls (od.: dann-wenn) ihr seine Stimme hört°,


8 verhärtet~ eure Herzen nicht (in der Art und Weise) wie in der Erbitterung an dem Tag der Versuchung in der Einöde,


9 wo eure Väter (mich) in (einer) Erprobung versuchten, obwohl sie meine Werke


10 vierzig Jahre3 sahen. Deshalb zürnte-ich diesem Geschlecht (od.: Generation), und ich-sagte: Immer irren-sie (mit) dem Herzen, und sie-erkannten meine Wege nicht,


11 sodass ich in meinem Zorn schwor: Keinesfalls sollen-sie-hineinkommen in meine völlige-Ruhe!"6


12 Seht-zu Brüder, dass-nicht in jemandem (von) euch (ein) böses Herz (des) Unglaubens sein-wird, in dem Abfallen°5 vom lebendig-seienden~ Gott,


13 sondern ermahnt~13 einander an jedem (einzelnen) Tag, solange das Heute ausgerufen-wird, damit nicht jemand von euch (durch eine) Täuschung der Sünde verhärtet-werde°


14 - denn Mitteilhaber des (od.: an) Christus sind-wir*,4 sofern (od.: vorausgesetzt, dass) wir den Anfang der (festen) Zuversicht bis-zum Ende zuverlässig festhalten° (effekt. Aor.) -


15 wenn (od.: indem/während/weil) gesagt-wird~: "Heute,3 falls ihr seine Stimme hört, verhärtet~ eure Herzen nicht (in der Art und Weise) wie in der Erbitterung!"7


16 Denn welche, (als/obwohl/nachdem) gehört-habend°, erbitterten (ihn)? Doch alle die aus Ägypten durch Mose Herausgekommenen° (nicht wahr? erwartete Antwort: Ja, genau!).


17 Aber welchen zürnte-er vierzig Jahre? Doch den gesündigt-Habenden°, (von) welchen die Leichname in der Einöde zerfielen5 (nicht wahr? erwartete Antwort: Ja, genau!)


18 Welchen aber schwor-er, (dass sie) nicht in seine völlige-Ruhe hineinkommen-werden (Inf.Fut.), außer den ungehorsam-Gewesenen°?8

19 Und wir-sehen, dass sie nicht hineinkommen° konnten° wegen Unglaubens.9


Hebräer 4


1 Fürchten-wollen-wir° (uns) also, dass-nicht (etwa, obwohl/so lange das) Versprechen (noch) ausstehend-ist, hineinzukommen° in seine völlige-Ruhe, jemand von euch scheine~ (es) versäumt-zu-haben*.8


2 Denn auch wir-sind evangelisiert-Wordene*, gleichwie auch jene. Jedoch nützte das Gehörte Wort jenen nichts, (weil) die Hörenden° nicht (mit) dem Glauben vereinigt-worden-sind*.16


3 Denn wir-kommen-hinein in ´die` völlige-Ruhe (wir/als) die geglaubt-Habenden°, so-wie er-gesagt-hat*: "Ich-schwor in meinem Zorn: Wenn sie-hineinkommen-werden3 in meine völlige-Ruhe!"1 obgleich die Werke seit Grundlegung (der) Welt (an) gemacht-waren°.


4 Denn irgendwo hat-er-gesagt* über den siebten (Tag) so: "Und Gott ruhte-vollends an dem siebten Tag von allen seinen Werken,"2


5 und in dieser (Schriftstelle) wieder: "Wenn sie-hineinkommen-werden3 in meine völlige-Ruhe!"


6 Da-ja nun (das Versprechen) übrigbleibt, (dass) einige in sie hineinkommen°, und die vorher evangelisiert-Wordenen° wegen (ihres) Ungehorsam nicht hineinkamen°,


7 bestimmt-er wieder einen Tag, (ein) Heute, (indem) durch David nach so-langer Zeit sagend, so-wie vorhergesagt-ist*: "Heute, falls ihr seine Stimme hört, verhärtet~ eure Herzen nicht!"4


8 Denn wenn sie Josua14 zur-völligen-Ruhe-gebracht-hätte°, hätte er nicht von (einem) anderen Tag nach diesen gesprochen~. (Irrealis)


9 Demnach bleibt-(noch)-übrig (eine) Sabbatruhe dem Volk Gottes.9


10 Denn der Hineinkommende°10 in seine völlige-Ruhe auch selbst ruhte-er-völlig° von seinen Werken, geradeso-wie Gott von den eigenen.


11 Befleißigen-wollen-wir (uns) also, (um) hineinzukommen°11 in jene völlige-Ruhe, damit nicht jemand in dem selben Beispiel des Ungehorsams falle°.


12 Denn das Wort Gottes (siehe Vers 2; ist) lebendig-seiend~ und wirksam und scharfschneidiger als jedes zweischneidige Kurzschwert (zum Schlachten) und (es ist) durchdringend bis-zur Teilung (von) Seele und Geist, sowohl (von) Gelenken als-auch (von) Knochenmark, und fähig-zu-richten Erwägungen (od.: Gedanken bzw. Einstellungen) und Gesinnungen (des) Herzens,5


13 und kein Geschöpf ist unsichtbar vor seinen (Augen), sondern alles (ist/liegt) nackt und offengelegt*6 (vor) seinen Augen, vor dem uns Rechenschaft (obliegt).7


14 (Weil) also (einen) großen Hohepriester habend, (einen) die Himmel durchzogen-Habenden* (Perf.: und jetzt dort seienden, nämlich) Jesus den Sohn Gottes, wollen-wir-(Präs.: weiterhin)-festhalten~ das Bekenntnis.


15 Denn wir-haben nicht (einen) Hohepriester, (der) nicht könnend~ Mitleid-haben° (mit) unseren Schwachheiten, sondern (einen, der wie wir) versucht-worden-ist*12 in allem (d.h. in jeder Hinsicht/auf allen Gebieten) in FastGleichartigkeit (doch) ohne Sünde.13


16 Also lasst-uns-(Präs: immer wieder)-hinkommen mit Freimütigkeit zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen empfangen-mögen° und Gnade finden-mögen° zu rechtzeitiger Hilfe15 (in Not).

Hebräer 5


1 Denn jeder Hohepriester, (weil?) aus Menschen genommen-werdend, für Menschen wird-er-hingestellt (d.h. eingesetzt in Bezug auf) die (Dinge/das Verhältnis) zu Gott, damit er ´sowohl` Opfergaben (= Speisopfer?) als-auch Schlachtopfer für Sünden darbringe~,


2 (wobei) könnend verständnisvoll-sein~ (mit) den (Sünden der?) Unwissenden und Irrenden, da-ja auch er-selbst behaftet (ist mit) Schwachheit (d.h. mit Sünden).


3 Und wegen ihr (d.h. wegen der Schwachheit) schuldet-er, so-wie für das Volk, ebenso auch für sich-selbst (Opfer) darzubringen~ für (seine eigenen) Sünden.11


4 Und nicht (für) sich-selbst nimmt (sich) jemand dieses Ehrenamt, sondern (als ein) berufen-Werdender~ von Gott, gleichwie auch Aaron.


5 Ebenso verherrlichte auch der Christus nicht sich-selbst, (um) Hohepriester zu-werden, sondern der zu ihm gesprochen-Habende°: "Mein Sohn bist du, ich, heute habe-ich-gezeugt* dich,"1


6 so-wie er auch an andersartiger (Schriftstelle) sagt: "Du (bist) Priester in die Ewigkeit nach der PriesterOrdnung Melchisedeks,"2


7 der (d.h. Christus) in den Tagen seines Fleisches, sowohl Flehen als-auch flehentliche-Hilferufe zu dem ihn vom (od.: aus) Tod erretten Könnenden,5 mit starkem Geschrei und Tränen dargebracht-habend° und (danach) erhört-werdend° (od., Pass.: angehört worden ist) aufgrund der Ehrfurcht.


8 Obwohl Sohn seiend lernte-er (als Mensch), von welchen (Pl.: Dingen/Leiden) er-litt, den Gehorsam,3


9 und (nachdem) vollkommen-gemacht-werdend°,6 wurde-er allen den ihm Gehorchenden (der) Verursacher ewiger Errettung,


10 (wobei) von Gott angeredet-werdend° (als) Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks,


11 über den7 (od.: worüber) wir (ein) langes und schwer-auszulegendes Wort sagen (müssten), da-(ihr)-ja träge (od.: schwerhörig; vgl. Heb 6,12) geworden-seid* (mit) dem Gehör (d.h. schwer von Begriff seid).4


12 Denn auch, - (obwohl schon längst selbst) schuldig-seiend Lehrer zu-sein~ wegen des (langen) Zeitraums (eures Glaubens),8 - habt-ihr wieder Bedarf, dass euch jemand die Anfangs Grundbegriffe der Aussprüche Gottes12 lehrt~, und ihr-seid-geworden* Bedarf Habende (an) Milch ´und` nicht feste Nahrung.


13 Denn jeder, der Genießende Milch, (ist noch) ungeübt (im) Wort (der) Gerechtigkeit,9 denn unmündig ist-er.


14 (Für) Erwachsene aber ist die feste Nahrung, die Habenden, die durch die Gewöhnung10 trainiert-wordenen* Sinnesorgane, zur Beurteilung (von) sowohl Rechtem (od.: Richtigem) als-auch Üblem.13

Hebräer 6


1 Deshalb,22 (nachdem hinter uns) gelassen-habend° die Anfangs Lehre2 (über) den Messias, hin-auf die volle-Reife16 wollen-wir-(uns)-tragen-lassen~,3 (Med.: und uns) nicht wieder (eine) Grundlage legend, (bestehend in der) Buße weg-von toten Werken17 und (dem) Vertrauen auf Gott (bei der Bekehrung?),


2 (der) ´Lehre` (über die Bedeutung zeremonieller) Waschungen4 und (der) Hände Auflegung (bei den Tieropfern? Vgl. Lev 1,4; 16,21), ´so-wie` (der Lehre von der) Auferstehung Toter und (dem) ewigen VerdammungsUrteil.18


3 Und dies werden-wir-tun, vorausgesetzt-dass Gott (es) erlaubt~.


4 Denn (es ist) unmöglich,25 die ein-für-alle-mal5 (od.: einmal) erleuchtet-Wordenen°,14 und (dabei?) die himmlische Geschenkgabe geschmeckt-Habenden°6 und Mitteilhaber15 Gewordene° heiligen Geistes7


5 und geschmeckt-Habenden°6 Gottes rechten Ausspruch und (die) Machttaten (des) zukünftigen~ Zeitalters (Heb 2,4)


6 und (die dann doch vor dem Ziel) Danebengefallenen°,23 wieder noch-einmal-neuartig-zu-machenⱽ~ zur Buße,19 (weil dadurch) den Sohn Gottes noch-einmal-kreuzigend13 (für) sich-selbst und (weil ihn damit) öffentlich-zur-Schau-stellend.24


7 Denn die getrunken-habende° Erde den vielmals auf sie kommenden Regen, und (dann) jenen geeignetes Futterkraut erzeugend, (um) deretwegen sie auch (als Ackerland) bestellt-wird, sie-erhält-Anteil (am) Segen von Gott.


8 (Wenn) aber Dornen8 und Disteln hervorbringend, (ist diese Erde) unbrauchbar und (der) Verfluchung nahe, deren9 Ende zur Verbrennung (führt).


9 Aber wir-wurden-(Pf.Pass.: und sind jetzt)-überzeugt* in-Bezug-auf euch Geliebte, (von) den Besseren (Pl.: Früchten als in Vers 8) und (zur) Errettung Gehörendem~ (od.: Festhalten an…; od.: Dienlichem), wenn wir auch so sprechen.20


10 Denn Gott (ist) nicht ungerecht, euer Werk und die Liebe bewusst-zu-vergessen, die ihr für seinen Namen erzeigtet, (indem) die Heiligen bedient-habend° (Heb 10,34) und (Präs.: sie noch immer!) bedienend.


11 Wir-begehren aber, (dass) jeder (einzelne von) euch die selbe Eifrigkeit erzeige~ zu der völligen-Gewissheit der Hoffnung bis (ans/zum) Ende,


12 damit ihr nicht träge werdet°, aber Nachahmer der durch Vertrauen und Langmut Erbenden die Versprechungen.


13 Denn (als) Gott dem Abraham (in Gen 22,16ff) versprechend°, - da-(er)-ja bei keinem Größeren (die Möglichkeit) hatte~ zu-schwören°, - schwor-er bei sich-selbst,26


14 (indem) sagend: "Fürwahr, segnend (d.h. reichlich) werde-ich-segnen dich und vermehrend (d.h. reichlich) werde-ich-vermehren dich,"1


15 und so, (indem) langmütig-wartend°, erlangte-er das Versprochene (indem er einen Nachkommen bekam).


16 Denn Menschen schwören bei dem Größeren, und ihnen (dient als) Ende jeden Widerspruchs der Eid zur Bestätigung (od. wie Papyri.: zur Garantieerklärung).


17 Deshalb, (weil) Gott ganz-besonders-deutlich beschließend den Erben21 des Versprechens das Unabänderliche seines Beschlusses vorzuzeigen°, verbürgte-er-sich (mit einem) Eid,


18 damit durch zwei unabänderliche TatSachen, - bei denen (es) Gott unmöglich (ist) zu-lügen°, - wir (eine) starke Ermutigung haben~, (wir,) die Zuflucht-genommen-Habenden°,10 (um) die vorliegende Hoffnung zu-(ingress. Aor.)-ergreifen°.


19 Diese (Hoffnung) haben-wir wie (od.: als einen) Anker der Seele, sowohl (einen) sicheren als-auch (einen) zuverlässigen und (einen) hineinkommenden (od.: hineinreichenden) in das innerhalb-liegende des Scheidevorhangs,11


20 wohin Jesus (als) Vorläuferⱽ12 für uns hineinkam, nach der PriesterOrdnung Melchisedeks, (indem ein) Hohepriester geworden° in die Ewigkeit.


Hebräer 7


1 Denn dieser "Melchisedek (hebr.: König der Gerechtigkeit), König (von) Salem (d.i. Jerusalem/Friede), Priester Gottes des Höchsten, der Abraham Entgegengehende°, - (als dieser gerade) von der Niederwerfung der Könige zurückkehrend-war~, - und ihn segnend°,


2 dem Abraham auch (den) Zehnten von allem"1 zuteilte, (dieser ist) einerseits zuerst übersetzt-werdend, König (der) Gerechtigkeit, sodann aber andererseits auch "König (von) Salem (d.i. Jerusalem; vgl. Ps 76,3)," das ist: König (des) Friedens,


3 vaterlos, mutterlos, stammbaumlos,6 (und aufgrund dessen) weder Anfang (der) Tage noch Ende (des) Leben habend, aber ähnlich-gemacht-worden*11 dem Sohn Gottes, (dieser Melchisedek also) bleibt Priester für ununterbrochen (w.: für das Hindurchtragende).


4 Aber schaut-an~, wie groß (od.: bedeutend) dieser (ist), "dem ´sogar` Abraham (den) Zehnten gab"3 aus den hervorragendsten-Teilen-der-KriegsBeuteⱽ, (er,) der Stammvater.


5 Auch die aus den Söhnen Levis den Priesterdienst Empfangenden, haben zwar (eine) Vorschrift, (von) dem Volk den-Zehnten-zu-nehmen~ nach dem Gesetz, das heißt: (von) ihren Brüdern, obwohl (auch) sie aus der Hüfte Abrahams herausgekommen-sind*.


6 Aber dieser (Melchisedek, obwohl) nicht von ihnen abstammend~, hat-den-Zehnten-genommen* (von) Abraham, und den die Versprechungen Habenden, hat-er-gesegnet*.


7 Aber ohne jeden Widerspruch wird-gesegnet das Geringere von dem Besseren.


8 Und hier zwar empfangen (Präs.: immer wieder) versterbende Menschen (die) Zehnten, dort aber (einem) bezeugt-Werdenden, dass er-lebt.


9 Und es ist sozusagen durch Abraham auch Levi, der (die) Zehnten Empfangende, verzehntet-worden*,


10 denn er-war~ noch in der Hüfte des Vaters, als ihm Melchisedek entgegenging.


11 Wenn also-nun (die) Vollendung durch das levitische Priestertum (gekommen) wäre~, - (denn) das Volk hat-ein-Gesetz-erhalten* über dieses (Priestertum), - welcher Bedarf (bestünde dann) noch (einen) andersartig (legitimierten als) Priester aufzustellen~ (und ihn) nach der Ordnung Melchisedeks und nicht nach der Ordnung Aarons zu-benennen~?2


12 Denn (wenn) geändert-werdend (d.h. geändert werden muss) das Priestertum, geschieht notwendigerweise auch (eine) Änderung (des) Gesetzes.


13 Denn über den (d.h. über Jesus) diese (Dinge in Ps 110,4; Sach 6,12f) gesagt-werden, er-hatte-mitteil-an* (einem) andersartigen Stamm, von dem keiner geachtet-hatte-auf* den Altar.


14 Denn völlig-offenkundig (od.: längst bekannt ist), dass unser Herr aus Juda hervorgegangen-ist*, zu welchem Stamm Mose gar-nichts über Priester sprach.


15 Und noch mehr-als (dies) ist (es) ganz-offenkundig,9 wenn (ein) andersartiger Priester nach der FastGleichartigkeit (mit) Melchisedek aufgestellt-wird,


16 der (es) nicht nach (dem) Gesetz (einer) menschlichen Vorschrift geworden-ist*, sondern nach (der) Macht (eines) unauflöslichen Lebens.


17 Denn (ihm) wird-bezeugt: "Du (bist) Priester in die Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks."4


18 Denn (die) Ungültigkeitserklärung7 betrifft einerseits (eine) vorangehende (d.h. eine frühere/eine bis dahin gültige) Vorschrift, (die für ungültig erklärt worden ist) wegen ihrer Schwäche und Nutzlosigkeit,


19 - denn das Gesetz machte gar-nichts vollkommen, - andererseits (ist die) Einführung (einer) besseren Hoffnung (geschehen), durch die wir Gott nahen.


20 Und insofern wie (dies) nicht ohne Eidschwur (geschah), denn diese sind zwar ohne Eidschwur Priester geworden*,


21 aber jener mit Eidschwur durch den zu ihm Sagenden: "(Der) HERR schwor, und nicht bereuen-wird-er (es): Du (bist) Priester in die Ewigkeit."4


22 Insofern (ist) ´auch` Jesus Bürge (eines) besseren Bundes8 geworden* (Perf.: ein für alle Mal).


23 Und die (einen) zwar sind in-größerer-Anzahl Priester geworden*, (weil) sie durch den Tod gehindert-wurden~ (Präs.: fortwährend) dazubleiben~,


24 der (andere) aber, weil er in die Ewigkeit bleibt~, hat das Priesteramt als (ein) unveränderliches (od.: unübertragbares/unvergängliches).


25 Daher kann-er auch gänzlich (od.: für immer/vollständig) erretten~ die durch ihn (Präs.: immer wieder) zu Gott Hinzukommenden, (weil/da) allezeit lebend, um für sie (Präs.: beständig/immer wieder) fürbittend-einzutreten~.10


26 Denn (ein) so-Beschaffener Hohepriester geziemte~ uns ´auch`: frommⱽ, arglosⱽ (w.: ohne Übel), unbesudeltⱽ, getrennt* von den Sündern5 und höher (als) die Himmel geworden,


27 der nicht (Tag) für Tag Verpflichtung hat, - geradeso-wie die Hohepriester, - zuerst für die eigenen Sünden Opfer (auf den Altar) hinaufzutragen, darauf für die des Volkes, denn dies tat-er ein-für-alle-Mal, (indem/dadurch, dass er) sich-selbst (als Opfer ans Kreuz) hinauftragend°.


28 Denn das Gesetz bestellt Menschen (als) Hohepriester, (die moralische?) Schwachheit habend, aber das Wort des Eidschwurs, der (zeitlich erst) nach dem Gesetz (kam, einen) in die Ewigkeit vollkommen-gemachten* Sohn.12


Hebräer 8


1 (Die) Hauptsache aber bei dem Gesagt-Werdenden (ist dies): Wir-haben (einen) so-Beschaffenen Hohepriester, der sich-setzte zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln,


2 (als ein priesterlicher) Amtsdiener des Allerheiligsten und des Zeltes, - des wahrhaftigen,3 - welches der Herr zusammenheftete, (und) nicht (ein) Mensch.


3 Denn jeder Hohepriester wird-bestellt zum Darbringen~ sowohl (von) Opfergaben als-auch (von) Schlachtopfern, daher (ist es) notwendig, (dass) auch dieser etwas habe~, was er-darbringe°.


4 Wenn er also auf Erden wäre~, wäre-er~ nicht (einmal) Priester, (weil da schon die) sind~ die nach (dem) Gesetz die (vorgeschriebenen) Opfergaben Darbringenden, (Irrealis)


5 solche-welche (einem) Abbild und Schatten (od.: Umriss) der himmlischen (Dinge) Gottesdienst-verrichten, so-wie Mose (eine göttliche) Weisung-erhalten-hat*, (als) im-Begriff-seiend das Zelt zu-vollenden~, denn: "Sieh-zu~," erklärt (Gott), "(dass) du alles nach dem Vorbild machst, dem dir auf dem Berg Gezeigten°."1


6 ´Nun` aber hat-er-erlangt* (einen umso) vorzüglicheren priesterlichen-Dienst, so-wie er auch (eines) besseren Bundes Mittler ist, (ein) solcher-welcher aufgrund besserer Versprechungen gesetzlich-festgelegt-worden-ist* (Perf.: ...und damit rechtskräftig ist).


7 Denn wenn jener erste (Bund) untadelig gewesen-wäre~ (Irrealis: was nicht der Fall war), kein Anlass (für einen) zweiten (Bund) wäre-gesucht-worden~.


8 Denn (indem) sie-tadelnd, sagt-er: "Siehe, Tage kommen, sagt (der) HERR, da werde-ich-endgültig-vollenden für das Haus Israel und für das Haus Juda (einen) neuartigen Bund,


9 nicht nach dem Bund, den ich (mit) ihren Vätern machte am Tag, (als) ich ihre Hand fassend°, (um) sie aus (dem) Land Ägypten hinauszuführen, weil sie nicht drinnenblieben in meinem Bund, und-ich kümmerte-mich-nicht-um sie, sagt (der) HERR.


10 Denn dies (ist) der Bund, den ich (für) das Haus Israel verfügen-werde nach jenen Tagen (des "sich nicht Kümmerns"), sagt (der) HERR: Geben-werde-ich meine Gesetze in ihre Gesinnung, auch auf ihre Herzen werde-ich-schreiben sie, und ich-werde-sein ihnen zum Gott, und sie-werden-sein mir zum Volk,


11 und keinesfalls belehre (d.h. braucht zu belehren) jeder (einzelne) seinen MitBürger und jeder (einzelne) seinen Bruder, (indem) sagend: ErKenne den Herrn! Weil alle werden-wissen (von) mir vom Kleinen bis-zum Großen (unter) ihnen,


12 denn gnädig werde-ich-sein (gegenüber) ihren Ungerechtigkeiten und ihrer Sünden keinesfalls mehr werde-ich-mich-erinnern°."2


13 In dem er-sagt~: (Einen) neuartigen (Bund), hat-er-(für)-veraltet* (erklärt) den ersten, aber das Veralternde~ und Vergreisende~ (ist dem) Verschwinden4 nahe.


Hebräer 9


1 Nun hatte~ zwar ´auch` der erste (Bund) Rechtsforderungen (für den) Gottesdienst2 und das irdische (w.: weltliche) Heiligtum,


2 denn (ein) Zelt wurde-zubereitet, das vordere, in dem sowohl der Leuchter (war) als-auch der Tisch und die Schaustellung der Brote18, das (das) Heilige genannt wird.


3 Aber hinter dem zweiten Scheidevorhang (ein) Zeltraum, das genannt-Werdende: Allerheiligstes,


4 habend (einen dazugehörigen) goldenen Weihrauchaltar3 und die Lade des Bundes, (die) von-allen-Seiten rundum-überzogen-ist* (mit) Feingold, darin (ein) goldener irdener-Krug, (weiters) habend das Manna, und den Stab Aarons, den gekeimt-Habenden°, und die Tafeln des Bundes,


5 aber oben-über ihr (d.h. der Bundeslade, die) Cherubin (der) Herrlichkeit (Gottes), den Sühnedeckel7 überschattend, über welche (Gegenstände) im Einzelnen nun nichts zu-sagen~ ist4.


6 (Da) diese (Dinge) aber so zubereitet-wurden*, zwar treten-ein in das erste Zelt die Priester immer, (damit) die Gottesdienste (Pl.: die gottesdienstlichen Handlungen?) verrichtend,


7 in das zweite aber (nur) einmal pro Kalenderjahr allein der Hohepriester, nicht ohne OpferBlut, das er-darbringt für sich-selbst und (für) die Unwissenheits-Vergehenen des Volkes,


8 (wodurch) der Heilige Geist dies offenkundig-machend, (nämlich,) dass der Weg (in) das Allerheiligste noch-nicht offenbart-worden-ist*, (solange) das erste Zelt noch-immer Bestand hat~,


9 welches (Zelt eine) Parabel für den gegenwärtigen* Zeitpunkt (ist), nach dem sowohl Opfergaben als-auch Schlachtopfer dargebracht-werden, (obwohl) im-Hinblick-auf (das) Gewissen nicht könnend vollkommen-machen° die (den) Gottesdienst-Verrichtenden,5


10 nur aufgrund (von) Speisen und Getränken und verschiedenen (zeremoniellen) Waschungen, (alles nur) Rechtsforderungen (des) Fleisches, bis-zum Zeitpunkt (der) richtigen-Ordnung (des neuen Bundes) auferlegt-werdend.


11 Christus aber, (nachdem) herbeigekommen° (als) Hohepriester der (mit ihm) kommenden°6 HeilsGüter, durch das größere und vollkommenere, nicht handgemachte Zelt, das heißt: nicht (von) dieser Schöpfung,


12 auch-nicht durch Blut von Ziegenböcken und Kälbern, sondern durch das eigene Blut, kam-er-hinein ein-für-alle-Mal in das Allerheiligste, (wobei/nachdem eine) ewige (d.h. anhaltende) Erlösung gefunden-habend°.11


13 Denn wenn das Blut von Ziegenböcken und Stieren und (die) Asche (einer) Jungkuh,8 - (wenn) besprengend die (kultisch) Verunreinigten* - zu der Reinheit des Fleisches (d.h. nur zur äußerlichen Reinheit) heiligt,


14 (um) wieviel vielmehr, wird (dann) das Blut des Christus, der sich-selbst durch ewigen Geist makellos Gott (am Kreuz) darbrachte, unser Gewissen reinigen von toten (d.h. bösen/nutzlosen) Werken um (einem/dem) lebendigen Gott Gottesdienst-zu-verrichten~.


15 Und deswegen ist-er Mittler (eines) neuartigen Bundesⱽ,9 auf-dass - weil (nachdem/da sein) Tod geschah zur Erlösung (von) den während (od.: zur-Zeit; od.: aufgrund) des ersten Bundes (geschehen) Übertretungen - die Versprechen empfingen° die zum ewigen Erbe Berufenen*.


16 Denn wo (ein) Testament9 (besteht, ist es eine) Notwendigkeit, (den) Tod des (es) testamentarisch-verfügt-Habenden° nachzuweisen (od. wie in Papyri: einzutragen).


17 Denn (ein) Testament (ist nur) bei Toten rechtsgültig, da-(es)-ja niemals in-Kraft-tritt, solange der (es) testamentarisch-verfügt-Habende° (noch) lebt.


18 Daher ist auch der erste (Bund) nicht ohne Blut eingeweiht-worden*,


19 denn, (nachdem) von Mose jede Vorschrift nach dem Gesetz dem ganzen Volk gesagt-worden-war°, (und nachdem) das Blut der Kälber ´und der Ziegenböcke` genommen-habend°, besprengte-er mit Wasser und scharlachroter Wolle und Ysop sowohl die Buchrolle selbst als-auch das ganze Volk,


20 sagend: "Dies (ist) das Blut des Bundes, den Gott vorschrieb für (od.: mit) euch."1


21 Aber auch das (später errichtete) Zelt und alle die Geräte des priesterlichen-Dienstes besprengte-er gleicherweise (mit) dem Blut.12


22 Und beinahe alles wird-gereinigt durch Blut nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießen geschieht kein Erlass (der Sünden).


23 (Eine) Notwendigkeit (besteht) also, (dass) zwar die Abbilder der in den Himmeln (befindlichen Dinge, durch) diese (Mittel) gereinigt-werden~, die Himmlischen (Dinge)13 selbst aber (durch) bessere Schlachtopfer als diese.


24 Denn nicht in (ein) handgemachtes Heiligtum kam-hinein° Christus, - (das ja nur ein) Gegenbild des wahren (Heiligtums im Himmel war), - sondern in den Himmel selbst, (um sich) nun zu-manifestieren° (vor) dem Angesicht Gottes für uns,10


25 auch-nicht damit er sich-selbst vielmals (als Opfer)-darbringe~, - geradeso-wie der Hohepriester jährlich in das Heiligtum (hier: das Allerheiligste) mittels fremdem Blut hineingeht,


26 - da-(er)-ja (sonst hätte) vielmals leiden° müssen~16 seit Grundlegung (der) Welt. Nun aber (ist er) ein-für-alle-Mal bei (der) endgültigen-Vollendung der Zeitalter zur (rechtskräftigen) Ungültigkeitserklärung (od.: Tilgung/Beseitigung) ´der`17 Sünde durch sein Schlachtopfer (od.: durch seine Selbstopferung) offenbar-gemacht-worden*.10


27 Und ebenso wie (es) den Menschen auferlegt-ist, einmal zu-sterben, nach diesem aber (kommt ein/das) Gericht,


28 ebenso auch der Christus: (nachdem) einmal (Pass.: von Gott?) dargebracht-werdend°, um sich-aufzuladen° (die) Sünden vieler,14 zum zweiten (Mal) ohne (Beziehung zur) Sünde wird-er-gesehen-werden (von) den ihn sehnlichst-Erwartenden zur Errettung.15


Hebräer 10


1 Denn das Gesetz, - (weil/da nur) einen Schatten13 der zukünftigen~ HeilsGüter habend, (und) nicht das Bild der Dinge selbst, - kann mit den selben Schlachtopfern, welche sie alljährlich darbringen, niemals die (zu Gott) Hinkommenden für immer vollkommen-machen.


2 Denn hätten-sie sonst nicht aufgehört, (Präs.: immer wieder Opfer) darbringend, weil die Gottesdienst-Verrichtenden kein Sünden Bewusstsein mehr hätten~, (nachdem) einmal gereinigt-worden*? (Irrealis)


3 Jedoch durch sie (d.h. die Opfer, entsteht/ist) alljährlich (die/eine) Erinnerung-an Sünden.


4 Denn (es ist) unmöglich, (für) Blut von Stieren und Ziegenböcken, Sünden (Präs.: dauerhaft) wegzunehmen~.


5 Deshalb, (als) in die Welt hineinkommend, sagt-er: "Schlachtopfer und Darbringungen wolltest-du nicht, (einen) Körper aber zubereitetest-du mir.


6 An Brandopfern und (Opfern) für Sünde hattest du kein Wohlgefallen.


7 Darauf sagte-ich: Siehe, ich-bin-eingetroffen~, - in (der) Buch Rolle ist-geschrieben* über mich, - (um) deinen Willen oh Gott zu-tun."1


8 (Nachdem) weiter-oben sagend: "Schlachtopfer und Darbringungen und Brandopfer und (Opfer) für Sünde wolltest-du nicht, auch-nicht Wohlgefallen-hattest-du° (daran)," - solche-(Opfer)-welche (doch) nach (dem) Gesetz dargebracht-werden, -


9 dann hat-er-gesagt*: "Siehe, ich-bin-eingetroffen~, (um) deinen Willen zu-tun." Er-annulliert das Erste, damit er das Zweite aufrichte°.


10 Aufgrund dieses Willens sind-wir~ geheiligt-worden* (Präs. + Perf. = endgültig) durch die Darbringung des Leibes Jesu Christi, (und zwar) ein-für-alle-Mal.19


11 Und jeder Priester zwar steht-(Perf.: immer noch)-da*,2 jeden Tag priesterlich-dienend und die selben Schlachtopfer vielmals darbringend, solche-die (doch) niemals Sünden vollständig-wegnehmen° können~.


12 Dieser aber, (nachdem) ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht-habend°, setzte-er-sich für immer zur Rechten Gottes,


13 fortan abwartend, bis (dass) seine Feinde (als) Fußschemel seiner Füße hingelegt-werden°.


14 Denn durch eine Darbringung hat-er-vollkommen-gemacht* für immer, die geheiligt-Werdenden.


15 Aber (das) bezeugt uns auch der Heilige Geist, denn nach dem er-geredet-hat*:


16 "Dies (ist) der Bund, den ich-testamentarisch-verfügen-werde" für sie "nach jenen Tagen, sagt (der) HERR: Ich-werde-geben meine Gesetze auf ihre Herzen, und auf ihre Sinne werde-ich-schreiben sie,


17 und ihrer Sünden" und ihrer Gesetzlosigkeiten "keinesfalls mehr werde-ich-mich-(an sie)-erinnern."6


18 Wo aber (ein) Erlass (für) diese (ist, gibt es) nicht-mehr (die) Darbringung (eines Opfers) für Sünde.


19 (Da) also Brüder27 Freimütigkeit habend zu dem Eintreten (in) das Allerheiligste15 durch das Blut Jesu,


20 - welches (Eintreten) er uns (feierlich) einweihte (als einen) frischen16 und lebendig-seienden Weg durch den Scheidevorhang (hindurch), das heißt: (durch) sein Fleisch,17


21 und (habend einen) großen Priester über das Haus Gottes, -


22 wollen-wir-hinkommen~ mit wahrhaftigem Herzen in völliger-Gewissheit (des) Glaubens, (indem/nachdem) die Herzen besprengt*24 vom bösen Gewissen und den Körper gebadet*3 (in) reinem Wasser.


23 Lasst-uns-(Präs.: beständig)-festhalten~ das unwandelbare20 Bekennen28 der Hoffnung (Gen.obj.: d.h. des Erhofften), denn treu (ist), der (es) versprochen-Habende°,


24 und lasst-uns-achtgeben-auf~ einander zur Anstachelung (w.: Anreizung zur) Liebe und (zu) rechten Werken,


25 (indem/wobei) nicht im-Stich-lassend (od.: verlassend)18 das Zusammenkommen (von) euch, so-wie (es bei) einigen Gewohnheit (ist), sondern (indem einander) ermahnend~,29 und (das um) so-viel mehr, wie ihr den sich-(Präs.: immer mehr)-nahenden Tag4 erblickt.


26 Denn (wenn) vorsätzlich (Präs.: weiterhin/immer wieder) wir-sündigend (sind) nach dem AnNehmen° der Erkenntnis der Wahrheit, kein Schlachtopfer für Sünden bleibt-(dann)-übrig,21


27 sondern (nur) ein furchtbares Erwarten (eines) Gerichts und (eines) Feuers Eifer, (welches) im-Begriff-steht die (Gott) Widerstehenden zu-fressen~.22


28 (Wenn) jemand (nachdem das) Gesetz Mose verworfen-habend°, ohne Bejammern (od.: Mitleid) "auf zwei oder drei Zeugen (hin) sterben-wird,"8


29 (einer) wieviel schlimmeren Bestrafung, meint-ihr, wird-für-würdig-gehalten-werden der den Sohn Gottes (mit Füßen) zertretend° und das Blut des Bundes für gemein haltend°, durch das er-geheiligt-wurde, und den Geist der Gnade schmähend° (od.: verschmäht)?7


30 Denn wir-kennen* den Sagenden: "Mein (ist) die Rache, ich werde-vergelten."9 Und wieder: "Richten-wird (der) HERR sein Volk."10


31 Furchtbar (ist) das Hineinfallen in (die) Hände (des) lebendig-seienden Gottes.23


32 Aber erinnert-euch-an~ die vorherigen Tage, in denen (nachdem/als) erleuchtet-worden°, (ihr in) viel Wettkampf geduldig-ausharrtet (in) Leiden,


33 und zwar einerseits (indem zuerst durch) Schmähungen und Bedrängnisse zu-Schau-gestellt-werdend, andererseits (indem danach) Gemeinschafter der ebenso den-Lebenswandel-Führenden geworden°.25


34 Denn auch (mit) den Gefangenen hattet-ihr-Mitleid, und das Rauben eurer Besitztümer~ nahmt-ihr-hin mit Freude, (weil) erkennend, (dass) ihr-selbst (einen) besseren und bleibenden~ Besitz habt~.


35 Nicht werft-ab also euer frohes-Zutrauen, das (eine) große Entlohnung hat~.5


36 Denn geduldiges-Ausharren habt-ihr~ nötig, damit (ihr, nachdem) den Willen Gottes tuend°, ihr-euch-holt das Versprochene.

37 Denn noch (ein) "kleines, so (klein), so (klein)," (und) der "Kommende (d.i. der Messias) wird-eintreffen, und nicht wird-er-sich-Zeit-lassen (d.h. es hinausziehen).11


38 Aber ´mein` Gerechter, aus Vertrauen wird-er-leben," und "falls er-sich-(feige)-zurückzieht, kein Wohlgefallen-hat meine Seele an ihm."12


39 Wir aber sind nicht (solche) des (feigen) Zurückziehens (das) zum Verderben14 (führt), sondern (solche des) Vertrauens (das) zum Erwerben (od.: Erhalten/Bewahren der) Seele (od.: des Lebens führt).26


Hebräer 11

1 Es-ist aber (der) Glaube (od.: das Vertrauen, die/eine) Verwirklichung3 erhofft-Werdender (Dinge, ein) Beweis (w.: Überführtwerden von) nicht erblickbarenden~ TatSachen.


2 Denn durch dieses (Vertrauen) erhielten-ein-Zeugnis die Älteren (d.h. die Vorväter).


3 (Durch/aufgrund von) Glauben begreifen-wir, (dass) die Welten (durch) Gottes Ausspruch zubereitet-wurden* (od.: geschaffen wurden), sodass aus nicht Sichtbaren~ (Dingen) das ErBlickbare geworden-ist*.


4 (Durch/aufgrund von) Vertrauen brachte-dar Abel (für) Gott (ein) größeres Schlachtopfer als Kain, durch welches17 (Vertrauen, wie V.7b; od.: Schlachtopfer) ihm-bezeugt-wurde, gerecht zu-sein~, (weil) Gott Zeugnis-ablegend-ist~ über seine Opfergaben, und durch dieses (Vertrauen, wie V.7b; od.: Schlachtopfer)4 spricht-er noch (obwohl längst) verstorben°.


5 (Durch/aufgrund von) Vertrauen wurde-überstellt (d.h. entrückt) Henoch,30 um (den) Tod nicht zu-sehen, und nicht wurde-er-(Impf.: nach längerem Suchen?)-gefunden~, deshalb-weil ihn Gott überstellte. Denn vor der Überstellung wurde-(ihm)-bezeugt*, Gott (Präs.: beständig) wohlzugefallen~,


6 aber ohne Vertrauen (ist es) unmöglich, (Gott) wohlzugefallen°, denn der zu Gott Hinzukommende muss glauben°, dass er-existiert und (für) die ihn eifrig-Suchenden (ein) Entlohner ist.


7 (Durch/aufgrund von) Vertrauen errichtete Noah, - (nachdem) eine-göttliche-Weisung-erhalten-habend° über die noch nicht erblickt-Werdenden (Geschehnisse, indem/weil) von-Furcht-bewegt-geworden°,16 - (eine) Arche (w.: Kasten) zur Errettung seines Hauses,32 durch welches (Vertrauen) er die Welt verurteilte, und gemäß diesem Vertrauen wurde-er Erbe (der) Gerechtigkeit.


8 (Durch/aufgrund von) Vertrauen gehorchte Abram (sofort, als) gerufen-werdend, um-herauszukommen5 zu (dem) Ort, den er zum Erbe empfangen~ sollte~, und er-kam-heraus, (obwohl ihm) nicht bekannt-seiend~, wohin er-geht.


9 (Durch/aufgrund von) Vertrauen hielt-er-sich-als-Fremder-auf in dem Land des Versprechens, wie in (einem) fremden, (indem) in Zelten wohnend° mit Isaak und Jakob, den Miterben des selben Versprechens,


10 denn er-erwartete~ (Impf.: fortwährend und sehnsüchtig) die die Grundlagen Habende Stadt,19 deren Kunsthandwerkerⱽ (od.: Architekt?) und (ausführender) Bauhandwerkerⱽ Gott (ist).


11 (Durch/aufgrund von) Vertrauen - obwohl Sara selbst ´unfruchtbar` (war) - Macht zur Gründung6 (einer) Nachkommenschaft empfing (sie/ er), und (zwar) hinaus-über (den) Zeitpunkt (ihres/seines erforderlichen) Lebensalters, da-ja für treu (sie/er)-hielt den (dies) versprochen-Habenden°.7


12 Deshalb31 auch von einem (einzigen) wurden-(so viele Nachkommen)-gezeugt8 - und diese (noch dazu von einem schon) Abgestorbenen* - so-(viele Nachkommen)-wie die Gestirne des Himmels an Menge und wie der unzählbare Sand, der längs des Ufers des Meeres (ist).


13 Im Vertrauen verstarben diese alle, (und/wobei) die Versprechungen nicht ´empfangen-habend°`, sondern (indem) sie von-weitem sehend° (vgl. Joh 8,56) und begrüßend° und offen-bekennend°, dass sie Fremde und Pilger auf der Erde sind (vgl. Gen 23,4).


14 Denn die solches Sagenden manifestieren, dass sie-streben-nach (einem) Vaterland.


15 Und wenn sie wirklich (Impf.: immer wieder an) jenes gedacht-hätten~, aus dem sie-herausgingen, Gelegenheit hätten-sie-(Impf.: immer wieder)-gehabt~ wieder-umzukehren°. (Irrealis)


16 Nun aber trachten-sie-(Med.: für sich)-nach (einem) besseren, das heißt: (nach einem) himmlischen (Vaterland). Deshalb schämt-sich Gott ihrer nicht, ihr Gott angerufen-zu-werden~, denn er-bereitete ihnen (eine) Stadt.


17 (Durch/aufgrund von) Vertrauen brachte-dar*9 Abraham den Isaak (als) versucht-werdend,10 und (zwar sogar) den Einzigartigen brachte-er-dar~,27 der die Versprechungen gastfreundlich-empfangen-Habende° (vgl. Gen 25,26.31 im Ggs. zu Esau),


18 zu dem gesprochen-wurde: "In Isaak wird-genannt-werden für dich Nachkommenschaft,"1


19 (weil) berechnend°, dass Gott auch aus Toten auferwecken~ kann, von woher er (od.: weshalb er) ihn sich auch gleichnishaft holte.


20 (Durch/aufgrund von) Vertrauen segnete20 Isaak den Jakob und den Esau, auch im-Blick-auf Zukünftiges.


21 (Durch/aufgrund von) Vertrauen segnete21 Jakob (als) sterbend jeden (einzelnen) der Söhne Josephs und "betete-an Gott, über die Spitze seines Stabes"2 (gebeugt).


22 (Durch/aufgrund von) Vertrauen gedachte Josef (als sein Leben) vollendend, an den Auszug der Söhne Israels, und er-traf-Anordnung betreffs seiner Knochen.


23 (Durch/aufgrund von) Vertrauen, (nachdem) Mose geboren-worden-war°, wurde-er-verborgen drei-Monate-lang von seinen Eltern, deshalb-weil sie-sahen, (dass) das Kind "schön"14 (war), und sie-fürchteten nicht die Verfügung des Königs (d.h. des Pharaos).


24 (Durch/aufgrund von) Vertrauen leugnete Mose, (als) erwachsen-geworden°, (ein) Sohn (der) Tochter (des) Pharao genannt-zu-werden~,


25 (indem/weil es) vielmehr erwählend° (od.: vorziehend), übel-behandelt-zu-werden-zusammen-mit~ dem Volk Gottes, als (den/einen) befristeten Genuss (der) Sünde zu-haben~,


26 (wobei/weil) die Schmähung des Christus11 für größeren Reichtum haltend° (als) die Schätze Ägyptens, denn er-blickte-(Impf.: schon länger?)-hinweg~ auf die Entlohnung.22


27 (Durch/aufgrund von) Vertrauen verließ-er Ägypten, (indem/weil) die Wut des Königs nicht fürchtend°,23 denn er-hielt-standhaft-aus (als ob/weil) den Unsichtbaren (Präs.: dauernd) Sehend.12


28 (Durch/aufgrund von) Vertrauen hat-er-gefeiert*28 das Passah und die Begießung (der Türrahmen) mit Blut, damit der Vertilgende (Strafengel) ihre Erstgeburten nicht anrühre.


29 (Durch/aufgrund von) Vertrauen durchschritten-sie das Rote Meer als (ob) durch vertrocknetes Land (schreitend), in dem, - (als/nachdem den) Versuch probierend°, - die Ägypter verschluckt-wurden.


30 (Durch/aufgrund von) Vertrauen fielen die Mauern Jerichos,29 (nachdem) über sieben Tage (lang) umkreist-worden°.


31 (Durch/aufgrund von) Vertrauen, Rahab die Hure, nicht ging-sie-ins-gemeinsame-Verderben33 (mit) den Ungehorsamen°, (weil) die Auskundschafter mit Frieden empfangen-habend° (und dadurch ihr Leben wegen Verrats riskierend).


32 Und was (soll) ich noch sagen~? Denn fehlen-wird mir die Zeit, (wenn) erzählend über Gideon, Barak, Simpson, Jephtha, (und) sowohl David als-auch Samuel13 und die (weiteren) Propheten,


33 die durch Vertrauen Königreiche niederkämpften, (für) Gerechtigkeit wirkten (d.h. sorgten: z.B. die Richter), Versprechungen erlangten, Löwen Mäuler verstopften,


34 (des) Feuers Macht auslöschten, (der) Schärfe (des) Schwertes entflohen, heraus-aus (ihrer körperlichen?) Schwachheit mächtig-gemacht-wurden. Sie-wurden stark im Krieg, befestigte-Lager (von) anderen (Heeren) brachten-sie-zum-wanken (z.B. Gideon).


35 Frauen empfingen durch Auferstehung ihre Toten18 (wieder), andere aber wurden-(zu Tode)-gefoltert, (nachdem/weil) die Freilassung nicht annehmend° (2Makk 6,21; 7,1ff), damit sie (eine) bessere Auferstehung erlangten.


36 Andersartige aber machten Erfahrung (mit) martervoller-Verhöhnung und Geißelhieben, noch dazu (mit) Banden und Gefängnis.


37 Sie-wurden-gesteinigt, zersägt,15 verstarben durch Mord mit (dem) Kurzschwert, zogen-umher in Schaffellen, in Ziegen Fellen, (wobei) Mangel-leidend, bedrängt-werdend, übel-behandelt-werdend,


38 - (sie), deren die Welt nicht würdig war~, - umherirrend auf Einöden und Bergen und (in) Höhlen und den Löchern der Erde.24


39 Und diese alle, (obwohl) durch das (d.h. ihr) Vertrauen mit-(gutem)-Zeugnis-bedacht-worden°,25 holten-sich nicht die Versprechen,26


40 (weil) Gott für uns etwas Besseres vorgesehen-habend°, damit sie nicht ohne uns vollkommen-gemacht-würden°.


Hebräer 12


1 Daher-also auch wir, (weil) habend herumliegend-um uns (eine) so-große Wolkenmenge (von) Zeugen,16 (indem/nachdem) jeden unnötigem-Ballast und die leicht-umschlingende Sünde (Med.: von uns) ablegend°,21 (lasst) uns mit geduldigem-Ausharren laufen~ den uns vorliegenden (od.: uns aufgetragenen) Wettkampf,


2 (indem) hinwegsehend (von allem ablenkenden) hin-auf (den) Urheber und Vollender des Glaubens, (auf) Jesus, der wegen (od. w. wie V.16: anstelle?) der vor ihm liegenden (od.: in Aussicht gestellten) Freude geduldig-ausharrte (bis zum/auf dem/und erduldete das) Kreuz, (indem/wobei die) Schande (eines solchen Verbrechertodes) missachtend°,7 sich zur Rechten des Thrones Gottes niedergesetzt-hat*.


3 Also erwägt-wieder-aufs-neue denjenigen, (der einen) derartigen Widerspruch von den Sündern gegen sich-selbst (Perf.: bis zum Ende?) geduldig-ertragen-Habenden*, damit ihr nicht (in der Nachfolge?) ermattet,8 (indem) in euren Seelen erschlaffend~.9


4 (Denn ihr,) Noch-nicht bis-aufs Blut22 Widerstand-geleistet-habend°, (als/indem) gegen die Sünde (entw.: des Abfalls; od. allg.: die Sünde wie in Vers 1) ankämpfend.


5 Und völlig-vergessen-habt-ihr* die Ermahnung, die euch als Söhne anredet: "Mein Sohn, schätze-nicht-gering~ (des) HERRN Erziehung und erschlaffe~ nicht, (wenn/indem) von ihm überführt-(od.: gestraft)-werdend,1


6 denn wen (der) HERR liebt, (den) erzieht-er (od.: züchtigt er), er-geißelt aber jeden Sohn, den er-annimmt."2


7 Zur Erziehung harrt-ihr-geduldig-aus (od. Imp.Präs.: harrt weiterhin geduldig aus), als Söhne behandelt euch Gott. Denn wer (ist ein richtiger) Sohn, den (sein?) Vater nicht erzieht?


8 Wenn ihr aber ohne Erziehung seid, - deren alle Mitteilhaber geworden-sind*, - seid-ihr10 folglich Uneheliche20 und nicht Söhne.


9 Ferner (bedenkt): Zwar hatten-wir~ (einerseits) die leiblichen Väter (w.: die Väter unseres Fleisches als) Erzieher, und wir-scheuten-uns~ (vor ihnen; d.h. hatten Respekt), ´aber` (andererseits) nicht vielmehr sollten-wir-uns-unterordnen dem Vater der Geister11 und leben?


10 Denn diese erzogen~ (od. züchtigten uns) zwar für wenige Tage nach ihrem Gutdünken, dieser aber zu unserem Nutzen~, damit wir-(Anteil)-erhalten-an° seiner Heiligkeitⱽ.25


11 ´Aber` jede Erziehung (od.: Züchtigung) scheint zwar für den Moment~ nicht (eine) Freude zu-sein~, sondern (eine) Betrübnis, hernach aber gibt-sie-zurück den durch sie trainiert-Gewordenen* (eine/die) friedliche Frucht (Gen.epexeg.: die in) Gerechtigkeit (besteht).


12 Deshalb richtet-wieder-auf° die nachgelassen-Habenden* Arme und die gelähmten* Knie,17


13 und macht~ geradlinige Laufspuren für eure Füße,23 damit nicht das Lahme (die gefährdeten Gemeindeglieder?) ausgerenkt-werde°,12 sondern vielmehr geheilt-werde° (od. allg.: wiederhergestellt werde)!


14 Verfolgt~ Frieden mit allen und die Heiligungⱽ, ohne die keiner den Herrn sehen-wird,24


15 (wobei) darauf-spähend, (dass) nicht irgendeiner (im Wettkampf?; Ptz.Präs.: Stück für Stück?) zurückbleibend~ (sei), weg-von18 der Gnade Gottes, "(dass) nicht irgendeine Wurzel (der/von) Bitterkeit (od.: Gift) - (indem) nach-oben sprossend - (Präs.: dauerhaft) belästige~(od.: Unordnung schafft)"3 und durch sie viele besudelt-werden°,


16 (und,) dass nicht irgendein Hurer (unter euch sei; vgl. Heb 13,4), oder (ein) Unheiliger wie Esau, der anstelle einer Speise seine Erstgeburtsrechte hergab.


17 Denn ihr-wisst*, dass er auch nachher, - (als) wollend den Segen erben°, - verworfen-wurde, denn er-fand keine Gelegenheit (zur) Buße, obwohl ihn13 mit Tränen eifrig-suchend°.


18 Denn nicht seid-ihr-hinzugetreten* (zum) betastbaren~ (Sinai Berg) und (zu einem) brennenden* Feuer und (zu) finsterem-Gewölk und völligem-Dunkel und Brausen


19 und zu Posaunen Getöne und (zu einer) Stimme (von) Aussprüchen (Gottes),14 (von) denen die (sie) Hörenden° sich-erbaten, (dass) ihnen kein (weiteres) Wort hinzugefügt-werde°


20 denn sie-ertrugen~ das (ihnen) Aufgetragene nicht: Und falls (ein) Tier den Berg berührt°, soll-es-mit-Steinen-beworfen-werden.


21 Und so furchtbar war~ die Naturerscheinung~, (dass) Mose sagte: "Ich-bin voll-Furcht"4 und zitternd.


22 Sondern ihr-seid-hinzugetreten*: (zum) Zion Berg und (zur) Stadt (des) lebendigen Gottes; (zum) himmlischen Jerusalem und (zu) Zehntausenden (von) Engeln; (zur) festlichen-Zusammenkunft


23 und (zur) Versammlung (der) Erstgeborenen, - die Eingeschriebenen* in (den) Himmeln; - und (zu dem/einem) Richter, (dem) Gott aller (Pl.Mask.: Personen) und (zu den) Geistern19 (der) vollkommen-gemachten* Gerechten;


24 und (zum) Mittler (des/eines) neuen Bundes, - (nämlich zu) Jesus - und (zum) Blut (der) Besprengung, (das) besser (od.: Besseres) Sprechende als das15 (Blut) Abels.


25 Seht-zu~, (dass) ihr den Sprechenden nicht abweist°. Denn wenn jene (d.h. das Volk Israel) nicht entflohen, - (nachdem) abgewiesen-habend° den auf Erden göttliche-Weisung-erteilt-Habenden° (d.i. Mose?), - (um wie) viel, vielmehr, (werden) wir (nicht entfliehen, falls wir solche sind) die sich-Abwendenden-von dem (vom) Himmel (her sprechenden Gott),


26 (von) dem die Stimme die Erde damals erschütterte, nun aber hat-er-versprochen*, (indem) sagend: "Noch einmal, (und) ich werde-beben-lassen, nicht" nur "die Erde," sondern "auch den Himmel."5


27 Aber das: "Noch einmal", weist-hin-auf ´(die)` Umwandlung der erschüttert-Werdenden (Dinge), als (bloß) Geschaffene*, damit die nicht erschüttert-Werdenden (Dinge) bleiben°.


28 Deshalb, (weil ein) unerschütterliches Königreich übernehmend, (lasst) uns Dankbarkeit (od.: Gnade) haben~, durch die wir Gott Gottesdienst-verrichten-wollen~, auf-wohlgefällige-Art-und-Weise, mit Ehrfurcht und Scheu,


29 denn auch unser "Gott (ist ein) gänzlich-verzehrendes Feuer."6


Hebräer 13


1 Die Bruderliebe bleibe~ (Imp.Präs.: weiterhin bestehen).


2 Die Gastfreundschaft, darauf-vergesst~ nicht, (denn) durch diese (haben) einige unbemerkt° Engel beherbergt°.8


3 Erinnert-euch~ der Gebundenen als (wärt ihr auch) Mitgebundene*, der Übel-behandelt-Werdenden als (solche, die) auch selbst im Körper (leidend?) seiend~.


4 Wertgeachtet (sei) die Ehe bei allen (od.: in jeder Hinsicht) und das EheLager (od.: der Geschlechtsverkehr) unbesudelt, (denn) Hurer und Ehebrecher wird Gott richten.14


5 Das Verhalten (sei) nicht-Geld-gernhabend, (indem/seid euch) begnügend (mit) dem Vorhandenen. Denn er-selbst hat-gesagt*: "Keinesfalls (will) ich (von) dir ablassen°, und-auch keinesfalls (will) ich dich verlassen°,"1


6 sodass wir guten-Mutes-sind~ zu-sagen: "(Der) HERR (ist) mir Helfer, ´und` nicht werde-ich-mich-fürchten, was kann-tun mir (ein) Mensch?"2


7 Errinnert-euch~ der euch Führenden,3 (als) an-solche-die (zu) euch das Wort Gottes sprachen, (von) denen genau-anschauend den Ausgang4 ihres Benehmens, ahmt-nach~ ihr Vertrauen!


8 Jesus Christus (ist) gestern und heute der selbe und in die Zeitalter (d.h. in Ewigkeit).


9 (Durch) vielfältige und fremdartige Lehren (lasst) euch nicht fortreißen~, denn recht (ist es, dass) das Herz durch Gnade gefestigt-wird~, nicht durch Speisen (d.h. jüdische Speisevorschriften; od.: Speisopfer?), die nichts nützten den den-Lebenswandel-(danach)-Führenden.


10 Wir-haben (einen) Altar,5 von dem keine Vollmacht haben zu-essen° die (noch in) dem Zelt Gottesdienst-Verrichtenden.6


11 Denn (von) den Lebewesen das Blut für (die) Sünde durch den Hohepriester in das Allerheiligste hineingetragen-wird, deren Körper werden-verbrannt außerhalb des befestigten-Lagers.


12 Deshalb litt auch Jesus, damit er das Volk durch das eigene Blut heilige°, außerhalb des Tores.


13 Dementsprechend (lasst) uns zu ihm herauskommen~, außerhalb des befestigten-Lagers, (indem/und damit) seine Schmach tragend.9


14 Denn wir-haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige~ suchen-wir-auf.


15 Durch ihn10 ´also` lasst-uns-darbringen~ Gott (ein) Lobopfer durch alle (Zeit), das heißt: Frucht (der) Lippen, die seinen Namen lobpreisen11 (w.: offen bekennen).


16 Aber des Wohltuns und (der) Gemeinschaft13 (des Mitteilens) darauf-vergesst~ nicht, denn (an) solchen Schlachtopfern hat Gott Wohlgefallen~.


17 Fügt-euch~7 (od.: leistet Folge) den euch Führenden und gebt-nach-unter~ ihrer (Autorität), denn sie-wachen-schlaflos über eure Seelen, als Rechenschaft abgeben-Werdende (Ptz.Fut.),17 damit sie dies mit Freude (Präs.: jetzt schon?) tun-mögen~ und nicht seufzend, denn dies (wäre) nicht-vorteilhaft (d.h. schädlich) für euch.


18 Betet~ für uns! Denn wir-sind-überzeugt~ (perfektisches Präs.), dass wir (ein) rechtes Gewissen haben, (da) in jeder (Hinsicht) wollend recht (d.h. einwandfrei) verkehren~.


19 Aber über-die-Maßen ermahne-ich, dies zu-tun°, damit ich (umso) schneller euch-zurückerstattet-werde°.


20 Der Gott des Friedens aber, - der den großen Hirten der Schafe hinaufgeführt-Habende° aus Toten durch (das) Blut (eines) ewigen Bundes, (nämlich) unseren Herrn Jesus,


21 - er-möge-zubereiten° (Opt.Aor.) euch in allem Guten, zu dem Tun~ seines Willens, (indem) in uns das vor ihm Wohlgefällige machend12 durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit (sei) in die Zeitalter ´der Zeitalter` (d.h. in die Ewigkeit), Amen.


22 Ich-ermahne euch aber Brüder, ertragt~ das Wort der Ermahnung, denn nur kurz teilte-ich euch (brieflich) mit.


23 Wisst, (od. Ind.: ihr wisst, dass) unser Bruder Timotius losgelassen-worden-ist*,15 mit dem, falls er (etwas) schneller kommt~, ich euch sehen-werde.


24 Grüßt° alle eure Führenden und alle die Heiligen! (Es) grüßen euch die von der (Provinz) Italien.16


25 Die Gnade (sei) mit euch allen.


Jakobus

Einleitung Jakobusbrief

Der Verfasser dieses Briefs ist Jakobus, der "Sklave Gottes und Jesu Christi, des Herrn". Damit kann nicht der Apostel Jakobus, der Sohn des Zebedäus, oder der andere Apostel Jakobus, der Sohn des Alphäus (Mk 3,17; Apg 1,13), gemeint sein, da in der Anschrift der Titel "Apostel" fehlt. Mit dem Verfasser ist offensichtlich Jakobus, der "Bruder des Herrn" gemeint, der in Mk 6,3 und in Mk 15,40 (Jakobus, der Kleine) erwähnt wird. Er ist zwar wohlbekannt, doch bescheiden, deshalb nennt er seine natürliche Beziehung als leiblicher Bruder Jesu nicht. Nach der Auferstehung Jesu gehörte er zu den drei Säulen der Urgemeinde in Jerusalem (vgl. Apg 1,14; 1Kor 15,7; Gal 1,19; 2,9), und ist derjenige, der das Jerusalemer Apostelkonzil leitete und bis zu seinem Tod in dieser Stadt blieb. Er war als jüdischer Christ bekannt und lebte sehr streng nach der jüdischen Tradition. Er wird sogar von Flavius Josephus und der frühkirchlichen Tradition als gesetzestreuer und angesehener Judenchrist erwähnt. Nach dem Weggang des Petrus (Apg 12,17) wurde Jakobus, wahrscheinlich anstelle von Petrus, der verantwortliche Apostel für die Juden-Christen in Jerusalem und der Diaspora (Apg 21,17f). Der jüdische Historiker Flavius Josephus berichtet, dass Jakobus im Jahr 62 n.Chr. den Märtyrertod erlitt, als er zu einer Zeit Zeugnis für seinen Messias ablegte, wo dies verboten war. Er wurde auf Anweisung des Hohepriesters Hananias gesteinigt, der die Abwesenheit eines röm. Procurators azsnützte. Eusebius berichtet, dass Jakobus von der Zinne des Heiligtums gestürzt und daraufhin zu Tode geprügelt (oder gesteinigt?) wurde. Hegesipp verbindet beide Traditionen miteinander. Da aber Jakobus in der Bevölkerung so geachtet war, gab es eine große Empörung und der Hohepriester Hananias wurde bei der Ankunft des neuen Procurators Albinus von diesem abgesetzt. Als Empfänger des Briefes sind "die zwölf Stämme, die in der Diaspora leben", genannt. Damit sind vor allem die judenchristlichen Gemeinden in Palästina und in der Diaspora gemeint, aber Jakobus wendet sich darüber hinaus auch noch an alle Juden. Der Einfluss jüdischer Denk- und Redeweise ist in dem Brief deutlich erkennbar. Da Jakobus im Jahre 62 n. Chr. getötet wurde, muss der Brief in der Zeit davor entstanden sein. Da der Brief noch nichts von den Entscheidungen über das Gesetz Mose berichtet, die beim Apostelkonzil 48/49 n. Chr. getroffen wurden, dem Jakobus ja vorstand (Apg 15), wird allgemein ein Datum davor zwischen 45-48 n. Chr. angenommen, womit er wahrscheinlich der erste Brief des NT wäre  (vgl. 48,1261f; 33,550f; 21,IV,25ff; 65,III,253ff).

 

Rechtfertigung bei Jakobus und Paulus:

Jakobus und Paulus widersprechen sich keineswegs, sondern ergänzen sich. Man muss sich nur fragen, wer, wann, in welche Situation schreibt.

 

1) Jakobus: Er schreibt 45 n.Chr. nach der Verfolgung in Jerusalem an die zerstreuten judenchristlichen

Versammlungen (Apg 11,19; 12,17; Jak 1,1). Jakobus ist verantwortlich für das Werk des Herrn in     Jerusalem, nachdem Petrus Jerusalem verlassen musste (vgl. 1Kor 15,7; Apg 1,14; Gal 1,19; 2,1.9.12; Apg 15,13; 21,18). Er schreibt an die Juden-Christen in der Diaspora, für die er auch noch nach der Zerstreuung Verantwortung empfindet, aber darüber hinaus wendet er sich an das ganze jüdische Gottesvolk (vgl. die 12 Stämme in Apg 26,6-7). Viele Juden glaubten an Jesus, aber war es echter Glaube? (vgl. Gal 2,4; 2Kor 11,4.13-15.22-23). Jakobus fordert sie heraus: Ist euer Glaube echt? Dann muss er sich in guten Werken beweisen. Der Jakobusbrief beschreibt die praktische Seite der Rechtfertigung und ist eine wichtige Ergänzung zur Lehre der Rechtfertigung aus Glauben:

Jakobus sagt: Glaube ohne gute Werke? → nein!  Nur gute Werke bestätigen echten Glauben.

Paulus: Er schreibt 57 n.Chr. den Römerbrief → theoretisch-lehrmäßig. Paulus muss das Evangelium gegen die gesetzlichen Judaisten verteidigen:

Paulus sagt: Glaube und Gesetzeswerke? → nein!  Nur der Glaube allein rechtfertigt.

 

2) Jakobus: betont das Bekenntnis vor Menschen   Jak 1,14 (wenn jemand sagt...)
    Paulus:   betont die Stellung vor Gott    Röm 3,20 (...vor ihm...)

 

3) Jakobus: Beziehung zwischen Glaube → (gute) Werke, Jak 2,14ff.
    Paulus:   Beziehung zwischen Glaube → Gesetz und Gesetzeswerke, Röm 3,20.28

 

4) Jakobus: das Gesetz ist gut, denn es macht frei, Jak 1,25
    Paulus:   das Gesetz ist gut, wenn man es richtig gebraucht, 1Tim 1,8

 

5) Jakobus:  Abrahams Gehorsam bestätigt seinen Glauben, Gen 22,1ff; Jak 2,21.23; Heb 1,31; 11,17-19  

    Paulus:    Abrahams Glaube an Gottes Versprechen, Gen 15,1ff; Röm 4,3.9


6) Jakobus und Paulus ergänzen sich: → Glaubens-Gehorsam, Heb 11,17


    Jakobus: Jak 2,24.26 Nicht aus einem toten Glauben allein wird man gerechtfertigt vor Gott.
    Paulus:   Röm 3,28    Allein durch einen lebendigen Glauben wird man gerechtfertigt vor Gott.


    Jakobus: Jak 2,22 Der echte Glaube wird durch gute Werke vollendet.
    Paulus:   Röm 3,20; Gal 2,16  Nicht aus Gesetzeswerken wird man gerechtfertigt vor Gott.

 

Jakobus 1


1 Jakobus, Sklave Gottes und (des) Herrn (od.: HERRN)4 Jesus Christus, den zwölf Stämmen, denen in der Diaspora,5 seid-gegrüßt~.


2 (Für) völlige (od.: lauter) Freude haltet° (es), meine Brüder, dann-wenn ihr-fallet-unter° (Aor.: d.h. in jeder einzelnen Versuchung) vielfältige Versuchungenⱽ,6


3 (weil/indem) erkennend~ (Präs.: und damit wissend), dass das Bewährungsmittel(od.: Bewährung,  Bewährungsprobe, Bewährtheit, Echtheit) eures Vertrauens geduldiges-Ausharren bewirkt.


4 Aber das geduldige-Ausharren habe~ (ein) vollkommenes Werk, damit ihr vollkommen und unversehrt seiet~,16 (indem) in nichts mangelnd~ (od.: zurückstehend).


5 Wenn aber jemand (von) euch Weisheit mangelt, erbitte-er~ (sie) von Gott, dem allen in-einfältiger-Art-und-Weise Gebenden7 und nichts Vorwerfenden, und sie-wird-gegeben-werden ihm.

6 Er-erbitte~ aber im Vertrauen, in-keiner-Weise zweifelnd, denn der Zweifelnde ist-ähnlich* (der) Meeres Woge, windgetrieben~ und hin-und-her-geschaukelt-werdend~.1

7 Denn jener Mensch wähne~ nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen-wird,


8 (ist er doch ein) zwei-Seelen-habender (od.: unentschlossener) Mann, unbeständig in allen seinen Wegen.


9 (Es) rühme-sich~ aber der Bruder, der Niedrige, in seiner Höhe,


10 der Reiche aber in seiner Erniedrigung, weil er wie (des) Grases Blüte vorübergehen-wird.


11 Denn die Sonne ging-auf°8 zusammen-mit dem Glutwind,13 und sie-trocknete-aus°8 das Gras, und seine Blüte fiel-ab°,8 und die Schönheit ihres Aussehens ging-verloren°.8 Ebenso auch der Reiche, auf seinen Lebenswegen (od.: Unternehmungen) wird-er-verwelken.


12 Glückselig (ist der) Mann, der (in) Versuchung geduldig-ausharrt,9 weil, (nachdem) bewährt geworden°, wird-er-(in-Empfang)-nehmen den Kranz des Lebens, den er-versprach den ihn Liebenden.


13 Keiner, - (dann, wenn zur Sünde) versucht-werdend, - sage~: Von Gott werde-ich-(zur Sünde)-versucht, denn Gott ist unversuchbar (von/zu) Üblen (Begierden/Dingen), und (w.: aber) er-selbst versucht niemanden12 (zur Sünde).


14 Jeder (einzelne) vielmehr wird-versucht von der eigenen (sinnlichen) Begierde, (indem zuerst) herausgelockt-werdend und geködert-werdend,10


15 danach, (nachdem) die Begierde schwanger-geworden-ist°, gebiert-sieⱽ Sünde, die Sünde aber, (wenn/nachdem) völlig-vollendet-worden°, entbindetⱽ (geistlichen) Tod.


16 Nicht lasst-euch-irreführen~, meine geliebten Brüder!


17 Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk ist von oben, (weil) herabsteigend von dem Vater der Lichter (d.h. der Gestirne), bei dem (es) keine Veränderung oder (eines) Wechsels2 Verschattung gibt.


18 (Indem/weil es aus seinem freien Willen) beschlossen habend°, hat-er-entbunden° uns (durch das) Wort (der) Wahrheit, auf dass wir (eine) Art-von Erstlingsfrucht seiner Geschöpfe seien~.


19 Wisst*, meine geliebten Brüder: Jeder Mensch aber sei~ schnell zu dem Hören, langsam zu dem Sprechen, langsam zum Zorn,


20 denn (eines) Mannes Zorn bewirkt nicht Gottes Gerechtigkeit.


21 Deshalb, (Ptz.Aor.Med.: nachdem von euch)-ablegend° jede (Art von) Unsauberkeit und überfließendes Übles, nehmt-(bereitwillig)-an° das eingepflanzte Wort in Sanftmut, das Könnende~ eure Seelen erretten.11


22 Seid~ aber Täter (des) Wortes und nicht ´nur Hörer`, (weil dann) verrechnend euch-selbst.3


23 Denn wenn jemand (zwar?) Hörer (des) Wortes ist, jedoch nicht Täter, dieser ist-ähnlich* (einem) Mann, nachdenklich-betrachtend sein-natürliches-Aussehen (wie) im Spiegel.14


24 Denn nachdenklich-betrachtete-er° sich-selbst und ist-weggegangen*, und sofort vergaß-er-darauf°8, was-für-einer er-war~.


25 Aber der sich-Vorbückendeⱽ° (um) in das vollkommene Gesetz der Freiheit15 (hineinzuschauen) und (der) Dabeibleibende°, (indem er) nicht (bloß ein) vergesslicher Hörer geworden° (ist), sondern (ein) Täter (des) Werkes, dieser, glückselig in seinem Tun wird-er-sein.


26 Wenn jemand meint, religiös zu-sein~, (obwohl/und dabei) nicht ´seine` Zunge am Zügel führend, sondern ´sein` Herz täuschend, nichtig (ist) die Religion (von) diesem.


27 (Eine) Religion, rein und unbesudelt bei dem Gott und Vater, ist diese: Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis aufzusuchen~ (um zu helfen, und) sich-selbst unbeschmutzt zu-bewahren~ von der Welt.

Jakobus 2


1 Meine Brüder, habt~ den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus, (den Herrn) der Herrlichkeit (d.h. der Shekina?), nicht in Ansehen-von-Personen.


2 Denn falls in eure Synagoge4 (ein) Mann hineinkommt, goldberingt, in glänzender Kleidung, aber auch (ein) Bettelarmer in unsauberer Kleidung kommt-hinein,


3 aber ihr-blickt-hin-auf° den die prächtige Kleidung dauernd-Tragenden und sagt: Du, sitze~ (od.: setz dich) bequem hier, und (zu) dem Bettelarmen sagt-ihr: Du, stehe dort oder sitze~ (od.: setz dich) unten an meinen Fußschemel,


4 Unterschiede-machtet-ihr doch bei euch-selbst° und ihr-wurdet Richter (mit) bösen Überlegungen (nicht wahr)? (Erwartete Antwort: Ja, natürlich!)


5 Hört, meine geliebten Brüder! Auserwählte-sich Gott nicht die (in den Augen) der Welt Bettelarmen (als) Reiche im Glauben und (als) Erben der Königsherrschaft,8 die er den ihn Liebenden versprach?


6 Ihr aber verunehrt° den Bettelarmen. Die Reichen unterdrücken euch doch, und sie ziehen euch zu (den) Gerichtshöfen12 (nicht wahr)? (Erwartete Antwort: Ja, natürlich!)


7 Sie lästern doch den schönen Namen (d.h. den Namen Jesus), den (bei der Taufe?) über euch Angerufenen°,13 (nicht wahr)? (Erwartete Antwort: Ja, natürlich!)


8 Wenn ihr allerdings (das) königliche14 Gesetz gemäß der Schrift erfüllt: "Du-sollst-lieben~ deinen Nächsten wie dich-selbst,"1 tut-ihr recht.


9 Aber wenn ihr-auf-das-Ansehen-(der-Person-Rücksicht)-nehmt, tut-ihr Sünde, (wobei) von dem Gesetz als Übertreter überführt-werdend.


10 Denn derjenige-welcher (zwar) das ganze Gesetz bewahrt, strauchelt aber in einem (Gebot), ist in allen (Geboten) schuldig geworden*.11


11 Denn der gesagt-Habende°: "Nicht sollst-du-ehebrechen," sagte auch: "Nicht sollst-du-morden,2" aber wenn du nicht ehebrichst, aber mordest, bist-du-(dennoch)-geworden* (ein) Übertreter (des) Gesetzes.


12 Ebenso sprecht~ und ebenso tut~ wie (solche, die künftig) durch (das) Gesetz (der) Freiheit16 gerichtet-werden~.


13 Denn das Gericht (ist) unbarmherzig (gegen) den nicht Erbarmen geübt-Habenden°, (aber) Erbarmen triumphiert (über/gegen) Gericht.


14 Was (ist) ´der` Nutzen, meine Brüder, falls jemand sagt~, Glauben zu-haben~, aber Werke hat-er~ keine? Kann ihn etwa der (od.: diese Art von Glaube?) Glaube erretten?6 (erwartete Antwort: Nein, natürlich nicht!)


15 Falls (ein) Bruder oder (eine) Schwester nackt-sind~ und mangelnd-sind~ der täglichen Nahrung,


16 aber jemand von euch sagt (zu) ihnen: Geht-fort~ in Frieden, wärmt-euch~15 und sättigt-euch~, aber ihr-gebt ihnen nicht die (für) den Körper Erforderlichen (Dinge), was (ist) ´der` Nutzen?


17 Ebenso auch der Glaube, falls er keine Werke hat~, ist-er tot in-Bezug-auf sich-selbst.


18 Aber jemand wird-sagen: Du hast Glaube, und-ich habe Werke. Zeige° mir deinen Glauben ohne die Werke, und-ich werde-zeigen dir den Glauben aus meinen Werken.7


19 Du glaubst, dass (nur) einer ´Gott ist`, recht tust-du, (aber?) auch die Dämonen glauben (das) und schaudern.


20 Willst-du aber erkennen, oh törichter Mensch, dass der Glaube ohne die Werke unwirksam ist?


21 Abraham, unser Vater, nicht aufgrund-von Werken wurde-er-gerecht-gesprochen, (als/nachdem als Opfer) Isaak, seinen Sohn, auf den Altar hinaufgetragen-habend°?5 (erwartete Antwort: Ja, doch!)


22 Du-siehst, dass der Glaube (w.: das Vertrauen mit) seinen Werken zusammenwirkte~5 und der Glaube (w.: das Vertrauen) aufgrund-von den Werken vollendet-wurde,5


23 und die Schrift wurde-erfüllt, die sagende: "Abraham aber glaubte (w.: vertraute) Gott, und es-wurde-gerechnet ihm zur Gerechtigkeit,3" und Freund9 Gottes wurde-er-genannt.


24 Ihr-seht~, dass (ein) Mensch aufgrund-von Werken10 gerecht-gesprochen-wird und nicht aufgrund-von Glauben (w.: Vertrauen) allein.


25 Gleicherweise aber auch Rahab die Hure, nicht aufgrund-von Werken wurde-sie-gerecht-gesprochen,10 (als/nachdem) gastlich-empfangen-habend° die Boten und (indem sie auf) andersartigem Weg hinausgelassen-habend°? (erwartete Antwort: Ja, doch!)


26 Denn geradeso-wie der Körper ohne Geist tot ist, ist ebenso auch der Glaube (w.: das Vertrauen) ohne Werke tot.


Jakobus 3


1 Seid~ nicht viele Lehrer,3 meine Brüder, (weil/da) wissend*, dass wir (eine) größere (d.h. strengere) BeUrteilung (in-Empfang)-nehmen-werden.6


2 Denn (in) vielen (Dingen/Worten?; od.: oftmals) straucheln-wir alle. Wenn jemand nicht im Wort strauchelt, dieser (ist ein) vollkommener (od. übertr.: geistlich erwachsener) Mann, fähig, auch den ganzen Körper am-Zügel-zu-führen°.7


3 Wenn wir aber die Zügel in die Mäuler der Pferde legen, damit sie uns gehorchen~, dann lenken-wir-um4 ihren ganzen Körper.


4 Siehe, auch die Schiffe, (obwohl) so-groß seiend und von rauen Winden getrieben-werdend, werden-umgelenkt4 vom ganz-kleinen Steuerruder, wohin der Antrieb des Steuernden (es) wünscht.


5 Ebenso (ist) auch die Zunge (ein) kleines Glied, und (doch) brüstet-sie-sich großer (Dinge/Taten). Siehe, (ein) wie-kleines Feuer (eine) wie-große Waldung entzündet (es).


6 Auch die Zunge (ist ein) Feuer, (beherrscht von?) der Welt der Ungerechtigkeit5 ist-hingestellt die Zunge unter unseren Gliedmaßen, die den ganzen Körper Beschmutzende und Entflammende den Lauf der Geschichte1 und (indem selbst) von der Hölle entflammt-werdend.


7 Denn jede Gattung sowohl Raubtiere als-auch Vögel, sowohl Kriechtiere als-auch Meerestiere wird-gebändigt und ist-gebändigt-worden* (durch) die menschliche Gattung.


8 Die Zunge aber kann keiner (der) Menschen bändigen, (ein) unbeständiges Übel, triefend-voll (von) todbringendem Gift.


9 Mit ihr preisen-wir den Herrn und Vater, und mit ihr verfluchen-wir die Menschen, die nach (der) Gleichartigkeit Gottes Gewordenen*.


10 Aus dem selben Mund kommt-heraus Segen und Verfluchung. Dies darf nicht so geschehen~ meine Brüder.


11 Die Quelle (lässt) doch-nicht-etwa aus dem selben Loch das Süße und das Bittere sprudeln, (nicht wahr)? (Erwartete Antwort: Nein!)


12 Kann etwa, meine Brüder, (ein) Feigenbaum Oliven hervorbringen° oder (ein) Weinstock Feigen? (Erwartete Antwort: Nein!) Noch (kann eine) Solequelle süßes Wasser hervorbringen°.


13 Wer (ist) weise und verständig unter euch? Er-zeige aus dem rechten Benehmen seine Werke in Sanftmut (die aus der) Weisheit (kommt).


14 Wenn ihr aber bittere Eifersucht und Streitsucht in eurem Herzen habt, rühmt-euch~ nicht und lügt~ (nicht) gegen die Wahrheit!


15 Dies ist nicht die von-oben-her herabkommende Weisheit, sondern (eine/die) irdische, seelische, dämonische.


16 Denn wo Eifersucht und Streitsucht (ist), dort (ist auch) Unordnung und jede schlechte Sache.


17 Aber die Weisheit von-oben-her ist zuerst einmal rein, darauf friedlich, nachgiebig, folgsam,2 triefend-voll (von) Erbarmen und guter Früchte, unparteiisch, ungeheuchelt.


18 Aber (die) Frucht (der) Gerechtigkeit wird-gesät in Frieden, den Frieden Machenden (od.: Schaffenden/ Stiftenden).


Jakobus 4


1 Woher (kommen) Kriege3 und woher Streitigkeiten unter euch? Nicht von-hier, (nämlich) aus euren Vergnügungen (od.: Lüsten), den Kriegsdienste-Tuenden3 in euren Gliedmaßen?


2 Ihr-begehrt, und habt (doch) nichts, ihr-mordet3 und eifert (od.: seid eifersüchtig) und könnt nichts erlangen, ihr-streitet und bekriegt-euch.3 Ihr-habt nichts, weil ihr nichts (Inf.Präs.: anhaltend?) erbittet~ (Med.: für) euch,


3 ihr-erbittet (zwar?) und ihr-empfangt nichts, deshalb-weil ihr (es) in-übler-Art-und-Weise (Med.: für euch)-erbittet, damit ihr (es) in euren Vergnügungen aufwendet (od.: verschwendet).2


4 Ehebrecherinnen,1 wisst-ihr* nicht, dass die Freundschaft (mit) der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also auch-immer wünscht (ein) Freund der Welt zu-sein~, (als) Feind Gottes steht-er-da.


5 Oder meint-ihr, dass die Schrift (od.: Schriftstelle) in-leerer-Art-und-Weise sagt: mit Eifersucht (w.: mit Neid) verlangt (Gott nach) dem Geist, den er in uns (ständig)-wohnen-ließ°?5


6 Größere Gnade aber gibt-er. Deshalb sagt-sie (d.h. die Schrift): "Gott stellt-sich-entgegen (den?) Überheblichen, (den?) Niedrigen (od.: Demütigen) aber gibt-er Gnade."4


7 Unterordnet-euch also Gott, widersteht aber dem Teufel,8 und (dann) wird-er-fliehen von euch.


8 Naht-euch Gott, und er-wird-sich-nahen euch!6 Reinigtⱽ (die) Hände, Sünder,7 und reinigt-zeremoniellⱽ (die) Herzen, zwei-Seelen-Habende (allg.: Zweifelnde; od.: Heuchler?)!


9 Beklagt-euer-Elend und trauert und weint! Euer Lachen werde-umgekehrt° zu Trauer und die Freude zu Niedergeschlagenheit.


10 Erniedrigt-euch angesichts (des) HERRN, und er-wird-erhöhen euch!


11 Verleumdet~ einander nicht, Brüder! Der Verleumdende (einen/seinen) Bruder oder Richtende seinen Bruder verleumdet (das) Gesetz und richtet (das) Gesetz, wenn du aber (das) Gesetz richtest, bist-du nicht Täter (des) Gesetzes, sondern Richter.


12 Einer ist ´der` Gesetzgeber und Richter: der Könnende erretten° und verderben°. Du aber, wer bist-du, der Richtende den Nächsten?


13 Wohlan~ nun, ihr Sagenden: Heute oder morgen werden-wir-gehen in diese und diese Stadt, und wir-werden-verbringen dort (ein) Kalenderjahr, und wir-werden-handeln, und wir-werden-Gewinn-machen,


14 da-ihr-doch nicht bekannt-seid-mit dem (was) des morgigen (Tages geschieht, nämlich) wie euer Leben (sein wird). Denn (ein) Dampf seid-ihr, ´der` kurz scheinende und darauf verschwindende.


15 Anstatt dass ihr sagt~: Falls der Herr ´will`, sowohl werden-wir-leben als-auch dieses oder jenes werden-wir-tun.


16 Nun aber rühmt-ihr-euch in euren Prahlereien, jedes Rühmen solcher-Art ist böse.2


17 (Dem) Wissenden* also Rechtes zu-tun~, aber (es) nicht tuend, Sünde ist-es ihm.


Jakobus 5


1 Wohlan~ nun, ihr Reichen,18 weint, heulend über euer Elend, das Herankommende!


2 Euer Reichtum ist-verfault*,17 und eure Kleider, von-Motten-zerfressen sind-sie-worden*,17


3 euer Gold und das Silber sind-verrostet*,17 und ihr Rost wird-sein zum Zeugnis (gegen) euch, und er-wird-fressen eure Fleischmassen wie Feuer. Ihr-speichert (Schätze) in (den) letzten Tagen.4


4 Siehe, der Lohn der Arbeiter, - die eure Felder abgemäht-Habenden°, - dieser von euch (rechtswidrig) vorenthaltene* (Lohn), er-schreit (laut), und die KlageRufe der Erntenden° sind-hineingekommen* "in die Ohren (des) HERRN Zebaot (= der Allmächtige)."1


5 Ihr-schwelgtet°16 auf der Erde, und ihr-lebtet-üppig°, ihr-nährtet° eure Herzen "am Tag (des) Schlachtens,"2


6 ihr-verurteiltet°, ihr-ermordetet°5 den Gerechten, er-widersteht euch nicht.


7 Seid-langmütig° also, Brüder, bis-zu der Ankunft des Herrn! Siehe, der Landarbeiter erwartet die wertvolle Frucht der Erde, (indem) auf sie ausharrend, bis er Frühregen und Spätregen20 empfange.


8 Auch ihr, seid-langmütig, festigt eure Herzen, weil die Ankunft des Herrn hat-sich-genaht*!


9 Seufzt~ nicht gegen einander Brüder, damit ihr nicht gerichtet-werdet! Siehe, der Richter steht* vor den Türen.


10 (Als) Beispiel Brüder, des Übelerleidens und der Langmut, nehmt die Propheten, die in dem Namen (des) HERRN sprachen.


11 Siehe, wir-preisen-glückselig die geduldig-ausgeharrt-Habenden°. Vom geduldigen-Ausharren Hiobs hörtet-ihr, und das Ende (durch den) HERRN saht-ihr, dass der Herr sehr-gutherzig und mitleidig ist.


12 Vor allen (Dingen) aber meine Brüder, schwört~ nicht,21 weder (bei) dem Himmel noch (bei) der Erde noch (mit) irgendeinem anderen Eid. Aber es-sei~ (von) euch das Ja (ein) Ja und das Nein (ein) Nein, damit ihr nicht unter Gericht fallt.


13 Übles-erleidet jemand unter euch? Er-bete~! Wohlgemut-ist jemand? Er-psalmodiere~!


14 (Körperlich) schwach-ist~6 jemand unter euch? Er-rufe-zu-sich die Ältesten der Versammlung, und sie-sollen-beten° für ihn (w.: über ihn, wobei) ´ihn` (zusätzlich begleitend mit) Olivenöl9 salbend° in dem Namen des Herrn.14


15 Und das Gebet7 des Glaubens wird-erretten11 den (Ptz.Präs.: von der langen Krankheit?) Ermatteten,6 und aufrichten-wird ihn der Herr,10 und-falls19 er Sünden getan-hat*,8 erlassen-werden-wird ihm (die Schuld).


16 Also bekennt-frei-heraus~12 einander die13 Sünden und betet~ für einander, auf-dass ihr-geheilt-werdet! Sehr stark (ist das) Flehen (eines) Gerechten, (kausal: weil/da ja) wirksam-seiend.15


17 Elija war~ (ein) Mensch, uns gleichempfindend, und (mit inständigem) Gebet betete-er°,22 dass (es) nicht regne°, und es-regnete° nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate,


18 und wieder betete-er°, und der Himmel gab Regen, und die Erde ließ-keimen ihre Frucht.


19 Meine Brüder, falls jemand unter euch23 (mediales Pass.: von sich aus) abirren-sollte° weg-von der Wahrheit und jemand ihn umwende°,


20 (so) ´erkenne-er~`: Der (effekt. Aor.: erfolgreich) Umwendende° (einen) Sünder aus (dem) Irrtum seines Weges, er-wird-erretten dessen Leben24 vom (körperlichen?) Tod, und "er-wird-verhüllen (eine) Menge (von) Sünden."3


 


Petrus A

Einleitung 1.Petrusbrief

Der Verfasser dieses Briefs ist der Apostel Petrus. Eusebius rechnet den ersten Petrusbrief zu den Büchern, die von allen Gläubigen anerkannt sind. Polykarp und Clemens von Alexandrien haben das Buch als echt angesehen. Der Brief richtet sich "an die auserwählten Pilger der Diaspora", also an Juden-Christen, die als buchstäbliche jüdische Fremdlinge (1Pet 2,12 "unter den Nationen"), in Pontus, Galatien, Kappadozien, in der Provinz Asien und in Bithynien leben, - Gebiete im nördlichen und westlichen Kleinasien. Dies bestätigt auch Eusebius (Kirchengeschichte III,4). Sie sind aber auch Fremdlinge im übertragenen Sinn (1Pet 1,17; 2,11), weshalb man den Brief genauso auf Heiden-Christen anwenden kann. Als der "Apostel der Beschneidung" schreibt Petrus an diese Juden-Christen, obwohl einige Gemeinden in diesen Gebieten von Paulus und seinen Mitarbeitern gegründet wurden. Er ist "Mit-Ältester" und "Zeuge der Leiden Christi" (1Pet 5,1), und schreibt seinen Brief durch den Bruder Silvanus, aus Babylon (1Pet 5,13), womit nur Rom gemeint sein kann. Silvanus, auch Silas genannt, war ein angesehener und führender Bruder in der Gemeinde von Jerusalem und gehörte zu der Abordnung, die von dort nach Antiochia geschickt wurde (Apg 15,22). Er war ein christlicher Prophet (Apg 15,32). Paulus nahm ihn als Begleiter bei der zweiten Missionsreise mit (Apg 15,40; 18,5). Auch Markus befindet sich bei Petrus (1Pet 5,12-13), damit ist sicherlich Johannes Markus gemeint, den Petrus von Jerusalem her kannte (Apg 12,12). Geschrieben wurde der Brief, nach alter Überlieferung, vor dem Märtyrertod des Apostels unter Kaiser Nero (entw. 64 n.Chr., eher aber 67 n.Chr.). Paulus dürfte zu diesem Zeitpunkt schon hingerichtet gewesen sein (vgl. 48,1303; 33,918ff; 21,V,3ff; 65,III,115ff).

1.Petrus 1


1 Petrus, Apostel Jesu Christi, (an) auserwählte Pilger (od.: Nichtbürger, in der) Diaspora4 (von den Provinzen) Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien,5


2 (auserwählte Pilger) gemäß Vorkenntnis2 Gott Vaters, in Heiligung (des) Geistes, zu Gehorsam und Besprengung (mit dem) Blut Jesu Christi.13 Gnade und Friede möge-vermehrt-(zuteil)-werden (Opt.Aor.) euch.


3 Gepriesen (sei der) Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seinem vielen Erbarmen uns wiederzeugt-habend° zu (einer) lebendigen~ Hoffnung - durch (die) Auferstehung Jesu Christi aus Toten,


4 - zu (einem) unverweslichen und unbesudelten und unverwelklichen14 Erbteil, (Perf.: einem sicher) aufbewahrt-Wordenen* in (den) Himmeln für euch,


5 die in6 (od.: durch) Gottes Macht (Präs.: ständig) bewacht-Werdenden~ (od.: beschützt Werdenden) durch6 (d.h. mittels) Vertrauen11 zur6 Errettungⱽ,15 (die) bereit (steht; od.: vorbereitet ist um...) im letzten Zeitpunkt (Inf.Aor.: in einem Moment) enthüllt-zu-werden°.


6 Darin7 jubelt-ihr, (obwohl/nachdem) jetzt (ein) wenig (od.: kurz) - wenn es-nötig ´ist` - betrübt-werdend° in (od.: durch) vielfältigen Versuchungen,


7 damit das (nach Erprobung) Bewährte (od.: d. Echte/Echtheit) eures Vertrauens (für) viel-wertvoller (als) Gold, - das (zwar) vergehende, aber (doch) durch Feuer (auf Echtheit) geprüft-(od.: bewährt)-Werdende,20 - gefunden-werde° (od.: sich-erweise) zu Lob und Herrlichkeit und Ehre bei (der) Enthüllung21 Jesu Christi,


8 den ihr-liebt, (obwohl ihn) nicht gesehen-habend°, auf den, (obwohl ihn) jetzt nicht sehend, (und doch/weil/indem) vertrauend, ´jubelt-ihr`16 aber (in) unaussprechlicher und verherrlichender* Freude,


9 (weil; od.: dann, wenn) das Ziel ´eures` Vertrauens (Med.: für euch) erlangend: (nämlich die) Errettung (der) Seelen.12


10 Im-Hinblick-auf diese Errettung suchten-eifrig und erforschten-gründlichⱽ Propheten, - die über die für euch (bestimmte) Gnade prophezeit-Habenden°,


11 - (indem/wobei) erforschendⱽ, auf welchen oder wie-beschaffenen Zeitpunkt der Geist Christi in ihnen hinwies~, (indem/als) vorherbezeugend die für (den) Messias (bestimmten) Leiden und die Herrlichkeiten danach,18


12 denen enthüllt-wurde, dass sie nicht sich-selbst, sondern euch bedienten~ (mit) diesen (Prophezeiungen), die nun euch verkündigt-wurden durch die euch evangelisiert-Habenden° ´im` (od.: durch den) vom Himmel gesandt-Wordenen° Heiligen Geist, in welche (Dinge) Engel begehren einen-verstohlenen-Blick-hineinzuwerfen°.8


13 Deshalb, (indem/nachdem) euch-hinaufgegürtet-habend°9 die Hüften eurer Gesinnung, und (und/indem/wobei) nüchtern-seiend~, hofft° in-vollkommener-Art-und-Weise auf die euch bei (der) Enthüllung Jesu Christi gebracht-werdende Gnade.


14 Als Kinder (des) Gehorsams (od.: als gehorsame Kinder) lasst-euch-nicht-(Präs.: fortwährend äußerlich im Wesen)-anpassen-an die früheren in eurer Unwissenheit (vorhandenen/euch beherrschenden) Begierden,


15 sondern gemäß dem euch berufen-Habenden° Heiligen, werdet° auch selbst heilig in jedem Benehmen,


16 deshalb-weil geschrieben-ist*: "Heilig sollt-ihr-sein~, weil ich heilig ´bin`."1


17 Und wenn ihr (als) Vater anruft den ohne-(Rücksichtnahme-auf-das)-Ansehen-der-Person Richtenden gemäß dem Werk (eines) jeden (einzelnen, dann) benehmt-euch°  in Furcht (während) der Zeit eurer Fremdlingschaft,


18 (indem/weil) wissend*, dass (ihr) nicht (durch) verwesliches17 Silber oder Gold, erlöst-wurdet aus eurem nichtigen, väterüberlieferten10 Benehmen,


19 sondern (durch das) wertvolle Blut Christi, als (eines) makellosen und unbeschmutzten Milchlammes,


20 (einen) einerseits vor Grundlegung (der) Welt vorher-ausersehenen*,2 andererseits am Ende der Zeitepochen wegen euch offenbar-Gemachten°,


21 (ihr,) die durch ihn an Gott Gläubigen, den ihn aus Toten auferweckt-Habenden° und ihm Herrlichkeit gegeben-Habenden°, sodass euer Vertrauen und (eure) Hoffnung (od.: Zuversicht) hin-auf Gott sei~.


22 (Weil/nachdem) eure Seelen zeremoniell-gereinigt-habend* in dem Gehorsam (zu/aufgrund) der Wahrheit zur ungeheuchelten Bruderliebe, aus ´reinem` Herzen liebt° einander in-beharrlicher-Art-und-Weise,


23 (weil) wiedergezeugt-geworden* nicht aus verweslichem Zeugungssamen, sondern (aus) unverweslichem, durch Gottes lebendiges~ und bleibendes~ Wort.19


24 Deshalb-weil "alles Fleisch (hebr. = jedes Geschöpf ist) wie Gras, und alle" seine "Herrlichkeit (ist) wie (die) Blüte (des) Grases, das Gras vertrocknete und die Blüte fiel-heraus,


25 aber der Ausspruch (des) HERRN bleibt bis-in die Ewigkeit."3 Aber dies ist der Ausspruch, der evangelisiert-Wordene° zu (od.: unter) euch.


1.Petrus 2


1 Legt-(Med.: von euch)-ab° (entw. imperativisches Ptz.; od. temporales: "…von euch abgelegt-habend") also jede (Art von) Übelhaftigkeit und jede (Art von) Trug und ´Heucheleien` und Neidereien und alle Verleumdungen.


2 Wie eben-geborene Säuglinge verlangt-nach der vernünftigen (od.: geistigen/wortgemäßen) unverfälschten Milch,13 damit ihr durch sie wachset zur Errettung,11


3 wenn "ihr-(wirklich/da ihr ja)-schmecktet, dass der Herr köstlich (w.: milde ist),"1


4 zu dem hinzukommend, (zu einem) lebendiegen~ Stein, von Menschen zwar verworfen*, bei Gott aber auserwählt, wertvoll,


5 auch ihr-selbst, als lebendiege~ Steine lasst-euch-erbauen~, als (ein) geistliches Haus (Gottes) zur (od.: zu einer) heiligen Priesterschaft, (um zum Altar) geistliche Schlachtopfer hinaufzutragen, höchst-willkommene (od.: wohl annehmbare) ´für` Gott durch Jesus Christus.


6 Deshalb-weil in (der) Schrift enthalten (ist): "Siehe ich-setze in Zion (einen) Stein, (einen) ´auserwählten`, wertvollen ´Eckstein`, und der auf ihn Vertrauende keinesfalls wird-er-zuschanden-werden."2


7 Euch also, den Vertrauenden~, (gilt) das Wertvolle (od.: die Wertschätzung, für die) Nicht-Vertrauenden~ aber (gilt): "(Der) Stein den die Erbauenden verwarfen, (gerade?) dieser wurde zum Haupt Eckstein"3


8 und (er wurde ein) "Stein (des) Anstoßens und (ein) Fels (des) Ärgernisses"4 (für die) die anstoßen, (weil) dem Wort (d.h. dem Evangelium) ungehorsam-seiend, wozu16 sie auch gesetzt-wurden.


9 Ihr aber (seid ein) auserwähltes Geschlecht, (eine) königliche Priesterschaft, (eine) heilige Nation, (ein) Volk zu (Gottes) "Erworbenem (Besitz)", auf-dass "ihr die Ruhmestaten"5 (dessen) hinausposaunt, der euch aus Finsternis berufen-habend° hinein-in sein erstaunliches Licht,15


10 die (ihr) einst (ein?) "Nicht-Volk (wart)," nun aber (ein?) Volk-Gottes (seid), die "ihr (einst) nicht Erbarmen-gefunden-habt*,"6 nun aber Erbarmen gefunden-habend°.


11 Geliebte, ich-ermahne (euch) als Ausländer und Pilger14 euch-(Präs.: dauerhaft)-zu-enthalten~ der fleischlichen Begierden, solche-die (doch) Kriegsdienst-tun gegen die Seele,


12 (indem) euer Benehmen unter den Nationen recht führend, damit, worin sie euch als Übeltäter verleumden, aus den rechten Werken, (wenn sie) betrachtend, sie Gott verherrlichen° (werden?/müssen?) "am Tag (der) Heimsuchung."7


13 Ordnet-euch-unter° jeder menschlichen (d.h.  staatlichen) Institution wegen des Herrn, sei-es (dem) Kaiser17 (w.: König) als Überragenden,


14 sei-es Prokuratoren als durch ihn (d.h. den Kaiser) geschickt-Werdende zur Bestrafung (von) Übeltuenden, aber (zum) Lob (von) Gutes-Tuenden.19


15 Weil ebenso ist (es) der Wille Gottes, (indem) Gutes-tuend das-Maul-zu-stopfen~ der Unkenntnis der unvernünftigen Menschen.


16 Als Freie und die Freiheit nicht als Decke (d.h. Deckmantel für) die Übelhaftigkeit habend, sondern als Gottes Sklaven.


17 Ehrt° alle, die Bruderschaft liebt~, Gott fürchtet~, den Kaiser ehrt~!


18 Ihr Hausbediensteteⱽ, (imperativisches Ptz.Pass.: seid) untergeordnet~ - in aller Furcht - den Gebietern, nicht allein den guten und nachgiebigen, sondern auch den krummen.


19 Denn dies (ist) Gnade, wenn jemand wegen (des) Gewissens (vor) Gott Betrübnisse geduldig-trägt, (indem) ungerechterweise leidend.18


20 Denn was-für-eine Berühmtheit (ist es), wenn, (indem) sündigend und (dann deswegen) mit-Fäusten-geschlagen-werdend, ihr-geduldig-ausharren-werdet? Aber wenn, (obwohl) Gutes-tuend und (dann doch) leidend, ihr-geduldig-ausharren-werdet, dies (ist) Gnade bei Gott.


21 Denn (zu) diesem wurdet-ihr-berufen, weil auch Christus für euch litt, (wobei) euch (eine) SchreibVorlage12 hinterlassend, damit ihr seinen Fußspuren emsig-folgt,


22 der "keine Sünde tat, und-kein Trug wurde-gefunden in seinem Mund,"8


23 der (Präs.: oft/immer wieder) beschimpft-werdend nicht (Impf.: immer wieder) zurückschimpfte~, leidend nicht drohte~, sondern (es) dem gerecht Richtenden übergab~,


24 der "unsere Sünden selbst hinauftrug (od.: sich auflud)"9 in seinem (eigenen) Körper auf das Holz (d.h. das Kreuz), damit wir, (nachdem den) Sünden entledigt-seiend°, der Gerechtigkeit leben°, "durch" dessen "Striemen ihr-geheilt-wurdet".10


25 Denn ihr-wart~ "wie umherirrende Schafe",10 nun jedoch wandtet-ihr-euch-um hin-zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen.


1.Petrus 3


1 Gleicherweise (wie in Kap. 2,18) ´ihr` Frauen, (imperativisches Ptz.Pass.: seid) den eigenen14 Männern untergeordnet~, damit ´auch`, wenn einige dem Wort6 ungehorsam-sind, sie durch das Benehmen der Frauen ohne Wort gewonnen-werden,


2 (nachdem/indem) betrachtend° euer in Furcht reines Benehmen.


3 Euer Schmuck sei~ nicht der äußere (mit) Verflechten (der) Haare12 und Umlegen von goldenen (Schmuckstücken) oder Anziehen von (kostbaren) Kleidern,


4 sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unverweslichen (Schmuck) des sanftmütigen und stillen Geistes, welcher (Geist) in-den-Augen Gottes sehr-kostbar ist.


5 Denn ebenso schmückten-sich~ einst auch die heiligen Frauen, die auf Gott Hoffenden, (und/wenn/während/als) sich-selbst den eigenen Männern unterordnend,7


6 - wie (z.B.) Sara dem Abraham gehorchte°, (da) ihn Herrn nennend2 (aufgrund von Gen 3,16), - deren Kinder ihr-wurdet, (indem/wenn) Gutes-tuend und nicht irgendeinen Schrecken fürchtend.


7 Ihr Männer gleicherweise, (seid) zusammenwohnend8 mit Einsicht (od.: verständnisvoll/vernünftig mit) dem weiblichen Gefäß3 als (dem/einem) schwächeren, (indem/wobei ihnen) Ehre zuteilend, als (solchen die) auch Miterben (der) Gnade (des) Lebens (sind), auf dass eure Gebete9 nicht gehindert-werden~.


8 Schließlich aber (seid) alle gleichgesinnt, mitleidend, Bruderliebend, gutherzig, demütig-gesinnt (d.h. bescheiden),


9 nicht zurückgebend Übles anstelle (von) Üblem oder Beschimpfung anstelle (von) Beschimpfung, sondern stattdessen segnend, weil ihr zu diesem berufen-wurdet, damit ihr Segen erbt.


10 Denn "der Wollende (das) Leben lieben~ und gute Tage sehen°, lasse-ruhen die Zunge vom Üblen und die Lippen, um nicht Trug zu-sprechen,


11 aber er-weiche-aus weg-vom Üblen und tue Gutes, er-suche Frieden und jage-ihm-nach,


12 weil (die) Augen (des) HERRN (richten sich) auf Gerechte und seine Ohren (richten sich) zu ihrem Flehen, aber (das) Angesicht (des) HERRN (richtet sich) gegen Übles Tuende."1


13 Und wer (ist/vermag), der euch Übles-zufügen-werdende (Ptz.Fut.), falls ihr Eiferer des Guten werdet°?


14 Jedoch, wenn ihr auch leiden-solltet~ (Opt.Präs) wegen Gerechtigkeit, glückselig (seid ihr)! "Aber ihr Furchteinjagen fürchtet nicht und nicht lasst-euch-in-Erregung-versetzen°.4

15 (Als) HERRN15 aber heiligt°5 den Christus in euren Herzen, immer bereit zur Verteidigung (od.: Verantwortung vor Gericht?) (gegenüber) jedem dem (von) euch Rechenschaft Erbittenden über die Hoffnung in euch,


16 jedoch mit Sanftmut und EhrFurcht, (wobei/weil ein) gutes Gewissen habend, damit, worin ihr-verleumdet-werdet, zuschanden-werden°, die euer gutes Benehmen in Christus feindselig-Schmähenden.


17 Denn besser (ist es als) Gutes-Tuende zu-leiden, - wenn (es) der Wille Gottes so-wollen-sollte~ (Opt.Präs = ein hypothetischer Fall), - wie (als) Übles-Tuende.


18 Denn auch Christus litt18 einmal (od.: ein für alle Mal) für Sünden, (ein/als) Gerechter für Ungerechte, damit er uns hinführe-zu Gott, zwar getötet-worden* (nach dem) Fleisch (d.h. körperlich), aber lebendiggemacht-worden° (nach dem) Geist,


19 in diesem (Zustand, d.h. als körperloser Geist) auch, (nachdem/indem) hingegangen°, predigte-er10 den Geistern im Gefängnis,11


20 (den?) einst ungehorsam-gewesenen°, als die Langmut Gottes in (den) Tagen Noas sehnlichst-zuwartete~, (währenddessen die/eine) Arche errichtet-werdend, in die wenige (hineingingen), - das heißt (genaugenommen nur) acht Personen, - (die) hindurch-errettet-wurden durchs Wasser.


21 Dieses (Wasser) errettet auch euch nun gegenbildlich,16 - (nämlich die) Taufe, (allerdings) nicht (als ein) Ablegen unsauberen Fleisches (wie bei der Beschneidung?), sondern (als eines) guten Gewissens verpflichtendes-Vertragsversprechen13 zu Gott, - durch (die) Auferstehung Jesu Christi,17


22 dieser ist zur Rechten Gottes in (den) Himmel gegangen°, (nachdem) ihm Engel und Autoritäten und Mächte unterworfen-wurden°.


1.Petrus 4


1 (Nachdem/weil/da)10 also Christus (im) Fleisch (d.h. körperlich) gelitten-habend°, bewaffnet-euch auch ihr (mit) der selben Einstellung (od.: Gedanken/Gesinnung), - weil11 der gelitten-Habende° (im) Fleisch (d.h. körperlich), hat-(Perf.: ein für alle Mal)-abgeschlossen* (od.: aufgehört/ gebrochen mit) ´Sünde`,11


2 - um nicht-mehr (nach) Menschen Begierden, sondern (nach dem) Willen Gottes die noch-übrige Zeit im Fleisch (d.h. solange wir noch im Körper leben) sein-Leben-zu-verbringen°.


3 Denn (es ist) genügend (in) der vorübergegangenen* Zeit das Vorhaben der Nationen7 ausgeführt-zu-haben*, (als/indem) euch-ergangen-habend* in Ausschweifungen, Begierden, Weingelagen,6 Festgelagen (zu Ehren der Götter?), Trinkgelagen8 und unerlaubten7 Götzendienstfeiern.


4 Darum befremdet-es-sie, (dass) ihr nicht (mehr so wie früher) Mitlaufende-seid hinein-in den selben Erguss (od.: Strudel) der Liederlichkeit, (und darum euch) lästernd,


5 die Rechenschaft ablegen-werden dem sich bereit Haltenden, (um) zu-richten° Lebende und Tote.


6 Denn dazu4 auch wurde-(noch zu Lebzeiten)-evangelisiert (jetzt schon) Toten, damit sie zwar (Aor.: einmalig) gerichtet-würden° nach (Art der) Menschen (im) Fleisch (d.h. indem sie körperlich starben), aber leben-mögen~ nach Gottes (Willen im) Geist.


7 Aber das Ende aller (Dinge) hat-sich-genaht*.9 Also seid-vernünftig und nüchtern zu (den) Gebeten (od. allg.: zum Gebet).


8 Vor allen (Dingen) die beharrliche13 Liebe zu einander habend~, weil "(die?) Liebe verhüllt (eine) Menge (von) Sünden."1


9 (Seid) gastfreundlich zueinander ohne Murren.


10 Jeder (einzelne), so-wie er (eine) Gnadengabe empfing, zu einander (seid mit) ihr bedienend, wie rechte Verwalter (der) vielfältigen Gnade Gottes.


11 Wenn jemand spricht, wie AusSprüche Gottes, wenn jemand bedient, wie aus (der) Stärke, (mit) der Gott ausstattet, damit in allen (Stücken; od.: in jeder Hinsicht) Gott verherrlicht-werde~ durch Jesus Christus, dem ist die Herrlichkeit und die Kraft in die Zeitalter der Zeitalter (d.h. in Ewigkeit), Amen.


12 Geliebte, nicht befremdet-seid~ (über) die Feuersglut12 unter euch, (die) zu eurer Versuchung Geschehende, als (ob) euch Fremdes widerfahrend-sei~,


13 sondern, gemäß-dem-wie ihr-Gemeinschaft-habt-an den Leiden des Christus, freut-euch~, damit auch bei der Enthüllung seiner Herrlichkeit ihr euch-freuet, (indem) jubelnd.


14 Wenn ihr-geschmäht-werdet wegen Christi Namen, glückselig (seid ihr), weil "der Geist" der Herrlichkeit und der (Geist) "Gottes" auf euch "ausruht."2


15 Denn keiner (von) euch leide~ als Mörder oder Dieb oder Übles-Tuender oder als ein-sich-in-fremde-Angelegenheiten-Einmischender5.


16 Wenn (er) aber als Christianer (leidet), schäme-er-sich~ nicht, sondern verherrliche~ Gott in (od.: mit) diesem Namen.


17 Weil ´der` Zeitpunkt (ist gekommen), dass das Gericht bei dem Haus Gottes anfängt,9 wenn (es) aber zuerst bei uns (anfängt), was (rabb.: wird dann um wieviel mehr sein) das Ende der dem Evangelium Gottes ungehorsam-Seienden?


18 Und "wenn der Gerechte kaum errettet-wird, der Ehrfurchtslose und Sünder, wo wird-(dann)-er-erscheinen?"3


19 Daher auch die nach dem Willen Gottes Leidenden, (einem/dem) treuen Schöpfer sollen-sie-anbefehlen~ ihre Seelen (d.h. ihr Leben) im Gutestun.


1.Petrus 5


1 Älteste1 also unter euch ermahne-ich, der Mitälteste8 und Zeuge der Leiden des Christus, der Gemeinschafter auch (an) der Herrlichkeit, die im-Begriff-steht~ enthüllt-zu-werden:


2 Hütet das Schafherdlein Gottes bei euch, (indem die) ´Aufsicht-ausübend` nicht in-genötigter-Art-und-Weise, sondern in-freiwilliger-Art-und-Weise, ´Gott gemäß`, und-nicht in-schandgewinnsüchtiger-Art-und-Weise, sondern auf-bereitwillige-Art-und-Weise,


3 auch nicht wie (gewalttätig) Beherrschende die (euch anvertrauten) Anteile11 (w.: Losteile), sondern (indem) Vorbilder (für) das Schafherdlein werdend.


4 Und (dann, wenn) der Oberhirte offenbar-gemacht-werdend°, werdet-ihr-euch-holen den unverwelklichen Kranz7 der Herrlichkeit.


5 Gleicherweise Jüngere, unterordnet-euch° Ältesten1 (od.: Älteren?),4 alle aber untereinander knotet-euch-an13 die Demut, denn Gott "stellt-sich-entgegen Überheblichen, Demütigen (od.: Niedrigen) aber gibt-er Gnade."2

6 Demütigt-euch° (od.: erniedrigt euch) also unter die kräftige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zum (rechten) Zeitpunkt,


7 die ganze Sorge (von) euch draufschmeissend°10 auf ihn, weil ihm liegt an euch (od.: er kümmert sich um euch).


8 Seid-nüchtern, wacht! Euer Prozessgegner,5 (der) Teufel, "geht-umher wie (ein) brüllender~ Löwe",3 (wobei/damit; Präs.: fortwährend) suchend~ ´wen` er-verschlingen-kann°.


9 Diesem widersteht° fest durch Vertrauen (od.: Glauben, weil) wissend*, (dass) die selben (Arten) der Leiden, eurer Bruderschaft die in ´der` Welt (ist), auferlegt-werden~.


10 Aber der Gott jeder (Art von) Gnade, der euch berufen-Habende° hinein-in seine ewige Herrlichkeit in Christus ´Jesus`, (nachdem noch ein) wenig gelitten-habend°, er-selbst wird-zubereiten, wird-festigen, wird-stärken, wird-gründen.


11 Ihm (sei/gehört) die Kraft in die Zeitalter (d.h. in die Ewigkeit), Amen.


12 Durch Silvanus, den treuen Bruder, wie ich-meine, schrieb-ich euch in Kürze, (indem/damit euch) ermahnend und ernstlich-bezeugend: dies ist~ wahre Gnade Gottes, in der ihr-steht° (od. wenn Imp.: "…in dieser steht").


13 (Es) grüßt euch die Mitauserwählte9 in Babylon6 und Markus, mein Sohn.


14 Grüßt einander mit (dem) Kuss (der) Liebe!12 Friede (sei mit) euch allen, den in (Gemeinschaft mit) Christus (Seienden).


 


Petrus B

Einleitung 2.Petrusbrief

Origenes zitierte als erster den 2.Petrusbrief und ihm folgt Methodius von Olymp (ein Märtyrer unter Kaiser Diokletian) und Fumilian von Cäsarea. Eusebius räumt ein, dass die Mehrheit der Christen seiner Zeit an der Echtheit des 2.Petrusbriefes festhält, während er selbst Zweifel daran hat. Hieronymus war sich zwar der Zweifel bezüglich der Echtheit des 2.Petrusbriefes bewusst, doch er erkannte ihn zusammen mit anderen führenden Kirchenvätern wie Athanasius und Augustinus als echt an. Der 2.Petrusbrief richtet sich an die gleichen Empfänger wie der 1.Petrusbrief (vgl. 2 Petr 3,1), bei denen er auch Briefe des Paulus als bekannt voraussetzt (2Pet 3,15-16). Im 2.Petrusbrief gibt es etliche Parallelen zum Judasbrief, wobei es Judas ist der den Petrusbrief zitiert, denn Petrus kündigt Irrlehrer an (2Pet 2,1) und im Judasbrief haben sie sich schon eingeschlichen (Jud 1,4). Petrus schreibt in der Zukunftsform, Judas in der Gegenwartsform. Der Brief verteidigt nachdrücklich die Erwartung der Wiederkunft Christi und erinnert dabei an die Herrlichkeit Christi, die auf dem Berg der Verklärung sichtbar wurde (2Pet 1,16-18). Wichtig sind die Aussagen über die heiligen Schriften und deren richtige Auslegung (2Pet 1,19-21). Am Briefende fehlt ein Briefschluss, der Brief endet mit einem Lobpreis auf Christus (2Pet 3,18; vgl. 1Petr 4,11). Nach Inhalt und Form will er als Testament des Apostels verstanden sein (2Pet 1,12-15). Der Brief wurde kurz vor dem Tod des Apostels, den er schon vor Augen hat (2Pet 1,14), entweder 64 n.Chr., eher aber 67 n.Chr. geschrieben (vgl. 48,1350; 33,921f; 21,V,83ff; 65,III,143ff).

2.Petrus 1


1 ´Simeon` Petrus, Sklave und Apostel Jesu Christi, den (einen/den) gleichwertigen1 Glauben erlangt-Habenden° (mit) uns durch (die) Gerechtigkeit unseres Gottes und Erretters Jesus Christus.13


2 Gnade und Friede möge-euch-vermehrt-werden (Opt.Aor.) durch (die) Erkenntnis Gottes und Jesu unseres Herrn.


3 Weil3 uns (meiner Meinung nach), seine göttliche Macht alles das zu Leben und ehrfürchtiger-Frömmigkeit (Nötige/Dienende) geschenkt-habend* durch die Erkenntnis des uns Berufenden° (zu/durch seiner) ´eigenen Herrlichkeit und Tugend` (od.: Gotteskraft/Vortrefflichkeit),


4 durch die (Plural, daher: Herrlichkeit und Tugend), uns die wertvollen und größten Versprechungen geschenkt-worden-sind*, damit ihr durch diese (Plural: Herrlichkeit und Tugend) Gemeinschafter göttlicher Natur würdet°,8 (nachdem nun) dem in der Welt durch (die) Begierde (herrschenden) Verderben entronnen-seiend°,


5 und aus diesem Grund2 aber, (indem) höchste Eifrigkeit daneben-aufwendend°, reicht-(noch dazu)-dar4 in eurem Vertrauen die Tugend, in der Tugend aber die ErKenntnis,


6 in der ErKenntnis aber die Selbstbeherrschung, in der Selbstbeherrschung aber das geduldige-Ausharren, in dem geduldigen-Ausharren aber die ehrfürchtige-Frömmigkeit,


7 in der ehrfürchtigen-Frömmigkeit aber die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber die (göttliche und höchste) Liebe.


8 Denn (wenn) diese (Eigenschaften bei) euch vorhanden-seiend und sich-mehrend (sind), nicht untätig und-nicht fruchtlos stellen-sie-(euch)-hin in-Bezug-auf die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.


9 Denn (bei) wem diese (Eigenschaften) nicht da-sind, er-ist blind, (weil/indem) kurzsichtig-seiend,5 (und weil ins) Vergessen geraten-seiend° die (sühnende) Reinigung (von) seinen früheren Sünden.


10 Deshalb Brüder, befleißigt-euch° vielmehr, eure Berufung und Auserwählung6 zuverlässig (Med.: für euch) zu-machen~. Denn (wenn) diese (Dinge, von Vers 5-7) tuend, keinesfalls strauchelt-ihr jemals.


11 Denn ebenso in-reichlichem-Maß7 wird-dargereicht-werden euch der Eingang zu der ewigen Königsherrschaft unseres Herrn und Erretters Jesus Christus.1


12 Deshalb werde-ich-mich-anschicken euch betreffs dieser (Dinge) immer (Präs.: wieder) zu-erinnern~, obwohl Wissende* und gefestigt-Wordene* in der (bei euch) vorhandenen Wahrheit.


13 Aber ich halte-es-für gerecht, solange wie ich in dieser Zeltwohnung bin, euch durch Erinnerung vollständig-aufzuwecken~,


14 (da) wissend*, dass das Ablegen meiner Zeltwohnung schnell (herankommend) ist, so-wie (es) mir auch unser Herr Jesus Christus (in Joh 21,19ff) offenkundig-machte.


15 Aber befleißigen-werde-ich-mich auch, (dass/damit) ihr jederzeit nach meinem Heimgang (die Möglichkeit) habt~, das Gedenken (an) diese (vorher genannten Dinge von Vers 3ff) herzustellen~.


16 Denn nicht, (weil/indem) ausgeklügelten* Mythen nachfolgend°, machten-wir-bekannt euch die Macht und Ankunftⱽ unseres Herrn Jesus Christus, sondern (weil wir) Beobachter9 seiner Großartigkeit geworden-seiend°.


17 Denn (Jesus, da) empfangend° von Gott Vater Ehre und Herrlichkeit, (als/nachdem) eine-solche Stimme von der erhabenen Majestät (an) ihn vorgebracht-wurde°: Mein Sohn, - der von mir Geliebte, - ist dieser, an dem ich Wohlgefallen-habe° (Ind.Aor. = hebr.Perf.).


18 Und diese, die Stimme, hörten wir (d.h. Petrus, Johannes und Jakobus) aus (dem) Himmel, (die) vorgebracht-Wordene° (als) zusammen-mit ihm auf dem heiligen Berg seiend~.


19 Und (so)14 haben-wir (noch) zuverlässigerⱽ das prophetische Wort, auf das achtend ihr recht tut, wie (auf eine) Leuchte, scheinend an (einem) düsteren Ort, bis dass (der) Tag aufstrahle und (der) Morgenstern12 aufgehe in euren Herzen,


20 (und dabei) dies zuerst erkennend, dass jede Prophezeiung (der) Schrift keine eigenmächtige10 erklärende-Auflösung zulässt,


21 denn nicht (durch) Menschlichen Willen wurde-vorgebracht jemals (eine) Prophetie, sondern (indem/weil) vom heiligen Geist getrieben-werdend,11 sprachen Menschen von Gott (her).15


2.Petrus 2


1 Aber (es) waren° (od.: traten auf) auch Lügenpropheten unter dem Volk (Israel), wie auch unter euch7 Lügenlehrer sein-werden, solche-die verderbliche Parteiungen (od.: Lehrmeinungen) heimlich-einführen-werdenⱽ8 und (od.: sogar/auch) den sie gekauft-Habenden° Gebieter9 verleugnend, (und/wobei) für-sich-selbst schnell (herankommendes) Verderben herbeiführend.


2 Und viele werden-nachfolgen ihren Ausschweifungen, durch die der Weg der Wahrheit gelästert-werden-wird,


3 und in Habgier (mit) erdichteten Worten werden-sie-ausbeuten euch, (für) die das VerdammungsUrteil schon-seit-alters-her nicht säumig-ist, und ihr Verderben nicht schlummert.


4 Denn wenn Gott gesündigt-habende° Engel, nicht schonte, sondern sie (mit) ´Stricken (gebunden) völliger-Dunkelheit übergab, (und/indem sie) im-Tartaros-verwahrend°,5 (indem) zum Gericht aufbewahrt-werdend,


5 und (wenn er die) ursprüngliche Welt nicht schonte, sondern (nur) Noah (als) achten (mit sieben anderen, als einen) Prediger11 (der) Gerechtigkeit bewahrte, (als die) Überflutung (über die) Welt Ehrfurchtsloser herbeiführend°,


6 und (wenn er die) Städte Sodom und Gomorra einäschernd°, (zur) ´Zerstörung` verurteilte, (indem so ein warnendes) Beispiel (für) zukünftige~ ´Ehrfurchtslose` setzend*,


7 und (wenn er den) gerechten Lot, - (den) von dem ausschweifenden Benehmen der Ruchlosen (Präs.: ständig)-geplagt-Werdenden, - rettete,


8 denn (durch) Anblicken und Hören quälte~12 ´der` Gerechte, - (da ja) ständig-Wohnende unter ihnen, - Tag für Tag (seine) gerechte Seele (aufgrund ihrer) gesetzlosen Werke,


9 - (die Konditionalsätze von Vers 4-7 werden jetzt wieder aufgegriffen: … so wird deutlich: der) HERR weiß* Ehrfürchtige aus (der/einer) Versuchung zu-retten~, Ungerechte aber für (den) Tag (des) Gerichts aufzubewahren~, (damit?) bestraft-werdend,10


10 (ganz) besonders aber die mit Begierde (nach) Besudelung Fleisch hinterher Gehenden,13 und (die Gottes) Herrschaftgewalt Verachtenden, Waghalsige, Selbstgefällige, (vor) Herrlichkeitswesen zittern-sie nicht, (sondern sind gegen sie) lästernd,


11 wo (doch) Engel, - (obwohl an) Stärke und Macht größere seiend, - kein lästerndes Urteil gegen sie14 vorbringen ´beim HERRN`.


12 Diese aber, wie unvernünftige Lebewesen, natürlicherweise zum Einfangen und (zur) Vernichtung gezeugt*, in den (Dingen, obwohl sie) nicht-kennend, (sind sie) lästernd, und in ihrer Verdorbenheit werden-sie-zugrunde-gerichtet-werden,


13 (indem um den erhofften) Lohn der Ungerechtigkeit gebracht-werdend, (weil für?) Vergnügen haltend die Schwelgerei am (helllichten) Tag, Schmutzflecken und Makel, (wobei/indem) sich-schwelgend-in ihren Täuschungenⱽ, (während gleichzeitig?) zusammen-schmausend-mit euch,1


14 Augen habend triefend-voll (von Begierde nach einer) Ehebrecherin2 und ´ruhelos` (Ausschau haltend) nach Sünde, (und dabei) ungefestigte Seelen ködernd, (ein) Herz (habend), trainiert* (in) Habgier, Kinder (der) Verfluchung.


15 (Weil/indem den) geraden Weg (die rechte Lehre?) verlassend, irrten-sie-umher, (indem/weil) dem Weg des Bileam nachfolgend°, des (Sohnes) ´Bosors`, der (den) Lohn (der) Ungerechtigkeit liebte,


16 aber (eine) Zurechtweisung (seiner) eigenen Gesetzwidrigkeit empfing: (ein) stimmloses Zugtier, - (nachdem etwas) mit Menschen Stimme verlauten-lassend°, - hinderte den Unsinn des Propheten.


17 Diese sind wasserlose Quellen und vom Wirbelsturm getrieben-werdende Nebelschwaden, denen das völlige-Dunkel der Finsternis aufbewahrt-ist*.


18 Denn (indem) geschwollene (od.: hochtrabende) Nichtigkeit verlauten-lassend, ködern-sie, durch Fleischliche Begierden (in/durch) Ausschweifungen, die (erst) kurz Entronnenen~ (von) den (noch) im Irrtum Verkehrenden,


19 (indem) ihnen Freiheit versprechend, (obwohl noch) selbst Sklaven des Verderbens seiend~. Denn wem jemand unterlegen-ist*, diesem ist-er-zum-Sklaven-gemacht*.


20 Denn wenn, (nachdem) den Besudelungen3 der Welt entronnen-seiend° durch (die) Erkenntnis ´unseres` Herrn und Erretters Jesus Christus, aber (danach) wieder in diesen (Besudelungen) verflechtet-werdend°, sie (dann doch wieder) unterlegen-sind, (dann) ist-geworden* ihnen das Letzte schlimmer (als) das Erste.


21 Denn besser wäre-es-gewesen~ (für) sie, den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt-zu-haben*,4 als, (nachdem ihn) erkannt-habend°, (wieder) zurückzukehren°, weg-von der ihnen überliefert-gewordenen° heiligen Vorschrift.


22 Ihnen ist-widerfahren*, das (was) dem wahren Sprichwort (entspricht): (Ein) Hund,6 sich-umwendend° zu dem eigenen Gespei, und: (Ein) Schwein, (nachdem) sich-gebadet-habend° (wendet sich wieder um,) zum Wälzen (in der) Jauche.6

2.Petrus 3


1 Diesen zweiten Brief, Geliebte, schreibe-ich euch schon, in denen (beiden) ich (konatives Präs.: versuche) in eurer Erinnerung die aufrichtige Gesinnung vollständig-aufzuwecken,


2 um euch-zu-erinnern-an° die von den heiligen (alttestamentlichen) Propheten (schon) vorhergesagten* Aussprüche und (an) die (von) euren Aposteln8 (verkündete) Vorschrift des Herrn und Erretters,


3 (indem) dies zuerst erkennend, dass in den letzten Tagen Spötter ´mit` Spott kommen-werden, (wobei) nach ihren eigenen Begierden lebend


4 und (dabei) sagend: Wo ist das Versprechen seiner Ankunft? Denn seitdem die Väter9 entschliefen, verbleibt alles ebenso (wie es schon) von Anfang (der) Schöpfung (an gewesen ist).


5 Denn unbemerkt-bleibt ihnen, (indem/wenn) dies behauptend, dass schon-seit-alters-her Himmel waren~ und (eine) Erde aus Wasser und durch Wasser, Bestand-habend* (durch) das Wort Gottes,11


6 durch welche (Pl.: Wasser) die damalige (od.: darauffolgende?) Welt, (indem durch) Wasser überflutet-worden°, umkam (od.: zugrunde ging).


7 Aber die jetzigen Himmel und die (jetzige) Erde sind durch dasselbe Wort (für das) Feuer aufgespart-worden*, (indem) aufbewahrt-werdend für (den) Tag (des) Gerichts und (des) Verderbens der ehrfurchtslosen Menschen.


8 Dies eine aber (soll) euch nicht unbemerkt-bleiben~, Geliebte, dass ein Tag beim HERRN wie tausend Jahre (ist) und tausend Jahre wie ein Tag (sind).13


9 (Der) HERR verzögert nicht die Versprechung, wie einige (es für eine) Verzögerung halten, sondern er-ist-langmütig zu euch, (weil) nicht wünschend, (dass) irgendwelche umkommen (od.: zugrunde gehen), sondern (dass) alle zur Buße gelangen (od. transitiv: Raum haben zur Buße).


10 Aber (der) Tag (des) HERRN10 wird-eintreffen wie (ein) Dieb, an dem die Himmel prasselnd7 vorübergehen-werden, (die) Elemente aber, (indem) verglühend, werden-aufgelöst-werden, und (die) Erde und die Werke auf ihr werden-(nicht mehr)-gefunden-werden.2


11 (Wenn aber) alle diese (Dinge) so aufgelöst-werdend, von-welcher-Art müsst ´ihr` (dann jetzt) sein in heiligen (Pl.) Benehmensarten (Pl.) und ehrfürchtigen-Frömmigkeitstaten (Pl.),


12 (weil/indem) herbei-erwartend und erstrebend14 die Ankunft des Tages Gottes, wegen dem (die) Himmel, (indem) brennend-werdend (od.: in Brand gesetzt werdend), aufgelöst-werden und (die) Elemente, (indem) verglühend, zerschmelzen (Pass.: zum Zerschmelzen gebracht werden).


13 Aber wir-erwarten-herbei nach seinem Versprechen "neuartige Himmel und (eine) neuartige Erde",1 in denen Gerechtigkeit ständig-wohnt.


14 Deshalb, Geliebte, (weil) diese3 herbei-erwartend, befleißigt-euch° unbeschmutzt und makellos (vor) ihm erfunden-zu-werden° in Frieden,


15 und die Langmut unseres Herrn haltet-für~ Errettung, so-wie auch unser geliebter Bruder Paulus euch nach der ihm gegeben-wordenen° Weisheit schrieb,4


16 wie auch in allen (seinen) Briefen, (wenn) in ihnen über diese (Themen) sprechend, in denen gewisse (od.: manche Dinge) schwerverständlich sind, die die Ungeschulten und Ungefestigten verdrehen,5 wie auch die übrigen Schriften,6 zu ihrem eigenen Verderben.


17 Ihr also Geliebte, (da dies schon) vorher-erkennend, bewahrt-euch~, damit ihr nicht, - (nachdem/indem durch) den Irrtum der Ruchlosen mitfortgerissen-werdend°, - herausfallt-aus° der eigenen Festigkeit.


18 Wachset~ aber in Gnade und ErKenntnis unseres Herrn und Erretters Jesus Christus! 12 Ihm (gehört/sei) die Herrlichkeit sowohl nun als-auch für (den) Tag (der) Ewigkeit. ´Amen`.


 


Johannes A

Einleitung 1.Johannesbrief

Schon Papias (ca. 140 n.Chr.), Irenäus, Justin der Märtyrer, Clemens von Alexandrien, Polycarp, Tertullian, Eusebius, Origenes und sein Schüler Dionysius und der Muratorische Kanon schreiben diesen Brief dem Apostel Johannes zu. Einige Gelehrte sind der Meinung, dass Johannes seine drei Briefe in den sechziger Jahren des ersten Jahrhunderts von Jerusalem aus schrieb, ehe die Römer Jerusalem 70 n.Chr. zerstörten. Weiter verbreitet dagegen ist die Ansicht, dass diese Briefe erst später aus Ephesus geschrieben wurden. Der 1.Johannesbrief wendet sich wahrscheinlich an einen örtlich begrenzten Kreis christlicher Gemeinden, vielleicht in Kleinasien bzw. Ephesus und Umgebung. Nach Stil und Gedankengut ist der 1.Johannesbrief mit dem Johannes-Evangelium nahe verwandt, er wirkt aber eher als Traktat und nicht als Brief. Johannes gehört zu den ersten Jüngern (vgl. "...wir" in 1Joh 1,1-4 ua.). Er will vor den esoterisch-frühgnostischen Irrlehren der sich später entwickelnden doketischen und cerinthischen "Gnosis" warnen (vgl. 1Joh 2,18; 4,1) und das "von Anfang an" Verkündigte (1Joh 2,7.24; 3,11) einschärfen. Die Grundidee der "Gnosis" war ein strikter Dualismus zwischen der materiellen und der geistigen Welt. Alles Materielle galt als böse, weil von Gottes Gegenspieler "Demiurge" geschaffen. Er halte die Menschheit mit seinen Gehilfen, den αρχονς (Strong Nr. 758), in seiner Gefangenschaft. Die geistige Sphäre dagegen ist gut und die souveräne Gottheit wohnt nur in ihr, mit der Materie hat sie nichts zu schaffen. Nur die, die den göttlichen Funken (πνευμα) in sich haben, könnten nach dem Tod ihrer materiellen Leiblichkeit entfliehen. Dafür benötigten sie aber die Erleuchtung (γνοσις). Die meisten "christlichen" Gnostiker schrieben diese Erleuchtung oder "Wiedergeburt" einem göttlichen Erlöser zu, der in Verkleidung aus der geistigen Welt auf die Erde kam und bei der Taufe in dem Menschen Jesus Wohnung nahm (daher dagegen: Kol 1,19; 2,9), und ihn vor der Kreuzigung wieder verließ (daher dagegen: Joh 19,34-35). Dies lehrte der im 1.Jhdt. wirkende frühgnostische Irrlehrer Cerinth, der wie Johannes in Ephesus wohnte und die Irrlehre verbreitete, dass Jesus und Christus zwei unterschiedliche Wesen waren. Er behauptete, dass der himmlische Christus bei der Taufe auf den Menschen Jesus herabgestiegen sei und diesen befähigt habe, Wunder zu vollbringen und den unbekannten Vater zu verkündigen, er habe ihn aber vor seinem Tod wieder verlassen, um zum Himmel zurückzukehren. Die neue Lehre führte zu einer neuen Ethik: Das irdische Leben ist völlig unabhängig vom geistlichen Leben. Der Kern des Menschen sei göttlich und dieses Göttliche kann durch die Sünde nicht beschädigt werden. Eine völlig neue Sicht der Sünde! Die praktischen Auswirkungen des gnostischen Dualismus gingen in zwei gegenteilige Extreme. Die jüdisch-gnostischen Vertreter lehrten eine extreme Kasteiung in der Abkehr von allen leiblichen Genüssen (Speisen, Sexualität; vgl. Kol 2,21ff; 1Tim 4,3.4.8). Die heidnischen Gnostiker dagegen lehrten, dass es gleichgültig sei, was man mit dem Körper mache, da es ohnehin keinen Einfluss auf den Geist habe, weil die geistliche Auferstehung durch die "Erleuchtung" bereits geschehen sei (vgl. 2Tim 2,18), was dann zu fleischlicher Ausschweifung und Götzendienst anregte; - vgl. 2Pet 2,13.14.22; Offb 2,14-15.20.24 (vgl. 2,1252; 33,424f; 52,II,830ff). Der 1.Johannesbrief mahnt zum Glauben an Jesus, den Messias und Sohn Gottes, und zur Bruderliebe und ist kunstvoll gegliedert. Die Vorrede ist mit dem Anfang des Johannes-Evangeliums verwandt und setzt dieses voraus (vgl. 33,603f; 48,1375; 21,V,152ff).

1.Johannes 1


1 Das-was von Anfang war~, was wir4-gehört-haben*, was wir mit unseren Augen gesehen-haben*, was wir-schauten° und unsere Hände betasteten° betreffs des (od.: nämlich das) Wort des Lebens (d.h. das Leben gibt) -


2 und das (d.h. dieses) Leben wurde-offenbart, und wir-haben-gesehen* und bezeugen und berichten euch (Präs.: jetzt von) diesem ewigen Leben, das bei dem Vater war~ und uns offenbar-gemacht-wurde,


3 - das-was wir-(also)-gesehen-haben* und gehört-haben*, (davon) berichten-wir auch euch, damit auch ihr Gemeinschaft (Präs.: andauernd) habet~ mit uns. Und die Gemeinschaft aber, die Unsrige, (ist) mit1 dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus.


4 Und diese (Dinge) schreiben wir, damit unsere Freude erfüllt* sei~.5


5 Und dies ist die Botschaft, die wir von ihm gehört-haben* und (jetzt auch) auch berichten, dass Gott Licht ist und gar-keine Finsternis ´in ihm ist`.


6 Falls wir-sagen°, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben und in der Finsternis (Präs.: beständig) den-Lebenswandel-führen~,6 lügen-wir und tun nicht die Wahrheit.


7 Falls wir aber in dem Licht den-Lebenswandel-führen~, wie er-selbst in dem Licht ist, haben-wir Gemeinschaft mit einander, und das Blut Jesu seines Sohnes reinigt uns von jeder (Art von) Sünde.3


8 Falls wir-sagen°, dass wir keine Sünde2 haben, uns-selbst führen-wir-(in-die)-Irre, und die Wahrheit ist nicht in uns.


9 Falls wir unsere Sünden8 (Präs.: immer wieder offen) bekennen~, ist-er treu und gerecht,7 sodass er uns die Sünden erlässt° und uns reinigt° von jeder3 (Art von) Ungerechtigkeit.


10 Falls wir-(aber)-sagen, dass wir (gar?) nicht gesündigt-haben*,9 machen-wir ihn (zum) Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

1.Johannes 2


1 Meine Kindlein,11 dies schreibe-ich euch, damit ihr nicht sündigt° (Aor. = konkrete Sünden). Und falls jemand sündigt°, haben-wir (einen) Beistandⱽ10 bei dem Vater, Jesus Christus, (den/einen) Gerechten,


2 und er ist (eine/die) Sühneⱽ in-Bezug-auf unsere Sünden, aber nicht nur in-Bezug-auf die unsrigen, sondern auch in-Bezug-auf die ganze Welt.6


3 Und daran erkennen-wir, dass wir ihn erkannt-haben*, falls wir seine Vorschriften (Präs.: anhaltend) bewahren~.


4 Der Sagende (d.h. Behauptende): Ich-habe-erkannt* ihn und seine Vorschriften nicht (Präs.: anhaltend) Bewahrende, (ein) Lügner ist-er, und in diesem ist nicht die Wahrheit,


5 aber derjenige-der auch-immer sein Wort bewahrt~, in diesem ist die Liebe (von) Gottes1 in-wahrhaftiger-Weise vollkommen-gemacht-worden* (d.h. zum Ziel gelangt). Daran12 erkennen-wir, dass wir in ihm sind.


6 Der Sagende (d.h. Behauptende), er-bleibe~ (Präs.: beständig) in ihm, er-schuldet, so-wie jener den-Lebenswandel-führte, auch selbst ´ebenso` (Präs.: beständig) den-Lebenswandel-zu-führen~.


7 Geliebte, nicht (eine) neuartige Vorschrift schreibe-ich euch, sondern (eine) alte Vorschrift, die ihr von Anfang (eures Christenlebens an) hattet~. Die alte Vorschrift ist das Wort, das ihr-hörtet.


8 Andererseits schreibe-ich euch (auch eine) neuartige Vorschrift, (nämlich) dasjenige-was wahrⱽ ist in ihm und in euch, weil die Finsternis vorüberzieht und das Licht, das wahrhaftigeⱽ, schon scheint.


9 Der Sagende (d.h. Behauptende), in dem Licht zu-sein~, und seinen Bruder Hassende, er-ist (noch) bis jetzt in der Finsternis.


10 Der Liebende seinen Bruder, bleibt in dem Licht, und kein Ärgernis (das ihn oder andere zu Fall bringt) ist in ihm.


11 Aber der Hassende seinen Bruder, ist in der Finsternis, und in der Finsternis geht-er-umher, und er-weiß* nicht, wohin er-fortgeht, weil die Finsternis seine Augen blind-machte.


12 Ich-schreibe euch, Kindlein, weil euch die Sünden erlassen-sind* wegen seines Namens.


13 Ich-schreibe euch, Väter, weil ihr den erkannt-habt* (der) von Anfang (an war). Ich-schreibe euch, Jugendliche,7 weil ihr den Bösen besiegt-habt*.


14 Ich-schrieb13 euch, Kindlein, weil ihr den Vater erkannt-habt*. Ich-schrieb13 euch, Väter, weil ihr den erkannt-habt* (der) von Anfang (an war). Ich-schrieb13 euch, Jugendlichen, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen besiegt-habt*.


15 Liebt~ nicht die Welt, auch-nicht das (was) in der Welt (ist)! Falls jemand die Welt liebt~, ist die Liebe zum Vater16 nicht in ihm,


16 weil alles das (was) in der Welt (ist), - die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und die Prahlerei der Lebensweise,2 - ist nicht aus dem Vater, sondern ist aus der Welt.


17 Und die Welt und ihre Begierde zieht-vorüber, aber der Tuende den Willen Gottes bleibt in die Ewigkeit.


18 Kindlein, (die) letzte Stunde ist (da),14 und so-wie ihr-hörtet, dass (der) Anti-Christus3 kommt, (so) auch nun viele Anti-Christusse4 sind-aufgetreten*, von-woher wir-erkennen, dass (die) letzte Stunde (da) ist.


19 Von uns gingen-sie-aus, jedoch waren~ sie nicht von uns, denn wenn sie von uns wären~ (Irrealis: was nicht der Fall ist, dann) wären-sie-(bis jetzt)-geblieben^ bei uns. Jedoch (sind sie hinausgegangen), damit sie-offenbart-würden°, dass nicht alle von uns sind.8


20 Ihr aber habt (die/eine) Salbung von dem Heiligen,17 und ihr-wisst* alle (Neut.Pl.: Dinge).


21 Ich-schrieb13 euch nicht, weil ihr nicht wisst* (um) die Wahrheit, sondern weil ihr sie wisst* und (ihr wisst), dass jede Lüge nicht aus der Wahrheit ist.


22 Wer ist der Lügner, wenn nicht der Leugnende, dass Jesus der Christus5 ist? Dieser ist der Anti-Christus, der Leugnende den Vater und den Sohn.


23 Jeder der den Sohn Leugnende hat auch-nicht den Vater,15 der Bekennende den Sohn, hat auch den Vater.


24 Ihr, was ihr von Anfang (an) hörtet°, in euch bleibe-es~. Wenn (das) in euch bleibt°, dasjenige-was ihr von Anfang (an) hörtet°, auch ihr werdet-bleiben in dem Sohn und ´in` dem Vater.


25 Und dies ist das Versprechen, das er selbst uns versprach: das Leben, das ewige.


26 Dies schrieb-ich13 euch betreffs der euch Irreführenden (viell. konatives Präs.: versuchen euch irrezuführen).


27 Und ihr, die Salbung, die ihr von ihm empfingt, sie-bleibt in euch, und ihr-habt nicht nötig, dass euch jemand (neu/anders) belehre~, sondern wie seine Salbung euch über alles belehrt, (so) ist-sie auch wahr, und (sie) ist keine Lüge, und so-wie sie euch belehrte, bleibt~ (Imp.) in ihm.


28 Und nun9 Kindlein, bleibt~ in ihm, damit, dann-wenn (w.: falls) er-offenbar-gemacht-wird°, wir frohe-Zuversicht haben° und nicht beschämt-werden-wir° weg-von ihm bei seiner Ankunftⱽ.


29 Wenn ihr-wisst*, dass er (d.h. Christus) gerecht ist, erkennt-ihr (od. Imp.: dann erkennt), dass ´auch` jeder der die Gerechtigkeit Tuende, aus ihm (d.h. dem Vater; Perf.: schon vorher) gezeugt-worden-ist*.


1.Johannes 3


1 Seht, welcher-Art-von Liebe uns der Vater gegeben-hat*, dass wir Kinder Gottes genannt-werden°, und wir-sind (es). Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannte.


2 Geliebte, nun sind-wir Kinder Gottes, und noch-nicht wurde-offenbar-gemacht°, was wir-sein-werden. Wir-wissen*, dass, (dann) wenn es-offenbar-gemacht-wird°, wir ihm gleichartig sein-werden, weil wir ihn sehen-werden, so-wie er-ist.


3 Und jeder der Habende diese Hoffnung auf ihn,5 reinigt sich-selbst, so-wie jener rein ist.


4 Jeder der Tuende~ die Sünde, tut~ auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.


5 Und ihr-wisst*, dass jener offenbar-gemacht-wurde, damit er die Sünden wegnehme°, und Sünde (als Prinzip) ist nicht in ihm.


6 Jeder der in ihm Bleibende~ sündigt~1 nicht (Präs.: gewohnheitsmäßig), jeder der (Präs.: gewohnheitsmäßig) Sündigende~,1 gesehen-hat-er* ihn nicht und erkannt-hat-er* ihn nicht.


7 Kindlein, keiner (soll) euch irreführen~: Der Tuende~1 die Gerechtigkeit ist gerecht, so-wie jener gerecht ist,


8 der Tuende~1 die Sünde ist aus dem Teufel, weil der Teufel von Anfang (an) sündigt. Dazu wurde-offenbar-gemacht der Sohn Gottes, damit er die Werke des Teufels demoliere°.


9 Jeder der aus Gott gezeugt-Wordene* tut~1 keine Sünde, weil sein Same2 in ihm bleibt, und er-kann nicht (Präs.: gewohnheitsmäßig) sündigen~,1 weil er aus Gott gezeugt-wurde*.


10 Daran sind die Kinder Gottes offenbar und die Kinder des Teufels: Jeder der nicht Tuende~1 (die) Gerechtigkeit ist nicht aus Gott, und der nicht Liebende~1 seinen Bruder.


11 Denn dies ist die Botschaft, die ihr von Anfang (an) hörtet, dass wir einander lieben-sollen~,


12 (und) nicht so-wie Kain (der) aus dem Bösen war~ und seinen Bruder schlachtete. Und weswegen schlachtete-er ihn? Weil seine Werke böse waren~, die aber seines Bruders gerecht.


13 ´Und` erstaunt~ nicht Brüder, wenn (od.: dass) euch die Welt hasst!


14 Wir wissen*, dass wir aus dem Tod in das Leben hinübergeschritten-sind*, weil wir die Brüder lieben~. Der nicht Liebende~1 bleibt in dem Tod.


15 Jeder der Hassende~1 seinen Bruder, ist (ein) Menschentöter, und ihr-wisst*, dass kein Menschentöter ewiges Leben (als) bleibenden (Besitz) in sich3 hat.


16 Daran haben-wir-erkannt* die Liebe (vgl. 1Joh 3,16; 4,9.10), dass jener sein Leben für uns einsetzte. Auch wir schulden, für die Brüder das Leben einzusetzen°.


17 Aber wer auch-immer (od.: Wenn aber jemand) den Lebensunterhalt (= irdischen Besitz) der Welt hat~ und bemerkt~, (dass) sein Bruder Bedarf habend~ und seine Innersten (Gefühle) vor ihm verschließt°, wie bleibt die Liebe (zu/von) Gottes in ihm?


18 Kindlein, lasst-uns-lieben~ nicht (allein mit dem) Wort, auch-nicht (mit) der Zunge, sondern in (od.: durch) Werk und Wahrheit.


19 ´Und` daran4 werden-wir-erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind, und vor ihm werden-wir-überzeugen unser Herz (das Gewissen?),


20 dass, falls (od.: dann, wenn) uns das Herz (das Gewissen?) beschuldigt~, dass Gott größer ist (als) unser Herz und alles kennt.


21 Geliebte, falls (od.: dann, wenn) ´unser` Herz (uns) nicht beschuldigt~, haben-wir Freimütigkeit zu Gott,


22 und was auch-immer wir-erbitten~, empfangen-wir~ von ihm, weil wir seine Vorschriften bewahren und die vor ihm WohlGefälligen (Dinge) tun.


23 Und dies ist seine Vorschrift, dass wir (auf) den Namen seines Sohnes Jesus Christus vertrauen° und einander lieben~, so-wie er uns (seine) Vorschrift gab°.


24 Und der Bewahrende seine Vorschriften bleibt in ihm und er in ihm. Und daran erkennen-wir, dass er-in uns bleibt: aus dem Geist, den er uns gab°.

1.Johannes 4


1 Geliebte, glaubt~1 nicht jedem Geist, sondern prüft~2 die Geister,3 ob sie aus Gott sind, weil viele Lügenpropheten sind-herausgekommen*6 in die Welt.


2 Daran erkennt-ihr~ den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesus Christus (als einen) im Fleisch4 Gekommenen* offen-bekennt, ist aus Gott,


3 und jeder Geist, der nicht offen-bekennt diesen Jesus, ist nicht aus Gott, und dies ist der (Geist) des Anti-Christus, (von) dem (Geist) ihr-gehört-habt*, dass er-(in der Zukunft)-kommt, und nun schon in der Welt ist.5


4 Ihr seid aus Gott, Kindlein, und besiegt-habt-ihr* sie (d.h. die Lügenpropheten), weil der in euch (d.h. Christus) größer ist als der in der Welt (d.h. der Teufel).


5 Sie sind aus der Welt, deswegen sprechen-sie aus der Welt, und die Welt hört-auf sie.


6 Wir sind aus Gott, der Gott ErKennende hört-auf uns. (Der) welcher nicht aus Gott ist, hört nicht (auf) uns. Daraus erkennen-wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.


7 Geliebte, lasst-uns-lieben~ einander, weil die Liebe ist aus Gott, und jeder der Liebende ist aus Gott gezeugt-worden* und erkennt Gott.


8 Der nicht Liebende erkannte Gott nicht, weil Gott Liebe ist.


9 Darin wurde-offenbart die Liebe Gottes unter uns (Menschen), dass Gott seinen Sohn, den einzigartigen, in die Welt gesandt-hat*,7 damit wir durch ihn leben°.


10 Darin besteht die Liebe, nicht, dass wir Gott geliebt-haben*, sondern dass er uns liebte und seinen Sohn sandte7 (als) Sühne für unsere Sünden.


11 Geliebte, wenn uns Gott so liebte, schulden auch wir, einander zu-lieben~.


12 Gott hat keiner jemals geschaut*. Falls (od.: dann, wenn) wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen-gemacht-worden*.


13 Daran erkennen-wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben-hat*.


14 Und wir8 haben-geschaut* und bezeugen, dass der Vater den Sohn (als) Erretter der Welt gesandt-hat*.


15 Wer auch-immer (offen) bekennt°, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in ihm bleibt Gott und er in Gott.


16 Und wir9 haben-erkannt* und haben-vertraut-auf* die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und der in der Liebe Bleibende, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.


17 Darin ist- vollendet-worden* die Liebe bei uns, dass wir Freimütigkeit haben~ an dem Tag des Gerichts, weil so-wie jener ist, sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe,


18 sondern die vollkommene Liebe wirft die Furcht (vor dem Gericht in V.17) hinaus, weil die Furcht (es mit) Strafe (vor dem Gericht zu tun) hat, aber der sich-Fürchtende~ (ist) nicht vollendet-worden* in der Liebe.


19 Wir9 lieben, weil er uns zuerst liebte.


20 Falls jemand sagt: Ich liebe Gott, und seinen Bruder (Präs.: beständig/andauernd) hasst~, ist-er (ein) Lügner, denn der nicht Liebende seinen Bruder, den er-gesehen-hat* (d.h. vor Augen hat), er-kann (auch) Gott nicht lieben~, den er nicht gesehen-hat* (d.h. nicht vor Augen hat).


21 Und diese Vorschrift haben-wir von ihm, dass der Gott Liebende, auch seinen Bruder lieben-soll~.

1.Johannes 5


1 Jeder der Glaubende, dass Jesus der Christus1 ist, ist-gezeugt* aus Gott, und jeder der Liebende den Zeugenden° (das ist: Gott), liebt ´auch` den aus ihm Gezeugten* (das sind die Gläubigen, wie 1Joh 3,9).


2 Daran erkennen-wir, dass wir die Kinder Gottes lieben, (immer/jedesmal) dann-wenn wir Gott lieben~ und seine Vorschriften tun~.


3 Denn dies ist die Liebe (zu) Gott, dass wir seine Vorschriften bewahren~, und seine Vorschriften sind nicht schwer3.


4 Weil jeder der (od., weil Neut.: alles das…) aus Gott Gezeugte* besiegt~16 die Welt, und dies ist der Sieg, der besiegt-Habende°16 die Welt: unser Glaube (od. w.: Vertrauen).


5 ´Aber` wer ist der die Welt Besiegende, wenn nicht der (Präs.: beständig/anhaltend) Glaubende, dass (der Mensch) Jesus (zugleich) der Sohn Gottes ist?


6 Dieser ist, der durch Wasser und Blut Gekommene°, Jesus Christus, nicht nur in dem Wasser, sondern in dem Wasser und in dem Blut,12 und der Geist ist der Bezeugende, weil der Geist die Wahrheit ist.


7 Weil drei sind die Bezeugenden,2


8 der Geist14 und das Wasser und das Blut,12 und die drei stimmen überein (w.: sind auf das eine hingerichtet).


9 Wenn wir die Bezeugung der Menschen annehmen, die Bezeugung Gottes ist größer, denn dies ist die Bezeugung Gottes, (nämlich) dass (was?) er-bezeugt-hat* über seinen Sohn.


10 Der an den Sohn Gottes Glaubende hat die Bezeugung in sich, der Gott nicht Glaubende zum Lügner hat-er-gemacht ihn, weil er nicht geglaubt-hat* an die Bezeugung, die Gott über seinen Sohn bezeugt-hat*.


11 Und dies ist die Bezeugung, dass Gott uns ewiges Leben gab, und dieses das Leben ist in seinem Sohn.


12 Der Habende den Sohn hat das Leben, der nicht Habende den Sohn Gottes hat das Leben nicht.


13 Diese (Dinge) schrieb-ich euch, damit ihr-(Perf.: sicher)-wisset*,17 dass ihr ewiges Leben habt, (euch,) den (Präs.: beständig/anhaltend) Glaubenden an den Namen des Sohnes Gottes.


14 Und dies ist die freimütige-Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass, falls wir etwas nach seinem Willen (Med.: ernstlich für uns)-erbitten, er uns hört.18


15 Und wenn wir-wissen*, dass er uns hört, - was auch-immer wir-(Med.: für uns)-erbitten~, - (so) wissen-wir*, dass wir die (Erhörung der) Erbetenen (Dinge bereits) haben,19 die wir-(Perf.: ernstlich)-erbeten-haben* von ihm.


16 Falls jemand seinen Bruder sündigend~7 sieht°, (eine) Sünde nicht zum Tod,4 soll-er-erbitten, und (Gott) wird-geben ihm (irdisches?) WeiterLeben,8 den nicht zum Tod Sündigenden~.20 Es-gibt Sünde5 zum Tod,6 nicht betreffs jener sage-ich, dass er-(Gott bittend)-fragen-soll.°9


17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde, doch es-gibt Sünde nicht zum Tod.21

18 Wir-wissen*, dass jeder der aus Gott Gezeugte*10 nicht (Präs.: andauernd) sündigt~, sondern der aus Gott Gezeugte°10 bewahrt ´ihn` (d.i. den Gläubigen), und der Böse (d.i. Satan) rührt11 ihn nicht an.

19 Wir-wissen*, dass wir aus Gott sind und die ganze Welt in dem (Herrschaftsbereich des) Bösen liegt.

20 Wir-wissen* aber, dass der Sohn Gottes (nun) eingetroffen-ist (Präsens mit Perfektbedeutung) und uns Denkvermögen (od.: Verständnis/Einsicht) gegeben-hat*, damit wir den Wahrhaftigen erkennen, und wir-sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser (d.h. Christus) ist der wahrhaftige Gott15 und ewiges Leben.

21 Kindlein, hütet° (w.: verwahrt) euch-selbst vor den Götzen!13

 


Johannes B


Einleitung 2.Johannesbrief

Der 2.Johannesbrief entspricht in der Anlage den antiken Briefen, die gewöhnlich den Umfang eines Papyrusblattes hatten. Der Apostel Johannes stellt sich als "der Alte" oder "der Älteste" vor und weist damit auf seine Autorität hin, vielleicht ist es auch, wegen der Verfolgung, eine verhüllende Bezeichnung, wie auch die Anrede "auserwählte Herrin". Schon Hippolytus schrieb den Brief dem Apostel Johannes zu (66,10f). Nach dem einleitenden Gruß (Verse 1-3) mahnt er zunächst zu christlicher Lebensführung entsprechend dem Liebesgebot (Verse 4-6), er warnt vor Irrlehrern und gibt die Anweisung, ihnen keine Aufnahme und Gemeinschaft zu gewähren (Verse 7-11). Dann kündigt er seinen baldigen Besuch an und schließt mit Grüßen der Gemeinde, in der er sich befindet (Verse 12-13). Nach Stil und Inhalt entspricht das Schreiben dem 1.Johannesbrief (Liebesgebot, Irrlehren über Christus). Durch die eigentümliche Bezeichnung des Absenders ist er mit dem 3. Johannesbrief verbunden. Im Unterschied zum 3.Johannesbrief ist der zweite (vgl. Verse 1 und 13) vielleicht ein Gemeindebrief. Der Brief gibt Einblick in das christliche Denken dieser Zeit und zeigt, wie sich die Gemeinde damals gegen umherziehende Irrlehrer verteidigte. Obwohl das Liebesgebot stark betont ist, wird eine scharfe Trennungslinie zu den "Verführern" gezogen. Die Abfassungszeit entspricht der des 1.Johannesbriefes (vgl. 21,V,158ff; 33,605).

2.Johannes 1

1 Der Älteste1 (an die) auserwählte Herrin2 und (an) ihre Kinder (die Gemeindeglieder?), die ich liebe in Wahrheit, und nicht ich allein, sondern auch alle, die die Wahrheit erkannt-Habenden*,


2 wegen der Wahrheit, der bleibenden in uns und (die) mit uns sein-wird in die Ewigkeit.


3 Sein-wird mit uns Gnade, Erbarmen, Friede von Gott (dem) Vater und von Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, in Wahrheit und Liebe.


4 Ich-freute-mich sehr, weil ich unter deinen Kindern (solche) gefunden-habe*, (die) in Wahrheit den-Lebenswandel-führend, so-wie wir (eine) Vorschrift empfingen von dem Vater.


5 Und nun bitte-ich dich, Herrin, nicht als (ob) dir (eine) neuartige Vorschrift schreibend, sondern (die) die wir von Anfang (an) hatten~, (nämlich) dass wir einander lieben-sollen~.


6 Und dies ist die Liebe, dass wir-den-Lebenswandel-führen~ nach seinen Vorschriften. Dies ist die Vorschrift, so-wie ihr von Anfang (an) hörtet, dass ihr in ihr (d.h. der Liebe; od. viell. der Vorschrift) den-Lebenswandel-führen-sollt~.


7 Weil viele Irreführende kamen-heraus in die Welt, die nicht Bekennenden Jesus Christus (als) kommend im Fleisch3. Dieser ist der Irreführende und der Anti-Christus.


8 Seht-vor~ euch, damit ihr nicht verlieret, was wir-erarbeiteten, sondern vollen Lohn zurückerhaltet.


9 Jeder der Weitergehende und nicht Bleibende in der Lehre des Christus hat Gott nicht. Der Bleibende in der Lehre, dieser hat sowohl den Vater als-auch den Sohn.


10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, nehmt~ ihn nicht ins Haus4 (auf) und sagt ihm kein sei-gegrüßt~!


11 Denn der Sagende ihm sei-gegrüßt~ hat-Gemeinschaft-an seinen bösen Werken.


12 (Noch) Vieles hätte-ich~ euch zu-schreiben~, (jedoch) wünschte-ich (es) nicht durch Papier und Tinte (zu schreiben), sondern ich-hoffe zu euch zu-kommen° und (von) Mund zu Mund (mit euch) zu-sprechen, damit unsere Freude erfüllt* sei~.


13 (Es) grüßen dich die Kinder deiner auserwählten Schwester (eine Schwestergemeinde?).

 


Johannes C


Einleitung 3.Johannesbrief

Der 3.Johannesbrief ist von dem Apostel Johannes, dem "Alten" oder "Ältesten" verfasst. Schon Hippolytus schrieb den Brief dem Apostel Johannes zu (66,10f). Es ist ein persönlicher Brief an einen sonst unbekannten Gaius, der zu einem mit dem Absender verbundenen Freundeskreis gehört (vgl. V.15). Drei Anliegen kommen darin zur Sprache: die Unterstützung von durchreisenden Lehrern (Verse 2-8), die Zurückweisung eines herrschsüchtigen Ältesten namens Diotrephes, der die Bemühungen des Briefschreibers hindert und ungerechtfertigter Weise Gläubige aus der Gemeinde ausschließt (Verse 9-10), sowie eine Empfehlung für einen gewissen Demetrius (Verse 11-12), der vielleicht ein umherziehender Lehrer war und den Brief überbringen sollte. Der Briefschluss (Verse 13-15) gleicht dem des 2.Johannesbriefs. Die Gemeinde, in der sich der Empfänger befindet, kann kaum dieselbe wie im 2.Johannesbrief sein, da von Irrlehrern keine Rede ist. Der Brief stammt aus der gleichen Zeit wie die beiden anderen Briefe des Johannes und ist wertvoll für die Kenntnis damaliger Gemeindeverhältnisse (vgl. 21,V,158ff; 33,606).

3.Johannes 1

1 Der Älteste, (an) Gaius4 den geliebten, den ich liebe in Wahrheit.


2 Geliebter, vor allen (Dingen; od.: besonders) wünsche-ich-betend, (dass es) dir (körperlich) wohl-geht (w.: du einen guten Weg geführt wirst) und (du) gesund-bist, so-wie (es) deiner Seele wohl-geht.


3 Denn ich-freute-mich sehr, (als) Brüder (Präs.: des Öfteren?) kommend und bezeugend deine Wahrheit, so-wie du in (der?) Wahrheit den-Lebenswandel-führst.


4 Größere ´Freude` (als über) diese (Nachrichten) habe ich nicht, (als) dass ich-höre, (dass) meine Kinder in der Wahrheit den-Lebenswandel-führend-sind.


5 Geliebter, treu tust-du, was auch-immer du an den Brüdern wirkst°, und dies (noch dazu an) Fremden,


6 die deine Liebe bezeugten angesichts (der) Versammlung (d.h. im Gottesdienst?), denen du recht tun-wirst, (wenn/indem) in-würdiger-Art-und-Weise, Gott (entsprechend), sie-zur-weiteren-Reise-ausstattend°


7 denn für den Namen kamen-sie-heraus, (und dabei) nichts von den Heiden1 nehmend.


8 Wir also schulden, die so-Beschaffenen aufzunehmen~, damit wir Zusammenwirkende würden~ (für/mit der) die Wahrheit.


9 Ich-schrieb6 der Versammlung etwas, jedoch Diotrephes, der (unter) ihnen gerne-Erster-sein-Wollende,5 akzeptiert uns nicht.


10 Deswegen, falls ich-komme, werde-ich-in-Erinnerung-bringen ihm seine Werke, die er-tut, (indem) mit bösen Worten (gegen/über) uns schwatzend,2 und damit nicht sich-begnügend, akzeptiert er auch-nicht die Brüder,3 und die (dies) Wünschenden (denen) verwehrt-er (es), und aus der Versammlung wirft-er-(sie)-hinaus.6


11 Geliebter, nicht ahme-nach~ das Üble, sondern das Gute! Der Gutes-Tuende ist aus Gott, der Übles-Tuende hat Gott nicht gesehen*.


12 (Dem) Demetrius ist-(ein)-gutes-Zeugnis-ausgestellt-worden* von allen und von der Wahrheit selbst. Aber auch wir stellen-(ihm ein)-gutes-Zeugnis-aus, und du-weißt*, dass unsere Bezeugung wahr ist.


13 (Noch) vieles hätte-ich~ dir zu-schreiben°, ich-will (es) dir jedoch nicht mit Tinte und Schilfrohr schreiben~.


14 Ich-hoffe aber, dich sofort zu-sehen°, und (dann) werden-wir-sprechen (von) Mund zu Mund.


15 Friede (sei mit) dir. (Es) grüßen dich die Freunde. Grüße die Freunde einzeln (beim) Namen (d.h. jeden persönlich)!

 


Judas


Einleitung Judasbrief

Der Verfasser stellt sich als "Judas, Bruder des Jakobus" vor. Er beruft sich auf Jakobus, weil di99eser eine bei den Empfängern des Briefes angesehene Persönlichkeit ist. Mit Judas kann also nur der "Bruder des Herrn" gemeint sein, der in Mt 13,55 und Mk 6,3 neben Jakobus und weiteren Brüdern Jesu genannt wird. Sie wurden durch Jesu Auferstehung gläubig, denn sie befinden sich gleich danach bei den anderen Jüngern im Obersaal (Apg 1,14). Hermas, Polykarp, und wahrscheinlich Athenagoras und die Didache, benutzten Material aus diesem Brief. Tertullian erwähnt ausdrücklich das im Judasbrief angeführte Zitat aus dem Buch Henoch. Der Muratorische Kanon führt den Judasbrief als echt auf. Die Ähnlichkeiten zwischen Judas und 2.Petrusbrief sind zu groß, um auf Zufall zu beruhen. Weil Petrus in seinem zweiten Brief schreibt (2Pet 2,1), dass es Irrlehrer und Spötter geben wird, und diese Männer sich bei Judas dann schon "eingeschlichen haben" (Jud 1,4), ist es wahrscheinlich, dass Judas später geschrieben hat (81,XLIV), oder beide benutzten eine gemeinsame Quelle. Ein Datum zwischen 67-80 n.Chr. ist wahrscheinlich. Da aber Judas die Zerstörung Jerusalems 70 n.Chr. nicht erwähnt, könnte das bedeuten, dass sie zurzeit der Abfassung noch bevorstand, was schon ein Datum zwischen 67-70 n.Chr. ermöglichen würde. Wenn ma9n für die Abfassung der Offenbarung ein frühes Datum noch vor 70 n.Chr. annimmt, wäre der Judasbrief das letzte Dokument im Kanon des NT. Das würde die Bemerkung vom "ein für alle Mal den Heiligen überlieferten Glauben" in Vers 3 verständlich machen. Es könnte allerdings auch sein, dass die Zerstörung Jerusalems schon länger zurückliegt, und Judas um 80 oder gar 85 n.Chr. seinen Brief schrieb (unter der Annahme, dass er überhaupt so lange gelebt hat), und die Zerstörung Jerusalems so traumatisierend war, dass ein einfühlsamer Judenchrist nicht an sie erinnern wollte. Da die Beispiele von Vers 5-15 eine gute Kenntnis des AT und der rabb. Auslegungen erfordern, könnte dies darauf hinweisen, dass die Adressaten des Briefes die Gleichen waren wie die im Jakobusbrief und in den beiden Petrusbriefen, nämlich Juden-Christen. Der Brief warnt vor Irrlehrern, die den Glauben gefährden und die Gemeinde spalten. Den falschen Lehrern wird Ehrfurchtslosigkeit, ein ausschweifender Lebensstil, Leugnung der alleinigen Herrschaft Christi und die Missachtung der Engel vorgeworfen (Jud 1,3-4.8.16.19). Diese Angaben reichen aber nicht aus, um auf eine bestimmte Irrlehre zu schließen (vgl. 48,1408; 21,V,211ff; 33,635; 65,III,285; 81,XXXIXff).

Judas 1

1 Judas, Sklave Jesu Christi, aber Bruder (des) Jakobus, den in22 Gott Vater geliebten* und (in/von) Jesus Christus bewahrten*21 Berufenen.


2 Erbarmen und Friede und Liebe mögen-euch-vermehrt-werden° (Opt.Aor.).1


3 Geliebte, (da/obwohl) alle Eifrigkeit anwendend, euch über unsere gemeinsame Errettung zu-schreiben~,18 hielt-ich (es auch für eine) Notwendigkeit euch zu-schreiben°,18 - (indem/damit euch) ermahnend, - (Präs.: anhaltend) zu-kämpfen-für~ den ein-für-alle-Mal den Heiligen überlieferten° Glauben.11


4 Denn gewisse23 Menschen ´schlichen-sich-heimlich-ein°`,12 die (schon) vor-langer-Zeit (Perf.: unwiderruflich?) vorgemerkt-worden-sind* für dieses Urteil,24 Ehrfurchtslose, (weil?) die Gnade unseres Gottes zu (sinnlich-sexueller) Ausschweifung ändernd27 und (indem dadurch?) den alleinigen Gebieter und unseren Herrn Jesus Christus20 verleugnend.


5 Aber ich-wünsche euch in-Erinnerung-zu-bringen°, - (obwohl) ´ihr alles` Wissende*25 (seid), - ´dass der HERR`, (nachdem/obwohl das) Volk ´ein-für-alle-Mal` aus (dem) Land Ägypten errettend°, das zweite (Mal; od.: daraufhin aber) die nicht Glaubenden° vernichtete°,26


6 und Engel, die nicht den eigenen Herrschaftsbereich8 bewahrt-Habenden°, sondern die eigene Behausung3 zurückgelassen-habend°, zum Gericht (für den) großen Tag (mit) immerwährenden Banden unten (im) völligen-Dunkel (Perf.: für immer) verwahrt-hat*,


7 wie Sodom und Gomorra und die um sie (herumliegenden) Städte, - die (in) gleichartiger Weise (wie) diese (Engel) außergewöhnlich-gehurt-Habenden4 und hinter andersartigem Fleisch Hergegangenen°, - (und nun als) beispielhafter-Beweis (od.: als "Paradebeispiel") vorliegen, (indem des) ewigen Feuers gerechte-Strafe erleidend.


8 Gleicherweise jedoch auch diese, (indem?/wobei?) Traumgesichte-habend,28 besudelnd-sie einerseits (das) Fleisch, andererseits verwerfen-sie (Gottes) Herrschaftsgewalt, Herrlichkeitswesen29 aber (od.: hingegen) lästern-sie.


9 Aber der Michael, der Erzengel, als (er mit) dem Teufel über den Körper (des) Mose streitend diskutierte~, wagte-er (es) nicht, (ein) lästerndes Urteil vorzubringen°,10 sondern er-sagte: "Rügen-möge° (Opt.Aor.) dich (der) HERR."2


10 Diese aber, einerseits lästernd alles-was sie nicht wissen*, andererseits alles-was sie auf-natürliche-Art-und-Weise wie die unvernünftigen Lebewesen verstehen, darin richten-sie-sich-zugrunde (= toleratives Passiv).


11 Wehe ihnen, weil sie (auf) dem Weg des Kain gingen, und (durch) den Irrtum des Bileam sich-völlig-preisgaben° (um) Lohn, und (durch) die Rebellion des Korach umkamen°.


12 Diese sind die Schmutzflecken5 bei euren Liebesmahlen,6 furchtlos mitschmausend, (wobei/indem/als solche die) sich-selbst nährend, wasserlose Wolken von Winden fortgetragen-werdend, spätherbstliche, fruchtlose Bäume,9 zweimal verstorben°,13 (weil) entwurzelt-worden°,


13 wilde Meeres Wogen, ihre eigenen Schändlichkeiten wie-Gischt-aufschäumen-lassend, herumirrende Sternschuppen (od.: Planeten?), denen das völlige-Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt-ist*.


14 Diesen aber ´prophezeite` auch Henoch, (der) siebte von Adam (her, indem) sagend: Siehe, (der) HERR kam14 inmitten seiner heiligen Zehntausenden (von Engeln),


15 (um) gegen alle Gericht zu-halten° und ´jede Seele` zu-überführen° wegen aller Werke ihrer Ehrfurchtslosigkeit (od.: ihrer ehrfurchtslosen Werke), die sie-ehrfurchtslos-verübten, und wegen all der harten (Dinge), die sie gegen ihn sprachen, (als) ehrfurchtslose Sünder.15


16 Diese sind Murrende, mit-dem-Schicksal-Hadernde, nach den ´eigenen` Begierden Lebende, und ihr Mund spricht Geschwollenes, (wobei um des eigenen) Nutzens (od.: Vorteils) wegen Personen bestaunend.


17 Ihr aber, Geliebte, erinnert-euch der Aussprüche, der Vorhergesagten* von den Aposteln19 unseres Herrn Jesus Christus,


18 dass sie-(Impf.: immer wieder)-sagten~ (zu) euch: ´Während der letzten` Zeit werden-sein Spötter, die gemäß ihren-eigenen ehrfurchtslosen Begierden Lebenden.


19 Diese sind die Zertrennenden, Seelische16 (d.h. mit irdischer Einstellung und den heiligen) Geist nicht habend.


20 Ihr aber, Geliebte, euch-selbst auferbauend (auf/durch) euren hochheiligen Glauben, (seid) im (od.: durch Kraft des) heiligen Geist betend.17


21 Bewahrt euch-selbst in Gottes Liebe, (wobei) erwartend das Erbarmen unseres Herrn Jesus Christus zu ewigem Leben.


22 Und der-einen ´erbarmt-euch~`, (nämlich) der (Med.: von sich aus) Zweifelnden,


23 die-anderen ´errettet~, (indem sie) aus (dem) Feuer herausreißend, (wieder) anderer aber` erbarmt-euch~ mit Furcht,7 (wobei/indem) sogar das von dem Fleisch beschmutzte* Unterhemd hassend.


24 Aber dem Könnenden euch ohne-Straucheln zu-bewahren° und (euch) makellos vor-das-Angesicht seiner Herrlichkeit zu-stellen°, mit Jubel,


25 (dem) alleinigen Gott, - unserem Erretter durch Jesus Christus, unseren Herrn, - (ihm sei/gehört die) Herrlichkeit (od.: Ehre), Majestät, Kraft und Vollmacht, vor aller Ewigkeit, und nun, und in alle Ewigkeiten, Amen.


 

 

Enthüllung Johannes


Einleitung zur Offenbarung

Justin der Märtyrer (ca. 140 n.Chr.), dann auch Irenäus, Tertullian, Hippolyt, Clemens von Alexandrien und Origenes, schreiben dieses Buch einstimmig dem Apostel Johannes zu. Erst vor kurzer Zeit wurde ein Buch in Ägypten gefunden, welches "Apokryphe des Johannes" heißt, abgefasst etwa 150 n. Chr., das ausdrücklich die Offenbarung dem Apostel Johannes, dem Bruder des Jakobus zuschreibt. Einige Kirchenväter nennen eine Abfassungszeit etwa um 96 n.Chr., am Ende der Regierungszeit Domitians. Da aber sowohl das Vokabular als auch die Wortstellung, vom Stil her grobes und fehlerhaftes "semitisches" Griechisch ist, sind einige Gelehrte davon überzeugt, es sei unmöglich, dass dieselbe Person, die das Johannes-Evangelium schrieb, auch die Offenbarung geschrieben hat. Manche dieser Gelehrten nehmen daher für die Visionen und die Abfassung der Offenbarung ein frühes Datum unter der Herrschaft Neros oder Vespasians an. Für die Abfassung des Johannes-Evangeliums nehmen sie hingegen ein sehr viel späteres Datum an (ca. 98 n.Chr.), als Johannes schon wesentlich besser Griechisch sprach. Dies wird auch von Irenäus und Hippolyt so bezeugt (66,19). Das mangelhafte Griechisch in der Offenbarung könnte auch darauf zurückzuführen sein, dass sich Johannes in der Verbannung auf der Insel Patmos in einer einsamen und miserablen Lage befand, körperlich geschwächt durch die Arbeit in den Minen (Victorinus, Commentarius in Apocalypsin 10.11). Er hatte keine Gehilfen und sonstige Hilfsmittel bei der Niederschrift der Visionen die er sah, zur Verfügung. Vielleicht sprach der Herr in den Visionen auch in hebräischer Mundart zu ihm, wie einst zu Paulus (Apg 26,14), was sein "semitisches" Griechisch erklären könnte. Johannes lebte nach seiner Freilassung aus der Verbannung durch Kaiser Nerva, noch bis in die Regierungszeit Trajans und starb als fast Hundertjähriger wahrscheinlich im Jahr 103 n.Chr. in Ephesus (66,18f.).

Es gibt gute Gründe eine frühere Abfassungszeit unter der Regierungszeit von Kaiser Vespasian anzunehmen, obwohl etliche spätere Quellen dagegen zu sprechen scheinen (vgl. 90,12ff).

a) die in den Sendschreiben beschriebene Verfolgungssituation entspricht eher der moderateren Regierungszeit Vespasians als der autoritären Domitians (vgl. Eusebius, Kirchengeschichte, III,17), abgesehen vom qualvollen Märtyrertod des Antipas.

b) auch der in den Sendschreiben beschriebene Kaiserkult entspricht eher der moderateren Regierungszeit Vespasians als der autoritären Domitians. Die die Sendschreiben sehen eine allgemeine Christenverfolgung (vgl. Offb 2,10) als nahe bevorstehend, die schon mit Domitian gebietsweise in Kleinasien begann und dann von Kaiser Trajan bis Anfang des 3.Jhds. andauerte.

c) unter Domitian wäre Johannes wohl nicht nur verbannt, sondern sogleich hingerichtet worden. Eine Verbannung unter Neros Herrschaft, und zwar durch die örtlichen Behörden Kleinasiens, erscheint da schon wahrscheinlicher, denn diese Behörden durften keine Todesurteile aussprechen. Nero ließ zwar nach dem Brand Roms Christen als Sündenböcke grausam verfolgen und hinrichten. Zuerst Paulus und dann später Petrus, der damals in Rom war, fielen dieser Verfolgungswelle zum Opfer. Neros Wüten beschränkte sich allerdings vor allem auf die Stadt Rom (66,50). Dies würde erklären, warum Johannes, der sich ja zur Zeit Neros nicht in Rom, sondern in Ephesus aufhielt, nicht hingerichtet, sondern wegen seiner Predigttätigkeit (Offb 1,9b) von den dortigen Obrigkeiten nur auf die Insel Patmos verbannt wurde. Davon dürften auch Tertullian, Hieronymus und Origenes ausgegangen sein. Klemens von Alexandrien sagt in seinem Werk "Quis Salvus Dives", Abschnitt 42, dass Johannes nach dem Tod des "Tyrannen" von Patmos zurückkam. Der Ausdruck "Tyrann" passt den historischen Quellen nach eher zu Nero als zu Domitian (86,10ff). Dann wäre Johannes am Ende der Regierungszeit Neros nach Patmos verbannt worden (67/68 n.Chr.), bekam dort am Anfang der Regierungszeit von Vespasian die Visionen und schrieb sie nieder (vielleicht 69 n.Chr.), wurde am Ende von Vespasians Regierungszeit wieder freigelassen, und fasste erst dann die Visionen zu einem Buch, der Offenbarung, zusammen. Dies würde gut zu den historischen Quellen und auch zu Offenbarung 17,11 passen. Manche nehmen an, dass Johannes vielleicht sogar unter Domitian nochmals in die Verbannung kam und erst unter Kaiser Nerva zurückkam (Eusebius, Kirchengeschichte III,23). Auch in späterer Zeit gingen Theologen wie F. Hort, J.B. Lightfoot und B.W. Westcott von einer Frühdatierung der Offenbarung aus (86,5ff).

d) in Offb 11,1-2 ist die Existenz des Tempels in Jerusalem vorausgesetzt, also ein Datum noch vor seiner Zerstörung im Jahr 70 n.Chr. Mit diesem Tempel könnte der damalige 2.Tempel in Jerusalem gemeint sein, der kurz darauf zerstört wurde. Er soll ausgemessen werden, da er in Zukunft (in den Tagen der beiden Zeugen?) wiedererbaut wird (vgl. auch 2Thes 2,4). Es kann sich nicht um den Tempel im Himmel handeln, denn dieser hat keinen Vorhof, den die Heiden zertreten könnten.

e) In Offb 17,9-11 werden offenbar acht römische Kaiser erwähnt. Fünf wären zurzeit der Visionen schon gefallen. Dass der erste Kaiser Cäsar war, überzeugt nicht. Er wollte zwar aus dem 1.Triumvirat als Alleinherrscher hervorgehen, aber seine Ermordung vereitelte das. Cäsar bewegte sich noch unter der republikanischen Verfassung. Erst Augustus ging aus dem 2.Triumvirat als Alleinherrscher hervor. Er begründete das Prinzipat und wurde vom Senat auch als Imperator anerkannt, und war damit der erste wirkliche Kaiser:

1. Augustus (38 v.Chr. - 14 n.Chr.)

2. Tiberius (14-37 n.Chr.)

3. Caligula (37-41 n.Chr.)

4. Claudius (41-54 n.Chr.)

5. Nero (54-68 n.Chr.)

Der sechste regiert gerade, das wäre:

6. Vespasian (69-79 n.Chr.), er hat sich nach dem Intermezzo von Galba, Vitellius und Otho als Kaiser durchgesetzt. Galba, Vitellius und Otho als Kaiser zu sehen, ist nicht sehr überzeugend. Keiner von ihnen hatte die Anerkennung des anderen.

Wenn der siebente kommt wird er nur kurze Zeit bleiben:

7. Titus (79-81 n.Chr.), er regierte tatsächlich nur 2 Jahre, und sein früher Tod wurde von vielen betrauert.

Der achte wäre dann:

8. Domitian (81-96 n.Chr.), er ist der erste Kaiser, der zu Lebzeiten die Verehrung als "dominus et deus" (Herr und Gott) im ganzen Reich verlangt. Er beginnt vermehrt die Christen im ganzen Reich unter Druck zu setzen, damit sie das "Kaiseropfer" darbringen. Er war "aus den sieben", weil er ein Sohn Vespasians und der Bruder des Titus war, andererseits war er auch ein "achter" (Offb 17,11), weil er zum Prototyp des zukünftigen Diktators im wiedererstehenden römischen Reich wird.

Gesehen und niedergeschrieben wurden die Visionen in diesem Buch in der Verbannung auf der Insel Patmos (vgl. 21,V,281ff; 33,601ff.1028f; 48,1421f; 50,16ff; 65,III,291ff; 66,14ff).

 

Zwischen dem Buch Daniel und der Offenbarung gibt es einige Parallelen:

Daniel war "ein Vielgeliebter" (Dan 9,23), Johannes war "der Jünger den Jesus liebte" (Joh 13,23).

Daniel empfing seine prophetischen Visionen in der Verbannung in Babylon.

Johannes empfing seine Visionen in der Verbannung auf der Insel Patmos.

Beide wurden in ihrer Jugend berufen und beide wurden offensichtlich sehr alt.

Dem Daniel wurde die weitere Geschichte Israels bis zum Ende der Zeiten geoffenbart.

Dem Johannes wurde in den Sendschreiben die Entwicklung des Christentums bis zum Ende der Zeiten geoffenbart.

Beide beschreiben ausführlich die Geschehnisse der 70.Jahrwoche, wobei das Buch der Offenbarung die Visionen von Daniel ergänzt.

Dennoch gibt es einen wichtigen Unterschied:

Bei Daniel heißt es: "versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes" (Dan 12,4).

In der Offenbarung heißt es: "versiegle nicht die Worte der Weissagung dieses Buches, denn die Zeit ist nahe" (Offb 22,10). Erst durch die Visionen in dem Buch der Offenbarung werden die Visionen Daniels ganz verständlich und aktuell (Dan 12,4b.9; Offb 1,1; 22,16a).

 

Die literarische Grob- und Feinstruktur der Offenbarung

Aufgrund der Bemerkung in Offb 1,19 ist das ganze Buch in drei grundsätzliche Abschnitte zu unterteilen:

"Schreibe nun..."

1.) "...was du gesehen hast..." - das ist die Erscheinung des verherrlichten Christus (Offb 1,10-18)

2.) "...was ist..." - das kann nur die Entwicklung der Christenheit meinen, wie sie prophetisch in den
  darauffolgenden sieben Sendschreiben dargestellt wird (vgl. Anm. zu Offb 4,1).

3.) "...was nach diesem geschehen muss" - nach Offb 4,1b sind das die darauffolgenden und noch zukünftigen Ereignisse in Offb 4,2 - 22,7.

 

Mit dem griechischen Ausdruck: "ανοιγω … εν τω ουρανω" (geöffnet im Himmel) werden diese zukünftigen Ereignisse in Kapitel 4 - 22 in vier teil-synchrone Abschnitte unterteilt (nach Prof.Dr. D.W.Gooding):

Die folgenden Grafiken sollen das veranschaulichen:

https://drive.google.com/file/d/1YpZnGZfjsxLrxIT8sCf17F47DJBGQMmy/view?usp=sharing

https://drive.google.com/file/d/1v93KGWxnOdRQyjI-XHr76CZAKUwBp5U7/view?usp=sharing

https://drive.google.com/file/d/1gbYYE8ZuwR3X1_YFCkiapjB1-5AlqnTM/view?usp=sharing

https://drive.google.com/file/d/1kKiMQhJDNDoB_2fDxqChlyNVGZ3dOyaS/view?usp=sharing

https://drive.google.com/file/d/1XmbKxTj904XS9FNHCOcjSlWUVJ_GD-SY/view?usp=sharing

 

1. Abschnitt (Offb 4,2 - 11,18):  Der Thron des Schöpfers

Allgemeiner Überblick über die Gerichte, die über die Schöpfung kommen, bis zur Erscheinung Jesu Christi und dem Beginn seines Königreichs (vgl. Offb 11,15f).

Dieser 1. Abschnitt unterteilt sich zuerst in 6 Siegel (Offb 6,1-17),

dann folgt ein zweiteiliger Einschub (Offb 7,1-17):

a) 144.000 Versiegelte aus Israel

b) eine große Volksmenge aus jeder Nation, und schließlich das 7. Siegel

Aus dem siebten Siegel entfalten sich zuerst die 6 Posaunen (Offb 8,6 - 9,21), dann folgt wieder ein zweiteiliger Einschub (Offb 10,1 - 11,14):

a) das geöffnete Büchlein

b) die zwei Zeugen, und schließlich die 7. Posaune

 

2. Abschnitt (Offb 11,19 - 15,4):  Die Bundeslade

Aus der 7. Posaune entfaltet sich ein allgemeiner Überblick über Gottes Handeln mit Israel von der Geburt des Messias (Offb 12,1-2), über die Drangsal Israels (Offb 12,6ff; vgl. Jer 30,7; Dan 12,1ff; Mt 24,21), bis hin zum Überwinden des Überrestes (Offb 15,2ff). In Offb 12 ist zwischen Vers 5 und Vers 6 die nun schon über 2000-jährige Gnadenzeit übersprungen. Sie wird nicht erwähnt, weil dieser Abschnitt mit Israel zu tun hat. In Offb 14,14ff sehen wir am Ende des Abschnitts wieder die Erscheinung Jesu Christi und sein Königreich über die Nationen (Offb 15,3b.4).

Dieser 2. Abschnitt unterteilt sich in 3 Zeichen im Himmel:

a) die Frau (= Israel)

b) der Drache (= der Teufel)

c) die 7 Engel (= Vollstrecker des Zornes Gottes)

 

3. Abschnitt (Offb 15,5 - 19,10): Die sieben Engel mit den sieben Plagen

Detaillierter Überblick über die Zorngerichte der großen Drangsal, in den letzten 3 ½ Jahren der 70.Jahrwoche Daniels. Dieser Abschnitt endet wieder mit dem Beginn des Königreiches (Offb 19,6) und der Hochzeit des Lammes. Diese Hochzeit symbolisiert, genauso wie in den Hochzeitsgleichnissen der Evangelien (Mt 22,1ff; 25,1ff), das Königreich als ein Fest. Auch in diesem Abschnitt wird die über 2000-jährige Gnadenzeit in Offenbarung Offb 17 zwischen Vers 11 und 12 nicht erwähnt, weil die große Drangsal "die Drangsal Jakobs" ist und ebenfalls in erster Linie mit Israel zu tun hat.

Dieser 3. Abschnitt unterteilt sich in 3 Themen:

a) die 7 Zornschalen

b) den Fall Babylons

c) die Hochzeit des Lammes

 

4. Abschnitt (Offb 19,11 - 22,17):  Der Treue und Wahrhaftige

In Offb 19,11 sehen wir schließlich den Himmel selbst geöffnet, Christus erscheint als Sieger mit den Gläubigen im Gefolge, das Königreich beginnt. Nach dem Königreich kommt das Gericht vor dem großen weißen Thron, und schließlich der neue Himmel und die neue Erde.

 

Jeder dieser vier Abschnitte endet mit einem Hinweis auf das Königreich und die Anbetung Gottes: vgl. Offb 11,15-16; 15,3-4; 19,6.10 und 22,9.16. Für eine genauere Gliederung in den einzelnen Abschnitten siehe die Fußnoten an den betreffenden Stellen.

 

Für den Bezug der biblischen Prophezeiungen zur gegenwärtigen Weltpolitik siehe den folgenden interessanten Artikel in googledrive: https://drive.google.com/file/d/1ontGnI4ZX3D2JTgQpqghT-j-i6RsiP6d/view?usp=sharing

 

 

Offenbarung 1


1 Enthüllung20 Jesu Christi, die Gott ihm gab, (um) seinen Sklaven zu-zeigen°,21 was in Schnelligkeit3 geschehen° muss, und er-vorankündigte° (es, indem sie) durch seinen Engel14 (od.: Boten) seinem Sklaven Johannes sendend°,


2 welcher das Wort Gottes und die Bezeugung Jesu Christi11 bezeugte, alles-was er-sah°.


3 Glückselig der Vorlesende4 und die Hörenden die Worte der Prophezeiung und (die) Bewahrenden das in ihr Geschriebene*, denn der Zeitpunkt (ist) nahe.


4 Johannes den sieben Versammlungen, denen in der (Provinz) Asia, Gnade euch und Friede von: Der Seiende~ und der Er-war~ (Impf.: schon immer) und der Kommende~,9 und von den sieben Geistern,26 welche vor-dem-Angesicht seines Thrones (sind),


5 und von Jesus Christus, der Zeuge, der Treue, der Erstgeborene der Toten und der Erste der Könige der Erde! Dem uns (Präs.: fortwährend) Liebenden und uns erlöst-Habenden°6 von unseren Sünden durch sein Blut,


6 und er-machte (effekt. Aor. nach den Ptz. in Vers 5) uns (zu einem) Königtum (von; od.: und zu) Priestern28 (für) seinen Gott und Vater, ihm (d.h. Christus, sei) die Herrlichkeit und die Kraft in die Zeitalter ´der Zeitalter`, Amen.


7 "Siehe, er-kommt mit den Wolken, und sehen-wird" ihn jedes Auge, auch solche-die ihn "durchbohrten, und heftig-trauern-werden über ihn alle Stämme des Landes1 (Israel)."2 Ja, Amen.


8 Ich bin das Alpha und das Omega, sagt (der) HERR, Gott, der Seiende~ und der Er-war~ (Impf.: immer) und der Kommende~, der Allkräftige (od.: der All-Beherrscher).


9 Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgemeinschafter an der Bedrängnis und (der) Königsherrschaft und (dem) geduldigen-Ausharren in Jesus, ich-war° auf der Insel, der Patmos13 genannten~, wegen des Wortes Gottes und der Bezeugung Jesu (von Jesus/über Jesus?).


10 Ich-war° im Geist (vgl. Kap. 4,2) in (od.: an) dem dem-Herrn-gehörigen Tag22 und hörte hinter mir (eine) laute Stimme wie (von einer) Posaune,


11 sagend: Was du-erblickst~, schreibe°12 in (ein) Buch und schicke° (es) den sieben Versammlungen, nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizäa!


12 Und ich-wandte-mich-um, (um) die Stimme zu-erblicken~, welche mit mir sprach~, und (nachdem) mich-umgewandt-habend° sah-ich sieben goldene Leuchter,10


13 und in mitten der Leuchter, (einen) gleichartig (einem) Menschen Sohn,7 angezogen* (mit einem) fußlangen-Schleppmantel und um die Brüste (mit einem) goldenen Gürtel umgürtet*.23


14 Aber sein Kopf und die Haare (waren) weiß wie weiße Wolle,15 wie Schnee, und seine Augen wie (eine) Feuer Flamme,24


15 und seine Füße (dem) Goldkupfer5 gleichartig, wie in (einem) brennenden* Schmelzofen und seine Stimme wie (eine) Stimme vieler Wasser,

16 und in seiner rechten Hand habend sieben Sterne8 und aus seinem Mund (einen) zweischneidigen scharfen Säbel herausgehend,25 und sein Antlitz scheint wie die Sonne in ihrer Macht.

17 Und als ich ihn sah, fiel-ich vor seine Füße16 wie tot, und er-legte seine Rechte17 auf mich, (wobei) sagend: Fürchte-dich~ nicht, ich bin der Erste und der Letzte

18 und der Lebende, und ich-war tot, und siehe, ich-bin lebend in die Zeitalter der Zeitalter, und ich-habe die Schlüssel18 des Todes und des Hades.

19 Schreibe° also (die Dinge), welche (od. allg: was) du sahst und (die Dinge), welche sind und (die Dinge), welche im-Begriff-stehen nach diesen (Dingen) zu-geschehen!19


20 Das Geheimnis der sieben Sterne, welche du auf27 meiner Rechten sahst, und die sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne sind Engel8 der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter10 sind sieben Versammlungen.29

Offenbarung 2


1 Dem Engel (od.: Boten) der Versammlung in Ephesus2 schreibe:36 Dies-hier sagt der die sieben Sterne (mit Kraft) Haltende in seiner Rechten (Hand; vgl. Offb 3,1), der Umhergehende31 in mitten der sieben goldenen Leuchter:


2 Ich weiß-um* deine Werke,6 und die Mühe und dein geduldiges-Ausharren, und dass du Üble nicht ertragen° kannst, und (dass) du-prüftest die sich-selbst Apostel Nennenden und (es) nicht sind, und sie (als) Lügnerische entlarvtest (vgl. 1Joh 4,1),

3 und du-hast geduldiges-Ausharren und du-ertrugst (Leiden/Schweres) wegen meines Namens und (Perf.: bis jetzt noch immer) nicht ermüdet-bist-du*.


4 Aber ich-habe gegen dich, dass du deine erste (d.h. höchste/anfängliche) Liebe verließest°.21


5 Erinnere-dich~ also, wovon du-herabgefallen-bist*,(d.h. von welcher Höhe) und tue-Buße°,3 und tue die ersten7 Werke. Wenn aber nicht, komme-ich (zu) dir, und wegbewegen-werde-ich deinen Leuchter4 von seinem Ort,23 falls du nicht Buße-tust°.


6 Jedoch dies hast-du, dass du die Werke33 der Nikolaiten17 hasst, welche auch-ich hasse.


7 Der Habende (ein) Ohr höre, was der Geist den Versammlungen8 sagt. Dem Siegenden,5 ihm werde-ich-geben zu-essen° vom Baum des Lebens, der in dem Paradies Gottes ist.


8 Und dem Engel der Versammlung in Smyrna9 schreibe: Dies-hier sagt der Erste und der Letzte, der tot (od.: ein Toter) war° und (wieder) lebte°:10


9 Ich weiß-um* deine Bedrängnis und die Bettelarmut - du-bist jedoch reich - und die Lästerung vonseiten der (von) sich-selbst Behauptenden Juden zu-sein~24 und (es) nicht sind, sondern (eine/die) Synagoge des Satans.34


10 Fürchte~ nichts, (von dem) was du-im-Begriff-stehst zu-leiden~! Siehe, der Teufel steht-im-Begriff (einige) von euch ins Gefängnis zu-werfen~ (Präs.: nacheinander?), damit ihr-versucht-werdet, und ´ihr-werdet-haben` Bedrängnis (für) zehn Tage.25 Sei~ treu26 bis-zum Tod, und geben-werde-ich dir den SiegesKranz des Lebens!27


11 Der Habende (ein) Ohr höre, was der Geist den Versammlungen8 sagt. Der Siegende wird-keinesfalls geschädigt-werden° von dem zweiten Tod.


12 Und dem Engel der Versammlung in Pergamon11 schreibe: Dies-hier sagt der den Säbel Habende, den zweischneidigen,29 den scharfen:


13 Ich weiß*, wo du ständig-wohnst: (Dort) wo der Thron des Satans28 (steht), und du hältst-fest meinen Namen, und du-verleugnetest nicht den Glauben (an) mich, auch (nicht) in den Tagen meines Zeugen Antipas,20 meines treuen, der bei euch getötet-wurde, (dort) wo der Satan ständig-wohnt.


14 Ich-habe jedoch gegen dich (einige) wenige (Dinge, nämlich) dass du dort (einige) hast,38 FestHaltende die Lehre Bileams, der den Balak lehrte~, (einen) Fallstrick vor-die-Augen der Söhne Israels zu-werfen°, (um) Götzenopferfleisch12 zu-essen° und zu-huren°.


15 Ebenso gleicherweise (wie damals das Volk Israel) hast auch du FestHaltende die Lehre33 ´der` Nikolaiten.17


16 Also tue-Buße°! Wenn aber nicht, komme-ich schnell (zu) dir, und ich-werde-Krieg-führen mit ihnen mit dem Säbel meines Mundes.


17 Der Habende (ein) Ohr höre, was der Geist den Versammlungen8 sagt. Dem Siegenden, geben-werde-ich ihm (von) dem Manna, dem verborgenen*,35 und geben-werde-ich ihm (einen) weißen Stimmstein,13 und auf dem Stimmstein (einen) neuartigen Namen30 geschrieben*, den keiner kennt*, außer der (ihn) Empfangende.


18 Und dem Engel der Versammlung in Thyatira14 schreibe: Dies-hier sagt der Sohn Gottes, der Habende seine Augen wie (eine) Feuer Flamme und seine Füße gleichartig Goldkupfer:18


19 Ich weiß-um* deine Werke und die Liebe und das Vertrauen und den Dienst und das-geduldige-Ausharren (von) dir, und deine letzten Werke (sind) mehr-als die ersten.


20 Ich-habe jedoch gegen dich, dass du die Frau Isebel15 (gewähren) lässt,38 die sich-selbst Prophetin nennend, und sie-lehrt und führt-irre meine Sklaven, zu-huren° und Götzenopferfleisch zu-essen°.


21 Und ich-gab ihr Zeit, damit sie-Buße-tue, und sie-will nicht Buße-tun heraus-aus ihrer Hurerei.


22 Siehe, ich-werfe sie in (ein) KrankenBett und die mit ihr Ehebrechenden in große Bedrängnis, falls sie nicht Buße-tun heraus-aus ihren (d.h. Isebels?/ihren eigenen?) Werken,


23 und ihre (d.h. Isebels) Kinder (d.h. wohl: ihre Anhänger) werde-ich-töten durch Tod (eine tödliche Krankheit?). Und alle die Versammlungen werden-erkennen, dass ich der Nieren und Herzen Erforschende bin, und geben-werde-ich jedem (einzelnen von) euch, nach euren Werken.


24 Euch aber sage-ich, den übrigen, denen in Thyatira, alle-die diese Lehre nicht haben, solche-die die Tiefen des Satans nicht erkannten,19 wie sie-sagen. Ich-werfe keine andere Schwere (Last/Vorschriften) auf euch.


25 Jedenfalls, was ihr-habt haltet-fest, bis dass ich-eintreffe°!37


26 Und der Siegende und der Bewahrende meine Werke bis-zum Ende, geben-werde-ich ihm Vollmacht über die Nationen,32


27 und "hüten-wird-er sie (d.h. regieren) mit eisernem Stab,22 wie" die "Gefäße, die tönernen zertrümmert-werden,"1


28 wie auch-ich (Vollmacht) empfangen-habe* seitens meines Vaters, und geben-werde-ich ihm den Morgen Stern.16


29 Der Habende (ein) Ohr höre, was der Geist den Versammlungen8 sagt.


Offenbarung 3


1 Und dem Engel der Versammlung in Sardes1 schreibe: Dies-hier sagt der die sieben Geister Gottes Habende und die sieben Sterne (vgl. Offb 2,1): Ich-weiß-um* deine Werke, dass du (zwar den/einen) Namen hast, dass du-lebst, doch du-bist tot.


2 Sei~ (Imp.Präs.: ein ständig) Wachender und festige° die Übrigen,6 die (mit Inf.Aor.: schon unweigerlich) im-Begriff-stehenden~24 (od.: drohen) zu-versterben°, denn nicht habe-ich-gefunden* deine Werke als-vollwertig* vor-dem-Angesicht meines Gottes!


3 Erinnere-dich~ also, wie25 du-empfangen-hast* und hörtest°, und bewahre~ (Präs.: es weiterhin) und tue-Buße° (vgl. Offb 2,5)! Falls du also nicht wachst°,16 werde-ich-eintreffen wie (ein) Dieb, und keinesfalls erkennst-du° (im Vorhinein), zu-was-für-einer Stunde ich über dich eintreffen-werde (fast: hereinbrechen werde).


4 Du-hast jedoch (einige) wenige Personen in Sardes, welche ihre Kleider nicht befleckten, und sie-werden-einhergehen mit mir in weißen (Kleidern),8 weil sie würdig sind.


5 Der Siegende, ebenso wird-er-umworfen-sein mit weißen Kleidern, und keinesfalls werde-ich-auswischen seinen Namen aus dem Buch des Lebens,10 und bekennen-werde-ich seinen Namen vor-dem-Angesicht meines Vaters und vor-dem-Angesicht seiner Engel.


6 Der Habende (ein) Ohr höre, was der Geist den Versammlungen9 sagt.


7 Und dem Engel der Versammlung in Philadelphia2 schreibe: Dies-hier sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der Habende den Schlüssel20 Davids, der Öffnende, und keiner wird-schließen, und (der) Schließende, und keiner öffnet (vgl. Jes 22,20ff):


8 Ich-weiß-um* deine Werke, siehe, ich-habe-gegeben* vor dir (eine) geöffnete* Tür,12 die keiner schließen° kann~, weil du (eine) kleine Macht hast und du mein Wort bewahrtest und meinen Namen (der Name steht für die Person selbst) nicht verleugnetest.11


9 Siehe, ich-gebe (dir) aus der Synagoge des Satans (von) den (von) sich-selbst Behauptenden Juden zu-sein~, aber sie-sind (es) nicht, sondern sie-lügen. Siehe, ich-werde-machen, dass sie kommen-werden und sie-werden-niederfallen (od. w.: Gott anbeten/huldigen?) vor deinen Füßen und erkennen°, dass ich dich liebte.


10 Weil du das Wort (d.h. die Ermutigung) des geduldigen-Ausharrens (auf) mich13 bewahrtest, auch-ich werde-bewahren dich vor3 der Stunde der Versuchung, der im-Begriff-stehenden~ über die ganze bewohnte-Erde zu-kommen~,22 (um) die Bewohner~ auf der Erde7 zu-versuchen°.


11 Ich-komme schnell.23 Halte-fest~, was du-hast, damit keiner deinen SiegesKranz nehme°!


12 Der Siegende, machen-werde-ich ihn (zu einer) Säule in dem Tempel meines Gottes, und keinesfalls wird-er-herauskommen (müssen nach) draußen,17 und auf ihn werde-ich-schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, - des neuartigen Jerusalem, das aus dem Himmel Herabsteigende von meinem Gott, - und meinen neuartigen Namen.18


13 Der Habende (ein) Ohr höre, was der Geist den Versammlungen9 sagt.


14 Und dem Engel der Versammlung in Laodizäa4 schreibe: Dies-hier sagt der Amen, der Zeuge, der treue und wahrhaftige, der Urbeginn14 der Schöpfung Gottes:


15 Ich-weiß-um* deine Werke, dass du weder kalt (zum Trinken) bist noch siedend-heiß (zum Kochen und Baden). Oh-dass du doch kalt wärest~21 oder siedend-heiß!19


16 So (aber), weil du lauwarm bist und weder siedend-heiß noch kalt, bin-ich-im-Begriff dich aus meinem Mund auszuspeien°.


17 Weil du-sagst: Ich-bin-reich, und ich-bin-reich-geworden*, und ich-habe keinen Bedarf, und du-weißt* nicht, dass (gerade) du der Elende und Erbarmenswerte und Bettelarme und Blinde und Nackte bist,


18 rate-ich dir, bei mir im Feuer brennend-gemachtes* Gold zu-kaufen°, damit du-(geistlich)-reich-würdest°, und weiße Kleider, damit du-(sie dir)-umwerfest° und die Schande deiner (geistlichen) Nacktheit nicht offenbar-werde°, und Augensalbe, (um) deine Augenlieder einzusalben°, damit du-(geistlich)-siehst~.


19 Ich überführe und erziehe (od.: züchtige) alle-die ich-gernhabe~.15 Also sei-(Präs.: von nun an)-eifrig~ und tue-Buße°!

20 Siehe, ich-stehe* an der Tür5 und klopfe-(Präs.: immer wieder)-an. Falls jemand meine Stimme hört° und die Tür öffnet°, ´so (od.: dann)` werde-ich-hineinkommen zu ihm, und ich-werde-AbendMahl-halten mit ihm und er mit mir.

21 Dem Siegenden, ihm werde-ich-erlauben mit mir auf meinem Thron zu-sitzen°, wie auch-ich siegte und mich-setzte mit meinem Vater auf seinen Thron.

22 Der Habende (ein) Ohr höre, was der Geist den Versammlungen9 sagt.


Offenbarung 4


1 Nach diesen (Plural)3 sah-ich, und siehe, (eine) geöffnete* Tür im Himmel,4 und die erste Stimme, - die ich-hörte wie (eine) Posaune, - (war) sprechend mit mir, (indem) sagend: Steige-hinauf° hierher, und zeigen-werde-ich dir, was geschehen° muss nach diesen (Plural: Epochen?)3!


2 Sofort war-ich im Geist, und siehe, (ein) Thron war-aufgestellt~ im Himmel, und auf dem Thron (ein) Sitzender,


3 und der Sitzende (war im) Aussehen gleichartig (einem durchsichtigen) Diamanten,9  und (einem rötlichen) Karneol, und (ein) Regenbogen (war) rings-um den Thron gleichartig (von) smaragdfarbenen Aussehen.


4 Und rings-um den Thron vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen vierundzwanzig Älteste2 sitzend, umworfen* mit weißen Kleidern und auf ihren Köpfen goldene SiegesKränze.


5 Und aus dem Thron gehen-heraus Blitze und Stimmen und Donner, und sieben Feuer Fackeln waren-brennend~ vor dem Thron, die die sieben Geister Gottes sind (vgl. Jes 11,2),


6 und vor dem Thron (etwas) wie (ein) gläsernes Meer7 gleichartig Bergkristall. Und in mitten des Thrones und im-Kreis-um den Thron vier Lebewesen5 voller Augen von-vorne und von-hinten.


7 Und das erste Lebewesen (war) gleichartig (einem) Löwen, und das zweite Lebewesen (war) gleichartig (einem) Kalb (od.: Jungstier), und das dritte Lebewesen habend das Angesicht wie (eines) Menschen, und das vierte Lebewesen (war) gleichartig (einem) fliegenden Adler.


8 Und die vier Lebewesen, ein jedes von ihnen habend je sechs Flügel, ringsum und drinnen (sind sie) voller Augen, und sie-haben kein Ausruhen (weil) Tag und Nacht, sagend: "Heilig, heilig, heilig HERR, Gott, der Allkräftige (od.: Allherrscher),"1 der Er-(Impf.: der immer)-war~ und der (Präs.: immer) Seiende~ und der Kommende~ (vgl. Ex 3,14f).


9 Und (jedes Mal) dann-wenn die Lebewesen Herrlichkeit und Ehre und Danksagung geben-werden6 dem auf dem Thron Sitzenden, dem Lebenden in die Zeitalter der Zeitalter,


10 werden-niederfallen6 die vierundzwanzig Ältesten vor dem auf dem Thron Sitzenden, und sie-werden-anbeten6 den Lebenden in die Zeitalter der Zeitalter, und sie-werden-abwerfen6 ihre Kränze vor dem Thron (wobei) sagend:


11 Würdig bist-du, unser8 Herr und Gott, zu-nehmen° (od.: empfangen) die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht, weil du schufst das All (od.: alle Dinge) und durch deinen Willen war-es~ und wurde-es-geschaffen.


Offenbarung 5


1 Und ich-sah auf der Rechten (Hand) des auf dem Thron Sitzenden (eine) Buchrolle, drinnen und auf-der-Rückseite beschrieben*, mit sieben Siegeln versiegelt*.


2 Und ich-sah (einen) starken Engel, mit lauter Stimme predigend: Wer (ist) würdig, die Buchrolle zu-öffnen und ihre (sieben) Siegel zu-lösen?


3 Und keiner im Himmel auch-nicht auf der Erde auch-nicht unterhalb der Erde konnte~ die Buchrolle öffnen°, noch (auf) sie blicken~.


4 Und ich-weinte~ viel, weil keiner (für) würdig befunden-wurde, die Buchrolle zu-öffnen, noch sie anzublicken~.


5 Und einer von den Ältesten sagt (zu) mir: Weine~ nicht! Siehe, es-siegte der Löwe, der aus dem Stamm Juda (Gen 49,9), die Wurzel Davids (Jes 11,1.10), (um) die Buchrolle und ihre sieben Siegel zu-öffnen.


6 Und ich-sah in mitten des Thrones und der vier Lebewesen und in mitten der Ältesten (ein) Lämmlein1 stehend*, wie geschlachtet*, habend sieben Hörner und sieben Augen, welche sind die ´sieben` Geister Gottes, ausgesandt* in die ganze Erde.


7 Und es-kam und nahm* (diese Buchrolle in Empfang) aus der Rechten (Hand) des auf dem Thron Sitzenden.


8 Und als es die Buchrolle nahm, fielennieder die vier Lebewesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lämmlein, habend jeder (eine) Harfe und goldene Opferschalen voll-seiend~ (mit) Weihräucherwerk, welches die Gebete der Heiligen3 sind.


9 Und sie-singen (ein) neuartiges Lied, sagend: Würdig bist-du, die Buchrolle zu-nehmen und ihre Siegel zu-öffnen, weil du-wurdest-geschlachtet und kauftest (für) Gott durch dein Blut (Menschen) aus jedem Stamm und (jeder) Sprache und (jedem) Volk und (jeder) Nation.4


10 und du-machtest sie (für) unseren Gott (zu einem) Königtum und (zu) Priestern, und sie-werden-(als Könige)-regieren auf der (od.: über die) Erde. 2


11 Und ich-sah, und ich-hörte (eine) Stimme (von) vielen Engeln im-Kreis-um den Thron und die Lebewesen und die Ältesten, und ihre Zahl war~ Zehntausende (mal) Zehntausende und Tausende (mal) Tausende,


12 sagend (mit) lauter Stimme: Würdig ist das geschlachtete* Lämmlein, um-zu-nehmen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segen.


13 Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unterhalb der Erde und auf dem Meer und das alles in ihnen (Seiende), hörte-ich sagend: Dem auf dem Thron Sitzenden und dem Lämmlein (sei/gehört) der Segen und die Ehre und die Herrlichkeit und die Kraft in die Zeitalter der Zeitalter.

14 Und die vier Lebewesen sagten: Amen. Und die Ältesten fielen-nieder und beteten-an.


Offenbarung 6


1 Und ich-sah, als das Lämmlein (Siegel) eins von den sieben Siegeln12 öffnete. Und ich-hörte (Lebewesen) eins von den vier Lebewesen, sagend wie (eine) Donner Stimme: Komm~!


2 Und ich-sah, und siehe, (ein) weißes Pferd,9 und der auf ihm Sitzende habend (einen) Bogen, und gegeben-wurde ihm (ein) SiegesKranz, und er-kam-heraus (als) Sieger, und damit er-siege.


3 Und als es das zweite Siegel öffnete, hörte-ich das zweite Lebewesen, sagend: Komm~!


4 Und (ein) anderes feuerrotes Pferd kam-heraus, und dem auf ihm Sitzenden, gegeben-wurde ihm, den Frieden von der Erde wegzu-nehmen°10 und dass sie (d.h. die Menschen) einander schlachten-werden (od: schlachten sollen), und gegeben-wurde ihm (ein) großes Schwert.


5 Und als es das dritte Siegel öffnete, hörte-ich das dritte Lebewesen, sagend: Komm~! Und ich-sah, und siehe, (ein) schwarzes Pferd, und der auf ihm Sitzende, habend (eine) Waage in seiner Hand.


6 Und ich-hörte (etwas) wie (eine) Stimme in mitten der vier Lebewesen, sagend: (Ein) Chönix (= 1 Liter) Weizen (um einen) Denar, und drei Chönix2 (= 3 Liter) Gerste (um einen) Denar, doch das Öl und den Wein schädige nicht.3


7 Und als es das vierte Siegel öffnete, hörte-ich (die) Stimme des vierten Lebewesens, sagend: Komm~!


8 Und ich-sah, und siehe, (ein) grünlich-fahles Pferd, und der oben-auf ihm Sitzende, sein Name (ist) ´der` Tod, und der Hades folgte~ mit ihm, und gegeben-wurde ihnen Vollmacht über den Vierten (Teil) der Erde,16 um-zu-töten durch Säbel und durch Hungersnot und durch Tod (d.i. Krankheit; od.: Seuchen?) und von den Raubtieren der Erde (vgl. Ex 23,29b; Dtn 7,22; Hes 14,21).


9 Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah-ich unterhalb des RäucherAltars die Seelen4 der Geschlachteten*5 wegen des Wortes Gottes und wegen der Bezeugung, die sie-hatten~ (od., weil Impf.: festhielten).


10 Und sie-schrien (mit) lauter Stimme, sagend: Bis wann, heiliger und wahrhaftiger Gebieter, richtest und rächst-du nicht unser Blut an den Bewohnern~ auf der Erde?13


11 Und gegeben-wurde (einem) jeden (einzelnen, von) ihnen (ein) weißes langes-(Priester?)-Gewand11 und geredet-wurde (zu) ihnen, dass sie-sich-ausruhen-sollen (od.: sich beruhigen sollen) noch (eine) kurze Zeit, bis auch ihre Mitsklaven und ihre Brüder vollzählig-seien°, die im-Begriff-Stehenden~ (noch) getötet-zu-werden~ wie auch sie (vgl. Offb 7,13-14).


12 Und ich-sah, als es das sechste Siegel öffnete, und (ein) großes Erdbeben14 geschah, und die Sonne wurde schwarz wie (ein) Sack aus-Tierhaaren, und der ganze Mond wurde wie Blut,


13 und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde,15 wie (ein) Feigenbaum seine unreifen-Winterfeigen (od.: Spätfeigen) abwirft, (wenn) von (einem) großen Wind erschüttert-werdend,


14 und der Himmel entschwand, (indem) wie (eine) Buchrolle aufgerollt-werdend,6 und jeder Berg und (jede) Insel wurden-wegbewegt von ihren Orten.


15 Und die Könige der Erde und die Vornehmen (w.: die Größten) und die Heerführer und die Reichen und die Mächtigen (w.: die Starken) und jeder Sklave und (jeder) Freie verbargen sich in den Höhlen und in den Felsen der Berge,


16 "und sie-sagen (zu) den Bergen und den Felsen: Fallt° auf uns" und "verbergt° uns"1 vor dem Angesicht des auf dem Thron Sitzenden und vor dem Zorn des Lämmleins,


17 weil gekommen-ist°8 der große Tag ihres Zorns, und wer kann bestehen?7


Offenbarung 7


1 Nach diesen10 (Visionen) sah-ich vier Engel, stehend* an den vier Ecken der Erde, festhaltend die vier Winde der Erde, damit kein Wind über die Erde wehe~ noch über das Meer noch über irgendeinen Baum.


2 Und ich-sah (einen) anderen Engel, hinaufsteigend vom Sonnen Aufgang (d.h. vom Osten?), habend (ein/das) Siegel (des) lebendigen Gottes, und er-schrie mit lauter Stimme (zu) den vier Engeln, denen es-gegeben-war°, die Erde und das Meer zu-schädigen,


3 sagend: Schädigt° nicht die Erde noch das Meer noch die Bäume, bis wir die Sklaven unseres Gottes auf ihren Stirnen7 versiegelt-haben°.3


4 Und ich-hörte die Zahl der Versiegelten*, hundertvierundvierzigtausend,8 Versiegelte* aus jedem Stamm (der) Söhne Israels:


5 Aus (dem) Stamm Juda zwölftausend Versiegelte*, aus (dem) Stamm Ruben zwölftausend, aus (dem) Stamm Gad zwölftausend,


6 aus (dem) Stamm Aser zwölftausend, aus (dem) Stamm Naftalie zwölftausend, aus (dem) Stamm Manasse zwölftausend,


7 aus (dem) Stamm Simon zwölftausend, aus (dem) Stamm Levi zwölftausend, aus (dem) Stamm Isachar zwölftausend,


8 aus (dem) Stamm Sebulon zwölftausend, aus (dem) Stamm Josef zwölftausend, aus (dem) Stamm Benjamin zwölftausend Versiegelte*.4


9 Nach diesen sah-ich, und siehe, (eine) große Volksmenge,9 die keiner zählen konnte~, 6 aus jeder Nation und (aus allen) Stämmen und Völkern und Sprachen, stehend* angesichts des Thrones und angesichts des Lämmleins, Umworfene*14 (mit) weißen langen-(Priester?)-Gewändern und (mit) Palmwedeln11 in ihren Händen,


10 und sie-schreien mit lauter Stimme, (indem/wobei) sagend: Die Errettung (liegt bei/kommt von) unserem Gott, dem auf dem Thron Sitzenden, und (von) dem Lämmlein!


11 Und alle die Engel standen^ im-Kreis-um den Thron und die Ältesten und die vier Lebewesen, und sie-fielen vor dem Thron auf ihre Angesichter (nieder) und beteten-an Gott,


12 (indem/wobei) sagend: Amen, der Lobpreis und die Herrlichkeit und die Weisheit und die Danksagung und die Ehre und die Macht und die Stärke (seien/gehören/gebühren) unserem Gott in die Zeitalter der Zeitalter, Amen.12


13 Und einer von den Ältesten antwortete, (indem zu) mir sagend: Diese, die Umworfenen*14 (mit) den weißen langen-(Priester?)-Gewändern, wer sind-sie, und woher kamen-sie?


14 Und ich-redete* (zu) ihm: Mein Herr, du weißt* (es). Und er-sagte (zu) mir: Diese sind die aus der großen Bedrängnis5 Kommenden, und sie-spülten ihre langen-(Priester?)-Gewänder und weißigten sie im Blut des Lammes.


15 Deswegen sind-sie vor dem Thron Gottes und Gottesdienst-verrichten-sie ihm Tag und Nacht in seinem Tempel,13 und der auf dem Thron Sitzende wird-zelten über ihnen.


16 "Nicht" mehr "werden-(od.: sollen)-sie-hungern und-nicht" mehr "werden-(od.: sollen)-sie-dürsten, und-nicht wird-(od.: soll)-fallen auf sie die Sonne und-nicht" irgendeine "Hitze,"1


17 weil das Lämmlein, das in (der) Mitte des Thrones (ist), wird-sie-hüten und sie auf-dem-Weg-leiten zu Quellen (der) Lebens Wasser, "und Gott wird-abwischen jede Träne aus" ihren "Augen."2


Offenbarung 8


1 Und dann-als es das siebte Siegel öffnete, geschah (ein) Schweigen im Himmel, etwa (eine) halbe-Stunde.4


2 Und ich-sah die sieben Engel, die vor Gott standen*, und ihnen wurden-gegeben sieben Posaunen.1


3 Und (ein) anderer Engel kam, und er-stellte-sich an den RäucherAltar, habend (eine) goldene Weihrauchpfanne, und gegeben-wurde ihm viel Weihräucherwerk, damit er (es für) die Gebete aller Heiligen auf den goldenen RäucherAltar gebe, dem vor dem Thron (stehenden).


4 Und der Rauch des Weihräucherwerks stieg-hinauf (für) die Gebete der Heiligen aus (der) Hand des Engels vor Gott.


5 Und der Engel nahm* die Weihräucherpfanne, und er-befüllte sie aus dem Feuer des RäucherAltars, und er-warf (sie) auf die Erde, und (es) geschahen Donner und Stimmen und Blitze und (ein) Erdbeben.


6 Und die sieben Engel, die Habenden die sieben Posaunen, bereiteten sich, damit sie-posaunen.


7 Und der erste posaunte, und (es) geschah Hagel und Feuer, vermischt* mit Blut, und es-wurde-geworfen auf die Erde, und der dritte (Teil) der Erde wurde-verbrannt, und der dritte (Teil) der Bäume wurde-verbrannt, und alles hellgrüne Gras wurde-verbrannt.


8 Und der zweite Engel posaunte, und (etwas) wie (ein) großer, (von) Feuer brennender Berg,2 wurde-geworfen in das Meer, und der dritte (Teil) des Meeres wurde Blut,


9 und der dritte (Teil) der Geschöpfe verstarb, derer in dem Meer, die Leben Habenden, und der dritte (Teil) der Schiffe sie-wurden-gänzlich-zugrunde-gerichtet.2


10 Und der dritte Engel posaunte, und (ein) großer Stern2 fiel aus dem Himmel, brennend wie (eine) Fackel, und er-fiel auf den dritten (Teil) der Ströme und auf die Quellen der Wasser,


11 und der Name des Sterns wird-genannt "der Wermut", und der dritte (Teil) der Wasser wurde zu Wermut, und viele der Menschen verstarben von den Wassern, weil sie-bitter-gemacht-wurden.3


12 Und der vierte Engel posaunte, und der dritte (Teil) der Sonne wurde-von-Schlägen-getroffen und der dritte (Teil) des Mondes und der dritte (Teil) der Sterne, damit (od.: sodass) sich-verfinstere° der dritte (Teil) von ihnen und der Tag seinen dritten (Teil) nicht (mehr) scheine°, und die Nacht gleicherweise.


13 Und ich-sah, und ich-hörte einen Adler (od.: Aasgeier?), fliegend in der Himmelsmitte, sagend mit lauter Stimme: Wehe, wehe, wehe5 den Bewohnern~ auf der Erde wegen der übrigen Stimmen der Posaune der drei Engel, die (noch) posaunen-sollen~.

Offenbarung 9


1 Und der fünfte Engel posaunte,2 und ich-sah (einen) Stern, aus dem Himmel auf die Erde gefallen*,5 und gegeben-wurde ihm der Schlüssel zum Schacht des Abgrunds,


2 und er-öffnete den Schacht des Abgrunds, und Rauch stieg-hinauf aus dem Schacht wie Rauch (eines) großen Schmelzofens, und die Sonne und die Luft wurde-verfinstert von dem Rauch (aus) dem Schacht.


3 Und aus dem Rauch kamen-heraus Heuschrecken6 auf die Erde, und gegeben-wurde ihnen Vollmacht, wie die Skorpione der Erde Vollmacht haben.


4 Und geredet-wurde (zu) ihnen, dass sie nicht schädigen-sollen das Gras der Erde noch irgendein Hellgrün noch irgendeinen Baum, sondern-nur die Menschen, solche-welche nicht das Siegel Gottes auf den Stirnen1 haben.


5 Und gegeben-wurde ihnen, dass sie sie nicht töten-sollten°, sondern dass sie (d.h. die Menschen) fünf Monate7 gequält-werden, und ihre Qual (ist) wie (die) Qual (von einem) Skorpion, dann-wenn er (einen) Menschen sticht.


6 Und in jenen Tagen werden-suchen die Menschen den Tod, und keinesfalls werden-sie-finden ihn, und sie-werden-begehren zu-versterben°, und der Tod flieht vor ihnen.


7 Und die Gestalten (w.: die Fast-Gleichheiten) der Heuschrecken (waren) Pferden gleichartig, bereitet* zum Krieg, und auf ihren Köpfen (etwas) wie SiegesKränze gleichartig Gold, und ihre Angesichter wie Menschen Angesichter,


8 und sie-hatten~ Haare wie Frauen Haare, und ihre Zähne waren~ wie (die von) Löwen,


9 und sie-hatten~ Brustpanzer (od.: Brüste) wie eiserne Brustpanzer, und das Getöse ihrer Flügel (war) wie Getöse (von) Wagen vieler in (den) Krieg laufender (od.: eilend) Pferde,


10 und sie-haben Schwänze gleichartig (denen von) Skorpionen und Stacheln, und in ihren Schwänzen (ist) ihre Vollmacht, (um) die Menschen fünf Monate zu-schädigen.


11 Sie-haben über sich den Engel des Abgrunds (als) König, sein Name (ist auf) hebräisch: Abaddon, und in der griechischen (Sprache) hat-er (den) Namen: Apollyon.8


12 Dass eine Wehe ging-weg, siehe, es-kommen noch zwei Wehe nach diesen.


13 Und der sechste Engel posaunte, und ich-hörte eine Stimme von den ´vier` Hörnern des goldenen RäucherAltars, der vor Gott (steht),


14 sagend (zu) dem sechsten Engel, der Habende die Posaune: Löse die vier Engel, die gebundenen* an dem großen Fluss Euphrat!3


15 Und die vier Engel wurden-gelöst, die Bereitstehenden* für die Stunde und (den) Tag und (den) Monat und (das) Kalenderjahr, damit sie den dritten (Teil) der Menschen töten~.


16 Und die Zahl der Kriegertruppen der Reitenden (war) zwanzigtausend (mal) zehntausend,3 ich-hörte ihre Zahl.


17 Und so sah-ich die Pferde in dem Gesicht und die Sitzenden auf ihnen, habend feurige und hyazinthfarbige und schwefelgelbe Brustpanzer, und die Köpfe der Pferde wie Köpfe (von) Löwen, und aus ihren Mäulern Feuer und Rauch und Schwefel herausgehend.4


18 Von diesen drei Schlägen wurde-getötet der dritte (Teil) der Menschen, von dem Feuer und dem Rauch und dem Schwefel, den aus ihren Mäulern Herausgehenden.


19 Denn die Vollmacht der Pferde ist in ihrem Maul und in ihren Schwänzen, denn ihre Schwänze (sind) gleichartig Schlangen, habend Köpfe, und mit ihnen schädigen-sie.


20 Und die übrigen der Menschen, die nicht getötet-wurden durch (w.: in) diese Schläge, sie-taten auch-nicht Buße von den Werken ihrer Hände (d.h. ihren Götzenbildern), dass sie nicht anbeten-würden (Ind.Fut.) die Dämonen und die Götzen, die goldenen und die silbernen und die kupfernen und die steinernen und die hölzernen, die weder sehen~ können noch hören~ noch umhergehen~,


21 und sie tun nicht Buße von ihren Morden noch von ihren Zaubereien noch von ihrer Hurerei noch von ihren Diebstählen.


Offenbarung 10


1 Und3 ich-sah (einen) anderen starken Engel,4 herabsteigend aus dem Himmel,5 umworfen* (mit einer) Wolke, und der Regenbogen über seinem Kopf und sein Angesicht wie die Sonne und seine Füße wie Feuer Säulen,


2 und in seiner Hand (ein) geöffnetes* Büchlein habend. Und er-stellte seinen rechten Fuß auf das Meer, den linken aber auf die Erde,


3 und er-schrie mit lauter Stimme, geradeso-wie (ein) Löwe brüllt. Und als er-schrie, sprachen die sieben Donner (mit) ihren Stimmen.


4 Und als die sieben Donner sprachen°, war-ich-im-Begriff~ zu-schreiben~, und ich-hörte (eine) Stimme aus dem Himmel, sagend: Versiegele, was die sieben Donner sprachen, und schreibe es nicht!


5 Und der Engel den ich auf dem Meer und auf der Erde stehend* sah, hob-auf seine rechte Hand in den Himmel,


6 und er-schwor bei dem Lebenden in die Zeitalter der Zeitalter, der den Himmel schuf und das in ihm und die Erde und das auf ihr und das Meer und das in ihm, dass keine Zeit mehr sein-wird,


7 sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels, dann-wenn er-im-Begriff-stehe~ zu-posaunen~, wird-vollendet° auch das Geheimnis Gottes, wie er (es) seinen Sklaven, den Propheten1 evangelisierte.


8 Und die Stimme, die ich aus dem Himmel hörte, sprach wieder mit mir und (ich hörte sie) sagend: Geh-fort~, nimm° die geöffnete* Buchrolle2 in der Hand des Engels, des stehenden* auf dem Meer und auf der Erde!


9 Und ich-ging-weg zu dem Engel, sagend (zu) ihm: Gib mir das Büchlein! Und er-sagt (zu) mir: Nimm (es) und verschlinge° (es)! Und deinen Bauch wird-es-bitter-machen, aber in deinem Mund wird-es-sein süß wie Honig.


10 Und ich-nahm das Büchlein aus der Hand des Engels, und ich-verschlang° (es), und es-war in meinem Mund süß wie Honig, und als ich-(es)-aß, wurde-bitter-gemacht meine Leibeshöhle.


11 Und sie-sagen (zu) mir: Du musst wieder prophezeien° über Völker und Nationen und Sprachen und viele Könige.


Offenbarung 11


1 Und gegeben-wurde mir (ein) Schilfrohr gleichartig (einem) MessStab, (wobei zu mir) sagend: Steh-auf~ und miss-aus° den Tempel Gottes8 und den RäucherAltar und die in ihm Anbetenden!


2 Aber den Hof, - den außerhalb des Tempels, - lass° außerhalb und miss° ihn nicht, weil er den Nationen gegeben-wurde, und sie-werden-zertreten die heilige Stadt (Jerusalem) zwei ´und` vierzig Monate.1


3 Und ich-werde-(den Auftrag/die Vollmacht)-geben meinen zwei Zeugen,4 und sie-werden-prophezeien 1260 Tage,1 (wobei) umworfen* mit Sacktüchern.


4 Diese sind die zwei Olivenbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehenden*.9


5 Und wenn jemand sie beschädigen° will, geht-heraus Feuer aus ihrem Mund3 und frisst-auf ihre Feinde, und wenn jemand sie beschädigen° wolle°, muss-er ebenso getötet-werden° (d.h. auf die Weise, dass Feuer in verzehrt).


6 Diese haben die Vollmacht, den Himmel zu-verschließen, damit kein Regen (das Land) benetze~ (während) den Tagen ihrer Prophezeiung,12 und sie-haben Vollmacht über die Wasser, (um) sie in Blut zu-verwandeln~ und der Erde (einen) Schlag-zu-geben° mit jeder (Art von) Plage (od.: Katastrophe?), so-oft als (od.: jedesmal, wenn) sie-wollen°.


7 Und dann-wenn sie ihre Bezeugung vollendet-haben°, wird das Raubtier, - das aus dem Abgrund Hinaufsteigende,13 - Krieg mit ihnen führen und (das Raubtier) wird-besiegen sie und wird-(sie)-töten.


8 Und ihre Leichname (werden) auf der Hauptstraße der großen Stadt (Jerusalem liegen), die auf-geistliche-Art-und-Weise Sodom und Ägypten genannt-wird, wo auch ihr Herr gekreuzigt-wurde.


9 Und (die Menschen) aus den Völkern und Stämmen und Sprachen und Nationen erblicken ihre Leichname drei Tage und (die) Hälfte (eines Tages), und sie-lassen nicht (zu, dass) ihre Leichname in (eine) Gruft gelegt-werden.


10 Und die Bewohner~ auf der Erde freuen-sich über sie (d.h. ihren Tod), und sie-sind-froh (fast: feiern), und Geschenke werden-sie-schicken einander, weil diese zwei Propheten die Bewohner~ auf der Erde quälten.


11 Und nach ´den` drei Tagen und (der) Hälfte (eines Tages) "kam-hinein ´in` sie (der) Lebens Geist" aus Gott, "und sie-stellten-sich auf ihre Füße," und große Furcht fiel-drauf auf die sie Anschauenden.


12 Und sie-hörten (eine) laute Stimme aus dem Himmel, sagend (zu) ihnen: Steigt-hinauf hierher! Und sie stiegen-hinauf in den Himmel in der Wolke,7 und (es) schauten-an sie ihre Feinde.2


13 Und in jener Stunde geschah (ein) großes Erdbeben,10 und der Zehnte (Teil) der Stadt (Jerusalem) fiel, und getötet-wurden in dem Erdbeben siebentausend Menschen Namen, und die übrigen gerieten in Furcht und gaben dem Gott des Himmels Ehre.


14 Das zweite Wehe ging-vorüber, siehe, das dritte Wehe kommt schnell.


15 Und der siebte Engel posaunte, und laute Stimmen geschahen in dem Himmel, sagend: die Königsherrschaft (Gen.poss.: über) die Welt wurde-zuteil unserem HERRN und seinem Gesalbten, und er-wird-(als König)-regieren in die Zeitalter der Zeitalter (d.h. in Ewigkeit).11


16 Und die vierundzwanzig Ältesten, ´die` vor Gott Sitzenden auf ihren Thronen, fielen auf ihre Angesichter und beteten-an Gott,


17 (indem/wobei; Präs.: immer wieder/unaufhörlich) sagend: Wir-danken dir, Herr, Gott, der Allkräftige (od.: Allherrscher), der Seiende~ und der Er-war~ (Impf.: schon immer), dass du deine große Macht genommen-hast* (od.: empfangen hast) und die-Königsherrschaft-antratest°.


18 Und die Nationen zürnten, und dein Zorn kam und der Zeitpunkt der Toten, um-gerichtet-zu-werden°, und (um) deinen Sklaven den Lohn zu-geben, den Propheten und den Heiligen und den Fürchtenden deinen Namen, die Kleinen und die Großen, und gänzlich-zugrunde-zu-richten° die gänzlich-zugrunde-Richtenden~ die Erde.


19 Und der Tempel Gottes, der in dem Himmel, wurde-geöffnet5 und die Lade seines Bundes6 wurde-gesehen in seinem Tempel, und Blitze und Stimmen geschahen und Donner und (ein) Erdbeben und großer Hagel.

Offenbarung 12


1 Und7 (ein) großes Zeichen wurde-gesehen in dem Himmel: (eine) Frau,8 umworfen* (d.h. umkleidet mit) der Sonne, und der Mond unterhalb ihrer Füße und auf ihrem Kopf (ein) zwölf Sternen Kranz,15


2 und sie-ist-schwanger, und sie-schreit, (weil/indem) in-Wehen-seiend und sich-quälend um-zu-gebären.


3 Und (ein) anderes Zeichen im Himmel wurde-gesehen,9 und siehe, (ein) großer feuerroter Drache, habend sieben Köpfe16 und zehn Hörner1 und auf seinen (sieben) Köpfen sieben Diademe.2


4 Und sein Schwanz schleppt das Dritte (Teil) der Sterne des Himmels10 und warf sie auf die Erde. Und der Drache steht* (abwartend) vor der Frau, die im-Begriff-Stehende~ zu-gebären, damit, dann-wenn sie-gebäre, er ihr Kind auffresse°.11


5 Und sie-gebar (einen) Sohn, - (ein) männliches (Kind), - der im-Begriff-steht alle die Nationen mit eisernem Stab14 zu-hüten~ (d.h. regieren). Und ihr Kind wurde-entrückt zu Gott und zu seinem Thron.


6 Und die Frau (d.i. der berrest Israels") floh in die Einöde,4 wo sie dort (einen) von Gott (Perf.: schon länger?) vorbereiteten* ZufluchtsOrt hat, damit (man) sie dort 1260 Tage3 ernähre~.


7 Und (es) entstand (ein) Krieg im Himmel, der (Erzengel) Michael und seine Engel (waren bereit/mussten) Krieg-führen° mit dem Drachen (vgl. Dan 12,1ff). Und der Drache führte-Krieg und seine Engel,


8 und nicht war-er-stark (genug), und-kein Ort im Himmel wurde-(mehr für sie)-gefunden.


9 Und geworfen-wurde der große Drache, die alte Schlange, - genannt* (der) Teufel und der Satan, der Irreführende die ganze bewohnte-Erde, - geworfen-wurde-er auf die Erde, und seine Engel wurden-(auf die Erde)-geworfen mit ihm.17


10 Und ich-hörte (eine) laute Stimme im Himmel, sagend: Jetzt ist-angebrochen°5 die Errettung und die Macht und die Königsherrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten, weil der Ankläger unserer Brüder hinabgeworfen-wurde, der sie Anklagende vor unserem Gott Tag und Nacht.


11 Und sie-besiegten ihn durch das Blut (od.: kraft des Blutes) des Lämmleins und durch das Wort (od.: kraft des Wortes) ihrer Bezeugung, und sie-liebten ihr Leben (w.: ihre Seele) nicht bis-zum Tod.


12 Deswegen seid-(Präs.: von nun an)-froh~, ´ihr` Himmel und die in ihnen Zeltenden!6 Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch herabstieg, habend große Wut (weil) wissend, dass er (nur mehr) wenig Frist hat.


13 Und als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen-worden-war°, verfolgte-er die Frau, die den männlichen (Knaben) gebar.


14 Und gegeben-wurden der Frau (d.i. der berrest Israels") die zwei Flügel des großen Adlers, damit sie in das Verödete (die Gebirgswüste Moabs?) fliege zu ihrem Ort4, dort wo sie-genährt-wird (ein) Jahr und (zwei) Jahre und (ein) halbes Jahr,3 weg-vom Angesicht (Hebraismus: sicher vor) der Schlange.


15 Und die Schlange speite-aus Wasser aus ihrem Maul, - der Frau hinterher, - wie (einen) Strom, damit er sie (zu einer) vom-Strom-fortgeschwemmten mache° (d.h. damit sie ertrinke).


16 Und die Erde eilte-zu-Hilfe der Frau, und die Erde öffnete ihr Maul, und verschluckte den Strom, den der Drache aus seinem Maul ausspeite.


17 Und der Drache zürnte über die Frau, und er-ging-weg, (um) Krieg zu-machen° mit den übrigen ihrer Nachkommenschaft, den Bewahrenden die Vorschriften Gottes und Habenden (od.: Festhaltenden) die Bezeugung Jesu.13


18 Und er-stand12 an dem Sand (d.h. ans Ufer) des Meeres.

Offenbarung 13


1 Und ich-sah aus dem Meer3 (ein) Raubtier aufsteigend,4 habend zehn Hörner und sieben Köpfe und auf seinen Hörnern zehn Diademe6 und auf seinen Köpfen Lästerungs Namen.2


2 Und das Raubtier, das ich-sah, war~ gleichartig (einem) Panther,5 und seine Füße wie (die eines) Bären,17 und sein Maul wie (ein) Löwen Maul.18 Und der Drache gab ihm seine Macht und seinen Thron und große Vollmacht.8


3 Und (ich sah) einen von seinen Köpfen wie zu Tode geschlachtet*, und sein22 Todes Schlag wurde-gesund-gemacht.7 Und die ganze Erde staunte dem Raubtier9 hinterher,


4 und sie-beteten-an (od.: huldigten) den Drachen, weil er die Vollmacht dem Raubtier gab, und sie-beteten-an (od.: huldigten) das Raubtier, sagend: Wer (ist) dem Raubtier gleichartig, und wer kann mit ihm Krieg-führen?


5 Und gegeben-wurde ihm (Sg.Neut.: d.h. dem Tier) (ein) Maul, sprechend Großes und Lästerungen, und gegeben-wurde ihm Vollmacht, (um) zwei´und`vierzig Monate14 zu-handeln.


6 Und es-öffnete sein Maul zu Lästerungen gegen Gott, (um) seinen Namen und sein Zelt zu-lästern, (und) die im Himmel Zeltenden.


7 Und gegeben-wurde ihm, Krieg zu-machen mit den Heiligen und sie zu-besiegen,21 und gegeben-wurde ihm Vollmacht über jeden Stamm und (jedes) Volk und (jede) Sprache und (jede) Nation.25

8 Und anbeten-werden (od.: huldigen werden) ihn10 alle die Bewohner~ auf der Erde, (jeder) dessen Name nicht geschrieben-ist*, in dem Buch des Lebens des geschlachteten* Lämmleins, seit Grundlegung (der) Welt.


9 Wenn jemand (ein) Ohr hat, höre-er!


10 Wenn jemand in Kriegsgefangenschaft (gehen soll), in Kriegsgefangenschaft ´geht-er-fort`, wenn jemand mit (dem) Kurzschwert ´getötet-werden°`26 (soll), mit (dem) Kurzschwert wird-er-getötet°. Hier ist das geduldige-Ausharren und die Treue der Heiligen (nötig).


11 Und ich-sah (ein) anderes Raubtier aufsteigend aus der Erde,11 und es-hatte zwei Hörner gleichartig (einem) Lämmlein (vgl. Ggs. Kap 14,1), und es-sprach wie (ein/der) Drache.


12 Und die ganze Vollmacht des ersten Raubtieres macht-es vor seinen (Augen), und es-macht13 (d.h. es veranlasst, dass) die Erde und die Bewohner~ auf ihr, dass (sie) das erste Raubtier anbeten-werden (od.: ihm huldigen werden), (von) dem sein Todes Schlag12 gesund-gemacht-wurde.


13 Und es-macht große Zeichen, sodass es sogar macht~, (dass) Feuer aus dem Himmel auf die Erde herabsteige~23 vor-den-Augen der Menschen,


14 und es-führt-irre die Bewohner~ auf der Erde durch die Zeichen, die ihm gegeben-wurden, (um) sie vor-den-Augen des Raubtieres zu-machen°, (indem) den Bewohnern~ auf der Erde sagend, dem Raubtier, welcher10 die Wunde des Kurzschwertes hat und (wieder) lebendig-wurde°,19 (ein) Bild zu-machen°.16


15 Und gegeben-wurde ´ihm`, dem Bild des Raubtieres Lebensprinzip zu-geben°, damit das Bild des Raubtieres auch (od.: sogar?) spreche° und mache°, ´dass` alle-die, falls-(sie)-nicht anbeten° (od.: nicht huldigen) das Bild des Raubtieres, getötet-würden°.16


16 Und es-macht (od.: veranlasst, dass) alle, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Bettelarmen, und die Freien und die Sklaven, dass sie sich geben°13 (ein) Prägezeichen1 auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn,24


17 und dass niemand kaufen° oder (seine Waren) feilbieten° kann~,20 außer der das Prägezeichen Habende: (nämlich) den Namen des Raubtieres oder die Zahl seines Namens.


18 Hier ist die Weisheit (nötig). Der Verstand Habende berechne die Zahl des Raubtieres! Denn (die) Zahl (eines) Menschen ist-sie, und seine (Sg.Neut.: bezieht sich auf das Raubtier) Zahl (ist) ´sechshundertsechsundsechzig`.15

Offenbarung 14


1 Und ich-sah, und siehe, das Lämmlein (vgl. Ggs. Offb 13,11) auf dem Berg Zion stehend*, und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, habend seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben*.


2 Und ich-hörte (eine) Stimme aus dem Himmel wie (eine) Stimme vieler Wasser und wie (eine) Stimme (eines) großen Donners, und die Stimme, die ich-hörte, (war) wie (von) Harfenspielern, Harfe-spielend mit ihren Harfen.


3 Und sie-singen (so etwas) ´wie` (ein) neuartiges Lied angesichts des Thrones und angesichts9 der vier Lebewesen und der Ältesten, und keiner konnte~ das Lied lernen° außer den hundertvierundvierzigtausend, den von der Erde Gekauften*.


4 Diese sind (diejenigen), die nicht mit Frauen sich-befleckten,8 denn sie-sind jungfräulich. Diese (sind) die dem Lämmlein Folgenden, wohin auch-immer es-fortgeht. Diese wurden-gekauft heraus-aus den Menschen (als) Erstlinge2 (für) Gott und das Lämmlein,


5 und "keine Lüge wurde-gefunden in ihrem Mund",1 sie-sind makellos.


6 Und ich-sah (einen) anderen Engel in (der) Himmelsmitte fliegend, habend (ein) ewiges Evangelium, (um es) zu den auf der Erde Sitzenden zu-evangelisieren° und zu jeder Nation und (jedem) Stamm und (jeder) Sprache und (jedem) Volk,


7 sagend mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm Herrlichkeit, weil gekommen-ist° (ingressiver Aor.) die Stunde seines Gerichts, und betet-an den gemacht-Habenden° den Himmel und die Erde und (das) Meer und (die) Wasser Quellen!12


8 Und (ein) anderer, zweiter Engel folgte, sagend: Gefallen°, Gefallen° (ist) Babylon,10 die große, die von dem Wein ihrer leidenschaftlichen Hurerei alle die Nationen getränkt-hat*.


9 Und (ein) anderer, dritter Engel folgte ihnen, sagend mit lauter Stimme: Wenn jemand das Raubtier und sein Bild anbetet und (ein/das) Prägezeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand nimmt,


10 auch er wird-(dann)-trinken von dem Wein des Grimmes Gottes, dem unvermengt eingeschenkten* in dem Trinkbecher seines Zorns, und er-wird-gequält-werden in Feuer und Schwefel vor-den-Augen (der) heiligen Engel und vor-den-Augen des Lämmleins.


11 Und der Rauch ihrer Qual steigt-auf in (die) Zeitalter (der) Zeitalter (d.h. ewig), und die das Raubtier und sein Bild Anbetenden haben kein Ausruhen Tag und Nacht, und wenn jemand das Prägezeichen seines Namens nimmt.


12 Hier ist das geduldige-Ausharren der Heiligen (nötig), der Bewahrenden die Vorschriften Gottes und das Vertrauen (auf) Jesus.7


13 Und ich-hörte (eine) Stimme aus dem Himmel, sagend: Schreibe: Glückselig (sind) die Toten, die ab jetzt im Herrn Sterbenden. Ja, sagt der Geist, damit sie von ihren Mühen ausruhen-werden, denn ihre Werke folgen mit ihnen.3


14 Und ich-sah,7 und siehe, (eine) weiße Wolke, und auf der Wolke (ein) Sitzender gleichartig (einem) Menschen Sohn, habend auf seinem Kopf (einen) goldenen SiegesKranz4 und in seiner Hand (eine) scharfe Sichel.


15 Und (ein) anderer Engel kam-heraus aus dem Tempel, (wobei) mit lauter Stimme schreiend (zu) dem auf der Wolke Sitzenden: Schicke11 deine Sichel und ernte! Denn die Stunde ist-gekommen°5 um-zu-ernten°, weil die Ernte der Erde vertrocknet-ist° (d.h. überreif ist?).


16 Und der auf der Wolke Sitzende warf seine Sichel auf die Erde, und die Erde wurde-abgeerntet.


17 Und (ein) anderer Engel kam-heraus aus dem Tempel, dem in dem Himmel, auch er habend (eine) scharfe Sichel.


18 Und (ein) anderer Engel ´kam-heraus` von dem RäucherAltar, ´der` Habende Vollmacht über das Feuer, und er-ließ-seine-Stimme-ertönen mit lauter Stimme (zu) dem die scharfe Sichel Habenden, (indem) sagend: Schicke deine scharfe Sichel und lese-ab° die Trauben des Weinstocks (symbolisch für Israel) der Erde! Weil seine Weinbeeren sind-reif°.


19 Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde, und er-las-ab den Weinstock der Erde, und er-warf (die Weintrauben) in den Keltertrog des großen Grimmes Gottes.


20 Und der Keltertrog wurde-getreten außerhalb der Stadt, und aus dem Keltertrog kam Blut heraus bis-zu den Zügeln der Pferde, (eine Entfernung) von tausendsechshundert Stadien.6

Offenbarung 15


1 Und ich-sah (ein) anderes Zeichen am Himmel, groß und erstaunlich, sieben Engel, habend sieben Plagen, die letzten, weil in ihnen die Wut Gottes vollendet-wird.


2 Und ich-sah (etwas) wie (ein) gläsernes Meer, vermischt* (mit) Feuer, und die Siegenden über das Raubtier und über sein Bild und über die Zahl seines Namens, stehend* bei dem gläsernen Meer, (die) Harfen Gottes habend.6


3 Und sie-singen das Lied (des) Mose, des Sklaven Gottes, und das Lied des Lämmleins,8 (indem) sagend: "Groß" und "erstaunlich (sind) deine Werke, HERR,1 Gott, der Allkräftige, gerecht und wahrhaftig (sind) deine Wege, König der Nationen.


4 wer HERR, fürchtet-sich° überhaupt nicht, und wird-(nicht)-verherrlichen deinen Namen?" Weil (du bist) allein heilig, weil "alle die Nationen werden-eintreffen und werden-anbeten vor dir,"2 weil deine gerechten-Taten (od.: Rechtsforderungen) offenbar-gemacht-wurden.


5 Und nach diesen (Dingen) sah-ich, und der Tempel des Zeltes des Zeugnisses4 im Himmel wurde-geöffnet,5


6 und die sieben Engel, - ´die` Habenden die sieben Plagen, - kamen-heraus aus dem Tempel, angezogen* (mit einem) reinen, glänzenden Leinengewand, und um die Brüste mit goldenen Gürteln umgürtet*.


7 Und eines von den vier Lebewesen7 gab den sieben Engeln sieben goldene Opferschalen voll-seiend (von) der Wut Gottes des lebenden in die Zeitalter der Zeitalter (d.h. ewig).


8 Und der Tempel wurde-befüllt (mit) Rauch von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Macht, und keiner konnte~ in den Tempel hineinkommen,3 bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet-würden°.


Offenbarung 16


1 Und ich-hörte (eine) laute Stimme aus dem Tempel, sagend (zu) den sieben Engeln: Geht-fort~ und gießt-aus~ die sieben Opferschalen6 des Grimmes Gottes auf die Erde!

2 Und der erste ging-weg, und er-goss-aus seine Opferschale auf die Erde, und (es) entstand (ein) übles und böses Geschwür an den Menschen, den Habenden das Prägezeichen des Raubtieres und die sein Bild Anbetenden.


3 Und der zweite goss-aus seine Opferschale auf das Meer, und (es) wurde (zu) Blut wie (von einem) Toten, und jedes Lebewesen (w.: lebende Seele) das in dem Meer (war) verstarb.


4 Und der dritte goss-aus seine Opferschale auf die Ströme und die Quellen (der) Wasser, und (es) wurde Blut.


5 Und ich-hörte den Engel der Wasser, sagend: Gerecht bist-du, der Seinende~ und der Er-war~, der Fromme, dass du dies gerichtet-hast°,


6 weil Blut (von) Heiligen und Propheten vergossen-sie, und Blut ´hast-du-gegeben`* ihnen zu-trinken, würdig sind-sie (dessen).


7 Und ich-hörte den RäucherAltar sagend: Ja, HERR, Gott, der Allkräftige, wahrhaftig und gerecht (sind) deine Gerichte.


8 Und der vierte goss-aus seine Opferschale auf die Sonne, und gegeben-wurde ihr, die Menschen mit Feuer zu-versengen.5


9 Und die Menschen wurden-versengt mit großer Hitze, und sie-lästerten den Namen Gottes, des Habenden die Vollmacht über diese Plagen, aber sie-taten nicht Buße, (um) ihm Herrlichkeit zu-geben.


10 Und der fünfte goss-aus seine Opferschale auf den Thron des Raubtieres, und sein Königreich wurde verfinstert*, und sie-zerbissen-sich~ ihre Zungen infolge der Pein,


11 und sie-lästerten den Gott des Himmels infolge ihrer Pein und infolge ihrer Geschwüre, und sie-taten nicht Buße von ihren Werken.


12 Und der sechste goss-aus seine Opferschale auf den großen Strom, den Euphrat, und sein Wasser vertrocknete, damit der Weg der Könige bereitet-werde°, derer vom Sonnen Aufgang (d.h. der Machthaber vom Osten; vgl. Offb 9,14-16).


13 Und ich-sah aus dem Maul des Drachen und aus dem Maul des Raubtieres und aus dem Maul des Lügenpropheten drei unreine Geister wie Frösche1 (herauskommen),


14 denn sie-sind Zeichen machende Dämonen Geister, die zu den Königen der ganzen bewohnten-Erde herausgehen, (um) sie zu dem Krieg des großen Tages Gottes, des Allkräftigen, zu-versammeln.


15 - Siehe, ich komme wie (ein) Dieb.3 Glückselig der Wachende und Bewahrende seine Kleider, damit er nicht nackt umhergehe~ und sie seine Scham erblicken. -


16 Und sie-versammelten sie zu dem Ort, dem auf-hebräisch Harmagedon2 genannten*.


17 Und der siebte goss-aus seine Opferschale auf die Luft, und (eine) laute Stimme kam-heraus aus dem Tempel von dem Thron her, sagend: Es-ist-geschehen*.4


18 Und Blitze und Stimmen und Donner geschahen, und (ein) großes Erdbeben7 geschah, (ein) derartiges (wie es noch) nie geschah, seitdem (ein) Mensch auf der Erde war, (ein) so-gewaltiges Erdbeben, so groß.


19 Und die große Stadt wurde in drei Teile (gespalten), und die Städte der Nationen fielen. Und Babylon, der großen (Stadt/Hure), wurde-gedacht vor Gott, (um) ihr den Trinkbecher des Weines des Grimmes seines Zorns (od.: seines leidenschaftlichen Zorns) zu-geben.


20 Und jede Insel floh, und Berge wurden nicht (mehr) gefunden.


21 Und (ein) großer Hagel wie (ein) Talent-schwer (ca. 41 kg) fällt-herab (Präs.historicum) aus dem Himmel auf die Menschen, und die Menschen lästerten Gott infolge der Plage des Hagels, weil seine Plage sehr groß ist.

Offenbarung 17


1 Und einer von den sieben Engeln, - den Habenden die sieben Opferschalen, - kam und sprach mit mir, (indem) sagend: Komm-her~, zeigen-werde-ich dir13 das Urteil (od.: Gericht) über die große Hure, die an vielen Wassern Sitzende,


2 mit welcher die Könige der Erde hurten, und die Bewohner~ der Erde wurden-betrunken von dem Wein ihrer Hurerei.


3 Und wegtrug-er mich im Geist15 in (eine) Einöde. Und ich-sah (eine) Frau, sitzend auf (einem) scharlachroten Raubtier, voller Namen (der) Lästerung (und) sieben Köpfe und zehn Hörner habend.


4 Und die Frau war~ mit purpurfärbigen und scharlachrotfärbigen (Gewändern) bekleidet*, und vergoldet* (mit) Gold und wertvollem Stein und Perlen, (und einen) goldenen Trinkbecher in ihrer Hand habend voll (von) Greueln (des Götzendienstes) und den unreinen (Dingen) ihrer Hurerei,


5 und auf ihrer Stirn (war ein) Name geschrieben* (ein?) Geheimnis: Babylon1 (= Rom?), die Große, die Mutter der Huren2 und der Greuel der Erde.


6 Und ich-sah die Frau betrunken-seiend von dem Blut der Heiligen3 und von dem Blut der Zeugen Jesu. Und (nachdem) sie sehend°, staunte-ich (mit) großem Erstaunen.4


7 Und der Engel sagte (zu) mir: Weswegen stauntest-du? Ich werde-sagen dir das Geheimnis der Frau und des Raubtiers, des sie Tragenden (od. w: Ertragenden?), des die sieben Köpfe und die zehn Hörner Habenden.


8 Das Raubtier das du-sahst, war~ (Impf.: für längere Zeit) und ist (Präs.: lange Zeit) nicht und steht-im-Begriff aus dem Abgrund aufzusteigen~, und es-geht-fort ins Verderben. Und die Bewohner~ auf der Erde werden-staunen, - (diejenigen von) denen der Name nicht geschrieben-worden-ist* auf die Buchrolle des Lebens seit Grundlegung (der) Welt, - (wenn/weil) das Raubtier erblickend, dass es-(Impf.: lange Zeit)-war~ und (Präs.: lange Zeit) nicht ist~ und (Fut.: dann wieder) dasein-wird5.


9 Hier (ist) der Verstand, der Weisheit Habende (nötig). Die sieben Köpfe bedeuten sieben Berge,6 wo die Frau auf ihnen sitzt. Auch bedeuten-sie (gleichzeitig) sieben Könige.7


10 Die fünf (ersten) fielen (schon), der eine ist (jetzt da), der andere (d.h. der Siebte) kam noch-nicht, und dann-wenn er-kommt°, darf er (nur) kurz bleiben°.8


11 Und das Raubtier, das war~ und nicht ist,18 er-selbst9 ist (od.: bedeutet) sowohl (ein) achter (König) als-auch aus den sieben (Königen), und ins Verderben10 geht-er-fort.


12 Und die zehn Hörner,19 welche du-sahst, sind (od.: bedeuten) zehn Könige,11 solche-welche noch-keine Königsherrschaft empfingen (od.: antraten), sondern sie-empfangen Vollmacht wie Könige für eine Stunde (d.h. nur für kurze Zeit in Begleitung) mit dem Raubtier.12


13 Diese haben eine Meinung, und sie-geben ihre Macht und Autorität dem Raubtier.12


14 Diese werden-sich-bekriegen mit dem Lämmlein, und das Lämmlein wird-besiegen sie (in Offb 19,11-16), weil es-ist Herr (der) Herren und König (der) Könige (vgl. Dtn 10,17), und die mit ihm (sind) Berufene und Auserwählte und Treue.


15 Und er-sagt (zu) mir: Die Wasser, die du-sahst, wo die Hure sitzt, sie-bedeuten Völker und Volksmengen und Nationen und Sprachen.


16 Und die zehn Hörner, die du-sahst, und das Raubtier, diese werden-hassen die Hure, und verwüstet* (viell.: ausgeplündert) machen-werden-sie sie und nackt, und ihr Fleisch werden-sie-fressen und verbrennen-werden-sie sie in Feuer.14


17 Denn Gott gab in ihre Herzen, seine15 Meinung auszuführen° und (darum?) eine (einmütige) Meinung auszuführen° und ihre Königsherrschaft dem Raubtier zu-geben°, bis die Worte Gottes vollendet-sein-werden.16

18 Und die Frau, die du-sahst, sie-ist die große Stadt (Rom), die habende Königsherrschaft über die Könige der Erde.17


Offenbarung 18


1 Nach diesen (Dingen) sah-ich (einen) anderen Engel aus dem Himmel herabsteigend, habend große Vollmacht, und die Erde wurde-belichtet von seiner Herrlichkeit.


2 Und er-schrie mit starker Stimme, sagend: Gefallen°, gefallen° (ist) Babylon, die große, und sie-wurde (eine) Behausung (von) Dämonen und (ein) Gefängnis jedes unreinen Geistes und (ein) Gefängnis jedes unreinen Vogels ´und (ein) Gefängnis jedes unreinen` und gehassten* ´Raubtieres`,


3 weil von dem Wein ihrer leidenschaftlichen Hurerei (w.: des Grimmes ihrer Hurerei) haben-getrunken* alle die Nationen, und die Könige der Erde hurten mit ihr und die Großhändler der Erde wurden-reich aus der Macht ihrer Üppigkeit (od.: Luxus).


4 Und ich-hörte (eine) andere Stimme aus dem Himmel, sagend: Kommt-heraus aus ihr mein Volk, damit ihr nicht zusammen-Gemeinschaft-habt-an ihren Sünden, und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt°,


5 weil ihr ihre Sünden angehaftet-wurden (od. viell.: aufgehäuft wurden) bis-zu dem Himmel,  und Gott sich-erinnerte ihrer Unrechtstaten.


6 Gebt-zurück (od.: Vergeltet) ihr, wie auch sie zurückgab (od.: vergolten hat), und verdoppelt (ihr) die Doppelten (Strafen?), gemäß ihren Werken! In den Trinkbecher, den sie-einschenkte, schenkt-ein ihr doppelt!


7 Sowie sie-sich-selbst verherrlichte und üppig-lebte, soviel gebt ihr Qual und Trauer. Weil sie in ihrem Herzen sagt: Ich-sitze als Königin, und ich-bin keine Witwe, und keinesfalls sehe-ich° Trauer.


8 Deswegen an einem Tag werden-eintreffen ihre Plagen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie-wird-verbrannt-werden in Feuer, weil (ein) starker HERR (ist) Gott, der sie verurteilt-Habende°.


9 Und die Könige der Erde werden-weinen und heftig-trauern-werden-sie über sie, die mit ihr gehurt-Habenden° und üppig-gelebt-Habenden°, dann-wenn sie den Rauch ihres Verbranntwerdens (od.: Brandes) erblicken,


10 (wobei) von ferne stehend* wegen der Furcht (vor) ihrer Qual, (indem/wobei) sagend: Wehe, wehe, du große Stadt, Babylon, du starke Stadt, denn in einer Stunde kam dein Gericht.


11 Und die Großhändler der Erde weinen und trauern über sie, weil keiner mehr ihre Fracht kauft,


12 Fracht von Gold und Silber und wertvollem Stein und Perlen und Byssus und Purpur und Seide und Scharlach und jedes Holz vom Citrusbaum und jedes elfenbeinerne Gerät und jedes Gerät aus sehr-wertvollem Holz und Kupfer und Eisen und Marmor


13 und Zimt und Kardamon und Weihräucherwerk und würziges-Salböl und Weihrauch und Wein und Olivenöl und Feinmehl und Weizen und Haustierbesitz und Schafe und von Pferden und Kutschen und Körpern und Menschen Seelen.3


14 Und dein Obst, - die Begierde deiner Seele, - ging-weg von dir, und alles, die Glänzenden und die Strahlenden (Dinge, es) ging-dir-verloren weg-von dir, und keinesfalls mehr wird-man-finden sie.


15 Die Großhändler dieser (Dinge), die von ihr (d.h. von Babylon, V.2ff.) reich-Gewordenen°, von ferne werden-sie-stehen wegen der Furcht vor ihrer (d.h. Babylons) Qual, weinend und trauernd,


16 (wobei) sagend: Wehe, wehe, du große Stadt, die mit Byssus und Purpur und Scharlach Bekleidete* und (die) Vergoldete* ´mit` Gold und wertvollem Stein und (wertvoller) Perle,


17 denn in einer Stunde wurde-verwüstet der so-große Reichtum. Und jeder Steuermann und jeder der zu (einem) Ort Segelnde1 und Matrosen und alle die (auf) dem Meer arbeiten, von ferne standen-sie5


18 und schrien~, (als) den Rauch ihres Verbranntwerdens erblickend, (wobei) sagend: Wer (ist) der großen Stadt gleichartig?

19 Und sie-warfen Erdstaub auf ihre Köpfe und schrien~ weinend und trauernd, (und) sagend: Wehe, wehe, du große Stadt, in der alle die Habenden die Schiffe auf dem Meer, reich-wurden von ihren Kostbarkeiten, weil in einer Stunde (d.h. plötzlich) wurde-sie-verwüstet.


20 Freue-dich~ über sie, Himmel, und ihr Heiligen und ihr Apostel und ihr Propheten, weil Gott vollstreckte2 eurer Urteil an ihr.


21 Und ein starker Engel hob-auf (einen) Stein wie (einen) großen Mühlstein4 und warf (ihn) in das Meer, sagend: Ebenso, mit-stürmischer-Wucht, wird-geworfen-werden Babylon, die große Stadt, und keinesfalls mehr wird-sie-gefunden°.


22 Und (die) Stimme (von) Harfensängern und Musikern und Flötenspielern und Posaunenbläsern, keinesfalls mehr wird-sie-gehört° in dir, und jeder KunstHandwerker irgendeines Handwerks, keinesfalls mehr wird-er-gefunden° in dir, und (das) Geräusch (der) Mühle (od.: des Mühlsteins?) keinesfalls mehr wird-(es)-gehört° in dir,


23 und (das) Licht (der) Leuchte keinesfalls mehr wird-(es)-scheinen° in dir, und (die) Stimme (des) Bräutigams und (der) Braut keinesfalls mehr wird-(sie)-gehört° in dir, weil deine Großhändler waren~ (Impf.: immer) die Vornehmen (w.: die Größten, die Würdenträger) der Erde, weil durch deine Zauberei wurden-irregeführt alle die Nationen,


24 und in ihr wurde-gefunden Blut (von) Propheten und Heiligen und (von) allen Geschlachteten* auf der Erde.

Offenbarung 19


1 Nach diesen (Dingen) hörte-ich (etwas) wie (eine) laute Stimme (einer) großen Volksmenge in dem Himmel, sagend: Halleluja, die Errettung und die Herrlichkeit und die Macht (gehören) unserem Gott,


2 weil wahrhaftig und gerecht (sind) seine Gerichte, weil er die große Hure richtete, die die Erde mit ihrer Hurerei zugrunde-richtete~, und (weil) er das Blut seiner Sklaven an ihr rächte.

3 Und (zum) zweiten (Mal) haben-sie-geredet*: Halleluja, und ihr Rauch steigt-auf in die Zeitalter der Zeitalter (d.h. ewig).


4 Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier Lebewesen fielen-nieder, und sie-beteten-an Gott, den auf dem Thron Sitzenden, (indem) sagend: Amen, Halleluja.


5 Und (eine) Stimme kam-heraus von dem Thron, sagend: Lobt~ (Präs.: beständig) unseren Gott, alle seine Sklaven ´und` die ihn Fürchtenden, die Kleinen und die Großen.


6 Und ich-hörte (etwas) wie (eine) Stimme (einer) großen Volksmenge und wie (eine) Stimme vieler Wasser und wie (eine) Stimme starker Donner, sagend: Halleluja, weil (der) HERR, ´unser` Gott, der Allkräftige trat-die-Königsherrschaft-an° (ingressiver Aorist).


7 Wir-wollen-uns-freuen~ und jubeln~, und (wollen) ihm die Herrlichkeit geben°, weil gekommen-ist° (effektiver Aorist) die Hochzeitsfeier des Lämmleins und seine Frau bereitete° sich,


8 und erlaubt-wurde ihr, dass sie-sich-umwerfe (d.h. bekleide mit) strahlendem reinen Byssus, denn (der) Byssus sind die gerechten-Taten der Heiligen.


9 Und er-sagt (zu) mir: Schreibe: Glückselig,3 die zu dem AbendMahl der Hochzeitsfeier des Lämmleins Berufenen* (d.h. Eingeladenen). Und er-sagt (zu) mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes.


10 Und ich-fiel vor seinen Füßen (nieder, um) ihn anzubeten°. Und er-sagt (zu) mir: Sieh-zu, (tue es) nicht! Dein Mitsklave bin-ich3 und der deiner Brüder, der Habenden die Bezeugung Jesu. Gott bete-an°! Denn die Bezeugung Jesu ist der Geist der Prophezeiung.


11 Und ich-sah den Himmel geöffnet*,4 und siehe, (ein) weißes Pferd6 und der auf ihm Sitzende, treu und wahrhaftig ´genannt-werdend`, und in Gerechtigkeit richtet-er und führt-Krieg.


12 Seine Augen aber (sind) ´wie` (eine) Feuer Flamme, und auf seinem Kopf (waren) viele Diademe,2 (und) habend (einen) Namen geschrieben*, (von) dem keiner weiß*, außer er-selbst,


13 und er-war-umworfen* (mit einem) Kleid, getaucht* (in) Blut, und sein Name wird-genannt*: das Wort Gottes.


14 Und die Kriegertruppen,5 ´die` in dem Himmel6 (sind), folgten~ ihm auf weißen Pferden,7 angezogen* (mit) weißem reinem Byssus.


15 Und aus seinem Mund geht-heraus (ein) scharfer Säbel, damit er mit ihm die Nationen niederschlage, und er-selbst "wird-sie-hüten mit eisernem Stab,"1 und er-selbst tritt den Keltertrog des Weines des Grimmesⱽ des Zornesⱽ Gottes, des Allkräftigen,


16 und er-hat auf dem Kleid und auf seinem Schenkel (einen) Namen geschrieben*: König (der) Könige und Herr (der) Herren.8


17 Und ich-sah einen Engel in der Sonne stehend*, und er-schrie ´mit` lauter Stimme, (wobei zu) allen den Vögeln sagend, den fliegenden in (der) Himmelsmitte: Kommt-her~, versammelt-euch zu dem großen AbendMahl (vgl. Ggs. Kap 19,9) Gottes,


18 damit ihr Fleisch (von) Königen fresst und Fleisch (von) Heerführern und Fleisch (von) Starken und Fleisch (von) Pferden und (von) den auf ihnen Sitzenden und Fleisch (von) allen Freien und (von) Sklaven und (von) Kleinen und von Großen.


19 Und ich-sah das Raubtier und die Könige der Erde und ihre Kriegertruppen versammelt*, (um) den Krieg zu-führen mit dem auf dem Pferd Sitzenden und mit seiner Truppe.


20 Und das Raubtier wurde-ergriffen und mit ihm der Lügenprophet, der gemacht-Habende° die Zeichen vor ihm, mit denen er-irreführte, die das Prägezeichen des Raubtieres empfangen-Habenden° und die sein Bild Anbetenden, lebendig~ wurden-geworfen die zwei in den See des Feuers, den mit Schwefel brennenden.


21 Und die übrigen wurden-getötet mit dem Säbel des auf dem Pferd Sitzenden, - dem aus seinem Mund Herausgekommenen°, - und alle die Vögel wurden-gesättigt von ihrem Fleisch.


Offenbarung 20


1 Und ich-sah (einen) Engel aus dem Himmel herabsteigend, (wobei) den Schlüssel des Abgrundes und (eine) große Kette in seiner Hand habend.


2 Und er-nahm-fest den Drachen, die ursprüngliche (od.:  alte) Schlange, die (der) Teufel und der Satan ist, und er-band ihn (für) tausend Jahre,7


3 und er-warf ihn in den Abgrund, und er-verschloss und versiegelte oben-über ihm, damit er die Nationen nicht mehr irreführe°, bis die tausend Jahre vollendet-werden°. Nach diesen (tausend Jahren) muss-er (für eine) kurze Zeit gelöst-werden°.


4 Und ich-sah Throne, und sie2-setzten-sich-nieder° auf sie,3 und das Gericht (d.h. die Vollmacht zu Richten) wurde-gegeben ihnen, auch (od.: und) die Seelen4 der mit-dem-Beil-Enthaupteten* wegen der Bezeugung Jesu und wegen des Wortes Gottes, - die auch nicht das Raubtier noch sein Bild anbeteten und nicht das Prägezeichen auf die Stirn und auf ihre Hand nahmen, - auch (od.: und) sie-lebten°4 (od. ingressiver Aor.: sie wurden lebendig) und sie-(alle?)-regierten-(als Könige) mit dem Christus (für) tausend Jahre.7


5 Die übrigen der Toten lebten° nicht (od. ingressiver Aor.: wurden nicht lebendig), bis die tausend Jahre vollendet-werden°. Diese (ist) die erste Auferstehung.10


6 Glückselig und heilig der Teil Habende an der ersten Auferstehung, über diese hat der zweite Tod keine Vollmacht, sondern Priester Gottes und des Christus werden-sie-sein, und sie-werden-(als Könige)-regieren mit ihm ´die` tausend Jahre.


7 Und dann-wenn die tausend Jahre vollendet-werden°, wird-(noch einmal)-gelöst-werden der Satan aus seinem Gefängnis,


8 und er-wird-herauskommen, (um) die Nationen irrezuführen°, die in den vier Ecken der Erde (sind), den Gog und Magog,9 (um) sie zu dem Krieg zu-versammeln°, deren ihre Zahl (so zahlreich sein wird) wie der Sand des Meeres.


9 Und sie-stiegen-hinauf auf die Breite (d.h. die Hochebene?) der Erde (od.: des Landes Israel?), und sie-umkreisten das befestigte-Lager der Heiligen und die geliebte* Stadt (d.i. Jerusalem), "und Feuer fiel-herab aus dem Himmel, und fraß-auf° sie."1


10 Und der Teufel, - der sie Irreführende, - wurde-geworfen in den See des Feuers und Schwefels, (dort) wo auch das Raubtier und der Lügenprophet (sind),5 und sie-werden-gequält-werden Tag und Nacht in die Zeitalter der Zeitalter (d.h. ewig).


11 Und ich-sah (einen) großen weißen Thron und den auf ihm Sitzenden,13 vor dessen Angesicht die Erde floh und der Himmel, und kein Ort wurde-gefunden (für) sie.


12 Und ich-sah die Toten, die großen und die kleinen, vor dem Thron stehend*.11 Und Buchrollen wurden-geöffnet, und (eine) andere Buchrolle wurde-geöffnet, (diejenige) welche (die) des Lebens ist, und die Toten wurden-gerichtet aufgrund des in den (ersten) Buchrollen Geschriebenen* nach (od.: gemäß) ihren (bösen) Werken.


13 Und das Meer gab die Toten (heraus), die in ihm (waren), und der Tod und der Hades6 gaben die Toten (heraus), die in ihnen (waren), und sie-wurden-gerichtet, jeder (einzelne) nach (od.: gemäß) seinen (bösen) Werken.


14 Und der Tod und der Hades wurden-geworfen in den See des Feuers. Dieser Tod ist der zweite: der See des Feuers.8


15 Und wenn jemand nicht eingeschrieben* gefunden-wurde in dem Buch des Lebens,12 wurde-er-geworfen in den See des Feuers.


Offenbarung 21


1 Und ich-sah (einen) neuartigen Himmel und (eine) neuartige Erde.6 Denn der erste Himmel und die erste Erde vergingen, und das Meer9 ist nicht mehr.


2 Und ich-sah die heilige Stadt, (das/ein) neuartige Jerusalem, herabsteigend aus dem Himmel von Gott, bereitet* wie (eine) Braut,7 geschmückt* (für) ihren Mann.


3 Und ich-hörte (eine) laute Stimme von dem Thron (her), sagend: Siehe, das Zelt Gottes (ist) inmitten (od.: mit) der Menschen, und er-wird-zelten inmitten (von) ihnen, und ´sein Volk` (Hs. Pl.: seine Völker) werden-sie-sein, und er-selbst, Gott, inmitten (von) ihnen wird-er-sein ´(als) ihr Gott`,


4 "und er-wird-abwischen jede Träne aus"1 ihren "Augen," und der Tod wird nicht mehr sein, auch-nicht Trauer, auch-nicht Geschrei, auch Mühsal (od.: Pein/Schmerz) wird nicht mehr sein, weil das Erste verging.

5 Und der auf dem Thron Sitzende sagte: Siehe, ich-mache alles neuartig. Und er-sagt: Schreibe, weil diese Worte sind glaubwürdig (od.: zuverlässig) und wahrhaftig.


6 Und er-sagte (zu) mir: Es-ist-geschehen*. Ich ´bin` das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich werde-geben dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geschenkweise.


7 Der Siegende wird-erben diese (Dinge), und "ich-werde-sein ihm (zum) Gott, und er-wird-sein mir (zum) Sohn."2


8 Aber den Feigen und Treulosen (w.: Ungläubigen) und gräulich-Seienden (od.: Verabscheuungswürdigen) und Mördern und Hurern und Zauberern und Götzendienern und allen den Lügnerischen (ist) ihr Teil in dem See, dem Brennenden (in) Feuer und Schwefel, das ist der zweite Tod.


9 Und (es) kam einer von den sieben Engeln, (von) den Habenden die sieben Opferschalen die voll-Seienden (von) den letzten sieben Plagen, und er-sprach mit mir, (wobei/indem) sagend: Komm-her, ich werde-zeigen5 dir die Braut, die Frau des Lämmleins.


10 Und er-trug-weg mich im Geist auf einen großen und hohen Berg, und er-zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, herabsteigend aus dem Himmel von Gott (her),


11 habend die Herrlichkeit Gottes. Ihr Lichtglanz (war) gleichartig (einem) sehr wertvollen Stein, wie (ein) Diamant8 Stein glänzend-wie-Kristall,


12 (und eine) große und hohe Mauer habend, (und) zwölf Portale habend und auf den Portalen zwölf Engel und Namen darauf-geschrieben*, welche sind ´die Namen` der zwölf Stämme (der) Söhne Israels.


13 Von Osten drei Portale und von Norden drei Portale und von Süden drei Portale und von Westen drei Portale.


14 Und die Mauer der Stadt, habend zwölf Grundsteine, und auf ihnen (die) zwölf Namen der zwölf Apostel4 des Lämmleins.


15 Und der mit mir Sprechende hatte~ (ein) goldenes Schilfrohr (als) Maß, damit er die Stadt und ihre Portale und ihre Mauer abmesse.


16 Und die Stadt liegt viereckig (da), und ihre Länge (ist) so-groß-wie ´auch` die Breite. Und er-maß die Stadt (mit) dem Schilfrohr auf zwölftausend Stadien, ihre Länge und die Breite und die Höhe sind ident.3


17 Und er-maß ihre Mauerbreite mit hundertvierundvierzig Ellen nach Menschen Maß (d.h. entsprechend der menschlichen Elle), das ist (das Maß des) Engels (d.h. das der Engel gemessen hatte).


18 Und der Unterbau ihrer Mauer (ist aus) Diamant, und die Stadt (selbst ist aus) reinem Gold gleichartig reinem Glas.


19 Die Grundsteine der Mauer der Stadt (sind) mit jeder (Art von) wertvollem Stein geschmückt*. Der erste Grundstein (ein) Diamant, der zweite (ein) Saphir, der dritte (ein) Chalzedon, der vierte (ein) Smaragd,


20 der fünfte (ein) Sardonyx, der sechste (ein) Karneol, der siebte (ein) Chrysolith, der achte (ein) Beryll, der neunte (ein) Topas, der zehnte (ein) Chrysopras, der elfte (ein) Hyazinth, der zwölfte (ein) Amethyst.


21 Und die zwölf Portale (sind) zwölf Perlen, jedes einzelne der Portale war~ aus einer Perle. Und die Hauptstraße der Stadt (war) reines Gold wie durchscheinendes Glas.


22 Aber ich-sah keinen Tempel in ihr, denn (der) HERR, Gott, der Allkräftige ist ihr Tempel und das Lämmlein.


23 Und die Stadt hat die Sonne nicht nötig, auch-nicht den Mond, dass sie ihr scheinen~, denn die Herrlichkeit Gottes belichtete sie, und ihre Leuchte (ist) das Lämmlein.


24 Und die Nationen werden-den-Lebenswandel-führen durch ihr Licht, und die Könige der Erde tragen ihre Herrlichkeit in sie,

25 und ihre Tore, keinesfalls werden-sie-geschlossen° (bei) Tag, denn keine Nacht wird-sein dort,

26 und sie-werden-tragen in sie die Herrlichkeit und die Ehre der Nationen.

27 Und keinesfalls wird-hineinkommen in sie irgendetwas Gemeines, noch ´der` Tuende Gräuel und Lüge, außer die EinGeschriebenen* in der Buchrolle des Lebens des Lämmleins.


Offenbarung 22


1 Und er-zeigte mir (einen) Strom (mit) Lebens Wasser, leuchtend wie Bergkristall, (und) herausgehend aus (dem) Thron Gottes und des Lämmleins.


2 In mitten ihrer Hauptstraße und des Flusses, hier und dort (d.h. auf beiden Seiten, steht der) Baum (des) Lebens,5 (wobei) zwölf Früchte hervorbringend (indem) in jedem Monat seine Frucht hergebend, und die Blätter des Baumes (sind) zur Gesunderhaltung7 der Nationen.8


3 Und jeder mit-dem-Bannfluch-belegte nicht mehr wird-er-(anwesend)-sein. Und der Thron Gottes und des Lämmleins wird-sein in ihr, und seine Sklaven werden-Gottesdienst-verrichten ihm,


4 und sie-werden-sehen sein Angesicht,9 und sein Name (wird) auf ihren Stirnen (stehen).


5 Und Nacht nicht mehr wird-sein, und sie-haben (das) Licht (einer) Leuchte und (das) Sonnen Licht nicht nötig, weil (der) HERR, Gott, er-wird-leuchten über ihnen, und sie-werden-(als Könige)-regieren in die Zeitalter der Zeitalter (d.h. ewig).


6 Und er-sagte (zu) mir: Diese Worte (sind) glaubwürdig (od.: treu/zuverlässig) und wahrhaftig, und der Herr, der Gott der Geister der Propheten, sandte seinen Engel, (um) seinen Sklaven zu-zeigen°, was in Schnelligkeit (od.: in Kürze) geschehen° muss.


7 Und siehe, ich-komme (in) schneller Art und Weise.10 Glückselig der Bewahrende die Worte der Prophezeiung dieser Buchrolle.


8 Und-ich, Johannes, (bin) der Hörende und ErBlickende diese (Visionen). Und als ich-(den Engel)-hörte und erblickte, fiel-ich-nieder vor den Füßen des Engels, - des mir diese (Visionen) Zeigenden, - um-anzubeten°.


9 Und er-sagt (zu) mir: Hüte-dich~, (tue es) nicht! Ich-bin dein Mitsklave und (der) deiner Brüder, der Propheten und der Bewahrenden die Worte dieser Buchrolle. Gott bete-an°!


10 Und er-sagt (zu) mir: VerSiegele° nicht die Worte der Prophezeiung dieser Buchrolle! Denn der Zeitpunkt ist nahe.


11 Der Unrecht-Tuende, weiterhin tue-er-Unrecht°, und der Unsaubere, weiterhin werde-er-unsauber°,1 und der Gerechte, weiterhin tue-er-Gerechtigkeit°, und der Heilige weiterhin werde-er-geheiligt°!6


12 Siehe, ich-komme (in) schneller Art und Weise,10 und mein Lohn mit mir, (um) jedem (einzelnen) zurückzugeben° (od.: zu vergelten, je nachdem) wie sein Werk (beschaffen) ist.


13 Ich (bin) das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.


14 Glückselig die ihre langen-(Priester?)-Gewänder (Präs.: beständig/immer wieder) Spülenden,2 damit (ihnen?) ihr Anrecht an dem Baum des Lebens sein-wird (od.: sie es bekommen werden), und sie (durch) die Portale in die Stadt hineinkommen.


15 Draußen (müssen bleiben/sind) die Köter3 und die Zauberer und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder (die) Lüge Gernhabende und Tuende.


16 Ich, Jesus, schickte meinen Engel, (um) euch diese (Dinge) über (od.: für/um...willen) die Versammlungen zu-bezeugen°. Ich bin der Wurzelspross und der Nachkomme Davids, der leuchtende MorgenStern.


17 Und der Geist und die Braut sagen: Komm~!4 Und der (es) Hörende sage: Komm~!4 Und der Dürstende komme~, der Wollende er-nehme° (od.: empfange) Lebens Wasser geschenkweise.


18 Ich bezeuge jedem, dem Hörenden die Worte der Prophezeiung dieser Buchrolle: Falls jemand (etwas) zu ihnen dazulege°, Gott wird-dazulegen auf ihn, die in dieser Buchrolle Geschriebenen* Plagen,


19 und falls jemand (etwas) wegnehme° von den Worten der Buchrolle dieser Prophezeiung, Gott wird-wegnehmen seinen AnTeil von dem Baum des Lebens und von der heiligen Stadt, (von) denen in dieser Buchrolle geschriebenen-worden-ist*.


20 Der diese (Dinge) Bezeugende sagt: Ja, ich-komme (in) schneller Art und Weise.10 Amen, komm~,4 Herr Jesus!


21 Die Gnade des Herrn Jesus (sei) mit (euch) allen.


 [LS1]

 [G2]

 [G3]